Deutsche Wacht. Sfe ®04il- erlcüx-im eonntog »nd Sonmrtlan mstgk»« imb fest« rammt d» Sottnia-„e>,nn 'J!1cricl]tt»rtg fl. 1.80, d-ldd»dri» fl. 3.30, gall»a»rtg H. MO. — StittfltK Summern 7 tr. »n»-tz-n «*rt«i IM« lauf txwtltut. (tot ifteKn Wlkt«, »»> Nlt!i-r«q-t>drr Uup. U««ÄSJÄlS 23*7 L »„«anJ nrt«n, m«tn. I. «... «.u... s°.»- ^.m JfctmaU« *r Sfliittta »«*" wtwr. ScnSCTftc Srtft: «tttw»» uitf Sam«tn(i 10 Übt Swrmltto». St»cchftaiivratzme von 3Rtttioo Sonirtag). — Reclamationen find portofrei. — Vntchle. Xwn Verfasser kein Redaettur imXfaiint stnb, tdimen nufc bnüd* ftchttqt wcrdrn. «irttünfte werWit liuch In tzcr Vuchhan!>!ung brt Herrn Frt» «asch derr,tw«ilisft crthetlt. Nr. 31. Cilli, Donnerstag den 18. April 1895). XX. Jahrg. Ein deutscher Befreiungskampf. Aeknlich wie in Oesterreich liegen die nationalen Verhältnisse in Belgien; hier wie dort befinden sich -ivei Völkerschaften im Kampfe, die eine empor-ringend, die andere ihren Besitzstand vertheidigend. Lei im» find es die Slaven, die in einem ge-waltigen Anlaufe Erfolg über Erfolg errungen uub dadurch die Deutschen in harte Bedrängnis gebracht haben; in Belgien ist es ein germanischer P«Iksslamm. der um Gleichberechtigung mit den Lcmdesbewohnern französischer Zunge ringt. Erfreulich ist der Kampf der Vlamen für ihre Rechte, Dem deutschen Volksthnme beinah« ganz entfremdet, haben sie sich ihrer Zugehörigkeit zum bcut'dKii Stamme auf allen Gebieten wieder er-innert und mit echt niederdeutscher Zähigkeit verfolgen sie da» Ziel: das Vlamische Dem Frau-witschen gleichberechtigt zu machen. Kräftig haben fit die Vlamen gegen alle Uebergriffe der Franzosen und Wallonen gewehrt und jeden Zoll-breit ©oben mussten sie erkämpfen. Zur Stärkung ihres Volkthumes haben sie eine vlamisä>e Opern-dühiie in Antwerpen errichtet und als Sammel-pui'.kt aller vlamischen Bestrebungen einen Volke-raad ins Leben gerufen, der eine gewaltige Waffe l:t geeinigten VlamenthumS gegen alle Ver-Mischung zu werden verspricht. Dieser vlamische Volksraad — die vlamische Abgeordnetenkammer — ist für 21. d. M. nach Nmssel einberufen worden. Auf der Tagesordnung «and: Unbedingte Gleichheit der Vlamen und Wallonen bei der Wahl zu den Staatcämtern; Zollbur.d mit Holland: Regelung der Sprachen-hage nicht nur in der Volksvertretung, sondern auch in der Verwaltung des Congostaates. Inzwischen haben die Vlamen einen weiteren Erfolg errungen. Seit dem 4. d. M. erscheint auf Veranlassung des JufiizniinisterS Mynherr Begeram das Staatsblad (le m»nit«ur), das bisher nur in französischer Sprache gedruckt worden ist, vlämisch und französisch. Dieses ist die Fnicht eines 60jährigen Kampfes. Die Vlamen haben ferner in der belgischen Kammer einen Gesetzentwurf eingebracht, nach dem alle belgischen Gesetze auch in vlämifcher Sprache veröffentlicht werden sollen. Die Verhandlung über diesen Gegenstand wurde für nächsten Dienstag anberaumt und wir wollen hoffen, dass die loackeren Vlamen auch hierin einen vollständigen Sieg er-ringen. Ein recht günstiges Zeichen — und zivar umso erfreulicher, da anderswo gegentheilige Erscheinun-gen zahlreich beobachtet werden — ist die echt deutschthümliche Haltung der bclgisct>en katholischen Geistlichkeit. DaS Wochenblatt dieser Partei, „Der Vlaming", äußerte sich folgendermaßen: „Vlamifch und katholisch ist unsere Losung überall und in allem. Feinde vlamischer Sprache und ebenso die jedes Gottesdienstes sind auch unsere Feinde und wir wollen sie fort und fort muthig bestreiten. Vlamifch und katholisch in Wort und That — das soll Der Blaming bleiben." Leider ist die Theilnahme der Deiitschen in Oesterreich und im Reiche an den Kämpfen der Vlamen noch verhältnismäßig gering. Wie wir Deutschen hierzulande früher genug Ursache gehabt haben, uns über die TheilnahmSlosigkeit der Reichs-deutschen unseren nat analen Kämpfen gegenüber zu beklagen, so dürfen wir nid)t in denselben Fehler fallen und die Kämpfe der Vlamen für ihr Volks-thnm unbeachtet lassen. Die Theilnahme der übrigen Volksgenossen hebt den Muth der Kämpfenden. Der Grund dieser TheilnahmSlosigkeit ist Haupt-sächlich in dem landläufigen Irrthum zu suchen, eS gebe eine besondere niederländische Nation mit be-jonderer Sprache, besonderen Eigenschaften des Ge-müthes und Geistes, die nicht mehr unter den Be-griff deutsch gehörtenund in der nickt minder falschen Annahme, es bestehe sogar zwischen den Holländern und den Vlamen, zwischen holländischer und vlamische Sprache ein nationaler Unterschied. Gewiss, der Holländer und der Vlame haben Eigenschaften, die sie von einzelnen anderen deutschen Stämmen unterscheide»; aber der Unterschied zwischen den Niederländern und manchen norddeutschen Stämmen des Reichsgebietes ist sehr gering, stellenweise gar nicht bemerkbar und jeden-falls geringer als z. B. der zwischen Banern und Schwaben. Das zeigt sich in der ganzen Lebens-auffasiung. in den Sitten und namentlich auch in der Sp.ache. Die plattdeutsche Volkssprache sollte das sprach-liche Bindemittel zwischen Holland, Vlamland und dem übrigen Deutschland werden. Die Vereinigung von Niederdeutschen und Hochdeutschen im Deutschen Reiche gibt auf diese Weise den Kern für ein gröberes Alldentfchthnm ab, ohne dass wir unseren Stammesgenossen in den nordwestlichen deutschen Marken unsere hochdeutsche Schulsprachc aufzu-drängen brauchen. Sie bleiben niederdeutsch und zugleich deutsch: eine Aussicht, bei der sich auch die bisher Widerstrebenden unter ihnen mit einer größeren gegenseitigen Annäherung befreunden werde». Ist erst einmal das Gefühl der volklichen Zu-fammengehörigkeit in jeder deutschen Brust erwacht, dann wird auch die politische Annäherung nicht mehr lange auf sich ivarten lassen. Wie wir Deutsch'Oesterreicher einen festeren Anschluss an J'cuilleton. Seine Villa. Nach dem Französischen. Kodion ist ein ehrsainer Strumpfwirker, der seinen Laden in einem Seitengäßchen von Paris bot Eigentlich ist dies kein Laden, sondern nur ein Verschlag, in welchem links und rechts Holz-regele stehen, deren Fächer, sobald sie geöffnet werben, eine» unangenehm dumpfen Modergeruch ausströmen. Ganz hinten ist ein „Comptoir" ein-gerichtet, mit einem wurmstichigen Schreibtisch und einem wackeligen Sessel als Mobiliar. Das ganze Jahr kommt kein Sonnenstrahl in diese Strümpfe-grufi. bis zum „Comptoir" dringt nicht einmal der Lärm des Tages vor. Monsieur Gobion ist zufrieden und glücklich, am glücklichsten im Sommer, wenn die laue Luft ms Freie lockt und alle Welt aus den dunstigen Straßen und Gassen der Hauptstadt auf's Land hinauseilt. Da bezieht Gobion seine „Villa". Jawohl. Gobion hat eine Villa. Sie liegt in Avreeueile, einem Mückennest schlimmster Sorte. Es ist ein Häuschen in einer Stockhölie mit einer glatten schmucklosen Fa?ade, ohne jede Verzierung, mit einem grü»lich-w»ißeu Anstrich. Vor dem Hause befindet sich ein schmales kleines Gärtche», das mit einer niedrigen Mauer versehen ist. In der Mit:« des „Gartens" ist ein Brunnen und die ältesten Leute im Dorfe erinnern sich nicht, dass jemals ein Tropfen Wasser in dieser Cisterne gewesen ist. Einige indemdiolicfi« Bäume stehen gedankentief im Garten, wohl darüber nachdenklich, zu welchem Zwecke sie eigentlich geschaffen wurden. Blätter haben sie keine, die Zweige sind verdorrt und der verküminerte Baum wirft in der stärksten Gluthitze keinen Schatten. Fünfzig Schritte vom Hause schleicht träge die Biövre. ein sumpfiges Wässerchen, dem im Hochsommer die widerlichsten Dünste entsteigen. Solveit das Auge reicht, sieht es nichts anderes als weiße Kalkberge, Ruinen, Steinfelder und abgebaute Gruben, kurz überall starrt einem Elend und Noth entgegen. Seit drei Jahren ist Gobion Villenbefitzer, und mit einem Gefühl unaussprechlichen Glückes und unbeschreiblicher Seligkeit macht er sich im Sommer jede Woche auf den Weg, um den Sonntag in seiner Villa zu verbringen und die Dünste seiner Stadtwohnung mit dem Landaufenthalte zu ver-tauschen. Durch dreißig Jahre eines arbeitsvollen freudeleeren Lebens hat ihn ein Gedanke beherrscht: auf dem Land« zu wohnen, dort Grund und Boden zu besitzen, wo er an schönen Abenden seine Luft schlösse? bauen könnte. Nichts war ihm zur Erreichung dieses Planes zu schwer; er legte sich durch dreißig Jahre alle Entbehrungen auf. er trank nicht Bier noch Wein, er rauchte nicht, er versagte sich selbst eine Prise und legte Groschen auf Groschen zurück. Endlich hatte er sein Ziel erreicht — eine „Villa" war zu verkaufen und seine Ersparnisse reichten zum Ankaufe. Jetzt erst war der Sonntag für ihn ein wahrer Feier- nnd Ruhetag, und glücklich lächelnd sagte er sein Sprüchlein vor sich hin, dass er nun ruhig auf eigenein Grund und Boden leben könne. Jeden Samstag ist feierlicher Auszug „auf's Land". Bei günstiger Witterung wird zu Fuß ge-gangen, um „die schöne Natur voll zu genießen". Der Laden wird der Obhut eines alten Gehilfen überlassen, der den Auftrag hat. jedem Käufer zu sagen: „Die Herrschaften sind heute auf ihrer Villa in Avreeueile". Die Herrschaften gehen inzwischen mit vollge-packten Körben beladen ins nächste Pensionat, um ihren zwölfjährigen Sprössling abzuholen, der bereits angstvoll auf den Moment lauert, in welchem die Eltern eintreffen, um ihn nach der „Sandwüste von Bievre" abzuholen. Der Vater sucht auf dein Wege in dem jungen Pariser Gamin die Liebe zur Natur zu erwecken und bei ihm Interesse für die Landwirtschaft zu erregen, indem er lange Reden über Kraut, Rüben und andere Natur-producte hält. Endlich sind sie angekommen, begeben sich, ermüdet vom Wege, sofort zur Ruhe, denn am andern Tag muss man zeitlich ausstehen, um den Landaufenthalt auch redlich auszunützen. Kaum graut der Morgen, steht Vater Gobion auf und zieht einen Bauernkittel an. Er ist ganz Londmann und bestellt seinen Garten; er gräbt Furchen, säet y und ackert den ganzen Tag. Nicht ein Korn geht 5 IU 2 das Deutsch« Reich als dringend nothwendig be-trachten, ebenso ist «in engerer Anschluss Belgiens und der Niederlande an beide Reiche nothwendig. Alle deutschen Stämme müssen sich zusammen-schließen zum Schutze gegen Slaven und Romanen. Die steirische Deputation öei Bismarck. Die Reise der steirischen BiSmarck-Deputation gab Gelegenheit zu einer großen, vielbeachteten östeneichijch-patriotische» Deinonsiralion. deren Wirkung ans >»aß-gebende Kreise hoffentlich nicht ausbleiben wird. Die slavische» und clericalen Denuncianten haben sich wieder blamiert! Am 13. d. um 12 Uhr mittags sank» in Fried-richSruhe der Empfang der SO Steirer und 20 Grazer Studenten in vollem Wichs statt, die ins-gesainmt unter der Terrasse des Schlosses aufgestellt waren. Dr. P l a n n e r. der Obmann der Depution, sagte dabei u. a.: „In schwerem Kampse haben wir die Ausgabe, den deutschen Boden gegen die slavische Hochslut, welche die Deutschen im st e i r i s ch e n Unterland?, und ich weiß nicht, wo sonst noch, h i n w e g f e g e n s o 11, zu vertheidigen und müssen in beständiger Sorge für die Erhaltung deutschen Volksthums unser« eigene Existenz zu einer io kraftvollen gestalten, dass derHajS der anderen an uns ohn-mächtig zerschellt. In deutscher Treue hängen wir an unserem herrscherhouse in guten und bösen Tagen und be-trachten u>>S als die treuesten und oerlässlichsten Stützen des habsbnrgischen Thrones; in deutscher Treue hängen wir an unserem Oesterreich, in dem. wie eS durch deutsche Macht gegründet wurde, der deutsche ftleife, die deutsche Bildung und Gesittung unserer Vorfahren ein blühendes Culturlebe» ge-schaffen haben; in deutscher Treue hängen wir aber auch an unserer Nation." Herr Schober aus Mahrenberg süllte den Becher mit steirischem Wein. Darauf sprach unter lautloser Stille der Um-stchenden Bismarck und sagte u. a.: „Beifahren Sie mit Ihrem slavischen Rivalen auch in heftigstem Zorn und in der schwierigsten Lnge imm.r mit dem Gefühle, dass Sie doch eigentlich der U e b e r l e g e n e find und auf die Dauer bleiben werden. Es kann nicht anders sein (Zu-stimmung), namentlich in Oesterreich. DaS ganze heutige Oesterreich beruht auf einer deutschen B e a m t e n s ch a f t. aus einer deutschen in dem Sandboden auf — alles verkommt in dem unfruchtbaren Erdreich. Aber Papa Gobion wischt sich selbstzufrieden den Schiveiß von der Stirn und betracht«! mit Wohlgefallen die Löcher, die er gegraben. Er ist mit sich zufrieden, und angelehnt an die Hark« ruft er: „Frau Gobion! Komm' 'mal heraus! Das musst du sehen! Das sind doch capitale Löcher, die ich gegraben, da muss alle« gedeihen!" Als braves Weib staunt Madame Gobion pflichteifrig die Löcher an, und kehrt wieder in die Villa zurück. Im vorigen Jahre gab es eine große Sensation in diesem idyllischen Landleben. Weiß der Himmel, wie es so kam, eines Tages stieg etwas wie ein Krautkopf ganz hinten im Garten aus der Erde — es war ein elender, verkümmerter, fast blattleerer Stumpf, an dem eine Raupe nicht genug zu fressen gefunden hätte. Aber Gobion gcrieth in einen Taumel des Entzückens und lud dreißig Personen zum Diner, bei welchem „Eigenbau von Salat" serviert wurde. Frau Gobion half bei diesem frommen Betrug, um ihrem Gatten die stolze Freude nicht zu verkümmern. So verbringt Herr Gobion den ganzen Sonn-tag in der brennenden Sonne, erträgt willig deren heiße Strahlen und athmet den Staub von der Landstraße mit vollen Zügen ein. Seine Frau weicht fast nicht von ihm, um ihm seine Freude nicht zu verderben, nur der junge Gobion schleicht missmuthig längs der Gartenmauer dahin, um wenigstens ein bischen Schatte» zu erwischen. „Deutsche Wacht" Heeresbildung und es wird auch kaum anders sein könne». Nur möchte ich dringend empseh-len: Pflegen Sie Ihre Beziehungen zur Dynastie. In diesem Sinne bitte ich Sie, mit nur einzustimmen in ein Hoch! auf Ihren erhabenen Landesherrn, meinen gnädigen Herrn Kaiser Franz Joses (lebhaste Hoch-und Heilruse). Ich trinke aus das Hoch Seiner Majestät des Kaisers vonOe st erreich und KönigS von Ungarn!" (Wiederum brach die Versammlung in jubelnde Hochrufe aus.) Fürst Bismarck that hierauf einen kräftigen Zug aus dem Becher und >'agte absetzend: „Mehr kann ich nicht, obwohl'« mir leid thut, denn der Steirer-wein ist trefflich." Fürst Bismarck unterhielt sich bei der Frühstücks-tafel lebhaft im politischen Gespräche mit Plunner und Fürst. Dr. Planner sagte, eS sei bei den Deutschösterreichern alles aus ungeklärten Verhält-nissen >n der Neubildung begriffen. Man strebe die Bildung einer großen deutschnatio-nalen, aber patriotischen Partei an, deren Forderungen vor den Stufen des Thrones nicht Halt zu machen brauchten. Redacteur Kienzl nahm Gelegenheit, vor dem Grafen Herbert Bismarck eingehend die Ei liier Frage zu erörtern. Äus Stadt und Land. Tenunciattteupack. Die sogenannte slove-nische Bevölkerung des steirischen Unterlandes kann sich darauf etwas einbild«», im Reichsrathe durch Abgeordnete vertreten zu fein, die in gewisser Beziehung alle Volksvertreter aller Völker und Wahl gaue in Oesterreich überflügeln. In gesetzgeberischer und volkswirtschaftlicher Beziehung, in allen An-gelegenheiten, die rege Antheilnahme an den wahr-haften Bedürfnissen des Volkes voraussetzen, sind sie zwar Nullen, auf dem (Gebiete des Schulwesens sind sie ohne Principien und Ideen, und dabei nur die Interessen der „heiligen slavischen Sache" fördernd, in Bezug auf Handel und Gewerbe verstehen sie absolut nichts, nehmen sich auch nicht die geringste Mühe, etwas zu lernen, dabei haben sie es durch ihr allzeit unpassende» „anhabiges" Wesen soweit gebracht, dass sie niemand leiden mag, dafür sind sie aber auf dem Gebiete d«r Beamtendenunciation, namentlich der Denunciation solcher Beamten, die dank der famosen Taasfe'schcn Wirtschaft der politischen Verhältnisse wegen ohnehin auf Dornen gebettet sind, unerreicht, ja unerreich-bar. Was der brave Herr Mcha Woschnjak und seine Getreuen in dieser Richtung geleistet haben, steht einzig da in der Geschichte d«S österreichischen Wenn der Abend anbricht, setzt sich die ganze Familie auf die steinerne Bank, die rings um den leeren Brunnen errichtet ist, und die beiden Alten schauen andächtig gegen Himmel. Sie genießen die Landluft! Aus d«n Kalkbrennereien steigt ein undurch-dringlicher Rauch, die Extrazüge fahren blitzschnell vorüber und die Locomotiven lassen hinter sich einen dichten schwarzen Nebelschleier, verspätete Sonntags ausflügler kehren unter Singen und Schreien nach Haufe — «in wüster Lärm, aus dem die schrillen Pfiffe der Locomotive heraustönen, erfüllt die Land-fchaft, über welcher die dunstige Atmosphäre der Biorre lagert. Staub und Rauch erfüllen die Luft, und in langen Colonnen ziehen die Pariser wieder auf sechs Tage in die steinerne Glut, Paris genannt. Gobion sitzt hier, die Hände über dem Bauch« gefaltet, ganz weich und elegisch gestimmt, und schaut andächtig, wie der Mond zwischen zwei dampfenden Rauchfängen aufgeht. Er sitzt in feiner Villa ... l. 5-1. Stimmungen. Introduction. In einer Wohnung nebenan wird von ungeübter Hand Clavier gespielt. Es find einfache Sätze von jener lieblichen Zopfigkeit, die unter dem Einfluss Mozart'S den älteren Uebungsstücken einen Schimmer der Elafsicität verleiht. Das lange _1895 ' Parlaments. Herr Woschnjak scheint nun aber, nachdem man ihm wiederholt auf die Finger ge-klopft hat, etwa» vorsichtiger geworden zu sein, und er ist jetzt durch den putzigen Piccolo von Neukirche» in der edlen Thätigkeit abgelöst worden. Herr Piccolo hat sich bekanntlich in der Eillier Gymnasial-angelegenheit durch eine ganz commune Denunciatioa der Direktion und des Lehrkörpers, sowie der deutsche» Schüler dieser Anstalt hervorgethan. Diese in Form einer Interpellation angebrachte Angeberei ist leider — vermuthlich weil Herr v. Madeyski clerical gesinnt ist — nicht beantwortet worden, und Dr. Gregorec der wohlverdienten Blamage ent-gangen. Jetzt aber hat das kleine Männchen den Herrn Bezirkshauptmann von Cilli, Dr. Wagner, „am Zuge", und jüngst erst leistete Piccolo wieder einmal eine Angeberei, die auf so schwachen Füßen stand, dass sie — nicht einmal von Micha Woschnjak unterschrieben worden ist! Das sagt mehr als tausend Worte. Natürlich steht Herr Micha des-wegen nicht um einen Zoll höher in unserer Ach-tung als der kleine Mann von Neukirchen, denn — es ist wirklich charakteristisch für diese Sorte! — im Reichsrath unterschrieb er nicht, weil er wiffen musste, es handle sich um Lügen, aber — > in seiner „Züdsteirischen Post" ließ er die lässig blöde flache an erster Stelle abdrucken! Famos gehandelt! Sehr brav und ehrenwert! Uedrigen» verlautet, dass Herr Dr. Gregorec seine Jnfor-mationen auf dem Wege über den Pfarrkrchplas empfängt. Wenn die geistlichen Herren dort vielleicht noch mehr zu wissen wünschen, so werde» wir aus den Fall noch zurückkommen. Laudcsgerichtörath Zock f. Aus R a d kersburg wird geschrieben: Am Ostersonntag früh ist der dermalige Leiter des k. k. Bezirks-gerichteS Ober-Radkersburg, Landesgerichtsrath Herr Karl Zock, an den Folgekrankheiten eines Influenza Anfalles gestorben. Der Verblichene er-freute sich infolge seiner strengen Objcctivität und des Wohlwollens, welches er während seiner lang jährigen Thätigkeit in dem obenerwähnten Gerichts sprenget der Bevölkerung entgegenbrachte, der größten Beliebtheit. An der Bahre drS im blühendsten ManneSalter Dahingerafften trauera mit der trostlosen Witwe und fünf unmündige!! Kindern zahlreiche Freunde, da sich Sock auch der allergrößten Sympathie in der Stadt Radkersburg selbst erfreut bat. „Züdmark." Seitens der akad.-technischen Ver-bindung deutscher Hochschüler aus Untersteiermark, „G e r m a n i a", ist zu dem anläsölich ihres zehn jährigen Bestandes am 20. und 21. April d. Z. in Eilli stattfindenden Stiftungsfeste die Ein-ladung auch an die Frauenortsgruppe unschlüssige Verweilen auf einem Accord, das Suchen und Umhertasten nach dem nächsten Takt«, das schämige Fehlgreifen und geduldige Wieder-holen nebst dem sanften Anschlag deuten au» ei» junges Mädchen hin. Ein Knabe würde nach s» vielen Missgriffen doch einmal ungestüm in die Tasten schlagen. Das Mädchen aber stammelt uo-verdroffen in der Sprache der Töne weiter. Das musikalische Geräusch, freundlich gedämpft durch das dicke Mauerwerk des alten Hauses, lullt allmählich das Denken ein. Vor den gefchlosie nen Augen des Zuhörers formt sich das unab-lässig wie die klingend niederfallenden Tropfen eines WasserhahneS ans Ohr dringende Töne zu leisen Vorstellungen und verschwimmende.i Bildern. Die Schwingungsfiguren nehmen Gestalt an in der Seele des Halbschlafenden, wie sonst in dem feinen Staub, der zu dem bekannten Versuch auf eine Glasplatte gestreut wird. Allegretto. Ein Hausgarten, leuchtend von Baumblüten, weiß, weiß und rosig. Die Maifonne küsst den grünen Rasen, von dem sich scharf die schwarze» Stämme der Blütenbäume abheben. Ein heller Bach rieselt durch den (Karten; «ine einfach« Holz-brücke führt üb«r ihn im Hintergrund«, wo der Latten,zaun die kleine Welt voll blühender Schönheit abschließt von dem frühlingslicht durch die Stäbe strahlenden weiten Horizont. Das Bild ist gemalt mit Sonnenschein und O-äur-Accord. Ich jage ihm nach in jedem 1895 Cilli des Vereines „Südmark" ergangen. Die Leitung der Ortsgruppe vermittelt auf diesen» Wege an sämmtliche ihr angehörende Frauen »nd Mädchen diese Einladung mit dem Ersuchen um eine recht lebhafte Betheiligung. Die Festordnung wird durch die „Deutsche Wacht" bekannt gegeben Derben. Tirector Arinkc f. Aus Meran komm! die Nachricht, dass dort der Theater-Director Herr Xudolf Frinke gestorben ist. Direktor Frinke hatte m'l im vorigen Jahre in Gleichenberg. wo er seit einer Reihe von Jahren das Theater leitete, sein ÄÄähriges Schauspieler- und Director-Iubiläum ^feiert. In der letzten Spielzeit leitete er da» Stadttheater in Budweis, vordem war er durch melircre Jahre Leiter des Deutschen Theaters in Laibach und Cilli und des Stadttheaters in Marburg. Auch i» unserer Stadt wird dem hier all-scitifl beliebt gewesenen Manne das beste An ^denken bewahrt bleiben. In Frinke starb ein dltderer i°echtsll»asfcncr Theatermann von wirklich künstlerischen Ambitionen. Rudolfswcrt Rann. Das k. k. Handels-muuücrium hat dem Bergbaubesitzer Cajetan Fa be r in Wien die ihm ertheilte Vorconcession rücksichtlich der intendierten normalspurigen Localbahn von der Station Rudolfswert der Unterkrainer Bahnen über Landstraß. Zirkle und Munkendors nach der Station Rann der Linie Steinbrück—Rann der f. f. priv. Tüdbahn-Gesellschaft neuerlich aus weitere sechs Monate verlängert. Slavische Wünsche. Der russophile „Slo-«nsk> Narod" lässt sich von einem „steirischen ^loomen" mittheilen, was unsere Pervaken in Z^jng aus den Unterricht in Untersteiermark undGraz vorderhand alles am Herzen haben. „Werde» mir «im Amen sagen und schiveigen, wenn wir die '^arallclclassen haben? Wie steht es denn mit der deutschen Lehrerbildungsanstalt in A a rbnrg. wird diese pädagogische Absurdität auf ewige Zeiten unverändert bleiben ( Was ist's benii mit dem Gymnasium in Pettau? Werden wir es zulassen, dass uns das .Land fikiermarf noch fort »nd fort unseren intelligenten Nachwuchs germanisiere und entfremde ? Was ist's ®it der deutschen Real schule in Marburg! Werden dort nicht endlich slowenische Parallel-ciasien verlangt werden? Unsere weibliche Jugend »ird auch an den Schulen der Schulsch western in Marburg germanisiert und entfremdet. Ist nicht traurig? Auch unsere Volksschulen sind m nationaler Hinsicht nicht so. wie sie sein sollten. Such da wird ex offo germanisiert. Und dann — nu< werden die Kinder der in Graz lebenden (früUing, da es ungefähr so von der Kahlen-bcrger Zahnradbahn aus zu erblicken ist, und in jeder Brldeiausstelluna. wo stets irgendein Blüten-z-inm mit Freilicht ge-: alt ist. Aber so wie es in meiner Lorftellupg lebt, habe ich es nie in Wirklichkeit gesehen. Und wenn ich ev je so sähe, »ürte es mich verstimmen, dass in dem einsamen Garten ein Mensch wandelt — ich selber. Adagio. 3» die blaue Ferne hinaus blinkt eine Wasser-anzusehen wie das Milde köstliche Meer des -iden». Weihe Segel und dunkle Rauchstreifen schwimmen draußen über der Flut, unter den Ämnierwolken des Himmels. Zu meinen Füßen >«ken flache Weilchen am Strande, die Sonne »mn,t heiß hernieder und von, höheren Ufer kommt ci i süßer Genich seltener fremder Früchte. Ringsum schwüle Stille. Nur eine Stimme hrichl: die Sehnsucht. Was sie verlangt, erhosft - ich weist es nicht; denn drüben, jenseits des Mme«. ist wieder nur ein weißer Strand mit nippender Flut und seltsamen, stark duftenden Ge-wachsen. Regt sich der Zugvogel in dir ? Nein, die Tehn-ii.iii fände auch auf einer anderen Welt keine Nefrildigüng. Sie ist der unbewM'vte Abschieds-ichm'n, da»'s wir verlassen müssen, was noch Jahr-toustirtt «ach uns in unveränderter Herrlichkeit Meten urird. -Sf-hcrio. ' 1" - '' 1 tlic nuf dem Sluinvfe einer lnmdtrtiähn.m. „ventsche Wacht ' Slovenen der Nation entfremdet! Diese vielen Kinder sind für unsere Nation verloren; wäre es denn nicht angezeigt, da etwas zu thun? Die Weinbauschule in Marburg ist auch noch immer deutsch. Wenn also unsere coalierten slovenischen Ab-geordneten nach Ostern diese mikroskopische Kleinig-keit. genannt .slovenische Parallelclassen in Cilli" bekommen sollten, so hoffen wir — bei Gott! — dass sie damit wohl noch nicht befriedigt sein werden." — Wir aber hoffen, dass die Interessen des Landes und des Staates maßgebender fein werden als die Wünsche einiger slavophiler Leit-Hammel nach Zugeständnissen im Interesse des Allslaventhums. m I I Uhr 20 Min. er-folgenden ersten Stofze» eine umso fürchterlichere. Ei» lang andauernde» Rütteln, begleitet voil einem immer stärker anschwellende» rollenden Geräusche, gieng dem Haupt-stoße voran. Dieser selbst war von vehementer Kraft. Die H ä u f e r erbebten unter dröhnendem Krachen und zeigten breite Risse. In den Wohnungen wurden die Bilder von den Wänden geschleudert »nd die Einrichtungsstücke durcheinander geworfen. Entseht verließen die Bewohner ihre Betleii »nd eilten, oft ohne die nothwendigsten Kleidung»-st ü cke, auf die Gasse — n e u en S chreck-nifsen entgegen. Gesim»stücke, Dachziegel. Bruchstücke von Rauchfängen sausten durch die Luft, die die ungeheuren Staub-wölken verfinsterten. Entsetzt eilte man in die Häuser zurück. Da und dort brach ei» Dach ein und stürzte» auch Häuser zusammen. In verhältnismäßig kurzen Intervallen folgte Stoß auf Stoß. Durch die Straßen, oft über Schutthaufen stolpernd, eilten die Erschreckten den großen Plätzen zu. In der Sternallee. der Latter-mannSallee, hinter dein Schlosüberg, auf den Wiesen bei St. Christoph, aus der Brühla. auf dem Deutsche» Grund und aus beiden Ufern de« Laibachflusies drängten sich Fluch-t e n d e, viele a u f» unzureichendste b e k l e i d e t. z u s a m in e n. Einige hatten Bett-zeug gerettet, da» sofort ans dein Boden aus-gebreitet wurde. Staubwolken in de» Straßen, da und dort kracht ein Rauchsang auf« Pflaster herunter. Kreischende Frauenstimmen, schreiende Kinder, Rufe von Männern, welche ihre Ange-hörigen suchen — schreckliche Momente, jedem, der fiemiterl ebte, unvergesSlich. In den Häusern bleibt niemand — alle sind in wenigen Minuten menschenverlassen. Der schreckliche „erste Stoß" hatte fürchterliche Verwüstnngen angerichtet. Kein (Gebäude blieb un-versehrt, alle tragen klaffende Risse. Alle öfsent-lichen Gebäude sind beschädigt, da» Rath haus und der „FürstenHof", wo sich da» Rech-nungödepartement der Landearegieruug befindet; letzterer ganz besonders bedeutend. Der A u e r »-p e r g p l a tz i fl in i t Schutthaufen b e-d e ck t, ebenso alle umliegenden Straßen. In der Maria T h e r e s i e n st r a ß e lveisen insbe-sondere die .Häuser Nr. 4 und ein anstoßenvea Gebäude große Beschädigungen auf. Die eine Dachmauer de» ersteren ist vollständig z e r t r ü m ni e r t, da» kleinere Nebengebäude, welche» eine Tischlerei beherbergt, ist halb zu-s a m m e n g e br o ch e n. Wie durch ei» Wunder retteten sich die Inwohner. Die Tpfer von Laibach. Nicht so glücklich war ein achtzehnjähriges Mädchen i m V o r o r te K ar o l i n e » g r u n d, da» durch den Einsturz einer Seiten-», a u e r erdrückt wurde. Ebenso ivrn de, wie bereit» gemeldet, der Feldwebel Reinhold vom 27. Insanter'le-Regiment, al» er eilend» da» Local der Brauerei „Perle»" verließ, von Mauerstücken getroffen und schwer verletzt. Derselbe ist jetzt de-iinnungslos und von den Aerzten aufgegeben. Bei Rettuugsarbeiten wurden zwei Wach-leute in schiverer Weise verletzt. Mehr Opfer forderte der erste Stoß i» den um Laibacb gelegenen Gemeinden. In Zapuze wurde ein Gastwirt, welcher den Spitznamen der „blinde Johann" trug, sammt seiner Frau unter den Trümmern seines Hauses begraben. Seine Kinder wurden gerettet. In Oberziaka zerschmetterte ein zusammenstürzend«» Gemäuer einen alten Mann und in St. Veit wurde ein Kind ge-todte. Diese traurige Liste i st f e l b st v e r-ständ l ich »och nicht abgeschlossen. Die Mannschaften der Garnison lagern, sofern sie nicht in den Kasernenhöfen Unterkunft fanden, auf Na Grulah in Zelte»', ebenso wurden die Kranken des GarnisonSipital» und des Allgemeinen Krankenhause» in Zellen, welche mau in den Hösen aufgeschlagen l>atte. untergebracht. Wa» sich nicht aus Plätzen und Wiesen ein Lager zurecht mache» sonnte, drängte sich in de» Casö'ü, welche meist die ganze Nacht über offen bliebe». Niemand war zu bewege», nach Hause zu gehen, zumal die Nachricht kam, das» z w c i Häuser — Bah n-hofgasse Nr. 4 und Am Steg Nr. 4 — vollständig zusammengestürzt waren. Viele zogen zum Südbahnhose, wo nach Möglich-keit den Unterkunfialofe» leere Waggons zur Verfügung gestellt wurden. Die Nacht sollte sich aber in ihrem weiteren Verlaufe noch schrecklicher gestalten, denn nur zu bald zeigte es sich, das» alle Befürchtungen be-gründet waren; e» erfolgte wieder ein Erdbeben und so wurden nacht» über 7 stärkere und 2l schwächereStöße constatie«. Mit dem herai»»al>enden Morgen wurde cfi erst möglich, ein klares Bild zu gewinnen. Man sah die fürchterliche Zerstörung. Au» de» Häusern wurde jetzt eilends Bettzeug geborgen. Auf Sesseln und Bänken sah man Frauen und Kinder in der kalten Morgenluft frierend, während dem Aeußern nach den besseren Ständen ungehörige Männer in übe a u f-un d abschritte». Wägen — Comfortables und Privaiwägen — hat man zu improvisierten Wohnungen umgestaltet und ganze Familien haben dort Unlerkunfl gefunden. Eine sehr starke Wirkung brachte der erste Sloß, meldet ein ivei lerer Bericht, in der Kahnhofga e liervor; besonders das Guggenmoß'sche, nun der Stadtgemeinde gehörige Haus Nr. 12, Bahnhofgasse, da» Spareassegebäude und das Hau» des Herr» Almeslechner wurden stark in Muleiden-schafl gezogen, überhaupt blieb in dieser Gasse, mit Ausnahme der Ne»baulen de« Hotel» „Stadt Wien" und des Hrn. König kein Haus unbeschädigt. Insbesondere barsten die Schornsteine. Die Aufregung und da» Entsetzen der Bevölkerung wuchs, als um I I Uhr 24 Min., 12 Uhr 1 Min. und um 12 Uhr 47 Minuten mehr oder minder heftige Stöße «m kürzerer Dauer folgten. Um 3 Uhr 35 Minute« und um 3 Uhr 38 Minuten wurden leichte Stöße ivahrgeuommen, welchen um 4 Uhr 18 Minuten und um 4 Uhr 21 Minuten kurze, aber heftige Stöße folgten. Der letzte Stoß wurde um 6 Uhr 26 Minuten bemerkt. In der Burgkaserne enl-stauben derartige Risse und wurden die Erdstöße so stark verspürt, dass die Kaserne sofort geräumt wurde; da» Infanterie-Bataillon marschierte auf da» Glacis, woselbst e« bi» zum Morgen bivouakierte. Al» konstatiert worden war, dass eine Gefahr für die Kaserne nicht vorhanden sei, wurde dieselbe wieder bezogen. ch ch ch In Zanerbrnnn wurden sieben Erdstöße wahrgenommen, darunter einer um 11 Uhr 17 Ä>. uuten mit donnerähnlichem Getöse verbunden. Der selbe dauerte 5 Secunden und kam von Sndo». Der >un 4 Uhr 24 Minuten von Osten kommende dauerte 3 Secunden. An Gebäuden wurden keine besonderen Schäden angerichtet, der Pfarrhof und die Kirche scheinen am meisten gelitten zu habe». In Zt. Marein bei Erlachstein wurden gleiche Bewegungen beobachtet uud sind an einigen <5k bänden Schäden zu verzeichnen. Auch in Hochenegg wurden gleiche Stöv wie in Cilli wahrgenommen und erlitt hier da» Pfarrhaus schwere Beschädigungen. Aus MontpreiS wird un» unterm 15. AM geschrieben: Die verflossene Nacht war für die hiesigen Imvohner eine äußerst aufregende. Um II Uhr 18 Minuten bei stockfinsterer Nacht begann ein Dröhnen. Zittern und Schwanken de« Erdbodens mit heftigen eou-tinuierliehen Stöße» in der Richtung von Nord nach Süd, was durch ungefähr 20—25, Secunde» anhielt. Hierauf folgten von 12 Uhr 3 Minuten bi« 4 Uhr 22 Minuten früh »och weitere, aber schwächere fünf Erschülteru»geu, an Heftigkeit immer mehr abnehmend. Die Uhren in einzelnen Häuser--blieben stehe». Gläser und Flaschen wurden um geworfen, alles Vieh war in hohem Maße alar-miert und konnte sich lange nicht beruhige: : auch die Thurmglocken stimmten infolge der heftigen Stöße und Erschütterungen ein gespenstere Haftes Läuten an. Mehrere Gebäude, insbe'onder» die gemauerten, stock- und überstockhohen nahmen nicht unwesentlichen Schaden, so namentlich d.i« Gasthaus „Zur Weintraube" auf dem Marktplatze, die Schule, das gräff. Blome'sche Forsthau», der Pfarrhof. das Pongebäude. Die westliche Ecke der oberhalb de» Forftamts-Gebäude» gelegenen Anise und mehrere Rauchfänge im Orte stürzten ei». Dem Vernehmen nach zeigt auch der Thurm der Pfarrkirche in St. Veit mehrere tiefe Alsie. ivährciid die Kirche in Montprei» augenscheinlich keinen wesentlichen Schade» nabm. Möge sich t e Katastrophe nicht wiederhole», es wäre sonst bei dem bereits vorhandenen Schade» viel zu de-fürchten. M'reinsnachrichtm. Die nationale Thätigkeit der mark". Es wurden oeilieben: Einem Äewerbe-treiben r eu im Bezirke Aonobiy ein« UnterstüKung von 20 fl., zwei Gewerbetreibend«» im Lichtenwald Darleihen von je 100 fl., einem 3lou« und einem Gewerbetreibendcn un Bezirke Marburg Darleihen im Betrage von 80 und 60 fl. — haben dem Verein« gespendet: Äaufinann Eapni in Kapsenberg 8 fl., Stadt Hartberg 5 fl.. Staut l'eob,n 25 fl., 2urnoeiein in StocJetnu I fl.. Llt > gruppe Klagensmt 31 fl. 95 kr., Ing>mieur Alfred Häuser in Giaz 3 fl. 06 kl.. Abgeordneter Zt. Wokaun 1 fl. 34 kr.. Gemeinde Murrcf 10 fl., Gemeinde Leibnitz (Jahresbeitrag) 5 fl.. Sb^emtme!« Dr. Leopolv Link 5 fl., Ortsgruppe Leoben and Umgebung 14 fl. 40 kr., O L. 5 fl., Örtern»»« Wienrr-')ieusts sonstige Spenden) 258 fl. 04 kr.. Ortsgruppe Ar .< fett 12 fl., Gemcind« Donawitz 20 fl., ütaneuitt Liezen 5 fl., Gemeinde Uebel back 5 fl., Cttäjtupcc 1895 Mssberg 12 fl., OrtSgrupp« Deutsch-Landsberg >N!ume»verkaus beim Trachtcnkränzchen durch das Zrl. Anna Fritzberg) 1V fl., Ortsgruppe Deutsch-Lii«d«b«rg (Ertrag einer von dem Herrn Adolf stock« veranstalteten Versteigerung von Bismank-Liedern und Bismarck-Karten) 12 fl., Stadt Villach Ä» Apotheker Frido Kordon als Ergebnis einer L,«mlung bei dem Bismarck Commerse zu Gniünd « ilärnten 16 fl., Gemeinde Trosaiach (JahreS-tckrsg) '» fl., Rudolf Slitz aus der goldenen Birne ZK kr.. Abgeordneter v. Hoffmann 30 kr., Theodor Zickel 50 fl., Dr. Julius Fink 30 fl.. Ingenieur jtori Tötn, Ortsgruppe Grotnxi» 1 fl. KI kr., Lrtiqruppe Leoben 4 fl. 00 kr. — Den OrtS-piippen Wiener-Neustadt und Arnfcls ist für ihre eifrige und ersprießliche Thätigkeit der Dank «Syesprochen worden. — Die Satzungen der Frauen« «Ngruppe Wiener-Neustadt sind genehmigt worden. — In der Bildung begriffen i>« die Ortsgruppe Lemmering mit dem Sitze in Schottwien. vermischtes. 3« stiller Einsamkeit. Ein Handelsschooner der Südsee hat nach Auckland, Neu-Seeland, die Nachricht von einem civilisierten Völkchen euro-Mche>» Ursprunges gebracht, das in «einer Art ttxni# merkwürdig ist, wie die zu Anfang dieses Alhchunderts auf der Insel Pitcairn im Stillen Ocean aufgefundenen Nachkommen der Meuterer mi» englischen Transportschiff „Bounty". Die «ftührmiche Mannschaft dieses Schiffes war im 3flfer« 1788, nachdem sie den Führer, Capitän vligd. und einen Theil der Besatzung überwältigt und ins Meer ausgesetzt l»atle, nach Tahiti zurück-gesehn und von dort, da sie eine Entdeckung pachtete. nach der einsamen Insel Pitcairn ge-flüchtet, wo der einzige Neberlebende, ein Seemann «mcns Adams, sowie die Nachkommen der Flücht-linze später aufgefunden wurden. Die jetzige Ent-taftrng bezieht sich auf 22 Personen, die auf der 3sjel Palinerston, einem kleinen, mit Kokospalmen beirochsenen Korallenriffe der Harrvcy- oder Cooks gruppe wohnen. Vor 35 Jahren entwich ein See-»arm William Marsters von einem Walsischfahrer m der Absicht, sich auf irgend einer der schönen Jsfdn des pacisischen Oceans ein Heim z» gründen. €r verheiratete sich deshalb in Tahiti mit einer tiogeborenen und gieng dann nach der Insel Valmerston, Hier lebt er noch heute im Kreise seiner Kinder und Enkel, ohne dass bisher jemand «im* von ihm wusste. Er hat ebenso wie AdamS feine Rachkommen in Gottesfurcht erzogen und durch strenge wohlthätige Ordnung für ihr zeit-kche» Wohlergehen gesorgt. AuSsterbende Volksstämme. Zu den LMslämmen, die im Aussterben begriffen sind, zehören, wie unlängst in der Hygienischen Gesell-fönst zu St. Petersburg erörtert wurde, die Ost-jlkm and Sainojeden. die ursprünglichen Bewohner Sibiriens, und es dürfte nicht mehr lange dauern, M die Gegenden, welch« von diesen Volksstämmen Wwfjnt weiden, zu Öden Tundren verwandelt sind. Ursache hievon werden der Mangel an Nahrung mb der überhandnehmende BrantweingenusS be-zeichne!. Die Hauptschuld in dieser Beziehung trifft die russischen Handelsleute, welche alljährlich nach dea Zamojeden-Niederlassungen kommen und deren «ewchtliche Praxis darin besteht, dass sie die Samo-jeden, mit denen sie Tauschhandel treiben, zuerst betrunken machen und dann mit ihnen Geschäfte abschließen. Die Russen bieten dann den Ein-geborenen drei blanke Knöpfe eine» alten Uniform-r«ke« als Schmuck für die Frauen an, wofür sie Pelzwaren im Werte von sechs bis sieben Rubel erhalten. Diese Betrügerei hat die Eingeborenen in ftitb und Elend gebracht und trägt in hohem Grabe zu deren Untergang bei. (?in tschechisches t^Umnasinm inMistek. Der Plan eine» tschechischen Gymnasium» in Mistel M verwirklicht und mit dem Baue de» Gebäudes bereits in nächster Zeit begonnen werden. Durch die neue Anstalt soll das ganze Gebiet der Ostramiza für das Tschecheitthum gewonnen werden. Es ist zweifellos, das« eine deutsche Mittelschule in Mistes dringend nothwendig ist. Leider lässt man die Tschechen eine Anstalt errichten und so die Per-tschechung fördern. ..Deutsche Macht" Unglaublich. Aus Innsbruck wird gemeldet, dass ein allgemein geachteter Schlossermeister. der den Aufruf für die Absenkung einer Adresse für den Fürsten Bismarck unterzeichnet hatte, in die Jnnabrucker Hofburg berufen wurde, wo ihm die Lieferung von Schlosserarbeiten für die Hofburg und da» kaiserliche Schloss, welchen der betreffende Schlosiermeister bisher oblag, gekündigt ward. Interessantes über die Bank in Monte <5arlo Durch verschiedene Blätter gieng dieser Tage die Nachricht, dass die Bank von Monte Carlo gesprengt worden sei. Dein „Berl. Tagbl." wird nun von einem „Sachverständigen" geschrieben, dass die Bank von Monte Carlo nicht „gesprengt" werden kann. Wenn jemand dort 300.000 Franken gewinnt, so ist dies ein Ereignis, das sich dort gar nicht so selten wiederholt. Der Banquier an jedem der trente-et-qunranto--£i|d)e hat viele hunderttausend Franken in seiner Casse und auf jeden» Roulette-Tische liegt eine Summe. Das reicht fürs erste gegen jeden Ansturm aus. Wenn aber der Banquier sieht, dass die Karte mit con» sequenter Bosheit gegen ihn schlägt, so dass seine Casse immer mehr zusammenschmilzt, so lässt er, sobald sein Stand auf etiva 100.000 Franken gesunken ist, „Recruten" holen. Dann wird in feierlichem Zuge unter militärischer Escorte eine Cassette. die mit Gold und Papier-geld gefüllt ist, an den Tisch gebracht, und eine Unterbrechung ist so gut wie ausgeschloffen, da die im Spiel so überaus versierten Banquiers mit dem Heranholen von Succurs nie bis zum letzten Momente warten und schließlich die letzten Taillen beliebig verzögern, wenn die neue Aufschüttung ein bischen langsam naht. Aber auch wenn ein einzelner Tisch momentan nothlcidend oder gar zahlungsunfähig ivürde, so kann man doch nicht, sagen, „die Bank" sei „gesprengt" angesichts der colossalen Summen, die in wenigen Minuten aus den Tunnels dort heraufgeholt werden können. Und wenn man gar den Ausdruck „sprengen" für das Herbeiführen dieses Zustandes concediert, so braucht der Banksprenger gerade kein besonderer Glückspilz zu sein. Es beginnt z. B. jemand an einem Tische zu spielen, dessen Banquie r nur noch 100.000 Franken in der Casse hat und er ge-winnt diese 100.000 Franken so schnell, dass der Banquier in momentane Verlegenheit gcricthe — da hätte der Betreffend« „die Bank gesprengt" und nur 100.000 Franken gewonnen, die bei dem Umsatz in Monte Carlo geradezu eine geringe Summe genannt werden können. («-in Millionär wegen Wechselfälschnn ge» vernrtheilt. Von dem Schwurgerichte in Simseropol (Russland) wurde der mehrfache Millionär Karasinow, welcher verschiedener Wechselfälschungen angeklagt war, für schuldig befunden und zu zehn Jahren Verschickung nach Sibirien verurtheilt. (Sin tschechischer Tieg. Wie die „Pol." meldet, sind die Gemeindewahlen in dem gemischt-sprachigen Orte Rydrowitz(?) bei Landskron in allen drei Wahlkörpern zu Gunsten der Tschechen ausgefallen. Kleiderpracht »in 17(M). Von der damals in Kärnten herrschenden Kleidertracht. eigent-lich Pracht, macht eine im Jahre 1824 zu Augsburg erschienene Chronik eine etwas hochgehaltene Schilderung, der kaum unbedingt Glauben zu schenken ist. „Ich bin noch nicht «0 Jahre alt, aber wie hat die Welt diese kurze Z,it in der Bosheit zugeuomnien; sollte ich von der Kleiderpracht sagen, ihr werdet mir es nicht glaube», und doch will ich nicht die Unwahrheit reden. Die Elle Bänder, wie sie jetzt das Frauenzimmer auf den Hauben trägt, wenn die Elle vier Thaler kostet, sind sie gemeiner Art, die muss fast jede haben. Eine Haube um 100 Thaler ist nichts rares, um dieses zu seyn, muss sie 300—500 Tl>aler kosten. Ja, glaubet mir, um 1000 Thaler sind Hauben gekauft worden, ohne einen Schmuck. Es ist solche Hoffahrt nicht allein unter dem Adel, sondern anch unter Geinainen, dass ein jeder aus Gold oder Silber bereitete Kleider tragt; eine Aurger- oder DoctorSfrau wird von einer Gräfin nicht erkennt, gar die Zimmermenicher tragen reiche Kleider: eine Elle Zeig kommt oft noch über 100 5 Thaler gerühmten Heimat nie die Sprache des Pobtl«, sondern allzeit des gemüth- und erfahrungS««,!, Volkes spncht. A. Hartleben'S Verlag in Wien, und Leipzig. DaS Vunte Vlatt. «Herausgeber ö. strierten Romanes, vorzügliche Novellen ernsten »in« heiteren Jnh.ilteS auS den besten Federn, ljntoriiifir und populär gehaltene wissenschaftliche Aufsip. Modeberichte, Humoiistlfches je., kurz, das „ifc.ttjt Blatt" ist ein Familienblatt bester Ar!, dessen »«. gewöhnliche Billigkeit — 10 kr. für daS reich iUiw strierte He st, 1 fl. für das Ouartal sammt fttanco» Zusendung — demselben die iveilesle Verbreit»«; sichert. Moderne Kunst. Illustrirte Zeitschrift mit Kunstbeilagen. J&hrllch erscheinen 24 Hefte a 60 Pf. und 2 Extrahefte (Welhnachts-Numm«r und Frühllngsnummer) ä 1 M. Feh Nichtaboruienten beträgt der Preis der Extra-Hefte & 3 K. bezw. 4 2 M. Der soeben beginnende neue Jahrgang der „MODERNEN KUNST" wird den Ruf unserer Zeitschrift, das glänzendst ausgestattete Hlatt der Welt zu sein, von Neuem in hervorragender Weise rechtfertigen. Wir haben kein Opfer gescheut, uns las *1]einige Reproductionsrecht der bedeutendsten Meisterwerke der diesjährigen Kunstausstellungen in Berlin, Manchen, Wien, Paris und London zu sichern and werden unseren Lesern Nachbildungen derselben in Schwarz- und Farbendruck bieten, die von bleibendem Werthe sind. Das erste Heft des neuen Jahrgangs enthält als erste Kunstbeilage ein doppelseitiges Aquarell-Facsimile-Kunstblatt, das als Muster deutscher Reproductionstechnik gelten darf: Jouanno Romani: Theodora. Gleichzeitig beginnen wir mit einem grossen humoristischen Roman »us der Feder eines der begabtesten jüngeren Schriftsteller. Das H^ngetiloos von Heinrich Vollrat-Schumacher ist bestimmt, jenen echten deutschen Knmor zur Geltung zu bringen, der Ober den Geschehnissen schwebt und eigenes und fremdes Leid mit lächelnder Wehmut trägt. ... „MODERNE KUNST" bringt in jedem Hefte 3 grosse Kunstbellagen, ferner Novellen und Novellettcn, Theater-, .Musik-, Kunst- und Sportberichte etc. Die Abtheilung ^Zick-Zack' enthält in Wort und Bild sensationell« Actualitäten. Abonnement« nehmen alle. Buchhandlungen und Postansjaltcn entgegen. (Postzeitungsliste No. 4077.) F.ine Probenummer sendet jede Buchhandlung auf Wunsch zur Ansicht. , . 'i. Berlin W. 67, Potsdamer Strasse W Die V.erlägshandlung Rieh.- Bong. Alfred Pungerscheg Bnchbinder Cilli, verrenflasse Nr. , empfiehlt sich Mim (Einbinden aü.x ;u n schritt ei» und Bücher >ür Kanzlei n, oAu.ci, , Bibliotheken sc. sowie juc Anfertigung5*1 Schrribmappen, Gitrtotta^rn, Passeportriilt und ©ontimmft von Ätick,iei?n billign. '1 Überzieher st. V, Lobe»« Anzüge si. Ig «da« Beste. A ameethaar-Havelot 8. U, Wettermäntel ft. 7 vorrälhig bei Jakob Xotb-berger, t. u. k> Hoflieferant. Wien. L. Ltephantpl«^ 9tr. 0. Täglich bis 1'2 Uhr nachts offen. 1 tO-SS Danksagung. Mein Sohn, welcher »n 16. gebenäj.ilitt stcbt, litt an Bettnässen. ?a ich nn>, I> viele Mittel ohne Erfolg angewandt bc.« ' und ich von den guten Erfolge» de« v » . ?r. med. vope. h«mö»p«thische» Ärur» in Köln am Rhein. Lachsenring 8. ! lesen halle, so bat ich diesen um Rath. lliit schon nach wenigen Wochen hatte bof M< -nässen vollständig ansgehört. )ch Herrn Dr. Hope für die glückliche meinen besten Dank au». .i>>> lgez.! fisrolrsr Stinkt. 8irik«rf bri ' innerhalb jedes r j&iie# " l'ostarotsluv.irkes und jedeslocalcnScim: ' gebiete» wird eine verstumllKe, und tlmtkrüftigc Persönlichkeit als Geschäftsführer und Verm.ttta gegen boacsitenaweru>n NcbonTerdn.'tw'] von einem österreichischen Kteit/T1 institute ersten Rangt» angasWlt. Anerbieten unter „111.885" Craz. postlagernd. 38- ■£> J ..vcntsche Wacht" 7 j. 3104. Knninnachung. Es wird hiemit zur allgemeinen Kenntnis gebracht, dass das Waschen und Trocknen der Wäsche am linken llfer der Tann, zwischen den« Tannsteste und der Knicke über den Tnschnitzabach verboten ist. Ucbertretungen dieser Verordnung werden nach § 26 des Gemeinde-Statutes für die Stadt Cilli vom 21. Jänner 1867 smngstens bestraft. Ztadtamt Cilli, am 9. April 189.',. Der Bürgermeister: 286 Stifter. Herbabny's aromatische GICHT-ESSENZ (Sseuroxylin). Teit Jahren bewahrte, schiner^stillcndr Einreibung !« n.liT, schmerzhasten l nicht entzündlichen) Zunäuden, wie sie infolge von Zugluft «er (trüttung i.i tents< li - Land.sberss: H. Müller. Frldbach : J. König, tionobitz: J. Pospischil. <»raz: Anton Nmlwed. Ltibaitz : 0. Russftetm. Marburg- : G. Bancalari, >T. M. Richter, W. König. HnrreK : E. Reicho. Pettan : V. Molitor, J. Behrbulk. Itaillici'sburu: V Lvjrcr. Wlndlscli-Fetstritz: Fr. I'etzold. Windisrlisraz: L. Hölle. Mftkrrs : A. liuth. Lieten: Gustav Orüsswang. Lalbarli: \V. Mayr. LUrtHtPBAlttr »nm f . *, & V ; r j ± li ►l-f 4 kAAAAAAAAAAAAAAAAAAJ Landschaftlicher Rohitscher Sauerbrunn. rinpsohlen durch die hervorragendste« Medic -Autoritäten. ^^^unstc-getrünk, besonder« bei (?pi 8^)riil(|UOl 10 £0Sf,r,r3 Heilmittel der fianfcn Perdaunngi« V ersandt ^ur<® ^"dsch. Brunnen Verwaltung in Rohitsch-, Sauerbrun« und landsch. 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Ercellenz den Herrn k. k. Statthalter von Steiermark. 2. Das Karl Hillcdrand'sche Stipendium für Militärkinder. Die Ver-leihung geschieht im Einverständnisse mit dem jeweiligen Militär-Commandanten durch den jeweiligen k. k. Statthalter von Steiermark. 3. (*in Zosefa ^ürgott'sches Stipendium für ehelich geborene katholische Taubstumme. Bevorzugt sind Verwandte der Stifterin. 4. Drei Aranz Holdheim'sche Stipendien für eheliche Kinder katholischer Eltern; diesmal für 2 Knaben und 1 Mädchen. Die Verleihung dieser Stipendien (Punkt 3 und 4) geschieht über Präsentation des fürstbisch. Ordinariates durch die hohe k. k. Statthalterei. 5. (sin Aofef Sefsler'sches Stipendium für katholische Taubstuinme mittelloser Militärs, Staatsdiener, Privatbeamten und Taubstumme aus den ärmsten Volksclassen. Die Verleihung geschieht über Präsen-tation des jeweiligen Besitzers von Grofilobming durch die hohe k. k. Statt-halterei. «. Vier Ritter von Menau'fche Stipendien, diesmal für 4 Knaben, mit Verleihung durch die hohe k. k. Statthaltern. 7. vin Max Graf von Dietrichsteiu'sches Stipendium mit Verleihung durch de» löblichen Magistrat der Hauptstadt Graz. 8. tfin Agnaz Disfaucr'fches Stipendium mit Verleihung durch den löblichen Ausschufs der Steiermärkischen Sparcasse. 9. Sieben fteiermärkifche landschaftliche Stipendien. 10. Drei Kranz Daffner'sche Stipendien. 11. stin gräflich Dietrichstein'sches Stipendium. 12. DaS Franz Diermayerfche Stipendinm. 13. (sin Dr. Zofef Ritter von Äaiserfeld'schea Stipendium. 14. ^wei Jakob Manz'sche Stipendien. 15. ^wei Simon Stocker'sche Stipendien. Diese Stipendien (Punkt v—15) werden durch den steiermärkischen Landes-Ausschuss verliehen. Die Gesuche, stilisiert an den steiermärkisäM Landes-Ausschuss, belegt mit dem Heimatscheine, dem Taufscheine, dem Impf- (Blattern-), dem Ge-sundheitS- und den, Armutszeugnisse, sowie mit der Bestätigung der land-schaftlichen JnstitntS-Direction über die vollkommene Lernfähigkeit des Be-werberS,. sind an die Direktion des landschaftlichen Tautstummen Institute« in Graz (Eisengasie Nr. 21a) (Ho l'ümjftcno 30. Jlpril' 1895 einzusenden. Graz. ant 2«. März 1895. 289 Vom steiermärkischen Landes-Ansschnsse. Brüiuiei* Atolle für ^"»ßjaßr ti«£> ^ornin er 1803. fl. 4.HO au« guter v>« voupon, 310 Meter lang, eomplcten Herreii-Aniug «Rock. 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SeliralMr m EtsH4i«n öti Srutt^an «iilirilrftii- Xr. >.JL JL ^omrt»! txl. - j Zu blieben dornb «U» Biachb:»uJluQ^Q. ZoitanK»-Ex(wJitioncfl unJ Ho»UioU>r, Das schönste farblos tieulsciis Witzblaif, auf Wer ein Al'onrteui »u: b^aH^irbtift b Mi'bc tiucb Verlaufen r>i»er Gratis-Proben ummer vt/n «Jero r«lch«a texliiobon !nballa und Jen briJIant •» i - jelUbrien farbigeu lllusirationaii- GfMClliriHHiplln r Meggendorfsr Blätter München CflroeliuftMra«*« 1H. .Deutsche Wacht" Fahrräder englischer, deutscher und österreichischer Erzeugung. Generalvertretung der „Peregrine"-Räder der Leicester-Cycle & Co. in Lei- cester (England) „Fliigel"-Räder der Stahlradwerke von Ferd. Christ & Co. in Wien „Triumph-Räder", Saison-Neuheit „Radfahrer-Uhren". Origrin.cil-DF'a.'biil^sprelse-Alle ZnzehSr - Artikel. — Rrparaiiir - ttlirkkätte. — Fahrunterricht. C. 1 Mager, Graz II.. I'seiscn^ame IS u. NcliönnussaHM« III. Nr. 7. 001 WlMSWMl. Infolge Auftrages des hochlöblichen k. k. Kreisgerichtes in Cilli vom 9. d. M., Z. 16 (Wirtschaftsgebäude). Preis S00V st. I» fragen untei „<5. H." postlagernd Eiti. Ein in der Nähe von geoke» O». iverkschaften befindliche», i« brllr« Kauge flehende« mit großen« tinndenkrei» ill anr ju vcrßaufcn. Lagerfland per -tOOO fl. von Ularra wäre sofort ab»«löl»n, da» »bri,, könnte allenfalls «it den Labribn vereinbart «»erden. Acht bi» pM Arbeiter IIet» thätig, «riefe erbet» nnter „Z. 777" postlagernd Donawitz bei Looben. A Itesfauratioii »u sehr id)6nrin groi n äiMnrttn. »ktowr »q» kann. ?i« und Stinkln. lomu untmp i M» loeatiMrcn. »um Setrt-d. ein«» ch Sprdirion. Lan»e»?il>Ittieleii oder ll>ii>I«i»«>l» fttiptrl. tH I» »erpicht»» un i4 m Zädtling«bc^ucqilificn ?« »rrk.Kfrn Noch Hub »afdblt >*«' guum t(0» (utt VHT 9V Natarwdn« "MW u K >|. o.tjd Ltter adlpigeden. Jtinj'raofi Vm 8im«»unn Josef Kravagna 24« tirtlau. TieWiri an einem Lurfe für ka»smän»ische respondenz uns V»chlialt«»g mxt geinchi. A-izusragen Laibachcrstrahe IS. I. Stoek. 27S-» Verlag: Berwaltung der „Deutschen Zvachl" in Cilli. — Herausgeber und verantwortlicher Redacteur Emil Tullinger. — Äuchdruckeiei R. Withllm Jk ?«.,