Preis Din 1-25 (Putab. ^ killin Zeitiing MßGM» »HsltlH milnl I liiinltil fr»> InDii (im, Bchristleitunl, nb Bmcaltang: $rc*rraoM ulica Nr. ». Telephon 21. — Ankündigungen werden in der Perwallung gegen Berechnung billigster Gebühren entgegengenommen. Vtju gtpreis«: Für da« Inland viertel,«ihrig Din 'et—, halbjährig Din 60-—, ga»»jahlig Din 120—, Für da« Ausland entsprechende Schöhung. — Sinzelne Nummern Din l «5. Rnmmer 32 | Sonntag, den 19. April 1925 | 50. Jahrgang Warum haben wir kein Geld? Warum bei uuS litte so große Geldknappheit herrscht, eine größere als in den sogenannten besiegten Staaten? Da« ist eine Frage, die nicht schwer zu beantworten ist, «eil die Gründe für diese Geldknappheit klar am Tage liegen für jeden, der sie, ohne ein Wirtschaftskoryphäe zu sein, sehen will. In einem Land, da« zum weitau« größten Teil von Bauern bewohnt wird, hat man nie viel Geld, weil der Bauer, auch wenn er an Gebäuden und Grundbesitz wohlhabend ist, durchschnittlich niemalt viel Geld hat. Eine Zeitlang nach dem Kriege, als das Brot uoch Haupttruwpf war und die internationalen Brotzufuhrwege noch verschüttet waren, hatte er Geld. Aber diese Zeiten find vorüber, jeder weiß, daß das Bauerngeld weg ist, die Gewerbetreibenden, die Kaufleute, die Gastwirte, alle wissen und spüren eS gründlich, nur eine Kategorie von Menschen scheint e« nicht zn wissen, nämlich die löblichen Steuerreferenten bei den Bezirkshaupt-Mannschaften, die wissen e« scheinbar nicht. Scheinbar. In Wirklichkeit wissen sie eS auch. Dies« Wissenschaft müssen ihnen ihre Tabellen ja deutlich genug beibringen, wo statt der schönen, runde» Tausender bald lauter „aufgeschriebene' Kühe werden auf-marschieren müssen. Mit hungrigem Gemuhe, denn eS ist sehr zweifelhaft, ob sie die Steuer kapaziläteu für den Steuersäckel leichter werden verkaufen können als die Bauern, die keinen Absatz für ihr Lieh und fiir ihr Holz finden können. Aber der Staat braucht Geld. Er braucht mehr Geld denn je, immer mehr. Hin Stück deutscher Arbeit in Mord-amerika. Die Lick Sternwarte al» Grabdenkmal ihre» deutschen Begründers. Auf dem Monnt Hamillon in Kalifornien liegt die berühuue Zam-S Stetrwartr. Eine 25 Meilen lange Landstraße windet sich mühsam von San Jose aut zum Obsnvaiorium empor. Ei liegt 4285 Fuß über de» Meeresspiegel, auf der breiiestci, Kuppe einer laugen Bergkette, deren andere Erhebungen nach dem Astronomen K-pler, Ccpernicas, Tyho Brahe, Netvwn, H^ygen?, Herrsche! und Pwlewäu« benannt sind. Die Kette schiebt sich gerade zwischen die beiden Buchten von Sa» Fcanzltko und von Movtniy, die »an in der Ferne schimmern sieht. Ei ist ein herrlicher Blick von da hinab in« Tal. In unmittelbarer Nähe des Gipfel« dehnt sich tzaS fruchtbare Eauta Clara Tal. Da vorgelagerte flei> cetc Bergzüge die Mtertfoünste abhalten, ist die Luft sternklar und staubfrei und die Lage der Giern-warte muß darum ideal genannt werden. Da« zweitgrößte Objekuv der Welt besitzt diese wunderbare Sternwarte, die wie ein Raubritterschloß aus einsamer Höhe inB Land schaut. Ein Riesenkuppelbau birgt dai große Fernrohr, daran Ichließen sich die ausgedehnten Bauten der Lehrsäle. Labvra-lorien nsw. Der großen Koppel entgegengesetzt birgt noch ein kleinerer Kuppelban ein zweite« Fernrohr. Das Allermerkwürdigste an diele» hochragenden Felsenbau ist aber, das er das Grab»ovu»ent dar-stellt für den Gründer der Sternwarte, jenen Deutsch-«mmtancT Zame» Lief, der in seine» Teftemenl Deshalb wird an den Steuerpumpen leidenschaftlich gepumpt werden, bi« der leere trockene Sand in den geschmiertesten Kolben knirschen, bi« da« ganze Land blank sein wird. Die Slowenen bezeichnen diesen materiellen Zustand sehr bildhaft mit suh. Da« kann aber schon sehr bald sein. Wa« macht man nun in anderen Staaten, die weitau« nicht so reich find wie der unsrige. daß man nicht nur au»-, sondern auch weiterkommt? Man wirtschaftet klug oder wenigstens kluger. Man fördert z. B die Industrie. Nicht etwa, indem man sich auf den Standpunkt stellt: Wa« brauchen wir eine Industrie, sie gehört ja ohnedie« den Deutschen oder den Juden und ihre Behinderung und Dross-lung ist also eine patriotische Tat. In anderen Ländern kennt man derlei nationalistische Mätzchen nicht, die in den eigenen Sack ein Loch schneiden, sondern man fördert die Industrie, ganz gleich, wer sie betreibt, weil man weiß, daß fie Taufende von inländischen Familien ernährt, daß sie durch die Au«fuhr ihrer Produkte fremde« Geld in« Land bringt, daß sie durch die Versorgung des eigenen Bedarftmarkte« da« Abströmen de« eigenen Gelde« in« Ausland verhindert. Ja anderen Ländern iverden die Industriellen nicht stündlich und täglich durch die Droh» ungen unreifer Bengel drangsaliert, damit erprobte ausländische Fachleute und Spez'alisten entlassen und an ihrer Stelle Menschen angestellt werden, die neben ihrer nationalistischen auch in den Betrieb ge-tragenen Unduldsamkeit nur durch ihre nicht zu überbietend« Ignoranz glänzen. Welcher ausländische Kapitalist wird sein Geld in einem Lande neu anlegen, arbeiten und fließen lassen, wo ihm ans der Nase herumgetanzt wird, wo ihm meist unberufene 700.000 Dollar zur Eriichturg der Sternwarte fest-setzte. Im Fundament d>s Kuppelbaues für das große Fernrohr steht L ck'S Sarg, 4000 Fuß näher de» H mmel als die Griber 'einer Mitbürger. Unter den Dokumenten, die der Leiche beigegeben sind, be-findet sich auch die Erklärung, daß dieses Fern>ohr da« gi öß>e bis dah'n konstruierte sei und ban die Astronomen, die e« plüftev, seine Leistungsfähigkeit bc-deutender al« die aller anderen TeUfkope gefunden hätten. Noch außen hin ist die Gralkammer durch eine schlichte Meiallplatte abgeschlossen, aus der die karaen Worte stehen: „Hier ruht Jame« Lid'« Leib." I» Befuchtz'»»er der Sternwarte aber findet »an eine alte Hobelbank mit ber Jaschrift: »Diese Hobelbank wurde 1847 von Zame» Lick au« Südamerika nach San Franziilo gebracht. Da« Fundament seines großen Bei wögen« und die Quelle seiner Macht, seinen Mitbürgern und der Menschheit dauernd große Wohltaten zu erweisen, war ehrl che und treue Arbeit.' JameS Lck. der Mann, den Kalifornien zu feinen ersten Pionieren llch ret, war ein Deutschp.-nn-sylvanier. Der Familleynume war eigentlich Lueck und die Vorfahren waren auS der Rheii Pfalz ein-gewandert. Sie wurden in FrederickSdurg im Kreise Libanon in Pevnjy'vanien seßhaft, neun englische Meilen nördlich der Stadt Ledanou. Hier erbl ckle Lck am 25. August 1796 da« Licht der Welt. Die Sprache der Gegend war damals noch allgemein die penn ylvautschdeuiiche Mundart und ali der kleine Lck zum ersten Male den Mund ifsaete, formte -r ebensoll« k ine anderen al« penniylvanische Leute. B S zu» verlassen der Heimat wir» er kaum ein Wort nchiige« Englisch gesprochen haben. Elemente au« seiner Auffassung von Arbeit und an« der Rangierung seiner leitenden Kräfte Stricke drehen und ihm die Arbeitslust in kürzester Zeit zu lähmen drohen ? Um also fremde« Geld in« Land zu bekommen und da« Abströmen de« eigenen zu verhindern, darf die Industrie nicht so gedrosselt werden, daß sie notwendigerweise ständig ans dem litzlen Loche pfeift. E« müssen endlich einmal auch entsprechende Handelsverträge mit den fremden Staaten abge-schloffen werden. DaS fortwährende provisorische Forlwursteln hat eS ohnedie« schon mit sich gebracht, daß die natürlichen Absatzmärkte für unsere Agrar« prot litte flöten gegangen sind. Während «an bei uns im Bewußtsein der vollen Speicher den Protzen-bauer spielte und mit Verachtung auf den armcn österreichischen und deutschen Handwerker herabblickte/ fielen die anderen Staaten über diese Märkte her und heute braucht man den Protzenbauer mit seinen nationalistischen Raupen im Gehirn ganz einsach nicht mehr. Wir haben Vieh, wir haben Wein, wir haben Holz, wir haben Tabak, wir haben alles in Hülle und Fülle, aber wir haben kein Geld, weil wir nicht soviel verlausen können, al« unser Staat mr-kaufen müßte, wenn in dieser Hinsicht eine ver-nünstige Wirtschaftspolitik betrieben und die günstigen Zeitpunkte nicht versäumt worden wären. Beim Ab-schließen von Handelsverträgen muß sich jeder Staat, der wirtschaftlich vorwärts kommen will, des Größen» wahnS begeben, daß jeder Punkt nur für ihn günstig sein müsse. Der Kontrahent will auch leben; wenn ich ihm Wein und Holz und Erdäpsel und Ochsen verkaufen kann und dafür Geld hereinbekomme, dann muß ich mir in GolteSnamen auch feine Al« Lick »ündig oeworden war, zog er in die Fiemde. Einer alten Ueberlieferung zufolge soll er sich in den Kc>ps g'setzt haben, die Tochter eines reichen MüllerS ,u heilsten; aber der Vater wollte sie de» armen Freier n'cht gebe». DaS nah» dieser sehr schwer; so lies war »er Pseil >n sei» Herz ge» drung'n. datz er nie wieder einer Leidenschaft in sei-nem Leben Rau» gab und d.ß diese eine Abweisung seinen ganzen serneren Wandel bestimmte. ZaSgehei» faßte der so kurzerhand Berwoisene den Gedanken, dereinst, wenn er *u Geld tonnen würde, eine bessere und schöner« Mihle «18 der Bater sein S Mä»cher.S zu bauen, um diesem zu zeigen, daß er trotz alle» ein ganzer Kerl war. Viele Jihre später erstand er denn auch bei San Jc.4 in Kalifornien eine Mühle, die die Kleinigkeit von 200.000 Dollar kostete. Ihre Inneneinrichtung war aus Mahagoniholz, und ehe sie abbrannte, bildete die Mühle eine SlheuSwürdig» feit jener Gebend. 1819 finden wir Lck in Baltimore. Dort lernte der junge Orgelbauer Lck einen Klovierfabrikante» auS Philadelphia kennen, dessen Erzeugnisse sernerzert sehr beiühmt waren. Lick kam dann über Buenos AireS, Valparaiso, Lima nach Kalisoruien. Denn kaum war er in L:ma angelangt, so vernahm er davon, daß die Bereinigten S asten Kalifornien fich angegliedert hätten, eine Nachlicht,, die die »eisten Arbeiter Lick'« verai laßte, ihr Bündel zu schnüren und fich nach de» Wunderland« a» Paz fischen Ozean aufzumachen. L ck selbst war ebenfalls vo» ersten Augenblick an klar, welche Möglichkeiten nun de» rasch Zugreifenden winkten. Aber er hatte eben einen Kontrakt für Klaviere abzeschlofsen und eS ging gegen fein kauf»ännischeS Gewissen, ihn unerfüllt zu «wii 2 Socken und Pillen und Farben entsprechend anhängen lassen. Dabei wird noch immer Geld in meinem Lasten klingen. Fremdenverkehr? Der bring» viel Geld in ein Land. Fremdes gute« Geld. Schillinge und Gold-mark find gute« Geld, ausgezeichnete« Geld. Hübsch nah bei uns, näher al» französische Franken und englische Pfunde. Hat unser Land nicht Reize sondergleichen, die dalmatinische Küste, die liebliche Süd steiermark, ozonduftende Sommersrischen inmitten eiueS gutmütigen, gastfreundlichen Volle« ? O, ja! Wie sollen aber Besitz-r von Goldmark und Silber schilling zu Erholung und Naturgenuß in ein Land kommen, wo der Deutschenhaß gegen die inländischen Deutschen zum Dogma geworden ist, wo bei den Zollrevisionen bis einheimischen Deutschen wegen ihrer deutschen Sprache angeflegelt werden, wo die rücksichtslose Niederbügelnng de« inländischen Deutschtums, die Störung deutscher Liedertafeln mit natio-nalistischen TapserkeitSmedaillen belohnt werden? Ja ein Land, wo man der lächerlichen Anschauung Worte verlieh, daß sich die hungrigen Deutschen nach Slowenien ansressen kämen, in ein solche« Land kommen Fremde nicht gern. Denn diese Fremden sind sich bewußt, tuß sie slowenische« Brot um ihr gute« G:U> esse», genau so wie den einheimischen Deutschen diese« slowenische Brot nicht geschenkt, sondern von ihnen in ehrlicher Arbeit erarbeitet werden muß. Ausländische Kredite? Die gibt eS. E« gibt ein Land, da» vor Gold kracht, Amerika. Aber auch weniger goldstarrende Staaten geben Geld her, Frankreich, England, sogar Italien. Freilich nicht au« christlicher Nächstenliebe, sondern weil sie ihr Geld anlegen und arbeiten und verdienen lassen wollen. Auffallen muß jedem, der fich durch da« politische Hetz- und Haßzeschrei unserer Blätter durchlesen kann, daß schon seit langem keine Spur von einem ausländischen Kredit für unsere» an un-gehobenen oder unverwerteten Schätzen reichen Staat zu finden ist. Nicht einmal die verhältnismäßig schäbige Blair-Anleihe war hereinzubringen. Warum nicht? Weil das ausländische Kapital kein Vertrauen hinsichtlich einer sicheren Anlage hat. weil wir von unseren bisherigen Schulden keine Zinsen zahlen. Eine klägliche Rechnung. Ich zahle sür meine Schulden keine Zinsen. Ich erspare sie mir dadurch. Ich bedenke aber nicht, daß ich durch die Nichtbezahlung der 5 Pro> zent Zinsen das 20 sache Kapital fahren lasse. Denn lasse«. So «achte er sich eigenhändig an die Arbeit, um nach zwei Jahren reisefertig zu werden. Er de wie« durch dies« Handlung, daß er »ehr war al» ein Glücksritter gemeinen Schlage«. 1847 landete Lick in San Franzitko. Diese« war damals gerade au« seinem Schmutzzustaud herau«geko»»en und hatte kaum 1000 Einwoizuer. Da sprach »an von Goldsunden. Alle«, wa« Beine hatte, »achte fich auf und wanderte in die Berg, werke. Nur Lick nicht; er besaß die Gibe, ersolg. reicher zu träumen. In seine» Geiste entstand da« Bild de« künftigen Seehasen«, mit dem er rechne!« wie »st einer Realität. Alle« Land, dessen sich die Abziehenden entäuß,rn wollten, kaufte er aus; Grund-stücke, die heute im Geschäft«viertel von San Frau» zisko' liegen, wechselten oft für ein Butterbrot den B-sitz-r, da die Goldsucher meisten« froh waren, überhaupt «inen Käufer zu finden. Schnell verebbte da« Goltsieber. Aber langsam wurde Wirklichkeit, was Lick erträumt hatt«. Die künftige Metropole breitete sich aus und wuchs u» grün« Bar Plätze herum, die dem seltsamen Orgel, baaer gehört«« und deren Wert sich von Jahr zu Jahr erhöhte. Ihr Besitzer aber legte trotzdem noch nicht die Hände in den Schoß. Er baute writer Kk> viere. Ec errichtete 1352 sein« Mühle, deren Er» zeugnisse bald den Markt beherrschten. Er gründet« endlich ei» große« Hotel, »l» da« Aller herannahte, hatt« Lick ein« Million Ber»iz«n aufgthäuf». Nach seine» Tode verteilt« e« da« von ihm hint«, lasten« Testament in alle Winde. E» war von >h» nur woh>-tätige» und idealen Zwecken znbtstiwmt worden. Dafür aber wölbt sich über seinem Grab d-a» sto!zeste Denk-»al ewiger Ruh«, die Felsenfeste der L>ck-S.'ernw^ie. Ciiitct Bitt»»« wenn ich meine 5 Prozent Zinsen zahle, ordentlich zahle» dann bekomme ich al« vertrauenswürdiger Schuldner jederzeit und leicht wieder ein Kapital, das zwanzigmal größer ist als die bezahlten Zinsen; e« würbe im Lande fließen und arbeiten nnd klimpern und die Geldknappheit hätte ein Ende. So aber: keine Zlnsen, kein neue» Kapital. E» wird nicht nötig sein, da« mangelnde vertrauen de« Auslande« auch noch mit den politischen Verhältnissen, Parteiwirt-schuft und wie der ganze saule Zauber heißt, zu erklären. Man müßte Bände schreiben. Es genügt, zu bemerken, baß auch die Behandlung der natio-nalen Minderheiten und ihrer Vermögen in dieser Hinsicht nicht ganz ohne ist. Die Feststellung der riesenhaften deutschamerikanischen Zeituug „New Zorker Herold", daß den Deutschamerikanern — da« sind hübsch einige Dutzend Millionen — die Radi^ Partei nur deswegen sympathisch ist, weil sie sich gegen eine Regierung auflehnt, die da« Deutschtum verfolgt, sagt genug. Daß auch die stumme Ablehnung einer Einlösung der Kriegsanleihe nicht ge« eignet ist, das Vertrauen der Geldgeber im Ja- und Ausland zu stärken, ist klar. Die Reparation«» ? DaS sind Werte und eigentlich bares Geld. Aber die Lieferungen sind kommer-ziell sehr schlecht zusammengestellt. Ja Serbien z. B. gibt es Tausende von ReparationSpflügen; man weiß nicht wohin damit, man verkauft sie um ein Drittel ihres Wertes. Große Lastenautomobile stehen in Wind und Wetter herum, fungelnagelneu und ' rosten ihrer seligen Auslösung entgegen. ES müßten die neuen Provinzen an den Sachlieserungen pattizi-pieren, denn sie haben ungeheure Werte in den neuen Staat gebracht und tragen die Kosten des Aufbaues ächzender als die Serbier. Ein Teil der Reparationen könnte ganz gut in Gold valorisiert und mit diesem Gold der oben erwähnte Zinsen-dienst ^geleistet uud so neue Kredite ermöglicht werden. Die Monopolwirtschaft? Da setzt einem einfach der Atem au«. Im Tabak stecken 600,000.000 Dinar. Dieser Tabak liegt in Hütten, die gar nicht geeignet find, die Fermentation de« Tabak« durchzusühren. Er ist nicht verkäuflich und wird auf keiner Auktion angeschaut, weil er angeblich schlechter Qualität ist. Er liegt und liegt. Wir bekommeu vom Ausland direkt kein Geld. Aber wir müssen ausländisches Geld haben. Was also tun? Wir kriegen ausländisches Geld durch die Vermittlung des kleinen Oesterreich! Unlängst 300.000 Pfund von der Anglo-Austrian Bank. Da« sind teure Kredite, kosten anständige Zinsen, die Vermittler wollen anständig verdienen. Wir bekommen ausländische« Geld, weil wir al« direkte Kontrahenten nicht vertrauenswürdig sind, durch österreichische Vermittlung! Wenn da» nicht Wasser auf die Mühle der Donaukonföderationler ist, dann ist e» nicht«! All da« zusammen macht, daß wir kein Geld haben. Die Ztmarmung. Da« Wiener hervorragende Wirtschaft«blatt „Der österreichische Volkswirt' widmet in seiner Folge vom 11. April der gegenwärtigen politischen Situation in unserem Staate unter dem Titel „Po« litische« Vexierbild in Jugoslawien" einen kleinen Artikel, der folgendermagen lautet: Seitdem die kroatische Bauernpartei die Milch der frommen DenkungSart getrunken hat, hören die sich gegenseitig ganz anschließenden Kombinationen nicht aus. Die der Regierung nahestehende Presse, welche aber das Verhältnis ableugnet, plaidiert für eine auS den Radikalen (als der größten serbischen Partei) und den Radiiianern zu bildenden Regierung. Seitdem Paul Radit nach Pasii vom König empfangen worden ist, sprechen diese Blätter vom Verfall de« Oppositionsblocks und von voll; 'nem Ein-vernehmen zwischen Paäiö und Paul 3' 6. Andersens begibt sich Paul Radtf nach jeder Extratour in da» Klublokal des oppositionellen Block», um, den Mitteilungen de» Vorstände« zufolge, über seine Schritte Bericht zu erstatten. Der K';s heißt 52 ei pet» am Schluß de« Comumnique». mit dem Stand ber Dinge vollständig zusneden. Somit find — wenigstens amtlich — alle zufrieden. ES sehlt aber nicht an Stimmen au« denselben Kreisen, welche die Lage ander« auffassen. Die ultranationalistisch serbische Presse, worunter auch die von Pribiöeviä zu rechnen ist. warnt vor den kroati-schen Bauern. Es sei ihnen nicht zu trauen. Der ganze Umschwung sei nicht« andere« al« nur tm g>'sch'ckier taktischer Zog, um Radiö und den Partei« vorstand zu befreien, auch um die Validierung der restlichen Mandate durchzusetzen. Auch innerhalb de« oppofitionelle» Block« werden die Warnung«-stimmen immer häufiger: Den kroatischen Bauer» sei nicht zu trauen, sie hätten mit Pafttf ein feste« Uedereinkommen geschlossen. Es ist augenscheinlich, daß die Kroaten ein Doppelspiel svielen und daß fie auf einer Seite unaufrichtig sind. Eine Gruppe maß zum Schluß betrogen werden. Da« wird aber keineSweg« PaStf sein. Dazu sind sogar die Bauern au« Kroatien nicht schlau genug. Paii«! spielt auch em doppelte« Spiel, und zwar sucht er einerseits den Opposition«-block zu sprengen, indem er den Kroaten da« Himmelreich ve> spricht, um sie anderseits bei der Wählerschaft zu kompromittieren. Dazu ha» er eine neue Kombination ins Auge gefaßt, nämlich die Unterstützung der kroatischen Rechtspartei, der reaktionärsten Partei Kroatiens. Somit organisiert Paiir eine neue kroatische Jrredenta. nachdem er jene der Radi«5-Partei zu Falle gebracht hat. D»e Theoretiker in Jugoslawien träumen von der Versöhnung zwischen den Serben und Kroaten. Pasii denkt nur an die Sprengung der Opposition und an die Sicherung einer großen Mehrheit im Parlament. Er umarmt die Radiä-Partei, damit er sie leichter erwürge» kann. KkSman und Karolvi in Amerika. Die Zagreber „Rijei". das Lrgau der selbständigen Demokraten m Kroatien. verSsfentlicht am IS. April eine Zuschrift aus Chicago, der,»-folge die amerikanisch«« Behörde» den Abgesandte* Radi/' Dr. Keiman, der in Amerika em kroatisches republikanische« Blatt herausgibt, verständigt habe», dich er innerhalb von siebe» Tage» die amen-tanische Union verlassen muß, weil er sonst de-portterl werde. Wir sind i» der Lage, »u bw.x Angelegenheit einen Artikel deS »Nem Aorter Herold" »u reproduzieren, der folgendermaßen lautet: Wie bekannt, ist der ungarische Graf Karolqi nur unter der Bedingung hier zur Landung zugelassen worden, daß er während seine« hiesige» Ausenthalt« sich jeder politischen Tätigkeit enthält. Er kam. um bei seiner schwer erkra»kten Gattin z» sein. Bevor er die .Einreise-Erlaubui«- erhielt, mußte er ein versprechen in dem Sinne, wie angegeben. unterschreiben. Einen bemerkenswerten Kontrast zu dem Falle Karolyi bildet der de« kroatischen Redakteur« Loui« Kezman. Dieser war speziell au» seinem Heimat-lau«^ hergekommen, um hier politisch tätig zu sei». Er traf im Jahre 1922 ein und blieb länger, al» ihm erlaubt worden war. Damals sollte er dann deportiert werden, konnte aber eine Verlängerung seiner AusenthaltSfrist erwirken. Nachdem er noch mehrfach in dieser Weise Begünstigungen erlangt hatte, war am 6. Februar die letzte ihm gewährte Frist zu Eude und er sollte nun wirklich abgeschoben werden. Aus Veranlassung von Leuten, die „gute Beziehungen- in Washington haben, wurde ihm aber gestattet, noch vi« zum 1. Juli hier z» bleiben. KeHman agitiert hier sür die kroatische Bauernpartei. Er hält Reden dafür und hat sogar ei» Propaganda-Blatt gegründet. Da sich diese Partei gegen die gegenwärtige jugo-flämische Regierung, die da« Deutsch-tun verfolgt, aufleh nt, hat sie un-sere Sympathie, obwohl e« zweifelhastist. od. wenn die Bauern an» Ruder kommen, e» den Deutschen in Jugoslawien besser gehen wird al« jetzt. Für welche Partei Karolyi hier eintreten würde, wenn er sprechen könnte, wissen wir nicht. Wir halten aber auf jeden Fall nicht viel von ihm. denn während de« Weltkriege« suchte er fich den Alliierten „anzubiedern", um für Ungarn besondere Vergünstigungen herauszuschlagen. ES ist über ganz gleichgültig, für welche Parteien Kejman und Karolyi eintreten. Wir erörtern hier nicht die europäische stummer 32 ftlliec Zettllllg Seite 3 Politik, sondern die amerikanisch«, und wenn wir diese diskutieren, müssen wir da» Verfahren unserer Regierung in diesen beiden Fällen entschieden ver-urteilen. Da» Arbeitsamt, das die Sache unter sich hat, hat einen bedauernswerten Mangel an Konie-quenz gezeigt. Alle Ausländer sollten aus Iderselben Stuse stehen: entweder sollte man allen erlauben, zu reden, so viel sie wollen, oder aber man sollte allen einen Knebel anlegen, wie man es in den Karolyischen Falle tat. Wir sind der Ansicht, baß die Redefreiheit überhaupl nicht beschränkt weiden sollte. Wer über die vom Gesetz gezogenen Grenzen hinausgeht, lann belangt werden, sei er Inländer oder Ausländer. Aber eine Präventiv-Zenfur ist nicht am Platzt; Rede« und Preßfreiheit sind die schönsten Edelsteine im Diadem Eolumbias und sie sollten ihren alten Glanz be» halten. _ Politische Run-scha«. Znkand Ale potttische Situation. Die politische Situation ist trotz aller Kom-binationen dieselbe geblieben und es herrscht voll-kommene Ruhe. Ministerpräsident Pasii ist nach Eavcat in Dalmatien zu seiner dort verheirateten Tochter abgereist, das KönigSpaar befindet sich, von der Bevölkerung herzlich begrüßt, im Lustschloß Jlidje bei Sarajewo, wo aus seiner Durchfahrt Herr Pasii einen kurzen Besuch machte. Bis nach den serbischen Ostern ist keine Rede weder von Demission, noch Rekonstruktion: Herr Pasii läßt sich — sicherlich auch eine Erklärung für feine großen politischen Erfolge — immer gründlich Zeit.. . Stephan Aadiö über die Politik seiner Partei. Der Schriftleiter des dalmatinischen Blattes .Nova Doba- m Split besuchte am OstersamStag Stephan Radii in seinem Kerker, wo er in Gegenwart de» Untersuchungsrichters Dr. Körbler mit dem kroatischen Bauernführer eine Unterredung hatte. Dieser erklärte: Sagen Sie allen, daß all da«, wa» geschah, nicht Taktik, sondern Politik ist. E» ist keine Betrügerei, sondern der aufrichüge Wunsch nach Verständigung. Deshalb heiß« ich alles, was geschehen ist, vollkomm«« gut. Aotschaft der jugoslawischen Deserteure aus Hraz. De« Zagreber „Rijec", bekanntlich das Hauptorgan Pribiievli' in Kroatien, findet an der Kapitulation der Radicparlei nicht ihr Genüge, denn sie ist eifrig auf der Suche nach Erscheinungen, die die Folgen dieser Kapitulation und den Sieg der selbständigen Demokraten auf das schärfste illustrieren. Nachdem sie dieser Tage den Radicabgesandten Kejman aus Amerika ausweisen ließ, veröffentlicht sie zu gleicher Zeit eine Botschaft des„Verbandes" der jugoslawischen Deserteure in Oesterreich, in der diesedie selbständigen Demokraten um Gnade anflehen und Radii verfluchen. „Whr haben uns geschloffen entschieden, das Rabiöianerturn zu hassen und unsere Vergehen zu bereuen. Wir waren durch die Demagogie des ver-fluchten Radii verblendet und wünschen >etzt, in die Heimat zurückzukehren, um rechte jugoslawische Kämpfer und treue Söhne der Heimat zu sein. Wir bitten auch die Abgeordneten der Selbständigen Demokratischen Partei und ihren Führer Pribiievic, daß sie in der Nationalversammlung für unsere Amnestie eintreten." Ausland. Attentat auf de« König Aoris von Bulgarien. Auf das Auto des Königs Boris von Bulgarien, in dem der König, der Rittmeister Stamatow, der Naturforscher Jltschew und der königlich« Leibjäger saßen, wurde am Dienstag vormittag« aus der Straße von der kleinen Ortschaft Orhanie nach Sofia ein Feuerüberfall verübt. Der erste Schuß tötete den Leibjäger de« Königs, durch den zweiten wurde der Ehauffeur im Gesicht verletzt. Dieser letztere wollte den Wagen zum Stehen bringen, wobei das Auto durch Ansahren an eine Telegraphenstange zertrümmert wurde. Der König und die übrigen Insassen wurden erauSgeschleudert. Die Begleiter des Königs setzten ch gegen die wegelageraden Banditen zur Wehr, während dieser einem nachfahrenden AutoomnibuS entgegeneilte, den er selbst nach Orhanie zurücklenkte. Dort alarmierte er die Garnison und führte 3V Soldaten auf den Kampfplatz, wo inzwischen dem Rittmeister Stamatow und dem Ehauffeur die Munition ausgegangen war, weshalb sie unter Zurück-laffung des verwundeten Jltschew flüchten mußten, der von den Banditen ermordet und beraubt wurde. AIS die Räuber die Soldaten erblickten, zogen sie sich in rasender Flucht in die Berge zurück, wo sie vom nachgeschickten Militär bereits umzingelt sein sollen. Die Banditen, 50 an der Zahl, waren mit Revolvern und Gewehren bewaffnet. Da am 15». April die von den Kommunisten angesagte Revolution be-ginnen sollte, ist nicht ausgeschlossen, daß die Ermordung des Königs als Auftakt dazu gedacht war. König Boris, der in Bulgarien sehr beliebt ist, war am Mittwoch Gegenstand begeisterter Ovationen seitens der Bevölkerung. ES fand in der Kathedrale ein Dankgottesdienst statt, nach dem Ministerpräsident Zankoff an der Spitze von T ausenden von Menschen durch die beflaggte Stadt zum königlichen Palais zog, wo Hochrufe auf den jungen König ausgebracht wurden. Die Regierungen von ganz Europa haben dem König Glück zu seiner Errettung gewünscht. Hine Höllenmaschine in der Sofioter Kathedrale. Bor einigen Tagen wurde in Sofia ber Ab-geordnete und G?neral d. R. Kosta Georgijew, der zum Surze der Stambul j'.ki Regierung wesentlich beigetragen hatte, auf offener Straße ermordet. A!S am 16. April in der Sofiaer Kathedrale die Seelenmesse für den Ermordeten stattfand, explodierte eine doil niedergelegt« Höllenmaschine, durch die viele Personen ge'vtet und verwundet wurden. An eu.igen Stellen Bulgar e S. besonders am Schwarzen Meer, finden heftige Kämpf« zwischen Regierung», truppen und Aufständischen Patt. Wie die Unter-suchungen ergeben, ist daS Attentat auf de» König von den Kommunisten sorgfältig vorbereitet worden. ES hätte schon bei der Hinfahrt de» Königs nach Orhanie statlfiide» sollen, aber da« Auflauchen von Gendarmen zwang dir Attentäter, sich h'nter den Häusern zu verstecken und die Rücksahrt deS Automobil« abzuwarten. Einer der Attentäter wurde auf der Flucht von den v rfolgenden Gendarm-n schwer verwundet und gefangen genommen. Ec verweigert jede Aussage. Wie «S scheint, war die Ansage der Revolution für den 15. April fehr ernst gemeint und man erwartet in Anbetracht der sich häufenden verbrechen die Verhütung deS Belagerungszustandes über daS ganze Lind. Amerikanische Aeitnngskundgeöungen gegen Arankreichs Mlitärpolitik. Der bekannte amerikanische Senator L. Owen erließ dieser Tage in den Zeitungen eine scharfe Kundgebung gegen die Militärpolitik Frankreichs. Jedermann, heißt es darin, fei damit einverstanden, daß die Sicherheit Frankreichs garantiert werde. Aber die Welt, die diese Garantie übernehmen soll, dürse auch verlangen, daß die imperialistischen Intrigen gewisser französischer Führer aufhören. Die von Frankreich materiell und moralisch gesörderte militärische Stärke Polen», der Tschechoslowakei u. s. w. lege nur den Grund zu neuen Kriegen, anstatt eine Sicherheit für den Frieden zu bilden. In Amerika ist man immer mehr zur Erkenntnis gelangt, daß der Glaube an die Allemfchuld Deutschland« am Weltkrieg auf eine Lügenpropaganda riesenhaftesten Umfange« zurückzuführen ist. Aildnng der neuen französischen Aegieruug. Nachdem Briand die Kabinettsbildung abgelehnt hatte, wurde der bisherige Präsident de« Senat« Painlev6 mit der Regierungsbildung betraut. Ja dieser wird er da» Ministecpräsidium und den Urter-richt übernehmen. Briand wird Außenminister und Culleaux. der bekanntlich während des Kriege« wegen deutschfreundlicher Gesinnung unter Hochverrat«an-klage gestellt und verurteilt wurde, wird Finanz-»iutster. _ Aus NM «nd sanft Die Leitung der Zagreber 9Jleffe teilt mit: Bon mehreren Seiten ko«me:« Anfragen an die Lüiuug der Messe, ob die diesjährige Messe feierlich eiöffaet oder ob sie einfach beginnen wird, ohne Feierlichkeit, wie die vergangenen Jahre. Um even« tuellen Mißverständnissen vorzubeuaen, wird da« Publikum verständigt, daß eine EröffaungSfeier nicht stat-finden wird, sondern am Sonntag, de» 26. d. M. beginnt einfach die Messe um 9 Uhr worgeuS. Diese Praxis hat sich jetzt bei allen Messen eingebürgert und wurde auch von der Leitung der Zagreber Messe zueigen gemacht. Deshalb werden auch keine Ein-ladungen zur Eröffnung der M-sse auSgeschicki. son» der» gewöhnliche Einladungskarten, w'.lche die Jnter-efsenten ausmerksam machen, daß die Mcsse abg-h alten wird und daß sie sie besuchen mögen. Medizinische Sprzlalkurfe in Wien. Die Wiener «edi,wisch: Fakultät veranstaltet alljährlich eine Reihe von Kursen in deutscher Lp ache auS allen Spezialgebieten der Medizin. Die die»-jährigen Kurse enthalten wiederum eine Fülle Stoff aus allen Disziplinen der M.dizin, die geeignet ist, da» Interesse der Aerzteschifl zu wecken. Zw.ckS Zentralisierung de« KurSwefevS besteht ein eigenes KurSbüro in Wien, VIII. Schlösselgasse 22, da« die administrativen Agenten der KirSorgaoisatioa besorgt und die Aerzte für alle Möglichkeiten der ärztl chen Fortbildung informieren und beraten soll und auf welches die Aerzte in Slowenien, die sich sür die Kurse interessieren, ausmerksam gemacht werden. Die Teilnehmer an den Kursen, üb-r deren Inhalt dem österr. Konsulat in Ljabljana Programme zur Bersügung stehen oder die auch direkt von der erwähnten karSleituog umsonst bezogen werden können, genießen weitgehende Ermäßigungen der Prßvlsa-gebühren, ferner Preisnachlässe in einer Anzahl von Hotel«, Pensionen und Speifeanstalien. Die hiesige Post macht da» Publikum aufmerksam, Sriesiendungen nicht in groß ren Mengen in die beiden Lnefkästen auf dem Bahnhof zu werfen, weil ihr Inhalt an Briefen eist 5 Minuten vor Ankunft de« Zugei auSgehob:» wnb und e« deshalb nicht möjlch ist, noch bis zur Ankunft des ZigeS größere Mengen zu sortieren und abzufertigen; un« sortierte Briefe aber dürfen der Postamdulanz nicht übergeben werden. Infolgedessen bleiben auch einzelne bringende Postsendungen zurück, weil der Bri-fkasten« inhalt auf die Post gebracht werden muß und dort sortiert wird, so daß er erst mit der nächsten Am-bulanz weitergeht. DaS Pablikam wird gebeten, im eigenen I >teresse in die erwähnten Bciefkäflen bloß einzelne, dringende Brieff-ldangen zu werfen. Evangelische Gemeinde in Eelje. Sonntag, den 19. April, findet der Gottesdienst um 10 Uhr vormittags in der Christuskirche statt. <5; wird eine besondere Weihe erhalten dadurch, daß der gemischte Kirchenchor der Gemeinde <öt. Jlj bei Ma-ribor, der an diesem Tage besuchsweise in Clj weilt, mehrere Chöre zum Vortrag bringt. Die P^e-digt hält Vikar G. M'y über »Die He,r?ichkeit unseres evangelischen G'auven«". Todesfall. Am 17. April starb der Notar Herr G org Devi k im hohen Alier von 78 Jahren. in Verstorbene war ein B edermann, der bei Slo wenen und Deutschen fich der gleich?» Wertschätz >ng erfrevle. Zum Kommandanten des Militär-kreifes Eelje wurde einer Meldung ViSLjublji-naer „Jutrv' zufolge Oberstleutnant Abram Berah, bisher Kommandant diS MilitärkreifeS PnStiria. ernannt. Besitzwechfel. DaS HaaS der Frau Maria Sazadin tn Lava ist in den Besitz d?s Baumeisters Vinko Kukov c üb«gegangen. Zum Leiter der Eifenbabnpolijei in Maribor wurde an Stell« dcS bisherigen Ko»> miffärS Dr. Breoiii Herr Bramanov'6 auS N i in Serbien ernannt. Dr. Bievri ist, wie bereit» ge-meldet, nach Gsrnja Radgona übersetz». Da er In« lendant de« Theater« in Maribor ist, soll er an» gebl-ch von seinem Dienste in Gornja Radgona be-urlaubt worden fein. Nach Serbien versetzt wurde dieser Tage Piof. LadiSlau« Mlakar in P'uj Am OsteriamStag empfing er da« telegraphische Dekret deS UaterrichtS-Ministerium?, demzufolge er noch Prokup'je bei Nis versetzt wurde, wohin er sofort abzureisen habe. DerSlov.Narod für die Versetzungen nach Serbien. Er schreibt: „Wir müssen uns mit dem Gedanken befreunden, daß für nn«, die wir zuviel fchulgebildete Intelligenz produzieren, der einzige offene Weg. der nach — Osten ist. Alle« will Mittel Hochschulen durchmachen. Wohin mit dem Nachwuchs? Lernen wir Serbisch, der ganze Staat ist unser, wir müssen uns des Glauben« entschlagen, daß unser Beamter nur in Slowenien Dienst machen muß Die Zuschriften unserer Mittel- und VolkSschullehrer, die I jetzt tn Alekfinac, Z -j iar, N i usw. Dienst machen^ *ntt 4 CMIitt Mummn « find voller Zusriede»heit*. — Ein außnvrde«ltche» vernünftiges Wort, aber «I ist i»»erh»n zu begreisen, baß der „Slov. Na^ob* die WotwtnbigWt bet ,©e« frrunbung mit diesem Gedanken" drei Monate vor Schulfchluß. also während de« Schuljahre», »ich« einsehen kann. Kov,vj« dem internationalen Tele-phonvr» kehr angeschlossen. Nach einer ver ord»ung de« PostminiNertum» wird am 20. April ber T'l'phor Verkehr zwischen ltvkedje und Triefi, Görz, U me und Fiume eröffn«. Schorloch tn Celße erloschen. >» 10 Ap il njurde da» l'tzte an Scharlach erkrankte Sin» gesuud au« »em Spital enilass/n. Heuer erkrankten an dieser qesäh'liche» Krankheit neun Personen: 2 Amber, 6 Schiller und ein Arzt, bi« alle genesen sind. Der Scharlach ging in Eelje f.st ununierdiochen ariderlh.i'b Jahre lnng um. Scharlach tn Maribor. Diese gefährlich-Seuche beeilet sich roch immer au«. A« legten SamSiag lagen tm Allgemeine,, K ankenhause 3l Personen krank darnieder. (Eine Schülerin ist vergangene Woche wieder gestorben. Was recht ist, ist recht. Die Roribom „VoltSstmme", für die in ver Zeii der sozialistischen G mcin»ewrr»schast in Marter ein« Kritik dieser ^Wutschas/' ganz einfach nicht bestand, hat aas ein. »al ihr« Hauprausgade darin enibecki, die G:«etnde-wirtschaft schar s zu kritisieren. vag diese K-rtik voll-kom»en am Platze ist. wer mich e »a« bestreuen ? N chi so qanz am Platze ist es ab.-r. wenn »>e SRa-tiboier „VolkSstr««»^ auch aus die werug zahlreichen deutschen G »nndiiälc von drr Heue loShacki, weil diese >m Gegensatz zum Naiiovaleu Block, bei ben bet „Genosse" D cjx auch srüqer cho" wege» seiner sloven'Ichnatro■ alcu Gesinnung und Tätigkeit lieb Lind war und der bahrr auS btgreistlch«» O ü»de» d>e sozialistische Gemeinlxwiitschafl »eck», reinen T»ch hmnchilich der Ve»schl«ud«rueg be« Gemeinde» rmö-gen« machen möchte» und durch«»« nich g'veig» find, bikse Lerichleuberung vhneweüer« «il de» Mantel ber „Sartstlichrn Nichftenl «b«" zudecke» zu lassen. Obwohl eS un« alck, ha», erkenne» wir e« doch als sehr löbliches Beginnen an, daß sie wieder trifft««. Vollkommen am Platze z. B ist »achsolg«r»d« Kurt, die in der O>ternum!»er d:r „Volk«» »M«" «r ch er> und »i« folgende mrßen lau»«»: Der Na»-o»alblock ist in seiucr Zuia»mevstllung lediglich nur aus die B-vorzugung einzelner nationalrfl'.schet vereine und ihrer eigenen Parteigänger eingerichtet. Der „Sokol-verein" kam aus die Idee, jetzt, wo bie oaiionolen Herren bie Mehrheit haben, am Faßbollplatz der Sportvereinigung »Rapid' seine Turngerä-« ausstellen zu dürsea und bort Turnübung«» abzuhalten. Au« gerechnet auf einem planierten Fußballplatz, Und wenn daraus auch eine Klage zwischen .Rapid" unb der Stadlgeweinde ernst hen sollie, bleibt ben Herren ganz einerlei. Der Sportplatz ist zwar gepachtet und eS liegt darin viel investierte« K-p»al der Sport-vereinigtenj, ader trotzalledem will »er ..Sokolverein" gerade torr lurnen, als hätte die Gemeinde sooft keine Plätze mehr zu »«geben. (Der Suckuck w ll seiae S'er nicht bitten, ber „CoWbocrin- keine Plötz- planieren l) Der Nalionaiblock mitsamt ben Klerikalen hat natürlich diese» Wunsche willfahren unb de» „Lokal" da« Recht elnge-änmt, fich auf bem Spouplütze zu vlazieren. Proteste unb Mahnungen seilen« be» G-meiaderate« Oi a k, sowie sei. tenS Dr. Mühleifen bliebe« ergebnislos. Die Ge> metndeväter werden sich alsbald überzeugen, daß baS Privateigentumsrecht, »a« sie immer gewahrt wisse» wollen, auch dann G lkung habe» muß, wenn «an etivaS „naHonolififien* will! Ueber die Gleichberechtigung der Slowenen in Kärnten iäß, fich der Ljablsanaer »Jutro' i» seiner Ostervummer folgendermaßen au«. In LilkovS im sloivenische» Teile Kärnten« sollte dreier Tage die Haup'v rsa»»lung des dortigen BilduugSvereine« stat'finden. Die Bezirk«, hauplmannschasl wurde davon verständigt. Die Sin-gäbe war tu slowenischer Sprache geschrieben. Dieser Tage »der hat die Bezirk«baupi»a»nschaft im Wege de« Gemein berate? berichtet, baß fremdsprachig« Ein gaben nicht erledigt werden und daß der verein daran denken mög«, baß bie österreichisch« Staats» spräche Deutsch sei. «in solche» vorgehen pellt die soviel gelobt Gleichberechtigung in KS nten in ei» sonterbare« L'chi. Und die Dcuilchen wundern sich noch, baß bi« Stow-nen »»»»er und »»er »lebet deionen, daß sie in Kärnten kein« Rechle haben und baß von einer Gleichberechtigung nicht einmal die R-de fein sinn. Solange «an unseren KärM»er Brüdern die Rechle absprich', »erden sie mit Recht Mf ihre VerfSlgtmg hinweisen. Die Siimme der verfolgte» wird man »der auch über die österrnchifchen Grenzen hinaus hören — Nachdem männlzlich de-k-wnt iß, daß nicht nur tn Slowenien, sondern auch in der Äoiwodina, wo über eine halbe Million Dentlche Kben, jede <2 »gab« an die BqdrdtN in ber Mmtersprache »er Partei angenommen und erledigt wirb, nachdem belann»l,ch derselbe Ljub'jr»a«r »Jutro" erst vor einige» Tagen in feinem Berichte iiotr die letzreGe«eind«,a!ßtz»ng in Maribor lobend hervorhob, daß der SR Pfrimer unter allgeme'ner freudiger Zusti««nn, lvll »er ih» allein geltilfijen d««ichrn ?peoch« G brauch machen konnte, ohne baß sich je-«anb p ovozier» fühlie, nachdem uach alle» «in solche« vorgehen wie in Ääcnien bei un« gegenilbsr ber beulschen Minderheit uneihö.t »it. da unsere zahlreichen BildungSoer«ine, bie Feuerwehrerr in Atfaijt u. s. w. bei ben B.hörben to'staut nur beutjche Eingaben «ingeben unb bi« Parteie» rich«, wie gewisse BUl ter behaupten, sogar zu mündlichen versprachen, z V. bei der vrzlrkShauptmar'i.schafl tn ttoöevje, Dolmetsche mitbringen müssen, bekommt aus ei»blja»«r „Jairo" über die freche „Verfolgung" der Käcrrtner Slovenen coa Stile der Kärntner B z t, Haupt »annschaft erst ihre richuge Bedcuiung. ES maß oa draußen wirk ich schon weit gekommen kein, »aß die BeztrkShaupimannfchasl sogar >lo.ve:isch-E»gaben von BiloungSvereinen zurückweist und sich auf »»e deutsche StaaiSIprache beruft! Es »st vollkommen begreiflich, daß ein solches Ävrgehen, eine der» artige Verfolgung Über die Grei-.z-n dringen und beim Ljllbljanaer „Jutro", ber bekanatlich i«»er w'«b«r zur litbevollften Behandlung der hiesigen deutschen M nberhett aufsorberi« und aus deren voll ko»mene Gletchbcrechiigung hirw»eS. g-enzealofe (£ t-rünung « regen mußt-. Es wäre doch auß?ror»er>tl>ch betrüblich, wenn bielec Max »um an totalster ver fvlgungSlucht von Seite etner deutschen öehörbe ln Lä'Nteu a» Ende sür die Deutschen in Stoventen verschieben« Repressalien nach sich ziehen würde, z. B. dx Auslösung unserer zahlreichen BiltungS unb Scha>vereme, »ie Wegnahme ihrer Bermö^ep, die Wegnahme unserer vereinthäaser »ie Ausiö'ung der LutlurbundeSortSgruppe in jkoc vje u. U w — E« wird wohl nie«and geben, der n chi auf de» e'sten Blick erkennen müßte, »aß diese ,R pccfjalieu" eine Ironie von unserer Seile find, bie stch uns bei ber B-o^ndlung dieser Angelegenheil ln die Feder »rängen Mußte. Wenn die guten Lltr-^tner Slowenen keine grögeren Schmerze» haben alS bie nicht er lebtqle slowenische Eingabe, wenn sie fchon ein »olche« Vorgehen alS „Verfolgung unb Rechtlosigkeit" hinstellen, bann könne» wir sie nur »vti gaoze» Heizen beneioeu und wüoscheo, «« möge ihnen eine größere R chilosigkeit niemals begegne». Dem „Iutro" oder ist zu seiner Nisähigk-it, Vergleiche «nd Schlüsse zu ziehen, bestimmt zu gratulieren. Die Faschisten in Trieft verhtvderten dieser Tage sie Adyatrung eine« VonrageS de« Ljudijinaer ll«'verfiiäi«p'oflssora Dr. Veb«r, will sie darin eine poirnsche Manifestation erbl ck'en, ov> «vhl sie der P^iifekl und »,« Pol>zei bewillig» hatten. ES erübrig, sich, zu erzählen, daß der vorlrag rein w?fse»ich as»l>cher N Ztur war. National »st -n sehen «den in jeder Regung einer aadere» Rationabiät ein« politisch« ^Piovokaiioa". Tanzkränzchen, Lieber laset»', vortrtze stob in ihren Augen pol'tiich« Ma^isesta tion«, bi« d-rhinbert zu huben al» HeUeniat gepriesen wird, ver Ljal-ljanaer ..Iulro' meinl zum Schlüsse seine« Berichte«: DaS B-rboi be« Vortrage» hat uvler den Triester Slowene» naiürtich «,»,« un g«h«ur« Eirtiäuschung heivorgerusen, z>»«al er ja rein wifsenschasilich war. In Trieft habe sich die v hörde wieder er»«al dem nanoualiftischcn Druck gebeugt. .. Ein deutsche« Konzert tn Maribor und der „Jutro". Ja seiner Folg« vom 16. Aprtl schreib« »er Ljubljanaer ^Zatro": „Für ben 21. l. M. hat der Grazer Lonzeriagenl Böhm ein »onzert deS Herr» Bur«estcr im Götzsaale aogesagi. Dieser Herr Böhm ist »erselb«, der borige« Iahe da« Konzert der Frau Brandt in Graz absagte, unter der Begründung, baß sie in Maribor bei jugoslawischen Veranstaltungen auftrete, bei den Kon. zerten der Marburger Deutscheu aber nich». <£* hätten sich bei ihm angeblich dr.l H rren gemel»et, welche »rohteu, baß ba« Konzert brr Frau Brunil auSg«. pfiff-» werde. Frau Bcandl hat aus ba« hin ihren Grazer Besuch natürlich abgesagt. Seitdem ist noch kein Jahr vergangen und schon will Herr Böhm in Marwor. dem AusenthaliSorle der F au Brandl, ei» Koaznl veranstalten, vederemol" — Ohne un« in einen vergleich der geschätzt«» Künstlerin F-ou Braubl «it dem weltberühmten virtuosen G heimrat Burmtster einzulafie», «üssea wir uns« E staunen darüber ausdrücke», daß al« Sachwalter her Fo» Biandl, die Misere» Mlffen« eine Deutsche «Ü. der al« Orsuuasch bek»a«»e K»rreip»ndt»t de» Lj»htt»-naer „J irro" in Kariboc ausrriit und auS «ese« Anlasse Herr» v«r«rster i» so gcich»o«tl»sn Weise droht. Daß Scheinuat Barmester durchaus nicht §«> sonren ist, lein« Kunst von einigen Flegel» auSge-r-chnci m MariSor auSps«fen zu lassen, qcht au« der solgenben Notiz be« „Jatro" vom 17. l. 9t. hrtoor: „Der G azer J«pr«s«io LSh», üt» bessen deutsche Verdifiivhett w r g'ster» berichietes. hat da« für de» 21. April angesagte Konzert Prof. BarmestaA abgesagt'. — Ob da nicht »neb«r je«anv ein« TapserkeitSmebaille bekomme» wir»?! Ein Deutscher Tag auf der M*i< länder Messe Wie au« Mrfircb berichtn wird. vt ansialte»« »re Mailänder M sse am >5». >veil einen Deutsch«» Tag, dem »er au« Rom «ingeNofie,« fteutjche Botschafter von Reurath beiwohnte. Oer Votichaiter würbe a» Bahodof vom VSrgenneifter e-p-argen un» von ber B>vvlk?rung mit Hände-klaisch?» begrüßt. Die Spitzen ber Mailänder Be-bö b n besichiigttn vormittaz» eingehend den deutschen P iv-llon, „\ Mnrburgercl-. I» bem Zank, den der Mar»corer „Tador" üver bie Tättgrcit bezw. lla-tä?igkeit be« Nowenischen yerschönerun^soereine» in Maridvr «rngehoben hat. weist er auch daranfhi», daß der P äii»»nl diese« Vereine« in der ..Maebvrger Zeimng' bie N etrlegarg semer Stele avgrkßvdiqt hat. Aber vrch: baS inlerefsrect un«, sondern lächeln «ach! uv« der Kosename«', »lt d»m ber „Zaboc" seine war»i^e Schwester »abn beaannt.Y„MarUirgerci* ... Da ist ihm wodl drr richtige Hau«iu»ae hcear,«^e ch äpsf. M t diesem N »wen pißt sie wirklich besser zum na-'.waaiist tchMt „£abot~, dessen v?raiil,ortl ch r Re baktiiir H. L.koslav ^pinMer gle'chpüig ih: Dtr«kl»r ist. G »nz r'chiig: Marburgero» Der ans LoSKo verschwundene 3Dta Iermeifter ßrotil »st «oniag, ben 6 d. M, wieder IN feiner Wohnung erschienen «ad hat feine Thätigkeit al« Ma er a»fizeno««er. Er wurde ver» hastet. Auch seine Frau ist von der Rnse zurückgekehrt. ?elbftmörder A» Ost ersönnt ag schoß fich der »Ojttzr'ge s»nr«a ütaa-den 6 in Jab^ja »och einer durchlumpten Nach« et»« Kugel in bi« Hirzgeßenb. Al« der Atzt tarn, er> wochte er au« «er Agonie, öffute die Aufcn Mb dlickie die Anwesenden an. „Mensch, na» haben Sie ba getan?" sragte ch» Dr. Geabovstti. .Da« gcht Sie gar nicht« a», daS ist meine Sjch:!' erwiderte der Sterbende wegwerfend. .HinrichtungHaarmann«.«» lS.April, 6 Uhr ftüh. wurde der besänne Mörder ^otmm, der burch Urteil dc« Sch»»urg?r>chti vo» IS. De« zember 1S24 wegen Mordes in 24 Fällen zu» Tobe verurteilt würbe, durch de» Scharfrichter Gröpler aus Magdeburg auf dem Hofe deS Am'SgeuchtS« gefängnifie» tu Hannover durch die Guillotm« hin. gerichtet. Der Verbrecher machte einen gefaßten Ein. druck und erklärt«, daß er sein« Taten bereue. Die Stcafvollstreckllng, bei d«r nur Amtspkrsorirn an-wesen^ waren, hat sich in weaigen Sekunden voll« zogen. Gin, interessante Statistik. Ja eiaer B'ograder Z-uung erschien vor kurzem uu« Sta-tiftit über die B:vö krrong von Beograd. Dar«« geht h-rvor. daß am 3l Jänner 1921 die G.sa»«t-»ahl bet Bcogradrr B.oölk.raaz 111.740 bm^g. Der Muttersprache nach gehörten an: 97.922 der sttbolioatischen. 8677 d«r deutschen 3103 at-d«r«n slawischen Sprrchen, 1346 ungarisch, 1?$0 slowenisch, 528 A nauten, 299 Rumäne» und Eivcaren, 13S Italiener, der Rest bett», S44«. stummst 32 Ctlltcc 3eliaig •t it« 5 Der Religion nach Ware«: 95 205 Orthodox? -9208 ÄJ1 sollten, 4800 Zu»«», 1314 Moha«edaaer. »48 Evangelische, 133 griechische Karbolife», 86 ge-bÖTico verichiedenen auCeren Konfessionen an uaö 49 waren konse'sionslo«. Ein nene» deutsche» Worts In Beo-grad. Der Beograder „Prtvredn, Pregled' (»e-werberunddschau) errichtete dieser Tage tn Beograd nn neue« wirtschaftliche« Blrtt mit Namen »B«o-Iraker wirtlchaftliche Nichrichien", da« vorläufig einmal wöchentlich, und zwar j-den Freitag. ericheinen wird, S« ist da« «eben der „veograder Zmung" da« zweiie deutsche Blatt in de. Hauptstadt J,igo- Gegen Fettleibigkeit wirk' mit kolofialem Erfolge «nziq „Vilfanck T«e". E« »st von Frch. «annern anerkannt. EihäUuch tn allen Apotheken und Drogerien. Erzeugt: Lrdoratormm Mr. D. L'lfan, Lagred, Prilaz 71. Wirtschaft und Verkehr. Die Teifailer Kohlenbergwerk,«- gesellschost und DU SlaoensKa banfea. Die Trifatter KohlenwerkSgefellschaft. oie über de. deuten»« Barmittel vnfngt, die sich kontinuierlich steigern, will dir Gesamtheit der GmHaftungen in Anlande konzentrieren und hat daber den Gedanken «cwogen, die Kontrolle eine« giößerea Bankunter- nehmen« zu erlangen. So hat fich idr nun die Gelegenheit gedolen, diese Idee tu die Tat umzusetzen, indem fie durch Tausch der in ihre» Besih befild-lieben »ktien der italienischen Sohlen»erk»arstlliqast „Arsa", «eiche schon da» dritte Geschäftijahr ohne vwidendelgebliebeu find, die absolute Majorität der «klie» der „Claventka danka" erworben hat. Der Berwaltnn gerat der Trifailer Kohl?nwerk«gesellschaft hat in seiner am 19. März l. I inLjndljma stattgehabten Sitzung mit Siimmeneinhelligkett oie Durch-siihrnog dieler Transaktion beschlossen. Die Bilanz der Slavenska banka für da» abgelaufene Geschäftsjahr wird nach den Wünschen der TrifaUer Kodlen-«erksgesellfchast mit besonderer Rigorosität ausgestellt und binnen kurze« veröffentlicht werden. Da« Interesse reichsdeutscher Wirt schastst»r«,se für Ittgoslawien La» Leftrcdcn m Südilawten t&ftgei: deutscher Wirtschaftskrise, ihre Stellung donselvst ausländischem Wettbewerb gegenüber nach Möglichkeit zu stärken, hat in ver» schiedenen Fällen zu eine« Zuiammenichlug deutscher unZ dortiger Unter nehmaogeu bzw. zu einer Ecrrch» tung ständiger Lerttetungeu dortselbst geführt. Zuerst waren es ©tmne« und Olio Wolf, die auf des« Weise ihre Geschäsl«tä»gk,u tu Sudslawien festigten. E« folgten drr Siumm und der Röchling'Koazern und neue, ding« auch die Firma Krupp, die «ach langwierigen Be>han»luagen eine Intelessengemein. schalt «N der Ersten Südslawische« Waggon-. Ma« schinen- und Brückenbau A.»G. in Bios geschloffen hat. Vte Kriegsflotten der wett. Die ein. zelnen Staaten, die de« cir-er Auszählung ihrer Kriegt-schiff Reinheiten in Betracht kramen, find E igland, vereinigte Staaten, Japan, Frankreich, Italien, Rußland nnv Deutschland. Großbritannien besitzt 507' Einheiten: 18 Sroßkanchfschiff«, 4 Ären-zer, 49 kleinere K'nizer, 3 Panzermonitore, 8 Schisie für Flugzeuge, 1? Flagqenfchiff-, 1«9 Tarpedojäzer, 63 Unterseebotte. 35 Schaluppe-, *9 Aüflenschiffe. 18 Flußschiffe, 22 M>..enttäger und 2 Kanone», boote. Bereiutgte Staaten von Amerika 539 Einheiten: 18 Großkampsschff-, 31 kleinere «uuzn, 1 Monitor, 2 Sch'ff- für Flugzeuge. 309 Torpedojäger, 118 Unteiseedom- »nd eine ganze Reih« kleinerer «chff:. Japan 211 E aheiien: 6 Giofl-kampfschiffe, 4 ijtofi' Äceuzu, 28 kleinere Kreuzer, 2 Flugzeugschiffe. 101 To pedojager, 51 U-tniee-boote und kleinere vch>ff». Frankreich 219 Ein» heilen: 9 Gloßka«pftch,ffe, 16 kleinere Kreuzer, 54 Toipedojäger, 46 Unter ««boote, 49 Kanonenboote und kleinere Schiffe. Italien 260 Enh-ften: 7 Großkampflch'ff', 13 kleinere Kreuzer, 53 Torpedo-jäger, <>8 To>p:dovoote, 43 Unterseeboote, 19 Ka-nooenbfole un» kleinere Schiff' Rußland 164 Einheiten: 3 Sroßkampffchlff, 7 Kreuzer, l Flug zcugsch>ff. 80 To pedvjäger, 28 Uitterfeeboote, 26 Küsten!^ oneuboote und kleinere Schffe. Deutsch, land 51 Einheiten: 8 Gtoßkampf schiff-, 8 Kreuzer, 16 Torpedovoote, 16 Torpedojäger nno 3 Kaooneu« boote. 35) (Stawvrntk verdoten. Die Gräfin. Roman von G. W. Appleton. Ich schloß den Schieder an der Laterne, und ohne weiter ihre Hilfe in Anspruch zu nehmen, trotz Regen und Fwsterni«, fand ich da« gesuchte Garten-ter. E» mit «eine« Meißel aufzubrechen, war bad Werk eine» Augenblick». Bei« ersten Druck gab du* verfaulte Hol* nach, und alt ich das Tor vollend« aus stieß, entdeckte »ch, daß da« verrostete alte schloß an der Innenseite nur noch au einer einzigen Schraub« hin». Ich mußte j-tzt wieder «eine Laterne gebrauche», u« den zum Huu>e führenden Psad zu entdecken. »1« ich ihn fand, erkannte ich. »aß e« «ehr e»ne »uoemung war, wo dieser Pfand einftmal« hing«, führt hatte, al« ein wirklicher Psad. Und erst nach mühwmem Herumstolpern erreichten wir eine niedere Terafie. welche der Front dc« alten Gebäd<« entlang gmg. Ueber halbzerfallene Stufen stiegen wir hinan und entdeckten den Haupteingang; auf beide« Seiten davon gingen Fenflenüren geradenweg« auf d»e Terafie. Am einfachste» brechen wir ein« dieser Fenster, tüten auf. flüsterte ich. Eine Minute später waren wtr bereit« »m Innere« de« Haufe«. Ich öffnete den Schiebe, an meiner Laterne n»d entdeckte, daß wir uo< in einem itatliche» Ge> «ach befanden, da« aber keinerlei MS?el enthielt. Zur Rechten stand eine Tür offen, die in die El», gangßhalle führte. So weit ist'« gelungen, flüstert« ich Dck zu. Aber jetzt beißt e» Äugen und Ohren offen halten, und aus Ueberrafchungen gefaßt fein. Wir «üsien zwei Treppen hinauf. Wenn wir angegriffen werden, wird e« wohl da« beste fein, den Angreifer Über da« Geländer zu werfen. Wa« meinst du dazu? Da« klingt sehr einfach, erwiderte Dick; aber ich könnte >hn «dglichweise auch wider Willen hin-unterbegleitea, wa« die Kehrseite der Medaille wäre. Ich bin indes Epari«mann genug, um auch V zu »aqen, nunmehr, wo «ir da« A schon über die Lippen ist. Wir schlichen in die Halle. Aus der entgegen, aef'tzien Seite öffnete sich «n Z mmer, da« in jeder Hivficht de« eben von un« vr.tafiene» gleich war. «ine breite, eichene Treppe führte über diqueme Stufen zu den oberen Stockwerken. Neberall herrschte lautlose« Schweigen. Ein Modelduft «achte fich unangenehm bemerkbar. Die T,ostlofit,keit der ganzen Stimmung, «»steigert durch da« Geheul de« Sturm«, der draußen tobte, und da» Geprassel der Graup-ln und Regennopse« gegen d>e Fenfierläde«. war überwältigend. War e« menschenmöglich. dag die alte Giöfin au einem so unau«» wrechlich elendrn Orte gefangen gehalten wurde? War ich schließlich »och gevaSsuhrt worden? Hatte ich zehn Pfund für die Ehre bezahl,, da» Opfer «>neS iöSactigen Scherze« de« Grafen aeworde« zu lein? Oder war e« gar eine Falle? Welcher verruchte ^>al«av)chnetver wurde am ckade meiner En tastete ich mich wieder weuer, uno ichlitAlich war ich «ir bewußi, daß in dem Zimmer zu meiner Linken meine qaellevden Fragen eine »»wort finden würden, ob sie nun gut o»er schlecht auisiri. Ich ließ da« L'chi meiner Laterne voll aus die Tür fallen und pochte. Zwei oder drei Sekunden wartete ich aus Antwort' und al* eine solche nicht erfolgte, drückte ich auf die Klinke und riß die Tür auf. Kein Laut ließ fich im Inner» vernehmen, außer dem heftigen Aufklatschen d^« Regen« an de» Fenft-rläden. Dann trat ich kühn ein, dicht gefolgt von Dick. Wa« ich erblickt«, erfüllte mich sofort mit schlimmen Borahuuugen. Die Fenster wäre» dicht vethäagi, offenbar, un zu vermeiden, daß man von außen Licht sehe» könnte. Da« Zimmer war elen» ausgestalte,. Mi» eluem einzigen, ärgerUcheu uo» enttäuschte» Blick erfaßte ich d,e qanze Sachlage. Bon de» zwei Letten, die ich erblickie, war eine« von der Gräfin benützt worden, da« andere von der Wächterin, dem Weid, da« mir a« dem gleiche» Nachmittag chre Treue für zehn Pfund verkauft hattr. Der Gras hatte den Berrat offenbar gerade noch rechtzeiiig in der letzte» Minute r.rtdecki. Vielleicht haue er nn« am Nachmittage auch beobachtet. Jedenfalls stand eine« ust: wir waren zu spät gekommen. Die alt« Dame war von neuem weggeschl,ppl worden und befand fich sicherer al« je i» der Gewalt ihre« Ber folger«. Wütend knirschte ich mit de« Zähne« und fluchte wie ein Fuhrknecht. Zu >pät, Dick, rief ich au«, wir sind zu spät gekommen. Dieser Schuft hat fie vo« neuem w«gge. schleppt. Sieh nur diese Unordnung in de« ganzen Zimmer! Herrgott, die Leuchter da auf dem Tisch find noch warm, sie haben »ie Kerzen herunterdr«»«»» lassen. Der Offen ist noch nicht erkaltet. Da« ist doch zu ärgerlich, zu ärgerlich. Eine Stuade früher vielleicht. Aber dann hätte e» einen Kamps gesetzt! fiel Dick grimmig et«. Da» tst ein schöner Retnfall. Haltt wa« ist da« ? (Fortsetzung folgt.) Tuznega «rca javljamo Tsem »orodnikom, prijataljem in «nancem pre-bridko Te«t, da je^nas nepoeabni, preblagi soprog. oziroma o6e, tast, ded in stric, gospod Jurij Deticek notar v Celju ▼ üetrtek, dne 16. aprila 1925 ob pol 12. uri ponoci po dolgi in mneni bolozni, previden » toiaiili sv. vere ▼ 79. letu staronti mirno ▼ Gospodu zaspal. Pogreb dragega pokojnika bode t nedeljo, dne 19. aprila ob 4. nri popoldne iz biäe ialosti ▼ YodnikoTi ulici st. 10 na okolüko pokopalisce t laatno grobiSc«. Sveta ma^a zadusnica ae bode brala ▼ pondeljek, dne 20. aprila ob 8. »ri ▼ zupni cerkTi * Celju. C e 1 j e, dne 17. aprila 1925. Zalujoöa rodbina Deti( k. Brei poaebne^a obyestil». CftK « CNN»» 31ttn»& Knamrr SB FISGHEREI-SPORTÄRTIkEL zur 8*i»on, «In: Angelstöeke. einsah und geeplieaeU. auch Bambusstöeke io (Uieg Stftckpn, Bollen. Haspein, Wellwurfrollen. Hanf-, Seiden-, Hechi-sohnüre and Garne, Angeln, Doppelhaeken, Drillinge. Seidendarme, Sllk-Gut u- Amalgamvorf&eber, Ketsehernetze und Haeken, Schwimmer, Kunstflle«ren *o«>« alle Utennlieu i«r Sportfischerei, fQr Forellen, Aesehen, Weissfische, Barben. Hecht und Huehenfiseherel empfiehlt von billigster bis feinster Ausführung bei streng fachmlnnneber Bedienung ADOLF PERISSICH, CELJE, Slomgkov trg 3-4 hinter der Pfarrkirche. Reparaturen und Sp«»iaUnfertinungen. Auskünfte bereitwilligst — Verkauf ea gros und Jets» — Preisliste auf Wumch, MEINE Kaflitr-Hiithungcn I" tlglich frisch gebrannt | Celje. KovaSka ullca 1| Absolvent meücanske Sole, katero je do-▼riil s odliko, bi poduceval udenca ia ljudske ali mescanske sole t vseh predmetib. 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