Nr, 275. Samstag, 29. November l«W. W9. Jahrgang. Mlmcher Zeitung. ,4>„?."«"»t»»n«pr«l«: Ni» V v slo, r» ° l l : 'Mli, st. ,, l»ib>«h,i!, N. ü 5U. ,! stch T°ngre!«ftla, «, b!» «evactio» Vahnhll« Udr vormittag« — Unilllülierl, Ur!,fe werben nicht »ngexommen und Manuscrlvte nicht zuruHnestell! Kichtamtlichn Hheil Krainischer Landtag. fünfzehnte Sitzuna am 25. November. k„ Aach Eröffnung der Sitzung durch den Landes« ^ufttwllnn Dr. Poklutar um halb 10 Uhr vor. "M und Verificierung des Protolle« der vierzehnten Ven^ interpellierten die Abgeordneten Hribar und h l°°llm den Herrn Landespräsidenten: 1.) ob es ihm ^"llnt sei. daj« der Wirlschaftsausschus« der Gemeinde >zHa nach mündlicher Genehmigung seitens des Be« ^"^uptmannes Thomann Edler von Montalmar und K ^ndespräsideuten Baron Niukler der Firm Laoric zg^p- in Trieft eine Waldung um den Betrag von donV ^' verkauft hat. dass aber dem Kaufverträge .H der l. f. Vezirlshauptmannschaft Oottschee nach' y M die Genehmigung nicht ertheilt wurde; 2) ob ^la Corge tragen wolle, das« der von der Gemeinde lekia^ diesbezüglich eingebrachte Recurs ehestens er« Kan, ^"^^ — Landespräsident Varon Winller liz"^tete die Interpellation foforl. indem er er. M'» ^ " drm Delegierten der Gemeinde Draga lütnn ^^' ber Vertrag könne abgeschlossen werben, gth" " nicht gegen das Forstgeseh verstößt. Der ein-""1« Necur« werde ordnungsmäßig erledigt werden. Abo ^ ^°"^ ^kng sodann zur Tagesordnung über. °Wck « ^ ^ ^ ^ referierte namens des Verwaltung«-!iir?"'^ ^^" ^^^ Project einer Wasserversorgung ^nl^ ^^uieinde Nmbru« in Dürrenkrain. Mit dem tz^?'^beschlusse vom 12. November 1889 wurde der lllln 5) ^chusz beauftragt, die technischen Erhebungen d^H^cke der Wasserversorgung der Gemeinde Ambrus -lstlltt ^" ^^" und darüber seinerzeit Gericht zu Htaz»? Diese Arbeit wurde dem Landsingenieur ^glick ^^"^agen, der hierüber unter Vorlage des be« nisch^ntechnischen Operates einen ausführlichen tech> »thfn? bericht erstattet hat. Wie aus diesem Berichte schas!,' ^^^^ b't projectierte Wasserleitung 8 Ort» slil^j. "" 193 Häusern und 1118 Einwohnern voll. bulb,« ""^ dauernd versorgen. Die auf rund 30.000 ^ock t b"°"!chlagten Kosten diese« Unternehmens sind ^ttn»» »U'°b. dass selbst bei einer bis zur äußersten ^Ndez -^ ^"lässigen gehenden V'itragsleistung 2us ^ '"'^ln die erforderliche Summe nicht aufbringen der durch die heurige Dürre ver» ursachte Wassermangel in Dürrenkrain und am Inner-krainer Karst ein beispielloses Elend herbeigeführt und gezeigt hat, daf« die Wasservel sorgung für diese Oeg/n den eine Lebensfrage im wahren Sinne des Wortes ist, so kann der Landtag über das vorliegende Wasser-versorgungs-Project trotz des veranschlagten hoh u Kostenbetrages nicht einfach zur Tagesordnung über» gehen. Wenn man in Erwägung zieht, dass durch den dauernden Wassermangel die Bewohner der davon be» troffenen Gegenden von gefährlichen Krankheiten heim« gesucht, dass auch ihr Viehftand schwer geschädigt und vermindert, somit der Volkswohlstand untergraben wird, so erscheint es außer Zweifel gestellt, dass die Wasserversorgung der gedachten Gegenden als ein öffentliches Interesse von so hoher Bedeutung anzusehen ist, dass der Staat, der sich als höchsten Zweck die Förderung der allgemeinen Wohlfahrt stellen muss, seine kräftigste Unterstützung einer Action nicht versagen wird. die auf Abhilfe der geschilderten Calamität gerichtet ist. E« ist selbstverständlich, dass auch die unmittelbaren In« teressenten zu den Kosten der Wass rversorgung unter Anspannung aller Kräfte beitragen müssen, da es un> billig wäre. wenn der Staat und das Land die Kosten eines Unternehmen« bestreiten sollten, zu welchen die« jenigen. denen daraus der größte Vortheil erwächst, gar nichts oder unverhältnismäßig wenig beitragen würden. Wenu die Veitragsleistung der Interessenten auf eine lange Reihe von Jahren vertheilt wird, so ist es möglich, einen namhaften Beitrag aufzubringen, ohne den Eontribuenten eine zu schwere Belastung auf« zuerlegen. Da die durch Herstellung einer Wasserleitung gesichelte Wasserversorgung nicht nur den gegenwärtigen Bewohnern der betreffenden Gegend, sondern auch deren Nachkommen zum Wohl und Nutze» gereichen wird, so erscheint es ebenso billig wie volkswirtschaftlich gerecht« fertigt, dass ein entsprechender Theil der diessälligen Anlagekosten auf die nachkommende Generation über-wälzt wird. An diesem Gesichtspunkte festhaltend, darf mau im vorliegnden Falle die Aufbringung eines an-gemesseuen Beitrages seitens der Interessenten nicht im vorhinein als ausgeschlossen betrachten mld die Möglichkeit der Ausführung des Project?« in Abrede stellen. Die Erfahrung lehrt auch, dass bedeutende öffentliche Bauten. Kirchen. Schulen und Straßen mit namhaften Kosten von einer verhältnismäßig kleinen Eontribuentengruppe ausgeführt wurden, ohne derselben eine zu störte Belastung aufzuerlegen, wenn die Bei« tragsleistungen richtig bemessen und auf emen entsprechenden Zeitraum vertheilt worden sind. Da jedoch das in Rede stehende Unternehmen troh einer angemessenen Beitraqsleistung seitens des Landes und der opferwilligsten Betheiligung der Inter» essmten nicht zur Ausführung gelangen könnte. w?nn demselben nicht die ausgiebigste Unterstützung seitens des Staates zutheil wird, so stellte der Referent na. mens des Ausschusses folgende Anträge: Der Landes« ausschuss wird beauftragt 1.) sich an die interessierten Besitzer zu wenden behufs unentgeltlicher oder sehr billiger Erwerbung des erforderlichen Terrains und der Wasserkraft zur Herstellung einer Wasserleitung; 2.) so» dann bezüglich der Beiträge der Interessenten, soferne dieselben nicht die im ersten Punkte angeführten Grund» stücke betreffen, Verhandlungen einzuleiten; 3.) auf Grundlage der erwähnten Erhebungen und Verhandlungen einen neuen reducierten Voranschlag für die Herstellung der Wasserleitung vorzulegen; 4.) sich au die k. k. Regierung um einen ausgiebigen Kostenbeitrag zu wenden; 5.) in der nächsten Session dem Landtage über die vorangeftthrten Punkte zu berichten, beziehungsweise entsprechende Anträge zu stellen. — Sämmtliche Anträge wurden ohne Debatte angenommen. Sodann referierte Abg. Kersnil namens des Verwaltungsausschusses betreffs txr sprachlichen Einrich. tung an der l. l. Staatsoberrealschule in Laibach. Der Landtag hat in der Sitzung vom b. November 1889 beschlossen: «Mit Bezug auf die enge Verbindung zwi« schen den Volksschulen und den Mittelschulen wird der Landetausschuss beauftragt, die Frage, ob die jetzige sprachliche Einrichtung an der k. l. Staatsoberreal« schule in Laibach der betreffenden Einrichtung an den Volksschulen und den thatsächlichen Bedürfnissen un« screr Bevölkerung entspricht, zu studieren und dem nächsten Landtage darüber unter Stellung von geeigneten Anträgen zu berichten.» An den Volksschulen Krams ist, mit Ausnahme jener für die Deutschen des Bezirkes Gottschee. der Stadt Laibach und von Weißenfels, die Unterrichtssprache die slovenische. An den meisten drei-und vierclassigen slovenischen Volksschulen ist zwar die deutsche Spracht vom dritten Jahre an obligat, doch meint der Referent, dass sich die Schüler in der 3. und 4., eventuell 5. Classe, wonach sie in die Mittelschule eintreten, tVine solche Kenntnis der deutschen Sprache aneignen können, um in einer mit ausschließlich deut« Jemlleton. Der Welt zum Trotz. Au« dem ltnglischei, >" zp2" Nosebanl war eines der hübschesten Häuser ^bfh^llo. und doch war sie drei Jahre hmdmch >,n s geblieben. Ihre Fenster, welche geschlossen ^tn' ^ wknn sie irgend eil! Geheimnis zu verhehlen Flicks- zwischen Rosen. Gaisblalt und Schling. d'„ U" versteckt, so. dass sie das Gebäude selbst vor «gen der Sterblichen verbargen, ^der ^ darin um., flüsterten sich die Nachbarn i" ira.n^"' und Kinder, die bei Einbruch der Nacht !"it ^° ""er Verrichtung ausgeschickt wurden, eilten ^dern^ " ^"^" b"°" vorüber, vor Schrecken ^iht "°< wenn der Wind in den gefallenen Vlält'rn Mltlich "Uhen rauschte. Und doch war es einst ein u. "sveiys""'",chkr Stimmen durch die jetzt öden und l t)a« ^niä-cher erschallt waren. !> nachL ä« der Z^it. da Frank Velmore seine ihr i^ A"sebanl gebracht und durch emen Tommer Mte ^ «lysium gelebt hatte, dann — «iemanb d l Nrutt ' bl"" sie begrub das Oeheimni« ti.f in ^ iunaen 17 verschwand da« Lächeln von den, Antlitz !,"" slibr? 3""' 'W frohen Lieder verstummten; Ul«"o Z""l Velmore seine Gattin mit sich in« K? Vt schmollte die hübsche Grace. «Ich bin beinahe achtzehn Iah« alt ...» — «Siebzehn im verflossenen Monat.» fiel die älteste Schwester in die Rede. die um volle fünfzehn Jahre älter war. als sie selbst und der Kleinen ihre Jugend und Schönheit nicht verzeihen konnte. «Und es ist nicht schön von Nell gehandelt, mich die Treppe hinaufzuschicken, wenn Herren kommen, als ob ich wirklich noch ein Kmd wäre!» fuhr Grace fort. 'Ich bin jetzt schon ein erwachsenes Mädchen.» — «Da führt jetzt Herr Velmore,» rief plötzlich Doctor Widnes, als eine von zwei prächtigen Pferden gezogene Equipage vorüberrollte. Dann — es kam alles so plötzlich, das» niemand genau wusste, wie es geschah — holte man ein Krachen, der im Wagen Sitzende wurde herausgeschleudert und fiel mit furchtbarer Gewalt auf den Boden, während die Pferde wie toll vorwärtsstürmten und die Trümmer des Wagens hinter sich nachschleppten. Dr. Widnes sprang eilig dem gestürzten Manne bei und trug ihn in seinen starken Armen zart nach Villa Rosebanl, an deren Thoren der Unfall sich er« eignet hatte. In wenigen Minuten kehrte er mit den Worten zurück: «Eine von euch muss hinübergrhen, mir zu helfen. Herr Belmore ist stark verletzt und seine Diener sind nicht zu gebrauchen.» — «Ich will nicht gehen. Es würde sich nicht schicken.» erklärte Nell in affectiertem Tone. «Zudem kann ich den Anblick von Blut und Wunden nicht ertragen.» — «Ist er noch so schön, wie sonst, Papa? Wenn ja, will ich gchen.» bemerkte Jane zimperlich, indem sie sich kokett die Locken vor dem Spiegel richtete. «Nein, so hässlich, wie die Sünde. Uild er wird mittlerweile sterben, während du dich hier schön machst.» donnerte Dr. Widnes. hastig nach seinen chirurgischen Instrumenten suchend. Während er sprach, hatte Grace hastig einen Shawl umgeworfen und wartete am Thore. «Lass mich mit dir gehen, lieber Vater,» sagte si>. «Ich weih. das« ich dir helfen kann.' Etwas in ihrer Stimme bewirkte, das« er die auf seine Lippen steigende Weigerung zurückhielt nnd Mdachcr Zeitung Nr. 275. 2292 29. November isvlx scher Unterrichtssprache eingerichteten Mittelschule mit El folg den Unterricht zu genießen. Der Jahresbericht der Oberrealschule pro 1889/90 weist an Schülern slovenischer Muttersprache aus: in der I. Classe 47. in der II. Classe 48, in der lll. 28. in der IV. 15. Die I. und ll. Classe hatte«, Parallel» ablheilungen, in welchen die slovenischen von den Schillern deutscher und anderer Nationalitäten geschieden waren. In der lll. Classe, welche 57 Schüler zählte, waren alle vereinigt. An den Parallelclassen l. a und l. /» war die slovenische Sprache obligat, und wurde der Unterricht in der Religion in slovenischer Sprache, in allen übrigen Gegenständen in deutscher Sprach«: ertheilt. Während das l. l. Ministerium für Cultus und Unterricht an den k. l. Obergymnasien in Laibach und Rudolfsmert sowie am t. k. StaatsgyM' nasium in Krainburg bereit« vor zehn Jahren für die slovenischeu Schüler den Unterricht in allen Disciplinen, mit Ausnahme des Griechischen, an den vier Classen des Untergymnasiums in slovenischer Sprache angeordnet hat. blieb an der Staats»Oberrealschule in Laibach die alte sprachliche Einrichtung aufrecht, obschon doit an den zwei untersten Classen bereits Parallelabtheilungen bestehen und ohne erhebliche Kosten auch für die III. und IV. Classe eingeführt werden könnten. An diesen für die Slovene« bestimmten Parallelabthei. lungen wäre die slovenische Sprache als Unterrichts» spräche einzuführen. Der Ausschuss sei der Ansicht, dass diese Frag im Gesehgebungsweqe zu regeln sei. Während in anderen Ländern, Niederösterreich, Böhmen, Mähren. Steiermark lc. das Realschulwesen durch specielle Gesetze auch bezüglich der Unterrichtssprache geregelt ist. fehlt für Krain ein solche« Gesetz. Es besteht allerdings hierzulande nur eine Realschule und sei die Errichtung einer zweiten wohl kaum je zu erwarten, doch ist d e Frequenz an derselben eine fort steigende, und wird diese Anstalt schon jetzt von einer so großen Anzahl stove« nischer Schüler besucht, dass es ein Postulat der Gerechtigkeit sei. wenn denselben durch Ertheilung des Unterrichtes in slovenischer Sprache die Erreichung des Lehrzieles erleichtert wird. Damit endlich eine gesetz« liche Grundlage in dieser wichtigen Frage geschaffen werde, beantragte der Referent: Der Landtag wolle beschließen: «Der Landesausschus« wirb beauftragt, in der nächsten Session einen Gesetzentwurf, betreffend die Realschule«^ in Krain, im Einvernehmen mit dem k. l. Landesschulrathe zur Berathung und Veschlussfassung vorzulegen.» Gegcn diesen Antrag wendete sich Abg. Dr. Schaffer, welcher ausführte, dass gegen die gegen-wällige sprachliche Einrichtung an der k. l. Oberreal» schule bisher keinerlei Klagen laut geworden sind und es daher nicht angezeigt erscheine, an der bestehenden Einrichtung zu rütteln. — Land,spräsident Baron Winkler erklärt!», dass er an der beantragten Berathung seitens des Landesschulrathes insolange nicht mitwirken könne, als er vom k. k. Unteirichtsministerium diesbezügliche Weisungen erhalten haben werde. — Bei der hierauf folgenden Abstimmung wurde der Antrag dcs Referenten gegen die Stimmen der deutfchen Ab» geordneten angenommen. (ssortschung solgt.) Politische UeberNcht. (In der böhmischen Landesvertretung) haben sich die Dinge so kritisch acnt zugespitzt, dass die Besorgnis nicht unberechtigt erscheint, die weitere Ausgleichsaction könnte vorderhand für jetzt und für die allernächste Zukunft gefährdet sein. Damit hätte eine Angelegenheit, die nicht nur für das Kronland Böhmen, die auch für das Gesammtreich von so bedeutsamer Tragweite ist, eine in hohem Grade bedauerliche Wendung zum Schlimmen genommen. Leider haben die Deutschen bereits die Consequenzen gezogen und in officieller Weise erklätt. dass sie die Landesausstellung nicht beschicken werden. Wir sind überzeugt, dass den maßgebenden Persönlichkeiten der deutsch-böhmischen Partei dieser Schritt schwer gefallen ist; ob es aber wirklich zu einem so folgenschweren Schritte, wie es die Nichtbeschickling der Ausstellung ist. kommen musste, das lassen wir dahingestellt. Schließlich wird da doch eine rrin wirtschaftliche Angelegenheit mit einer hoch» politischen verquickt, zum Schaden der ersteren wie der letzteren. Jedenfalls drohen die Verhältnisse in Böhmen eine recht unerfreuliche Gestaltung anzuuehmen. (Im niederösterreichischen Landtag) begann vorgestern die Berathung der Vorlage, betreffend die Vereinigung der Vororte mit Wien. Durch diesen Gesetzentwurf, dessen Zustandekommen glücklicherweise gegen alle Ueberraschungen und Zufälligkeiten sowie gegen etwa geplante Handstreiche der feindlichen Patteieu sichergestellt ist, werden die Vorbedingungen für den mächtigen Aufschwung, für eine verheißungs» volle Zukunft der Reichshauptstadt geschaffen. Es ist das bedeutsamste Werk, dem je der niederösterreichische Landtag die legislative Weihe ertheilt hat. (Polen und Ruthenen.) Im galizischen Landtage verwies Abg. Madeysti auf die loyalen Er« tlärungeu der ruthenischen Abgeordneten, welche die Anhänglichkeit an die Dynastie, den Staat und den Katholicismus betheuerten, und wünscht, diese Stimme möge in die weitesten Kreise der ruthenischen Intelligenz dringen, dann werden sich Polen und Ruthenen auf dem Gebiete gemeinsamer Arbeit für das Staats« und Landeswohl begegnen. Der Statthalter erklärte, dass die Regierung niemals die Rechte der Ruthenen verkürzen wollte. Die Regierung begrüße daher die derzeitige Strömung mit Freude. Der Rutheue Siczynski erklärte, dass die Ruthenen nach nationaler Entwick« lung auf österreichischer Grundlage streben und wies die Anschuldigung panrujsischer und orthodoxer Sympa» thien zurück. lIm kärntischen Landesschulrathe) ist beschlossen worden, dass die slovenischen Kinder in den ultraquistischen Volksschulen einen gründlicheren Unterricht in ihrer Muttersprache erhalten sollten, als bisher. Diese wurde bis nun nur auf der niedersten Unterrichtsstufe gepflegt und hatte in den höheren Classen keinen Platz mehr eingeräumt. Nun hat der Landes« schuliath angeordnet, dass die slooenische Sprachlehre auch in den höheren Classen einen obligaten Unter-richtsgegeustand zu bilden habe. welchem wöchentlich einige Stunden zu widmen sind. Die Sache ist als ein Schritt des Entgegenkommens zu beurtheilen und anzuerkennen. (Aus Agram) wird uns gemeldet: Der Budget' Ausschuss des Landtages beginnt die mentorM" Berathungen am Freitag. Das Budget stellt die Vl-fo>dernisse der autonomen Verwaltung für 1891 w 6.664.866 fl. fest. also um 158.426 fl. mehr. " für 1890 präliminiert worden war. Die Bedeckung '' bei den eia/nen Einnahmen des RegierungsresM um 32,537 fl.. bei der Tangente um 190.795 !> gestiegen. (Die Welschtiroler) scheinen die Abficht z« habe», noch ehe das Autonomie-Project vor das Plerm des Landtages kommt, einen Anlass zum Verlasse« 0" Landtages heraufzubeschwören. In der vorgestrige Sitzung des Ilmsbrucker Landtages hat Lorenzo»! l" den Fall. als die Ausdehnung ell.es die Fl«ssregu ^ ruugen betreffenden Gesetzes auf Welfchtirol beschM' würde, dcu Austritt der Italiener aus dem LanvW angekündigt. Unter dem Eindruck dieser Erklärung o schloss der Landtag, die Veschlustfassung zu vertage' Es scheint, dass die Herren Dordi und Genossen ^ Augenblick nicht erwarten können, wo sie der 3l"> brucker Landesvettretung den Rücken l.hreu, (Culturlampf in Ungarn.) Gegenübers Meldung eines liberalen ungarischen Journals, °' die Regierung entschlossen sei. in der Mischehe"^« trotz der einmüthigen Haltung der Katholiken b'S i" Aeußersten zu gehen, erklärt der gestrige «Mon»" de Rome», wenn die ungarische Regierung entsaM^ ist, den Culturtampf zu inaugurieren, falle auly Verantwortung auf sie. ^ (Schleifung der Festungsthore.) A städtische Municipalausschuss von Temesvar y" " Vorsitz des Obergespans Molnar nach gepW^ Unterhandlungen mit dem Militär-Aerar die SaM ^ der Temesvarer Festungtthore beschlossen, ""» ^ erster Schritt zur Schleifung der Festung übery^ betrachtet und von der Bevölkerung mit 3""^ t»e genommen wurde. Unter großer Begeisterung ^^ sodann der Corpscommanbant FZM. Baron " statten zum Ehrenbürger gewählt. ^, (Oesterreich und Serbien.) Das -" ^ sterium des Aeußern hat dem von serbischer Vt" . machten Vorschlage, schon in nächster Zeit in ^H^i, lungen wegen Erneuerung des österreichisch'"',^t Handelsvertrages einzutreten, principiell ^^B Wie mau uns aus Belgrad meldet, dürfte o ^ demnächst an die Formulierung concreter V^'.h^ geschritten werden, welche die Grundlage der «^ lung zu bilden hätten. ^< (Im wältig alle politischen Fraqen vor der p^"^l>l^ zurück, ob der wegen eines Ehebruches jüngst zische» mitverurtheilte Parnell ferner an der Spitze der' z^z. Partei bleib,,, könne oder nicht. Die bisherigen ^ ,^i> genossen der Partei, die Anhänger Gladstone«. ' ^ mit ihrem Führer Nein. die Parnelliten selb!» ^el Vorabende der Parlamentseröffnung ihn reft)" ^. zum Parteivorstande gewählt hatten, werben. "^ ^.M. douel Telegramm zeigt, angesichts der M^' ^ ^ auf welche ihre Wahl stößt, bereits schwanleno. M kann es geschehen, dass Parnell. der bisher " ^gi theile der öffentlichen Meinung getrotzt, von Führrrposten förmlich abgesetzt wird. ihr ins Antlitz schauend, sagte Dr. Widnes bloß: «Komm also!» und führte sie mit sich fort zu feinem Patienten Sie schauderte, als das große Thor in Rosebank aufgienq und sie aus dem Sonnenlicht in die düstere Halle trat Ihr Vater fühlte, wie sie am ganzen Leibe zitterte u,d wollte sie schon nach Hause schicken, als ein leises, kaum hörbare» Stöhnen seine Schritte zu dem Kranken beschleunigte. Grace folgte ihm. ohne sich abhalten zu lassen, dorthin, wo derselbe auf einem Sofa in der B bliolh^k lag. Zuni Glück nahmen die leichten Dienste, welche ihr Vater von ihr heischte, ihre Nerven nicht zu start in Anspruch, und ihre Berührung war so zart, ihr reizendes Gesichtchen so voll Mitleid für ihn, dass Bel« more, als er zum halben Bewusstsein erwachte und seine Augen plötzlich öffnete, der Meinung war, dass sich ein Exgelsantliß über ihn beuge, und als ihre Hand leicht an seine Wange streifte, kehrte er sich um und drückte einen glühenden Kuss aus dieselbe. Eme heiße Ruthe übrrzog das Gesicht Grace's; aber als sich seine Augen schlussen und cr stöhnend zurücksank, sagte sie leise zu sich selbst: «Er weiß nicht, was er thut.» und ihr leichter Zorn verschwand. Vci ihrer Rücklehr nach Hause bestürmten sie ihre Schwestern mit Fragen. «Ich weiß nicht, wie er aussieht.» sagte Grace, nicht ganz der Wahrheit getreu, «sondern bloß. dass er leidet und niemanden zur Pflege hat. als zwei unbrauchbare Diener.» — «Warum gehst du mcht hin, dich seiner anzunehmen? Du taugst ? sll. holde Stimme stet« beruhig'«. Manche benei" ^ denn Geschichten von Belmore's ungeheu"" >M thum hatten sich rasch verbreitet und !""""„, tB Glauben. Einige verstiegen sich so weit 5".'"" n ^ , Grace einfach speculiere. Sie selbst hatte nttyl .^ z gedacht; aber es machte ihr Freude, »"ve" ^ ^ sitzen und ihn die Geschichte seines Lebens "z hören. ^ntel ^ Er hatte Frauen von allen Ländern ^ ^. Sonne kennen gelernt, aber keine haue l ^ v>^ Eindruck auf ihn gemacht, wie die holde " V ^ ß leicht hoffte er, da« liebliche Mädchen sA ' ^te < winu>. worauf sich die 2Mre M ftel" " öffnete und «race, gefolgt von ihren ^^e" "" ttat. Ihre schönen Augen waren von «^ ^ strömt. «<«-?, fras^V «Was ist Ihnen, mein« liebe KleM'^U «und wer wagt es, Ihnen em Le,d 5^"'«^ so^t er blickte zornig auf die Damen. '^'.^ M" geU'' sam.» schluchzte Grace. .Sie haben m,ly v ^ ich ^„ Sie sagen, dass Sie- das« '« l'ebe ^t '" . es nicht sagm!. Und sie begrub da«"' ^"l^l Häxden, «Nun, ich bin nicht so !""?""' ^n ^« sagte die ältche Schwester, sich gerade " zgen ^ch des Patienten hinstellend und ihn m, s" ^ OY , musternd. «Wir sagen, dass eS eine S"'^,socke" für Sie ist. dieses Kind vom Hause wrus Laldacher Zeituug sic. 275. 2293 29. November 1890. (Deutschland.) Die Anwesenheit des aposto-Men Vicar« von Sitd-Schautong, Vlschof Anzer. in veilin hat einen wichtigen Grund. Vibher standen alle latholischen Missionäre in Ehina unter dem Schuhe Frankreichs. Bischof Anzer Hal nun seine Mission unter futschen Schuh gestellt und deutsche Pässe statt der blsherigeu französischen filr sich und seine Missionäre angenommen. China ist hievon schon officiell verstän-blllt und wird zweifellos seine Zustimmung geben, da A. ckon vor zwei Jahren dem Schuhe der deutschen A'lswnen durch das deutsche Reich im Principe zuge« . ö" thun!» unterbrach sie Miss Jane, indem sie H °"nach aussah, als wollte sie sich gerne selbst als ^" habe? Grace, meine Herzensgeliebte — si« ^M Ton war wundervoll zärtlich, als er sich gegen ^wendete und seine Arme ausstreckte — kommen °" mir, kommen Sie. meine Geliebte!» ^atu " Moment stand Grace da wie eine schöne »nit!/ "aungilos. ohne Athem. Dann — schritt sie Und i ."strahlendem Antlitz stolz dnrch da« Gemach stolzer « '^ b°upt °" °ie Brust des Kranken. Ein Mim, ^ aus seinen Augen verscheuchte die be-^lln ilvuist ßesft'ck. Laibacher Fettung Nr. 275. 2294 89. November 1890. doch eine eigenartige kleine Welt, eine köstliche Tonwelt von wundersam feinem Gefilge, die noch niemand mit andächtigem Ohre gelauscht hat, ohne von der edelsten Anregung des Herzens und des Geistes beseelt worden zu sein. Heuer jährt sich die neunte Herbstwende, seitdem dieser schöne Kunstzweig trotz der mannigfachsten Hin» dernisse in unseren Mauern in thatsächlich hervorragender Weise öffentlich gepflegt wird. Wenn man erwägt, dass vielleicht mit einziger Ausnahme von Wien und Prag die übrigen Landeshauptstädte unserer Reichshälfte —selbst in Graz sollen die langjährigen Bemühungen in dieser Richtung erst heuer von dem erwünschten Erfolge gekrönt werden—der ständigen Einrichtung dieses Kunstinstitutes noch immer entbehren, und wenn man anderseits wahrnimmt, mit welch brennendem Eifer man anderwärts, wie in Graz, Klagenfurt, Marburg, Cilli, Pettau u. s. w., bemüht ist, diese Kunstrichtung endlich einzubürgern, dann wird man wohl nicht zögern, den vollen Wert dieses schönen lang gegründeten Besitzes dankbar anzuerkennen und die Erhaltung des letzteren mit allen Kräften zu fördern und zu sichern. Zeigen wir also, die wir unsere Stadt so gerne als eine lunstfreundliche bezeichnen hören, dass sie dieses stolze Beiwort verdientermaßen schmückt und bemühen wir uns, nicht nur kunstfreundlich zu bleiben, sondern auch durch und durch kunstverständig zu werden. Niemand abcr soll sich zu den wahrhast Gebildeten zählen, der diesen feinen Zweig menschlicher Bildung nicht kennt. — (Unterlrainer Bahnen.) An den Herrn Landeshauptmann ist vom Bürgermeister von Rudolfs« wert, Herrn Dr. Poznil, ein Telegramm eingelangt, mit welchem dem Landtage und insbesondere jenen Ab« geordneten, welche für die Uebernahme der Garantie für die Unterlrainer Bahnen gesprochen, beziehungsweise ge> stimmt, und dadurch ihre Sympathien für Unterkrain an den Tag gelegt haben, der wärmste Dank ausgesprochen wird. — (Amtsveruntreuung.) Nach einer drei« tägigen Verhandlung beim Schwurgerichtshofe in Rovigno wurden der Angeklagte Gregor Rigo, landschaftlicher Cassier in Parenzo und dessen Gattin Helene, ersterer wegen Verbrechens der Nmtsveruntreuung zu 7 Iah en fchweren, mit einem Fasten im Jahre verschärften Ker> lers und Helene Rigo wegen Verbrechens der Theilneh» mung an der Veruntreuung zu 2 Jahren Kerkers verurtheilt. Ebenso wurden beide Angeklagten zur Zahlung von 62.800 st. an den Landesausschuss verurtheilt. — (In Stein) wurde am vergangenen Sonntag die im Jahre 1493 erbaute und heuer mit einem Kosten-auswande von 4000 fl. renovierte Franciscaner-Kirche feierlich eingeweiht. Die kirchliche Ceremonie vollzog Herr Dompropst Dr. Klofutar aus Laibach unter großer Assistenz. Unter den Spendern für die Renovierung finden wir auch den Namen unferes erhabenen Monarchen. Die Renovierungsarbeitcn besorgten die Herren Alois Prasch« niker, Franz Tavcar, Franz Osole, Simon Ogrin und Anton Iebacin. — (Concerte.) Dem Laibacher musilliebenden Publicum stehen heuer ganz besondere Genüsse in Aus» ficht, indem das Saisonprogramm der Kammermusik-Abende fast durchweg« Novitäten enthält. Der erste Kammermusikabend findet bereits am 8. December im alten Schiehstättsaale statt, und hat für denselben Fräulein Fina Vaumgartner den Clavierpart, eine R. Schu-mann'jche Sonate, welche sie im Vereine mit Herrn Gerstner spielen wird, übernommen. Bei der all« gemein bekannten Tüchtigkeit der mitwirkenden Künstler ist an dem künstlerischen Erfolge der Abende nicht zu zweifeln, dass aber auch die Theilnahme des Publikums diesem schönen Unternehmen gesichert ist. bezeugt die Ein« sichtnahme in den soeben von der philharmonischen Ge« fellschaft in Circulation gefetzten Subfcriptionsbogen, welcher die Namen unferer Kunstfreunde fast vollständig schon jetzt noch vor Beendigung der Circulation des» selben zeigt. — (Internationaler Personenverkehr.) Wie man aus Brüssel telegraphiert, hat die belgische Regierung an mehrere auswärtige Regierungen zur Theil« nähme an einem sür den 15. Mai 1891 nach Brüssel einzuberufenden Congress versendet, auf welchem für den internationalen Personenverkehr ähnliche Vorschriften zur Berathung und Vereinbarung kommen sollen, wie solche für den internationalen Frachtenverkehr vereinbart und am 14. October d. I. in Bern unterzeichnet wor« den sind. — (Die lrainische Ballgesellschaft) hat mit großem Kostenaufwande die Räumlichkeiten des ihr eigenthümlich ungehörigen Hotels «zur Stadt Wien» wesentlich vergrößern uud elegant ausstalten lassen. Das erste und zweite Stockwerk erhielten einen Zuwachs von 12 Passagierzimmern, im Parterre wurdcn 2 Speisesalons neu erbaut und comfortabel eingerichtet. Die Eröffnung der neuen Sfteisesalons wird Ende der künftigen Woche statt' finden und am Eröffnungstage die Regimentsmusillapelle im Gartensalon concertieren. — (Vortrag des Dr. Holub.) Im landschaftlichen Redoutensaale findet am 4. December ein Vortrag de« Nsrila-Reisenden Dr. Em,l Holub statt ^'W''g um halb 8 Uhr abends. Programm: Die Busch, manner, die Sitten und Gebräuche der Belschuana die Kampfweife und Taktik der Arnatabele«gulu. Der Reinertrag ist zur Bestreitung der Kosten des Präparieren« der umfangreichen Sammlungen des Vortragenden (circa 120,000 fl.) bestimmt, welche nach der Ausstellung (Rotunde 1891) an Museen und Schulen verschenkt werden sollen, wobei mit der Hälfte die Vortragsstädte bedacht werden. Preise der Plätze: Sitze der ersten, zweiten und dritten Reihe ü 2 fl.; vierte bis siebente Reihe und Galleriesihe -> 1 st. 50 kr.; die übrigen Zitze l, 1 fl.; Stehplätze 60 kr.; Studenlenkarten ii 30 kr. Vorverkauf der Karten au« Gefälligkeit bei Herrn Karl Till und Herrn Vaso Petricic. Am Vortragsabende Cassa-Eröffnung um halb 7 Uhr. — (Erdbeben) Ueber das vorgestrige Erdbeben, das aus Agram gemeldet worden ist, wird aus Ioanic» Kloster in Kroatien welters berichtet: Seit 7 Uhr morgens herrscht hier ein sturmartiger Nordwind mit Schneegestöber, nachdem eine halbe Stunde vorher ein ziemlich starkes, mehrere Secunden anhaltendes Erdbeben mit unterirdischem Getöse sich fühlbar gemacht hatte. Um 6^4 Uhr folgte ein kurzverlaufender senkrechter Erdstoß und um 10'/^ Uhr vormittags ebenfalls ein folcher, dem eine Viertelstunde darauf noch ein kräftiges Erdbeben folgte. — (Personalnachricht.) Herr Pfarrer Vin< cenz Mayr, welcher bekanntlich im vorigen Winter von einem bisher nicht eruierten Strolche überfallen und schwer verletzt wurde, hat auf den beschwerlichen Scel-sorgedienst in Vresniza verzichtet und kommt als Curat nach Zalog bei girklach. Der beliebte geistl che Herr ist zwar wieder hergestellt, doch ist die linke Hand gelähmt und zwei Finger derselben vollkommen unbeweglich. Die Wunden an der rechten Hand find jedoch normal verheilt. — (Todesurtheil.) Andreas Job, welcher am 6. August das Dienstmädchen Maria Koman er« stochen und aus der Wohnung ihres Dienstgebers, de« Gendarmerie-Obersten Bon in Trieft, eine eiserne Cassette mit Wertpapieren in der Höhe von st. 33.000 gestohlen hat, wurde mit zehn gegen zwei Stimmen schuldig gesprochen und zum Tode durch den Strang verurtheilt. Der Angeklagte leugnete die That in cynischester Weise trotz der erdrückenden Beweise und beschimpste seinen Vertheidiger. Der Andrang des Publicums war enorm, so dass der Vorsitzende die Gallerie wegen drohenden Einsturzes räumen lassen musste. — (Heimatliche Kunst.) Die Statue der Mutter Gottes von Lourdes, welche in Vodnils Werk« statte vom Bildhauer Andreas Rovsel ausgeführt wurde, wird vom 3. bis 7. December in der Glaswarenhandlung des Herrn ssollmann ausgestellt werden. — (Streif ung.) Die Laibacher Polizei nahm vorgestern eine Streifung vor, wobei 45 Vaganten arre« tiert und theils dem Gerichte eingeliefert. theils aus Laibach abgeschoben wurden. Diese arbeitsscheuen Indivi« duen hielten sich meist in verschiedenen Boutiquen, Stallungen und Heuschupfen auf und waren bereits zu einer wahren Plage für die Bevölkerung geworden. — (Elifabeth - Kinderspital.) Der im vorigen Monate verstorbene Hausbesitzer und Gemeinde-rath Herr Heinrich Nicman hat dem hiesigen Elisabeth-Kinderspitale den Betrag von 100 fl. testiert. — (Slovenische3 Theater.) Im Saale der hiesigen Citalnica gelangt morgen die aus dem Czechischen übertragene und von I. K. localisierte Posse «8Iovenoe in Nsmo«. zur Aufführung. — (Tuchfabrik in Ubmat.) Die Liquidation der Udmater Tuch- und Kohenfabril ist bereits beendet und wird daher die Arbeit nun völlig eingestellt._______ Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher /itg.» Wien, 28. November. Die Kundgebung des Clubs der deutschen Landtags-Abgeordneten, in welcher mit Rücksicht auf die ungünstige Lage des Ausgleiches den Deutschen die Nichtdeschickung der böhmischen Landesausstellung empfohlen wird, und der Austritt der Deutschen aus dem Actionscomits der Landesansstel-lung werden von allen Seiten mit Bedauern gewürdigt. Der böhmische Landtag wird sich morgen vertagen und die Verhandlung über die Landesculturraths-Vorlage wieder im Jänner fortsetzen. Gestern wurde auch der Tiroler Landtag nur vertagt, da derselbe in einer Nachsession die Schulvorlagen in Berathung ziehen wird. Im niederästerreichischen Landtage wird heute die Generaldebatte über Groß-Wien fortgesetzt. Prag, 26. November. Der Landlag nahm den Antrag des Abg. Dr. Nuß an betreffs Ausdehnung der vom Landtage votierten Unterstützungen auf die durch die neueste Üeberschwemmung Geschädigten. Abg. Hofmann (Karlsbad) theilte mit, dass nach amtlicher Feststellung die Gemeinde Karlsbad einen Schaden von 250,000 fl. und die Privaten einen Gesammtschaden von 960.000 fl. erlitten haben. I>, fortgesetzter Debatte über die Culturrathsvorlage versicherte Abg. Rytka, die Altczechen traten mit großer Selbstverleugnung in die Ausgleichsaction und wollen bis zur äußersten Grenze des Möglichen gehen. Bei Vorlagen, die riner qualifi-cierten Majorität bedürfen, werde» sie sich die Sache jedoch ein wenig überlegen. Pltsslmrg, 28. November. Heute früh 2'/4 Uhl wurden zwei heftige senkrechte Erdstöße mit unterirdl-schem Rollen verspürt. Paris, 28. November. Der «Soir» erfährt, Bischof Freppel sei von der Nuntiatur aufgefordert worden, die unverföhnliche Opposition gegen die Republik nlcht weiter fortzusetzen. Ebenso würde der Pariser Mz< bischof Richard anf päpstliche Ordre demnächst sewe Zustimmung zur republikanischen Staatsform ausdrücken. Seitens des Clerus ist eine ähnliche Massen-tllndgebung dald zn gewärtigen. Belgrad. 28. November. Von Persönlichkeiten aus der unmittelbarsten Umgebung der Königin NataM wird versichert, dass dieselbe bei ihrem Entschlüsse, sich wegen der Regelung ihrer Beziehungen zu ihrem Sohne, an die Skupstina zu wenden, beharre. D>e Königin habe erst vor zwei Tagen einem Recht»-gelehrten ein Gutachten znr Begründung ihrer M' spriiche auf den Verkehr mit ihrem Sohne abverlangt. London, 28. November. Parnell erklärt, er weroe nur zurücktreten', wenn die irische Partei ihm "N Misstl-auensvotum kundgibt. Petersburg, 28. November. Da sich die Ehole" Jerusalem nähert, haben die russischen Behörden ou Ausfertigung von Pässen an dorthin reisende Pug" eingestellt. . Constantinopel, 28. November. Es wurde heu» dem Sultan eine von sämmtlichen hier a>M^" armenischen Notabel» unterfertigte Adlesse mit de Ausdrucke unbedingter Ergebenheit Angekommene Fremde. Am 2i!. November, Hotel sslefant. Weift und Zeller, Kausm. Wie». - Mattes borscr, Fiume. — Perko, Pettau. — Fertin, Mschna«> ,, Lenarcic, Obcrlaibach, — Böthe, Kfm.. Graz. — KlemeN"' Inspector, s. Familie, Villach, , «h Hotel Stadt Wien. Fürsattel. Kaufm., Nrünn. - Manbl " Deutsch, Leperer. Zehlcr, Albrecht und Belgrader, Kaufte« ' Wien. — Petlovic, Privatier, Oberlaibach. — Baron ^°«« ^ rini und Baron Buschmann, Graz. — Slmnouic, Private Lavric. Trieft. «n<.l,ll>', Hotel Siidbahnhof. Vrancic, Weinhändler, Mottling. — """-Thal. — Gärtner Littai. kottozichung vom 2«. November. Brunn: 36 25 32 89 70. Meteorologische Beobachtungen in ttaibach^ 5_^M^! _,_I " 7UVMg s733 1 ^-7^2 wlndftM^" SHnee^ L0'<^ 26 2 » N. 73^ 5 —50 NO. schwach! bewiM Zch"" 9 » A. ! 733 0 —58! NO. schwach j Schnee Den ganzen Lass Schneefall, nach 5 Uhr Graupeln. "^ 8 Uhr zweimaliges Blitzen und Donner. - Das Tal,"'' der Temperatur 5 0, um 60 unter dem Normale^^.^ Verantwortlicher Redacteur: I. Naglic, y,„c diese Was soll ich meinem Kinde lausen? ""' < >" ^M für ihrc Kinder ein wirtlich unterhaltendes, die aM'^We"' leit anregendes und belehrendes Spiel anzuschaffen ^ glb-die beste Auslunst. Neben formvollendeten erläutern" ^„ bilduilgen, enthält dasselbe zahlreiche pädagogische ^" ^ angesehener Personen, welche sich alle dahin aussp«^ Achtel die Anler»Steinbaulasten aus der Fabril von F- ^^ Oeih' und Cie. in Wien in erster Linie als Geburtstags- ""„ailN^ nachtsgeschcnl empfohlen zu werden verdienen. Oben a. ^B illustriertes Buch wird auf Verlangen von der 3«^' ^^ und frauco versandt. ^^---- ----------------------------------------------------^HH^I Gegen Katarrhe der Athmungsorgane, bei Husten, Schnupfen, y.?\.et. keit und anderen Halsaffectionen wird ärztuw seit« ^^0^ für sich allein oder mit warmer Milch ver mit Erfolg angewendet. , und Derselbe übt eine mildlösende, erfnse»e^"hicim-beruhigende Wirkung aus, befördert die fester»9 absonderung ünd ist in solchen Fälleo ^ ^ erprobt. \^^*>** ____. __________________________—_—»—^—^™ ^^^^^ Die i>. t. I»o»tl5t><'«"^" „as der «Kaibacher Zeitung», bei wela)^^ Abonnement mit diesem Don«" ^^, werden höflichst ersucht, die """" ^, numeration »>».I<1iz3^ ?" erne«" > ^ die Zuftelluug ununterbrochen ""»' zu können. «laibachn Zeitung «r. 27b. 2295 29. November 1890. Course an der Wiener Dorse vom 28. November 1890. »° >"« »' düberrente....... «« Nk ^8 »5 '«»««Uer 5»/, » aanze iW fl. ,ge- ,»«b<> «Uler . . tzOnfttl 100 '^^er Vta»»«lo»>, ,y >"I 80 «»lkvtrsare)b..Lir°l »N0 ft. «. «. ,«? - »<9- ,', °«thb»bn für »no Marl . ,,,?«)««^ ,"° '^ »<" M°ll 4°/«. , . 118-,1«75> "»libers» Vain <5»isl, l»»4 »,80 98««' °«t» «'"?""'"° - ' 'l.l^"l?l. ,»" «°Vi««nle »°/, ... »9b5 «975, ".'^"»..«NllNNfl.e.«.«. ,,N,s> „»^ ,,' »blo, cumul. Stück« . . f»- l«so «° ^""'^bliaat. v. I, l8?« i«o 5'< N1 - »° «eln«hent.zl,1..0b, lWsi. --. --- tz.^«"° ^ «fi. ö. «!. l5»?5«9»5 "»'««,.l'lil, 4", «ON N, l»??L1»8« «,!b wale Glundentl.-^Iilissllllonrn 5°/„ gal°/^ mäbllsche ..... ,09,„ -.- ,V/„ llrain unb llONenluns, , . __.^ -. _ V/, ni,d«üft«si«icbllNll»,>l , , . .... _.^ 5",V »»«aiOcb! »8 7l Wr» . ,,,-_ - -. lNnifhlN d, ^tadtVemflnoe Wlen ,, z.^s, ,leb,n on-lo«, V,, „^^ ^,' Pfllndblltje ( , - ,n<, ^ ,nn?s» dl», > »',... 97 ^. >^,^ dto, Pi<>».Hchu!du»r!chl.»°/, ,„„ 7^ 1^9 «^ Of«, ^yplilhttsnbanl «»>. »o°/, ,,,(>.. ,„„ zy l,'c detto «)«H>,l. . ., . „y.h, „„.,„ iprloritats-Obliglllionen (für »NO ft,), sstlbwnnb» »iorbbllhn che ltall' Ludw'g' ^«hn »m, 1!wl 8NN n «, »>,,^ . 98^0 99 — Htld Wnrs Oesterr. «lorbwestbahn IN?, - »l>5 6« 3l 8",> . . , , iz«,-— 15< — » i> 5°^ , . , . 1,7 4» l>8'- Una.«<,»,, Vllbn , 99 75«"l»7.'. diverse Lose vfr stückt »rfditlofe loa fl..... <"4 - '»^ ?'' «I°rv-«!,,e 40 ft.....,^4»?. 55L5 t°/. Donau.Dllmpfich. lvo si. - >»» — '«»'- Laibacher Präm,.«nleh. « ft »z — ?4 — lDfener «ose 4« fl. , . . K« — ^7- Plllffy-Uose 40 st...... 5» - 54 - bothen Kreuz. «ft. »«<,,,, l0« »8 Sl> 19- «udolvt U°l, lU ft..... '9— »9»'' Salri.Lole 40 ft. . , , S^> — en ^'^ 3«..<»«no<«.L°le 40 ft. , «» — "» »b Waldftein.Lole »U ft , »«2» 3« 75 Windi!ch.»ia>Uose »U ft, , 44- "/,», ,«, 5« '«« -Nanlveiein, Wiener wo ft,. , ,,7 ?n 118 »l» Vb»li,.«nst. us«. » vepositenbaiil, llllg. ^00 fl, 199 - ?W — ilcomple ^.j,,i! u, «aslenn,, Nlitne,'«»"!! —'— »»'- Veld Ware ^veotberenb., »N. »<>an. «k»/,«, «3— ?n -Uänberbllnl, »ft. »on ft. «. . , »>e?2 il7«> c>ftsrr.«i!«,l>r, Vanl 6 ft......»»8 5^ sü«- — ?!,rtthl»b<,nl. »ll«. »40 N , ,b7 il> ,58 i<» Uctten von Transport' Unterucbmnnsten. lprr btüll), «llbrecht.Uahn »00 fl. VIlber , °« 5, <>. «lf»lb.ssluman, »ahn l»«N ft. 3, ^ ,.,. .^,2,, Vehm. Nnrdbahn 1«1 st. , , „^ « ^ ,^<. . Westbabil !»NV ft, . »,< .„ »«, ^ iw!chtiehrat>er »is 5 ft. C« , ,^5 ,,,^ bto. j.) XlX) st, 3 .^ ._ rui»«odenl>, «il-.V. ^ ><> eidi»and«.^ordb. XXw ft.C« ,74^ „^» »al. »arl-Uut'w. «. «<»>» st, .'»aliz »l!e»t> ^ !l. <> «, ^z« tahdier «ilen. >inb Ztabl.Ind in ^8!«n I!>» !l, . . . ?!,-«». Ag»__ Mcnbabnm lieih«, erste, «>ft «8'- »^,— 'llbemühl, «aplers. u. A..» 4« — 4,._ ^leflnaer Vrauerei < ft. , ^^ . »<» — vioiitan'Gelsll,. sNerr.« alpine >, ^» »>l« vraaer »- N----------------- 3te<,rer»ghl',P? z<» l» »«, lriwiler ltvhlmn» »<»«!. ?n fl, «4»'5i» lzy b« H»»senf»« .OeN.ln Hleil XXi fl <«l — 4« — Wa,a«n.Le l» »0 oeut!«» W»,e , , , . 5, »a ««». jmdon...... «>z »u «Il»z «or»» «z «7. 45 »>. l>uc«ten....... »4« »« »0.^r»nc».Vtu'«»« !> 44». <4»i f1^ Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten *fteoten und Valuten empfiehlt sich bestens die J3761) 300-72 ffßcttie des Bankhauses Mianier & Sdawa WIEN, I., Kärntnerstra»Be £O. Hamburg - Amerikanische * Postdampfschiffahrt g i Hamburg-NewYork ' ¦^J Southampton anlaufend I Oceanfahrt c> 7 Tage. r Ausserdtun regelmässige PoBtdarnjiser-Verbindung 10 zwischen Ä Hstvre—Nowyork. Hamburg Westindicn. ^ Stettin—Newyork. Hamburg:—Huvana. | - — -, -- Jlauiburjf— Baltimore. Hamburg—Mexico* ^ Nähere Auskunft ertheilt die Direction in Hamburg, Doventfleth Nr. 18-21 Die erste und grösste Spielwaren-Handlung w~ ns. Sciimitt Spitalg:asse erlaubt sich dem geehrten p. t. Publicum die liölliche Mittheilung zu machen, dass sie infolge zu grossen Lagers an Spielsachen den grössten Theil zu Fabrlkfprelsen ab- piebt, weshalb dieselbe um geneigten Zuspruch ersucht. (5019)3—1 MONTAG den I.bls fuel. Dienstag den 9. December d. J. Außergewöhnlicher Ausverkauf von vielen Hunderten Damenhüten uacli Wiener und J»ari»er Modellen und von vielen (5001) 8-1 Tausenden Winterartikeln für Herren, Damen und Kinder. Enorm reducierte Preise. Fttr dieaen Ausverkauf sind besomlere Torkehruiig:eii getrollen. Während der Dauer des Ausverkaufes ist die Sperrstunde um halb 8 Chr abemls. Heinrich Kenda Laibach, Rathhausplatz Nr. 17.