^ 44 Areitag den 14. Aprik 187«. XV. Jahrgaug. »«aibuqtt geitun»« erscheint jeden «»nntag, Mittwoch und Kreitaa. Preise — sür Marbura: aaniiSbria S « b-lbiSbil» » « In. San« m°n...ich I» kr. - mi. P«st».-s-nd.n''g- g°'!.ji-hr.g' S fl..' h.,bj-hrig°4 2 fl Är«/n.'g.Wr"s pr. "s-U?. ' ' ^ ° A«f Ztha Mre oder läiigtr? Marburg, 13. April. Beim ersten Ausgleiche mit Ungarn hat wohl diesseits der Leitha Niemand den grimmen Kampf geahnt, den wir jetzt zur Vertheidigung unserer wichtigsten Jilteressen führen. Die österreichische Regierung soll deßwegen bei der Verhandlung über die Erneuerung des Zoll- und Handelsvertrages begehrt haben, daß derselbe auf eine Reihe von Jahrzehnten abgeschlossen werde: die Grundlagen unseres staatlichen und wirthschaftlicheil Lebens dürfen wir eben nicht sobald wieder erschüttern lassen. Ungarn will dagegen nur eine Frist von zehn Jahren zugestehen. Die Forderung Oesterreichs, an und sl'ir sich nur zu sehr berechtigt, ist dennoch zu früh gestellt worden. Eine längere Dalier des Ver» traae« kann uns nur dann erwünscht sein, wenn dieser Vortheil bringt; die sachlichen Bestimmungen müssen uns günstig lauten, dann erst kann vom Zeitpunkte die Rede sein. Daß aber diese Bestimmungen überhaupt schon festgefttzt worden, oder wohl gar unser Recht sichern, be-zweifeln wir nach Allem, was wir bis zur Stunde über den Gang der Verhandlungen mit Ungarn vernommen. — Wäre das neue Joch schwerer, als das jetzige, so dürste wenigstens die Dauer nicht länger sein. Jahrzehnte lang wundgedrückt werden — Jahrzehnte lang nie frei und froh athmen können — immer nur kelichen müssen unter der Last, ohne Aussicht auf baldige Erlösung, ja! ohne Hoffnung des Leichterwerdens . . . . o! dies vermögen wir nicht und wären unsere Schultern noch stärker, noch größer unsere Geduld! Zum Sterben erschöpft wären wir noch vor Ablauf der Frist und mit dem wirth-schaftlichen Oesterreich würde auch das politische zu den Todten geworfen. Zur.Geschichte des Tajp'H. In der Ausgleichs frage hat bis jetzt kein Theil nachgegeben und versuchen die Magyaren dadurch einen Druck auszuüben, daß sie erklären: Einer für Alle und Alle für Ei-nell. Sollte morgen eine Vereinbarung nicht erzielt werden, so wollen Tißa und seine Minister die Entlassung nehmen. Unser Ministerium muß nun zeigen, daß Bangemachen nicht gilt. Ausschließung der österreichischen Banknoten aus dem un-garischen Verkehr, falls die Unterhandlungen in der Bankfrage scheitern und die selbständige National dank ohne Mitwirkung der österreichischen gegründet wird! — Diesem Ver» langen begegnen wir in einem Pester Blatte, welches zu K. Tißa in sehr naher Beziehung steht. Führt. Ungarn diesen Plan aus, dann muß Oesterreich strenges Gegenrecht halten und kann es um so leichter, je unwandelbarer die natürlichen Gesetze des Verkehrs namentlich der Kreditsähigkeit und der Kreditwürdigkeit im praktischen Geschäftsleben sich erweisen. Zum Danke sür die freundliche Haltllng Oesterreich-Ungarns gegenüber der Türkei haben die Truppen der letzte-reil die Greilze als Räuber verletzt, aus Pri« vatpersonen gefeuert und sogar unsere „Wacht an der Unna" mit scharfem Schuße begrüßt. Endlich wurde auch hinüber geschossen, und nachdem acht Türken gefallen, herrscht dort lmten wieder „Ruhe und Ordnung". Vermischte Nachrichten. (Bequeme Frömmigkeit.)Diemetho-distischen Damen Cincinnati's,' welche am Sonntage verhindert sind, die Kirche zu besuchen, lassen ihre Visitkarten auf den Altar legen. (Lebenskraft der Pferde.) In Paris wurden für den Festungskrieg höchst wichtige Versuche mit Pferden angestellt, wie lange ein solches ohne Nahrung leben könne. Ein Pserd vernlag 25 Tage ohne feste Nahrung zu leben, wenn es genügend Wasser bekoml^lt; es kann jedoch blos fünf Tage ohne Wasser leben, wenn es auch feste Nahrung erhält; gibt man einem Pferde durch zehn Tage von der letztern, doch ungeuügend zu trinken, so verendet es am elften Tage; ein Pferd, dem man drei Tage das Wasier entzog, trank binnen drei Minuten 60 Liter Wasser. Ein Pferd, welches durch zwölf Tage keine seste Nahrung erhalten, war noch im Stande, eine Last von 279 Kilos zu ziehen. (Vom goldenen Horn. — „Der Schatten Gottes.") Ein Berichterstatter der „Times" in Pera schreibt über l)en Sultan: „Der Eindruck, den Se. Majestät macht, ist der eines tief gelangweilten Mei^schen. Nichts kalm der geistigen Leerheit, Trivialität, Hohlheit des Sultans gleichkommen. Es fehlt ihm nicht an Verstand; er kann geläufig über manche Dinge schwätzen und einige Neugier betreffs dieser geschäftigen äußern Welt zeigen. Aber Alles in Blick und Sprache verräth die dumpfe Unwissenheit, in der seine Erziehung im Harem seilte geistigen Fähigkeiten begraben hat. Er scheint ganz unfähig zu sein zu jeder vernünftigen Erwägung, geistigen Anstrengung und besonders zu jedem Aufschwünge der Phantasie, der ihll aus dem Kreis seiner konzentrirten A e u i r r e t o n. Frltt») Ktil, Gkoplastiktr. Von Adam Wolf. (Kortse^ung.) Es war noch etwas Anderes, was ihn diese Arbeit unterbrechen ließ. Er überzeugte sich, daß die Bergzeichnung aus unseren gewöhn-lichen Flachkarten bei aller Ausbildilng, welche sie durch scharssinnige Methoden erreicht hat, doch niemals ein treues Bild der Bodengestal' tung gewähren, daß die wirkliche Plastik des Bodens nur durch naturgetreue, nach sicherer Autopsie und allen Erfahrungen der Wisset,schast gearbeitete topographische Reliefkarten erkannt werden könne. Keil wurde nun Geoplastiker und als solcher ist er zumeist der Welt bekannt geworden. Wenn irgend jemand, so hatte er das Zeug dazu, in dieser Beziehung Großes zu leisten: ein gründliches wissenschaftliches Studium, ge-naue Kenntniß des Terrains, ein glückliches Formengedächtniß, Talent und Fertigkeit im Zeichnen und Modelliren. „Außer der wissenschastlichen und künstleri» schen Bildung", äußerte er in einem Vortrage zu Salzburg, „muß der tüchtige Geoplastiker auch jene physische Krast besitzen, die ihn Wochen-lange Gebirgswanderungen mit ihren Mühseligkeiten und Gefahren ertragen läßt, ihm darf der moralifche Muth nicht fehlen, ihnen kühn entgegenzugehei», wenn es sich darunl handelt, der Natur ihre Eigenthümlichkeiten in den verborgensten Winkeln abzulauschen, und ein tüchtiges Stuck deutscher Ausdauer muß ihm eigen sein; denn die Werke, die er zu schaffen hat, fordern viel Zeit, mehr Geduld und anl meisten Fleiß." Mit einem Muth, mit einer Ausdauer ohne gleichen hat Keil alle physischen und technischen Schwierigkeiten überwunden. Er setzte seine Bergtouren fort, er war, wie er nlir selbst sagte, siebenmal auf dem Großglockner, zweimal auf dem Veilediger. noch 1859 auf dein Rai-nerhorn, dem stolzen Nivalen des Großvenedi-gers; er litt Hunger und Durst, besialid Gefahren aller Art, war mehrnial daran, sein Leben zu verlieren, aber i'lberall leucht<»te der Stern über seinem Haupte und zu ihnl blickte er auch in Noth, Kunnner, Erniattung, Hitze und Kälte. 1856 erschiei,en seine ersten Reliefkarten: Draugebiet. Großglockner; 1858 die Reliefkarte der Kreuzkofelgrllppe im größeren Maßstäbe (V»s0ov»). l859 die physifch-geogra- phifche Skizze, die Flora und Fauna derselben Gruppe; 1860 begann er sein Hanptwerk: „Reliefkarten aus den deutschen Alpen". Als mathematische Gruudlagen dienten ihm die Originalaufnahmen, die er in; k. k. militärisch-geographischen Institute benützte, die Spezialkarten des Generalstabes, die Katastralmappen der Bezirke, die Generalstabskarte von Baiern und die Monographien und Karten der einzelnell Gruppen. Unl die Höhenverhältnisse llnd richtigen Fornien des Gebirges zu erkennen, durchwanderte er abermals alle Winkel der Alpenwelt, er nahin neue Höhenmessungen vor, sertigte Profilzeichnungen an und verifizirte die oft irrigen Angaben der Karten. Auf dieser Grundlage entwarf er Plankarten. Schichtenreliefs und dann das wirkliche Relief. Dabei nahnl er für das Detail der Berg« nitd Thalformen den Maßstab von 1:48000 der Natur, so daß 1000 Fuß einer Linie der Karte entsprachen. Noch 1860 erschien die 1. Sektion: Heiligenblut, Winklern, Lienz; I86i das Relies der Berchtesgadener Gebirgsgruppe, und bis 1664 waren zwölf Sektionen der deutschen Alpen für einen Raum von 1U5 Ouadratmeilen fertig, jede Sektioll 300 Quadratzoll umfassend, nach Kulturen oder geognostisch kolorirt. Den Reliess wurden Begleitkarten beigegeben, welche den topograpl)ischen, hydrographischen und hypso- Selbstsucht herausführen kütlnte. Nicht« hat sich so tief in seinem Hirn eingewurzelt als die Vorstellung, die ganze Welt sei für ihn allein da. Allerdings dämmert zuweilen ein schwacher Schein der Erkcnntniß, daß er auch.Pflichten gegen seille Unterthanen habe, daß er sich der Verwaltung der Gerechtigkeit und der Aeförde-rung der allgemeinen Wohlfahrt annehmen müsse, in seinem umnachteten Hirn auf, allein er nimmt für sicher an, alles Gute oder Böse könne allein durch ihn geschehen —alle Gewalt solle in feiner Hand vereinigt sein, er allein dürfe einen Willen haben — und will sich trotzdem nicht mit der Mühe der Negierung befaf. fen. Warum hat er einen Grobvezir? Warum soll ma!l selbst bellen, wenn man einen Hund hat? Und wenn er hört, daß kein Geld mehr im Schatz und die Eivilliste im Rückstände ist, dann meint er: „Woztl hat man einen Ltroh-kopf von Finanzminister, wenn er kein Geld aufzutreiben weiß?" Des Sultans Regierungssystem besteht darin, daß er einen Andern in seinem Namen regieren läßt; sein Stellvertreter setzt einen Ferman oder Jrade auf, an sich ftlbst gerichtet (,.An dich, mein Vezier"), unterzeichnet ihn selbst und legt ihn seinen Sou» verän zur Genehmigung vor, dessen Gunst man nicht sicherer erlangen kann, als wenn nian ihn nicht mit Geschäften plagt. Das Dekret, welches in des Sultans Namen erlassen werden soll, wird Seiner Majestät überreicht, »aber nicht vorgelesen und selten ailSführlich erklärt, und ein einfaches Nicken des SliltailS genügt als ein Zeichen der Genehmigung, ohne daß man Siegel oder Unterzeichnung nöthig hätte. Besonders der gegenwärtige Großvezier, Mahinud Pascha, hat sich die größte Mühe gegeben, Seine Majestät mit der Idee ihrer ununlschränk-ten Allgewalt zu erfüllen, um sich so eine stellvertretende Allmacht zu verfchaffen. Die Haupt-bedinaung für einen Großvezier oder andern Minister, um sich im Amte zu erhalten, ist, daß er nie dem Willen des Sultans entgegen» tritt, daß er keine Einwendnng, keine Erklärung oder nur Vertheidigung je gegen ihn wagt. Der „Schatten Gottes" ist trotz dieses Titels doch nur eill Mensch und hat seine eigenen Launen und Schwachheiten, seine kostbaren Spielzeuge und Verschwendungs-Objekte Selt» samerweise verbindet er mit aller unsinnigen Verschwendung den schäbigsteil Geiz, die niedrigste Knickerei. Er hat 3 Millionen in Gold metrischen Theil und darin das so nlühsam gesammelte Material vollständig enthielten. Aus jenen Jahren bis 1865 sind noch andere ausgezeichnete Arbeiten Keil's zu nennen: so lSLl» die Karte des GroßglocknerS in Petermanns Mittheilungen, die bis jetzt die beste Karte des Glockners ist, 1862 sein Prospekt für topographifche Reliefkarten, ein Vortrag über Reliefkarteil in der Gesellschaft sür Salzburger Landeskunde, 1864 Relief und Karte von Iln-tersberg bei Salzburg und die Glocknerkarte in Ruthner's „Wanderilngen in den Tauern" (Wien, Gerold). Alle diese Arbeiten wurden in Salzburg ausgeftihrt. Keil hatte seine Stelle iil der Apotheke zu Lienz längst aufgegeben, lebte seit 1860 in Salzburg und gründete hier ein geo> plastisches Institut, in dein er niehrere Arbeiter beschäftigte Die nieisten Reliess waren alich bei Acker» manll, später bei Max Glonner in Salzburg, die Plankarten bei Artaria in Wien, im Verlag. Mitte Jänner 1865 übersiedelte er nach Wien, theils weil er es sür sein Unternehmen förderlld hielt, theils um ein Relief der Unl-gebung von Reichenau anzufertigen, welches Schulrath Becker als Unterrichtsmittel für bell Kronprinzen Rudolf bestimmt hatte. (Fortsetittng folgt.) und 8 Millionen seiner kostbaren Eonsol« beiseite geschafft. Wo euer Geld ist, da ist bekanntlich euer Herz, und es ist daher begreiflich, daß der Sllltan fortwährend von Verdacht und Schreckbildern gequält wird, die ihn bewegen, öfter nur hartgesottene Eier zu sich zu nehmen. Seine anerkannten Rathgeber und noch mehr seine geheinien Günstlinge schmeichelt! diesen Neigungen und ermuthigen jede Laune, die ihren Herrn beivegeir kann, Geld zu sammeln oder auszugebeil. Und ein solcher Mann steht an der Spitze eines verfallenden Reiches! Seltsame Aehnlichkeit zwischeil den: luUergehenden römischen und denl ebenfalls dem Untergange geweihten oSmanifchen Reiche!" (Zu den Erge b nijsen der Militär» stellun g.) Gelegentlich der Militärstellnng in Graz (Stadtbezirk) wurden tauglich befunden: von 169 Pflichtigen der ersten Altersklasse 4l, von l44 der zweiteil Altersklasse 7, von 101 der dritteil Altersklasse — keiner! (Gesundheitspflege Schutz der Augen.) Dr. Magnus hat durch eingehende Untersuchungen die Frage gelöst: ob die blauen oder die grauen Brillen das Auge besser schlitzen? Erstere schaden wegen des starken Reizes, ivelche das blatte Licht auf die Netzhaut des Auges übt. Dagegen hat Magnus bei grauen Gläsern gefunden, daß diese gegen alle im Lichte liegende Reize gleichmäßig Schutz bringen. Zltarburger Z.ierlchte. Sitzillig des GemeinderatheS vom l1. April. Herr Max Baron Rast berichtet über die Planirilng des Kirch» und Pfarrhof-PlatzeS in St. Magdalena, welche allf Geheiß des dortigen Pfarrers vorgenoinmen wordeil; er beantragt, deil Gegenstand an die Rechtsfektion zu schleuniger Berichterstattung zu weisen. Nachdem die Herren : Dr. Reiser, Dr. Lor-ber, Ferdinand Baron Rast, Hartmalln, Girst-mayr. Lobenwein gesprochen, wird der SektionS» antrag zum Beschlllß erhoben mit folgenden Zusatzanträgen: „Der Bericht ist binnen acht Tagen zu erstatten (Herr Dr. Lorber) — dem Pfarrer wird die wettere Abgrabling unbedingt eillgestellt, bis die Sache iln Geineinderath zur Austragung gelangt (Herr Hartlnailn). Frau Emma Nawratil ersucht llm pachtweise Ueberlassung des eingefriedeten Garten-antheils bei dem Kanduthfchen Hause in der Schillerstraße, für die Zeit vom 1. Mai bis 1. Nov. und erbietet sich, dasür k st. zu bezahlen. Der Berichterstatter Herr Max Baron Rast erillnert, daß der frühere Pächter (Herr Prod-nik) einen Pachtschilling von 10 st. entrichtet habe und bringt zur Keniltniß, daß die Frau Gräfin Batthyany-Erdödy den Garten für dieselbe Zeit um 20 st. zu pachten wünsche. Dein Antrage der Sektion, letzteren; Gesuch zu entsprechen, wird beigestimnrt. Herr Max Baron Nast berichtet über die Friedhossfrage. Sr verlieft das Gutachteil der Sachverständigen, die Erlässe der Statthalterei, bespricht die Unterhandlungen ulit Grundbesitzern i,l Pobersch und aus der Thesen und die Proteste der Rothiveiiler. Da die Stadtgemeinde Marburg selbst Thesengründe im Flächenmaß von Joch, 1051 Geviertklastern besitzt, so stellt die Mehrheit der Kommission folgende Anträge: 1. Es ist ein Ceiltral-Friedhos aus Gemeindemitteln zu errichten und zivar 2. ailf deni städtischen Thesengrunde ill der Gemeinde Rotl)weill. 3. Der gegenwärtig t>estehende Friedhof in der Magdalena-Vorstadt ist init 1. Oktober l. I. derart zu sperren, daß von diesem Zeitpunkte an iil demselben keiile Leiche mehr ohne spezielle Genehnligung des Veineinderathes mld nur in einer besteheilden Gruft beerdigt werden darf. 4. Der Friedhof in der Kärntner-Vorstadt ist längstens mit 1. Jänner 1686 zu fperren. 5. Neben der jetzt auf der städtischen Thesenrealität befindlichen Schottergrube ist eine Fläche von 2 Joch längs der Reichsstraße bis längstens 1. Oktober d. I. eiilzuräumen, ein Kreuz aufzustellen llnd daselbst mit der Beerdigung der Leichen aus der Magdalena-Vorstadt, den Gemeillden Rothwein, Brunndorf und Pobersch zu beginnen. 6. Das bestehende Pachtverhaltniß mit Herrn I. Lorber hinsichtlich der obigen 2 Joch ist in gütlichem Wege zu lösen, ebenso wie der Vertrag über den Schotterbezug mit dem Aerar. In Hinkunft, d. i. mit Ablauf des Jahres 1878 sind die Thefengrüude ilur mit der Klausel zu verpachten: „In soferne die Stadtgemeinde dieselben ganz oder theilweise zu eigenen Zwecken nicht benöthigt." Der Redner beantragt, hinsichtlich der sor-mellell Behandlung des Gegenstandes die Generaldebatte zu eröffnen und dann zur Spezial-debatte überzugehen; erstere lNllßte namentlich stattfinden bezüglich der Frage, ob ein Central-Friedhof angelegt werdeil soll öder nicht. Herr Johann Girstmayr erklärt, daß er bereits in der Sektionssitzung geslicht habe, seine Anschauung geltend zu machen. Nach seiner Ueberzeugung entspreche ein Central-Fried-hos nicht den Lokal-Verhältnissen. Jeder Berufene, jeder Arzt müsse zugeben, daß die Ueber-tragung der Leichen, besonders aber während einer Epidemie, viel schädlicher uud sanitäts-widriger sei, als jeder Friedhof. Die ^^eichen vonl linkeil Draullfer ul»d von der ganzen Umgebllilg müßtell durch die Stadt getragen werden, uin in den Eentral-Friedhof in der Magdalena-Vorstadt zu kommen. Wir habe»» nur eine Brücke; würde uns diese durch Eleinentarereigniffe weggerissen, so müßten wir doch die Leichen hier behalten. Bei einer seind« lichen Invasion könne der Fall eintreten, daß uns die Kommunikation abgeschnitten wird. Die Kosten der Beerdigung würden sich bei dem beantragten Centralfriedhof bedeutend ver-mehren, denn von eiller Kommunalgrenze bis zur andereil sei eS wohl eins halbe Meile Die Vergiftung des Grundwasser» durch einen Fried» hos sei nicht befürchten. Herr Glrstm.iyr erzählt, daß Herr Dr. Stöger sich bei ihm erkundigt habe, wie denn das Wasser vom Brunnen der Frau Schmide-rer in der Urbanigasse sei, worauf die Antwort gelautet habe: „Zehr gut!" Der Redner veriveist auf das Beispiel von Cilli, Laibach und Klagenfurt. Die «leisten Brunnen in Marburg werden durch Drauwasser gefpeist; zum Dranspiegel haben wir hier eine Tiefe von neun bis vierzehn Klaftern, es sei daher eine Vertiefung des Drauwassers nicht möglich. Würde für St. Magdalena ein Friedhof anl rechten User, für die Stadt uud die übrigen Theile ein Friedhof auf dein liltkell Ufer errichtet, so würde dies lveniger kosten, als ein Central-Friedhos. Sei dieser einmal errichtet, dann »verde man bald von einer Kapelle spreche»!, von einer Todlenkanllner, von dem Todtengräber: Wohnuilg uild alles dieses lverde ullS viele tausend Gulden kosten. Die Anlegung eines Eentral-Friedhofes sei wohl zu erwägen. Bei unserer FiilMlzlage sollen und könnell wir nicht Alles thull, was lÄroßstädte llilierilehmen. Graz, Klagenfurt, Laibach haben die Errichtuilg von Ceittral-Friedhöfel, allfge-geben. Herr Girstlnayr e»llpfieht seillen Antrag mit der Versicherung, daß die Gemeinde durch die Anllahlne desselben am Billigsteil und Richtigsten durchkomlne. Herr Dr. Lorber huldigt der eiltgegenge-setzten Ansicht. Kein einziger Grund gegen die Errichtullg eines Central-Friebhofes sei plausibel. Es sei die faktische Nothlvendigkeit eingetreteil, den Friedhof in der Kärntiler-Vorstadt zu verlegen und auch die rechtliche Nothwendigkeit sei vorhanden, nämlich der Statthaltereierlaß und das Gutachten der Sachverständigen. Die Nothwendigkeit liege auch in ^St. Magdalena vor. Maßgebend sei hier das Gutachten der Sach. verständigen; gegenüber einem solchen Gutachten gehöre großer Muth dazu, einer anderen Privatmeittung zu sein. Wenn man zwei Fried-t)öfe errichte, so soll dies weniger kosten, als die Anlegung eines einzigen? Waruln habe der Gegner dies nicht ziffermäßig nachgewiesen? Sin besonderer Friedhof sür die Stadt und möge derselbe wo inlmer angelegt werden, koste 2 fl. per Quadratklafter; auf der Thesen koste aber ein Joch nur 450 fl., wenn man den Grund kaufe; würden aber die städtischen The-sengründe benützt, so habe die Gemeinde für den Platz gar nichts auszugeben. Der Central-Friedhof komme höchstens auf 7000 fi. zu stehen; für zwei Friedhöfe haben wir die doppelten Kosten zu tragen: Umzäunung, Kapelle, Todtenkammer, Todtengräber-Haus. . . und sei auch die Zeit nicht mehr ferne, wo hier Leichenhäuser gebaut werden. Die Leichenübertragung durch die Stadt nach dem Central-Friedhof werde nicht sanitätsividriger sein, als jetzt, wo ja doch alle mitten durch die Stadt getragen werden. Würde die hölzerne Drau-brücke weggerisien. so bliebe doch gewiß noch die Eisenbahn-Brücke, und diese würde von der Südbahn-Gesellschaft zur Benützung überlassen, bis die Beschädigte wieder hergestellt worden ist. Würde bei einer feindlichen Invasion die Brücke abgerissöll, so würde sie bald wieder hergestellt. Uns dürfe ein Fall, der vielleicht in einem Jahrhundert einmal auf drei bis vier Tage sich ereignet, nicht abschrecken. Die vermehrten Kosten der Beerdigung würden die gleichen sein, ob die Leichen nach Montebello hinaus getragen werden, oder auf die Thesein Was die Vergiftung des Grundwassers betreffe, so lasse man sich durch eine Privatansicht nicht umstimmen gegenüber einem Gutachten der Sachverständigen. Fasse nlan dies Alles zusam-men, so komme die Errichtung eines Central' Friedhofes viel billiger und enlpfehle sich die Area der städtischen Thesengründe. Die Vlauer des Central-Friedhofes würde nach und nach durch Grabmäler hergestellt und winde die Gemeinde für die Gräber so viel Geld einnehmen, daß sie die Kosten deckt. Herr Girstmayr ilnd Herr Dr. Lorber vertheidigen noch noch einmal ihren Standpunkt, worauf die General-Debatte geschlossen wird. In der Spezial-Debatte erledigt der Gemeinderath den 1. und 2. Punkt des Kommissionsantrages und wird mit großer Mehrheit beschlossen, aus Gemeindenntteln einen Central-Friedhof zu errichten und denselben auf dem städtischen Thesengrunde zu errichten (Die Verhandlung theilen wir im nächsteil Alatte nüt.) (Ein gesteinigter Dieb.) Am letzten Montag, 10 Uhr Vormittag, begab sich der Ziegler I. Horvat zu GanlS voln Arbeitsplatze in das Wohnzimttier, um nach seinenl schlafenden Kinde zu fehen. Beim Eintritt gewalMe er den Landstreicher Johann T. aus Kranichs« seid, welcher vor dem geöffneteil Kasten stand. Dieser Strolch hatte das Gitter des Fensters auseinandergebogen, um einsteigen zu können und ergriff beim Anblick des Zieglers die Flncht. Ein Pstüger aus dem nahen Felde lies dein Burschen nach; da er den Leichtsltßigen aber nicht erreichen konnte, so warf er deniselbeil zwei Steine nach: der eine streifte den Kopf auf der linken Seite, der andere traf das Genick, worauf der Verfolgte zu Boden stürzte und festgenommen wurde. Der Ziegler verinißte eine silberne Uhr im Werthe von 10 st. »lnd seine Baarschast im Betrage von 54 kr. Der Gauner hatte diese Gegenstände während der Flucht weggeworfen und wllrde genöthigt, die fragliche Stelle zu bezeichnen. Uhr uild Geld wurden bald gefunden. Johann T., sechzehn Jahre alt, wurde sofort dem Strafgerichte eingeliefert. (Blitz und Brand.) In Kreuzdorf bei Werilsee hat der Blitz in da« Wirthschafts-gebäude des Grundbesitzers Mathias Strahl geschlageu und gezündet. Der Schaden beläuft sich auf 1500 fl. Die versicherte Summe auf 1460 fl. (Grün-Feier.) Zu Radkersburg und Pettau ist am 11. April d. I. der siebzigste Geburtstag A. Grün's in erhebendster Weise gefeiert worden. lZum 70. G eburtstage A. Grün's.) Der Stadtschulrath von Marburg hat an den Dichter Anastasius Grün solgende Adresse ge» richtet: Eure Exzellenz! Der II. April dieses Jahres, welcher so viele Körperschaften unseres Staates ulid na-mentlich der grünen Steiermark mit hoher Freude erfüllt und sie bewegt diesen: Freuden^ gesühle Ausdruck zu geben, veranlaßt auch den hochachtungsvoll unterzeichneten Stadtschulrath von Marburg, Euer Exzellenz zu Ihrem 70. Geburtstage seinen aufrichtigsten und herzlichsten Glückwunsch darzubringen. Und zwar veranlassen ihn dazu nicht blos die herrlichen Erzeugnisse der dichterischen Muse Euer Exzellenz, welche den schönen Bund der Hoheit des Geistes mit dem Adel der Abstammung so gländend bekunden und das geistige Band zwischen Oester-reich und Deutschland wieder fester geknüpft haben, sondern auch und vorzugsweise die hohen Verdienste, welche sich Euer Exzellenz durch Äre politische Thätigkeit und die sreiheitliche Neugestaltung Oesterreichs, insbesondere aber der Volksschule in so ausgezeichneter Weise erwor-ben haben. Möge es Euer Exzellung noch lange gegönnt sein, sowohl durch neue Dichtungen die Herzen der Mit« und Nachwelt zu erheben und zu begeistern, als allch Ihr muthiges Wort für Freiheit und Recht zu erheben und einen Bau für unser theures Vaterland aufführen zu hel' fen, gegen den innere und äußere Feinde vergebens anstürmen sollen. Stadtschulrath Marburg am 8. April 1876. Dr. M. Reiser. (Vom lieimischen Regiment.) Das Infanterieregiment Härtung hat am 12. d. M. Klagensurt und Villach verlassen, um nach dem neuen Standorte Trient abzugehen. (Aich amt Rann.) Dieses Aichamt beginnt seine Wirksanlkeit am 29. April und sind für den Geschäftsverkehr die Stunden von Morgens !) llhr bis 1 Uhr Nachniittag Mittwochs und Freitags festgesetzt worden. (Ost erfre ud e.) Morgen 8 Uhr Abends wird eine Beleuchtung des hiesigen Kalvarien-Herges niit Osterschießen imd Musik stattfinden. (Ui: ter der L o k o in o t i v e.) In: Batillhofe zu Pettau wurde ein Arbeiter (Ant. Kotzian) von der Maschine eines Lastenzuges überfahren und blieb augenblicklich todt. Der Untersllchltng zltfolge hat Kotzian dieses Un« glück selbst verschuldet. (Voln O b er-Gym na si u n» i»l Cilli.) Der.Ährkörper des Ober-Gymnasiuins in Cilli hat anl II. d. M. zur Grün-Feier iil Graz ein Glückwtulsch Telegramnl gesandt. Letzte Post. Die Tttmmu»a zu P.st Ofeu soll in Folge dtr Wiener Stachrichten sehr gedrückt sein. Die Aufständischen erwarte» ganz sicher das thätige Eingreifen Serbiens. Das rumänische Miniflerum hat wegen des Ausfalls der TenatSwahlen die Entlassung gefordert. Die Regierung Frankreich» hat auf den l. Mai 1878 die Eri^ffnnng einer Welt-steUnttg zu Paris angekündigt. Eingesandt. Seit einigen Jahren treten die Behörden dem Unsug des Osterschießen» auf dem Lande, der Ursache so vieler Unzukömmlichkeiten und so manchen Unglücks, mit allem Nachdrucke entgegen. Es werden ohne Zweisel auch Heuer wieder einige besonders exzessive Burschen zur Verantwortung gezogen und bestraft werden. Bei dieser Gelegenheit möchten wir darauf aufmerksam machen, daß die Jnkulpaten eindringlichst inquirirt wiirden, woher sie das Pulver haben. Man strafe strenge die unbefugten Verschleißer. Ohne Hehler gibt es keine Stehler. Wenn der Bursche nicht mit solcher Leichtigkeit wie bisher Pulver bekommt, wird sich auch das Schießen vermin ^ dern und die Lust daran mit der Zeit ganz aushöreu. L. — kosvUNsvrWllullK. leli (Iis demI'. ?ud1il!^uw die ieli äsu 10. ^pi'il mein 433 Illanufavtlli'- u. 8pvivi'oigv8vkAft im katkkauLv 11 au 'fk. ei'ötkuo. Das ist restaurirt, cll^s Aut uull neu sortirt die empfelile ivli Iis- (Iis Lüclt'iüelits ueuestei' KeuäunZ, velelie in ü'iseliestsm ^U8tant.l6 anZelcolnmen 3iuä. Die ?i'si36 1ial)e iel^ mü^lielist billig 868t.e1It uuä ieli sifiiAFt dsmülit sein, cla.8 V^eltriiuell <168 ßeolirten?'ul)1ilcum3 aueli äuieti prompte öeclisuunK /u rselttteitiASn. Lebende Karpfen von 2—8 Kilo und Hechte« sind zu haben bei OarR vurAlRttzrÄ in der Tegetthoffstraße. (4S6 Lill mit schöner Haudschrift und kaufmännischer Vorbildung wird aufgenommen und bei Verwendbarkeit entsprechend honorirt. (444 Eigenhändig geschriebene Offerten sind an mich zu richten. _Agentur- u. Commissions-Geschäft. 2 obere Thesen-Antheile (2 Joch 585 Qkl.) knapp an der Pettauerstraße gelegm und geeignet für Bauplätze, sind billig zu verkaufen. 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Nachmittags: ÄusfteUuua von Sienenvölkern, Sientnwohnnnaen und Sienenznchtgeräthtn im Karten des Hotel Wohlschlager mit praktischen Vemonftrazionen an den ausgestellten Gegenständen. Die Versammlung wie die Ausstelluug sind öffeutlich; es find dazu nicht nur die Mitglieder der beiden Vereine, sondern alle Bienenzüchter nnd Freunde der Bienenzucht freuudlichst geladen. DM^Die Bienenzüchter, welche die Ausstellung beschicken, wollen die Ausstelluugs-gegenstände bis läuqsteuS 18. April ö Uhr Morgeus am Ausstellungsplatze abgeben. v s « Td II Eigene Krzengung ?11r VunVnskaA susv; n «-» s Eigenbau Sanritscher Ansstichnikine werden vom Charsamstag an in den Weinstube« der Barg «ad Narg MAierhaf » Liter 4O kr. in Ausschank genommen. _Für die Echtheit deS WeintS bürgt dir Güter-Verwaltung. (451 WtlMtis - Emißigiiiß. Vom Ib. April lasse ich in mcinem Wein-schanke, obere Herreugasse Nr. 146, den beliebten Tischwein ISVIv» per Liter um HS ausschenken. (454 Karl Klucher. Strohhüte. Tie Unterzeichnete gibt den ?. 1. Damen bekannt, daß sie alle Gattungen Ttrvhhüte, Roßhaar, Perl und Brüsseler, aufgeputzte und unaufgepuKte am Lager hat und alle Gattun^ien M Akte ZV« Putztu und Färbt« aufs schnellste besorgt. (377 Modistin aus Graz, in Marburg: ^vtsl I^vkl' 1. Stock. -— Danksagung. k'iir äis saklrsiods Lssx^situvps sur Ist/tvn kukost^tts tis« tkeuöisn (^aUsli sie. sto. Hsrn» ttaväsig- mkluriks, sprooksn lüsrmit allen Vvrvvkuäton, k'rsunäon ullä äsu dsr^IioliLtsn Danlc aus ^447! /)t's ^?'au6»'?ici67t l Rr. 2944. Kuudmachung. 440 Vom Stadtrathe Marburg wird hiemit zu Jedermanns Darnachachtung erinnert, daß im Stadtbereiche von Marburg und Umgebung daS sogenannte ÄfterschieHen bei Geld- eventuell Arreststrafe strenge verboten ist. Marburg am 11. April 1376. Der Bürgermeister: Dr. M. Rei s e r. VorsMüsss in ^väsr dolisdiAeu Hötie, auvil ratouv^oiss Rizvk^aliluuff, vsräeu 2U wög1io1i8t billiKSM ?vroont8at2 ertl^silt. (455 vanlc-vommlsslon«- lnonsso-kvsvkKft lUarburK, öurxplatz ^r. 9. Z. 309. 449 Kundmachung. Am IV. l. M. findet in Reifnig-Fresen im Gasthause deS Herrn Lederer behufs Sicherstellung deS Schotterbedarfes für die Völka-Bezirksstraße eine Minuendo - Lizitation statt. Der Schotterbedarf besteht in der Erzeugung und Verführung von 183 Kubikmeter (gleich 145 PriSmen a. 40 Kubikschuh) Schlüget-schotter auf die Loose 1 und 2, d. l. auf die Strecke von der Ueberfuhr biS zur llrbansäge. Die Lizitationsbedingntffe können Hieramts e »gesehen werden. BezirkSauSjchuß Marburg, IS. April 1876. Der Obmann: Konrad Seidl. ntwortN 2 s /, « ei« echter Haarzopf aus gesundem echten Menschenhaar, üppig, eine Elle lang, znin wuschen n. küninien, aus der Zimmerman'schen Zopffabrik in Wien. In Marburg im (^52 M Mohr, 1. Stock, Limmrr Nr.b. e RedoNiou. Druck und Anlas von Eduard Zanschitz tu D«»It M AicmPskhIillz. Ich beehre mich, dem ?. I. Publikum anzuzeigen, daß ich mein KasthauS-GeschSft in der Domgaffe an Herrn Kranz Rvschker verpachtet habe. Indem ich meinen v rehrten Gästen hiemit den herzlichsten Dank ausspreche, empfehle ich meinen Nachfolger zu gütigem Besuch. Achtungsvoll Z^sttler. Mit Be^ug auf Vorstehendes empfihle ich mich den bisherigen verehrten Gästen nvd bitte, das Zutrauen, welches Sie meinem Vorgänger entgegengebracht, auf mich zu übertr^eu, sowie ich bestrebt sein werde, durch gute Naturweine, stets frisches GöK'scheS Märzenbier und schmackhafte Küche dasselbe zu rechtfertigen. 446) Hochachtungsvoll ergebener _Franz Roschker. 2 schöne Wohnungen im 1. Stock. HauptplaK und Draugaffenfeite, eine mit vier und eine mit zwei Pieeen, find mit 1. Juni zu be/iiehen. (453 Auskunft im Comptoir d. Bl. ^ völüriüss-I'si^öii in allen Nunaneen. Aelkrniß, terpentin, Leinöl, Lopallacke, alle Gattungen Farben, Pinseln, wie überhaupt alle in mein Fach schlagenden Artikeln zu herabgrsetzen Preisen — bei größeren Abnahmen entsprechenden Ravatt — empfiehlt killsi'bsvlc, Maler und Anstreicher, Obere Herengafse, 390_„zum Hund". _ Dampf« «.Wannenbad ia der Kürotner-VorAadt täglich von 7 Uhr Früh bis 7 Uhr Abends. 156 Alois Gchmiederer. Ei« G-wölb im RathhauShofe ist sogleich zu vergeben. Anfrage bei Marie Schraml. «ardmg. ----- »kS c«?