79 Amtsblatt Mr Laibacher Zeitung Nr.t2 Montag den 17. Jänner 1870. Ausschließende Privilegien. Dllö t. f. HaildelSmimsterinm und da« lüuiglich ungarische Ministerium fllr Landwirthschast, Illdnstric mid Handel haben nachstehende Prioilegici, vcrläi'grrl: Am 2!l. ^iovcmber 1«6:<. Das den Dr. Flanz Sterin' mid Dr. Vinccnz Alexovil« auf die Erfiudimn. riii^ rigcnthilmlichni Hcizapparalcö, „PlMuS-Ofen" genannt, unterm I1.Noven,l)c! 1««^ crlhciltr, seither in daö Allein-eigcnthmn dcö Crstgmanliten übergegangene llusschließmdc Privi' leginm, auf die Dauer des siebenten, achte,: und nennten Jahres. 2. Das dcm Michael Heimcrl aus eine Verlirsserniic, der Zimmcrhciz und Kochten aus Eisen uutrrm XI. Nourmbcr 1868 ertheilte ausschließende Privilcgilim, ans die Dauer des zweiten Jahres. 3. Da« dem Johann Strivan auf die Erfindung, von jedem beliebigen Stoffe ans einem Slüctc eine Kopfbedeckung dnrch Pressen zu erzeugen, unterm W October I807 ertheilte ausschließende Priuilcgilim, auf die Dauer deö dritten Jahres. 4. Das dem Johann Zacherl auf die Erfindung mierTiuc-tnr, genannt „ZachrrlS Insecteu tüdtcndc Tinclur", unterm ciOsten October 18»»3 ertheilte ausschließendr Privilegium, ans die Dauer deS siebeutcn Jahres. 5. DaS dem Franz Dnffel, Handelsmann zu Kunstadt in Mähren, aus dic Erfindung auö Schafwollgarn gestrickte und dnrch weifzeö Wollgarn im innern verstälttc Wintersticfel zu el' zeugen, unterm 14. November 1865 ertheilte ausschließende Pri-vilcginm, auf die Dauer des filnfteu Iahree. ertheilte ausschließende Privilegium, auf die Dauer dcS fünften Jahres. '.1. Das dem Henri Elifton ans dir Erfindung eine« eigenthümlichen Butterfasses uuterm 16. November I860 e, theilte aus« schließende Privilegium, auf dir Dauer dr« vierten Jahre«. 10. Da« dem «3d. A. Pagel auf eine Erfindung im Ucber-Zieheu der Metalle mittelst Blei, Zint, Zinn oder deren i/essirun-gc» unterm ». Äiournidrr 18U4 erlhcilje auoschlilßelidc Privilegilü», auf die Dauer drö sechsten Jahre«. 11. Das dem M. Nnatolc Angust Hnlot auf die Erfindung einer eigenthümlichen Composition von Bnchdrnckertinle untcrm 5>. November 1865 ertheilte ausschließende Privilegium, auf die Dauer d?s fünften Jahres. Am 26. November 1869. 12. DaS den August Ponsard nnd Franz Eugen Voycnval auf dic Erfindung cineö eigenthümlichen Verfahrens in der Fabrication des Roheisens, deS Eisens und Stahls nntrrm 10. November 1868 ertheilte ausschließende Privilegium, auf die Dauer de« zweiten Jahres. 13. Das dem Friedrich Rüdiger auf die Erfinbnng einrS cyllndrischcu Schrauben-Propellers für die Meer- uud Flußschiff-fahrt unterm 22. December 1868 ertheilte ausschließende Privilr-^>»n. welches seither au Adolf Aubcrt vollständig übertragen ""be, auf die Dauer dcs zweiten Jahres. l<4. Das den Johann ^'copoldrr nnd Karl Satan anf mir "brssrrunn. °u der galvanischen Vattcrie untcrm "l. November «l>7 "theilte ausschließende Privilegium, auf die Dauer des dritten nois ^nuf ^°" ^" ^^"" ^"^" ^"" und Hngues Ebampon-des Svi, ?"^ ^"^"^ '" der Rectification u»d im Reinigen P.i.,i/ "'"""' ^^ November 1867 erthc.llc ansschlicßcudc p"v.leg,um, auf die Dm.er de« dritten Jahre«. ten ^.'^'^"' 6°'"p.. Mctillwaaren- und Schraubensabrican-ui ^lrn. haben anf die ferne,c Geheimhaltung der Veschrei- t""« «" dein nrsprttuglich dem William AweN, unterm 22. Oc-. "„, ' "theilten, scichcr au sie Übertragenen Privilegium auf ^nc -""besftrung an deu Maschinen z»ir Anfrrtignng von Schran-" 'c. verzichtet, und tann nunmehr diese Prioilegiumsbcschrei-""8 ,m Prlvilcgicn-Archivc von Jedermann tingeschcn werden. ......^«n. am 28. November I860. l^-1) Nr. 221. Verlautbarung. Laisi.^? ^ ^ ^ geburtshilflichen Lehranstalt zu w?^?""" der Sonnucrlehrcurs für Hebammen! 1 März1870, ^ " ^" ^de Schiile'rin, welche die Vorschrift H ?'l^ l)iezn nachweis n kann/unentgeltlich zugelassen wird. w^ I^^'^nnen aus dem Kronlande Kram, welche sich nm die in diesem Semester ;u ver-Hu en systemisirten drei krawi ch^ Wdsstipendu'n von 52 ft. 50 kr. ö. W. sammt ^ der normalmäßigen Vergütung für die Her- und Rückreise in ihr Domici'l zu ' bewerben beabsichtigen, haben ihre Gesuche unter legaler Nachweisung ihrer Armuth, Moralität, des noch nicht überschrittenen 40. Lebensjahres, dann der intel-lectuellen und Physischen Eignung zur Erlernung der Hebammenkunde unfehlbar bis zum 15. Februar d. I. bei der betreffenden k. k. Bezirkshauptmannschaft zu überreichen, wobei bemerkt wird, daß die des Lesens in deutscher Sprache unkundigen Bewer herinnen nicht berüchsichtiget werden. Laibach, am 7. Jänner 1870. Von der k. k. Landesregierung für Krain. (17—1) Nr7i677 Kundmachung. Für das Jahr 1869 kommen die am ?ten Jänner 1870 fälligen Iahresinteressen der Dr. , Raimund Dietrich'schen Armenstiftung zu verleihen, zu deren Genusse der ärmste Verwandte des Stifters berufen ist. Die Bewerber haben ihre mit der Nachweisung ihrer Verwandtschaft mit dem Stifter und mit dem Armuthszeugnisse belegten Gesuche bis 10. März l. I. bei dieser t. k. Landesregierung einzubringen. Laibach, am 8. Jänner 1870. K. k. Landesregierung für Kram. (2—2) Nr. 9502. Kundmachung. Es kommen vier Plätze der Carl Freiherr v. Flödnig'schen Blindenstiftung im Blindener-ziehungsinstitutc in Linz zur Besehung. ^ .^"f b^ Stiftung haben Anspruch arme, htlflose, in Krain geoorne, insbesondere verwaiste, blinde, jedoch sonst gesunde und bildungsfähige Kinder beiderlei Geschlechtes, welche das siebente Jahr vollendet und das zwölfte nicht überschritten haben. Die mit Stiftungsplätzen betheiltcn Kinder sind mit einer Werktags- und einer Sonntagskleidung, ferner mit drei Hemden, zwei Paar Strümpfen, zwei Paar Schuhen und einigen Sacktüchern versehen von ihren Eltern oder Vormündern bis nach Laibach zu stellen, von wo aus sie aus Kosten des Stiftungsfondes nach Linz begleitet werden. Eltern und Vormünder, welche sich für ihre Kinder und Pflegebefohlenen um diese Stiftungs-Plätze bewerben wollen, haben ihre mit dein Taufscheine, dem Impfungs- und Armuthszeugnisse, dann mit dem ärztlichen Zeuguisse über die Gesundheit und Lehrfä'higkeit des Kindes documentirtcn Gesuche durch die betreffende k. k. Bezirkshaupt' Mannschaft und in der Stadt Laibach durch den Stadtmagistrat bis Ende Februar 1870 anher zu überreichen. Laibach, am 24. December 1869. K. k. Landesregierung für Krain. (15d—1) Nr. 150. Kundmachung. Als provisorische Sec-Cadettcn werden in S. M. Kriegsmarine Jünglinge aufgenommen, welche das 17. Lebensjahr erreicht, das 1l). nicht überschritten, die Studien an einer Oberrealschulc adsol^ virt haben, mit Zeugnissen zum mindesten der ersten Classe und in den mathematischen Lchrge-genständen mindestens mit „genügend" classisicirt, ferncrs physisch zum Sccdicnstc tauglich sind und die Aufnahmsprüfnng mit gutem Erfolge bestehen. Die Kenntniß fremder Sprachen wird eine besondere Berücksichtigung finden. Die an der Marine-Academic in Fiume von einer daselbst zusammenzustellenden Commission abzuhaltende Prüfung gilt als mit Erfolg bestanden nur in dem Falle, wenn der Bewerber aus allen Gegenständen zum mindestens mit „genü^ gcnd" classisicirt wird. Vom Tage der Ernennung zu provisorischen See-Eadettcn treten die Bewerber in den Genuß der Gage jährlicher 372 fl., mit welcher am Lande der Bezug des competenten Quartier-, eingeschifft hingegen des festgesetzten Schiffskostgeldes verdure den ist. Die Reise zur Aufnahmspnifung haben dieselben auf eigene Kosten zu bewirken. Die Aufnahmsgesuche sind von den Eltern oder Vormündern sofort an die Marine-Section des Reichs Kricgs-Mini^ steriums zu richten und derselben der Tauf- oder Geburtsschein, das Impfungszeugniß, das von einem graduirten Militärarzte ausgestellte Zeugniß über körperliche Tauglichkeit zum See- und Kriegsdienste, die Schulzcugnisse über die avsolvirten Studien und gelernten Sprachen, endlich ein von der politischen Behörde ausgestelltes Zeugniß über das tadellose Vorleben des Aspiranten beizuschließen. Wien, den 8. Jänner 1870. Von der Marinc-Section des k. k. Neichs-Kriegs-Ministeriums. (19—1) Nr. 48. Concurs-Ausschreibung. Bei dem k. k. Landesgerichte in Laibach ist eine Gerichtsadiunctenstelle mit dem jährlichen Gehalte von 800 ft. ö. W. und dem Vorrückungs-rechte in die höhere Gehaltsstufe von 900 st. zu besetzen. Die Bewerber um diese Stelle, zu deren Erlangung jedenfalls auch die Kenntniß der klinischen (slovenischen) Sprache in Wort und Schrift erforderlich ist, haben ihre gehörig belegten Gesuche binnen 14 Tagen nach der dritten Einschaltung dieses Edictes in das Amtsblatt der Laibacher Zeitung bei dem gefertigten Präsidium im vorschriftsmäßigen Wege zu überreichen. Laibach, am 14. Jänner 1870. K. k. Landesgerichts-Prättdium. (18—1) Nr. 95. Edict. Bei dem k. k. Landesgerichte in Graz ist die Stelle eines Gcrichtsadjuncten mit dem Gehalte jährlicher 900 ft., eventuell eine gleiche Stelle mit dem Gehalte jährlicher 800 ft. und dem Vorrük-kungsrechte in die Gehaltsstufe von 900 ft. ö. W. in Erledigung gekommen. Die Bewerber um diese Stelle haben ihre gehörig belegten Gesuche bis 2 8. d. M. im vorgeschriebenen Wege bei dem Präsidium des k. k. Landesgerichtes Graz einzubringen. Graz, am 14. Jänner 1870. (6-3) Nr. 6053. Concurs-Ausschreibung. In Kronau ist der Posten eines Bezirks-^ Wundarztes, mit welchem derzeit noch eine Remuneration von 105 ft. aus der Kronauer Bezirkscassa verbunden ist, zu besetzen. Bewerber haben ihre gehörig documentirten Gesuche bis Ende Jänner 1870 Hieramts einzudringen. Radmannsdors, am 25. December 1869. Der k. k. Bezirkshauptmann.