Drr«»mcrationS-Prcise: v. >"v >.ii *: Ganzjährig Hcilbjäbng Vierteljährig ^icnotlid) 3 fl. 40 U. 4 „ 20 .. 2 10 „ — ‘0 „ Laibacher ?IcDoctiott SBabnbetgafie Nr. 132. Mil der Post: ♦anjjöftrig............12 fl- halbjährig.............. 6 •• vierteljährig........... 3 « Tür Zustellung ins Haus t'trtelj. 25 fr., mcnatl. 9 fr. einzelne Nummern 6 tr. "ETTÖT Tagblait. Anonyme Miltbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manuscripte nicht zurückgesendet. Expedition- & Jnserateu-Bureau: Congreßplatz Nr. 81 (Buch. bandlunA coti Jg. v. Älein* mayr & Fed. Bamberg.) JnsertionSpreise: Für die einspaltige Petitzeilr ä 4 tr., bei wiederholter (Sin* schaltung ä 3 fr. Anzeigen bis S Zeilen 20 kr. Vei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. ,' , Für comrliaetten Satz befortV*4& dere Vergütung. Dinstag, 11. Mai 1875. — Morgen: Pankrazius. 8. JahrganML ^er Satten im Auge der Lmdtags-majorität. Die Klerical-Nationalen haben in der gestrigen ^dtagssitzung das durch ihre Zeitungen schon vor titiigerNcit angekündete Spektakel einer Jnterpel-Iqtion über die letzten HandelSkammerwahlm rn ^tmc gesetzt. DaS langathmige. volle acht Bogen tes L"m. : sr«’Z Ce S£r die Welt von seiner parlamentar.schen ^hätigkeit zu hören bekam, reductert sich aus leere Phrasen, aus nationale Prahlereien und Uebertrei- Wn in Münchhausens Maurer womi der emst feierte jungslooenische Taborredner sogar seinen ftü6cttn Bewunderern lästig zu werden beginnt. Diesmal stoppelte Dr. 3°™.! aus den wuh-f&nau6 nden Artikeln, welche die Gassenjungen des 4Tv Srod-' und „Slovenec" gegen Reg.erungs-“ „»rfasfunflstnue Männer im Lande, Ä iani bie neu gewählte Handelskammer seit Ssää“ ite ständiger Gesellschaft gewisse Formen wahren müsse, worüber sogar „Olikani Slovenec“ daS Nähere enthält, so erlaubten sie sich bei der Einbringung der Interpellation gegenüber dem Vorsitzenden einen Grad von Rohheit, wie er nur bei Taborhelden nach dem Schlage Dr. ZarnikS gefunden wird. ES ist doch aller Orten üblich. daß der Vorsitzende einer gesetzgebenden Körperschaft, dem die Leitung der Verhandlungen, die Wahrung der Würde des Hauses obliegt, im Falle als Schriftstücke zur Verlesung gelangen, doch vorher in deren Inhalt Einsicht nehme. Wie soll der Landeshauptmann von Kram, der nach der Landesordnung jeden Gegenstand von der Verhandlung auszuschließen hat, falls derselbe nicht in den Wirkungskreis des Landtages gehört, seines Amtes handeln, wenn ihm nicht einmal die nölhige Zeit gegönnt wird, in ein an ihn während der Sitzung gelangendes Schriftstück Einsicht zu nehmen. Nach den gestern von Dr. Zarnit und Genossen zum Ausdruck gebrachten Anschauungen müßte jede Schmähschrift, zu deren Einbringung sich ein klericaler Abgeordneter herbeiläßt, im Landtage zur Verlesung gelangen. Die Klerical-Nationalen bestritten gestern dem vom Kaiser ernannten Landeshauptmann das ihm durch die Landesordnung gewährte Recht, sich über einen Gegenstand zu allfälliger weiterer Verhandlung informieren zu dürfen; diese bisher in dem österreichischen Parlamentarismus noch nicht versuchte Degradierung eines Landeshauptmanns zu einer bloßen Gliederpuppe wurde von Abgeordneten gewagt, welche bei Beginn der Sitzung beantragt hatten, es möge der Landtag bei der Rückreise Sr. Ieuilleton. Die Gräfin Mirafiori. (Schlug.) Mein bald winkten der Geliebten des Königs Bjmiligm Aussichten; sie war mit Ratazzi, ihrem tfon Kreundr, neuerdings in intime Beziehungen v^etea und der Führer der Linken versprach ihr, C durchLtzen, was allerdings der unbestrittenen Wität eine« Forint leichter gewesen wäre. Kaum tfJÄre nacb dem Scheiden Farini'S. im Marz IsJ? murbc Rotaw mit der Cabinetsbildnng be- - man X, »W *, Hm,».dun W- ^Jimfiori — und wieder konnte sich die einstmalige Äarketenderin schönen Eh-standSiräumen hingeben. der Donner der Kanonen von Mentana rüttelte Vaar bald aus ihrem Traume auf, und die Trüm des Gabinets Ratazzi begruben ihre angenehmsten atn. Sie stand wieder allein da, angesichts lkrJL Gegner tm Rathe der Krone, und durfte es einmal wagen, einem Menabrea oder Lamar« mora gegenüber ihr Ehestandsproject anzuregen. Nur dir Ueberzeugung, daß alle Herrlichkeiten der Welt vergehen — in Italien ganz besonders rasch die Ministerherrlichkeiten — mochte sie trösten, und Ratazzi lebte ja noch! So lange dieser merkwürdige Mann im öffentlichen Leben seines Vaterlandes eine Rolle spielte, brauchte Rosina nicht zu verzweifeln, und erst sein Tod raubte ihr den letzten Rest ihrer stolzen Hoffnungen. Sie hat nun niemand, niemand unter den Fünfhundert, die Italien regieren, den sie mit Aussicht auf Erfolg zum Bannerträger ihrer Wünsche machen könnte, und wenn sie auch mit dem Führer der Opposition, dem Baron Nicotera, Fühlung suchte und fand, gibt sie sich wol keinen Illusionen hin, daß e« ihr mit Hilfe dieses Mannes möglich sein werde, ihr Ziel in Bälde zu erreichen, zumal der Einfluß des Kronprinzen Humbert und der Prinzessin Marguerita stets im Zunehmen be-griffen ist. Sie muß deshalb wol mit der kirchlichen Trauung, die sie dem erkrankten Viktor Qrmanuel im Jahre 1869 abgerungen, einstweilen zufrieden sein und sich mit dem Gedanken vertraut machen, auch fürderhin als Gräfin Mirafiori zu Majestät aus Dalmatien in corpore feine Huldigung beim Eintritte in unser Land darbringen. Wenn diese Herren von dem Gefühle der Loyalität wirklich so beseelt sind, wie sie vergeben, so mögen sie vor allem die bestehenden Gesetze und die die Unterschrift des Kaisers tragende Landesordnung, worin die Reckte des Vorsitzenden eines Landtags klar bestimmt sind, achten. Nach einer erregten Debatte über die Verlesung des vollen Inhaltes der Interpellation, in welcher der Vorsitzende mit voller Energie sein Recht wahrte, wogegen Dr. Zarnit und Eonforten die gewohnten Verdächtigungen über Vergewaltigung und beabsichtigte Escamotierung vorbrachten, wurde der Gegenstand vom Landeshauptmann auf den Schluß der Tagesordnung gestellt. Erst in später Nachmittagsstunde hatte das meist bestellte LandtagSpublicum das Vergnügen, jene Blumenlese gemeiner Schimpfereien aus „Slovenski Narod" und „Slovenec" im Landtagssaale vortragen zu hören, aus welche zu antworten es seinerzeit auch die liberale Presse für überflüssig hielt. Hofrath Widmann gab sogleich folgende Beantwortung der Interpellation: „Zu der eben verlesenen so umfangreichen „Interpellation mochte ich einiges bemerken, und „zwar möchte ich vor allem constatieren und hiebei „auch das Zeugnis des h. Landtages in Anspruch „nehmen, daß ich jede Interpellation, bei welcher „dies nach Inhalt und Form überhaupt möglich „war, jederzeit mit voller Bereitwilligkeit beant-„wortet habe. .Wenn ich nun erkläre, daß ich die eben verlesene Interpellation zu beantworten nicht in der „Lage bin, so hat dies den Grund nicht etwa darin, leben. Der König-Ehrenmaun, der zu strenggläubig ist, um nicht in seiner kirchlich angetrauten Gattin wirklich die Gemalin zu erblicken, wird sich kaum zu einem Handstreiche verleiten lassen, um der Mutter seiner Lieblingskinder gegen den Willen seines Ministeriums auch äußerlich die Ehren einer Königin zutheil werden zu lassen, selbst wenn die Familie der Gräfin diesbezüglich ihre Bemühungen verdoppeln sollte. Viktor Emanuel steht in all' seinen privaten Angelegenheiten vollständig unter dem Einflüsse dieser Familie, als deren männliches Haupt der Schwager und Eabinetssecrelär des Königs Ca. Aghetno betrachtet werden kann, allein glücklich wußte er bisher alle Einmischungsgelüste in öffentliche Angelegenheiten abzuweisen. Die Männer der Regierung wachen strenge darüber, daß nicht einmal der Schein emeS Einflusses der Gräfin Mirafiori auf die Staats» geschafte aufkomme, und Victor Emanuel steht suneu» Ministerium zur Seite, selbst um den Preis unge-rnüihlicher EhestandSscenen. Im verflossenen Jahre hatte der König Gelegenheit, in dieser Richtung seine Energie zu bekunden. Der Ca. Aghemo, dt „als ob ich mich durch die Ausführungen der Interpellation vollständig niedergeschmettert fühlte, oder „als ob es mir an ausreichendem Materiale zu einer „erschöpfenden Beantwortung gebräche; o nein, meine „Herren! ich verfüge im Gegentheile über ein „äußerst reichhaltiges Materiale im Gegenstände, „über ein Materiale, dessen eingehende Besprechung „manch drastische Illustration zu dem bekannten „biblischen Spruche liefern würde, der von denjenigen handelt, die den Splitter im Auge des Ncrch-„sten sehen, den Balken im eigenen Auge aber nicht „wahrnehmen wollen. „Wenn ich also die meritorische Beantwortung ab lehnen muß, so geschieht dies nur aus formellen „Gründen, die ich sofort in Kürze anzudeuten die „Ehre haben werde. „In dieser Beziehung muß ich zuerst bemerken, und zwar auf die Gefahr hin, meine juristische Befähigung zur Auslegung von Gesetzen und „der Geschäftsordnung des krainischen Landtages „von gewisser Seite in Zweifel gezogen zu sehen, „daß die Interpellation nach § 45 der Geschäftsordnung des krainischen Landtages rechtlich gar „nicht zulässig war, weil die Handelskammerangele-„genheiten in den Wirkungskreis des Landtages gar „nicht gehören. — Sodann muß ich bemerken, daß „ich schon im Monate Februar anläßlich der von „beiden Seiten erhobenen Anschuldigungen über vvr-„gekommene Unregelmäßigkeiten den Wahlact und „alle Beschwerden dem Staatsanwalte des Landes-„gerichtes übergeben habe, und daß in so lange die „Amtshandlung des Staatsanwaltes, beziehungsweise „des Gerichtes nicht geschlossen erscheint, von einer „DiScirssion selbstverständlich keine Rede sein kann. „Endlich möchte ich bemerken, daß ich gegen die „der Interpellation vorausgehende Motivierung besonders in ihren zweiten Theile auch schon aus „dem Grunde Verwahrung einlegen muß, weil die „Regierung in der Person ihres Vertreters im hohen „Landtage nicht auf der Armensünderbank sitzt, um „sich allerhand Verunglimpfungen und Befchuldigun. „gen solcher Art in das Gesicht schleudern zu lassen, „Beschuldigungen, die allerdings sehr leicht positiv „und apodiktisch ausgesprochen, damit aber noch keines-„wegs auch bewiesen sind. „Die Regierung ist hier Vertreterin, um mit-„zuwirken mit der hohen Landesvertretung zur För. „derung jener Angelegenheiten, die durch die LandeS-„ordnung dem Wirkungskreise des Landtags überwiesen sind, und ich kann für meine Person nur „erklären, daß, wenn das Gebiet solcher Beschuldigungen, Verdächtigungen und Verunglimpfungen „betreten wird, jede Discussion aufhört, und daß „ich aus ein solches Gebiet niemanden folgen kann "und das Terrain vollständig jedem Gegner über, .lasse" ___________ Die Wirkung der von der liberalen Partei mit lebhafter Zustimmung begrüßten, höchst unerwarteten JnterpellationSbeantwortung auf die na-tional-klericale Partei war eine geradezu verblüffende. In den Blicken und Mienen der Abgeordneten auf der rechten Seite des Hauses spiegelten sich Gefühle der Beschämung — insoweit jene Kreise einer solchen Anwandlung noch fähig sind — und des Entsetzens über eine solche Sprache vom Regierungstische aus ab. Der sonst bei ähnlichen Anlässen blöde lächelnde Graf Barbo starrte diesmal mit regungslosen Augen nach der Wand des Landtagssaales. Selbstverständlich war bei der eingetretenen panischen Deroute keine Rede mehr davon, an die Jnterpklla-tionSbeantwortung eine nach der Geschäftsordnung zulässige Debatte zu knüpfen, bei welcher eS die liberalen Abgeordneten nicht unterlassen hätten, den Schwindel der klerical-nationalen Partei bei der Fabrication von Protesten gegen die Handelskammerwahlen gehörig zu beleuchten. Die würdevolle Antwort des Regierungsver-treters wird ihre heilsame Wirkung nicht verfehlen. Sie kann sicher sein, der lebhaften Zustimmung in allen besonnenen Kreisen im Lande, und so wenig wir auch als deren Folge auf eine Wandelung in den Anschauungen der Veranstalter der klericalen uud nationalen Hetze hoffen dürfen, so ist es doch gewiß, daß dort noch lange nachklingen wird der beschämende Mahnruf: Vom Balken im eigenen Auge. Politische Rundschau. Laibach, 11. Mai. Inland. Die klerikale Majorität des vor« arlberger Landtags hat mit 12 Stimmen gegen 7 folgenden Beschluß gefaßt: „Dermalen und infolange eine principielle Aenderung in der gegenwärtigen Schulgesetzgebung nicht eintritt, kann auf eine Motion für Gründung einer Staatsunterreal« schule in Dornbirn nicht eingegangen werden." So hat es denn die Starrköpfigkeit einiger Römlinge dahin gebracht, daß Vorarlberg die so nothwendige Unterrealschule abermals nicht erhält. Die Vorarlberger sollten sich diese Schädigung ihrer materiell len Interessen, welche nur auf Rechnung einer „staatsrechtlichen" Zänkerei zu fetzen ist, wol überlegen und die Handlungsweise ihrer Volksvertreter gebührend in Anschlag bringen. Der Regierungsvertreter erklärte, daß der Beschluß des Landtages geradezu das Ansehen derKrone verletze. Nachdem so lange beredt versichert worden war, der b r e S l a u e r Bischof Dr. Förster wolle Oesterreich nicht in Verlegenheit bringen, sondern auf preußischem Boden mannhaft das Ende seines Prozesses abwarten, ist er am 6. d. glücklich auf Schloß Johanneöberg „zu längerm Aufenthalte" das Recht hat, den Namen des Königs auf Privat-urkunden zu schreiben, erließ im Auftrag der Gräfin Mirafiori an den Gesandten in Paris, Herrn Nigra, eine Instruction, ohne dem Ministerium des Auswärtigen Nachricht hievon zu geben. Das Schriftstück war mit dem Siegel der königlichen Eabinets-kanzlei versehen, allein Nigra meinte dennoch, sich an die Instruction, die der Gegenzeichnung eines Ministers entbehrte, nicht hatten zu sollen und sandte daS Document seinem unmittelbaren Vorgesetzten Visconti-Venosta. Mit einer Energie, die das sanfte Blond feines Haares Lügen strafte, trug dieser seine Beschwerde dem Könige vor, und trotz aller Gegen-Vorstellungen Aghemos, die von der Gräfin Mirafiori kräftigst unterstützt wurden, hielt Victor Emanuel fest zu seinem verantwortlichen Minister und desavouierte so Gattin und Schwager. Die zahlreichen Feinde der Gräfin freuten sich nicht wenig über diesen Ausgang, aber ihre Freude wurde sehr stark herabgestimmt, als sie vernahmen, daß der König den Abend desselben Tages, an welchem er Herrn Aghemo offititll eine Rüge ertheilt hatte, in der Wohnung seiner Gattin, der Villa Ludovisi, verfrachte. Die heftige Abneigung der kronprinzlichen Familie gegen die Gräfin Mirafiori zwang den König, seiner Gattin eine eigene Villa zu miethen, trotzdem der Quirinal wahrlich Raum genug barbot; er wählte die herrlich gelegene Villa Ludovisi, die einst einen Bestandteil der Sallustischen Gärten bildete und sich heute ihrer Kunstschätze wegen eines Weltrufes erfreut. Hier lebte die Gräfin während ihres kurzen Aufenthaltes in Rom, ohne irgendwie in gesellschaftliche Kreise zu kommen oder auch nur häufiger auf der Straße zu erscheinen. Allein im ab« gelaufenen Jahre sah der König sich in Anbetracht des schlechten Standes seiner Finanzen genöthigt, den Pacht der Villa aufzugeben. Fürst Piombino, der Eigenthümer der schönen Besitzung, hatte für die traurige Lage der königlichen Finanzen kein Mitleid und verlangte einen exorbitant hohen Pacht-schilling — und so blieb dem Könige nichts anderes übrig, als der Gräfin im Omrinal ein Quartier zu sichern. Allein eö behagte ihr nicht sonderlich in diesem berühmten Hause, und so weilt sie den größten Theil des Jahres außerhalb Roms, in Neapel, Florenz, Turm — und der König mit ihr (..Fr. Z.") eingetroffen. Zum Martyrium scheint Dr. Förft: {eine besondere Lust zu haben. Dieungarische Regierung erklärte in eine Clubconserenz der liberalen Partei, daß der Kridtf-tag am 20. d. geschlossen werden solle; von wit-tigeren Angelegenheiten sollen den Absichten der Regierung gemäß nur noch die Gesetzentwürfe über die nolhlcidenden Bahnen in Verhandlung genes-men werden. Der Conflict zwischen Oberhaus >ad Abgeordnetenhaus soll dadurch erledigt werden, m das letztere den Entwurf über die Rebuction bO| Gerichtshöfe unverändert an das Oberhaus zm" sendet, dieses denselben zur Grundlage der_ Epe debatte annimmt, in der letzteren aber ein AM dement bezüglich der Versetzbarkeit der Richter » bringt, welchem daS Abgeordnetenhaus zuftim wird. Der Minister des Innern, K. TiSza.P Rundschreiben an sämmttiche Municipien w» Obergespäne gerichtet, in welchen er sich oll Anhänger der municipaten Autonomie erklärt, glich zeitig aber als Bedingungen ersprießlichen Wir!es derselben opferwillige Thätigkeit vonfeite der Süd* Ausschüsse und treue Pflichterfüllung vonfeite Mt Beamten bezeichnet. Er fordert demgemäß die &1 wähnten auf, in ihrem Wirkungskreise in der ein» wie in der anderen Richtung thätig zu fein, ns. stellt von seiner Seite die strengste Ueberwachu» der Municipalverwaltung in Aussicht. In eine» ändern Rundschreiben an die Municipien sprichtjä der Minister für die Förderung des Vereinimcsee aus, fordert aber, daß die Municipien die ihn» zustehende Eontrole gewissenhaft üben, und thÄ ihnen zu diesem Behufe eine aus neun Punkten bestehende Instruction mit. Wir heben aus derselbe« hervor, daß nationale Vereine nur als literans# und kulturelle konstituiert werden, und weder drr Titel national, noch ausländische Wappen, Fari» oder Embleme führen dürfen. Mitglieder von politischen und Arbeitervereinen können nur ungari!* Staatsbürger sein; die Bildung von Zweigvorws ist diesen Vereinen nicht gestattet. Ansland. In der mürtemberiW” Abgeordnetenkammer hat Mittwoch ein Stück Äute kampf sich abgespielt. Ein Deputierter interpellier den (Kultusminister wegen der Ernennung des » wanger Sladtpsarrers Schwarz zum päpftW Hausprälaten, indem er darauf aufmerksam maP daß die Wahl dieses fanatischen Römlings Dekan von dem Bischöfe Hesele kurz vorher & morsen worden war. Der CultuSminister antmortS mit der überraschenden Mittheilung, daß dem W-rer Schrnarz die Führung des päpstlichen Titc» von der Regierung untersagt morden sei. Ein Artikel der berliner „Post" über 66 jüngste belgische Antwortnote bestätigt, wie herb» im übrigen auch gefaßt ist, die Meinung, daß zetf der äußere Anlaß, welcher den Zwischenfall her«l' rief, beseitigt, die wahre Intention der deut^ Regierung aber keineswegs durch die belgischen e? klärungen befriedigt worden ist. Es wurde betet-darauf hingewiesen, wie wenig rnillkommm Deutschland, das sich mitten in dem großen KatSt.; mit dem Vatican befindet, die Existenz eines M calen Cabinets fein kann, welches, wie das belgi'V in der DucheSne-Affaire mit einer Schonung f» die Ultramontanen verfährt, die gewiß, alle M' stände ins Auge fassend, eine übel angebrachte Der deutsch-belgische Zrnischensall hat das @86 daß er in Belgien selber die eine zeltlang la?i* gelegte Opposition zu erneuter Thätigkeit anM-Zeugnis dafür im erfreulichsten Sinne ist die « des früheren belgischen CabinetS-ChefS und heutig Führers der Opposition in der belgisch-« Kamnm. FröreOrban. Dieser Charakter kann ncht den Verdacht kommen, deS Fürsten Bis« Souffleurs zu bedürfen. Wenn er jetzt ofl«1 legenheiten versinkende klerikale Cabinet anf setzt er nur den Kampf fort, den er als fr p 6j( Politiker seit Jahrzehnten 9‘W belgischen Liberalen Ihre heimischen J« QuSgroben, leisten sie ihrem Vaterlande einen Dienst, btt weit über ihre Grenzen hinaus geschätzt werden wird. DaS neue französische Preßgesetz wird, tbjt der „Köln. Ztg." aus Paris telegraphiert wird, ti„ vorläufiges sein, den die Presse bedrückenden Belagerungszustand in allen Departements aufheben Ut,j> die Bestimmung enthalten, daß bis zum Erlaß tineg neuen PreßgesetzeS durch die zukünftigen Kam-tNern die Regierung das Recht habe, die Zeitungen t6cgtn bestimmter Verbrechen und Vergehen, na-ttit itlich auch wegen Beleidigung fremder Regierungen' und Angriffe gegen die Verfassung, zu unterdrücken oder zu suspendieren. Diese Beschlüsse tön» uur vom Ministerrathe erlassen werden, und Zeitungen haben das Recht, beim Stadtrath Berufung einzulegen. Wie der „GoloS" erfahrt, soll dem Sultan tiat Uebersetzung der Schrift des Engländers Far-ttt, über die türkische Finanzlage in die Dand gespielt worden sein und selbst dieses in Geld-ftcben unerschütterliche Phlegma überwunden haben, ktlftott jedoch Reformen ernstlich ins Auge zu fassen, fandet man auf den unbekannten Ueberfetzer, welker es gewagt, die Wahrheit einem Großherrn ver- fätznMich ru machen. qfn Port-au-Prince, der Hauptstadt der west-^dischen Jnselrepublik Haiti, wurde am 2. Mai *tt Versuch gemacht, die Regierung zu stürzen. Die %neräte Monplaisir. Pierre und «nce. welche «ufstand leiteten, wurden gelobtet. In aus-fertigen Blättern wird die Memung ausge^rochen, S die blutigen Auftritt- in der Neger.Repubü Haiti auf ultramontane Agitationen ruruckgefuhrt werden müssen, welche daraus abzielten, ein west. Fisches Paraguay zu schaffen, wo d« Jesuit auf curulischen Stuhle «giwtt fotinU. Die Thronrede des bra'tlia"*^en ftvisers zur Eröffnung der ordentlichen Kammer. K^on sprach bezüglich der anormalen Verhältnisse den Diöcesen von Olinda und Para, die leider ^ Skepnssivmaßregeln geführt h°b°N' die Hoffnung >6 daß der Papst nach genauer Kenntnisnahme > peinlichen Vorgänge das frühere gute E nver-Smn wieder herzustellen suchen werde. SUndtren-K reine der Kaiser auf die Unterstützung der Ammern, um den Verhältnissen entsprechende Gehe zu erlassen. (Man hat eben wenig Vertrauen >^die Einsicht PiuS IX.!)________________________________ Zur Tagesgeschichte. — «ur Kaiserreise. Am 13. Mai, 5 Uhr XtfS trifft der Kaiser in Fiume ein; der Gouverneur X, Szapary und der Hafencapitän v. Zambvni begeben sich N «0Tb ler Nacht „Miramar." um dem Kaiser zu melden, N alles zu seinem Empfange festlich bereitet sei. Hierauf SLt ter Kaiser die Landungsbarke, am Molo Adamitfch X er von der Klerisei und von den Spitzen der Civil-Militärbehörden empfangen; von dort geht die Fahrt X den Eorfo zur Residenz im R-gierungsgebaude, wo X shren-ompagnie aufgestellt ist. Um 7 Uhr wird soupiert. 8 Uhr ist Festv°rstellung im Theater, gegen 9 Uhr eine Xitfata durch die beleuchtete Stadt. Am 14. Mai um r- Vhr waenS besichtigt der Kaiser die Garnison, d.e M.-^^rgebäude und die Marine-Akademie. Um 11 Uhr ist Em-des Consulatscorps, der Repräsentanten der verschie-Lehranstalten und kroatischer und anderer Deputa-Hierauf Privataudienzen. Um 2 Uhr nachmittags 2%t in die Tabakfabrik; der Kaiser besteigt dann eine tNtfe um sich nach Zsurkowo zu begeben und einer Mmen-mit 50,000 Pfund Pulver beizuwohnen. Um V Ufir Rückkehr zum Marinr-Guberuium und Besichtigung ^M-dellsaales, um 6 Uhr Tafel; um '/.S Abfahrt zum VWbataBofe, bei der von den Vertretern fämmtlicher Be-und Körperschaften feierliches Geleite gegeben wird. Val* Md Provnizial-Ailgeleseicheite«. \ — (Die landschaftlichen Beamten.) In siebenten Landtagsfitzung beleuchtete Dr. Zarnik bei der Specialdebatte über die Administrationskosten näher die Verhältnisse und die Wirksamkeit der landschaftlichen Beamten. Da die Rede, welche Dr. Zarnik bei dieser Gelegenheit hielt, in mehrfacher Beziehung interessant ist. so theilen wir selbe hier in ihren Hauptzügen mit. Derselbe sagte: Schon Baron Apfaltrern hat in seinem Berichte über die barmherzigen Schwestern die richtige Bemerkung fallen lassen, die Schmeern nähmen eine Stellung ähnlich jener der landschaftlichen Beamten ein, denen wir einmal die Gehalte erhöht haben und die uns jetzt in jeder Session mit ihren Petitionen be-lästigen, die, weil wir ihnen den Finger hingehalte», jetzt nach der ganzen Hand greifen. Wir sind dieser Gesuche chon so überdrüssig, daß wir sozusagen darüber znr Tagesordnung übergehen. Aber, meine Herren, wir müssen auch untersuchen, ob diese Bitten gerechtfertigt sind oder nickt und ob sie mit der geleisteten Arbeit in richtigem Verhältnisse stehen. Nachdem die Regierung ihren Beamten die Bezüge ausgiebig erhöht, geht das Dichten und Trachten unserer Landesbeamten Tag und Nacht dahin, wie sie noch eine Erhöhung ihrer Bezahlung erhalten oder wie sie dem landschaftlichen Dienste entrinnen können. Der Landesans« chujj hat dadurch einen großen Fehler begangen, daß er so viel Stellen mit geringer Bezahlung geschaffen. Daher trachten alle Beamten, wie sie Nebenverdienste erwerben und nicht selten ist ihnen der Landesdienst schon zum Nebendienst geworden. Eils Stellen gibt es mit einem Gehalt unter tausend Gulden! Wie kann ein Beamter mit 500 fl. leben, wenn er Familie hat. und das ist bei der Mehrzahl der Fall, solange man nicht bei unfern Beamten die Ehelosigkeit zum Gesetze macht. Das bequemste Leben haben unstreitig die Beamten der Buchhaltung. Ich habe mich in dieser Beziehung bei einem Freunde informiert, der die Sache genau kennt, da er selbst zwei Jahre bei der Landesbuchhaltung gedient hat. Um neun Uhr gehen die Herren ins Amt, dort wird conversiert, nach zwölf Uhr verläßt man das Amt und wendet sich zu feinen Nebengefchüften. Die Herren denken: wie wir gezahlt sind, so arbeiten wir, und in einer Beziehung haben sie nicht Unrecht. Die Leutchen arbeiten gerate wie ich anderswo mich zu überzeugen Gelegenheit hatte. In Agram begegnete ich einem Freund, der auch bei der Buch-Haltung angestellt war, der schon um halb zehn Uhr spazieren ging. Ich fragte ihn, warum er nicht ins Amt gehe; er aber antwortet mir, das sei nicht so genau, der eine Beamte komme um diese, der andere um jene Stunde, wenn es ihm gerade beliebe, — der Gehalt sei am 1. des Monats doch sicher. Außer der übergroßen Anzahl von Beamten haben wir bei der Landesbnchhaltung auch noch Diurnisten. Wozu, frage ich. Könnten die Arbeit der Diurnisten nicht die Beamten selbst verrichten, sie werden sich doch nicht dieser Arbeit schämen, waren sie doch selbst Tag-ichreiber, bevor sie als Beamte angestellt wurden. Die Arbeit würde leicht von der Hand gehen, jedoch diese Herren arbeiten eben das ganze Jahr hindurch wenig und so häufen sich, besonders vor der Landtagssession, wenn man die Actenstücke ertig haben muß, jedesmal die Rückstände. Flugs nimmt man da Diurnisten auf. Auch wenig Disciplin herrscht bei den Buchhaltungsbeamten. Ich weiß, daß der Vorgesetzte ihnen ans Herz legte, auch nachmittags ins Amt zu kommen, wenn die Arbeit drängte. Aber sie antworteten: Die Amtsstunden sind nur bis 2 Uhr, nachmittag kommen wir nicht. Ein großer Misstand bei den landschaftlichen Beamten ist auch der, daß es keinerlei Vorrückung gibt. Nur wenn einer stirbt, rückt sein Hintermann vor, übrigens muß man 40 Jahre dienen und nur die Quinquennalzulageu erhöhen den Gehalt. Ich bin der Meinung, daß man den Beamten leicht, ohne dem Lande neue Kosten zu verursachen, den Gehalt erhöhen könnte. Man entlasse die Diurnisten und ihre Arbeit sollen die Beamten selbst verrichten, ans den für Diurnisten ersparten Summen können ihnen Activitäts-zulageu gegeben werden. Ich stelle demnach den Antrag: „Der Landesausschuß wird beauftragt zu untersuchen, ob es nicht möglich fei, einige Diurnisten zu entlassen und aus dem somit ersparten Gelte den Beamten, die unter 1000 fl, Gehalt haben, Activitätszulagen zu geben." Bei der Abstimmung wird der erste Theil des Zarnik'schen Antrages (Entlassung einiger Diurnisten) angenommen, der zweite Theil (Activitätszulagen) bleibt in Minorität. — (Zur neunten Landtagsfitzung.) Zu unfetem gestrigen Berichte tragen wir noch folgendes nach : Aus der Tagesordnung stand zunächst der Bericht des Landesausschusses wegen Bewilligung von Gemeide-Umlagen in Trata, Neumarktl, Planina und Sturia. Der Gemeinde Trata im Steuerbezirke Bischoflack wird pro 1875, 1876 und 1877 die Einhebung einer 33perccntigen Umlage auf alle directen Steuern bewilligt. Der Marktgemeinde Neumarktl wird für das Jahr 1876 die Einhebung einer 40percentigen Gemeinbernnfoge von der Grund-, Haus-klafsen-. Hauszins-. Erwerb- und Einkommensteuer fammt Staatszufchlägen in der Gemeinde Neumarktl bewilligt. Der Gemeinde Planina im Steuerbezirke Wivpach wird für das 1876 die Einhebung eines 30percentigen Verzeh -rungsstenerzuschlages vom Weine bewilligt. Der Gemeinde Sturia im Steuerbezirke Wippach wird für das Jahr 1875 die Enthebung eines 30percentigen Zuschlages aus die Verzehrungssteuer vom Weine, Wein- und Obstmoste und vom Fleische bewilliget. Die Anträge werden ohne Debatte angenommen. Abg. D e s ch m a n n berichtet namens des Landesausschusses über die Ermächtigung zur Ertheilung von Subventionen in Beträgen über 1000 fl. für einzelne Straßenobjecte. Die Ermächtigung wird ertheilt für solche Straßenbauten und Straßenobjecte, deren baldigste Ausführung im Verkehrsintereffe dringend geboten ist, gegen nachträgliche Rechtfertigung beim Landtage und unter entsprechender Berücksichtigung der Verkebrsbedürsniffe im Lande. Abg. Bleiweis berichtet namens des volkswirtb-schastlichen Ausschusses inbetreff der Errichtung einer nie-dem Ackerbaufchule in Untertrain. Der Ausschuß stellt folgende Anträge: 1. Der von Vinc. Smola angebotene Gütercomplex Stauden wird als das geeignetste Schulgut erklärt. 2. Der Landesausschuß wird beauftragt, mit Rücksicht auf die Erklärung des Herrn Smola vom 24. April 1875, und unter Voraussetzung der Staatssub-vention von 20—30,000 fl., sofort in die Kaufverhandluug einzutreten und deren Abschluß unter Anstrebung möglichst vorteilhafter Bedingungen für das Land fo zu beschleunigen, daß die Schule noch im diesjährigen Herbste eröffnet wird. 3. Nach Abschluß des Kaufvertrages hat der Landes« ausfchuß eine Flüssigmachung der zugesicherten Staatssub-vention einzuschreiten. 4. Sobald alles im Artikel 3 gesagte geordnet ist, hat der Landesausschuß zur Besetzung des erforderlichen Lehr- und Wirthschaftspersonales im Concurs-wege zu schreiten. (Fortsetzung folgt.) — (Zehnte Landtagssitzung.) Beginn der Sitzung 10 Uhr 30 Min. Gegenwärtig der Landeshauptmann und 30 Abgeordnete. Als Regierungsvertreter R. v. Widmaun und RegiernngsrathHotschewar. Die Verlesung des Protokolles der letzten Sitzung wird morgen vorgenommen werden. Hofrath R. v. Widmann erhebt sich zur Mittheilung, er habe auf feine gestern nach Lissa geleitete Anfrage, ob Se. Majestät eine Deputation des krainischen Landtags in St. Peter empfangen wolle, vor wenigen Minuten vom Generaladjutanten Sr. Majestät die Antwort erhalten, der Kaiser müsse die Absicht eine Begrüßungsdeputation in St. Peter zu empfangen wegen vorgerückter Nachtstunde dankend ablehnen. Hiemit entfällt auch die Wahl der Begrüßungsdeputation. Auf der Tagesordnung stebt zunächst der Bericht des Schul-ausschnsses, betreffend den Gefetzentwurf wegen Aufhebung der vor Wirksamkeit des Landesgesetzes vom 29. April 1873 bestandenen Giebigkeiten für öffentliche Volksschulen. Der vom Abg. Obrefa eingebrachte Gesetzentwurf verlangte die imperative Aushebung der zu Schulzwecken noch bestehenden Giebigkeiten. Der Landesausschuß dagegen sprach sich in seinem Berichte darüber für die fakultative Aufhebung der erwähnten Giebigkeiten aus, indem er es der Beschlußfassung der Schulgemeinden überlassen will, diese Giebigkeiten entweder vollkommen aufrecht zu erhalten, oder selbe theilweise ober ganz aufzulassen und den hiedurch entstehenden Ausfall für die fachlichen Erfordernisse im Wege der gewöhnlichen Gemeinde-Umlagen aufzubringen. Der Schulausfchuß empfiehlt dem Landtage ebenfalls die facul« tative Aufhebung der Giebigkeiten und schlägt vor, im Falle der Sanctionierung dieses Gesetzes anstatt der 14perz. Normal» schulsondsumlage eine solche von 15% einzuheben. Der Landtag ertheilt dem Gesetzentwürfe nach einigen durch Re-gierungsrath Hotschewar empfohlenen Textänderungen seine Zustimmung. (Schluß folgt.) — (Versteigerung von Sucht rin dem.) Herr Friedr. Seunig, Ausfchußmitglied der krain. Landwirih-schaftsgefellfchaft. hat. wie uns aus St. Marein bei Kind, berg gemeldet wird, 18—20 Zuchtrinder der mürzthaler Rasse angekauft. Dieselben treffen nächster Tage mit der CLdbakm in Laibach ein und weiden Samstag den 15. l.M. im Stalle zum „baierischen Hofe" an der Wienerstraße zur Ncitation gelangen. — (Prof. SB. Döring 's Nebelbilder.) Wir hatten gestern Gelegenheit im biefigen Theater einer Vor-stellung des genannten Herrn beizuwohnen und überzeugten uns, daß dieselbe seinen vorausgegangenen Ruf rechtfertigte. Tie Bilder werden tut* einen ungewöhnlich großen Apparat in einer efsectvollen und naturgetreuen Weise wiedergegeben, wie es eben nur die kunstvolle und mit großen Kosten verbundene Ausführung möglich macht. Die geographischen und naturwissenschaftlichen Tableaux werden mit erläuterndem Texte begleitet, so daß hauptsächlich Schulen und Lehranstalten das größte Interesse daran hätten, diese Vorstellungen zu besuchen. Chromatropen oder chinesische Farben-spiele, plastische und humoristische Bilder reihen sich in angenehmer Abwechslung mit herrlichen Landschaften an einander. Wir empfehlen daher besonders Eltern und Lehrern, auch der Jugend den Besuch dieser Schönes und Nützliches bietenden Vorstellungen zu ermöglichen. Die gestrige eiste Vorstellung war, wol des herrlichen Maiabends halber, nur spärlich besucht; hoffentlich werden die noch folgenden beiden Vorstellungen sich recht zahlreichen Besuches erfreuen, sie verdienen es. Wir machen hierdurch auf die im heutigen Blatte stehende Annonce der Herren Kaufmann & Simon in Hamburg besonders aufmerksam. Es handelt sich hier um Original-Lose zu einer so reichlich mit Hauptgewinnen ausgestalleten Verlosung, daß sich auch in unserer Gegend eine sehr lebhafte Vetheiligung ooranssetzen läßt. Dieses Unternehmen verdient das volle Vertrauen, indem die besten Staatsgarantien geboten sind. Verstorbene. Den 10. Mai. Helena Sittel, Bürgerpfründners-Ealtin. 59 I . Gradischavorstadt Nr. 22 und Maria Tauzher, ^Realitäten« und Gutsbesitzerswitwe. 69 I., Kapuzinervor-ftadt Nr. 95, beide an der Lungenlähmung. — Ignaz Rejch, Messerschmied, 42 I., Civil,'Mal, chronische Lungentuber--culose. Witterung. Laibach, 11. Mai. Schöner Morgen, vormittags zunehmende Bewölkung, seit 11 Uhr Regen, schwacher Ost. Wärme: morgens 6 Ubr + 12-8", nachmittags 2 Uhr + 136» C. (1874, f- 8 0°; 1873 + 18 0° C.) Barometer im Steigen 74260 Mm. Das gestrige Tagesmittel der Wärme 18'1", um 51° über dem Normale. Angekommene Fremde. Am 11. Mai. Hotel Stavt Wien Arueg, Rath; Strauß, Reis ; Heinz, und Kaiser, Wien. — Barthelme, Kfm., Gottschee. — Verderber, Kronau. — Murgel, k. k. Adjunct, Planina. — Bafsani, Budapest. — "(toßlett, Trifail. — Hans-maninger, Weinhändler, Marburg. — Kleinschuster, Fabrikant, Marburg. — Rupert, Graz. Hotel Elefant. Skodler, Direktor, Graz. — Beck, k. k. Major, Triest. — Poliui Caroline und Colloredo, Udine. v. Stoff, k. k. Lieutenant, Rudolfswerth. väterlicher Hof. Winke, Wien. Kaiser von Lesterreich. Pillinger, Trifail. — Podovan, Italien. Mohre«. Schauer, Forstmann, Weißenfels. — Prahil, Bahnansseber, Pettau. Gedenktafel über die am 14. Mai 18 7 5 statlfindenden Lici-lationen. 3. Feilb., Bilz'sche Real., Feistriz, BG. Feistriz. — 2. Feilb., JaneZic'sche Vital., Oberseedorf, BG. Saas. — 2. Feilb., Sustersic'sche 'Jieal., Lipsein, BG. Laas.— 2. Feilb., Henk'jche Real., Podpec, BW. Oderlaibach. Telegramme. Berlin, 10. Mai. Ter russische Kaiser ist um halb 1 Uhr ei» getroffen und wurde am Bahnhofe vom Kaiser, den Prinzen und Staatswürden-lrägern empfangen, von der Volksmenge enlhusiastisch begrüßt. Er stattete der Kaiserin seinen Besuch ab, welche denselben im Hotel der russischen Botschaft erwinerte. Abends besuchte der Czar und Fürst Gortschakoff den Reichskanzler. Die .Post" sagt über das Complott gegen Welt- 1873 Ausstellung s »SB ^fiOIEU^S Wien. (167) 75-27 Frische Füllung aus der Ofner Raköczy-Mineräl-Bittersalz-Quelle. Dieses Mineralwasser, welches im Laboratorium der könißl. ungar. Universität sowie durch berühmte in- und ausländische Professoren chemisch genau untersucht wurde, „ , . - _ ,, , ... Das natürliche Ofner- Rakoczy-Mineral- ent lullt un mineralischen Bestandt heilen in 1 Pfund ä 32 Loth oder 7680 wiener Gran : Schwefelsäure Magnesia...................................159*617 Schwefelsaures Natron '.............................111*071 Schwefelsaures Kali . . . 1*167 Clornatrium .............................................12*972 Kohlensäuren Natron........................................ 4*496 Kohlensaurer Kalk.......................................... 8‘867 Eisenoxyd und Thonerde .............................. 0*051 Kieeels&ure................................................ 0*998 Freie und halbgebundene Kohlensäure........................ 1'9C 300*335 Bitterwasser wird Ton Dr. Walla, I'rimarant zu St. Kochus, und von Dr. Fronrelsz, ofner Stadt-Oberphysicus, mit ganz besonderm Erfolg angewendet: 1. bei Uuterleibskrankheiten, nemlich Leber- und Milzanschoppungen, Hämorrhoidalleiden, Stuhlverhaltung; 2. bei chronischem Magen- und Darmkatarrh, Gelbsucht; 3. bei Circulationsßtörungen, Athraungsbeschweiden, namentlich wenn selbe Congestionen nach verschiedenen Organen bewirken ; 4. bei Gicht, um die Aus- und Absonderunge-Th&tigkeit und hiemit den Stoffwechsel zu beschleunigen; 5. bei chronischen Hautausschlägen, leichteren Graden von Skrophulose; 6. bei fettiger Entartung des Herzens; 7. gegen Fettansammlung überhaupt; 8. bei Erkrankungen der weiblichen Sexualorgane. In Anbetracht, dass dieses ansgezeichuete Mineralwasser wegen seinem unübertrefflichen Reichthume an schwefelsaurer Magnesia (Bittersalz) bin heute alle in- und ausländischen Bitterwässer weit übertrifft, kann es einem leidenden und hilfesuchenden Publicum bestens und gewissenhaft empfohlen werden. Die Brunnen-Verwaltung der Eäköczy-Quelle Ofen. Hauptdepot bei den Eigenthümern Gebrüder Loser in Budapest und Triest. bei Ilnnptnicilerlage für das hronluml Krain bei Herrn Peter Lassnik in Laibach. Sonst zu haben: bei den Herren: Jakob Schober und Michael Kästner in Laibach : Jul. Plautz und Baumbach’sche Apotheke in Cilli; Joh. Barthelme in Uottschee; Eug. Mayr in Wippach; J. Kenda in ltudolfswerth; Adolf Jahn, Apotheker in Stein. Bismarck und den CultuSministcr, polnische Geistlich seien die Anstifter. Paris, 10. Mai. Die Agentur „HaoaS" «r-sichert, Deutschland habe keinerlei Vorstellung o Frankreich gerichtet; zwischen beiden Regürungeil k-stehe keinerlei Ursache zu einem Conflict. Stockholm, 10. Mai. Drei Minister fionierten, morgen wahrscheinlich Neubildung Cabinets. ______________ Telegraphischer Lursbericht am 11. Mai. Papier-Rente 69 50 — Silber-Rente 74-40 — 1! Staats-Anlehen 11150 — SBantactien 964.— Lndit - London 11145 — Silber 102-85. — K. k. M» Ducatcn 5-ü8*/». — 20-Francs Stücke 8 91. — 100 Ä# raart 54 50 Ein seit längeren Jahren in einer größeren Oesterieicbs bestehendes (329) 2-1 Eiskligeschäst nfb|t S"pyereil)oni im besten Betriebe, mit jährl. Umsätze von circa fl. i ist wegen Domicilsveranverung unter billigen Bedinge zu verkaufen. Näheres auf nickt anonyme briefliche i frage unter Chiffre B 8765 durch die Aniioncen-Exp " von Rudolf Mosse in Wien, I., Seilerstätte 2. Man biete dem Glücke die Hand! 3»5,000 R.-Marl oder 318, »50 fl. Hauptgewinn im günstigen r’alle bietet die aller* neueste grosse Geld - Verlosung. welche von der hohen Regierung genehm# und garantiert ist. Die vortheilhafte Einrichtung des neuen Planes derart, dass im Laufe von wenigen Monaten liunä 7 Verlosungen 49,500 Gewinne zur sicheren Entscheidung kommen, darunter befinden sieh Haupttreffer von eventuell R.-M. 3 V3,000 oder Guidec 91 9,750 S. W., speciell aber Gewinn Gewinn Gewinn Gewinn 1 Gewinn 1 Gewinn 1 Gewinn 3 Gewinne 1 Gewinn 2 Gewinne 1 Gewinn M. M. M. M. M. M. M. M. M. 8 Gew. 8 Gew. 12 Gew. 34 Gew. 40 Gew. 203 Gew. 412 Gew. 512 Gew. 597 Gew. 1<\300 Gew. etc. M. 15,»". V J:-f M. WflM I m, 12 M. 250,000, M. 125,000, 80,000, 6'i.OOO, 50.000, 40.000, 36.000, 30.000, 24.000, 20,^00, 18/00, Die Gewinnziehungen sind planmässig amtlich gestellt. Zur nächsten ersten Gewinnziehung dieser gro: vom Staate garantierten Geld-Verlosung kostet 1 ganzes Uriginal-Los nur Mark 6 oder fl. 3 50, 1 halbes » • »3 * • 175, 1 viertel » . » 1 '/i ‘ ‘ —^0- Alle Aufträge werden sofort gegen Einsendui Posteinzahlung oder Nachnahme des Betrages mit ilti grossten Sorgfalt ausgeführt und orhillt jedermann uns die mit dem Staatswappen versehenen Original— selbst in Bünden. Den Bestellungen werden die erforderlichen amt liehen I’liine gratis beigefügt und nach jeder Ziehuaf senden wir unsern Interessenten unaufgefordert 3 I clie Listen. Die Auszahlung der Gewinne erfolgt stets unter Staatsgarantie und kann durch directe düngen oder auf Verlangen der Interessenten unsere Verbindungen an allen grösseren Plätzen Oi reichs veranlasst werden. Unsere Collecte war stets vorn Glücke b< und hatte sich dieselbe unter vlelfin anderen MUt tenden Gewinnen oftmals den ersten Haupttrettff zu erfreuen, die den betreffenden Interessenten di ausbezahlt wurden. , . . Voraussichtlich kann bei einem solchen au. solidesien Haiti* gegründeten L^rne“™? überall auf eine sehr rege Betheiligung nu esi heit gerechnet werden, und bitten Aufträge ausfiihren zu können, uns^ Jte 88 baldigst und jedenfalls vor dem zukommen zu lassen. Uiv ---------_ « 18. Mai d. J-(335) 10-1 Kaufmann & Kank- und Wvchsclgcschflft in Dam Ein- und Verkauf aller Arten Staatsobligationcn. bahnactien und Anlehens. Druck von Jg. v. Äleinmaot tc Ft». Bamdrrg. IBerleper Cttemar Vantberg. Für die ifiebactiot: cerantrocrtltcb: Franz