Proamnttaiim - prcisr: Fiir Laibach: «»n,jahrig . . . 6 fl. - It. Halbjahrig . . . 3 „ — „ Biertrljahrig. . . i „ so „ Monatlich . . , _ v 50 „ Mil Ber Post: «»n,jahrig . . . 9 R. — ft. v-lbjiihrig . . . 4 „ 60 . Bierteljiihrig. . . 2 „ as „ 9flt Austellung in« Hau» eiettel-iahrig 35 ft., monallich 9 ft. iinitlne Nummer» 5 ft. Mbacher Tagblatt. Anonyme Mittheilungcn merbcu nicht beriicksichtigt; Diaimfkriple nicht zuriickgesendel. LkdaKIiou: Bahnhofgasse Nr. 135. Srptdition unč 3nfcralta-fiurton: Kongrchplatz Nr 81 (B»chh»ndlunj otm 3. v. Kleinmavr L F.Bamberg Zufcrtiousvrrisr: fttt die ciniealiigc PelitzeUe bci zweimaliger ($infd>altitnij i brtimat ii 7 ft. 3n|ertioneftemt>ct jedeSmal 30 Bet gtiifiemi Onferotcn uni iijttm itinichaltung emfptcrficnttr IRaSatt. Nr. 49. DienMg, 2. Marz. — Morgen: Kunigunde. 1869. Zur Reform ber Reichsrathswahlen. Wir habcn fchon seinerzeit die Redc Dr. Kaltcn-cggcis im krainifchcn Lanbtagc zur Vcgrundung dcS leidcr abgelehnten Antrages auf Einfiihrung direklcr Reichsrathswahlen vollinhaltlich gebracht, auch theilten wir die bejfifllichc Verhanblung beS hiesigcn konsti-tutionellen Percins mit, bcr biesfalls mit ciner Petition an baS Abgeorbnetenhaus sich gewenbet hat. Als tin weiteres erfreulicheS Zcichcn, bah in die politische Apathie ber BevSlkerung enblich Leben dringe, ist bie nnter ben Gewerbrtreibenben Wiens entstanbene Agitation anzusehen, um in ben 67 Grwerbsgenosseiischaften, bcren jebe tine bebentcnbe Zahl von Mitgliebern besitzt, einc Petition znr Unterzeichnung zu bringen, in welcher nicht bloS Bermehrnng bcr Abgeorbnctcnzahl, nicht blos Ein-suhrung birekter Reichsrathswahlen, fonbem auch Aufschub bcr Berathnng uitb Bcschlutzfassung uber die Grcstcl'ichcn Steuerreforwentwiirfe unb Ucber-wcisnng bcrselben an einen ncuen, vcrstarkten, un-wittelbar gewahlten Reichsrath geforbert mirb. In ber zu Wien am 21. b. M. abgehaltenen *cr}amnt(ung ber Vertretung bcr Buchbinbergcnossen-schaft wurbe nSmlich einc Petition an ben ReichS-rnth cinftimmig befchlofscn unb zugleich bcr Gcnos-senschaftsvorstanb, Herr Streblow, welcher auch Por-sitzenber beS GenostcnschaftStagcS ist, crsucht, bie Petition sammtlichcn Gcnosscnschpstcn mit ber Ein-labung junt Anschlusse mitzuthcilcn. Die Petition lautet: ..Hohes HauS ber Abgeorbneten! Mit aufrichtigcr Befricbigung habcn wir ben ^efchluh beS nicbcrsstcrrcichischcn Lanbtagcs begriitzt, wit welchem ein Antrag auf Einfiihrung birekter Reichsrathswahlen uiibBcnnchrung der Abgcorbncten- j zahl an bie HoHe Rcgicrung gerichtet wurbe. Als! Wirknng biefes BcschlusstS barf man es frcubig uer» j zeichncn, bag die Ucbcrzcuguug von bcr Rothwcn--bigfeit ber Wahlreform schon bie weitesten Kreife crfatzt hat. Auch wir haltcn cS fi'ir unferc nnah-wcisbarc Pflicht, aus vollster Uebcrzeugung unferc Zustimmung zu jencm Befchluffe bes nicbcrosterrei-chischen Lanbtages auSzufpicchen. Der uieberbster-reichifche Lanbtag hat mil feincm Befchluffe nur jciicu Gebankeu Ausbruck gegebeu, welchc uns felbst erfullcn unb fiir bcren Bcrwirklichnng auf bent Gcbictc bes offcntlichcn Rcchtcs wir bie Mitwir-fung unfcrer Mitbiirgcr ini ReichSrathc hiemit in Anfpruch nehmen. Es ist feine bloS theorctifchc Forbcrung bes KonstitutionalismuS, bah bie Vertrctcr bes Bolkes nnmittelbar aus bcr Wahl bcr BcviUkcrung hcrvor-gehen follen, fonbem tin unabwcisbares Bebiirfnitz beS konstitutioncllen LcbcnS. Welchem Rcchte ent-stammcu bie Nolksvcrtrctungcu? T)cm Rcchte ber BevSlkerung auf Mitwirkung bei bcr Gcfctzgebung. Biefes Recht iibt bie Bcvolkcrung burch ihre gewahlten Vcrtrauensinanner, bie Abgcorbncten, auS. Wcnn abcr bie Biirgcr gerabe fiir bie wichtigstcn Angclcgenhcilcn, tmmlicti fur jene bcS RcichcS, nicht in bcr Lage finb, biefes Recht auszuubcn, wcnn fie es an cine onbere Kiirpcrfchaft ttbertragcu miifsen, bann ist ihnen biefes Recht verfiimtncrt. Wie foll abcr bie Freubigkeit beS politifchcn Strebens, bcr fraftige PulSfchlag ciner entwicklungSoollcn Thatig-kcit, wie bie Kraft felbstbewutzten Handclns, wic baS Lcrtraucu in bie Stctigkcit unb bie AuSbil-bung unfcrer Vcrfaffung zu Tagc treten, wcnn ber Bcvolkcrung ber innigc, unmittclbare Zufammcn- hang mit ihrcn Vertretern unb baburch bie Einwir-kung auf bie fiir fie wichtigsten Gcsetze unb Seslal-tungen eutzogcn ist? Wic foil bie Entwicklung fclbst einc gefnnbe, frifche, fchwungvollc fcin, wcnn bie ‘Abgcorbncten sich nicht in bent Wellenfchlage bcr Lffcntlichcn Mcinung kraftigen, wenn fie nicht ben storfenben Einfluh ciner innigen Wechselbeziehung zu ben Wahlcrn auf sich wirken laffen konnen? Ist cs nicht einc imgeheucrUche Mitzgestaltung, batz bie Staatsbiirgcr zwar ben Gulden, ben baS Gcmeinwcfcn, ben bas Lanbcsbeburfnitz erhcifcht, nnmittelbar kontrolircn konnen, batz ihnen abcr bit Kontrole tibcr bie Millioncn, welchc baS Reich for* bert, uber bie Wchrlnanner, welchc viclleicht heutc bas Batcrlanb, morgen aber viclleicht cine vcrbcrb liche Politik untcr bie Waffcn rufen kann, ent zogcn ist?! Ja, wir fragen offtn: Wiffeii wir benn, nur unfcre Vertreter finb ? Die Wahlcrfchaftcn wtihlcn ^anbtagSabgcorbnctc, aus ben LanbtagSabgeorbneten wahlt bcr Lanbtag bie RcichSrathSabgcorbneten. Bleibcn ba nicht zahlreiche Wahlbezirke ohne Vertretung, welchc daher im ReichSrathc vvllig munbtobt finb unb fur ihre Anfchauungen, ihre Wiinfche, ihre Hoffnungen, ihre Jntereffen feinen Fiirfprccher iui ReichSrathc finben ? Unb konnen felbst jenc Mcihl^ bezirke, bercu Abgeorbnctc aus bcr oft von zahl rcichen klcinlichcn Jntercffcnkrcuzungcn bcirrten Wahl bcr Lanbtage hcrvorgchcn, biefe Abgcorbncten als ihre Bcrtreler im RcichSrathc anfchcn? Ncin ! Dcnn nur fiir ben Lanbtag wShlcn Pie Wahlcrfchaftcn; bie Rcichsrathsabgcorbncten finb baher nicht bicfen, fon-bern nur bem Lanbtage vcrantwortlich! Aus folchen Mihvcrhaltnifsen entstehen Unzu-friebenheiten, unb was bas schlimmste ist, die $er- Iemlleton. Wilde Menschen in Spanien. Es ist einc unglaublich klingenbc Bchauptung, cs in bem von ber Natur so rcich gefegncten ^Ptinicu, bas einst ein heroorragenbes Sulturlanb Q[- noch hcutigen TagcS wilbc, jeber Zivilisation ^‘“fhrenbe Menschen gebcn sollte, bcren gcistigc £,r»tm!^*lm8 aus ciner nicht HSHercn Stufc ftcht, 0 die der rothhSutigen Jnbianer in ben Urwal-ntr|’ Anierika'S obcr ber Reger im Junern Afrika'S. no boch jst biefe Behauptung voile Wahrheit. «0 finb "bies bie Bewohner bes Hurbesthales in ocr Sierra be Francia, jener Gebirgskette, welchc, " Siibwcsten bes alien, hochberiihmten Konig-wichcs Leon burchziehenb, sich an bie Sierra v-ltraua in Portugal anfchlictzt. Der „GlobuS" ]c!ne vvrtreffliche geografifche Zeitfchrift) enthalt in leinent 14. Banbc einc ausfijhrliche Schilberung Wnes Thcilcs bet fpanifchcn Halbinfcl unb seiner ■ocwohncr, aus welcher nachstehenbe Angabcn cnt-nvmmen finb. Das Hurdesthal, beffen GrStze auf 18 bis 20 duabratmeilen gefchatzt wirb, zcigt fast fount cine ^pur von Menfchenthatigkeit, es gleicht fast eincr 4rvTAtn Die Bewohner bcsfclbcn, ctwa an der Zahl, ftehen auf ber untersten Stufc bcr geistigen Entwicklung. Ihre Kleibnng besteht aus elenben fchrnutzigcn Lappcn; bie voruehmsten untcr ihnen finb baburch ansgczeichnet, batz fie tin Hcrnd unb ein Bcinklcib bcsitzcn. Die Weiber finb mit einent zcrrifscncn kurjen Unterrode beklcibct, an ben Schultcrn klcbt ein siebartig burchtiicbcrteS Tnch Die Fiitze habcn allc unbetleibet; bie Kinbcr sinb giinzlich nackt. 31 lie sinb von Schmntz unb Ungc-ziefer bebeckt. Diefcm ihren Ausfchen entfprechen auch ihre Wohniingcn, bie sich von bcr Hohlc cineS Fuchses nicht wcsentlich untcrscheibeu. Es sinb 6 bis 8 Futz ticfe LScher, wclche obcn mit Baum-ftdinmeti iiberbccft finb. Sie sinb von Gras ilber-wuchert, fo batz man ein folchcs „Dvrf" kaum be-mcrkt. Eine einzigc Ocffnung in ber Dccke bient glcichzeitig als Thiir, Fcnstcr unb Rauchfang. Die Einrichtung biefer Wohnungen, wenn man biefe LLcher so nennen barf, ist iiberaus bcfchciden. Ein Halb auSgehohlter Korkeichenstatitm, bcr mit. garrenkraut ansgcstopft ist, bicnt als gemcinschaftliches Familicn-bctt, ein Fclsblock als Herb, einige Baumstriinke als Sitze. Rach eincr Kuchcucinrichtung wiirbc man vergeblich spahcn. Die Bercitung bes Brotcs ist ihnen unbekannt. Jhr gciftiger Zuftanb ist, wie bics untcr folchen Bcrhaltnisscn nicht andcrs fcin kann, ein ganzlich verkommcncr. Sie habcn rcebcr einen Bcgriff von Golt noch iiberhaupt von ber Religion. Die hochste Lcrchrung bczcigcn sie bent Monde, bem sie einen autzerorbentlichen Einfluh auf ihre Bcrhaltniffc zufchrcibcn. A lie wichtigen Vorhaben richteu sie uach bem Stanbe de« Mondes ein, z. B. Ehen, Feldarbcitcn, welchc lctzterc sit iibrigenS in ber allercinfachftcn Weife treiben. Sclbst iibcr ben Wechscl ber Jahrcszeiten sinb sie nicht nntcrrichtct. Jhr moralischer Zuftanb ist ein mtfetzlicher. Sie bt» gehen alle Vcrbrtchcn, ohne nur bah Bcwnhtscin zu habcn, ein Unrccht gethan zu habcn. Es ist wahrhaft entfetzlich, batz so etwaS in unseren Tagen in bem fruchtbaren Spanien exi-stiren kann, unb es entrollt sich vor unseren Augen ein empbreubes Bild von ber Schlechtigkeit ber Regierung, untcr bcren Druckc bus ungluckliche Lanb bis vor kurzem seufzte. Denn nur ber Regierung konnen folche fchreienbe Uebelstanbe zur Last gelegt werben, ba sie es ziinachst ist, die fiir bit Bildung unb Aufklarung bts Volkts zu forgtn hat. Unb wit hat bit Gtistlichktit, an ber boch in Spanitn wahrtich ktint Roth ist, ihrt Pflicht trfiillt, sit, bie sich boch ansfchliehlich znr Erthei-lung bes Unttrrichtts bcrufcn unb befahigt erachtet. Dah cs in bem crzkatholifchcn Spanien noch Lcute, gibt, bencn fogar ber Bcgriff Gottcs mangclt, ist fur bett Katholizismus ein fchlimmes Zeugnih, bas befonbers von jcticn sollte bchcrzigt tverben, welchc, Bilbuug nnb Aufkliirung bet Seite setzenb, im Ka-tholizismns allcin bas Hcil ber Mtnfchhcit eidlicktn' faffung him ihre Wurzeln nicht, wic fie solltc, tief in dic BevSlkerung pragcn. Wir, der Steuerubei-lastung vcrfalleueu Burger cmpfinden dieses Mih-verhalknitz jetzt um so peinlichcr, als die Reform der gefamniten Besteuerung im Rcichvralhc bcralhcn totrb, ohne datz wir in der t'age find, durch selbst-gewShlte Bcrtreter unferen berechtigtcn Einflutz hie-bei auSzuLbcn. Wir miissen uns dahcr als in unserem LebcnSintercsse gefahrdet crachten, wenn das hohe AbgeordnetenhauS in seiner jetzigen, mit ver-haltnitzmatzig wenigen burgerlichen Eleincuten aus-gerustetcn Zusammensetznng die Steuerreform be-schlictzcn roiirbc. Wir durfen root)! fagcn, datz wir nur unser gutes Recht sordern, wenn wir verlangen, bei der Steuerreform durch unsere mimittelbar ge= wahllcn Bcrtreter niitzuwirken. Wir richten dahcr einen Gcwissensappell au unserc Mitbiirger im RcichSrathc, uugrsaumt und uliter Lcrschicbung der Steucrrcformangclcgcnhcit iiber die Wahlresorm zu berathen und zu bcfchlictzcn. Dic Bcvolkcriing barf mindestens einc Berboppe-lung der Bertretcrzahl in Ansprnch uchmcn, indcm ohne cine solche chic angcmcsscnc Bcrthcilung der Bertretcrzahl auf dic einzclnen Wahlbczirkc nicht moglich ist und auch dcr roichtigc, politisch und staatsrechtlich vedcutsamc Zwcck titter Glcichstcllung dcS osterrcichtschcn Abgcordnetenhauses mit dent ungarischen Untcrhause nicht crrcicht wurdc. Wenn mit dieser Umgestaltung zugleich dic Einfuhrung dcr geheimcn Abstimmnng fur die direkten Wahlen und die Kltrzung der Lcgislaturpcriodc auf brci Jahrc verbunbeu wird, danu wird wirksamcs gcschchcn feitt, um citt ben roahren Ausbnick dcr Bolksmcinung darstellendcS AbgeordnetenhauS zu sichcrn. Indent wir von unseat Mitburgern im RcichS-ruthc erroartcn, diesclbcn wcrdcn dic Wahlrcform oyne Ausschub, gegcn welchen wir uns nachdriick-lichst vcrwahren, mit allcr Hingcbung und Uncigcn-nutzigkeit ffirdern, ftctlen wir gefertigte Geuoffen-schastSvertretungen die Bitte: Das hohe Abgcordnetcnhau« dcS Rcichsrathcs rootle ohne Auffchub die Einfuhrung dircktcr Reichs-rathswahlcn und dic Bcrmchrung dcr Abgevrdneten-zahl im Verhaltniffe zu dcr Abgeordnelenzahl dcs ungarischen UnterhaufeS, jedensalts mindestens auf daS doppeltc der jetzigen Zahl, bcschlichcn und die Berathung und Beschlutzfassung uber die Stener-reformvorlagcn dent vermehrteu und in seiner Basis rcformirten Slbgcordnctenhausc iibertasscn. Wien, 21. Februar 1869." Die Erkliirung des Unterrichtsministers zum Schlusse dcr Debatte im Reichsrathe uber die Beantwortung der Dr. Toman'schen Interpellation, bctrcffcud dic ministerielle Schulaussichtsvcrordnung, (autet also: Es siud hcutc so schwere Anktagen gegen utich mid cigcntlich gegen dic Gesammt-Rcgierung wegcn der von tniv erlassenen Verordnnng erhobcn wordeti, als nur iiberhaupt gegcn cine Regrerung crhoben wcrdcn ttiuucn: Nichtachtung der Verfassung, 9iichtachtung dcr Rechtc dcr Zander und dic Absicht, das Landes Gesetz-gebimgsrecht illttsortsch zu tttachctt. In tttciitcut Ge-wisscn bin ich bCrnhigt; mein Witte war eS gcroitz nicht, tttich so schwerer Berletzungen schuldig zu machcn. Ich und die Gcsamint-Regicrung musscn uns dahcr allerdiugs in ciitctn entschiedeuen Jrrthumc besinden. Fur mcittc Person bedaucrc ich, durch alle Erorteruu-geu, die hcutc vorgekommen siud, von dicscnt Jrr-thunte noch nicht iiberzeugt zu seiu; ich bin mir viel-mehr bewntzt, datz dic Regieruug, wie sie rcislich in Erwaguug gczogcn hat, was im gegebcncn Falle ihre Pflicht war, auch wirklich uichts anderes gcthan, als was dieser cntsprochcu hat. Man spricht von ciitcr Bergcwaltigung dcr Land-tage. Worm soll sic bestehen? Man faint ja doth wohl nicht behaupten, datz es elite Lergewaltigung irgend eineS gcsctzgcbcnden Korpers sci, memt das Gesetz, welchcS er crlafsen hat, nicht sktnktiouirt wird. Dabei will ich uttch naturlich, so sehr es vielleicht zur Illustration der heutigen Sachlage beitragen komite, ganzltch cnihaltcn, die Gritndc zu crortcrn, aus wclchcn das einc odcr das andere dcr Landesgcsctzc dic Sauk tion Sr. Majcstat nicht erhaltett hat. Datz die Rc-gicrung babei lcdiglich von dem Gesichtspunkte ausgc-gangen ist, ben Geist und den Wortlant der Ber-faffung zu mabtert, desseu kann ich die Hcrrcn ver-sichern. Von der einen Seite hat man gesagt, die SJte* gicrung habe, ungebutbig, ihrett Standpunkt dot Land-tagen gegmitber gettenb rnachen wollen. Bon der an-dercu Seite hat man mit den geradezu entgegcnge-sctztcn Borwnrf gemacht uud gesagt: ich hatte an sich recht gchaudctt, nut in einein hatte ich gesehlt, ich set mit dcr Perordnung zu spat gefommeit. Wenn ich einen Fchtcr eiugestehe, so bin ich genie bcrcit letzteren sorrnell zuzugesteheu. Ich habe tttich aber auch be-mttht, in bet Jiitetpellations-Beantivottmig die Grlinde anzugeben, welche die Regieruug geleitet habcn. Die Eigeuthliinlichkeit unserer Lage, das Berhaltnitz von Reichs- und LandcSgesctzgcbuug, die Erwattung, datz cut LaudcSgcsctz unmittclbar oder in kiitzestet Zcit dem RcichSgcsctzc svtgen wcrdc, welche sich im vorlicgcndcn Fa tic aid trUgetifch gczcigt hat — bcrgteichcn Umstanbe lasscn cS wohl gcrcchtfcrtigt crscheiitctt, wenn die Rc-gietuug nicht unmittclbar dasjenige thut, was in kiir-zester ^jeit auf cincm aitdcrn Wcgc zn erwarteu ist. Ich habe bcrcits gesagt: die Absicht, bic Er- Ichittterung cincS zwcimaligcn Wcchscls in dcr Schut-aufsicht zu vcrmcibcn, war dcr Grand, aus welchem die Regieruug vielleicht eiueu forrnelleu Fehler began-geit hat; sachltch aber ist sic sich bewntzt, ganz kvrrekt gehanbelt zn habcn. Sic hat das Recht dcr Landtage nicht vcrlctzt, sie hat aber das Recht der ReichSgesev gebitug geiuahrt, ttnb das ist wenigstens cine nicht minder heitigc Pflicht dcr Regieruug. (iHusc: Bravo! Schr gut!) Um was handclt cS sich cigcntlich im gc-gebenen ©tveitfallc V Ich mochtc die Frage — inso-fem das, was ich bci Beantwortung ber Interpellation gesagt habe, noch einer (Srlauterung bebarf — auf solgenbes reduziren: Ich frage, was vcrlangt man auf dcr eutgegengesetzteu Seite von der 3iegie-rung ? Was hatte sie thun sollen? — Sie hatte den Status quo anfrechtcrholten solicit. Das ist die For dcrung. Ich bchaupte uun: das hat die Regieruug gcthan, sic hat cs nur gethait in ciner LLcisc, datz sic wcnigstcnS dem ReichSgejetze insoweit gehorcht hat, als es moglich war, und fie dahcr bemjetben gehorchen mutzte. Was ist geschehen? Durch die Landtagc ist eitt ncncs Schulaussichtsgcsctz iticht zu Standc gckom-mcn. Das kann uientand bestreiten, batz in den §§ 1 und 2 des Gesetzcs vom 25. Mai cine Bcstimntnng vorkommt, welche die Regieruug vcrpflichtct hat, dcu bishcrigcn Schnlanfsichts-Organcn die Schnlaussicht ab-ztiuchmcn. Sowcit dies mvglich war, mutzte cs nach ber Bcstimmung dcs Gcsctzcs, „dcr Minister sci mit dem Bollzugc dieses GesetzeS beauftragt," und „das Gesetz trete mit bent 2age dcr Auubntachung in Wirfsamfcit" geschehen. Die Regieruug konntc nun uumSgUch einmal den bishcrigcn SchulaussichtS-Orga-ttett dtc Aussicht abuehmeu und sic audcrerseits an gar nicittanbcn Ubettragctt, ein Bacnnm fcttnte untnoglich entstehen. Went hat fie nun bic Schnlaussicht tibertragen? Eigeittlich mcmaudent; sie hat nicht ctwas gefchaffeu, wic mir Herr Baron Giovanelli vorwirft, sic hat feiu neneS Organ ins Leben gen,sen; bic Sache ist viet-tnehr bic: Bisher war die Schulaufsicht gctheiit zwi-jcheit ben politifchen Behorben uttb ben geistltchen In-stattzcu. Die Regieruug konntc uud hat itur ben geisttichen Jnstanzen die Aufsicht abgeuommctt und sie dettjenigen allciu tibertragen, bic fie bisher gctheiit gchabt habcn. (Znstintmung, Rufe: Schr riajtig!) Sie hat ben Status quo aufrechtcihaltcit, sie hat aber wcuigstcus dent Gesctzc insoweit gehorcht, als sie gehorchen konntc; die Gegner aber wollen, batz sie auch da dent Gesctzc nicht hatte gehorchen sollen, wo sic dcm-selbcn gehorchen konntc uttb dahcr mutzte. (Ruse: Sehr gut!) Das ist die Sachlage, uud ich finbe, datz dicsc Argumente dutch a lies, was vvrgebracht wurdc, in kci-ttcr Wcisc roidcrtegt find. Dcu Borwnrs, vcrfassnngs-und gcsctzwidrig gehanbelt zu habcn, tehne ich dahcr mit gittent Gcwisscn ab. (Lebhaster Beisall.) Politische Rundschau. Laibach, 2. Mar;. Es wird mehrsach bchanptct, ber itatienischc Gesandte set beaustragt, im Jntcrcssc ciner Zn-sammenkunst des KaiscrS Franz Josef mit dem Kiinig don Italien entfprechcude Unterhanbluitgen zu Pftegen und cs sci gegrundete Anssicht auf die Berroirklichung eineS dcrartigen Projektes oorhattden. Das ,.W. Tgbl." regiftrirt ganz cinfach und unter allcr Reserve dieses ange-sichts ber bevorstehettdcn Kaiscrrcisc, vielleicht auch lcdiglich aits Bcranlassung berselbcn entstandene Gcrncht. Der Unterrichtsminister Dr. Hasner wird, nach dcmsclbcn Blatte, in der Dicnstags-Sitzung des AbgeordnctcuhauseS die Interpellation dcs Abgc-ordnctcn Plankenstcincr durch Bvrlage eincS EntwnrseS uber das B o lk s s ch ul g esc tz beantroorten. Dcr „Nat. Zlg." wird aus Flvrenz gcnicldct: Die Nachricht von dcrKrankheit bcS Papstcs hat man dadurch zn dcmentiren gesucht, batz man anzeigte. er habe inzwischcn roicder zelcbrirt. Die Krankhcit ist inbesscn nur zu roahr nnd analog dcr-jcnigcii, an wclchcr Rossini gcstorbcn ist; mit Ge-schicklichkcit bcniitzt man cbcn jedcn Moment der Bcsscrnng, um ben Papst offcnllich dem Publikum zu zcigcn nnd so cine Gefahr zn verhcimlichcn, dcrcn Grotzc man sich keincSwegS vcrhchlt. Man versichert aus das bestiininteste, datz die Tage dcs PapstcS ge-zahlt find. Die hessische zroeitc K a in in e r hat ben Bcschlntz gefatzt, batz kiinstig nur dcr Grotzhcrzog von der Einkommensteuer besreit sein soll, dagegen die iibrigcn Mitgticder des grotzherzoglichen HauseS zur Besteuerung herangezogen roerden sollen. In Pans sand dieser Tage einc von Mazzini eiti ber ufc ne Z u samw cn kunft allcr rcpublikanischen LhesS JtalicnS statt. AlS Vorwand der Zusammenknnft wurde die bevorstehende Abreise deS GrotzmeisterS der italienischen Republikanerver-binbungcti nach Lonbon bcniitzt. Man sagte, Mazzini ivolltc Abschicd nchmen von seincn Frcundcn, die er wahrschcinlich nicht roicder schcn wcrdc, da dcr Znstand seiner Gesundheit sich vcrschlirninert. AndcrcrscitS wird bchanptct, datz ganz aiitzerorbent-lichc Dingc bei dieser ©clcgenheit oerhanbclt romben. (Sinem Schrcrbcn aus Paris vom 24. d. M. znfolgc hat dcr Herzog von Madrid, Don Carlos von Bourbon, an dicscnt Tage den Ber-trag untcrzcichnct, dem zusolge ihm ein bclgischcr Waffcnsabrikant sosort 14.000 Gcrochrc zu licsern hat. Diesclbcn sollen uber Frankrcich nach Spanien geschafft rocrbcn. Was ben Fcldzngsplan der Kar listen anbelangt, so habcn dieselben die Absicht, zn-erst itt Katalonicn uttb Arragotiien losznschlagcn. Alle Anstalten find bort bcreitS gctroffcn. DaS Korps, roelchcs den Angriff bcginneit soll, ist in Dotlftanbigct Organisation; dic Starke deSselben kennt man nicht; nur wcih man, datz desscn Rei-terei, die man bcrcits organisirt hat, 12—1300 Mann start ist. Biclc der noch in Athen befindlichen ! a n b i o t u sche n F l iicht tinge habcn sich au dicReprascntantcn ber Grohmachtc mit bev Bittc um RucfticsBrbcrung in ihre Heimat geroenbet. Dcr franzSsische Gc-sandtc hat sich bcrcit crflart, die Besorderiing an Bord sranzosischer Kriegsdampscr uttb auf Kosten dcr sranzvsischcn Regieruug vomchmcn zu lasscn. ilus Krcta fctbft herrscht vollkomincnc Ruhe nnd ber Lcrkchr gcht allcr Ortcn nngchinbert vor sich, scitbem auch ber letzte Jnstirgcntcnfuhrcr sich ber tiirkischcn Regieruug untcrtoorfen hat. Zur Tagesgeschichle. — Wic dem „Pester Lloyd" aus Wien mitge theilt wird, soll die Uuglucfsbotschaft vom Untergange der Fregaite „Radetzky^ nnd dem Berluste sv viclcr Meuschcnlebctt ans Sc. Majcstat ben Kaiser cine er-schuttenide Wirkung ausgeiibt habett. Sc. Majcstat gerieth in cine so hestige Gemiithsausrcgung, datz Eis umschtage attgeweufcet wcrdcn mutztcn, urn ben Andrang des BlMcS nach bent Kopfc zu paralisiren. Er lief; ungefanmt ben Reichskanzler unb ben Kricgsminister zu fid) berufcn unb HLrtc mit gtohlet Ungebulb bie Berichte bcrselben ait. Gleich barauf orbnete Seine Majestat an , bag sammtlichc elnlatigenbc Rap-porle svfort bet Kablnetskanzlei des KaiserS Iiberfenbet roerben; auch stehl von Seite bes Hofes ben Himer-bliebenen ber bei ber Katastrofe Betnngliickteu cine Uiv terstiitzung in grotzerem Mahstabe in Aussicht. — Der 23. unb 24. Februar roamt, roie bie „Oest. Korr." berichtet, zur Bornahme ber Pt lifting bestimml, welche ber Krouprinz Erz Herzog Rudolf zur Benttheilung seiner Forlschritte in ben ihm votgettagcncn Lehtgegeiistdiiben in Gegenroarl Seiner Majestat bcS Kaisers unb ciniger gctabenen Personen ablegeit sollte. Die Priifung begann am 23. Februar um' Halb 9 Uhr Bonnittags. Zuerst prufteu ber Oberst-Hofkaplan Dr. Mayer ben Krouprinzeu auS bet Religion, Schnlrath v. Becker auS ber beutfdjen Eprache unb Satzlehre, Professor Dt. Krist auL ber Naturlehre, ber geometrifchen Anschanungslehre unb ber Arithmetic Nach britthalbftiinbiget Dauct (urn 11 Uht) wurbc die Ptiisung abgebrochen, unt am ndchsten Tage ebenfalls um Halb 9 Uhr roieber zn beginnen. Durch mehr als zwei Stuuben prufte Professor Dr. Z h i S m a n (ein geborner I'aibacher) ben Kroupriuzen zuerst ans bem Satein, banu aus ber alien Geograsic unb Geschichte. Hier roie in ben zuvor erroahnteit Lehrsachetn tratenj nach ber „Oesterr. Korr.," „bie sichete Anffassuugsgabe unb ber riihmlithe Fteih bes durchlauchiigsteu Pruslings uni so flarcr zn Tage, als die vielseitige Behaublnng bes LehrstofseS den Anwe-senben ben ficherften Beweis gab, bajj nichl etiua klinst-lich (iingelerntes zur Schan gebracht roctbe, sonbern bah in ben zahlreichen improvisirteu Fragen unb Anl-roortcn in ber That bas treuefte Bilb bes Wissens unb Ktinnens bes Kronprinzen sich barstetle. Unb bah basselbe nicht blos ein seinen Jahten vollig entspte-chenbes, sonbetu liber diese uoch ziemlich roeit hinaus-getjenbes sci — biesc Uebetzeugung rourbe von alien Auroesenben cinmlithig getheilt. Se. Majestat ber Kaiser sptach roieberholt seine Zufriebenheit mit ben Veistungen bes Kronprinzen aus." -L Dcr oberosterteichische Lanbesans-schnh hat bie Mitroirfung an ben Berathnngen bes Lanbesschnlrathes abgelehnt. — An bie Hanbelskamrnern ist vom Hanbels- minifterium in ben letzlen Tagen ein aus bie Dutch-sUhrung ber Euquete liber bie Arbeiterverhaltnisse be-zliglicher Erlatz, unb zwar die Erhebung der Arbeils- l o h n v e r h a l 1 n i s s e betrefsenb, ergaiigeii. In bieser Absichl iiberfenbet bas Hanbelsminifterium ben Kam-mern zwei Fragebogen A unb B mit ber Anssorbe-rung, biesetben in ersorderlicher Anzahl zn vcrvicljal-tigen, eventuell in die Laubessprache llbersetzen zn laffen mid in ihrcm Kaimnerbezirke zn oerseiibett. Hiebei wcire es zweckiucihig, in ber Zuschrift an bie Fabriksbesitzer, Genossenschasten nnb GewerbSleute aus bie Wichtigkeit unb Ttagweite bieser ISuqucte gcrabe int gegenroartigcn Momente, ba bie „9lrbciterfrage" anch iin Reichsrathe in Behaublnng gcnoiumcn rourbe, hinzmveisen. Ganz besonbers ist ben Jnbustrlellcn unb Geroerbctreibcnbcn zn bebeuten, bah.biese Erhebungen nicht aus siskalifchen Grltnben, souberu lebiglich int wohlvetstaudenen Inletefsc ber Atbeitgebet bezroeckt wetben. In Aubeltachl bet Ausbehnung unb Bcdeu-tung, welche bie Hausindnstrie int Bezlrke ber Kamtner einnimmt, erscheint es zroeckmdhig, bie Lohnverhdltnissc ber vcrfchiebeuen Zroeige in ahnlicher Seise roie jene bet Fabriksinbustrie uachzuroeisen. Die bei ben Kam-mern soiiach eiugelangten Attstveise find in Betress ihtet Genauigkeit und Bollstanbigkeil zu ptlifen unb sobann mit ihunlichster Beschleuiiiguug itn Wege bet politischen Lanbesbehorde deni Handelsntinistetium eln-yisendett. Vinter einem roerben die pblitischen Lanbes-stelleu beaitftragt, bie polilischen Bezirksbehotben anzn-weisen, bie Handelskamrnetn bei bieser Angclegeuheit in bet geeignctstcn Weise fraftigft zn unletstLtzen. — Det N o t h ft a it b in Ostpteuhen bauett uoch unmet fort. Ans Konigsbetg telegrafirt man bet „Bosfischen Ztg." unterm 25. v. M.: „§eutc Bvrmittags fanben sich grofje Arbeitermaffett bor bem Magistratsgebanbe ein, uni Arbeit unb ©tenetnachlah zu erlaitgctt. Die Arbeiter beobachteten eiite gcmefscnc Haltnng ttnb gingen attf zurebett bet Bllrger und Po-lizetbeamtett roieber anseinanbet. Ein Militcirkom-maubo roar requirirt, es fatn jeboch nicht zutn Ein-fchreiten." Welter oftlich von Konigsbetg in i'ittauett herrfcht ber Hnngettifus tm fnrchtbarftcn Mahe. A lie Blatter schreiben dieses Elenb Dor allein ben Ruffifi-zirnngsmatzreaeln ber Petersburger Regierung zu unb sorbetn biefetbc zunt (Sinhaltcn unb zur Majjiguitg aus. Wieder zwei Opfer des Borsenspiels. In ben fanfmannifchcn Krcifen WienS erregt gegeuroartig bie am bcrgaugeneit Samstag erfolgtc Berhaftnng zroeiet bishet augefeheneit KanflcMe, S. Ebler unb H. Pollak, roelche in Koiitpagnic citt atv fcheinenb bliihenbes Manufaftnrgefchaft bctriebcn, be-greiftlche Sensation. Der letztete, ein Brnbet bes betatinteu Grohhcinblers Sigmund Pollak, Halle in Gernelnschast mit feincm Kompagnon falsche Wechsel im Betrage von 30.000 Gulden aus ben Namen seines Brnbers anSgestellt. Freitag erhielt ber Gtoh handler Kunbe von ber Zitkulation falschet auf seinen Namen lantcnben Wechsel. Sosort siel sein Berbachl auf seinen jilugeren Btttber; er lieh dlesen hoten unb stellle ihm vot, bah er ihu als seinen Bru-ber nicht ungtiickllch machen, sonbern ans ber Klemme heransziehen rootle, ititr iniiffe cr ehrlich unb genau angeben, roie hoch sich bie Falsifikate belaufeit. H. Poliak gab bie ©untnte auf 4000 ft. an. Sein Brnbet loste fotche Akzepte in bem angegebetten Be-trage ein. Als jeboch Tags barauf uoch unmet Wech-set einliesen, stellle er bie Elnlbsung ber Falsifikate ein. Er ilejj ben Bruber abctmals zu sich rufen unb bieser ertlarte jetzi, bah cr in ©emcinfchaft mit fci-nem Kompagnon fatfche Wechsel im Betrage von 30.000 Gulden ansgestellt Habe. Hctt S. Pollak rleth ihm, sich felbft bent ©trafgerichte aiizuzeigen unb butch ein offcnes Gestanbuih bie Schulb zn mitbern. Pollak folgte biefcm Rathe, stellle sich bem Untcrfuchuugstich-tcr vot, in Folge beffen er unb feiit Kompagnon Ebler uerhaftet rourben. Uuglllcktlche Sbrfenfpefittationcit fuht-tcn bciber Ruin herbei. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiten. Lokal-Chronik. — (Ans Anlah ber altcrh. Kaiser-re i fe) roerben in ben Slibb.ahustationeit Graz bis iuklusivc Laibach, sowie in ben ©tationen ber ©trecfe Pragcrhos-Kanlscha-Barcs unb eitblich in ben Sla-tionen bet froatifchen Linic Tour- unb Relonrkarlcn 11. unb 111. Klasse nach Agram unb zurllck um ben hatben Postzugspreis ausgegeben. Die Fahrkarlen-anSgabe beginut am 7. unb enbet ant 14. Mtirz b. I. Die Gllllgkellsbauer ber Fahtlarten erlifcht ant l(iten Mat,z b. J. — (J n ber g c st r i g e it B c r f a m m lung bes n a 11 o n a t e n B c r e i n e s „Slo v c n i j a") tmtrbe einstintmig unb oljite Debatle beschloffen, fich von b:n Gcmcinbcrathstvahtcn ganz zuenthaltcn, unb bic Motive bleses Berhaltens in einem Aufrufe an bic Gestnnungs-genoffeit befannt zu geben; welters rourbe eine zuftim-menbe Refotutlon bezllgtich ber von Dr. Toman im Reichsrathe uertretenen Anficht liber bic Ungiltigfeit ber letzten Mluistcriat-Betotbnung, betreffenb bic pto-vifotische ©chulauffidjt, angenommett. — (Schnaps unb Si bet ati emu S.) Die fterifate „Danica" bilrfte in Zukunft beit von ihr erfunbeiten Ktaflansdtnck „Liberalult“ zur Bezeich-nung ber ,,1'lberaten" fahreit laffen unb an bcffcu ©telic ben fiir bas Lanbvolk vlel uctflanbtidicren Namen „©chnapsbrnber" (šnopuar) als (Sharafteriftif ber uuverbefferlidjcn „Freiniaurer" gebraudjen. In ihtet letzten 9iummer tegt sle einem fiir bic Botrechte ber fatholisdjen Kirche begeifterten Stoveneit folgettbe Worle in belt Mund: „Auf, ©lovenen, juin Kampfe gegen jene ©btbtluge des SalauS, bie „angcfd)itap = fell" (našnopsanij fich gegen bic Ativdie etheben, sic flub bic fatfchen Profeteu!" Ob rooht „Dctnica" bci ber neuen Wortfchbpfuug ,.našnopsani“ gebacht hal, bah fte ait bet flobentfcheit ©prachc bitrd; bas frentbe Wort „Schnaps" anftatt bes heimifchen „žganjarji“ obet „brinjcveearji“ cin fteches Attentat begangen, obet roollte fte bamit ben fremblanbifdjen Utfprung ber „Liberaluhi“ bezeichnen? Iebenfalls ist ber Bergleid) zroisdien Branntweiiiransch unb Liberatismus tein zMtcsfcnbet, bcnit bet erstere erregt cine attgcmelnc Betachtung, int giinstigften Falle Mitteib, ber letzlete Hlngegen finbet stets mehr attgemeine Achtung, cr rnacht in Kraiit erfreutiche Fortfchrittc mtb bringt niit fcinen betebenben ©trahlcn fogar in jene bor jeber Lichtcin-roirfnng forgfdttig ucrroahrteit Rdutne, in beiten ba« flimmertich giimtuenbe fterifate Sampchen ber „Danica" bishet als ciitc ftrahlenbc Sonitc gegotten Hat. Ja rooht, biefe uuliebfame siegreidje „roilbe Koufnrrcnz," vot bet fich ber UltramontaniSmus in fcineti gehelmsten ©chtupfroinfetn nicht mehr fichet fuhtt, vctfctzt bie „Danlca" in fratnpfhafte, unzurechnnngsfahigc Znckuu-gen, roeShatb roir auch bic Bcrivcchstung »on „ Schnaps" unb „Libctalismus" einer ntomeutanett Gelstcsabwcfcn-hcit unseret aufgcregten Kottegin zugute hatten tvollen. — (Die G e >vi n n st e zn ber m o r g i g e n Tombola i m K a f i u o) rourbeu in Anbctracht bes roohtthatigcii Zmeckes von ciitigcn Vereinsiuitgtiedcrn geroibtnet. Als Tombola Hat uttfer vatcrttinbifchcr Kiinfttcr, Hcrr Oberlicutcnant Anton Katinger, ein SDctgematbc „Betbcs" gefpenbct, eine Gabe, bic geroih fdjon allein gccignet sein roirb, bic Betheiligung am ©pietc zu einer rcd)t tebhaften zu gestalten unb rooftir bcmfctbcn ber vollstc Dank bes Vetclns gebiihrt. — (Den Ftih abgefchlagen.) Bei einer Prllgetci zrcifdjett Bauernburfdjcn in ber Ntihc ber ©tabt Hat ber eine bent anberit mit cinettt Prllgel ben Dberfchenfetfnochen zcrfdjtogcn. Det fchroer Bcrletzte rourbe ius Zivilfpitat iiberbradjt. — (Prof. © d) t a g e r) rourbe vom steiertfchett Laubesausfchuffe auf ben 22. Marj eingelaben, nach Graz zn einer Enquetcfonimtffion zu fonttnen, ba bet bortige Ansschntz nun' boch barait gcht, ben Bau cities ncucit Jrtenhanfes in Angriff zn nehmen. — (To be s fall.) Es kommt uns bie Nach-richt zu, bah biefer Tage Dr. Wntscher, Abvokat in Abetsperg ptotzlich, ant ©chtagstusse gestorben set. Det Tob soll ihti rodhrenb einer Gcrichtsvcrhanbtung er-eitt haben. — (Seltenes Gllick im UngtUcf.) In bet Station Rami rourbe bet Packer J. P. gestern von einem in bie Station einsahrenben Zuge, ben er nicht beinerfte, burd) bic Mafchiite erfaht unb 20 Klaftet roeit furtgefchteift, bid es betn Fllhrer ber Ma-fchine getang, ben Zng zum ftehen zn bringen. Metk rollrbigct Wcisc roar ber Packer unoerfehrt gebtlebcn unb fant mit bent btohen Schtcckcn bavon. Man sagt, bah er fcine Rcttmig ber Geistcsgegenroart vet-banfe, fid) int Momente ber Gefahr an einem Ma-fchinenbestaitbthcitc feftzuhatten. — (Lanbtagswahl in E iti i.) Bei ber gestern vorgenommenen Wahl eines Abgcorbnclen ber Vanbgemclnben rourbe ber nationalc Kandidat gegen ben liberalcu Prohef aus Gonobitz geroahtt mit zirfa 150 Stittimeit gegen etroa 50 des Gegenkan-bibaten. — (M e n f d) e n f r e f f e r i n K r a i it.) ©cit -bent butch bic £)perettc Konig Wonbta XXVI. bic ©chroeinfchldchterei auf bic ftovenifchc Blihnc gebracht roorben ist, gibt fid) in ciitigcn nationaten Blattcrn cin kaunibalifches Getllstc fund, ©o z. B. Hat ber Ho^ meribe bes „Triglav" atterhanb Maniputationen mit Menfd)enflcifd) in, hinfeubeit Hexaiuetern befuiigcn unb in jeber Niimmcr jcites Blattcs unb bes ihm affitiirten „Btenzctj" finbett roir ahittichc Mnflcrprobeit fch(ed)tctt Geschmades, bic mifer Bolk in ben ilbteu Ruf von Mciischcnsressetn zu bringen brohen. Ju ber letzten Nummer bes ,,Triglav" roirb fogar ciit Arzt in Gotlschec als Kaitnibatc bcuunzirt, ber sich bcmiiffiget sah, uns fotgenbe Erftarung znzufendeu: „3)er „Trigtav“ vom 23. b. M. bringt mit f einem geroohntichen Dtcfchflegelftite im habituetten blch-ten 9iebet heruntfchtagenb cine dtotiz, bah ich, „ein ©toueuenfreffcr in Gottfchec," cinen rollthcnbeit anti ftaolfdjcn Artikel an bie salva venia ,,Reform" cin- schickte, bet nicht aufgenommeu uub rail einer salbadern-bcn Lehrc riickgewiesen rourbc. Abgesehen nun bavmt, bajj ich bie „Reform" nur die crsten Jahre ihres Erscheuicns hielt, baiut aber, ate fie bie schiefe Ebene des NativnalitalenschwinbelS unb bes FeudaliSmuS betretenb, in bie Gosse fotierte, uicht me hr zn Gesicht dekani, baher ihr Licht fur mid) »ntcr bem Scheffel (aichtet, konnte es mir nicht cin-fallen gegen Ideeu, wogegen selbst bie Gutter vergcbcns kciiupfeu, mcine Krafte zu versuchen. Der axtf beit Hohen bes „Triglav" gewohnlich lagernbe Rebel bes Jrrthums, bee Luge, bet Berbcich-tigung war es bemnach, der nteiiieit Nanten mit ber ..Reform" unb beren Bekampfung in Zusammenhang brachte. Doch fiitbe ich inich bemussiget, schvn a us Sa-nitatsriicksichten gegen bas mir beigelegte Epitheton „Slovenenfresier" Berwahrnng cinzulegeu, bcifiigenb, bag ich assimilirbare, weniger Verbaun»gsbesd)werben erzengenbe Nahrung, bem mir vorn „Triglav" zuge mntheten Nahrungsstoffe von jeher urn so mehr vvr-ziehe, ate id) ber Satzung bes MoifeL ait fein Volk, flch gewiffer Speifen zu enthalten, bie mit ber „Tri-glavkost" nahe verwanbt fein biirfteit, fchou a us fisio logischen Griinben mcine Votle Znstimmung nic versa -gen konnte." Gottschce, ben 20. Februar 1869. Dr. Marschal. Laibachcr Gewerbebank. Der Termin zur Deponirung ber Aktien anldjjlich ber am 15. b. M. stattfinbenben Generalversamuilung geht am 8. b. M. zu Eude. Die Aktionare mussen sich bemnach mit ber Deponirung ihrer Aktien rešpekt, bes Interimscheines bceilen, ba fie sonst im Falle eines Versaumuisses bei ber ncichsten Gencralvcrscimiiilnng nicht stimmberechtigt iciircn. Witterung. Laibach, 2. Marz. iladits better, tlieif, Morgonroth. Worm, zunehmende Bewiilkung, Wvlkenzug ans West. Temperatur: Mor gens 6 Uhr 3.8". Siachm. 2 Uhr + 2.5° (1868 + 3.4", 1867 —0.9’.) Barometer: 318.23"', seit Morgens um 3 Linien gefallen, stitrinisches Wetter andanernd. Das ge strige Tagesmittet der Warme -f-0.1“, um 1.3° u it ter deiti Normale. KasmoAnzcigc. Den verehrten Milgliedern tes Maftiioocrclncd wird hicmit bekannl gegebeu, taft Mittivocli». itliirz eine Angckommcne Fremde. Am 1. Marz. | Starfl Wien. Benedig, Krainburg. Schleimer, Haudelsm., Gvttschee. Stuzzi, Kaufm., Gorz. • 'lllitller, Kaufni., SchSnaii. — Seiler, Kaufm., G8rz. — Jabor | nig, Gewerlsbes., Neuuiarktl. Ivlrfunf. Scheiikenhoscr, Kanfui., Augsburg. - Habal, Agent, Wien. — Garner, Kefchastsm., Ne'umarktl. — Schnidersck-itsch, Rakek. - Koller, Kaufm., Benedig. — Pollak, Dechaiit, Haaselbach. iHottner, Privat, Wien. Bohmer, GeschLftsniann, Warasdin. — Ltarre, Pnvat, Mannsbnrg. Verstorbene. Den 26. Februar. Deni Michael Sad nig, Kriimer, fein Kind lieril Metot, alt f> Jalne, in der Krakauvorstadt Nr. 39 am chronifcheu Wafserkopfe. Den 28. Februar. Vinton Tancer, Zwangling, alt 201 Jahre, im Zwangsarbeitshanse Nr. -17 an der i'unqcntit berkulofe. Deu 1. Marj. Jakob Skrabic, Mefiner, all 82 Jahre,! in der Stadt Nr. 292 an der Gelbfncht. Dem Matthaus ■ Jenic, Schneider, fein Kind Amalia, alt IV, Jahre, in der! Stadt dir. 18 an deni Zebrfieber.___________________________ , Marktbcricht. Rndolfswerrh, I. Marz. Die DurchschnittS-Preise nnf trm heuligeu Markt jtellten sich, roie fvlgl: Aus bem Bereinslcben. (In der Musealvcrsammlunn am 36. Februar), an der sich Bereinsmitglieder nnd Gciste betheiligten, iiber-gab Berghauptmann Drinker ein von der MLttniger K^hlengeiverkschaft der Berghauptinannschast liberschicktes, fiir das Musenm bestimmtes Stilck eines ansanglich einer iirroelt lichen Antilopenart zngeschriebenen Unterkiefers mit cittcm ganz wohlerhaltenen Backenzahn nicht ganz '/« Qnadratzoll im Durchschnitte. Lant Schreiben der MLttniger Werksdirektion wnrde diefer Fund im ooiigen Monate zwischen bent Hangend-nnd LiegendflLtze dcs' MLttniger Bergbanes gemacht, wo bisher deravtige Tbierreste nicht vorgekotnnicn find. Da bei getiaitcrer Untersnchung es sich zeigtc, datz die Form des sofsilen Zahnes wefentlich von jener der Wiederkciuer ab-weiche nnd vielmehr einem mit bem Nashorn verwandten Gesckilechte anzugehLren schien, fv ivnrden zwei Abbilduugeu angefertigt nnd der Direktion der k. k. geologifchen Reichs-anstalt tlberfchickt, melche die Gefalligkeit Halle, ohne Berzug mitzuthcilen, dah das fvagliche Fossil ein ©liicf der litiken Unterkieserhalfte mit bem letzlen Zahn eines der Gattnng Rhinozeros angehvrigen Sangelhieres sei. Was bie SpezieS betrifft, so dilrfte bi'cselbe wahrjchcinlich idenlisch fein mil einer no* nicht benaimten Art, die in der Brauukohle von Lending bei Pilten vorkomnit. Es rontbe itach Berlesnng diefer intereffanten Mittheilnng von Hernt Knstos Desch-niann ein Zahu eines Rhinozeros nnbestimmten Fundortes, wahrscheiulich deS Itliin. tichorhinus vorgezeigt uni mit ienent von MLllnig verglichen, wobei sich im Ban bes Zah-nes die frappantest'e Aehnlichkeit ergab, nur dah das frag liche Exemplar wohl viermat Heiner, ber Griihe nacli nur einem Thiere angehLren konnte, von deti Dimeiisionen eines Schweines, ahnlich dent von Cuvier beschriebenen Rhinoceros minutns (minimus). Da die Direktion der k. k. geologifchen Neichsanstalt ten Wnnsch ausgesprochen hat, behufs einer ficfierereit Bestimmnng ber Spezies an bent Originalsttick ielbft eine Unterfuchung vorzuuehmen, lvurbe beschlossen, zu tiejeni Ende das zroar sehr gebrechlicke, abet fitr die Wiffen schaft HLchst wichtige Exemplar in Verbiudung mit einem zweiten anscheinend bem rechten Kiefer angehoiigen Knochen theile vorn gleichen Fiinborte nach Wien zu schickni unb ait die Direktion ber MLttniger Gewerkschast nebft bent Dank fiir den cingelieferten Fund das Ersuchen um fortgesetzle Nachforfchungeit nach ahnlichen Nesteit von Tbierknochen, die sich dort sicherlich noch vorsinden dilrfteu, zu stellen. 'Jiod) lourtcit com Bergbanptmann Drinker eittige ansgezeichnele, in neuefter Zeit bei Wehnitz Lstlich von Sostru in bent Schieser ter Gailthalerschichten, einer Lebirgsfor-matioit, welcher ter Laibacher Schlotzberg, ter Golouzberg nnd tiberhaupt has Schiefergebirge um' Laibach angehori, vorgefundene Koblenmnster vorgezeigt, von welchem in un= serein Webirge bisher uicht vekannten Kohlenvorlonimen nur zu wiinschen roSre, das; mic die vorziigliche Qualitat anch die Machtigkeit der FlLtze sich zum Abbau eijjit'. (Schlns! folgt.) ft. fr. ft. kr. Weizeti pr. Metzen 5 10 Butter pr. Pfunb . 50 Korn „ 4 10 liier pr. Stiick 1? Gerste „ 2 60 Milch pr. Mas; — 10 Hafcr 1 70 Rindfleisch pr. Psd. 20 Halbfrucht „ — — Kalbsteisch „ — 26 Heiben „ 3 20 Schweiuefleisch „ — 22 Hirse 2 56 SchLpsenfleisch „ — Kukurutz „ 2 80 Hahndel pr. Stiick . 30 Erbapfel „ 1 60 Tauben „ 22 Ljnsen „ 6 40 Heu pr. Centner . 1 60 Erbsen „ 6 40 Stroh „ 1 Fisolen i) 40 Holz, harles, pr. Klft. 6 50 RinbSschmalz pr. Psd. Schiveineschmalz „ — 45 45 weiches, „ Wcin, rother, pr. — Speck, frifch, „ 33 Eimer .... 4 Speck, gerduchert, „ — 38 ™ rocijjer . , . 3 , cater. gum Vortheile ter Schauspielerin Frauziska K o n r a d i u. Heutc: Die (Eiiiquitrtirnmg. Komische Cperette in I All vvu Karl Ferdinand Kvnradin. Personen: SchLiiemann, Profofj, Hr. Moser. Flick, Trompeler, Frl. Jessika. Raps, eitt Fischer, Hr. Parch. — Gertrud, seine Nichte, Frl. Jellinek. Tobias, Hr. Mliller. Borher: (Ein Autograf. Lustspiel in I Akl von Alex. Bergen. Personen: Baron Bingen, Hr. Stefan. — Baronin Bingen, seine Schwagerin, Fr. Schmidts. ™ Baron Arthur Bingen, Hr. Mathes. Lindner, Hr. Bergmanu. — Julie, Kamineriiiadchen, Frauziska Konradin. Abend»interhalt«ng in Verbinduug mit einer Tombola, derett iHeinertrag juw Bksten der Ttadtarmen bestimmt ist, ftattsinden roird. 81 n f a u g p r a z i s e S 111) r ;H bend s. Laibach, am 1. Marz 1869. (56) Bon ber Kasinovereins-Direktion. Glasllrhiiltige ThonSscn VON alien Gattungen uub (jirosieu, rneif) uub mar | morirt; so mie glastrte Sparherde neuester Kvnstruttion, tint ben halben Preis billiger als bie hochgeslellten, aus welchen alle Natioua-litateu imb aticb ber ..Brencelj" kocheit konneu, erzeiigt in Laibach (55—1) Frail z Legat. Hafitermeifler in Windischbos, Gradischa Nr. 69. HM" Lacke 1 'I, nnd 2 Metzen, find zu den billigsten Preisen in groizer Anzahl beini Gefertigten vorrSthig. Derselbe empsieblt a itch die bei iljnt befindliche JticDfrfaflP der (34—7) Ratschacher Papier-Fabrik , von luftgetrocfueten Flicf;-, Lackel- unb Paikpaptereu ; tint Pappendeckcln. Desgleichen baS grohe wohlaffortirte Sanataktur-lDnarni-faflrr, welches zu den billigsten Preisen abgegeben roird. .1. \. Ilariiiscliek. Wiener Biirse bom I. Marz. Telegramme. Lvicn, 1. Marz. Bei ber henle statlgehabten Zichung ber Vicrunbscchziger Lose gewinnt Scric 8066 Nr. 48 ben Licuipttreffer. Sonstige gczogene Scrien sind: 1335, S68, 2837, 1393, 597, 238, 2695. Pest, 1. Marz. DaS Gesuch bcS Karageor-gicwic um Frcilassung gegen Kaution wurbe voin Stabtrathe abgcroicfeii. Schmidt'schc WalbiDollfflbri-kfltf & frapratr, sow'e Fenster - Rouleaux, Vorliangstoffe, omc rikan. Lever „Lcator < lotli“, Vnuftiidier fiir Treppen unb Vorzimmer stan n end billifl am Lager bei (38—3) Albert Trinker in Laibach. Staatsfonds. Geld Ware 5perc. often. Wahr. . 60-80 60.— dto. v. 3. 1866 . . 65.30 65.50 dto. Rente, oft. Pap. 63.80 64.— bto. dto. ost.in «ilb. 71.80 72.- Lose von 1854 . . . 94.50 95.— Lose von i860, qanze 104.50,104.70 Lose von 1860, fvitnft. 106.50:107.— Pramienfch. v. 1864 . 127.20 127.40 Grundontl.-Obl. Steiermark zu5pCt. 88.— 89.— Karnten, Kram u. kitftcnlanb 5 „ 86.— 94.- Ungarn . . zu3 „ 79.— 79.:>0 Kroat. u. Slav. 5 „ 78.50 79.— Siebenbiirg. „ 5 „ 74.50 75.- Action. Nationalbank . . . 734.- 736.— Creditanstalt . . . 294.70 5594 90 N. i>. Escomptc Gef. 785.— 787.- Analo-ofterr. Bank . 294.— 294.50 Ocft. Bodencrcd.-A. . 274.— 278.- Deft. Hypoth.«Bank . Steier. EScompt.-Bk. 77.— 78.— !*30.— Kais. Ferd.-Nordb. . 2335 8340 Sitdbahn-Gefellfch. . 232.50 232-70 5kaif. (Llifabetb-Bahn. Carl-Ludwiy-Bahn 178.50 216.75 179.— 217.25 Siebenb. Ersenbahn. 159.— 159.50 Kaif. Franz-IofefSb.. Fitnsk.-Barcfer AlfLld-Fium. Bahn . 175.25 175.75 188.50 ltw.— 164.— 1M.50 Pfandbriefe. Nation. o.W. verloSb. 96.- 9li.U0 Ung. Bod.-Creditanst. Allg.Ltt.Bod.-Credit. 92.75 93.25 107.50 108.- dto. tu 3SI.riickz. . 90.25 90.75 Geld Oeft. Hhpolh.-Bank. 98.- 98.0'^ PriorltiUs-Obllg. @libB.=@cf. jU 500 Sr. 112.75 nr,.— bto. BonS 0 xEt. 239.— 239.40 iRctbli. (loo fl. 'iffli.) 93.75 94.- ®i«6.sS.(8(iOfl.o.to.) Rubolftb.