Bklwallllu^ ZtaehauSgaff» Nr. » Hr. »i, inXrxrb-,. ivk,llqi>de»ii,,iii,gkn I uidi Wf Post drzoze»: 8KTlc!i«l)Tifl ...»,« . ... K g-io O-N.j «<:« . . . . K um »« in« : Dicaatlstt . . . . K i |« Li-rlkljilhri^ . . . K 8 — . . . K (• — i9aiUÜI)Tl4 . . . . (t lt.— Afiil s»>l«»d fttjöljca jjch die gm Int tiJvtn .';:t'iinql-(SrtüaTCB. liiajdiüett Hbsn tau-tj «ltctt tl» jiit »>dts»r!I»»z, Echnftlewing: Ra»bau«gassr Nr S Vr. »>, wtnind«». T»«U« <»>? KMiU^nc der Bonn- a fi-ri«. >»-,- Ml 11—IS Uftr -»r». H«»»I»rndi-> nifiktn «ich, »utiitffiKifbcit, n«tnrnIo< «». »«»d-nzni »jchl bt r U»>«> k<( tWifäf(f-,532 denkt und die Verwüstungen, welche die Osmanen damals rings nm Graz anrichteten, die sich bis in die entlegensten Ortschaften erstreckten, so erscheint es nicht unwahrscheinlich, daß ein dortiger Faschingszug mit den „Türken" »och die Erinnerung an jenen Einfall bewahrt hat. Die Türken erlitten damals, wie dem Geschichtsfrennde bekannt ist, durch Katzianer, Ungnad und AuerSperg ans dem Fernitzer Felde, also unweit Wildon, eine große Niederlage. Im Mittel- und Unterlande werden auch heute «och am FaschingdienStage die sogenannten „Fasching-poppeln" (Popanze) im festlichen Maskenznge dnrch das Dorf geleitet. Dieselben bestehen gewöhnlich aus zwei Strohfiguren, von denen eine männlich gekleidet ist nnd „Lotter" heißt, während die zweite weibliche „Gabn" genannt wird. Der AnSdrnck Lotter be- Petition von 42 slovenischen Grundbesitzern des Bezirkes Mahrenberg an das Herrenhaus gegen die Slovenifierung der Mittelschulen Untersteiermarks. „Hohes Herrenh kommen. Wenn Sie so alt sein werden wie ich, werden Sie sagen, daß für alle Männer dasselbe gilt: wenn Sie wollen, wollen die sicher nicht, und wenn Sie nicht wollen, gut, dann hängt es doch zuguierletzt von dem Willen jener ab. Mein Bruder macht von dieser Regel keine Ausnahme." Julia wußte nicht, was diese wenigen Worte für das junge Mädchen, das ihnen zuhörte, bedeuteten. Als die schwere Holziür sich gestern mit einem so eigen» lümlichen Klang hinter Esther schloß, da erschien sie ihr wie die Tür eines Gefängnisses, die sich selten der Welt draußen öffnete. Aber wmn sie nach Hyde-Park fahren wollten, wenn sie ins Theater gingen, was hatte sie da eigentlich für Grund zur Zorge?! Konnte sie nicht jeden Augenblick das Haus verlassen und in da» Elend ihrer Armut zurückkehre!»? Sie wußte, daß ihr da« freistand, aber sie fürchtete sich vor dieser Freiheit. Die Erinnerung an dieses Elend war noch zu frisch und sie flehte zu Gott, daß solche Tage für sie niemals wiederkehren möchten. „Zum Lunch wollen wir uns wieder hier treffen, liebe« Fräulein," sagte Julia, als das Frühstück beendet war und sie den letzten der langen Briese zweimal gelesen hatte. »Jetzt müssen Sie zu meinem Bruder und sehen, ob Sie ihm helfen können; er erwartet Sie im Laboratorium. Wenn Sie sich aber heute nicht dazu ausgelegt fühlen, so sage» Sie es mir, bitte, und es kann an einem anderen Tage geschehen. Indessen, ich bin überzeugt, Franzisko würde sich sehr freuen, wenn Sie schon heute kämen." Esther war in dieses Haus gekommen, um sich nützlich zu machen, «nd ihr natürlicher Fleiß duldete kein Zögern. So erklärte sie sich sofort zu allem bereit, worauf Julia sie durch den Garten zu einem anderen Pembertoo. i«»ch»n»a MX»«««. Flügel des Hauses sühne. Bald standen die beiden Damen vor der Tür des Laboratoriums. — Esther hat in späteren Jahren erklärt, daß sie diesen Augen-blick vor des Doktors Tür bis an ihr Lebensende nichl vergessen würde. Bisher konnte sie sich durchaus nichl denken, welcher Art die Dienste wären, welche Doktor lavier von ihr beanspruchte. Daß sie gewöhnlicher Art sein würden, das zu glauben verbot ihr das Haus und alles, was darin war. Sollte sie aber bloß Setre tSrin sein, dann wäre nichts leichter gewesen, als das bei der ersten Begegnung zu sagen. Also daS konnte es nichl sein, und nun endlich sollte sie die Wahrheit erfahren! Esther zitterte, als sie den sonderbaren Raum betrat. Sie wußte, daß es eines bedeutenden Mannes Allcrheiligstes war, aber die Wirklichkeit übertraf ihre Borstellung. Sie trat in ein großes Zimmer ein, das zwar keine Fenster hatte, aber doch glänzend erleuchtet war, wenn auch die Lampen, welche daS Licht spendeten nicht gesehen werden konnten. Vorhänge aus sattgrüner Seide verbargen die Wände. Eigenartige Statuen, bizarr, phantastisch, bisweilen abschreckend, Figuren, die aus dem fernen Osten staipmten, goldene Götzen-bilder aus Birma »nd Arbeiten von europäischen Künstlern schmückten die Ecken. Bon dem gewöhnlichen Hausrat eines Gelehrten war wenig sichtbar. Ein Mikroskop stand an des Doktors Tisch. In einem AI« koven, zu welchem eine Flucht von Stufen hinaufführte, war ein große» Teleskop und die dazu nötige Maschi-nerie aufgestellt. Im Zimmer herum standen orienta-lische Lampen, die aus feinster Silberarbeit waren und deren Dochte mit parsümiertem O»l gespeist wurden. Ein sehr großer roter Spiegel, der an einer glänzenden Stahlkette hing, war neben dem Schreibtische angebracht, und Esther bemerkte nahe bei diesem auch etwas, was wie eine Laterna magica von ungeheurer Größe aussah. Auf dem Fußboden lag ein grüner, weicher Teppich. Die Stühle waren groß, luxuriös und sehr bequem, » nnb der Schreibtisch von chinesischer Arbeit mit eigen, artigen Verzierungen, aber einzig schön. In einer der Ecken bemerkte Esther eine gebeugt« Figur, ein Symbol des Lebens, welche, die eine Hand ausgestreckt, um die Stunden auf einem silbernen Zifferblatt anzuzeigen, noch vorne aus den Fußboden zu fallen schien. Doktor lavier schien b«l»stigt über den Eindruck, welchen sein Studierzimmer auf Esther machte. „Ja," sagte er, ihrer Frage zuvorkommend, «durch dieses Ding erfahre ich die Zeit. Wenn die Figur nach vorn fällt und schläft, dann ist meine TageSarbeit ge« tan; sie erinnert mich daran, daß ich menschlich bin, daß, wen» ich von meinem menschlichen «örper zu viel fordere, ich ebenso umfallen werde, wie diese« leblose Wesen, daß ich mich aber, im Gegensatz zu ihm. nicht wieder erheben werde. — So, Fräulein Benn, daS ist keine schlechte Lehre sür den Anfang. Nehmen Sie in diesem Armstuhl Platz und denken Sie einen Augen-blick darüber nach, inzwischen will ich einen Brief schreiben." Esther setzte sich in den Sessel, ohne ein Wort »n sagen. Der Raum lud nicht zu lauten Worten ein; selbst Madame Julia wagte solche kaum. Sie stand, die eine Hand ans dem Türgriff, da. bi« ihr Bruder auOgesprochen hatte. Dann nickte sie Esther ermutigend zu nod verschwand. Einige Minuten lang schien Doktor lavier und sein Gast in vollständiger Unwissenheit über ihre beiderseitige Anwesenheit zu sein. Endlich wurde die Stille von dem Spanier unterbrvchen, der plötzlich sich in seinem Stuhl umwendete und eine Frage stellte: ..Ich glaube, ich habe einen vorbildliche» Besucher gesunden. Er ist voll von Neugierde und sagt doch kein Wort. Er sieht, daß die« ein sehr sonderbarer Raum ist und ist zu höflich, um darüber eine Bemer-knng zu macheu. Stimmt da» nicht, Fräulein Benn? Wollten «ie nicht sagen, daß dies ein nnbehagliches Zimmer ist?" ")ch dachte wohl so etwas zuerst." erwiderte Esther freimütig, ..indessen, ich meine jetzt, daß es nicht unbehaglich, sondern bloß eigenartig ist." ..Stimmt ganz genau, es ist eigenartig, der Zu-fluchtsort eines Mannes, der nicht das Sonnenlicht liebt. Deswegen fehlen anch die Fenster." Er warf die Feder beiseite, stand aus. kreuzte die Hände aas dem Rücken und begann, hin- und hergehend, zu reden »U der Miene des Meisters, der seinen Schüler i*. sein, Gedanken einfuhren will. Esther hörte ihm andächtig zu. Ihr Wunsch, nun endlich alle« z» er-fuhren, wurde fast unbezwinglich. «Ja," sagte er, „ich bin ein eigenartiger Charakter, desanders, weil ich die Menschen meide. Stellen Sie sich folgende» Fall vor: Ich denke über einen schone» ii?M «eqeustand nach, ich glaube, daß ich nahe an einer Entdeckung bin, welche der Menschheit von Nutzen sein kann, und versenke mich so in mein Problem, daß ich ganz entrückt den irdischen Dingen bin. Da kreuzt jemano meine Wiesen, und da Fenster im Zimmer sind, sehe ich ihn und frage mich, warum er gerade um hall' 12 Uhr zum Essen geht. Schnurrige Frage da», ich gebe das zn, aber diese Frage stört meinen Ge-dankengang. Wenn wir uns also nicht von allem ab-schließen, werden wir abgelenkt. Das dars aber nicht geschehen. Darum werde» auch wir beide zusammen einsame Gegenden a»ssuchen. aber nur, wenn Sie ans freiem Wille» sich dazu bereit erklären. Sie dürfen nicht unter Zwang handeln." Er warf sich in einen der großen Lehnstühle nahe dem Sofa, auf welchem sie faß. und starrte sie in einer Weise an, die sie keinem anderen erlaubt haben würde. Jetzt konnte sie seine Züge sehen und sich ihre eigenen Gedanken über sein Alter und seinen Eharakter bilden. Er mnßte nahe der vierzig se'n. Auch nicht ein einziger grauer Faden konnte in dem dichten schwarzen Haar entdeckt werden, das in natürlichen Locke» um seinen wohlgesormten Kopf siel. Seine Haut war klar und frisch, wie die eines Knaben. Die mnndervollen Angen hatten nicht« von dem Eindruck verloren, den sie zuerst auf sie gemacht hatten. In jeder Gesellschaft von Männern, glanbte Esther, würde Doktor lavier eine befehlende Persönlichkeit sein, befehlend sowohl durch seine natürlichen Gaben als auch durch seinen Verstand. Energie sprach aus seinem Gesicht, und mit der Ener-gie zusammen der seste Wille. Gehorsam zu fordern und ihn auch zu erzwingen. Esther fürchtete nicht den Blick dieses Manne« und sie zweifelte auch nicht an ihm, aber gleichzeitig glaubte sie nicht, daß er jemals die Zuneigung eines Weibes sich erobern könnte. ,,E« wird mich sehr freuen, Herr Doktor. Ihnen zn helfe», soweit ich kann/ begann sie. entschlossen, ihn endlich zum Sprechen über ihre Ausgabe zu bringen. „Wollen Sie mir nun nicht genau sagen, was ich tun soll? Ich glaube, da« würde sehr gut sein." Er wandte sich in seinem Stuhl um und erwiderte: „Ja, das ist sogar notwendig. Lassen Sie mich also alle« kurz erklären. Sie sollen mir bei wissenschaftlichen Experimente» helft«, Fräulein Venu, und Sie sollen auch durch dieselben Nutzen liaben, wenigstens hoffe ich das." Esthers Hand zitterte ein wenig, al« sie diese Worte hörte. Wissenschaftliche Experimente konnte» so viel bedeuten, und die Ersahrung lehrte sie, daß man ihnen oft genug nicht ohne Gesahr beiwohnen durfte. „Ich bin in den Wissenschaften ganz und gar unerfahren,- sagte sie nach einer Pause. „Vielleicht sann ich aber m anderen Dingen Ihnen behilflich sein. Soll ich Ihre Briefe schreiben oder nach Ihren Büchern sehen?" Der Doktor schüttelte den Kops; er war belustigt über ihr Anerbieten. ..Nein." sagte er. „eine solche HUfe will ich nicht, sondern ich verlange einen Dienst, der. wenn wir erfolgreich sind, meinen Namen bei allen Frauen beliebt machen wird. Es handelt sich um ein Geschenk an die Menschheit, oder, um es kurz zu sagen, um das Geschenk der Schönheit." Esther hatte oftmals in ihrem Leben von Leuten gehört, welche behaupteten, imstande zu sein, Frauen die Gabe dauernder Schönheit verleihen zu können, aber von ihnen wurde immer wie von Betrügern ge-sprochen. Und wenn sie es aOch für ganz unmöglich hielt, daß Doktor lavier ein gemeiner Charlatan sei. so war sie doch nichtsdestotrotz sehr erschreckt durch sein Bekenntnis, nnd sie versuchte nicht, das vor ihm zu verheimlichen ..«der, Herr Doktor," sagte sie mit fast kindlicher Einfachheit, „wie kann ich Ihnen dabei helfen?" Gerade diese Antwort hatte er erwarte«; sie schien ihm sogar Vergnügen zu machen und mit großer Freund-lichkeit fuhr er fort„Bitte, hören Sie mich zu Ende, Fräulein Benn, uud erlauben Sie mir noch eine andere Frage zu stelle». Ist es ein Unrecht, dem Krüppel neue Glieder zu geben? Ist es ein Unrecht, eine Pflanze so gut zu pflegen, daß sie schöner und frischer erscheint? Ist es ein Unrecht, den Glanz des Himmels uns näher zu bringen, damit wir etwas von den himmlischen Wahrheiten sehen? Sind all die Fragen der Schönheit in Kunst, Wissenschaft und Musik ein Verbrechen? Begehe ich ein Unrecht, wenn ich ein Heilmittel suche gegen eine der schlimmsten Krankheiten, deren Opfer die Menschheit ist? Nein, das werden Sie niemals be-liaupten können? Wir alle jungen Leute folgen auch Sie mit Ihren Entscheidungen den, ersten Impuls, und bilde» sich eiu, ich sei ein gewöhnlicher Quacksalber, der irgend ein Pulver leichtgläubigen Leuten verkauft. Ein trauriges Kompliment, was Sie mir damit machen? — Hoffentlich lassen Sie sich bdr eines Bessere» belehre» und sehen dami ei», daß. we»u ich versuche, ftivii# zu tun, was kein Gelehrter vor mir getan hat, ich das nicht als Charlatan, sondern als ehrlicher Forscher unternehme, indem ich durch ein natürliches Gesetz mit Hilfe des Lichtes und des Wassers die Schon-heit gewinne." „Glauben Sie denn wirklich, Herr Doktor," fragte Esther, „daß es möglich ist, durch besondere Mittel einer Frau Schönheit zu verleihen?" „Ich glaube das nicht allein, sondern ich bin dessen sicher. Allerdings sind mir meine Experimente bereits zweimal mißglückt. Aber das hat mich keineswegs ent-mntigt, denn ich bin )ich«, daß ich nur deswegen keinen 3 ' Erfolg hatte, weil diejenigen, welche mit mir arbeiteten, nicht so zu denken vermochten wie ich, und weil sie sich nichl vollständig den Ideen hingeben konnten, denen ich solgte. Bor allen Dingen waren sie von ganz profanen Wünschen geleitet: sie wollten nur Geld, Ehre« und Liebe erringen. Im Geist widersetzten sie sich dem phy-fischen Gesetz. Mit solchen Personen kann ich nichts machen. Diejenige, welche ich sür meine Experimente wähle, muß wenigstens für die Zeit des Versuches sich ganz von der Welt zurückziehen. Sie muß den festen Willen haben, das einfachste Leben zu führen. Sie muß Schönheit in allen Dingen rings um sich her sehen nnd sich selbst als den Apostel einer Lehre betrachten, welche einst freudig von aller Welt angenommen werde» wird. Sie mnß freundlich «nd liebenswürdig sei», ihre Angen zum Himmel erheben und wünschen, die großen Wunder dort zu erkennen; auch darf sie nicht stolz oder selbstbewußt werden, sondern sie mnß wissen, daß sie nur das simple Werkzeug einer großen Kraft ist. Ihr Vertrauen zu mir muß absolut sein, sie muß mich als ihre» Binder betrachten, der ihr Glück will, muß allen ihren Kummer mit mir teilen, wenn überhaupt welcher in meinem Hause sich ihr bietet, »nd mich vdu ihren Zweifeln und Bedenken unterrichten. Dafür soll sie in diesem Hanse hochgeehrt werden und hier eine wirkliche Heimat finde». — Fränlein Benn, darf ich das alles von Ihnen erhoffen?" Esther schlug die Hände ans die Kniee und betracht tete den Doktor mit einem verwirrten Blick, denn wä!i-rend seine Worte ihre Zweifel zerstreuen sollte», riefen sie im Gegenteil von neuem ihre Befürchtungen wach. Bor allem kam ihr jetzt auch wieder das Antlitz am Fenster in lebendige Erinner»,ig. Doktor lavier hatte auch von einem Fehlschlag gesprochen. War es möglich, daß das Gesicht, das sie vom Garten ans gesehen hatte, damit in Verbindung gebracht werden mußte?" »>jch würde sehr bedauern, undankbar zu erscheinen, Herr Doktor." entgegnete Esther in einer Weise, die ihre Unruhe deutlich genug verriet, „aber ich weiß wirklich nicht, was ich Ihnen antworten soll! Sie sagten mir nichts über diejenigen, welche Ihnen vorher helfen wollten. Hat es furchtbare Folgen, wenn das Experiment mißglückt?" Er erriet sofort, wie die Sache» standen: Sie hatte etwas in dem Hause gesehen, was ihren Argwohn erweckte nnd das machte sie stntzig. (Fortsetzung folgt.) 4 Act ehrendes, praktisches, Keiteres etc. Memento. An die Bedrücker der österreichischen Deutschen. Von Karl Pröll. Einst der Adler flog, stolze «reise zog, Seine Sebnsuchl galt dem Licht. Die Verheißung log, und die Hoffnung trog; Ach! da» Sonnenauge bricht. Auch der deutsche Mann damals kühn voran, Nach dem Aufgang strebte hin. Wa» der Pflug begann, wa» der Geist ersann, Wurde ihm zum Hochgewinn. Heute wird die Saat nach der Frevler Rat Von den Thoren ring« zerstört. Aber zürnend naht, straft die schlimme Tat «in Ge'chick. da» unerhört. Ja, de» Deutschtums Kraft ist nicht weggerafft. Lastet auch der Undai f schwer. Wenn der Eiche Saft neue Tiiebe schafft, Wird ste leuchten stegeShehr. Bon dem Horste kehrt Adlerbrut gemehrt. Grüßt im Morgensturm da» Land, Mit dem Blitz bewehrt, dessen Glut vnfehrt. Flammenschrift erhellt die Wand. In Belsazar» Saal la» man fie einmal, Rächer standen vor dem Thor. Kennt Ihr deren Zahl? Enden muh die Qual! Deutscher Adler, schweb' empor I tstoldkdraer. Richt da» viele Wissen tut'S, Sondern wissen etwa» Gut'S. Waschleinen zu reinigen, sammenmischt, woraus man die« Pulver An frisch gewaschener Wische bemerkt mit einem trockenen Lappen auf den man zuweilen gelbe oder graue Streifen. Dieselben rühren von den unsauber ge« wordenen Waschleinen her, aus welchen man die Wäsche trocknete. Um erstere zu reinigen, kocht man von Seife und etwas Soda eine glatte Lauge und gießt dieselbe auf die Leine (Seil) in ein nicht zu tiefe» Waschfaß. Nach einer Biertelstunde reibt man die Leine mit einem wollenen Lappen kräftig in der vorher angefeuchteten Fleck aufreibt. Sobald dieser dann verschwunden ist, wird die betreffende Stelle sofort mit Wasser gründlich »»«gewaschen. Sehr begreiflich. Junge» Mid-chen (zu einem Seemann): .Warum tragen die meisten Boote weibliche Na- men?* — Seemann: .Wenn Sie Seisenlauge ab. nimmt nochmal» reine« wüßten, wie schwer so 'n Ding zu Seifenwasser und spült fie zuletzt in klaren, warmen Wasser au». Wenn man einen großen, staubfreien Raum bat, spannt man die Leine darin au«, damit ste schnell trocknet. In Ermanglung eine.' solchen Raumes wickelt man die Leine um ein Brett gleichmäßig auf lenken ist, möchten Sie nicht fragen. Unpraktisch. Junger Satte: .Miochen, ich hab« mir einen Westen-knops abgerissen." — Junge Gattin: .Soll ich die Näherin oder den Schnei-der in» Hau» kommen lassen ?" Schlimm. A.: „Wie geht'S Ihrer und stellt fie an den Ofen oder in die »rau Gemahlin V — B.: „Ach, sie Sonne. Rostflecke au« baumwolle-neu Waren zu entfernen. Sctwere Rostflecke erfordern zu ihrer Entfernung außergewöhnlich scharfe Mittel die mit großer Vorsicht ange-wandt werden müssen, um da« Gewebe dabei nicht selbst zu zerstören. — Da» einfachste Mittel in seiner Anwendung besteht im Betupfen beziehungsweise Trinken der Flecke mit Zitronensäure oder gelöster Oxalsäure und nachträglichem sofortigen Aufwaschen mit reich» lich reinem Wasser. Im einzelnen lassen sich ja die Flecken aus diese Weise un-schwer behandeln, die ganzen Stücke hat immer mit ihrem Kopf zu tun. — A.: „Kann denn der Arzt nicht» dagegen tu« 7" — B.: „Rein, der Arzt nicht, nur die Modistin?" Schattenseite. .Eine Gefahr hat der ledige Stand halt doch!" — .Nun?" — „Daß man sich eine» Tage« verlobt." Vorschriftsmäßig. Badearzt: „Macht Ihre Frau auch tüchtig Bew«-gung?" — Gatte: .Gewiß! Sie »ieht sich ja täglich viermal um." Auf Umwegen. A.: »Du bist jetzt ein Jahr veiheiratet; fühlst du dich glücklich?" — B.: „Hm, weiß, du, al» ich damal» mein Jahr al» aber gleich mit der vollen Säure auf > Soldat herum hatte, war'» doch ander»!" der Waschmaschine zu behandeln, erscheint — abgesehen von dem Kostenpunkt — denn doch sehr gewagt und gefährlich für die War«. — Ein ungefähre» Bn< fahren zur Entfernung der Rostflecke im einzelnen befleht auch darin, daß man zwei Teile Weinstein und ein Teil Oxalsäure fein pulverisiert und gut zu- Ausrede. A. .Studiert denn Ihr Sohn immer noch?* — B.: „Ja, wissen Sie. der studiert doch Medizin, und da l'leibt er lieber etwa» länger auf der Universität, weil die Leute zu älteren Aerzten immer mehr Vertrauen haben." Rummer 9 Deutsche Tracht »nie 8 daß die Regierung ihre Bemühungen um die Parla mentarisieruug des KabinetS fortsetze, und da man sich von der Idee, daß eine parlamentarische Koa-Htitm ohne Tschechen nicht möglich sei, nicht abbringen läßt, will man wenigstens die klerikalen Tschechen in die Combination mit einbeziehen und das soll eben durch die Bildung eines slavischen Zentrums ge-schehen. Da die anderen tschechischen Parteien sich dadurch jedoch an der Anteilnahme an der Regieruiu, ausgeschlossen sehen würden, bieten sie natürlich alles aus, um daS Zustandekommen eines feste» Ver--dandeS zwischen den klerikalen Tschechen, dftt Südslaven und den Altrnthenen zu verhindern, der 56 Mit Glieder zählen würde. Der ungarische Veamtenstaat. In der staatlichen Verwaltung Ungarns (ohne Kroatien) sind zurzeit rund 119.000 Personen an gestellt mit Personalbezügen von beiläufig 245 Mil lionen Kronen. 1892 betrug die Zahl der ungarischen EtaatSangestellten 61.000 mit zusammen rund 110 Millionen Kronen Gehältern. Die Vermehrung detnig demnach im Personalstande 58.000 bei einer GehaltSsteigerung vom 1.15 Millionen .Kronen. Aus j« 140 Einwohner kommt also heute in Ungarn ein Staatsbeamter und von den jährlichen Kosten der staatlichen Verwaltung sollen ansden Kops 14.4 Kronen. Interpellation der Abgeordneten R. Marclh l, Dr. Hosmanu von Wellenhos uud Genossen an den Leiter des Handels-Ministeriums betreffend den Sprachengebranch l>ei dein t. k. Post- und Telegraphenamt in Laibach. Die vom k. k. Post- nnd Telegraphenamt in Laibach zur Zustellung gelangenden deutschen Tele-gramme sind fast ausnahmslos mit zahlreichen, oft «nnstörenden sprachlichen Unrichtigkeiten «nd Fehlern behaftet, was daranf schließ", läßt, daß der be-treffende ausfertigende Beamte der deutschen Sprache nicht genügend mächtig ist. Außerdem enthält der mittels Stänipiglie auf-gedruckte sogenannte Linienvermerk (amtlicher Vermerk betreffend die Linie, welche benützt wurde) aus-»abmSloS die Ortsbezeichiinng in slovenischer Sprache. Ob dies auf eine durch die postalischen Zu-stände in Nähmen angeregte Eigenmächtigkeit des betreffenden Orgai.eh oder ans eine Verfügung der vorgesetzten Behörde zurückzuführen ist, ist den Ge-fertigten nicht bekannt. Jedenfalls stell« sich dieses Vorgehen als der Versuch dar. mit den, bisherigen dem Interesse eines geordnete» Post- und Telegrapheu-verkehrcs entsprechenden, Gebrauche zu brechen und der slovenischen Sprache in dem inneren Dienst Eingang zu verschaffen. Die Gefertigten stellen daher an den Herrn Leiter des Handelsministeriums die Anfrage, ob ihm obige Ungehörigkeiten bekannt sind und er geneigt ist. deren unverzügliche Beseitigung zu veranlasse». _ Aus jStiiöl und Lanö. Aaschlngs Aalender. Februar: Montag den 1., Steirerball im Gast-Haufe ..»um HubertuS". — Kränzchen der Email-fabrikSarbeiter im Hotel Post. — Kränzchen der deutschen Frauenvereinigung in Schönstem. — Hausball im Gasthause „Stern". DienSlag den 2., Veteranenkränzchen im Deutschen Hause. — Fiaker- und Kutscherball im Hotel P-st DienStag den 6,, Kränzchen des GeselligkeitSvereine« im Deutschen H-use. — Hausball im Hotel .zur Krone". — Feuerwebrkränzchen in Tüsser. Sonntag den 7..- HauSball im Hotel ..Stadt Wien". Mittwoch den 10.: HauSball im Gasthos »Engel". Donnerstag II., Oberlandlerball im Gasthans ..znr Traube". Sonntag den 14., Kränzchen der Genossenschaft der Aleidermacher im Hotel Post. SamStag den 20., MaSkenkränzchen des GeselligkeitS-veremeS. FaschmgdienStag den 23. Narr,„abend, veranstaltet von, deutschen Turnverein im Deutschen HauS. Aschermittwoch den 24., HäringSschmauSliedertasel deS MännergefangSvereineS. gu den Landtagswahlen. Auf eine An frage deS Abg. Hofmann v. Wellenhof bezüglich der Vornahme der LandtagSwahle» in Sleiermark er-klärte der Minister deS Innern, daß die Ausschreibung der Wahlen derzeit nichl in Erwägung gezogen werden könne, da da» Aenderungsgefetz der Landtag?-Wahlordnung »och nichl sankiioniert sei. Der Minister glaube jedoch, daß der Monat Mai in Aussicht ge nominell sei. AuS den weiteren Aeußerungen ge wann Abg. Hofmann den Eindruck, daß die Wahlen inder zweiten Hälfte Mai ssattfinden werden. Cillier Mufikverein. Unser Mufikverein ist mit den Vorbereitun en für das erste Orchester-konzeit und den zweiten >iammermusikabend eifrij beschäftigt. Kür das Orchesteikoiizert, welches für den 12. Feder in Aussicht genommen ist, wurde ein hochbedeutendeS Programm gewählt u. zw.: Die Ouverture zu GoldmarkS Oper „Sakuntala", die5 (Schicksals ) Symphoilie von Beethoven und das Vorspiel zu den Meistersinger» von Nürnberg von R. Wagn«. Ver'uchswcise soll diese« Konzert im großen Saale des Deutschen HauseS stattfinden. Der zweite Kainmermusikabend, der für Anfang Feber geplant ist, bringt das Streichquartett op 20 A-moll von Schubert, die Sonate für Violoncello und Klavier op. 8 von Richard Strauß und das Septett von Beethoven für Violine, Viola. Violoncello. Kontrabaß, Klarinette, Horn und Fagott. Eine aus fühiliche Besprechung der auszuführenden Orchester werke folgt in der nächsten Nummer. Vom Turnvereine. Die ausübenden Turner unternehmen unter Fühlung ihres Turn lehrers am Dienstag, den Feber einen Ausflug durch den TenselSgrabe» nach Store. Die Turner treffen sich am genannten Tage um l Uhr auf der Kapuzinerbrücke Als Ausrüstung werde» gute Schuhe, kurzer Rock und Stock mit Eifenfpitze empfohlen. Freunde der Turnerei und des Bergsteigens werden freundlichst eingeladen, an diesem AnSfluge teilnehmen zn wolle». Heil! Theaternachricht. Am Dienstag gelangt der lustige Schwank Der Kilometerfresser" von >iult Kraatz zur AnSsührung. DaS Stück wurde in Wie» und Berlin Hunderte Male mit stü,mischen Lacherfolge» aufgeführt und ist mit den besten Lust-spielkräste» besetz«. Die Vorstellung beginnt pünktlich um 6 Uhr und trifft die Gesellschaft bereit» mit dem Schnellzug um halb 2 Uhr ein. Hausball. Am l. Februar findet ein HauS-ball im Gasthof „Stern" statt. Sängergesellschaft Ruderer. Die hier bestbekannte Sängergefellschaft „Ruderer" ist von einer Turner aus Bosnien hier angekommen und wi'd durch mehrere Tage Vorstellungen geven. Kaffeehaus - Uebernahme. Das «Läse „Merkur" in der Grazergasse hat Herr Joh. Jicha, der durch volle 17 Jahre als Zahlmarqueur in dem-selten bedien stet war, übernommen Herr Iicha er-freut sich ob feiner Zuvorkommenheit und seiner Itrnmmen völkischen Gesinnung in alle» Kreisen der deuischen Bevölkerung CilliS allgemeiner Beliebtheit. Marie Neckermann f. Heute morgens ist Frau Marie Neckermann, die Witwe des unver> geßliche» Bürgermeisters Dr. Joses Neckermann, im Aller voi^71 Jahren einem laugen schweren Leide» erlegen. Seit mehr ali 15 Jahren führte diese ausgezeichnete deutsche Frau ein zurückgezogemS Lebe«, inan muß aber heute dankbar jener stillen und selbst» losen Arbeit gedenken, die sie als Gattin deS ersten autonomen Bürge,meisterS unserer Stadt unermüdlich bei alle» Aiilässe» geleistet hat, wo eS galt, Akte der Wohltätigkeit zu übe» und an der Spitze von Ver» anstaltungen zu Gunsten des allgemeinen Wohles zu stehen. Marie Neckermann war eine deutsche Cillierin vou echtem Schrott und Korn, die sich an der Spitze »es Rote» Kreuz-ZweigvereineS seinerzeit besondere Verdienste erworben hat und sich anläßlich deS bosnischen FeldzugeS in der Fürsorge sür die Ver« wundeten eifrigst betätigt hat. Die Bevölkerung wird '»er Heimgegangenen stets ein ehrenvolles Andenken bewahre». Die deutsche Erde sei ihr leicht! Steirer Hausball. Am Montag, den l. Feber indet in der Restauration „zum HubertuS", Laibacher-straße ein großer HauSbaU statt, welcher Gelegenheit bieten soll, einige Stunden bei Musik und Tanz in röhlicher Laune zu verbringen. Besondere Einladungen wurden nicht versandt Aus der evangelischen Gemeinde. Heute Sonntag, findet der Gottesdienst abends 5 Uhr tatt. In demselben wird auch die neue Gemeinde-chwester Gabriele Loetz feierlich in ihr fchöneS Amt eingeführt werden. Montag abends treffen sich wieder Glaubensgenossen und deren Freunde im Sonder-zimmer des HotelS „Erzherzog Johann". - . Männergesangverein. Mit Freuden kann konstatiert werden, daß die in Aussicht genommene HeringschmauSliedertasel allseits Anklanq sand und sich hiefür bereit« reges Interesse kundgil». Die Erwartung des Vereines eines zahlreichen Beitrittes von unterstützenden Mitgliedern ist erfüllt worden u»d läßt die Sänger mit immer größerer Lust an die Ausführung ihres Planes schreiten. Weitere Beitiittserklärungen nimmt der Säckelwart Herr Leopold Wambrechtsamer in freundlicher Weise > ntgtgen; der Jahresbeitrag für verheiratete unter-stützende Mitglieder beträgt 12 Kronen, jener für unverheiratete 8 Krön«,, und wird vierteljährig ein-gehoben Alle Gönne» und Freunde des deutschen LiedeS sind herzlichst willkommen! Brand der Puch'fchen Fahrradfabrik in (Sraz. Miltwoch »achiS entstand in der ge-nannten Fabrik ein Schadenfeuer, dem das ganze Magazin mit allen Fabriköerzeugnissen zum Opfer siel. Der Schaden beträgt 1,200.000 Kronen. Die Ursache deS ungeheueren Brandes ist unbekannt, man vermutet jedoch, daß in den kleinen eisernen Oeschen, die sich in den Magazinskanzleien befanden, vielleicht Glut zurückgeblieben ist, durch di: daS Feuer zum AuSbruche kam. Die Feuei wehren hatten unter der giimmigen Kälte zu leiden und froren auch die Schläuche ein, so daß es äußerst schwer war. den Brand zu unterdrücken. Elf Feuerwehrmänner trugen nicht unbedeutende Verletzungen davon, so daß Chef-arzt Tilli, der am Brandplatze erschienen war, voll» aus zu tu» hatte, um den Verunglückten entsprechende Hilfe zu leiste». Eine solche Brandkatastrophe ist in (Äraz seit langer Zeit nicht zu verzeichnen. Oberösterr. Landes-Handwerker- und Industrie-Ausstellung und Volksfest in Linz 1909. Zn der Zeit vom 5. bis einschließlich !'). September 1909 wird in Linz eine große LandeS» Handwerker- und Industrie-Ausstellung, verbunden mit einem jener altbewährte» Linzer Volksfeste, statt-finden. Mil der Ausstellung wird auch eine ober» östeircichische Landwirlsi asls- und Fischerei-Aus-sleltung stallfinde» Soviel man im dcrmaligen Stadium der Sache sagen kann wird die Handwerker-AuS-stellung sich ganz besonders glänzend gehalten. Zum Geschäftsführer dieser Ausstellung «; urde Herr Alexander Gracon bestellt, welcher auch als Geschäfts-sühm der ihm Vorjahre mit gioßem Ersolge ver-anslalteten Jubiläums Ausstellung der Handwerker Steiermarks in Graz fungierte Der große Haupt-auöschuß der gesamten Veranstaltung wird sich in den nächsten Tagen konstituiren. Die Sladtgemeinde Linz als Veranstalterin dieses Unternehmens bürgt dasür, daß die Ausstellungen und daS Volksfest zu einem der glänzendsten das Linz und daS Land Ober-Österreich je gesehen haben, werde». Losschwindelbank. Wie uns aus verläß-licher Quelle mitgeteilt wird, hat ein gewisser Walter Bosse unter der Firma „Rheinländifche Kredilbank" in Arnhcim a. Rh neuerdings eine Losschwindelbank gegründet, die in der österreichischen Monarchie eben» falls ihie Opfer sucht. Wir warnen vor dem Ein-gehen von Verbindungen mit diesem Unternehmen und empfehlen die Angabe der betreffenden Agenten bei den Behörde». Stellenausschreibung. Am Landesgym-nasium i» Pettau gelangt eine Supplentur für Latein und Griechisch zur Ausschreibung. Nahezu 5000 K bei einem Südmark-Gaufeste vereinnahmt hat der Südmarkgau EnnS-tal bei dem Gründungsfeste am Leopoldsteinersee bei Eisenerz. Heil den wackere» EnxStaler»! Anbringung der Wehrschatzmarke auf Stimmzetteln. Bei einer in der letzten Zeit statt-gefundenen Wahl versahen die Krainer Windischen die Stimmzetteln mit Wehrichatzmarken. Zur Nachahmung empfohlen! Der Obmann der Hauptleitung der Südmark. Dr. F. Khull, hat wegen AuS-ertigung einer wissenschaftlichen Arbeit einen vier-wöchentlichen Urlaub genommen. BiS zum 1. März ühren die Obmann-Stellvertreter Heinrich Wastian und Ludwig v. Bernuth die Leitungigeschäste. Warum ein katholischer Christ den Südmark-Kalender nicht empfehlen darf, >aS sagt uns klipp und klar die ..christlichsoziale" »St. Pöltener Zeitung": I» der Südmark herrschen ein „preußischer Untertan" und „protestantisierende Tendenzen" und der Südmark-Kalender ist daS getreue Spiegelbild dieser verwerflichen Bestrebunge». Beweis: Der unselige Kalender teilt in einem Nachruse für Dr. Hans Hock mil, daß er romfrei geworden ist, und alS Titelbild bringt er eine Szene auS dem Tage von Roßbach („Rostbach- schreibt daS gefchichtS-undige St. Pöltener Kirchenlicht). Bedars erweitere? Belege dafür, daß „ein katholischer Ehrist" unter Seite 4 solche» Umständen bei der SchutzvereinSarbeit »eben nicht mittun kann"? — Scherz beiseite: Eine etwa« glücklichere AuSrede sollten die Herren für ihre deutsch» feindliche Gesinnung und ihre Filzigkeit in völkischen Dinge doch suchen I Der Posterlah und die Tschechen. Die Porhersage, daß der von deu tschechischen Post-beamtet! inszenierten Postskandal in Böhmen schließlich und endlich doch mit irgend einem Erfolge der Tschechen endigen würde, hat sich erfüllt. Die» geben auch die Tschechen offen zu. So schreibt z. B. daS Organ deS Abg. Dr. Kramarsch folgende»: „Es dürfte schwer sein, anzugeben, welcher Zustand be-züglich der inneren tschechischen Amtssprache bei der Präger Postdirektion am l. Jänner 1907 bestanden hat. Die Postämter dritter Kategorie jedoch, die größtenteils im tschechischen Gebiete liege», behalten die innere tschechische Amtssprache, und danach ist die Ausschließlichkeit der inneren deutschen Amtssprache aus der ganzen Linie durchbrochen. Und wenn vom Handelsministerium selbst die Notwendigkeit der in» neeeu tschechischen Amtssprache für die Aemter dritter Kategorie anerkannt wird, so wird sich mit der Zeit die Notwendigkeit auch für die Postämter erster und zweiter Klasse erweisen. Das deutsche Prinzip ist stchtbarlich verletzt." Mit dieser surchtbaren Schlappe endete also die Abwehr der Deulschböhmen aus dnn Gebote deS PostwesenS, Der Erlaß, den sie von der Regierung forderten, damit den fortwährenden Ge-^Überschreitungen der tschechischen Postbeamten ei» Ende gemacht werde, ist gegen ste gerichtet worden. Der Posterlaß bedeutet für die Deutsche» eine schwere Schädigung ihreS nationalen Besitzstandes, der wenn-gleich der Erlaß nur den Charakter einer provisorichen Verordnung trägt, vielleicht nicht wieder wettzumachen ist. Wie recht die Deutschen hatten, als sie die Be-schickung der VerständigungSenquete verweigerten, hat sich jetzt wieder erwiesen. Das Sprache»gesetz muß vor daS Parlament gebracht werde» und zwar auf dem kürzesten Wege und es darf ja keine Zeit ver-säumt werden Neue» vom Dr. Povalej. Auf die Ge-schichte mit dem in strafgerichtliche und DiSziplinar-Untersuchung gezogenen Finanzkommissär Dr. Povalej falle» immer neue Streiflichter. Kürzlich fuhr die Frau deS Dr. Povalej in dieser Angelegenheit nach Graz und begab sich zur Familie einer Besitzerin, die ehemals in GaoiS bei Marburg eine Weingarten-realität besaß, welch letztere bekanntlich in die Hände deS Dr. Povalej überging. Der damalige „Kauf bildete die Kiundlage der den Dr. Povalej betreffen den Mitteilungen der ..Marburger Zeitung" und der der gegen ihn eingeleiteten strafgerichtlichen Unter-suchung. Zu dieser Familie also begab sich die Frau des Povalej und drängte ste, sie möge dem Dr. Povalej ein schriftliches Zeugnis ausstellen, daß bei jenem „Kaufe" alles in Ordnung vor sich ge-gangen sei! Selbstverständlich konnte jene Familie daS nicht tun und als die Frau immer dringender wurde, gab man ihr unzweideutiger zu vn stehen, daß sie sich entfernen möge. Sie mußte daraufhin tatsächlich, ohne jenes verlangte Zeugnis erhalten zu haben, sortgehen. Diese Zeugnisbewerbung ist un-streitig ein charakteristischer Fall Wieviele ähnliche Fälle sich anderwärts zugetragen haben mögen? Nächstens werden wir über die Tätigkeit deS «Leib-fuchse»' deS Dr. Povalej, deS AmtSdienerS der FinanzbezirkSdirektion. Krepek, berichten der sich auch bereits vor dem Untersuchungsrichter verantworten mußte. — Die Sache wiro immer schöner! Ein Ausflug ins Logartal. Im Winter! DaS ist ein Unsinn, sagt der ängstliche Städter. Langsam kommt man aber doch zur ErkennniS, daß Ausflüge zur Winterszeit ihre eigenartigen Reize haben und mannigsache Freuden bieten. Für die Gesundheit sind sie nicht nachträglich, im Gegenteil derjenige, der einige Tage in der kalten Winterlust marschiert, fühlt sich kräftig und wohl er verkühlt sich nicht und bekommt auch keinen Schnupfen. Der Angstmeier, der sich beim geringste» Luftzug in seine Klause einschließt und beim Ausgange gleich den Rock-kragen über die Ohren zieht, der leidet im Jahre an hunderterlei Schmerzen, -versuchen wir eS, ein Aus-flug durch den Teuselsgraben ist jetzt höchst romantisch, eine Partie auf den Dost durch die mit Rauh' reis bedeckten Bäume des Stadtwaldes gewähren jedem Naturfreunde unbeschreibliche Eindrücke. Wir wollen aber weiter und dem alten PiSkernik im Logertaie, der seit Oktober außer den Einheimischen nur weniger Menschen zu Gesicht bekam, einen Be-such abstatten. ES war am 25. Jänner, die Sonne schien über die weißen Schneefelder und alleS glitzerte und glänzte wie von Diamanten besäet. ES war ei» herrlicher Wintertag. Um halb Uhr suhren wir mit der StaatSbahn nach Rietzdors. hier stiegen wir in den Postschlitten, und dieser brachte uns um 10 Uhr nach Praßberg. Wer einige Tage Zeit hat, geht zu Fuß und gewinnt dadurch von den Winter-lichen Naturschönheiten noch tiefere Eindrückt. Wir stiege» nach kurzer Rast in einen Schlitten und fuhren auf prächtiger Schlittenbahn nach Laufen, Leutsch und Sulzbach, wo wir nachmittags um 3^ Uhr anlangten. Bon hier aus muß jeder deS SchusterS Rappe» besteige», eine weitere Fahrt ist unmöglich, weil hier der Straßenbau zu Ende geht. Der Fußweg ist gut ausgetreten, da hier zur Winterszeit ein großer Verkehr herrscht, überall donnert und kracht es von den Abhängen, da die Holzarbeiter die Stämme durch die Riesen hinabgleiten lassen. Unten im Tale werden die Stämme angekettet und Pferde ziehen dieselben talabwärts auf größere Holz-lagerplätze. Man sieht da einzelne Pferde, die mit Leichtigkeit 6 bis 8 Stämme vorwärtsbringen. Eine gefährliche aber gesunde Arbeit. Schaue» wir unS den kräftigen Sanntaler a». seine Winterkleidung unterscheidet sich von der im Sommer nur sehr wenig Ebenso einfach ist seine Nahrung, ein Stück Selch fleisch, daS der G.oßstädter nichl wage» würde seinem verwöhnten Magen anzuvertrauen. Brot auS Maismehl, Ziegenmilch, vielleicht auch Wein und Most minderer Gattung, stillen feine Bedürfnisse. Dabei ist er frisch, wohlgemut und kräftig. Leider finden viele Familien keine Arbeit, daher wandern diese nach Amerika aus. Wäre es nicht möglich im Herr-lichen SanntaleJndustrieunternehmungen zu schaffen, damit das Tal bevölkert würde und bewohnt bliebe! Nach zweistündigem Marsche befanden wir uns im Touristenhause und drückte» dem verwunderte» Her bcrgSvater die Hand. Hier machten wir es u»S in einer gut gewärmten Stube recht gemütlich, mitgr-brachte? Fleisch. Wein und Bier auS des HauseS Keller mundete» vorzüglich. Die kalte Winierluft zehrt und bringt einen guten Appetit. DaS ist der wohltuende, gesundheitsfördernde Einfluß eineS Win» termarfcheS. Das Logartal, eingerahmt von den hohe» Felsengestalten mit ihren Schnee- und Eis-spalten, gleicht einem KristallpaUaste. Auch hatten wir daS Glück, die starren Felsgebilde der Oistritza im herrlichsten Alpenglühen bewundern zu können. Die eine Stube mit dem Backofen war in einem Zeichensaal verwandelt, in welcher P>skernik al» Architekt mit der Ausführung eineS PlaneS für den Bau eineS SchulhauseS in Sulzbach beschäftigt war. Die winterliche Ruhe und geheimnisvolle Still-lassen den alten Mann sicher eine gute Arbeit voll-enden. Hoffentlich wird das neue SchulhauS dem Dorfe Sulzbach zur Zierde und den Bewohnern zur Ehre gereichen. Bisher ist der dortige Pfarrer mit dem Unterrichte der Kinder beschäftigt. Der Abend wurde angenehm verbracht. Nach einem ausgezeichnet erquickenden Schlafe kam der Morgen. Kaum konnten wir uns von der großartigen Winterlandfchaft trennen. EZ war bereits 10 Uhr und zu Mittag mußten wir in Sulzbach eintreffen, weil dort der Schlitten bereit war, der uns zur Bahnstation nach Rietzdorf bringen sollte. Nach guter Ausnahme bei Herle in Sulzbach suhren wir bei schönstem Wetter aus der tadellose Straße nach Leutsch. Lausen und Praßberg. Eine kurze Zeit konnten wir unS im «asthaust „Post" »och aushalten. Um 7 Uhr abends befanden wir unS in Ritzdorf und der Abendzug brachte uns wieder nach Cilli zurück. Herr Englin und sein Freund sind voll des Lobes über die herrlichen Eindrücke ihrer zweitägigen Winterreife ins Logarial. P Deutsche Volksgenossen! fördert da« Deutsche Haus durch Spenden, Mitgliedschaft und regen Besuch Aus dem Anterlande. Erangelischer Gottesdienst in Rann findet Dienstag, den 2. Februar, nachm. 4 Uhr im Rathaussaale statt An diesem schließt sich im gleichen Raume die Jahreshauptversammlung der Prediglstation Rann—Lichtenwald an. Windisch-Feistritz. Am 24. d. M. fand in Neuholds Gasthaus die Jahresversammlung der Kollektivgenofsenschast des Bezirkes Windisch-Feistritz statt. Nachdem die nötige beschlußfähige Anzahl der Mitglirdtr ci schienen war, eröffnete der Obmann. Herr »arl Schön, di« Versammlung und trug den Rechenschasts. beziehungsweise Kasfenben^t vor, welcher genehmigend zur Kenntnis genommen wurde. Sodann wurde nach der ausdrücklichen Er, klärung des Obmannes. Herr» Kail Schön, daß er die Wahl zum Obmanne infolge feines hoben AlterS und seiner Kränklichkeit nicht mehr annehmen könne, zur Wahl geschritten und wuiden die Herren Anton Arsenscheg zum Obmann. Josei Rasteigen zu dessen Stellvertreter gewählt. In den Ausschuß käme» die Herren Georg Zeder, Johann Gunnei. Karl Stuppa». Anton Oratsch, Johann Teger und Joses Wrenchko Zum Schlüsse ergriff Herr Heinrich Grill im Namen der zahlreich Versammelten des Wo>t und beleuchtete in beredten Worten das u»ermüdliche, aufopfernde und selbstlose Wallen des bisheiige» ObmanneS Herrn Karl Schön, mit dem Wunsche, er möge auch fernerhin mit leinen eifahiungsreichen Kenntnissen stets an der Seite der Geiiosjenschafts Vorstehung mit seinen bewährten Raischläge» stehen, worauf die Versammelten in nicht endenwollende Heilru^e auS-brachen. Gonobitz. (A ii s dem Geineindeleben.) Die Sekreiärstelle der Marktgemeinde Gonobitz wurde Herrn Antouitsch, derzeit Stadtwachmeister in Pettau, verliehen. — Im kommenden Monat werden die Neuwahlen in die Gemeindevertretung vorgenommen. Es wäre empfehlenswert, wenn die hiesigen Deutsche» in voller Einigkeit bei der Wahl vorgehen würden, da sonst die Gefahr besteht, daß der dritte Wahlkörper den Gegner» in die Hände fällt. _ Schwurgericht. Ein Inseratenschwindler. Das hiesige Schwurgericht unter dem Vorsitze des k. k. L GR. Dr. Schaeflein beschäftigt durch mehrere Tage ein Fall, welcher nicht nur wegen der große» Zahl der Geschädigten sondern auch deshalb allgemein s Interesse erregt, weil er die in letzter Zeit, namentlich in den großen Städten leider nur z» massenhaft entstehenden Schwindelimternehmungen mit den abenteuerlichsten Namen, deren Zweck eS ist, das leichtgläubige Publikum zu schröpfen, grell be leuchtet. In nicht weniger als 101 Fällen wurden ver schieden? Besitzer von Realitäten, mitunter um ganz namhafte Beträge — bei einigen ist es wohl nur beim Versuche geblieben — von zwei jungen Leuten in schlauester Weise geprellt worden. Es sind dies der 2 i jährige Florian Panagel aus Siebenlinden in Niederösterreich und der ?8 jährige Agent Josef K o d e l l a aus Cilli. Die umsangreiche Anklageschrift führt in Kürze folgendes aus. Panagl nnd Kodella haben im be-trügerischen Einverständnisse unter unwahren Angaben bezüglich des Betriebszweckes der von ihnen vertre-tenen oder angeblich vertretenen Jnseratenunternehm nug unter Zusage der Vermittlung von Rechtsgeschäften verschiedene Personen Beträge entlockt nnd zwar: Panagl und Kodella bei Gründung des «Internationale» Geschäfte koutierS" bei 53 Personen 5220-90» Florian Panagl allein bei 48 Personen K 4322 50. Florian Panagl habe bei gänzlicher BermögenSlosig-keit unter dem Scheine eines zahlungsfähigen Unter-nehmers im Juli und August 1907 in Teplitz-Schönan bei Herausgabe der „Oesterr. Verkehrs-zcitung für den Grundbesitz, Realitäten- und GefchäftSverkehrSmarkt" den Siegmund Rollensteiner durch Bestellung von Drncksorten zur Kreditgewährung von K 263-40 verleitet. Florian Panagl hat sich außerdem mehrerer Falschmeldungen, ferner der ver-böte,icn Rückkehr nach Wien, von wo er aus l0 Jahre abgeschafft worden ist und schließlich auch noch der Veruntreuung von 74 K als Reisender dcS „Intet-nationalen Geschäfts- und RealltätenverkehrSbureau in Wien", welche für JnsertionSgebühren eingezahlt wurden zuschulden kommen lassen. Florian Panagl, der übrigens an Tuberkulose lxidet hat, trotz seiner Jugend eine bewegte Ber-. gangenheit hinter sich. Mit 15 Jahren trat er nach Absolvieruug einer Handelsschule in ein Spedition«-geschäft. Schon während dieser seiner ersten Dienst-stellung hat er sich Eingriffe in sremdes Eigentum zu schulden kommen lassen. Im Jahre 1902 trat er beim „Allgemeinen Verkehrs-Journal," später beim „christlichen Berkehranzeiger" in den Dienst und blieb in diese» Stellungen während des 4 und 5 monatigeu Bestandes dieser Jnstittite. Er würd" dann Plaßvertreter deS „General-zeigers" in Wien und trat dann in die Dienste de« „Internationalen GeschäftSkurrierS" in Wien, für Nummer 9 welchen er bis 1906 agitierte. In diese Zeit fallen mehrere Abftrafungen PanaglS wegen verschiedener Eigentumsdelikte, weshalb er aus dem Wiener Poli-zeiraqon auf zehn Jahre abgeschafft wurde. «lS Vertreter des „Internationalen GeschäftSkurrierS" wußte Panagl durch allerlei Zusicherunge», so unter anderem daß die angebotenen Liegenschaften in wenigen Tagen verkauft werde«, daß. wenn niemand anderer die Liegenschaft kaufe, sie der «ourrier kaufen werde und dergleichen mehr, 14 Personen namhafte Summen im Gesamtbeträge oon 1020 K zn entlocken. Außerdem veruntreute er dem Inhaber des „Kourriers" Stesan Salocki an eingehobenen Jnsertionsgebühren den Betrag von 74 Kronen 70 Heller. Panagl zog dann nach Graz. Hier lernte er den in ähnlichen Betrieben tätig gewesenen Joses Sodella kennen. Beide faßten nun den Plan ein selbständiges Unternehmen unter dem Titel „Jnter-nationaler GeschästSkourrier in Graz" zu gründen und vereinbart?» zugleich, daß Josef «odella nach außen hin und den Behörden gegenüber als Leiter des „Kouriers" aufzutreten habe, ver Kourier sollte sich mit der Berlantbarung von Inseraten besassen. Panagl sollte die „Direktion" übernehmen, Kodella als «anzleibeamter gegen ein Monatsgehalt vou 80 K in das Geschäft eintreten. Der Behörde wurde angezeigt, daß Kodella die Druckschrift „Internationaler Geschäftskurier" herausgeben und die Stelle eines verantwortlichen Schriftleiters der damals in Graz als Kellner beschäftigte AloiS Krötzl besorgen werde. Krötzl war seincrzeit „Subageut" des Panagl. DaS Unternehmen wurde in die Wohnung des Panagl. Jakominigaße 32 verlegt und mit Ende Dezember begann der Betrieb mit der Herausgabe der l. Nummer. Die Spalten wurde» mit An-kündigungen aus dem Inseratenteile der Tages- ode, Fachblätter oder mit ganz und gar erdichteten An-kündigungen ausgefüllt. Im Bureau waren außer den beiden Beschuldigten auch PanaglS Bruder Karl, ein Diener Gustav Snppan und die Kontoristin Anna Hohensinner tätig. Anfangs „reiste" nur Panagl für das Unternehmen, später aber auch Kodella und wurden im ganzen 6 Nummern der ziveimal im Monate erscheinenden Druckschrift ausgegeben. Die Mehrzahl der seit Gründung deS „Grazer Kurier« abgeschlossenen Verträge waren auf die Jrresührung der Kunden berechnet. Die Bevölkerung wurde durch Ankündigungen in den TageSblättem aus das Unternehmen aufmerksam gemacht oder durch Briefe denen glänzende Anpreisungen des Unternehmens beigeschlossen wnrden. angelockt. Diesen Briesen lagen vorgedruckte Ersuchen bei, das Unter nehmen wolle wegen nnmittelbarer Besprechung, wegen Besichtigung deS BerkaufSobjekteS einen „Per-trauensmann" absenden. Mit peinlicher Pünktlichkeit wurde daS Erscheinen des Vertrauensmannes angekündigt und meist traf derselbe zugleich mit der Mitteilung auch schon bei der Kunde ein. Nach flüchtiger Besichtigung der Liegenschaft versicherte nun der ..Bertrauensmaiin", daß der Verkauf binnen bestimmter Frist vollzogen werde, oder daß die Darlehensauszahlung durch das Unternehmen geschehen werde, oder sicherte die dauernde Einschaltung deS von der Kunde gewünschten Inserates zu, pries das Unternehmen selbst als unbedingt verläßlich, da die Aktionäre lauter Millionäre seien. Alle Kunden, die sich auf diese Zusicherungen verließen, ohne Erkundigungen einzuholen, waren denn auch ohne Bedenken bereit, die vom „Ber-trauensmann" nach seinem Belieben berechneten „Anzahlungen" für Spesen. Erhebungen. Vertrags-kosten. Jnsertionsgebühren tc. auszufolgen oder an das Unternehmen einzusenden. In letzterem Falle wurde in dem vom „Vertrauensmanne" verfaßten Bertrage auch eine bestimmte Zalilnngsfrist aufge-nommeii. nach deren Ablanf sofort die gerichtliche Eintreibung der „Gebühren" erfolgte. Bald liefen Befchiverden über daS Gebahren dieses Unternehmens bei den Grazer Behörden ein nnd als die Klagen festere Formen annahmen, wurden die Geschäfts-räume des „Couriers" gesperrt und der Unternehmer Panagl verschwand. Panagl flüchtete in die Schweiz, während Kodella das noch vorhandene Material an Kunde» des Unternehmens aufarbeitete. Pauagl blieb nicht lange im Auslande. Mitte April >907 tauchte er wieder im Jnlande auf, wo er für die „Oester-reichische Grundbesitze und Nealitätenverkehrsbank in Wien" und für den „Allgemeinen Grundbesitzve» kä»ser in Berlin" agentierte. Auf einer solchen Geschäftsreise wurde Panagl im Juli >907 mit dem Agenten Rudolf Gunst in Teplitz'Schönau bekannt. Diesen brachte er dazu, daß er mit ihm das Jnseratknunternehmen ..Oesterreichische Verkehrs-zeitung für den Grundbesitz-, Realitäten- und Ge- Deutsche Wacht Se^:c j schästSverkehr" gründete. In geradezu verschwende-rischer Weise wurden für daS neue Unternehmen Drucksorten bestellt, welche die Druckerei Rollensteiner lieferte, und die Ankündigungen in alle Welt hinan«-geschickt. Auch hier plante Punagl wieder einen neuen Schwindel. Um seinem Kompagnon die Kon-trolle über den Umfang des Geschäfte« «»möglich zu machen, ließ er außerdem mit dem Betricbsortc des Unternehmens versehenen Ankündigungen auch solche mit ..Einlaufstelle I. Panagl, Wien XI., Graßlplatz", das heißt, mit der Wohnungstidresse seiner Eltern herstellen. Panagl mied den Betriebs-ort seines Unternehmens und ließ sich die ein-laufende» Briefschaften an seinen jeweiligen Ansent-haltSort nachsenden. An die Tepliyer VerkehrSzemmg sendete er nicht einen Heller von den eingehobenen Beträgen und so auch Signinnd Rollenstein um die Druckkosteu im Reste von 263.40 K zu prellen. Die bereits eingeleitete steckbriefliche Verfolgung zwang Panagl, sich unter falschen Namen fortzubringen. Er bereiste die Alpenländer und lmnützte hiebei die ihm immer noch zu Gebote stehenden Vollmachten der „Verkehrsbank", er arbeitete aber auch noch weiter für die gar nicht mehr bestehende „Teplitzer Verkehrszeitung" sowie endlich für die nur in seiner Phantasie bestehende „Reichsdeutsche Grundstücks-börse." Endlich wurde Panagl am 29. Septem der 1907 in Hallein verhaftet. Während der Unter* snchnngShast ist Panagl zweimal ausgebrochen. Da anßer dem schon von der Staatsanwalt-schaft Graz verfolgten BetrngSfällen noch weitere Anzeigen über BetrugSfälle in Untersteiermark und Krain erfolgten, wurde das Kreisgericht Cilli zur Durchführung der Straffache delegiert. Die linier-suchung befaßte sich mit 1500 „Geschäften" der beiden Beschuldigten und es wnrden nur die Harm-loseren Fälle nicht iu Betracht gezogen. Die ein-zelnen Fälle gleichen sich, was den Geschäftsabschluß betriff» vollkommen. Panagl gab sich gewöhnlich als „Direktor", „Ingenieur", „Reserveleutnant", „Ge-neralvertreter", „Stellenbüroinhaber" nnd dergleichen ans Florian Panagl ist im Allgemeinen geständig, nur einen Teil der Geschäftsabschlüsse stellt er als „reelle" Jnseratengeschäste hin nnd sagt, daß den meisten Kunden die Gebühren ganz oder teilweise rückersetzt wurden, doch wird dies durch das Beweis-verfahren nur in wenigen Fällen bestätigt. Joses Kodella leugnet jede Mitschuld. Er beruft sich darauf, daß er nur Beamter PanaglS nipr und von dessen unredlichen Vorgehe» nichts wußte, daß anßer ihm auch «och andere in PanaglS Unternehme» tätig waren. Im Lause des Beweisversahrens werden an l00 Zeugen vernommen und eine Unzahl Schrift-stücke verlesen. Die Anklage vertritt StaatSanwalt Dr. Bayer, welcher in längerer, bis in die Details reichender «nSführung die Anklage in alle» Pnnkte» aufrecht erhält Die Berteidig»»g haben die Herreu Doktor Schurbi und Dr. Semec d. I. übernommen. Den Geschworenen werden zehn Schuldsrage» vorgelegt. Die Gesworenen (Obmann Barou Wittenbach) bejaht,n mit «uSnahme der 8. Schuldfrage — wegen der Schädigung deS DruckereibesitzerS Rollensteiner — alle Schüldfragcn einstimmig Florian Panagel wurde im Sinne dieses Wahrspruches zum schwere» und verschärften Kerker in der Dauer von fünf Jahren und Joses «odclla ,u acht zehn mono-tigen schwelen nnd veischärfte» Ke>kers verurteilt. Schaubühne. Der Mann mit den drei Frauen. Müßten wir Franz Leh.irS bedeutende Musik nicht berücksichtigen, eS könnte uns »»erklärlich sei», wieso die genannte Operette Jnl. Bauers einen Er-solg haben konnte. Dies darf wohl im Allgemeinen gesagt werde». Wenn wir aber der Ausführung vom 24. Jänner l. mit welcher nnscrc Schaubühne das Theaterpnbliknm beglücken wollte, gebührende Aufmerksamkeit schenken, wäre es ungerecht, dieselbe etwa als gnte hinzustellen. Sehr enttäuscht verließen wir da« Schauspielhaus und mußten uns sagen, daß diesmal auch die sonst braven Kräfte versagt haben. Wollen wir ihnen jedoch nicht den Mut rauben, wenn wir der gerechte» Strenge freieil Lanf lassen. R. Die Liebe wacht. Caillavets und de Flers Lustspiel „Die Liebe wacht", da« DienStag den 26. d. M. Über unsere Bühne ging, hat alles wieder gut gemacht. Es ist wohl eine der besten Ausführungen gewesen, die uns geboten wurden. Herrn Bollmaun. der den Unglück- seligen Augnst Vernet gab, könne» wir zu seinem ausgezeichneten Spiel beglückwünschen. In seiner Rolle des immer zn spät kommenden Historiker« fand er überaus lebhaften Beifall. Reckt herzlich aufgenommen wurde Jacqueline, Fräulein Mizzi itovac«. deren Leistungen ebenfalls das beste Lob verdiene». KeinesivegS wollen wir Fräulein Betty Krasa vergessen, deren spiel sehr brav war und nicht zuletzt sei Herr Hosbauer genannt, der in seiner Rolle al« «ndr6 das Beste bot. «ber auch alle anderen Kräfte trachteten Lob zu ernten, so daß wir wiederholen können, utii der Aufführung zufrieden gewesen zu sein. R. Hingesendet. Als FrilhftiicksgetrLnk zählt Tee zu den wohlschmeckendsten und zugleich billigsten. Speziell von Talauda Ceylon Tee benötigt man nur ganz geringe Mengen, weil sich diese Sorte durch ganz besondere Ausgiebigkeit und Wohlgeschmack auszeichnet. Superphosphat das beste und renta-belste Phosohorsäureditngemittel. Bei Anwendnng von Phosphor-Düngemitteln ist e« speziell bei den Frühjahrssaaten, deren Vegitationsdauer verhältnismäßig kurz ist, „»bedingt notwendig, um die gewünschten Resultate zu erziele», daß die Pflanze die PhoSphorsänre in leicht löslicher Verbindung und in genügender Menge im Boden vorfindet. Dieser Bedingung entspricht einzig und allein das SnperpHospHat, dessen Phosphorsäurc durch bloßes Regenwasser ausgelöst wird, demnach leicht nnd gleichmäßig sich im Boden verteilt. DaS Super-phosphat wirkt also schnell »nd aiiögiebig, wogegen die im Wasser nicht lösliche PhoSphorsänre erst durch Wirkung der im Boden befindlichen Humus-säuren der Pflanze zugänglich grmacht wird, was sehr langsam und in einem so geringen Maße vor sich geht, daß ein großer Teil solcher Phosphorsäure überhaupt nicht zur Geltung kommt. Aus diesem Grunde ist zur Frühjahrsdüngung das Superphosphat unentbehrlich und läßt sich durch .'ein andere« PhoS-phorsäurediingcmittcl ersetzen. Da« Zentralbnreau des Vereines der Oesterreichischen Superphosphat-fabrikeii in Prag. Graben 17. versendet an Jedermann bereitwilligst Kalender für Landwirte mit reichem Inhalte gratis und franko. SARG wieN Sin »orzitgticher weißer ««strick für Wasch-tisch» ist Keil« weiße ^». 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Unsere Großeltern würden aber staunen, vg nenn ste sehen kürinlen, welch« Enlwtttlung der Wintersport genommen hat. Rodel, Bobsley und . _ Sti herrschen vor und Winlersportsefte sink« ver-Su answllungen der vornehmen Welt geworden. Nun ist ^ der Wintersport ja gewib gesund. aber doch nur. H' trenn man sich voisichtig vor Eitältungen hütet. Und daS tut «an sicher und bequem wenn man während der Fahrt immer eine Sodener Mineral-Pastille (Fay« echte? im Mund« ze-gehet läßt. T«ß iia9* echte üodener auch jede vorhansene (Scfältutm 2« schleunigst beseitigen, tit langst bekannt Man kaust sie in allen Apotbckni. Drogcrleu und niiiiTulwaNwerliMiidliinBi'ii für Är. 1.29 die Schachlei. VaKtalrrtrii'(Biam fit 0«>trrrrlcfc-I1»K«ra: W. Th. Gaataert, Wien IV" t, i»t»Sf IT. Für Wetatrinker rur Bisehiusg ies Rcbensd'.t: 1 3J\TT(tNt% *49l1tCKtr •»l>i''Vh|r I fe fc t»r Z E1 Z & %i ncutralisnt di« Säcre dei Weises 8ag8aelt35 rriefcelsfiir UeschEiti. Kt-;> rsrb:". des ]^rudtsortcn liefert su mähiaen Preisen VeremsbuchdrurKerei „Celeja" Cilli Sei»uierzerftiIIt geben wir hiemit Nachricht, da-s es Gott dem Allmärhtigrn gefallen hat, unser allerliebstes, anvergeüslich'.'« Töcbterchen und Schwe-ter SOPHIE am l>o»ner>tag, den 28. d. M. um '/,6 Uhr abends, na h schwerem Leiden im 7. Lebensjahre in den himmlischen Schos» aufzunehmen. l)»z Leichenbegängnis der lieben Dahingeschiedenen findet Sairstag den SO. d. M. nachmittags 4 Chr nach der Einsegnung in der Leichenhalle auf dem städtischen Friedhofe statt. Cilli, am 28. Jsinner 1900. Toni, Anna und Henriett* Anton und Anna Neubrunner st» GfUhwitler. »I» Klfcrn Erlaube mir einem hochverehrten p. t. Publikum von Cilli und Umgebung die ergebene Mitteilung zu machen, dass ich in dem von mir gekauften Hause in der Herrengasae (früher Palloa) am Montag, den 1. Februar, das Gasthaus eröffne. Ich werde stets bestrebt sein, durch aufmerksame, reelle Bedienung, durch Verabfolgung nur echterf steirischer Naturweine, (lfiseller, Kirchstätter etc.), besten Märzenbieres, schmackhafte warme und kalte Küche, den Wünschen meiner sehr verehrten Gäste entgegenzukommen. Um zahlreichen Zuspruch bittet hochachtungsvoll Ä Spe^litsch. Vom tiefsten Schmeite (jebeuift geben wir hiemit allen Verwandten. Fn-omlen nnJ I?i-k Hinten die traurige Ntchrieht von .lern Abltben unseier li.lien unveraewlichen Mutter ii3i'. Die tieftrauernden Hinterbliebenen. I ei:t Marke Teekanne. Ein wahrer Genuss! Orlg -Patete in btbea b«l: Gustav Stiger. isit-Karten liefert rasch und billig Vtreinsbuchdrudttrti C«l«ja Stummer ü Deutsche Wacht Seit« 7 Realitäten-Verkehrs-Vermittlung der Stadtgemeinde Cilli. Ein Wohnhaus I Schöner Besitz GescliifUlukal nnd et»«» Grund in der Nähe ton Cilli wird ia «Irr Pr«i-1»K» von 18- bia iMÖOp K rofmt in kaufen ceauthl. 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