St.588 Eaihadjrr $0od|rnhlalf, Vrgan der Verfasiungspartei in Stain. Sbtnntmintl'Vibingnifft: @aiiijl6rig: gut iaiba* (I. 4.— Slit Post (I. 5.— HaltlLhrig: . . . 2.- . . . 2.50 gSiettelj4&tig: . . . 1,— . . . 1.25 gut Zuftkllung in'« Hau«: Pierteljjhrig 10 kr. Samftag den 14. November Wiener Brief. f®ie Delegationen. — Llerikale Stromnngen) Wien, 12. November. I. N. Wir konnen in der That noch von Gluck Heir denn raenn die Meldung aus bem Deutschen ^eiche boh die dortige Armeeleitung von bet Volks-Hrtret'ung 110 Millionen Mark ftir Attilletiezwecke ^anspruchen roitb, auf Wahrheit beruht, so mussen ^ir froh sein, nut mit 10 percent bet genannten ^umme bedacht zu sein. Zwat heiht es neuerbingS, Voranschlag be8 Kriegsministeriums roerbe im ^dtra-Otdinatium ein Mehrerfordernih von 14 Mil-l'vnen Gulden entljalten, allein wir glauben nicht, U biefe Ziff-t tichlig ist, da ja bishet die Forde-Cgen deS KriegsministerS iibereinftimmend auf bei-iiuftq flinf Millionen veranschlagt rourden. Freiherr dvn Bauer muhte sich in ben Ministerconferenzen zu li^er Herabsetzung seiner ursprunglich seht hohen Wberungen verstehen, ba bie Finanzministet beibet ^ricksbalften tibereinftimmenb erklarten, bie Beroilli-Sum bet von ber Armeeleitung angesprochenen grohen tzummen wurde daS mit so ungeheuren Opfern er-kyufte Gleichgewicht zerriitten und Oesterreich neuer-^,«8 in jene unselige Deficitwirthschaft zuriickwerfen, b,e ejne constante Schwachung beS Staatscredits nach ^4 ,ieht. Dem Gewichte biefer Argumente konnte fS bet KriegLminister nicht entziehen; ungern unb VbetroiHtg, bet Noth gehorchenb, nicht bem eigenen fruiUrtoiu Das Jser- und Mesengebirge. Hr,., bem Bortragc de« Herrn A. R. v. Garibaldi bei der kvnhtierfammlimg der Section Stain be« Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereine« am 9. November 1891.) cvn meinen Jtinglingsjahren, noch als Gymnafiast, We ich einmal ©elegenheit, Wolfgang Monzel's ^tamatisches Marchen „Rtik>ezahl" zu lesen. Die |*Bne geiftteiche Dichtung, soroie bie in bieselbe ^aeflochtenen phantasieteichen Schilbetungen von W ,2Bunbetn des Riesengebitges, biefer eigentlichen ^ mane beS neckischen Walbkobolbs, prpgten sich in meine Etinnetung unb erzeugten in mit ‘»tit nut ein sympathises Jntetesie ftir alle Notizen, ^efchreibungen, kattogtaphischen Werke re., welche Cf bas Niesengebirge Bezug hatten, fonbetn unroill-%lidj ouch ben still genohrten Wunsch, biefe« einmal dr,s-)nlich besuchen unb berounbern zu konnen. Die Etftillung biefeS WunscheS hat lange auf iU marten Iafien, benn erst im heutigen ©ornmet yonfl eS mit, benfelben zu tealisiren, baS etwahnte ^ebiet zu besuchen, nach ben verschiedensten Rich-fte„ zu burchqueren, unb baSfelbe — soweit bieh *ih lebnroochentlicher Aufenthalt in biefer teizenben ^eaenb ttotz anfcinglich bauetnb ungflnfiiget Witte-Wa aestattete — etwaS noher fennen zu Icrnen. ^enn nun auch meine biehfolligen frtiheten Dot. Reflungen unb Phanlasiegebilbe butch jene wirklichen 3 n f 111 i o n « - 911 e i f e. dinftxiltiqt Prtit-Aeile 4 4 kr., bei Wirberholungen » 3 (t. — Anzeigen bi« 5 Zeilen 20 ft. iRebacti on, Adminifttalion u. Erpedilion: Schuftktgaffr Sir. 3, 1. ©tod. 1891. Ttiebe, gab er nach, unter energifcher Betonung seiner grohen Vetantwottung, bie ihm bie Pflicht aufetlege, AlleS zum vollstanbigen Ausbaue ber Wehrhaftma-chung des ©taateS zu unternehmen. Die Delegationen finden bei ihrenx Zusammenttitte bie fogenannte „neue Situation" vor. Frankreich unb Ruhlanb, bruberlich vereint, legen ihr Gewicht in bie zweite Wagschale, machen bent Dreibunbe Concurrenz. Man roitb nicht behoupten, bah butch biefe ®unbeSgenoffenfchaft bie FriebenSauSsichten vetstatkt roorben find. Die extremen, kriegshetzerischen Elemente in beiben Staaten haben butch biefe Annciherung eine nicht wnroefentliche Vet-starkung threr moralifchen Position etfahren: bie panslavistischen Hetzer berufen sich auf bie franzosischen Stevanchefchreier unb umgelehrt. Die ftuhere Serein-famung FrankreichS roar eine bebeutenbe Burgfchaft ftir ben Frieben. Muhte boch bie Republik mit ber Eventualitat rechnen, bei einem Angriffskriege gegen Deutschlanb ben ganjen Dreibunb gegen sich unb Ruhlanb als wohlwollenben Neutralen, jedenfalls aber nicht ftir sich zu haben. Das hat nun ausgehort. Nach ben Reden ber franzosischen Minister in ben letzten Wochen, scheint bie Allianz zwischen bem auto« fratifchen Zarenreiche unb ber „freisinnigen" Republik, beren Triebkraft auf ber moralifchen Grundlage ber gemeinfamen ©egnetfchnft gegen bas Deutsche Reich beruht, auch eine geroiffe materielle Basis zu besitzen. Wie bem auch sei; bie Friebensburgschasten Bilder, bie ich nun im Wege ber Autopsie in mit aufgenommen Habe, eine roefenttiche Eorrectur etfahren haben, so bieten letztete Bilbet boch eine folche Ftille bes ©chonen, Slnregenben unb Jnleres-fonten, bah ich mich ongeregt fiihle, auch Jhnen, meine fehr SSetehrten — von benen roohl nut seht roenige daS erroahnte Gebiet betreten unb aus eigener Anschauung fennen geternt haben — heute eine moglichst anfchauliche Schilbetung biefer soroohl in lanbfchaftlicher, als cuttureller Richtung ebenfo eigenartigen, als fehr intereffanten Gegenb zu geben, inforoeit meine befcheibene Datstellungsgabe bieh zu erreichen vermag. Unter bem ©efammtnamen „6ubeten" begreifen roit jene Ethebungen ber Etbobetflache, welche sich vom Dutchbtuche bet Elbe, von bet sogenannten sachsischen Schweiz, in sudostlichet Richtung bis zut Einsenkung zwischen bem deutschen und karpa-thischen Hochlanbe on bem Nordostlaufe bet Dbet unb ber ofterreichifchen Rordbahn, mit mehrfachen AuSlaufern berort hinziehen, bah auf beren norb* iiftlicher Seite bie Lausitz unb Schlesien, unb auf bet fttbwestlichen Seite Bohmen unb Mahren liegen. Der Name Sudeten bezeichnet eigentlich mehr einen geographifchen Begriff, ba man im VolkSmunbe bie Bezeichnung „Sudeten" gar nicht lennt, unb die unterfchieblichen Theile biefes GebirgSzugeS nut nach ben einzelnen Gruppen deSfelben benennt. Die Sudeten bilben ouch leinen fottlaufenben Rticken, benn nur haben butch biefen Bund jedenfalls teine Verstcirkung etfahren. Trotzbem hat bie Thronrebe, rote auch in ben oergangenen Jahten, eines friedlichen Anstriches nicht entbehrt unb Kaiser Franz Josef betonte mit Recht, bah Oesterreich zu alien Staaten freundschast-liche Beziehungen unterhalte. Freilich steht bazu immer im mertrourbigen Gegensatze bie Schroarz-materei bes Ministers bes Aeuhern, ber eben bie Unsicherheit als bas einzig Sichere bet Situation zu bezeichnen genbthigt ist unb noch viel crasser heben sich geroohnlich von ber freundtichen Unterlage bet Thronrebe die kriegsministeriellen Forderungen ab- Dieser Wiber-fpruch zwischen bet internationalen Courtoisie bet Thtonreben unb ber butch ben Ktiegsministet tepra-fentirten Wirklichkeit, er kehrt in jebem Jahre roiebet unb roitb balb ein geroohnheitSrechtlicheS Inventar« stuck jeder Delegationsfefsion sein. Was ubrigenS bie Foiberungen bes KriegsministerS betrifft, so roerben sir mit roohlroollenber Unbefangenheit gepriift roerben. Man roitb bas bewilligen, was unumganglich noth* wenbig unb was ohne eine nachhaltige Schwachung bet Finanzkraft bes ReicheS moglich ist. Diefe Hal-tung roitb bie beutsch-fortschrittliche Partei beobachten und sie roirb, ba fie bie einzig correcte ist, roohl auch die Billigung aller ftaatSerhaltenden Parteien finden. Seitdem die klerikalen sich nicht mehr Hahn im Korbe ber Regierung glauben, beroeifen ver-fchiebene Anzeichen, bah sie tiber sich felbft nachzu- in bet Mitte bes ganzen Zuges, im Riesen- unb Jfergebirge, gibt es unburchbrochene roallortige Somme, wahrend sowohl bie nordwestlichen, als sudostlichen Auslaufer mehr aus breiten plateau* ortigen Bergzugen unb einzelnen Kuppeln beflehen. Ebenfo find bie beiben letztgenannten Gruppen auch beziiglich threr Ausbehnung unb Glieberung, forote in Anbetracht ihrer anfehnltchen Rucken- unb Gipfel-hohen weitaus Bebeutender, als die onderen Tbeile ber Subeten; sie sinb ber hauptsachlichste Zielpunkt betttfcher Touristen, unb beshalb will ich, von ben tibrigen Theilen obstrahitenb, Jhre freunbliche Auf-merlfamteit zuncichst bem Riesen- unb Iser-geb irge zuwenben. Diese beiben Gebirgsziige gehoren nach ihrer Physiognomie, bonn in Anbetracht bet Art ihtet Ethebungen unb ber fanften Linien ihrer Rticken unb ©ipfel bem hohen Mittelgebirge an, nachbem auch bas Riefengebirge, felbst in feinen hochsten Erhe» bungen, bie Schneegrenze nicht erreicht, unb ihm auch im Einzelnen ber Chatakter beS Hochgebirges nicht eigcn ist. — Dennoch sinb biefe beiben Gebirgs-ztige mit Naturschonheiten reich gefegnet. Jhre roechfelvollen fiandfchaftSbilder, die vielfachen hetr= lichen AuSsichtSpunkte, bie bunklen ausgebehnten Walbterrafsen, bie knieholzbewachfenen Moor^unb Hochwiefenflcichen, bie btifleren tvnfserburri Schluchten, sowie bie idyllischen, im ttefen-.^ versteckten obet in WalbeS- unb Wiefeftarttn geb. enken, beginnen. Allerlei Meinungen tauchen unter hnen auf, welche man fast als Versuche betrachten miitzte, auS ihrem fruheren Radicalismus heraus-zukommen, und sich einer Gelegenheits-Politik anzu-bequemen. Die scharfere und die mildere Tonart unter den Clerikalen find bekannt, sir stellten sich einander nach der gtotzen Niederlage Lichtenstein'S in her Schulfrage schroff gegentiber, denn geschlagene Parteien, wie geschlagene Heere erheben den Nuf „Verrath" im eigenen Lager und die Fliichtigen machen sich gegenseitig Vorwllrfe. In neuerer Zeit schattiren sich die Clerikalen untereinander noch writer ab; zu einer scharfen Gruppenbildung ist es metier noch nicht gekommen — immerhin ist das Spiel jedoch bemerkenSwerth, und eS roied nicht ohne Einflich auf die innere Politik bleiben. Die Feudal-Clerikalen, wie fie im Wiener „Vaterland" vertreten find, stehen allerdings noch fest auf dem Stand-punkte, Alles butch die Slaven! Da in dieser Oruppe meist bet bohmische Feudaladel den Ton angibt, so ist dietz nicht zu wundern. Ein Theil dieses Feudal-AdelS hat sich dutch erne innige Verbindung wit dent Czechenthume wieder zu Macht und Einflutz gebracht und empsindel eS fchmetzlich, datz von diesen Ersolgen dutch die Vetnichtung der Altczechen Manches wieder verloren ging. Dort setzt man jetzt noch alle Hoffnungen auf daS Czechenthum und eine gewisse Richtung ist nicht abgeneigt, sogar die Jungczechen sich als Werkzeug gesallen zu lassen, wenn mit den Altczechen schon durchaus nichts mehr anzufangen ware. Alle Absagen des „Vater-land" find im ©runde nichts writer, als neue Versuche, die Jungczechen HeranzuzieHen. Die fteiti-fchen Clerikalen hatten sich an die „Vaterlands"-Partei stets innig angeschlossen und wie fie fur alle Bocksprunge der Czechen einstanden, so untetroarfcn sic sich auch alien Anforderungen bet Slovene«. Fast noch bestimmter als bas „Vaterland" vet-theibigte bas „Grazer Volksblatt" ben Satz: Alles burch die Slaven! Da hat sich aber jetzt eine kletne Schwenkung vvllzogen. Schon bie czechische Forde-rung zur Einfuhrung czechischen Gottesbienstes in Wien rourbe in Graz nicht mehr mit bet alten Geneigtheit fiir jebe slavische Schrulle besprochen. Es rourbe gesagt, die Wiener Kirchenbehorbe rorrbe diesen Wunsch nicht erfuHen, roeil sie sich mimoglich zu Kraftproben fiir bas czechische Nationalbewuhtsem tetcn SDorfer mit ihren zerstreuten Einzelgehoften — roitken oft getadezu bezaubetnd unb sinb geeignet, selbst vetroohnte Toutisten mit Entzitcken zu erftiHen. Uin jedoch bie Schonheiten biefer Gebirgslanb-schasten richtig, bas heitzt ohne Voreingenommenheit unb somit objectiv rotirbigen zu konnen, ist es noth> roenbig, datz jene Besucher bes Riesengebirges, welche aus Alpenlanbetn kommen unb gewohnt sinb, lanb-schastliche Bilbec nach ben dort geroonnencn Ein-drticken zu beurtheilen, — diefe heimatlichen Erin-nerungen entrocder ganz zuhaufe laffen, oder boch in ihren Gedachtnissen moglichst zuriickdrangen und herabstimmen sollten, da hier detartige SSetgleiche schon wegen der grohen Verschiedenheit in ben ©rund* bebingungen hiefUr nicht ganz zulcifsig crfcheinen und roeil ja eben bet Begtiff von bet landschastlichen Schonheit irgenb einer Gebirgsgegenb ein sehr rela-tiver ist, unb nicht immer nut von bet Grohartigkeit der bas Landschaftsbild umrahmenden Bergkolosse und FelSdecorationcn abhangt, fondern ivohl auch burch niebliche unb nmletifche Rundimg, burch effect« voile ©ruppirung unv Vertheilung von Wald und Flur, von Betg- unb Thalansicht hervotgetufen root« ben kann. Nach ihtet geogtaphischen Sage hangen bie beibvn ©ebirgszilge zusammen, auch in geotogifcher, cultureller tint) midetroeitiger Beziehung haben beibe, wenn auch nicht ganz gleiche, so boch seht ahnlichc Vethaltnisse, roeShalb basjenige, was bietzfallS im hergeben fonne; es set den Czechen nicht urn bie Sache, nicht urn den GotteLdienst. sonbern urn bas Wort, urn bie czechische Spcache zu thun. Wenn bie Jungczechen so etroas verlangen, so miiffe bas mit Entriistung zurllckgewiesen roerben. Man konnte fragett, roorunt nicht bieselbe Entriistung, roonn bergtcichen bie Altczechen verlangen? In biefer Unterfcheibung fprtcht ebenfalls mehr die Politik als die Religion. Solche Entschiedenheit gegenuber einer slavischen Forderung war noch nie dageroesen; im ©runde ist die Forderung nach czechischem ©ottes-dienst in Wien ebensowenig eine Forderung der Altczechen wie der Jungczechen. Aber bie Jungslo-venen es machen ben Altslovenen nicht minder fauer, und durum roohl die ganz neue Sptobigkeit bet steitischen Clerikalen. Bald darauf ging jedoch das »Volksblatt" noch wetter. Es hatte zwar mit Entriistung abgelehnt, batz in der Schulftage einige „Betuhigung" eingetreten ware,' besptach aber bie Annahme bes ReligionsfondS - Steuergefetzes mit ganz befonbeter Nuchtetnhett. Sogar bie „Bereit-willigkeit, ber Linken" in biefer Frage entgegenzu-kommen rourbe onerkannt, unb ber Wunsch ausge-dtiickt, noch andere ©egenftSnbe des ©treiteS auf diefelbe Weife aus bem Wege geraumt zu fehen. Dann rourbe aber gleich gesagt: „Es gibt nttr einen Punkt, an bent roir nicht nachgeben konnen, bas ist bie Reinheit unb Unoerfehrtheit des Glaubens unb bes Lebens aus bem ©lauben" u. f. w. Es roitb dann weiter gesagt: „Wohl aber konnen roir zu-stirnmen, batz eine ruhigere Behanblung bet Schulftage platzgteift; sinb bie Wotte bet Liberalen auf-richtig gerneint, dann roollen roir gegen diefelben nichts einroenden." Dann folgen Anklagen gegen ben ©eist ber Sehrerfchaft unb schlietzlich heitzt es: „Jn ber SJefchaffonheit ber SchterbilbungSanftalten liegt ber Gtunb bes Uebels. * Wit roollen bit gleich an bie Lehrerbildungsanstalten bes katholifchen Schulveteines in Wcihring unb Tisis ertnnern. Wie roenig friebfertig also im Ganzen bie Sptache ber fleirischen Clerikalen klingt, so unterfcheibet sie sich roefentlich von dem fonftigen Kampfgeschtei und Trommelivitbel fiir bie confefsionelle Schule; noch aufrichtiger in bent Tone gegen bie bisherigen Gegncr, welche stets nut mit Lucifer unb Belzebub auf eine ©tufe bet Holle gestellt roerben. Abet — o roeh — bietz bischen Sonnenfchein in ©teiermark wirb gleich butch ein Folgenben corn SRiefengebirge etwahnt roitb, auch auf bas Jfergebirge Bezug hat, bei ivelch' letzterent iibrigens einzelne Abweichungen obet Etgcinzungen fpater .folgen wetben. Das SJiiefengebirge ist bas hochste Gebitge bes notblichen Deutschlanb. Es erstteckt sich in stibost-licher Richtung von ben Quellen des Q»eis und des grohen Zacken in einer kettennrtigen Linie zroischen Sohrnen unb Pteutzett bis zum Utfptuttg bes Bober in bet Gegend det bohmischen ©tabt ©chatzlor, oder bis zu ben Quellen ber kleinen Aupa. In geologi« scher Beziehung bcfteht bie Hauptmasie des Riefen-gebirgeS aus granitifchctn Gestein, bas jedoch mehr-fach von Basalt durchbrochen und im Often von einer Gneih- und ©limmeifchieferzone umgebcn ist, in ber auch ber hochste Punkt bes GebirgeS, bie 1605 Meter hohe Schneekoppe liegt. Bemerkensiverth ist ber eigenartige Ban bc8 Riesengebirges. Dieser jeigt natnlich zroei parallel«, gleich hohe ZUge, norblich ben schlesischen unb fitblich ben bohmischen Kamm obet vielmeht Riickeit, bie, am Norbroeft* unb Sub-ostenbe burch Qucrricgel vetbunden, ein LangSthal einschlietzen, daS in bet Westhalfte Glbgrunb unb in der Dfthalfte Weitzroasiergrund heitzt, roeil in jeitern ber Elbseifen, in bicfern bas Weitzivasser zu-fainmenflietzen. Bei ihrcr Berbinbung in ber halben Lcinge des bohmischen KainmeS burchbrechen sie diesen in einem kurzin Querthale, n»d did Elbe tritt hin-nu6 unb beiviissert bas notbostliche Biettcl BohinenS. schwarzes ©emitter aus Dberofierreich, roo Ebenhoch die ©egner ber clerikalen Partei lenkt, wettgemacht. DaS „Linzer Volksblatt" sagt zroar: Recht so! roeti ber Unterrichtsrninister bie Regelung bes Gottesbienstes in Wien eine kirchliche Angelegenheit genannt hat, in welche et sich nicht mische. Dann bfitfe et aber, meint die Linzerin, auch an ber Schulgesetz' gebung nicht fefthalten. Denn die confefsionetfen ©«' fetze, alfo die Staatsgrundgesetze „regeln interne 2lngelegenheiten ber katholifchen Kirche, die ber ©taflt nicht zu regcln hat. Diefe ©efetze feien gemacht worden, ohne batz bie Bifchofe gefragt rourben. Und nun Habe man mit ber Religionsfondssteuer — nach 20 Jahren — den rechten Weg gefunden, so thue man bietz auch mit ben interconfefftonellen Gefetzenj „Bischose frogen!" ntiisie bos Lofungsroort feau' Unb was bie Bifchofe fagen roerben, erfahten wi> auch fofort: .Die von ©ott berufenen Vertreter bet heiltgen Kirche roerben bann geroitz protefliren ba= gegen, batz uneheliche Kinder unbebingt ber Relig>>>» ber Mutter folgen miiffen, batz Kinber zroischen 7 unb 14 Jahren nicht einntal mil Willen ber Elter« iht Bekenntnitz anbern btirfen, batz ein Christ M Heidenthume tibertreten kann; sie roerben gegen bie Legitimation ber im Ehebruch erzeugten Kinbet F6' teftiren — auch im Ehe- unb noch mehr im gefetze wirb es Proteste tegnen. Brt! — bn8 ist bet gellenbste Kampfruf, bas ist bie gltihenbste Herrsl^ begtetbe, bas ist roeit entfernt von einer „tuhigeM Behanblung" ber verfchiebenen Streitfragcn. Diese Art von Clerikalen, welche noch immer nicht bit allerscharfsten sinb unb noch immer die Autoritat ber Bifchofe anetkennen, roerben noch einige Zeit bie Schule ber Entfagung unb ber Erfolglosis^ gehen miiffen, ehe mit ihnen zu teben fein wild. t(j * V tt. V ^1 ■a Polttische Wochenuderficht. Am 9. b. M. eroffnete ber 3Rinifi«t W Aeutzeren ©raf K alnok^ die Session ber 8jlev r eichif chen Delegation; es rourben Fiirst butg zum Prasibenten unb ©raf Deym zum ®ltt' prasibenten ber Delegation, bie Delegirten ®r* ,-Plener zum Obmann unb Professor ©chulle M Mitgliebe bes Bubgetausschufses geroahlt. 1 ostetteichifchen Delegation oorgelegte Budget pr 1892 weist ein (Kesamrnt-Brutto - Erf ord tz von 139,142.886 fl. aus. Nach Abzug derBede-ku"g ^ Die in das eben gefchilberte LangSthal vow !che' sifchen Kamm in fast fublicher Richtung einmij" en-den Seitenthaler fiihten jien gemeinfchastlichen ”iame” „©iebengr(tnbe" unb ihre ©eroaffer verstiirken > beiben vorhin genannten Haup»bciche. Der bohMsq Kamm hat mit bem schlesischen zicmlich gleiche Hoye, meist breite massigs Riitfen, ketne eigentlichen eI9^' fpitzen, unb wegen seiner roeithin gestreckten, ” roenig fenkenben ’Jluslaufcr auch nicht punkte in bie niebere bohmische Thalgegenb, l*c bagegen fchone wechfelvolle Aussichten in Bergkefsel unb Walblhaler, an roelchen dieD0ynm4 ©cite dxs Riesengebirges so reich ist. ®eI !?e' sifche Kamm tragt die Landesgrenze, hat eine 9t0Bet Zahl einzelner unb scharfer ntarkittet Hohenpun , viele aus bet bden Bergmasse oft gan^ ttnoenm und fenkrecht heraustretendc, stark zerkluftete rani felfen, „©teine" genannt, und — mit ktn'3{n m drigcn Vorbcrgen; nach bet fchleftfchen ©tl c Punkte mit fchoitster AuSsicht, crfreut sich barttm lebhafteften FrembenvetkehrS unb hat sich *ur-7.. sttatze deS Letzletnt erhobcn. Die auf beiben e so uerschiebenc Ansbehnung unb Hohe bet u verursacht es, batz man vo»t ©ttben het ben anblick bes Riufengebirges nut von einze ne« _ fernteren Hohcn geniehen kann, ivahtend von v aus gefehen die cdlcn Fotmen ber schongeg 1 Wcinde bet Norbseite bc6 Atesengob:rge» m nu^ Nahe unb leicht tlbersehbiir cmpotflcig«n. ” g jr »ti 2 673.508 si., ferner ber Zolliiberschllsse per Z (0,155.180 fl. verbleibt ein Nettoerfo rdernih nnt ^ 96,314.198 fl., gegen das Vorjahr um 1,802.459 fl- mehr. Von dem Gesammterforderniffe " ^ 96,814-198 fl- find 2 Percent mit 1,926.283 fl ]Z ^ Rechnung Ungarns abzuziehen; von dem Betrage te. 94,387.914 fl. entfallen 70 Percent mit " ^071.540 fl. auf O est erreich und 28,316.374 fl. *1 Uf Ungar n. Zum gemeinsamen Voranschlage Id kunt noch das Erfordernih fur die Occupa-, iionstruppen hinzu. Dasselbe betragt pro 1892 5» l,3:35.000 fl-, das ist um 30.000 fl. weniger als ! i 16» 1891. Vom Erfordernisse fiir die Occupations-fo ^tippen entfallen 2,973.810 fl. auf Oesterreich. j ^herdem beansprucht die gemeinsame Regierung 9 tiuen Nachtrags-Credit von zusammen y04.818 fl., darunter 1,532.968 fl. fur Mehr-^fordernih fiir die Erhohung ber Unterkunftsaus-Lcn. Vom Nachtragscredit entfallen auf Defter« kreidj 1,306.705 fl. Das gesammte von Oester-rich pro 1892 zu bedeckende gemeinsame Gšrfor-‘»ttlift beziffert sich demnach auf 70,352,054 fl. iuf die einzelnen Ministerien vertheilt sich »S Erfordernih bes gemeinsamen Budgets pro 1892 , folgender Weise: 1. Ministerium bes Aeuheren ,525.900 fl., um 1,080.000 fl. weniger als pro *891. 2. Kriegsministerium: Drbinarium bes e fttirung ab:.Dah eine Sonbetung b e§ Hee tes nach National it »ten bas Enbe bet ge« meinsamen Atmee sein wurbe unb jede Nation in Oesterreich ihren Bestanb nur ber Geme insamkeit ber Monarchic verbankt; bie Armee kennt keine LanbeSzrenzen, fonbern ist im Kriegsfalle betufen, a lie Lanbrr ztt schiitzen. Nach Schluh ber Debatte rourbe bas Gesetz ange-nommen. Am 10. b. M. fonb im Hanbelsministetitim bie abschliehenbe ConcessionSvethanblung mit ben Concessionciten ber Unterftainer Bahn (mit Fiitst Auersperg unb Baton Schwegel) ftatt. Die siaatliche Subvention betragt 2V2 Millionen. Die Rezietungen Oestetteich-Ungatns berathen soeben ben Entwutf eines neuen Hausitgesetzes. Die Lanbtage follen bem Vetnehmen nach fur Mitte December einberufen roerben. Die „Atmee- unb Marine-Zeitung" gibt ber Ansicht Ausbtuck: bah die Decentralisation ber Eisenbahnen in Oesterreich schliehlich ein Sprachenwirtwat unb bie Kr^uzung von natio-nalen unb ©onberintereflen bebeuten rotitbe. Ware bie Atmee in bet Betonung bet NeichSinterefien lassig, dann rotitbe so lange becentralisitt roerben, biS kein Centrum mehr vothanben roare. Dot bent Betroaltungs-Gerichtshofe qelangen im November folgenbe Beschwerben zut SBerhanblung: am 19. urn 10 Uhr Votmittags bet Stadtgemeinde Jdria wider die krainische LandeS-regierung in einer Heimatsrechtssache; am 17. urn 11 Uhr Vormittag bet Firma Sautic & Comp, wider die Krainer Finanz-Direction in einer Er- fiihlte ich tnich formtich befrentbet. Die Fichtenstamme sinb beinahe regelmahig vertheilt unb tnoglichst nahe nneinanbergereiht. Wenn man an so einetn Baum-stamme hinaufblitft, so geroahrt man, bah sich bet-selbe bei weitem hoher, als bieh in unferen Wal-bungen ber Fall ist, in gleicher Starke entwickelt unb bah bie Verjtingung seines Untfanges erst hoch oben beginnt, welcher Umstanb ihn als Nutzholz um so werthvoller ntacht. Der Walbboben ist mit sirup* pigem Gras bebeckt, ober oft von Heibelbeetstrciuchern iiberrouchert, so bah man roeber FelS noch Spalte noch Wurzeln bemerkt. Hausig vertreten auch Moose bie ©telle ber Beerenstraucher, unb inbent sie roie ein ©chroamm bie Feuchtigkeit an sich ziehen unb einsaugen, abet nur langsam nach unten burchsidern lasien, sinb sie iiberall eine ©runbbebingung bet QueUenbilbung, beren Vorhanbensein man in ihrer Nahe auch leicht beobachten kann. In geroissen Di-stanzen sinb regelmahige, geroohnlich schnutgcrabe Durchschlage angebracht, bie man bort ©chneisen nennt. Kein Busch, tein gtoherer Strauch ist zu sehen, der bent Wachsthum ber Baume felbst abttag-lich sein lonnte. Uebetall merit man baS Walten sotgsamet 'Cultur. Aber gernbe beshalb tiberzeugen roir unS auch balb, bah betart gezogene Walbet, von ber Cultur zu fehr behettscht, nicht jene poetičen Empsinbungen roetfen, und nicht jenen tontmv tifchen Anblick gervahren fonnen, ben ©tuppen von atten Baumtiesen hetoorzubtingen im ©tanbe sinb. Solche ehtrotitbige, zur Walbanbacht siimmenbe Grup. roerbsteuersache; am 21. um 11 Uhr Votmittags ber Firma Papietfabriken Ernst Nath msky & Comp, rotber bas Finanzministerium, eine Hausclafsensteuer betteffenb. Die Alt-Czechn roerben neuejtem Befchlusse zufolge thre SanbtagSmanbate nicht nieberlegen. Die Bezitksverttetung ber Umgebung Graz hat sich gegen bie Bilbung einer Grohgemeinde Graz ausgesprochen. Das ungarische AbgeordnetenhauS nahmben Gesetzentwmf, betteffenb bie Regelung der Hanbels-beztehungen mit ber Tiitkei, Bulgatien, ©panten unb Portugal, an. De'm beutschen Reichst age rourben 15.136 mit 1,125.000 Unterfchriften versehene Petitioner gegen bie Nudberufung ber Jesuiten u6erreicht. Das Budget bcS Deutschen Reiches rourbe auf 1200 Millionen Mark beziffert. Die preuhische Regierung beschaftigt sich mit bet Regelung bes Welfenfonbes. — Der pteuhifche Finanzrninistet lieh bie Gemeinben im Wege bet Regierungsptcisibenten anweisen, bie G e-rneindeurnlagen herabzusetzen. Die e n g l i s ch e Regierung erklcirte, bah bie Politik Englanbs betreffs Egyptens abfolut unoetanbett geblteben set. Englanb rotinsche nicht Egypten von bet Tiitkei loszuteihen, fonbern in ber butch Vetttage unb Fitmane desinitten ©tellunz zu ethalten. Abet so lange Egypten gegen auhere unb innere Angtiffe nicht stark genug geroorbcn, rniifse Englanb bort bleiben. Der franzosische ©enat hat ben Gefetz-entrourf, betteffenb, bie Frauen- unb K t n b e t-ntbett in ben tnbusttiellen Etablisse-mentS, angenommen. Der Gesetzentrourf unterfagt insbesonbete bie Vetwenbung von Kinbetn vot voll-enbetem breizehnten Lebensjaht, fchreibt einen Ruhe-tag per Woche vot, beschrankt bie Arbeit bet Tage auf 10 ©tunben unb oerbietet bie Nachtarbeit. Der italienifche Minifterprdsibent theilte ber Kammet mit, bah bie italienifche Regierung on bem D t eibunbe feflhalte. Der italienifche Minifterpriisibent Rubini hielt im Scalatheater zu Matlanb eine grohe poli-tische Rebe, bie nachstehenbe ©telle enthalt: „Das pen kommen ba nicht auf, bie Baume roachsen eben gteichmahig unb roerben, fobalb sie iht ManneSalter erreicht, insgesarnrnt niebergelegt unb in klingenbe Mtinze urngesetzt, um bann fofott auch neu gepflanzten Kinbetn ben Platz zu toumen — so verlangt eS wenigstens bie berechnenbe ntichterne Waldokonomie.— Im oberen Theile bet Lehnen nimmt bie Dichtigkeit bes Walbbestanbes successive ab. Zwischen ben Fichten treten auch Gestrauche von Ebereschen, selte» net strauchartige Birken auf, unb roie ein zarter, abet bicht beftanbener Walb, bebecken bie fein zet-theilten Webel ber Fatnkrautet ben Boben. Bei circa 1200 Metet Hohe steht man, roie schon etrodhnt, am Enbe ber Saumregion. Die Lticken zwischen ben Bitumen roerben tmmer grower, unb bie roenigen ©tamme erfcheinen verkrtippett. Bereits lange, ehe man auf bie eigene Rtickenhohe gelangt, sinb bie roeiten Hochflachen fast nut noch mit einem kleinen gelblichen Gras von borftenformig zufammengeroUten ftechenben unb fteifen Slattern bekleibet, mit anberen Grajem unb ©eggcnarten untermifcht. Diese fan ft geroolbten ©tasebenen roerben hier Wiesen genonnt, doch fucht man auf ihnen perge&ens jenes frifche baS.Auge erquickenbe Grtin bet Culturroiefen. Um* ktanzt unb vielfach butchbrochen finb biese GraSflci-chen von ben Gebtifchen be« KnieholzeS, bie balb in roeiten gefchlosfenen Mafsen, balb vcreinzelt aus ber Feme roie bunkle MooSpolstet auSfehen, in bee Nahe abet mannShohe Gtuppen bilben, unb baher jenen in unferen 2llpengegenben vorkommenben gong P a p stthum, welches mttunter eine drohende Hal-tung annimmt, ist hier in die Schranken einer geist-lichen Macht gewiesen, und zwar nicht bloh durch bo8 Gesetz, welcheS man ungestraft nicht verletzen roirb, sondern auch durch die fast einmtithige Zu> stimmung selbst derjenigen, welche alS die Frommsten gelten. Die nunmehr traditionelle kirchliche Politik, welche zur Ehre und zur Kraft dež Konigreiches Jtalien beitrug, roirb strenge aufrecht erhalten werden. Die beklagenSwerthen Zroischenfalle, welche burch eine Heine Anzahl von Verblenbeten hervorgerufen routben, fallen unS von unferem Wege nicht abbringen. Wir werden wegen so geringer Dinge die Verfaflung des Konigreichs nicht in Discussion ziehen, wir werden daS unabanderliche organische Garantiegesetz, dessen Opportunitat und Richtigkeit durch lange Er-fahrung erwiesen ist, nicht angreifen. Jtalien roirb den gebiihrenben Respect vor ber Geroisiensfreiheit und religiosen Toleranz, roelcher bei uns stetS so ehrenvoll hochgehalten wurbe, nicht verletzen." Ansangs Janner 1892 tritt in Lonbon ein internationaler Juben-Congreh zusammen. Spanien nimmt ein Anlehen in ber Hiihe von 100 Millionen Francs auf. Die Neuwahl beS brasilianischen Congresses finbet bemnachst statt. Der internationale Friebenscongreh in Rom beschloh eine Resolution, dahin lautend: dah daS Recht ber Entscheidung tiber Krieg und Frieden der Nation und deren Vertretern zuruckgegeben werden miisse und auch die Machte zroeiten Ran-geS auf alien diplomatischen Congresien vertreten sein sollen. _____________ Wochen-Lhronik. Der Kaiser empfing am 11. d. M. in der Wiener Hosburg beide Delegationen unb begab sich am 12. b. M. zu mehrtiigigem Ausenthalte nach Gobollo. — Kaisetin Elisabeth begab sich am 9. b. M. nach Cairo. — DaS Alltzemeinbefinben der Erzherzogin Margaretha Sofia ist be-friebigend. DaS Gcriicht, Johann Orth set noch am Leben und roohne in Chile, bestatigt sich nicht. Die Frau Kronprinzessin • Witroe Erzherzogin ahnlich ftnb. An vielen Stellen liegt unter der Ra-fenslache eine machtiger Moor- oder Torsboden, besien elastischeS Schwellen man unter ben Fiihen bei jedem Tritte beutlich fiihlt. — Oft ist berselbe so sehr mit Wasser gesatiigt, bah bieses in kleinen unregel-matzig gestalteten Psiitzen, von Grasbuscheln umgeben, auf ber Oberslache steht. An solchen Stellen ist schon die Umgebung oft so natz, dah eS da gerathen er-scheint, die roohlgepflegten Sandivege ja nicht zu vet-lassen, roeil bei einem Tritte nach auhen die Fuh-bekleidung sosort Wasser schSpsen roiirbe. „Schvne" Blumen sucht man hier oben verge* benS, benn nicht jeber Tourist ist Botaniker, ber tiber ben Fund manch unscheinbarer Raritat entztickt ist. Nur bie primula minima — com RiesengebirgS-vereine gum Wahrzeichen erkoren — bildet zu ihrer Bltithezeit iin Juni mit ihren auf ber Erbe sitzenden Bltithcn forinlich einen rothen Rasen, bet rnanche Stellen roie ein rosapurpurfarbiger Teppich bedeckt, unb dessen Anblick ivohl die Stelle ber im Riesen-gebirge nicht vorkomrnenden Alpenrosen vertritt. — Dagegen regt sich roeiter unten an ben seuchten Ab-hangen unb Einsenkungen in ber roarmsten Zeit ein UppigcreS Pflanzenleben, boch bin ich zu wenig mit bet Botanik oertraut, uin die verschiebenen SpecieS hier mit Namen anfuhren zu konnen. — Mehr' alS die Pflanzenroelt vcrlaht uns hier oben das Thier-leben. Hier und da hbrt man ivohl eine Schneelerche, over sieht einen einsamen Schmetterling voruberschive-ben, unter Steinen und MooS finbet man einzelne Kafergattungen, — boch daS ist AlleS. (Schlnh folgt). Stefanie trifft am 15. b. M. zu mehrroochent* lichem Aufenthalte in A b b a z i a ein. Die Verhanblungen zroifchen ber Regierung und ber Siibbahngesellschaft wegen Uebernahme ber Slldbahn in den Staatsbetrieb routben flit langete Zeit sistirt. Die Ernennung beS Dr. v. Stremayr zum Prasidenten beS Obersten Gerichtshofes an Stelle beS in ben Ruhestanb tretenben Ritters v Schmerling soll nahe beoorftehen. Der st a b t i sche Beamtenstanbin G r oh-Wien soll vorlausig burch Aufnahme von 10 Concepts-, 10 Bauamts^, 28 Kanzlei«, 14 Marktcom-missions-, 21 ConscriptionsamtS- unb 45 Kanzlei-manipulationS-Praktikanten vermehrt werden. In Wien starb ber bekannte RechtShistoriker Hofrath DemeliuS, ehemalS Profesiot an ber Univerfitat in Graz. AuS Anlah des ©ebenftageS an bie Schlacht am roeihen Verge zu Prag, roornach bas felbststandige Konigreich Bvhrnen seiner alten Lan» besrechte unb Privilegien verlustig erflart rourde, veranstalteten bie czechischen Studenten, 500 an ber Zahl, in Gesellschast von geroerblichen Gehilfen unb Lehrjungen ein Fest, welches mit De-monstrationen gegen bie Deutschen seinen Abschluh sand. Die Demonstrante« kamen an bet beutschen Schule in Sinichoro vorbei, wo sie tiber Aufforberung eines TechnikerS in Pereatrufe gegen bie Deutschen auSbrachen. Sofort eitten zahlreiche SicherheitSroachleute herbei unb nahmen ben RabelS* fiihrer fest. AlS er auf die Wachstube eScortirt wurbe, beroarfen bie Stubenten bie Wachen unb ben Inspector mit Steinen. Die Wachleute schritten ein unb nahmen noch roeitere sechs Verhaftungen vor. Unter ben Verhafteten ftnb ftinf Stubenten unb ein Arbeiter. In einer nachst Prag gelegenen Ortschaft fand vor einigen Tagen eine von 200 Anar chisten bcsuchte geheime Versammlung statt, in welcher bie bekannte Socialistin Maria H e r g e t das grofje Wort ftihrte. Die Polizei etfuhr, bah sich bieselbe hiebei bas Verbrechen bet MajestcitSbelei-bigung, ber ReligtonSflorung unb ber Storung ber offentlichen Ruhe zu fchulben fommen lieh, weShalb sie verhaftet wurbe. In ihrer Wohnung routben zahl-reiche anarchistische ©christen saisirt. Ftinf Arran-geure jener Versammlung rourden ebenfalls verhaftet unb dem Strafgerichte eingeliefert. In bem Nachlasse eines alien BettlerS in Prag rourbe ein Betrag von einer halben Million Gulben in Baarem unb Werthpapieren oufgefunden. In 2(tun (BSHmen) ist bie grohe Zuckerfabrik abgebrannt. Der steiermarkische Kunstverein zcihlt 450 Mitglieder unb setzte im Jahre 1890 2285 An-theilscheine, hievon 49 in Strain, ab. Der Voranschlag ber ©tabtgemeinbe K l a-gen fur t pro 1892 roeist ein Ersordernih von 213.207 fl. unb eine Bedeckung von 212.603 fl. aus. AnfangS December l. I. finbet zu St. Veit in Karnten ein allgemeiner Handroerkertag statt. In Tri ent routben r o m i s ch e ©raber aufgefunben. Es verlnutet, bah bas B'Sthum in Krakau zu einem Erzdisthum erhoben rocrben soll. In Ungarn bestehen berzeit 4308 Post-unb 1804 Te I eg r a p hen«21 cin t er. Im Bergiverke MuzSari (Siebenbtirgen) rourbe eine ergiebige ©olbabcr entdeckt. Der Sparcasiendirector Paul v. Ere mit 8 in Groh-Klkinda (Ungarn) rourbe wegen ©elbbesrau* bationcn verhaftet. — Bei ber Bo (fen he inter Bank rourbe ein Betrag von 200.000 Mark be« fruubirt. In Agram hat sich ber 73jahrige Hauptmann Johann Hof fin ann roegen eines nnbauernben fchmerjlichcn Lungenleibens crs^ofsen. Die „Koln. Ztg." erzahlt, bah ber Zat nach Berlin gehen roollte, es feien jeboch der Berliner Polizei Watnungen zugegangen, die auf ein geptanteS Attentat deuteten, roaS den Zaren beftimmt Habe, seinen Besuch aufzugeben. Die Passiven deS falliten Berliner Bankhaustl Friedlanber &' 303 o I f f betragen 8 Million«!. Die Theilhaber bes BankhauseS Sommetfeld routben mit 3 Millionen fallit; zwei ber Jnhaber entleibten sich selbst. In 93 ettebig fattb am 31. October d. I-bie erste Leichenverbrennung statt. Ein Lanbmann in Graving (Jtalien) hat einen Lottogeroinnst in ber Hiihe von l'/z Millionen Lire gemacht. In Bologna herrscht ber Typhus. Der Furst von 9Ronaco erhielt fiir dak laufenbe Jahr einen Spielbank-Pachtzins von einer Million unb 250.000 FrancS. Der inbifche Dampfet „6ntrcpri(e" ist in Folge heftiget Sttirme untergegangen; 77 Per« fonen find ertrunlen. — Auf ben AnbamL' Jnfeln richtete ein Orkan grohen Schaben an, ^60 Personen routben getbbtet unb 200 verletzt. Im CitcuS zu Castellamate (Jtalien) sttirztebie mit 500 Zuschauern belastete Estrabe ein; 20 Pek' fonen rourben fchroet unb 80 leicht verrounbet. Der Nachlah beS franzosifchen Ex-General-Boulanger rourbe mit 50.000 Francs beziffert. Die spanische Regierung senbete eine Militaf Commission nach Wien, Paris unb Berlin, um f»$ tiber bie Organisaton ber Jnfanterie zu W' sormiren. 800 ruff if che Judenf amilien roanbem foebcn nach BuenoS-AyreS aus. Bei Sebastopol entgleiste ein Lastenzug! 8 Waggons verbranntcn und daS ZugSpersonalk erlitt tobtliche Branbrounben. , Die ttirkische Regierung laht in ben Krupp' schen Fabriken mehrere hunbert schroere Geschit^ ansertigen. In Briissel sand eine Katzen-Aukstel' lung statt; einige Stticke routben mit 100 v» 200 FrancS verkauft. In B e l g r a b rourbe roegen bet bort Herr-fchenben DiphtheritiS bie Hochfchule gefchlail^' Auf bet Fahtt nach bem Pitaus ist ei» 011 Petroleum beladenet englifcher Dampfer ver> brannt. Set bet im Jahre 1892 in Chicago statt« ftnbenben AuSstellung roirb ein Klavierfabrikan eine Pyramibe ron 400 Klavieren zusammen-stellen; famtliche Tasten berfelben roetben burch t,nett elektrischen Apparat in Beroegung gesetzt roetben. Local- unb Provim-Nachrichten. — (Am NamenStage ber Kaiserin,) b. i. am DonnerStag, ben 19. b. M. SSormittag 10 Uhr roirb in bet beutschen Kirche eine 1{ Messe gelefen roetben. Hievon roetben bie P- *• ©chutzfraueit, Grtinber unb Wohlthater deS hieMN Elifabeth-KinberfpitaleS inKenntnihgefetz• — (A us bem Abgeorbnetenhaufe.) Wie alljahrlich rourben auch heuer bei bet Debat e tiber baS UnterrichtSbubgel bie fchon so oft gehorten unb ebenfo oft roiberlrgten slovenifchen "lagen vorgebracht. Diehmal roar es Herr Klun, ber >e abgeleierte Melobie abermalS ausspielte unb eS jeugj von einer anerkennenSroerthen Einsicht, bah berje seinen AuSftihrungen ben Satz vorauSschmte, e roisse ganz roohl, „bah eS nicht angenehm tst, os Gehiirtes immcr roiebet Horen zu nttijfen ■ K-eib i 8 Herr Klun nicht bie entfprechcitbe Consequ^nz seiner Erkenntnih, fonbern brachte, wie gesag, alten Beschiverben boch roieber vor. Neven unvermeiblichen Verlangen nach weiterer ® strung ber Mittelschulen sprach Herr Klun vor ltd} auch von bet schlechten Unterbringung deS Laibacher UntergMnasiumS — bem einzigen sachlich wichtigenPunkt in seiner Rebe — unb — com aufge-fcabenen Krainburger Gymnasium. Namentlich biefer Geaenstanb veranlahte ben Abgeorbneten Baron Schwe-gel zu nachfolgenber Erwiderung unb Richtigstellung: Set Herr Abgeorbnete fur bie Lanbgemeinben Laibach, Littai unb Reifnitz hat in seiner Rebe iioei Fragen, bie untereinanber im innigsten Zu-sammenhange stehen, erortert, namlich einerseits bie Renctivirung bež Gymnasiums in Krainburg unb onberfeits bie baulichen Vorkehrungen, bie fur baS nruerrichtete Untergymnasium in Laibach nothwenbig ftnb. Jch kann mich, was ben letzten Punkt, bie LrQ* eine8 felbststanbigen BaueS fiir baS Laibacher Untergymnasium betrifft, nur vollstanbig unb in jeber Beziehung seinen Ausfiihrungen anschliehen unb bet Eoben Regierung auch meinerseitS warmstenS env »fehlen, zu biefem Reubau aus Rucksicht auf die hygienischen Berhaltnisse. roie sie an bet gegenwartigen Anstalt obroolten, oljne Betzug zu fchreiten. Aber wenn bet Herr Abgeorbnete biefe beiben Fragen, bet Reactioirung bes Ktainburget Gymnasiums vbet deS AusbaueS beS Laibacher UntergymnasiumS miteinanber in Verbinbung brachte, so glaube ich e Situation im Hohenroatt-Club ist am besten baburch gekennzeichnet, bah bie unzufriebenen Elemente ben Glubsitztmgen einfach fern bleiben. In ben letzten Sitzungen rourbe bieh besonberS bemerktunb besprochen; es roar thatsachlich nut Graf Hoh enroatt unb seine Alletgetreuesten versammelt. Um eine Consoli-birung herbeizufuhren, rourbe eine Reorganisation bet Parteipresse in Aussicht genommen, tiber beren gegenroartigeS SSerhalten von mehreren Seiten Klagen gesiihrt rourben. Weittragenbere Beschliisse konnten aber roegen bes schroachen Besuchcs ber letzten Sitzungen nicht gesaht roerben, so bah nur neben-sachlichere Dinge zur Sprache gelongen konnten." — (Lanbtagsroahl in Jnnerkrain.) Bei bet am 8. b. M. jlattgehabten ErgcinzungSroahl im Stabtewahlbezirke Abelsberg - Ober-Laibach - Laas routbe, roie nach ben von uns bereits gebrachten Mittheilungen sichet zu erroarten stanb, ber Reali-tatenbesitzer Josef Lenarčič in Ober-Laibach mit 117 con 120 abgegebenen ©timmen, also nahezu einstimmig geroahlt. Bon bem Momente an, als bie cleritate Fraction ihre ansangs nicht ganz schlechten Aussichten burch bie Auf stellung eines so total ungeeigneten Ganbibaten roie Dr. Gregorič — tiber ben ganz Jnnerkrain gelacht hat, roie ,Sl. Rat." melbete — vollstanbig eingebuht hatte, roar an bem Durchdrin-gen bes tabicalen Gnnbibaten Lenarčič nicht mehr zu zroeifeln. Auch bei biefem Anlasse liegen sich bie beiben slovenischen Fractionen tiichtig in ben Haaren unb roerfen sich gegenseitig Liige, Persibie unb anbere fchone Dinge vor; boch bas ist man aUgemach ge-roehnt unb auch bie berbstcn Beschimpfungen bringen mit bet Zeit leine Wirkung mehr heroor. Beibe Gegner sinb eben vallkommen ebenbiirtig unb einanbet roiirbig unb roenn man bem cletikalen Blatte glauben roil, roare ber neue geroahlte Abgeorbnete bet Dritte im Bunbe. Zuerst proclamirten „Sl. Rat." unb bet „©lov. Serein" Hertn Lenarčič als tabicalen Canbi-baten, bann erklcirte ber clerifale „©looenec", Herr Lenarčič canbibire nach einer seinem SSertrauensmanne gegebenen bestimmten Bersicherung nicht auf Gambia ge bes tabicalen Programmes, fonbern als unab-hangiger Canbibat, bann erllarte „©(. Rat." bie Mittheilungen bes ctericalen Drganes fttr erlogen, bann fecunbirte bem Herr Lenarčič, bann oersichertc bet „Slovenec" nochmals auf bas Bestimmteste, seine Rachricht fei oottfommen ivahr geroefen, bann lanten roieber „©l. Rat." unb Lenarčič mit ber gegenthei« ligen Behauptung, bann-----------. Diese anmuthige Wechfelrebe bauert auch jetzt nach ber Wahl noch fort; roer babei bie Wahrheit fpricht unb ro-r bas Gegentheil, ivagen roir nicht zu entfcheibcn. — (©looenisches.) Im nationalen Lager bauert bie Aufregung, roelche burch ben vehementen Angriff bes tabicalen Ocganes gegen bie „slovenische Delegation" hervorgerusen routbe, noch iinmer fort unb ber cleritale Heerbann roirb von allen Seiten aufgeboten, um ben Sturm abjufchlagen unb bie geftihrbete Stellung ber Pervaken roieber zu festigen. Beibe Fractionen veroffentlichen Zastimmungs-ertldrungen aus ben Ktcifen ber Bevolkerung unb roerfen sich roechfelseitig vor, bah bieselben nut bestellt obet gat selbst fabricirt feien. Die Agitation bet Rabicalen zeigt, „bah sie immer nut ihre Person vor sich sehen unb ihnen bas Volk nut ein Spiel-zeug ist, ein Werkzeug sut ihre felbstsuchtigen, bem Volke fchdblichen Plane", so roirb von ber einen Seite gerufen unb als Antroort erklart man von bet anbern: „Es roare fehr traurig, roenn bie Abgeorbneten tiber aller Kritik stehen rotirben; bas roare roohl nur einigen Rullen genehm, bie jetzt auf ben Wiener Abgeorbnetenbcinken ihre Kleiber abniitzen." ReueftenS ist bet »slovenischen Delegation" auch baS Marburger fubventionirte osficiose ©lovenenblatt, „Die fiibfleirifche Post" zu Hilfe gekommen unb roirft „©l. Rat.", bessen Hetr unb Meister jetzt bet Affecutanzagent Hribar fei, nihilistifche unb illoyale Tenbenzen vor; in Untersteiermank roerbe er aber leine ©rfolge haben, fonbern nut noch mehr Abonnenten einbtihen als biSher. Diese Prophezeiung scheint „Sl. Rar." am meisten geschmerzt zu haben unb es gelingt ihm nut schlecht, seinen Aetger hintet bet erlunstelten Behauptung zu verbergen, bah seine Stellung so gesichert fei, bah es ihm um ein paar Abonnenten auf ober ab nicht mehr anlomme. 9$it haben vom erften Moment an erklart, dah auch biefer neueften Episobe in bet slovenischen Politik teine Bebeutung beizumeffen fei; in bet That hat sie sich in gewohnliche Fractions« balgerei aufgelost. Run, ein Gutes haben biefe Zwischensalle boch, bei solchen Gelegenheiten herrfcht im slovenischen Lager feltene Dffenheit unb Wahr-heitsliebe, unb bie Fuhrer roie ihr Anhang roerben ba aus ber eigenen Partei herauS gefchilbert, roie sie wirklich sinb. DaS Bilb ist bann naturtich bas gerabe Gegentheil von bem Trugbilbe, mit bem man bi^eichtglaubige Bevolkerung fiir geroohnlich irreftihrt. — (Der Br uberzwist im Hause bet Rorb- unb Siibslaven.) Der von ben Jungslovenen roieber begonnene Kampf gegen ben Hohenroartclub beschaftigt bie czechische Prejfe in Prag in hetoorragenber Weise. DaS altczechische Blatt „Hlas Raroba" roirft ben Jung* czechen vor, bah sic bie Zerstiirungsarbeit fortsetzen, inbern sie S l o v e n e n unb Groaten aus bem Hohenroartclub vertreiben unb bicsen zerstoren roollen. Das genannte Blatt sagt, baraus ziehen bloh bie Deutschliberalen ben Rutzen, beren Stellung sich immer mehr 6 e s e st i g e. Die jung-cjechischen „Rari)bni Listy" dagegen loben bie Thatig-keit ber jungczechischen Abgeorbneten, roeil sie zur Zerstiirung bes ganzen Parlaments fiihren mtiffe, roelcheS bisher nur bem GermanismuS unb Centra-liSmus Vorschub gelciftet Habe. (! ?!) — (Die ©lovenisitung KatntenS) geht, roie uns auS Klagsnfurt betichtet roirb, — Gott set’s gebankt! — burchauS nicht von flatten, ©love-nische Generalstabler aus Ktam geben sich roohl alle Muhe, bie mit b e u t f them Texte oufgelegte Lanbkarte von Karnten in slovenischer Sprache erscheinen zu lassen; bie slovenischen Parteifiihret mtihen sich ab, bas beutsche Rachbarlanb Karnten in ein slo veni sches Lanb umzugestalten; auch bie slovenischen Pfarrgeiftlichen prebigen ohne Ruh unb Raft von ben Kanzeln bas (Svangelium vom „Konigteiche ©lovenien", jeboch bie slovenische Lanbbevolkerung in Karnten schenkt ben slovenischen Psalrnsn kein Gehor, unb sie roiinscht itn Jnteresie ihter Jugenb b cutsch en Unterricht. Der Cyrill-unb Methub-Bcrcin rooflte gelegenttich einer vor Kurzem abgehaltenen Betsammlung bas „hohe Lieb* tiber bie ©lovenisitung Karntens anstimmen, jeboch ber anwesenve Regierungscommissdr fanb sich beftiinmt, ben projection slovenischen Lobgefang vom Programme zu ftreichm. — (Casino - Ver ein.) Heute sinbet bet erste GesellschastSabenb statt. — (Personalnachrichten.) Der F -Z.-M. Freiherr von Re inlander hat am 8. d. M. die Seitung des 3. Armeecorps-Commandos in Graz iibernommen. — Der ih den bleibenden Ruhestand getretene Sectionschef im Finanzministerium, Benjamin p. P os s a ner, ehemaliger Finanzdirector in Krain, wurde in den Freiherrnstand erhoben. — Am 3. d. M. sand die feierliche Decorirung deS Furst Windischgratz'fchen Forstmeisters Josef von Obereigner mil dem Ritterkreuze deS Franz-Joseph-OrdenS statt. — Der RegierungSrath Dr. Ritter von Wurzbach, Vorstand der Bibliothek deS Ministeriums des Jnnern in Wien, trat in den Ruhestand. — Den Bezirksgerichtsadjunkten Alois Kehler in LaaS und Albert Ritter von L u s ch a n in Mottling wurde der Tausch ihrer Dienstorte bewilligt. — Dem Lehrer Johann Likar wurde die Volksschule am Karolinengrunde tibertragen. — Im Stande des krainischen Genvar-meriecommandoS wurden Josef SupanLiS zum Rittmeister erster und Paul Gardi! de Grada zum Rittmeister zweiter Clasie ernannt — (H eim atliche Industrie.) Die in Dom schale bestehenden Strohhutfabriken der Firmen Ladstatter, Oberwalder, Kurzthaler, Grohlercher, Kleinlercher, Mellitzer u. a. finden in Wiener und Provinzblcittern ehrenvolle Anerkennung und wohlverdiente Besprechung. Die Jnhaber der genannten Strohhutfabriken beschaftigen im Bezirke Stein und Egg mehr alS 6000 bis 7000 Arbeiter. Die Strohhtite roerben nach Nieder- und Ober-Lsterreich, Salzburg, Kiirnten, Steiermark, Bohmen, Mahren, Tirol, Croatien, Triest, Ktistenland, Ungarn, I’uch in's Ausland versendet. Niederlagen obiger Airmen befinden sich in Agram, Budapest, Brtinn, (jtmunben, Graz, Innsbruck, Jschl, Karlsbad, Triest, Wien unb in anderen Provinzhauptstadten Oesterreich-Ungarns. Den obgenannten Firmen gebtihrt das Verdienst, die Strohhutfabrikation aus Tirol nach Krain verpflanzt, hiedurch einem grohen Theile der Bevolkerung in den genannten Gerichtsbezirken Arbeit verschafft unb ftir bas Land Krain eine ausgiebige stanbige EinnahmSquelle gefunben zu haben. — Die aufgelassene Zeschko'sche, vom Fabriksbesitzer Krenner auS Bischoflack kauslich erworbene Tuchfabrik in Udmat wurde vor Kurzem wieder in Betrieb gesrtzt. — (S p e nde.) Der Prasibent bet NotariatS-kammer, Notar Dr. Bartol. S u p p a n z in Laibach, hat zur Erbauung einer Volksschule in Martinsberg, Bezirk Bischoflack, ben namhaften Betrag von 3000 fl. gespenbet. — (U n gliickSfSlle.) Der Bahnconducteur Franz Jerančič gerieth bei Verschiebung von Waggons in bet Stidbahnstation Hrastnigg unter die Rader des SchnellzugeS und erlitt tine derartige ichwere Verletzung am Unterkorper, dah er kurz nach dem Ungliicksfalle starb. — Der Gastwirth Michael Deklewa in Medvedec (BezirkLoitsch) fie! von einem Fichtenbaum herab und blieb sosort todt. — Der BriestrSger Johann Logar wurde in der Station Ahling (Oberkrain) von der Maschine erfaht und zerfleischt. — Der Grundbesitzer An* dreaS Traven in Šiča (Bezirk Stein) hat sich in einer Fruchtharpfe erhangt. — (Vom FriedenLcongreh in Rom) Dem in Triest erscheinenden „Indipendente“ wird auS Rom mitgetheilt: Dah die Agitation gegen die Theilnahme deS slovenischen Abgcordneten deS Triester Territoriums Nabergoj an dem FriedenScongresse grohe Proportionen an-nehme. Die in Rom ansLssigen Triestiner und Jstrianer Hiilten an den FriedenScongreh einen dieh-beziiglichen Protest gerichtet, worin sie Nabergoj einen Beleidiger der Jtaliener nennen. — (Zum November * A v on cement.) In der Sandro ehx rourden ernannt: Karl S onn- abend zum Hauptmann - Rechnungsfiihrer erster Clasie; Josef Mendel und Otto Wanggo zu Oberlieutenants; Wenzel Novak zum Lieutenant-Rechnungsfuhrer; Leo Pototschnig, Anton Kohler, Johann A rh, Karl Toman, Anton Štritof unb Franz Brežina zu Oberlieutenants im nicht active« Stande. — (Arbeiterversammlungen.) Am 8. d. M. Vormittags sand in Slatina bei Hrastnigg eine von 150 und Nachmittags in Trifail eine von 200 Bergarbeitern besuchte Versammlung statt, in welcher der Vorstand des Grazer Arbeiter« FortbildungS- und RechtSschutz-Vereines, Res el, liber tin neues Bruderladengesetz fur die dortigen Arbeiter sprach unb bas Statut fiir Trifail alS fchlecht bezeichntte, weil bie Einzahlungen in bie Bruberlabe nut von ben Arbeitern erfolgen, bi-selben aber auf bie Gebahrung bet Casse keinen Einflutz haben. Gelegentlich bcr Abhaltung einer Versammlung zur Grtinbung einer OrtSgruppe des Cyrill- und Methud-VereineS ftir Trifail feien gegen den Grazer Vorstand deS FortbildungS- unb VorschuhvereineS von einem Redntr ltigenhafte Verlaumdungen auf« gestellt, die zum gerichtlichen Verfahren Anlah geben roerben. Die Versammlung, bei welcher BezirkS-commisiar Tax auS Cilli intervenirte, verlief ruhig. — (Der Saibacher deutfche T u r n-v e r e i n) halt heute Samstag den 15. d. M. seine Martinikneipe in der GlaShalle deL Casinos, und zwat in der Form eints zwanglosen Unter-haltungSabends ab, zu welchem die Vereins-mitglieder und durch dieselben eingefuhrte Gaste freien Zutritt haben. Die Sangerrunde hat fiir diefen Abend ein Sttauhlein heiterer Lieder bereit, neue Sterne am VortragShimmel roerben auftauchen, Uebettaschungen, roie fie bas Fest vetlangt, roerben auch nicht fehlen; so batf jeber Theilnehmet barauf rechnen, bah er bie letzten ©tunben vor Anbtuch bet etnsten tanzlosen Zeit in bet srohlichsten Weife verbringen roetbe. — (Die Section Krain des deutschen u. osterr. Alpenvereines) hielt am 9. d. M. einen zahlrtich besuchttn Unterhaltungsabend ab. Der Vorstand dieses VereintS, Dr. Bock, erstattete Bericht tiber die im Laufe dieses SommerS durch-gesiihrten Wegherstellungen unb Markirungen, itber ben projectirten Bau einer Untertunftshtitte auf bet Golica, tiber ben zahlreichen Besuch der Deschmann-htitte und tiber das glanzende Resultat der von der Section Krain durchgesiihrten Geldsammlung zu Gunsten der dutch Uebetschwemmung atg beschadigten Jnsassen in Oberkrain. — Dtr interessante Vortrag bed Sections-VereinsmitgliedeS Hemi A. Ritter v. Gariboldi erschemt im feuilletonistischen Theile unseter heutigen Blattausgabe. — (Auf unseter deutschen Interim s-btihne) gtng am 10. d. M. das Sensationsdrama „D i e Gespenster" recht gut studirt unb klap-pend tiber die Bretter. Der Verfasser (der bekannte norwegische Schriftsteller Ibsen) zeigt uns ein in grellen, dtisteren Farben gehaltenes Bild, das ein unglticklicheS Familienleben zu Gesicht bringt und die bekannte Moraltendenz „Die Siinden der Vater werden an den Kindern heimgefucht", eingehend illustrirt. Ein Ehemann, der den Bechet, geftillt mit sinnlichen Gentissen, bis zur Neige gtleert hat, hinterlieh einen Sohn, der schon in sttihet Jugend in die unmotalischtn Fuhstapfen seines Vaters trat, der im reiferen Alter zur Erkenntnih seiner Fehler und Leidenschaften gelangt, der im besten Mannes-altet infolge seines rouften LebenS geistig unb korperlich zu Grunbe geht. Derselbe Ehemann hinterlieh eine uneheliche Tochter, bie in bet Bltithe unb Ftille ihrer Jahre vom Damon beS LasterS erfaht witb. Bei aufmerksamem Verfolg ber Hand lung bemerkt bet Zuschauet, beziehungsweise Zuhoret, boh bet Verfasser biestS SchauspieleS ben Gesttzen der Moral nicht vollkommen Rechnung gettagen Hat, er l2ht' den Boseroicht „Engstrand", ber boch eine grohe Nolle spielt, st r aflos auSgehen. — Der Zufchauer-raum roar, obgleich eine hier noch unbekannte Novitat vom Slapel lief, schroach besetzt. Unset Publikum scheint an „Gespenstergeschichten" kein Wohlgefallen zu haben! — (Grottenvermessung.) Seitens Acketbaurninistetiums rourbe eine genaue Vermefsung , ber AbelSbetger unb Ottofer Grotte angeorbnet Dieselbe routbe vom Obetmarkscheiber Schmidt dutch-geftihtt unb nahm vier Monate in Anspruch. Der Otiginalplan ist im Mahftab 1 : 1000 hetgestellt; die Copien roerben im Mahftabe 1: 2880 (Katastral-mahstab) auSgefertigt. ■ — (Aus dem Gerichtssaale.) Ludwig Kržišnik, vulgo Bacin genannt, 40 Jahre alt, angeblich Agent in Laibach (?), roegen verschiebraer Uebertretungen deceits 1 lmal abgestrast, hat nn optischen Geschafte (ehemals Rexinget) einen Opetn-gucker im Wetthe von 12 fl., beim Gastwitthe Mi-kulinitsch („©ternroatte") einen Baatbettag von 17 st., dem ©tibbahnbeamten Josef Lilegg einen Baarbetroz von 70 fl. unb bem ©chuhmacher Mate in Laibach einen Baatbettag von 33 fl. unb ein Paat ©tiefletteir. im Wetthe von 7 fl. 50 kr. hetausgelockt; er routbe vom hiefigen Lanbesgerichte roegen Vetbtechen be* BetrugeS zu achtmonatlichem schroeren Ketker ver» urtheilt. — (Ein Ft eispruch.) DaS Kreisgericht i» Cilli hat das Trifolium Wenzel Franzl, Johamr Železnik und Julius G r a b i t s ch, welche ange«-klagt wurden, am 10. Mai d. I. den SteueramtS-diener K on ca n mihhandelt unb in ben Sannfluh gerootfen zu haben, freigefprochen. — (T o b tschlag.) Der KleinhauSler Josef Robič in Grabenje, Bezirk RudolfSwerth, getieth mit seinem Sohne in Streit unb routbe von biesem mit einem Dreschflegel erschlagen. — (<£rlebigte S tiftplatze.)Drei PlaHk L 50 fl. ber vom hiefigen Gemeinberathe errichtetm Kaiser Franz Josef-Stjftungen fommen jut Ber-leihung. Anspruch hierauf haben arme, nach Laibach zustanbige, in beren (Srtnanglung nach Krain iu‘ stanbige R e a I s ch u I e r. Gesuche sinb bis b. M. bei bet hiefigen Oberrealschul«Direction F tiberreichen. , — (Eine Jubel-Hebamme.) Die amme Ursula Schmutz v. Jakoboroitz tn Planina feiette biefet Tage ihren 79. ©eburtstng; sie ubt bott ihte gebuttshilfliche Praxis seit dem Jahre 1840 mit Eifer unb Geschicklichkeit aus, tst bei bet Limbbevolferung sehr beliebt unb noch immer rtiftig. . — (Aus WeihenfelS) roirb unS mitgetheilt, bah ungeachtet ber eingetretenen Frost-wittcrung am sogenannten Stiicklerberge beibetseit* Kanale ausgehoben unb ausgrpslaftert roerben- Die borttge Einroohnerschast wirft die Frage auf: iwtum biefe Arbeiten, roelche bei den jetzigen kurzen Tage« gegen hohe Entlohnung nur minder entsptechend _au#» geftihrt roerben konnen, nicht schon im abgelaufenen gtinftigen August unb September billiger auSgefuhrt wurden? Ueberdieh roirb bie zweite Ftage 0ei” * watum bei Bttickenbauten Fichten- unb nicht larchene Piloten verwenbet warden? V — (Die Landes« Acker-, Wein« und O b st b a u s ch u l e in © t a u d e n) hat das * jaht 1890/91 am 31. v. M. geschlossen. Dcr such bet Anstalt ist ein vethaltnihmabig noch imin« schroacher. Dieselbe zahlt nur 15 Ziiglinge. _ neue Schuljahr 1892/98 beginnt im Saufe -(Bei denPostsparkassen wurden im Monat October l. I. im . 20.562 fl. unb im Checkverkehre 837.160 I1-gelegt; im Spatvetkehte 15.641 fl. unb IM verkehre 225.220 fl. auSbezahU. — (Schweitzfieber in Krain) Der vberste SanitatSrath in Wien gelangte zur Kenntnih, dah in einer Ortschaft KrainS rine Epidemie von Ilordas miliaris (Schweihfieber) aufgetreten, jedoch jchyn im Erloschen begriffen ift, es wurde nach Besprechung der von der LandeSbehorde berichteten KrankheilSerscheinungen alS empfehlenswerth bezeichnet, im Falle deS WiederauftretenS einer derartigen Epidemie ein klinischer unb ein bacteriologischer Fachmann auS der Mitte des Obersten SanitatS-ratheS zur naheren Erforschung dieser Krankheit abaesendet werden mogen. __ ^Selbstmordversuch.) Am 10. d. M. Abends 9Vz Uhr feuerte der Forsthiiter Johann tz m o l i n a in Weihensels auS seiner Flinte »wei Schtisse auf die linke Brustseite ab. Der Echuh mit Pfosten ging fehl, der Kugelschuh Vreifte die Brust und zerschmetterte den linken Oberarm. GekrankteS Ehrgefuhl soll Ursache deS Selbstattentates fein. ^Schotterlieferung fur die Reichs-tzraHen in Krain pro 1892, 1893 und 1894.) Die diehbezuglichen Licitationsverhandlungen finden tzjx Wiener, Triester, Loibler und Agramer Strahe im Baubezirke Laibach am 5. December l. I. in der Baudepcirtementskanzlei der Landesregierung in Laibach; fiit die Agramer und Karlstadter Stratze > Baubezirke Rudolfswerth am 9. December l. I. r • j,er Bezirkshauptmannschaft in Rudolfswerth; fitr die Triester, Fiumaner, Wippach-Gorzer und Birnbaumer Strahe am 12. December l. I. bei der Bezirkshauptmannschaft in Adelsberg und stir die Loibler, Wurzner und Kankerstrahe im Baubezirke Krainburg am 15. December l. I. bei der Bezirks-bauptmannschaft in Krainburg statt. ^ __ (Ei n unliebsamer ©aft.) Am 31. M. wurde nachst Warmberg, Bezirk Gottschee, starker Bar gesehen. (Actiengesellschaft fur Gas - s e nchtung ) Bei der den 31. October 1891 / .enommenen Ziehung der Prioritats-Obligationen ”, JL, folgende Nummern gezogen: 11, 15, 22, oq 80 106, 116, 135, 136, 137, 141, 168, 177 , 192, 211, 257, 269, 301, 332, 333, 338, jr,-o' g5gz 357 und 367. Dieselben werden den 0 februar 1892 fammt falligem Zins eingelost. 1 y (Die Maul- und Klauenseuche) u.rA&t derzeit noch in nachgvnanntcn Ortschasten u. zw. in 14 Ortschasten des Adelsberger, . 4 tzxK Gotlscheer, in 5 deS Gurkfelder, in 13 *” Krainburger, in 14 des Laibacher, in 11 des ®e. . ier j« 7 des Loitscher. in 15 des Rudolfs-I rtber und 1 des Steiner unb in 11 Ortschasten ft Tschernembler politischen Bezirkes. _ (Pon der R eblauS) sind bis Schluh 1 a sabres 1890 in 30 OrtSgemeinben Krains j?023, *n 56 Ortsgemeinben der Steiermark ' jn 96 Ortsgemeinben Niederosterreichs in 12 Ortegemeinden Iftriens 7126, in I o.t'eaemeinben be« Tr i e st er Gebietes 1244, in Ortsgemeinben bež GSrzer ©ebiete« 419 unb v. i ein nur 259 Hektare Weinlanb ver' 3 in Mahren fud)t Zur Bekampfung bieses schadlichen Jnsectes Mird bie Pflanzung amerikanischer Neben ^npfohlen. ._ Original - Telegramme dro „$uilmriter zvochrnl'latt". s Wien, 13. Novcmbcr. Dcr Ober-^..nenieur Franz M a urns wurde zum Ban-. etaatčbmibiciiftc SteicrmarkS cnmimt. ratve Miiiifterrath miter Borsiy des cntschicd bcziiglich der ftalizischen Staats-£. Die Kralancr BettiersMrecGn bleibt Citchcii, boflcflcu bleibt dcu LctricbSdircctionen Iflf Si W mrnrn. M rm Gehaltsstufe von 1200 Gulden bei Genehmigung seitens der Generaldireetion nnd das Recht von Jnventar-Anschaffungen. Paris, 13. November. Die Hieherkunft Giers' erfolgt auf ausdriicklichen Befehl des Cars. Uom Duchertisch. Mittheilungen des Nordbohmischen Excur-sions-Clubs. Rebigirt von Prof. A. Pandler, Prof. Munzberger, St. F. Hantschel. Vierzehnter Jahrgang. Leipa 1891. 3m Verlage dcS BercineS. Vo» diefem Unter-nehmen, fur defsci, ©ebicgcnljeit, abqcsehen von den SRainctt der al6 ?sorschei unb Dichter rubmlichst bekannten Hera»r-oebtt, schon bet Umftanb. spticht. bah cS vierzehii Jahre hinbnrch fich bet steigenden ©tinft beS Publifinn« ju ctfteiien hat. liegrn mi6 eiiic Reihc von Heften vor. Der Snbatt betfclbcn hat »icht bloh Sntercffe fiit bar Bohmetland, fonbetn allgcmcin wiffeiischaftliche Bebcuiiing, fotuobt in histvtischer unb ftaliftifdiet, al6 nudi in archaologischer Hinsicht. AnS bem teitfien Jnftalte be« II. (J»ni-)Hefter unb be# III. (Sep-tenibct-)HefteS heben wir die Titel folgenbet Stuffahe herauS: llebet bie Beobachtung groher Meteore. Vo» Prof. Niehl in Btimn. Karl Egon 6bctt. Bon Dt. Nagel. Notbbohmifche Sagen. Johann Titz unb bie Schnlteform. Ptivatnotligelb-f(Heine an» ben Jahten 1848—1849. Steinbeile nub Ctifeii-schmelzofen. Von A. Panblet. 9tu6 Pachomi«« Krehbichr Otbenschtonik. Die llmschlags-, Hafen- unb LanbnngSplatze an bet Elbe. Bronzefniibe im Anfchaet Rothhovfvilqnbt- AnS Benefch' Chronik. A»S bet Ftanzofenzeit. Biichetanzeigen. A nr alter unb iieuet 3eit ». a. m. Berstorbene in Laibach. 9tm 4. November. Michael čižmoit, Stabtatmer, 82 I., SatlftabletfttaBc 7, fitebs. Am 7. November. Maria Lavrii. Jiimohiietin, 89 I., Alter Matkt 24, Lungenentzimbung. Am 8. November, ffranz Debevc. ArbeiterS-Sohn. 2 3. 8 M.. Gaflellgnffe 9, Tuberkiilose unb Rhachilis. Am 10 November. Helena Etjavc, TifchlerS>Tochtet, 7 M., Schiehstcittgasfc 11. Tuberkiilose. — Sebastian Jaget-baiiet, Backet, 65 3., Polanabainni 50, BanchkrebS. — Antonia 3gel, BeamleiiS-Witive, 85 I., FlotianSgafse 36, MaraSmuS. Gjngesendet. ©cm Henri Nestle'schen Kiiibennehl unb bet conbcii-fiction Milch rourbc auf ber internalioiialen AuSstellung fiit NahtuiigSmiltel in Wien vom (idgicuiichcn Stniibpnnfte bet crftePtei# (Chtenbivloni erftcn GtabeS mit [icfonberer Erwahmiug), foinit bic 39. 4luszeichn»ng vctlicljeu. (ieoi‘ii Ratarrhc der AShmungeoPKane, bei Ilueten, Sehnupfeik, llelserkeit und anderen HalsaiTeetlonen wird arztlicherseits G\tSS colnoter alHallechtir tUr sicli allein, oder mit warmer Milch vermischt, mit Erfolg angewendet. Derselbe ilbt cin« mildloscnde, crfrischende und beruhigende Wirkung aus. befOrdert dieSchleim-absonderung und ist in solchen Fallen bestens erprobt. .3103 # EiilgeftilLct. Die Heilige Schrift des Alten und Neuen Testaments. An» bcr Vulgata ubetfebt von Dt. 3ofeph tanz von St 11 i o IV Sllufttirte BolkS-AuSgabe mit 45 Boll-ilbetn in Fatbenbrnck, fiber 1000 onberen Stbbilbungen unb Katten it. Vetlaa von Friebtich Pfeilstficket in Berlin W., BayteuiherstraHe 1. Bon biefer prachtvollen neuen AuSgabc bet Heiligen Schrift finb jetzt 11 Hefte szu 50 Pf.) ttfebieuen. Es ift unmogtich. ben ganjen Reichih um bee Bilbet-Commen-tatS zum gottlichen Wort, den baS Pfeilftucket'sche Bibelwerk Dot imS aiiSbreitet, hiet ju befchreibeu; man roitb wahrhaft ubettoftfjl but* bie Stifle unb Gebiexenheit beffen, waS ge-botcu wird. DaS Werk hat in ber That elwas von bem beriihmten Ei beS Columbus an fid). DaS ift’#, was unS schon longe gefehlt hat! Was eine fcitenlange Erklatung bem fiefer oft nidjt anfchanlich machen fiinnte, baS erteiiht die Pfeilstiicket'fche Bibel einfach babutdi, dah fie untcr ben bt» treffenben Ber« die betteffenbe Abbildung — nut mit den nolhigften Etflarungen — fcht unb bcr fiefer ift auf cinraal gleidjfam in bie alte 3eit znriickversctzt. So roitb baS fiefen bet Bibel, bag fich foil ft anfierlid) roenigfieni auf unbetaniitcn Wegen eine« frembcn Lanbes unb BotkeS bcwegie, zu einer Fahrt iu'S heilige Land, welchc bie heiligen Ortc, bie 3u-stanbe beS AlterthumS mit eigenen Augen feheu lafet. DaS ift’S, was biefcS fflerf Don aflen ftuhercn Bibel-Jflnfttaiioneu nnterfdjeibet. Was imincr bie fottgefchtittene wifsenfchaftliche Kenntnth unb Geographic bed heiligen LanbeS bictet, ift auf’S gewifscuhaftcfte beniitzl unb fo eine Bilbetbibel geschaffen niotben, bie ganz eigenartig bastcht untet ibten Schwestetn. Moge biefeS miisterhafte unb in gutcm Sinn jeitgcmale Werk anch in Dieten Hanfcrn imferer fiefer Eingaiig finden! Reiche Belehtung nub Fotbcrnng beS SchriftverftanbiiisseS roitb es iibctall oetbreiteu. (3u Nr. 3391.) fi SUCHARD NEUCHATEL(schwbz). £acpQ LEICHTLOSLICHER CACAO • Ausgieblci •'1K°=200 TASSEN • Nahrhaft x Coldene ITledallle Weltauestellunr ■■aria *8 8®. ift tin fcit mchr alS 30 Jahten befanntcS, die Vetbaii-iing, den Appetit mid ben Stbgang oou Blahungen faefot-bernbtS unb milbc auflofeitbcS Hansmittel. ©i-ofic Flasche 1 ft., kleine 50 kr.. per Post 20 ft*. nte&v./V Allc Žlieilc bcr Emballagc tragcn bie ncbenftclicnbc gefetzlich bcponirte Schichmatke. Depots in den meisten 4lpo-theken Oesterreich - Nngarns. P Dasclbst (iiiiti zu fjnben: rager Pniversal - Hans - Salbe. - • ... 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