Pki«>«erattouS-Prette Für Laiba: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 .. 20 » Vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich . . • — » 70 „ Mir der Post: Kanzjährig...............12 fl. Halbjährig................ 6 " Vierteljährig............ 3 " Für Zustellung inS HauS viertelj. 25 kr., monatl. 9 kr. ginge'ne Nummern 6 kr. Laibacher Redaction Bahnhosgaffe Nr. 132. 'unblatt. Expedition- L Inseraten- vnreau: Tongreßplatz Nr. 81 (Buch. Handlung von Jg. v. Klein-rnayr & geb. Lamberg.) Jnsertionöp Für die einspall L 4 kr., bei wie! schaltung Anzeigen bis 5 Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 260. Znowqme Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Manulcripte mtft zurückgesendet. Morgen: Benerand. Montag: Leopold. Samstag, 13. November 1875. 8. Jahrgang. DerFuudauientalgraf als Paladis der Bersasiung. (Schluß.) Gegen die Ausführungen Hohenwarts wendet -»nächst Abgeordneter Professor £Dr. Eduard der seine Aufgabe mit gewohnter Eleganz zu lösen verstand und die Trugschlüsse de« Grafen m hl Nicht« zerlegte. Redner bedauert, daß von so Kockaestellter Seite der Verfassungepartel der Vorwurf des Berfasiungsbruches und dies auf Grund 7iner so schwachen Rechtsdeduction gemacht wurde. Graf Hohenwart, sagt er, führt an, daß die Bettimmungen des 8 11 der Verfassung, welche die Feststellung der Grundsätze des UnterrichtSwesenS be> »üglich der Volksschulen. Gymnasien und der Uni-versiläten dem Reichsraihe zaweisen. dehnbar seien, daß das Reichsschulgesetz eine authentische Jnterpre-tation der Verfassung ist. und daß. wer gegen das MichSvolkSschulgesetz neue Bestimmungen vorschlägt. Verfassungsbruch begeht. (Als ob die Gesetz-»,k,»na nicht das Recht hätte, Gesetze zu ändern, die sie gegeben, wieder zu nehmen; al« u r nicht die Pflicht hätte, den Widerstand eines » Maas der. gleich dem tiroler die Durchführung ^-ichsgesetzes zu vereiteln sucht, zu brechen und fl?eid)sgesttzt überall Geltung zu verschaffen!) ^ür un» also ist das Reichsvoltsschu^gesetz ein - Aeö Reichsgesetz und aus den Erörterungen des “n'af,rt Hohenwart geht hervor, daß durch dasselbe -keiner Weise die Verfassung berührt werde. Wenn von Verfassungebruch die Rede ist, so ließe sich, falls Graf Hohenwart eine geschichtliche Retrospektive vornehme» wollte, in der Thal manches andere viel leichter als Verfassuugebruch bezeichnen, (lebhafter Beifall im Centrum und links.) Nachdem mir die Competenzfrage gerade nach den Ausführungen des Grafen Hohenwart klar gestellt erscheint, will ich gestehen, daß meine Absicht bei Betheiligung an dieser DiScussion keine andere war, als Behörden für die Schule zu schaffen, welche den nationalen und kirchlichen Streitigkeiten entrückt sind, die ja auch bei der heutigen Berathung hier im Saale ihr Spiegelbild gefunden haben, und darum fordere ich Sie auf, für das Gesetz z» stimmen.' Was bezüglich der Competenzfrage noch unvollständig oder zweifelhaft sei« mochte, das ergänzt Minister Stremayr zur Klarstellung des Regierung«. standpunkteS in dieser Angelegenheit. Seine diesbezüglichen Worte lauten: „Es ist vor allem die Frage der Compelenz des Reichrrathes hinsichtlich der Beschlußfassung über den vorliegenden Antrag und den Ausschußbericht erhoben worden. Ich Halle es für meine Pflicht, auch vom Standpunkte der Regierung aus die Competenz des hohen Hauses zur Ordnung dieser Frage zu wahren und mit wenigen Worten gegen die Angriffe zu vertreten, die von der rechten Seite des Hauses in dieser Beziehung gemacht worden sind. Da muß ich wol vom juristischen Standpunkt au« es als einen einfachen Trugschluß bezeichnen, wenn man bei der uns heute gehaltenen Argumentation den Begriff der Anwendung einer gesetzliche» Vorschrift mit den Erläuterungen des betreffenden Gesetzes selbst verwechselt. Dieser, ich darf sagen, besonders aus diesem Munde mir überraschend erklungene Trugschluß bedarf nur wem. ger Worte der Klarstellung. Es wurde gesagt: Die Verfassung vom 21. Dezember 1807 bekleidet allerdings den Reichsrath mit dem Rechte zur Normierung der Grundsätze über die Volksschule; das Gesetz vom 25. Mai 1868 habe nun eine Reihe von solchen Grundsätzen enthalten, und diese Grundsätze seien nun verfassungsmäßige Grundsätze geworden und daher geschützt durch die ganze Autorität der Verfassung selbst. Wenn dieser Schluß richtig wäre, so wäre der Reichsrath nicht in der i'age, irgend ein Gesetz zu beschließen, welches nicht zugleich auch ein Verfas-sungsgesetz wäre. (Ruse links: sehr richtig!) Dann wäre es ja nicht möglich, daß er innerhalb seiner durch die Verfassung gegebenen Competenz einen Beschluß fasse, welcher Gegenstand eineö Gesetzes ist, ohne daß nach jener Anschauung, weil er vom verfassungsmäßigen Rechte Gebrauch macht, dieser Gebrauch in Form des Gesetzes zu einem Verfassungsgesetze würde. Ich Habe nicht nöthig, auch nur ein weiteres Wort zu vertieren, um die gänzliche Haltlosigkeit jenes Standpunktes weiter zu begründen." Wie bekannt, hat das Ministerium, trotzdem es die volle Competenz des Hauses unanfechtbar fand, sich bei der Abstimmung dennoch auf die Seite der Opposition gestellt; Minister Stremayr findet aus Feuilleton. Sckiller im Lichte feiner Zeitgenossen. (Schluß.) cvm Pfälzischen Museum", das A. Klein, „giftiger Querkopf, redigierte, finden wir für s" l Moor folgende Beziehungen: „Ungeschliffener Snommift, ein schwülstiger Raisoneur. ein Predi- * im Greuel der Schandthaten. ein gutherziger Snrdbrenner, ein betender Atheist, ein Engelteufel. unding " Die ganze Schale seines Zornes gießt !!• aber „die gräßliche Räuberrotte" aus, ..den Greuel der Unflath der Menschheit". „Wer lieber," «hrt er fort, „Mistsümpfe sieht als die edlen Gra-len lieber das natürliche Schweinegrunzen als «no'lls Leyer hört, der mag die Scene, wo einer her Kerle vom Galgen kommt, selbst nachlesen und «einen Geschmack daran erquicken.' Er versichert, daß einigemale wahrer Unsinn vortomme, daß man sich in den ernsthaftesten Scenen kaum des Aachens enthalten kann. Und doch kann der Kritiker nicht umhin, auch große Schönheilen in dem Stücke anzuerkennen, „Perlen in dem Gassen-ftaube" u. i. w. Man sieht nur welch' einen betäubenden Eindruck dieses wildphantastische Stück auf die aristotelischen Kunstscholastiker gemacht Hatte. Die Nikolai'sche „Bibliothek" ließ an dem Stücke, dessen Darstellung durch Jffland in Berlin gleichfalls getadelt wird, kein gutes Haar. Nach einer Menge nichtiger Ausstellungen, die aber das Wesen des Stückes nicht berühren, ergeht der scharfrichterliche Spruch: „Es hieße beweisen wollen, daß stinkender Nebel — man merkt hier den Spree-Athener — kein Rosenduft ist, wenn man sich auf die Unwahrscheinlichkeiten und Unsitt« lichkeiten dieses Stücke« einließe, um sie zu zergliedern. Aber was soll man von dem Verstände derjenigen sagen, welche stinkenden Nebel für Rofen-duft einschlürfen und auf Stelzen einhergehende Knaben für Göltergestallen ansehen?* Ja, er preist eine weise Polizei für „ihre ebenso väterliche Vorsorge," als wenn sie verbiete, „keine Tonnen mit Pulver in die Keller zu legen oder Opium und andere Gifte zu verkaufen.' Das Stück, da« nem-lich unter dem Titel: „Robert, Chef des Brigands“ den Weg auf eine pariser Bühne gefunden hatte, war polizeilich im Zeitalter der Revolution 1793 verboten worden I Aber auch an Stimmen lauteren Enthusiasmus fehlte es nicht; besonders war cs die Jugend, die dem flammensprühenden Werke eine hohe Begeisterung entgegentrug, die freilich weniger der ästhetischen Gestaltung als den darin ausgesprochenen Ideen der Freiheit galt; ja es wurde eben darum und wegen der ungebundenen Kühnheit der Sprache sogar Goethe's „Götz von Berlichingen" vorgezogcn. Natürlich; denn mit den „Räubern" hatten die Ideen der französischen Revolution vom deutschen Boden Besitz ergriffen. Zehn Jahre nach seinem Erscheinen wurde das Stück auch in England bekannt, das in diesem Werke des feurigen Deutschen eine herrliche Frucht sah, die durch den Einfluß des genialen Briten gezeitigt worden war. .Selbst die fanatischen Anhänger des „Aristoteles", sagt Thomson, „muffen dem Drama trotz der Unregelmäßigkeiten des ganzen einen Reichthum an Schönheiten ersten Ranges und Situationen, wie sie die Phantasie nicht kühner und intereffanter erfinden könnte, „zugestehen". Und so zeigt sich die alte Wahrheit, daß sich die Fremde als eine billigere Werthschätzerin der Talente zeigt denn die Heimat. Mit „Fiesen" ging es dem Dichter nicht besser; in Berlin wurde er in einer verballhornten Zurichtung aufgeführt und nach dem Geständnisse der dortigen Kritik erst „brauchbar" gemacht. lieber „Cabale und V?icbe" schreibt die Vos-sische Zeitung" aus Groll, daß Schiller sich" einer ferneren Verunstaltung seiner Stücke widerketzte einmal trotz drn Behauptungen WildauerS die Schalzustände in Tirol befriedigend und hält ein Gesetz im Sinne des Wlldauer'schen Antrages im gegenwärtigen Momente nicht für opportun, ji für vollkommen überflüssig. Nicht nur, daß nach dem Worte des Minister- der provisorische Lan» deSschulrath seit einer Reihe von Jahren in dän-ken«wtrther Weise das Interesse des Volksschul. Wesens in Tirol -u wahren bemüht ist; Ml nur, daß er in der P.tson des Statthalter« selbst »ach jeder Richtung die entsprechende Untersetzung — allerdings zur Heiterkeit der Linken — in diesem Beginnen findet, so seien jetzt auch die Schwierigkeiten, welche hinsichtlich der Surchfuhruniper staatlichen Bezirksschulaufsicht bis in die neueste Zeit bestanden haben, immer mehr und mehr geschwunden. Züdem hat der Minister „leider eben An)eu-tungen (vom Grasen Taasfe!) erhalten, daß das vom Reiche ausgehende Gesetz nur ein neuer, wenn auch unbegründeter Borwand zu Agitationen unter misbrkuchlicher Ausbeutung des Schlagwort e? von der Vergewaltigung des Landes Tirol durch die Reichsgesetzgebung" sein könnte. Kurz nach den Anschauungen unseres constitutionellen Ministeriums kann in Tirol ganz gut ebenso wie in Galizien der Berordnu'ngsweg ausreichen. Nach dieser Haltung des Ministeriums wird das Gesetz entweder im Herrenhause begraben oder zu Falle gebracht, oder falls es zustande kommt, wahrscheinlich nicht zur Sanktion vorgelegt wetten; der ReichStath hat wieder ünmal leeres Stroh gedroschen. Gleich dem Alt-latholilcd» und dem Ehegesetze halten t« gewisse, leider noch immer maßgebende Kreise und mit ihnen die Regierüng nicht für zweckmäßig, nicht für dppottuü, und es ist in der Thal nicht ein^usehcn, warum die tiroler Ultramontanen titi solcher Gestalt der Sache nicht auf ihrem Widerstande be-harren^solllen.____________________________________________ Politische Rundschau. Laibach» 13. November Inland. Der Bü^gctau«schuß des Ab-grordncte'nhauses berieth vorgestern den Titel: „Unterrichtsministerium." Eine längere Debatte entspann sich über die Berlheäitung der Lehrmittel än den Mittel* und Volksschulen.' Der UnterrichtSministtr äab eine beruhigende Aufklärung. Bei btr Universität Innsbruck be'anttagte der Referent die Re-fdlution: Die Regierung triöge fämmiliche auf Intfe« druck bezügliche Universitätsacten, sowie die Jnsti-futtimtn und Gesetze de« Jesuitenordens dem fltideorbnefehhäüfe vorligen. Der Unterrichtsminister gibt den Ausschluß, daß in Innsbruck zwei Profit» suipiim i »au«:1 iiiliii mu«’ qiriap1 «murr wird unter seinen Händen zu Schaum." Die Ur» theilslosigkeit und Mißgunst begleiteten alle Werke deS Dichter» von seinem ersten kühnem Fluge an bis zu den Tagen, wo er' die Höhe des Ruhmes siegreich erstürmt hatte; und merkwürdigerweise fehlten in diesem Ehorus Männer wie Herder, Wie-land und Iran Paul nicht. Ein ergötzliches Bei. spiel bietet die Wallenstein-Trilogie, deren Bühnen« Wirksamkeit nach dem gesunden, durch kritische Gall-süchtigkeit ungetrübten Urthtil de« Publicum« eine ungeheure war; zumal war eS dritte Theil^ der aütr nrit sich zur Begeisttrung fortriß. Ucb’er die „Piccolomini" schreibt Caroline v. ftcrbä, wol unter dem Einflüsse ihre« im Alter oft kleinlich tadelnden Gatten, die superben Kleidungen Hütten dem historischen Stücke ihren einzigen @la< ott* < | tf i * t. i nMl •• fi liehen! J Doch auch die Stimmen de« Lobe« wurden immer zuversichtlicher, und der Gebantt; daß da« deutsche Drama an Schiller seinen Mtiftrt gefüti-r>en habe, dem inbezug auf KilhnheW des Pbtnt« und schöpferische Sprachgewalt noch kein deutscher Dichter sich an die Seite stellen könnte, immer all-gemeiner. * So lesen wir in einer süddeutschen Hei» tung : „Ein solcher dreigezackle, imitier höher ragen« der Fel» ist Schiller« „Wallenstein", die gewaltige suren durch Nichtjesuiten besetzt wurden und lehnt entschieden die'Resolutlon ab, welche schließlich für zurückgezogen erklärt wird, nachdem der Referent bemerkt hatte, er werde persönlich die Acten vom Minister verlangen. Auf die Anfrage Giekra's wegen der mährischen Universität erwidert der Unterrichts» minister, die Verhandlungen hierüber werden fort» gesetzt, doch könne unter den gegenwärtigen Finanz-vcryältüiffen von der Errichtung einer Universität in Mähren keine Rede sein. Im Ausschüsse für Erlassung einer Dienstes» pragmalik für Staatsbeamte wurde der ilntrag gestellt, die Regierung aufzufordern, für die Be,Handlung der DienstcSoergehen der nicht richter» lichen Beiamten ein mündliche« contradictot'isches Ver« fahren vor disciplinaren Senaten, welche zum Theile aus Mitgliedern des Richterslandes besteht» sollen, einzuführen und das Verfahren bezüglich der unfreiwilligen Versetzung solcher Beamten in den Ruhe, stand unter Einräumung eines Vorstellungsrechts zu regeln. Jnbeireff der 'Wit^chhn- Und Waisenfrage wurde der Lrwägung a.ihetmgegeben, ob mit Rücksicht auf die allgemeine Finanzlage des Staates nicht vielleicht durch Bildung eine« Penfionefonbe» seitens der Beamten selbst eine Verbesserung der Lage der Witwen und Waisen hcrbcizusuhren sei. Von anderer Seite wurde in Anregung gebracht, daß den Beamten durch die Vermittlung 1 des Staates die Möglichkeit geboten werden könnte, die Auszahlung von Kapitalien ober Renten für den Todesfall auf eine möglichst billige Weise sich zu sichern. Schließlich wurde ein Subcomit6 von drei Mitgliedern mit der Vorlage positiver Vorschläge betraut. Eine Versammlung von 33 Abgeordneten be» rieth die Zollf^age und beschloß, ein Comilö möge erwägen, ob der Resolutionsantrag im Sinne einer v^rtrauenSfreundlichen gemäßigten Zollpolitik mit Absetzung von einem Minimaltarife sich empfehle. DdS Comiiö habe ein Programm für die freie 95er-einigung von Abgeordneten zu entwerfen, welche für eitie gemäßigte, alle Reichsinleresfen gleichmäßig be» rücksichligende Zollpolitik günstig gestimmt sind. Dieser Parteigruppe traten bisher 50 tierfaffungStrcue Abgeordnete bei. In das Comite wurden gewählt: Brestel, Coronini, Schaup, Granitfeh und Baron WaUerskirchen. Am' 10. d. fand in Böhmen und in Dalma» tun je eine Reichsraths. Ersatzwahl statt infolge der Resignation der Herren Kardasch (Städte-bezirk Krumau) und Dr. X'apenna (Landgemeinden Spalato). Herr Kardasch, der aus Gesundheils. Rücksichten zurückgctretcn war, wurde wieder gewählt. Im LÄdgemeindenbezirke von Spalato siegte b^r Arbeit mehrerer Jahre, dessen Dauer und festig-keil mithin auch feinem langsamen Ausbau ent sprechen wird.' Wie MiltonS Geist, so liebt dieser das Große, da« Ungeheure, das Grauenerweckende. Dergleichen ©eenen sind echte Nationalstücke, die von jedem Deutschen, der noch einigen Sinn für germanisches Gepräge hat, mit echter Begeisterung ergriffen werden müssen." Solche einander gegen, übkrstehende Ur theile finden sich bei jedem Stücke und es zeugt von richtigem Blicke des Dichter«, däß er. unbeirrt von deM kritischen oder vielmehr unkritischen X'ärm, dem Sterne in seiner Brust gefolgt ist. Die Nachwelt ist MneSwegS blind gegen die Mängel de«'Dichter« geblieben ; aber sie verehrt heute innig den Mann, dessen liebste Muse die Freiheit war, wie Ludwig Pfau sagt, und der arf die' Darstellung' des MelifchenibealS die höchste Kraft gewtinbt, 'als ihren ersteh Dramatiker, besten Größe tiif'dtm wundervolle» Torfb, an besfen Voll« hldunfl sich eine Reihe nicht unbegabter Epigonen virgebtich abtjeinlllst, erst itdjt lichtvoll zutägt ttät. Uebet' fetneif Schöpfungen ntbg immerhin da« stolze Wort Hölderlin« prangen, nachdetn die Stimmen fei/ier Verkleineret’läitgft verklungen : „Was aber bleibt, stiften die Dichter." slavifche Candidat Baron Fluck v. Leidenkron. bekannt durch seine interimistische Leitung des dalmatinischen Statthalterpostens, während weldier der Aufstand der Bocchesen erfolgte. Die italienische Partei hatte für Conte Alberti gestimmt; sie ist mithin, da ihr auch bei der jüngst ftattgehabten Wahl aus der Gxuppe der Höchstbesteucrten in Dalmatien ein Reichs^athssitz entrissen wurde, zweier Mandate verlustig geworden. K. Ti«z'a ' S Gesetzentwurf über die Verwaltungsreform wird in Pest bereits vielseitig nnd entschieden angefochten. Nach dem „N. Hir." ha: er in| dVn Kreisen der Regierungspartei eine beachtknSixerche Gäh'rung hervorgerusen. Viele der hervorragenden' Mitglieder dieser Partei seien gegen ein neues Provisorium, als welch s sie den Entwurf betrachten. Das erwähnte Blatt erwartet, daß die parlamentarischen Debatten über den Entwurf eine Spaltung in der Partei herbeiführen werden. Wie schon telegraphisch gemeldet, wird der Magistrat der H4vpt>t^dt schon in der nächsten Generalversammlung des Municipiums Schritte gegen den Entwurf beantragen, der in seiner gegenwärtigen Fassung undurchführbar fei. „P. ’Naplo“ aber spricht sich energisch gegen die Ausdehnung des Entwurfs auf die Städte aus, denen man hiedurch den Todrsstreich versetzen würde. Die Idee, die Städte in diese» Comitatsgesetz einzubeziehen, sei eine geradezu unbegreifliche, zeuge von einer NichlkenntniS, ja Mi«-achtung des bürgerlichen Elements, welche an jene Zeiten erinnert, als es noch eine Kühnheit war, d(k bürgerlichen Rechte der Städte zu verteidigen. Selbst die Freunde des Entwurfs erwarten, daß die Commission für Verroaltungereform denselben gründlich verbessern werde. In dieser Commission befinden sich von den hervorragenden Mitgliedern der Regierungspartei Csengerh, dann die gewesenen Minister Gorove, Wilhelm Toth und Graf I. Szaparh. Ausland Die Abberufung des Prinzen Reuß von dem deutschen Botschafter-posten in PeierSßurg wird nun telegraphisch bt’ stätigt. Es läge nahe, unter den gegenuättigW Verhältnissen politische Gründe hinter der DeoM»? des Prinzen zu suchen. Der „A. A. Zig." wird trj* besfen auS Berlin geschrieben, daß lediglich persönliche Rücksichten für dieselbe Maßgebend waren. Prinz Reuß vollzieht in der nächsten Zeit seine Vermälung mit der Prinzessin von Sachsen-Weimar uny dieser sollen theile das russische KliM, theils bic Rangverhältnisse, in welche sie in Petersburg cintreten pürde, nicht zusagen. Man glaubt, daß Prinz Reuß für den pariser Posten auSersehsn sei, doch steht in dieser Hinsicht so wenig etwas fest als bezüglich der Entsendung des Generals Schwei« nt§ nacb Peter^>urg. «üoute'^tere dvch ersmgtt» < so würde vermuihlich Fürst Hohenlohe in Wien an seine Stelle treten. Die Pr« Streit Arnim contra Bismarck tz« handelnde Broschüre „Pro nihilo“ macht in Berlin gewaltiges Aussehen. Dieselbe ist bereite mit Beschlag belegt worden und gegen den Grafen Arnim soll da«' Disciplinarverfahren einge« leitet werden. Die im Ministerium de« Inneren redigierte officiöfe Eorrefpondenz deutet hierauf hist, inbem sie von den Arnlm'schen Kundgebungen Notiz nimmt, ..welche in der gehassigiien Weise ttlifb-ipcctioe Politik treiben unb durch den Charakter ätzender Schärfe Ihren Ursprung' oerratheh”, ufid fortfährt:''„Unb doch ist'Gkaf Arnim, als ein zur Disposition gestellter Diplomat,' noch immer dir Disciplitiärgekvalf des "auSibärtigen Amtes untifc« sttllt." Hieäiiffcheint angedeütet, baß die veröffenl« lichten Akle'nstücke als tcht betkacklit werden'. Die „Magdeburger Zeitung" ’tneirtk, „öle Broschüre ent« hält1 concelitfierfe Schwefelsäure, die dem Patienten in Varjln gereicht roitbe." WährtÜb sich von den pariser Blättern der .Bien Public", das besondere Organ des Herrn Thiek«, tactvollerweise jeder Bemerkung über den MT Kortsetzlmg itt der Beilage. “W Vellage zum „Laibacher Tagblatt" -rntm-Bt-marck'schen Briefwechsel in der sen« Imiontüen Broschüre enihäu. können der „FranxaiS" Hab der „Moniteur Universel" den „durchdringen. bm Scharfblick", den „Esprit" und die ..Feinheit" ktl Arafen Arnim nicht genug bewundern Dir * Union" sagt sehr richtig, dem Fürsten Bismarck >öime es nicht sowol darauf angekommen sein, dir Person als das System des Herrn Thiers erhalle« zu lehen und in diesem Sinne seien seine Nnsche vollkommen erfüllt worden. „Dieser Mann »w Berlin." schlicht ..Union," indem sie sich aber. -Kubisch bekreuzt, „hat rin fürchterliches Glück htit un«." Der conservative „Standard", welcher dem Wen englischen Ministerium sehr nahe steht, legt ^ Standpunkt Englands gegenüber den türkische« Wirren in folgenden Worten dar: Mr haben die Periode der Illusionen hinter uns Hit, erwarten wenig von den türkischen Bersprechuu-ir aber wir find entschlossen, die türkische Auio-tiiit so lange aufrecht zu erhalten, bis wir irgend !lwS vernünftiges an ihre Stelle setzen können. Ü)ir können nicht dulden, daß Rußland Äonslantino-W besetzt oder sich zum Herrn der engen Durchfahrt »Mi dem schwarzen Meere macht, und wir können »>r Herrschaft keiner Großmacht in Kleinasien und koten dulden. Andererseits haben wir keine Nei-«tan tu Annexionen. Das britische Reich umfaßt Ün dn Achtet des festen Landes der Erdoberfläche H,b wahrscheinlich denselben Perzenlstand de» Men itmaeschlechtes. Das ist genug, den unerMichslen Äkaei» tu befriedigen, und legt U»S eine Beranl. Örtlichkeit auf, an welcher diese kleiue Insel genug hl ftQflCtl Der „GoloS" wendet sich ebenfalls gegen tue Walfängen der auswärtigen Blätter über den taten Artikel des russischen „Reg, erun g san. Iaer*“ und bemerkt, der Artikel fei nicht für M. ausländische Presse, sondern für Beeinflussung fctr öffentlichen Meinung in Rußland bestimmt ge« Vs«r. Derselbe habe nichts der Diplomatie Unbe-Lenthalten und nur die friedlichen Gesinnungen iw.. 6f, vollständige Uebereinstimmung der euro-Mstzen 2»Sch" bestätigt._________________________________ Zur Tagesgeschichte. a n (11ifer ®röom. DaS .Eco dkl Turtne“ i •' „ Korfall, der sich kürz»!» an einer Barriere Wt jugftragen bat Seit längerer Zeit iahen Bit Umgegt in der Dämmerung einen wunder- Mbeam oon tmem eleganten Herrn selbst kutschiert, Kia,n 'fahren. Hinten aus dem Wagen faß ei» » * it „tt englischer Physiognomie, mit steifen, Hals-j/wn .ttn «rmen und einem so ernsten Ausdiuct, Hi®'0' »SeicdästSlräger, der ein Protokoll unterzeichne,. Die » mttui dieser Wagen kam. thalen jedesmal dieselbe Steuerbares?" und der Herr ermibttit: "roorauf der Wagen abfuhc. Bor einigen Tagt» ESagen unglücklicherweise gegen einen der Ecksteine Cfrriere und zwar so stark, daß der junge, elegante * die Erschütterung das Gleichgewicht verliert und % 6U®tt>t geschleudert wird. Doch war der Wagen nicht >>t» f h Es war bereit! Nacht und die Zollbeamten % bem Verwundeten ,u £)ilsf. . Und Sic. was tfcuen A uft einer der Zollbeamten dem Groom zu. der sich Platze gar nicht rührte. .Steigen Sie ab. Ihr »1" " sich beschädigt!" Der Gtoom an,mottete nicht. Sir unS doch", rief auf« Neue der mitleidige foo mte ®leidbe6 Schweigen. Die Zollbeamten nähern „an und lasten da» Individuum an. das - ,u \ höchsten Erstaunen von Zink war und 150 t'ilrefi CfplriM* enthielt! ■ ^itoueberg. Einigt ergänzende Striche zu k( da» von dem gestützten Qiftnbabnlbnin »i linfttm ,n,röorf(n wurde, mögt» Hier au« der 3 " Platz K, 2>tn Höhepunkt Hattt de« StrouebergW Glück S'rt f Jah'k» erreich,, ol« er feine silberne Hochzeit feierte. K. ” arn wurden ihm dargebrachi, wie stk kein Ä6ni,t |t j ,ign niUnlAen keNntf. Mau schätzie damall die Zahl n ihm abhängige» Atbtiiet und Beamten in allen ^ "kgkNden auf 160,000. Sie allt skndeik» Abtkffk», «r. 260 vom 13. November 1875. Dtputationen und kostbare Geschenkt. Bon alen Seiten kamen die Gratulanten iu da« Wunderhau« dt» ftlnfjigsachen Millionär« in der WilhrlmSsttaße; hohe Adtligt und berühmte Gelthrlt, hochgestellte Officitrt und Beamte brachten ihre Glückwünscht dar. Rrgiertnbt Fürsten sollt» ihm dit Umwandlung zum Grasen oder wenigstens Baron angeboitn haben; doch hat ihn — so erzähl,t man (ich damals — Iheil« guter Geschmack, Ihcil« Stolz auf feint« mit ftintm Namen verwachsentn Dociortittl von der Annahme tiner solchen angeblichen StaudeSkihöhuug abgehalten; er gab sich zufrieden mit den zahlreiche», an diesem Jubellagt eintref-stndtn, wenigsten« fein Knopfloch zierenden Ordensbändern. In feiner Heimat, im Kreist Alltusttin und Röfftl, hallt man dt» Eiftubahnköntg al« Abgtordutten zum ersten Reich«, lagt dt« notddtulfche» Bunde« erwähl,; Musiker und Maler fcietttn ihn als dt» großherzigst«, und btstbezahltndtn Mäceua« ; seine in kürztsttt Zeit zusainmtngksttllle Gemälde* galltrit tuthitlt die Meisterwerke von ÄitanS (der sogar — eint fei,ent Ausnahme — die ganze Familie portraitiert halte), von Bautier, Acheubach, Sohn, Eolamt uttd Meiffo-aier; fit wurde vor einigen Jahren von tintm bekannte« Kunsthändler für dit Paufchaliummt von angeblich 600,000 Thalern erworben. Freilich selbst damals gab e» nicht wenige, die in Kürze den Zusammtusturz all bitft« Glanzt« voraue-’ahtit. Selbst damal» wurde dem Mächtigen Don al,begründete», solidtu ersttu Häusern der Lttdit verweigert, und nur zu hohe» Perzenten wurden feine Wechsel biscouticrt. Schon kurze Zeit nachher ttzähltt man sich iti weitern Kreisen dit bekannte Anekdote, 6trou«btrg habt einem Freunde, der, Uber jeint loloffaltit Unternehmungen verwundert, ihn gefragt habt, mit tr nur ruhig schlafen könnt, die Antwort euheill, tr begreift nicht, mit feine Gläubiger dabei ruhig chlasen könnten. Und da« btlanutt Bcnuiol eint« hohen Herrn, btt dt» Herzog oon Ujtst mit .Herzog von Streu«» btrg" angcredel, hat nit für ti»e Schmeichelei gegolten. Jetzt sind ftint Prophezeiungen zur Wahrheit geworden; das Gebäude, zu dem noch in der letzte» Zeit zahlreiche Bausteine verwende, worbe», ist zusammengesetzt, ein Wiederaufbau läßt sich kaum mehr trwartt». — Der Mo « kautr Krach umfaßt immer weitere Kreise. Man erzähl, sich ganz unglaubliche Geschichte», dit nicht mehr blo« crirntnelle«, sondern kulturhistorisches Iu» ,treffe hoben. Die höhere ruffifcht Gesellschaft zeigt sich in einem Lichte, das ihre lieft Destruktiv» enthüllt. So hat t« sich unltr ander» tnttrtffa»Un Fällen dtr Mitleidenschaf, an dt» Falliment« gezeigt, daß auch da« t'qceum, welche« zu Ehre» bt« Großsürsttn Ntkolau« Nikolajew-ki gtnannt ist, 41,000 Rubel vtrlor, dtn Rtst dt« Banfondt«. Dit Bau-Uu,tr-nthmer sind aber Xattfoff und Eompogitie, — deshalb schwieg sei» Blatt so hartnäckig von den Vorgängen in Montau. Dit maßgebeudt» Kreist wollt» gegen bitft« Utbtl durch Weckung unb Hebung dt« — religiösen Sinne« aukämpf.'N. ba sie abti bei dt» „undaiilbaitii Russen" bomi, wenig tr-zitleu, werde» sie »euesteuS dit alleinfeliguiacheudr Äirche nach Japan exponieren, wo sich beett,« vielt ruffischt $on-ntrtiltli befinde» solle». Eint Verfügung der heiligt» Synodt oidnrt setbt» zu diesem Zwecke eine aUgtmrint Geldsamm-lung im gauzni Reiche an. — Ein Taucher unb ei» Hai. I» der Näht de« Hasen« von Lau Francisco entging kürzlich ei» Ja« chtr, dtr bt» Spitzname» „Old Dtck" hat, mi, gttiauer 'Jioth bem u»ongt»thintn Schicksale, von einem Haifische verspei-t zu werben. Der Taucher war mit feiutr bekannten Ausrüstung auf den Boden bt« Meeres gesenkt worbe», um ki»t» verlorene» Auker aufzusuch-u. Er fand bitft» auch, abtr fast gleichzeitig bemerke er tinigt Fuß «btt sich einen Hai, dtr augtnfchtinlich ftint Btwtguugtn btobachltlt. Dtr Fifch war mindesteii« 18 Fuß lang und von einer stht gefräßigtn At,, wtlche man bott „bottle nose“ nenn,. Ditft Eiitdtckuug beunruhigte natürlich dtn Tauchet. Er hattt ein Kabel an dem gtfundeiieu Aiikt, brftfligt und wolllt nun sich enipotziehtn lasten. Abtr e« ivat augtiv schtinlich, daß der Hai darauf wartete. Det Tauchet hallt gthötl, daß Haifischt Männer in der Tauchttaurtüsiung nicht belästigt». Et btzwtiftllt ba«, und wolllt nicht gtritt da« Efpttimtn, machen. Er bewegt; sich einigt Schritte vom A»ktt fort — btt Hai bewegte sich tbtnfalls etwas in betfelbeu Richlug. Det Tauchet ging an feinen frühere» Platz, ber Hai folgte. Eublich ttimurlt sich brr Taucher, baß btt Tintenfisch btt Gesahr babuich tnlgtht, baß tr ba« Waffe» durch eint ansg-spritzle Ftüsflgktit schwätzt Dein- gtmäß regte er den Schlamm 6t» Meeresboden« so raf, daß sich da» ganze ©affer um um ihn verdunkelte, wirf dann ftint Gtwichte ab, unb signalisierte dem Manne oben im Boote, ihn emporzuzitht». Dit» gtfchah, aber der Hai schnappte btmtoch nach ihm, a« tr aufflitg und „Old Dtck-vtrlor an tintm Fußt drti seiner Zehen. Eltone mthr. unb dtr Fuß wärt wtggtwtstn, aber der Gebankt, ba« Wasser zu trüben, hattt dem Taucher offtnbar da» Ltbe» gerettet. Local- unb Provinzial-Angelegenheiteu. — (Sanctionierte» LandeSgrsetz.) Die vom krainer Landtage beschloffene Bauordnung für das Herzogthum Ärain hat dir kaiserliche Sanction erhalten — (Ernennung.) Httt Franz Zepic, derzeit Lehrer an ber Waldbanfchule in Schnttbtrg, wutdt zum Abjuncten an der LaubtS-Obst- unb Wtiubaufchule in Slap ernannt. — (Die laibacher Pfahlbanten.) Wie «ol aus Witn geschrieben wird, hielt der Herr RtgierungSrath und Direciot des k. k. Münz- und Antikencabinele- Baron Sacken in der Sitzung der anthropologischen Gesellschaft in Wien am 9. d. M , an welcher nnter dem Borfitze de« Hostathes Rokitansky viele Lelebtitäten der Wiffmschast Theil nahmen, einen längeren Bortrag über die Kunde auf dem laibacher Moore, die im Laufe des heurigen Sommer» daS Jntereffe des hiesigen Pnblicnms in fo hohem Grade in Anspruch genommen hatten. Der besagte Gelehrte, einer det vorzitglichsttn Kenner der vorhistorischen Objecte, hatte im Aufträge des k. k. Unterrichtsministeriums im Laufe de# Monates Oktober die in unserem Landesmuseum befindlichen Funde einem eingehenden Studium unterzogen, und sodann in Begleitung dts Entdtcktts der Pfahlbauten Martin Pe-ruzzi und des Mufealcustos Karl Deschmann die Fundstätte selbst in Augenschein genommen. Der Borttag wurde durch Vorzeigung von Fundstücken, die vom Landesmufeum au das k. k. Münz- und Antikencabinet und an den gedachte» Verein eingefendet worden waren, erläutert. Nack Anficht des Vortragenden bietet der laibacher Pfahlbau in manchen Beziehungen abweichende- von dem, waS bisher andernorts aus ähnlichen Steniederlaffungen bekannt geworden ist. Namentlich charakterisiert ihn die überraschende Fülle von Werkzeugen aus Hirschhorn und thierischtn Knochen bei auffallendem Mangel von Steinwerkzeugen und Steinwaffen, von denen, anßtr den seht zahlreichen Reibsteinen auS Quarzronglomeraten, nur sehr weniges zutage gekommen ist Eben so auffallend fei im Bergleiche zu allen ändern bisher bekannt gewordenen Pfahlbauten die verhältnismäßig große Entfernung der Niederlassung vom ehemaligen See-Ufer — ungefähr 270 Klafter betragend, welcher Umstand zur Ber-muthung führt, daß bereit» zur Zeit der ersten Ansiedelung ein Rückgang des SeeS stattgefunden und die Torfbildung am Uferrande begonnen hatte. Die meiste Aehnlichkeit haben die Funde mit jenen vom Starnberger See in Vairru, wo auch die Werkzeuge aus Hirfchhorn und Knochen vor wiegen. Die zahlreichen Dolche und pfriemenartigen Werk-zeuge aus Bein stimmen fast ganz mit den gleichm Objet. ttn aus dem Atterfee in Odetösterreich überein; die nur in fünf Stücken vertretenen Broncen haben große Aehnlichkeit mit den Broncen aus dem Pfahlbau in Ptschieta Der Bottragende reassumierte zum Schluffe feine gemachten Wahrnehmungen dahin, daß in dem einst bestandenen lai-dacher See in nicht zu bestimmender Borzeit eine Bevölkerung angesiedelt war, die von der Jagd, vom Fischfang und der Viehzucht lebte, welche letztere Beschäftigung durch die zahlreichen Reste des Rindts, de« Schweine», der Ziege und deS Schafes nachgewiefen ist. Bisher hat noch nicht» darauf geführt, daß von ihnen auch der Ackerbau betriebe» wurde. Bot allem hervorragend und alle bisherigen Pfahl-bauttnfunde weit Übtrtreffend war die Anfertigung der THongefchirte, dir sich in einem für die damalige Kultur-stufe höchst überraschenden Formenfinne darstellt, und na» mentlich in der Verzierung der Geschirre ausgezeichnete» leistete. Die besagte Niederlassung scheint von der Steinzeit bis in jene Periode gedauert zu haben, in der durch den Handelsverkehr die etturischen Brvncefabrikate über die Alpen in die nördlich von Italien gelegenen Länder gelangten nnd auch in Krain Platz griffen. Sie scheint von den Bewobmn in später Zeit freiwillig verlaffen ivvrden zu fein, welche alle werlhvolleren Getäthe als z. B die Steinbeile und Stein-Hämmer mitgenommen haben dürften. An diesen Bortrag knüpfte Dr. W i l k e n », Professor an der Hochschule für fcotanhrttw in ttien, einige Bemethmgen U6#t da« maffttv hast« Material» an Thierknochen, unter denen jene sowol de» zahmen al« deS wilden Rinde- ein erhebliches Perzent bildet, so daß der laibacher Fund jenen zu Pobenhaujen untf den fonfligen Schweizerseen, von wo bisher das meiste Materiale für die Brgefchichte der Hausthier» geliefert wurde bei weitem übet treffe. Allerdings werde die Bestimmung der Kindertage durch den ymstand erschwert, daß auf dem lakVilchkk'ME WP'WWWffliixlieii mir in sehr gertr tim inertem Dotfommen, 1« daß efl («am möglich ist, au« de» zahlreichen Bruchtheilen ein bestimmbares größeres Stück lujammenyig tUta. SDt. S^u* sprach die Bermuthung auch» daß f#t den Bestand eines großen Sees in der Nähe von Lqibach in historischer Zeit eine Stelle Stradps sprecht w» es heißt, daß die Waren von Äquileja über die Alpen ntzch Raupott»- (Oberlaibach) befördert und von da weiter verschifft wurden; es müsse demnach eine bedeutende SchHsstakon ästenden haben, was nur bei e'n-m größeren Set erklärlich jp. — Zn» Schlüsse geigte der bei der 8er fqiyMlyng aruoesende Hext Sieich^rathSabgeordneke Äart einige her «ff ihn gelangten sehr gelungenen Ptz»lograpi,»en aus dem »ttlitt tes Photographen Tal oh iwti führte wei^rs ^itli-e Umstände an, welche noch bt deutende Funde in Aussicht stellen, und au» Niedetlassnn gen an ändern Pifjtften des, einstigen Sees oetmuthen taffen zugleich widerlegte er die Ansicht deö Dr. Much mit der Demttfung, daß Htrabo mol nur den von alten Schrift stellet« als NauportuS bezeichnetkn Raibach {lut; gemeint haben konnte, der schon von seinem Ursprünge an schiffbar ist, wo (Mich MtfUIft deS heutigen Oberlaibach in uralter Zeit «in» chchWK-tiftn bestand. — Wie wir noch aus Wien «Liter» erfahren, sott feilen» der k. Akademie der Wifsen schäften eip namhafter Beitrag zur Fortsetzung der Auf; decku»g»»rbeiten auf. dem laibacher Moore für das nächste A»ht in sicherer Aussicht stehen, -r Pei tiefem Anlaffe tön neu wir nicht i^tchin, daS Publicum aqf die gelungenen ptz«l»graptzii»»n ^hhühunyn de« Herrn Saler (Hole (jlejaut) aufmerksam zu machen. Gewiß verdient ein Unter nehme». d« vorzüglichsten, im VaiideSmufenm aus flefUUw* Qtycte q«ch den weitem Reifen zug-Mlich ge m«(i>t werde» Wien, hie vollste Unterstützung feiten* unftre« kunstsinnigen Pfbticums. — (C o d 11 f a (I.) Sestevn nacht- verschied nach kur. zer Äronkheit der jUWlierte f. f. ReqierungSrath und gf wefeflV ?anbe« @enität»r(fm*i für teain Herr Pr. «ugnst «Ith* fr. Unfcrtrti, (Min. Condsienb. — ^Für den train. SchulPfennig) ginget, ein:, Au« der Sammelbüchse zur Post in Lotkschee 2 st., an< her Sammelbüchse zu Kronau 2 st ; Herr Jvdaini Sajc, Leiter der Volksschule zu St. «artelmä in Unterkrain 1 st. - (Waubmorh.) r^is Sa'irach, ^tichtSdezirkAdria, wird von folgendem entsetzlichen Verbrechen berichtet: Zu ßotteinrt, einem kleine» ö|«ler, steht in einer einsamen Xhalfchlucht eine »Ifchle, bewohnt von einem arbeitsamen und spatsav.n Manne mit seinem Wride. die einiges Leid hat Kn. In «net Dachkammer hauSte außerdem eine Jnwoh netin mit einem etwa achtzehnjährigen Sohne und einer Lochtet. Im 3, 6. M. gegen «bend kam ein ganz verwildert »»«sehend« Bettler in die Mühle und bat die Hausfrau, hi« Übernachten i» dilisen, da et in der Gegend un bekannt fei und wegen d*t hereinbrechende» Nacht nicht „itet tonne. Nach einigem Hin- und Herred«» wird ihm dii Rachcherberge zugestanden und die Müllerin gab dem unheimlichen Fremden auch noch etwas zu essen. Um 9 Uhr begaben sich alle zur Muhe. Dqf Weib deS Uiuflrto legte sich z» Bette, der Uüller aus die Osenbrücke, der Bettler schlug neben dem Ofen sein Nachtlager auf. Äl« der Müller und (»in Weib eingeschlasen, erhebt sich der Strolch oen seinem l'ager, verwundet mit einem Messet den Müller am Helfe und am Bauche, springt daun zum Bette der Frau und stößt ihr da» Messet rechts in dpn Hai«. Mittler-««i»« war bet MÜllex vom Ofen hetbeigefpiungen. halte ben Mörder gepackt und taufte st» mit demfelben. DaS Ifcifc schleppt sich bi- zur Haufltbür, wo sie den Sohn der Inwohnerin um Hilfe ruft und dann zufauilnensinkl. Die Quewfoierin, deren Sohn auf einet Hochzeit abwesend war, eilt aufl ihr« Dachkammer herunter und findet die Müllerin bereit« iu ihrem Blute liegen. Sie hob dieselbe auf und liwfl % im ihr Bett, wo sie alsbald verschied Der Psötdet hatte ft» 6«m Hilferufe der Frau loSgerifsen und die tzluLt ergriffen, ohne, w.e er «sl beabsichtigt, etwa» rauben zu können. Der Müller lebt mx§, man zweifelt jedoch an feinem Aufkommen. — (U e b e t die ff u n ft ro e i n e.) In der jm 5. d abgehalteueu Versammlung des Llubs der Landivirthe in Wien hielt Professor Rösler aus Äloflerneuhurg einen mit allgemeinem Beifall aufgenommenen Bortrag über die Frage der Kunstwein-Fabtication. Der Bortragende erklärte zunächst die unter den Weinproducenten übliche Bezeichnung ihrer Weinverbefferungsmethvde, d. t. der Zusatzes van Rübenzucker und Wasser behufs Patalysietung der überschüssigen Wein säure und Veidünnuug des Weines mit dem Namen «wissen schaftliche Verbesserung deS Weines" als ungerechtfertigt, indem der wissenschaftliche Schwerpunkt der Weinkultut in bei Mehrproduktion des Zuckers In der Traube liege. In Frankreich wurden im heutigen Iahte 70 Millionen Hecto* liter Weiit gemacht, während in Oesterreich 10 und in Un garn 26 Millionen Eimer Wein erzeugt werden. Während der französische Weinproducent die Aährnng deS Weines durch Schwefelung des gelammten Mostes hintanhält, geht in der österreichischen Manipulation die Hälfte des Zuckert durch den Gähtungsptozeß in Kohlensäure über. Hiezu kommen noch die Behandlung der Ltaubenabfälle (Trester) Abgesehen von der zumeitt primitiven Natur der Pressen bei den österreichischen Weinbauern, welche 40 - 50 Perzent des Zuckerstoffes in der Traube zutücklaffen, werden bei uns diese Tranbenrückstände einfach weggeworfen, während dieselben in Frankreich und Spanien zu «unstwein ver> wcrthet, d. i durch Alkohol und Wasser ausgelaugt werden oder aus ihnen Spiritus erzeugt wird, welcher wieder dem Weine zugesetzt werden kann. — Redner will unter ffunst-wein nur jenes Fabrikat verstanden wissen, welches mittels aus der Traube felbst gewonnener Stoffe bereitet wird, lir bezeichnet die mehtsach laut gewordenen Befürchtungen, daß bei Einführung der Kunstwein-Fabrication btt Weinfälschnng mittels Kartoffelacker u dgl. überhanb nehmen würde, al« unbegründet, indem einerseits die Äesammtproduction de« Coulinents und Amerikas an ffartoftelzucker nicht hinreichen würde, um dessen Bedarf für *unftwein zu decken und andererseits alle diejenigen Sxtractivstoffe (Dextrin. Jnosit k.), welche den Wein wesentlich charakterisieren, viel billig« aus der Traube al« aus anderen Stoffen zu gewinnen mären. Nachdem Redner noch konstatiert, daß aus der Asche der Traubenrückstände in Oesterreich an 9 Millionen Kilogramm kohlensanreS Kali gewonnen werden könnten, fowie daß durch Einlage von kohlensautem Kali in die Weinkeller während der Weingährung ein kostbare« Produck, da« doppelt kohlenfaure Kali, gewonnen und in dieser Weise dem Na tionalreichthum jährlich ein Betrag von circa 10 Millionen »ulten zugefllhrt werden ffliime, fordert der Vortragende die Llubmitglieder auf, für die Propagierung der aiigrrrg* len Ideen und inSbefondere für die Heranziehung der chemi» chen Industrie zur Welnprobuctiou zu wirken. — (Theaternachricht.) Wir wir au« sicherer Ouelle vernehmen, soll Dienstag den 16. d. M. Sounod« große romantische Oper „Romeo und Julie" zuverlässig zur Aufführung gelangen. Die Besetzung ist solgenbe: Romeo (Hr. Neubotdl), Julie (Fr Schwade-Singer), Lapnlet (Hr. Rnbo), l'ortnzo (Hr. Reichman»), Mercntio (Hr. (8. Maurer), Stefano (Fr. Paulmonn), (tieitrude ,Frl. Adlor), ManurUa (Frl. Zinnberg), Thhbalb (Hr. Schimmer), Fürst ESealu« (Hr Vdam). Die übrigen kleinen Partien befinden sich in dm bewährten Händen bet Herten Thallet, Steinbetjer, Stampfl, und da diese Oper außerdem noch großes Personale erfordert, so haben sämmtliche Schauspielkräfte ihre Mitwir-kung beieitwilligst zugesagt; überhaupt werden vonseite der Direktion alle Anstrengungen gemacht, um diese reizende Oper, die sast in allen LroßstLdten sensationelle- Aussehen erregte, mit großer Ausstattung und Präcision vorzuführen. Die Sesang-proben werden gleichzeitig bei 3 <$la»ieten und die Orchesterptoden vorläufig wegen Mangel an Raum in den Eafinolocalitäten abgehalten. Herr Kapellmeister Kutschera als Dirigent dieser Oper hat namentlich auf da« Studium der Ehöre unb deS Orchester« die größte Sorgfalt verwendet und soll vonseite der Soli« ein förmlicher Wettstreit um die Palme des AbendS stch entsponnen baben. Die Inscenie-rung dieser Oper leitet Hr. Direktor Schwabe selbst und oll auch die Ausstattung eine glänzende sein. Wir sehen mit freudiger Erwartung der ersten Aufführung dieses Herr-lichen Tonwetke« entgegen unb e« soll un« recht freue«, i einen durchschlagenden Erfolg konstatieren zu können. — ($6eat(r.) Unsere für Lustspiele vorzüglich situierte Bübne brachte gestern I. Rosen» „Fromme Wünsche" zur Aufführung und lag der Örund der nicht ganz musterhaften Darstellung in dem Umstande, als noch in letztet Stunde durch Erkrankung des Htn. Jank die Rollen gewechselt werden mußten. Die Hrn. B erl a und Frederigk, ferner Frln. BsieSky und T ha 11 er führten ihren Pari zne vollen Zufriedenheit durch. Hr. Adam war in feinem Theile unvollständig, ebenso wie Hr. Et ein berg et seinem Frhr. v. Mengen nicht die feine Nuance zu geben verstand. Frau Thiel [ist zu allem ändern eher als zu einer Salondame zu verwenden. - (Zur Trennung des Südb-Hnnede-.) Man theUt dem „91. W. Z.“ von sonst M unterrichtete! Seite mit, daß die Trennung deS Südh"time4u738WiDtet. Da« gestrige Tageimittel der Temperatur + 6V, um 17 tiber dem Normale. ' Theater. Hente: Troubadour. Große Oper in 4 Acte» v»n very,. Morgen: Ja volle. Komische Oper von Emil Jona« Wiener VSrfr v,« 12. «ft,li . . .... BanbelfiaiM . .... Äaiionalbaer .... «netUbflut......... Werfest* bant...... «If»Ib-«-h» .... 8etl tubeiigbabn . . tfllf.>vabn . »el|. lh. 9e|c|*b . . CiaalAala.......... eubb.bn............I 79*0 81 (Date 89*40 M-50 106-6# 110-50 ll»76 151*6 81-6« #60 46 »«!.-*»--74 60 117 60 »»16« W-60 168— *»«.—1*71-— 101 76 10t — fl atz *0'-46 '.i Otg- IM— 6» W 76K1 118 IM-Kl 60 168-60 Pfandbriefe. Allg. 8ft. 8ob.-5rtblt. tt». in 86 0...... Italien, o. Ü. . . . . ttng. «eb.-ilttbltanlt Moritäte-ObL gMnlfP<)|.fl.®a ...... 100*— >00« 8» ft ,rt laaltbe eobb..«ti.su 60(1 »t bto. Bonf Lose. ärebll < Üe(c.... Wnbotf» * «off .... Weobe. (3Mou.) siwl ’onben fo”ufb. Vieri. Poti« 100 (henc Münzen ffaif. BMHi|»Decalei «O-graniisMck . . . - * *afftnf»eint »140 II W 7t-141-M 101 71 M4— 18160 l»|0 »6-40 66-16 .8A 8-«l • 8« »X» 117 I •«»»/, 1-70 106 »d ll-IO ft t*t- 181« tt- 96'tf 65-i» Üri6|.4t)» 1?1 Hl io* m telegraphischer Hur»bericht am 18. November. Papter-«ente 69 20 — Silder-Reute 73 35 - 186c« Staat«.«nlehe» 110 70.- eanfactkn 926. - Credit 192.70 — London 118 70. — Silber lyb 10. - *. k. MUnz-diitaten 6 89. — ‘JO-grancl Stücke 914. — 100 Aeicht-mark 66.66. Telegramme. Kien, 13. November. Die heutige „Wiener o-ituno" bringt ein Handschreiben Ihrer Majestät dcc Kaiserin und Königin an die Erzherzoginnen Marie und (Sbtilbe, den innigen auch oonfette dcS ÄnfftrÖ getheiltei, Wunsch uuSKrück i>d, die bisher qestiftcle Zahl von 70 Zöglingkplätzen im Off'jierS-löchtcrinstrote bei dem bcvvrsteZenden hundertjäh. riaen Jubiläum entspr-chttid zu vermehren, widmet 10 000 Gulden und erbittet die Unt-tslützunü der Erzherzoginnen zur Förderung der segensreichen Idee in beiden R-ick-häls'-n. Wieu, 12. "November. Sitzung de« Abgeord-ncten^utt?- Das Schulavfsichi?grsrtz- betreffend den Antrag Wildauers, wurde nach kurzer Debatte nach btn Ausschußanträgen in zweiter und britier Lesung anqenorntnen. GrocholSki und 59 Genossen intcr-Küieten den Handelsminister inbetreff des Handels-bönbniffeß mit Ungarn u'b der Handelsverträge mit tm Auslande, ob die Regierung geneigt sei, dif Grundzüge ihrer Handelspolitik feftzustellm und selbe dem Hause mitzulhcilen. Ferner wurde die Stfannie Interpellation der Verfassungstreuen in 20Q, und Handelsvertragssuchen, mit 116 Unter.' fdiciften versehen, vorn Abg. Eichhoi eingebracht. Etzjeu, 12. November. Der „Pol. Corr." wird auö Belgrad gemeldet, daß, da beträchtliche türkische Truppmköiper aus dem nischer Lager ins Innere des Reiches zurückbeordert wurden, auch der Rückmarsch der serbischen Truppen von de Grenze anacorbnet wurde. Aoastaatiuopel, 12. November. Der Zustand be« GroßvezierS hat sich verschlimmert und ist gegen-wärtig wieder sehr bedenklich. Es herrschen Besorge risse ernster Ruhestörungen in Bulgarien. Mhmaschmen-Lager aller bestrenommiertesten Systeme »nd üm den billigsten Preisen, als: System Wtieeler & Wilson complet mit allen Apparattu 50 ft. — Hove-Näb- KO fl.^-1 Orlglnal-Taylor-DoppelsteppstichNäh- Sl 40 fl. - Vogi-Schlffchen-Nähmaschine mit 17 «^ndtheilen 30 fl. Doppelsteppstich-Handmaschine 20 fl. 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Möge fick dadurch der leidenden Menschheit eine>.mehr als tausendfach bewährte Quelle ihrer Genesung auffchließen. Trefflich bewährte sich dieser Wilhelm'sche Blutreinigungslhee in rheumatischen Affectionen, besonders wenn letztere bei Veränderung des Wettcrs oder bei rauher Witterung stärker hervorlreten. Schon nach dem (gebrauche einiger Päckchen erzielte ich überall große Erleichterung. Kräftig kämpft dieser Thee in der Gicht an, ein Hebel, welches tiefer feinen Sitz hat und er endlich doch besiegt. Die beginnende Wirkung dieses Thees gibt sich fiele durch ein Prickeln in den betreffenden Tbeilen zu erkennen. Ebenso bewährte sich dieser Thee in UnterleibSaffectionen der Vielsitzer, indem er das im Nnttrleibe angehäufte und Stockungen verursachende venöse kohlen stoffhallige Blut reinigt. Ebenso muß seine Wirkung bei chronischen Krankheiten der Leber, Vergrößerungen, Anschwellungen aurühmen. Höchst zweckdienlich findet dieser Blntreinil,nngungsthee als Vorbereitung beim Gebrauche einer Mineralquelle gegen obgenannte Leiden seine Anwendung. Endlich zeigt er sich als ein woblthuender Ersatz für alle diejenigen, deren Berufs- oder Vermögensverhältm ffe es nicht geRatlen, Mineralbäder oder Quellen gegen angeführte Leiden z» besuchen. Dies zur Ehre des Herrn Franz Wilhelm, Apothekers in Neunkirchen von Dr. Julius Jankll, (644) 6—1 prakt Arzt. Kollationiert und mit dem mir vorliegenden ungestempelten Original voll-ständig übereinstimmend befunden. Jamnitz, den dreiuudzwanzigsten Juni ein Tausend acht Hundert ftAVämeL (L. S.) Dr. Friederich Heidltt, k. k. Notar. Vor Verfälschung und Täuschung wird gewarnt. 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