Nr. 226, Mittwoch, 2. Oktober > 901. 126. Jahrgang. Mbacher Zeitung Prännm^an^lgpltll!: Mit P ottvc ri e » r u i> g: «anzjädrig »',> li, hülbittliriss 1.', l<. Im Kontor: ga>.ziöl,rig 22 X, 5al5'c!l,:in 11 X. Für die Zustellung ini ^a»? »ai'.zjührig 2 X, — Iusertiov.oyrbkhr: ^für llcinc Iolerntc dit »>> 4 Zellen ^>!' b, qros^re vcr <^'ile li >,: bei üiteren Wiet>erlio>ü!>s>en »er jieile ^, f, Tie «Lailiacher Zeitung» crlckcinl läglici,, mit «»«„ahme der 2on»- und ssrirrtagr. Die Administration bcfindlt sich Kongretzplay Nr, 2, d!e Mcdaltlon Dalmatinnasse «r. Kl. Tpreckslunden ber »iedaltiun vo» « l>i? 10 Ul,r vo>« mitlllss«, U»!raülierie Brielc werden nictit ai'linwünm'ii, Man^ttripis nichl ziulicknestellt. Mchtamtlicher Geil. Die mazedonische Frage. Wien, 30. September. Tic Begegnuua, zwischen Herrn v. Izvolskij uild Baroil Ährenthal, lr>elche den Charakter der größten Herzlichkeit an sich lrlig, bot diesen beideil Staatslnännern Gelegenheit zu einelii ^leiillulgs-austausche, welcher die politische Lasse Europas ini allgemeinen nnd ganz besonders jene Fragen nm-faßte, ans die sich das Einvernehmen der beiden Kabinette hinsichtlich des Balkans bezog. Der, Alis-drnck dieses Einverltehniens war, das Programm von Mürzsteg. Seit danials haben sich die beiden Regierungen fortgesetzt bemüht, es zur Dlirchfüb-rnng zu bringen, nnd insbesondere in letzter ^eit ist in dieser Richtung ein wichtiger Schritt geschehen: Die Botschafter Österreich?Ungarns und R'lißlands in Konstantinopel haben ihren .Kollegen einen Entwurf mitgeteilt, der die Verbesserung der Rechts-Pflege in den mazedonischen Vilajets bezweckt nnd der gegenwärtig uon dell Vertretern der Mächte geprüft wird. Tie Unterstützuug, welche das von den beideil Regierungen nnternommene Werk bei den anderen .Kabinetten stets gefunden hat, die versöhnlichen Absichten, von denen sie alle getragen sind, bieten eine Bürgschaft dafür, daß die gegenwärtig in Konftantinopel gepflogenen Besprechungen, zu einer Vereinbarling führen werden, welcher sich anzuschließen die Pforte alles Interesse hätte. Um das Werk der Pazifikation in Mazedonien zu erleichtern uud die Schwierigkeiten zu beseitigen, die sich ihm entgegensetzen, haben sich die beiden Minister ferner über eine Demarche geeinigt, mil welcher ihre Vertreter bei den Balkanstaaten betrant wurden. Der Zweck dieses Schrittes, der ohne Verzug zur allgemeineil Kenntnis gebracht werden soll, ist, einer irrtümlichen Interpretation des dritten Pnnk-tes des Mürzsteger Programmes ein Ende zu machen nnd dadnrch den Agitatoren jeden Vorwand zur Anfachung des bedauerlichen Dampfes zwischen den christlichen Nationalitäten Mazedoniens zu benehmen. Tie Vertreter Österreich - Ungarns uud Rußlands ill Athen, Belgrad nnd Sofia haben folgende Weiiuug erhalten: Der blutigeKampf zwischen den christlicheil Nationalitäten, dessen Schauplatz in den letzten Jahren Mazedonien ist, mnßtc notwendigerweise die ernste Aufmerksamkeit der an dem Reformwerke beteiligten beiden Mächte auf sich lenken. Seit einiger Zeit habeil die ursprünglich gegen die ottomanische Regierung operierenden christlichen Banden ihre Richtung geändert, und ihre terroristische Tätigkeit gegen die Christen selbst gekehrt, nm sie zn zwingen, ihre Nationalität nnd ihre Religion aufzugeben nnd jene anzlinehmen, für welche die Banden eintraten. Zahlreiche An zeichen, vor allem die ausdrücklichen Kundgebungen der revolutionären Komitees und der Balkanpresse scheinen zn zeigen, daß diese verbrecherische Bewegung mindestens zum Teile durch eiue irrtümliche, aber leider sehr vorbreitete Auslegung des Artikels !> des Mürzsteger Programmes hervorgerufen ist, welcher lalltet: „Sobald eine Beruhigung des Bandes festgestellt, sein wird, ist von der ottoina^ nischen Regiernng eine Ändernng ill der territoria leil Abgrenzung der Verwaltungsbezirke im Si'nm einer regelmäßigeren Gruppierung der verschiedenen Nationalitäten zu verlangen." Indem die revolutionären Komitees die Angriffe gegen die ottomanische Regieruna. aus ihrem Aktionsprogramme ausschlössen und an ihre Stelle die nationale Rivalität setzten, handelten sie offenbar in der Absicht, die territoriale Sphäre ihrer Nationalität zn erweitern in der Hoffnnnss, daß diese Ausdehnnng, wenn auch viel mehr künstlich nnd dnrch Gewalt erzwungen, als dem freien Entschlüsse der Bewohner entspnngend, sie als Grnnd-lage des für die im Artikel tt des Mürzsteger Pro- grammes vorgesehene territoriale Abgrenzung dic-ueu und die Sanktion der Ententemächte erlangen könnte. Ohne zu nntersnchen, ob dieses Mißverständnis im guten Glanben entstanden ist oder nicht, halten es die Kabinette von Wien uud Petersburg für notwendig, ein- für allemal folgendes festzustellen: 1.» Veränderungen in der territorialen Abgrenzung der Verwaltuilgsbezirke köuuen der hohen Pforte nach dem Terte des dritten Pnnktes des Mürzsteger Programmes erst nach Feststellung der Beruhiguug des Landes angeraten werden. Die Ententemächte sind nnn übereinstimmend der, Ansicht, daß die Feststellung der Beruhigung das vollkommene Verschwinden der Bandelt nicht nur für einige Monate, sondern für eineil längeren Zeit-ranm zur Voraussetzung habe, so daß die fragliche Abgrenznng erst nach danernder Pazifizieruna. des Landes eingeleitet werden könnte. 2.» Der Artikel 3 ist irrtümlicherweise in dem Sinne ausgelegt worden, daß die Ententemächte die Absicht hätten, gewissermaßen an eine Teilnng des Landes nach nationalen Sphären zn schreiten. Insbesondere diese Idee scheint die, Aktion der Banden geleitet zu haben, welche darauf abzielte, die küuftigen Sphären ilirer Nationalität zum Nachteile der anderen Rassen möglichst auszudehnen. Bei diesem Stande der Dinge halten es die Ententemächte für ihre Pflicht, zu erklären, daß sie niemals die Absicht hatten, der Hohen Pforte die Schaffllng von nationalen Sphären in Mazedonien anzuraten lind daß die Bestimmnngen des Artikels :! des Mürzsteger Programmes nur auf eiue verhältnismäßig geringfügige Änderung zum Zwecke der Erleichterung der Tätigkeit der Lokalbehörden abzielten. A.) Die Abgrenzung, welche die Ententemächte im Auge haben, welches immer ihr Charakter oder ihre Ausdehnung sein möge, werde in keinem Falle anf angebliche nationale Verschiebnngen Rücksichten Feuilleton. Varka möchte schlafen. Vo» Anton 6chor>. Aus dem Russischen vou M. u. Karlov. (Nachdruck verholen.) Es ist Nacht. Das Kindermädchen Varka, ein Mädlheu von ungefähr 1:5 Jahren, schaukelt das Kind in der Wiege nnd singt kaum hörbar: „Baju — bajiM — baju,* singe dich m süße Ruh!" Vor dem, Heiligenbild brennt die grüne Lampe- durch das ganze Zimmer, von einer Ecke zur anderen, ist ein Seil gespannt, auf dem Win-delu llild eiue große, schwarze Hose hängen. 'Die kleine Lampe wirft einen großen, grünen Fleck anf die Zimmerdecke nnd die Wickeln und die Hose werfen laiige Schatteii anf den Ofen, anf die Wiege, auf Varka . . . Das Kiud weint. Es ist schon ganz heiser vom langen Schreien, aber es schreit trotz alledem weiter. Und es ist gar nicht abzusehen, wann es endlich aufhören wird. Und Varka möchte schlafen . . . Die Aligen fallen ihr zn, der Kopf sinkt ihr hin^ unter, der Nacken tut ihr weh . . . sie kann weder die Wimpern, noch die Lippen bewegen, ihr Gesicht ist ganz ansgetrocknet nnd unbeweglich wie von Holz, so daß ihr Kopf ganz znsammengeschrnnwft ist wie der Kopf einer Stecknadel. „Bajn — bain^ki ^ bajn!" singt sie kaum hörbar, „Ka^ka koch ich dir im Nu." .Im Ofen zirpt die Grille. Im Mbcnzimmer * Schnaps. fchnarchen der- Meister und sein Geselle Afanatje . . . Die Wiege knarrt traurig, Varka siugt leiser und alls allen diesen Geräuschen entsteht eine ein-schläfernde Melodie, die sich so schön anhört, wenn man im Bette liegt, aber so regt sie nnr ans nnd bringt einen heruuter, weil sie schläfrig macht und man doch nicht schlafen darf. Wenn Varka, was Gott verhüte, einschliefe, würde die Fran sie schlagen. Das Licht des Lämpchens flackert . . . Der grüne Fleck und die Schatten bewegen sich hin nnd her vor den halbgeschlossenen Augeu des jungen Mädchens nnd verschwimmen in ihrem halbeingeschläferten Gehirn zn Nebelbildern. Sie sieht am Himmel dunkle Wolken, die einander nachlaufen und schreien wie ein Kind. Aber plötzlich bläst der Wind, die Wolken sind verflogen und Varka sieht eine breite, mit tiefem Kot bedeckte Chaussee, auf der sich eiue lauge Reihe voll Wagen hinzieht, und Leute mit Rucksäcken anf dem Rücken bewegen sich darauf, vor lind hinter sich Schatteii werfend; zn beiden Seiten, dnrch einen kalten, eisigen Nebel, sieht man den Wald. Plötzlich fallen die Lente mit den Rucksäcken nnd die Schatten anf die Erde in den ^traßenfchmutz. „Warum?" fragt Varka-------> „Schlafen, schlafen!" — antworten sie ihr nnd sie schlafen fest ein, schlafen süß, und auf den To legraphendrähten sitzen Krähen nnd Elstern nnd schreien wie ein Kind nnd geben sich Mühe sie anfzuweckeu. „Baju baju^ki — baju, schlaf in süßer Ruh!" singt Varka und sie sieht sich in einer dunklen, schwülen Izba, Anf dem Boden wälzt sich ihr verstorbener Vater Efim Stepanov hin und her. Sie sieht ihn nicht, aber sie hört, wie er sich anf dem Boden vor Schmerzen hernmwirft und stöhnt. Er sagt „sein Bruch habe sich verschoben". Die Schmerzen sink so stark, daß er kein Wort sprechen kann, sie sind so stark, daß er die Luft tief und lang einzieht und sie dann mit einem tronnnelähnlichen Geränsch der Lippen roieder ansstößt. — Bil — bii - bu . . . Die Mlltter Pelagje ist znm Herrenhaus gelaufen, um zu sagen, daß Efim im Sterben liegt. Sie ist schon lange fort und es ist die höchste Zeit, daß sie wiederkommt. Varka liegt anf dem Ofen, schläft nicht und borcht auf des Vaters „bu — bu — bu". Aber da hört sie, wie jemand sich der Izba nähert. Es ist der Herr mit dem jungen Doktor ans der Stadt, der bei ihm zu Bestich weilt. Der Doktor kommt herein, sie kann ihn in der Dunkelheit nicht sehen, aber sie hört, wie er hustet und die Tür zuschlägt. „Zünde Licht an," sagt er. Pelagje tastet nach dem Ofen und sucht die Zündhölzer. Eine Minute herrscht Schweifen. Der Doktor wühlt iii seiner Tasche nnd zündet eines seiner eigenen Streichhölzer an. „Gleich, Väterchen, gleich", sagt Pelaaje und eilt Hinalis aus der Izba und kommt nach einer Weile mit einem Stück Kerze zurück. Efims Backen sind rot, seine Augen glänzen nnd haben einen starren Blick, als ob er die Izba und den Doktor durch nnd dnrch sähe. „Was ist los. — Was sind das für Geschich. ten?" sagt der Arzt, indem, er sich über ihn beugt. „Hast dll, das schon lange?" „Was los ist? — Meine lchtc Stunde ist gekommen, Euer Gnaden' ich werde nicht mehr leben . . ." (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 226. 2102 2. Oktober 1907. nehmen können, welä)e die terroristische Tätigkeit dor Bauden hervorgerufen haben winde. Weder die Vorteile noch die Verluste, welche für die eine oder die andere der rivalisierenden Nassen aus dieser Tätigkeit entsprungen sind oder daraus entspringen werden, werden als Basis für die fragliche Abgrenzung dienen können. Diese wird sich vielmehr anf den Grundsah des Status quo ante und auf die ernsten unparteiischen Lokalerhebnngeu stützen müssen. Die beiden Ententemächte, welche die schwere Aufgabe der mazedonischen Reformen, auf sich genommen haben, waren wiederholt in der Lage, zu erklären, daß sie keinerlei Einmischung der lokalen Elemente in das Reformwerk zulassen würden, die etwa darauf abzielen sollte, denselben eine den Absichten der im Einvernehmen mit den anderen Mächteil vorgehenden beiden Negierungen entgegengesetzte Wirkung zu geben. Jede Banden-tätigkeit in den drei Vilajets könnte die Situation so erschweren, indem sie die Hohe Pforte zu einer vollkommen gerechtfertigten Verstärkung ihrer Ne-pressivmasn'egeln veranlassen würde, und könnte die Realisierung der für das Wohl uud die Interessen der christlichen Bevölkerung so nötigen Reformen nnr verzögern. Die Einstellung der Feindseligkeiten unter der mazedonischen Bevölkerung stellt sich als notwendig heraus und die beiden Mächte, welche diesen Än?einandersewina,en und Erklärungen eine große Bedeulnng beimessen, haben es für nötig gehalten, dieselben zur Kenntnis der Regierungen der Balkanstaaten zu bringen. Sie hoffen, daß diefe Regierungen den Andeutungen und Ratschlägen, welche sie ihnen in deren eigenem Interesse erteilen, Gehör schenken und sich bemühen werden, jeder Unterstützung, welche die mazedonischen Banden von seiten ihrer Konnationalen finden sollten, ein Ende zu bereiten. Ich fordere Sie auf, im Einvernehmen mit Ihrem russischen Kollegen sich in diesem Sinne dem Minister des Äußern gegenüber ausznsvrechen und ihn ersuchen zu wollen, diesen Erklärungen zu einer möglichst großen Publizität zu verhelfen, um dadurch zur Beruhigung der rivalisierenden Nationalitäten beizutragen. Politische Uebersicht. Laibach, I.Oktober. Die „Neue Freie Presse" sagt vom verstorbenen Großherzog Friedrich von Baden, er sei eine Monumentalgestalt aus einer der glorreichsten Epochen deutscher (beschichte gewesen, einer von denen, die mitarbeiten an der Entwicklnng der Geschicke der Nation. AIs ehrwürdigster Verwandter des deutschen KaiserhofcZ war und blieb er auch der willkommenst'.' Ratgebor, und in: eigenen Lande der nnermüdlich gütige uud weise Förderer des Wohlstandes, dor Bildung, des uatio-naleu und des liberalen Gedankens. Er war das Vorbild eines echten deutschen Fürsten. — Das „Fremdenblatt" würdigt die Verdienste de5 Groß-Herzogs um die Aufrichtung des deutschen Kaisertums. In seiner Persönlichkeit mischte sich politischer Iustint't und nationales Gefühl mit, einein demokratischen Humanismus süddeutscher Färbung, dem als angeborenes Ausdrucksmittel eine reiche und warme Sprache eigen war, fähig die ethischen Tiefen der Volksseele aufzurühren. Er war das vielverehrte Urbild eines deutschen Fürsten; die große Popularität, deren Träger er war-, galt auch dem Hüter deutscher Geistesideale. In einem Interview mit einem Vertreter der „Tribuna" bestätigte der Minister des Äußern T ittoni in der bestimmtesten Weise, daß er die Frage der Intervention des Heiligen Ttnh -l e s auf der H aager K onfe r enz niemals in Erwägung gezogen hat und daß diese Frage der Regierung niemals vorgelegt worden war. Au5 St. Ehamond wird gemeldet: Arbeitsminister Vriand hielt in einer Versammlung der hiesigen so zi a l d em o k r a t i sch cn Vereinigung eine Rede, in der er unter anderein, sagte, heute wie früher sei er der Ansicht, daß das Zusammenarbeiten der sozialdemokratischen Partei mit den anderen Parteien der Linken eine unerläßliche Bedingung für einen politischen, wirtschaftlichen und sozialen Fortschritt sei. Man dürfe die Sozialdemokratie nicht mit der Revolution verwechseln. Seine, Briand5, Antwort gegenüber den Reaktionären sei, daß die Sozialdemokraten immer bereit seien, Frankreich zn verteidigen und daß es ein Verbrechen wäre. Frankreich im Augenblicke der Gefahr im Stiche zu lasfeu. Der militärfeiudliche ,hervei5mu5 sei keine sozialdemokratische, sondern eine anarchistische Doktrin, die von den intransigent testen Sozialdemokraten bekämpft werde. Die Ver-snnnnluug uahm eiue Tagesordnung an, welche die Au5führniM'n Brians billigt und die antipatriotische Theorie zurückweist. Der Minister wohnte hieranf einem Volksbankettc bei. Tagesneuigleiten. - (Teure Küchen.) Kostbar ist die Küche de5 nissischen Kaisers, der bald nach feiner Thronbesteigung I.MN.sW Kronen für deren Umgestaltung und Cinnchtnna. ini Winterpalast zu Petersburg aufwen-dete. Die Kochgeräte sind aus gediegenein Silber gearbeitet. Eine von den in größerer Zahl vorhandenen Schmorpfannen ist wenigstens 8rt. Sillier i.st auch zur Einfassung der Kochherde und Vratöfen benutzt. :>l)M silberne Löffel gehören zum Bestand der Küche, ebenfo ein goldener Nratrost, der schon unter Katharina der Großen gebraucht wurde. — Ein hohes Alter haben auch die Kochgeräte des spanischen Hofes: sie allein mögen einen Wert von 800.0M Kronen haben. Die N>erwollste Küche befindet sich im Besitz des Schah von Persien. Über 20,Ml).lX)N Kronen würden herankommen, wollte man ihren Inhalt versteigern. Fast alles besteht ans Gold. <-ogar die Kochtöpfe sind mit Gold überzogen, während die an der Tafel gebrauchten Teller und Schüssel nicht nur cms echtem „Gold bestehen, sondern auch noch mit Edelsteinen besetzt sind. — Fast 2.000.0W Kronen soll die Einrichtung der Vanderbilt-schcn Küche in Newyork gekostet haben, wovon beinahe die. Hälfte für Kochgeräte und Kochherde ausgegeben wnrde. Und der kalifonnsche Millionär Ash-bury konnte, sich sogar 6,000.0lX) Kronen leisten, um für seinen Wohnsitz in der Nähe von Philadelphia Küche und Keller herzurichten. — (Ein Svatzenju bi läum.) In der Allgemeinen Tierschutzzeitschrift (herausgegeben vom Tierschutzverein für das Großherzogtum Hessen) schreibt A. I. Resler: Der Spatz, der Gasseniungc unter den Vögeln, ist vor fünfzig Jahren in Ame-rikll eingewandert, nicht ans frewn Stücken, sondern auf besondere Einladung: er war unter Kontrakt importiert worden, um die Insektenplage beseitigen zu helfen. Ter englische Sperling war schon einmal, im Jahre 1852, nach den Vereinigten Staaten importiert worden; es waren acht Pärchen, die aber nicht gediehen. Die zweite Partie kam Ende des Iahreo an und fünfzig der Importierten ließ man ini Newyol*ker Hafen und an den Narrows fliegen, der Nest wurde im Turine der Kapelle des Greenwood Cemetery untergebracht nnd im Frühjahr I^M frei» gelassen. Im Jahre 15N7 aber wurden englische Sperlinge direkt von Europa nach verschiedenen Staaten gesandt. Seitdem haben sich die Spatzen über das ganze Land verbreitet, was auch nicht zn bei-wunderu ist, da sie überall einen reichgedeckren Tisch fanden nnd mit allerlei Nahrnng vorlieb nahinen. Es ist seit einigen Jahren viel darüber gestritten worden, ob die Einführung der Spähen von Vorteil oder Nachteil für die Vereinigten Staaten gewesen ist. Die Mehrzahl der Urteile ist für den Spatz nicht günstig. Man hat gefunden, daß er den Zaunkönig und andere Vögel ans Gälten treibt und daß er ün Frühjahr manÄ>e Blutenknospe der Obstbäume ab« Pickt. Man hat ferner gefunden, daß der Nutzen, den er durch Vertilgung einiger Insekten bringt, mit dem Schaden, den er anrichtet, nicht zn vergleichen ist nnd hat deshalb einen Vernichtungskrieg be-gönnen. - (Die kleinsten Kohlenbergwerke der Erde,) Das allerkleinste Kohlenbergnierk be» findet sich in der südlichen Provinz von Neuseeland. E5 wird von einem einzigen Manne, einem Chinesen namens T. Volirho, betrieben, der zugleich Besitzer. Dnvktor nnd Bearbeiter der kleinen, für ihn aber wertvollen Kohlenmine ist. Ein ähnlicheo kleine? Kohlenwert wird in derselben Provinz auch nnr von einttn Manne, doch mit Hilfe einec- Esels betrieben Das nächstkleinstc ist in England beim Dorfe Nelson in Lancashire zn suchen. Dieses bearbeiten zwei Män-ner, Vawr und Sohn. die sich ebenfalls eines Esels bedienen. Die gesamte Ausbeute der Mine wird nur an Bewohner de5 betreffenden Dorfes und feiner nächsten Nachbarschaft abgesetzt. Der Fall Vasilijcv. Homan von Paul VSlar HAcker. (82. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Liddi sowohl als chr Vater schwiegen darauf. Bloß der Pfarrer sagte zu ihr: „SW müssen bedenken, Fränlem Spener, daiß es doch immerhin noch behördliche Untersuchungen anzustellen geben wird. Das Dunkel der unheimliäien Angelegenheit ist dock) noch immer nicht gelichtet!" Diese Worte — auch die Erinnerung an verschiedene Wendungen in der Grabrede, die der Geist« liche bei der Bestattung von Johannes Mutter gebraucht — verseHten sie nun von neuem in eine schier krankhafte Erregung. Sie wollte mit zur Bahn, al5 Liddis Vater den Wagen bestieg, um seinen Neffen von Göggingen abzuholen. Der alte Freiherr duldete es aber nicht. In fieberhafter Spannung blickte Martl)a vom Fenster des Fremdenzimmers anf die Straße entlang. Negen mil Schnee, untermischt hüllte die Land» schaft in eine dichte grämliche Wolke. Der Wagen, war verdeckt so konnte man nichto von den Insassen Wahrnehmen. Martha hoffte immer noch, daß Io« hannes sich mit darunter befand. Allein niemand stieg ans außer den beiden Eck-rM-dts. Nach kurzer Begrüßung Mischen Botho von Eck. hardt und seiner Cousine eilte der Staatsanwalt-strllbertreter die Treppe empor. Martha kam ihm cu,i ae regt en tgegei,. „No ist Iolmnnvs? Er ist nicht mitgekommen?" Eckhardt suchte si<> zu beschwichtigen: „Sein Ge-snndheitZzustcmd gibt zu keinerlei Vesoranissni mehr Anlaß. Er hat die Reise — den linken Arm bandagiert und noch rn der Binde — leidlich iiberstandeu." „Und wo ist er jetzt? Warum haben Sie mir nicht gesagt..." „Fräulein Spener ich habe alles für ihn getan, wa5 unter diesen Umständen tunlich war." „Aber ich hätte doch gewünscht, daß ich selbst... Und wo ist er — wo?" „In Karlsruhe." „So ist er — hier vonibergekommen — ganz in der Nälie?" „Ich habe ihn selbst — in Benecles Begleitung — dahin überführt. Er war ruhig- nnd einsichtig. Es geschah daher ohne jedes Aufsehen nnd ohne An-lvendnng von Gewaltmaßrcgelu." Martha verlor alle Farbe aus dein erregten Gesicht. Unwillkürlich wich sie zurück. „Ohne — Ge» waltmaßregeln . . . Was soll das bedeuten?" Der Staatsanwaltstellbertretcr seufzte leicht auf. „Mein Oheim sagte mir schon, daß Sie sich einer etwas allzu optimistisckien Auffassung hingegeben haben. Sie sind von Brakes Schuldlosigleit überzeugt — er stellt seine Täterschaft ja auch uns gegen» über entschieden in Abrede ..." „Was wollen Sie damit andeuten?" fiel chin Martha maßlos geängstigt ins Wort. „Sie glauben etwa nicht an seine Schnldlosisske.it?!" „Erlassen Sie mir's, Fräulein Spener, nlit meiner Persönlichen Auffassung l)ente schon hervor-zutreten. Doktor Dierstätter, mein Vorgesetzter, hat gegenwäi'tig die alleinige Verantwortung für die Au. klage." „Diese Allklage l>at man nicht fallen lassen ...?!" „Nein, Fräulein Spener. Auf Nrakeo einfache Versicl>eruiia hin, daß er schuldlos sei, konnte man den ganzen in Bewegung gesetzten juristischen Appa» rat natürlich nicht zum Stillstand bringen. Vorläufig muß die Unte.l.'snchung eingeleitet werden, die Brake ja nur durch seine Flucht verzögert und erschwert hat ..." „Sie kennen den Grund seiner Flucht?" „Ja — wenigstens Brakes Auslegung davon. Ob ihr Glanben beiHumessen ist, habe ich freilich nicht zu eutsck>eiden. D Grenze." „Und wo -- wo ist Johannes?" „Im UntersnchnllgKgofängnis zu Karlsruhe!" lautete Eckhardto gequälte Antwort. Wie vernichtet brach Martha nieder. Liddi eilte herbei, um die Unglückliche zu trösten. Sie bemühten fich alle um sie. auch der Geistliche, der im Hause geblieben war, um der Schwergeprüften beizustellen. Aber Martha vnharrte stumm und trostlos. Sie sah, sie hörte nichts. Die Wncht dieser neuen furcht-baren Heimsnchnng hatte sie vollends niedergeworfen, der letzten Fassnng beraubt. (Fortsetzung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 226. _______ ________-103_________ ___________________________2. Oktober 1907. ^ (Das Zeppelinschc Luftschiff.) Alls Friedrichshafeil, 1. Oktober, wird gemeldet: Tic gestrige siedenslündige Fahrt des Grafell Zeppelin ging mehrere kilometer lang etlva 460 Meter hoch über Folder und Wälder hinweg. Das Schiff blied, wenn es auch dir Konturen des Sees abfuhr, doch inliner über Land. To segelte es alle 5 Uferstaatcn ad, was einer Fahrt von 350 ^lilouletern entspricht, nut Einschluß verschiedener Schleifeti, dio das Luftschiff dabei »nachte. Um 6 Uhr senkte sich der Vallon auf den Seespiegel, um die Passagiere zu wechseln, erhob sich hierauf wieder nnd setzte trotz der herein-brechenden Dunkelheit noch beinahe eine Stnnde lang feine Übung fort. Ohne weitere Schwierigkeit wurde der Vallon um 8 Uhr in der Halle untergebracht. DreZ ist die größte Fahrt, die ein lenkbarer Ballon bisher gemacht Hat. Ein Berichterstatter des „Üokal-anzeiger", dor die Fahrt mitinachte, sagte, mau fühlte sich in der Gondel des Ballons so ruhig und sicher wie auf der Kommandobrücke eines Schiffes. — (Der „Türke".) Bei dem allein in einer kleinen Grenzgarnison siedenden Bataillon, das gerade auf seinem Exerzierplatz eine Gefechtsübung, einen fogenanntcn „Türken" abhält, erscheint unvermutet der nenernannte Regimentskommandeur. Er wendet sich an den ersten der ihm entgegengaloppie-rendeu Hauptleute: „Bitte, Herr Hauptmann, welches ist die Idee der Übung?" Dreier, noch etwas lxi'tnrzt über das gänzlich uncrlvartete Erscheinen de-s hohen Vorgesetzten, antwortet sofort: „Es ist Übung Nr. 2 I>. Herr Oberst!" Der Oberst sieht gänzlich starr ob solcher Auskunft, die ihn das Schlimmste befürchten läßt, den Bataillonskommandeur an: „Herr Major??!!" „Jawohl, Herr Oberst," bestätigt dieser achselznclend, „der Hanptmann hat recht. Wie der Herr Oberst sehen, ist nnser Exerzierplatz rings von Wald umgeben, es lasten sich auf ihm nur eine ganz geringe Anzahl von Gefechtsideen durchführen und so habe ich denn, um überflüssige Reden zn vermeiden, Z» dein Ansknuftsmittel gegriffen, die paar taktischen Annahmen, die sich hier mackM lassen, zu numerieren. Wenn ich dann sage: .Meine Herren, Übung 2:» oder 4 <1', so weiß jeder Offizier Bescheid und ohne viel Worte tritt die Praxis in ihr Recht." Der Oberst war noch immer sprachlos. Endlich kam er zu sich und begann eine längere Rede,, die- mit den Worten: „Aber, meine Herren", anfing und damit schloß, daß ihm eine derart geringe geistige Regsamkeit noch nie begegnet sei. man müsse eben unausgesetzt sich bemühen, neue taktische Ideen zu finden und als Beweis, daß dies immer und überall möglich sei, werde er hier, auf diesem Platze, den Herren sofort eine Anfgabe ans dem Sattel stellen. Er müsse dann aber dringend bitten, daß von nun an mit dem bisherigen unerhört rückständigen Verfahren gebrochen werde. Und dann gab er seine Gefechtsidee bekannt. Die Offiziere hörwn, wie sich das von selbst versteht, schweigend zn. Als der hohe Herr aber sertig war nnd den Beginn der l'lbnng mit den Worten: „Bitte. Herr Major" befiehlt, da, wandte sich diefer an seine Untergebenen nnd sprach mit tief ernstem Gesicht nur die Worte: „Also, meine Herren, Übung 3c" Der Herr Oberst sagte nichts. Er wandte schweigend sein Pferd und ritt von dannen. — sS ch w i m m e r n nd Haifis ch.) Ein gefährliches Abenteuer ist dem Kanalschwimmer Wolffe bei seinem letzten, mit so großer Ausdaner durch-geführten Versuch begegnet. Ein Haifisch griff ihn an und verletzte ihn. „Das Untier," so erzählte Wolffe nachher, „stieß mit voller Gewalt gegen meinen stör-per. als es ans dein Wasser aufsprang nnd der Zusammenstoß war für mich so schmerzvoll, daß ich ihn noch jetzt am gangen Leibe verspüre. Meine erste Empfindung war, daß ich von einem fchweren Schiff-trümmer betroffen worden wäre, aber als ich meinen Arm nach hinten ausstreckte, fuhr er an einen, schleimigen Gegenstände entlang, der sich entsetzlich anfühlte. Als ich mich herumdrehte, um zu sehen, was das wäre, tauchte der Hai unter und verschwand. Ich schwamm gerade aus der rechten Seite, als da6 Tier gegen mich fuhr und konnte daher die drohende Gefahr nicht voraussehen. Als ich aber das Ungeheuer hinter mir erblickte, da befiel mich die Angst und ich fchrie dcn Leuten in der ?)acht zu. sic follten beobachten, ob nicht noch andere Haie in der Nähe waren. Jedenfalls war es das gefährlichste nnd aufregendste Abenteuer, das ich bisher bei irgend einer meiner Schwimmleistungcn gehabt habe." Haifische sind während des ganzen Sommers zahlreich im Kanal be merkt worden. , — (Die letzten Aufzeichnungen eines Selb st m ö r d e r s.) In einem Hotel in Szatmar hat sich am 30. v. M. der Student Alexander Erdelyi vergiftet. Über die Wirkung des Giftes hat der Selbstmörder bemerkenswerte Aufzeichnungen hinterlassen. Auf einem Zettel, der vorgefunden wurde, war fol gendes geschrieben: Abends halb 11 Uhr habe ich ungefähr 40 bis 45 Zentigramm Morphinin eingenommen und mir ungefähr 20 bis 25 Injektionen geglelxn. Fünf Minuten später. Im Kopfe ist mir sehr schwül, so daß ich kaum sehe. Die Pupillen werden kleiner. Schlaf habe ich noch keinen. Das Herz schlägt nicht so heftig wie früher. 1l Uhr 10 Minnten: Ich schlafe noch nicht. Ein eigentümliches Gefühl um-mannt mich. Nun folgen einige Worte, die jedoch unleserlich sind. Halb 1 Uhr frnh: Jetzt erwachte ich dnrch Anklopfen eines Dieners. Ich wundere mich, daß das Morphinin nicht half. Nnn werde ich Cyan-hydrogen probieren; ich hofse, mit besserem Erfolge. — (Die erste Druckfertigkeit.) Zur Frage des „ersten TrnckcrZ", die. oft erörtert wird, bringt die Zeitschrift „Je fais tout" folgenden Veitrag ans dcm Plntarch: Als Agesilaus vor einer Schlacht bemerkte, daß seine Soldaten mutlos waren und Unlust zum Kampfe zeigten, lmn er auf dcn Gedanken, sie durch eine List und einen kleinen Ve-trng bei den Auspizien, den vorbedentenden Zeichen, znr Tapferkeit anzuspornen. Er schrieb heimlich ans die Fläche seiner Hand das Wort „Nike" (Sieg), und zwar so, daß die Buchstaben verkehrt standen. Als dann der Augur die Leber des Opfertieres her-vorholte, legte Agesilaus die Hand ans das Fleisch und ließ sie eine Weile darauf liegen, indem er so tat, als ob er nachdächte und betete. Als er die Hand herunternahm uud die Leber zeigte, trug diese das Wort „Nike" zur Schau. Das war der erste bekannte Fall von Truckertätigleit. - (Etwas vom Menschen.) Das Gehirn des erwachsenen Europäers wirgt etwa 1300 bis 1500 Gramm. Ein magerer Mann von 50 Kilo^ gramin hat sonach ein Gehirngewicht, welches sich zu seinem Körpergewicht wie 1 : 38 oder höchsteus wio 1 : 33 vorhält. Eiu fetter Mann von 100 Kilo« gramm hat deswegen doch kein schwereres Gehirn, bei ihm kann das Gehirngewicht relativ um die Hälfte kleiner, das Verhältnis wie 1 : 76 oder höchstens wie 1 : 66, werden. — Der Kopf eines gefunden, kräftigen Mannes besitzt gegen 50.lXX) Haare, der einer Frau die doppelt große Anzahl. Das Wachstum der menschlichen Fingerinigel ist ein riesiges. Würde ein Mensch bis zu feinem 60. Lebensjahre seine Fingernägel unbehindert wachsen lassen, so erreichten die Nägel in dieser Zeit die nngeheure Länge von drei bis vier Metern. 3olal- und Plovinzial-Nachrichten. - (Personalnachricht.) Der Herr k. k. Landespräsident Theodor Schwarz begibt sich heute in dienstlichen Angelegenheiten auf einige Tage nach Wien. ' (Großfürst Vladimir samt Gemahlin) ist honte nacht nm 3 Uhr 18 Minuten mit dem fahrplanmäßigen Exprcßzuge von Wien nach Venedig dnrch Laibach gefahren. (Vom Ge w e r b ei n spc kt or a t e.) Wie man lins aus Wien meldet, hat Seine Exzellenz der Herr Handelsminister den Gewerbe-Inspektion s-kommissär Herrn ^osef K a raschia in Laibach zum Gewerbeinspektor zweiter Klasse ernannt, — (Personal n ach r ich te n.) Im Hotel „Union" sind gestern abgestiegen: Postdirektor k. k. Hofrat Hermann Patty ans Trieft, Hofrat H ö l.; l aus Graz, Baron Hellenba ch ans Schloß Maria-Bistrica, Abgeordneter Dr. Magdic- aus Naraödin, Gräfin M o n tc o u r t. V en ad el l i ans Cormons, der Violinvirtnose Kocian und der Pianist Veselsky, ferner Schriftsteller Vego-vi<' aus Spalato. — (Regelung der Datierung dos Leutuantsranges.) Vom Jahre 1908 an hat für die aus den Militärakademien in das Hcnr (Land'iix'hr) gelangenden Lentnante der l. September des Ausmusterungsjahres als Rangdatuni zn gelten. Sollten sich bei einzelnen Waffen die Bc° sörderuugsverhältnisse demrt gestalten, daß die Lentnantscharge im Wege der Kadcttenschulen früher erlangdar wäre als im Wege der Militärakademien, so sind künftighin die betreffenden Kadetten nur gegen nachträgliche Nnngbeftimmung znr Veförde-ruug zu Leutnanten zu beantragen. Einen Rang haben diese Lentnante sowie die mit ihnen zu Leut nanten ernannten Vernfsoffiziersaspiranten erst znr Zeit des Eintrittes ihrer Kontemporains ans den Militärakademien als Leutnante — und zwar hinter den letzteren ..... in das Heer (Landwehr) zn vr-- halten. — (Erledigte Militär-StiftungZ-Plätze) gelangen zur Besetzung: Aus der Major N i e l i n ° Stiftung zlvei Plätze :1 168 l< mit einmaliger Veteilung für Waisen, deren Väter als Offiziere, Truppenrechnungsführer oder Militärbeamte vom Houptmann, bezw. den gleichgestellten Chargen abwärts bis zur elften Rangsklafse dem Staate gedient haben, und Zwar auch solche, deren Väter erst im Nuhestandsverhältnis geheiratet haben. >trüpvelhafte,, kränkliche oder minderjährige Waisen genießen den Vorzug, wogegen jene ausgeschlossen sind, lvelche vom Staate eine systemmäßige Versorgung genießen. — Aus der Johann Klarner-Stiftnng, Anzahl der Stiftungsplätze unbestimmt, ein Stiftungsbetrag im ganzen. 480 X, einmalige Beteilnng. Hierauf haben Anspruch nur vor dein Feinde verwundete und dadurch eru^rbsnnfähig gewordene Soldaten vom Feldwebel abwärts. — Aus der Johann Graf N obilifch e u - Offizierswitwen-uud Maisenstiftung ein Platz mit 200 K. männliche Waifen bis zum vollendeten 18., weibliche bis zum vollendeten 20. Lebensjahr. Anspruchsberechtigt sind mittellose Waifen beiderlei Geschlechtes nach solchen Offizieren, welche beim k. u. f. Infanterieregiment Nr. 7l gedient haben. — Aus dcr Stiftung Böh -m ifcher In va l i de n fon d s vom Jahre 1848/18'M (Graf SchlickM Abtcilnng) ein Mann-schaftsplatz mit 52 l< 50 n auf Lebensdauer für im Feldzug l848/18-l!> invalid gewordene, ans Böhmen gebürtige Soldaten, dann Witwen lind Waisen solcher iil diesem Feld,zug gefallenen oder sollst in der Dienst» leistung gestorbenen Soldaten. - Die Gesuche für alle vorgeuanuten Stiftungsplätze habeil bis 1. November bei der Evidcnzbehörd^ einzulangen. * (Kommissionelle Besichtigung der P farrkirch e St. Ja k ob in L a i b a ch.) Über Einschreiten des hiesigen Ctadtmagistrates in betreff Konstatierung der Bangebrechen an dor Pfarrkirche St. Jakob in Laibach findet morgen um 9 Uhr vor' mittags eine kommissionelle Untersuchung dieser Kirche statt, woran anch ein technischer Sachverständiger der k. k. Landesregiernng teilnehmen wird. ^r. — (Lehr be f ä h i gungsprüfunac n.) Die auf den Novembertermin fallenden Lehrbefähigungs' Prüflingen für allgemeine Volks- und für Bürger» schulen iil Laibach werden Montag den 4. November und an den darauf folgenden Tagen abgehalten werden. Die Gefuche sind bis längstens 26. d. M. im Wege der Schulleitung bei der vorgesetzteil Bezirks» schulbehörde einzubringen. * (Aus dem Vol ksschnldicuste.)/ Der t. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat den absolvierten Lehramtskandidaten Herrn Panl Loönik zum Pro» visorischl'i, Lchrer an der sechsklassigen Volksschule in Gutenfekd ernannt. Der t, k. Bezirksschulrat in Rndolfswett hat die absolvierte Lehramtskandi-datin Fränlein Angela Zurc zur provisorischen Lehreriu an der auf drei Klassen erweiterten Volks» schule in Preena ernannt. —r. -— (Vereinswesen.) Das k. k. Landesprä-sidium für Kram hat die Bildung des Vereines ,,ltl':llii<» (li'oütvo « Ivu^'liin'co" mit dem Sitze in Senosetsch, nach Inhalt der vorgelegten Statuten, im Tiilne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genom» men. —<'. — (Zum Fremdenverkehre.) Im Mo» note September l. I. sind in Laibach 4958 Fremde angekommen (um 238 weniger als im Monate August und um 2l5 mehr als im gleichen Monate des Vorjahres). Von diesen stiegen ad in den Hotels: Union 959, Elefant 863, Stadt Wien 433, Lloyd 3W, Ilirija 276, ötrnkelj 204, Südbahnhof 245, Kaiser von Österreich 2lX), Graiser 173, Bayrischer Hof 148, ill den übrigen Gasthöfen und Übernachtungsstätten 1059. ki^—. * (Nassoikraftanlage in der Pulver, fabrik in Stein.) Über Ansnclien der Militär, bauabteilung des k. n. k. 3. .Korps in Graz nm Ne-willignng zur Schaffung einer neuen Wasserkraft' anläge für die k. u. k. Pulverfabrik in Stein wird die kommifsionelle Verhandlung am 21. d. M. um 10 Uhr vormittags mit dem Zusammentritte del Kommission deim Hanptstanwehre der Pulverfabrik stattfinden. >-. - (Diebische Zigenner.) In der Nacht alls den 28. v. M. wnrdcn dein Besitzer Franz Gra» ^i,"- il, Oberfußnitz, Gerichtsbezirk Krainburg, au6 einem im Vorhanse befindlichen, linversperrten Kasten Eßwaren und Effekten im Werte von 15 I< 3!-! 1i, ferner in derselben Nacht dem Besitzer Johann Noz-man ebendort aus unversverrtem Vorhause Küchengeschirr, dem Besitzer Valentin >t»ifi> Bettzeug, schließlich dem Besitzer Johann Papler aus d,chn Stalle drei Hennen entwendet. Vor dem Hanse des Besitzers Gra5i5 wurde eine Hacke, und bei der Harfe des Besitzers Andreas Ierala eine Schürze, die dein, 5lnifi(,- entwendet worden war, aufgefnnden. Tat-verdächtig ist eine !5köpsige Zigeunerbaude, die sich in Wäldern daselbst herumtrieb und auch im Bezirke Vischoflack Tiebstähle verübte. Die Spur führte bis Log, wo sie verloren ging. Die Zigeuuer dürften sich ill den dortigen Waldungen mifhaäten. —l. Laibacher Zcitung Nr. 226. 2104 2, Oktober 1^07. ^ (Neue .t: in der Umgebung von Tublie wurden ein 1(14 Meter tiefer Erosiousschacht, ein breites Daubeuloch (Golubiua) und cine enge Schluudfpalte aligefahreu. Auf dem Sattel zwischen den 5lcsseltäleru von Brezoviee und Odolina liegen mehrere kleinere Höhlen, von denen die Eulenhöhle, die Felshöhle von Tabor und die Pejöci von Brezo-vica neolithifche Ansiedlungen enthalten. Die Grotte von Pansane wird alo Eisgrube verwendet und ihre Eingangsmulde zeigt deutlich die eingestürzte Höhle. Am Slavnik-Berge liegt die Höhle „Vreber", ans zwei geräumigen Hallen bestehend, die durch einen langen, niedrigen Gang verbunden sind. Am Fnße des Höhenzuges im Süden von Markov^ina wur deu zahlreiche Grotten und Echlünde gründlich erforscht. Tie ausgedehnteste ist die „Peöina v Zijatih", eine imposante Höhle, deren Fortsetzung dnrch den Einsturz der Grda Iama vollständig verlegt wnrde, Eine schöne, 580 Meter lange Tropfstcingrotte ist die Bärenhöhle (Medvedova Iama), zu deren Befahrnng 7)0 Meter Strickleiter notwendig find in der Doppelhalle fandeil sich wunderbar geformte Stalagmiten vou U>eißroter Färbung vor. Durch die Erschließung der Martin-Höble bei Gradi^e lvurdc die schönste und ausgedehnteste Tropfsteinhöhle des Karstes be-taunt. Hier gelang e,s Herrn Perko. nach niehrmonat. ücher anstrengender Arbeit durch Sprengung mehre-»er Spalten und nach Wegräumnilg des Einsturz-Materials in einigen Galerie, l)io Verbindung zahlreicher großer HöhlräuuM herzustellen, die alle eine unbeschreibliche Anzahl Prachtvoller Troftfsteingebilde enthalten, darunter Vorhangsformen, die einzig da-stehen. Herr Perto hoffte dulch diese Höhle den unter» irdischen Hauptwasserlauf des Karstes aufzufinden, musste jedoch wegen der riesigen Lehm- und Schutt-massen, deren Durchgrabung nur mit großen Ans-lagen verbunden ist, davon absehen- derzeit noch unerforscht ist das obere Stockwerk dieser Grotte. Die Ausdehnung der gegenwärtig aufgenommenen Räume ist eine beträchtliche: sie übertrifft bei weitem die Gesamtlänge der im Herbste 1901 von Herrn Perko entdeckten Ranchgrotte (Dimnice) bei Markov^ina, die von der Sektion Trieft des Slovcnischen Alpen-Vereines drn Touristentreifen künstlich zugänglich gemacht wird. Im Süden der letztgenannten Höhle wurde am Grunde der l2A Meter tiefen Staloiwva ^ania ein mächtiger Wasserlaus entdeckt: auch hier waren anstrengende Vorarbeiten notwendig, nm den engen Schacht ganz befahren zu können. Das Wasser erscheint und verschwindet in der Gruudhalle dieser Höhle dnrch Siphons. Geologisch sehr wichtig ift der Antona-Scl>acht (Toiwetova Iama) bei Materia. In dieser 192 Meter tiefen Schachthöhle kommt 102 Meter nnter dem Eingänge eine starke Wasserader zum Vorschein,, die sich uuter fürchterlichem Getöse senkrecht M Meter tief in den letzten Schacht ergießt. Hier kann man noch hente die gewaltige Kraft des einstürzenden Wassers beobachten, das einst die vielen vorhandenen Spalten des Karstbodens vergrös^rte und dadurch die Veranlassung zur Vilduug von Tausenden von Schlünden und Höhlen war. Dm-obere wasserleere Teil der Höhle ist sehr brüchig, so zwar, das; der Abstieg ungemmn gefährlich ist und erst nach mehreren Fahrten der Schachtgrnnd erreicht werden konnte. Die Ienöer-eska Iama bei Skadan-Kina ist ein 214 Meter tiefer Erosionsschacht, bestehend aus zwei Etagen, deren unterste blind endet. Die große Saughöhle vou Hotieina, die da5 ganze Niederschlagswasser des gleichnamigen Kesseltales aufnimmt, wurde bis ans Ende (Siphonsezc) erforscht, wobei große Gefahren zu überwinden waren, wie der Abstieg in die letzte große Höhle, wo sich das ganze HöhleMvasser in enn'n 36 Meter tiefen röhrenförmigen Schacht ergießt, indem es einen mächtigen, breiten Wasscrfall bildet, wodurch sich das Klettern auf der Strickleiter durch die Wucht des abstürzenden Wassers reckst unangenehm gestaltete. Eine ähnliche unterirdische Wasserpartie war die Erforschuug der Saughöhle des Kesseltales von Slivje. Bei Obrov wnrden die 250 Meter lange Peöina am Verge Orlik, die 92 Meter tiefe Vidalova Iawa auf der Velika Gritza und die «2 Meter tiefe Grinca Iama untersucht. Bei Storje im Norden von Sesana wurde die Petnjak Ianm am Berge (X'bulovca, eine der großartigsten Felshöhlen des Km-stes mit großer vor-^lasserter Einsiegdolme nnd reicker Höhlenfauua, anaofcchi-en. Weiters wurden hier vier namenlose, über lM Mct« tvoft'. blinde Erosionsschlünde erforscht. Außerdem wurd<' >n'u untersucht die 321 Mete:- tiefe Lindner-Höhle bei Trebi<^ nild teiltveise weiter erforscht. - Im ganzen wurden von Herrn Petto während seiner letzten Erpeditionen 72 unbekannte Höhlen erforscht. Anch wurden von ihm mehrere schon bekannte Höhlen genau aufgenommen und in vielen anderen wichtige speleologist Beobachtungen angestellt. Zahlreiäx. bisher unbekannte Höhlentiere wurden dabei entdeckt nnd in mehreren Felshöhlen von Herrn Perto interessante prähistorisclie Lagerstätten aufgedeckt. — (Von der meteorologischen Beobachtung sst ati o n an der landwirt-schaftlichen Schule in Stauden bei Nu do lf swert.) Die meteorologische Veob-achtungsftation dritter Ordnnng an der landwirt-schaftliäx'n Schule in Stauden bei Nndolfsnx'rt verzeichnete im Monate September 6 Tage mit Niederschlag, während 2l Tage ohne jeden Niederschlag verblieben. Der größte binnen 2l Stunden gefallene Niederfchlag wurde am 4. September mit einer Niederschlagsmenge von 02-4 Millimetern, der geringste am 28. September mit einer Niederschlagsmenge von 3-5 Millimetern beobachtet, Die gesamte im Monate September gesallene Niederschlagsmenge betrng l3>l:1 Millimeter. Gewitter gab es im Rndolfswerter Gurkgebiete im verflossenen Monate nicht. Die höchste Lufttemperatur wurde am 1. September mit -> 27-4 Grad Celsius, die niedrigste am 24. September mit > !'. 4 Grad Celsius beobachtet. Die Monatsmitteltemperatur betrug 4- 15:5 Grad Celsius. Tage, an denen die Temperatur (um 1 Uhr nachmittags ge» messen) über 4- 20 Grad Celsius zeigte, gab es 15, ebensoviel Tage mit über -»- 15 Grad Celsius, -^— ^ (Die Hauptversammlung der Lai» bacher V c re i n Z k a pe l lc) wird am 5. d. M. nm 8 Uhr abends im Salon des Hotels „Ilirija" mit der üblichen Tagesordnung stattfinden. * (Ohn »nächtig aufgefunden.) Im Gasthanse Tav<"arhof in Iexica zechte, gestern nachmittag der 30jährige Taglöhner Mick^el Iazwc aus Nann. Er geriet nut dem Wirte in einen Streit, in dessen Verlanfe er mit der rechten .Hand auf eiu Glas schlug und sich verletzte. Stark blutend verließ er sodann das Gasthaus und ging in seiuer Trunkenheit gegen die Stadt zn, sank aber in der Nähe der Vue, ein Koffer mit alten Kleidern, ein Männerhut, eiu Regenschirm, ein Spa-zierstock, ein rotes Tuch und ein Hemd gefunden. * (Verloren) wurde ein Toublezwicker, ein weißer Männerregenmantel und eine silberne, Damen-nhr. Theater, Dunst und Meratur. (Konzert Kocian.) Auf das heute abend im großen Saale des Hotels „Union" stattfindende Konzert des Violinvirtuosen Iaroslav Kocian fei hiemit noch einmal aufmerksam gemacht. — (ßllnvenslci 8ukol.) Inhalt der 9. Nummer: 1.) Erinnenmgen an den Sokoltag in Prag. 2.) Die Hauptversammlung des slobenischen Tokoluerbandcs. 3.) Anzeiger der slovenischon Sokol vereine. 4.) Danksagung. — (I> « in a ö c> 0 S n ^ i 8 <; ^.) Inhcrlt der !>. Nummer: Ierica Zcmljan: Hütet die Kinder, unsere Kleinode! 2.) Rudolf Horvat: Über die Erziehung der Kinder nn vorfchulpflichtigen Alter. 3.) Gewöhnen wir die Kinder an Sparsamkeit! 4.) Feuilleton (Andreas Nap5: Was ist nicht gut?) 5,) Zuschriften. 0.) Miszellen. - (,,^a s.") Inhalt des ^. Heftes: 1.) Evolutionismus. (Dr. A. U^enienik.) 2.) Der neue Syllabus. 3.) Ivau Grozuij und Rom. (Dr. Fr. Grivec.) 4.) Matthias Nagliö und defscn hand° schl-iftlicher Nachlaß. (Fr. Neb^>l.) 5.) Sillon. (Fr. Terseglav.) 6.) Nene Bücher. 7.) Feuilleton. — (Eine amerikanische „Musik-Uni oer si t ät".) Aus London wird berichtet: Mme. Lilian Nordica ist, um die Ausführung ihres großen Planes eines „amerikanischen Vayrenth" am Harlem River zu betreiben, nach London gekommen nnd hat hier Einzelheiten über ihre Griindnng mitgeteilt, die, auf eine große „Musik-Uuiversität" hin» zielt. Mme. Nordica hat sich überzengt, daß die englisch sprechende Welt in der musikalischen Kultur Nvit hiuter den Teutschen und Italienern znrückstcht, und sie will ihr mit ihrem Institut die maugclude Erzichuug bringen. Sie hat bereits für 4M.M0 Mark ein Grundstück in der Nähe Newyorks gekanft, und ihre Mnsikschule soll möglichst schon in einem Jahre eröffnet werdeil: sie wird ganz nach dem Bay-renrher Mnfter, aber in weit größerem Nahmen ein« gerichtet werden. Das Grundstück liegt in schöner Umgebung au dem malerischeil Harlem Niver und wird im Hiniergrnnde von einer schönen Bergkette eingeschlossen. Reiche Amerikaner haben der Sängerin ihre tatkräftige Unterstützung zugesichert. Telegramme ies l. l. MMhtN'slillchlllljlellz'Vnlellns. Ziehunssen. Wien. 1. Oktober. Türkenlose. Der Hanpt-treffer mit 500.0N0 Franken fiel auf Nr. 1,404.073; 25.0M Franken gewinnt 018.027: je 10.000 Franken gewinnen 104.951 und 1,06^.10. Wien, 1. Oktober. Braunschweiger AI-Taler-Lose. Der Haupttreffer mit 90.000 Mark fiel auf Serie 167 Nr. 27. Budapest, 1. Oktober. (Theißtallose.) Der Haupttreffer mit IM.lXA» K fiel auf Serie 519 Nr. 20, je 2l)00 I< gewanneu Serie 447 Nr. !14, Serie 1782 Nr. 17, Svrie 1782 Nr. 85, Serie 2355 Nr. 97 nnd Sel-ie 3726 Nr. 00. Die Forderunsscn der Eisenbahner. Wien, 1. Oktober. Eine Korrespondenz mel< det, die gestern beschlossene passive Resistenz der Bediensteten der Staatseisenbahngesellschaft und der Nordwestbahn ist seit Mitternacht in vollein Gange. Die Sckmellzüge der beiden Bahnen treffen bereits mit ziemlichen Verfpätnngen ein. Bisher stehen ungefähr 70000 Eisenbahner in, Lohnkampf. Wien, 1. Oktober. In deu Verhandlungen der Südbahn mit dein Perfonale Niegen allgemeiner Re-gelnng der Dienst- und Lohnbezüge wnrde eine voll-ständige Einignng erzielt. Der Betneb funktioniert daher vollkommen normal. Die mazedonischen Ereignisse. Wien, 1. Oktober. Der „Pal. Korr." zufolge wurde die Mitteilung, die die politiMn Vertreter Österreich-Ungarns und Nußlands in Athen, Belgrad und Sofia den beti-effenden Regierungen in Angelegenheit der Banden bewogung in Mazedonien machten, gleichzeitig den Signatarmächten des Berliner Vertrages zur Kenntnis gebracht. Ferner er» hielten die Zivilaaenten Österreich-Ungarns und Ruß-lands in Mazedonien hierüber Verständigung. Petersburg, 1. Oktober. In einem Teile der Presse wird die gestrige Mitteilung, betreffend die Auslegung des Pnnltes 8 des Mürzsteger Pro« grammes eingehend kommentiert. „Slovo", „Novos? Vreinja" nnd einige andere Zeitungen äußern sich sehr zustimmend, indem sie, der Hoffnung Ausdruck gelxii, die Note trage dazu bei, den Greueln der Banden, hauptsächlich der griechischen, ein Ende zu machen. Sie loben das von der russischen und der östreichisch-ungarischen Diplomatie bewiesene Verständnis der La,ge, Athen, 1. Oktober. Die gesamte Presse tier» öffentlicht den Tert der gestrigen Mitteilnngen der österreichisch-ungarischen und der russischen Regierung-und äußert Befriedigung darüber, daß die Ermab» nuugen der Mächte bezüglich Mazedoniens an alle Balkanstaaten gerichtet worden sind. Sie erhofft die Beruhigung der rivalisierenden Nationen, luenn sich alle aufrichtig und lol)al der Politik der Großmächte fügen. London, 1. Oktober. Das in Alderfhot erbaute Militärluftschiff „Nulli sccundus" machte gestern eine zweistündige Versuchsfahrt. Dabei wurden verschiedene Neuerungen erprobt. Der Ballon U>ar mit zlvei Laibacher Zeitung Nr. 226. 21)5 2. Oktober 1907. Vciiiwandflüc^'ln lx^scli^n. Am Hinterdeck trug ?r einoii Lcinwaudschirm in Gestalt cincs Vogelschnxm-zet'. Durch diese Vorrichtnugcn sollte das Stampfen und dac' Rollen des Ballons verhindert werden. Am Vorderteile war^n zwei Aeroplane miacdracht, um das Steigen und Fallen des Ballons zu erleichtern. Der Ballon fuhr bei einer leichten Brise mit einer Geschwindiateit von 20 englischen Meilen in der Stunde und kehrte mit derselben Geschwindigkeit zu seinem Ausgangspunkt zurück. Die Lanöung, vollzog sich glatt. Tokio. 1. Oktober. Der amerikanische Kriegs-srfretär Taft erklärte bei vinew Bankett, das; nur eine kleine Wolke über die Mjährige Freundschaft Japans und der Pereinigten Staaten geschwebt Iiätte, daß aber das gewaltigste Erdbeben des Jahrhunderte die Freundschaft zwischen beiden Bändern nicht würde erschüttern können. Die Sau Francisco-Angelegen-heil sei auf diplomatischem Wege in ehrenvoller Weise erledigt worden. Ci,n Krieg zwischen Japan und der Union Ware ein Verbrechen gegen die Zivilisation und keines von beiden Völkern wolle einen solchen. Auch würden beide Negiernngen jeden Nerv anspannen, um einen ^rieg zu verhindern. Beide seien in gleicher Weise vom besten Wollen gegenein» ander beseelt. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Kram für die Zeit vom 21. bis zum 28. September 1907. Es herrscht: die Notzlranlheit im Bezirke ilrainburg in der Gemeinde Straschische (1 Geh,); im Vezirle Radmannsdorf in der Ge> meinde Veldcs (1 Geh.); H>er Rotlauf der Schweine im Vezirle Gottschee in den Gemeinden Altlcg (1 Geh.), Mosel (1 Geh.), Nesseltal (1 Gel)); im Bezirlc ttramburg in den Gemeinden Flödnig (I Geh.), Mautschitsch (1 Geh.). Prcdassel (1 Geh.); im Vc> zirle Laibach Umgebung in den Gemeinden Billichgraz (2 Geh.), Oberlaibllch (1 Geh.). Zwischrnwässcrn (1 Geh.); inl Vezirle Loitjch ui den Gemeinden Gcreuth (2 Geh.), Sairach (2 Geh.)! im Vezirlc Nadmannsdorf in den Gemeinden Aßling (1 Geh.), Lees (2 Geh.); im Vezirle Gurlfeld in den Ge» meinden St, Varthelmä (1 Geh.), Catez (1 Geh.), Gnrlfeld (1 Geh.); im Vezirte Rudolfsloert in der Gemeinde Prccna (1 Geh.); im Vezirle Tschernembl in den Gemeinden Scmii (1 Geh.), Suhor (1 Geh.); die Wntkrantheit im Bczirle Adelsberg in der Gemeinde Tornegg. Erloschen ist: der Milzbrand im Bezirke Adelsberg in der Gemeinde Gotc ii Geh.); die Motzlrankheit im Bezirle Radmannsdorf in der Gc> mciude Vcldcs (I Geh.); der Rotlauf der Schweine im Äezirle Litlai in der Gc. meinde Leslovec ! Geh.); im Vezirlc Loitsch in der Gemeinde Schwarzenbcrg (1 Geh.); im Vezirle Nudolfswert in den Gemeinden Hönigstein (1 Geh.), St. Peter (1 Geh.); im Ve> zirle Stein in den Gemeinden Glogowiy (l Geh.!, Bresowitz (2 Geh.). A. ü. ^c,ndesreglerung für Arain. Laibach. am 29. September 1W7. Verstorbene. Im ^i»)i 1,'pitale: Am 2b. September. Maria Zupan. 9)tesnersgattin, 42 I., l'rllcturn eomplicat», I.uxutia rail. Am 2t!. September. Gustav Perse, Buchhalter. 40 I., ludereul. pulm. — Maria Ahwn, Verzehrungssteueraufsehers. tochter, 2'/, I., I^mplmussuiti». Am 27. September. Iosefa Zalar, Besiherstochter, 2 Tage, I)oiii1iw8 vitll«. — Ialob Vrctar, Fleischer, 31 I., ^pliu8 a,düamin»,1i8. Am 28. September. Franz Zajc, Gemeindebeamter, 40 I., ^'ubereul. pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 8W 2 m. Mittl. Luftdruck 736 N mm. < 2U. N. 738 5 1? 2^ NO. schwach eewsltt ^ 9U. Ab. 733 6 14 b> windstill 2.z 7 U. F. ! ,33 4 ! 11-8! NO. schwach Nebel j 12-3 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur 15 1°, Nor-male 12 8°. Gestern früh Gewitter mit Gußregen. Wettervoraussage für den 2. Oktober für Steiermarl und Kärnten: Vorwiegend trübe, schwache Winde, warm, spater Niederschläge; für «rain: Wechselnd bewölkt, schwache Winde, warm, später Trübung; für das Küstenland: Wechselnd bewölkt, schwacher Schirokko, warm, vorerst schön, später Trübung. Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtck. i\lcci. LJniv. (3999;, 3—2 Dp. Josef Staudachcp praktischer Arzt and Kinderarzt ordiniert von 9 bis 10 Uhr und von 3 bis 4 Uhr Nonnengasse Nr. 8. Hotel Südbahnhoi (Seidel) (40i8i heute Mittwoch den 2. d. M. vw~~ grosses *^B| Militärlionzept. Anfang um 8 Uhr abends. Eintritt frei. Erlaube mir einem P. T. Publikum ergebenst bekannt zu machen, daß im Hotel Südbahnhof von nun an Jeden Mittwoch ein Militärkonzert stattfindet. 3£ Engländerin ^ZZL^ (401°) gives lessons. 3-1 ^^W^ Miss Laurence, Kongresspl. 8. Ein öffentlicher Vortrag über „Die so wenig erkannte Liebe Gottes" wird heute Mittwooh, morgen Donnerstag und Freitag abends am 8 Uhr im Saalo „Zum Krebsen", Krakauerdamm Nr. 4, stattfinden. Prediger Klo in wird deutsch, der Unterzeichnete slovenisch sprechen. Eintritt ^ei. Anton Chraska. Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- jgffig^ Anstalt für Handel nnd Gewerbe in Laibach AlctienKapital Iv 120,000.000»- *^5^^* Rosenefond Iv 63,000.000-— (ms) Kontokorrente. — Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten. — Safe - Deposits. — Verwaltung von Depots. — Weohselstabe. Kurse an der Wiener Oörse snach dem offiziellen Aursblatte) vom 1. Oktober 1W7. Die notierten Kurse verstehen sich iu lfrollenwänrüllc!. Die Notierung silmtlicher llltirn und der „Diversen Lole" uertte!» Nch per Sti»?. Geld Wale Nllgemrw« Btauts' Einheitliche Rente: lonv, steuerfrei, Kronen (Mai-si«v,) per Kasse. . »« 8« «L c, detlo (Iün,.Iuli) per 5t»sse «6 .(> 36'5ü <4 2"/«b. W. ««ten Febr.-Uu«.) per Kasse ,...,, W 2l. v« 4> >4 2"/» «. W. Silber (Npril>vlt,) p«r Kasse......98 3- S«-?,t H»«>« NtaaMose b«a sl. 4°/»>^ l>0 l2<-ö< ^«o« .. 1U0 sl. 4°/„2>x,-- j>:2 - <««!4el ,, 100 sl. . ,Ä4ft' !i?>z - t»«4er ,, 50 fl. . . z«z»'- ^5 — 'Dlim.-Psanbbr. 5 120 sl. 5°/s,«»,0b< -- Staatsschuld d. i. Nrichs. ra« vertretenen König« reiche «nd Lander. ^)sterr. Goldrente, ftfr,, Vold per «asse ... 4°^ >,b 2> >,b« bfierr. Rente in Klonen», ftsr., K-. per Kasse. . . 4°/^ «6 t>h W ?' oelto per Ultimo . , 4«/« »«5,' »s'?,' ^ft. Invtsti««n«.-Rtnte. stfr.? Nr. per Kasse . 3V,°/, »6 l>< 8S tc »U«»»b».z««»!,l<»!«ll. »nlch»lbnng». ^tli!abeihbah„ i» G., fteuersrei, zu 10.000 sl. . . . 4°/^ —-- —-. ,gränz Iojef-Nahn in Silber (div. Ot.) . . . ü'/."/,,'!»^ ,^0-6< le ?e studolfbahn in Kroncnwührung, ftcuerft. (div, Et.) . 4°/„ ! fl. NM. 5^<°/, von 4U0 Kronen . . , . 4«l - 46s'-betto Linz-Vudwei« »uu fl. ö. w. k. 5'/."/,.....^7--4<»-- dett« Salzburg Iirol 200 ö. W. S- b«/„ .... 42l - »3ä - Geld Ware f»n< Zlolitl zur )«!>lunz übe»» no»»»»» st^ltubahn»Vrilllltät»» l>l,l<8»N»n»n. «>öl,m. Vcftbadn. »m. l«»^, 4N0 Kronen 4° „. , . . S6 t>< 87 e tlisubethbabn «oa und «OttO «1!. 4 ai lo"/n......>«3 i!? »«4 2b Llliabetbbahn 4^ und lioon Vl, 4"/..........l,«75 ll47l ^ran» Iosrl°»ahn Em, 1«»4 (div. St.) Eilb. 4°/« . . »? «' ?ß », «aliziscke Karl Ludwiz.Babn idiv. Ot.) EUb. 4°/<, . , Sl! ö< »7 ^s Ung.-ßllliz. Vllhn 200 sl. E. 5°/« 10?-?5 >«8 7, ^orarlbergcr Bahn Em. 1««4 ,biv, Nt.) Vilb, 4°/. . . ?d?> --- Vtlllltöschuld der Länder der ungarischen Krone. 4V<> ung. »oldrente per Kasse ll>>50 »10 7l 4'/,, detto per Ultimo ilO 6 HO i^ 4°/« unß, Rente in Kronen-wahr, stsiel per KaN« - - »3 <> »2 8< 4»/^ detto P« Ultimo V3 l0 88-40 3»/,°/« betto p« Kasse . 82 1l »>» .'l, Una. Pram»tn-«l»I. ll loo sl. . lu«) bc l«4 ->' dttto il 50 fl, . l»0 o! >S4 b! Iheif,-«e«. Losc 4»/o . - - - -- 4°/« ungar. EruuotntI..Oolla. l2», S8-»< »"/«lroat. u. slav. «rundn,tl.^ Obli»........L2'?l> 22 ?b «ludere öffentliche Nnlehen. Äocn. Landee.«nl. (biv.) 4"/« «2 zc l»3 z«, «o«n,' berceu. Visenb.«Landes' Nnlehen (d!v.) 4'/,»/„ . 28 «(, »9 »c z°/« T°nau<«ea..«nltiht 187« i»3 lU4 . «iencr «erlel,l»-«nleide 4°/» 8« 4f> t? 4ü ketto lson 4°/o 9«'»« »7 so «nlthen der Stadt N!en . . lUl'ö« l02 Hc bett« (L. od. ^ ?b detto (l«S4) .... »4- l»ü-dettu (18U8) , . . - v"4< i»?4^ detto (liXX)) ... v« 4< »7-40 bttto Inv..«.) 190» . 96 «5 8?'i!5 Voritbau.Änlthen verleb. L"/« »6 - eld Ware Pfandbriefe ,c. Bodentl,,ally,«st. ln5oI.A.4»/n »5 8.^ 9«S> Bühm, Hyvolhelenbanlvtrl. 4°/n 3?«5 »s'»-5 ^ei>Nlll-Vod.°»«ed,.Bl., österr,, 4f>I, Verl. 4'/,°/« - - - 101'50 — -^ential-Boi>.>Kleb.°«t.. österr.. 65 I, Verl. 4°/o ... 9?^ 9820 l,reo.-Inft.,bfterr.,<.«erl..Ul!l, «.öfsentl.Arb.Kat.^vl^»/« «z-zo »«öu LanbeSb. d, KLn. Galizien und Lodom. 57'/, I. ruclz. 4°/« »b - 9ö>- Mähr, Hvfotlielenb. verl. 4°/^ <>«'o detto K..Echulb/»>/ll 87 2' !»8-«5 detto Verl. 4"/^, 96'9< ö? 9' t.ftrrr..unaar. Van! 5« jähr. vcrl, 4°/« ö. W.....v? «» 9«^ dettu 4''/» Kr.....»8«' 9i<»5 Eparl. l. öft.. ß« I. v«l. 4°/, »8ß<> UU^ Eifenbahn.Privritäts. Obligatisnen. Ferdluanb«.Nordb»hn Em. 188« —-- —- dettll »m. 1904 — — —-- Osten. Nordweflb. Wu fl. ö. , 102 >-.>, 1N4'2>>> ^taatlbahn 500 Fr..... 4<'5 - 414- Südbahn 2 3°,« IHnner.Iuli 50U Fr. (per El.) , , . 295 — 237 - südbahn ^ 5°/»..... 121-70 12« 70 Diverse Lose Ip«r S^üll). 2°/l, Uobenlrebit.Lose «n>. 1880 27liLb 279 2o delt, llU!»»lW»llchl l»>». «udHp..«aIlllla (lombau) ü sl. 2>i^!' 22'L5 Kreditlose 100 fl...... «« bv 44« 00 «llarU'Lok 4« sl. K. Vl. , . 15» - 129 — Ofener Lose 40 sl..... 2>5 - ^2l- Palfiy.Lose 4«) fl. «. M, . . i»!<-. W0 - ttiuten Kreuz, öft. il^el. 0., I« fl. 45,-?d 47 75 Not«, Kreuz, una, Ge<. v., 5 fl. ?L 5» l!8 ü>> «udolf.Lose 10 sl......6» — -<2 - Oalm.Uose 40 fl. K. M. . 2i« — »'<»- eld Warr lürt. G..Ä..>lli!l, Pram..Obllq. 40« ssr. ver Kasse , . . — - — - bctto ver Vl. , . , 18S- id?-- Wiener Komm,»Lose v. I. 1874 464 - 474 -«rw.'Lch.d. 2«^Piam.>Lch!lldv. d, Vooenlr.Anst. Vm. 1889 68- ?«>- «ltien. Pn»»P»lt.Pnl«n»<>««»g«n. «usssg.Iepl. Eisenb. 50° il. ^2>i — «4-,« Whm. Nordbahn 15<1 fl. . 341— nb",-- Äulchtichraber Eisb,5!X1 fl. »Ät. 5905 — 2!»1ü - detto (Ul. U.) 2oa fl, per Ult. W70 — i<>^(. -Donau < Daulpsschlssahrts > Ges., 1., l. l. priv., 500 sl, KM, icllz — i«zz - i)Uf.«odenbacher Eisb. 40« Kr. 550— 560- ,>eidl!i»nb« 662 25 Eübb. 200 sl. silver per Ultimo ibd-25 la» 2t, Eüdnorbdeutsche VerbmbungOb, 20« fl. KM......397-50 29z - Iramw»y»«el.. neue wiener, Priorltatl.«Ni?n 100 ft. . —— --— Ungar, westbahll i,Ka«l»Vl»z) 20« fl. 3.......400 — 4««- Wr. Lolalb..«Ulen.« !pod<:nir..Nnft, lfterr,,»O0sI.G, I>ü0 — los»-- Zmrr..V°d..»r«db. »ft,, 2»o sl. 5«4— 537 .-Kreditanstalt für Handel und Vewtlbe, I60 fl.. per «asse «40 5ü «4« 50 d,,tt, per Ulttmo «4? 7» «? 75 Krebitbanl allg. ung., 200 fl, . 759 - ?«<> - Dev»stte„banl, allg., 200 fl. . 4si 50 4Ü2 5i> ltslompt«. «tlclllchaft, nieder» ssterr., 4 itrone» . . .5««— l?0 -Hiro» und Kasienverein, Wiener. »uo fl........454 - 45s — Hyvothclrubanl, »fterreichische, 200 sl, 80°/» E.....28H — 25« - Uänderbanl. «Nerr., 200 sl. p« K«!!e.......-- -- detto per Ultimo . . . . 42« 25 «? 25 „Merkur", ««chselft,. «trien. ««sellscha,.. 20« sl. . . . «04— U08'— üsterr..ung. >U»nl I40l) lkroncn 179,^ 1^»ö - Unionbanl 20« sl...... 58« 50 5,7 z» Herlel>r«b«nl. allg,. 14« N. »2>>- - 68'. — zni«ftlll.zl»»er«h«n»^i,. «augel., all«,, »sterr., 10« sl. . <2l 60 ,2«i - VrüxerKlll,lenbergb,ü>e<.1«0!l. ?34 — 740 - Hllenbalinw'Leihg., erste, lUi)»l. lü'5 50 !i,!iü-- 4^?-- detto internal., 200 fl. ,^7— »69-Hirtenberger Patr.., Zündh. u Mel..ssatn7il 400 <^c. , . »!»8- - 10^0 - tiiesinsser Ärauerri 10« Oc!elllch^österi.>alplne 6lt» 50 61^50 „Polbl.Hütte". Tiegelgufzitahl. ss..A..«. 5>A> sl. ... <2ü - 4»,— Orager ?1- - 575 — „Schlöglmühl", Papiers., 2U»fl. 34—------- Wr. Ballgesellschaft l sl. - . 14?- <4»-- Wlenerberger Ziegelf..«rt..»«s. 710 - ?1,94<) Deutsch« Plähe......»17gi»i,7«» Bonbon ........ 24l»02 24u-l<2 Italienische «anlplshi . , . ,5.77, yz,^» Pari» - - -...... S5 ü?> 9z-?u «ürich und «altl..... «.,50 gzy, »al»te». Dukaten ,...... ,, ^ ^^.^^ 2o^franl«n^«tücle , . . «»-<>« ,u,n W.Mart TtNckf . ...'.' ,".47 H«.^ deutsche Neichsbanrnoten . . 1,7^5 11755 italienische Äll,lt>u>«n . . . »575 ^^ «Ubtl^iutcn . ... 2-b,« zz4!,n train.- vLxxd. T7"«xlc«.\a.f »on Kent«n, Praudbrles^u, Prlorltttteu, Aktien, I.oi««n ete., l>«vlncu uuU Valot«n. ______(4)_________Los-Versicherung. B«,2ilc- "a.3ica. "Weclxslaxg-e«c:kLS,ft I>alb»cli, Strt<«rjfH(P*e. Privat - Depots (Safe - Deposits) tTaa.t«r *lr>a>mTTtnch.lm« <2L«x r«,rt«S_ VirzliMM MB BirtliliHi Im KtiU-Ktirait ni irt filn-Kuti,