Nr. 154. Freitag, 10. Juli 1903. 122. Jahrgang. MbacherW Zeitung. « " l^, l,a,l>iäl,!i„ l! «, M, di>> .'jüftfll»,,« ill« Ha»» „ailzMlly ^ !v, In>!! ll.'iilf 1,, ^liidachfs Asülliln» !'!!ch>'!!,i !^!ich. i»i! Äuöiialim«' dsl Nl»,»' und ^,'i«'!«»««' Til- >« N» Ul,s vmmiüog«, l<ül>i!,,l!!'!N' Hoel, w!lb>'» „ich! »„^»wnimsn, Ma»ü,ls!p!s mch! ^!,!!slzl1lrU», Amtlicher Teil. Seine f. und f. Apostolische Majestät haben das nachstünde Allerhöchste Handschreiben allerguädigst "" "lassen geruht: lieber Dr. von K' oerber! Nach reiflicher Ueber ^lNmss und Anbellender Priifniig der Gründe, N'olche ^'^, vemnlas;t l,abeli, Mir ^hre und des Gesanttmilii ! Mumö Demission anzubieten, vermag Ich nicht, trotz ^r Echwieligfeiteli, die nach Ihrem Dafnrlialten die " ^ beherrschen nnd heinniend aus Ihre Tätigkeit ^lleil. Ihrer Bitte uin l5ntl»ebnng zn lmllfahreil. 'lngejichw der in der allernächsten Zeit ihre Ne ,'.''"ll ^heischenden hochwichtigen Angelegenheiten, til^ s ^"brten Kräften anvertraut bleiben müssen, ""''/ ^ch ^hrl^ '.'.^,r iiberan5 lvertvollm Dienste ""ch fernerhin. Alldem Ich «erne Ihrer ,md dl^r übrigen Mit-d p l!' ^'' '^Uliste.rilllNv vielfachen bkcherigeu Ver° ^"!te >mt Dank und Anerlennnng gedenke, zähle ^a> auf Ihren so oft schon erprobten Patriotismus /"" versichert. Sie Meines fortdauernden, vollen Vei Wien. mu 7. Juli l'X)!i. Franz Joseph „,. ^ . AllerFclüten ^Ü^'^'^"'"^ Majestät haben laut ^ '.mriiocWen Handschrelbliis vom l. Illli d > tien, G?afen 2?" ^""' ^'"""^ "nd Dalma en ,e,n . n «^ ^" ^ ' ^'" l' Vi ch die Würd. eines G<. «er? ^^^" allergnädigft zu verlinh<., l»y/!N dem AmtSbllltte zur «Wiener Zeitung, vom «Juli "z«He verbot - Weit.rverl'«ei.«nss folgender Preß- sltllH?^"""'' ^zeichnet mit O-Nr. 3. mit obszönen Dar. N^n '!^°^ ''il.oüu-ll/ t»ö!nik. voul 3. Juli l»0Z. 3'3- 'll^en und ehrenvollen ^ohn für alle Mühen nnd dämpfe und eine neue Ermutissuna, finden, auf den schwierigen Pfaden, die ihrer noch harren, wie bioher lveiterzuschreiten. Die schwere 6trise, die Oesterreich zu überwinden hatte, ende mit dem nenerlichen Veweise deo Vertrauens der Krone für eine Negierunss, die in einem bedeutuua.5vollen Augenblicke dein Vl-rsuche entgegengetreten ist, Österreichs Einflns; in der Mon archie zn unterschätzen, einseitig über fragen tx'r Wehrmacht zu entscheiden und Parteien mit >tonzei sionen z»l gewinnen, die nicht ohne Zustimmnng der anderen Ml-iäfohälfte genmcht werden lönnen. Das „Nene Wiener Tagblatt" erblickt in dem schmeichelhaften Au^drucke deo fortdauernden volle» Vertranen5 des Monarchen eine Würdigung der Motive, die dao Unbinett Koerber bewogm haben, den Monarcl>en auf die Schwierigkeiten der 5/agc anfmert sam zn macheil. Da^ Ministeriuni stehe nun wiedel aufrecht da. Darüber tonne lein Zweifel bestehen, das; dli- Wille dec' Kaisers lautet: Keine Aenderung in der iuuereu Politik. Die „Neue ^reie Presse" geht von der Voraus sehnng aus, das Entlassungsgesuch habe den Zweck gehabt, dem Ministeriuni die, Sicherheit einer defini tiven und dauernden Politik zu bieten; serner eine Bürgschaft dafür zu schaffeu, daf; Oesterreich bei Per-fi'igungen in gemeinsamen Angelegenheiten seinen be rechtigten (5infli,s; stets zur Geltung bringen könne. Der erstere Zweck sei mm erreicht worden. Herr von Koerber sei nach dem Inhalte de5 kaiserlichen Hand schreidens berufen, dm Ausgleich und die Handeln Verträge zu erledige. Aus der Kundgebung des Mon archen seien die Vollmacht, der Auftrag und die Aus-gäbe des Ministerinn,» herauszulesen. Der andere 'jweck aber sei wenigstens in der Oeffentlichkeit nicht erreicht worden. Der Grund liege in der Verschieden-heit der Macht und würde sofort hinfällig werden, wenn nnfer Parlament einer gesnnltösterr^chischeii Politik noch sähig wäre. lil'ach dem „Neuen Wiener Journal" könne die Ablehnung der Demission nichte anderes bedeuten, alo das; der Monarch, die Vedenlen Herrn v. Koerber^ teilend, dnrch einen neuerlichen Vewei^ dev Vertrau-l'ü5 siir die Zutunft eine Garantie schus. Die „Deutsä>e Zeitung" versickert, die kaiserliche Vertrauen^.lundssebnng werde in allen deulsälen Par-teil reisen lebhaft bei'riedigen. Die Lösung sei leine provisorische, sondern biete eine endgültige Klärnng anf »ueile Sicht. Die „Wiener Morgenzeitung" beurteilt da5 Handfchreiblni nlc' eine Anerkennung der von koerber vl>rtretenen Grundsätze. Die öfsentliche Meinung lverde die Lösung der Krise mit Vesriedignng auf-nehmen. Koerber bleibt, und dao fei fiir den Augen' blick wie für die ^rage de5 Ausgleichen insbefon^ere die Hauptsache. Da5 „Vaterland" erkennt in dem Handschreiben oinen Vertrauen3>be»veis auszeich>,endsler Art für da<> Kabinett Koerber. Mit dem Kabinette bleibe nnct, dli'sen politische» Svftem. Dao Blatt fügt den Wunfch bei, dao Kabinett Konber möge mit lieueni Mut und nellem Gliick an die Bewältigung seiner hohen Aus< gabeli schreiten. Dad „Deutsche Volkiblati" gibt dem Handickn.', ben die Deutung, das; e» „iniplilite" deil von der o,» seitigen Legierung in der Wehrsrnge eingenouimenen Standpunkt anertennt uud noch u>eiter geht, indem eo nicht nur dein persöiilickx'n Vertrauen der Krone zn dem gegenwärtigen Kabinette Aufdruck gibt, sonder» anch sachlich sich mit der ganzen von ibm befolgte,! Politik solidarisch erklärt. Das „III. Wiener Extrablatt" zlveifelt nickst, das: die ^ö'suug der Krise, welche dao kaiserlickie Hand schreibeil bringt, bei allen, welckie nicht yerad<' von Feuilleton. Jugend. Stizze vo» Henrik Konloppidcl,,. (Schluh.) srin^'Zrl'blicklich verschwand der weihe Nebel vor Zi,..,'/ugen und er erblickte ein armes, leeres setzte n ^ ^'" "" ^"is zwischen Lappen und zer-der?ll,. /"1 """" ^"te hingestreckt lag. Während er ei,. "Ä ^'""" ^"g"' sich krampfhaft wand, stieß Zinim^ '.^^ Wehgeheul aus, das in dem leeren v . "rU V °"'" '" Peseln Leben wird's nicht besser ist Nessp.- -"'"b s"nen Streit ausläulpfeu .. . Hier 3» k "'cht zu erwarten.. " trat lu,3^ ^""e der Student nicht. Der weiße Nebel ""erirois^ Ü»^' ^""' ^"l!"' auf, und das tiefe, «3N? ^"usen ließ sich aufs neue vernehmen, ""eiteumale ^ ^" ^^""' ^^ die Hexe zum tt blaL .!?!" """ Augenblick nach, dann antwortete Hl« Mannesalter.' 3 "n vrack^M"""d der Nebel, uud vor sich sah 5"lierw Zolles ^""^ '"'^ Teppichen »md schweren ' ^'hb^ ^""' Geldschraule. Hin und her über "ven schritt ein tleiuer, kugelrunder Herr mit weißer Weste, von der eine Goldkette herabhing; auf dem Haupte eine grüne Sammcttappe. Neben der Tür staub in demütiger Stellung ein Mann in dürftiger Kleidung, in dessen magerem nnd vergrämtem Angcsichte der Student mit Schaudern seine eigenen Gesichtszügc erkannte. «Meine Zeit erlaubt mir nicht, länger mit Ihnen zu sprechen,» sagte der Neine, kugelrunde Maun mit abweisender Handbeweguug. «Wenn Sie bis heute Nachmittag um sechs Uhr Ihre Miete nicht bezahlen löuucu, werde» Sie auf die Straße geworfen — abgemacht!» «Ach, Herr. Herr —» klang es vou der Tür. »Es ist solch traurige Zeit für mich gewesen; meiur Frau ist gestorben und ich selber habe vier Monate im Krankenhause gclegeu —» «Jawohl, Quatsch haben wir genug —. «Seien Sie doch barmherzig, Herr!» «Keine Reden mehr, um sechs Uhr ziehen Sie aus!» «Aber wohin sollen wir ziehen? Vergessen Sie doch nicht, daß ich Sohn und Tochter habe ...» «Daran sollten Sie mich wirklich nicht erinnern, denn Ihre Tochter ist eine leichtsinnige Person . . . Das wissen Sie selber wohl sehr gut. Und Ihr Sohn ist ein Taugenichts, der sich umhertreibt, um den Leuten Bären aufzubinden und der, so wahr ich hier stehe, im Zuchthause enden wird. Glauben Sie. daß ich solche Familie hier im Hause behalten will?» Der Mann an der Tür beugte verschämt sein Haupt und schwieg. «Ihre Bitten sind vergebens,» fuhr der Wirt fort, «ich weiß sehr wohl, dah Sie selber ein sehr ordentlicher, strebsamer Mensch sind, aber von ordentlichen, strebsamen Menschen kann man nicht leben, wenn Sie leine Miete zahlen . . . Um sechs Uhr habeil Sie mein Haus verlassen, oder ich lasse die Polizei holen. Verstanden?» Der Nebel erfüllte wieder das Zimmer und das Bild verschwand. Der Student wcir durch die Ve-trachlung seines eigenen Zukunftsbildes und des ihm drohenden Elends so erschüttert worden, daß er schon den Revolver aus der Tasche hervorgezogen hatte, um gleich auf der Stelle die Wege seines Schicksals zn kreuzen und seinen Namen aus der Zahl der Le beuden zu tilgeu. Da rief die Hexe wieder: «Was willst du sehen?» «Ich habe genug gesehen,» stammelte er uud spaunte schnell den Hahn. «Drei Fragen darfst du stellen. Du hast noch eine übrig. Was willst du sehen?» «Nun wohl, laß mich denn meine Jugend sehen!» rief er, aber gleichzeitig legte er den Finger an den Hahn des Revolvers. Zum drittcnmalc verteilte sich der Nebel und er blickte über einen wonnig schönen Garten voll süßen Blumcnduftes. In einer Hecke trillerte die Nachtigall ihre süßen Liebesmelodien, uud durch das dichte Laub streute der Mond seinen Silberglanz über das schim mcrudc Gras. Auf einer Bant unter dem Laubdnche einer Buche sah ein liebendes Paar, Hand in Hand und Wange an Wangr. (5in Zittern ergnff den Studenten. Er erlanute seinen eignen blonde» Nacken unter der weißen Mühe. Aber wer war die junge, errötende Dame mit den dunkelblonden Haaren? . . . Jetzt erhob sie ihr Haupt... und bot ihm ihre blühenden Lippen.. «Ingcborg!» ricf er plötzlich — und warf ben Revolver weit von sich. In diesem Augenblicke erwacht? c> "«' seinem Lager. Laibachei Neitung 3lr. 154. ___________________________ 1336 10. Juli 1903. Veruf aus Unzufriedene sind, die größte Befriedigung finden wird. Die „Reichswehr" betont, daß das Vertrauensvotum nicht nur der Person des Kabinottschefs gilt, sondern zugleich zeugt, das; auch die Politik des Herrn u. Koerber den Anschauungen der maßgebendsten Stelle entspricht. Das; der Ursprung der Krise im Handschreiben nicht erörtert wnrde, sei sogar zweck» entsprechender. Die Motive der Demission seien hin« länglich bekannt, sie bedürfen nicht erst der Vetonung. Nach der „Oesterr. Vollszeitung" bedeutet die .Himdgebung des Baisers mehr als eine Villigung des bisherigen Verhaltens der Regierung, sie sei gleichzeitig als Aufforderung an Dr. d. >toerber anzusehen, auf dem bisherigen Wege auszuharren nnd an dein System seiner Politik auch fernerhin festzuhalten. Es u>erde auch fein Provisorium geschaffen und es bleibe für die Gegner der Regierung auch nicht die leiseste Hoffnung übrig, daß sic etwa in naher Zeit den Sturz des Kabinettes Koerber erreiclM werden. Die Meinung der „Arbeiterzeitung" und der „Zeit" weicht von der Auffassung der anderen Blätter ab. Die „Arbeiterzeitung" schreibt, Herr v. Koerbcr liabe nichts erreicht, als daß seine Demission nicht an° genommen wurde, und ebenso erklärt „Tic Zeit", daß der Ministerpräsident nach keiner Richtung hin einen Erfolg erzielt habe. Politische Uebersicht. Laibach, 9. Juli. In Czernowitz fand am Montag ein Partei» tag der Nutenen statt, der von etwa 400(1 Personen besucht war. Der Parteitag billigte das Vorgehen der rutenisäM Abgeordnete«: im Reichsrate und im bukowinischen Landtage und stellte mehrere nationale und wirtschaftliche fordernngen auf, darunter die Ernennung eines rntenifchen Generalviknrs. An den Ministerpräsidenten ging ein Telegramm ab, in dem ihm der Dank fiir die Enthebung des Va-rons Äourguignon und die Ernennung des Fürsten Hohenlohe zum ^andespräsidenten der Bukowina aus» gesprochen wird. Jene Elemente der Kc> ss u t h-P artei, die sich dem Parteibeschlusse nicht fügen wolle,:, das sind iil an der Zahl, ferner von der Ngron-Oruppe zehn Mann und neun Abgeordnete, die leiner Partei ange-hören, sind entschlossen, den Kampf gegen die Re-gierung Khuens bis aufs äußerste fortzusetzen. Sie loerden bereits Montag die technischen Behelfe der Obstruktion ins Treffen führen. Zu dem Gerüchte, daß der.U önig von Italien seine Reise nach Pari s mit Rücksicht mif den Zustand des Papstes verschieben nxide, wird geinel det, daß der italienische Botschafter in Paris noch keinerlei Mitteilnngen darüber erhalten habe. Die Pari s e r Blätter weisen mit Befriedigung darauf hin, daß die Einnamnen alls den indirekten Steuern im Juni den Poranschlag um mehr als zwölf Millionen franken übersteigen und daß die Gesamt Mehreinnahmen aus den indirekten Steuern in der ersten Hälfte des Jahres 1W3 über -N Millionen Klaus Htörtebekcrs Glück und Lude. Roman aus Hamburg« Vergangenheit von Ott« Vehrend. (22. Fortsetzung.) Emma lam mit dem frisch gefüllten Horn zurück. «Denke dir, der Hans geht auf Freicrsfühen!» rief Störtebeler ihr entgegen. «Er will sich eine Spanierin fangen!» «Warum nicht?» sprach Emma. «Man ist doch nur einmal jung im Leben und jung in dcr Liebe!» sehte sie warm hinzu, einen schnellen Kuh auf den Mund ihres Gatten drückend. «Segel in Sicht, geradeaus!» rief in diesem Äugenblicke der Mann aus der Mars herunter. «Eiu — zwei — drei — vier — fünf Segel!» «Nun, küsse doch weiter, Emma!> sprach Störte-beter. «Lars zählt ja für uns! Eins, zwei, drei, vier, fünf!» zählte er, sein junges Weib herzlich küssend, um dann jählings aufzuspringen und hochaufgerichtet in die Ferne zu spähen. «Fürwahr,» rief er aus, «fünf Segel! Die müssen wir kapern! Da gibt es endlich Arbeit! Drauf denn - drauf!» In der Ferne zeigten sich deutlich fi'mf Segel, die gegen den Wind aufkreuzten. Die Vitalier kamen ihnen schnell näher und bald war unter ihren Schiffen die Verständigung erzielt, die fremden Fahrzeuge da vor ihnen zu kapern. Diese schienen keine Ahnung von der Gefahr zu haben, der sie entgegenliefen. Schon tonnte man ihre Herkunft erkennen — die Flagge der Stadt Groningen wehte am Mäste — als sie doch Verdacht schöpfen mußten, trotzdem die Vitalier die Brügger Flagge gehißt hatten und dic Mehrzahl ihrer Leute zwar lmllpfl'ereit, abcr noch unter Deck hielten. Franken betragen haben. Dies sei das beste Dementi der alarmierenden Gerüchte, welche die Opposition über die finanzielle Lage Frankreichs verbreitet habe. Das engli sch e Unterhaus hat in einer seiner letzten Sitzungen für Nenbanten, beziehungsweise Neneinrichtuugen bei der ktriegsmarim' einen große» ren Betrag bewilligt. Eiu Teil der Summe soll für die Einrichtung der Elektrizität in allen Marine-Eta-blissements verwendet werden, weiter soll die Werft von Sheerneß ein besonderes Depot erhalten, in «X'm sämtliche Fahrzeuge der Torpedoflotte ausgebessert werden können. Im Medway wird ein miier Schieß-stand für Torpedoboote angelegt und der Torpedo-schießplatz ill Portsmouth vergrößert. Die Werft von Chatham wird erloeitert und mit dein Baue der neuen Flottenstation am Forth begonnen. Die Gesamtkosten der in Porschlag gebrachten Bauten sollen sich auf Der Barium,, zwei gierige Seeschlangen, ihueu nach, während «Die rote Gans» sich nicht daneben zu halten vermochte. Nach etwa einer Stunde hatten sie das zurückbleibende Handelsschiff erreicht; es war eine schwer beladeue Kogge. «Die lassen wir dem Magister,» rief Michclseu durchs Sprachrohr Störtcbcler zu, und die wildc Jagd wurde fortgesetzt. Aber der erwünschte Erfolg blieb aus; nach einer weiteren Stunde sahen die Vitalier ein, daß sie dic Fliehenden nicht zu erreichen vermochten. Mit einem rauhen Fluche ließ Michelsen sein Schiff wenden uud Störtebelcr folgte scmem Beispiele. Sie kreuzten zurück und erblickten bald «Die rote Gans» dicht neben der mittlerweile vou ihr geuommenen Kogge liegen; beide Schisse waren in den Wind gedreht. Wigbald war gerade damit beschäftigt, die 'gefangenen Bootsleute auf sein Schiff zu überführen, nachdem er durch einen Teil seiner Mannschaften dic Pr,'1e hatte besctzcu lasscn. (Fortsetzung folgt.) und Nierengefäße Aufmerksamkeit auch beim Laien, dem silh die Unterschiede zwischen tranken und gesunden Organe" leicht einprägten. — (De r S ou n tag u n d se in We r t.) Ueber W Wert des Sonntags als Muhetag ist man durch UntersuäM gen zu folgenden höchst wichtigen und ernstlich zu beachte» den Ergebnissen gekommen. Der tägliche Berlust an Lebeitt' kraft wird durch Essen und Schlafen nicht wieber voll erseht Nimmt man an, daß die Lebenskraft am Montag morgtni 500 beträgt, so wird sie durch die Arbeit des Tages b Montag abends auf 400 vermindert. Durch eine gute Nach' ruhe steigern sich dann die Kräfte biZ Dienstag früh wiew aber nur bis 400. Die Arbeit am Dienstag vermindert d. Kraft auf 440, am Mittwoch früh ist sie wieder auf 480 gl stiegen. Jeder Tag vermindert die Kraft um 50. Speise u»b Ruhe stellen 40 wieder her. Demnach fehlen am Samstag M und diese fehlende Kraft muß nun durch die Niche des ' Sonntags sowie der beiden Nächte, zwischen welchen del Sonntag liegt, wieder ersetzt weiden. Dann kann der Mensch am Montag wieder mit frischer Kraft an die Arbeit gehe" — sWie man die Moskitos los wird.) A>> eine gloriose Idee sind wieder einmal die Amerikaner w fallen, wahrscheinlich infolge der großen Hitze, unter der st sehr zu leiden hatten. Sie haben entdeckt, daß das beste Mittel gegen die Moskitos die — Musil ist. Die Tatsache wird > allem Ernste einem Londoner Blatte in folgendem Telc gramme gemeldet: Die gegenwärtigen starken Regengüsse denen heiße Tage folgten, haben eine wahre Moslitoplagt in den New Uorler vorstädlischcn Bezirken hervorgerufen Hausbesitzer müssen Drahtschirme an ihren Fenstern anbri^ gen, um die Plagegeister abzuhalten. Ein wissenschaftliche Komitee, das die Sache untersucht, hat eben entdeckt, daß l»' stimmte musikalische Töne infolge der großen Schwingung zahl bei den Moskitos eine plötzliche und vollständige Läl' mung und augenblicklichen Tob hervorrufen! Man hat w' mentlich die Anwendung einer starken Damvfpfeife angers ten. — Das kann schön werden, loenn in dem schon so ge lä'uschvollen New York plötzlich hunderttausend und meh> Dampfpfeifen losgehen! Vielleicht sehne» sich die New Volle' dann nach den Moskitos zurück ... — (Ein Katzenmassalrc,) In Amberg ist a«! Grund der Annahme, daß eine tollwütige Katze andere Katze» gebissen habe. die Vernichtung sämtlicher Katzen im Interest der Verhütung der Weitervcrbreitung der Tollwut angcorl net worden. Ueber die Folgen dieses Erlasses berichtet ba< „Amb. Tagebl." folgendes:' Die Folge dieses Erlasses wal unheimlich. An allen Ecken wurden Katzen mit den Köpfe" an die Mauern geschlagen, halbtot, ganztot und lebendig >" Masse in die Vils geworfen- Jäger, die im Freien nicht? i treffen, schössen die Katzen von den Mauern herunter, ein'gl ^ sollen sogar zu dem Zlvecke eigens Zimmerstntzen sich gela»A ^ haben. kurz. das Schlachten war groß. Es gab aber c,M weniger folgsame Untertanen des Stadtmagistrates, die ih" Katzen schleunigst in die Sonnnerflisch« schoten, andere VN steckten ihre Lieblinge in den tiefsten Tiefen der Keller z" ihrem Heile, denn am Sonntag vormittags rannten eiM Schutzleute durch die Stadt, auch andere städtische Beam« begaben sich zu den Leuten, die ihrer Kenntnis nach im VeM wertvoller Katzen sind. und brachten die Nachricht, daß del Natzenerlaß zurückgenommen sei. Darob natürlich auf del, einen Seite allgemeine Freude von Menschen und Katzen, am ^ der anderen Seite Wut der voreiligen, folgsamen Much"'! mörder und Spott der Unbeteiligten. Bald'ging wieder d^ Gerücht, der Erlaß sei. nackdem er einen Tag zurückanio"' men war. wieder in Kraft getreten. Darob natürlich aM meine Konfusion in der ganzen Stadt. — (Schnelle Wirtung.) Der Akrobat KlischnB stellte sich beim Theaterbireltor Earl vor. um auf dem d"' mals unter feiner Leitung flehenden Theater an der W'^ einige Vorstellungen geben zu dürfen. „Wie heißen Sie?" """ „Klischnigg." —'„Wo lommen Sie her?" — „Von Dnlly' lane." — „Was spielen Sie?" — „Affen." — „O, ,".'" Lieber, die haben wir in Wien selbst genug, damit darf lu^ mit einer längeren Ansprache, in welcher er auf die s^!sHcü Lage der Landwirtschaft im allgemeinen und der ^ain>' , insbesondere hinwies und die Notwendigkeit eines ration Betriebes derselben hervorhob; alle Faktoren, denen das ^. k'n'ssc unseres Bauernstandes am Herzen liegt, müss^ Laibacher geitung Nr. 154. 1337 10. Juli 1903. zusammenschließen, um zu retten, was noch zu retten ist. Redner banlte dem Herrn Hofrat Grafen Schaffgotsch sowie den Vertretern des Landesausschusses und der Stadt, gemeinde Laibach für ihr Erscheinen und begrüßte sodann in witscher Sprache die Vertreter des Großgrundbesitzes, deren ^elliicihi,^ den erfreulichen Beweis erbringe, daß sie gerne bereit seien, vereint mit den Vertretern des Mittel- und iUeingrundbesitzes die Interessen unserer Landwirtschaft zu furbern. Herr Hofrat Dr. Andreas Graf Schaffgotschbe Ü"uhte die Versammlung im Namen Seiner Exzellenz des vrrrn Landespräsidenten wie folgt: Geehrte Versammlung! Indem ich in Vertretung des Wenwä'rtig c,llf Urlaub befindlichen .Herrn Landespräsiden le» die heutige Generalversammlung d«7 lrainischen Land' l"utschafl6gesellschaft herzlich begrüße, mochte ich vor allem "'emer lebhaften persönlichen Befriedigung Ausdrmi gebei^ ^N mir die erwünschte Gelegenheit geboten ist. in Ihrer -"iltte zu erscheinen und einige Worte an die geehrte Ver-'nmmlung zu richten, Ich ergreife diesen Anlaß umso lieber, "s ich mich geradezu verpflichtet fühle, der Landwirtschafts ^lellschllfi für die unausgesetzte tatkräftige Unterstützung, "eiche sie alle,, auf Hebung der lrainischen Landwirtschaft ^richteten Bestrebungen bereitwillig angedeihcn läßt. neuer "ngs namens der Landesregierung die vollste Anerkennung "^zusprechen. Aus der regen Korrespondenz, welche die ^»besregirrung mit Ihrem geehrten Zentralausschusse über verschiedene landwirtschaftliche Fragen zu führen hat. ist es u>n ja ;i,r (Genüge bekannt, welche wertvollen Anregungen 'n>b sachgemäßen Ratschläge Ihrer Vereinigung zu verdanken !"d und wie dieselbe stets bedacht ist, den landwirtschast-"?en Produzenten durch Belehrung. Aneiferung und Ver-^ntlung notwendiger und nützlicher Hilfsmittel an die -0m,d zu gehen. Wer die Tätigkeit der lrainischen Landwirt. Mftsgesellschaft »»befangen überblickt, kann sich der Ueber ''"lssung nicht verschließen, daß Ihr Zentralausschuß und ^yre Filialen sehr erfreuliche Erfolge, namentlich auf dem ..ediete der Viehzucht, des Mollereiwesens und der Obst-Mtur aufzuweisen haben. Auch die unter dankenswerter Be-fugling von Vertretern der geehrten Landwirtschaftsgefell-M)"ft im Vorjahre abgehaltene Enquete in Angelegenheit der '"lllchführung des neuen Rindviehzuchtgcsetzes hat zu einem 'ell>edigr»denElgebnisse von nicht zu unterschätzenderBedeu-">>N ssrführt n»d ich bin in der angenehmen Lage. den Herren ''utznleilrn. daß die auf Grund der Enquctebes'chlüsse formu-lttuen Dnrchführungübestiinmungen vor kurzem vom l. l. „nveränberl genehmigt worden sind und "»machst »n Lm^s^latte <',ur kundmachnng gelangen werden, hoffentlich w,rd es l„l >>-^ <7 ^, ^' / Bestimmungen gelingen, dem w ein^! )"^'^ ^ """ Nieten anzuba^"' ""^"5 ^ Landes nach l.ervo^!!''"" ?'?"^"^ '""^' "1 '"ir erlauben hier lurz "" .heben. Neben und nächst der Rinderzucht ist für ">,er ^and bie Schweinezucht von großer Wichticileii. weil "r> den Mutigen Preisverhältnissen der Export von Nutz-n»d Schlachtschweinen aus Krain in andere österreichische Wilder und auch über dir Grenzen der Monarchie hinaus sich "") rechj lohnend gestaltet und tatsächlich ein ganz an-'M'cher ist. (5i„r wesentliche Vorbedingung für die Auf-w'haltung eines geregelten, lohnenden Exportes ist aller-' a.s die Erreichung möglichster Seuchenfreiheit unter den ""l,te»v,ehbeständen. weil die SeuclMfreiheit wieder die Aussetzung der Freiheit von Verlehrsbcschränlungen für ^exportierenden bildet. Leider sind die Verhältnisse in Ccbw '" ^'^" Beziehung nicht ganz befriedigend, weil die /wemepest-Invasionen. wenn sie auch zumeist nur spora-b/^. "U'lleten. nicht aushören wollen. Abgesehn von dem nntÄ '"' "»mittelbaren Schaden, den solche Invasionen die ^ "'l)°ben sie auch Verlehrsveschränlunaen im Gefolge. Mitt-n" ^"^ mitunter fehr behindern und dadurch einen fahr, " bedeutenden Schaden herbeiführen. Aus den Er-^alis " ^' ^" Echweincpesteinschleppungen dcr letzten du,,"."^'! s'ch .U'r Evidenz die Tatsache, daß die Anwen-bxrrl, /'lgungs- unb Observationsverfahrens allein einen de» ssl'^'^" ^l°la nicht zu erzielen vermag. Ausreichen-,,„^. .^"« ,ann nur die Hebung der heimischen Schweine-fremd'" "'""' ^^'"' ^»'fange bieten, daß die Einführung del A^< ^""delsschwrillc ganz entbehrlich und damit auch beseiti ''" Pesteinschleppung bl'lch diese Handelsschweine das, ^ '^ bisherigen Erfahrungen beweisen es augenscheinlich, eine l/ - ^' ^s Landes, in welchen die heimische Zucht ch^:,^"'chende Entwickelungsstufe erreicht hat. von Seu-mider» U "" '" ^" ^kgcl ganz verschont bleiben, während s'"nast n"^' '" Elchen dies nicht der Fall ist. trotz der ' >'eilich!n"ttn^^'^"'^ "^" vorgeschriebenen veterinär-poli-nichs . .^"siregeln. von der Schweinepest auf die Dauer iibri^ "'falten '""den können. Wenn ich nicht irre. hat ^n A^ ?fragr einer wirksamen Förderung der heimi->!ii C^^'"^N'cht bereits den Gegenstand von Beratungen '"oll» b> . ^^ geehrten Zentralausschusses gebildet, und ich ^"Ndr>, ,! ""^ ^'^ ^legenheit wahrnehmen, um auch vom tiv» ^ 'I " b" Landesregierung eine dahin abzielende Al-s,ungttngen geleitete, ruhige und er . schast nu^ ^cMalrit der lrainischcn Landwirtschaftsgesell-'"'lie »üb /"mchm ,,u Nutz und ssrommen unserer Land '^" "wa/"? ^°^^ ^^ ^""^" Bandes reiche Erfolge er-- Zugleich darf ich wohl der Erwartung Ausbrmt geben, baß die Beziehungen zwischen der Lanbwirtschafts-gcscllschaft und der Landesregierung ebenso freundliche blri ' oen werden wie bisher und darf auch die Versicherung bei ^ fügen, baß die Landesregierung cs innerhalb ihres Wir ! lungklreises an bereitwilliger Förderung der von Ihrer ge Ehrten Gesellschaft ausgehenden nutzbringenden Bestrebungen nicht fehle» lasse» wird. Herr Landesausschußbeisiher Grasselli begrüßte die Versammlung namens des Landesausschusses, lvelcher die ersprießliche Tätigkeit der Gesellschaft mit warmem Interesse verfolge und gerne bereit sei, dieselbe nach Nrästrn zu fördern. Nainens der Stadtgemeinde Laibach sprach Herr Bürgermeister H r i b a r. welcher die großen Erfolge der gesellschaftlichen Tätigkeit hervorhoo und erklärte, daß die Stadt Laibach diesen Fortschritt mit Sympathie begrüße, da , jl! ein wohlhabenoer Bauernstand zur Kräftigung unseres Städtewesens nicht unwesentlich beitrage. In ausführlicher Weise erstattete sodann der Herr Ge sellschaftöselrl'tär Direktor Pirc den viechenschastävericht oeö Zentralauüschusses für das Jahr 1!)02. Die l. t. Lanb-wirlschaftsgesellschaft für .Nrain zählte mit Schluß des ab gelaufenen Jahres 5057 Mitglieder mit 117 Filialen. Das iianzleipersonale der Gesellschaft bestand außer dem Dircttor noch aus einem Eelivtariatbadjunltcn. einem .Nanzlisten, einem Magazineur, einer Buchhalterin und einem iianzlei-gchilfen, deren Besoldung einen Aufwand von 11.007 X er forderte. Die gesellschaftliche Hufbeschlagschule wies einen guten Besuch aus und wurden in derselben zwei Kurse mit günstigem Erfolge abgehalten. Aus der gesellschaftlichen Baumschule wurden im Vorjahre 20.000 hochstämmige und über 1000 Zwergbäumchrn an die Mitglieder abgegeben. Da der Grundlomplex auf der Polana bereits seit !1O Jahren zur Baumzucht intensiv benützt wird, ist der Boden schon voll kommen ausgrsogen und mußte daher der Anlauf eines an deren entsprechenden Grunblomplexes für die gesellschaftliche Baumschule in Aussicht genommen wcrbcn. Der Komplex der derzeitigen Baumschule aber soll parzelliert und als Bau gründ verlauft werden. Auch der Versuchshof in Waitsch weist günstige Wirtschaftsergebnisse auf. Eine der wichtig sten Unternehmungen der Gesellschaft ist die landwirtschaftliche Haugfrauenschule auf der Polana. welche zur Erinne rung an das 5>0jährige Regierungsjubiläum Seiner Majestät desKaisers im Jahre 18W errichtet wurde. Das Inter^ nat ist für zwölf Zöglinge berechnet und muh leider alljähr lich eine größere Anzahl von Aufnahmswerberinnen ob Raummangels abgewiesen werden. Der Unterrichtöplan um saßt das Wesentlichste über Viehzucht. Mollerei. Gesundheits lehre ?c. Alljährlich findet auch ein praktischer Mollereiturs statt. Der ssond zur Prämiierung alter landwirtschaftlicher Dienstboten ist auf 14N7 X angewachsen. Das gesellschast liche Organ „Kmetovalec" erscheint in 55>O0 Exemplaren, Für die Mitglieder deutscher Nationalität wurde das deutsche landwirtschaftliche Blatt „Oelonom" abonniert. Ein für unsere Landwirtschaft fehr wichtiger Zweig der gesellschaftlichen Tätigkeit war die Besorgung von landwirt schaftlichen Bedarfsartikeln für die Mitglieder der Gesellschaft, wobei jedoch an dem Grundsätze festgehalten wirb. baß vornehmlich nur solche Artikel vermittelt werden, welche die Handelsleute auf dem Lande bisher nicht geführt haben, da nach Tunlichleit jede Konkurrenz mit dem Hanbelestanbe vermieden werben soll. Die Gesellschaft besorgte im Vorjahre für ihre Mitglieder um 25.000 X reinen Kleesamen, dann russischen Leincnsamen, verschiedene Getreibtsorten, Erbäpfel und Saaifisolen. An Kunstdünger wurden im abgelaufenen Jahre über 1l>0 Waggons bestellt und an die Mitglieder abgegeben, desgleichen eine bedeutende Menge von Kupfervitriol zur Bespritzung der Weinrebe. Rebensprihen ?c Behufs Belebung des Absatzes heimischer Weine wurde in Laibach ein Lanbesversuchsweinleller eingerichtet. Mit Untei stützung der l. l. Regierung hat die Gesellschaft 32 Zucbt-stiere der Simentaler-. Murbodner- und Pinzgauerrasse an-gelauft und zum halben Ankaufspreise an heimische Züchte? abgegeben. In Betreff Hebung der Viehzucht bleibt jedoch noch vieles zu tun übrig, da die rationelle Viehzucht hierzulande leider nicht in dem Maße fortschreitet, wie dies wünschenswert wäre. Die Gesellschaft vermittelte weiters den Bezug von landwirtschaftlichen Maschinen und fördert nach Kräften die Nildnng und Entwickelung von landwirtschaft^ lichen, insbesondere aber von Molkerei Genossenschaften Der instruktive Bericht über die Tätigkeit der Gcsel»-schaft wurde genehmigend zur Kenntnis genommen, bcsa/si. chen der Rechnungsabschluß pro 1W2 und der Voranging für das kommende Jahr. Dem Gesellschaftsbireitor Pirc und dem Zentralausschusse wurde für die zielbewußte ersprießliche Tätigkeit der.Dank der Generalversammlung ausgesprochen. Es folgte sodann die Wahl von vier Mitgliedern in b,n Zentralausschuß und die Wahl zweier Rechnungsrevisorer, an Stelle der verstorbenen Revisoren Franz Triller unb Karl Nagar, In ben Zentralausschuß wurden wieder gtwähll die Herren: l, t. Oberforstrat Wenzel Goll in Laibach. R^aü tä'tenbcsitzer Josef L e n a r 5 i <' in Oberlaibach, Advokat Dr. Max Wurzbach Edler vonTannenbergin La!-'bach und Oberlehrer Ianlo öirobnil in St. Veit. Zu Rechnungsrevisoren wurden i'«>r n<^iumnm gewählt bie Herren Lanbeslassier Franz Trtnil und der Kassier beim t. l. Landeszahlamte in Laibach Franz Rozma n. Unter den zahlreichen Anträgen der einzelnen gesell schaftlichen Filialen ist in erster Linie der vom .Herrn Ab junlten der landwirtschaftlichen Schule in Stauden Wilhelm Rohr m an begründete Antrag der Filiale Rudolfswert zu erwähnen, wonach die Gesellschaft ersucht wird. dahin zn willen, daß in einzelnen Gemeinden besondere Viehzucht-scltionen gebildet werben, beren Aufgabe cs sein soll. für dir nötige Anzahl von Zuchtstieren in der Gemeinde Sorge zn tragen und den zu bildenden Viehzuchtfond zu verwalten. Jede solche Sektion hätte aus drei Mitgliedern zu bestehen. , Der Antrag wnrbe nach lebhafter Debatte, an welcher sich außer dem Antragsteller auch Direktor Pirc. Bürgermeister Dr. R omih und die Oberlehrer Lilozar und Zavrl beteiligten, fast einstimmig zum Beschlusse erhoben. Die Anträge auf Vermittlung der Gesellschaft zum Zwecke der Bestellung von Tierärzten in St. Veit bei Sittich und in Wippach wurden angenommen, desgleichen mehrere Anträge, welche die Beschaffung von Zuchtftieren und den Bezug von lanbwirtschaftlicl)en Bedarfsartikeln zum Gegew stände haben. Ueber Antrag des Herrn Dr. Romih wurde schließlich dem Landesweinbauwanderlehrer G o m b a 5 unb Direktor Pirc für die Aktivierung des Landesversuchs-Weinkellers in Laibach der Dank ausgesprochen, desgleichen dem lrainischen Landesausschusse für die tatkräftige Fö'rbe rung ber. landwirtschaftlichen Interessen. Nach Erledigung ber Tagesordnung dankte bei Vor sitzende den Anwesenden für ihr Erscheinen unb forderte die selben auf. im Sinne des Allerhöchsten Wahlspruches Vi/i-l»u« u,,i<,l« für die Förderung ber Lanbwirtschaft stets kräftig einzutreten. Mit dreimaligem Slava unb Hoch auf ben obersten Schutzherrn ber Landwirtschaft. Seine Majestät den Kaiser Franz Josef, in welchen Ruf die Anwesenden begeistert einstimmten, wurde sodann die Generalversammlung geschlossen, Laibacher Gemeinderat. Gestern abends wurde die am Dienstag abgebrochene ordentliche Sitzung des Laibacher Grmeinderales fortgesetzt unb der größte Teil ber umfangreichen Tagesordnung ri lcbigt. Zu Beginn ber Sitzung machte Bürgermeister Hribar die Mitteilung, bah ber jüngst verstorbene Landeslassier i. R, Herr Karl / agar sein gesamtes benxgliches Vermögen dem städtischen Armenfonde testiert habe. Auch Frau Urfula Souvan hat, einem Wunsche ihres verblichenen Gemahles Herrn Franz t. Souvan entsprechend, für die städtischen Ar inen den Betrag von 200 X übermittelt. In Beantwortung der vom Gemeinderate Dr. Ku «ar eingebrachten Interpellation, wonach anläßlich bei am jung sten Sonntag in der Sternallre abgehaltenen Ple^renfriel auswärtige Gendarmerie lonsigniert gewesen sei, erklärte der Bürgermeister, daß nach eingeholten Informationen nur der Abgang von erkrankten Gendarmen beim hiesigen Posten lonunanbo durch fünf auswärtige Gendarmen gedeclt woi den ist und baß somit von einer Konsignierung auswärtiger Gendarmen in Laibach anläßlich der Pre^renfeier nicht die Rebe sein könne. Der Bürgermeister machte schließlich dir Mitteilung, bah die Alten, in Betreff der Benützung des TrottoirS am kasinogebäube behufs Ausübung des kaffeeschankgewerbeS und über die Aufstellung von Tischn und Stühlen unter den Xastanienbäumen in der Sternnller von ber Rechtsseltion an oen Stadtmagistrat zu bem Zwecke rüligeleitet wurden, da mit etwa bereit» ersessene Rechte festgestellt und das Gut achten des städtischen Rechtslonsulenten eingeholt werbe. Im weiteren Verlaufe ber Sitzung berichtete Gemeinde rat Dr. Krel über die von ben städtischen Polizeiorgane» vorgenommene Revision von taxpflichtigen Hunden im Ge dicte ber Stabtgemeinde Laibach. Insgesamt würd« für nicht versteuerte Hunde infolge der Revision an Taxen d u b i c, welcher eine eventuelle Wiederwahl nicht annehmen zu können erklärte, wurde für dessen langjährige ersprieß liche Tätigkeit im l. l. Stadtschulrate der Dank des Ge meinberatrs ausgesprochen. Ueber den Antrag des Stabtmagistrates auf Errichtung eines StraßenkanalrL in der Lrvstikgasse berichtete Gemeinde rat Dr. P o /. n r. welcher barauf verwies, baß die Villa bes Postoffizials Karl Mayer an der Levstilgasse bereits fertig gestellt ist unb im kommenden Monate bezogen iverben wird. Das Ersuchen um Errichtung eines Siraßenlanales sei daher vollkommen berechtigt. Der Gerneinberat bewilligte für diesen ttanalbau einen Kredit von 2tt(»0 l<. welcher aus dem An lchen für die Herstellung neuer Straßen besiritten werden soll. Mit der Herstellung des Kanales wurde die Firma N. Rella «K Neffe betraut. Gemcinderat Dr. S < a r <> berichtete fobann in Betreff der geplanten Regulierung ber unteren Polanastraße uib Herstellung eines Trottoirs dortselbst und stellte den Antrag, daß das Nivell für dir untere Volanastraße szwifchen der Landwehrstraße und ber Stephansdorser Briise) nach den vorgelegten Plänen genehmigt unb bie Breite des Trottoirs mit zwei Meter festgestellt werde. Der Kaufpreis für den zur Regulierung erforderlichen Grund sei mit 4 l< pro Quadrat llafter festzusetzen und für die Durchführung ber Arbeite» «'in Kredit vm, 11W R zu bewilligen. In der über diese» Antrag eröffneten Debatte wurden auch Wünsche nach Her stellung von Trottoirs in anderen Stadtteilen zum Ausdrucke gebracht. Gemeinberat Nellovrh regte die Herstellung eines Troltoirs an der Pelersstraßc. und zwar in ber Strecke von der Quergasse bis zur Radetzlystraße. an, Gemeinderal Dr. Tav^ar hingegen beantragte die Herstellung eines Trottoirs auf dem Rain. wobei er für die Kosten für das Trottoir vor seinem Hause selbst aufkommen zu wollen er klärte. Bei der Abstimmung wnrben di, Anträge "> ^'"s. Laibacher Zeitung Nr. 154^___________________________________1338____________________________________________10. Juli 1903. Regulierung der Polanastrahe angenommen. Die Anträge der Gemeinderäte Veltovrh und Dr. Tavöar sollen im städ-lischen Voranschläge pro 1904 Berücksichtigung finden. Gemeinderat >» u b i c berichtete namens der Schul-srltion über die neuen Baubedingungen für den Bau der in Allssicht genommenen Staatsgewerbeschule in Laibach. Der von der Stadtgemeinde Laibach bereits läuflich erworbene Bauplatz am Brühl wurde vom t. t. Ministerium für Kultus und Unterricht hinsichtlich seiner Gröhenverhältnisse und Konfiguration als ausreichend bezeichnet. Die Zustimmung zur erfolgten Platzwahl wurde jedoch von der Prüfung der Situation des vorgeschlagenen Bauplatzes innerhalb des Stadtgebietes abhängig gemacht, in welcher Beziehung die Vorlage einer Ergänzung durch Anschluß einer namentlich die bestehenden Kommunikationen ersichtlich machenden Slizze des Stadtplanes bedarf. Was nun das vorgelegte Bauprojekt anbelangt, findet die Unterrichtsverwaltung das Projelt wegen der wenig glücklichen Gruppierung der Gebäude, welche eine entsprechende Ausnützung des Bauplatzes nicht gestattet, nicht zu genehmigen. Es erscheint daher die Verfassung eines neuen Projektes erforderlich. Der Gemeinberat stimmte den neuen Naubedingungen für den Bau einer Staatsgeweibe-schule in Laibach zu und beauftragte den Stadtmagistrat, der t, t. Regierung die verlangte Situationsslizze ehestens vorzulegen. Nach endgültiger Genehmigung des Bauplatzes ist mit der Ausarbeitung eines neuen Bauprojektes ein vom Ministerium empfohlener Fachmann zu betrauen. In Angelegenheit eines Beitrages für die Errichtung einer telephonischen Verbindung zwischen Laibach und Tar-vis berichtete Gemeinderat Dr. K r e l. Die t. t. Post- und Telegiaphendireltion hat ei» Bauprojekt in Betreff der Einbeziehung der wichtigsten Orte von Oberlrain längs der Staatsbahnlinie in den interurbanen Telefthonverlehr ausgearbeitet, wonach die projektierte Telephonleitung in die Post- und Telegraphenämter Tarvis, Weißenfels. Mojstrana, Ahling. Iauerburg, Lees, Radmannsborf. Podnart, Krain-burg und Laibach einzuführen wäre' behufs eventueller Einbeziehung von Neumarttl. Nischoflack und Veldes wären die notwendigen Seitenlinien herzustellen, wobei die Kosten der Herstellung der äußeren Leitung mit zirka 124.000 X beziffert wnrden. Zu diesen Kosten hätten die interessierten lrainischen Gemeinden den normalmäßigen30Aigen Beitrag im Betrage von 33.000 X zu leisten. Der Referent anerkannte zwar die Wichtigkeit der pro-jeltierten Telephonverbindnng. doch könne die Stabtgemeinde Laibach eine so bedeutende Aeitragsleistung nicht übernehmen. Bei der Abstimmung wurde der Antrag des Referenten auf Ablehnung der geforderten Beitragsleistung angenommen. Wegen Raummangels müssen wir den Bericht über die restlichen Punkte der Tagesordnung für morgen zurückstellen. Heute abends findet eine außerordentliche Gemeinde-ratssihunq statt. — (Auszeichnungen anläßlich der Fertigstellung des Iu st izge bäu des.) Wie uns aus Wien gemeldet wird, hat Seine Majestät der Kaiser dem Landesgerichtspräsidenten, Herrn Albert üevi<"nil. das Ritterkreuz des Leopoldordens, dem Landesgerichtsrate. Herrn Dr, Viktor Wagner, das Ritterkreuz des Franz Josefordens, dem Aautechniler Herrn Karl Schönbacher sowie dem Schieferdecker und Spenglermeister Herrn Heinrich K o r n das goldene Verbienstlreuz. endlich dem Werkmeister der Kruinischen Baugesellschaft Herrn Franz Unger das silberne Verdiensttreuz mit der Krone verliehen. — (Ernennung.) Der Landesausschuh hat den Naupraltilanten Viktor S l a b e r n 6 zum Bauabjunlten beim Landesbauamte ernannt. — (K. l. Zentraltommission für Kunst-undhistorische Denkmale.) Aus der Sitzung vom 18. Juni: Konservator (.' rnologar berichtet, daß gege» die Demolierung der lunsthistorisch belanglosen Pfarrkirche zu Billichberg eine Einwendung nicht zu erheben sei, wenn eine auf die Familie Valvasor bezügliche Inschriftplatte erhalten bleibe. (Referent: L u n h.) — (Die hiesige Orgelschule) beendete gestern mit einer öffentlichen Prüfung das heurige Schuljahr und zugleich das 26. Jahr ihres Bestandes. In drei Jahrgängen gab es 20 Schüler. Drei Abiturienten des dritten Iahr^ ganges erhielten ein Zeugnis der Reife, einer mit dem Zu-satze „weniger geeignet für große Messen", einer — Herr I. Heybal — mit Auszeichnung. Die Schüler beantworteten die Fragen aus der Liturgie (Lehrer Prof. Gnjez -d a), aus der Geschichte des Kirchen- und Choralgesanges (Lehrer i'. A. H r i b a r) sowie aus der Musiktheorie, Harmonielehre :c. (Lehrer Prof. Foer st er) präzise und mit Verständnis. Daß sie die Harmonie- und Modulationslehre gut begreifen, bewiesen sie auch praktisch auf der Orgel, indem sie verschiedene, von anwesenden Herren gestellte Aufgaben, selbst in wcitverwandte Tonarten zu modulieren, prompt und geschickt ausführten. Auch der Choral- und Figuralgesang (Schule !.'. A. H r ib a r) hatte einen sehr schönen Erfolg. Besondere Anerkennung verdient das Klavier- und Orgelspiel (Schule Prof. F o e r st e r). wofür Herrn Foerster aufrichtiger Dank und alle Ehre gebührt. — Die Orgelschule hat neuerlich ihren Ruf als ausgezeichnetes Mnsilinstilut zur Heranbildung guter slovenischer Organisten zur Gänze gerechtfertigt. — Herr Heybai. der vor turzem als Schiller der „Glasbena Matica" als Violinist mit schönem Erfolge aufgetreten ist, erhielt die Organisten-stelle in Stein. * (Verei n sbildung.) In Radele bei Steinbriick wird der Verein Htavd^no clru^tvo xn xil!lll>.j<> >»<»><' /uplii^l«' s>orkv> gebildet. Wegen Genehmhaltung der Vereinsstatuten hat das Komitee bei der kompetenten Behörde die notwendigen Schritte unternommen —r. — (V ol ls schu l we se n.) Die zweite städtische sechotlassige Voltsschule zählte im Schuljahre 1902/1903 i» der l. >l itlasse 47, in der 1. k Klasse 4«, iü der N. u Klasse 55. in der 11. k Klasse 40, in der 111. u Klasse 52. i» der 111. l) Klasse 53. in der IV. u Klasse 05. in der IV. k Klasse 03, in der V. Klasse 55, in der VI. Klasse 30. zusmnmen 548 Schüler. Die Fortgangserfolge waren im allgemeinen befriedigend. —u. — (G a r t e n l o n z e r t e.) Samstag, den II, d. M., nachmittags um 4 Uhr konzertiert die VereinStapelle im Garten deS Hotels „Lloyd" und Sonntag nachmittags um 4 Uhr im Gasthofe „Planler" an der Untertrainerstraße. x. — (K o m m i s si o ne l l e V e r h a n d l u n g.) Ueber Einschreiten der Trifailer KohleiiwrrtSgescllschaft in Sagor um Genehmigung der Errichtung einer Bremsvorrichtung, mittelst welcher die Kalksteine, der Schotter und das Abfall-materiale auf das Niveau der Werlsbahn geleitet werden sull, sowie Genehmigung des dortselbst befindlichen Steinbruches findet die lommissionelle Erhebung und Verhandlung in Sagor am 10. d. M. um 8 Uhr vormittags an Ort und Stelle statt. —ilc. — (Unfall eines Radfahrers.) Der Näcker-gehilfe Anton Lelnar. wohnhaft Römerstraße Nr. 10. rannte heute früh auf der Triesterstraße mit dem Fahrrade an das Pferd der Besitzerin Katharina Pirnat aus Gleinitz an und stürzte unter dasselbe, wodurch er sich am Kopfe verletzte. Das Pferd wurde scheu und ging durch. Es rannte durch die Nöinerstraße. über den Valvasorplatz, durch die Herrengasse und über den Kongreßplatz in die Vegagasse, wo es in den Huf des Hauses Nr. 15 einbog und eingefangen wurde. Es war am linken Hinterfüße, verletzt worden. "(Unfall auf der Südbahn.) Der 27 Jahre alte Franz Kova5, Arbeiter bei der Südbahn, wohnhaft in Adelsberg, fuhr am 8. d. M. früh mit einem Vahnwagerl auf der Eisenbahnstrcckc in der Richtung von Adelsberg gegen Loitsch. Er bemerkte nicht den nachkommenden Zug und dieser stieß, ehe er sich vom Aahnwagerl retten konnte, an diesen an und schleuderte ihn auf das Geleise. Kova5 wurde überfahren und ihm der rechte Fuß beinahe ganz abgerissen und der linke Fuß stark zermalmt. Auch am Kopfe erlitt Kova^ Verletzungen. Man brachte ihn sofort in das hiesige Krankenhaus. — (G em ei ndevorst andswahl.) Nei der am 29. Mai vorgenommenen Neuwahl des Gemeindevorstandes der Orlsgemeinde Selo wurden Georg Erler in Zwischlern zum Gemeindevorsteher. Franz Eisenzopf aus Selo. Josef Wittreich in Klindorf. Matthias Stimpfel in Hohencgg und Anton Kresse in Schallendorf zu Gemeindcräten gewählt. — (Ve re i nsaus flug.) Der slovcnische Leseverein in Littai veranstaltet Sonntag, den 12. d. M.. nachmittags einen Ausflug in den Wald Slatenegg bei St. Martin, woselbst ein Waldfest abgehalten werben wird. Im Falle ungünstiger Witterung wird der Ausflug auf den nächstfolgenden Sonntag verschoben. —^- "' (Brand.) Wie uns aus Adelsberg mitgeteilt wird. brach auf dem Dachboden des dem Besitzer Franz Obhar aus Deutschborf gehörigen Nohngebäudes infolge Unvorsichtigkeit ein Feuer aus. welches das Nohngebäude samt dem angrenzenden Wirtschaftsgebäude einäscherte. An den Lösch-arbeiten beteiligten sich die Feuerwehr aus St. Peter sowie die Inwohner der benachbarten Ortschaften. Dem Schaden, welcher sich auf 1400 lv belauft, steht eine Versicherungssumme von 2800 1< gegenüber. "^. . *" (Alpines.) Die Zahl der Naturfreunde, die freie Tage benutzen, um sich Brust und Sinn in frischer Nergluft zu iveiten. wächst von Jahr zu Jahr sowohl in den Julischcn Alpen als in den Karawanlen und in den Steiner Alpen. Seit der Eröffnung der Schutzhütte auf der Gulica im ^ahre 1892 erfreut sich dieselbe einer besonderen Beliebtheit, wle die stetig steigende Besuchsziffer nachlveist. Auch die heurige Saison zeigt schon einen ganz ansehnlichen Besuch. Die Zahl der Alpenfahrer, welche die herrlich gelegene, prächtig ausgestattete Schutzhülle aufsuchten, betrug in der Zeit vom 15. bis zum 29. Juni 02. darunter 25 Damen. Die Zoishütte wurde in der Zeit vom 22. bis 28. Juni von 14 Alpenfah-rcrn. darunter 2 aus Prag. 3 aus Graz. 1 aus Marburg, 1 aus Pola und 2 aus Trieft, besucht. 13 Personen unternahmen hievon Gipfelwanderungen auf den Grintavec, 1 auf die Sluta. Ueber den Besuch des Deschmannschutzhauses und der Voßhütte sind uns nähere Mitteilungen nicht zugekommen, doch dürften auch diese das Ziel vieler unternehmungslustiger Alpenfreunde gewesen sein; mögen ihnen zahlreiche folge»! Wer die Alpen liebgewonnen hat. wird neuen Lebensmut. Schaffenskraft, geistige und körperliche Erholung finden. — (Erster H a n d e l s s ch u l < a g in Aussig.) Obwohl es früher schien, als könnte es im kaufmännischen Unterrichtswesen nie zu einer Einigkeit kommen, so haben sich doch in den letzten Jahren die Verhältnisse wesentlich gebessert. Die Negierung schenkte auch dem kommerziellen Nildungswesen ihre Aufmerksamkeit, indem sie u. a. auch daran ging, die italienische Handelsakademie in Trieft und die polnische Handelsakademie in Lemberg in Staatsverwaltung zu übernehmen. Diese erfreulichen Anzeichen haben auch der Lehrerschaft neuen Mut eingeflöht und auf Anregung der Aussiger Handelsakademie wollen am 13. und 14. d. M. diV Lehrkräfte aller kaufmännischen Unterrichtsanstalten den ersten österreichischen Handelsschultag in Aussig abhalten, um über Erziehungs-, Unterrichts- und Standesfragen in Beratungen einzutreten. Zum Kongresse werden erscheinen die Lehrerkollegien der Wiener Handelsakademie, der Handelsakademien in Prag. Graz. Linz. Innsbruck. Aussig. Brunn. Gablonz. Lemberg. Olmütz. Pilsen. Proßnitz. die Lehrkörper der z we Massigen Handelsschulen in Wien. Klagenfurt, Laibach. Schwaz, Wels. Brüx, Vudweis. Teplitz. Tioppau. Warnsdorf, die Vertreter der großen Prival-Handelsschule» in Wien und Prag. die Leiter der kaufmännischen Fortbin dungsschulen und Handelsschulen für Mädchen. Auch dai Unterrichtsministerium entsendet zum Handelsschultage ein?^ Vertreter nach Aussig. " (Verlorene und gefundene Gege» stände.) Auf dem Wege von der Wienerstraße durch b>< Gerichtsgasse und Komcnslygasse verlor eine Witwe e!n< Zehnlronennote. — Die Private Maria Kranjc, wohnhai' Petersstraße Nr. 33, fand vorgestern vormittags auf bei« Vodnilftlatze eine Zehntionennote. — Die Obergeometett gattin Rosa Keßler, wohnhaft in Rann. verlor auf bei? Marienplatze eine goldene Damenuhr. — Die Magd Mari« Knrent. wohnhaft'Wienerstraße Nr. 29. verlor gestern vor mittags aus dem Rathauöplatze eine Zehnlronennotc. — Ml Schneider Johann Vohinc. wohnhaft Herrengasse Nr. 5. vel-lor unbekannt wo in der Stadt einen Geldbetrag von 30 k' — Der Kontorist Wilhelm Nunberg, wohnhaft Römcrstraß' Nr. 5, fand auf dem Kaiser Iosefüplatze eine silberne U>' und eine silberne Uhrlette. — Auf dem Wege Resselstrcß und Siidbahnstraße wurde gestern nachmittags ein Pa^ Zigarren verloren. — Auf ^der Wienerstraße verlor ei"' Dame eine schwarze Ueberjacke. — (K urlist e.) In Krapina-Töplitz sind in der ^ vom 27. Juni bis 6. Inli 307 Personen zum Kurgebimis eingetroffen. Telegramme des k. k. Telegraphen-KorrespondenZ'Hureaus. Die Erkrankung des Papstes. Rom, 9. Juli. Das um 9 Uhr 30 Min. vormittag ausgegebene Bulletin sagt: Der Papst verbrachte eine rulD Nacht. In jenem Teile der Lunge, welcher von der im Ärusl fellsacke sich noch befindenden Flüssigkeit nicht bedeckt ist, ^ der Kranlheitsprozeß in voller Lösung begriffen. Die Erleichterung im Allgemeinbefinden dauert an. Gezeichltt> Lapponi, Mazzoni. Rom, 9. Juli. Eine Sonderausgabe des ^Osservalo" Romano" meldet, daß der Papst eine längere Unterrcd»»''' mit dem Kardinal Staatssekretär Rampolla hatte. Der Pa^ habe hiebei die einzelnen Phasen seiner Krankheit besproch^ und die Hoffnung ausgedrückt, die gegenwärtige Schlot überwinden zu können. Der Papst habe bann Rampolla ss fragt, ob er mit ihm nicht irgendwelche Angelegenheiten l besprechen hätte und mit großer Klarheit die ihm von Ra»' polla unterbreiteten Angelegenheiten erörtert und cnlsp^ chende Aufträge erteilt. Als der Papst Rampolla verabsch't dete. erklärte er. er hätte heute gerne noch einige Kardi"^ empfangen. Rom . 9. Juli. Um 5 Uhr nachmittags wurde folgen^ Bulletin ausgegeben: Da sich im Allgemeinbefinden d"' Papstes eine Depression zeigte, fand um 4 Uhr „ach"'""^ >in Konsilium statt, an dein auch Professor Ross""' telllwhw Äei eingehender Untersuchung des Kranken zeigte sich, b^ die Flüssigkeit im Vrustfellsack von neuem rasch zunimmt »^ daß die Herzschläge schwach sind. ohne daß die Töne ein^ Herzllappenfehlers wahrgenommen worden wären. V"! leicht znsammendrückbar. 90 Schläge: Atem kurz, wen'!' frequent: Harnabsonderung gering. Der Zustand des Papsl', wirb als ernst angesehen. Gezeichnet: Lapponi. Mazzo'"' Nossoni. Rom. 9. Juli. Nachmittags stellte sich beim P"^ Diarrhöe ein, worauf die Abhaltung eines Konsiliums l" schlössen wurde. Die Untersuchung ergab, daß sich die ^o' wcndigleit einer Wiederholung des Einstiches in den B">'" lorb herausstellen dürfte. Derselbe wird eventuell morgen früh vorgenommen werden. Um ^9 Uhr war der Z"s^." des Papstes unverändert. - Die ..Italic" veröffentlicht e"> Unterredung mit einem berühmten römischen Kliniker, we cher die Diagnose Lapponis und Mazzonis kritisierte l>N erklärte, es handle sich um eine Brustfellentzündung mit ^ sudat, ^ Die „Tribuna" meldet: Abends verbreiteten sick " der Stadt Gerüchte vom Tode des Papstes, welche große ^ stiilznng hervorriefen, jedoch sofort demrnliert wurden. ^! !» Uhr abends erfolgte dir Berufung Mazzonis in den V"'" !,in Dr, Mazzoni traf um '/,11 Uhr daselbst ein,- da er d<> "ttaqen fortschickte, vermutet man. er werde längere Z"1 " Üatitan verlveilen. Der Petersplatz ist belebt. Rom . 9 Inli. Der „Kapitale" zufolge wurde in e!ne> «n'danlenaustausche zwischen der französischen und der ''^ lionischen Regierung vollkommen übereinstimmend anerkcM"' daß im Falle des Ablebens des Papstes die Reise des Köü'^ ^iltor Emanuel verschoben und wahrscheinlich im Tepl''"'" imtt'snommen werden wird. Serbien. Ä elgrad . 8. Juli. Wie „Beogradsle Novine" ""1^' l't'absichtisil der am Leben gebliebene, jedoch schwer v wnnbete Minister des Innern im Kabinette Zinzar ^^1, ni,', Veliinir TodoroviV', gege» seine Angreifer in der "^^ 'x'in 11 Juni die Anklage wegen versuchten Mordes z» heben, Bulgarien und die Türkei. .n o n st!, n t i n o p e l. 8. Juli, Hier war das ^l,^f, ^(lbreült. daß die Pforte Bulgarien den Krieg erklärt ha Dir amtlichcn türkischen Kreise dementieren auf das e»'1 , di-nslr dieses Gerücht, welches an der Börse zu Sprlnl"''" '.wecken verbreitet worden sei. Die Krise in Athen. Athen, 8. Juli. Ralli wurde vom Kö'nige " ' i Vildung eines neuen Kabinettes betraut. Er wird ein sterium aus den Reihen der Delyannisten bilden. Laibacher öeituna Nr. 154. ' 1339 10. Juli 1903, Angekommene Fremde. Hotel Elefant. Am 8. Juli. Deniberger, Schreiber. Bergmann. Aglar, meisende; Seiulk, ltfm.; Elters, Zurawetz, Redakteure: Baronin h°ni. s. Kind; Grämmer. l. u. l. Oberstleutnant. s. Frau, Wien. ^ Millivojevich, l. u, l. Oberst ; Belsly. l. u. l. Major; Trampns, i. u. l. Hauptmann; Millaut. t. u. l. Leutnant. Gürz. — Prey. ^ n. l. Hauptmann des Generalstabs»Korps: Fuchs, Reisender: Hosmann, Bankbeamter, s. Mutter; v. Wercszergusli, l. u. l. Oberstleutnant; Mesic. l. u. l. Hauptmann, Trieft. — Cartaglim, «fm,, Ancona. — Müller. Oberingenieur; Guctar. Ingenieur; Aernthaller. Architekt. Birnbaum. — Dr. Fabijantik. Pfarrer; ^e,h. Reisender. Prag. — NcwrllowSli. Inspektor. Leobcn. -Pollal. Reisender. Graz. — Nobel. Reisender. Budapest. — "lnstein. Ksm.. «gram. — Lorad, Reisender, Florenz. Hotel Stadt Wieu. Eintritt frei. Vlohitsch-Vauerbrunn erfreut sich heuer eines überaus lebhaften Besuches. (Gegenüber der gleichen Zeitperiode des Vor» jahrcs verzeichnet die Kurlifte ein Frrquenzplus von zirka 300 Personen und dies spricht umsomehr siir die Bevorzugung dieses Badeortes, als manche andere Kurorte im Vergleiche zu Rohitsch merkliche Frequrnzrüclgängc ausweisen. Dalici hat Rohitsch» Sancrbrunn ein internationales und sehr distinguiertes Publi» lum; wir entnehmen der iiurliste folgende Xiamen, die dafür Zeugnis geben: Ernst Adolf Rrichsgras zu Münster, Sohn des bclannten ehemaligen deiKschen Bofschasters in Paris, mit Kammerdiener und Leibjägrr aus Grazi Otto Baron Lütgen» dors aus Graz. Ismail Bey lLhakir au« Kairo, Egon Baron Zois mit Gemahlin. Felomarschall'Leulnant v. Nr'methy mit Ge» lnahlin, El, Hallis au« PoN Elisabeth. Major Rtinhardt aus München, sseldmarschall'LeutnantswitweKululj UonLimobran aus Wien. L. Roleach aus Jerusalem, Baron Vranyczany mit Diener aus Karlstadt, Baronin Odlolel mit Töchtern aus Wien, l. u, l. Kämmerer Arpad von Veges anl. abgeändert wurden und im Sinne der Ver. "dnung der Ministerien des Innern, der Justiz. °e« Handels. der Eisenbahnen und des Acker-m"« do«, 18, September 1900. R. G. Nl i"IV ' "'lb nach Einvernehmung der l. l. "Ndwlrtschastsgesellschaft für Kram hiemit für das *". Quarial 1W3 verlantbarl nachstehender Werttarif A Nilogran,!» des lebenden Gewichtes von U""den Nutzschweiuen behufs Feststellung der ^'.'Mb'aung nach den Bestimmungen des ""»lets l. l^ 3l». der laiserl. tUerordnnng von, 1l>. September 1W0. ^. Nntzschweine des Laudschlages: 2 Schweine bis zu 1 Jahr . . -M 3.) Schweine über 1 Jahr . I 1 ?^ U. »lnllfchweine , ^ c>°"k^"""",gen mil englischer »lasse: 1. Ferlel b,s zu 3 Monaten . . ( 175 ' « Schweme bis z« 1 Jahr . . . . ,^ li) Schweme über 1 Jahr . . . ! . 1 .^ c?. ^luhschweine "mrassigesenglische)importiert oder eigenerZucht.-.^ Ferlel bis zu 3 Mouaten . . . K 2 18 «- Schweine bis zu 1 Jahr . . . . I liß -1 <--chwe,ne über 1 Jahr . . . . . i-.'ld Mitt/. lene Schweine, welche von amtswegen wird ^ ?l h/"be, pestkrank befunden wurden, '°Ud vorbehaltlich der Bestimmuugen der M ü N» ^^"^ Verordnung vom 15. September ltan>/ ."! '" volllommen ausgeweidetem Zu. ! ,"1' ""ergütung ans dem Staatsschätze Nert?« ^"Ne v°" 50 Prozent des obigen ^ t-Tanfes geleistet. Bei Iuchtschweinen Whene V?.' zu den nach den obigen Tarif. 8uW«« ^"^"^"schädiguugsbeträ'genein 25'V, b"m II? ^"^ ^ ^ ber kaiserlichen Verordnung "' Id. September 1900). K. k. Landesregierung für Krain. Laibach am 9. Juli 1903. St. 13.893. Razglas. lei»bra J2Ž?1 jvi ces> ukaza z dne 15- seP" »)ila * l900., drž. zak. ät. 154, s katerim so ?- dna 9 enjena nefcatera doloCila ces. ukaza vraei,:"; maJa 18Ü9, dr*. zak. äs. 81, 0 od-stnisiu mW 'n zatiranJ» svinjske kuge , in v *a DravrT. v lninistrstev za notranje stvari, ** PolivS 1 .|e> Za trg°vin°. z* železnice in dr*. ik J? * dne 18> sePlemf>ra 1900, Cl kr. km'J- -X" 1&5' se v sporazumljenju s ** m *Tii? družl)O za Kranjsko razglasa *• O«trtletje 1003 nastopna ?& V8 vre(lno8tna tarifa ptR8i«ih ,kiIoßram ž've teže pri zdravih Po äoWiR. r^0' da se doIoèi odSkodnina °*'ilh «'^a I-, § 3. b, ces. ukaza z ane 16. septembra 1900. A. Prašièi za rejo 1.) Prnfix, dežel»»egaplemena: nad 1 leto.....t j.^ . B. Prašièi za rejo 1} prMi^nžanja z angJeSko pasmo: ! 1^'dooia,iresecev • • K i7ft rafii«i nad 1 w.....* 1>65 D^d 1 leto.....» 1-22 steßa n] Prašièi Ka r«y° Pemena (angleaki) importirani ali a !H*kiH zrejeDi: H. p^iöi doi 1 ?esecev ¦ - • K 2-18 ad l »eto.....» 1-30 2a one prllsioe, lli »0 nili ur»6om» 2«l-llkni in »L ^6 pri u^ili n»illo, ili »Irntonl, 8v » prillri^om 6oloe>I HH 5. >n 6. ^e» »«Ilk?.» 7. >lne 15. »sptemnr» I9(>0, locill »rkx ciroliu v popolnomk ixtrelz^enLin »t»nju, ln^e povslliüln »2 «lriillviießll 7.«lll!lle vreä-il0!,lne tlliisu. Pli plsn»ou»^ll» pr^ilüll» s>» prizto^ll lc pc> A0li l>kv«6«»l!l vr«6nc>«tnii> pn8>»,vll!n clo8n»nlm 0ll8li0ltmu! n»reäl»o o ärmlichen Zeuguisse über ihre Tauglichkeit zum Militärdienste, feiner mit drm Zeugnisse der Reife zum Besuche von Hochschulen oder mit jenem über die von ihnen mit gutem Ersolge schon zurückgelegten Jahrgänge der tierärztlichen Studien ordnungsmäßig belegten Gesuche längstens bis zum 15. August d. I. beim Rektorate des l. u. l, Militär »Tierarznei« Institutes und der tierärztlichen Hochschule in Wien einzureichen. Wien am 12. Juni 1903. Bom l. l. Ministerium fllr Kultus und Unterricht. (2530) 3-3 Nc^Il.170/^ L. Edikt. Vom l. l. Obcrlandesgerichte sür Sleiermarl, Körnten und Kram in Graz wird belannt ge< macht, daß das l. l. Bezirksgericht Seisenberg die Erhebungen, betreffend die Ergänzung des Grund« bucheS der ttatastralgemeinde Groh.Globofo des Gerichtsbezirles Seisenbcrg dnrch Eröffnung einer neuen Einlage Nr. A30 sür die bisher in leinem Grundbuche einlonlmende Ackerparzelle Nr. »881 der Katastralgcmeinde Groß-Globolo gepflogen und die Eintragung dieser Liegen, schuften in die vorbezeichnete Grundbnchseinlage verfügt hat. Infolgedessen wird in Gemähheit der Ve< stimmungen des Gesetzes vom 25. Juli 1871. R. G. Vl. Nr. 9«. der 1. Juli 1903 als der Tag der Eröffnung dieser Einlage hin» sichtlich der bezeichneten Liegenschaft mit der allgemeinen Kundmachung sestgcfetzt. daß von diesem Lage an neue Eigentums», Pfand» und andere bücherliche Rechte auf diese Liegenschaft nur durch die Eintragung in diese Einlage erworben, beschränkt, auf andere übertragen oder aufgehoben werden können. Zugleich wird zur Richtigstellung dieser nenen Grundbuchs »Einlage, die bei dem l. l. Bezirksgerichte in Seisenbcrg eingesehen werden kann, bezüglich der erwähnten Liegenschaft das in dem obenbezogenen Gesetze vorgeschriebene Versahren eingeleitet nnd werden demnach alle Personen, kl) welche aus Grund eines vor dem 1. Juli 1903 erworbenen Rechtes eine Aenderung der in dieser Einlage enthaltenen, die Eigentums» oder Nesihverhältnisfe hin» sichtlich der erwähnten Liegenschaft betrel senden Eintragungen in Anspruch nehmen, gleichviel ob die Aenderung durch Ab^, Z»» oder Umschreibung, durch Berichtigung der Bezeichnung der Liegenschaft oder der Zusammenstellung von Grundbuchslörpern oder in anderer Weise erfolgen soll; !») welche schon vor dem 1. Juli 1903 auf diese Liegenschaft oder aus Teile derselben Pfand-, Dienswarleits» oder andere zur büchcrlichen Eintragung geeignete Rechte erworben haben, soferne diese Rechte al6 zum alten Lastenstandc gehörig eingetragen werden sollen, aufgefordert, ihre diessälligcn Anmeldungen, und zwar jene, welche sich auf die Velastungsrechte unter d) beziehen, in der im H l2 obigen Ge» setzes bezeichneten Weise längstens bis zum letzten September 1903 bei dem l. l. Bezirksgerichte in Seisenberg ein» zubringen, widrigens das Recht auf Gellend» mcichung der anzumeldenden Ansprüche den» ienigen dritten Personen geg,nüber verwirkt wäre, welche bücherliche Recht,- auf Grundlage der in dieser neuen Grundbuchs »Einlage ent» haltenen und nicht bestrittene» Eintragungen in glltem Glauben erwerben. An der Verpflichtung zur Anmeldung wird dadurch nichts geändert, daß dns anzumeldende Recht ans einem außer Gebrauch tretenden öffentlichen Buche oder auö einer grrichtlichni Erledigung ersichtlich oder daß ei» aus dieses Rech! sich beziehendes Einschreiten der Parteien nnhiingig ist. Eine Wiedereinsetzung a/gen das Ver> säumen der Edillalfrist findet nicht statt, auch ist eine Verlängerung der letzteren für einzelne Parteien unzulässig. Vraz am 9. Juni 1903. (2753) 3-3 I. 1871 V. Sch. «. Aonkurs-Ausschreitmng. An der zweillassigen Volksschule zu Sank! Michael bei Rudolsswrr! kommt die Oberlehrer-stelle mit den gesetzlichen Bezügen und dem Gr» nusse eiuer Naturalwohnung zur definitiven, eventuell provisorischen Besetzung. Die Gesuche sind bis 2b. Juli l I. beim l. l. Bezirksschulrat in ^udolsswert ein« zubringen. K. l. Bezirksschulrat MudolfSwert am 4tel Juli 1903. RZnr eise-Saison empfehlen wir unser ^ro»»«» Lager von Reiseführern, (J9B4)16-h Plänen, Karten, Panoramen, Albums, Photoglobbildern etc. ¦ ¦ ¦ Grösste Auswahl bester Reiselektüre. • ¦ ¦ P^^* VollfttHndigeg I^a^er von ^^P| Engelhorns Romanbibliothek, Kürschners Bücherschatz, Reclams Universalbibliothek, Ecksteins moderne Bibliothek, Kollektion Figaro, Ecksteins ill. Romanbibliothek, Kleine Bibliothek Langen, Ecksteins Miniaturbibliothek. Jg: Depot der k. k. Generalstabskarten. ^J Kataloge gratis und franko. lg. v. Kleinmayr & Fed, Bambergs Buchhandlung in Laibach, Kongressplatz 2. Verkaufsstellen am SüdbatiDhose iu Laibach und Steinbrttok. Kundmachung. Die beim Baue für die Wasserleitung in Oberlaibach auf 88.000 Kronen veranschlagten Arbeiten und Lieferungen werden im Wege der öffentlichen Konkurrenz vergeben und zu diesem Behufe schriftliche, auf sämtliche Arbeiten lautende Offerte mit Angabe des Nachlassen oder der Aufzahlung in Prozenten auf die Einheitspreise des Kostenvoranschlages (2782) 3-1 bis zum 10. August 1. J., vormittags 10 Uhr vom gefertigten Gemeindeamte entgegengenommen. Die mit 1 Krone gestempelten, versiegelten und mit der Aufschrift «Offert für die Übernahme des Haues der Wasserleitung für Oberlaibacb» versehenen Offerte müssen außerdem die ausdrückliche Erklärung des Offerenten enthalten, daß er die ihm genau bekannten Baubedingnisse vollinhaltlich anerkennt und sich denselben unterwirft. Den Offerten ist ein Vadium von 5 Prozent der Bausumme in Barem oder in pupillarsicheren Wertpapieren nach dem Kurswerte beizuschließen. Pläne, Kosten voran schlage und Bedingnisse können im Gemeindeamts Oberlaibach eingesehen werden. Gemeindeamt Oberlaibach am 10. .Juli 1903. Der Bürgermeister: Gabriel Viktor Jelopsek, Za one prašièe, ki so bili uradoma za-klani in se je pri njih naälo, da so bili okuienl, se s pridržkom doloèil §§ 5. in 6. ces. ukaza z dne 15. septembra 1900, foda brez drobu v popolnoma iztrebljenem stanju, daje povraèilo iz državnega zaklada sanio v /.nesku 50odstotkov zgoraj navedene vred-uostne tarife. Pri plemensklh prailölh pa pristoja k po gon navedenih vrednostnili postavkih dognanim odSkodninam äe 2[»°/0 düdatek (§ 3. <• ces. naredbe od dne löega septembra 1900). C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljani, dne 9. julija 1903. Laibacher Zeitung Nr. 154._____________ 1340 ' 10. Juli 1903. (2616) 3—3 Kundmachung. «m l. l. II. Ttaatsglnnnasium in «aibach (Veethovengaffe Nr. «) findet die im Iuli'Termiue vorzunehmende Einschreibung in die I. Klasse Sonntag, den 12. Juli von 8 bis 12 Uhr vormittags statt. Die Nufnahmswerber haben sich in Be-gleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter bei der gefertigten Direktion mit dem Tauf scheine und dem letzten Schulzeugnisse auszuweisen. Von auswärtigen Aufnahmswerbern wird die Anmeldung auch schriftlich gegen Einsendung der genannten Dokumente und nach< «rägliche Vorstellung angenommen. Die Aus-nahmögebüren im Gesamtbeträge von 6 li 60 !> werden erst nach erfolgtem faltischen Eintritte in die I. Klasse (am 21. September) eingehobrn werden. Die schriftlichen Aufnahmsprüsungen be ginnen Mittwoch, den Ib. Juli um 9 Uhr vormittags, die mündlichen am gleichen Tage um 3 Uhr nachmittags. Zufolge Erlasses deS t. l. LandeLschulrates vom 28. August 1894. 1,2354. lünnen Schüler, welche nach ihrem Geburtsorte und nach ihren ssamilienverhältnissen dem Bereiche der l. l. VezirtbhauptmannichaNen Krainburg, «admannbdors, «udolfswert. Tscher« nembl und der l. l. Nezirlsgerichie Vtein, Landftraß, VtaHensuh m,d Wei^elburg angehören, an den Laibacher Gymnasien nur ausnahmsweise in besonders berücksichtign»^ würdigen Fällen mit Genehmigung des t. l, Landesschulrates Aufnahme finden. Die dies' bezüglichen, an die genannte Schulbehürde gc-richteten Gesuche sind wohl zu begründen und rechtzeitig bei der zuständigen l. l. Vezirls» hauptmannschast einzubringen. Die Direction des l. l. II. Ttaatsgymnasiums Laibach am 1. Juli 1903. (2736) 3—3 Kundmachung. Am l. l. Gtaats'Unterghmuasium z«> Wottschee sindrl die Anmeldung zum Ew' lrilte in die l. Klasse im Iuli-Termine am 14, Juli die Nilsnahmöprüfung am 15. Juli von 9 Uhr vormittags an statt. Die Nusnahmswerber haben sich in Vc» gleitung iyrer Eltern oder deren Stellvertreter in der Direltionslanzlei zu melden und mit dem Taufscheine und den» Frequentationszeug« nisse auszuweisen. Die Nufnahmsgebüren be> tragen 6 k 20 n. K. l. Gymnasial-TireMon. Goltschee am 4. Juli 1903. Die fliegen sind schon wieder lästig! | Das einzige, allen Anforderungen | entsprechende Vertilgnngainittel für diese« schädliche Insekt ist das amerikan. „TaDOleioof. Ein einziges Blatt nimmt bis 2000 Fliegen ans nnd hält sie fest. Erhältlich in allen Geschäften ä 10 Heller per Blatt Hanptverlag für Krain: (1821)55 Edmund Kavciö in Laibach. KühHsbBtaniuher Taschen-Bilderbogen Heft I. KfiÄaüisckrTascien-BMerliop Heft 2. KötftotanisckrTasfa-BilWop Heft 3. Preis pro Heft 48 Heller, mit Poat-znsendnng 5 Heller mehr. Vorrätig und zu beziehen durch lg. v. Kleiimayr S Fed. Bambergs Buchhandlung in Laibact). (1926) 9.9.9.9.9.9.9.999.9.9.9 Vollständige Anleitung, f alle Gattungen Dunst- / obst, Marmeladen und / Säfte zu bereiten f V^ / sSF //§?/ sowie /^oX^ frisches Obst / c. / und Gemüse zu f Š&/ trocknen und auf- * ^' f zuböwahren. / Preis 70 b, mit Postzusendung f 80 h. — Zu beziehen durch Xlg.y,KlciDiiiayr&Fei.Baint)ßrLs f Buchhandlung in Laibach. (2647)8-2 Bei 9er elektrischen Strassenbahn in laibach ist die Stelle eines Streckenmeisters zu besetzen, jäheres in 9er Betriebskanzlei in Uömat. (2724)6-3 „ Ein tüchtiger Zimmermann (Vorarbeiter) und zwei Zimmerleute werden sofort aufgenommen. Adresse in K, '/, Klaselie 2 K ftO li. I Erhältlich in Laibach bei Ivan Jebaöin, Jos. IMurnik, I J. Kordin, A. Lilleg, A. Šarabon, Viktor Schiffer, F. Terdina. (1%) 70—51 K. k. österr. ^ Staatsbahnen. ___________K. k. Staatsbahn-Direktion in Villaoh._______ vVu«^n<4 fins dem TTnlirplfiii«» gültig vom 30. Mai 1903. Abfuhrt von Liiitiaeli (Südbalin): Hichtung nach Tarvitj. Um 12 Uhr 24 Min. nachts: 1>er' sononzug nach Tarvi«, Villac:h, Klagonfurt, Franz.enBfKBtt!, Innsbruck, MUnchen, [.«oben; über Solztol n*®. AuBH«e, Salzburg; über Klein-Keillmg nach Steyr, Linz; über Amstetlen nai:h Wien. Uni si Uhr fr«'" l'crri'nienxup nach Tarvi« vorn >. Juli l>i» >-r>- Sq>lmnl)er an Sonn und Feiertagen. -- Um 7 Uhr U Min. In"^ rerwouonzug nach Tarvist, f'ontafel, Villach, Klagenfurt, FraiizcnafoHte, Lcobon, Wien; Ulier Solztal ^, Salzburg, Innsbruck; Über Kluin-Roilling nach Linz, Hudwoig, Pilsen, Marienbad, Kger, Franasensbad, KarlBb»|' l'rag, Lcipy.ig; fiber Amatotton nach Wien. -Um 11 Uhr &1 Min. vorm.: PerBonenzug nach Tarvii, Pont*le' Villach, Klagonfurt, Leoben, Snb.tal, Wion. — Um 1 Uhr 40 Min. nachm.: PerBonen/.ug nach LeeH-Veliie»' nur an Sonn- und Feiertagen vom !il. Mai. — Um 3 Uhr 5G Min. nachm.: Pcrnoncnzug nach Tarvis, VI"»"' Ponlufel. Klngenfurt, Franzonnsoste, München, Leobon ; über Selztal nach Salzburg, Lend-Oa*tein, Zcll am »•«' Innabruck, I3regeii/., ZUnch, Genf, l'aris; über Kloin-Heilling nuch Hteyr, lAni, Budwoi«, PÜHen, Marien»»"' Kger, Kranzensbad, Karlsbad, Prag (Laibach- Linz - Prag direkter Wagen I. und H. KlasHC), Leipzig; u"* Amstetten nach Wion. Um 10 Uhr nachts: Peroonenzug nach Tarvis, Villach, FranzenHfoHte, lnnsbrac»j MUnchen (Laibach-München dirokter Wagen I. und II. Klasse). — Hichtnng nach Kudol Th wert U"l Gottschce. Um 7 Ulir 17 Min. früh: Personenzug nach Hudollswcrt, Strascha-Tüplitz, (lottscheo. — Jj^ 1 Uhr 5 Mm. nachm.: Personenzug nach MudolfHwert, Strascha-Töplitz , üottschoe. — Um 7 Uhr 8 M"* abends: l'crsonenzug nach RudolfHwert, Gottschee .» Ankauft, in Lailmch (Siülhalin): Hichtung von Tarvi«. Um 3 Uhr 2si Min. frilh : PerBoneH^» von Wion über AniKtctton, München (Milnchen-Laibach dirokter Wagen I. und II. Klasue), Innsbruck, Fronxen feste, Salzburg, Linz, Steyr,.Aubboc, Uobon, Klagenfurt, Villuch. — Um 7 Uhr 12 Min. früh: Personen*»» von Tarvis. — Um 11 Uhr 16 Min. yorm.: Pcrsononzug von Wion über Amstetlen, Leipzig, Karl«»' Kgcr, Marienbad, Prag (Prag-Linz-Laibach direkter Wagen I. und II. Klasne), Pilucn, Uudweis, Salr.Dur5' Linz, Steyr Paris, Genf, Zürich, Hrogonz, Innsbruck, Zell am 8oe. Lond - Oastein, Leoben, Klagonlur' Hermagor, Pontafel. — Um 4 Uhr 44 Min. nachm.: PeiBoncnzug von Wien, Leoben, Selztal, Villach, Kl»8e' fürt, MUnchen, Innsbruck, Franzensfesto, Pontafel. - Um 8 Uhr 3K Min. abends: Von LeoB-Velden n"r!j( Sonn- und Feiortagcn vom 81. Mai. — Um 8 Uhr ül Min. abends: Pcrsonenzug von Wien, Leipzig, » r™' Franzensfeste, Karlsbad, Kgor, Marienbad, Pilsen, liudweis, Linz, Lwben, Villach, Klagenfurt, Pontufe' Um 10 Uhr 43 Min. nachts: Personenzug von Tarvia vom 1. Juli bin l.r>. September, an Sonn-und FeiurtsK | — Hichtung von Hudolfswert und Gottscheo. Um H Uhr U Min srllh: Poröoncnzug buk Hmlolf"** und Gottscheo. — Um a Uhr !)2 Min. nachm.: Porsonenzug aus Strascha-Tiiplitz, HudolfHwort, «JottBC» • - Um H Uhr 85 Min. abend«: Pcraonenzii« aus Straacha-Töplitz, Hudolfuwert, GottHchee. ...i,' Abfahrt von Luihach (StuatHhahnhof): Kichtung nach Stein. Um 7 Uhr 28 Min. 'r""r Gemischter Zur. — Utn 2 Uhr r> Min. nachm.: Gemischter Zug. — Um 7 Uhr to Min. abond«: üenimc"1 Zug. — Uni 10 Uhr 4f> Min. nachts: Gemischter Zug, nur an Sonn- und Feiertagen. r.f Ankunft in Lailmch (StuatHlmhiihof): Hichtung von Stein, lim 0 Uhr 4» Min. frlth: " niischter Zug. Uni II Uhr (i Min. vorm.: Gemischter Zug. — Um si Uhr 10 Min. abonds: Gemischter '¦"* — Um 9 Uhr .r..r> Min. nachts: Gemischter Zug, nur an Sonn- und Feiertagen. (2!M) 'tf' * Die milteleuropiiischo Zeit ist gegen die Ortszeit in Laibach um a Minuten vor. ^^. Ausschreibung der Ausführung des Kanales vom AmtsgebUude der k. k. BezirkHhüilP mannschaft bis zum Gurkflusse in der Gesamtlänge zirka 505 Meter i" Steinzeugröhren, und zwar : 150 Meter Steinzeugrühren \\ 300 m/in Innenlichto, 125 » » » h 400 » » 230 » » h 450 » » 2 Putzschüchte naeh dem Plane, 8 Einfall schachte nach dem Plane. , Die Offerte müssen auf die ganze Arbeit lauten, d. i. genau nach ü^ Plane ausgefertigt. Die PlUne liegen in der Gerneindekanzlei zur Ansicht »ut Offerte bin 15. Juli 1. J. Die Herstellung mu(i bi.s Ende Augunt volle»? werden. * (2735)3— Stadtgemeindeamt Rudolfs wert am 5. .Juli 1903. Simon v. Sladoviv, ßargermei»11'1' Druck und «erlag von Jg. v. Klein may r ^, Frd. Vamberz.