Deutsche Macht Ügtf SStf Vtyp r.Ä! TAT SSVtäTWg? SÜS! • VM" M» » ------- .. .« »■■■gs«. w usua sri.'a.v'-.s fünfte «id.» .»» Injw 9tt*»rB4wd Z«d->>- «.kxkt b.«in.(B.Sll rrttirilt). ■«rll.T. I.. .*! " ".l"-"*' »CTltt«»* «It» »0« 3-Tl»t Nr- KZ Eilli, Mittwoch den 15. August 1894] XII. Jahrgang Umschau. — (Abg. Dr. Hallwich über die Cillier Frage.) Am Sonntag fand in Trautenau ein Ort«gruppentag deS deutschen Schulvereine« statt. Bei dem Commer« toa. stierte der Abgeordnete von Trautenau Dr. Hallwich auf die Stadt Trautenau. Er streifte in seiner Re e da« CoalititionSfystem. »Unsere Partei', sagte er. „ist heute mit ihrem Pensum noch nicht zu Ende. Sie hat ihre Ausgabe nicht erfüllt, so lange von dem System Taaffe noch eine Spur vorhanden ift. Die Coali-lion enthält die Bürgschaft der Erhaltung de« Besitzstände» der koalierten Parteien." Der Redner besprach eingehend die Cillier Angelegenheit und sagte, kein Bruder» stamm im ganzen weiten Reiche wisse et so gut wie der Deutsche in Böhmen, was die Utraquisierung der Mittelschulen für eine deutsche Gemeinde zu bedeuten habe. „Sie sollen e « hören, die deutschen Männer jenseit« der steirischen Alpen, daß wir Deutschen Böhmens verstand, n i ß haben für ihre nationale Be» drängn iß." — (Eine derbe Lektion) müssen sich die Liberalen ob ihre« süßen Nicht«thun« in politi» schen und nationalen Dmgen sogar von der „Neuen Freien Presse" gefallen lassen. Da« Blatt schreibt anläßlich der Erscheinungen in der Wahl-bewegung in Kärnien und Obersteier: „Welche« Schauspiel gewährt die liberale und fort« schrittliche Partei? E« ist. al« ob sie. seit Chlumecky dem Reichtrath die letzten Ab-fchiedSworte zugerufen ha«, vom Erdboden verschwunden wäre. Die Abgeord-neten wissen nicht« von den Mäh. lern, und die Wähler hören nicht« von den Abgeorvneten. »eine Versammlung, kein V e r e i n « l e b e n, nirgend« e i n politischer Im pul«! Die Partei ist stumm geworden, ihr Pul« steht still. Ist e« da zu verwundern, wenn die Partei immer schwächer wird, da« Interesse an ihrer Wirksamkeit erlahmt, die Bevölkerung sich allerlei Charta,anen (!) f. N. Fr. Pr.') hin-gibt. Jedem, der überhaupt eine Thätigkeit, mag sie noch so zweifelhafter Natur sein, ent» wickelt? Die liberalen Parleimanner gehen, wenn die Session vorüber ist. i n d i e S o m> «erfrische. Da« mochte erträglich sein, so lange sich auch die Gegner an dieselbe gemüthliche und bequeme Methode hielten, aber die Zeiten haben sich geändert. Nicht nur in Wien, sondern auch in den Provinzen bröckelt der politische Besitz der deutschlibe-ralen Partei ab. In den Kärntener Land-gemeinden ist durch de>> Tod Nischelwitzer'« ein liberale« Reich«raih«mandat erledigt worden. E« zeigt sich da, daß die Elerikalen und Slovenen rasch die Lage begriffen haben, und au« Ober-kärnten kommt eine Hiobspost um die andere, welche den Sieg der klerikalen Wahlmänner meldet. Von einer Organisation und Parteithätigkeit der Deutschlibe» ralen ist nicht« zumerken.' Da« Blatt bespricht dann auch die durch den Tod Heil«-berg'« eingetretene Vakanz in Leo den und be-«erkt, daß dort die deutschliberale Wählerschaft sehr thätig sein muß und Di«ciplin werde hallen müssen, roenn der ehemalige Obmann der Ver-einigten Linken nicht einen Nachfolger erhallen soll, welcher der Linken nicht mehr angehört. E« wäre ungerecht, die Abgeordneten und die Parteiführer allein für diesen beklagen«werthen Zustand verantwortlich zu machen, e« fehlt auch an Regsamkeit und Initiative in der Wähler-schast. Nächst der nöthigen Initiative an der Spitze fehlt der deutfchliberalen Partei jener Nachwuch«. der in anderen Parteien durch politi-ich« Thätigkeit in beschränktem Kreise, im Gemeinde- und Bezirk«leben. in Vereinen, im münd-lichen Gedankenau«tausch mit Gleichgesinnten, in der Förderung localer und gemeinnütziger Zwecke sich politisch hervorzuthun sucht.' — (Slavischer Heldenmut.) In Böhmen wird e« „immer schöner.' Man meldet au« S a a z vom 8. d.: Baron Zeßner, al« Patron der benachbarten Psarre Liebeschitz, ernannte für dieselbe einen deutschen Pfarrer, namen« Luka«, während die in bedeutender Minderzahl befindlichen Czechen ihren conna-nonalen Paier J«ka wollten. Luka« erhielt nun Drohbriefe, worin er gewarnt wird, nach Liebeschitz zu gehen, da die Czechen den Pater Jska mit Messern in den Händen vertheidigen werden. Die Anzeige wurde erstattet. — (Zur Einführung der Classen» lotterie.) Da« schon seit längerer Zeit er-örterte Projekt der Gnführung der Classen» lotterte, welch« an Stelle de« abzuschaffenden kleinen Lotto« treten soll, ist, wie man au« Budapest meldet, nunmehr näher gerückt. Da« ungarische Finanzministerium beschäftigt sich bereit« mit der Au«arbeitung der betreffenden Vorlage und unterhandle der Finanzmiuifter in dieser Angelegenheit mit den bervorragendsten hauptstädtischen Bankinstituten. Nah Beendigung Der alte Wirt. Don Teodoro, von etwa« fauler Natur, war mit dem Gang der Geschäfte in diesem Jahre recht zufrieden. E« waren unter den Gästen fast alle Na-tionen vertreten, so daß manch' kleine Streitig-keiten nicht au«blieben, da« etwa« eintönige Hotel-Leben zu würzen. Die schönsten Zimmer mit einer wunderbar schönen Terrasse bewohnte eine englische Fa-milie, ein Schriftsteller mit seiner Frau und seiner fünfzehnjährigen Tochter, einem reizenden Mädchen mit prächtigen, blonden Zöpfen und braunen Augen. Nur war Miß Ina leider so klein geblieben, «it einem zarten, feinen Ge-sichtchen. Da« bereitete ihr oft Kummer, denn «an behandelte sie immer noch nicht wie ein erwachsene« Fräulein, man wollte nur «it ihr spielen und scherzen, wie mit eine« Kinde, und bedachte nicht, daß sie ein gar feurige« Herz besäße. Wenn die Eltern sie einmal mit auf den Ball genommen hatten, fo beachtete man sie wohl, scherzte «it ihr. aber keiner lud sie zu« Tanzen ein, sie war ja noch zu klein, noch viel zu zart. Hier, im wonnigen Süden, im stärkenden Kli«a Sorrento'«, hatte Miß Ina sich sehr erholt, und durch rüchtige« Schwimmen und viele Bewegung im Freien bekam sie ein kräftigere« Au«sehen und rote Backen. — Und doch war sie selten lustig, und Stunden lang konnt« sie in Traum verloren zubringen. Ihr Liebling war ein kleine« Kaninchen, Miß Ina. Novell« von watther?t«de. I. ..Sch°» ist >««n Ural«! out «>!»,> in »er Bi-lest D» SvlUftt unl, »uftiqc cn«t««0 Wenn im Sommer Gott Helio« brennende Strahlen vom blauen Himmel herniedersendet. dann eilt der Neapolitaner au« den Mauern der holden Panenope hinweg in die Villeggia-lura, aus'« Land. Ein von ihnen bevorzugter Ort ist da« ersrischende Sorrento, welche« dem tobenden Neapel gerade gegenüber lieg«, am Fuße der Sorrenliner Berge mit ihren wundervoll ge-schivungenen Linien. Bei klaren Sommerlagen, wenn da« allabendliche Schauspiel de« Sonnen-untergange« beginnt, kann man ost deutlich die Häuser und schimmernden Paläste der kleinen Stadt von Neapel au« erkennen. Wenn Neapel und seine Küsten schon längst im Schauen liegen, erglänzt Sorrento noch in den letzten Strahlen de« verschwindenden Tage«gestirn«. Auch in diesem Jahre ivar für die Sorren-tiner Hoiel« eine gute Saison, fast alle waren besetzt. Man traf alle Typen Neapel'« hier vereinigt, vom reichen Bürger bi« zum feinsten Aristokraten — bald gewahrte man sie auf der See, bald wieder in den kleinen, leichten Eorrentiner Wagen Nachmittag« die prächtige Straße nach Mossalubrense fahr 4. E« war ein lustige« Leden, und jeve Woche wurden feenhafte, venezianische Nachtfeste in den prunkenden Hotel« oder in den luxuriösen Villen der Reichen veranstaltet. Die weiten, duftenden Gärten wurden mit »ausenden von Lampion« geschmückt, und umer den hochragenden Pinien und Cypressen, die dort in keinem Garten fehlen, wurde au« Holz-latten ein elastischer Tanzboden hergestellt und von einem prangenden Zelte bedeckt. Weiterhin, im Gebüsch verborgen, befand sich da« Orchester, welche« rauschtnde Weisen intonierte. Am Morgen ging Alle« hinunter an den Strand, um sich in die salzigen, blauen Fluten zu stürzen. Fern vom Getriebe der Aristokraten in den seinen eleganten Hotel« liegt die „Kokumella," mitten in dustenden Citronengänen. von Rose» und Wein lieblich umrankt. Sie ist sür Sorrento da«selbe, wa« .Pagano" für Capri, ein Künstlerhei«, ein Fleckchen Deutschtum auf welfchem Boden. Alle« ist einfach, reinlich und gut. Die Wirtin selber schwingt da« Scepter im Reiche der Küche. Früher war da« Gebäude eine Jesuiten-schule, und daher all' diese köstliche Raumver-schwendung durch breite Terrassen und große Balköne. Sehr unpraktisch sür den Wirt, für den Fremden aber entzückend. E« ist ein Blick von hier au«, so färben-prächtig, so voller Harmonie, so großartig, daß man Tag und Nacht dort bleiben möchte auf der stet« kühlen Terrasse der lieben Kokumella. , 2 dieser Verhandlungen werde der Finanzminister gleichzeitig mit dem Budget die Vorlage über die Nassenlottene Dem ungarischen Abgeordnetenhause unterbreiten. Für die financielle Durch-führmiß der Classenlotterie dürfte wohl da« preußische Muster, nämlich die Bestellung eine« Haupicollecteur«, welcher ein Netz von Unter-collecteuren zu bilden hätte, gewählt werden. Die Entschädigung erfolgt tn Form einer Provision. Demnach wird sich wohl auch für die ißlÜndischen Unternehmer die Classenlotterie al» ei« PrvoisionSgeschäst darstellen, bezüglich dessen Ergiebigkeit allzu sanguinische Schätzungen nicht gerechtjertiflt sein dürsten. In Ungarn ift der Plan sLr Sie Einführung der Classenlotterie ursprünglich von einem einzelnen Institute au«-gegangen. Schließlich dürften jedoch an dem Geschäfte, wenn eS zur Realisierung gelangt, sämmtliche hervorragenden Budapester Banken, wie die« in jüngster Zeit üblich geworden ist. brtheiligt fein. Von der Einführung der Classen-tttterie in Ungarn bis zu der in Oesterreich ist wo hl nur ein Schritt und so dürfte mit jenen Maßnahmen jenseit» der Leitha wohl auch da» Ende der kleinen Lotterie für Oesterreich ge-kommen fein. Alts Stadt und Land. Eilli, 14. August. Herr Neichsraths - Abgeordneter Dr. Richard Foregger ist heute mit Ge-mahlin zu längerem Aufenthalt in Cilli eingetroffen. Vom LandeSauSschufse. Ueber einen Recur» des Bezirksausschusses Deutsch-L 'S n d « b t r g erkannte der steierm Mische Landes« auSschuß in feiner letzt abgehaltenen Sitzung, daß der Bezirk Cilli nach dem Armengesetze zu? Zahlung von vorschußweise durch den Be-zirkSausfchuß Deutsch? LandSberg beglichenen Krankenkosten verpflichtet fei. CollaudierungS - Commission be-treffend die neue Landwehrkaserne. Gestern und heut« fanden die CollaudierungS« co»mission betreffend die neu« Landwehr-laferne statt. An derselben nahmen theil seitens de« MilitärärarS : Ober-Jndentant Valduga und Geniehaupnnann F r a n z aus Graz, Oberst-liaaenan» Meyer, Hauptmann Thalham-ner und Hauptmann Rath vom hiesige« Landwehrcommando' seitens der Gemeindet»«« tr«ung: Bürgermeister Stiger, Bicebitrger- bai# auf den Namen Tim hört« und wie ein folgsam«» Hündchen hinter ihr herlies. II. l?o* nilio© ?i>nu jWMi »Ä In diesem Jahre fiel das Fest der Santa Tereia aus einen Sonntag, und thaten ihre treuen Anhänger von sorrento, deren Patroneffa diese Heilig« ist, alles Mögliche ihr zu Ehren. Am Tage glänzende Procession und Volks« delustigungen, am Abend bengalische Beleuchtung der Piaua und Feuerwerk. Auch die Kokumella wöllte ihren Antheil haben, und so ließ man die Tarantella-Tänzer und -Tänzerinnen aus Ebrrento kommen, um die Gäste ourch diesen feurigen, echt neapolitanischen Tanz zu ergötzen. Die große Terrasse war mit bunten Lampions & Ja vcnezianagefchmütft und erglänzte prächtig im vollen Scheine des Mondes, der eben hinter den hohen Falden be« zackigen Monte S. Angelo zum Vorschein kam. — E« war eine Nacht so voll halber Poesie, daß ein jedes, für solch' ergreifende, stille Schauspiele der Natur zu« gängliche Herz berauscht und von unerklärlicher Sehnsucht erfüllt werden mußte. m Gegen 9 Uhr trafen die Tänzer ein. in sachigen Costumen, mit der bunten Sorrentiner Schärpe um die Hüfte». Die niedlichen Mädchen mit breiten Korallenkettchen um den prächtig geformten HalS und mit fliegende» schwarzen Hqaren. Mandoline, Guitarre, Violione und Flöte wurden angestimmt und die Tarantella begann. »D»«tfch< Wachtmeister Julius R a k u s ch , Gemeinderath Mathe«, AmtSvorstand Fürstbauer, Stadt-Ingenieur Iakhel un5 Stadtarzt Dr. G o l t s ch. DaS Ergebnis der Collaudierunz war ein zufritdenstellendeS und wird die n«ue Landwehrkaserne mit I. Oktober d. I. bezogen werden. Die VortragSordnung des Fest-ConeerteS, welche« am Vorabende beS Sommer-feste«, das ist am 18. August, im .Waldhaus" stattfindet, ist: l. E^ikSgang und KrönungS-marsch auS „Die Folkunger", von Kretschmer. 2. Ouverture „Der Freischütz", von C. M. v. Weber. 3. Deutsche Tänze. von Fr. Schubert. 4. a) AseS Tod, b) AnitraS Tanz. Suite Op. 46. von E. Gring. 5. W. A. Mozart, Symphonie Nr. 2 in G-moll, I. Satz. 6. Einzugsmarsch auS „Tannhäuser', von R. Wagner. 7. Die guten alten Zeiten. Walzer, von Jos. Strauß. 8. Lourvvier 6« Haydn, Violinsolo, von Leonard. 9. Fr. LiSzt. zweite ungarische Rhapsodie. 10. Intermezzo aus .Vaila", von Delibe«. 11. Gr. Phantasie „Cavalleria," von MaScagni. 12. .Mein Oesterreich", Marsch von Peier. „Südmark." Wir machen nochmals aus die heut« ab«nbs 8 Uhr im Hottl .Löwen" statt-findende Hauptversammlung der Ortsgruppe Cilli des Vereins „Südmark" aufmerksam. Zahl-reiche» Erscheinen ist nationale Pslicht! Militärisches. In Budapester militärischen Kreisen verlautet mit Bestimmtheit, daß der Commandant FZM. Prinz Lobkowitz als Nachfolger weiland des Erzherzog« Wilhelm in der Würde eines Generalinspectors der Artillerie auSersehen ist. Ausdehnung der Unsallversiche« rung Da« ReichKgesetzblatt vom 8. d. M. verlautbart die Ausdehnung der Unsallver« sicherung. Gleichzeitig enthält das Reichsgesetz-blatt eine Verordnung de« Ministerium« des Innern, durch welche die revidierte Einteilung der unsall versi cherungSpflichtigen Betriebe in Ge-sahrenclassen kundgemacht wird. Eine weitere Verordnung deS Ministers deS Innern setzt di« Frist sür die von den Unternehmern Versicherung»-Pflichtiger Betriebe zu erstattenden BetriebSan-zeigen fest. Koneert im Hotel „Löwen". Morgen, Mittwoch, abend« 7 Uhr findet in den Garten-räumlichkeittn des Hotels zum „goldenen Löwen" «in Concert der Cillier MufikvereinS-Capelle statt. Soiree Erl. Die am Samstag verschobene Soiröe Erl, die eine reiche und ausgewählte Zuerst gemessen, weich, dann immer feuriger werden die Bewegungen, die Kastagnetten knattern, da» Tamburin ertönt kräftiger, die Burschen reißen die Schärpe von den Hüften und schwingen sie jubelnb über ihr« Tänzerinnen. ES ist ein heiße« Liebeswcrben, sie weicht zurück, entflieht — bi« endlich ein rasendes Schlußtempo die Liebenden einigt. Rauschender Beifall lohnte die Tänzer. Die Musik stimmte einen Walzer an, und drehten sich nun auch die Fremden in lustigem Reigen. Die kleine Miß Ina saß träumend in einem dunklen Winkel der Terasse und blickte auf das glitzernde, ferne Meer. Eine freundlich« Stimme neben ihr weckte sie plötzlich aus ihren Träumen — „Signorina. erlauben Sie einen Tanz?" Verwundert blickte sie auf — e« war der jungt Ugo Ferrari, ein hübscher, schwarzäugiger Italiener, der auch schon lange in der Koku-mella wohnte und ein guter Freund ihrer Eltern war. ' „Meinen Sie mich, Signor Ugo ?' .Jawohl, Signorina.' — Ugo wollte eben mit dem Tanz beginnen, al» sie ihn aufhielt und fragte: .Weshalb tanzen Sie gerabe mit mir?" „Weshalb nicht, Miß Ina, ist es Ihnen vielleicht unangenehm?" „Oh nein! — aber Ihnen jedenfalls." „Nionto assato, mir gerade bereitet e« große« Vergnügen.' — 1894 VonragSordnung ha», findet heut« abends im Hotel „zum goldenen Löwen" statt. Curlisten Rohitsch-Sauerbrunn weist nach drr am 8. d. ausgegebenen Nr. 20 bet Curliste 1371 Parteien mit 2172 Personen, Römerbab nach ber am 7. August aus« gegebenen Nr. 7 seiner Curliste 368 Parteien mit 817 Personen auS. Vom Cillier Athleten Petrak. Der in Cilli im b«st«n Andenken stehende Athlet Herr Carl Petras macht gegenwärtig eine Tour per Bycicle von Lodz in Russisch-Polen über Wien nach Triest und retour über Fiume, Buda-pest, Krakau nach Lodz. Waffengebrauch eine» Sicher« heitSwachma«n«S. Am 13. d. MtS. gegen die Mittagsstunde arretierte der Sicherheit«-Wachmann Jacob Wrann in Der Nähe des RathhauseS den nach Tüchern zuständigen, 37jährigen ledigen Taglöhner Stefan Go lisch-mann wegen beschäftigungslosen VagirenS. Der Mann widersetzte sich jedoch der Arretierung und vergriff sich wiederholt und derart gewaltsam an dem Wachmanne, daß sich dieser in seiner persönlichen Sicherheit gefährdet sah und daher seinen Säbel zog. Der Arretierte ließ sich da-durch nicht einschüchtern und setzte seine gewalt-samen Angriffe gegen den Wachmann fort. weS« halb ihm dieser mit dem Säbel einen Hieb über bie rechte Schulter versetzte, und als auch diese« sruchtio« blieb, einen zweiten über die linke Hand, worauf der Renitent erst die festgehaltene Hand deS Wachmanns loS- und von weiteren thät-lichen Angriffen gegen denselben abließ. Zur Durch, führung der Arretierung mußte derselbe noch immer mit Gewalt weiter befördert werden. An der linken Hand schwer verletzt, wurde Stefan Goltschmann in daS hiesige Spital gebracht, wäh« rend über ben Votfall der k. k. StaaiSanwali-schaft die Anzeige erstattet wurde. Thierseuchen. ES ist herrschend: 1. Räude (Krätze) bei Pferden in der Ge-meind« Partin, des Bezirkes Marburg. 2. R o t h 1 a u f der Schweine in der Gemeinde Sauerbrunn, des Bezirkes P e 11 a u. Er-loschen ist: Rauschbrand der Rinder in der Gemeinde Salla des Bezirkes Voitsberg. St. Leonhard W-B- [®ig.«Bet.] (Deutsche Aufschriften und ihre Wirkun-gen.) Die Geschäftsleute de« hiesigen sowohl, al« auch de« Nachbarmarkte« Hl. Dreifaltigkeit er-hielten von Seite ber politischen Behörde den »Ebensoviel, als wenn Sie mit einer an-beren Dame tanzen würben?' Ugo Ferrari war ein flotter Neapolitaner — das naive Benehmen der Kleinen belustigte ihn und lächelnd antwortete er: „Nein, nicht ebensoviel, sondern viel mehr" — und dabei blickte er ihr tief in die Augen. Jat wiegenden Tempo führte er seine Tänzerin von dannen. Sie tanzten, bis der letzte Akkord des Walzer« verklang. Dann erst führte er seine kleine Tänzerin zu ihrem Platze zurück. DaS war ein großes Ereignis für Miß Ina gewesen. Gar schöne Dinge träumte sie diese Nacht — da« gebräunte, männlich« Gesicht ihres Tänzers und seine dunklen, feurigen Augen wollten ihr nicht niehr aus dem Sinn — ihr kleines, noch von keinem Feuer berührtes Herz brannte lichterloh in der ersten jungfräulichen Liebe. Am nächsten Sonntag hatte man in der Kokumella wiederum Gelegenheit, zu tanzen und gleich beim ersten Reigen kam Ugo, Miß Ina aufzufordern und entführte sie in den Hochauf-rauschenden Wellen des Donau-Walzers. Ina war selig — der feurige Blick ihres hübschen Tänzer« färbte ihre Wangen purpurrot — heftig klopfte ihr Herz — sie fürchtete, e« möchte noch zum Verräther werden. Einige Tage oarauf verreiste Ugo Ferrari nach Rom. Ina war unglücklich — unzählige Male zählte sie an der Margherita-Blume, ob Ugo sie liebe und ob er bald wiederkäute I — Nach zwei Wochen traf ein Brief von ihm an 1894 Austrag, b«i ihren Geschäfl»dttriebstäiten die Firma und die Bezeichnung de« Geschäst»be-triebe» mittelst Aufschriften ersichtlich zu machen. Diesem Austragt wurde entsprochen und e« wur-den von den Geschäftsleuten fast durchweg» „deutsche Aufschriften" angebracht, wa» jedoch die im Markte Hl. Dreifalttgkeit lebenden slavisch-nationalen Heißsporne von Lehrern. inS-besondert aber d«n in biefrr Act rühmlichst be» kannten Lehrer K o v a ö i & derart in Harnisch brachte, daß dies« nationalen Hetzer von Hau« zu HauS giengen und die Geschäftsleute im vollsten Sinne des Wortes damit belästigten, dieselben zu bewegen, die deutschen Aufschriften hinweg zu lassen und an Eielle derselben „slavische' treten zu lassen, wo« ihnen jedoch nicht gelang. Am 9. August wollte der genannte Lehrer in einem Gasthause den Gewerbetreibenden die Nothwendigkeit der slavischen Aufschriften mit der geballten Faust beibringen. Wir stellen an die vorgesetzte Echulbehörde die höfliche An-frage, ob ein Lehrer in seiner freien Zeit zu einem derartigen, den Lehrerstand in jeder Richtung schädigenden Benehmen berechtiget ist, und ferner, ob ein Lehrer ein« in diesem Sinne unruhestiftendeHetze unter den r u« higen Bewohnern beiberNationa-l i t ä t e n eines Marktes anzuzetteln be« r e ch t i g e t ist, ohne hiefür geahndet zu werden- Fom Schwurgerichte. Cilli, 11. August. Gefährliche Ginbrecher. Vorsitzender Herr L.-G.-R. von F l a d u n g, öffentlicher Ankläger Herr St.-A.-S. Dr. Nemanic, Benheiviger die Herren Dr. HraSovec, Dr. F i l i p i c und Dr. Schurbi. In der Nacht zutn 5. Oktober 1803 wurde in Unierlasche bei der Gastwirthin Anna Pajek ein frecher Raub verübt. Anna Pajek hatte in dieser Nach» lange gewacht, da sie unwohl war und schlief 'erst nach Mitternacht ein. Gegen 4 Uhr Morgen« erwachte sie plötzlich, da sie jemanden im Zimmer gehen hört«; als sie ihren Mägden zurief, sie sollen Licht machen, näherte sich idrem Bette eine Männergestalt, sie erhielt wuchtige Faustichläge auf den Kops, sprang aus den Wirt ein, in welchem er bat. drei schöne Zimmer für seinen Bruder und einen anderen Herrn mit seiner Tochter herzurichten. Drei Tage daraus trafen alle vier in der Kokumella ein. Am Abend stattete Ugo Ferrari mit den Neuangekommenen einen Besuch bei den Eng-ländern ab und stellte daS Fräulein als seine Braut vor. — Miß Ina sagte kein Wo«: wie ein dunkler Schleier legte eS sich plötzlich auf ihre Augen, ihre Lippen zitterten. Sie setzte sich abseits von der Gesellschaft. Keiner hatte jedoch etwa« bemerkt, und als Signor Ugo sie ansprach, antwortete sie unbefangen und freund« lich. Und doch, vor einem Augenblicke noch, hatte sie zu sterben gedacht! — Von nun an tanzte sie nicht mehr. Ugo war fast immer nur mit seiner jungen Braut anzutreffen — einer dunklen, reizenden Römerin — und doch freute sich Miß Ina, wenn sie ihm begegnete und er sie freundlich anredete — ihr kleines Herz hatte sich ihm eben ganz und gar ergeben — auf Gnade oder Ungnade. hl E? war eine stürmische Nacht gewtstn, ein Gewitter hatt« sich über Sorrento mit Donner und Blitz entladen. Der R»gen war sogar an verschiedenen Stellen deS Dache« der Kokumella durchgeströmt, in die Zimmer der Fremden hinein; die elektrischen Glocken wurden fort-während in Bewegung gesetzt, die Kellner und Hausknechte mußten auf- und ablaufen — daS »S<«tfch» Macht- dem Beile und rief um Hilfe, wobei e» ihr ge« lang, den fremden Mann bei den Händen zu erfassen und eine Zeit lang festzuhalten. Nach einigem Ringen suchte ihr derselbe die Hand in den Mund zu stecken und begehrte von ihr die Schlüssel zum Kasten. Sie bat de» Fremden, ihr da« Leben zu schenken und gab ihm die Schlüssel. Während sich diese« zutrug, bewachte ein zweiter in« Hau« gedrungener Mann die Mägde, damit diese ihrer Dienstgebtrin nicht zu Hilfe eilen konnten. Nachdem sich die Einbrecher 4 Brief-tafchen, I Geldbeutel und Bargeld angeeignet hatten, entfernten sie sich. Der Genvarmerie ge« lang e«, die Thäter in dem 44 Jahre alten Tischler Georg Obroonik. vulgo Krivec au« Lojek, und seinem Cameradrn dem Deserteur Matthia« Peperko zu eruieren, welche sie nach längere», Vorpaßhalien und ausgedehnten Streifungen auch dingfest machen konnten. Zuerst fiel Matthias Peperko. der von seinem Dragonerregimenie in Graz im Mai 1893 desertiert war, in ihre Hände. Am Nachmittage de« 10. Oktober 1893 wurde bei Anton Jnhart in RoSkotec ringe-brachen und daselbst Wertsachen und Bargeld im namhaften Betrage entwendet. Der Gen-darmerie-Posttnsührer Johann Goriup forscht« nach den Thätern und kam am 19. Oktober 1893 unvermuthet zu de« Beschädigten üdelberüchtigten NachbarSleuten, dem 5V Jahre alten Keuschler Simon Mernik, dessen Weib, der 45 Jahre alten Theresia Mernik und deren Sohn, dem 20 Jahre alten Franz Dlernik, wo er den Matthia« Peperko antraf und nach wüthender Gegenwehr fest-nahmn. Erst nach Monate dauernde aufopferungsvoller Nachforschung wurde Georg Obroonik beim Schuster Franz Florian in Gabernik bei Windisch-Feistritz nach heftigem Kampse vom Gendarmerie-Wachlmeister Leuönik und Posten-sührer Mojer verhaftet. Die beiden Verbrecher, einander gegenüber gestellt, wollten sich nicht kennen, allein durch Zeugen wurde festgestellt, daß Georg Obroonik. ein wegen Desertion und wegen Diebstählen zu 9'/,jährigem schweren Kerker verurtheilteS Individuum, nach seiner Entlassung au« dem Militärftrasgesängniss« in MöllerSdorf mit Mathias Ptperko gemeinschaftlich von Raub und Diebstählen lebten, hieb« auch Genosstn hatttn, unter anderen den 50 Jahre alten Winzer Matthias Pahic au« Radusell und die 57 Jahre alte Taglöhnerin Josesa Copl auS Augenbachberg, welche sich ebenfalls vor den Geschworenen befanden, während noch andere sich vor dem Erkenntnißgerichte werde» zu oer-antworten haben. UebrigenS Halle Anna Pajek bestimmt angegeben, daß Peperko jener fremde ganze HauS wurde in Aufregung gebracht. — Gegen Morgen hörte e« auf. ein scharfer Nord-Ost fegte die schweren Wolken hinweg, so daß bald ein prächtig blauer Himmel zum Vorschein kam. ES hatte sich herrlich abgekühlt, mit Ver« gnügen athmete «an die frische Luft ei«. Wie jeden Morgen, so auch heute, wanderte man durch den Orangengarten der Kokumella, die breite, vielgewundene Treppe hinunter an den herrlichen Strand, wo bis Mittag ein heiteres vadeleben herrschte. — Heute hörte man aber bis zum Hotel hinauf das Donnern der an-prallenden Wogen. Die aufgeregte See bot einen großartigen Anblick — nahe am Strande dunkelgelb, weiter« hin hellgrün und dann bis zum fernen Horizont tiefblau — darüberhin bäumten, schäum len und thürmten sich die schaumgekrönten Wogen. Die kleine Brücke am Strande war fast immer in Schaum gehüllt. Nur au» lauter Ge« wohnheit hotte Don Michele, der Badewächter, in einer geschützten Ecke drei Badehäuser aus-gestellt — denn an'« Baden war heute gar nicht zu denken — freilich, dadurch erlitt er keinen kleinen Schaden. Na, ändern ließ ti sich eben nicht, also »seien wir friedlich und zünden unsere Pippa an" — dachte er. und machte e« sich möglichst gemüthlich. Plötzlich wurde er gestört, man stieß ihn heftig an und eine kräftige Stimme fragte ihn: ,Don Michele, posaimao prendere il baquo ?• (Können wir beule baden f) — ,Ma no, Signorino, impojsibile 1" (ES ist unmöglich I) — „Nun gerade- — antwortete Ugo 3 Mann fei, der mit noch einem anderen in der Nacht zum 5. Oktober 1893 in ihr Hau« ein-gedrungen war. Diese Gesellschaft von Verbrechern verübte eine Unzahl von Einbrüchen und Dieb« stählen, verantworteten sich hierüber theil« lügen« haft, theil« legten sie, wo e« ihnen nicht mehr möglich war, zu leugnen. Geständnisse ab. Nach dem Wahrspruche der Geschworenen lautete da» Urtheil wider Georg Obroonik wegen der Ver« brechen de» Raube«, de« Diebstahle«, der öffentlichen Gewaltthätigkeit und Ueber« tretung de» Waffenpaten««» auf 15 Jahre schweren, mit Fasten. Dunkelhast und harte« Lager verschärften Kerker, wider Matlhia» Pahiö wegen de« Verbrechen« de« Diebstahle» auf 7 Mo-nate mit Fasten verschärften schweren Kerker und wider Josesa Caplwegen de« Verbrechen» de» Dieb-stähle» auf l5 Monate mit Fasten verschärften Kerker und dem Au»spruche der Stellung aller drei unter Polizeiaussicht nach abgebüßter Strafe, während die Verhandlung gegen Simon, Theresia und Franz Mernik wegen neuerlicher Erhebungen vertagt wurde. Vermischtes. V (W o 111 au« Holz.) Unter dem Begriff Holzwolle versteht man bekanntlich da» feine, hobelspanartige Holzproduct, welche» al» Packmalerial ic. heute eine so vielseitig«, nütz-lich« Anwrndung findet. Wie da» Patent- und technische Bureau von Richard Lüder» in Görlitz nun schreibt, hat ein Engländer. Mutchell, nunmehr ein Versahren entdeckt, «it Hilfe dessen eS möglich jft, ein baumwollähnliche« Produkt au« Holz darzustellen, welche« sich genau wie jede andere Textilfafer verspinnen und verweben läßt. Zu dem Zwecke wird zuerst Cellulose in gewöhnlicher Weise dargestellt, diese mil Zink« chlorid, Salz- und Essigsäure gemischt, etwa« Ricinusöl und Gelatine zugegeben und durch Erhitzen d ieser Mischung unter Druck eine Masse erhalten, welche sich in Gestalt feiner Fäden auS den Oeffnungen eines entsprechend gestalteten Apparates drücken läßt, worauf diese noch feuchten Fäden sofort oerzwirnl und al« Garn aufgehaspelt werden. Daraus bereits hergestellte» Garn und Gewebe sollen von entsprechenden Baumwollfabrikaten nicht zu unterscheiden sein. V (Gefährliche Züchtigung.) Wie gefährlich eine Ohrfeige werden kann, be-weist ein von Dr. Heimann in der „Zeitschrift für Ohrenheilkunde" mitgetheilter Fall. Ein bisher völlig gesunder Knabe war geohrfeigt Ferrari, denn er war es mit seinem Bruder, und Beide eilten inS Zelt, um sich zu entkleiden. Auch Miß Ina war mit ihrer Mutter heruntergekommen — doch baden durfte sie nicht, daS war ihr strenge verboten worden. Als sie gewahrte, daß Ugo und sein Bruder sich zum Kampfe «it der See rüsteten, bat sie ihre Mutter so lange, bis di«f« ihr «ndlich erlaubte, sich zu entkleiden, um im Badekostü« und Bademantel am Strande auf und ab wan-dern zu können. Alle« Bitten und Warnen de» Don Michele half nicht» — die beiden waghalsigen jungen Leute kletterten auf die Brücke und stürzten sich in die W«llen. Miß Ina folgte «it ängstlichen Blicken den Schwimmern, welche draußen bald hoch oben, dann wieder tief unten i« Wellenthalt verschwanden. E» schien ihnen herrlich zu gefallen, und von Zeit zu Zeit stießen sie einen lauten Jauchzer au», der i« Echo widertönte. Michele stand im Badeanzug auf der Brücke, beobachte, die beiden und winkte ihnen ofnnal», sie möchten doch zurückkommen. Eine mächtige, hochaufgethürmte Welle «it weißen Schaumköpfen kam drohend heran und brach kurz vor den Schwimmern zusammen, diese mit Tang bedeckend und mit sich in den Strudel hinunterreißend. „Man sieht sie nicht mehr/ schrieen meh-rere Stimmen am Strande. Don Michele stürzte sich in die See und kämpfte sich durch die Wogen, um Rettung zu dringen. ivorden. Unmittelbar nach den Schlägen floß in« folge der Zerreißnng dcS Trommellsells etwa» Blut aus dem linken Ohr. und der Erkrankte wurde von leichtem Schwindel befallen. Nach 36 Stunde« «««stand blutiger Ausfluß, schwere» Schwindel» gesühl, kleiner und rascher Puls, die Tempera» tur sank von 36,9 allmählich aus 36 Grad herab, und der Tod trat mich Ablauf einer Woche ein. Di« Section ergab neben Trommelsellzerreißung und Eiter in der entzündeten Trommelhöhle noch Blutüberfüllung und Bluterguß in die Hirnhaut und die Seitenoentrikel des Gehirn«, außerdem linksseitige trockene Brustfellentzündung und Lungenhyperämie. Derselbe Arzt hat schon früher einen gleichartigen Fall beobachtet, in welchem eine Ohrfeige ebenfalls nach acht Tagen den Tod herbeigeführt hatte. Kremdenlille der Stadt Hissi vom 14. August 1894. Hotel Erzherzog Johann: Frau Elisabeth Kerschbaummer, Private, Graz ; Herr Robert Schreit«, Jnspector, Laibach; Dr. Konrad, k. k. LandeSschulinspector, Graz; Frau Hcdwig Fohn, k. k. Bezirk»richter»-Gattin s. Familie, Marburg ; Herr Theophil Lehensteiner, Inspektor der Südbahn, Wien; Frau Emilie von Streicher, Private s. Tochter, Trieft; Herr Scheukel. Beamter, Budapest ; Frau Henriette Sluka, ObcrftenS-Gattin s. Tochter. Trieft ; Herr Adolf Farnik, Stadtrath i. R. f. Gemahlin, Graz; Franz Kirndauer, Kaufmann, Wien; Raimund Geilhofer, Graz; Kaiser, Kaufmann, Pettau; Anton Kolzerek, FabrikSdirector, Böhmen; Friedrich Foregger, Hof- und Gericht« - Advokat, Wien ; Robert Lohn«, Leibgarde-Wachtmeister, Wien; Carl Busch, Reisender, Reinscheid. Hotel Koscher (Wregg). Herr Theodor Egger. Kaufmann s. Gemahlin, Ehrenhausen; Lorenz Bouha, G -Adjuuct, Blhac -Hans Lorber, Kaufmann, Wien; Gustav Hürdaleg, Verkehrs-Beamte der Südbahn, Marburg; Florian Michelitsch, Geschworner, Luttenberg ; Anton Pengou, Geschworner s. Familie, PetUu ; Caj. Kriötuferk, Private s. Gemahlin, St. Ivan Zelina; Franz Bernhart, Geschworner, Marburg; Frau Anna Bidtz, Hausbesitzerin, Graz; Frau Wechtisch, Hausbesitzerin, Graz; Herr Bictor^Bajardi, Obergymnasift, Graz; Friedrich Bajardi, Beamte d. steierm. Spar-caffa, Graz: Herr Ludwig Kolonitsch, Lehrer, Graz; Carl Kolterer, Steinmetzmeifter, Rohitsch; Josef Plötzlich, wie ein Gespenst, so rasch, «o un-envanel, eilte eine zweite, kleine Gestalt auf die Brücke und verschwand über die zusammen-brechenden Wellen. — Ein Schrei deS Entsetzens, der Angst ertönte — »rettet mein einziges Kind, rettei meine Tochter!" — Miß Ina war dem braven Michele gefolgt— jetzt sah man sie aus den Wellen auf und ab tanzen. Das Brausen und Rollen der Wellen läßt sie nicht den Angstschrei ihrer arme» Mutter hören. Sie blickt nur vorwärts, wo hin und wieder Michele auftaucht. Dort kommt er und schleppt an den Haaren eine andere Gestalt mil sich — bei der nächste» Welle sieht Ina, baß es der Bruder ihres geliebten Ugo ist — .kommen Sie um Gotteswillen zurück. Miß Ina/ — schreit ihr Michele zu. der sie jetzt erst bemerkt — sie kämpft jedoch ruing weiter, scharfen Auges um sich spähend. Da, nicht weit von ihr, sieht sie eine Gestalt auftauchen — neue Kraft scheint ihr gegeben und nun ergreift sie die Haare der Gestalt und läßt sich langsam u.it »hrer Last von den Wellen an den Strand treiben — endlich fühlt die kleine, muthige LebcnSretterin Grund unter sich. Michele, der seine erste Last glücklich an den Strand geschafft, eilt herbei und nimmt ihr den leblosen Körper ab — Ina ist plötzlich wie betäubt, nur langsam kann sie sich vorwärts schleppen »presto, Signorina — «he die großen Wellen kommen" schreit man ihr zu — doch ihre Kräfte verlassen sie, ganz nah« am Zi«le, eine Welle ergreift die schwankende Gestalt und schleudert sie gegen die eisernen Balken der Brücke. Michele eilt zum drittenmal W«cht" Stegenschek, Gastwirt und Bäckermeister, Gonobitz; Franz JaneZit', Realitätenbesitzer, (,'ermhooec e gesunde Verdauung muß durch mäßig« Lebensweise, V«rm«idung schwer vrrdaulicher Sp«isen und anderer aus die Verdauung »ach-theilig wirkender Schädlichkeiten, durch Verhütung von Magenerkältunaen sowie jeder Erkältung überhaupt eihalien werden. Die gesunde Ver» dauun>; wird durch die bekannte» Atariazeller Mageniropsen deS Apotheker« C. Brady, welche eine anregende und kräftigende Wirkung auf den Magen ausübe«, außerordentlich gefördert. Die Mariazeller Magentropfen haben sich bei Ver-dauungSstörungen und Beklemmungen stet« de-währt und zählen seit vielen Jahren zu den beliebtesten Hausmitteln der Familie als «rst« Hilf« bei plötzlichen Erkrankungen. Erhältlich in den Apotheken in Fläschchen (diese müssen mit der Unterschrift C. Brady verseden sein) nebst Gebrauchsanweisung k 40 kr. und 70 kr. im« fiiuUj »t piuU« Restaurant von Cilli. Vorzügliche Küche und Keller. Kondez-vons der Fremden nnd || Einheimischen. 657-12 ! 1894 Eine Heschichte der Keimat. Ein Characterbild aus den Kärntnerbergen von Ferd. Victor Äutischrr. Nochdr»« wird griichuich vcilalzl. .Mein Vater, war a guata Vater — er iS koa Kärntner g'west, nein, aber mit Leib und Seel i« er am Land'l g'hänyt. Von weil drauSt h'reinkäma hat er sich mit sein Wei dort nieder-g'lass'n, von wo i her bin. Und glücklich, recht glücklich hab'n Beide mitanand g'lebt, bis aus oamal der Vater im Sterb'n war. Da hat er mi an sein Bett ruas'n lass'n. I war damalig a kloanS Büaberl von zehn Jahrln, das d'Eltern liaber g'habt hat als sich selber. .Vota, waS willst denn?" han i 'n g'sragl. .Nix al» Dir wa« sag'« I" hat er drauf g'sagt. Und so fangt er endlich an waS zu er« zähl'n - .Bub. schau. Du siegst, daß ich nit lang auf der Erd'n sein wir, Tu woast a, daß Deine Eltern koane hiasigen. sondern weit von drauSt herein fein so will i Dir halt a Lehr geb'n, dö Du Dir für Dei ganz Leb'n lang mirk'n kannst". .Maßt Tonl", hat er in recht woanerlichen Ton ang'fangen. .erst wann mar im Versterb'n liegt, und so weit, weit weg vom liab'n Hoamat-bod'n, wo ma geborn word'n iS und d'Eltern begrab'» lieg'n, da kummt am d'Sterbstund noch recht fchwarer an. I kann dir'S gar nit sag'n, wiar mir iS. Aber inei oanzige Freud war dö, wann i auf der Erd' und in der Erd' lieg'n könnt, wo i al» kloaner Bua groß word'n bin, aufg'wachs'n und in d'Echul gangen und päter oft a Wei aufm namlig'n Ort und von dem namligen Landl gnummen hab? Hiazt freili' »S leicht schon z'spat — aber für dö, dö hinter am san, für dö iS fruah gnua und dös bist Du, mei guater Tonl, und so mirk Dir'S halt a recht lang die Lehr: „Liaba auf sein Hoamatbod'n schlechter lebn, als draußt in der Fremd besser — draußt hat man do nit dö Freud', dö man z'hauS hab'n kann — merk' Dir'S Bub — recht lang!" „Und zudruckt hat der arme Vater d'Aug'n und weg war er — weg. Weg auf fremder Erd'." „Und siegst Vroni, wann ich Dich jiazt so anschau, wiarst vor mir stehst, so schön und stolz, so bildsauber wia koane im Land, und i dran oenk an dö Lehr vom Vater — JeffaS, JessaS — i kann DirS nie sag'n, wiar mir iS!" .Armer Tont!" Und die Vroni drückte ihm die Hand und sah traurig i» seine wässerige» Auge». ES 'S schwer, recht schir für mich und Dich!-sagte er langsam und erhob sich zugleich, um hinunter in'S Dorf zu gehen und die Vroni hinauf zur Sennhütte. „B'hüt Gott, Vroni!" Und er griff nach ihrer Hand um dann lange, sehr lange in die treuen, braunen Augen zu blicken, die ihn so theilnahmSvoll und traurig verfolgten, und au«-zudrüäen schienen, als wollte das Mädchen Schmerz und Freude mit ihm theilen. .B'hüt Gott Tonl!* Ein inniger Hände-druck, ein letzter Kuß und er verschwand in dem Dickicht de« WaldeS. Langsamen Ganges schritt er durch di« sternenhelle Nacht unter den Wipseln der Bäume, durch die sich da» sanfte Licht des Monde« zwängte. Alles war so ruhig um ihn her und athmete Frieden — den Frieden der warmen Sommernacht. Als er wieder auf die Straße kam und di« Häuser deS Dorfes wir kleine Flämmchen emportauchten. da blieb «r stehen und blickte über den Berghang hinab, verfolgte den Dorf» dach, der sich gleich «inem Silberband durch Hütttn und Bäume fchlängelte und sprach: ..Wann auch der Herrgott saget, Tu hast Unrecht than. nein, nein, Vota, Dir kann ich'S glauben, daß D' allmal recht g'habt hast. Und hiazt liab Dörfl, da drunt'n im Thal, so liad i di a g'wonnen hab' seit i in Dir woh'n — und so schwar'S mir a ankumt, mich von Dir Wacht" z'tr«nn«n — hiazt muaß i scheid'» — 'S thuat mir r,cht weh, recht w«h. kannst mir'S glaub'n. — Und da sang er daS Lied, das er als kleiner Knabe auf der Schulbank g«lernt: „Es ist bestimmt in Gotie« Rath. Daß man vom Liebsten waS man hat. Muß fcheid'n, muß fcheid'n!" „Muß fcheid'n!• hallte «S noch im Walde und tönte hinauf zur Sennhütte des Loserbauern und hinunter in'S Thal, wo AlleS schon in tiefster Ruh« lag. Tann schritt er vorwärts bis in'S Dorf, ohne aufzuschaurn. Als «r in seiner Kammer anlangte, suchte er all« seine Sachen zusammen und als er damit fertig geworden, nahm er den verdorrten Blumenstrauß von einst und trug ihn hinüber zu VroniS Fenster. In aller Stille, ohne von Jemandem Abschied ge-nommen zu haben, schritt er wieder ouS dem Hause, in dem er sich so heimatlich fühlte, hinau« auf die Landstraße durch das Dunkel der Nacht, dem neuen Leben zu. Wie e« ihm wohl dort behagen wird? * * • Nun stand er wieder auf heimatlicher Erde und dachte an seinen Vater, der doch so Recht behalten hatte. Die Hütte war baufällig geworden wäh-rend seiner langen Abwesenheit und er gieng daran, dieselbe nach Thunlichkeit auszubessern. Frisch wie zuvor, sprang daS Wild durch'S Dickicht, murmelte und rauscht« der Wildbach in seinem felsigen Bette, säuselten die Bläter der Bäume und Frieden, ewiger Frieden waltete in diesem stillen Erdenwinkel, der da» Herz erfreut und die Unschuld in ihrer urwüchsigen naiür-lichen Gestalt gedeihe» läßt. Wie manche« Herz sich auch nach Abwech«» lung sehnen würde, um da» Leben der Mitwelt kennen zu lernen, wie eS sich spreizt in seiner affeclierten Strenge und Gleichgiltigkeit gegen die Vernunft, so mußte man sich in diesem stillen Thal? doch zufrieden und glücklich fühlen. Hat man sich aber einmal von den Grenzen seiner heimatlichen Scholle entfernt — entfernt sür kurze Zeit — so ist der Grundstein de« Bewußt-sein« der Einsamkeit gelegt und wie man sich auch quält in die früheren Fesseln zu legen, sich daran wieder zu gewöhnen, mit umso größerer Macht bricht die Leidenschaft für den Taumel de» Verkehr» und einer mitfühlenden Seele aus. Der Bursche verspürte e« am allerersten. Früher, da er für sich allein, ganz abgeschlossen von der Außenwelt lebte und dieses Leben ihm das einzige wahre, schöne dünkte, so strebte er jetzt nach Abwechslung. Und wie schön eS doch wäre, eine treue Helferin an seiner Seite zu haben, dachte er sich, eine Helferin und Leidensgenossin, sei eS in Schmerz oder Freud«, Quai oder Per», man mußte sich doppelt glücklich fühlen. Auch di« Lust an der Arbeit hatte er verloren, an der Arbeit, die ihm doch die einzige Zerstreuung des Tage« über war. Am Abend aber, wenn leise, ganz leise sich die letzten Töne der Kirchenglocken im Orte sich bi« zu ihn hinauf verirrten, da saß er vor seiner Hüne und sah hinauf zum sternmbesäten Himmel, betete und fragte, warum denn gerade für ihn am Himmel kein Sternlei» leuchte — kein Sternleiu, da« Glück und Zufriedenheit in sein Hau« kommen ließe? Warum? Darüber schweigen die Götter und da« arme Menschenleben frägt und zittert und kann doch nicht den Quell de« Wörtlein« entdecken, da« ihn leiten und führen sollte durch die dunkle Nacht in den hellen Tag zur Glücklichkeit. E« ist Morgen geworden. Jubilierend steigt die Lerche auf und weckt alle die Schläfer, welche der Traum geplagt oder erfreut. Ringsum auf den Bäumen wirds lebendig, sie hüpfen hervor in ihrem bunten Gefieder und schaukeln sich in den Geäste der Bäume. Im leuchienven Sonnenglanz rauschen die Bäume geisterhaft, heilig und erhaben. Hellgrün schimmern die » Blätter und von Dünen durchschwängert ist ringS die Luft — hellleuchtende Birkenblätter schimmern in silberner Pracht, und buntscheckig sieht eS iui Walde aus, Enzian und Spuk Kuhblumen und Vergißmeinnicht und zwischen» durch Büschel von Zittergräsern, die sich im Winde schaukeln und neigen. Tonl hielt eS nicht länger allein aus. Er ging wieder fort, — fort in jenes Dorf, wo er di« Vroni zum ersten Male gesehen und lieben gelernt hatt«. Er wollt« si« wiedersmden — und dann--Ja dann, wenn er eS nur wüßte, wa« dann! Ma» würde ihn auslachen, vielleicht gar verspotten, wen» er plötzlich wie er verschwunden, wieder auftauchen möchte. Stolz und siegesbewußt kam er im Dorfe bei seiner Verwandten an. Man staunte, man fragte und konnte den eigenen Augen kaum trauen. Waren e« doch erst zwei Wochen seit seinem Verschwinden und jetzt — Nach der Vroni hat der Tonl gefragt, aber man gab ihm zur Antwort, daß dieselbe traurig, tief betrübt au« dem One gezogen war, um ihn zu — suchen. Also jetzt wußte er e« — alles, alles — klar lag eS am Tage — sie sollte ihn finden und dann -- So wie er gekommen war, so ging er wieder von bannen, betrübt und zerknirscht auf die — Suche nach der Vroni. Aber alles Suchen war vergebens! In jedem Dorfe, jedem Haufe, das an der Land-straße lag. fragte er nach dem verschwundenen Mädchen, und dort, wo er vor Müdigkeit und Erfolglosigkeit seine Nachforschungen aufgeben wollte, ihm jedoch eine kleine Andeutung der Suchenden zu Theil ward, da erstarkten seine Glieder und frisch ging er wieder seinen Weg, der ihn hinaus führen sollte in die fremde Welt, sern von feiner Heimat. So war er schon lange, lange gegangen ohne zu finden und die Hoffnungen, die er hegte, die sich festgesetzt hatten, schwanden allmälig, ohne bevor noch gedacht zu haben, daß die-selben ja nur Thauperlen am Kelche der welken LebenSblumen sind. WaS eS auch immer sei — der Gedanke an und sür sich macht glücklich, wenn auch die Pläne, die man hegt. Wege durchkreuzen, den Suchenden auf irre Pfade leiten und dem er-sehnten Gegenstande entrücken. So kam er bis ins Salzburgische über Tirol und wieder nach seinem geliebten Heimat-lande, der Scholle seines Daseins. Immer wieder zog es ihn in jene« stille Thal, wo der Wildbach rauschte und schäumte, die Vögel sangen und das Wild äste, unfern davon im Dorfe hatte er sich angesiedelt, um auszuruhen von den Strapazen feiner Reise. Al« sein ersparte« Geld zur Neige ging, trat er bei einem Großbauern als erster Knecht in Diensten. Es ging ihm sehr gut — recht gut. Nur manchmal, wenn Sonntags die Burschen mit ihren Dirnen Hand in Hand, Arm in Arm zur Kirche gingen, scherzend und lachend, singend voll freudiger Lust und tg »a Kinänklti»»« und IMchrift »«r i«»»arSntsiche« B«schäfti«»»g na» Aitlnisll«»« der Asrinrn- AVonnemeutspreis »iertekjshrkich 45 Areuiev. Uhonnrntnts ginnt mtgegni Joh. PaKulch, Hillt. Kauptptatz 5 Auch und ?lpi«rH«Mung. Ki-058k l.emderger Lotterie. 2024 Treffer 00.000110.000150001 tmr »nit nur IQ"/« Afwc. 701-15 sjeitiberger . l Löwe " 1 empfiehlt: „MERCUR", WBCMStlfa-ACtieil-Gesellschalt, Wien, Wollzeile 10. Kaiser Franz Josef-Bad Tüffer Theodor Gunkel's Unter-Steiermark. Sadbahnstation Jlarltt TOffer, Tag- und Nacht-Eilzfige Heisse Thermen. 88*/«' Celsius, seit Run erzeiten bekannt zur Heilung von Gck-nks-Rhcumatismen, Giebt, Frauenl iden, schwere Reconvalescenz etc. Auch für die berühmten kalt n. wirksamen Sani.bäder ist ein eigenes Bad erbant. Waldreiche Gegend, schattiger Park, elektrische Beleuchtung. 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