Lsibschrr WochkMM, (Organ der Verfasiungspartei in Kram. Rr. 111 AbonIIeINeIItr. B > dingniIsI: S»«ii»>>rig: F»r Laibach fl. 4.— Mit Post fl. 5 — palbjährig: . , . 2.— . , . 2.50 vierleljihrig: , . . 1— . . . i 2L Flir Zustellung in» Ha«»: Vierteljährig 10 kr. Samstag, den 3V. September. Jnsertio II r . P re i I- : Einlpaltige Petit-Zeile ^ 4 Ir. bei Wiederholungen » 3 kr. — Anzeigen bi» L Zeilen 2V kr. Rebaction,Administration u. Expedition: Herrengasle Nr. ti. 1882. Aus dem krainischeri Landtage. Fünfte Sitzung. Der Landeshauptmann theilt dcn Empfang der Landcsdeputation am allerh. Hoflager in Triest mit und schließt mit einem dreifachen „Hoch" und Aviv" aus dcn Kaiser, in das der Landtag begeistert einstimmt. Unter den eingclaufciicn Petitionen befindet sich ein Gesuch der Logen besitz er des landsch. Theaters in Laibach um Anerkennung des Mitbc-fitzrechtrs bei Verpachtung dcs Theaters. Der Bericht dcs LandesausschusseS übcr mehrere der Bewilligung dcs hohcn Landtages vvibchaltcne Strahensubvcntionen wird dem Vcrwaltungsaus-fchufse zugewiesen ; der Bericht dcs LandesausschusseS über verschiedene Angelegenheiten, betreffend die Militäreinquarticruug, dem Finanzausschüsse. Abg. Dr. v. Kaltenegger berichtet namens des Finanzausschusses übcr das Gesuch dcs Lehrers M. Ranth in Prcin um Wicdcrholung dcs land-wirthschastlichcn UntcrrichleS sür Lchrcr und Lchrcrinncn an der Slaper Obst- und Weinbauschule und bean-tragt die Ablehnung dcs Gesuches. Abg. Dr. Poklukar plaidirt sür die weitere Einräumung dcs Crcditcö von 400 fl., indem der landwirthschasllichc Unterricht an dcr Slaper Schule dcn Lehrern sehr zu Gute komme. Feuilleton. Unterwegs. (Schluß.) „Franz Seibcrt, träumst Du mit offenen Augen?" rief mich eine lustige Stimme an und «me Hand legte sich auf meine Schulter. „Ah, Du bist cs Karl", sagte ich, mit sreu-Liaem Schreck mich umwendend. „Wie kommst Du Lieber? Was bist Du? Wie geht cs Dir?" „Wie ich hieher gekommen ? Aus demselben Wege wie Du, nämlich mit der Eisenbahn, aber schon vor längerer Zeit. Was ich hier bin? Ein kleiner Punkt qeqenwärtig, der einmal ein Gutsverwalter werden will; und wie es mir geht? Wenn ich Geld habe, stets gut, und Geld habe ich nur in den ersten drei Wochen des Monates. Darnach urtheile." „Sehr präeis geantwortet, mein Freund," sagte ich belustigt, „und kannst Du mir auch Auskunft über Helene geoen?" „Die Dame, die Du nennst, kenne ich wohl", recitirte er, „sie wohnt da drunten, wo die letzten Villen stehen, aber — aber ..." „Nun," drängte ich. „Aber es ist ein anderer Hahn im Korbe geworden, so sagt man wenigstens. Lass' Deinen Taschenfeitel stecken, Franz Seibert; ich denke, die Sache wird sich auch ohne solch' Ding ordnen lassen." Abg. Lavrenöiü unterstützt dcn Antrag Poklukar's mit dcr Motivirung, daß namentlich die Lehrer in Jnncrkrain an dicscm landwirthschaftlichcn Unterrichte theilnehmen. Der Antrag Poklukar's wurde mit großcr Majorität angenommen. Abg. Dr. v. Kaltenegger refcrirt namens dcs Finnnznusschusscs über den Voranschlag dcr Landes-Obst- und Weinbauschule in Slap für das Jahr 188,8 und beantragt, dcr hohe Landtag wolle beschließen: 1. Dcr Voranschlag der Landcs-Obst-und Wcinbauschulc in Slap sür das Jahr 1883 wird gcmäß der hier vorne ersichtlichen Aenderungen cinzclncr Ansätze dcr Landcsausschußvorlage Nr. 16, Subbeilage v, im Erfordernisse mit 6813 fl. 92 kr.. L. in dcr Bedeckung mit 4980 fl., 6. in dem ans dem Landcssvnde zu bedeckenden Abgange pr. 1833 fl. 92 lk genehmigt. 2. Der Landcs-ausschnß hat dcr steigenden Tendenz im Regiekostcn-auswandc nach Thunlichkcit zu stcucrn. 3. Der Landesaiisschuß hat der k. k. Regierung mit dem Danke dcs Landes Krain sür die Fortgelvährung der Staalssnbvention jährlicher 2000 fl. die moti-virte Bitte um deren zahlbare Anweisung auch pro 1883 auszusprechen Die Anträge werden ohne Debatte genehmigt. Abg. N. v. Gariboldi berichtet namens des Verivaltungsausschusscö über die Petition der Bienenzüchter aus dem Reisnitzer Thale um Aus- Vom Bergkirchlein läutete eine Glocke in's Thal hernieder und das Geläute anderer Glocken aus benachbarten Dörfern antwortete. Ein barfüßiges Mädel trieb eine Heerde schnatternder Gänse nach Hause, blökende Kühe zogen vorüber und die Führe war stark mit heimkehrenden Arbeitern besetzt. Es war Abend. Mir war sehr traurig um's Herz. Die Veranda füllte sich mit Gästen. Die Wir-thin und deren schlankes Töchterlein schossen eilfertig hin und her, um den Anforderungen durstiger Kehlen und hungriger Seelen Genüge zu leisten. Eine Schaar kleiner Mädchen, welche singend die Straße einherzogen, erregte meine Aufmerksamkeit. Von meinem erhöhten Platze aus sah ich, daß eine größere Gesellschaft nachfolgte. Darunter mußten meine Leute sein. So war es auch. „Erlaube mir, par clintaneo vorzustellen: Baron Runkel, wahrscheinlich von Runkel- oder Kunkelstein; wo die Güter liegen, weiß Niemand," sagte mein Freund, indem er auf einen kleinen, beweglichen Mann in stutzerhafter Kleidung deutete, der neben der schlanken Hclene hertänzeltc. „Deine Schwiegermutter in 8xo protegirt ihn und schreitet, wie Figura zeigt, in dem stolzen Gefühl, einen so auserlesenen freiherrlichen Schwiegersohn zu haben, würdig hinterdrein. Schau, wie zutraulich der alberne Affe sich herandrängt." Ich fühlte einen leisen Stich im Herzen und Hebung dcr Taxen, welche einige Gemeinden für die Weide fremder Bienen einheben, und erklärt namenS desselben, daß die Einhebung von Taxen gesetzlich nicht bestehe. Nach einer kurzen Debatte, an dcr sich die Abg. PakiL, Deschmann und der Landcspräsi-dcnt beteiligten, wird die Erklärung zur Kenntnih genommen. Abg. R. v Gariboldi reserirt namens des Verwaltungsausschusses über die Petition der Gemeinden Unterloitsch, Greuth, St. Jobst, Trata und Sairach um Einreihung dcr Straße Sairach-Unter-loitsch unter die Bczirksstraßen und um Subvention. Der Landeshauptmann Graf Thurn, welcher während der Berathung dicscs Gegenstandes dem Stellvertreter Abg. Grasselli dcn Vorsitz übergab, befürwortet diele Petition, ebenso dcr Abg. Detela und dcr Landcspräsidcnt, Letzterer aus strategischen Rücksichten. Es wurde beschlossen, die Petition unter wärmster Befürwortung und in Ausfichtnahme einer angemesscncn Subvention dem Landesausfchusse ab-zulrctcn. Abg. Deschmann erstattet namens de Finanzausschusses den mündlichen Bericht zum Theater-fonds-Rechnungsabschlnsse pro 1881 und zum Theater-fondspräliminarc pro 1883, und über die ausge-sührten UmstaltungSbautcn im Redoutengcbäudc. Die Anträge dcs Ausschusses werden ohne Debatte genehmigt. athmete einige Male tief und kräftig, um den Blutumlauf zu regeln. — Die Gesellschaft zog ^ vorüber. „Helene trägt ihr Tuch selber, mithin kann sie ihn nicht leiden. Doch setzen wir uns einstweilen wieder," sagte ich möglichst ruhig. „Und trinken wir noch Eines," fügte mein Freund hinzu; „das ist das Gescheidteste, was wir . thun können, denn heute wirst Du wohl keinen Be- ! such mehr machen wollen." „Sage mir, Karl, was ist hier anzufangen," ^ begann ich nach einer Pause. „Zuerst redest Du mit der Tochter, dann mit der Mutter." „Und dieser tänzelnde junge Mann? Die Mutter protegirt ihn, sagst Du?" „Den nehme ich auf mich," sagte mein Freund mit großer Bestimmtheit. „Ich halte ihn für einen Schwindler, der aus eine reiche Mitgift speeulirt. Doch jetzt muß ich gehen. Du wirst mich entschul--digen, eine wichtige Abhaltung. Um 11 Uhr bin ich zurück. Die Wohnung Deiner Angebeteten kennst Du doch?" Ich bejahte und mein Freund verschwand im Dunkeln. Mich trieb eine innere Unruhe, das Haus, in., welchem ich meine Helene wußte, zu umkreisen? Hinter der Villa erhob sich ein Höhenzug, ^?lch«i^ mit Promenadengängen und Ruhesitzen versehB^qA^ Abg. Luckmann berichtet namens des Finanzausschusses zum Rechnungsabschlüsse der Zwangsarbeitsanstalt pro 1881 und zum Veranschlage der Landes-Zwangsarbeitsanstalt für das Jahr 1883. Die Positionen werden gemäß den Ausschußanträgcn ohne Debatte genehmigt. Der Bericht des Finanzausschusses über den Rechnungsabschluß des Normalschulsondes pro 1881 wird zur Kenntniß genommen und dem krainischen Fischereivercine ein viermaliger Jahresbeitrag vom Jahre 1883 angefangen bewilligt. Sechste Sitzung. Den Abgeordneten W. Pfeifer und A. Dreo wird ein achttägiger Urlaub bewilligt. Eine Zuschrift des Landespräsidiums vom 20 d. M. an den Landes-Ausschuß gelangt zur Verlesung. 2n derselben wird bekannt gegeben, dafi die Regierung ernstlich bestrebt sein wird, die Grundenliastungs-ablösungen in Krain bis zum Jahre 1884 zu Ende zu führen, daß sie jedoch nicht in der Lage sei, den Gehalt für einen dritten Ablösungseommissär aus dem Staatsschätze nbzugeben. Es übernimmt d?r Landeshauptmann-Stellvertreter P. Grassel li den Vorsitz. Abg. Laschan referirt namens des Petitions-ausschnsses über das Gesuch der Stadt,',emeinde Radmannsdorf um Envirknng einer Hnltftclle der Rudolfsbahn bei Radmannsdorf und beantragt : mit Nückfich! darauf, das; Radmannsdorf der Sitz einer Vezirkshauptmannfchatt, eines Bezirksgerichtes, eines Forstamtes und Notariats, sowie der Knotenpunkt mehrerer wichtiger Straßen sei, und mit Rücksicht darauf, daß die Stadtgemeinde Radmannsdorf sich bereit erklärte, die Straße znr HaltsteUe, als auch das Aufnnhinsgebäude aus eigenen Mitteln herzuftcllen, sei das Gesuch an den Bandes-Ausschuß znr Abtretung an die Regierung unter eingehendster Würdigung zu leiten. Landeshauptmann Graf Thnrn unterstützt wärmslens den Antrag des Petitionsausschusfes und hofft, daß die gegenwärtige Staatsbahnverwaltung, in deren Betrieb die Nndolfsbahn stehe, der Halt-stelle eine geneigtere Aufmerksamkeit zuivenden werde als die bisherige technische Abtheilung der Rudolfsbahn. Der Landcspräsident verspricht, diesem Gegen- Hier ließ ich mich nieder und schaute, wie weiland Ritter Toggenburg, nach den Fenstern drüben. Ich machte Pläne für den folgenden Tag. Des Mädchens glaubte ich sicher zu sein, aber mit der Mutter fürchtete ich einen harten Stand zu bekommen. In meinen Träumereien schien wir, als höre ich eine scheltende Frauenstimme. Ich horchte auf und ging der Villa näher. Aber ich hatte mich wohl getäuscht, denn jetzt war Alles still. Ich sah durch die leichten Vorhänge eine Gestalt mit einem Licht durch einige Zimmer schreiten, dann wurde ein Fenster geöffnet und ein weibliches Wesen blieb mit über der Brust gekreuzten Armen vor demselben stehen. Mir strikte der Athem; ich schritt schnell und leise näher heran. „Helene!" slüsterte ich. Ein leichter Schrei war die Antwort; die Gestalt hatte sich zurückgezogen. „Helene," bat ich dringend, „ich bin es, Dein Jugendfreund." Sie näherte sich langsam dem Fenster. „Was willst Du von mir/' fragte sie hart; „seit Jahr und Tag läßt Du nichts von Dir hören und dann überfällst Du mich plötzlich bei Nacht?* „Sei nicht so hart mit mir," bat ich. „Erst jetzt, erst heute habe ich erfahren, was ich versäumt und gefehlt. Habe Nachsicht mit mir." „Geh' jetzt," sagte sie freundlicher. „Doch nein, bleib' in der Nähe, in einer halben Stunde bin ich auf der Anhöhe." Sie kam, sie reichte mir beide Hände und ygte: „ES ist gut, daß Du da bist." stande die vollste Aufmerksamkeit zuwenden zu wollen, und wird der Antrag dcS Petitionsausschusses einstimmig angenommen werden: Abg. Dr. Ritter von Vesten eck berichtet namens des Finanzausschusses über nachstehende Petitionen, welche analog den Ansschußanträgen angenommen : 1. Dem Gesuche der Gemeinde Untz um Gewährung einer Subvention für eine Tränke wird keine Folge gegeben. 2. Für Stipendien an der Husbefchlagsanstalt wird ein Betrag von 180 fl. zur Errichtung von drei Stipendien L 60 fl, für in Krain geborene Schüler bewilligt. 3. Den durch Hagelschäden betroffenen Gemeinden Strafifche, Judoei und MavciL im Krainburger Bezirke wird ein Beitrag aus dem Unterstützungs-fonde zur möglichst raschen Betheilung aus dem Kredite pro 1883 votirt. 4. Der Gemeinde Oberkaschel wird behufs einer Brückenreconstruetion ein Beitrag aus dem Land sfonde. der jedoch die Höhe von 300 fl. nicht übersiciglM darf und erst nach ordnungsmäßiger Eot-laudirnug auszufolgen ist. gewährt. 5. Der Gemeinde Stein wird für die Umlegung des Klane ein Beitrag von 500 fl. bewilligt. 6. Die Gesuche der Gemeinde Jauchen um Subvention für die Rcguürung des Feistritzfliisses und der Gemeinde Soderfchitz für Feneilösch-locale werden dem Laudesausfchussc zur Erledigung im eigenen Wirkungskreise abgetreten. 7. Ein Landesbeitrag für die Saveuferfchutz-bauten zu St. Jakob-Förtfchach wird dermale» nicht bewilligt. Abg. Dr. Schaffer referirt über das Gesuch des Unterstntzungsvercines an der Bergakademie in Leoben, dem keine Folge gegeben wirb, über die Petition des Rudolfswerther Gymnafialunterstützungs-vereines, dem 200 fl., über das Gesuch des Gott-scheer Gymnasialunterstützungsvereines. dem 150 fl., über die Petition des Asylvereines an der Wiener Universität, dem 30 fl., über daS Gesuch der „Glasbena Matica", der 100 fl-, und über das Gesuch um Sulweittivnirung der Spitzenklöppelschule in Sairach, der 80 fl. bewilligt werden. Abg. Defchmann referirt über das Gesuch „Nein," rief ich stürmisch, „es ist besser," und zog die sich nur leicht Sträubende in meine Arme. „Wir gehören zusammen und wir bleiben zusammen." Ich erfuhr, was ich befürchtete. Die Mutter begünstigte die Absichten des jungen Stutzers und es hatte heute Abend wieder einen Auftritt gegeben, bei welchem die Mutter der Tochter Vorwürfe darüber gemacht hatte, daß diese ihren Lieblingswunsch nicht erfüllen wolle. Ich schied mit dem Versprechen, morgen der Mutter einen Besuch abstatten zu wollen.... Als das Licht im Hause verlöschte, ging ich heimwärts mit einem stillen Glück im Herzen. „Geruhsame Nacht, Franz Seibert," rief in der Nähe der zweiten Villa die lustige Stimme meines Freundes mich an. „Karl, Du bist ein schlechter Mensch, Du hast im Hintergründe gelegen und gelauscht," sagte ich bekümmert. „Dieses weniger," war die gleichmüthige Antwort. „Gelauscht? — Gelauscht habe ich. Es ist hier nämlich ein allerliebstes Mägdelein, welchem das undankbare Geschäft obliegt, Kinder erziehen zu sollen. Da es nun tagsüber nicht ausreichend Zeit hat, sich in frischer Luft zu ergehen, so habe ich mich erboten, es in diesen lauen Sommerabenden herumzuführen." „Ah, ich begreife." „ES gehört nicht viel Verstand dazu, das zu des Franz Schumi, Herausgebers des Archive- für Heimatkunde, und beantragt mit Rücksicht daraus, daß von demselben demnächst ein besonderes Urkundenbuch erscheinen werde, die Subventionirung dieses Unternehmens mit 200 fl. Abg. Baron Tausserer berichtet namens des Finanzausschusses zum Antrage des Recheu-schastsberichtes, betreffend die Landessondsactivrück-stände aus dem Straßenbau Hajka - Döblitsch im Bezirke Tschernembl, uud wird derselbe zur Kenntnis genommen. Ueber Antrag des Abg. Defchmann wird ein Beitrag für die Gemeinden Altenmarkt u. zur Herstellung der Kulpabrücke bei Winkel-BlaLcvek abgelehnt. Abg. Baron Taufferer erstattet namens des Verwaltuttgsausschusses den Bericht über die Petition der Gemeinde Kresnitz um Einreihung der Straße Slapuiee-Littai unter die BezirkSslraßcn und wird dieselbe dem Landesausschusse abgetreten. In hieraus erfolgter geheimer Sitzung wurde beschlossen, daß bezüglich der Zahlungsrückstände au den Grundcntlnstnngs- und Landesfond seitens der Nerzehrungsstcuerpachtuug ans früheren Jahren der Landes-Ausschuß beauftragt werde, die bezügliche» Verhandlungen zu Ende zu führen. Siebente Sitznncj. Abg. Dr. v. Schrey berichtet namens deS Finanzausschusses über den Voranschlag des Normal-fchulfondes pro )883 uud beantragt: 1. Der hohe Landtag wolle dem Rormal-schulfondsvoraufchlagc für das Jahr 1883 im Erfordernisse per 204.603 fl., in der Bedeckung per 19 793 fl., sonach mit einem Abgänge von 164.810 fl. feine Zustimmung geben. 2. Zur Deckung dieses Abganges wird für das Jahr 1883 eine 170/gige Umlage auf die volle Vorschreibung aller directen Steuern, somit insbesondere bezüglich der Hausclaffen-, Haus-Zins-, Er-werb- und Einkommensteuer auf das Ordinarium fammt allen Staatszujchlägen, mit Ausnahme der Gcsammtftcuervcrschrcibuiig der Stadt Laibach, eiu-gehobcn. 3. Der Landesausschuß wird beauftragt, die allerh. Sanetiou dieses Beschlusses zu erwirken. begreifen. Doch zu Deinen Angelegenheiten! Du hast mit ihr, d. H. mit der Deinen geredet und Ihr seid einig. Nicht wahr?" Ich mußte dieß bestätigen. „Du möchtest den Rivalen los werden?" „§S würde den weiteren Verlauf der Angelegenheit bedeutend erleichtern," meinte ich. „Hast Du etwas Geld zu viel?" sagte er. „Wozu die Frage?" „Also höre! Meine liebe Braut, — ich habe eine Braut, verstehst Du, — kennt diesen Herrn Baron aus Stuttgart, wo er unter eigenthümlichen Umständen möglichst schnell die Stadt verließ. Er hatte in der Eile sogar vergessen, einige ziemlich hohe Rechnungen zu begleichen. Ich habe, als ich dieß erfuhr, Veranlassung genommen, mich hier des Näheren nach ihm zu erkundigen, und erfahre, daß er auch hier einige Bären angebunden hat. AuS Freundschaft zu Dir und weil ich über die Stuttgarter Affaire genau unterrichtet bin, werde ich mit ihm unterhandeln und ich glaube nicht zu irren, daß er morgen Mittag bereit» verschwunden ist.* „Mensch", rief ich, „wenn Du daS fertig brächtest . . . ." „Dann wirst Du so anständig sein, seine hiesige nicht sehr hohe Zeche zu zahlen," fiel mir mei» Freund in's Wort. „Gewiß werde ich daS," betheuerte ich. „Aber HelenenS Name wird nicht genannt werden." „Keinesfalls!" 4. In den Subrubriken 1, 2, 3, 4, 6, 7 dcr Ausstabsrubrik II wird dem k. k. Landcsfchu lrathc das Revcrimcnt einverftändlich mit dem Lande saus-schusse gestattet. 5. Behufs Bestreitung des durch den prälimi-„irtm Betrag per 1700 fl. nicht gedccktcn Auf-wandes für Remunerationen an Nothschullehrer im Schuljahre 1881/82 wird dem k. k. Landcsfchu!-rathe in den Subrubrikcn 2, S, 4, 6, 6 und 7 der Ausgangsrubrik H des Normalschulfondsvoran-schlages für das Jahr 1883 das Revcrimcnt cin-versländlich mit dem Landesausschusse und die Verwendung des pro 1882 für die Nothfchulc in Bojance veranschlagten Betrages per 180 fl. für andere Nothschulcn gestattet. 6. Dcr Landcsausfchuß wird beauftragt, in Absicht auf die Entlastung des Normalschnlfondcs vor den Remunerationen für Ertheilung des Religionsunterrichtes an mehr als drciclassigen Volks-schulen die gesetzliche Regelung dcr Concnrrcnzpflicht in Erwägung zu ziehen und hierüber dem Landtage in dcr nächsten Session, eventuell unter Vorlage des bezüglichen Gcfctzcntwurfcs Bcricht zu erstatt«,, 7. Der Landesnusschub wird beauftragt, wcgcn Auflassung dcr Jndustrinllchrcrinucnstellcn an den Volksschulen in Krainburg und Nudolfewerth vom Schuljahre 1883/84 au das Einveinchmcn mit dem k. k. Landcsschulrathe zu pflegen. 8. Dic einschlägigen Mittheiliingen des Rechenschaftsberichtes § 8. über das Bolksschnlwcscn. werden zur Kenntniß genommen und erledigte sich Hinnit auch der Antrag 6 dieses Berichtes, beuchend die Erhöhung dcr Remuneration des Lehrers an dcr Nothschule in Jantfchbng. In der Generaldebatte über diese Anträge ergreift zuerst das Wort der Abg. K l u n. Er bemerkt vor Allem, daß dic Auslagen für das Volksfchnl-wescn in Krain sich von Jahr zu Jahr vergrößern und daß insbesondere während dcr letzten süns Jahre, in denm die gegnerische Partei die Majorität im Landtage habe. ' die Auslagen sich steigern. Im Jahre 1878 wäre das Erfordcrniß sür den Nornial-schulfond noch dcr Betrag von 180 000 fl. gewesen und Heuer sei derselbe schon aus 204.603 fl. ge-stiegen, somit um ungefähr 24 000 fl. Dic Umlage von 17 Pereent sei eine enorme, die Landbevölkerung werde, wenn das so weiter sortgeht, unmöglich im Stande fein, diese unerschwinglichen Abgaben zu Mein Freund hatte richtig caleulirt. Baron Runkel war am nächsten Tage verschwunden. Wir Hatten keine Veranlassung, die Sache weiter kund zu machen, und nur Helenens Mutter erfuhr das Nothmendige. Von ihren hochfliegenden Plänen geheilt, gab sie die Einwilligung zu unserer Verheiratung. . Zwei Jahre sind seitdem verflossen. Wir leben glücklich im düsteren Prag. Es ist Alles so gekommen, wie ich es unterwegs im Bahnwagen erträumt. Ein Kind — natürlich ein Bube — schreit im Nebenzimmer und meine Frau ruft mich soeben vom Schreibtisch ab- Sie will den kleinen Weltbürger baden und ich soll zuschauen, wie er strampeln kann. Beim Abrufen schaut sie über meine Schulter aus Liefe Schreiberei. „Aber ich bitte Dich, Franz," sagt sie, „das wäre doch auch nicht nothwendig, daß Du die ganze Geschichte in die Zeitung gibst." Es steht ja von Dir so wenig drin, lieber Schatz", beschwichtige ich. Man kann Dir nur nicht recht trauen", schmollt sie; „ich thät' mich geniren, wenn die Leut' es wer lesen würden." So werde ich diese Geschichte anderwart« -rucken lassen," beruhige ich sie und lege die Feder nieder. ^ EggM. leisten und dic Folge werde fein, daß neben den Schulhauspalästen die zerrissenen Hütten dcs Bauern stehen werden. Zudem habe in neuester Zeit der „Antichrist dcs Schulwesens", der Deutsche Schul-verein, dem Lande hilfreiche Hand geboten und man würde da glauben, daß sich die Auslagen dadurch vermindern würden. Freilich belaufen sich dic Kosten für die Franziskanerschule in Stein im nächsten Jahre um 2000 fl. höher und würden dieselben dem Lande erspart bleiben, wenn man den Franziskanern nicht die Schule weggenommen hätte. Im Ucbrigcn hätte der Finanzausschuß auch mit einigen Posten changirt und sie im Landcsfonde eingestellt, was offenbar auf Täuschung berechnet ist. Dort, wo man sparen sollte, geschehe dich nicht, und umgekehrt werden Beträge eingestellt, die überflüssig sind, wie beispielsweise für die Schule in Mcierle (Bravorufe auf dcr linken Seite) und für die Ertheilung dcs deutschen Sprachunterrichtes. Abg Dr. Schaffer: Nach den Auseinandersetzungen des Herrn Vorredners komme er znr Ucbcrzeugiing, daß derscibe eine weit bessere Meinung von dcr Finanzausschußvorlage haben müsse, als er ursprünglich dachte, indem ei» so findiger Kritiker, wie dcr Herr Vonedncr, nicht im Stande war, größere Mängel an der Vorlage zu finden, waS gewiß für den ausgezeichneten Gehalt dcrsclben zcngc. Er überlasse es dem Herrn Berichterstatter, auf dic aphoristischen Bemakiungcn dcs Abg. Kluu zu antworten. müße ihm abcr nur sagen, daß die Steigerung dcs Schulbndgets im Laufe dcr Jahrc nnab-ändcrlich geworden sei, indem stets neue Schulen errichtet werden. Weder dcr Finanzausschuß, noch dcr Landcsausschuß oder Landcsschulrath können hiesür verantwortlich gemacht werden, denn keiner von diesen Faetoren trage daran die Schuld. Diese allgemeine Bemerkung sei gänzlich hinfällig. Daß gewisse Posten aus dem Präliminare dcs Normal-schulfondes in den Landesfond übertragen wurden, sei nur aus Zwcckmäßigkcitsgiündcn erfolgt, keineswegs abcr zum Zwecke der Schönfärberei. Wegen dcr Stcincr Schule wolle er sich in keine Discussion einlassen, weder i-i'o noch contra, es sei eben darüber nichts mehr zu sagcn. Wenn dcr Abg. Kinn an die Sparsamkeit appcllire und ihm die 500 fl. für den deutschen Sprachunterricht überflüssig erscheinen, so sei er mit sich selbst im Widerspruche, indem er ausdrücklich bcmcrktc, bci Bagatellen soll man nicht sparen. (Bravorufe rechts.) Berichterstatter Dr. v. Schrey drücktzu erst fein Erstaunen über das Erscheinen dcs Abg. Mn im Landtage ans nnd wendet nch zunächst gegen die imputirte Acußcrung, daß dcr Finanzausschuß die Beträge sür Schulbauten aus dem Normnlschul-solide in den Landesfond übertragen, um die Vorlage zn verschönern und sic den Steuerzahlern erträglich zu machen. Dic Klagen, dic man bci jeder Nor-malschulsondsdebatte vernommen, waren auch heute zu hören und weder dcr Landes-Ansschuß, noch dcr Landesschnlrnth erzeugte diesen Aufwand, dcr nur den Bedürfnissen der Bevölkerung entspreche. Bei Ncuausgaben werde stets mit größter Vorsicht voc-gegangen und das hohe Haus werde auch noch vernehmen, daß sür neue Bedeckungsguellen gesorgt sei. Wenn dcr Herr Vorredner unserer Partei den Vorwurf mache, so müsse cr dagegen protestiren, denn Alles, was sür Schulen in diesem Hause bewilligt werde, komme nur dcr slovcnischcn Partei zugute, da Alles nur für flove nische Schulen votirt werde und andere es gar nicht im Lande gäbe. (Widerspruch links ; Beifall rechts.) Wenn der Herr Abg. Kinn von dcr Zukunft spreche, in der man unter den Schulpalästen nur verfallene Hütten sehen werde, so bemerke er darauf, daß im Prophezeien dcr Herr Abgeordnete sich längst um sein Renommee gebracht habe. (Heiterkeit.) Durch dic wachsende Bildung werden auch die Hütten nicht zerrissen sein (Rufe: Sehr richtig) und von seinem Standpunkte solle er nicht übersehen, daß dort, wo weder Schule noch Geistlichkeit waren, die Bevölkerung auch der Aneignung dcs Religionsunterrichtes entbehren mußte. Viele Orte gab es, in denen dic Kinder dcs Religionsunterrichtes entbehrten, weil eben keine Schulen waren. Dic angebliche Schönfärberei wegen des Uebertragens einzelner Posten aus dem Normal-schulsonde in den Landesfond weife er zurück. Uebir-rafcht sei cr durch dcn Hinweis des Abg. Klnn auf die Lösung dcr Steiner Schule. Dcr Herr Abg. könne sich noch immer nicht zufrieden erklären, daß im Budget dcr Betrag für die Lehrergehalte eingestellt sei. und doch musnc dieß erfolgen, da Seine Majestät dcr Kaiser es war. welcher dem ungesetzlichen Zustande der Stcincr Schule ein Ende machte, indcm cr das Gcsuch der Stadtgemeinde um Belastung der Franziskaner an dicser Schule abwcislich bcschied. Im Ucbrigcn seien schon in den früheren Jahren die Gehalte im Budget eingestellt gewesen, ohne daß irgend welche Einwendung dagegen erfolgt wäre. Wenn 500 fl. sür dic Ertheilung des unobligatcn deutschen Sprachunterrichtes an mchrclassigcn Volksschulen eingestellt seien, so erwidere er daraus, daß der deutsche Unterricht heute mehr als jc nothwcndig sci. (Widcrspruch links.) Es scheine chm dicß so zweifellos trotz dcs erhobenen Widerspruches, das; er kein Wort darüber mehr verlieren wolle. In Bezug auf jene Schulen, welche noch nicht znr Activirung gelangen, bemerke er, daß sie nusgcfchicden worden sind, und glaube cr die Kritik dcs Herrn Abg. Klun möglichst entkräftigt zu haben (Lebhafte Beifallsrufe und Händeklatschen rechts.) Da in dcr Gcncraldebattc kcin positiver Antrag gestellt wurde, wird zur Speeialdcbattc geschritten. In derselben ergreift das Wort zur Position 1. (Lehrergehalte) der Abg. S v e t e e. Er verlange vom Referenten Dr. Schrey, dcr Obmann dcr Ortsgruppe „Laibach" dcs Deutschen Schul-vereines sei (Dr. Schrey ruft: „Sie haben einen falschen Paragraph erwischt!"), die Aufklärung, ob dcr Deutsche Schulverein mit dem Beschluss- des Landcsschulrathcs. daß in Mcierle eine deutsche Volksschule mit obligate» slovcnischem Sprach-unterrichte aetivirt werde, zusricden sei und seine Unterstützung derselben werde angcdeihen lassen? Dr. Schrey: Die Bemerkung, daß ich Obmann der Ortsgruppe „Laibach" bin, ist hinfällig. Dic Anfrage des Herrn Vorredners betrachte ich als unberechtigt nnd unpassend. Dic Errichtung der Schule in Meierle erfolgte mit Beschluß dcs Landes-schnlrathes vom 18. Juli d. I., Z. 81, und wenn dcr Abg. Svetcc darüber welche Ausklärung verlangt, so bittc ich, sich darüber an dcn hochvcr-ehrten Herrn Lnndcspräsidcnlen zn wenden. (Rnse: Sehr richtig.) Landespräsident Winkler: Obschon ich die Interpellation über das Wirken des Deutschen Schulvercincs in Krain erst in einer der nächsten Sitzungen zu beantworten gedenk,-, so bemerke ich ^ schon heute über die Schule in Meierle, welche einen ^ Theil dcr Jntcrpcllation bildet, daß ganz richtig > bemerkt wurde, daß dcr Landcsschulrath an dcr zu ! errichtenden Schule in Meierle dic deutsche Unter- ! richtssprache mit obligatem slovenischen Sprach- ! unterrichte beschlossen habc. Ursprünglich hatte der! Landcsschulrath beschlossen, daß die Unterrichtssprache derart zum Ausdrucke gelangen soll, daß in den Vormittagsstunden slovcnisch und in dcn Nach- > Mittagsstunden deutsch unterrichtet werde. Als dicser > Beschluß mitgelheilt wurde, wurde seitens des Landes-AuSschusses dagegen Einsprache erhoben, weil sich die Bcwohncr von Mcierle damit nicht zufrieden erklärten und eine Petition wegen ausschließlicher -Einführung der deutschen Unterrichtssprache überreichten. (Rufe rechtS: Hört, hört!) Da die Be-s wohner von Meicrle kategorisch den Wunsch nach einer deutschen Schule ausgesprochen haben, sn wurde angesichts dieser Thatsache im Sinne deS tz 6 deS Reieh-volk-schulgesetze- dieser Beschluß gefaßt, indem diese beiden Faktoren sich für die Ertheilung der deutschen Unterrichtssprache ausgesprochen haben. Der LandeS-fchnlrath glaubte den Wünschen der Bevölkerung Rechnung tragen zu müssen, indem die Eltern eS find, welche zumeist über die Sprache deS Unterrichte- für ihre Kinder maßgebend seien und die Bewohner von Meierle durchaus die deutsche Sprache verlangten. (Lebhafte Beifallsrufe rechts; Widerspruch links.) Wenn Jemand sich durch den Beschluß deö LandeSschulratheS verletzt erachte, so stehe ihm der RecurSweg beim Ministerium oder beim Verwal-tungSgerichtShofe und Reichsgerichte offen. Ich hingegen kann von meinem Standpunkte dem Beschlüsse de- LandeSschulratheS nicht entgegen treten und muß denselben aufrecht erhalten und schützen. (Lebhafte Beifallsrufe recht-.) Abg. Svetec: Ich weiß noch immer nicht, ob der Schulverein den Beschluß de- LandeSschulratheS acccptirte. Abg. Dr. Zarnik ruft, ohne sich zum Worte gemeldet zu haben: WaS der Herr Landespräsident gesprochen, ist: „Xakor so bob v steno meöo" (zu deutsch beiläufig): „Was der Herr LandeSpräsi-dent gesprochen, sei nur in den Wind geredet", wenn cs der deutsche Cultusminister Dr. Weitlof nicht wolle. Dr. v. Schrey: Wenn der Abg. Svetcc eine Aufklärung wünscht, so möge er sich direct an Dr. Weitlof wenden, an den ich ihm eine Empfehlung von mir gerne mitgeben will. Der Abg. Navratil spricht in einer Weise über den Deutschen Schulverein und ergeht sich in derartigen Ausdrücken über denselben, daß wir cs für unerklärlich halten, daß es der Herr Landeshauptmann nicht ein einzigesmal der Mühe werth fand, den Abgeordneten zurechtzuwkisen. Wir sind weit entfernt davon, zu vcrlangcn, daß die Redefreiheit eineS Abgeordneten verkürzt werde, verwahren un-aber dagegen, daß dem Einen Abgeordneten etwaS gestattet wird, was man dem Anderen voreuthält-Die Rede des Abg. Navralil strotzte von unpar-lamentarischen Ausdrücken, er bezeichnet«: den Lan-deSauSschuß als einen remonstrirenden Factor, der mit den schwarzen Agenten des Schulvereincs in Verbindung zu stehen scheine, er verglich ihn mit einer Bombe, die plötzlich in daS Land geschleudert wurde und in demselben die fürchterlichste Erbitterung hervorgerusen, die Lehrerschaft eorrumpire und die Ruhe und den Frieden im Lande gestört habe. Nach unserer Anschauung, und diese dürfte Jeder mit uns theileu, der kein Fremdling im parlamentarischen Leben ist. wäre cs die Pflicht des Landeshauptmannes gewesen, den Abg. Navratil aufzufordcrn, innerhalb dcr Schranken des parlamentarischen AnstandeS sich zu bewegen, und dieß im-so mehr, nachdem dem Abg. Ritter von Gariboldi während seiner Rede angedeutet wurde, bei dcr Sache zu bleiben, obschon er lediglich auf die Ausführungen Svetec und NaVratil'S in ruhiger leidenschaftsloser Weise rcplicirtc- Der Abg. Navratil schloß seine Rede mit dcr Aufforderung, daß der Beschluß deS LandeSschulratheS wegen Meierle umgestoßen und dcr Deutsche Schulverein aus Kraiu herausge-worscn werde. Abg. R. v. Gariboldi: Ich hätte mir hente nicht das Wort erbeten, wenn ich nicht durch die von mehreren Herren Vorrednern gegen den Deutschen Schulverein beliebten Jnvectiven und namentlich durch die dießfälligen leidenschaftlichen Ausführungen de- unmittelbaren Herrn Vorredners dazu veranlaßt worden wäre. In einer dcr letzten Landtag-sitzungen wurde von der anderen Seite des hohen Hauses eine mit den ausgedehntesten Detail- auSgestattete Interpellation an da- LandeS-Pcäsidium gerichtet, in welcher die ungeheuerlichsten Beschuldigungen gegen den Deutschen Schulverein erhoben werden, und in welcher Letztere so weit gehen, diesen Verein sogar hochverrätherischec Absichten zu zeihen. Ich mußte nun annehmen, daß angesichts dieser voluminösen förmlichen Anklageschrift die Herren Interpellanten den Gegenstand wenigsten» insolange auf sich beruhen lassen würden, bis sich gelegen-heitlich der Beantwortung der Interpellation dcr gewünschte Anlaß zu weiteren dießfälligen Auseinandersetzungen ohnedieß geboten hätte. Ich habe mich in dieser Annahme getäuscht, und cs scheint im Gegentheile die bestimmte Absicht vorzuwalten, keinen wie immer gearteten Anlaß vorübergehen zu lassen, ohne die schon vorgebrachten Anklagen gegen dcn Deutschen Schulverein neuerdings vom Zaune zu Brechen. So hat Ihnen denn auch die heutige Verhandlung über den Normal- schulsond die — w legenheit hiezu gebo Es fällt mir jetzt mit dem Jnha ich sehe — willkommene Ge en. elbstverständlich nicht ein, mich te dcr Interpellation durch eine eingehendere Erörterung desselben zu beschäftigen, und überlasse dieß einem geeigneteren Zeitpunkte. Ebensowenig werde ich in die vom Abgeordneten Herrn Navratil heute neuerdings gegen dcn Deutschen Schulverein geschleuderte» Angriffe näher eingehen. Es sind ja dieß immer nur die gleichen mit wenig Variationen vorgcbrachtcn Beschuldigungen, welche — ich möchte sagen, mit einer gewissen Methode erhoben werden auf Grund angeblicher, ganz unerwiefener Thatfachen, die sich bei eingehender und objektiver Untersuchung des Falles gewiß in einem ganz anderen Lichte darstellen würden, — und daß eine solche Untersuchung maßgebenden Ortes bisher noch nicht gepflogen wurde, ist zur Genüge aus dem Umstande zu ersehen, daß der betreffende Schulfunctionär, gegen den sich eigentlich die ganze Schwere der Interpellation richtet, — im Gegenstand noch in keiner Weise einvernommen oder in selbem überhaupt befragt wurde. Ich. bin nun in der Lage, das Wirken des Dcutfchcu Schulvcrcincs in Krain und namentlich dcr Ortsgruppe Laibach genau zu kcnncn, und weil dicß dcr Fall ist, so sehe ich mich bemüßigt, nur im Allgemeinen und nur mit wenigen Worten jenen tendeneiöscn und verleumderischen An-würfen cntgegcnzutrctcu, die sowohl von der nationalen Publieistik gegen dcn Deutschen Schulverein in unqualifieirbarcr Weise in Anwendung kommen, als auch im Wege der mehrerwähnten Interpellation sowie auch durch das heute darüber peinlichen Ausdruck gekommen sind. Nach dem Wortlaute der von Sr. Erccllcnz dcm Minister dcS Jnncrcn, Grasen Taaffe, genehmigten Vereins-Satzungen geht die Tendenz deS Deutschen Schulvereincs dahin, in Oesterreich an Orten mit sprachlich gemischter Bevölkerung, besonders an dcn deutschen Sprachgrenzen und auf dcn deutschen Sprachinseln dic Bestrebungen zur Erhaltung deutschen Sprachunterrichtes und deutscher Schulen zu unterstützen. In diesen wörtlichen Bestimmungen nun ist der eonscrvative, aber auch eminent defensive Charakter der Vereinszwecke klar und deutlich ausgesprochen. — Es ist ein Verein geschaffen zu gemeinsamer Abwehr, einer Abwehr, die den Deutschen durch die sattsam bekannten politischen Vorgänge und sprachlichen Kampfe in der jetzigen Aera auf-gedrungen wurde — ein Act uoth wendiger Selbsthilfe, welche dic Entstehung einetz solchen Vcrcincs zur Bedingung machte. (Anhaltende Bravorufe von dcr Linken, lärmende Unterbrechung von nationaler Seite.) Und daß der Verein vielfachen Anlaß zu Hiezu ein halber Bogen Beilage. Gehörte zum solcher Abwehr hat, ist ebenso genügend bekannt alt die auf nationaler Seite ohne Scheu ausgesprochene Tendenz, alles Deutsche in Krain zu slovenisire«; und in welcher Weise in Krain dieß versucht und leider oft auch mit Erfolg in Scene gesetzt wird, davon könnte ich Ihnen manch' lehrreiche- Beispiel erzählen. (Rufe von nationaler Seite: „Nun als», Beispiele. Beispiele!") Nachdem Sie es wünsche», werde ich Ihnen mit folgendem Falle.dienen, welcher zeigt, mit welch' unschuldig scheinenden, aber i« Erfolge umso sicherer wirkenden Mitteln derartige SlovcnisilungSvcrsuche gemacht werden: Ich besuchte in diesem Sommer wiederholt die Gegend von Weißensels in Oberkrain. E- ist dich eine rein deutsche Gemeinde (Widerspruch von nationaler Seite), gesetzlich als eine rein deutsche Gemeinde anerkannt! — (Neuerlicher Widerspruch.) — Der Herr Regierungsvertreter möge Ihnen dicß selbst bestätigen! — — In dieser Gemeinde wirkte, ich glaube, durch nahezu 20 Jahre ein würdiger Pricsteö als Pfarrer, dcr — wcnn er auch aus seiner slo-venisch-nationalen Gesinnung nie ein Hehl machte, doch seinen Obliegenheiten als Seelenhirte, namentlich auch in sprachlicher Richtung gegenüber seiner rei» deutschen Pfarrgcmeinde in jeder Beziehung volle Rechnung trug; — kein Wunder also, daß ih» seine Pfarrkinder, als er einen anderen Bestimmungsort erhielt, sehr ungern scheiden sahen und seinen Abgang aufrichtig betrauerten. An seine Stelle kam in diesem Sommer ein anderer Pfarrer, ei» jüngerer Mann, dcr offenbar dcr deutschen Sprache nicht vollkommen mächtig ist und dieselbe in einer oft störend unverständlichen Weise behandelt. Bald nach seinem Amtsantritte besuchte ich an einem Feiertage die Kirche in Weißensels und trat ebe» zu dcr Zeit in dieselbe, als dic Predigt beginne» sollte. Wic erstaunt war ich jedoch, als dcr Pfarrer seinen rein deutschen Pfarckindern daS Evangelium in flovcnifcher Sprache vorlas. Ueber meine dieß-fälligen Erkundigungen hörte ich, daß dicß zum erstenmale der Fall sei. Da sich jedoch am nächste» und am 3. Sonntage darauf das Gleiche wiederholte, so wurde der Pfarrer von den Leuten über diesen Vorgang interpellirt. Cr verantwortete sich dahin, daß er dieß aus Rücksicht auf den Umstand thuc, als einzelne Bewohner von Weißensels Frauen, aus der slovcnifchcn Nachbargemeinde Ratschach geheiratet hätten, welche möglicherweise mit der deutsche» Sprache nicht genügend vertraut wären und weShalb er sich für verpflichtet erachte, ihnen wenigsten- die Lehren des Evangeliums in dcr ihnen verständlicheren Muttersprache zu verkünden. — Und so blieb cs fortan im deutschen WeißenfelS auch beim slovenischen Evangelium, dem später, wie man mir sagte, auch ein Stückchen slovenischer Predigt ange-hängt ivurde und dem — da dcr Pfarrer jene deutschen Psarrkindcr, von denen er vermuthet, daft sic einige sloucnische Worte verstehen, auch nur i» letzterer Sprache anspricht und so die Leute im Slovenischen übt — im nächsten Jahre vielleicht ganz slovenische Predigten folgen werden. — Ich frage Sie nun, meine Herren von der anderen Seite, ivaS würden Sic daZu sagen, wen» im umgckchrtcn, allerdings kaum denkbaren Falle ein deutscher Priester sich unterfangen hätte, in einer rein slovenischen Gemeinde in gleicher Weife vor-zugehen! — und — ist das von mir soeben bezüglich Weißenfel's Erwähnte nicht ein eklatanter Fall, mit welch' anscheinend unschuldigen, aber dafür umso wirksameren Mitteln dic Slovenisirung rei» deutscher Bevölkerung versucht wird! — (Sensation.) Die Ortsgruppe Laibach des Deutschen Schul-vercincs, wclchcmit Ausnahme de- Gottscheer Landes, da- eine eigene Ortsgruppe bildet, Mitglieder auk dem ganzen übrigen Lande in sich aufnimmt, hat. für die Erhaltung deS deutschen Schulunterrichte- i» seiner Gruppe sehr ersprießlich, doch stet- nur inne» Beilaae »u Nr. 111 des „Laibacher Wochenblattes". halb der ihm durch seine Satzungen gezogenen Grenzen gewirkt, und Sie selbst werden dießfalls gewiß nicht in der Lage sein, in letzterwähnter Be-Ziehung nur einen gegentheiligen Fall nachzuweisen. Es sind somit alle gegen das Wirken des Deutschen Schulvereines in Krain. beziehungsweise der Orts-aruppe Laibach, mit so viel Emphase vorgebrachten Einwürfe und Behauptungen ganz unbegründet, tendenziös und vollkommen nichtig! (Bravo links, lärmender Widerspruch von Seite der Nationalen.) Sie selbstverständlich werden dich nicht zugeben, wie cs auch nicht anders zu erwarten ist von den Trägern einer Partei, die dem Deutschen Schul-vereine seit seinem Entstehen in der gehässigsten und feindseligsten Wcise entgcgcngctreten ist, die cs diesem Vereine als größtes Verbrechen anrechnet, daß er überhaupt existirt, und die in ganz eigentümlicher Interpretation des in den letzten Jahren von hoher Seite so sehr betonten Bestrebens nach Völker- und Nationalitätenversöhnung im Gegcnthcilc die Ausrottung alles Deutschen im Lande auf ihre Fahne geschrieben hat! (Lebhafte Bravos links, großer Lärm rechts.) Doch unbeirrt dadurch wird der Deutsche Schul-verein sein segensreiches Wirken in der ihm durch die Satzungen gewährleisteten Art mit allem Eifer fortsetzen. zum Wohle der deutschen Bevölkerung im Lande, welche zum mindesten die gleichen Ansprüche hat auf sprachliche Gleichberechtigung und demgemäß ungestörte Pflege ihrer Sprache, und welche sich immer als Hort wahrer Bildung im Laude, aber auch als loyalste, dem angestammten Herrscher-Hause in unverbrüchlichster Treue und Liebe ergebene Bevölkerung stets erwiesen hat! (Stürmische Bravos links, lärmende Bewegung auf Seite der Nationalen und auf den Galcricn.) Abg. Klun stellt die Anfrage, ob die Schul-qebäude in Schöfflein und Masern auf den Deutschen Schulverein eingeschrieben seien? Der Referent als auch der Regicrungsvertrcter Regierungsrath Hoöevar entgegnen darauf, daß die Gebäude fammt den Grundstücken, als zu Schnl-zwecken bestimmt, in den Grundbüchern eingetragen wurden, und daß diese Schulen ohne außerordent-liche Unterstützungen seitens Schulfreunde und des Herrn Stampfl nicht zu Stande gekommen wären, und daß sie gesetzlich deutsche Schulen sind. Abg. Dr. VoZnjak wendet sich gegen den Landespräsidenten Winkler und wirft ihm vor, daß er den Landesschulrat!) in Schutz nehme und keine Diseiplin unter seinen Beamten zu halten verstehe. Die Diseiplinaruntersuchung gegen den Gottfcheer Bezirksfchulinspeetor hätte schon längst sollen eingeleitet werden. Redner greift auch den Deutschen Schnlverein an, da dieser Unruhen im l Lande erzeuge und die Lehrerschaft demoralisire. Landespräsident Winkler erklärt, das, er den Landcsschulrath nicht in Schutz nehme und nur eonstatirt habe, was derselbe gesetzlich beschlossen habe. Abg. Sv et ec beginnt von Neuem gegen den Deutschen Schnlverein zu polcmisiren und nennt den Präsidenten desselben, Dr. Weitlof. den Unterrichts-minister extra statmn. Abg. Deschmann: Ich werde über die zu gründende Schule in Meierle sprechen, zugleich aber auch die in einer der früheren Sitzungen gestellte Interpellation, betreffend den „Deutschen Schulverein", berühren, insoweit sich auf dieselbe in der heutigen Debatte wiederholt berufen wurde- In letzterer Be-ziehung spreche ich meine Befriedigung über die vom Herrn Landespräsidenten abgegebene Erklärung aus, insofern«: dieselbe die gegen den Landesschulrath. dem auch ich angehöre, erhobenen Beschuldigungen das ungesetzmäßige Vorgehen in der Meierl^ Schulangelegenheit zurückgewiesen hat, obschon ich gewünscht hätte, daß sic etwas energischer gelautet hätte, in dcr Wcise etwa, wie dieß von jener Stelle aus in früheren Sessionen geschehen ist. wenn völlig unbegründete Anwürfe und Verdächtigungen dcr Behörden von jener Seite des H. Hanfes erhoben worden sind. Die Schule in Meierle ist schon im Jahre 1877 im krain. Landtage in Verhandlung gewesen, damals hatte die Ortschaft Meierle. welche in die zu errichtende flovenifche einclafsigc Volksschule in Döblitsch hätte eingeschult werden sollen, an den Landtag eine Petition gerichtet wegen Gewährung einer cinclasfigen Volksschule in Meierle, sür welche sie das nöthige Schulgebäude ankaufen wollte. Es wurde auch bei dcr betreffenden Debatte über den Normalschnlfond ein Antrag auf Erstellung von 500 fl. sür den Volksschuliehrcr in Meierle beantragt und sogar vom damaligen flovenischen Abgeordneten sür Tschernembl Kramarie befürwortet. Da jedoch damals die Beistellung des Schulgebäudes noch nicht spruchreif war, so hat dcr Landtag die Einstellung des betreffenden Gehaltes sür die Schule in Maierle abgelehnt. Thatsache ist cs, daß schon damals in Meierle man nur eine deutsche Volksschule wünschte, cs ist daher ganz falsch, wie cs in dcr Interpellation heißt, daß dcr „Deutsche Schulverein" erst eine Agitation für die deutsche Schule in Meierle eingeleitet hat. Die Insassen von Meierle und Umgebung haben sich stets als Deutsche gefühlt; cs erliegt dießfalls beim Landes-Ausschusss cinc Eingabe derselben, worin sic um die Trennung von dcr flove-nifchen Gemeinde Döblitsch und um Constituirung als selbstständige Gemeinde Meierle bitten, indem sie sich mit den Döblitschern nicht verstehen, sie sind Deutsche, die Döblitfcher aber Slovencu. Nun hat der Bczirksschulinspeetor von Tschernembl cinc sozusagen mikroskopische Untersuchung dcr nach Meierle eingeschulten Knaben nach deren Nationalität vor-genommen, allein cs dürfte feinem Befunde wenig Werth beizumessen sei», indem Meierle deutsch ist, und auch in dcr ethnographischen Karte diese Gegend in das deutsche Sprachgebiet einbezogen ist. Nach dcn Daten dcr lctztcn Volkszählung sind im Tschcrnembler Bezirke 951 Deutsche, davon entfallen 450 auf die Gemeinde Stockendorf. während der Rest Meierle und Umgebung angehört. Allerdings gibt cs dafclbst auch einzelne ansässige Slo-venen. allein selbst diesen ist die Kenutuiß des Deutschen nothwendig. indem cs in jcncr Gcgcnd viele Hausircr gibt und das Wcingebirge von Meierle zum guten Theile sich im Besitze der deutschen Gottfcheer befindet, daher auch dem flovenischen Winzer die Kenntniß des Deutschen zu Gute kommt. Ebenso unrichtig ist die Behauptung dcr Interpellation, daß dcr „Deutsche Schulverein" an dcr bestehenden Nothschulc dcn slovcnifchcn Unterricht verboten hat. Auch die jetzige Nothschulc war stets cinc deutsche. Ein krainischcr Landtagsabgcordncter aus dcr TschernemblerBezirkshauptmannschaft hatte vor cinigcn Jahrcn Gclcgcnhcit, die Schule i» Meierle zu besuchen, er war ganz zufrieden mit dcn Fortschritten dcr Jugend, sic hattc» Fertigkeit im deutschen Ausdrucke. Wohl klagte dcr Nothschullchrcr über scin schlechtes Auskommen. Dcr betreffende Schulfreund überschickte dcr Bezirkshaiiptmaunschnst cinc Quantität Getreide, Knkuruz, Fisolen für die Schule in Meierle, beziehungsweise zur Aufbesserung dcr Subsistenz des dortigen Lehrers. Die Bezirkshaupimannschaft besorgte diese Uebersendung. Glücklicherweise geschah dieß unter dem früheren Bezirkshauptmanne. Wäre cs im heurigen Jahre dcr Fall gewesen, so wäre gewiß in einem übel berüchtigten kleinen Blatte die alarmirende Nachricht gestanden, daß ein Bezirkshanptninnn Agent des Deutschen Schulvereines sei, und cs wäre die verabreichte Unterstützung eines deutschen Schullehrers nus dcn Verbrccheneonto des Deutschen Schulvereines gestellt worden. (Rufe! Sehr richtig.) Die Herren Interpellanten werfen sich als Vor» münder jcncr Kinder auf. welche die Schule in Meierle besuchen. Dießfalls hat schon der Herr Lan-despräsident bemerkt, daß die Erklärung der Ettern bezüglich dcr Nationalität der Kinder maßgebend ist. Es wäre daher dcn Herren Interpellanten anznrathen, statt Erhebungen im entlegenen Tschernembler Bezirke zu veranlassen, ihre Gendarmen und Agenten an den Einbruchsstationen nach Kärnten und Steiermark aufzustellen, dort würden sic gewahr werden, welche große Anzahl von vermöglichen krainischen Eltern ihre Kinder in die deutschen Schulen nach Villach. Klagenfurt. Eilli. Marburg schickt (Große Unruhe links. Svetee ruft: Das ist eine alte Lüge), um dort den deutschen Unterricht zu genießen, den Sie dcr Jugcnd in Krain verwehren, ohne hiebei auch des materiellen Nachtheiles zu gedenken, den Krain dadurch erleidet, daß viele Taufende an Kostgeldern für die studirende Jugend außer Landes gehen. Oder cs hätte Herr Klun lieber im hiesigen Lyeealgebäude sich erkundigen sollen, wie viele Stu-dirende in die deutsche oder in die slovenische Abteilung sich haben cinschreiben lassen, da hätte er die Entdeckung machen können, daß mancher Wort-führer, der stets für flovenifche Schulen eintritt. doch seine Kinder in die Uebnngsschn'c der Lehrerbildungsanstalt cinschreiben läßt, wo das Dcntsche die Unterrichtssprache ist, und nicht in die flovenischen städtischen Volksschulen. (Bewegung links. Dr. Zarnikr Es wird dort slovenisch unterrichtet. Deschinannr Ich wiederhole, daß die Untcruchtsspraehe an der Uebungsschulc deutsch ist.) Dr. Voönjak meint zwar, daß dcr deutsche Unterricht für die Slovenen ganz werthioS sei, allein das Landvolk in Krain urtheilt hierüber ganz anders. Sogar der krainische Dienstbote bekommt in dcn Städten, wenn er mir slovenisch kann, höchstens 4 fl. als monatlichen Lidlohn, kann er nur etwas deutsch radbrechen. so laxirt er sich auch 6 fl. monatlich, dieß gibt eine Differenz von 2 fl. per Monat oder von 24 fl. per Jahr; capitalisiren Sic dicß, so finden Sie dcn Capitalswerth von 500 fl., um den der arme Dieustbote seine Kenntniß des Deutschen veranschlagt. (Heiterkeit reckts, Bewegung und Ge- , lächter links.) Daraus folgt, welch' große Schädigung Sie dem Lande durch die Sloveuisirung der Schulen auch in materieller Beziehung zufügen. In dcr Interpellation wird der Bezirksschul-Jnspeetor von Gottschee als ein Missethäter darge-stellt. dcr durch dcn Besuch dcr Schule in Meierle und durch das Ausfragen dcr dortigcn Schulkinder ein furchtbares Verbrechen begangen hat. Ich frage, ist cs ctwas Ungesetzliches, wenn er in dcr Ferienzeit in die Ortschaft Mcierle des Nachbarbezirkes Tschernembl sich begab, wo er als Mandatar des Deutschen Schulvereines mit 3000 fl. in dcr Tasche, die für den Ankauf des Schulgebäudes bestimmt > waren, eingetroffen ist und sich zugleich die dortige Nothschulc besehen hat? Würde einer von dcn Interpellanten nur mir 200 fl. oder 100 fl. als Geschenk für eine arme Dorfschule iu einer flovenischen ^ Ortschaft eintreffen, so würden Pollerschüsse von ^ allen umliegenden Höhen knallen, die hochwürdige ^ Geistlichkeit, die Schuljugend im Festgewande ihin entgegen ziehen, und Niemand nähme Anstoß, wenn er bei solchem Anlasse die Schule besuchen, die Kin« dcr ausfragen würde. Da jedoch dicß ein pflichttreuer, ! Ihnen mißliebiger deutscher Jufpeetor gethan hat? so wurden gleich dem seinerzeit erfundenen „Erd- ! beben von Littai" in den Blättern die alarmirend» sten Nachrichten übcr cin von ihm begangenes verbrecherisches Attentat verbreitet. (Heiterkeit rechts.) H In gleicher Weise verhält es sich mit den Vorgängen in Suchen, wo gegen eine von eineui ! Ihrer Agenten in Scene gesetzte Petition um eint ^ slowenische Schule eine Gegenagitation um eine deutsche Volksschule in Emulation gesetzt wurde. Sie türscn so etwas wohl in Scene setzen, allein geschieht cs von deutscher Seite, so erheben Sic die Dcnunciation über Aufgeregtheit, über Gereiztheit des Volkes, so daß man nach der in der Interpellation , enthaltenen Schilderung glauben sollte, Krain stünde schon am Vorabende einer Revolution. Ich kenne die Bevölkerung von Suchen, sie ist harmlos, cs wohnen auch dort meist Deutsche, unter denen jedoch die Slavisirung Fortschritte gemacht hat. Allein Niemand ist über die von dort aus-gcgangenc Gegenpetition aufgeregt, höchstens Einer oder der Andere Ihrer Agenten. Zwar geht die Herren Interpellanten eine gewisse Bcsorgniß an, daß vielleicht ein aufgehetzter Banernbursche sich an einem Agentcn dcs „Deutschen Schulvereines" mit dem Knüttel vergreisen könnte, Sie waschen sich schon im Voraus die Hände in Unschuld über einen solchen Vorgang. Allein ich bemerke, daß nur Diejenigen die Schuldtragenden wären, welche solche B rand b r iese (Bravo!), wie cs die Interpellation ist, unter die Bevölkerung schleuderten. Auch ist der kra mische LandeSschulrath als der Dritte im Bunde der Gesetzlosigkeit geziehen worden, obschon sein Vorgehen ein ganz correctes war. Anfänglich hat er dem Antrage dcs Bezirksschulrates Tschernembl auf Errichtung von zwei Abteilungen, einer deutschen und slovenischen, beigestimmt, in der Meinung, es sei der Bezirksschulrath bei seinen Anträgen auf Grund getroffener Vereinbarungen vorgcgangen. Erst nach eiiigelangter Beschwerde der Meierler stellte es sich als unzweifelhaft heraus, daß schon bei dem ursprünglichen Ansuchen um eine deutsche Schule mit allen Interessenten ein Protokoll ausgenommen wurde, worin sic erklärten, ihre Kinder «ur in cinc deutsche Schule schicken zu wollen. Bei einer so bestimmt lautenden Erklärung war es Pflicht des Landesschulrathes, ihnen eine deutsche Schule zu gewähren, und cs wärc höchst ungerecht gewesen, sie der bedeutenden Spende von 3000 fl. für den Schulhausban verlustig zu machen. Weiters wird der Deutsche Schulverein der Corruption der Lehrer beschuldigt, weil er solchen Lehrern, die sich den deutschen Unterricht über die pflichtmäßige Leistung angelegen sein lassen, mit Ehrengaben bedenkt. Wissen denn die Herren Jnterpellanlen nicht, daß in Krain die Stiftung eines slovenischen Weltpriefters besteht für specielle Honoriruugen solcher Lehrer, die sich das Slovenische besonders angelegen sein lassen? Wenn Sie immer von Gleichberechtigung in Krain reden, so könnte man eher sagen, daß bisher in diesem Lande, wo zwei Landessprachen sind, eine Ungleichmäßigkeit in der Behandlung der Lehrer bestand, indem der slovenische Lehrer auf besondere .Entlohnung rechnen durfte, während der Lehrer, der sich das Deutsche angelegen sein ließ, leer ausging. GS hat daher der Deutsche Schulverein ein großes Verdienst sich erworben, die bestandene Ungleich-viäßigkeit durch Zuerkennung von Ehrengaben bc-Hoben zn haben. (Heiterkeit.) Sie meinen zwar, dieselben sollen nicht im Geheimen vertheilt werden. DS würde dieß auch nicht geschehe», wenn nicht Phre Partei einen förmlichen Sturm in der Presse tzegen jene Lehrer nnfgebolen hätte, die die Jugend jvuch deutsch unterrichten, wenn sie dieselben nicht bis Vaterlandsverrälher, als Prnsijani in Acht und Mann erklärt hätte, ja eine ganze Proscriptionsliste Her mit „Ehrengaben" betheilten Lehrer wurde in K)en Zeitungen zum abschreckenden Beispiele gebracht, waren jedoch alle Namen falsch. (Heiterkeit.) In der Interpellation heißt cs: „wir können, «vir dürfen nicht den „Deutschen Schulverun" unter ,rns dulden"; ja Herr Navratil sagte cs heute geradezu: „Ninans mit dicscm Verein". Nun vrr- dankt dieser Verein seine Existenz nicht Ihrer Gnade, er wird im Lande auch weiter wirken auf Grund feiner vom Ministerium genehmigten Statuten. Sie bezeichnen ihn zwar als Störefried. als Demorali-sator dcs Lchrcrstandcs. Sic zeihen ihn sogar hochverräterischer Tendenzen und fordern die Staatsgewalt zu dessen Unterdrückung aus; Sie selbst hätten am wenigsten Grund, das zu thun, da Ihnen eine Menge von Vereinen zur Seite steht, sie sollten doch als constitutioncil gesinnte Staatsbürger wissen, daß das Vereinsrecht eines der Fundamente des coiistilutionellen Lebens bildet, daher Sie sich auch an die Mitcxistenz eines Ihnen mißliebigen Vereines werden gewöhnen müssen. Vor Allem aber hat es nicht Wunder genom- men, an der Spitze der Interpellanten einen katholischen Priester zu lesen, der doch wissen sollte, daß der Deutsche Schulverein so zu sagen nach dem Vorbilde der katholischen Kirche vorgeht, welche Liebesgaben sammelt, Missionäre zu den Wilden in die verschiedenen Weltgegenden entsendet, um daselbst statt dcs Götzen der Nationalität die edleren Ge- fühle des Christenthums, die Nächstenliebe in die Herzen der zu Bekehrenden zu verpflanzen. Wenn nun auch gegen die auswärtigen Missionäre der katholischen Kirche in ähnlicher Weise vorgegangen werden sollte, wie Sie es gegen den „Deutschen Schulverein" anstreben, sa dürsten in Krain keine Sammlungen für fromme Missionen eingeleitet werden. AuS dem Lande gehen bedeutende Summen für solche kirchliche Zwecke, und cs mag sich Jeder sein Urthcil bildcn, ob dcr damit erreichte Gewinn höher zu veranschlagen sei, als der Entgang jener Geldmittel für dieses Land. Allein so viel ist gewiß, daß der „Deutsche Schulverein" Taufende in's Land gebracht hat, um die hiesigen Schulzwecke zu fördern. Bloß im verflossenen Jahre wurden 9000 fl. sür den Ankauf und sür die Adaptirung von Schnlhäusern in den ärmsten Gegenden dcs Landes verwendet. Das Land Krain hat für Neubauten von Schulgebäuden höchstens 5- bis 6000 fl. in einem Jahre beigetragen, Heuer wurden hiefür nur 4000 fl. votirt. Der Landtag hat daher vollen Grund, in dem „Deutschen „Schul-vereine" einen willkommenen Mitarbeiter für die Förderung des Schulwesens zu begrüßen, und wir hätten eher Grund ihm unseren Dank zu votireu, wie wir cs im vorigen Jahre dem wackeren Gottscheel Stampfl gethan haben. (Bewegung, Widerspruch links, Bravo rechts.) Allein die Männer an dcr Spitze dieses Vereines geizen nicht nach solchen Ehren, es lohnt sie das Bewußtsein, etwas Gcmeiu-nütziges geschaffen zu haben. (Bravo rechts.) Einst baute man im Lande Klöster und Kirchen, auch neben diesen standen und stehen noch elende Hütten, nicht bloß, wie der Abgeordnete bemerkte, neben den schönen, neuen Schulhäusern im Lande, allein eben die Bewohner der ärmsten Hütten sollen in freundlichen Schulhäusern zur Ordnung verhalten, zu braven Staatsbürgern hcrangebildet werden. Und ich glaube kein falscher Prophet zu sein, wenn ich sage, daß noch die Nachkommen dcr jetzigen Generation in jenen Gegenden, wo dcr Deutsche Schulverein Schulen gegründet hat. jene Männer segnen werden, die weite Reisen nicht scheuten, um ihren Stammesgenossen unterstützend zur Seite zu stehen, während ein zukünftiger Geschichtsschreiber des Landes Ihre gestellte Interpellation als eine traurige Geistes-verirrung dcr engherzigsten nationalen Einseitigkeit bezeichnen wird. (Lebhafter Beifall.) Nachdem die Debatte bereits geschlossen wurde, ergreift dcr Abg. Navratil nochmals das Wort, angeblich zu einer faktischen Berichtigung, polemisirt aber nur neuerdings gegen die Rede des Abg. Desch-man». Dcr Referent Dr. v. Schrei» erklärt, nur kurze Bemerkungen machen zu wollen, indem er die Anfragen, die gestellt wurden, nicht für ernstlich halte. Die Debatte über den Deutschen Schulverein stand heute nicht auf dcr Tagesordnung und doch wurde derselbe hincingczcrrt. Nach der Anschauung dcs Abg. Navratil schicn der Deutsche Schulverein einen panischen Schrecken erzeugt zu haben, derselbe aber werde trotzdem noch weiterhin seine segensreiche Thätigkeit entfalten. Die Hetze gegen die Schule in Meierle ist nur vom Ortsschulrathe in Tschernembl ausgegangen, und verwahre er sich dagegen, daß die Herren Maverle statt Meicrle aussprechen, da Meicrle ein deutscher Ort sei. Er halte die Anträge des Finanzausschusses aufrecht. Bei erfolgter Abstimmung wird dcr Antrag des Abg. Klun, es seien die Lchrergchaltc für die Schulen in Schöfflein. Masern und Meierle zu streichen, abgelehnt und der Ausschußantraa angenommen. In der Debatte über die Einstellung des Betrages von 500 fl. zur Ertheilung von Remunerationen an Lehrer für nnobligaten deutschen Sprachunterricht an mehrclassigen Volksschulen sprechen dagegen die Abgeordneten Svetec, Dr. Zarnik und Dr. Voünjak-, dafür die Abgeordneten Beschul an n und der Berichterstatter Dr. v. Schrey. Der Letztere wendet sich hauptsächlich gegen die Ausführungen Svetec', welcher vorbrachte, daß die Schulkinder in Littai vom Landesschulinfpector moralisch gezwungen wurden, den unobligatcn deutschen Sprachcurs zu frcqncntiren. Dcr Referent bemerkt, daß eben das mangelnde Pflichtgefühl dcs Volks-schulrathes und Lehrers in Littai daran schuld sei, wenn dicscr Cnrs nicht ordnungsgemäß besucht wurde, und bedauere er, daß Herr Svetcc Mitglied des Orts- und Bezirksschulrates von Littai sei, wenn er den Verordnungen zuwiderhandle. Wer in Oesterreich auf den Namen eines gcbildctcn Menschen Anspruch machen will, müsse deutsch können, denn die deutsche Sprache sei die Sprache des Staates, der Dynastie und dcs Militärs. Bei der Abstimmung wird der Ausschußantrag angenommen. Zum letzten Punkt dcr Finanzausschuß-Anträge beantragt Abg. Dr. Zarnik, daß den Franziskanern in Rudolsswerth sür die nur gering entlohnte Ertheilung dcs Unterrichts an der dortigen Volksschule dcr Dank dcS Landtages votirt werde. Dcr Berichterstatter Dr. v. Schreh bezeichnet diesen Antrag als einen unzweckmäßigen und fällt derselbe bei der Abstimmung. Die Sitzung dauerte bis 3 Uhr. Achte Sitzung. Abg. Des chm ann reserirt namens deS Ver-waltungsausschusscs über die Landtagsvorlage, betreffend mehrere Straßenkategorisirungen und die Umlegung dcr Bonzabergstraße. Es wird beantragt: l. Das Umlcgungsprojcct dcr Bezirksstraße am Bonzaberge mittelst einer neuen Straßenanlage hinter Podklanz gegen Rurarsko ober dcr Schlucht Mate-tov Dol und die daran geknüpften Anträge deS Landes-Ausschuffcs zum Schluffe der Landtagsvorlage Nr. 19 wcrdcn einer späteren Beschlußfassung Vorbehalten, bis dem Landtage genaue Erhebungen über eine allenfalls mit geringeren Kosten mögliche Straßencorrectur am Bonzaberge vorgelegt sein werden. 2. Dem Bczirksstrahen-Ausschuße Reifnitz wird in Anerkennung dcr Dringlichkeit dcr Fundirung und normalen Herstellung dcr Bczirksstraßenstrecke zwischen Sodcrschitz und Podklanz, ferner dcr Beseitigung der steilen Strecke bei Weinitz die Verwendung dcs mittclst dcr 25pereentigen Umlage pro 1882 eingehobencn Bctragcs für die Umlegung der Straße am Bonzaberge ' zur Ausführung obiger Straßcnhcrstclluilgcn bewilligt. 3. Bezüglich der eiugebrachten Petition dcs gedachten Ausschusses um Gewährung einer LandeSsubvention für diese letztere Straßenherstellung wird dcr LandcsauSschuß ermächtigt, aus dcm Eredite sür Straßenbauten dem Straßenbczirke Reifnitz eine Subvention von 2000 fl. in zwei gleichen Raten, die zweite jedoch erst nach erfolgter Collaudirung der erwähnten Straßenher-stelluuaen im Soderschitzer Thale flüssig zu machen. Abg. PakiL beantragt, zum letzten Punkte statt 2000 fl. den Betrag von 3000 fl. zu votiren. Der Antrag wird abgelehnt. Zum Berichte des Verwaltungs-Ausschusses über tz 6 des Rechenschaftsberichtes, „Communi-cationen", meldet sich Abg. Potocnik und be-spricht die Frage des Baues der Unterkramer Bahn, ru welchem das Ministerium eventuell sich bereit erklärte einen Beitrag in Aussicht zu stellen, wenn sie als' Localbahn, etwa nach dem Muster der Kremsthal-Bahn. gebaut würde. Die Kosten einer solchen Localbahn würden sich aus 3,400.000 bis vier Millionen belaufen. Er sprach sein Bedauern darüber aus. daß die Regierung in dem südlichen Theile der Monarchie so wenig für Eisenbahnen verausgabe und Alles nur für Galizien und Böhmen verwende. Er stellte den Antrag auf Wahl eines Ausschusses, welcher eine Resolution in Angelegenheit des Baues der Unterkrainer Bahn zu fassen hätte. Abq. Dr. Schaffer theilt mit. daß ihm die Verhältnisse, unter welchen die Kremsthalbahn zu Stande gekommen sei. wohl bekannt seien. Die Unterkrainer wollten ursprünglich von einer Vieinal-bahn nichts wissen und verlangten eine Hauptbahn. Es würde ihn sehr freuen, wenn ein Umschlag dieser Meinung eintreten würde, und müssen die Interessenten selbst in erster Linie mit einem Projekte kommen, wie dieß eben bei der Kremsthalbahn auch -er Fall war. Die -Opfer, die bei diesem Bahnbau gebracht wurden, waren sehr große. Man gab unentgeltlich Grundstücke, größere und kleinere Beträge, ia ganz arme Besitzer notirten Beträge von 100 oder 200 fl. Nur auf diese Weise war es möglich, dm Bau der Bahn zu Stande zu bringen. Er habe argen dm Antrag Potoönik's nichts einzuwenden. nur erscheine ihm die Wahl eines eigenen Aus-schusseS überflüssig und beantrage er, daß der Ver-rvaltungsausschuß mit der Verfassung der Resolution beauftragt werde. Abg. Potoönik accvmmodirt sich dem Anlage Dr. Schaffer s und wird derselbe einstimmig angenommen Das Gesuch der Insassen von Unterfeßnitz um Befreiung von den Kosten zur Kirchenreparatur in Dberfeßnitz wird dem Landesausschusse abgetreten. Dem UnterstützungSvereine der slavischen Universitats-börer in Graz wird ein Betrag von 30 fl. und dem krainischen G ewerbevereine (Referent Dr Schaffer) ein Betrag von 200 fl. für das ^ahr 1883 bewilligt. Dem Zwangsarbeitshaus-Aushilfsauffeher Premk wird die AlterSnachsicht be-Lufs einer definitiven Anstellung gewährt. Der Ge-setzentwurf. betreffend die Vertilgung der Klcese.de^ sowie die Anträge des Finanzausschusses ,n Betreff mehrerer, der Bewilligung des hohen Landtages dorbehaltener Straßensubventionen werden ange-kommen. Abg. Baron Apfaltrern referirt namens des Finanzausschusses über die Petition der Eon-vreaation der barmherzigen Schwestern in Betreff der Knabenwaifenstiftlinge und beantragt daß der tzandes-Ausschuß zu beauftragen fei e.n dießbezug-ljches Uebereinkommen zwischen den Schwestern des h Vincenz de Paula und dem Vicentiusvereine zu Erzielen. Abg. BleiweiS spricht sich gegen diesen Antrag yuS und wünscht, daß die Waisenstiftlinge ,n d.e pflege deS VicentiuSvereineS. welcher dieselben in öffentliche Schulen schicke, zu übergeben seien, da ri«e männliche Aufsicht ihm viel zweckmäßiger er-scheine alö die der barmherzigen Schwestern. Er stellte einen darauf hinzielenden Antrag. Abg. Deschmann hob hervor, daß die Schulen, welche von den barmherzigen Schwestern besorgt werden, sehr gediegene seien, daß er sich selbst hievon überzeugt habe und daß ihm bei den zumeist im halbverwilderten Zustande eintretenden Waisenknaben eine weibliche Aufsicht geeigneter dünke. Die Volksschulen wären ohnehin überfüllt und cs wäre vorteilhafter, wenn die Waisenknaben irgend ein Handwerk lernen würden, wozu ihnen bei den barmherzigen Schwestern, welche die verschiedensten Profef-sionisten unterhalten, hinreichend Gelegenheit geboten ist. Abg. Dr. Vosnjak spricht gegen den Ausschußantrag. Die Schulen, welche die barmherzigen Schwestern leiten, wären zu sehr verdeutscht. Abg. Klun tritt für den Antrag Bleiweis' ein, sollte aber dieser nicht angenommen werden, so stelle er den Eventualantrag, daß die an frei werdende Stiftungsplätze gelangenden Waisenkinder dem Vincentiusverein übergeben werden. Nachdem der Referent den Antrag des Ausschusses vertheidigte, wird derselbe angenommen und der Bleiweis' und Klun s abgelehnt. Die Sitzung war um Vz2 Uhr zu Ende. Ein charakterfester Priester. Zu Bischosteinitz in Böhmen fand unter Theil-nahme zahlreicher Vertreter deutscher Vereine aus Anlaß der Gründung der dortigen Ortsgruppe des Deutschen Schul Vereines ein erhebendes Fest statt. Unter anderen Rednern ergriff auch der Pfarrer ?. Marras das Wort, um ohne Rückhalt zu erklären . daß er, obgleich der schwarze Talar sein Herz deckt, ein Deutscher ist und seine deutsche Gesinnung beib eh alten wird. Die mit ungeheuerem Beifall begrüßte Rede dieses charakterfesten Priesters und Ehrenmannes lautet, wie folgt: „Ich weiß cs nicht, glaube cs aber mit Bestimmtheit annehmen zu können, daß ich der erste Geistliche bin, der bei einer solchxn Gelegenheit in Ihrer Mitte zugegen war und cs gewagt hat, das Wort zu ergreifen. Wenn ich cs gewagt habe, so geschieht cs aus dem einzigen Grunde, um in wenigen Worten den Beweis zu liefern, daß man ein guter Priester, aber auch ein guter Deutscher sein kann. (Nicht enden wollender Applaus.) Ein guter Priester, denn ich getraue mich heute noch wie jeder andere Priester meine zwei Finger aus das Oon-eilium i'riävntinum zu lcgcn, und kein Priester wird mir entgegcntrctcn; ich bin aber auch ein guter Deutscher. Ich müßte zu lange reden (Zurufe: Niemals!) — gut, dann werde ich mir erlauben, ausführlicher zu sprechen. Meine Herren! Die Ortsgruppe von Bischosteinitz ist die jüngste, und ich bin der älteste Schnlinspector in Böhmen; ich habe bei Uebernahme meiner Wirksamkeit als solcher vielen Anfeindungen begegnen müssen, habe sie aber ruhig über mich ergehen lassen und siehe da — gegenwärtig sind diese Anfeindungen geschwunden. Ob ich mir freilich durch die Uebernahme meines Jnfpectorats die Zufriedenheit meiner höchsten geistlichen Behörde» erworben habe, darüber zu sprechen wollen Sic mir erlassen. Meine deutsche Gesinnung als Priester habe ich nie verleugnet (donnernder Beifall) ; cs hat Zeiten gegeben, in denen ich ein „Czechenfresser" genannt wurde und in denen es hieß — ich glaube, cs gibt auch Israeliten hier, aber als Deutsche kennen wir keinen konfessionellen Unterschied — „der Pfarrer von Scmlowitz und einige deutsche Juden sind gegen jeden Vergleich mit den Ezechen". 3a. wo ist denn ein Vergleich möglich? Wir sind hier versammelt zu einer notwendigen Abwehr — unsere Gegner drücken uns an die Wand, daß wir kaum mehr zu athmen vermögen. Ich bin nicht wankend geworden in meiner Gesinnung, ich bin rin Deutscher geblieben durch und durch und wul eö in alle Zukunft bleiben, und ich wünsche nur, daß die traurigen Zeiten, in denen wir gegenwärtig schon zu lange leben, bald ihren Abschluß finden mögen. Das Sprichwort sagt: „Der liebe Gott läßt die Bäume nicht in den Himmel wachsen", aber ich glaube, die ezechischen Bäume sind schon beinahe bis an den Himmel gewachsen, und wir wollen nur wünschen, daß Gott bald einen gewaltigen Slurm senden möge, der sie umwirft. Und mit diesem Wunsche verlasse ich die Tribüne." Es ist wahrlich erfreulich, endlich einmal aus dem Munde eines Priesters solche, das Deutschthum in Oesterreich muthig verteidigende Worte zu vernehmen. Mögen diese Worte in allen Gauen Oesterreichs ein tausendstimmiges Echo finden. Politische Wochenübersicht. In der „Neuen Freien Presse" begegnen wir einem Artikel, welcher die unsympathische Haltung des italienischen Theiles der Triest er Bevölkerung gegenüber der Jubiläumsfeier und der Ausstellung tadelt und die Ursache dieser unpatriotischen Haltung dem in Oesterreich herrschenden Re-gierungs-Systemwechsel zur Last legt. Der erwähnte Artikel schließt mit folgendem Passus: „So lange man an die Theorie glaubt, die wir so oft zu hören bekommen, daß man die Theile befriedigen müsse, um dem Ganzen zu dienen, anstatt daß die Staatsgewalt mächtig im Ganzen wirkt und so das gleichmäßige Gedeihen aller Theile hervorbringt, so lange wird der notwendige allerengste Zusammenhang aller Theile mit dem Ganzen nicht hcrgcstellt sein und wird man jenen Parteien den Boden nicht entzogen haben, welche die Verwirklichung ihrer Ideale außerhalb des österreichischen States suchen, weil sie nicht gelernt haben, an den Ernst des österreichischen Staatsgedankens zu glauben." Am 23. d. trat im Finanzministerium unter Vorsitz des Sectionschess v. Distler die Grundsteuer - C e n t r a l - C o m m i s s i o n zum Abschlüsse ihrer Arbeiten zusammen. Zahlreiche Reklamationen wurden eingebracht-, bei den ökonomischen Kulturen haben von 30.587 Gemeinden mit 45,660.000 Parcellcn 29 100 Gemeinden bezüglich 8,400.600 Parcellen, und beim Waldlande von 27.442 Gemeinden mit 3,112.028 Parcellen 19.278 Gemeinden bezüglich 622.000 Parcellen reclamirt. In den meisten Fällen wurde der Loeal-Augenschein vorgenommen; selbst über verspätet eingebrachte Reklamationen wurden noch von Amtswegen Local-Erhebungen gepflogen, weil eS der Hauptzweck des Gesetzes ist, alle Ungleichmäßigkeiten zu beheben. Baron Apfaltrern wurde zum Obmanne deS Achtzehner-Comite s gewählt. Die „Neue Freie Presse" kritisirt die Verlegung der verschiedenen Regimenter in ihre Heimatsländer und bemerkt: „Wenn die Dislocation der Regimenter in ihre Werbbezirke mit der Zeit den Erfolg hätte, die nationalen Ideell und Agitationen in die Armee zu verpflanzen, so wäre die Armee-Reorganisation ein wahres Danaergeschenk für unsere bisher ungeteilte, einige Armee!" Unterrichtsminister Baron Conrad verordnet?, die PrüsungS-Commissionen für czechifche Examinanden derart zusammen-zusetzen, daß alle Prüsungscommissäre sowohl der deutschen als der czechischen Sprache so weit mächtig sind, daß sie dem Gange der Prüfung in allen Gegenständen mit Verständniß folgen können. Die vom Reichsfinanzminister v. Kallay beantragte Verwaltungs-Reform der occu-pirten Provinzen ist bereits in das Stadium der Durchführung getreten und bedarf daher nicht mehr der Genehmigung deS gemeinsamen MinisterratheS. Concreten Anhaltspunkten zufolge dürfte binnen Jahr und Tag den Parlamenten der Staatsvertrag betreffs Anschluß der oeeupirten Länder an das Reich zugehen. Die gemeinsamen Mini st er-Konferenzen in Budapest wurden am 25. d. geschlossen. Reichsfinanzminister v. Kallay vermeint, mit dem für Bosnien und die Herzegowina bereits bewilligten Kredite das Auslangen zu finden. Czechische Blätter arbeiten für die Auflösung deS mährischen Landtages, da in ihren Augen Mähren einer „preußischen Provinz" gleicht. Dem „Prager Tagblatt" wird aus Wien berichtet, daß Bemühungen stattfinden, um den Grafen Coronini zum Eintritt ins Ministerium Taasfc zu bewegen. Coronini soll das Portefeuille des Inneren übernehmen und Graf Taaffe fortan nur das Präsidium des Cabinets führen. Am 26. haben die Landtage in Böhmen, Kärnten, Mähren, Nieder- und Oberösterrcich, Schlesien, Salzburg und Vorarlberg ihre Sessionen begonnen. Die vom Deutschenhaß aufgeblähte „Politik" tritt an die Regierung mit der den Nationalitäten-Aussöhnungsgedanken bestens illustrirenden Forderung heran, der massenhaften (?) Einwanderung der Professoren aus Niederster-reich, Tirol und Steiermark in Böhmen ein Ende zu machen. Hierüber bemerkt die „Deutsche Zeitung" ganz treffend, das; die Wiener Blätter, beziehungsweise die Wiener Bevölkerung begründete Rechte besäßen, gegen die schon seit Deeennien bestehende thatsächliche massenhafte Einwanderung czcchischcr Professoren und Beamten nach Wien Protest zu erheben. Im böhmischen Landtage wies Landmarschall Fürst Carlos Auersperg die geschäftsord-nungswidrig mündlich angebrachte Interpellation des Abgeordneten Kviezala bezüglich der Vertretung der ezechifchen Universität im Landtage im energischen Tone zurück. Mit der projectirten Slavisirung der Schulen in Mähren machten die Slaveiiführer entschiedenes Fiaseo; während in Brünn für das soeben begonnene Schuljahr sich 10.000 Kinder an den kommunalen deutschen Bürger- und Volksschulen und an deutschen Privat-Lehr-Jnstituten ein-schreiben ließen, kamen in den dortigen ezechifchen Communalschulen nur 269 Einschreibungen vor. Ausland. Zwischen Rußland und Montenegro wurde ein Offensiv- nnd Defensiv-Vertrag abgeschlossen, dessen Inhalt in folgenden Punkten gipfelt: 1. Rußland garantirt dem Fürstcnthume dessen Integrität und verpflichtet sich, nach Möglichkeit dem Bestreben Montenegro s nach Erweiterung der bisherigen Grenzen behilflich zu sein. 2. Dafür tritt der Fürst von Montenegro in das Vasallen-Ver-hältniß zu Rußland, dem ec sich verpflichtet, im Falle eines Krieges Hecresfolgc zu leisten. Montenegro erhält von der russischen Regierung zu Militärzwecken eine jährliche Subvention von 400.000 Rnbeln. DerrussischcHof hält sich derzeit in M oskan auf und Fürst Nikita geberdet sich dort als Vasall und Adjntant des Caren. Die Regierung von Dänemark schreitet radieal gegen die dort herrschende „Branntlvein-Pest" ein, sie ließ in Kopenhagen von 1350 dort bestehenden Branntwcinschänkcn 1050 schließen. Die Steuer der Branntwcinschänkcn wurde von 60 aus 200 Kronen erhöht. Der „Osscrvatore Romano" veröffentlicht eine päpstliche Encyklika an den gesammten katho-lischen Episcopat, in welcher der Papst die Verbreitung deö dritten Ordens des heiligen Franeiseus in der ganzen Welt anempsiehlt als ausgezeichnetes Mittel, um den Reichen mildthätig, den Armen ergeben zu machen, sie zu versöhnen und derart das sociale Problem zu lösen- Ob das Ministerium Taaffe dieser obersthirtlichen Empfehlung Folge leisten und die Patres S. Franeisei als Assistenten des in Oesterreich signalisirten, bisher aber nicht zu Stande gekommenen Nationalitäten - Versöhnungs-Werkes berufen wird? England denkt, wie die „Times" schreiben, bezüglich der Regelung der egyp lischen Frage nicht daran, die Rechte oder selbst die Empfindlichkeit irgend einer Nation zu verletzen oder den Sieg für seinen eigenen exclusiven Vvrtheil auszubeuten. England werde die Pacification und Reorganisation selbst durchführen und die Ansprüche Frankreichs aus commercielle und politische Berücksichtigung, wie auch auf die Entscheidung in Betreff der Finanz-Controle in keinem Falle übersehen. Zur Erhebung der in Folge des Aufstandes in Egypten den auswärtigen Staatsunterthanen zu-gefügten Schäden wird demnächst in Alexandrien eine internationale Ligmdirnngs-Commission zusammentreten. Die „Faufulla" erfährt, daß man nach Feststellung der Totalziffer bestrebt sein würde, Egypten die Regociirung eines Anlehens zu erleichtern, welches in London unter dem Syndikate einer Gruppe englischer Bangniers emittirt würde, hinter denen natürlich die britische Negierung stehen würde. Zum Schutze ihrer finanziellen Interessen und um sich die Bezahlung einer Kriegsentschädigung zu sichern, würde die englische Regierung die vollständige Finanzverwaltnng beanspruchen. Der Vieckönig von Egypten hielt am 26. d- seinen feierlichen Einzug in Kairo. Der Khedive beabsichtigt, ein aus 5000 Mann bestehendes Polizeicorps aufzustellen. Römische Blätter melden, daß die jüngsten B omben - A ffa ir en in Tr iest die freundlichen Beziehungen zwischen den beiderseitigen Cabineten in keiner Weise alterirt hätten, und heben die große Bereitwilligkeit hervor, mit welcher die italienische Regierung ihre Behörden angewiesen habe, mit der österreichischen Regierung bei Eruirung der Schuldigen Hand in Hand zu gehen. Die griechisch-türkische Grenzsrage ist nach Bericht des „Journal de Petersbonrg" endgültig geregelt. Locale Nachrichten. — (Die Errungenschaften der slo-ve nischen Reichsraths-Abgeordnete n.) Der Reichsraths-Abgeordnete für die innerkrainischen Landgemeinden, Herr AdolsObresa, hat auch im heurigen Jahre einen Rechenschaftsbericht über seine Thätigkeit im Reichsrathe für seine Wähler veröffentlicht. Dieser Bericht enthält sehr viel Erheiterndes, jedoch den Glanzpunkt desselben dürften wohl jene Auseinandersetzungen bilden, in denen der politische Tausendkünstler von Zirknitz seine Abstimmung für die Einführung der Petroleumsteuer und für die Erhöhung des Kaffeezolles damit zu recht-fertigen versucht, daß nach seiner vollsten Ueber-zeugung eben in Folge dieser Staatsabgaben der Preis des Petroleums und des Kafsee's sich niedriger Herausstellen wird, als vor der Einführung und Erhöhung derselben. Es gehört wahrlich eine außerordentlich kühne Speeulation auf die Leichtgläubigkeit seiner Wähler dazu, um ihnen solche Spiegelfechtereien gedruckt in die Hand zu geben. Das werthvollste Geständnis; ist jedoch zu Ende dieses Berichtes enthalten, wo Herr Obresa die Errungenschaften der nationalen Abgeordneten für Krain in folgender Weise specifieirt: „Krain erhielt einen Landespräsidenten, der mit uns eines Sinnes und eines Herzens ist, weiters wurde der frühere Landeshauptmann (Kaltenegger) übersetzt, der unseren nationalen Bestrebungen nicht günstig gestimmt war, und es kam an seine Stelle ein Anderer, der fü unsere Sache ist. Die Sprachenfrage hat in de letzten Zeit, trotz der gewaltigen Gegnerschaft de Gerichte, eine uns günstige Wendung genommen indem mit dem Ministerialerlasse vom 18. April 1882 die slovenische mit der deutschen Sprache vor dm Gerichten gleich gestellt ist. Der hochmüthige Ritter von Vesteneck mußte aus Littai und aus Kram sortgehen, dagegen sind viele Postbeamte und Professoren, welche wegen ihrer nationalen Gesinnung zur Strafe in fremde Länder übersetzt worden waren, in dieses Land wieder zurückgekehrt. Am wenigsten haben wir in den Schulangelegenheiten erreicht und wird auch darüber noch immer in den Zeitungen geklagt. Allein auch damit wird es bald sein Ende haben. In diesem Jahre sollen einige Mitglieder des Landesschulrathes durch andere ersetzt werden, wahrscheinlich wird es dann auf diesem Felde erfreulicher ausfehen. Mancher Lehrer, der bisher zu sehr nach den Wohlthaten des Deutschen Schulvereines strebte, wird von da an mehr den Wünschen Derjenigen entsprechen, welche zu seinem Lehrergehalte mit Umlagen beitragen." Das einzige Uebel, an dem Krain noch leidet, ist nach Ansicht des Herrn Obresa der „Deutsche Schulverein," daher er den Lehrern anempsiehlt, sich von ihm nicht umgarnen zu lassen. Wir zweifeln, ob die Kaster und Zirk-nitzer Bauern von diesem Linsengericht sonderlich erbaut sein werden, das ihnen Herr Obresa als Errungenschaft der nationalen Reichsraths-Abgeordnete» prä-sentirt. — (Der deutsche Sprachunterricht der slovenischen Volksschulen und die Trunksucht.) In der letzten denkwürdigen Debatte im krainischen Landtage über den Normalschulfond that der Notar Lukas Svetec die unerhörte Aeußerung, daß alle jene Bauernkinder, di e in d e r V o l ks s ch ule deutsch lernen, schlechte Wirt he und Trunkenbolde werden. Nun sprechen sich die Folgen der Trunksucht der krainischen Bauernjugend in den Hierlands an der Tagesordnung stehenden Prügeleien und Todtschlägen aus, und es haben die betreffenden Gerichtsverhandlungen vielmehr die entgegengesetzte Thatsache constatirt, daß fast alle Verbrecher dieser Kategorie weder lesen noch schreiben können, geschweige denn, daß sie je deutsch gelernt hätten. Ebenso ist es eine bekannte Thatsache, daß krainische Bauern, die auch deutsch sprechen, sich durch eine« gewissen Schliff vortheilhaft auszeichnen. Wenn übrigens jene Behauptung des Notars Svetec wahr wäre, so müßte der deutsche Sprachunterricht auch ihn, da er als Bauernjunge seinerzeit in der Franziskaner-Schule zu Stein ebenfalls deutsch unterrichte! wurde, zu einem Trunkenbold und Verschwender gemacht haben. Allein obschon eine ausfallende Röthung der Nase des Herrn Notars Ersteres ver-muthen ließe, so ist es doch bekannt, daß Herr Svetec ein sehr nüchterner Mann ist; ebenso wemK hat ihn die nach seiner Behauptung durch den deutschen Unterricht groß gezogene Verschwendungssucht aus Abwege geführt, denn Herr Svetec ha-es durch Sparsamkeit zum mehrfachen Hausbesitzer in Littai gebracht. Sonach wird obiger AusspruH des jetzigen Führers der Nation durch die socun Stellung, die cr als wohlbestellter Notar in einnimmt, Lügen gestraft. . — (Demonstration sw uth.) Wiener ui» Provinzblätter constatirten, daß die slavischen Elemente im Kramer nnd böhmischen Landtage, ansta ihres Amtes zu walten, in ungeziemender Demonstrationen in Scene setzen. Während >-deutschen Abgeordneten mit Fleiß und Ruhe Vorlagen der Erledigung zuführen, provociren >> Unterthanen Ezechiens und SlovenienS Scanda, welche den Verlaus der Debatten wesentlich h>"°^' > In dieser Landtagssession wird das Ministerium Taaffe neuerlich die Ueberzeugung gewinnen, daß -je' „Störenfriede" und Anhänger der „factiösen Opposition" nicht in den Reihen der Deutschlibe- nalen ru finden sind. — (OffieielleLandtagSberichterstat-^ukS) Die heftigste Rede in der Dienstagsitzung >,eS Landtages hielt der fanatische nationale Abgeordnete Navratil. Sowohl der Deutsche Schulverein ^ls auch der krainische Landesschulrath wurden von Äm wegen des Vorgehens bei der Gründung der -rutschen Volksschule in Meierle mit den ärgsten Hnvectiven bedacht. Der Officiosus der „Laibacher Leitung" charakterifirt diese Rede in prägnanter Aiirze folgendermaßen: Der Redner wünscht, daß in Gottschee Frieden bleibe zwischen Deutschen und 'blovenen. Unglaublich, aber wahr! — (Das Gut Lustal), ehemals Besitz der kunstsinnigen Erberg'schen Familie, wo sich reiche Hunst- und wissenschaftliche Sammlungen nebst schonen Gartenanlagen befanden, ist von den Attems'-schen Erben um den Betrag von 30.000 fl. an den Ährer der Ackerbauschule in Görz, Herrn Pousche, Mrgegangen. Es verlautet, daß zwischen Letzterem -Und den nationalen Führern bereits Abmachungen ivegen Activirung einer eigenen Ackerbauschule für Hrain auf gedachtem Besitze getroffen worden sind, welches Geschäft im nächsten Landtage, m dem die Nationalen in die Majorität zu kommen mit Bestimmtheit rechnen, perfect werden soll. ^ ^ — (Deutscher Schul verein, hilf!) Nie schade, daß der verehrte Centralausschuß der r k. Landwirthschastsgesellschast für Krain seine Kundmachung vom 25. d. M. erst in der „Laibacher Leitung" vom 27. d. M. und nicht schon Tags vorher publicirte! Wäre es bei der Landtagsdebalte hber den Normalschulsond, recte über den Deutschen schulverein schon bekannt gewesen, daß selbst der verehrte Centralausschuß der Landwirthschastsgesell-schast noch nicht weiß, daß man in einer deutsch geschriebenen Kundmachung nicht vom Verkaufe „kUllgtk ^ Stück Zuchtstiere und etlicher 5 Stück Kalbinen" reden kann, so hätte vielleicht selbst der seelsorgescheue Pater Klun die Nothwendigkeit der größeren Verbreitung des deutschen Sprachunterrichtes in Krain Ungesehen und — geschwiegen. — (Ein Wort zur rechten Zeit.) Die treffliche, in Cilli erscheinende slovenische Zeitung >UmetLki prMtel" bringt in ihrer letzten Nummer folgende Bemerkungen über den im Sannthale vor kurzem unter den Bauern gegründeten Sokolverein: ^Jm Sannthale haben etliche nationale Fanatiker unter ^en Bauern einen Turnverein gegründet und ihn„Sann- thaler Sokol" getauft. Die Mitglieder dieses Vereines tragen verschnürte Jacken, Hüte mit großen Krempen, ' denen eine Hahnenfeder steckt, und rothe Hemden, ^ach dem Muster der Garibaldianer. Die Jrreden-tisten in Italien, welche in Triest die Bombe geworfen haben, sind größtentheilS derartige Roth-tzeindler. Diese rothen Hemden bedeuten bei den ^aribaldisten die Republick, die Revolution oder den Aufstand. Wir dürfen wohl fragen, ob es sich für ^inen österreichischen Staatsbürger ziemt, die Farben Revolution zu tragen, sowie auch, ob es nicht Geradezu lächerlich ist, wenn der Bauer an Sonn-^aaen angezogen wie ein Faschingsnarr herumgeht < — (Ver bo ten er Ausflug.) Die krainische Landesregierung hat die korporative ^heilnahme >»eS hiesigen Sokolvereines an dem Feste der Fahnenweihe des slavischen Arbeitervereines in Triest aus Grunde nicht gestattet, weil die Statthalterei Triest die Erklärung abgegeben hatte, bei solchem demonstrativen Auftreten in Triest für die Ausrecht-«rbaltuna der Ruhe nicht einstehen zu können. — (Personalnachrichten.) Herr Oberst ^raun, zuletzt Commandant des Reserve-Regi-^xntes Freiherr von Kuhn, wurde zum Comman-^anten des 31. Infanterie-Regimentes Friedrich Wilhelm Großherzog v. Mecklenburg-Strelitz ernannt. — Herr Härtle, bisher GewerkschastS-Director in Trifail, wurde zur General-Direction dieser Gewerkschaft nach Wien berufen und Herr Pongratz Eichelter, ehemaliger Gewerkfchafts-Director in Trifail, zum Director der Bleigewerkschaft in Littai ernannt. — (Die Section „Krain" des deutschösterreichischen Alpenvereines) hat über ergangenen Aufruf des Centrales in Wien, welches den durch Wasserschäden Beschädigten in Tirol und Kärnten sofort 500 fl. aus Vereinsmitteln zukommen ließ, eine Collecte von 55 fl. zur sogleichen Betheilung unter die Verunglückten zugesendet, und zwar von folgenden Spendern: Hofrath Friedrich Ritter von Kaltenegger 10 fl., Martin Hotsche-war 20 fl., Karl Luckmann 10 fl., Karl Deschmann 5 fl., Dr. Deu 5 fl., Ludwig Ritter von GutmannS-thal 3 fl, F. Kozel 2 fl. Weitere Spenden der Vereinsmitglieder werden von der Buchhandlung Bamberg entgegengenommen. — (Zu den beiden Bomben-Af fairen in Triest.) Der verhaftete Oberdank beabsichtigte, sich durch Erhängen zu tödten, jedoch einer seiner Zellengenossen entdeckte dieses Vorhaben. Oberdank deponirte: Er wollte die Bomben entweder im Schlosse zu Miramare oder gelegenheitlich der Fahrt des Kaisers in das Theater werfen. — Der wegen politischer Agitation verhaftete Bursche C o n-tento gestand: Er habe am 2. August am Corso jene Bombe geworfen, durch welche ein junger Student getödtet und Redacteur v. Dorn schwer verwundet wurde. — (Die Trifailer Kohlengewerkschaft) hat die Gesammterzeugung der Oistroer Gewerkschaft übernommen; Oistro besitzt reiche Kohlenschntze und schöne Tagbauten. — (Urtheilsbestätigung.) Der oberste Gerichtshof hat die Nichtigkeitsbeschwerde des vom Cillier Gerichtshöfe zu drei Monaten strengen Arrestes verurtheilten Redacteurs der „Südsteirischen Post" in Marburg, Herrn Johann Leon, verworfen und das preßgerichtliche Urtheil vollinhaltlich bestätigt. — (Katastrophe.) Das Jahr 1882 ist reich an Katastrophen, die in Oesterreich-Ungarn, Deutschland, England und Frankreich unzählige Menschenleben dahingerafft haben. Ein schreckliches Unglück trug sich am 23. d. nächst Es sek zu. Während der gemischte Zug die Draubrücke befahren wollte, erfolgte plötzlich der Bruch des sechsten Jochpfeilers und sechs Waggons stürzten in den Draufluß. Von den in diesen Waggons befindlichen 74 Mann des 15. Husarenregiments ertranken 27 Mann und bei 30 Mann erlitten körperliche Beschädigungen. Nach vorliegenden telegraphischen Berichten zeigten die Brückenhölzer bereits Spuren von Fäulniß. — (Congreß und Ausstellung.) Am 1. Oktober beginnt in Triest der Congreß des Österreichischen Pomologen-Vereines, auf welchem zunächst die Frage zur Verhandlung kommen wird, welche Maßnahmen sich als nöthig erweisen, um von Triest aus die Handclswege für österreichisches Obst nach dem Süden zu erschließen. So weit es die Betheiligung der Südländer ermöglicht, soll auch der localen Production dieser Länder, namentlich von Görz, Istrien und Dalmatien, Aufmerksamkeit geschenkt werden. Zu gleicher Zeit findet eine Obst-Ausstellung statt. Aus dem Gemeinderathe. In der am 28. d. M. stattgesundenen Gemeinderathssitzung theilte der Bürgermeister P. Gras-selli mit, daß ihm ein Schreiben des Innsbrucker Bürgermeisters zugekom.nen sei. Dasselbe gelangt zur Verlesung und bezieht sich auf die furchtbare Ueber-schwemmung, welche namentlich in Südtirol einen unberechenbaren Schaden angerichtet und Taufende vorr Menschen brodlos gemacht. Der Bürgermeister vorr, Innsbruck appellirt an den bekannten Wohlthätigkeitt-sinn der Stadt Laibach und ersucht den Bürger» meister um den Erlaß eines Aufrufes. Der Vorsitzende bemerkt, daß daS krainische Landespräsidiunr einen Aufruf bereits erlassen und daß der Magistrat sich bereit erklärte, mildthätige Gaben in Empfang zrr nehmen, dennoch aber einen Antrag seitens des Ge-meinderathes erwarte. G.-R. Dr. Mo sch 6 beantragt, die Zuschrift des Innsbrucker Bürgermeisters der Finanzfection zur Prüfung und Berichterstattung in der nächsten Sitzung zuzuweisen. (Wird angenommen.) G.-R. Dr. Zarnik referirt namens der vereinigten Rechts- und Finanzfection über den Verkauf des Lycealgebäudes an das Aerar. Nachdem der Bau eines Landesmuseums, welches den Namen „Rudolphinum" führen werde, vom krainische» Land» tage in der vorjährigen Session beschlossen wurde» hat man zur Aufbringung des Kostenbetrages sich dahin geeinigt, das Lycealgebäude, in dem daS Museum gegenwärtig untergebracht ist, dem Aerar zum Preise von 50.000 fl. zum Ankaufe anzutragen. Nun erhielt der krainische Landesausschuß seitens der Regierung eine Zuschrift, aus welcher hervorgeht, daß der Kauf mit 40.000 fl. realisirt werden dürste, wenn das fürstbischöfliche Ordinariat,, der historische Verein für Krain und die Stadtge-meinde Laibach ihre Meinung bezüglich der auf den» Lycealgebäude ihrerseits hastenden Rechte abgegeben haben werden. Namens der vereinigten Sektion stellte Dr. Zarnik den Antrag: Der Gemeinderath gebe zu dem Verkaufe des Lycealgebäudes seine Zustimmung, wolle jedoch seine Rechte auf Unterbringung der Knabenschule in diesem Gebäude für die Zukunft gewahrt wissen. G.-R. Dr. Supp an ist der Meinung, daß der Gemeinderath eigentlich gar nicht hätte gefragt werden müssen, ob er den Verkauf des LycealgebäudeL bewillige, indem das einstmal bestandene Servitut wegen der unentgeltlichen Ueberlassung der Lokalitäten für die frühere Normalschule kaum mehr geltend, gemacht werden könnte. Die Anfrage beim historischen Vereine erscheine ihm ebenso zwecklos, weil er überhaupt nicht wisse, bei wem man den historischere Verein von Krain suchen solle! Die Stadtgemeinde Laibach werde früher oder später für die Herbeischaffung anderer Schullocalitäten Sorge tragen müssen, da die Unterbringung im Lyeealgebäude kaurn länger wird bestehen können. Er stelle daher den. Antrag: Der Gemeinderath erhebe gegen den Ueber» gang des unumschränkten Eigenthums des Lycealgebäudes an das Aerar keine Einwendung, jedoH mit dem Vorbehalte, daß der Stadtgemeinde Laibachs vom Jahre 1883 angefangen für weitere 10 Jahre die Volksschullocalitäten zur Verfügung stehen. GR. Deschmann erklärt in seinem Namen und des GR. Dr. Schaffer, daß sie an der Abstimmung über diesen Gegenstand als Mitglieder des Landesausschusses nicht theilnehmen werden. Er könne sich jedoch nicht der Bemerkung verschließen, daß die Gemeinde durchaus kein Recht auf das Lycealgebäude-geltend machen könne, und daß die Rechtsverhältnisse» wie sie bestehen, seinerzeit im krainische» Landtags vom Abg. v. Strahl sehr genau präcisirt wurden-Wenn die Stadtgemeinde ein Recht als Nachfolgerin der Normalschule hätte geltend machen wollen, so hätte sie dieß zur Zeit der Unterbringung der Realschule thun können. Er empfiehlt den Antrag Dr. Suppan's umsomehr, da an die Stadtgemeinde wirklich die Nothwendigkeit wegen neuer Schullocalitäten wird herantreten müssen und dieß innerhalb der nächsten zehn Jahre jedenfalls erfolgen wird. GR. Dr. Schrffer bemerkt, daß die Stadt-gemeinde dem Baue eines Museums nicht nur nicht hinderlich, sondern nach Kräften fördernd entgegen» kommen solle. Dieß aber kann nicht der Fall sein« ivenn man den Rechtsstandpunkt, der eigentlich gar »icht bestehe, zu sehr hervorkehre, indem so der Verkauf nur verschleppt werde. Der Berichterstatter hält den Sectionsantrag «ufrecht, derselbe wird angenommen und jener des GR. Dr. Suppan verworfen. Zum zweiten magistratischen Arrestaufseher wird der Wachmann H. Kategorie M. Balog ernannt. Original-Correspondenz. Gottschee, 26. September. L. Die famose Klun'sche Interpellation über die verderbliche Thätigkeit des Deutschen Schul-Vereines in Kram wird hier, wo wir an der Quelle der Ereignisse sitzen, die das lammfromme Gemüth dieses NersöhnungSapostels so in Harnisch bringen, sowie überall, wo man noch Wahrheit von Lüge zu unterscheiden weiß, allgemein als dummdreiste Entstellung und perfide Zurechtlegung verdrehter That-sachen zu Parteizwecken anerkannt. Wir wollen nicht im Style der „Tribüne" schreiben, dazu scheint uns unsere deutsche Sprache viel zu edel, obwohl es ihr an bezeichnenden Ausdrücken für ein derartiges Treiben nicht gebricht; wir wollen nur darauf Hinweisen, daß das Schlag-Ivort „Versöhnung" noch nie ärger mißbraucht wurde als jetzt, wo dessen Träger vom Schlage eines Klun, Komlijanec, Den u. s. w. eine Erbitterung der hiesigen Deutschen erregen, die immer höhere Wellen schlägt. Die ganze deutschfeindliche Clique, deren Sendboten selbst in unserer deutschen Stadt durch Verlogenheit Proselyten zu gewinnen und den Frieden der Bewohner nach Möglichkeit zu stören trachten, deren Mund aber dabei von Versicherungen der Loyalität und Reichstreue überfließt, hat durch dieses Machwerk Allen, die sehen wollen, die Augen geöffnet. Die zweifelhafte Ehre, einen der Mitarbeiter davon in unseren Mauern zu beherbergen, werden wir allem Anscheine nach nicht sobald abschütteln können; er wird auch fernerhin bei Aufnahmsprüfungen in unser Gymnasium eine zweckentsprechende Strenge walten und namentlich seine Landsleute aus Reifnitz, die es wagen, eine deutsche Lehranstalt zu besuchen, seinen ganzen Zorn fühlen lassen. Demungeachtet hält er den Versöhnungsgedanken hoch und ist sein begeisterter Anhänger! Dieser Mann dürfte namentlich die auf Suchen bezugnehmenden Daten geliefert, die erste sloveniiche Petition der Suchener, die nun durch eine deutsche Eegenpetition zum Schweigen gebracht ist, verfaßt und alle von dorther datirten Schmerzensschreie in den „Slov. Narod" geschrieben haben, da sich im ganzen Suchener Hochthale kein Mensch findet, der diese Correspondenzen versteht, geschweige denn auch nur einen Satz slovenisch schreiben kann! Der Werth der ganzen Interpellation sinkt schon dadurch allein in Nichts zusammen, mag sie sich auch noch so beharrlich auf die in ihrem Sinne durchgeführte Volkszählung berufen. Mit welcher Gewissenhaftigkeit dabei zu Werke gegangen wurde, ist noch in Aller Gedächtnis;. Die uns in Meierle angethane Schmach, die Len zweiten Hauptstützpunkt Klun's bildet, ist in der „Deutschen Zeitung" vom 10. September so ausführlich und wahrheitsgetreu dargestellt, daß jeder weitere Commentar überflüssig wäre. Dennoch wird der Spieß umgekehrt und den Deutschen zugerufen: Ihr seid die Störenfriede! Freilich, das Karnickel hat angefangen! Verstorbene in Laibach. Am 23. September. Antonia Millauz, Hilfsämterdireetors-Tochter, 31 I., Salendergaffe 6, L»ngent»berk„Iose. Am 23. September. Aiiton c-eSnovar, Hausbesitzers-Svh», «0 M., Hühncrdorf S, DiphthcriliS. Am 25. September. Maria Babnik, HauSbesitzerS-Gattiu, 62 I., Peterkstraße 42, Lungc»e»tzündil»g. — Andreas Debevc, Haus, und Realitätenbesitzer, 52 I., Lirnaucrgasse 23, Lungenödem. Am 26. September. Alois Lusters, TaglöbnerS-Sohn, 15 Mo»., Polanastraße 18 iElisabeth-Kiiideripitäl), Brigth'sche Nierenkraiikheit. — Theresia Kordisch, FiiianzivachRcsincicii-tenS-Gaitin, 49 I.. Wicucrstrnße 25, Vlutzersetzung. - Maria Omcrsci, Tabakfabriks-Arbe^tenn, 23 I., Krakanergasse 22, Lungentliberkulose. Im C i v i 1 s p i t a l e. Am 22. September. Maria Koniatar, ArbeitcrS-Gottin, 37 I., Herzfehler. —Maria Prebil. Arbeiterin, 56 I., chrou. Lungeutliberkiilose. — Am 23. September. Johann Starniaun, Grundbesitzer, 45 I., Gehirnödei». — Am 24. September. Anton LubiL, TaglöbnrrS-Sohn, 2 I., kempIi)'Lus malixmns. — Am 25. September. Michael Rak, Laglohn'er, 2V I., BanchtyphllS. Wittermigsbulletill aus Laibach. !Si>ftdrur inMilli--S ! meiern Z > °»f 0 2! reducirt Lage«- ! Taqei-inittel ümittel Thermometer nach Nieder-Ectf.uS >!schlag i„ ! Millimetern LZ 726-7 7310 24^ 7ZS'4 25! 7ZK-S -l-12 2 -1- 132 Witterung«, übarakter -I- 1t-5 -«-181 -l-105 !)Lormit!ags starke Güsse, 17-3 ! Gewitter, Nachmittags ^Sonnenschein und Negen. -1- Nebrl, ta»oüber ziemlicl 1-1 ! heiter, I Nachts Neaen. ^-ormitrags ziemlich ^ 15 0 10 >- 0 0 heiter, ! Zkailiinitlagss bewölkt. -^12 5 -^14 2 2Sl 730-8 -b 12-8 27 730-2 28 732 « ^-137 13^ 8-2 ! 2-^orgens Älebel. Vorm. !2 ^ Sonnenschein. Nachmit- tagSbewölki,!>iach!sRegen. ->-11 o) 6-2 Regen den ganzen Tag. 4-15 2'-!- S-8 252 4-10-6 12-4I4- »O 10,4 Morgens Nebel. tagSüberabwetl'selndstarke Güfle. __________________^ Abwechselnd Regen, kühl, in den Alpen reichlicher Schneesall. Mit 1. Oetober l. I» wird auf das ein ncneS Abonnement eröffnet. Die AbonncmciitSpieise sind am Kopfe unseres Blattes ersichtlich. Hitler Eitiem werden jene ?. IV Abonnenten, welche de» PrännnieralioiiSbetrag für LaS Jahr 1882 noch nicht eingezahlt haben, eingcladen, diesen Betrag gefälligst einzusendeu an die (SW) Administration des „L'aibachtr Wochenblatt', Laibacb, Herrengasse 12. U I Eine vergleichende Gegenüberstellung der kleinen Lose dürsle mil Rücksicht auf die bevorstehende Emission der Rolhe Krenz-Lose von praktischem Interesse sein. Ilnier deu im Verkehre befindlichen LoSpapierc» kommeu Rudolph- ilud Keglevich-Lofe dem Kreuz.Lose am nächsten, nachdem sie ebenso wie dieses auf dcu Nominalbetrag von 10 fl. lauten. Eine Tabelle, euihaltend die bei Benrtheiluug derartiger Werthpoptere lnaßgebeudeuAioinente, führt zu folgendem Ergebnis!: Haupt- Kleinster treffer Treffer 10.000 10 fl. C.-M. I5.0l>0 12 st. 200.000 12 fl. steigend 100.000 bis 20 fl. nebst 50 000 Präniien- rc. üouvon. Der Vergleich fällt durchwegs zu Gunsten der Lose vom Rothen Kreuze ans. Dies gilt so-vohl vermöge der unvergleichlich höhere» Dotirung der erstell Treffer als der bedeutend größeren Anzahl von Ziehungen. — Besonders wichtig aber ist die Thatsache, das; bei den Rndolph- nud Keglevich-Lose» der niedrigste Treffer unter Berücksichtigung des Heu tintn LourseS eiiie» Nci-Inst von !>>/» res». 8>/„ sl iiivnlvii-t Name des loseS Keglevich Rudolph OiolheS Kreuz Ziehungk» ini Zahre 1 3 und vom Hahre 1804 a» je 2. Heutiger VourS 10____ 2 l.50 12.50 tigen LourseS einen Verlust von !>'/- resp. 8>/r" fl." involvirt, während mit der Niete des Ärcuz-LvseS ziiiuindest kein Nachlheil verbunden ist. Bereits im ersten Jahre komint dieselbe fast dein SubscriptianS-Preise gleich, um später sneeessive bis 20 fl. zu steige». Außerdem ist »och der Werth des Prümien-CouponS in Betracht zu ziehen, welcher als eine Promesse ans eventuell 112 Ziehungen anzusehen ist uud dem Besitzer eines Kreuzlo'cS daiiu behändigt wird, lveuli dasselbe mit dem niedrigste» Treffer gezogen wurde. Dieser Gewiuiifchei» rcpräfenlirt gleichfalls eineil Werth, welcher ungefähr einem Drittheile des LoSwertheS entspricht. Was schließlich de» ConrS der Rudolph- und Kegle-vich-Lose betrifft, so würde derselbe, verglichen zu dem Sub-seriptioilS-Preise der ilreuzlose, auf die Eteigeruuge-Fahigleit der Letzteren, insbesondere, weun nlan die früher angeführten Vorlheile berücksichtigt, einen sehr günstigen Schluß gestatten. Eingcsendet. Herrn V « re »R «» I» t ri »> a, k k. Hop licferant und Kreiöapothekcr in Korneudurg. Ich kann Ihne» nichi genug dafür d>inkeil, daß ich d« nieinl»! srliwere» und langen beiden, gegen welches ich so »«!k uud verschiedene Mittel ohne Lrsolg gebraucht habe, mch Si> u e di ng kreS I» «'Lii-ck«, daß ich jetzt wieder »icincr haneu Arbeit nach!«»' me» kann. Alle, die mein Leideu kannten, staunen überdies« Li'i'ol«. und mußte ich Vielm. dir > übiilicheS Leiden haben, von meinem Vorraih an GichtfM etwas ablrete». Da nun Alle, die eS aitgetvendcl habe», sof«! nach der erste» eiue saitdeu, erilichteil sie mich, ihnen dieser zu besorgen, ich bitte Sic dei- halb, inir per Post seiideu, und empfehle mich HochachtnugSvoll (b74) St>-inlirbeiter. V o r n> a r k t bei Maiilhhaiiseu, 15. Juli >881. Her u V r » i» re o I». K ji L «I « , k. k. Hof licferant und Kreisapotheker in Korneuburg Sei! zwei Jahren mit Schmerze» in der Schulter dercil behaftet, daß ich kaum mit Mühe dc» Rock onzichen komi» erhielt ich durch die Güte meiiieS Freundes. uachSein ich be»eil! Vieles erfolglos angeu>cndet habe, t»11»Irl,»,»«> !»!„ »»„»>,»>« !>i i- W I»i »» >l »»»»wi K luii »I«?»»» 8« I>»»» «iklneiv < l« Jiidei» ich Ihiieii n-ärntstens danke, ersuche ich Sie, ir.: weilere drei Flasche» Gichlfluid »»igehend zu sende», und zeichre nilt besonderer Hochachtung GliiSl'esitzcr. St. Mareiu bei Cilli. (842? Herrn i»«» «> »: ^ ie. K i «I r» , k. k. Hoflieferant »nd Äreioapotheker in Kornenburg Seit langer Zeit an heftigen Gichischinerzcn in ^de» Hank-gelenke» leidend, war ich letzlcrer Zeit nicht melir ii» Stande, ^ Fiiiger zi> bewegen. Nach'liiitzloseiu Gebrauch diverser Mitt: erhielt ich von einem Freunde, der dnrch Aiiwendmig von deranigem Leiden in L« tt Ir I»« 1« «?it «I»;. e kle n S Q u lll'.u dieses Büttels. Schon nach empsnltd ich eine nie!«- nltd bille Sic deshalb, mir nntgehend Flaschen dieses jcildcn. I'i't'isiiiN«!». (8731 Waeilcrineister. G o l s bei Neusiedl a. See, 14. Mai 1861. Herr» i» rr rs « ^ o I>. k. k. Hk!' licferant und KreiSapothekcr in Kornenburg Obwobl dnrch «'trrvl' kl«8kl>e r., » L«»»« it-,1, so ersnche ich Sie dennoch, inir p Vorsorge weitere zirei Flasche» zu seude», u»d »»>!! auS.eili^ Ilebcr;c»g»ng Ihnen das Zengniß geben , «!«8S I«, «in« >»««<« ALttte 1L» i, Mit bestem Dank Hochachtungsvoll (871) . I Brauer. GradeS bei Friesach, Knrnlen, 13. Februar 1881. Li» I», «Im vi» «II« >»»« I»» i L i n,»x -I»>» It. IL. I»,»« Ii, 1^, > »,.t ,,««I ILr«l8,»i»«1I»e>" I» IL«»> « ^ ä 3 'S-ZI L/8 ° Z ZL - s ^ L »^ - S L :O ^ ^ ^ L- °» c, « « ZZ L ^ o ^ ä '§ d°ö -Z ^ S H Z -v 2 " 2 3 V'V r. Ein seit Jahren erprobtes vorzügliches Mittel gegen SioM. MsllWL WÄ UsrMMMsN iü da« MUM68 sMerl-,MasM-uFmder-jileiHern, Dameil-Zlegen-Kiinteln, Iliqnek, Maiüeti'tz null Äinhüssen, Dttinm-Uol)e-siü!en i» großer Auswahl und zu den billigste» Preisen c,»pficl,lt xxxxxZtZtAMtZtZt X xzrxrtrtrtMrx-trt^ Ol,»»« dieser gesetzlich fcponirtei, Schutzmarke ist jeder sofort als Kalsifieat z»riickz»weise». Schutzmvrke. I,»UsaLZI,. LS-Ssnt«ZrKA88« ^>r. 0ikl!tWi8t «seil U. 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Mein Mageudrnrken, sowie alie Nuterlcibsbeschwerdc» sind, nach-deni ich die Pnlver von Herrn P. durch 4 Woche» nach Vorschrift gebraucht, wollte ek Gott, wohl für immer verschwunden. Die Fnnktione» des Magens und Unterleibes sind vollkommen geregelt und ich darf jetzt wieder wie früher Alles essen nnd trinken, ohne Furcht vor LerdaunngSslörung nnd Diarrhöe oder Verstopfung, an welcher ich ein ganzes qualvoller Jahr laborüte. Indem ich Herrn Popp zu seinem hnminen Bestreben von Herzen Glück wünsche, gebe ich demselben nochmals die Versicherung der nie verlöschenden Dankbarkeit, mit der ich mich zu zeichnen erlanbe ergebenst Johann Hausier, k. k. Stenereinnehmcr. Windischgarsten in Oeslerr., 8. Juni 188l. Nachtrag. Mit den Gefühlen des regsten forldaucrndcn DankeS bilte ich, von meinem Atteste nn, so mehr den gewünschten Gebrauch zn mache», als ich seit März 1881, wo ich die K»r beendete, von meinein einjährigen Leibe» befreit und wohlanf wie früher bin n. s. iv. (784) 3—2 Windischgarsten, 25. Oktober 1881. D. O. Die Broschüre „Magen- und Darmkatarrh" versendet unentgeltlich J.J. F. P o p p'S Poliklinik inHeide(Holstein.) °",M8S»Mvk8- VrMZLSl'^ (I>. LL.-I». A,o. 1412V' K. . uaL ist der pAlenUnto tzopiv-Avvarat mittelst Buchdruckfarbe» Derselbe liefert auf trockenem Weae ohne Preffe eine fast unber schrankte Anzahl qleichscharfer, tiessckwarzcr (auch bunter) «>»-'oi-xnn^IIolx i- Abzüge, welche auch einzeln im ganzen Weltpostverein Portovergünstlgung al» Drucksache» haben. Der „Augenblicks-Drucker" läßt alle bisherigen Eo»ir-App-» rate: Hekto-, Auto-, Polygrapbeii ,c., weit hinter sich, erreicht die auto» aravh. Preffe an 2eistung«fLhigkeit, übertrifft solche aber^urchEinfachheit »nd Billigkeit. ^ „ Apparate mit 2 Drucksachen: Nr. l rs/32 cm. — M. 15.—, Nr. L. 28, -lI» om. — Wi. 20,— Sir. Z iN. !'»»<-,><<» für England, Arankreicki re. verkäuflich. Tanlende habe» sich durch dc» Gebrauch der d»rch ihre vorzügliche Wirksainkeit weltbekannt gewordeuc» i!iuti. Brandt'scheir » I» l re « i» von Leber-, Gallen-. Magen-, Darin- nnd Nierenleiden, verbnnden uiil Kopfschmerzen. Schwindel, Müdigkeit, Körper- uud Gliederschmerzen, Unbefta» ge» >c., befreit, es soll daher Niemand zögern, in solche» Fälle« zu diese,» Iieilbringendr» Mittel seine Zuflucht zu nehmen. Die mich. Brandt'fchen Schweizer Pillen sind in allen besseien Apo» theken, L Dose 70 kr., zu haben, i» bei Herr» Apoiheker Wilhelm Mayr» und betragen die Kosten »hr«, täglichen Anwendung nur 2 kr. Mme-AillthkN -er Oejlttreichischen Gesellschaft vom rothen Kreye. 8VL8MIVH0X auf Stück 250.000 Lose L fl. 10. Nominale rum Vonrsv von ü. Vs. V. I2.SV per Stück. Die kais. kön. privilegirte öfterr. Länderbank legt von den von der Oesterreichischen Gesellschaft vom rothen Kreuze käuflich übernommenen Losen den Theilbetrag von Stück 250.000 Losen unter nachstehenden Bedingungen zur öffentlichen Subscription auf: 1. Der Subscriptionspreis beträgt fl. 12.50 ö.W. perStück, wovon fl.4.— ö.W. per Stück in Baarem sofort bei der Snbscriptions-Anmeldung zu erlegen find. Der Restbetrag von fl. 8.50 ö.W. ist zwei Tage nach erfolgter Repartitions-Knndmachnng zu bezahlen. Die nach diesem Tage zu leistenden Einzahlungen sind von dem Snbfcribenten mit 6"/o zu verzinsen, haben jedoch spätestens bis 31. Oktober 1882 zu erfolgen. 2. Die Subscription findet am und zwar: in HH len bei der Liqnidatur der kLi8. kön. pi-ivlleßirten Ü8lerrvivki80dell LLnäerdLnIl, in bei der imßarisoden LLlläe8dallL-^eUen-Ke8e1l80dLtt, in bei der dödmi8vden vniondLvk in Srüni» bei der Wechselstube der mLdri80den L800MptedLllk, in bei der Wechselstube der 8teiermärki8vdon L8vowp1v-8LNll, in L,!»« bei der Sank tür 0dvrö8terreiod unä SLlLdnrß, Ln I e»»I»vL K bei der k. Ir. priv. ßLltiirredvn ^otjen-tt^potdeken-vLUIr, in bei der SukovillLvr voävll-vreäi1-^ll8laU, während der üblichen Geschäftsstunden statt. Außerdem werden in Wien in den meisten Wechselstuben und in den bedeutenderen Orten der österr.-nngar. Monarchie, in denen sich Landes- oder Franen-Hilfsvereine der Oesterreichischen Gesellschaft vom rothen Kreuze oder deren Zweigvereine befinden, Subscriptions-Anmeldungen behufs Übermittlung an die Snbscriptions-Stelle in Wien entgegeugeuommeu. 3. Im Falle der Ueberzeichnnng des znr Snbscription aufgelegten Betrages findet eine entsprechende Reduktion der gezeichneten Stücke statt und behält sich die kais. kön. privilegirte österreichische Länderbank vor, den Repartitions-Modns hiesür festznstellen. 4. Die im Falle der Nednction der gezeichneten Beträge freiwerdenden, bei der Snbscription geleisteten Anzahlungen werden zur Vollzahlung der ans die betreffende Snbscription entfallenden Lose verwendet. Die hiezu noch erforderlichen Restbeträge sind innerhalb der in Pnnkt 1 festgesetzten Frist zu bezahlen. Anderseits werden die etwa sich ergebenden Ueberschüsse sofort baar zurückbezahlt. 5. Die Subscriptions-Anmeldungen haben ans den hiezu bestimmten, von den Subscriptious-Stellen unentgeltlich verabfolgten Formularen zu erfolgen. Jeder Subscribent erhält gegen Abgabe der Subscriptions-Anmeldnng nnd der Ln Pnnkt 1 bestimmten Anzahlung von fl.L.— ö.W. PerStück eine von der betreffenden Subscriptious-Stelle ausgefertigte Subscriptious-Bestätigung, gegen welche nach erfolgter Publikation die effektiven Lose dem Snbscribenten behändigt werden. Wien, am 2V. September 1882. 821 M Kais, kön Druck von Leykam-Josefsthal in Graz. . iirmlegirle «jlemichW LäMöaiik. _________________________________________________________ Verleger und verantwortlicher Nedacteur: Franz Müller in Laiboch.