LmbllchelMMtlmg. Ä^^ s^/V ^"> Vränumtratlollsplel«: Im Lomptolr ganzj. ^Tl?^ 334^ ft- ll, halbj. N. 0.50. ylli die ZufilNung in« Hau« ^^ ^^^/5 halbj.«0lr. Mit bcr Post ganzj.fi.l5.halbj.fi. 7.5U. Montag, 29. October Inscttl on»g»b«yr b!«ia Zeil«n: Imal «n lr.. -<^/D/^ »m. »0 li., 3m. l fi.; sonst p». Zeile In<> N lr., Km. 8 ll., > ^ N « »m. I« l». u. s. w. Insertio>l«stt!i!p«I j«dc«m. 20 t». ^.^ ^^ ^^> Mit 1. November beginnt ein neues Abonnement ans die „Laibacher Zeitung." Dcr Prän itinerations-Pre is beträgt für °'e Zeit vom 1. November bis Ende December 1866: ^>n Comptoir offen......1 si. 84 kr. ^Nt Comptoir unter Concert ... 2 „ — „ Mr Laibach ins Haus zugestellt . . 2 „ — „ -""t Post unter Kreuzband .... 2 „ 50 „ Lmllicher Theil. z. <5e. f. f. Apostolische Majestät haben uachstchendeS Allerhöchste Handschreiben allergnädigst zn erlassen geruht: ^ Lieber Ritter von Mcrkl! Ich bin in Mein ^rzogtyum, zn Meinem lieben treuen Volke von Schle-^" gekommen, nm »hin persönlich für sein ruhinwür« ?'^s, edles Benehmen in schwcrbcdrangtcr Zeit zu °°nlcn. Bei Vicinem Scheiden auS dem Mir so theueren "l>de drängt es Mich, die dankbare Anerkennung mit !?, ^° gerührtercm Herzen zn wiederholen. als Ich Ehrend Meiner tnrzcn Anwesenheit neuerdings die spre« ?itndstcu Beweise der Treue und Anhänglichkeit und ^"c.r Patriutischcn Gesinnung erhalten habe, die in dem "'Nen Verbände aller Länder nnd Völker Oesterreichs, " Wner Größe und Macht, die einzige Grnndlage der ^"lfahn des cngercu Vaterlandes erblickt, Trovftan, am 24. October I866. Franz Joseph m. i>. Kaiserl. Verordnung vom 22. October 186«, Reffend die Aufhebung deS anstatt der Eo» lumaztaj.cn bisher cingehobeucn Zollzuschlages. Zur Erleichterung des Handelsverkehrs finde Ich "> Grund Meines Patentes vom 20. September d. I. A verordnen , daß der Zollzuschlag, welcher nach Inhalt ^"u,tr Entschließung vom 2. Februar 1849 anstatt der . "ntuiilaztaxcn von den über die Bnlovina, über Sie- "bürgen, dann über die Banaler-, slavonische, Banal« Karlstädter Grenze eingehenden Waaren eingehoben wird, vom 1. November 1866 angefangen aufgelassen werde. Troppau, am 22. October 1866. Franz Joseph ni. p. Mcusdorff, FML., m. p. Wüllerötorff m. p. In Vertretung des Finanzministcrs: Becke ">. i'. Anf Allerhöchste Anordnnng: Bernhard Ritter v. Meyer m. i>. Se. l. l. Apostolische Vtajestüt haben mit Aller, höchster Entschließung vom 14. October d. I. den Pri< uatdocenten an der Wiener Universitätäl Dr. Edmund Ncitlingcr zum außerordentlichen Professor der Physik am Wiener Polytechnicnm allergnädigst zn er« nennen gcrnht. Der lönigl. ungarische Hoflanzlcr hat den LadiS-lauS von Pallovicö und den Lndwig MersitS von Lallncnthal zu Honorar-HofconceptSadjuncten bei der ungarischen Hoftanzlci ernannt. Die königlich ungarische Hofkanzlci hat den l. k. Oberförster in Nagybüuya Karl Wagner zum ordent« lichen Professor der Forstwissenschaften an der land« uud forstwirthschaftlichcn Lehranstalt in Keözthely ernannt. Am 26. October 180(5 wurde ill der l. l> Hof- und StaatZdrncterei in Wien das I.m. Stllcl deS Ncichögesetzblattcö ausgegeben und vcrfeudct. Dasselbe enthält unter Nr. 126 die (5oucessiousurtuude, voiu 18. August 186ü fi!r die Locomotiueiseubahu von Vlrad nach Karlsburg Nlit dcr Zweig-bahn von Piöli biö PetrosrM) ilu Zsil-Thalc; Nr. 12? die Verordnung deö Fiuaiizministcriumö vom 17. October 18»>«, betreffcild die Aufhebung des Verbote« der Aussuhr von Kartoffel» aus dcr Bulowiua; Nr. 128 dcu Erlaß deö Fiuauzmiuisterium« vom 18. October 1866, womit die provisorifchc Errichtung einer Zolllinie durch Aufstellung von Zollämtern au dcr Tiroler Glruze gcgcu Veuezien tnudgemacht wird' M. 1-'!> den Erlaß des Finanzmimsterinmö voiu 22, October 1866, betreffend die Ermächtigung des NcbenzollamlcS Oamac znr Au^lritleln'handlung der mit Vorbehalt dcr Stcnrrrilctuer-glitnng über die ^ollliuie auötrriendeu gebrannten geistigen FMssiglciten. (Wr. Ztg. 3tr, 263 u. 26. October) Am 27. October 1866 wurde in der l. t. Hof- und SlaalSdnuterei dns I.lV. Stilct de« Neichsgesetzblattes ausgegeben und versendet. Dasselbe enthält unter Nr. IAO die kaiserliche Verordnung vom 22. October 1566, betreffend die Aufhebung des anstatt der Coutumaztaxen bisher einachobeueu Zollzuschlagcs -^ ' " ^. ^,g Iz^ 2l-.4v. 27.October) Richtalnllich^r Theil. «aibach, 29. October. Der Friedensvertrag zwischen Sachsen und Preußen liegt nun in seinem vollen Wortlaute vor. Er datirt vom 21. d. nnd enthält Bestimmungen, die das König« reich Sachsen wesentlich zu einer preußischen Provinz macheu. Es lountc auch nicht anders kommen, die strategische Wichtigkeit Sachsens ist zu groß. Das Hauptgewicht in dem preußisch ^sächsischen FriedcnSver« trage ist deshalb, wie das „N. Frbbl." richtig hervor« hebt, auf jene Bestimmungen zu legen, welche sich auf das Vcsatzu ngSrecht Preußens, auf die Ber« Wendung dcr militärischen Kräfte Sachsens und seiner strategischen Objecte beziehen. In allen diesen Punkten ging der preußische Hof nicht eine Linie breit von den« jenigcu Fordernugeu ab, welche die preußischen Strategen als nothwendig oder auch nnr wilnschenSwerth bezeichneten. Selbst daS Eisenbahn-, ja das Tele -gra fthenwcscn wurde dem sächsischen König aus dcr Haud gcuommen. Die „besonderen Bestimmungen" zum Fricdcnslicltrag umfassen zehn Puulte, die alles cnthal-tcu, um Sachsen seinem preußische» Protector gegeuiiber absolut wehrlos zu machen. Preußeu will Sachsen zu einem förmlichen Bollwerk gegen Oesterreich umgestalten uud behält es deshalb in seiner Gewalt. Die Aefc« stigun gs arbeiten iu Dresden, das wiederholt detontc Verlangen uach der Anlage neuer Eisenbahnen in dem ohnehin an Eisenbahnen reichen Lande beweisen dics zur Geuiige. Die „N. A. Z." gibt sich auch keine Mühe, ihre Freude über das Erreichte zn verbergen, indem sie übrigens die Vertragsbestimmungen in einer Weise zu dcu« ten sucht, als hätte Sachsen nur seine militärische Selbständigkeit verloren. Hören wir. was das Bis-marck'sche Organ hierüber sagt: ..Die Wichtigkeit dieses CtaateS (Sachsens) reicht weit über die Grenzen seiner Macht hinaus, weil daS Land innerhalb dcr strategischen Linien liegt, welche er-fahruugsmäßlg in jedem Kampfe um die Existenz Preu. ßcnS festgehalten werden müssen, in welche Preußen da. hcr vor dem Ausdruche jedes von Süden drohenden Krieges ohne Vcizng einnicken muß. Dcr offene Anschluß Sachsens au cinen Gegner Preußens ist fast mit dcm AnSbruch ciucs Krieges gleich' bedeutend, weil Preußen jeder von Südeu drohenden /euillelml. Das K a m e e l. ^eii?c^ Kameel ist ein Sällgclhier und reiht sich als Wluvn "^ Cuvier in die zweite Ordnung dcr zweiten tvir n gehend von den Spielarten Nmerila'S wollen tzch^,bit ssamcclc dcr alten Welt ins Auge fassen, ^e <^> läßt sich dem Thiere nicht uachrühmen; im scho.f„ ?°'le kann cS als häßlich gelten. Der kleine, lloyf 'st, ungehürntc Kopf sitzt auf einem langen, h5nn<.,, ^9cbogencu, mit schmutzigen Zottclhaaren be-KNd '. Hnlse. Der Körper ist schwerfällig und eckig ^Br.s ^^ lnißgcformlcn Beinen. Diese, wie auch ^lifreib ^"^ l"^ Schwielen versehen, durch welche die ^thinb 9 ^" b°"l beim Niedersinken und Aufstehen ^lcht ^ ^b. Dcr Fuß ist in zwei Zehen gesondert, kilit h °°? der Ferse aus bis gegen die Mitte durch 'sl elast!?!^ S°hle zusammengehalten werden. Letztere ^d die A "'^ llibt dem Druck dcS Bodeus nach, wäh- ^ deni^^" ^ ausdehnen, um Grnnd zu gewinnen. ll,it t,^ "üclen finden sich ein oder zwei Höcker. Das ^ Mit" ^.ckcr versehene Kameel wird „Dromedar," ?^Dri>^^"' ausgestattete „Trampelthier" genannt. Kuß u,Ü'^" reicht gewöhnlich eine Nückenhohc von ^ d°.nse ^ "" nördlichen Afrika und westlichen Asien ^bis 8'c>^ Trampclthier, dessen Höhe in der Ncgcl ">la '„^"n betrügt, hat daS mittlere und östliche ,. Dit^""'°t. "ils lv^^lbe ist theils rehbraun, theils schwarzbraun, s^cnsH"" aber Anmuth und Grazie nicht zu den ?^utzi/'' °es Kamecls. so fordert eS dagegen durch di' bas »". "l zum Danke und zur Bewunderung auf. ^lder '^l ic Vorstellung der Handelskammer, der Adoocateu- und NotariatSlammer, de« Polylcchnicums, der Creditaustaltsfillalc und der Smi-chowcr und Karolinenlhaler Gemeindevertretung. Prag, 25. October (Nacht«). Der zu Ehren Sr. Majestät deS Kaiser« veranstaltete Fackel-zug gestaltete sich zu einem großartigen, imposanten Volksfeste. Mehr al« zweitausend Fackelträger zogen durch die Stadt, versammelten sich im inneren Schloßhofe und begrüßten Sc. Majestät den Kaiser bei Allcr-höchstdcssrn Erscheinung auf dem Balcone mit stürmt schm Slava- nnd Hochrufen. Allerhöchstderscluc verweilte längere Zeit daselbst und hörte der Production deS Gesangsvcrcmes „Hlahol" zu. Hierauf fand eiuc Musilproduction statt u:,d so-danu der Abzug unter lebhaftem Jubel der Bevölkerung. — 26. October. Heule früh celebrirtt Se. Emi-ncnz der Cardinal eine heilige Messe, welcher Se. Majestät der Kaiser beiwohnte. Sodaun besichtigten Se. Majestät der Kaiser ocn Dom u»o die Reliquien des hcil. Johannes. — Dic „Pragcr Zeitung" eulhält ein kaiserliches Handschreiben an den Grafen Nothtirch, nach welchem Se, Majestät der Kaiser den Armen Prags 20.000 Gulden gespendet hat, ferner ein Handschreiben dcs Kaisers an den Bürgermeister, in welchem deu drei Bürge»corps für alle Zukunft das Recht ertheilt wird, während dcr Anwrscnhcit dcs Kai-scrs gleichzeitig mit dem Militär die Burgwache zu be« ziehen. Zum Andenken au die Leistungen und als Bc« lohnung für die Treue und Hingebung ocr Bürger-corps foll cinc Medaille mit dem Bildnisse Sr. Majestät auf der Averbseitc und mit der Jahreszahl 18 auf der Revcrsscite geprägt nnd nebst Band mit den Laudesfarben jedem derimlligcn Mitglicdc dcr drei Vür-gercorpS verabfolgt wcrdc». — 20. October (Mittags.) Se. Majestät dcr Kai-ser ertheilten heute im Laufe des Vormittags Privat-audieuzcn. Um 12 Uhr erfolgt dcr Besuch dcö Rath- > Hauses zur Besichtigung dcr astronomischen Uhr und der ausgestellten Pläne für das Nationaltheatcr, Vor dein Rathhausc werden dic drei Bürgcrcorps vor Sc. 5W' jcstät dem Kaiser dcfilircu und die Feuerwehr wird ciü Manöver ausführen. Hierauf wird Sc. Majestät ber Kaiser daS Landesmuscum, die städtische Gasanstalt, die Karoliucnthalcr Kirche und die Maschinenfabrik vo" Rnston uud Comp. besuchen. Ueber die Abreise des Monarchlu von Troppa" schreibt die dortige Zeitung: Troppau, 24. October. Vor 5 Uhr MoraM zu welcher Zeit die Abreise Sr. Majestät erfolgen sollte, strahlten trotz dcr so frühen Stunde dic Häuser in del Hcrrengassc und in der Rahe deS Bahnhofes in fc^ licher Geleuchtung. Die Verabschiedung Sr. MajcM fand im Landhausc statt, wohin scit 4 Uhr Morgen« Wagen au Wagen gefahren war. Schlag 5 Uhr er^ fchicu der Kaiser mit Allcttiöchstseinem Gefolge ai«» Bahnhofe, wo Er von den Gemcindcräthen nud belllW Stationschef Martini ehrerbietig begrüßt wurde. St. ^ Majestät sprachen noch einige AbschicdSwortc nnd M' l gcu dann rasch in dcn Waggon. Ein Pfiff dcr Loc»' l motive und dahin brauste dcr Zug. , ' Der Auwcseuhcit dcS Monarchen in der schlep schen Landeshauptstadt widmet die „Tr. Ztg." folgend^ warme Worte: W Vorüber sind di« Tage de« Festes und Glückes, vel< ^ rauscht ist der Jubel, aber die Erinnerung bleibt unS 5" ! rück an jene Stunden der Allerhöchsten Anwesenheit, die fill' immer einen hellen Lichtpunkt iu der Chronik Schlesiens u"» seiner Hauptstadt bilden werden. Es bleibt zurück da2 '"' nigste Gefühl des Dankes gegen den Herrn und Kaiser, dtl Persönlich seine bedrängt gewesenen Länder besucht und >^ wohlthätigen, segensreichen Händen alle Thränen der Wb' leidenden trocknet, allen Hilfe und Unterstützung gewöh^ als Vater seine« Volles allen sein Ohr öffnet nnd die eck« Äürgertreue auszuzeichnen weih. So geleite denn Gottt^ Segen den theuren Herrscher auf allcn seinci' Lebenswegs und lasse seine Völker fest zusammexslchen in Treue l!N»M Liebe zum Kaiser und zum Vaterlande! ^ Endlich liegen übcr den Verfolg dcr Reise vo" l Troppau nach Prag in der „Br. Z>g." noch f"^W gendc Telegramme vor: O lmütz, 24, October. In Prcrau e.folgle dl«^ Vorstellung dcr Landgemeinden durch deu Vezirlsvo^ l stehcr Rupp. Dcr Noletuitzer Gcmcmdcvorsta"", dankte für daS erhaltene Gescheut von 1000 fl. sl»! allen Stationen war lebhaftes Vivat- und Slaoarus'e'.'' l Se. Majestät sind Schlag 8 Uhr in Olmütz cingetrol' l fln. Dcr Festungscommandant, dcr Bürgermeister üi'v l andere Autoritäten waren am Bahnhöfe versannncl'' l Nach kurzem Aufeuthalte sctzlcu Sc. Majestät dic Mie l Huhenstadt, 24. October. Se. Majestät dc Kaiser sind um '^ Uhr Vormittags unter dcm Jubel d^ zahlreich he>beigelommenen Bevölkerung in der H^.^^ stabler Eisenbahnstation eingetroffen, vou den Gemeine Vertretungen, den laudcsfürsllichen, Eisenbahn» nnd Ollt beamtcn, sowie von dcn Honoratioren aus Hohe"!^ und dcr Umgebung ehrerbietigst begrüßt wordeu. Die ^' spräche bcS Hoheustädtcr Bürgermeisters erwiderten ^' Majestät huldvollst, erkundigten sich mit herzlicher TY" meel zufrieden und genießt behäbig die Momente der Ruhe, wo ihm die Last abgenommen uud ein Stückchen Gerstenkuchen verabreicht wird. Es erhebt nur danu ein Zetergeschrei, wenn cS übermüßig oder ungleich beladen sich fühlt uud unverdiente Unbilden ihm zugefügt werdeu. Das Kameel ist nicht nur der Träger der Lasten, sondern auch der Träger dcr Cultur in deu heißen, quellcnarmen Gebieten unseres Planeten. Ohne das Kameel wäre in den von uugeheucren ödeu Steppen durchschnittenen Länderstteclcu AsicuS kein Verkehr, lcin Handel möglich gewesen. Da aber Verkehr uud Handel die Grundbedingungen dcr geistigen Entwicklung sind, so dankt Asien dem Kameel, daß es nicht einzig die Wlcge des Menschengeschlechtes geblieben, sondern auch der Bannerträger all' seiner Wissenschaft uud Gesiltnng geworden ist. Ihrem lebhaften, wohlgeregeltcn und wenig gefähr-deten Handel dankten die Araber bis inS 16. Jahrhundert hinein ihrc märchenhaft bluheudcn Städte, Und in Zcitlüufen, wo daS geistige Leben deS von schweren Kricgesnüthcn heimgesuchten und durch tausend große und kleine Räuber in seinem Verkehr gehemmten Europa'S einem tiefen todtähnlichen Schlnmmer verfallen war, entfaltete die arabische Wissenschaft einen staunenswer-then Flor. Während die verkommene Bildung deS Abendlandes sich in eitlen unfruchtbaren Formen verlor und nur selten von der Roheit sich los zu machen ver. stand, gab es unter den Muhamedauern wahrhaft große Gelehrte, und aus den Trümmern ConstautiuopelS förderten die Araber alte Meisterwerke der Schriftstellerei ans Tageslicht, von denen Europa leine Ahnung ge. tragen hatte. ... Aber der Handel und sonnt auch die ganze geistige Herrlichkeit lag auf dem Rücken deS die Wüsten durch, schreitenden häßlichen KameclS. Daher galt dasselbe schon in den ältesten Zeiten nicht nur als Oegründer deS Reichthums, sondern auch als Reichthum selbst. Nach der Zahl der Kamecle wnrde die Wohlhabenheit dcr Familie und dcS Stammes bemessen. Kein Thier läßt so leicht sich abrichten und lohnt scincS Wärters Sora.cn mit so unbcdiugtcr Hingebung, als das Kameel. Gilt cS eine größere Hcerde zu be« lasten, so kniet ein Thier nach dem anderen nieder, nm das Gepäck aufzunehmen uud harrt, uachdem cs sich wieder emporgerichtet, so lange ruhig aus, bis die gc> sammle Ladung bewerkstelligt ist und dcr Ruf dcS Füh» rcrs zum Antritt der Reise erschallt. Häufig werden als Packgcfüße große Körbe verwendet, die vom Rücken dcs Thieres auf beiden Seiten niederhüngcn und nicht selten die ganze Familie dcS Arabers beherbergen. Für den Ritt werden uur schnellfüßige Kameelc benutzt. Der Sattel liegt dann auf dem Widerriste auf und ist mit eiuem Stricke unter dem Bauche befestigt. DaS Aufsitzen bleibt unter allen Umsländeu eiue heikliche Sache, und ein Europäer, der blindlings den Versuch unternehmen würde, hätte wahrscheinlich eiuigc nicht ganz erwünschte Purzelbäume in den Kauf zu nehmen. Ein derartiges Dromedar vermag mit feinem Reiter in einem Tage wohl 30 bis 40 Mcilen zurückzulegen und ist sowohl zur Ausübung deS PostoienstcS, als zn Löwen-, Leoparden, und anderen derartigen Jagden auScrsehcn. Der vorzugsweise Beruf deS Kameels bleibt jedoch der eines LasteuträgerS. Gold und Silber, Elfenbein und Speccreieu, Mühlsteine und Salz, Teppiche und Seidenstoffe werden von den Karavanen viele hundert Meilen durch die unwirthsamsten Gründe fortbefürdert. Die Grüße dieser Karaoancnzüge ist sehr verschie-den; zn den bedeutsamsten Karavanen gehören jene von Bagdad, Damascus und Aleppo, welche nicht selten aus zweitausend Kameelen bestehen. Auch die Dauer dcr Reise ist ungleich. Eö gibt Züge, die über vier Monate wählen. Der Staubwolke in der Wüste vergleichbar, 6 räuschloscn Schrittes schwebt daS Kamccl über v Boden dahin nnd verkündet nur, wenn es allfällig l Schellen versehen ist, durch das Gctliugcl dcr letzte sciucu flüchtigen Gang. . ., Dcn Kopf in horizontaler Richtung tragend »» cs mit scincn großen Augcn weit hinaus und plw^f gleich immer sorgfältig, was hinter ihm vorgeht. , über dem Augapfel häugeudc Brauen machen zwar Blick nach aufwärts uumöglich, fchützcn aber auch dcn sengenden Strahlen dcr Soune. ^ Sorglos dürfen die Führer sich dcr Ruhe und °^ Schlummer überlassen; die Kamcclc werdcu sich verlaufen. ,^c Das arme Thier, welches für weite Fahrten ^'^ für Mcnfchen und Pferde auf seinem Rücken tragt, ^ nicht selten zum Durste verurtheilt und muß 4 " ^ Tage lang schmachten, bis eine Quelle ihm wiim, ^ welcher eS sich (freilich mit einem auch 49 b>o Pfund wiegenden) Labetrunl wieder stärkt. ^,i> Und dic Entdeckung dieser Quellen bleibt >".5, gen Momenten wieder die Aufgabe des guten ^" ssel das auf Entfernungen von Stunden schon das wittert. -gl cs Und nicht durch Sand und Geröll alle'«' l^,l,l Gepäck und Reiter, auch gewaltige Ströme durMI ^e", cs mit Hilfe von aufgeblasenen Zicgcnfell'Scyl die ihm um den Hals gelegt werden. muera<"! Endlich gilt es auch dem Wechsel der Tem^ ^ zu trotzen, dcnu nach brennend heißen Tagen "1^,^ Abends nicht selten ein eisiger Sturm, und v>c Kleinasiens sind bitterlich kalt. , ^l »>> Da aber daS Kamcel ein so treuer ^g" ^ Diener des Menschen ist, muß cs nicht "U^e" ^,^c" lichen, sondern auch seinen kriegerischen u^i Vorschnb leisten. . ssa'""' Schon in dcn ältesten Zeiten zogeu d'^ie ^ mit ihren Gebietern in die blnlige Schlacht- 1639 ahme bei den Gcmeiuocvcrlretimgen um die Drangsale ^letzten Kricgsereignisse, haben zur Linderung der wlage tausend Gulden erfolgen lasseu uud nach einem "Uscnthalte von 10 Minuten uuter innigsten Zurufen ^ Bevölkerung uud uuter den Klängen der von der ^hcilcudorferMusilcapclle vorgetragenen Volkshymne 'l "teisc nach Prag fortgesetzt. Die preußische ßceresVcrsajsung. . Da in letzterer Zcit uou der preußischen HeereS-^sussluig viel die Ncde war, ohne daß bisher auch nur " Grundziige derselben in wciteru Kreisen bekannt ge< ^ocn wärcu, so dürfte die uachstchcudc Darstellung °"1clbcn unsern Lesern erwünscht sein. ,. Icdcr Preuße ist wehrpflichtig'mrd verpflichtet, nach °"'"ckgclcgtcm 20stcu Lebensjahre 'sich zum Eintritt in .^ stehende Heer zu stellen. Die militärpflichtig gewor- ^,.?. lmige Manfchaft wird durch die Kreis «Ersatzcom. Klonen (bestehend aus dem Landwehr» BalaillouScom- ^dcur, dem ^audrath des Krcises, ciuem Iilfanlcric- Mcr, zwci ländlichen uud zwei städtischcu Gruudbe- > m„ „,^ ^^,^,^ Stabsarzt) in Bezug auf ihre Brauch« ^"it zum Militärdienst untersucht. Da nun dic Zahl ,^' brnlichbar bcfuudcucn juugcu Ätänucr die Zahl der ^listcllcudcn Relrutcu uiu ciu bedeutendes (im ganzen ^"ßischcn Staat jährlich etwa um 30.000 Mann) 'berwicgt, so lost die junge Mauuschaft uutcr sich die ^"llUci, aus uud tritt danu die ihrem Loose nach uicht .zustclleude junge Mauuschaft in die allgcmciuc Ersatz« °!^'vc, auf welche uur iu K>icgszcitcu zurückgcgriffcu >ld. W^ hclm, dicseu Puutt ausdrücklich hervor, weil l cine wescutliche Bcschränkung der iu Preußen nomi- ," bcstchcudcn allgemeinen Wehrpflicht bildet. Die '"acstellicu Relrutcu dienen drei Jahre bei der Fahne """ treten nach Ablauf derselben znr Reserve iiber, wcl- ^ fic, in ihre Hciiuath beurlaubt, vier Jahre luit der ^/Wichtuug, 1 bis 2 Ucbungcu beizuwohnen uud im «nllc nugcorduelcr Kriegsbereitschaft sich sofort zur Fahuc !', ^lcn, augchörcn. Die ihrer Ncscrvcpflicht genügt Mc»dcll Vtaunschaftcn trctcu iu die Landwehr crstcu "lsgcbuts über, gehören derselben weitere uicr Jahre ^ "ud habcn die Verpflichtung, dic angeordneten, etwa ^ zwci Jahre staltfindcudcn Landwehrübuugeu mitzu' ^"'.- ^iach Ablauf dieser uicr Jahre treten die d/"".!'schchcu in die Landwehr zweiten Aufgebots über, dcna^' "^ ^ws Jahre augchöreu, ohuc jcdoch iu Frie- ^ "^'tcn zu Uebungen cinbcrnfeu zu werden. Für die fcstc « ^ "l'tcu Aufgebots bcstehcu in Fricdeuszeilcn »vrlirsf- ^ '" dm itreishauptstädtcu, sogcuamitc Laud« ^ irjlaiilinc; ^ic Landwehr zwcitcu Aufgebots hat j» Nnü ^^' ^lganisaliou nur auf dem Papier und wird >iü/ lMücordnctcr Ncobilmachuug theils zur Complcti- l, ^ bcr Laüdmchvbataillouc crslcu Aufgebots, lhcilö iu , !^>dcrs orgauisirte Bataillone (im verflossenen Kriege ^N cs besonders die uicrtcu und die hicr uud da c''^tctcu fünften Bataillone) verwendet. Äiithiu uiu« ,,^ nach der ucucn Rcorgauisatiou die Dienstpflicht 5> ^n Zeitraum uou 16 Iahrcu, während die frühere , l'W,isation dieselbe auf 1^ Jahre ausdchute. Schon °ra»s erhellt, daß die Vorstellungen, dic mau sich """lich iu Snddculschlaud uon dem Drückenden der preußischen Militärpflicht macht, übertrieben sind, znmal es sich, streng genommen, uur um drei Jahre festen Dienstes bei der Fahne handelt, die übrigen 13 Jahre jedermann sciucm Berufe nachgehe» lann. Eine Erleichterung bildet dic Geslattuug des frei-willigen Eintritts auf drei Jahre, welche zunächst freie Wahl des Truppenkörpcrs und sodann früheren Aus« tritt ans dem Miliiäroienst (d. h. derjenige, der ein, zwci oder drei Jahre früher, als er verpflichtet ist, eintritt, scheidet um ebenso viel Jahre früher aus der Laudwchr zwcitcu Aufgebots aus) gewährt. Eine noch wesentlichere Erlcichleruug ist die Gc-stattnng deS einjährigen frciwilliaen Dienstes. Junge, den gebildeten Ständen ungehörige Leute, welche ihre Qualification zum eiujährigcu Dienste durch Schul« zcugnissc der drei ersten Elasscu eines GymnasiniuS oder dcr ersten Classe einer Realschule, oder durch das Ae< stchen eiues von dcr Departements.Prüfnngö-Eommis' siou abzuhalteudeu Examens iu der deutschen Sprache, dcr Mathematik, der Geographic, dcr (preußischen) Geschichte, dcr Naturbeschreibung uud Naturlchrc nachge» wiescu haben, lönncn, um ihre Ausbildung iu ihrem Beruf mit ihrer Militärpflicht zu vcrbiudcu, uach Ab« lauf ihres 23. Lebensjahres ihre dreijährige Pflicht, bei der Fahne zu dicueu, mit einjähriger Dieustzeit ab« löseu. Diese einjährige» Freiwilligen haben sich während ihrer Dienstzeit selbst zn bekleiden, sich ohne An« spruch auf Quartier sclbst zu beköstigen uud bei dcr Eaualcrie auf ihre Kosten oaS Pferd zn hallen oder Entschädigung dafür zu zahlen, und sic treten, uach Ab« lauf dieses einen Jahres auf vicr Jahre in die Ncscrue uud hierauf in die Laudwchr, in welcher sie, uach be-stcmdcucm Landwchr'Officicr.Examcu, mcisteus die Ossi« cicrstcllcn einnehmen. Dieses Justitut der Freiwilligen hat sich besonders im lctzteu Fcldzuge glänzend bewährt. Es führt dem Heere ciuc große Anzahl intelligenter gebildeter juugcr Leute zu, die, ihrer höyercu Enlwick« luug gemäß, ein tieferes Verständniß dcr taclischcn Ae-wcgungcn u. s. w. leicht erlangen und für die übrigen Mauufchaften einen lcitcudcu Niittclpnutt abgeben. Weun preußische Officiere gelobtet werdcu oder iu Gcfaugcu-schaft gcrathcu, so werden die intelligcntcu Freiwilligen dcr prcnßischcn Armcc die natürlichen Führer ihrer ! Kameraden , die sich willig ihrcm Commando unterordnen. Oejieneich. Mien, 25>. October. Wie wir vernehmen, hat das Polizci-Miuistcrium zur Vermeidung allfälligcr Mißverständnisse bereits sämmtliche GrenzaufsichtS-Or-ganc dahin augnuicscu, daß Rci>cndc, welche mit den im Namcu des Königs von Italien ausgefertigten Pässen versehen sind, ga>iz nach den für die Aus» läxdcr überhaupt geltenden Normen zu behandeln und daß dic scit dein Jahre !862 vorgeschriebenen Interims« Certificate und Jutcrimö-Pässc unlcr teiucr Bedingung mehr auszustellen seien. Klassenfurt, 25, October. Die Concessions-Ur> lnnde für die Rndolfs.Balm lantct auf die Namen: Fürst Collorcdo.Mauusfcld, Graf Gleisbach, Hofrath uon Tschabuschuigg und Hcrrn Alchinger. AuS Trieft, 25. October, schreibt man dcr „Tgftst.:" Verläßlichen Nachrichten zufolge ist der Gesundheitszustand dcr Kaiserin Charlotte von Mexico uicht so bedenklich, wie er iu den meisten Blättern geschildert wird. Ihre Majestät pflegt wie zuvor ihre gcwohuicn Lieblingsbeschäftigungen, Ma-lcu, Lescu u. f. w. uud ist uur von dcr einen firm Idce befangen, vergiftet worden zu sein. Doch soll auch schon zeitweilig diese Geistesstörung verschwin« den, dcreu Anfänge znersl in Paris sich bemerkbar machten, wo die Kaiseriu durch die sich stets wicdc» sprccheudcn Mitthcilnngcn seitens deS französischen Hofes und der directeu Nachrichten auS Mexico über die dortigen Zustände in immerwährender Aufregung er» halten wurde. — 27. October. Im Befinden Ihrer Majestät der Kaiserin Charlotte von Mexico hat sich in deu letzten acht Tagen leine wesentliche Aenderung ein-gestellt. Die Sftaziergänge werben, so ost es daS Wet« ter crlanbt, fortgesetzt. Schlaf nnd Appetit dcr hohen Kranken sind gut. Vom Kaiser von Mexico sind gestern die ersten Autworts»Tclcgrammc aus Chapultepec an Dr. Iilck eingelangt. Dieselben sprechen dic Zustimmung Sr. Majestät zu dcr angeordneten Isolirung dcr Kaiserin aus, enthalten aber uichts, was auf die Absicht einer Abreise des Kaisers von Mexico schließen ließe. Ausland. Dresden, 2ll. October. Das „Dreödcncr Journal" meldet: DaS sächsische Königspaar ist heute cm« gctroffeu. Eine Proclamation dcS Königs dankt den Sachsen für die in schweren Prüfungen bewahrte Treue nud versichert, in aller Liebt die Wunden dcs LaudeS zu heilen, dcr Landcswohlstand fördern, dic Gerechtigkeit handhaben nnd die besonnene Entwicklung der politischen Institutionen fördern zu wollen. Dcr Kouig verspricht, dcr ueueu Verbindung dieselbe Treue zn widmen, mit welcher er dem alten Buuoc augchaugcu, uud alles auzuwludcu, dieselbe für Sachscu uud Deutschland möglichst segcuörcich wcrdci, zu lasseu. Das sächsische Kö-uiaSpaar traf um 5 Uhr iu Pillnitz uutcr dem Iubcl-lnfen cincr nnübcrschbarcn VollSmeugc ciu. An der LandcSgrenze empfing dcr Oberbürgermeister vou Dresden daö Hcrrschcrpaar mit ciucr Ansprache. Die Festung Königstcin salutirtc dcu Eiscubahuzug mit 21 Ka< uoucuschilsscu. Dcr preußische Festnuascommandant begrüßte deu König auf dem Pcrrou. Der Köuig daukte, dcm sächsischen Untercounuaudautcu die Haud reichend. Iu Pirua paradirtc dic preußische, in Pilluitz die sächsische Garuisou. Hannover, 26. October. Dic Gesetzsammlung pnbliciit ciuc Verordnung des Gcueralgouvcrncnrs über die hanuovcr'schc Civiladuiiuistratiou. Die Wirksamkeit dcr hanuovcr'schcu Dcpartemculs.Ministcricu hört auf uud an dcreu Stelle treten bei dem Gencralgonverne» mcnt drei Departements für das Innere, die Finanzen uud dcu Cultus. Paris, 26. October. Dic „Patric" stellt in Ab. rede, daß von c!,:em Anlchcn vou ciucr Milliarde die Eckn^ schwingen noch hcutc von den Dromedaren herab sal,? ^ "."b ^^uze uud Schild, nnd die Stcpftcn Algiers l!ci>," '^ lüngstcr Zcit daS fromme Thier zum Tragen ^ Fcldkauoucu vcrurlhcilt. l»U?r s''^ ^^ Schangclüste müssigcr Gaffer durch Kämpfe Hch zu befriedigen, werden die Kamcclc gczwuugcu. ^ilci, s^ llutmülhigc Thier ist nämlich zu bcstimmlcu ">'fnll ^^'l)cn, wiewohl rasch vorübergehenden Wuth-slirml? uutcrworfcu. Diese Pcriodcu nuu werden zu "'^" hctzen benutzt. ^a>Nc ^>'^ theilenden Thiere eutwickclu plötzlich tödtlichcn ^°ch ^ ^ehrcuthcils ist wohl das Maul mit dem Bciß» ^lc,l I^^^ll, um eiuer Vcrwuuduua. durch die furcht« ^^ Mhnc vorzubeugen, aber dcuuoch bietet das Riu» lnil ^'"^', Ll-auenhaftcu Anblick und cndct nicht selten '^ Verderben des einen oder dcS andcrcu Kamcels. d«Z »"^ für ungerechte uud schnöde Bchaudluug hat I?"'ccl cin ^^S Gedächtniß. ^ch >, ^ ^lter cs nach dem Klaugc der Schcllcu oder ^'ch >,^ ^ythuius ciueS LicdeS mit dcr schweren Last dcs I- '^üslc dahin trabt, so folgsam cs jedem Winke ^>'gc/ ^^ ^'^' s" geduldig cö ausharrt trotz t>ie lii/!'^ ^urst, so grimmig bäumt es sich gcgeu ^lll^i s ^ bewältigende Ucbcrbürduug oder gegen ^Nnci . dm, wo cS seine Pflicht erfüllt zu haben E ' Nch auf. ^tnccl'c" ^^"^°lschcr unferer Tage erzählt von einem !^' nnd ^^6 vou seinem Herrn mißhandelt worden l Fiis'«. " """' "" ciner Rache vorzubcugcu, Abends ^t sci>^ iusammcugebundcn halte, daß cs Nacht. Mafci,^ Melu sich ledig gemacht uud den argeu . Zlua/ ^^'ttcr zerbissen und zertreten habe. ^' ^c<, 5» "nspicle ciner nach Wochen und Monden Aerci.^ ?'6"" hübten Vergeltung sollen nicht in 'H bcr Erfindung gehören. Indeß lommcu die Fälle einer rohen, hartcn nud uudault'arcn Behaudlnug scltcu vor. Dic Türlcu sowohl alö die Araber schätzen das treue Thier als die Grundbedingung des eigenen Wohlbefindens. Der Araber iuSbesondcrs häugt ost an seinem Kamcclc mit einer fast rührenden Zunciguug, theilt daS letzte Brot, dcu letzten Wasfcrtropfcu mit ihm. Er tüßt dcu trcucu Gefährten, bevor er am Morgen die Last znr Weiterreise ihm ausschnallt, cr schmeichelt ihm, bevor cr nach vollbrachtem Gcbctc au scincr Seite auf den heißen Boden zum Schlummer sich hinlegt. Das Kamccl spielt daher in den Liedern, Sagen nud Märlciu der Orientalen eine nicht unbedculsame Rolle. Es wird als Ideal deS Gehorsams uud der Dcmuth gepricscu uud als dcr beste Freund uud der werlhvollstc Schatz des Nomaden erklärt. Aber auch das Abendland hat dem „Schiffe der Wüste" seine pocti-sche Huldigung nicht völlig vorenthalten, uud wir glauben leinen Verstoß zu bcgchcu, wcnn wir mit ciucu, Gedichte Frauz u. Schobers schließen: l5hclidat> uud sein Kameel. Anqcfcnidct uun dm Großcn, Nic qcmrliidtt mit dcn Ä'lmicli, Gau; ucrlasscu uou dcn ^cmm, Anoden, Thor dcr Valrr,wdt, Die dm Halden aii§gcs!ol;en, sslnchtct trauernd L^lidnd ^,c dm duuttm PalmmlMu-u: ^helidad uud seiu Mmcll. UuvcrdrIssm lang u"d baug, Oliue Nichluug. oh''e ^""'5,, Schniltt durch dic lü^i Waldcr. Durch dic blüheudru Rcl c?fcldcr Daö Kamccl dcn stillcn Oaug. ViS uou Fiustcruis; umuachtct, Von dcm Ncilcr uubcachtet, ES ill weiter WM gchl. Uud sie irreu auf dcr Haide, Wo lrm Zelt uud lcme Weidc, Wo uicht Baum noch Gra^halin skht, Qucll uicht ricsclt, Wind uicht wrht: (lhclidad uud seiu Kcuuecl. Uud dic Souu' mit glilh'udriu Vratidc, Dcr dn^ Blut drr Waud'vcr sicdct, Stci^t herauf im Mittag?gl!>h'u; i!rchzeud watcu sic im Snudc, Ohuc Labsal zu rrspäh'u, Viö drci Tag' uud Nacht vcrgch'u; Durslcud, schmachtend uud rrmiidet Siutcu dauu crschöpfct hiu Chclidad uud seiu Knuiccl. Vou dcm Tode sich zu rctteu, Sich zu sta'rkcu, sich zu lctzcu, Blcilit ihm uur sciu Thier zu tijdlcu, Dai« iiu Lcidc Iiir^t dic Qucllcu. Doch uon allcu dcu Gcscllcu Uud vou aN' dcu reichen Schätze», Dcnm froh cr cinst a.cl>ot, Vteuitt cr uur dieö Thicr uoch sciu; Allc siohcu iu der Noth. Uud so ginn, cr gauz allciu Chclidad uud sciu Kamccl. Von dcö Durstes Oual getrieben Kauu cr doch sich uicht entschließen, Dicscö Vlut uuu zu vevgicßcu, Das allcin ihm lrm gel)Iiedcu, Bis dcr Tod ihm schleichcud uaht. Uud schon wird dic Wange blässer Und fciu FcueraiM matt, Da zieht er daS dlantc Messer — Als darauf iu wcuig Stunden Naht ciu Karcwaueuzug, Halicu sie die zwei gcfuudeu, Vou dcr Souuc ausgcdrauut: Todt dcu Hcldtu Chclidad, Noch da« Messer iu dcr Haud, Auf das trcuc Thicr ^ebtttet, DaS ihu durch die, Wüste trug, Das die Noth au ihu sMtct, Kouut' css sterdclld uicht verwuudcu — Zu der Stadt bringt mnu die Kunde. Uud man siusst von Mnnd' zu Munde: Chelidad uud seiu Kamcel. Ludwig Bowitsch. 1640 Ncde sei. „France" und „Etcntard" füg?!, hinzu, daß keinerlei Anlchcn, ol) groß ob klcin, in Ncdc stchr. Hagesnemgkeiten. — Sr. Majestät NliegSdampser „Elisabeth," Comman« dant L. Sch. Cc.pt. v. Grüller, ist am 27. d. M. nach Gibraltar abgegangen und begibt sich von da in die mericanischen Gewässer. — Die Sorge für die Transporte auf der Bahnstrecke Nabresnia-CormouZ wurde dcm Tricster Eiscnliahninspeclorat zugewiesen. Die Eröffnung der Aahn nach Italien für den GlUeruertcbr wird für den 1. November erwartet. — Dieser Tage wird eine Kundmachung der k. l. l ü ste nl ä n d i s ch e n Statthalter ei erscheinen, welche die Einsetzung von Commissionen zu Lrhebung der aus diesem Jahre herrührenden Kriegsichäden verfügt und die Behandlung dieser Schäden erläutert. Derartige Com» Missionen sollen in den Städten Triest und Gürz, ferner in den Vczirtcn Canale, G0rz, Ceruignano, Cormon?, Gradisca, Monfalcone, Haidenschaft und Pisiilo niedcrgrse^t werden. — Die „Gartenlaube für Oesterreich" ist gestern in Vrsil; des Herrn Dr. Sacher>Masoch übergegangen. Derselbe übernimmt von uun an die Redaction dieses Wochen» dlatteS. Locales. tlsMw-HilMtlll NU8 der 6tatlt Lailiach. Am 26. October verblieben in der Behandlung 10, bis 28. Abends sind zugewachsen 1, zusammen 11 Kran». Davon sind genesen 3, gestorben 2, e5 verbleiben somit in Behandlung L Personen. Seit dcm Beginne der Epidemie sind in der Stadt ertrankt 192, genesen 92, gestorben 9<1 Personen. Laibach, am 29. October 1800. Von der l. t. Sanit ätS «Landesc ommission. 8mutiit5-Nericht. Seit der letzten Meldung vom 20. d. M. sind unter der Civilbevölterung deö KronlandeZ an der Cholera weiters erkrankt, und zwar: in der Stadt Laibach 11, im Bezirke Umgebung Laibach 15, im Bezirke Planina 8, im Bezirke Stein 7, im Bezirke Nudolfswertb s, im Bezirke Landstraß 19, im Bezirke Seisenberg 24, im Bezirke Littai 15, im Bezirke Lack 2, im Bezirke Sittich 15 Personen. Seit dem Beginne der Epidemie sind im Kronlande an der Cholera erkrankt 1840 Personen; davon sind ge» nesen 986, gestorben 741, es verbleiben somit in Vchand« lung 110 Personen. Vei dem l. t. Militär in Laibach sind zu den laut des letzten Berichteü vom 22. d. in Behandlung verbliebenen 33 neu zugewachsen 19 Kranke. Hievon sind genesen 28, gestorben 9, es verbleiben somit in Behandlung 15 Personen. Im Ganzen erkrankten seit dem Beginne der Cpidemie unter dem l. t. Militär in Laibach 379 Mann, davon sind genesen 225, gestorben 139 Mann. Laibach, am 27. October 1606. Von der k. k. S a n i t Kts-Land e 3 c omm iss io n. — Wic es bekannt ist, hat Ihr« Excellenz die Frau Statthaltern Freiin v. B a ch dem Elisabeth-Kinder» spitale vom Beginne ihres Hierseins an eine lebhafte und werkthälige Theilnahme zugewendet. Der Vcrwaltuugs» rath glaubte, hierdurch crmuthigt, an Ihre Czccllcnz die Bitte stellen zu dürfen, als Ctelluertrcterin der obersten Schutzfrau, Ihrer Majestät der Kaiserin, zu diesem Institute in näheren Verband zu treten. Eine Deputation des Verwaltungsrathes, den Obmann Bürgermeister Dr. (3. H. Costa an der Spitze, hat gestern diese Bitte Ihrer Excellenz mündlich vorgetragen und Hochdicselbe deren Vrfülllung huldreichst zugesichert. — Der Platzcommandant zu Laib ach, Oberst Ferdinand Hoffmann, wurde zum Commandanten der me< dicinisch'chirurgischen Ioscphoalademie ernannt. — Negimentsarzt Dr. Anton Siegl vom Feldspitale Nr. 4 wurde zum Garnisonssvitale in Laib ach versetzt. — Das; man „draußen im Ncich" die Hauptstadt von Kram noch immer unter den „böhmischen Dörfern" sich denkt, davon babc-n wir einen handgreiflichen Beweis schwarz auf weis; vor uns, denn eben gelangte an eine auch über die Grenzen von Krain wohlbekannte hiesige Persönlichkeit ein Schreiben Hieher unter der Adresse: „Laibach in Böh m e n." Daß man aber auch in Wien mit der Ortslage von Laibach noch nicht allgemein vertraut ist, beweist eine Notiz im „Frcmdenblatt" vom 25. d., welche den bei Klagcnsurt jüngst staltgesundenen Mord mit den Worten anzeigt: „Auf der «5t. Vcitcr Straße bei Laibach wurde vorgestern der Schuhmacher Noth erschlagen." — Heute wiid in 3ieifniz von dem hiesigen hochw. Herrn infulkten Domprobst und Generalvicar Anton Kos; der Grundstein zur neuen Kirche gelegt. —. (Theater.) Die Vorstellung vom verflossenen Samstag, Holtei's „Perlenschnur" und Schneiders „Schöne Müllerin," war wieder sehr befriedigend. In dem ersteren Stücke gab Frl. Schaffer die „Anne" m wahrhast gerundeter und insbesondere in der zweiten Abthei« lung zum Herzen dringender Weise nnd erhielt lebhasten Bei« fall. Herr Burggraf als „Hans Iürg" entrollte ein ergreifende« Bild dieses trotzigen, verwilderten und doch jeder Gefühlsregung so zugänglichen Mannes. Fräulein Keller wußte durch launiges Spiel und hübschen Liedervortrag auf das Publicum zu wirten. Die übrigen Darsteller wurden ihren Aufgaben gerecht. Im zweiten Stücke war es besonders das gewandte, frische und von bestem Humor ge> tragcne Spiel des Frl. H ellmes b e r g e r und des Herrn Müller, welches nicht verfehlte, von Anfang bis zu Ende das Publicum in der heitclsten Laune zu erhalten. Neueste Nachrichten nnd Telegramme. Prag, 27. October. Ein an Sc. Eminenz dcn Cardinal Fürst Schwarz tub erg gerichtetes kaiserliches Hand schreiben spricht für die bei-spicllosc Loyalität nnd Fürsorge fur das öffentliche Wohl während der ucrhängnißuollcn Ereignisse dcr jüngsten Zeit die vollste Aucrlcuuuug und dcu wärmsten Dank aus. Ein zweites Allerhöchstes Handschreiben vom 26. October anerkennt die hervorragende Treue und Loyalität während der Kricgscrcignissc, die Pflcgc dcr Vcrwuu» dctcn und Untcrstichnng dcr illcgierungsmaßregclu und Klicgöopcralioncn. Allcrhöch st c A n s ze i ch n nn g cn erhielten, nnd zwar das Kointlinrlreuz dcs Franz-Joseph» Ordcns Ioscph Nilter v. Gcitlcr; dc» Ordcn dcr ciscr-ncn Krone drittcr Classe Handclötammerpräsideut Dor-mitzcr, Haudelötammcrmccpräsident Dotzaucr, Credit« anstaltsfilialdircctor Scnttcr ti. Lötzen, Scharfschütze»' oberstlieutcnant Steffct, Bürgcrinfantcrinnajor Klcnta, Pürgcrgrcnadiermajor Vcrudt, Statlhaltcreirath Frei» Herr u. Mallouch, Landesmcdiciualrath Skoda, Statt« haltcrcirath Hlawka, die Stadträthe Pstroß, Hanlc, Fürst, Aduocat Schmcital, Kolmcr, Bczirlsucrtrctungö'Odmaun u. Horsky, Faliiicant Valero in Ncttcndorf, dcr Tran< tenaner Bürgermeister Dr. Noth, Tclcgraphcninspettor Horal, Bezulshauptmann Wohlrab; daS Ritterkreuz dcs Flanz-Ioscph'Ordcus 66 Personen. darunter die Präger Stadträlhc Hullcsch, Oliva, Pollach, Ditlrich, Engclmaycr, Hainz, die Pragcr Magistratsräthc Urban, Nnlehle und die Kurolmcuthalcr und Smichowcr Bür< gcrmeistcr; das goldene Vcrdiensttrcnz >nit dcr Krouc 87 Personen, das goldene Vcrdicnstlrcuz 61 Personen, das silbcrue Bcrdicnstkrcuz mit den Krone 16 Personen, und daS silberuc Vcrdienstkrcuz 16 Personen. Die Allerhöchste Znfricdcnhcit wurde 165 Personen bekannt gegeben, auch mchrcrcu Vereinen. Prag, 27. October. Se. Majestät der Kaiser bcfuchtcn in Begleitung des FML. Crenucvillc um 11 Uhr Vormittags die in dcr Kinöly'schcn Villa befindlichen verwundeten Officicrc. Die Rccoiwalcs» ccutcn erwarteten Sc. Majestät angekleidet, die Schwer-ticrwundcten im Bette liegend. Sc. Majestät dcr Kaiser erkundigten sich lhcilnchmeud nach dem Befinden dcr Kranken und sprachen jeden dcr 17 Officicre freundlich an. Der Kaiser uerlicß sodann am Arme der Fürstin Colloredo die Villa. Hierauf erfolgte der Besuch dcr technischen Anstalten. Hier wurdc Sc. Majestät dcr Kaiser von dein Obcrstlandmarschall, dcm Laüdc6anS< fchusse, dcm Beisitzer Görner, dem Rector Koristka und den Studenten empfangen. Rector Koristta hielt an Se. Majestät eine Ansprache, welche dcntsch nnd böhmisch erwidert wurdc. Dcr Kaiser besuchte die cinzclueu Abtheilungen mid crluudiglc sich nach der Unterrichtsmethode nnb den Fortschritten. Die versammelten Studenten brachten Hoch« uud Slcwarufc ans. Schließlich erfolgte der Besuch des allgemeinen Krauken-hauscs, und zwar sämmtlicher Kliniken und dcr einzelnen Krankcuabthcilungcu. Sc. Vlajcstüt der Kaiser wurde von dcm Director, dcn Professuren und sämmtlichen SpitalSärzlen empfangen und geruhte Allerhöchslscme Hufricdenlie.it aufzusprechen. Prag, 27, Octobcr, 11 Uhr Nachts. S e. M a« je st 5t dcr Kaiser besuchten hcute auch noch das GaruisonSspital, daS Irrenhaus, deö Handluugsspital nud die Goldschmid'sche Lederfabrik. Abends war im böhmischen Thcatcr Fcstuorstcllnng. Sc. Majestät dcr Kaiser erschienen um halb 8 Uhr in der Hoflogc uud wurdcu mit Sluva'S uutcr Abspielung der Voltshymnc empfangen. Se. Majcstnt geruhten der Fcstvorsttllung durch eine Stunde auzuwohucu. Dic Vorstellung dcr in Prag anwesenden Landtaasabgcordnclcn und Bezirks« obmäuner erfolgt morgen Vormittag; von dcn ersteren sind 60, uou dcn letzteren 130 heute angemeldet wordeu. Petersburg, 26. Octobcr. Nachrichtcu aus Coi> stautinopel oom 23. zufolge hat der Fürst von Numä. uicn die Douaufürstculhümer als einen mit dcm türkischen Reiche zusammengehörigen Theil desselben, wic auch die Grundlagen deö Pariser Vertrages anerkannt. Bukarest, 27. October. Wic nachträglich verlautet, war dcr diplomatische Vertreter RnßlandS von seiner Regierung speciell mstruirt, lici der officicllei, Bc< glnckwünschuug des Fürsten durch daS Consularcorps uicht zu erscheinen. C-onstanttuopel, 26. October. (Direct.) Nach. richten von Candia zufolge l-uithcle dort scit drei Ta« gen ein Kampf, dcr bei dem Abgänge dcS PostdampfcrS uoch fortdauerte. Nach dcm ..Levant«Herald" hätten dic Insurgenten Vortheile erlangt. Es herrscht gegen« scitig heftige Erbitterung. — Fikst Karl von Rumänien wnrdc von sämmtlichen Ministern auf der Pforte em-pfaugen. Die Investitur ist tlfolgt. — Bis heule wur-den aus dcm Schwarzen Vleere 9 Schiffbrüchc, darunter der eluer österreichische», Barte, gemeldet. > Oonstantinopel, 27. October. (Direct.) Dic wesentlichen Punkte rcs zwischen der Pforte und dem anwesenden Fürsten von Rumänien getroffenen Arrange- ments sind: Priuz Karl und dessen directe Descendenten werden für immer als Regenten Rumäniens cuiel" taunt. Dcr Stand bcr rnmänifchcn Armee wird a», 30.000 Mann festgesetzt. Die Prägung von Münze" wird dem Fürsten von Rumänien bewilligt, dagegen '!» demselben dic Stiftung von Orden Untersaat Dcr Fürst von Rumänien darf mit deu Grenzmächtcn nur administrative, keineswegs aber politische Conventionen abschließen. Die frühereu Verträge bleiben aufrechterhalten. Dcr Fürst Karl empfing die Aufwartung de« diplomatischen Corps. Triest, 27. October, (Levautepost.) Calcutta, 22. September. Die Rebellion in Birma ist m'tcrdriictt. Schir Ali Nhan trifft großartige Vorbereitungen, lN» Kabul anzugrcifcu. — At heu, 20. October. Die h>^ sigcu Blätter drängen dic Regierung zu einer eulsch^ dcncreu Politik. Dic Negi-rnug soll 5ic Crrichtnng zwc>^ Lager an dcr türkischen Grenze beschlossen halicn. ^ Korfu, 25). October. (Alis griechischen Qncllen.) D>e türkische Armee, in den Gefechten am 13., 14, nnd 1^ zurückgeschlagen, ist in die Nähe Kauca's zurückgekehrt, nachdem sic dic Dörfer der Umgebung in Brand gl' steckt halle. Mustapha Pascha verlangte Verstarkunge»-In Folge dessen ist cine Flotte, aus 7 Liuicuschlffe" und Fregatten bestehend, mit ciuem Theile dcr aroßhett' lichen Garde nud anderen Truppen abgegangen, bereu Ankunft am 23. iu Kanca erwartet wnrdc. — Korf^ 27. October. AnS Epirus vom 26. wird gemeldet: 3" der Uingcgcud von Rodovisi hat eine Schaar von ^ ^ bewaffneten Christcu dic dortige türkische Besatzung ^ l schlagen. Zahlreiche ^'audlcnte des Epirus verweiglN' die Zahlung dcr außerordentlichen Stcnern. In bll Nähe vou Valona wurdc der Stcucreiuuehmcr getödtel. In ganz Epirus ist dic Unzufriedenheit groß nnd ei" allgemeiner Aufstand bevorstehend. New.Aork, 17. Octobcr. (Per „Persia".) D" , Gouverneur von Mississippi empfahl dcr Leg>^ , latur die Verwerfung des VerfassungSamcudcmciitS. 3t-ew-3)ork, 26. October. Dcr vom Gcrich>M iu Toronto zum Tode vcrurtheiltc fcuische Obrist LlM ist gehenkt worden. Quebec, 14. October. Eiue Fe u c rS brun>° zerstörte 2500 Häuser nnd verursacht» dadurch ciitt" l Schadrn von 3 Millionen Dollars. , ! Vom Nio'Graude wird nnler den, 12. Octol^' ' geineldet: General Mcjia hat dic rcpul>l>' canische Hanfttarmee unter Escobedo vo^ > Moutcrey u o ll stüud ig geschlagen. ! Telegraphische Wechselcourse vom 27. October. 5prrc. Metallique« 5>9.50. - 5perc. Natiaual^lülchsli «,l<'.25>/' Vmikaclirli 708. — Crrditacli!>il 1l9.80. — 18Mcl'Slnatöa"^" ?^,W. - Silber 127.25. - i.'on>>on 128.30. — K. t. Ducale» 6.N' Das Postdampfschiff „Saxonia," Capitän M"'^ am 7. October vou Ncw-Morl abgegangen, ist "" 20. October in Cowcs angekommen nnd hat alöbal dic Reise uach Hamburg fortgesetzt. Dasselbe ubcrluM ' 83 Passagiere, 2 Ariefsäckc, 650 Tous Ladung >"^ 71.905 Dollars Comptantcn. ^^ chesthästs-Zeitung. ^ laibach, 27. Octobrr. Auf dem hciUicien Mai'ltc H' rlschicum: ^ Wasscil mit Heu imd Stroh (Hrii 2^ Etr. '^ p><, Stroh 21 Ctr,), 2« Wac,rn mid 0 Schiffe (26 Klafter) mit V°" ______________DurchschnittS-Prcisc._______^—-issN/ Mtt.. Mg,.. Mll.< ^ si.lr.fi.tr.! fi^ll^st^ Weizen pr. Metzen 5 ?^^ Halbfnicht „ —j~ 4 52 Kalbfleisch „ ^?^^ Heidru „ 3,— 3 8 Schweinefleisch,, -^ ^ Hirse „ 2 40 2 72 Schöpsenfleisch „ —,^^ Knlnrutz „ —!— 3i»5 Hähndcl ftr. Stilck --,"'/ <^ Erdäpfel „ 150------ Tauben „ -,l5 ^ ^ Linsen „ 5 50-------! Hcn pr. Zentner ^ I^ ^. ^ «rbsen „ 5 40— Stroh „ -^"" ^gO ssisolrn „ tt----------- Holz, hart., pr,Klft. - ^ g s/1 Nindöschmalz Pfd. —^50--------^ — weiches, „ -^'" ! Schwrinrschinalz „ —44 — —^ Wein, rother, pr. ! ^^" Speck, frisch, „—30-------! Eimer ^^i5^ — geräuchert „ —^40-------z! — weißer „ m^^^' Theater. Heiite Montag dcn 2 9. October: Znm ersten male: Hans ilallge. Schauspiel in 4 Ackn von Panl Hcyse. Morgen Dienstag dcn 30. October: Ttradella. ^ Oper in 3 Acttn von Motow. ..^^-»^ AüUeurulUiNlche 3zeot, 327.xi 4- 2.7__.^schwach ^trlwe^^.^ '6ll7Mg7'327.«8 !-s- 2.« »"windstill '^ trilbe ^« 28. 2 „ N ! 32?.«ö ^--4.7 D. f. schwach gcmz b "- 10 „ Ab.j 327.63 i-l- 2,8 lO.sehr schm. «anz wr. ^,° Au beiden Tagcu die Wollmdeckc geschlossen ^ „ Verge sind bereits mit Schnee bedeckt. ......___"""a«^' Verantwortlicher Redacteur: Ignaz v. Kleinm