Laibachn OMtu ng. Nr. 115. P r n » um ^ vl> l > o »l!;' r ^! « ! ^>n >iomp, oil g^nzj. fl. n. halt,, ll. 5.5». Ml die ^uftcilulio i»s Haur balbj.5,1?,-, Mild^Pl'!» „«'N'i.sl, 15, Y".lb.i. si. 7.50. Dienst^, «9. Mai i!M.«<,lt.. 3m. 1 ft.! sonft p'.Zeilt Im. ell.. 2m.8ts., 18V8. Aintlichcr Theil. Der Iustizmiuistcr hat ci»c beim Krakancr VandcS-gcrichtc erledigte Elautsanwaltssubstitutcustclle dcm Tar-nnwcr ssreiögcrichtSadjuuctcn Elcuicns P a w lowilz < verliehen. ! Nichtamtlicher Theil. Vaibach. 1^. Mai. Ein bedauerlicher Act empörender Rohhcit ist in dcr Nacht vom 17. auf den 18. d.M. in der Nähe unserer Hanptstadt verübt worden. Nach den Details, wclchc bisher über die gcgcn Civil- nnd Miülärpcrsonc» ^gangcnen c^ccssiucn Angrifft vorliegen, handelt es sich u>n ein Bnbcnstück der gemeinsten Art, welches die nn '»ittclbarcu nnd uiittelbarei, Thcilnchmer in gleicher Weise brandmarkt, ihre Sinnesart nnd ihre Handlung der nllgcincillslcn Eulrüstung preisgibt. Es ist einem glück-l'chcn Znfall znznschreibcn, daß die vorgekommenen Be-ichadignngen und Verwundungen, mit einziger AuS-"ahme Eines der Bcthciliglcu, der sich im hiesigen Spital befindet, nicht bedeutend oder doch ohne gcfähr-^chc Folgen zu sein scheinen. - - Ucbrigcus ist uuö bc-lmmt, daß von Seite der Behörden die umfassendsten ^uUcitnngcn getroffen sind, »in dieThcilnchmcr und Nr-l^bcr solcher Brntalität zu erforschen, die Schuldige» znr Haft zu bringen nnd der veldieutcu Slrafl'chandlnng ^lzufnhrcn, sowie auch für eine ausreichende Handhabung ^r Polizcigcwalt iu jener Gegend, wclchc schon wiederholt der Schauplatz ähnlicher Pübclcxccssc wurde, Sorge 5" tragen, Es sind allerdings mehrfache Anzeichen vorhanden, welche darauf hinweisen, daß diese trotz der getroffenen ^loiidc^i, Vmsichlsmaßn'gelu vollbrachte Uebeltl^at nicht ^ augcnblicklichc Wclk tolle» UcbcrmuthcS, sondern ^aninäßig veralncdct und angezettelt war; allein nur tnimcu und wollen der Borstellung nicht Raum gebe», daß sich ihre Urheberschaft auf mehr als einige Iu,-ivi-d»cn von unseliger Dcntungsart nnd völliger Entsittlichung zurückführe» lasse, denen es hoffentlich nicht gelingen wird, sich den gerechten folgen ihrcs schmachvollen Bcginncns zu entziehen. Zur MlmO'M !°"d der „Tr. Ztg." aus Wien, 14. Mai, gcschric' ^"' Es schcint'sich zu bestätigen, was „böse Znngen" .?'» Finanzansschnssc bchanpletcn, daß er nämlich mit >k'ncn, Beschlusse einer 2')pcreent. Eonponstcncr mit sei-^'" finanziellen Vatcin zn Ende fei; denn gestern "bends dcballirtc er bereits den Gcsctzcntwnrf, betreffend ^' Vcrlanf der Staatsgüter, ohne die zwischen diescm "."d der Eonponrcstriction liegende Stcncrfragc auch nnr ^"^ Blickes zn würdigen. Der Finanzausschuß inag 'Asiens ruhig fortarbcitcn, seiucu Bcschlüsscn wird iu ^ öffentlichen Meinung wenig (Gewicht mehr beigelegt; ^" monrlct nnr mit Ungcdnld den Schlnß seiner , .^alhiuigcn, damit das Plcnnm in der Vage wäre, die , ^"' si,h^. ucrflihrcnc Finanzfrage selbst in die Hand - "chine». Wie wenig (Gewicht man übrigens in' den > "st sehr empfindlichen nnd empfänglichen Finanzkrci-' ' dc» Fiuauzausschuß-Bcschlüsseu beilegt, geht au, Bc-' .') Nllg der Haltung hervor, die gestern die Börse an< «!M)ts der ihr in Aussicht gestellten 25)pcrc. Eonpon-^. 'kr einnahm: sie lonnte sich fattisch nicht entschließen, h:'^'l'Xrng für ernst zu nehmen, denn die Variation, .^ ,^laatscsfceten crfnhrcn (l ..... 2 fl.), trat anch bei ^,.)'!^'icpapicrcn ein, die doch naturgemäß hättcu ftcigcu dies "' !"^ berechtigte mithin zur Auuahmc, daß selbst Bl>s,^.^''^c Diffcrcn; in audcrcu Viomcuten, als den dct !>'^" ^^ ssinanzansschnsses ihre Begründung fi» bna„'f ^/1^ cs nämlich dahin gebracht, daß der Slaats-"llc/ ^'^ ^"'l^ '" cmcr Weise discntirt wird. die slct ,,'"'. 'u^ts zn wünschen übrig läßt. Ucbrigcns lei-dleser Beziehung ein Theil der hiesigen Iourualc, die mit einem gewissen Galgenhumor die Frage aufwcr' fcn, warnm denn cine Eouponstcucr vou 17 pEt. wcuigcr, als eiuc Steuer vou ^ö Mt. den Bankrott involvirc. Wollten wir uns gleichfalls anf diese etwas abschüssige Bahn sophistischer Deduction begebe», so tonnten anch wir unsererseits die Frage ^ifwcrfcn, warum man deun, wenn man schon den Staalobanlerolt will, nicht lieber ihn gleich voll will uud statt ciucr 25pcn., eine 50pcrc. Eonponstcncr eintreten läßt. Man vergißt aber in jcncn streifen, in denen man anf diese Weise den Staalsbcm-kcrott, oder besser die iiüpcrc. Zinsenrcduction populär zu machen sucht, daß der Resjieruugsoorlagc (Erhöhung der Eouponstcner von 7 ans'I 7 Perc.), ein Princip znm Grunde liegt, nnd zwar der Satz, daß die westliche Ncichshälflc nicht vcrhallen werden tonne, die ihr auo dcm finanziellen Ausgleiche mit Ungarn crwachsrndc Mch r b cl ast uug im volseu Umfange ;n tragen. Es ist vom Ncgicrungstischc ano schon wiederholt betont worden, daß die Erhöhung der Eouponstcn.r nm M pEt. jene von Ungarn zn wenig übernommene Staatsziuscn-Quote äquiparire, mithin erscheint der Satz von 1 7 pCt. als nichts willkürliches, so viel sich auch gegen dessen iMotiuirung einwenden lassen mag. Verläßt man dieses dcr Regierungsvorlage zum (Yrundc gelcglc Princip, dann betritt man die Bahn der Willlnrli'clM, dann wird die Eoupmistcucr zur Verinögeus-Eonsiscation; daß aber zn dieser das gegenwärtige Miuistcrium seine Haud uicht bietcu wird, hat der Ministerpräsident vorgestern, und der Finanzminislcr gestern im Finanzausschüsse deutlich genug gesagt. Der Illmbau in Vcjlcrmch. II Reiche Früchte uud voller Blülheuschmuck sind keineswegs immer cin sicheres Zeichen der Gcsnndhcil l und dcs Gedeihens der Psluuze, dcn» nilhi scllen wird der eine nie zur Fruchtsülle, uud der glänzendsten Ernte svlal oft grcllc Slcrililäl; im Wiir,;elstock licgt das Niaß siir dic »achhalliac straft, '.'lchulichec« gilt von dcu Vollern.- iu der Zeit seiner tiefsten Zersetzung uud zweifellose» Niederganges brachte Italim die größten Genies in Knnst und Wisseuschast hervor, gebar Fcldhcrrcu, Maler, Dichter, Bildhauer, Gelehrte, dcrcu Name nn» sterblich bleiben wird. In der Periode dcs glänzendsten Aufschwunges dcs italienischen Geistes vertnmmcrle die Masse dcs Volkes mehr denn je. Anch im wirthschaftlichcn Vebcn ist die Höhe der Eulwicklnng nicht nach den Produclcn einzelner, hervorragender Industriezweige zu mcsscu i sie könucn in allcm ihrem (Glänze nnd mitten im Siege über alle Miluc-wcrbnng gleichwohl nichts sein als Parasiten anf durch^ aus lraulcm ^ebcu, rciuc Trcibhauopfinuzcu, Producle ciucr gan; nnnormalcu Drganifation. Wie wcrthvoll dic Arbeit der Mafsc des Voltcö ist, wie ökonomisch nnd intelligent diese Masse die Kräfte verwendet, wie hoch das Erträgniß derselben, das mnß man untersuchen, um ein klares Bild vou der wahren Höhe der wirtschaftlichen Entwicklung der Nation zn gewinnen. Nie war cS nöthiger, diese Höhe zu messen, als! seitdem Oesterreichs Völker zur Selbstverwaltung berufe,, sind. dcuu Freiheit hat uur gcriugcu Werth, wem, sie nicht cinc Fnnetion der Bildung ist, und Bildung ist abhängig von, Ncichlhum, dieser aber nichts als ersparte Arbeit. Der wcilans größte Theil der Völker Oesterreichs lebt vl,„ der Bearbeitung dcs Bodens, von der Vand-wir!hsch..st, und im Vorjahr ist zweifellos das Ertrag, »iß derselben so groß gcwcscn, daß dnrch den ausgeführte,, Ucbcrschuß ciu großer Theil Mittel- uud Ost-Eu-ropa'o vor .Nuugcr uud N'oth bewahrt werden konnte. Es sind im Jahre I«<»7 gcgcn 12 Millionen Zoll» Eentmr Ä^izen, .'i Millionen Ecutucr Roggcu uud über ^ Millioucu Ecntncr Hafer nnd Gerste ausgeführt wor-den; dazu muß noch eine Ausfuhr vou zwei Milliouen Ecntncr Mehl gerechnet werden, Die vorjährige Getreideausfuhr übertraf die dcr güustigstcu Jahre nm mehr als das doppelte. Dcr Dnichschnittopreis für 80pfün-digcu Wei;cu war ctwa i> fl.. für Roggcu .^> fl., für Hafer und Gerslc 1.'. ft.. Oesterreich hat dinach im Vorjahre gsgcn '.»0 Millionen Guldcu für Weizen, gegen 1-l Millionen Gnldcn für Noggcn nnd gcgcn Is) Mil. lioncn Gnldcn für Hafer nnd Gerste, nnd gcgen 25 Millionen Gnldcu für Mchl vom Auslande bezogen. Dcr vertanftc Gctrcidcübcrschnß ergab also eine Einnahme von etwa I'l4 Millionen Gnldcn. Rccbnct man dazu die Eiuuahme für die ebenfalls ungewöhnlich große AuS- suhr von Flachs, Hanf, Tabak, von Bier, Branntwein, Wein, Orl, also mittelbaren Erzeugnissen des Ackerbaues, so erscheint Oesterreich als anf der Höhe dcs Ackerbaues, dcr Bodcnbcwirlhschaftuua, «n Europa stehend, denn cinc ähnliche Ausfuhr hat lciu andcrcs Land unseres Welt thcilcS zu bicteu. Leider ist dicscr Schluß uicht berechtigt; nicht die ungewöhnlich reiche Ernte Oesterreichs, sondern dcr große Erntcansfall im Auslande schuf die Möglichkeit einer so bedeutenden Ausfuhr, Sicher lann es immer als ciu Zcichcu niedriger Eulturcntwicklnng angesehen werden, wenn große Masjcn landwirtschaftlicher Rohproductc, welche den Grundstock der Nahrung bilden, ausgeführt werden. Die Transportkosten stchcn selbst bei der wohlfeilsten Fracht in einem zu hohcu Verhältniß zum Werth, uud cs ist immer cin Bcwcis ticfcn Standes dcr land-wilthschaftlichcn Industrie, weuu Getreide statt Mehl, itartosfclu statt Brauutweiu, Futtcrgctrcidc statt Fleisch cxporlirt wird. Mittcu in dcr Freude über das gläuzcude Ernte-Erträgniß deS Vorjahres müssen wir daran erinnern, daß in dcm größten Theile nnscrcs, von dcr Natur so gesegneten Vaterlandes, d^r Ackcrban noch eine reine Ranbwirthschast ist, daß man sich nicht bemüht, den, Boden in Gestalt von Dünger mit dcr einen Hand zuerst zn geben, was man ihm mit der anderen entnimmt, wril von Dnngerwirthschaft, von Stallfütterung, von Wiesen- und Futtertrauterbau nicht die Rede ist. Das Vieh muß sich im Sommer auf Anger nnd Wald dnrchwciden, im Winter nm Hungcrtnchc „agcu, uud uugcmein große Ackerflächen gebcn bei meist höchst ober flächlichcm Aubau ciuc zwar absolut große aber relativ nnr sehr geringe Ernte. Dcr Brulto-Ertraa. eines Joches Ackerland in Ena^ land berechnet sich auf etwa 120 fl., iu Frankreich auf ctwa W fl., in gauz Oesterreich durchschnittlich uur auf 22 fl.! Weuu man im allgc.'neincncn annehmen kann, daß /. des Brntto-Ertrages dnrch die ÄrwirthschastungS^ lostcu in Anspruch genounucil werden, so zieht man in England von jedem Joch Ackerland ciucu Gewinn vou 24 ft., in Frankreich von 12 fl., in Oesterreich nur vou 45 Guldcu; Weuu dicsc Zahlcu ciucrscits gccigucl siud, jede Täuschung über die wahre Höhe „nscrcr Bodcnbcwirth^ schastnug gründlich zu zcrslörcu, so lönucn sie doch an» dcrerscits zeigen, wie leicht Oesterreich seine Einnahmen noch zu vcrmchrcu im Staude ist, wenn es nnr seinen Ackerbau einigermaßen auf die Höhe dcr bcnachbartcn Enltnrländcr bringt. Rationellere, intensivere Bearbeitung dcs Bodens kann reichlich die ungewöhnliche Gunst dcr Witlcrnng im Vorjahr ersetzen nnd Oesterreich Durch' schnittscrntcn von gleichem Reichthum sichern. Ist nach dcn Rohprodukten dcösclbcn im AnSlandc keine Nachfrage, so wird sich dcr PrciS derselben auch bci uns »ihriger gestalten, slchl aber dcr Ackerbau auf einer l)öl>crn Entwicklnugsslufe, dann wird in einem folchen Falle dcr Ansglcich durch die landn'ilthfch^ftlichcn In-dustricproductc hcrgcslcllt wcrdcu, und Ocslcrrcich wird dcu Weltmarkt, wenn auch uicht immer mit scincn Roh-productcu, doch mit ftinen landwirlhsckiastlichcu Industrie-productcu bchcrrschcu löuucn. Mit andern Worten.' wenn wir bci dcm so niedrigen Stande unserer Agrikultur iu für Europa ungünstigen Erntcjahrcn dcn europäischen Markt mit land-wirlhschastlichen Rohprodukten zu versorgen vermögen, so föuucu wir für die landwirthschaftlichcu Judustricpro-ductc dic Vif?rantcu Europa's für nllc Zcitcu gemäß der Entwicklung nnfcreS Ackcrbanbetricbcs werden, denn für Fleisch. Fett, Speck. Butter, jläsc, Alkohol und die Han-dclspftan;cn ist. wie das Vcrlirauchsr^rmögcn, so auch dic Nachfrage cinc uubcgrcuztc, weun nnr dic Prcife entsprechend billig sind. 44. Sitzung >cs SrrrcnlMscs vom 10. Mai. Anf dcr Ministcrbanl: Ihre Erccllrnzen die Herren Minister Fürst Aucrspcrg. v. Plcucr. Ritter v. Hasucr. Graf Potocli; als Rcgicrunasocrtrctcr: iVcctionsrath Pfeiffer. Vorsitzender Fürst E 0 ll 0 r e d 0 eröffnet die Sitzuua. nin halb 12 Uhr Nach Vcrlcsnng nnd Gcuclimi^ing des Protokolles der letzten Sitznng wird sofort zur Tagcsordnnng: Eommissiousbcricht über das Ocsctz. betreffend die östcrr. Nordwcslbahu, übergegangen. 842 Es liegt cin Majoritäts und ein Minoritäts-votum vor. Dcr Bericht dcr Majorität wird von dcm Grafen Hartig als Berichterstatter verlesen. In der Generaldebatte meldet sich niemand zum Worte, es wird daher sogleich zur Specialdebatte geschritten. Bei der Abstimmung wird Art. 1 mit 43 gegen 28 Smnmcn nach dcm Antrage der Majorität, also in Uebereinstimmung mit dcm Beschlusse des Abgeordnetem l> a uses angc n om men. Die übrigen Artikel, wie der Titel des Gesetzes werden hierauf ohne Debatte angenommen und sogleich das ganze Gesetz in dritter Lesung zmu Beschlusse erhoben. Hicmit ist die Tagesordnung erschöpft. Schluß der Sitzung halb 3 Uhr. Nächste Sitzung: Montag. Tagesordnung: Böhmische Nordwcstbahn. 109. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 15). Mai. Auf der Minislcrbank: Ihre Excellenzen die Herren Minister v. Plener, Dr. Herbst, Dr. Brcstcl. Als Ncgicrungscommissär anwesend: Scctionöchef de Prctis. Präsident von Kaiscrfcld eröffnet die Sitzung um 11 Uhr. Das Präsidium des Herrenhauses übcrscldet das in der vorgestrigen Sitzung beschlossene Wuchergesetz. (Wird dein Ausschüsse für Revision der Wuchergcsetze zugewiesen.) Auf der Tagesordnung steht dic Festsetzung der Delia tie über den Zoll und Handelsvertrag. Als Redner haben sich eintragen lassen: die Abg, ^ippmann, Schür er, Rüb eck, Groß. Abg. ^ippmanu (für): Es ist wahr, daß ein« zclne Rechnungen dicfcs Vertrages manches zu wünschen übrig lassen, aber im Ganzen und Großen muß man mit dem Vertrage sich einverstanden erklären. Ich glaube auch, daß Vieles, was gegen den Vertrag vorgebracht wurde, nicht zutreffend ist. Redner polemisirt nun gegen den Abg. Tunncr. Es ist auch darauf hingewicscu worden, daß die Verkehrsmittel sich noch auf sehr niedrigem Standpunkte bei uns bcsindcn. Das ist allerdings wahr. aber gerade in der letzten Zeit ist bereits Enormes geschehen nnd wird in Zuknnft hoffentlich noch mehr geleistet werden. Bezüglich der Eisenindustrie wnrdc auf die enormen Steuern hingewiesen. Ich weiß nicht, welche Steuern gemeint wurden: eine Steuer, die sich blos auf die Eisen-Industrie bezieht, ist mir nicht bekannt. Wciiu aber behauptet wird, daß der Vertrag mit Aufgcbung vieler Vortheile von unserer Seite, ohne Gegenleistung von dcr anderen Seite, abgeschlossen worden ist, so muß ich auf dic Vortheile hiuwciscu. welche durch den Vertrag unserer Wein- uud unserer Leinen-Industrie zu gute kommen. Es ist gestern auf das Agio hiugewiesen worden. Nun, meine Herren, dieses Agio ist eben ein großer Schutz sür die Industrie. Das frühere System richtete all' fein Bestreben darauf, das Agio zu beseitigen. Es war unmöglich, wir haben das Agio noch immer. Auch unserer jetzigen Regierung, welche die schwierige Aufgabe der Ordnung des Staatshaushalte« zu lösen hat, wird es auch uicht so bald gelingen können, das Agio zu bcseitigeu. Redner empfiehlt fchlicßlich den Vertrag zur Au» nahmc. Abg. v. Hopfeu beantragt Schluß der Debatte. (Angenommcu.) Die Abg. Kübcck, Schürer, Mayer und G. Groß, welche bereits als Redner eingeschrieben waren, wählen zillu Gencralrcduer den Abg. M ayer: Er halte es für nothwendig, an den Vertrag von 1^5!) anzuknüpfen. Als dieser Vertrag mit dcm deutschen Zollvereine im Jahre 1K53 abgeschlofscu wurde, da herrschte dieselbe Ausicht, welche auch jetzt vielfach geäußert wlrd: die Industrie habe zu wenig Schutz, sie müsse zu Gruudc gehen. Es sind 15 Jahre seitdem verflossen, und ich frage Sie, meine Herren, ist unsere Industrie wirtlich zu Grunde gegangen, ist sie verarmt, oder hat sie nicht vielmehr Fortschritte gemacht unter dcm wohlthätigen Einflüsse der Eoncurrcuz? (Bravo!) Wir sind von Grundsätzen ausgegaugen, die dic Zeit nicht fertigen wird. Wir bauen Eisenbahnen, wollen niedrige Tarife, uud wo es fich um eine Eruicdri« gung des Zollsatzes haudelt, da fiudct mau so viele An-stände, Jeder will geschützt sein, jeder fürchtet zu Grunde gerichtet zu werden, und wenn man dicfe Bcsorgmsse näher ansieht, so findet man nichts anderes, als daß sie ein Gespenst sind. Wir sind dahin gekommen, daß kein Land sich selber genügt. Die Grenzen müsscu fallen, das ist die Fordcruug des Haudcls und der Industrie, das ist hier mehr oder wcuigcr bei diesem Vertrage angestrebt. Er will eine Erleichterung dcs Verkehrs uud bietet uns so viele Wohlthaten, daß er mit Freuden begrüßt werden muß. Nachdem wir aus Deutschland, wie man sagt, hiu-ausbugsirt wordcu sind, so sollen wir wenigstens durch materielle Baude an einander geknüpft sein uud lasscu wir uuS durch materielle» Schaden ciuaudcr uicht noch mehr entrücken. Redner spricht noch von ciuer Petition, welche in der letzten Zeit uou einem hiesigen Eisen-Industriellen an den Reichsrath gerichtet wurde. Seine Erfahruugcn stchcu mit der in der Petition aufgestellten Behauptung im geraden Gegensatze. Redner erzählt nuu, wie er im Jahre 18Z5 auf deu Gedautcu kam, schiffe aus Eifen zu fabricireu, was zwar damals den Verdacht erregte, daß es bei ihm da oben nicht gunz richtig fei. (Heiterkeit.) Die ^eute wollten nicht glaubeu, daß Eifcn schwimmt. Er erzählt weiter die Schwierigkeiten, die er anfangs zu bestehen hatte, bis es ihm endlich durch Energie und itraft gcluugcn, mit dem Auslande zu coucur-riren. Der vorlicgeudc Vertrag, fährt hierauf Reducr fort, ist nur eine Fortsetzung des Vertrages vom Jahre 1tt5.'>, und deshalb muß ich für ihn stimmen. Er strebt eine Erweiterung unseres Handelsbetriebes an uud wird für unfcrc Industrie die wohlthätigsten Folgen haben. Unsere Industrie bedarf der Eoucurrcnz, uud dicfc kann mit Energie und Arbeit auch bestanden wcrdcu. Weil ich stets für oic freicste Bewegung bin, werde ich anch für den Vertrag stimmen. (Befall.) Als Regieruugsvcrtrctcr ergreift noch oaS Wort Scctionschef dc Prctis. Er wcist auf die Folgcu hin, welche sich durch Herabsetzung der Zolltarife seit dem Jahre 1H^> ergeben haben, namentlich in Beziehung auf die Eisen-Industrie, und theilt die be- treffenden Daten mit. Cs erhält hierauf das Schluß« wort: Der Berichterstatter Abg. Wintcrstcin. Er glanbt sich darnuf beschränken zu können, den von beiden Abgeordneten, welche gestern gegen den Vertrag gesprochen haben, gemachten Einwendungen zu eutgcgncu. Vor allem müfsc er sich dagegen verwahren, daß, wie Abg. Toma n mcmt, dem Berichte Mangel an Logik vorgeworfen wird. Ucbri-gens habe dieser Abgeordnete Behauptungen aufgestellt, wie sie von keinem Schüler der Voltswirthschaft aufgc stellt würden. Gcgcu Abg. S ch i n o l e r gewendet, bemerkt Refc-reut: Der Ausschuß lege sich drei Fragen vor: Sollte oder mußte der Vertrag geschlossen werden? Ist der Vertrag unter den gegenwärtigen Verhältnissen annehmbar? Welche Folgcu hätte seine Nichtannahme? Der Ausschuß mußte zu dcm Resultate gclaugcn, dcn Vertrag zur Aunahme zu empfehlen. Eine Ablchuung dcs Vertrages ist im gegebenen Falle anch deshalb unmöglich, weil dadurch die Rcciprocitäts-Verhältnissc, wie sie mit dein Zollvereine angestrebt werden, unmöglich würden. Handclsminister Plcner nimmt das Wort. Bei der Abstimmung wird der Zollvcrtrag nach dem Antrage dcs Berichterstatters < n I'lm! angenommen. Die vom Ausschüsse beantragte Resolution wird ohne Debatte angenommen. Es folgt der Ausschußbcricht über dic Revision dcs Preßgcsctzcs. Berichterstatter N. u. Wafer verliest den Bericht. In der Generaldebatte ergreift niemand das Wort. Es wird daher sogleich zur Specialdcbatte gc schritten. Die Art. l uud !I werden ohne Debatte angenommen. Bei Art. II! (Frcigebuug der Colportage) ergreift das Wort Iustizmiuister Herbst, welcher diese Aufhebung uicht.für dringend hält. Nachdem Rech bauer einige Worte für die Frcigebuug der Colportage gesprochen, und Herbst rcplicirt hat, wird der Art. lll abgelehnt. Art. lV (Haftung uud Verantwortlichkei-t) wird nach dcm Ausschußantragc augeuommen. Art. V wird ohue Debatte angenommen. Zu Art. VI stellt Abg. Leonard! zwei Amende' mcnts, welche jedoch nicht einmal die hinreichende Unterstützung fanden. Art. VI wird uuvcräudcrt uach dcm Ausschußantragc angenommen. A»f Antrag deS Berichterstatters wird hierauf das gauze Gesetz sogleich in dritter ^'csuug zum Beschlusse erhoben. Himnt ist dic Tagesordnung erschöpft. Dcr Präsident gibt noch bekannt, daß vom Präsidium des Herrenhauses das in dcr gestrigen Sitzung beschlossene interkonfessionelle Gesetz übersendet wurde. (Dasselbe wird dem confcssioncllcn Ausschüsse mit dcm Auf« trage, iu dcr nächsten Sitzung darüber zu berichten, zugewiesen.) Schluß dcr Sitzung nvch ',4 Uhr. Nächste Sitzung Moutag. Die FinanMrlagkn im Ibgeordnetenhanse. Wien, 15. Mai. Der heutigen Abendsitzung des Budgct'Ausschusses wohntcu von Seite dcr Regierung bei: Graf Tasse, v. Plencr und Brestcl. Maisaljrt dcs A'nil'acher Turnvereinc. Dcr Mai «Ausflug, welchen dcr Laibachcr Turnverein am uorgestrigeu Tage uach MaunSbmg unternahm, zählt zu dcn glanzvollsten Erinnerungen der gc^ nosscnschaftlichcu Frcudcn dieses Vereins, sofcrnc Natur, Frohsinn nnd Geschmack im gegenseitigen Wetteifer gleichsam alles aufgeboten halten, um dicse Partie zu einer genus?- und reizvollen zu gestalten. Schade, daß frevelnder Sinn, dessen Urheber stets im Trüben zu fischen und nur die, jeder Uebcrlcgung baren Elcmcutc dcr rohen Kraft in das Vordertrcffcn zu schicken pflegen, zuletzt einen grellen Mißton in jene fröhliche, harmlose Gesellschaft warfen, welcher in das rosige Colorit jener Ausflug^Erinucrung einen dunklen Schlagschatten wirft. Die Vcrcinsmitglicdcr rückten nach Anhören dcr Eiligen Frühmesse iu der Fraueukirche zur siebenten Stunde bei Trommelschlag und deu fröhlichen Klängen der Musitbande des Regimentes Huyn, dessen Oberst in gewohnter Ventseligteit deren Mitwirkuug zugesagt, aus dem Wclchbüde der Stadt hinaus. Dcr Weg führte auf dcr Hauptstraße bis zur Savebrücke. von'wo aus sodann ein, die Uranschitza von Süd uach Nord durchschneidender Waldweg cinacschlagcn wnrdc. Diesen über-aus reizenden nud steten Wechsel der landschaftlichen Scenerien darbietenden Pfad durchschritt nun dcr Zug dcr wackeren Turner iu der heitersten, muntersten Stimmung uud Gesang, Witz und Frohsinn mehrten die Wonne deS vom schönsten Wetter bcgüustigtcn Naturgenusses. Um 11 Uhr rückte dcr Verein in das festlich geschmückte Mannsbiirg, woselbst cr allenthalben mit den Beweisen lebhaftester Sympathie von emer sehr zahlreich seiner harrenden Volksmenge empfangen wurde. Mannsburg hatte sein festliches Kleid angezogen nnd namentlich halle dessen Frauenwelt alle Mühe, Zeit und Arbeit aufgewendet, um den decoratiucn Theil im Gast» hause des Herru Stare, als dem eigentlichen End- uud Zielpunkte dcs Ausfluges, auf das brillanteste zu gestalten. Dcn Glauzpuutt sinnreicher Ausschmückung bildete dortselbst der große, in einen kleinen Blumengarten um-gewandclte Spcisclalon, in welchem bei einem trefflich bereiteten Mittagu-ahl sich bci achtzig Personen in ani-mirlcster Stimmuug zusammcnfandcu. Der zweite Sprcch-wart Ritter u. Frilsch gab dein heitcrcn Mahle einen würdi» gen Abschluß, indem derselbe daS überaus freundliche Entgegenkommen dcr Mannsburgcr als eiu bedeutungsvolles Zeichen hervorhob, daß dcr deutsche Laibachcr Turnvcrciu nicht blos im Wcichbildc Laibachs, suudern auch in den übrigen Gauen Kraiuö sich lebhafter Sympathien zu erfreuen habe, worin, sowie iu dem Umstände , daß derselbe in den hochgehenden Wogen der Parteitämpfe sich fest uud fichcr behauptet und bewährt, cinc werthuollc Bürgschaft seines gedeihlichen Bestandes, ciuc schöne Bestätigung gelegen sei, daß derselbe seiner edlen Aufgabe in umfassendster Weise gerecht geworden. Redner schloß mit einem „Hoch" auf das siegreiche Gc-deiheu dcs Vereines. Die Rede des Sprcchwarts fand allenthalben cin zündendes Echo. Des Nachmittags 4.^ Uhr zogen unter dcn Klängen der Militärmusik und Vortragen der Turnerfahnc die Turner den nach Art einer Corsofahrt anlangenden Laibachcr Gästen entgegen. Der an 40 Wagen zählende Eorsozug brachte nun sehr viele Zierden der Lai-bacher-Gesellschaft und besonders rcich war in ihm dic schöne Flora der daibacher Damenwelt vertreten; wäre dcr, dcn meisten in dichter Hülle angehangenc unfrei» willige Schmuck dcs Straßcustaubcs uicht andererseits von minder acsthctischcr und anstrcbnngSwürdigcr Natur, fürwahr, cs würdc gar manche Dame in Erkenntniß, daß derselbe da uud dort ein recht interessantes uud pi" kantcö Roccoco-Colorit verlieh, dicscu verachteten Staub zum beständigen Artikel ihrer Boudoir - Geheimnisse zu erheben trachten. — Dcr Abend steigerte die Unterhab lung auf den Höhepunkt, und freudig wirbelten dic zahlreichen tanzenden Paare bci dcn Klängen dcr Mili^ tärmnsit in den lannigften Kreisen im gvoßcu TM" saalc herum. Dic dcs Abends zahlreich aufflammcndcll Campen, der sprühende Funkenrcgcn der da und dort aufkuatterndcn pyrotcchnischcn Produkte, das bunte F^ benspicl dcr alternirend entzündeten bcngalifchcn Flagmen, der milde und heiter hcrabblickcndc StcrncnhiM^ mcl, dic allenthalben in voller Flnth sich Bahn brechende Gemüthlichkeit, Lust und Freude verliehen dcm Feste schließlich cincn magischen Glanz, dcsscn ^""/^ werth auch durch einen schönen Humauitätsact gcwaltw gchobcu wurde, dcr das Andenken an diese Maifahrt ^ einem nachhaltigen stempeln sollte. Eine cü^^te Sammlnng für die Mannsburgcr Armcu ergab im " das günstige Resultat vou 41 Guldcu. welche dem do^ tigcu Bürgcrmeisteramte sofort Übermacht wurden. H." schon Sprcchwart von Fritsch am Schlüsse in "M Rede dankend und anerkennend die Verdienste der u milic Stare und dcr Mannsburgcr Bürger und mau hervorgehoben, so verdient das Wirken des sogenainu" dies Fest vorrichtenden Vcrgnüguua.s-Eomit6's, wlc Herren Schreier, Maurer, E. Maier ganz besondere u aufrichtige Anerkennung. , ^ ^ ^ssbeS Diese schöne Festfcier sollte jedoch auch chr trag' «' Ende finden. Schon die in Mannsburg oft und z"" 843 Vorerst berieth der Ausschuß über die Negicruugs-vorlagc dcS Handclsminislcrs wcgcn des Nachtragsclc-dits von 250.000 fl. für dic »stasiatischc Expedition. Aerichtc'rstattcr 8titlcr v. Hopfen stellte den Antrag, es möge dic nachträgliche Eiustclluug dieser Slinnuc in das Budget dcs H^udelsiuinisleiillms bewilligt werden. Än der hicrübcr croffncl^l Dcbattc bctheiligtcn sich die Abg. k c n c, Hopfen, T oin a n, Ä a u h a n ö, Gustav Groß, Zyblikicw,'cz, und wnrde der Antrag, nachdem noch Handclsmiuistcr v. Plcncr ein näheres ^'Pos''' über den Zweck und die Nützlichkeit der Erpcdi-tion gegeben, augcuoiuincn. Sofort ging der Ansschuß an die Berathung über das Gesetz, betreffend den Verkauf von unbeweglichem Staatseigentum, und wurde zunächst auf Antrag des Referenten Vanhanö beschlossen, daß in dem Verzeichnisse dec zum Verkaufe bestimmten Moutauwcrlc bei ^>n Vlcibcrgwerle Blcibcrg die Anmerkung aufgcuom-uicu werde, dasselbe dürfe unter dem Betrage von 250,000 fl. nicht veräußert werden. Das Gesetz selbst wurde nach dem Antrage des Sub-Eomit6s angenommen, blos mit der Abänderung im tz. 2, daß auf Au-trag dcö Abg. Schindler gestattet wurde, daß der Finanzministcr in den Jahren 1808 und 18l!<> einzelne Objecte des unbeweglichen Staatseigentums bis zum Hcslunmtbctragc von 1 Million veräußern dürfe, und Keiler nach dem Antrage des Abg. Baron Petrino, baß der Schätznngswcrth jedes einzelnen dieser Objecte den Betrag von 25.000 fl. nicht übcrstcigcu dürfe; ^as Snb-Eoiuit^ haltc im Eiutlaugc luit der Negic-N'ngsvorlagc dcu Gcsammtbctrag auf 5>00,000 fl. nnd bcn Schätzuugswcrth jedes einzelnen auf 10,000 fl. lestgesctzt. Hierauf kam das Gesetz, betreffend die Aufnahme einer s ch cbcndcn Staatss ch nld, in Verhandlung, und wurde auf den Wuusch des F i u a n ,zm i n i stcrö, 'n Anbetracht, daß von diesem Jahre bereits fünf Mo-uatc nahezu verstrichen sind nnd er daher für das erste Halbjahr die Zinsen und Amortisations-Beträge voll fahlen müßte," die schwebende Schnld in dem Betrage von 2'i Millionen bewilligt, welche aus dem ganzen Stantscintommcn nnd insbesondere ans dem Erlösc von dem Vcrkanfc der Staatsgüter bis längstens Ende Dc« «inbcr 1809 znrückznzahlcn ist. Zum Berichterstatter s>>r diese beiden Gesetze vor dcm Hause wurde Abg. Dr. VauhanS bcstinnut. Für >ic Vermögenssteuer. Gleichzeitig mit einem Telegramm aus Berlin, dem '^solgc die „Börsen Ztg." meldet, daß das Acltesten-^llcgium dcr Berliner ilanflnaünschafl beschlossen hadc, einen Protestantrag gcgcn dic oslcrrcichischcu 5iuauzlnnß> lcgcln nicht zn genehmigen, was von cinrr sehr richliLcn Würdigung dcr Sachlage zeigt, liegt heute ein bcachtcns-werther Beschluß des deutschen Fortschritlsvcrcincö in Brunn vor. Dcr Verein beschloß, wie cin Bri'mner Blatt uich aufgetauchten Gerüchte beabsichtigter feindseliger >rovocatioucu und Angriffe halte die Turner zur crn-llcn Vorsichl gemahnt nnd ihnen das compacte, gcschlos-M Zusammenbleiben zuu: Gcbolc dcr Klugheit gemacht. ^»geachtet dessen, daß von Seite dcr Obrigkeit in an-"kclincnswcrlhcl Weise nmfangrcichc Prävcntivmaßrc-^u gepflogen worden waren, wclchc die am meisten "ffam'irtcu Gcgcudcu einer strengen Bewachung unter' ö°l!en hattcu, so wurde dcnuoch die rcilcudc Avaulgardc ^ hcimtchrcudcn Turncrzugcö, welche demselben einige l)»ndcrl Schritte weit voraugecilt war, in Icschza vou ^kr zahlreichen Bancrnrottc in fciudlichstcr Weisc durch hinwürfe, ^attcnfchlägc und Stöße m!t großen ^lzpsnhlcn uutcr dcu gröblichsten Dlohnngcu plötzlich "aefallcn, wobei bereits einzelne leichtere Verwundungen z"> Seite dcr Augcgriffcneu vorfielen, nnd es wäre der ""^ang dieses hinlcrlist'gcu Ausfalles uicht abzusehen ^vtscu, wärcu uicht dic nachziehenden Wägen nunmehr "l den 5tampsplal) eingerückt. Dieses veranlaßte den !che„ Ab;ug dcr Angreifer uud dic absitzenden Turner , 'd Viusifcr tonnten nnr mehr dic zerstreuten W«ffcu ^ "er Angrifftroltcn in Form von ^attcn, Pfählen n. s. w. ahrnc^,^^^ sowie da nnd dort im Dnnlcl vereinzelte «. ^'ppcn von Angreifern in den benachbarten Feldern "'tauchten. , Dieser Attaque folglcu alsbald im Vcrlanfc dcr .^'^saiucn Weiterfahrt eine Reihe von Anfällen, welche '">N'r von ncucu, separat poslirtcn Gruppen ausgiugc». ! "aß kic Schlußfahrt vou Icschza bis Stosce nnd . "' ^ulvcrthurmc mit einer Serie von Anfällen diver- ^ "ud zerstreuter Gruppen begleitet war, cin jeden-^^s prägnanter Bclcg, daß mau es mit einem form „? °l'ga uis irtcu, discipliuirleu fciudlichcu Ma-^" z» thuu hatte. — Vcidcr fielen bei diesen "crilla-Stößen auf beiden Seiten Verwuudungcn °r> ein frcindcr. znfällig deß Weges ziehender Hand-f^smanu wurde sehr erheblich vcrwuudct uud gleich-^. " anf einen Wagen gebracht, nnd den, Spitnlc über schi^' eingcfaugcn wnrdcn dabci vier, u. z. aus vcr^ füll " ^'"ppc" lind gelcgcuhcillich verschiedener Aus^ ^i!' ?°eiclbcu wurdcu vorläufig dcm k. k. Bezirlsamtc '"U'ach übergeben. meldet, eine Petition an das HauS dcr Abgeordneten in dcm Siuuc zn richten, daß die Vermögenssteuer beizii-bchaltcn sei. Die Petition hält die vorübclgehcnde Auflage ciner Vcrmögcnsstcucl für die relativ beste Maßregel zur Herstellung dcr Ordnung im Staatshaushalte nud hebt zugleich als wüuschcuswcrth hervor, daß die Reform dcr dircctcu Besteuerung sofort in'.Angriff^go nommcn, ferner das in Häusern angelegte Vermögen nach einem niedrigeren Proccülsatzc besteuert werde, als'im Gesetzentwurf beantragt ist. ^nd daß dic von dcr Vcr. mögcusstcuer befreite Minimalsnmmc auf 2000 fl. zu crhöhcu sei. Die Vcrmügcusstcucr soll principiell auf drei Jahre festgesetzt, deren Einhcbuna. aber nur für je ein Jahr bewilligt werden. Dcr FortschrittSvcrcin ist hicbci von dcr ganz rich, tigei'. Ansicht ausgegangen, daß es sich um schnelle Auf' bringnug von Geldmitteln handelt, und daß eine Erhöhung dcr dircclcn Steuern wegen der Unrichtigkeit ihrer Grnudlagcn'nicht zulässig ist, während die Reform dieser Vestcuernug sich uicht so rasch durchführen läßt, als es für dic momentanen Staatsbcdürfuissc uöthig wäre. Weil ciuc Classcusteucr oder eine rcformirlc Einkommensteuer manchen Zweig dcs Einkommens doppelt belasten uud das Eiukommcu, welches ohuc Capital einstießt, besonders hart trch'cu würde, erklärt sich die Petition für die Vermögenssteuer. Die Opfer, welche unzweifelhaft nöthig sind, wenn eine Consolidiruug unserer FiuanZustände überhaupt angebahnt werden soll, müsscn, so schließt dic Petition, vorwiegend von dcr besitzenden Classe getragen werden. Dies wärc dcr Hauptgrund, welcher für die Vermögeusstcuer spreche. Die Petition dcs Brünucr Fortschritlsvcrcincs ist cin ncncr Bcwcis dafür, daß die Bevölkerung Oesterreichs den Finanzvorlagcn gegenüber eine andere Stellung einnimmt, als mau von gewisser Seite glauben machen will. Die Ucbcrzcnguug von dcr Nothwendigkeit ciucr höheren Anforderung au die besitzenden Classen kommt eben immer mehr zum Durchbrüche. ______________ ^ (Wiener Ocschäftsztg.) Die Beziehungen Italiens M Frankreich und Preußen. ! Florenz, 1^. Mai. (Tr. Ztg.) Dic Avlicru-fuug dcs französischen Gesandten am hiesigen Hofe, Baron dc Malarct, beziehungsweise dcr Ersatz desselben durch ciucn andern Diplomaten, wurde vou Scitc dcs hicsigcu Hufco abcrmals und in schr entschiedener Weise angeregt. Baron de Malarct scheint sich darin zn gefallen, dic ohucdicS ziemlich gcspauntcn Beziehungen, welche gegenwärtig zwischen der frauzösischen nnd dcr hiesigen Regierung kcslchcu, dill-ch scin Bcnchincn noch zn verschlimmern und jcdc Gelegenheit zu rrgrci. scn, scinc Aulipnthic gcgcn Italien in drastischer Wcisc zur Schau zu tragen. Mchrcrc offenbare Unartigteitcn, dic derselbe sich bei dcn lctztcu Fcstlichteitcn zu Schulden kommen ließ, hatten die ohnedies große Erbiltcruug dcr Italieucr gcgcu dcn französischen Diplomaten so schr gcslcigcrt, daß cs ans dem lctztcu Hofballc beinahe zu cmcr iiatastrophe kam uud blos dic'pcrsöulichc In^ tcrvcutiou dcS itöuigs cincu Scandal verhütete. Baron dc Malarct erlaubte sich uämlich, wcgcn cincr gcradczll tlciiNichcu Bagatelle, wcgcu ciues ihm vou cincu subalternen Beamten dcs Minislerinms dcs Acußcrn vcr-wcigcrtcn Grußes, dcn Äiinistcrpräsidcntcn Grafen Mc> uavrca in so ungezogener Wcisc zn apostrophircn, daß dieser sich genöthigt sah, ihn in schr energischer Wcisc in dic gehörigen Schranken zurüclzuwciscu, und daß einige dcr hohcn Aristokratie angchörigc juugc ^cutc crnsllichc Anstalten inachlcn, das barsche Bcnchmcn dcS französi' scheu Gesandten in cclatantcr Wcisc zu rügen. Dcr persönlichen Intervention des Königs gelang cs, wie gesagt, scandalösc Scenen zu verhindern, doch war die Gcd'nld dcssclbcn in Folge dcr unausgesetzte» Provoca-tioncn dcs Herrn u. Malarct erschöpft uud Vi.tor Emanucl gab deu, Vertreter Frankreichs in schr verständlicher Wcisc scin Mißsallcn zu crkcuucu. Dcr König habe sich abcr, sagt mau, hiermit uicht begnügt, sondern in einem eigenhändigen Schreiben an dcn Kaiser dcr Franzosen die Abberufung dcs Baron dc Malarct nnd dessen Ersatz dnrch cincn andern ^ iplomalcu gefordert Sollte diesem nach dcn Antecedent» dcs Hcrru v Malarct gcwiß berechtigten Wunsche von Scllc der französischen Regierung leine Rücksicht geschenkt wer-dcn. so würdc dic Mihsummuug dcs hics. Hofes durch die Versetzung dcs dcn Tuilcricu besouocrs angenehmen italienischcn Gcsandwi in Paris, Eavalierc Nigra, Aus. druck vcrlicheu werden, »»d dieses umsoiuehr. da be, dcu gcqcnwärtigcu gcspauutcn Beziehungen zwischen Frankreich nnd Italien dcr dcm Kaiser der Fra»zo,cn etwas nll:n ergebene Cavalicrc Nlgra dic Inlcrchcn Italiens nicht »nt dcr gcwüuschtcn H^rdc nnd Energ.c zn vertreten scheint »»d mcm nut seiner Gcschastssuh-rung hier uicht allzusehr zufrieden ist-- Dic sogc nannte preußische, d. h. für cm entschiedenes Allianz-vcrhältniß zn Preußen schwärmende Parte,, gewinnt hier täglich mehr au Tcrraiu und gedenkt ihren Gcsinuu». gcu bei uächstcr Gclcgcuhcit in dcr An Ansdruck zu vcrlcihcu. daß sie dic zur Erleichterung des Budgets pro 180!» bestimmten Ersparuugen im Armee- nnd Ma» rinc-Budget uud die hiermit verknüpfte Rcducirung dcr militärischen Strcitträftc im Parlamente energisch bc> kämpfen und offcu erklären will, daß die Streitmacht Italiens nicht geschwächt werden dürfe, um etwaigen lricgcrischm Eventualitäten gegenüber gerüstet dazustehen. Wir schließcu dicscr Meldung die Bcmcrkuug bci, daß diesem Programm nicht nnr die Linke der italienischen Kammer huldigt, sondern daß dicsclbc in dieser Frage auf dic Unterstützung dcs >li/<» ^ülll«» nnd selbst eines Theiles der Rechten zählen darf, so daß, wenn die Regierung demselben nicht beistimmen sollte, sie sich ciner imposanten Opposition gegenüber sehen und unfehlbar untc'-licgc» würdc. Oesterreich. Pest, 14. Mai. (SitzungbesUnterhauseS.) Das Auklagcbegchrcn dcS köuiglichcu Fiscus gegen Bös-zörmcnyi wegen drei Prcßvcrgchcn wird verlesen. Radics interpcllirt das Ministerium, warum Fiumc im Bud get in dic croatisckc Rubrik versetzt wurde. Minister Graf Miko beantwortet dic Interpellation Ivanta's we-gcn dcr Finmancr Bahn dahin, daß dic Untcrhandlun gen mit dcn Eonsorlicn noch uicht abgeschlossen sind; doch wird dcr Tunnel- nnd Brückcubau bald begonnen wcrocu. Ivcmla erklärt sich damit zufrieden. Das Gesetz über dic Alföldcr Bahn wurdc in dritter Lesung ange^ nommm. — 10. Mai. (Sitzung dcs Oberhauses.) Dcr Beschluß über dic Systcmisirung des Stenographen-bureau wurdc ohne Debatte angenommen. Der Gesetze cutwurf über die griechisch ^ orientalische Kirche wurde uach längerer Discussion, in welcher Patriarch Mas» zicrcvicö gcgcn einzelne Punkte und Erzbischof Scha» auna für das Gesetz stimmten, in dcr General- und Spccialdcbattc mit nnwescutlichen Modificirungen angenommen. Uusland. Verlin, 10. Mai. sZollparlament.) Sämmtliche Paragraphc des Gesetzes über die Tabaksteuer wurden in der Spccialdcbattc mit mehreren Amendirungen , angenommen. Die Abflimmuna, über dcn Totalentwurs erfolgt Montag. Dic Schlußabstimmung über dcn öster^ rcichischcn Handelsvertrag erfolgt gleichfalls am Mon« tag. Dcr Guudcsralh brachte den Handelsvertrag mit dcm Kirchenstaate cin. — 10.Mai. iDcmeuti.) Gegenüber d:n Mitthei» lllngcn englischer nnd deutscher Zcitnngcn, daß große Trup. pcnzusantmcnziehungcn, resp. Uebungen in der Nähe des Main demnächst stattfinden sollen, ist zn constatircn, daß nur gewöhnliche Dimsionsübnngcn stattfinden werden, woimch nuch cinc Revue dcs Königs über zwei Armeecorps nicht ;u erwarten steht. Mgesneuigkeiten. — (Aus dem Spitzer Graben.) Auf die Nllchlichl von rrm fulcktbar-n (5lcmenlar>El-rignisse, durch wllcbcs dsi Spitzer Graden und dic Umgebung verhrert worden sn,d, Hal sich bwindung dcrsrldcn gstioffen l)ait«>, lilh er 1000 fl. zur sofortigen Unterslüßung dcr Nothleidendcn und 7000 st. zu unvcrzii'slichen Vorjchllssen zulück. Zur Veitheilung wurde ,in aus dem Psarrcr und Bulgcrmcisler und Vertrauens» münnern gebildetes Comit«' mit der Aufgabe bestellt, dieselbe noch am nämlichen Tage vorzunehmen. Herr v. Czedil überbrachte im Namen des medcrosttrreichijchen Landesaus-schusses ebenfalls I0N0 fl. — (Dic Heirat des P r i li z c n Ach ille Mu« rat mit der Pr, nzessin v. Mingrelin), seil Lan-aem brsprochen und zu wicderhollc» male» auS verschiedenen Gründen verschoben, fand endlich vor einigen Tagen i>, Paris statt. DaS Paar wurde zweimal getraut, zuerst in dcr Schlohcapllle der Tuilene,,, wo nur die beiden hohen Fa» milikn zug/gen waren i die eigentliche Trauung fand unter ^„tsaltunq des qiLhlen Pompes und in Gegenwart der gan« zen Pariser „Gesellschaft" in der Kirche stM, und zwal nach griechischem Ritus durch einen Popen. — (Italienische Residenzen.) Wie aus Italien geschlieben wird, wurden die künftigen Residenzen dcr Mitglieder der königlichen Familie derart feslgeslrllt, dah jede Hauplstadt von einem Milgliere der l. Familie bewohnt werde, und würben demnach das tronpllnzlichc Locpaar in Mailand, der Herzog und die Herzogin von Aosla in Venedig, die Herzogin von Genua mit. ihrem Sohne in Turin und Prinz Eugen von Savoyen - Carignan in Neapel rcsidiren. — (Geaen das Duell.) Italienische Blätter veröffentlichen ein von einer großen Anz°hl Notabilililten, wie Generale und Stabeofsiciere, Admirale. Srnaloren und Teputirte, M'tqlieder des hohen Adels "" "'"'5" ! Circular, dessen Signatare die gänzliche Abschaffung des Tu« zur Erlangung dieses Zieles die Einsetzung von E renger.chten befürworten, deren 2Iufg°be einerse.tö d.e mogl.chse H.nt. anhallung von Zweilampfen, anderelscll« aber, falls d»e 844 Durchführung sich m'cht verhindern ließe, die Regelung derselbe» innerhalb der von Nittirlichleit und sittlichem Linst gebotenen Grenzen sei>> winde. ,H o c a l e s. (DasConccrt des Herrn Gerbic) am Samstag im landschaftlichen Theater war, trotz des schönen Mai> abends, besonn,«? im Parttire gut besucbt, »veniger in den Lo^en und der Gall^ri-'. Die Re^imentscapclle Graf Huyn eröffnete eacselbe mit der Ouveiture zu 3lomeo und Julie von Gounoo, welche wir aus dem Andei'schen Concerte der b.'rritH tonnen und die auch diesmal mit gewohnter Präcision rfeeutilt wurde. Frau Anna Pesjial sang eine Arie, wie ,ü'ö schiln aus Figaros Hockzcit von Mozart, welche am Piogramme nur als Sclogescing verzeichnet war, in italienischer Sprache unler du»;il.l", Mit Kraft und Ausdruck die schöne Vollsw.ise zur Geltung bring^üd. Herr Gcrbic fang dann zwei Liider, daö eine, „X NdAnm," eigene Composition, oas zwnie, „drr Gondclill", von Meyerdccr in slovenischer Ulder» jctzul'g. Wir lernten in Heun Gerdic einen Trnorisleu len>-nen (rer Berichterstatter horte ihn zum ersten male) mit eiucr 3lnhe d(l schätzenswtUheslen Eigei'sckaslen. Eine fympalijche, säöne, weiche Slimme mit hoher Lage, ein schöner Anschlag, Vocalisation, nine Aussprache, gefühlvoller Vortiag, mit eii,cm Wirrte, tin gut geschulter Singer mit schünini Mate.-liale. Schade, dah die Etimnlorganc des Herrn Gerbic, wie man uns erzählte, leidend sinr. Aus dicfem Grunde milchten wir Herrn Gerbie noch auf längere Zeit Schonung seines Organes rathen! Tas Trio in k 'ethooe,> wulv.' -.'on den Harren Fürfter, Sora und Schantel sehr scdün vorgetragen, intzblsonders könocn wir dem wiikl'ch reizcno gespillten Andante unsrre vollste Ancrtennung nicht versagen. Fast schien uns der Veisall dks Publicnms für die Leistung zu lau. Herr Ge>bic sang hierauf ei"e i'lne aus „Guido und Ginevra" von Haleoy, i" slowenischer Utbersehung, in welcher er alle die gerühmten Vorzüge smnr Stimme und Schule «-„»salute. Tas Gebet (^üli!'r Chor line Fülle frischer Stimmen zeigte. Frau Anna Pefsial, diü Herren Vale n l a und Gerhic sangen als letzte musikalische Piogramrn-nummer das bekannte Terzett aus „Lucrczia Vorgia" in italienischer Sprache in sehr aüerlennenswerther Weise. Es regte sich bei dieser Gelegenheit in uns den Wunsch, Herrn Gerbic einmal in einer Oper hören zu lünnen. Jedenfalls lann sich Herr Gerbic zum Ei folge des Abends graluliren. Den Schluh bilcete ein Luflspiel in cinem Auszüge, waches als Uebclse^ung angelüodigt war. Aus welcher Sprache es übeisehl wurcc uno w.r überhaupt der Aulor des Ori-gilials sei, ist u»s nich> bll^nnt. Dat Stüct fühit den Tit^l: „Glüh Euch Gott! Wann <,r nach Haus.»" und hat mehr den Charakter eines Schwankes oder eines Vlullte, firi ein Lus>spi,l enthält es zu wenig Handlung, zu wenig Intrigue, Die TarslrlluNll, war eine sehr gerundete und lobenswerlhe, vlsoncers gelungen war der Tar-ltlller der Nolle des Koscak, dcö flegmalischen Neifnizer Vaulin, wllcher mit seiner trockenen Komik und scinem Neif-»izer Dialekte die Lachmueleln des Hauses in Bewegung setzte. Die zwei FiaucrnoUen, sowie tie Nolle des Pech» sclblilanten A.öarel wavcn lbenfallS in die beslen Hände gelegt. Neueste Post. (Original'Telcgramm der „Laibacher Zeitung.") Wien, »O.Mai Abends. Im Ab<,eord> netenhause übermittelte der Handelöminister die Vediustnisse für den Vahnbau Laibach Tar vis. Das intercoufessionelle Gesetz wurde mit den Aenderungen des Herrenhauses in dritter Lesung angenommen. Wien, ld. Mai. (Tr. Ztg.) Im Abgeordneten-Hause wurden die Aenderungen des Wuchergesetzes von Seite dcö Herrenhauses bezüglich des § 2 (Fixirung des Zinsmaßcs mit Pfand auf 5 Mt., ohne Pfand auf 8 pCt.) und tz 5 (Eigenschaften des Darlchcnorücker-satzeS) mit größter Majorität abgelehnt und die ursprüngliche Fassung aufrechterhalten ; die Aendcrnngen des Herrenhauses im intcrconfcssioncllcn Gesetze wurden ohne Debatte angenommen. Paris. 17. Mai. (N. Wr. Tgbl.) Prinz Napo< leon trifft zwischen dem 20. und 30. Mai in Wien ein. Von hier geht er, was übrigens noch nicht unbedingt fest steht, nach Krakau und von da nach Weinberg. Die Nachricht der „Indcpendancc bclgc", daß der Prinz in Galizien mit dein Fürsten ^adislans Czartorysli zusammentreffen werde, ist uurichtig. Von Weinberg geht die Reise zurück bis uach Gänserndorf und von da, ohne Wien wieder zu berühren, nach Pest, wo nnter anderen General Türr den Prinzen erwarten wird, nach Belgrad, Bukarest uud Constantinopel. Telegraphische VHechsrlcoursc. rc,!ü 1^. Mai, 5>p.il. ü^l^Ul^ucL 5i!).!j(>. — ^perc. Mctaillqil^s mil 2)ial- nnd ')iov-,mbcr-Zins^!5»^.W.—bpc^.Naiional Anlch(u62 ^0.- !^!0n — L^iidull 110V.„, Handel und WlksmMchastliches. »avanna-Cligarre». Dii,- „Wiener Ztg." cullMt fol-gcnde ^uiidinachüiig: Uni mit dcn altcn Vorräthe» von cchtcil Hal'lliina^igan^i lillldi^st anfzuräiuncii, wcrdm dic Ncichlicnaiin: ten Sorten mit crüiäsjiglrü Prnsen in Beischleiß gesetzt.- Vaiiza« i.'0 fl. ü. W., <5al>allcr»S 10 fl,, E^adulei! I.'j sl., Negalia Nr. ^ lA fl. filr je 1^0 Stück. Dieser All^ucrtanf darf nur i» gai^cii jiistchcn stattfiiidsü und ivird a>,f solche Orlr, wo sich ein Mscch elwarten läßt, alsli auf dic Krouland^hlNiptsliidle, auderc deoen-teiide Orte und die Imnchlchcu (cw, ^^" l0 „ Ab. 32?.^ 4 N.l w,!!dstill s. ganz liew.! ^^"' Nachtö heitn-, Ätorgsiincbel. nnlcrlass« wechselnde Nnrül-lung, Aliendö 7 llhr uahcndes Grwlltt'!', schivavz^ O»,'>vö!l, das sich jedoch vcrzoli, cmzclnc Negcntlopfon, spälcr gcni; heiler. Das Tagcöinittcl der Weirmc nm s>.7" nber bcni Normal?. Vcrantmortlichcr Nedaelenr: Igna; v. K l c i n in a y r. Eittsscscildet. „Novice" und die Iliudwirtl)schaftsgcsellschaft. Auf die in drr ^'aibachcr Zeilung" von, 7, d. Vi. ^stellte Aufrage iiber das NcincUrägniß der „Novice" wird in Nr. 22 dcs „Triglav" ülieo Auftrag des Pra'sidciileu der ^'lilidivirthschaflO: qrscllschaf!, Hcvr,! Fidelis Terpinz, von der Ocsellschafwcasse „von den« erwähnte» Älatte in eigener Regie sich ein bedeutendes „Deficit für die kaudwirthschafSgesellschaft zeigte; damit jedoch die „Gesellschaft nicht noch grüßcre Verluste lrilfen. wurde am 20slen „Nouemlicr nnter dem Vorsilbe des Herr» Präsidenten Fidclis „Terpiu; von der Generalversammlung beschlossen, dieses Blatt, „für welches von damals an weiters anch eine bedeutende Ean-„tian zn leisten gesetzlich vorgesch, icbc» wurde, dir Laudwirth- „schaftsgescllschllst aber nicht in der Lage war, dir erwähnte Can-„tion legen zu können, — an Herrn Josef Vlasnil und Herrn „Sccrctär Dr Johann Blciwcis zu überlassen, welche zwei Ueber-„nehmer die geforderle Caution geleistet und nnter einem das „ganze Deficit bis zum Jahre 184l) an die Gcsrllschaftscasse ver-.,sMet." Auf diesen neuesten Versuch, Geschichte zu machen, wivd dein Herrn Präsidenten der Laudwirhschaftsgcsellschaft und der Gesell-schaftscassc Folgendes in Eriuucrnug gebraÄjt: 1. Ist es uuwahr, daß die i,'andwir!hschaftsgcscllschaft bei der Herausgabe der „Novice" irgend einen Verlust erlitten habe. Beweis hiefllr siud die in den Annalen der Gesellschaft erschienene», bei den Jahresversammlungen vorgetragenen Aoniinistra-tionsbcrichte des Secretary, woriu zu wiederholten malen der „Novicc" als ciucS Blattes gedacht wird, das der Gesellschaft leine Auslage» verursachte. Iu der Jahresversammlung Itt^» (Auiiale» S, l.4) erllärlc Dr. Nleiweis: „Der Ausschuß Hal „die durch die wachsende Anzahl der Pränulneranteu vermehrte „Einnahme nn PriinumeratiunSgeldcril nicht c a P i t al i s i r t, „sondern das, N'lls er ilber die Deckung dcr Kosten ein-„nahm, auf besondere Beilagen verwendet, die den Pränumerau« „ten uncutgeltllch in die Häudc gegeben werden." Noch in der Jahresversammlung am 24. Jänner 1649 rr-lliirte der Gesellschafts-Secrelär Dr. Bleiweis: „daß die Zusani-„stellung der „Novicc" vom Jahre 18l.'j bis znm Schlüsse des „Jahres 1!?^ das Ncsullat gezeigt ha!, daß die „Novice" sammt „alleu Beilagen dem Foude der ^ai^diuirthschaftögesellschaft leinen „Kreuzer an Auslagen verursacht habe," was auch von dcr Ver' samlnlung mit Beifall ;ur Kenntniß gcuommm wurde. (Annalen 184!,, S. 5.) Ja sogar nach dcr in der Generalversammlung vom 20. November 184!) erfolgten Abmachung, wuruach das Eigenthum des Nlallcs nominell au Herrn Bla«»it, factisch a» deu Gesellschaft«-Secrelar libcrgiug, gab Herr Dr. Vleiweie iu seiucr „Novice" uom 5). December 184!) folgende Erllilruug ab.- „Die ,Nouicc' „haben seit ihrem Bestände der Gesellschaft uicht einen Krcn -„;cr a» Auslagen venusacht; die erste» 4 Jahre redigirte die« „selben der Ocsellschasts-Secrctär unenlgelllich, die lctztril zwei „Jahre erhielt er so viel zur Entlohuuiig. als über alle A u « -„l agen erübrigte." Wie reimt sich mit allen dicseu Erklärungen dic neueste Er-fiuduug der nachträglichen Vergilluug des gesellschaftlichen Deficits durch den Secrelir uud dcu Buchdrucker Älasuik zusammeu? 2. In dcr Gcucralvcrsammluiig voi» 20. November 184!», der ersten, in welcher der neu gewählte Präsident Herr FidcliS Terpinz präsidirte, stand die Frage wegen Ucbcrgabe des Eigen» thums der,Nouicc' gar nicht auf der Tagesordnung, sie wurde iu die Debatte eingeschmuggelt u„d trotz dem Widersprüche meh< rcrer Mitglieder mit Hilfe der bctannie» Coterie dcö Gesellschafls-Sccrctcir« zuni Beschlusse erhoben. Bei Mer Pclschculuug des Eigenthums dcr .Novice' war vom Secrclär leine Rede, sondern nur vom Heim Blasnik, dcr sich bereit erklärt hatte, dic Calltiou von 1500 fl. flir das zu einem Politischen Blatt umgc, staltete GtsellschaftMalt zu leiste». Voil einem Deficit, das die .Novice' der Gesellschaft verursacht halte, geschah auch damals kciue Erwähnung. °l. Wäre den Patronen dcr .Novice' bei Beschönigung »ud Beiiitlutelniiss jcucr Abmachuug. wodurch für die Gesellschaft ein rentables Blatt, desfcu Erträguiß filr landwirthschaftliche Zwecke verwendet wurde, iu unverantwortlicher Weise verloren gi„g, mehr Vorsicht und ei» besseres Gedächtniß auzul'mpfchlc», »m sich nicht iu ein Gewebe der auffallendsten Widersprüche nnd Unwahrheiten zu verstricken. So war noch vor kurzem cinc zwar uom Herrn Blasuit uuterzcichuetc, doch offenbar vom GescllschaftS-Secretilr iuspiiirtc Ertlärnng in der Triester Zeitung vom 4. November 18»i? zu lescn. aus dcr wir fulgeude, mit deu jetzige» Angabe» dcr Gesrllschnfttcassa — sollte wohl richtiger heißm des Gesell-schaftssecretärs — im grellste» Widersprüche stcheudc Stellen hervorheben : „Weder war je, - sagt Herr BlaSuil - ^ die lrainischc l'and-wirlhschaflsgescllschaft Verlegerin (Eigcuthllmcrin) dcr .Nol'icc', „noch ist sic je in das Eigenthum deS G e s ellsch afls-^fecretärs übergegangen. Iu meiuem Verlage, daher in rnci-„ncm Eigenthum, erschien d,r .Novice', wie aus jede'" „Blatte zu lesen ist, vom Jahre 184A bis heute," Laibach, am I?. Mai 1808. Mehrere Mitglieder dcr kraillischeil LandwirchschastS' _____ Gesellschaft. Nnsl'l'N^l'i'ts^ NZien, 10. Mai. Dnö gerislgc Gefchäft wickelte sich zur matteren Nolij iu Funds u»d Aclieu ab; von letztereu machten unr Nordbahuaclien eine Nusualune Devise" ^»'».»».ttvl^zUs». und Valulcu schlösse» unverändert. Geld abondant. ' ' «effeutliche Tchuld. ^. dc« Staate« (für 100 fl,) Geld Waare In ü. W. zu bpEl. jür 100 fi. 5.^.- .',3 10 In üfterr, Wiihrnug steuürfrci .-,? — 5)7.20 ^, Steinra'.il. in u. W. v. I. 1864zu !->p^t. rüclzahlbar ^'. !i;l - W 25. "/, Stcncranlehen in ust. W. . <»i.2b c,^ ^ Hilber-Aüleheu von I8<>4 . . «^ _!. li^'O Mbcranl. 18U5 (Frcö.) rün^hlb, i.,l 0 " ^ " " 1864 „100 „ 8"»-^ «4 80 Nenlensch. zu 42 I.. »u«t. 20.50 iii.-- Domainru 5'perc in Silber M.- 10^.50 lj. der Krunländer (für 100 fl.) Or.-Tntl.-Oblia.. Geld Waare Nicderüslerrcich . zu 5"/« «7.. 87.50 ^berijftcrrcich . „ 5 „ 87.50 88.— Salzburg......5 „ 87.-. 88.-- Böhmen'......5 „ 93.50 !>4.-- Mähren .... „ 5 „ 88,?.') 8!^.75 Schlesien .... „ 5 „ 88.50 ^-050 Stclnmcnl . . . „ 5 „ 88.50 8!'.- Uuclaru.....„ 5 „ 74.50 74.75 Temescr-Bauat . . „ 5 ,. 73. ^ ?3.5l> Croatieu uud Sllluouien „ 5 „ 73.- 73 50 Galizirll .... „5 „ Ü3.75 . d. A,-C, 18«7 „ 5 „ 72,25 72.50 Tem.B.m.d.V.-E. 1867., 5 „ 72.- 72.25 Actien (pr. Stüch, Natioulllbaul , . . . 7^2 ^. 7^^__ K.Fero.-Nordb.zu i000fl. ü.'W 183l> - 18^ . Krcdit-Anstnlt ui 200 fl^d. W ih''^ "^o 7., N.Ü,Escom.-Gcs.z,.500fl.ü.W. .;"^ /^ S.-E.-G.zu200ft.CM,°.500ssr, '^57uo 2^770 Kais. Elis. Vahlt zu 200 ft. CM. 146.." 14^.0 Süd,-nordd,Ver.-V.200 „ „ 142 75 143- Geld Waare ,Süd.St.-,l.-ucn.u.z.-r.E.200fl. I?4.5<> 174.60 Glll.Karl-i.nd.-B. z. 200 fl.CW. 200,75 201.— Bijhm. Wcstuahn .^l 200 fl. . 147.— 147.50 Oest.Don.-Dampfsch.-Gcs. ^-« 496.— 4l»8.— Oesterreich. i!loyd in Trieft Z I 229.— 231.— Wicu,Dampfm.-Actg. . . . 345.— 355.— Pester Kettenbrücke .... 380.— 383 — Anglo -Austria- Baut zu 200 st. 120.50 l30.50 ^cmbcrg Ezeruowitzcr Actien . 172.— l?2.50 Pfandbriefe (fitr 100 fl.) National- ^ baut auf > verlosbar zu 5"/.. !»7.— 97 30 6. M. ^ Nalioüalb.aiifij.W. verlo«b.5„ 92.40 !)2 60 Uug. Bod.-Ered.-Nnst. zu 5'/, „ >^i 5-^ EourH dcr (Yeldforteu Oeld Waare it. Mlinz-Ducaten 5 st- 55z lr. 5 st. 56 ". Nap°le°n«d'or . . i) . ZU « " " " '^ Rufs. Imperial« . ^ „. 60 „ » - A^. ÄereinSthalcr . > 1 « <1 ! „ , ' Silber - - ^II „ ^,> „ 11^ „ "" Kraiuische Gruttdcullammgs-Obligatio«c», ^'" üatl'otirnng: 86j Geld, 87j Waare