MARBURGERZEITÜNG AMTLICHES ORGAN DES Vjrlag und Schriftleitung Marburg i a. Drau, ladgaiia Nr. 6. Pemnili N«. 25^7, 23-e8, 25-69 Ab tl Uhr i rhl LV-?" 5!°*«®.' *!!? Sehrtftleitung nur auf Fernruf Nr 28-67 «lelcbbar. Unverlangt« Zuichrlftmi werden ?• . M 5.*. »'"lUchen Anfragen tat dai RQckporto beliulegen. Poaticheckkonto Wlan Ni. 54.401. Geachlftaatellen \r Ciri Marktplata Nf Jl Peranif Ni 7, md tn Petta» Unqartorgaiaa Ni 2. Punraf Nr M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES RrKhelnl werkllglifb cii Morgenieltung. Bezugspreli (Im voraue tahlbar) monatlich RM 2.10 ein»chli»BIlrh 19,8 Rpi PoatzeltangigebOhn bei Lieferung Im Streifband luzflgllch Portoi bei Abholnn (d der Geurbiftutelle w Po«' "onatllcb RM 2,10 (elnachl. 18,8 Rp. Foftieitungigebübr) und M Rpf Zuitell- oebOhr. ItaietDiiiDinere werden nur gegea Vorelaiend ung de* Elnielpre tet und der Portoauilagen tugetendat. Nr. 147 — 84, Jahrgang Marbnrg-Dran, Freitag, 26, Mai 1944 Einzelpreis 10 Rpl Schwere erfolgreiche Luftkämpfe Mit Bombern und Femjägern — Doppelangriff gegen Berlin und Süddcutschland Voft UDtaram W K-L u f t w • f f • n k o r r • • po n d • d t • n dnb Berlin, 25. Mai Bei den Doppelangriffen nordamerikanischer Bomberverbände gegen die Reichshauptstadt und gegen Süddeutsch-land am Mittwoch kam es zu außeror* dentlich schweren und in dieser H&rte bisher selten erlebten Luftkämpfen der deutschen Verteidigungskräfte mit den feindlichen Bombern und Fernjägern. Schon die letzten Unternehmungen der feindlichen Luftoffensive hatten die heftigen Bemühungen des USA-Luftwaffenkommandos erkennen lassen, die in den letiten Monaten rapid angestiegenen Verlust«, besonders an Tiermotorigen Bombern, durch umfangreiche Sicherheitevorkehrungen wieder auf ein er-trägliches Maß herabzudrücken. Neben Ablenkungsvorstößen selbständig operierender Fernjägerverbände ao-wle Ausnutzung von Wetterlagen, dl« der Abwehr in starkem Maße hinderlich waren, konzentrierten sich die Schutzmaßnahmen der Amerikaner besonders auf eine außerordentlich intensivierte Verstärkung des Jägergeleits. Nachdem der Jagdschutz bisher das Ausbluten der Bomberverbände nicht In dem von den Amerikanern gewünschten Maß hatte verhindern können, wurde b«l den neuerlichen Tagesangriffen eine Masseneskorte von Femjägem mitgeschickt, die sich sowohl beim An- wie beim Abflug in mehreren Wellen'ablösten und den Bombern bis tn den Ziel räum hinein Schutz geben sollten. Der Langstreckenjäger wurde zum A und O der amerikanischen Bomberan-griffe und seine erhöhte Verwendung ließ bemerkenswerte Rückschlüsse auf die nachhaltige Wirkung der deutschen Luftverteidigung su. Di« gegnerischen Behauptungen von den angeblich geringfügigen Eigenverlusten bei den Angriffen auf Deutschland wurden durch dt« ne^rliche Erhöhung des Jagdschutzes ▼o» selbst LOgen gestraft Heute tst es so, daß das amerikanische Bomberkoin-Bando för «Inen Angriff mehr Jäger «Is Bomber «Insetsen muß, um so wenigstens lu versuchen, das Risiko der Viermotorigen bei Langstreckenfiflgen einigermaßen lu verkleinem. Auch der Mittwochangriff der Amerikaner war wieder durch das große Kontingent an Fernjägem gekennzeichnet, das den Viermotorigen bis in den Raxim der Relchshauptstadt «In« g«wlsse Sicherheit vor den mkg«stüm«n Angriffen dar d«utscb«B JAg«r g«b«n sollt« Es Ist bezeichnend, d«B die F«indformatlon«n nicht in direktem Kurs nach Berlin flogen, sondern wieder den Weg Aber dl« Nordsee nahmen, um auf diese Weise erst möglichst spät mit den deutschen Abwehrkräften tn Berührung zu kommen. Dennoch wurden die amerikanischen Bombergruppen bereits bei ihrem Anflug von Nordwesten her von den deutschen Jägern und der Flakartillerie wirkungsvoll bekämpft. Dabei kam es auch zu außerordentlich heftigen Zusammenstößen mit den feindlichen Jagdformationen, die den deutschen Jägern immer wieder den Weg lu den eigentlichen Zielen, den Bombern, verlegen wollten. Unsere kühn angreifenden Jäger wurden dadurch vor schwere Aufgaben gestellt Jeder Abschuß mußte von Ihnen In hartem Kampf erzwungen werden. Obwohl die starke Bewölkung den Einsatz der deutschen Jäger teilweise stark beeinträchtigte, stellten sie den Gegner bereits auf dem Anflug mehrfach zu erbitterten Luftkämpfen, bei denen sie sich rücksichtslos einsetzten und oft bis auf Rammnähe an die feindlichen Flugzeug« heranflogen, um ihnen dann den Todesstoß zu versetzen. Hart nördlich Beriin erreichte dos Rln-qen der deutschen Jäqer mit den USA-Bombern und Fernjägem seinen Höhepunkt Di« Luftkämpf« setzten sich dann bU über den Kern d«s Stadtgebietes fort, wo nun auch di« Flak mit «ln«m schwe* rsn Vernichtungsfeuer in die Kämpfe einariff. So konnten allein ftb«r Berlin selbst und im «na«r«n UmkreJ« d«r Reichehauptstadt mefar«r« Abschüsse too vl«rmotorlaen Bombern beobachtet viermotorigen Bombern beobachtet wer-kaner Ihr« Bomb«n au«. Durch ihr« wahllose Bombardierung wurden wieder wie bei den Aiujrlffen vorher fast aueschlleß-Ilch Wohngebiet« (?«troffen. Auf dem Rückflucr der USA-Bomber kam «« «meut zu Luftgefechten, In denen die deutechen Jäqer durdh Immer neue Flankenetöße durch die feindlichen Jagdsperren hindurch die bereit« angeschlagenen Bomberpulk« fortlaufend beunruhigten. Bin« Anzahl weiterer Bomber fiel hier den deutschen Kanonen und Maachlnengewehren zum Opfer. Daß es den Amerikanern auch diesmal nicht qe-lang, mit dam verstärkten Jaqdschuts einen xusätzllchen Slcheiheltskoefftzien-ten für dl« Boniber einzuschalten, be-weiet, di« Zahl von 48 abqeechoseenen viermotorigen Fluqzeuqen qeqenüber 19 vernichteten USA-Jäqem. Der Anflug auf den Wiener Raum Auch die von Italien aus qeetarleten Bomberverbände der 15 USA-Luftflotte, die gegen den Wiener Raum operierten, waren ständigen Anariffen deutscher Jagd- md Zerstörergeschwader ausqe-«etzt. Si« wurden von unseren Verteldl-qungekräften bereits beim Anflug Ober den Alpen gestellt. Obwohl auch hier starke Ferajaqdverbände einen Rinq um die Bombergruppe zu riehen versuchten, koimten unsere Jäqer immer wie- der zu den Bombern vordringen. Be«on-der« im Wiener Becken führten die ständigen deutschen Jagdanqriff« zu Ab-schußerfolqen, während sich beim Rück-fluq im Gebiet des Neueiedler-Seee nochmale ein Höhepunkt der Luftschlacht entwickelte. Inegeeamt führten die Attacken der Jäqer und Zerstörer zur Ver-nichtunq von 31 Bombern und S Jägern über Südostdeutschland. Durch den Ausfall von zusammen 103 Flugzeugen, wobei mit 79 Bombern wieder ein beachtlicher Proeentsatz an viermotorigen vernichtet wurde, haben die Amerikaner für ihre Terrorwiqrlff« auf Deutschland damit wi«d«r «inen hohen Freie zahien müeAen. Weder die Verstärkung de« Jagdschutzes noch die schon früher mehrfach geübte Streutaktik, mit der durch zeltlich koordinierte Angriffe auf räumlich weit auselnander-lieqende Ziele eine Zereplitterunq der deutschen Luftverteidigung erreicht werden soll, haben diese hohen Ausfälle verhindern können bei denen die Amerikaner wiederum über 800 Mann wertvollen flieqenden Personals einbüßten. In 24 Standes über IM Petedflugievge v«ralcht«l dnb Berlin, 2S. Mai Die deutsche Luftverteidigung v«ralch-tete in den vergangenen 24 Stunden insgesamt 139 briiische und nordamerikanische Flugzeuge, darunter 115 viermotorige Bomber, di« zu Terrorflügen gegen da« Reich im Laufe des 24. Mal und in der Nacht zum 25. Mal gestartet waren. Dazu konunt die Zahl dar über dem italienischen Raum und den be* setzten Westgebieten abgeschossenen feindlichen Maschinen, di« In Augenblick noch nicht feststeht, aber noch-mal« etwa 15 Flugzeuge betragen wird. IMe Anglo-Amerikaner haben slso In wenigen Stunden ^wierterum über 150 Flvigzeuge mit weit über 1000 Mann fliegenden Personals verloren. Aiifnthnie: WcllkiM Die Abwehrschlacht Ist In vollem Gange Sprungwelse Arbeiten sich die Panzerfüsiliere der Divieion »Grondeutschland« durch den Ort hindurch Hundert Shylocks Wer ist Englands Pacht-Leih-Gläubiger? Ich komme aus einem Massengrab Wat ein »Toter« über die Sowjetgreuel berichtet dnb, Jassy, 25. Mal Vor uns stand ein Rumäne von etwa fünfzig Jahren mit Namen Georgphe Gogulescu. Sein außerordantllch kräftl-g«r Ob«rkörp«r steckt« In «ln«r tu «n-g«n Jacke, die Beinkleider dagagen 8clKl«n«n Ihm viel lu lang zu sein. Er wurd« bewußtlo« von rumänischen Soldaten aufgefunden und in aller Eile neu eingekleidet, nachdem seine eigenen von Blut verkrusteten Kleider ihm vom Leibe entfernt worden waren. den. Ohne Erdsicht lösten die Amerl-begann der Flüchtlng seinen Bericht«, »und verdanke es nur einem Wunder, am Leben geblieben zu sein. Ich war ei' nem Arbeitskommando zugeteilt worden, das aus den zurückgebliebenen Einwohnern meines Dorfes Zabriceni und der benachbarten Ortschaften zusammengesetzt worden war. Wir wurden zum Aus^ bau einer Reservaste] lung am Rande eines Waldes eingesetzt. Nach einer Woche angestrengter Arbelt brachen viele von unserer Mannschaft zusammen, da es über jede menschliche Kraft ging, fünfzehn Stunden täglich Schützengräben und Unterkünfte herzustellen, ohne genügende Nahrung zu erhalten. Da wir sowieso ^ahen, daß wir nicht dem Tode entrinnen konnten, erklärten wir eines Nachmittags, nicht zur Arbelt gehen zu können. Der Polltische Kommissar Soloweitschik befahl un«, trotzdem «r un«er«n völlig «rschöpftati Zustand sah, auf der Stelle di« Arbelt aufzunehmen. Obgleich er uns mit dem Tode drohte, waran wir nicht Imstand«, hii zum Arbelteort cu gehen. Darauf wurden wir von den herbeigerufenen NKWD-Truppen umzingelt, gefesselt und mit Kolbenhleben zu einem drei Kilometer entfernten und abgelegenen Steinbruch getrieben, wo man uns am Rande des Abgrundes aufstellte. Di« Bolschewi-sten fingen nun an, die Gefesselten durch Genickschüese umzulegen. Als mein Nachbar tot In den Graben fiel, stürzte Ich mich selbst hinab und der für mich bestimmte Schuß hat mir nur das linke Ohr abgerissen. Ich verlor nur auf kurze Zelt die Besinnung und hörte, wl« die bolach«wisti«ch«n H«nker Erd« In den Graben «ehaufaltsn und sich dann entfernten. Mit letztem Kraftaufwand-konnte leb mich ana den Erdschichten herausgraben und ans dar Grube klettern. Die ganze Nacht schleppte Ich mich durch den Wald bl« zu den rumänischen Linien, wo ich besinnungslos liegen blieb Der deutsche Wehrmachthericht Die grosse Abwehrschlacht in Italien Planmäßiger Verlauf unserer Bewegungen — 50 Feindpanzer vernichtet Feindliches Torpedoschnellboot versenkt dnb Führerhauptquartier, 25. Mal Das Oberkommando der Wehrmacht gibt bekannt: In Italien nimmt die große Abwehrschlacht durch vermehrten Einsatz feindlicher Panzerverbände an Heftigkeit zu. Am äußersten Westflügel des Landekopfes von Nettuno wurden Angriffe abgewiesen und eine hinter unserer Front gelandete feindliche Kräftegruppe im Gegenangriff vernichtet Südöstlich Aprl-lia sind weiter schwere Kämpfe im Gange. Im Raum beiderseits Cisterna gelang es, die feindlichen Einbrüche nach erbittertem Ringen vor den Artilleriestellungen aufzufangen und abzuriegeln. Starke Angriffe überlegener feindlicher Kräfte gegen Cisterna selbst wurden unter Abschuß von 17 Panzern zum Teil im Gegenstoß abgeschlagen. Aus dem Raum von Littoria setzen sich unsere Truppen befehlsgemäß nach Nordosten auf die Gebietsränder ab, um sich dort mit den aus dem Abschnitt von Terra-clna nach Norden zurückgenommenen Verbänden zu vereinigen. Die Bewegungen verlaufen trotz starken feindlichen Nachdrängens planmäßig. Im Abschnitt beiderseits des Lirl griff der Feind wieder mit überlegenen Kräften, von rollenden Jagdbomberangriffen und starken Panzerverbänden unterstützt, an. Unsere Truppen leisteten ihm erbitterten Widerstand und fingen die feindlichen Angriffsspitzen im Raum südwestlich San Giovanni und Roccasecca auf. 50 feindliche Panzerkampfwagen wurden dabei abgeschossen. Erneute, durch Panzer unterstützte feindliche Angriffe gegen den Ort Piedimonte brachen verlustreich zusammen. Sicherungsfahrzeuge und Kampffähren der Kriegsmarine versenkten in der Nacht zum 24. Mai im Seegebiet von Li-vorno ein feindliches Torpedoschnellboot. Aus dem Osten werden keine besonderen Ereignisse gemeldet. Britisch-nordamerikanische Fllögerver- bände führten im Laufe des gestrigen Tages und tn der vergangenen Nacht mehrere Tsrrorangrlffa. Unsere Luftvsr-tetdlgungskräfte vemtchtsten 139 feindliche Flugzeuge, darunter 115 viermotorige Bomber. Weitere 16 Flugzeuge wurden über dem italienischen Raum und den besetzten Westgebleten abgeschossen. Von diesen bei Tage unter starkem Jagdschutz durchgeführten Angriffen wurde Berlin, Wiener-Neustadt und mehrere Orte Im Raum von Wien betroffen. Bei Nacht war Aachen das Ziel eines britischen Terrorangriffes. Besonders in den Wohnvierteln der Reichshauptstadt und in Aachen entstanden Schäden und Personenverluste. Einzelne britische Flugzeuge warfen in der letzten Nacht Bomben auf das Stadtgebiet von Berlin. Schnelle deutsche Kampfflugzeuge griffen in den frühen Morgenstunden des heutigen Tages wiederum Einzelziele in Ostengland mit gutem Erfolg an. Als das Pachtleihabkommen sbgs-sohlos»en wurde, herrschte in England Jubel und Begeisterung. Man konnte sich nicht genug darin tun, die amerikanische Großmütigkeit und Uneigen-nützigksit zu rühmen, England ohne Rücksicht auf Bezahlung und Zahlungssicherheit alles zu liefern, was es zum Kriege brauche. So nämlich faßte man in äigland zunächst das amerikanische Pachtlsihgesetz auf ,und in der Tat kamen Ja die Pachtleihlieferungen zunächst auch fast ausschheßllch England zugute. Dieses Bild hat sich inzwischen wesentlich gewandelt. Hauptsächlich nach dem Eintritt der Sowjetunion In den Krieg rückte dies« auch auf dem Pacht-l«lhgebist immer mshr In den Vorder-grtmd, und so wis England politisch längst von d«n Bolschewlstsn an di« dritt« od«r gar viert« St«ll« v«rdrängt worden ist, so nehmen heute die Sowjets auch den wedtaus größten Teil aller amsrikanlschen Pachtleihlleferungen für sich in Anspruch. Das ist betrüblich, denn England wird mit Jedem Tage des Krieges ärmer» mit Jedem Tage wachsen daher auch seine Schwierigkelten, die kriegswichtig« Einfuhr su bezahlen. Man braucht die Pacht-Lsih-Lleferungen heute so notwendig wie nur Je, Allerding« ist der Optimismus hinsichtlich der Großzügigkeit des amerikanischen Pacht-Leih-Gläubl-gers längst verschwunden. Den ersten Kna* erhielt das englische Vertrauen auf die omerikanische Uneigennützig-keit bei jenen bekannten Debatten über die Verwendung von Pachtleihlieferungen für englische Ausfuhrzwecke, Die Engländer hatten es zunächst für selbstverständlich gehalten, daß sie mit den I aus USA gelieferten Rohstoffen des Pachtleihverkehrs anfangen könnten, was I ihnen beliebte. Sie hatten daher solche amerikanische Pachtleihrohstoffe su Exportwaren verarbeitet, um sich auf diese Weise von anderen Ländern kriagswichtlge Erzeugnisse slnzutau-schsn. Sie woren dabei so naiv, diese Export« aas Pachtlelhmaterlal in ganz besonderem Maße nach Südamerika zu richten. Das paßte aber den amerikanischen Exporteuren ganz und gar nicht. Diese sahen d>.rln eine unfaire Konkurrenz der Engländer auf Märkten der westlichen Hemisphäre. Die Folge war ein erhebliches Geschrei in den US.A über den imlauteren Wettbewerb, den die Engländer der amerikanischen Exportwirtschaft mit den umsonst aus Amerika gelieferten Rohstoffen machten. Man bedeutete den Briten höchst energisch, so sei das Pachtleihabkommen nicht zu verstehen. Die von Amerika gelieferten Rohstoffe hätten gefälligst zur Erzeugung von Kriegsmaterial zu dienen, nicht aber zur Erzeugung von Exportwaren und damit zur Stärkung der englischen Konkurrenzfähigkeit auf Kosten des amerikanischen Steuerzeh-lera. Damit war der erste holde Wahn der Engländer zerrissen. Außenminister Eden mußte feierlich dieser Methode abschwören, was praktisch bedeutete, daß England von dem südamerikanischen Markte zugunsten der USA ausgeschaltet wurde. Hierdurch stutzig gemacht, versuchten die Briten nun eine Dehatte, über den künftigen Ausgleich der Pachtleihlieferungen herbeizuführen, bei dem sie den Grundsatz de« »gleichen Opfers« geltend machten. Sie wollten also ihre zweillos zunächst erheblich stärkeren Kriegsleistungen, letzten Endes also das Blut ihrer Soldaten, gegen die amerikanischen Dollars der Pachtleihforderung aufrechnen. Auch damit hatten sie indessen wenig Glück und es bleibt daher immer noch so, wie da« Pachtleihgesetz in seinem Wortlaut vorsieht, daß i nämlich >dis Bezahlung oder Rückzah- lung der Leih- und PachtliefsruagsB aa die Vereinigten Staaten in natura oder Vermögenswerten oder beliebigen anderen direkten oder Indirekten Vorteilen erfolgen kann, die der Präsident für befriedigend erachtet.€ Damit ist das eingetreten, was von deutscher Seite von Anfang an in dem Pachtleihabkommen gesehen wurde, daß es nämlich eine Krawatte ist, di« der Gläubiger J« nach seinem BeUebsn xe-ziehen kann, wenn es ihm paßt. Die Engländer sind zwelfello« d«r Ansicht gewesen, daß sIs nach «ln«B kurz«n und slegrslchen Krieg« gegen Deutschland und Europa politisch so stark da-stshen würden, daß dl« Rückzahlung dar PachtlaJhlieferungsn nach Art, Zaitpunkt und Umfang im wesentlich«o von ihr«m Willen abhängen vrürde. Sonst wära dtr Abschluß eine« d«rartly unbestlmmtsa Abkommens, dej Umfang, Art und Zeitpunkt der Zahlungen ganz der Bestimmung des Vertragsgegners überläßt, .einfach nicht lu verstehen gewesen. Herr Churchil' hat auch hier vabanque gespielt, aber er hat aicht gewonnen, sondern er hat verloren. England ist heute praktisch i« vOlUger politischer Ohnmacht herabgesunksD und damit w«rd«n di« Bestimmungen des Pachtleihabkommens tatsächlich zu einer Schlinge, die Jederzeit zugezogen werden kann. Diese Gefahr ist um so größer, als am 1. Juli 1945 das Pachtreihgesetz durch den amerikanischen Kongreß verlängert werden muß. Angesichts der schwerwiegenden Differenzen zwischen dem Präsidenten Roosevelt und dem Kongreß steht zu befürchten, daß der Kongreß die«e Gelegenheit benutzt, um seine Macht gegenüber dem Präsidenten XU stärken. Das kommt schon darin zum Ausdruck, daß der AuBenpo-litieche Ausschuß des Kongresses bereits Anfang April die Verlängerung des Leih, und Pachtgeseties «mpfohlen hat, aber mit der entscheidenden Änderung, daß die ursprünglich dem Präsidenten übertragene Befugnis, tu bestimmen, welche Art der Zahlung er für befriedigend «rächtet, In Zukunft auf den Kongreß übergehen soll. Diese Bestimmung ist für England keineswegs gleichgültig, denn wenn dip Briten bei dem Präsidenten der USA immer noch aus politischen Gründeif auf ein gewisses Verständnis für ihre Notwendigkeiten rechnen durften, so haben sie ein solches Verständnis bei dem Kongreß nicht xu erwarten. Die amerikanischen Abgeordneten fühlen sich nur ihren Wählern verontwortlich. Ihre Entscheidungen werden einzig und allein davon bestimmt sein, was dem amerikanischen »Mann auf der Strafle« b1« nützlich und angemessen erscheint. Damit ist die Frage der zukünftigen Bezahlung der Pachtleihschulden allen Zufälligkeiten der Inneramerikanischen Parteipropaganda ausgesetzt, und im parlamentarischen Kuhhandel zwischen amerikanischen Parteien und Interessenverbänden wird einmal festgesetzt werden, was England zu zahlen hat, wann es zu zahlen hat und in welcher Form die Zahlungen zu leisten sind. Bei der scharfen Au Renhandelskonkurrenz, die sich schon heute zwischen England und den USA abzeichnet, und der bekannten Rvicksichtslosiqkoit des Wallstree.l-kapitals hat England wenig oder gar kein Entgegenkommen zu erhoffen. Nicht ein amerikanischer Shvlock, sondern Hunderte von amerikanischen Shylocks werden eines schönen Tages ihr Recht auf ein Pfund Fleisch »zunächst dem Herzen« Englands fordern, wenn nicht — ein, englischem und amerikanischem Denken unerwarteter KriegsschluB, nämlirh der Sieg der Dreierpaktmächte, auch durch diese Rechnung einen dik-ken Strich mdcht. Seite 2 * Nr. 147 * Freitag. 26. Mai !944 MARBURGEIt ZEITITNO Loyang in den Händen der japaner Die alte chincsische Kaiserstadt Tschungking entrissen dnb Tokio, 25. Mai Prontmaldungeo aui dar vordcrtten Linl« besagen, dafi nach dem Generaian-griff am Mittwoch Loyang in di« HAnda japanischer Heereaverbände qofallen ist. Ergmuend wiid gemeldet: Bald nach Baginn des Stuimea auf Lownq crobur-tan japanische Truppen am Mittwoch den nordlichon und westlichen Teil der befestigten SlaUt Dieser Anqrili au! Loyang wurde mit besonderer (Irschwin-cligkelt durchqnfuhrt, um den Feind an der Durch/iihriinq snnpr Politik dor versengten Lrdr /u hindern und liadurch diese kultuihistuiiscli bedoutsanu- dllt-Stadt so weitqclu'iui wie mogiicti vor den V'erwüstuiujen dps Krii'(jt^s zu bewahren. Der Feind wurde durch diese RchnGllen Maßnahmen in eine Ecke der Stadt gedrängt und wird tum schnell aus einer Straße nach der anderen verjagt. An diesem Angriff gegen Loyang nehmen auch Irische Elitoverbande, die in südlicher Richtung aus der Provinz Shansi und dann in östlicher Richtung längs des westlichen Abschnittes der Lunghal-Bahnstrecke vorruckten, teil. Eine »unüberwindliche Festung« Japanischer Stutzpunkt auf Formosa dnb Tokio, 25. Mai Dank seiner geographischen Lage ist das Generalgouvernement Taiwan (For-mosd) im Laute der Kntwicklung von Grof^ostasien mehr in den Vordergrund auch der strategischen Betrachtungen getreten. Der Plan des f'eindcs, die Zufahrtsstraßen zwischen dem japanischen Mutterland und dem Süden zu d\irch-•chneiden, gibt der Insel die Bedeutimg eines vorgelagerten Stutzpunktes im japanischen inneren Vorteidiguncfsgiirtcl. Die Insel ist dazu durdi ihre wertvollen Bodenschätze und die dort gewonnenen landwirtschaftlichen Produkte ein wichtiger wirtschaftlicher Bestandteil GroQ-Japana. In einer Konfereni zwischen dem Ge-neralgouvemeur der Insel und den beteiligten militärischen Stellen Ist Jetzt •in Verteidigungsplan für Taiwan ausge- arbeitet worden, demzufolge die Insel in eine unüberwmdbara Festung varwan' delt werden soll, vor allem in Hinsicht auf etwa zu erwartende starke faindliche Luftangriffe. Dftrilber hinaus wird die Selbstvarsorgung an Nahrungsmitteln und die völlige Umstellung der Industrie der Insel auf den Krieqseinsat? in kürzester Zeit durchgeführt werden. Japans Flotte Klar zum Austeilen tödlicher Schläge dnb Schanghai, 25 Mai Tojo% kürzliche Erklärung, .lapan sei heute materiell und peisonell besser ge-ruslet denn |c, träfe in vollem Umlange auch aul die japanische Flotte zu, erklärte der japanische Marinesprecher, Kapitän zur See, Hatsushima, am Dienstag. Welche verzweifelte Anstrengungen der Feind auch anstellen möge, ein wirksamer Angriff gegen das japanische Festland sei praktisch unmöglich. Die japanische Flotte liege klar zum Austeilen tödlicher Schläge. Kampf gilt dem anglo-amerikani-schen Einflufl dnb Schanghai, 25. Mai Die jetzigen Operationen in Honan bewiesen, daß die japanischen Streitkräfte nicht so sehr die Tschungkinger Herrschalt und die Tschungkinger Armeen bekämpften als vielmehr den englisch-amerikanischen Einiluß, der Tschung-king zu der irrigen Politik verleitete, erklärte der stellvertretende japanische Anneesprecher auf der Pressekonferenz am Dienstag, .fapans Feind sei nicht die chinesische Bevölkerung, sondern die Anglo-Amerlkan^r, deshalb entwickelte sich auch trotz der notwendigen militä-rischen Operationen immer mehr Freundschaft zwischen den japanischen Militärs und der chinesischen Bevölkerung. Als bemerkenswert an dem Honan-Feld-iiig sei weiterhin, wie der Sprecher ausführte, daß er die zunehmende Kampfkraft, die strategische Überlegenheit und die Beweglichkeit der Japanischen Streitkräfte gezeigt habe. Eingeständnis und Irrtum Bemerkenswerte Feststellung aus nordamerikanischem Mund« dnb Genf, 25. Mai Joseph Kennedy, der frühere USA-Rotschdftcr m Lomlou, hielt ii'.if einem Emplang der Schifldhitsgt^splhcholt eine Annpiache, in der er folrfonde bemerkenswerte Außeiungon mdchto: "Stalin hält in seinen Händen die Mdi hl für dm /ukünltige Gesidllung Eu-ropug und Asiejis. Die Antworten auf so lebenswichtige Fragen wie die amerikanische Stellung gegenüber anderen Ländern und die Geschwindigkeit der Wiederbelebung d^r NöchltriegswirtBchaft und de« sozialen Lebens werden nicht vom USA-Außenministerium oder vom Londoner Aufienministorium gegeben, sondern von Stalin <» ir Daß US.*\ und I nndon gea^^nOhe' Stalin no(.h sohl wcii.ij zu b(>sir'l!i'ii halben. Wissen wir. Wir nehmen d'^i-, E.i gostiind-nis Krnnedvs als BchlrttiniHKi (jern zur Kennluis. Aber er irrt suh dcth daim. daß Stalin alle Macht über Europa und Asien in Händen halte. In Europa hindert ihn daran das bisher unbozwungene nationdlsozialistische Deutschland und in Asien das ebenfalls unbezwungene Jiipan. Wenn das der alte Fuchs unter-«chläge, so hat er dafür seine Gründe, numlich die, Stalin «o zu schmeicheln, daß er zu weiteten Blutopfern bereit Ist. Man will ihn zu einer neuen Offensive reif machen, den was soll aus den Angloamerikanern werden, wenn Stalin sie hei ihren Absichten nicht unterstützt und weitere Millionen in das deutsche Feuer jagt? nie britische Admiralität anb nunmr»hr d'e Vrrliifitp hoim Untornanri de«; Zor-«tover« »Lnforey* unri dp« Kreuzer« »Spartan", wie «Dfiilv Teieqrnph^ berichtet. bekannt. Mit der »Laforev kamen 173 Besnt7iing'smitgl'pdei unti mit dem Kreuzer »Spartan« 66 um« Leben. Gelenkte Kriegsproduktion Die Grundlagen der nationalsozialistischen Wirtschaftsführung In diesen Tagen sind zehn Jahre verflossen, seit im nati(Hialsozi(ilistischen Deiitschldiul die Grutullcigon lür eine staatliche L.enkung der Produktion im Sinne der naliotiolsctZi.iiislischt'ii Wiit-schaltsfüluung geschaflen wunlon. Bereits einige Moiiiile iid< h der ^!dchler-groilung war klar zu erkennen, daß das junge nationalsozialistische R(>ich von Seiten der plutokratischeri und demokra-tisclien Wfltm.ichte wirischaiHieben Ein-• rigungen und Pressionen ausgesetzt sein würde, die es an einer selbständigen politischen CulvNicklung hindern sollten Es war deshalb eine der wichtigsten Voraussetzungen für Jegliche politische Selbständigkeit, daß sich Deutschland die wirtschrtitlirhe Unabhängigkeit schaffte. Verschiedene Maßnahmen auf wirtschaftlichem flebiete wurden in diesem Zii-sammenhjing eingeleitet, und zwar technischer. frtbrikatorischer und verwal-tungsmrißinr'r Natur. 7u den letzten gehörte das Geset? über den Verkehr mit industriellen Rohstoffen und Malbfabri- katen vom 22. Marz 1934. das den Relchs-wirtschaftsminisler ermächtigte, den Verkehr mit industriellen Rohstoffen und Halbfabrikaten zu üi)erwuchen und zu regeln und zu diesem Zwecke Uberwa-cliiingsstcllen für bestimmte Warenarten zu ei richten. Zuiidchst hatten die Überwachungsslellen die Aufgabe, die Einfuhr zu überwachen, um sie an die vitalen Bedürfnisse der Volksgemeinschaft anzupassen und itn Rahmen der Ausfuhr:nugiichkeiten zu halten. Die Einfuhr von Luxuswaren und solchen Waren, die im Inlande hergestellt werden konnten, mußte zugunsten von Rohstoffen für die weiterverarbeitende Industrie und sonstigen lebenswichtigen Dingen zurücktreten. Bs l&ßt sich denken, daß diese Einfuhrpoiitik den Demokraten, vor allem auch den USA ein Dorn ira Auge war. denn einerseits wollten «ie Deutschland mit amerikanischen Automobilen, Radiogeräten und sonstigen Dingen überschwemmen und uns andererseits in wirtschaftlicher I Abhängigkeit in bezug auf die lebensnotwendige Veraorgung halten. So führte die Immer stärker werdende Gegenwirkung der sich bereits damals als Feinde , abzeichnenden Plutokratien zu der Notwendigkeit eiues iinmar Walteren Auf-bauM dar Bewirtschaftung bla lur totalen Produktionslenkung War anfähgllch nur aln Teil des Wa-renverzeichnisset In die Tätigkeit der UberwAchungsstellen einbezogen, so wurde allmählich das ganze Gebiet der Einfuhr erfaßt. Das technische Mittel, dessen sich die Öberwachimg bediente, war die Devisenbescheinigung, ohne die der Importeur keine Zahlung an das Ausland leisten konnte. Die Devisenbescheinigung war zugleich Einkaufsgenehmigung. Die Überwachung hatte es auf diese Weise in der Hand, die Herkunft, die Qualität und die Menge der zugelassenen Einfuhr 7U bestimmen und zu regeln und nach den bestehenden Exportmöglichkeiten Deutschlands aus-zurichteo- Die Wut der USA-Plutokratie über di^se wachsende wirtschaftliche und politische Unabhängigkeit des Reiches wurde immer größer und führte schließlich zu einer Art Wirtschaftskrieg des Roosevelt-USA gegen das Reich. Lenkung als Ergänzung Der wirtschaftliche Aufschwung in Deutschland, die zunehmende Beschäftigimg der produktiven Wirfschaft, die Einrichtung des V|ev|ahresplans und die notwendig gewordene Aufrüstung zeigten bald, daß die Üljerwachung der Einfuhr allein nicht mehr genügte. Zu der Überwachung der Einfuhr mußte als Ergänzung die Lenkung ihrer Verwendung Irelrn. So wurde denn die Verbrauchsregelung eingeführt, woiaiis sich dann allmählich die Lenkung der Produktion entwickelte. Als der Krieg ausbrach, stand der Apparat, der es th-r Slaatsführillig ermöglichte, die Pro{iiiktion immer stärker und zuletzt totril auf die reinen i KriegsbedOrfnisse aus/urlchten. Im Vordergrund der Lenknngstätigkelt standen jetzt nicht mehr so lehr die Rohstolle, sondern der Bedarf an Rüsfungsmaterial und lonstigan Kriegserzeugnissen, so daß die Herttellungsanweisung zum wa-sentllchen Instrument für die Produktionslenkung wurd«. , Dar Abschlvfi darlotwlcklaag Den Abschluß dlasar ganzen Entwicklung bildete der Erlaß den Führers vom 2. September 1943, durch den die Einheit der Lenkung der gesamten Kriegsproduktion sichergestellt wird. Durch diesen Erlaß wurde das Produktionsministerium geschaffen, das ausschließlich für die Lenkung der industriellen Erzeugung, gleichgülitg, ob sie für den militärischen oder zivilen Sektor bestimmt ist, zuständig ist. Der Reichswirtschaffsminister behält alle anderen Führungsaufgaben in der Wirtschaft, einschließlich der Versorgung der zivilen Bevölkerung mit Gebrauchs- und Verbrauchsgütern und die Lenkung der Verteilung. Er steht Jetzt dem Produktionsminister als Fordernder gegenüber. Er meldet den für den zivilen Sektor bestimmten Bedarf an. Die Durchführung der Produktion Ist Sache des Produktionsministers. Er bestimmt nicht nur, was produziert wirij. sondern auch wo und wta produziert Wird, Für die Durchführung der Lenkungsaufgaben in der Rüstungsproduktion hat sich der Produktionsminister die Ausschüsse und Ringe aufgebaut, durch die die Initiative d«s Unlr^inehmers und Wirtschaftsführers in Selbstverwaltung und Selbsverantworlung eingeschaltet worden ist. Mit ihnen arbeiten die Reichsstellen, die über die Stoffe für die Produktion zu verfügen haben, zusain-men. So hat nach zehnjähriger Entwicklung die staatliche Führung unter stärkster Einschaltung eines verantwortungsfreudigen wirtschaftlichen Unternehmertums einen Produktionsapparaf zur Verfügung, der nach den wechselnden Anforderungen des Kriegsht:rtarfs Immer wieder von neuem ausgerichtet werden kann. Zensuren für die kleinen Staaten Churchill über die britische Erpresaerpolitik dnb Berlin, 25. Mal VAnston Churchill mußte zur Be uhi-gung dar öffentlichen Meinung voi dem britischen Unterhaus einen seit langotn angekündigten Überblick über die außenpolitische Lag«' England« geben. Seine Ausführungen zeichneten sich durch den gewohnten Phrasen eichturn und das Bemühen aus, allen akuten Problemen aus dem Wege zu gehen oder «ie durch nichtssagende Redensarten zu verschleiern. Mit einer Wichtigtuerei, die im umgekehrten Verhältni« zu de'- Machtstellung steht, die das britische Empire dank Churchills Katastrophenpolilik mehr und mehr verspielt, erteilte Churchill in überhsblicher und zynischer Sprache den neutralen und kleineren Nationen ZeQ6ui4to, wgb«i er ttJU lobt«, teils tadelte. In langatmigen Brflrterungan befaßte »Ich der Totengräber des englischen Weltreiches mit tlcn Br^ziehungen Englands zu den Völkern von donen er «ich mit Hilfe seinei Erpresse piditik d'e Foiderung seines Krieges verspricht. Dabei zeigte sich erneut das unve-hüllte Bestreben, fremde Völker ohne Rücksicht auf Ihre Lebensinteressen für die jüdisch-filutokratischen Ausbeutungezielo der Anglo-Ame-lkaner und ihrer bolschewistischen Verbündeten einzuspannen und bluten zu labsen. Doe die brilische Öffentlichkeit am «tä'-kfitpn beschäftigende Problem, niim-lich der wachsende Zerfall des Empire und d e Frage der Zukunft des brltl-flcl.en Weltreifhes erwähnte Churchill mit keinem Wort, Irrmerh'n miiHie er zugeben, daß die Empireko'iferen7, von der er sich einen neuen Autlriot) seiner v<»rbrerherischen Kriegspoli''k vprsp^o-chfljchtun-gen, dia England dem ehemaligaa Jugo-slüwien ur^ Polen gegeben hat, um den Krieg gegen Deutschland entfeweln iti können, wu'de von Churchill painlichst verschwiegen. Den sonst il»)!ichen Versuch, die At-lantik-Chürfa als den Mittelpunkt der billischen Außenpolitik hin/.ustellen, unterließ Churchill angesichts seiner wachsenden Abhängigkeit von Moskau Er hat eingesehen, daß auch mit dem phr,i6eireich«ten Wortschwall dieses Wahnqebilde nicht mehr zu verteidigen ist, da es an allen Ecken und Enden den Wünschen und Forderungen der Bol-schewisten widerRpricht. Zum Schluß stieß Churchill die dam deutschen Volke aus englischem Mund* gewohnten Vernichtungs- und Ausrot-tungsdiohungen aus und bestand erneut auf einer bwlingunnsloeen Kapitulation und 7«,-f:lücVe'uiin Deutschlands. In hohlen Sät/en vev^^)lr1ch ei ilüni englischen Volk die künftige Weltordiuing durch einen 'Wrltiaf« und ähnliche Phantasie-oebilr'e, n der Hoffnung, durch derartige Veifinrechungcn eine Verschleierung der plutokrat'sch-jüdisch-bolschewistischen Krieqsziele zu erreichen, in deren Dienst d;e Verbrecherpolitik Churchill« ge müde Hdtidbewegung. Das ist eine kut/.e Geschichte«, stigl er, ^>w'r verletitcn rlrimale nach llalien und flcKien riibei nach Afrika. Einmal wurde ich von meh i-ifn cng-liftchei) Jägern gejrt(|l uufi cii>ciesciu)t.6en. L'n*.ere Ma .(hine liel (irrifie in dir; I rüm-von einigen zu6aintHeii»Wie«o lotos Gleis? Was machet du denn hiei?' — »Fliiglehrerl Da« ist hier ein Verbandsführerlehrgang, und kh schule in Bhndllug. Kannst dir la vorstellen wie interessant das für mi( h i«t Mensch, wenn ich an die Zeiten dämal« denke, was wir da .illes tüi liUeies«ante Einsfilze geflogen sind, dann könnte Ich heulen, daß sie mu h so abgeschoben haben . .« Er starrt sinnend vor sich hm. Dann lächelt er »Weißt du noch, wie wir nach Charktw geflogen sind, und die Bolsche-wisten waren noch m der Stadt? Mensch, den Tag verciesse ich nie. Wir kommen angeralischt und sehen, daß sie in den Stralii n noch am Kämpfen sind. Und am Rand vom Plugplatv. «aßen auch noch die Sowjets. Mensch, was sind wir damals über dcis Em geschlitlert, als «ie nach der Landung anfingen, uns zu beharken. Und wie dann zwischen den Hallen plötzlich d e deutschen Panier auftauchten und die Wurzelmännor «tiftea glu-Ucn .. .t Damals, damals und weißt du nochl Wir verlieren uns in alte Erinnerungen und lassen gute und böse Tage wieder lebendig werden. Ja, das waren noch Zeiten. — »Und Oberleutnant K., den kennst du doch noch, t'er ist jetzt Haupt-in.inn. Den konnte» kein Mensch aus der Ruhe bringen. Damals am Kuban, als uns sowjetische Schlachtllugzeuge am Platz angriffen, da schreie ich; Herr Oberleutnant, die Wurzelniänner kommen, und da dreht er sich gar nicht um und inoint bloß, die wurden auch wieder abhauen. Ein sturer Mund war das In ^frika hat 6 ihn erwischt, no ziemlich komplizierte Vejwundung am Fuß. Aber ist wieder heil und schon lanc|e wieder bei der Gruppe. .. Wer weiß, wo die jetzt stecken! Bloß Ich sitze hiei rum und bringe den Jägern Blindfluq und durch die Wolken ziehen und so bei .,.« Er fichcnkt uns KaUee ein. »Hier nimm doch Keks, biüe«, sagte er, »hast du eine Zigarette da?« So sitzen wir gan^ gemütlich und plaudern weiter, und es ist erstaunlich, wieviel gemeinsame Erlebnisse und Bekannte man haben kann, auch wenn man nui wenige Wochen beisammen war. Aber plötzlich kommt Be-wegiin vnd Wltcheiammlnng Zur Spinnstoff-, Kleider- und WÄ«ch«-Mmmlung 1944 wird In Jedem Haushalt, te Llg«rn, Kallarn und Betriebar&umtan ilna Strange Musterung aller Splnnatoff-Torrita aua der Friedenszelt und den •raten Kriegsjahren abgehalten! Der Bedarf von Front und Heimat an Textilien •teigt an. Der Soldat an der Front braucht eine TweckmÄßlge Ausrüstung. Die Volltsgenoasen in der Heimat, die durch den Lufttterror alles verloren haben, müssen echnellstena mit dem Notwendigen versorgt werden, damit Ihre Arbeitskraft voll einsatzfähig ist. Dazu muß jeder mithelfen, der noch entbehrliche Spinnstoffe besitzt. Wer glaubt, jetzt noch Vorräte an Kleidung, Wäsche und Textilien für epätere »bessere Zeiten« horten zu müssen, denke daran, dflB nach dem Siege der Bestand an Kleidung, WSsche und Textilien aller Art schneJI wieder aufgefüllt werden kann, Front und Heimat brauchen jetzt alle Spinnstoffe, die ungenutzt eind! Jeder gibt das, was er an Spinnstoffen nicht mehr unbedingt brauchtl Jeder Volkegenoese gibt ohne Engherzigkeit seinen Beitrag zur Sicherung des Endsiege« durch seine freiwillige Spende zur Spinnstoff-, Wäsche- und Kleidersnmm-lung 1944, die noch bis 27. Mai dfluert. Abschlußfeier Appell an die BetrIcbsfUhrer und Arbeit-, geber Am Samctag, 37. Mai 1944, Hmlet um II INir TonnltUg Im HelmatbimiUtel, T*9»tthoff*tr«A« 5, di« Ab«ciilaBfii«r der Tage d«r tchaffendea Jug«ad «tatt Dl« ■•triaMlUirAr qpid Arbeiltgeb« w*rd«tt gebeten, tu T«ranlaflseii, daB •imtitch» Jungen und MAdeln von Industrie, Handel, Handwerk und Fremdenverkehr um 11 Uhr vormittag pünktlichst im Heimatbundeaal gestellt eind. Bei der Jugend zu Gast Elternabend Im Marbiirger Heimatbund-saal Aus Anlaß der „Worlie der schaffenden Jugend" fand am Dienstagabend Im Heimatbundsaal ein Elternabend, gestaltet durch die Deutsche Jugend des Bannes Marburg-Stadt, statt Jungen und Mädel, Pimpfe und Jungmädel zeigten Ausschnitte aus Ihrem Dienstbetrieb. Turnerische Vorführungen der Jungen gaben ein lebhaftes Bild von der sportlichen Arbeit, Bodenübungen wurden gezeigt, Übungen am hohen Tisch und lustige Kampfspiele. Volkstanz und Laienspielgruppen, das Bannorchester, •Ine Bläserkameradschaft und eine Singgruppe xelgten Ausschnitte aus der kulturellen Arbeit. Betonderi erfreute die Glste and Eitere das Stflck tod den „Zwei RebhAndeln" und der Bauent-schwank „Tch will auf den Klrtag reiten I" Auch ein gemeinsames Lied „Ein Srhifflein sah ich fahren" wurde gelernt und von Hon Eltern mit Begeisterung mitgesungen. * 80. Geburtstag. Heute, den 27. Mai, feiert der hieaige Hausbesitzer und ehemalig« Gastwirt Harr Max Stramlltech in voller geistiger und körperlicher Frische seinen 80. Geburtstag. D«r greif» Jubilar, deseen Gastwirtschaft vor Jahr-lehnten Treffpunkt der alten Marburger Bürgerschaft gewesen war, hat eich auch al« elfrifier Petrijünger und Mitarbeiter in der Forellenaufzucht zahlreiche Freundes- und Bekanntenkreise erworben, in denen sein unverwüstlicher Humor all-seite geschätzt wurde. Mögen dem strammen und aufrechten deutschen Mann noch viele Jahre eines zufriedenen Lebensabend« bpschieden sein. Beliall um die Musikgemeinschaft Wurz-Barbara. Schon seit vielen Jahren ist der Untersteirer ala ein musiklieben-des Völkrhen bekannt, da« nicht nur gernmuaikallscheGonüeae aufnimmt, sondern ite im gleichen regen Maße weitergibt und die Volksmusik im Unterland noch weiter zu festigen versucht. Diocem Bestreben ist vor nicht allzulnn-ger Zeit auch Wurz-Barbara nachgekommen, wo sich musikintereesierte Volksgenossen zu einer Muslkgemelnechaft zusammenschlössen, die kürzlich anläßlich ihre« ersten Auftretens den Belfnll der Zuhörer fand. Es Ist erstaunlich, wa« die wackeren Musikanten in der kurzen Zoit ihrer Proben schon alles qelernt haben und mit welch tiefem Verständnis sie eich selbst an schwierige Aiifqaben heranwaqen. Der Beifall, den sie anläßlich der Veranstaltung erhielten, war nicht nur ein Dank für ihr Bemühen sondern wird gleichfalls Ansporn sein, auch in der kommenden Zeit auf dem beschrit-tenen Wcqe weiterzugehen und den Volksgenossen von Wurz-Barbara und Umgebung noch manche schöne Stunde drr Volksmusik zu vermitteln. Es wird verdunkelt: von 22 bis 4 Uhr Die Deutsche Jugend im regen Wettbewerb Der Bann Cilli rüstet — Fahnen an weitere Formationen Das Strafianblld d«r altao ehrwürdigen Sannatadt wurd# am vergeng^n^n Samstag und Sonntag von untforml«r-tsn Jungen und Mädeln baherrscht, dl* aus allen Ortegruppen dea Kr«lMe Cllll aiujefahren kamen, um an dem kulturellen Wettstrelt der Bannführung CUll teilzunehmen. —• Der Widerhall, den dieser Wettfitreit In allen Einheiten des Kreises gefunden hatte, war erfreulich groß. Im Stadtpark, auf der Festwiese und auf allen Plätzen wurde gasungen, getankt und musiziert. Damit sollte der Bevölkerung die bishet geleistete volks-kulturelle Arbeit der Jugend aufgezeigt, gleichzeitig aber nuch diese wichtige und für die Rückvolkunq der untersfei-rischen Juqend so schwerwiegende Arbeit bis in das letzte Dorf getragen werden. Per Spielmannszug aus Wöllan und der Fanfarenzug Schönstein durchzogen am Samstag Abend mit klingendem Spiel die Gassen und Straßen und gaben so den Auftakt zum Festtag, der mit einer besinnlichen Stunde im Grafei-Saal eingeleitet wurde, Bannmädelführerin Elfriede Miklau begrüßte «He Erschienenen und begründete den Zweck des kulturellen Wettstreite«, welcher mit dieser Feierstunde eröffnet wird. Mit den deutschen Tänzen von Haydn, Mozart utvd Beethoven wurden die entzückende Mondelfensage von Ernst Zahn, mr recht bald wieder in ihrer Mitte ru bpqniPen, in Erfülliinq. Ins ^Tarhurger flaiikrankonhau« wurden eingebracht: R*»! der Arbeit vpr-letzlp sich den rechtpn Untersrhenkel der ?.2jähr'ge Arbeitpr Anton Tnmschp aus T^riinndorf bei Marburq, — i:>ie ^5-jährigo Flausbesitzerin Anna Hartinqpr aus drr TeqetthotfslraRe in Marburrj wurde in Wüdon an der rechten Ferse verletzt. Aus ötddt inicl Imnd Hofhenegg. Im Griukraiikeiihaiis in Cülli stall» Firiu Maria Zottl, Mit Frau 7.nftl verliert dip Ortsgruppe eine auf-rerhto deutsche Frau und Mutter. An der Beeidigung beteiligte sxh di« ga-Munte Bcvölkeroog das Morktas und der weltaran Umgebung. — Dei Führer das Stunnibume« Hochenegg, WM-Trupp-führer Adolf KowatscJi, heiratete d3« ehemalige Kindergärtnerin von Hoch-enegg, Kameradin Emmi Türk. — Der Sturm Hochenegg erhielt vom Bunde«-führer die Sturmfahne verliehen. Sie wurde im feierlichen Zuge eingeholt imd von der Bevölkerung am MarV'platz erwartet und mit dem deutschen GruB geehrt. — Bei der Aufstellung des Malbaum?« wirkte auch der Mannschaftsziig aus Dornbüchel mit. — .\nläßlirh ein^s großen Dienstappelles wurden 105 rot« ^1itqliedskarte^ des Steirischen Heimat-bundes ausgefolgt. Frnßlau. Die Spendenfieudiqkeit d^r Bewohner der Ortsgruppe Ftdßlau bezeugen folgende Zahlen: bei den Stra-ßensammlungen für das ^Vin^ürhilfswerk 1943'44 wu'-dcn 23250 1(1 RM hf\ d^n O])fersonnlatjen 16 0.'^3,?1 RM aufgebracht. Die Gaiisti aßenSHmmlunq prqal) das hi)he Ergobnif von 12 7ri3,0R RM unil die Agrarspentie Ifl02-1RM — .■Xn Wertgutsrheinen des Amtes Volk-swohlfahrt wurden an bedürftige Volksgenosse^n Wertgutscheine von 12 000 RM zur Verteilung gebracht. — Um allen Anforderungen In der Landwirtschaft gerecht ru werden und um mitzuhelfen, die HmSh-rungwschlachf siegreich zu beenden, wurden weitere lar.dwirtschaftlirhe Maschinen anqescbrifft die den Erfordernissen des Landvolkes weitgehendst Rechnung tragen und die Arbeit in der Landwirtschaft wesentlich erleicb'ein. — Die Obstbäume weisen eine B'iitenpracht auf, wie seit Jahren nicht, der Frühjnh'san-baii ist zum Großteil bestellt die Wintersaat steht wunderschön. Mies verspricht ©ine reiche Ernte ru geben und den Fleiß der Bauern mit vollen Scheunen zu lohnen Wlndlsfhlandsberg, An '^t'^lle f'rs dienstlich versetzten Oberlehrers Pg. Lukas hat Tg, Franz Waqner, ehemals Ortsgruppenführer in Franz, die Füh-rrmg der Ortsqrupne und qleichzeitig die Leitunq des Gemeinc'eamtes übernommen. Straß. TTbei die \rh('i'prfiage ^'on e nst und jetzt und dip genidlo Ldsunq des Arbeitslfisenproblems durch den Führer sprach Kreispropagandaleiter Badirskv. St. Georgen a Stlefing. Der Obrrqr-froite Karl S hönhachnr erhielt d-if eiserne Kreu7 II, Stadt und Land eine Schicksalsgemeinschaft Neue Wege in der Dorfzusammenarbeit Es ist noch nicht lange her, daß hier in Marburg der Aufruf zur freiwilligen Umguartierung erlassen wurde. Trotz der kurzen Zeit, in der jetzt unsere Mütter und F'rauen draußen am Lande leben, haben sie sich doch raubtergültig In die ländliche Umgebung eingefügt, die oft ganz andere Ansprüche stellt, als wir sie in der Stadt gewohnt sind. Jeder sowohl der Städter als wi« auch der Dörfler kann mit dazu beitragen eine echte Dorfgemeinschaft erstehen zu lassen. Die Lebeniverhältniss« in der Stadt und auf dem Lande lind nun einmal ver-■chleden und ohne richtige Anleitung kann es zu Mißverständnissen kommen, ohne daß der gegenseitige Wille dazu besteht. Es muß darum alles getan werden, um das dörfliche Gemeinschaftsgefühl nicht nur weiter zu stärken, sondern auch auf die vor dem Luftterror In Sicherheit gebrachten Volksgenossen auszudehnen. Voraussetzung dieses sicheren Gemeinschaftsgefühls ist der Wille, sich gegenseitig zu verstehen und den anderen Volksgenossen aus den besonderen Bedingungen seines Lebens und seiner Arbelt zu begreifen. Dieses Bewußtsein ist durch nichts besser zu erreichen als durch gemeinsame politische und kulturelle Veranstaltungen. Wir haben viele tausende Dörfer in Deutschland, deren Dorfgemeinschaftsleben so vorbildlich Ist, daß hier riicht nur von einer politischen, sondern auch einer hohen kulturellen Leistung gesprochen werden kann In solchen Dörfern gibt e« entsprechend eingerichtete Feierräum«, regelmäßige Feiarttunden, Musik* und Singabende, Werkabende, Filmstunden und was ähnlicher Veranstaltungen mehr sind.. Nicht überall sind die technischen Voraussetzungen größner Veranstaltungen gegeben. .\bci auch da, wo sie fehlen, ist es durchaus müqiich, ein Dorf-gemeinschaltsleben /u entwickeln. Das Amt Landvolk hat in gtoüem Rohmen entsprechende Richtlinien herausgegeben, so zB. für die Einrichtung der Dorfstuben. Dabei ist nicht an einen bestimmten Raum gedacht, sondern nur an ein regelmäßiges Zusammenkommen der Dorfgemeinscbaft, um die Feierabendstunden gemeinsam xu verbringen. Bei dieser Gelegenheit kann gespielt, gesungen, vorgelesen und vorgetragen werden; wer handwerkliche Fähigkeiten besitzt, kann sie hier auswirken lassen. Man sollte, wo es Irgend geht, aber auch die Hausmusik wieder pflegen. Es gibt auf vielen Dörfern noch gute volkstümliche Musik, so daß man sich hier nur Anregungen zu holen braucht. Vielleicht Ist es auch möglich, einmal ein kleines Orchester aus den Gliederun; gen der Partei auf das Dorf zu holen und daraus Interesse für die Musik-fiflege zu wecken. In manchen Dörfern hat man recht bemeikenswerte Erfolge mit Dichterlesungen erzielt, Man kann natürlich nicht die bedeutendsten Männer unserer Literatur auf jedes Dorf holen, aber es gibt überall Volksgenossen, die In der Lage sind, durch guten Vortrag den Hörern die Dichter und Schriftsteller nahezubringen. Von der Arbeit der Gaulilmstellen Ist viel gesprochen worden. Sie sind heute IM einem Bestandteil d«a dörlU- chen Lebens geworden. Darüber hinaus aber soll sich das Laien- und Puppenspiel mehr als bisher entwickeln Ei. gibt in Deutschland viele Dörfpr, die eine eigene Laienspiel- oder Puppenspiel gruppe haben. Was hier an kulturpllei .Arbeit geleistet n ird und an iler Si haf tung einer echten dörfliche« Lrben?i|e nieiiischaft, das ist nicht abzuschätzen Gerade diese Arhrit muß immer wieder aufgegriffen werden, weil in dieser Zeil auch die Volksgenossen aus der Stridt die zeitweise auf dem Dort eine Heimstätte gefunden haben, zur Mitarbeit herangezogen werden können. Wo dies geschah, haben diese sehr schnell die unterhaltenden Bequemlichkeiten der Großstadt vergessen und sich innciliih beglückt und befreit in das Doilgemriiv schaltsloben eingefügt. Die Dorfgemeinschaftsarbeit «'ehi heute nicht nur vor der Aufgabe der Betreuung des Dorfes seihst; ihr obliegt es vielmehr, Millionen Volksgenossen aus den Städten mitzubetreuen, ihnen das Leben des Landes verständlich zu machen und sie in den Kreislauf des ländlichen Daseins einzufügen. Wer dar. um heute an der kullurpllen Arbeit im Dorf mitarbeitet, muß sich sokher Verantwortung bewußt sein, er muß daraus die Erkenntnis schopleii, daß er jetzt seine ganze Kraft einzusetzen hat, um das Gesetz diesei Jahre zu erfüllen, Er darf nicht abseits stehen, sondern muß mitversuchen, diese sihwere Zeit schmerzlos und sn angenehm als möglic h zu überbrücken. Er muß daraus die Kenntnis schöpfen, daß er jetzt die ganze Kraft einzusetzen hat, um das Gesetz dieser Jahie zu erfüllen. Seite 4 # Nr. \A1 * Frciiag, 26 Mai 1944 MARBURGER ZEITUNG iillci ü\*lt Raubzii{^e einer Einbrecherbande L"«! Ijt' L' ts voi healidtti! arljeüst>Lh iie Ai-itdiin*'. Roiüiitl Siie lndch /ui Nuchr f\ , (I i \ LMciunhciimy ullfiti ticl - i) (cit'l.at lUi/l vun Üi(;l)esi)pnü:»-m Wird t/i (it'st hfiflsidden, lahciK-li<>i ku)» II ul ijjSLh.iUticr t:in. llitiiüci licion den laLc.n yiuiic Mengen Lebeiis-fnitlel dl!er Art, huuptbiichljch Butter, Fett. Teiqwaini, Zucker, Kdse und Fld-»■ henuEiii sowie Brotmarken für rund 30UJ kr] :ii tli;; Hand«?. Außerdem stahlen % c Ruiulfunkiir.rciic, St h fibmoschineii, Iv iK ki:, 54 ÜOO Zi^diellnii, Z- pa;i(M, Kdiichtobcik»' iiiul Bdrtfeld. Dos wurde im Si hlci(.lilidi\dnl zu Loorpi i'iaPii veikdiilt, I>d* Sondfirgenrht Wien vcrurteilta d»"!! gprt Roland Sire «Ii gefähr- lichen Gewohnh«iliivfrbr«cher zum To-ri», d.« libriqen Mitflnqeklagten je nnch Hpr Schwrrp ihrps Verbrpfhrns 7U «rht, «•»(hs, vipr und drpi .Irjhren Ziirhlhfitif%. liint Jdhre Zurhthiius für eine Feld-po^itdieliin. D p ,»us LpikJ im Kre s Zell <=»Tn Sco sUininif ndi' 37|3hviqr Annri Fromnicl hat'r vom Novpml>er 194.1 Iiis Mdrr in-44 )>oi der Roichspi.wl in Lin?., wo HtF lipsr w^ir, 7iihlrrirhn Postp ikrl|. hrrs Inhrilles, in^'isl T rihdkw.iIon, hrrtiiihi. Vor ilom Sotulpt-qprifhi Lin/ tjtilj si( ritsimf) rjowordfiner Artist 1*1. untpr RpriicksirhtiqMnq vprsrhirrjpnpr ^t'lf|prunqf.fp iindp /u liiiif JdhiPri Zuchthaus, Opfer der Rax. ^In 6 Frlirudr d. .1. tnhte pit) uiuipw«shnlich hpftiqpr Win-iprslurm, der zahlrpichpii Touristcii, d e s ch im Obict dor Rax unterwegs befanden, zum >'pThdnc|nis wurde. Nachdem bereits wcnigp Tcigp spätor drei LeichPn aus den Schneomaseen hallen qphorfjpn wrrdi'ti könnpn, wurden nun-nirbr auch üip Iptr.tcn Opipr, die der dd-maliqp Snnnidq qGlordert hdt, cuifgefun-den. Eft hatulpü sUh um die 21 Jahre flltp Gusii Schiiifller au^ Wim um den I.phrl n(| Aloi« Rusicka und um einen drillen Tnnristpn Has Miidrhnn und ihr liiiujpr Rpffipi'fir waien beim Aufstieg ul)pr den oberen Teil des WarhlhiiHel-kammweges in einon Schneesturm qera-t«n, hatten unter einer F chte Schutz gesucht und sind dann erfroren. Der dritte Toiiriit war auf dem Weg Tom Trlnk-«tein zum Ludwigshaui vom Wege abgekommen und dü'-ft? mit einem Srhnee-brett über den Pr»dlgt«tuhl abaestflrzf •«in. Die drei Teichen wurden von der Berqwarhtnrtsstellp Reichennu geborgen und ru Tal qpbr«cht. Der schwarze R Februar hat damit im Gebiete der Ra* »echn Todeiopfer gefordert, LltbMwahnilnn. Da fich «in« In Kal-tcnmerkt bii Geichwandt wohnende Prau weigerte, den RatichlSgen ihre« Liebhabers zu folgen und sich scheiden zu lasseri, «t'eß er schwere Drohungen aus. Ah der Mann der Frau abends aus -seinem Hausp t al, fieb^'n mehrere Schüs-sp die ihn iodl ih veilel/ten. Her Täter wurde kur/p Zeit <;pale' im LautJac.b-hac b mit e'nem 1 lerz^chiifl toi aufgefunden Fr hall'^ Sr!))fitmnril verübt WIRTSCHAFT UND SQZlALfOUTIX, Wieviel Menschen gibt es Europa umfaßt auf. einer Gesamtfläche von rund 11,4 MilL qkm. 531 Millionen Menschen Uie^vP Frage ist in einem Krieq, wie ('em qegeiiwdrtlnen, besonders aktuell. Ee zeigt «ich nun, daß die Bevölkerungsziffern der einzelnen Länder uml Erdteile oft )m umqpkehrten Verhältnis zu den Siedlungsräumen stehen. In kleinen Erdräumon wohnen oft mehr Menschen dis in großen. So betrug die Bevölkerung (Ins ruiul (i3.5 000 qkm großen Deiil-«iihe-1 Reiches im Jahre llt^iü 8li Millionen Meii«chcn. In dem nu bt viel kleineren Frankreich, da« 551 000 qkm um-f''ie, wohnten dagegen nur run<1 42 Millionen Franzosen und daru noch 1,7 Millionen DoutBche. Europa mit efner Gesamtfläche von rund 114 Mill. gkm hafte im Jahre 1916 rir,. nik-^rtinn von 453 Mill, Mpn-ftchen. Bis zum Jahre 1940 ndhm die Be-vuiKe uiH! Luoptis um rund 70 Mill. iiiif 5.11 Mill oneii /u. Cs entsp'acli dies einer Zunahme um etwa 15,2"'/. In A«5ien, das die (frößte Revölkerunq aufweist, lebten auf einer Cp"0. Afrika i«! (Pinpfien sehr dünn besiedelt, im Jahre 101 (i lebten in Afrika auf einer Gesanit-fl'iche vnn 30.,? Mill. gkm rund 130 Mill Vfenschen und 1940 161 MMlionen, wns einer Zunahme um rund gleich- kam. Oer nmerikanieche Kontinent, also nicht nur die Vereinigten Staaten allein sondern mit Einschlul^ Ibero-Amerikas und Mexikos, hatte im .fahre 1916 auf einer Fläche von 42,fl Mill. gkm eine Bevölkerung von 193 Mill, Menschen und 1940 eine solche von 277 Mill, Menschen. Die Zunahme der Bevölkerung auf dem amerikanischen Kontinent war mit rund 77'~f die größte seit dem Jahre 1916. Sie wurde rrefolgl von Australien und Oreanien. fl.e'" lebten fiuf einer Ge-fiamffläche von R.(i Nfill. gkm im Jahre lOlfi ruud R Mill. Menschen und 1940 etwa 'M'r iiT^hr, nämlich 11 Millionen Die Ziiniihine der Bevölkerung in einem bestimmten Zeitraum iti( aber ni'bt fliifischlagaebend für die Verhältnisse, die auf den einzelnen Kontinenten herrschen, Kontinente, die im Jahre 1916 schon überbevölkert waren, «ind durch den Zuwachs, der seitdem eingetreten ist, in eine noch prekärere Lage garaten. Diese Kontinerte eind Mepsrhnntiber-«chußcieb'Pte, die nach neuem Siedlungs-ratim suchen. Auf der anderen Seite ete hen Kontinente, die «elbflt nach der Zunahme der Bevölkerung seit 1916 noch eine whr geringe Siedlungsdichte haben. So urtnd Australien und Ozeanien die am dünnsten besiedelten Gebiete der Erde, Hier entfallen auf den qkm im Jahia 1940 nur 1,3 Einwohner. Der am dichtesten besiedelte Kontinent war im .fahre 19-10 dagegen Europa mit nicht weniger als 4(J .5 Menschen auf den gkm. An zweiter Stelle in c'er Res'edeUings-dichte fükilc 1940 A^ieii mit 28,7 Menschen auf den cfUm. fn weitem .Mustand erst folgte der amprikanische Kontinent mil fi ,'i Mpr^^^hen auf den gkm Fn Afrika » Reinemachen im Vogelnest Mpns( hrnk ndi''i tinrl Tipikindot haben »'ins (jemp'nsam r« danerl eine gonZ'' Weile, bi<; sie »^stubenrein sind. Und ebenso w e bei den Mcnsi hen die Mütter für absolute Sniibe'keit bei ihren Kle insten sorgen, tiin es fUich die Mütter im Tierreich, VogclnuiUer nehmen es dabi»i besonders genau. Mancher könnte sich fragen, wie eigentlich dp Neslreinhaltiing vor sich geht, da man kle ne Vtigel schlief^-lirh nicht in Wiiulrln p-nken kann Das N'pst wäre auch in kurze- Ze I ein Mist-haulen, wenn nichi die \'ogelmu!ioi immer wieder für Sauix^rkeit soi((cn \vü de Bei fast'allen Vögeln kann man die Rpobschtung machen, daß sie den Kot der Jungen lorgsam wegtragen, wenn es nicht geschieht, so muß d e« schon an einer besonders schwierigen . Nistlage liegen. Reiher, Störche nnd Raubvögel pflegen ihr »Geschmeiß« In wftilem Strahl über den flore^rand zu entleeren und «Sdloiuip die Jungen noi b sehr klein sind, wird der T'nral rbnrifalls 'über Bord< ffpworleii. ^ Tn den ersten Tagen nach dem Schlüpfen dei Jungen findet man häufig, daß die Eltern den Kot verschlucken, später fawen sie ihn mit dem Schnabel und tragen ihn fort, um Ihn außerhalb des Nestes fallen zu lassen Sehr streng erzogen werden Meisenkinder, von denen meistens gleich ein Dutzend im Nest sil/en. Nach der Fütterung sitzt die Vogelniiiltcr am Nesteingang und äuqt schall nach ihren Kindern Plötzlich checkt eins dur Kinder den After in die Möhe, und das Sichölfnen eines kleinen Federkranze« um der After zeigt dem .Mtvognl, daß sich gleich etwas begeben wl d. Nimmt die Mutter den heraus-trptenden Kotballen nicht sofort ab, so balanziert der kleine Vogel ihn noch geduldig ein Weilchen auf dem After, bi« die Last entfernt wird. bpl'ef sich d'e Bes edlungsdichte aul 5,8 Menschen Je qkm. Die Gebiete mit großen Zueammenballungen von Mensciien sind in Europi Mitteleuropa, in Asi«n Indien und Oitaiien, Im letzten halben Jahrhundert iit die Bevölkerungsdichte auch in den Vereinigten Staaten beträchtlich gcfilieqt'n. Völkerzusdmnien-ballungen sind aber immer Unruheherde, wie ^iich in det Geechlchte schon «o oft gezeigt hat. E« braucht in diesem Zusammenhang nur an die Völkerwanderung des frühen Mittelaltert, dis von den Qsrmanischen Völkern ausging, erinnert zu w«rden. Seit der Entdeckunq Amerikas' durc^» Columbue iit eine neue Völkerwanderung im Gange, deren Auswirkungen jetzt noch nicht zu Qbnrseheo sind. Dl« Wanderungen der ®iD^eln«n Völker-gruppen und Rassen brachten aber nicht nur Kriege, sondern auch UmwAlz.unqen in der Wirtschaft und ein Aufblühen der Kultur. Auch dieser Krieg ist nicht zuletzt eine Auswirkung der Überbevölkerung m einzslnen Gebieten dor Erde, so besonders in Europa und in Ostaeien, der zweifellos hätte vermieden werden können, wenn die plutokratischen Mächte, England und die Vereinigten StMteo die notweDdiqen Folgerungen aui dejr Geschichte gezogen hätten. Die verkannte Kleinbahn Die Kleinbahnen sind oft verkannt worden. Sie gelten als rückständig und wenig leistungsfähig und sind ein beliebtes Beispiel tü; die Humoristen d-er Fedor, dos Zeichenstifte« und cies Wortes. Ganz abgesehen davon, daß weite Gebiete de« flachen Landes, schöne CJp birgstaler und anmutige Heidesti ecken ob ihrer Abgelegenheit dem Verkehr nicht erschlossen worden wären, haben die Kleinbahnen in den jetzt lünf Krieqsjahren bewiesen, daf^ sie es an Leistungslähigkelt und Leistungswillen mit dem großen Bruder »Reichsbahn« sehr wohl aufnehmen können, S!e haben im vergangenen Jahre öl Millionen Gü-tpilonnen und 19t Millionen Personen belördert. Damit waren im Güter- und Pp'sonenverkehr ihre Leistungen um 117 bzw. 165 v, H. höher als 1933. Gegenüber dem Vorkriegsstand hat sich dor Personenverkehr mehr als verdoppelt. Diese Leistung-ssleigerung wird ganz deutlich, wenn mtin ddbei berücksichtigt, daß sie mit einem nur unbedeutend vermehrten Gefolgschaft-s'^lande ausgeführt worden ist. Auf df^n Kilometer Betriebs-länge kommen bei der Kleinbahn zwei Köpfe, bei der Reichsbahn 16 Köpfe. Be» der Kleinbahn ist der Schaffner eben Zugführer, Rangierer, Fahrkartenverkäu fer, Bahnhofvorstand, Stellwerksbeamter In einer Person. Die Arbelt der Gefolgschaft der Kleinbahnen verdient jede Anerkennung und »ie ist ihnen auch jetzt vom Reichsv«rkehi*minisler ausgesprochen worden. Es gibt derzeit 309 Kleinbahnen mit einer Länge von 10149 km. Sie dienen vor allem dem örtlichen Verkehr, Daneben gibt PS notli 130 Privateisenbahnen mit einer Länge von 4824 km. Auch die rd lOO gewerbsmäßig betriebenen Pri-vatanschluflbahnen, vor allem Hafenbahnen, gehören mit in die große Gruppe der nichtreichseiqenen Eisenbahnen. Da^j Ileinititland dpr Kleinbahnen ist Preußen, 95 v. H. aller Strecken liegen hier. Fa^t di« Hälfte von ihnen befindet sich in den fXitfiauen. Nahezu die Hälfte der Kleinbahnstrecken ist sclimnlspurir(. Vom Personenverkehr vei bleiben 57 V, H. unrl vom Giiteiverkehr 28 v. H. im Netz der Kleinbahnen, in den Kleinbahnen ist ein Gesamt-kapital von 57fl Millionen Reichsmark angelegt. Das eigentliche Gesellschafts-kapital beträgt 223 Millionen Reichsmark, von dein allein 23 v. H. vom Pieußi-sch^n Striat öiifgebracht wurden. Vielfach ist die Bnfriebttführung für mehrere Kleinbahnen in einer Hand zusartimen-gelaßt. Die Reichshahn selbst betreibt einige Kleinbahnen, auch die Gaue sind Kleinbfthnbetriebsführer. Daneben gibt e#i Kleinbflhnkonzerne». wie die Aktiengesellschaft lür Verkehrswesen, die etwa ein Drittel des gesamten Kleinbahnnetze« kontrolliert. Ihr gehören rwel eigene Bahnen, sie 1^ an fünfzig weiteren Bahnen finanziell beteiligt. E« Ist damit zu rechnen, daß die Kleinbahnen und Privatbahnen zu einem rechtlichen E nheitsbpgriff der Eisenbahnen de« öffentlichen Verkehrs vereinigt werden. Fragen dei Aualändereinsatzes Im Rahmen einer Gauarbeltitagmig der •teirischen Lagetführer in Graz sprach Reichsamtsleiter Mende über Fragen des AuiländereinHatze«, In großen Zügen entwarf er ein Bild der gegenwärtigen Arboitseinsatzlagc, die zur Autischöpfuug aller Mittel zwinge, um den Produktionsanlorderungen goreihl zu werden. Aus diesem Grunde seien nicht nur die voihaiidenen K alte der deutschün Volksgenossen, sondern auch die im Reich beschäftigten ausländischen Aibeitskräfte voll zum Einsatz zu bringen. Hierbt;! spiele eine ständige Cr-ziehungsarbpit eine wichtige Roilr. Mit Nachdruck betonte der Redne , daß jeder Deutsche heute nicht nur füi seine eigene Leistungsfähigkeit vevanlwortlich sei, sondern auch lür die gesamte Schaffenskraft der ihm füh ungsmäßig anvertrauten Arbeitskrälte. In seinen weiteren Ausführungen befaßte sich der Redner, mit den verantwortungsvollen Aufgaben, die den betrieblichen Unterführern hinsichtlich des Ausländereinsatz.Ps übertragen sind, und legte den Betriebsführern nahe, bei der Bestellung der Lagerfüh-er voinphmlich F^icharbetter auszuwählen. Filstverlänqenmg durch verzögerte Postzustellung. Es kann vorkommen, daß einer Prozeßpartei durch feindliche Gewalt odei sonstiqe« Kriecisaeschehen die Einhaltung einer Frlit unmöglich ge-macht ist In solchen Fällen ist nach der Schut^fverordnunq vom 4. 12. 1943 der Prozeßpartei die W^iedereinsetzung in den vorigen Stand auch gegenüber der Versäumunq solcher Fristen zu gewähren, bei denen nach den Verfahrunq«-qesetzen eine Wtedereineetzung nicht vorgesehen ist. Nach einer Reichsge-richt'spntscheldiirvq fordert der Sinn der Vorschrift, den Begriff de« Kriegsgeschehens weit zu fassen Bs sollen deshalb nicht nur unmittelbare Feindein-wirkiinqen darunter verstanden werden, sondern auch solche F.reiqnifi6e, die mittelbar auf folche oder auf die durch sie herbeigeführte Gesamtlage zurückzuführen sind Hierunter rechnen ■'uch besondere Stockiinqen und Verzftqeninqpn itn Pnstvpikrbr. Hierbei ist Pf qleirhqültlq, es sich um von .Angriffen direkt betroffene oder nnrlerr Orte dtir luftqefrihrde-ten Gebiple handelt. Eine andere Aiif-f^'^ssurn warn nicht im Sinne der aus praktischen Bedürfnissen heraus crfoirr-ten Renehing 'Spoi-r und Turnen Um den Aufstieg in dei Steiermark. Im Sporiqaii Steiermark um den Aufstieg in die steirischc riilibali-Gaukldsee bewerben sich in flin- und Rücksp elen drei Mdiinschaften Es sind dies BSG Bohnsrloil (Kre'sklasse Mur-Mürztal), BSG Westen CilH (Kreieklassp Untcrstei-ermark) und Sportgemeinschaft Grai (Krelsklasse Graz). Die Berliner TennltraelfterschAlteii werden an den Pfingsttaqen durchgeführt Die TischtennisroelsterechafteB sind fflr*dcn 10. und II Juni vorgeeehen. Der Flugbail setzt sich durch Um das Embleme-des Bergdixektor:> Dipl.-lng. Köller Da« «portfreudige Trif^ll will auch in diecem Jahr das Pfiogetfeet nicht ohne Sportveranstaltungen verklingen lassen. Für Sonntag, den 28. Mdi, ist ein umfangreiches Wettspielprogrdmm vorgesehen, das mit dem Fußball-Ruiid'Sp el um das im Jahre 1942 von Betriebsfüh-rer Berqdirektor Dipl.-lng. Köller gestiftete Embleme eingeleitet wird. Als Gegner treten drei Betriebemannschaften an, die nach dam Punktsyatem um die Trophäe kämpfen werden. Das Rundspiel begännt um 14,30 Uhr. Die Spiele gehen über je zweimal 15 Minuten. Im Anschluß an das Turnier um tü,30 Uhr stehen sich die BSG Trif(iil und die BSG Graz-Köflacher in einem Freundschdfts-•piel gegenüber. In den Pausen sowie vor unid nach dem Wetlkampfprogramm koniertiert die Bergkapelle. Ee unterliegt kcineoD Zweifel, da5 auch diese Spiele eine reich« tportliche Auslese bieten werden. i Fußballrundspiel in Trifail Rapid Mdrburg hat eine neue Abteilung gegiündet, die »lich dusschließlich dein Flugballspiel widmen Will, Die ersten Übungen ztJigten ganz eindeutig, ddß Marburg über hervorragendes Spie-lernialerial verlügL, Sowohl die Mäniier-als auch die Frauenabteilungen lieferten Sich bereits anregende Kämpfe, die überdurchschnittliches Niveau verrieten. — Die Übungsspiele finden nunmehr jeden Montag, Mittwoch und Freitag zwischen 19 und 21 Uhr im Marburger Rap'dsla-dion statt; efngeladen «Incl alle Sportkameraden und -kamoradiiinen, natürlich auch Anfänger bzw. Anfäniserinnen. Das hellenische Olympia-Ideal In der Aula der Athener Universität sprach auf Einladung des griechischen Kulturminlsteriums der Direktor des internationalen Olympischen Institut- in Berlin, Dr. Carl Diem. Er führte aus, daß die antiken Olympischen Spiele tn einer kriegerischen Zeit geschaffen wurden und das kämpferische soldatische Moment gab ihnen das charakterlBtischo Gepräge. Ihr Ziel war die Heranbildung einer gestählten und harten Jugend, die gegen den Schmerz unemplindlich, soldatische Tucjenden bewies. In kurzen Zügen zeigte Dr. Diem die Entwickhing der Olympischen Spiele in Europa mit den drei Marksteinen und Höhepunkten in den Spielen der Jahre 1896, 1906 und 1936, Er hob aus der geiamten europäischen Entwicklung besonders den deutschen Einfluß und Anteil hervor, der vor allem auf den zahlreichen geistigen Beziehungen Deutschlands zu Griechenland und des deutschen hellenischen Geistes fußt. Zahlreiche deutsche und griechische Zuhörer dankten dem Redner für seine klaren Ausführungen. * Nach Mlihrigar Paus« wurde das traditionelle Sumo-RlngkamptturnieT, eine« der größten Ereignisse im latt. Apropos, Brenka! Ein Weiß- I kirchener Grenzer versorgte das Haiipt-{(uartier aus dem feindlichen Raum heraus mit Kunrischaftsmeldungen — sie haben ihn dafür ermordet —, und er berichtete unler anderem E nzellieiten über die Vergangenheit des Brenka. Dieser wurde vom Gcwpodai Mavrogheni schon VOI jührcn planmäßig als Spaltpilz türs Bdnat gcv.üihlel. Es soll gar k<-in Ru-niäiie sein, Soiut' Schlagworte vom 1 e-beii Volk sind «iunipffji.isgefülltu Gaukcl-bld'jen,« l^er Kaiser wendet sich an Inunenhoff-»Man sagt, daß er L'ebe zum Banat im Herzen hätschelt, Graf. Ich will, daß mein Knmeraldienst fent zugieift, die auf den Kopf gefallenen Dinge auf die Füße, aber auf starke, ziirückzustülpen. Komm El null, und Er, Raron Cappaun, auch' Ihm, heiliger Mann, danke ich einstweilen.c Sie gehen zu dritt im verheerten Dorf lange auf und ab, ¥ Um Mitternacht schwebte Spuk durch das Mondlicht auf dem Weg der in VVer-gchetz zur Heiligen-Kreuz-Kapelle unter dem Wohrturm anstieg Er war in lange, weiße (jewänder eincieliüllt, ein zweites Gespenst trug gar seinen Kopt in der Hand; aus dessen Augenhöhlen glühte rotes Licht, Dahinter kftm ein vierbeinige« Untieri es wackelte In grausigster Weise mit den scheußlichen Gliedmaßen An der Kapelleiiwand gelehnt, lümmelte ein Wachposten, zehn, zwölf wa-lachische Rebellen hockten am Boden um ein Hirtenfeuer herum, ■iVai do niine! kreischte der Postou auf, dir Gefährten schneltlen empor (|cifflen entgeistert nach der Erscheinung, «o sich näherte, und nahmen Reißaus. Bloß , ta.43 Uht ESPLANADE Ab Prellag, den 28. Mal — der Film: Gefährlicher Frühlinf{ Ein Ufa-Filra mit Olga Tschechowa, Sleglrled Irauer Wlnale Markut, Paul Dahlke und Prtti Wagner. ~ Mustki Lothar Bruhn«. Fflr JugaadUcha iinler U Jahrea alrhl lagelaiieal Lichtspiele Brtinndorf DI« VorBlellungsn beginnen: Monta(| bt« Preltnq Ifl.IS Uhr, Samstag 17, 19,15 Uhr. Sotintan 14.H0. 17j_19 45 Uhr Praltag, M., Saailag, 2?. und Soantag, 2f. Mal Mädchenpensionat Pttr Jugaadlirhe lugelaaieal Von Moalag, 3f. bii Daaaantag, 1. Janl r Ein Wfnunjijsloser Fall PBr iagaadllrh« alclil xugelatienl Am PflngMmontag i)nd auch d r a t Vortlaltunganl Burg-Lichtspiele Cüli Achlungl Ab Freitag, 26. Mal 11144 neue Spleliellans WochenUgi um |ü und 20.30 Ul.i, Sunn- und l'eiar. tdgi um Ii JO, 18 uqU 20,15 Uhr VoB Frellag, 21. Mal bis Montag, 5. Jual »Akrobat 8chö'öeö>n . . .« j tharile BIvei, Clara Tabndy, Karl Sch&nbSck und Prili Kamper*. — Ein heiterer Film vom Virieti voller Komik, Witz, Tanz, Musik und groletk verkleideter Lebensweiihelt PBr Jugendl^c^e alrlil lugelaaient Metropol-Lichtspieie CUli Splehelt! W 17,30 u. 20 Uhri S 16, 18.30 u. 20.45 Uhr VoB Frellag, 21. Maf bis Montag, S. Janl In flaf{ranti Ein Bavarla.Pilra uiit Ferdinand Marian, Margot Hlel-(char, Oikar SIma, Frllt Kämpen, Lltil HoUicbuh und Jane rilden. — ürehbuLh: Ernst Mariichlia. — Mualk: Pete; Kreudei. Spielleitunq! Huns Schwelkart. Für Jugendliche unter 14 Jahren alchl tugeUiieal Lichtspieltheater Gurkfeld Von Freitag, 21. bii Moalag, 29. Mal Lumpacivaftabundus Ein Lustspiel mit Paul HArblger, Heim KUaann, Hanl Holl. Hilde Kral u. a. FQr Jugendliche zugelassen! Sonntag. 28 und Montaq, 29. Mal der Mirctaendlm TISCHLEIN DECK DICH Tonlichtspiele Deutsches Haus P e 11 a u Freitag, 21. um 1«) 4S Uhr, Samstag, 27. um 17,30 imd 19.45 Uhr. Sonntag, 28. um 15, 17 .10 und 19,45 Uhr. Moatag. 2». Mal um 15, t7 30 und 19.45 Uhr Reisebekanntschaft Mit Hanl Moser, Ellrlede Datilg und Lli«l flolischuh. Für Jugetidlicha lugelaiteal Ton-Lichtspiele Stadttheater P e I ( a u Splehaltr w 17 l9.iV Uhr, S 14.30. 17 19.4■^ Uhi Freitag. 2«.. Samstag. 27., Sonntag. 2»,. Montag, 28. Mal Hell PInkenzeller, Hans Nlolsen, Wollgang Luksrliy und Hau* lelbelt In der ernst-heiteren Komödie: Ich werde dich auf Händen trai^en FOr Jugendliche alrbl rugelassenl Lichtspieltheater Trilail Von Freilag, 28. bl« Monlag, 29. Mal Die keusche Sünderin Ein Bnvnria-FilTTi mit Joe SIflckel. Cllta Aulinger, Karl Skraup, Gabriele RrlsnUtler uaw. — Splellet* tungs Jon .Stöckel. — Muslkt Hans Dlrnbammei, Von Freitag, 26 bis Montag, 29. Mai HEINZELMÄNNCHEN Filmtheater Tüffer Tel 2* Splehelti yyp 17.30, 19.45 Uhri So 15, 17.30, 19.45 Uhr Von FrelUg, 28. bis Montag, 29. Mal ft-JT UNSER GROSSES PFINGSTPROGRAMM Postillion im Hochzeitsrock Pflr Jugenritlche rugelassenl Fraltaij. Samstag, Sonntag und Montag, täglich um IS Uhr, Sonntaq ind Monlag niirli um 10 Uhr vorm, Mlrihenvorsleliung ..RUMPELSTILZCHEN" X Amtliche Bekanntmachungen A nsMi Edikt cur Einberufung unbekannter Erben Dl« Korandln MAJUA MAUNZ, gab. $m 30. April IM In Pratfwald, Nled«rdorf 32, ala «hailch« Tocht«r dar Ehalsut« Andres« und Maria Marlsi, loletxl wohnhaft In OroB-Mannt-btirg, Krelaalterahaim, iat am IS. Oktober 1942 da«elb«t geetor*' ben und hat keine letztwllliqe Anordnung hinterioaeen. Ob außer dem erbl. Neffen Andreaa Marlni, Gastwirt In Rohitach Nr. II, noch andere gesetzliche Erben vorhanden »ind, ist dem Gerichte nicht bekannt. Wer auf die Verlaasen-»chaft Anspruch erheben will, hat die« binnen einem halben Jahre von heute an, den al« GerichtebeauflrBqten im Verlawe nach der Kurandin Maria Marini, bestellten vom Chef der Zivilverwaltunq beauftraqten Notar, Herrn Giemen« Coli in Cilll, Spitalqa«6e 2, mitzuteilen und «ein Erbrecht nachzu-weiaen. Nach Ablauf der Frist, wird die Verlaseenachaft an die Erben, welche ihre Ansprüche au«qewie«en haben, her-ausqeqeben. 2562 GERICHT CILLI, den 21. Mai 1944. SAAL der VOiLKSBlLDUNGSSTÄTTH — Domplati 17, haut«, d«n n. Mal 1944. wm 19.30 Uhr, PrimrltR« l>r. A. Saataan Dtp Huf Rocii dem Rinde Ursachen der Kinderlosigkeit. Möglichkeit und Grenzen der Ärztlichen Kunat. Der Vortrag wird durch Pro)ektlon Ton Röntgenbildern anachaulicii qemacht! Nur fOr Frauen und Arzte! Mit Hörerkarte 0,70 RM, ohne Hörerkarte 1. RM. 2574 Herbet für das Deutsche Rote Hreuz! durch dla »Marburgei rammen Anzeigen ZeUung. weiteste VerbieH,rna Jeder BetriebsHihrer soll das Verordnungs- u. Amtsblatt des Chefs der Zivilvetwaltuag In dei Unter-■teiermark lasen Hü< Scbwar traf uns dl« noch unfaßbar« Nachricht, daß unser herzensguter Gatte, Vater, Neff«, Schwiegersohn und Schwager, Herr Viktor Cilenschek am Mittwoch, den 24, Mal 1944 im Einiata beim Roten Kreuz gefallen ist. Ruhe sanft in kiihler Erdel Da« Begräbnis findet am Samstag, den 27. Mal, nachmittags, am Heldonfriedhofe «idtt. Clin, den 25. Mai 1944. In tiefer Trauer; Albln« Cilenschek, Gattini Alexandra, Töchtercheni Joseflne Cilenschek und Mltzl Moschina, Tanteni Franz und Luzia Kotoschek, Schwiegerelterni Konrad Kotoschek, Schwager) Justine Kotoschek, Schwägerini Familie Hemzt. feSi TP Hart und schwer traf uns die traurige Nachricht, daß unser lieber Sohn und Bruder Johann Dernulowetz Gefreiter Im 20. Lebensjahre am 17. April 194.1 an der Ostfront den Heldentod fand, Ruhe, lieber Johann, fem von Deiner qelich-ten Heimat in fremder Erde. Du wirst in unseren Herzen weiterleben. F r an z, den 24, Mai 1944. Johann und Helene Dernulowetz, Elterni Anna, Fannl, Johanna, Edl, Valentin, Maria, Vera, Leopold und Maxlmlliau, Geschwister. Unerwartet erhielten wir die traurige Nach- rieht, daß unser Sohn und Bruder Johann Michitsch ^^-Slurmmann am 29. MSn 1944, getreu «einem Fahneneide, Im 24. Lebenslahr für Führer, Volk und Großdeutschland «ein Leben qab. 2ö64 Ratschach, den 25. Mai 1944, In tiefster Trauer: JOSEF und ROSI, Eltern; FRANZ, MARIA, HUBERT und RÜDIGER, ' Geschwister. Danksagung Für die vieien Beweise herzlicher Anteilnahme an dem schmerzlichen Verluste meine« in-niqstqeliebten Mannet, bzw. Vnter«, Schwan«'*». Onkels usw., des Herrn JOHANN PLOCHL, Tischlermeister, sprechen wir allen unseren tiefsten Dank ans. Insbesondere danken wir für die zahlreiche Anteilnahme am letzten Weqe unseres teuren Unvergeßlichen, für die vielen Kranz- und Blumenfipenden von selten des Betriebspersonals, der vielen Kameraden und der Technischen Ndt-hijfe. 4152 Marburq-Dr., den 25. Mal 1944, ANNA PLOCHL, Gattin und Kinder, im Namen aller Verwandten. Steirischer Heimatbund Kralsfflhrtttg M«rbnrg-St«dt — ArbaitspoUtlsch«« Amt Achtung, Betriebsfiihrer! Im Rnhmsa d«r »Tag« d«r tchaffsadan Jugaod« ftnd«t am Fraltag, d«D M. Mal, um 20 Uhr, Im Heimat-bundsaal, TAgetthoffstral^« 5, sin« BBtFilibsfülipeFyminlung statt. Betriebsfiihrer att« allen Berufsgruppen haben an dieser Versammlung teilzunehmen. Am Samstag, den 27, Mai, findet im Heimathundsaal, um 10 Uhr vormittag, die AbschUißfeiar mit gleich-zeitigsr Preisverteilung an die Jugendlichen statt. An dieser Feier «ollen alle Jungens wie Mädels — gleichgültig, ob Lehrling oder Jungarbeite^ihnenl — mit ihrem Betriebsführer teilnehmen und rechtzeitig vom selben freigegeben werden. Der Krelsamt«l«it«r des A. P. A. Marbury-Stadt; g«>. NIEDER, SA-Sturmfühi«r. I>«T Pühr«T d«i Bann«« Marlnirg-Stadtt g«x. STURM, Bftnnführ«r. Stellengesuche Bürokraft, .Anfängtrin, «ucht passend« Stall«, hab« «in« 3-jihrig« Handel««chul« m Wlan be«ucbt, kann p«(l»kt Ma«chi]i-«chreib«n, «tw«« Slanoaraphia und Buchhaltung. Zuschr, «ntar >Handel««chu1e< an di« »M. Z.« ______________4134-5 Kellnerin, tüchtig, gut« Rcchre-rln, sucht Stelle per sofort od«r später. Adresse in der M Z. 4046-5 Offene Stellen Die Einstellung von Arbelt«-krälten ist an die Zustimmung dc<« zuständigen Arbeitsamtes gebunden. Kleiner Anzeiger Zu Terkaufen Ticf«r Kinderwagen, noch sehr gut erhalten, wird tum Preis« von 150 RM verkauft, Anzufr. am Fraltag Nachmittag. • Adr. in dar »M. Z.f. 4133-3 Zu kaufen gesucht Dauerwellenapparat sowie Föhn zu knulen gesucht, Ar-thur-Mally-Gasse 30, Friseursalon Drlewltsch. 4111-4 Guter, dre««ierter Jagdhund zu kaufen gesucht. Antr. an J. Sernz Gastwirt, Leonhard i. d. ________ _ ___''t_4^4 50 m* Bretter, Picht« od Tanne, für höchste Einstufung, werden gesucht Eilanqebot an die »M. Z.«i, unter »2573^____ 257.3-4 Ich kaufe ständig Bflcher jeder Art, auch größere Bibliotheken, alte Atlanten u. Landkarten zu angeme«6enen Preisen. Anqeb. erbeten an Buchhandlung Frlck, Wien 1., Graben 27 1006-4 ' Batterieempfänger, 3—4 Röhran, zu kaufen gesucht, Kolle Johann, Lindenkogel, P. Planken-stein. . -4 Wolfshund wird dringend zu kaufen gesucht' Anlr, bei der Bewarhunqsnesellschdft, Marburq-Dr.. Herrenqüsse 43. 404.1-4 ANZEIGEM- SCHALTER der M. Z. und des St. Gospodar durchgehend von bis Uki geöffnet Anzeigenschluss für die nächste Nummer 14 Uhi Dringende Todesanzeigen 16Uhi Brave, fleißige Hausmelstcr-leule, die Freude zur Gartenarbeit haben, werden zum Pn-stenwechspi gesucht! - Npttei Zimmer und Küche. Villa ßprq, Luthergdsse 15 4156-6 Zwei Lehrlunaen werden sofort aufgenoromsT) — Rnnner Konrad, Gärtnerei, Marburg- _Gornikqaase 7. 4129-B Knnzlelkraft, gute Maschinen-schreiberin und Bndekontroilor für die Saison bis 1. Oktober gesucht. Kuranstalt, Bad Ra dein«, 2544-6 Buchhi]lter|in| mit der Ruff-Buchhjllunn (Durrhschreibe) vertraut, wird für Großhandlung qesucht. Antr unter »Selbständig 4082« an die »M Z,«. ____ 4082^ Zur Laqerlührunq u, zur Füh-runq der Bezuqsschelnkartei wird bewanderte Kraft qesucht, ev. auch Anfänqerilnl Anträg« unter »LaqerbuchhBlterlin)« an die »M. Z.«. 4081-« Kanzleiaulräumerln wird dringend qpsiicht! Aniragen bei 41-6 Lehrmüdchen und Lehr)tirig« werden aufgenommen bei Franz L.ach, Herren- und Damenfri-sours.ilon. Perkostraße 17, Mftr-burq-Drau. 40S3-Ö Zu mieten j^esucht Leeres oder möb Zimmer mit Badebenütziinq ab 1, Juli von Akademiker gesucht, Adrps^^e in der Z.«. 41,57 8 Früulein m Nähmdschine ■surht Zimmer irn Innern der S'atlL -Zuschr au die »M. Z.«, unter »Nähmaschine«. 4145-8 Möbliertes Zimmer sucht älterer Heir, der wenig zuhause ist, da ständig auswärts. Angebot« unter »Graz J. G.- an die xM. Z.«. 4088-8 Hprr sucht nihige«, möhlieric»« Zimmer in der Stadtmi'!-^ 7nni 1. Juni 1'<44. Wäsi.hr vnrhjn-den. Angebote unter ^4057' nn die M. Z 4057-8 Heirat Hart und schwer traf un« die traurige Nachricht, ddfi unser unvergeßlicher und herzensguter Sohn und Bruder Franz Petek Cefreiler In einem Pan/er-Gren.-Req., Jnhaber de« E. K. II, Verwundetenabzeichens und Panzerkampfabzeichens am 14 April 1944, an der Ostfront, im 20. Lebensjahre, sein junges, hoffnunqsvollt^s Lehen gelassen hat. Unser lieber Franzi Hegt fp,rn der Heimat in fremder Erde, doch in unseren Herzen wird er unvergessen bleiben! 25.53 Kleinsonntaq — Aqrarn — Kreuzwald, Stainztal, im Mai 1944. In tiefster Trauer: Maria Petek, Mutter; Eduard, t. Zt. im Felde. Bruderi Cliristina, Mimlka, Elisabeth, Amalia, Martha, Schwestern; Alois Kosia und Anton Slainko, Schwägeri Martin Sodelz, Großvater; Familien: Sodetz, Srhu-men, Rep und Marinitsch, sowie alle Bekannten Maler sucht zw. Fhe eine I e-1 bcnsqefdiirtin im .M'i'r von 20 j bis 30 Jahren, gute Köchin, j von Umgebung Ciiii, - Zusrhr. unter »Treue - an dte »M. Z CiUi^, _25.j2-12 Maschinen-Schlosser, qp*ichip-den, wünscht zwecks Lhe Bekanntschaft mit netter Frau oder Fräulein 25—.'■lO ,Iahie. Bild erwünscht, wird retour-niert. Zusciiriften unter »Mein ' Frühlingstraum« an die C'.e-! schattüslelle d. M Z., Pettaii. i 2543-12 ! Funde und Verluste . Junge Bulldogge zugelaufen u. I ist abzuholen .^dr in der «M. i _ _ _41.59-1_3 i Führerschein für Kraftlahrer, 1 lautend aul Josef Gobrowctz, * in Marburg verloren. .■Xbzu-gelien in der » M. Z.« 41b8-13 Betrübt geben wir die traurige Nachricht, daß uns unsere liebe Mutter, Groß- und Urgroßmutter, Frau Anna Kummer im Alter von 86 Jahren, am Mittwoch, den 24. Mal 1944, um 14 Uhr, für immer verlassen hat. Die «Beerdigung findet am Freitaq, den 26. Mai 1944, um 15.30 Uhr, Städtischen Friedhofe in Drauweiler statt. 4153 Marburq-Dr,, Wien, Salzburg, am 25. Mai 1944. In tiefer Trauer: Familien: 4153 BENKITSCH, KUMMER. MARINITSCH und MACH. I Verschiedenes •Abqänqlql Junqe, 15—16 Jahr« I alt, mittelgroß, rotblond, qutij« ' .\u6«ehen mit qrau gostreilter ' langer H(>*.e, schwarzem Rock, heißt Mdiian Goltschman. — j Hvent. Mitteilung bitte an .^nnt ! Petek Steinberg, Polenzi Nr. 3, j Post: Strassdu bei Pettau •— I !^oiejmdj_k.____41b2-M R ' Damenbadekoslüm, srhön, echte Wolle, tausche gegen Da-menregenschirm. Anzufragen bei Tscheppe, Havdngüssp 85. Brunndorf, von 12 bis 14 Uhr. __4HlvU Dunkelblaues Kostüm, sehr gut eihalten, tausche für Schubladekasten, 3—4 Laden. Zuschr. an die »M. Z.«. unter »Kostüm« __ _ 4151-14 Gute Kon/ertzÜher tausi he gegen gutrrhaltene Nähmaschin« mit Weitausgleich! Brunndurf, Ziotengasse 18-1, heim Ramd-platz. 4139-14 Tiuisthe guterhaltenes Herren-falirrdd und Kolferqrdinmophon mit Platten gegen Schreibmaschine \dressp in der Z» 4120-U Taschen- oder .\Tmbanduhr wird gegen Herren- oder Damen-Fahrrad getauscht Anschrift' Arthur-Mally-Straft« 30, Friteuiaialon, 4110-14 Richard Wagner und die Zahl 13 Des öfterpn WKcl-e ddraul hinqewiesen, welchR Rolle die Zohl 13 für «ich allein cKler versleckt Ith Schaffen und im Leben Richard VV (jnpr« spielte. In Friedrich Kranichs qroßem Werk »Bühnentechnik der Cfqenwart findet sich eine iim-fanqreichpre Ziifiammenätetiunq dieser Dreizehner. Sie dürfte der Allgemeinheit weniqer bekannt sein, da Kranich« Daiwtellunq kaum über die Fachkreise hinaus gelesen wird. Kranich führt an: Waqner ist geboren ISn, die Ziffernsiunme und die be-iden letzten Stellen der J«hrzahl ergehen 13. »Richard Wagner« hat 13 Buchstaben, er war 13 Jahre in der Verbannung, 13 Jahre mit Cosima verheiratet und starb am 13. Februar 18R3 (erste und letzte Stelle der JahrzflhI: 13. Einen Monat vorher, am 13 Januar lfl83 besurhte i'hn sein Schwiegervater Franz Liszt 7um letztenmal. Der letzte Tag, den Wagner In Bayreuth verlebt hat, war der 13. September 1882. Die er«te Anrenunq zu eigenem Schaffen empfing er in der Dresdner »Frpt6chütz«-Aiifführung vom 13, Okiober 182fi (26 — 2x13). Er hat 13 Bühnenwerke qefschaffen und 13 Tiere auf die Bühne gebracht. Seine Lauf-Ivihn als Kapellmeister begann Waqner am R'gaer Stadttieater, das am 13, Sep-tMnber lfl37 eröffnet wurde» dl« «rate nnd dritte Stelle difwer Jahrzahl ergibt gledchfalls 13. Der »Tannhäuser« wurde vollendet am 13. April 1844, die Pariser Er«lnuffOhrunar ö«terrel-cWsche Wagner-Urauffflhrung, ein »Tann-hÄi»er« im Jahre 1854 (8 + 5 := 13), »Rlenrif am 13. November 1865 (8 4-5). »Tristan« 1804 (9-^4) und der »Parzi-▼alt 19,30 (7iffem«uinime 13). Wer «ic^i (B« Mühe nähme, könnte diese« Spdel um eine Reihe solcher Fälle vermehren) sicher i^t iPdenfaH«, daß die Zahl 13 bei Wagner eine außergewöhnliche Rolle gespielt hat. Dr. O. J. Die Volksbücherei der Stadt Cilli Jujiend und Arbeiter der Großteil der Leser — Wertvolle volkspolitische Aufbauarbeit Bruckners Widmnnqspartltur der 8. Symphonie> für Richard Wagner wurde jetit von Frau Wlnlfrled Wagner und der Rlchard-Wa«rt Haas, erfolgt FrofMsor Dr. Hennann Tardel, der bekannte niederdeutsch« Volkskundler und VolksUedforscher, beging am 25. Mal seinen 75. Geburtstag. In Güstrow In Mecklenburg geboren, kam er nadi seinem UnlversItÄtsfttudlum in Berlin, Lelp-Tdg und Rostock bereits 1898 nach Bremer dii« ihm zur zweiten Heimat wurde. Bereits vor dem erste« Weltkrieg begann er mit Studien rur llterariflchen Volkf-kmide, besonderi tum Volkslied. Volks-i^richwort und zur Volkmage. Hier wurde er 711 einem der namhaftesten Sammler mid Bearbeiter de« niederdeutschen Volkslied''«. Bremen ehrt Anton Kippenberq. In Würdiginig seiner Verdienste um die Förderung deutscher Geistesqüter vorlieh der BiKfermeifiter der Hansefitndt Bremen dem Inhaber und Leiter des In-eel-Verlagp«, Profeesor Dr. Anton Kippenberg, einem qehürtigen Bremer, aus Anlafl seines 70. Geburtstages die hre-mische Medaille für Kunst und Wio»en-echaft. Eirhendorffs Gedichte In neuer Ans- wehl. Unter dem Titel »O Täler weit, o Höhen« erscheinen In Volk- und Reich-Verlag, Prag, Lieder und Gedichte von Joseph Freiherrn von Eichendorff, im Auftrage der Deutschen Eichendorff-Stiftung ausgewählt von Wilfrid Rade. Neben der Sange« und Musikfreudigkeit, der besonderen Veran.dgunq und Gabe z'im Theaterspiel, ist dem Unter-steirer auch der erfreuliche Hann zum Lesen eigen, Er will sich dabei nicht nur unterhatten, sondern auch weiterbilden und sein Wissen bereichern. In d eser Erkenntnis wurde sofort nach dei Befreiung, schon im Mai 1941, von der Stadtgemeinde Cilli mit den Vorarbeiten zur Errichtung einer Volksbücherei begonnen. Sie sollte vor allem nicht nur die lesehungrige Bevölkerunq mjt guten und zeitgemäßen Büchern versorgen, sondern auf diesem Wege auch den Rückvoi-kungsprozeß beschleunigen helfen. Mit aller Tatkraft und Enerqie setzte sich daher der Bürgermeister, Fg. Himmer, für die schnellste Vollendunq der Arbeiten ein. Die bauliche Umgestaltung der ehemaligen Räume der Auslandsorganisation und die Innenarchitektur wurden dem Stadtbauamte übertragen, das sich dieser schwierigen Aufgabe in bester Weise entledigte. Nach eigenen Plänen, mit eigenen Arbeitern, stadtansässigen Handwerkern und mit Holz aus dem helmischen Waid wurde eine geschmackvolle, den Anforderungen der Neuzelt entaprecehnde, schöne Bibliothek hingehaut. AI» Bibliothekarin konnte Frnu Waldtraut Dunker, eine geborene Unter-steirerin, gewonnen werden. Ihr ging der Ruf einer rorzGgllchen Bibliothekarin und Bücherkennenin voraus. Bereits im Frühjahr 1942 konnte die Bücherei ihrer Bestimmung übergeben werden. Sie entsprach in allem den Wünschen der Bevölkerung und strahlte eine so anheimelnde innerliche Wärme aus. daß sich hier bald auch der schlichteste und einfachste Volksgenosse wohlfflhlte. Gelegentlich feines Besuches In Cilli besichtigte der Gauleiter die Volksbücherei und lobte Ihre geschmackvolle und reichhaltige Ausstattung. Diese Anerkennung eiferte die Gefoigsrhaft der Bücherei lu noch größeren Arbeitsleistungen an. Das erzielte Ergebnis ist im zweiten nunmehr vorliegenden Jahresbericht ausführlich geschildert. Er umfaBt das Ar- beitsjahr vom 1. April 1943 bis zum 31. März 1944. Im wesentijchen fällt darin die erfreuliche Feststellung hoher und immer noch ansteigender Leser- und Ausleihezahlen auf Der Buchbestand wird ständig ergärtzt und- erneuert. Derzeit weist die Volksbücherei Cilli 6512 Bände aus und ist in allen Lesegebieten so ziemlich abgerundet Nur In Technik und Philosophie machen sich noch Lücken bemerkbar, zumal dies» Bücher sehr viel gefragt werden. Empfindlicher Mangel besteht leider auch an Märchen-, Sagen-und Kinderbüchern, Die Leserzahl ist im Laufe eines Arbeitsjahres um 920 Personen angestiegen. Derzeit beläuft sie «ich auf 2723 Männer, Frauen und Kinder. Den Großteil der Leserschaft steheri Arbeiter und Arbeiterinnen der Faust, sowie die Jugend. Dreiviertel sind gebürtige Untersteirer, was besonders erfreulich ist. Insgesamt wurden im letzten Berichtsjahre 30 000 Bände ausgeliehen. Am gefragtesten war der Heimatroman der Anna Wambrechtsamer »Heut Grafen von Cilli und nimmermehr«, femer »Apis und Este« von Bruno Breiim und von Mun-genast »Der Zauberer Muzot«. Die Hof-mann-BIldertjücher vom Führer sind ständig vergriffen. Sie werdeo von jung und alt immer wieder verlangt und wan^ dem in den Familien von Hand zu Hand. Sechzehn Auslelhestimden in der Woche gentigen kaoim, um den großen Andrang zu bewältigen. Lan^e Tor Beginnn der Ausielhezeit harrt vor der Tür schon eine lebhafte Menge, die dann ununterbrochen bl« zum Abend hereinflutet und sich Lesestoff holt. Erwähnenswert ist hiebei, daß sich die Leserschaft bei der Buchauswahl gerne von der Bibliothekarin beraten und führen läßt. Sehr förderlich und vorteilhaft wirkt eich auch die glückliche Ergänzung von Schule und Volksbücherei aus. Der gute Einfluß des Lesens Ist bei den Schülern deutlich spürbari die BibiOthekarln weiß genau, welcher Lehrstoff durchgenommen wird und kann solchermaßen beratend und helfend eingreifen. Um den von Monat zu Monat steigenden Andrang einigermaßen zu bewältigen, wurde in Fräulein Stockmaier eine zweite Bibliothekarin gewonnen, die ihr Diplom ebenfalls in Leipzig gemacht hat. Aber trotzdem bedarf es aller Anstrengungen, um den Betrieb richtig in Fluß zu erhalten und den Lesern alle Wünsche zu erfüllen. Se/hr großen Anklang finden bei der Leserschaft und der übrigen Bevölkerung auch die monatlich wechselnden kleinen Kulturausstellungen, die in der Volksbücherei veranstaltet «rerden. Gezeigt wurden bisher; Da« Cillier Stadtbild im Wandel der Zeiten an Hand von Plänen und aJten Bildern, wertvolle alte Uhren, deren Schaustellung um einen Monat verlängert werden mußte, vierzehn Rembrandt-Origlnale eines CIW 11er Kunstfreundes, eine große Johann Gabriel Seldl-Brinnerungeauesteilung und noch vieles andere. Zusammenfassend darf daher mit Stoli gesagt werden, daß die Cllller Volksbücherei im Bewußtsein und im Leben der Bevölkerung ein Begriff Ist und aus der Stadt gar nicht mehr fortgedacht werden kann. Da «• dar Bücherei Im raschen Anlauf gelungen Ist, alle Schichten (tor untersteirischen Bevölkerung als LMer tv gewinnen, und da gerade dl« Unbemlt' telten und Schlichtesten davon die treu-e«t«n und anhänqlicheten Leeer etod, wird die der Bäcb«r«l geetelltto Aufgebe im weitesten Maße erfüllt Vor allem let sie ein unei«chÖT>fllcher Wlseenequell für die Jugend, der sie In die Heimat- und Rcichsgeedhlchte und da« national«ozla-lietiche Gedanken<|ut einführt und der tl« den reichen deutechMi Märchen- und Sagenschatz eröffnet. So wAch«t die un-tersteirische Jugend über die Volksbfl-cherei fester in die deutscht Geschichte, in die deutsche Volksdidhtuna und in die germanische Weit der Mythen hinein, wird mit diesem erzieherischen Gelste«-gut vertraut imd nimmt ee Im Lee«n spielend auf. Und darin liegt wohl der größte Wert der volkepolitlachen Aufbauarbeit der Volksbücherei der Stadt Cilli. B. Pafdasch Lob einer untersteirischen Stadt Rheinische Soldaten erleben Pettau Wenn der deutsche Mensch in die Fremde ziehen muß — Millionen sind In diesem Kriege von Ihrer Heimat getrennt —, danp geht die Heimat mit. Zwar nicht leibhaftig, aber auf dem Grunde seiner Seele haben sich alle Gedenken, Gefühle und Erinnerungen um die Heimat festgesetit und begleiten den in der Feme Wellenden auf Schritt und Tritt. Aus allem und Jedem blickt ihn die Heimat an. Sieht er Frühlingsblumen auf der Wiese, am Wegrand oder im Walde blühen, dann sind sie Ihm ein Gruß aus dar Helmati denn auch dort blühen sie. Marschiert er durch eine Landschaft, deren Wesenszüge seiner heimatlichen Landschaft gleichen, dann Jubelt sein Hen in einem frohen Halma tgedenken. So betrachtet, vermag der Leser sich den Jubelruf vorzustellen, in den einige Soldaten vom Rhein ausbrachen, als sie sich Pettau näherten. Welch baulich geschlossenes und landschaftlich gebundenes Bild bot sich ihnenl Im breiten Tal, das von der Drau majestätisch durchströmt und von Bergen gesäumt wird, die in ihrer Höhe denen des Rheintales gleichen, lag im Zauber eines Frühlingsabends die kleine Stadt, von der fein geschwungenen barocken Haube des Stadtlurms und den auf Oberpettau gelagerten Schloßgebäuden überragt. Sie mußten lange verweilen, so sehr bannte sie ein Bild, wie es ihnen von rheinischen Städtchen so vertraut und sehnsüchtig im Erinnern lag. Und dann wanderten sie — ehrfürchtig fast — durch die Stadt, standen vor dem verwitterten Stadtturm, vor der festlichen Barockfassade des ehemaligen Minoritenklosters, dessen Kreuzgang den Besucher mit seiner Stille gefangen nimmt. Ja, die rheinischen Soldaten stromerten, als trügen sie die Fahrtenkluft wandernder Jugend, durch die vielfältig gegiPbelten Straßen und Gassen, verweilten vor dem Pranger, vor einem ehemaligen Deutsch-Ordensritterhaus, vor einem sich prunkvoll entfaltenden Renaissancegiebel. So gelangten sie zu jener engen, an Ihrem Ende malerisch überdeckten dasse, die lum Schloßberg hinaufführt. Da wurde ei ihnen erneut heimwehstark lu Mute, als sie neben der verwitterten Florlansflgur sich niederließen und hinabblickten auf die bunt lusammengewflrfelten und -geschachtelten Häuser mit den sie überragenden Türmen, auf das breite, übersonnte Tal der Drau mit den in der Feme bläulich venchwimmenden Bergen. Da empfanden sie das, was ein Heimatdichter über dieses altdeutsche Land ausspracht „Diese beseligende Welte, dies, was ich die südsteirlsche Unermeßlichkeit nannte, fließt in das Menschengemüt mit einem Größegefühl und einer Heiterkeit ohnegleichen eint" Und sie empfanden welter, wie sehr dieses begeisterte Lob audi auf Ihr rheinisches Land zutraf, wenn man etwa — Immer wieder aufs neue ergriffen — von der Casselsruhe zwischen Bonn und Bad Godesberg Ober das weite Rheintal bis hin zu den Sieben Bergen blickt. Sie verließen nun, voll der glücklichsten Schau, den SchloßWerg, nachdem sie vorher im Schloßhofe geweilt und die Schönheit seines Renaissancestiles bewundert hatten, und rundeten den Eindruck, den sie von der kleinen Stadt gewonnen, durch einen kurzen Einblick in deren Geschichte ab. Er wurde ihnen vermittelt In dem sorgsam aufgebauten städtischen Museum, das als größte Kostbarkeit einen dreiteiligen Flügelaltar des verträumten schwäbischen Meisters Konrad Leib aus dem 15. Jahrhundert besitzt. Sie erfuhren hier, daß Pettau so alt ist wie Ihre heimatlichen Städtchen am Rhein, daß ihr Gebiet schon In vorrömischer Zeit besiedelt war. Ein neuer Zeitabschnitt brach dann für Pettau an, als zur Zeit der Völkerwanderung germanische Menschen des Land bevölkerten. Und mit verständlicher Freude lasen die rheinischen Soldaten, daß seit dieser Zeit stets deutsche Menschen in den Mauern Pettaus gewohnt haben. Wie die Vergleiche sich decktenl Genau wie In rheinischen Landen hatten gelitliche Würdenträger über der Stadt geherrscht. Fast verwirrte die rheinischen Soldaten die Fülle der Geschichtsbilder, die Ihnen in der umfassenden Heimatschau entgegentrat. Die Jüngsten Ereignisse, In denen sich die Rundung des GeschichtskreUe* vollzog und diese kerndeutsche Stadt fQr immer zum Reich zurückkehrte, waren den rheinischen Soldaten noch tn lebhaftem Erinnern. Und auf daß nun das nahezu gleichgeformte Ebenbild zwischen dieser kleinen Stadt im südöstlichsten deutschen Raum imd den Städtchen am Rhein sich noch mehr ähneln sollte, kehrten sie tn eine dämmerige Weinstube ein und kosteten den blumigen Wein, der an den Südhängen des Drau-tales blüht und reift. Dabei lleflen sie ihre Gläser klingen auf das allzeitige Wohl der Lande am Rhein und der mit so vielen glücklichen Gefühlen entdeckten untersteirischen Stadt, die ihnen In 50 vertrauten Zügen das Bild der Heimat lebensvoll vor Augen gestellt hatte. Peler Backet Der Graphiker Karl Rössing aue Gmun-den, Professor an der Staatlichen Hochschule für Kunsterziehung In Berlin, bereitet dl© Herausgabe einer illustrativen Holzstichfolqe voi. Von dem Wiener Maler Karl Schwe» nlnger d, A. (1818 — 1887) erwarb das Landeemuseum Linz au« einer Wiener Prlvatsammlunq ein Skizzenbuch, da« auf einer Donaureise entstand und Torzug«-weise Vorwürfe aus Oberdonau enthält Ein neues Voiksstück von Julius Pohl Julius Pohl Ist mit seinen 75 Jahren ein rüstiger und rastloser Fortcetzer und Schöpfer der Volksstück-Traditioo im Sinne Anzengruhers. Es ist kein Veteran, sondern noch immer ein Kämpfer. Jahrelang spielte er selber bei den Exl-Leuten als einer ihrer Hauptdarsteller mit, das kommt ihm bei seinen Stücken sehr zugute, denn da kann er seine genaue Kenntnis der Freuden und Nöte des Volkes mit den entsprechenden szenischen Wirkungen vereinen. Kam «r uns sonst mehr luetiig, eo behandelt er diesmal in eeinem Volksstück »Die Qabi«, das mit der Wiener Bxl-Bühne zugleich im Aschaffenburger Stedttfheatej uraufgeführt wurde, ein ernsteres Problem, wobei er sich schlleßHch zu einem naiid-festen Rollentbeater entechlleftt. EHe Gabi let ein kreuzbraves Mädel, sie packt fest an, hat das Hexx am rechten Pleok und hält auch mit ihrer Meinung nicht hintenn Berg. Sie let am. wie ae eich fftr ^e Heldin eine« Voiksstück es gehört, aber dafür blüht und gedeiht alles, dem sie Ihre gesunde Kraft leiht. Zuerst pflegt sie den schwerkranken, von den Anten schon aufgegebenen Bauer gesund, dann hellt sie einen komplizierten Fall von Lendflucht in einer Art von Roßkur. Der Schlußpunkt der Behandlung iat natfirllch die Ehe mit dem PatlwiieiL Die drei aal alcSiera Wlrknng hlnsto-lenden Akte gewinneo In der Wianar Exl-Bflhne unter dar sorgaaman Raola Friedrich Neabanara flbarMNiganida La-beneechthalt, Sdiaaap4alerlach aa anlar Stalle steht der (^ßvatar^Bavar, dan Ludwig Auer kt «iner drolUgan Mischung TOS Vargrelathalt, Straltancfat und OutmQtigkdt TarkOrpeil Ala «Ha Gabi beweist die Junge Nadiwucfia-Schauspielerin Elfrlede Semraa ein b#-achtenawertes Talent für daa Herb«. — Leopold Estarla sichert dem kurierten Landflüchtllng unsere Sympathie. Den eigenalnnigen kranken Bauer gibt reali-sti«ch Hana Dengel, ata verschlagener Dorfbewohner k«mint durch Emst Auer auch zu Humor, die Nachteile dea Stadt-tebena illustriert witslg Hertha Agoatl-nl. Das Publikum hlsdt alch baaondars an die heiteren Stellen vnd ««igte alch anch aonat aahr belfalMraodlg. Oekar Maurus FmIom Herder-Preis an MemclUnd^r Der Herder-Prel« 1943/44 wurde an solche Persönlichkeiten aus dem Memel-lande verliehen, welche sich besonders während der litauischen Zeit durch Ihre Volkstumsarbeiten und ihre schriftstellerischen Werke um die deutsche Kultur verdient gemacht haben. Die Predstr&ger elnd: Brich Karadrtaa, Kredalelter und KralssdiuhraA, der la Kampf gegen den Boltchawlamva gafa^ lan ist Von seinen Werken »Dar Hach-meisterc und »Dahinter ist Immer 41« Sonne# behandelt das letztgenannte 41a nationalen Kämpfe im Orenzlanda «ad das harte Ringen von Lahrwa and Ban-ain. Panl Bro(&, deaeen iahlr«4cha Werke von hoher Begabung saugen, «ad dar beaondert In aalnam Budi »Dia auf daa Morgan warten« die Sehnsucht der Deutschen des Memellanda« nach Befreiung von fremder Unterdrückung nnd Rückkehr zum Mutterland dargeetellt bat. Und alt dritte Charlotte Keyser, die In Ihren Büchern »In etlllan Dftrfam« and »Und Iwnar nane Tage« die Laadecfcaf-tan «od Manschen dea ManaidaHaa wd dar Knriachan Nehrung aeegesaicheel geschildert and das deutadia Kvllar^ und PamlUanleben llterar Zelt wie dar Gegenwart alndrucktvoll wiedergegeben hat, Neuheransgaba dar Werke tob Jakob and Wilhelm Grimm. Die im Jahre 1942 in Kassel gegründete Brüder-Orimm-Oe-sellschaft, dl« ihre Wirksamkalt Über dae ganze Reich eratreckt, bereitet eine von i^Tufenen Fachgelehrten betreute Neu-herauaoabe der Werke von Jakob nnd Wilhelm Qrimm vor. Dia Verttffasitll-chuMT wird In einer der Wleseneehaft dienenden, alle Pordarwqen der Por-echoag erfflllanden Bandrellka^ die Im beatan Slnsk« volkatürnHch «ahaltaa Isi arfoiqen. Nadi den fflaichan Qrandalt» zen bearbeitet, wird aoch der heute nock über «ahlreldhe Sonderausaaben Ter-streute Briefwechsel der Brüder Ortem tn zwei Bänden erachelnen. Die betrunkene Schlange Von Alexander Keller Alles ging sehr rasch: Ale der kleine Küstendampler »Cajotu« in den Sog der Brandung bei Toituya geriet, war er bereits verloren — denn die Brandung läßt dort kein Schiff mehr frei. Zudem hatte gerade der Steuermann Arevalo die Wache, ein dummer, dutgeblasener und unverschämter Kerl, Im letzten Augenblick sliirzte noch Kapitän Pascua auf die Brücke und ließ ein Notsegel hissen, dann befahl er Arevalo, in der Jolle an Land zu fahren und ein Tau an einen am Ufer stehenden Daum zu legen. Auf die Weise konnte er hoffen, das Heck freizubekommen. Arevalo legte das "lau und kam ddnn mit der Jolle, in der sechs Indianer saßen, zurück — im letzten Augenblick aber schleuderte eine Welle die Jolle gegen die Schiffswand und sie zerschellte. Hierbei ertrank der Indianer Sore. Arevcilo, der Halbblut war, kam triefnaß auf die Brücke. Seine Augen hm-kelten und seine Fciuste waren gel)dllt. »Du hast Sore getötet«, schrie er den Kapitän an, »du mußt dafür bezahlen. Rufe die Leute zusammen, wir wollen über dich Gericht halten.« Pascua, ein bärenstarker Mann, packte den Sleuerm.inn und warf ihn aul Deck — dann übernahm er das Ruder und setzte, eine Stunde «päter, die »Cajoto-belm Orta Micay auf den Strand. Dd der Dampfer schiet lag, ging Pascua von i ßord und nahm Wohnung in einer kleinen, unweit des Strandes gelegenen Hütte. Hier wollte er die Ausbesserungen seines Schiffes abwarten. Am späten Nachmittag kam der einzige Händler des Orte«, Yanyo, zum Kapitän und verwickelte ihn in ein Gespräch. »Hören Sie, Pascua,« sagte er nach einer Weile, »vorhin hörte ich zwei Indianer reden Sie erzählten, ihr Steuermann Arevalo hätte eine Buschmeisterschlange gekauft... das Tier ist «ehr gütig und kann einen Menschen in zwei Minu'^n töten. Wenn er mit dem Tier an Bord kommt, jagen Sie ihn fort,« »Er kommt nicht an Bord«, entgegnete Pascua und sah in den schwarzen feuchten Wald vor der Hütte. »Er ist ein qe-meiner, unangenehmer, mörderischer Kerl. Ich wette, daß er mir die Schlange in's Bett legen und sie dort auf mich warten lassen wird.« Yanya wurde gelb vor Angst. »Sie können noch ruhig bleiben?« fragte er zitternd. »Nehmen Sie ein große« Messer und töten Sie dann damit das Tier.« »Wozu?« sagte Pascua gleichmütici. »Es soll am Leben bleiben. Kommen Sie, gehen wir trinken. Es ist heiil genug.« Sie tranken bis Mitternacht. Dann begab sich der Kapitän, begleitet von zwei indianischen Packeltragern, in seine Hütte. Unter dem Arm trug er eine Srhnaps-llasche. In der Hütte war e« heiß und stickig, Die Indianer blieben bei der Tür stehen und starrten ängstlich in die Dunkelheit. »Niiher herau«, knurrte der Kapitän. »Seid nicht feig. Iat eine Schlange im Bett, wild sie mich töten, nicht euch, denn sie wartet auf mich.« Er sah den zusammengerollten Leib der Schlange unter der dünnen Decke — sie bewegte sich leise, ihr starker Kopf hob und senkte sich im Takt. Pascua war betrunken und das Blut hämmerte in seinen Schläfen. Mit einem Fluch stürzte er zum Bett, packte die Schlange geschickt hintesm Kopf und hob sie in die Höhe. Ihr Leib schimmerte im Licht der Fackeln und ihr Maul war wütend aufgesperrt .., Am Morgen kam der Steuermann Arevalo zu Yanya und bat ihn, mit ihm zur Hütte de« Kapitäns zu kommen. »Ich fürchte«, sagte er, »ea Ist dem Alten etwas zugestoßen. Ich rief ihn durchs Fenster an und er rührte sich nicht.« Yanya entgegnete; »Wieso? Ein starker Mann stirbt nicht so schnell«. »Du vergißt, daß es Schlangen gibt«, sagte Arevalo. »Ich glaube, der Kapitän ist von einer Schlange gebissen worden und gestorben. Komm' mit niir — ich will einen Zeugen haben, damit kein Verdacht auf mich fällt.« Yanya schüttelte den Kopt. »Das verstehe ich nicht«, murmelte er. »Wenn eine Schlange Pascua getötet hat, so finden wir das Tier nicht mehr. Buschmei-s^erschlangcn fliehen nach dem Biß — das weiß jede« Kind hier, aber ich gehe mit dir, denn der Kapitän war mein Freund.« Als sie zur Hütte kamen, stieß Yanya die Tür auf. Im ungewissen Licht sah er den Kapitän regunyslos Im Bett liegen ... Er hatte das Gesicht der Wand zugewendet. »Er ist tot«, sagte Yanya leise zum Steuermann. »Geh hin und zieh die Decke ab.« Mit einem Ruck riß Arevalo die Dek-ke vom Bett — dann schrie er auf... Die Augen traten ihm aus den Höhlen und seine Lippen zitterten. Vom Bett erhob sich eine große Schlange, zischte und sprang auf den Boden. Sie glitt auf den Steuermann zu und dieser lief brüllend vor Angst aus der Hütte. Die Schlange folgte ihm aber sie rollte von einer Seite auf die andere und ihre Bewegungen waren schwerfällig. »Hallo«, sagte Kapitän Pascua und setzte sich im Bett auf. »Was haben Sie denn, Yanya?« »Ich dachte Sie wären tot«, entgegnete Yanya zitternd. »Wie Sie sehen, lebe ich noch«, meinte Pascua lachend. »Sie wundern sich, daß ihr Schaaps gegeben. Sie war vollkom-habe ihr die Giftzähne genommen und ihr Schnaps gegeben. Sie war vollkommen betrunken.« »Warum haben Sie das getan?« fragte Yanya erstaunt. Pascua grinste. »Nüchterne Schlangen rennen — betrunkene bleiben. Ich wollte, daß sie blieb und mir meinen mordlustigen Steuermann verscheuchte Jetzt hat er genug. Er kommt nicht mehr zurück.« Er trat au« der dunklen Hütte in die Sonne. In der Ferne lief der Steuermann Arevalo. Er schrie und gestikulierte und verschwand im schwarzen Wald. Krebse, die au! Bäumt klettern Nicht alle Krebse sind schwerfillige Tiere, die sich nur latigsam vorwärts, richtiger gesagt rückwlrla bewegen. Auf den Südseeinseln lebt ain 30 bis 40 Zentimeter langer Krebs, dem die Eingeborenen den Namen »Palmendieb« gegeben haben. Er klettert auf dl« Kokos^ und SagopalmenbAume, auf denen er sich die wohlschmeckenden Prüchte zu Gemüte führt. Br entfernt die Bastfasern /on den harten Nüssen und knackt sie dann mit seinen starken Scheren auf. Aber nicht nur der »Palmendieb« klettert auf die Bäume, ebenso machen es auch die Einsiedlerkrebse. Sie erklimmen die Pa-ranuBbäume und ergOtzen alch an deren ananasartigen Prtlchten. Werden sie da* bei gestört, so ziehen sie sich In ihre Schutzhülle zurück und lassen sich auf die Erde fallen Kleine Tier-Statistik Die Zahl der verschiedenen Tierarten ist weit größer, als man gemeinhin wohl annimmt. Sie beläuft sich nämlich auf über 900 000, wovon auf die zahlreichste Gruppe, die Insekten, allein 750 000 Arten kommen. Es gibt dann noch 120 000 Fisch- und 20 000 Vogelarten, etwa 4000 verschiedene Reptilien und rund 7000 Sdugetieraiten. Die Arten der ausgestorbenen Tiere berechnet man mit rund 100 000. Aber ständig werden noch neue Arten entdeckt. Die Größe der Tiere geht von einigen Tausendsteln Millimetern (die sogenannten Urtitrchen) bis zu dreißig Metern, welche Länge der norwegische Blauwal erreicht.