^l l. ,)n. ,.' Nt^NAltltl 1 >> ^ßlss^i ^ » '^lll«n »5 tr., 8iöi«« „l Z«ll« « lt, , bel «s,»l?n 1>i><^ Amtlicher Theil. 3/n ^^ ^ ""b t. Apostolische Majestät haben mit "Uerhljchst unterzeichnetem Diplome dem Hauptmanne ^ er Classt dts Festmlgsartillelie-Bataillons Nr. <) "tlo Eckert dei, Adelstand mit dem Prädicate "6'eteneck" allergnädigst zu verleihen geruht. y Se. k. und k. Apostolische Majestät haben mit AUerhöchster Entschließung vom 2. März d. I. dem ^atlhaltereiralhe in Wien Clemens Pflügl Edlen on Leiden in Anerkennung seiner ausgezeichneten "'enstleistuna. den Orden der eisernen Krone dritter "afse laxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. Nichtamtlicher Theil. Zur Situation. d«5 A.'l H°G°W^" Wogen der Generaldebatte über im. 5^m'^ '"rauscht. Pie umfassende Discus, s'on hat mehr geleistet, als man von ihr erwartet m,^ . s"!^^^"? ^^" "cht "ur die finanzielle " d poll.sche Situation des Reiches vollkommen klar-?. ik ' ^^ auch fiir die Zukunft befruchtend qe. wnlt und Principien aufgestellt, welche nicht verfehlen Minen. leitende Bedeutung zu gewinnen und allen lulytigen Regierungen Oesterreichs die Bahnen vor« Wlchnen. welche nicht verlassen werden dürfen. Wenn ^err von Plt„er heute die Wahlstatt überblickt, dürfte l """dings wieder finden, dass jemand eine Nieder-er n °"> ber ganzen Linie erlitten habe. nur dürfte Si,.. z""^' bei der vollen Beleuchtung, welche der " matwn nach jeder Richtung hin zutheil geworden. . "nncn. dass es nicht die Regierung ist, die von 'e>em Malheur getroffen worden, s. . Die Linke war ins Feld gezogen, um zu demon-"'eren, dass das Osbarungsdeficit, d. h. der Abgang ^" ^deutlichen Staatshaushalte, viel größer sei. als nün?"^ ""^ BudgetauLschuss angegeben. Finanz« still?» *"" Dunajewsli bewies ihr, und zwar ge-^)^ auf die unanfechtbaren Rechnungsabschlüsse des 1kl3 Rechnungshofes, dass wir in den Jahren n.?^ und 1883 gar kein Gebarungsdeficit. wohl aber nl n >.' ^ von fünf und zwei Millionen hatten, dass ^ ^ ordentlichen Ausgaben von den ordentlichen da z Wen mehr als gedeckt wurden. Er sügle hinzu, dil.s. "^ I"hr 1884 ein gleiches Resultat ergeben '>le. Dasselbe wird ohne Zweifel auch 1885 der Fall sein. da ja der Finanzminister zur Deckung des Gesammtdeficites von 15 Millionen nur einen Credit von acht Millionen begehrt. Er unternimmt es somit, fast die Hälfte der äußerordentlichen Ausgaben für Eisenbahn« und Monumentalbauten aus den ordent« lichen Einnahmen zu decken, kann demnach im ordent. lichen Staatshaushalte unmöglich ein Deficit haben. — Die Opposition mag sich also. wenn sie wirklich G?. schmack daran findet, auch weiter das Amusement gönnen, darüber zn discutieren, ob das. was thatsäch« lich gar nicht existiert, größer oder kleiner sei. Die Linke war ins Feld gezogen, um zu demon» strieren. dass das Gesammldsficit überhaupt größer sei, als angegeben wird, dass somit die Finanzlage sich verschlimmert habe. Der Fmanzministcr antwortete darauf. dafs er. wenn die Verhältnisse sich nicht un-günstiger gestalten, das ganze Deficit zu decken hoffe, ohne den Credit von acht Millionen, den er nur für den Fall der Noth sich sichert. in Anspruch zu neh. men und ohne die Cassenbestände unter das normal» mäßige Niveau herabzudrücken. Wir dürfen uns also der angenehmen Erwartung hingeben, dass wir wieder einmal nach so langen und bangen Jahren ein Budget abschließen, ohne neue Schulden gemacht zu haben — ein Budget überdies, in welchem alle Culturzwecke, obenan der Unterricht in allen seinen Zweigen, reich, licher bedacht sind. als sie es je gewesen, und sür Eisenbahn, und Monumentalbauten nahezu 14 Mil-lionen eingestellt erscheinen. Gewiss, wenn ein Staat so namhafte Investitionen aus seinen Ersparnissen macht, dann hat er allen Grund, mit seiner Finanz» wirtschaft zufrieden zu fein. Die Linke war ins Feld gezogen, um zu demon-strieren, dass die Rechte m sich zerfallen sei und dem Ministerium Taaffe kein Urrttauen mehr entgegenbringe. Alle Fractionen dec Majorität, das deutsch, confervative Centrum mit inbegriffen. haben diese Auf-fassang welteifernd und in einer keinen Zweifel zu» lassenden Weise desavouiert. Die Linke mujs aus der Budgetdebatte die unerschütterliche Ueberzeugung ge. Wonnen haben, dass sie vergebens aus Disharmonie unter den Elementen der Rechten rechnet. Sich gegenüber wird diese Opposition diese Majorität unwandel« bar fest geeinigt finden, und es hat durchaus nicht den Anschein, dass diese Verhältnisse durch die Neuwahl des Abgeordnetenhauses eine Aenderung erfahren wer» den. — Was endlich da« Vertrauen der Majorität zur Regierung anbelangt, so ist dieses bei der Abstimmung über den Dispositionsfond in einmüthiger, demonstrativer , ja wir möchten sagen feietlicher Weise docu-mentiert worden. Die Linke war ins Feld gezogen, um zu demonstrieren, dass die Principien, auf welchen das Cabinet Taaffe ruht, verderblich, unhaltbar seien. Der Finanz-minister als Sprecher des Cabinets hat in schlichten, klaren, abel gerade deshalb machtvollen Worteu sieghaft dargelhan, dass diese Principien die einzig mög» lichen und unmöglich nur diejenigen sind, welche denselben entaeaengestellt wrrden. «Keine Nation, leine Partei darf das Monopol der Herrschaft beanspruchen", erklärte der Wortführer der Regierung, und er kann für die Wahrheit dieses obersten Grundsatzes Zeugen anführen, deren Classicität selbst die Linke nicht bestreiten dürfte. Kein geringerer Mann als Herr von Carneri erklärte in seiner diesjährigen Budgetrede: «Oesterreich auf rein nationale Grundlage stellen, heißt Oesterreich unmöglich machen." — „Beifall links", bemerkt da das stenographische Protokoll. Die Linke hat also den Satz acceplielt und damit das von dem Regierungssprecher aufgestellte maßgebende Princip sanclioniert. Freilich, wie die applaudierenden Herren und Herr von Carneri selbst e» anfangen, dass sie sich zu diesem fundamentalen Sahe bekennen, zugleich aber eine einige und einheitliche Partei mit Männern bilden, deren Kriegsruf es ist: «Oesterreich muss deutsch sein, oder gar nicht," das ist ein Räthsel, dessen sich selbst die schlauche Sphynx nicht zu schämen brauchte. — Herr von Plener seinerseits docierte: «Regieren heißt, in groher Position grohe Pflichten haben und diese Pflichten nach besten Kräften erfüllen." Nun, die Linke hatte diese grohe Position inne. Sie hat sie verloren. Logisch muss aiso angenommen werden, dass sie die großen Pflichten nicht zu erfüllen ver-möcht hat. Noch mehr. Die Linke hat es im Jahre 1879, nachdem sie sich lange am Ruder befunden halte, abgelehnt, ein neues Cabinet aus ihrer Mitte zu bilden; sie hat es abgelehnt, die große Position neuerdings einzunehmen, und man ist zweifellos berechtigt, hierauH zu schließen, dass sie selbst sich unfähig er. achtete, auS eigener Kraft die großen Pflichten zu er-füllen. Sie hat damit zweimal die volle Richtigkeit des vom Regierungssprecher Proklamierten Axiom« be. stäligt. dass in Oesterreich keine einzige Partei als solche ausreicht, um den Staat in die entsprechenden Bahnen zu leiten. Die Linke war ins Feld gezogen, um den bal« digen Sturz des Cabinet« Taaffe zu verkünden, aber heute glaubt sie gewiss selber nicht mehr daran. Der Sprecher der Regierung war zweifellos berechtigt, zu conftatieren. das« das Cabinet Taaffe sich nach wie vor im Besitze des Allerhöchsten Vertrauens befinde. Der Wortführer jenes Centrum«, auf dessen Beihilfe Imilleton. Das Gruben.Unglück in Karwin. dev.-'^ Bevölkerung Oesterreichs steht unter dem d^'.lNlers»den EiM^ des fürchterlichen Unglücks. Unier >> ^"chl V°" Donnerstag zum Freitag lief l'b? ^'^' einhunoerlullddreilmdzwang Menschen-"cibr ^"üchtct und zahlreiche Familien ihres Er< die N ^l"uvt hat. Der lückische Feind, mit dem lnch.^lgleute ^ kämpfen haben, ruht und rastet Gnih ^" s° "st bisher die Kunde von großen der „.^'Katastrophn, zu u«s gelangte, war gewöhnlich Englands das Schlacht, ,l,it ^" «rbeit. das der gespenstische Wilrge.Engel ^'tnisl! ' bedeckte. Zum erstenmale ist es jetzt ein b°!l ^ , Kohlenbergwerk, welches mit der Kunde ^itlrid "^alilck. das seine Schachte bergen. Weilhin Gilles? "^ Entsetz?» erregen wird. Selbst die muni« ^chaä, «^'^' die der Eigenthümer des Johann-U„d ?? ? ö" Karwin den Angehörigen seiner erstickten bei d/m ,?"-'"' weiter zutheil werden ließ. kann wichen >. » l!"""e ber Katastrophe unmöglich aus-droht Vi ? ^lend. das die Wilwen und Waisen be-b'rd'sH ?"^?^e"' Die öffentliche M'ldcha'tigkeit ""d es w" glücke von Karwin zuwenden müssen, r^eckmä^" "" Z" wünschen, das« diese Hilfsaction llilht He "2°"'lwt und allseitig thatkräftig «nter- ftten "wÄ^""'He" 'm Nachstehenden die Nach-""''"äsfa""^ekomm^K" "ber den entsetzlichen Karwin, 7. März. Das ärmliche Kohlendorf Karwin ist durch die Katastrophe vom 6. d. M. zu einer traurigen Berühmtheit gelangt. In allen an« grenzenden Theilen von Mähren und Schlesien spricht man heute von dem großen Karwiner Unglück. In allen Eisenbahnstationen und auf allen Zügen werden Einzelheilen der Katastrophe erzählt. Aus Brunn, aus Olmüh und Teschen sind gewiegte Capacitälen im Montansache und Aerzte nach Karwin geeilt. Die Katastrophe hat in Oesterreich nicht ihresgleichen. Nur da« Kohlenunglück im Plauen'schen Gebiet im Jahre 1854 halte ähnliche Dimensionen. Das Katwiner Unglück hat, wie j tzt mit Be» stimmtheit angenommen werden kann. 110 Menschenleben zum Opfer gefordert. Die Kohlenreviere von Karwin gehören zum Theile dem Erzherzog Albrecht, zum Theile dem Grafrn Heinrich Larisch. Da« Un« glück geschah im Revier des letzteren, und zwar im IohanN'Schacht. Bekanntlich wird in den Kohlengruben der ganzen Gegend auch bei Nacht gembeitet. In der Nacht vom b. auf den 6. befanden sich ungesähr 200 Arbeiter im Schacht. Sie vertheillcu sich in die sogenannten Horizonte, größele Abtheilungen, welche sich wieder iu kleinere Gruppen auflösen. Die stätkste Gruppe arbeitete im vierten Horizont, ungefähr 120 Mann. Die übrigen 80 Manu waren in anderen Horizonten. Gerade der vierte Horizont ist von der Katastrophe ereilt worden. Es war gegen halb 2 Uhr morgen«, als in ganz Karwin eine furchtbare Delonalion vernommen würd-. Gleichzemg stieg au« dem sogenannten We'lc.ichachte, da« ist jener Schacht, au« welchem mittelst Venlila- tionswerl die bösen Wetter, die sich in den Gruben ansammeln, in« Freie geleilet werden, eine mächtige viele Meter hohe und breite Feuersäule aus. In dem-srlben Momente wuibe auch d,e auf der anderen Aus» Mündung des Wetterschachtes angebrachte Haube eine mächllge. mehrere Zoll dicke Eisenplatte, in die Luft geschleudert. E« musste im Innern des Verawerls eu,e Explosion von ungeheuerer Heftigkeit stattgefunden habcn. DieVeamten der Vewerkschafl.Oberingenieur Grey. Iligemcur Ronner. Obersteiger Flame und die Gruben-ärzle Dr. v. Edeskuty und Dr. Beck wurden sofort zusammenberufen. und man begann augenblicklich mit den Rettungtarbeiten. Der Eingang in die Orube geschieht durch den Förderschacht. Der Transport von Arbeitern und Kohlen wird durch einln «ufzl,a be-sorgt, der mit Dampf betrieben wird. Untmttelhar nach der Explosion trafen sorlw^rend d.e Schale» mit Arbeitern m!« der Tiefe ein. D.e die Detonation und da« «e.öse der e st.^ „ Gruben und Mauern v"nommen. h°tte^ Plätze verlassen und waren zum Auszugs.UPparat °""lnl"«"'n!'^«^rei!"trater,. umarmten sie sich in ^" !' ^ l^rr auna Sie hatten unten in der ihrer Zweifelt, dass der ganze ^. l"nc' «u ^b '^ ^'<„ heimgesucht sei. ^^^sammtzh dieser Geretteten betrug aber Am Z)!d? Vze Arbeiterschaft de« vierten Hori-,o""s ft'hl'e, ungefähr 120 Mann. Was mit diesen geschehen sei, wussten die Geretteten, die in wilder Flucht zum Auszug geeilt waren, nicht anzugeben. Laibacher Zeitung Nr. 56 44« 10. März 1885. die Linke zählen zu können glaubte und das nach dem untrüglichen Zeugnisse des Herrn v. Plener aus ..deut« scheu und guten Oesterreichern" besteht — der Wort« filhrer dieses Centrums sprach inbrünstig den Wunsch aus, dass da« Cabinet Taaffe noch von langer Dauer sein möge. Welches Moment, welches Resultat der großen Debatte wir also immer ins Auge fassen mögen, das finanzielle oder das politische, das moralische oder das parlamentarische, überall finden wir die Regierung im entschiedensten, übermächtigen Vortheile der Opposition gegenüber. Wir dürfen also gelrost den Sah wieder» holen: Wer auf der ganzen Linie geschlagen erscheint, ist nicht das Cabinet Taaffe. Graf Nndrässy hat trotz des heftigsten Wider« standes der Linken die Bahnen abgesteckt, welche un» sere auswärtige PoliNk vielleicht sür alle Zukunft, gewiss aber sür lange Zeit hinaus wird wandeln müssen. Dem Grafen Taaffe gebürt der Ruhm, trotz des heftigsten Widerstandes der Linlcn, dasselbe für die innere Politik Oesterreichs gethan zu haben. Die Linke hat seitdem die Politik Andrässys als richtig erkannt und sich mit derselben vollkommen ausgesöhnt. Warum sollten wir nicht hoffen, dass die Politik des Grafen Taaffe flüher oder später dieselbe Auszeich« uung erfahren werde? Neichsrath. 406. Sitzung des Abgeordnetenhauses. Wien. 7. März, Se. Excellenz der Herr Präsident Dr. Smolla eröffnet um ll Uhr 15 Minuten die Sitzung. Auf der Ministerban! befinden sich: Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident und Leiter des Ministe« riums des Innern Graf Taaffe, Ihre Excellenzen die Herreu Minister Pr. Freiherr von Ziemial« kowsti, Graf Fallenhayn, Dr. Freiherr von Prazäk, Dr. Freiherr v. Conrad-Eybesfeld. FML. Graf W e ls ersheimb, Dr. Ritter v. Du« najew«li und Freiherr v. Pino. Es wird die Specialdebaite über da« Budget fortgesetzt; zur Verhandlung kommt Titel 2 des Ministeriums des Innern »AMagen der Staatspolizei". Abg. Ritter ».Schönerer bespricht das Verbot der Abhaltung einer Versammlung in Freiwaldau, welches im Instanzenzuge vom Ministerium des In« nern bestätigt worden sei, trotzdem auf der Tagesord« nung dieser Versammlung nur die Erörterung Volks« wirtschaftlicher Angelegenheiten gestanden sei. Er hält das Verbot dem Versammlungsgesehe nicht entsprechend und erklärt das Einschreiten der bezirtshauplmanN' schaftllchen Organe gegen die Theilnehmer an dieser Versammlung als ein taklloses. Der Bezirlshauptmann sei durch fein Vorgehen in ganz Schlesien eine lächer< liche Figur geworden, und es wäre eine Versetzung zum mindesten angezeigt, um der geschwächten Autorität eine Genugthuung zu geben. Se. Excellenz der Herr Ministerpräsident Graf Taaffe erklärt, das« er sich auf die einfache Mitlhei. lung der Nctenlage in diesem Falle beschränken wolle, die ja im Wege des Instanzenzua.es zu seiner Kennt-nis gelangt sei. Die Vezirkshauptmannschast in Frei« waldau habe eine für den 5. Oktober v. I. angesagte Versammlung im Interesse der öffentlichen Ruhe und Ordnung untersagt. Ungeachtet dieses Verbotes hat der Abg. Schönerer mit einigen Parteigenossen die Ab« Haltung von Versammlungen versucht. (Schönerer ruft: «Das ist unwahr!") Deshalb war die Bezirkshaupt-mannschaft genöthigt, diese Versammlung aufzulösen, und es ist gegen alle betheiligten Personen die straf« gerichtliche Anzeige erfolgt und wegen der dabei unter« laufenen politischen Demonstration gegen einzelne Theil« nehmer, und zwar gegen Ritler v. Schönerer und Adolf Pleß wegen Ueberlretung des Versammlung«' gesetzes und gegen mehrere andere w^en § 312 St.G., die strafgerichtliche Untersuchung eingeleitet. Der Ministerpräsident wendet sich hierauf gegen den Zuruf des Abg. Schönerer und betont, dass er nicht des weiteren auszuführen brauche, dass es unstatthaft sei, Beamte im Parlamente der Unwahrheit zu zeihen. (Bravo! Bravo! rechts.) Wenn die Regierung Auto« rität haben soll, müsse sie Beamte haben, die Über einen solchen Verdacht erhaben sind. Wenn wiederholt hier gesagt wurde, dass die Beamten unter dem gegenwärtigen Regime eine sehr schwierige Stellung haben, so muss ich erklären, dass die Instruction, welche die Beamten erhalten haben, eine sehr einfache ist: Handle nach dem Gesetze! Eine gewisse Disciplin müsse im Beamtenstande sein, der Beamte dürfe nicht Po« litik auf eigene Faust machen, wie ein Privater, denn sie seien in ihren öffentlichen Handlungen an die ge« setzlichen Bestimmungen gebunden, an die Rücksicht auf den Dienst und an den Eid, den sie abgelegt. Bei Amtshandlungen dürfe keine Partei-Anschauung platz, greisen. (Lebhafter Beifall rechts.) Auf die gestern berührten localen Verhältnisse will Redner heute nicht eingehen. Es wurde von einer Deputation gesprochen, die beim Statthalter von Böhmen erschien. Natürlich kann ich nicht wissen, was der Statthalter der De« putation gesagt hat, aber selbstverständlich ist, dass das, was der Statthalter von Böhmen gesprochen, gewiss correct war und dass auch seine späteren Maß« nahmen in dieser Richtung correct gewesen sind. Angesichts des erprobten ehrenhaften Charakters, der vorzüglichen Dienste, welcher der Statthalter von Böhmen schon in früherer Zeit dem Staate geleistet hat, muss man glauben und das gute Vertrauen h^ben, dass sein Vorgehen ein correctes und dass die Handhabung des Gesetzes hier in guten und festen Händen ist. (Lebhafter Beifall rechts.) Abg. o. Schönerer erklärt sich durch diese Aus« tünfte nicht befriedigt, versichert, dass da2 Ministerium auf jeden wichtigen Posten nur seine Parteigänger berufe, und nennt den dem Ministerpräsidenten eingcschict-ten Bericht einen vollkommen erlogenen. (Präsident ertheilt dem Redner wegen dieses Ausdruckes eine Rüge.) Das Verbot der Versammluilci sei nach keiner Richtung hin gerechtfertigt, sondern ein reiner Will« küract. In Wien lasse man ihn trotz d^s Nusnahms-zustandes reden, auf dem Lande aber nicht. Seine Pflicht als Volksvertreter sei, dafür zu sorgen, dass das Vor« gehen der Beamten ein gesetzentsprechendes sei. Se. Excellenz der Ministerpräsident Graf Taaffe bedauert ein derartiges Vorgehen im Parlamente und legt dagegen Verwahrung ein, dass man Beamten Erstattung lügenhafter Berichte vorwerfe. Abg. Dr. Knotz bedauert, dass der Minister-Präsident auf seine gestrigen Ausführungen über die Zustände in Böhmen nicht eingegangen sei. und erklärt, dass das Vorgehen der Beamten die Autorität des Staates untergrabe mid die tiefe Beunruhigung im deutschen Volke hervorrufe. Er greift den Statthalter von Böhmen in heftiger Weift an und nennt ihn den erbittertsten Feind des deutschen Volkes. (VeiM links.) ^. Der Präsident ertheilt dem Redner den Old< nul'gsruf. Referent Dr. Matui bedauert den in der gestrigen und auch in der heutigen Debalte angeschla« genen Ton und ruft gegenüber der Schilderung der angebliche» Leiden des deutsch'böhmischeu Volkes den Herren, welche damals im Hause waren, in Erinnerung» wilche Maßregeln gegen das böhmische Volk vo>' diesem Hause ausdrücklich gebilligt wurden. Die unerhörteste Bedrückung und Dragonaden geschahen unter VilligM jener liberalen Partei, die j^tzt über Vergewaltigung klagt. Sie haben dem Stat,Halter von Böhmen ihr Mljslrancn ausgespiochen, einem Manne, dem wir da« Zeugnis g>ben müssen, dass er strenge unparteiisch w' (Bravo, bravo rechts.) Redner spricht im Namen des böhmischen Volles dem Mann? Dank und «Inerten' nung aus, der an der Spitze der Verwaltung Äuh' mens steht. (Lebhafter Beifall u»d Händeklatschen rechts.) Z" T>tel 4 „Politische Verwaltung" in den elN-zelnen Kronlänbern beschwert sich Abg. Tausche über die Abschließung DeM' lands gegen die Vieheinsuhr aus Oesterreich; er wüll>e wünschen, dass solche Maßregeln fremder Staaten le>' tens Oesterreichs mit genügender Energie nachgeahn" werden, und würde, da es sich wohl nur um Besorg niss? gegen die Handhabung der Veterinärpolizei lN Galizien handeln könne, eventuell selbst vor ein" Ad' schliehung der übrigen Kronlander gegen Galizien niA zurückschrecken. . Abg. Kulaczkowski klagt über die Zurim' setzung der Ruthenen in Galizien und bittet den Minister des Innern, der Vergewaltigung diese? Volksstanlmes bei jeder Gelegenheit und insbesondre bei den nächsten Wahlen entgegenzutreten. Abg. Dr. Pollak beklagt sich über das V"' gehen der Prager Statthalterei gegen die OründuNs eines Centralverbandes deutscher Landwirte in VölM" und bezeichnet dieses Verbot als ein ungesetzlich^, den Austritt der Deutschen au« dem Landeskultur-rathe als durch das Verhallen der Czechen vollkommen begründet. » Abg. Au spitz wirft den Behörden parteiische« Vorgehen gegen die Presse, namentlich gegen die soc^ listische Presse vor und klagt über Härten bei der wol nähme von Ausweisungen. c Se. Excellenz der Herr Ministerptäsident M" Taaffe gibt einige Daten über die Handhabung "!, Ausnahmsbestimmungen, wonach 369 Inländer a"'' gewiesen oder interniert, 34 Ausländer über die GreNi geschafft wurden. 49 Ausgewiesenen die Rücklehr s^ stattet wurde. Auf weitere Anwürfe zu antworten, v° hält er sich vor. ,. Regierungsvertreter, Polizeipräsident Krtttl Ritter v. Jaden, ergreift das Wort. um den BcbM tungen des Abg. «uspih über das Vorgehen der y" sigen Polizei entgegenzutreten. Dem Buchdl^ Iacobi sei allerding« seine Concession entzogen nwr"k' aber mit Recht; denn Iacobi sei nicht der einsa« Buchdrucker, sondern zugleich auch der Genosse " socialistischen Redaction der „Zukunft" gewesen; " selbe war bestrebt, Beschlagnahmen zu hindern oo wirkungslos zu machen, er half confisciert« ExeMp'" der ..Zukunft" verstecken. Nach der ConcessionseH hung recurrierte Iacobi, und nach drei Monaten !"" Die Beamten gaben sich auch keiner unbegründeten Hoffnung hin und hielt-n diese 120 Arbeiter sosort lür verloren. Gleichwohl begann man, als die letzte Schale mit Flüchtenden im Freien angelangt war, in den Schacht einzudringen, um die noch Le» benden zu relt«n oder die Leichen zutage zu fördern. Inzwischen ereigneten sich vor der Grubeneinfahlt die fürchterlichsten Scenen. Die Ängehöria/n der ver-misten Arbeiter kamen jammernd und händeringend zusammen, nach ihren Vätern. Brüdern, Gatten ru-fend. Einzelne von den Vermissten, zehn bis zwöll, kamen auch wirklich zum Vorschein, die große Mehr. zahl aber war verloren. Langsam, Schritt sür Schritt, drang man nun in den Schacht hinein. Am Morgen fand man die ersten 4 Leichen, bis mittag« waren weitere 15, bis 8 Uhr abends wieder 32 und bis heute früh noch 7 Leichen, zusammen 58 Leichen gefunden. Viele von ihnen wurden von den Verwandten fofort agnosciert. Es waren, wie sich bald zeigte alle Arbeiter dei vierten Horizonts, 110 an der Zahl verunglückt. D,e meisten hatten den Tod durch Erstickung gefunden, und zwar plötzlich, denn ihre Züge waren mcht ,m mindesten entstellt. Manche von lhnen waren vcr« brannt und hatten in ihrem Aussehen eme große «ehnlichteit mit den Opfern des Ring,heaterbrande5. Als die Frauen ihre Angehörigen erkannten, spiel-ten sick die erschütterndsten Scenen ab. Eine Mutter laq hesirmunaMs übrr den Leichnamen ihrer beid,.'" Eöhn'. line' alle Frau stand klagend und jammernd vor d»n U«ich«n ihr«« allen Manue« und eines Sohnes. D»« HH«n U«g»n im G«baude der Nretisäg,. eine neben der anderen. Das Bild hat erschütternde Aehnlich« leit mit dem Anblick, welchen die Corridore des Kran« lenhauses nach dem Ringtheaterbrande gewählten. Darüber, dass die Katastrophe durch schlagendes Wetter entstanden, ist lein Zweifel. Wieso das aber trotz der bestehenden Sicherheilsmaßregeln möglich war, ist vorläufig noch nicht festgestellt, wird vielleicht nie festzustellen sein. Nach den vorhandenen Instructionen müssen die Grubenwände, namentlich in der Höhe, durch die Untersteiger geprüft werden, bevor die Arbeit beginnt. In Theilen der Glube, wo die Anwesenheit «böser Weltergase" constatiert ist. darf keine Spreu-gung vorgenommen werden. Das scheint vorgestern unbeachtet geblieben zu sein. Es wurde, wie constatiert ist, ein Theil der Grube mit Dynamit gesprengt, und da die Gase vorhanden, enlstand ein Grubenbrand mit folgtnber Explosion. Der Unlersteiger, welchen die Schuld treffen.würde, ist milve! brannt. Die Möglichkeit übrigens, dass ein Arbeiter seine Lampe gegen das Verbot geöffnet habe, um zu rauchen, ist nicht aus-geschlossen. Graf Heinrich Larisch bewohnt das prachtvolle Schloss Solza mit seiner Familie, weilt aber äugen« vliclllch ,n England und wurde telegraphisch verstän-dlgt. Er erleidet einen Schaden, der noch nicht zu VÄ":^r '" Hundllltauser.de geht. Der qanze Kohlenschacht ist verschüttet, und Monate werden ver. gehen. b,s wteder Kohle genommen werden kann. Um 12 Uhr mittags traf Lanoespräsident Mar-qu,3 Äacquehem aus Troppau hier ein und begab sich zu den Kohlenwerlen. um die Versorgung der Witwen und Waisen sowie die Beerdigung der Leichen zu veranlassen. Oll Karwin, 7. März, 4 Uhr nachmittags- .^< Rettungsarbeiten im Johann-Schacht werden >^ gesetzt. Bis 3 Uhr nachmittags wurden 66 2«'« hinaufaefördert. Noch 38 Leichen befinden sich ""^il Die Ausfindung derselben ist deshalb schwierig. ^ die Grudenstrecken auf 300 Meter zerstört si"d. -"^ mehrere Tage dürfte es dauern, bevor !"""I^ili, Leichen aufgefunden sind. Ein einziger Häuer, H^ ^ wurde durch einen wunderbaren Zufall gerettet. ^ lag unmittelbar am Schachte, wurde von ^^lt, fünften Horizont ausfahrenden Bergleuten "^el' mitgenommen und wiederbelebt. Von den VeruNlllu ^ ist ein Drittheil verheiratet. Zahlreiche Wa'se" ^ zurückgeblieben. Die Bergleute und ihre Angel)"" bewahren eine musterhafte Hallung. ^.he« Karwin. 7. März, abends. Ich !"""" .'^ D von der Brettersäge, wo die 66 Leichen, die ""' ^ jetzt aus den Trümmern des Kohlenschachtes y ^„ gezogen hat, in dem Zustande, in dem sie gel ^ wurden, nebeneinander liegen. Dieser RamN' ^jt sich die Hinterbliebenen der unglücklichen Np>^ ^ herzzerreißendem Jammergeschrei drängen, Abhabe" Herz eines jeden, der ihn betritt, erbeben. ^'^Me dort viele Männer weinen gesehen. Die »len ^ ist ein dunkles Holzgebäude ohne Fenster und " ^e einer Thür versehen. Man hat die «relter "'^„i Sägespäne ins Freie geschafft und die Leiche« '" ^t)les engen Halbkreise auf den Boden gelegt. ^ - He " Halbdunlel erfüllt den Raum. Neben jeder ^ ", ^z eine Kerze angebracht, damit die Anaehonst ^^ fürchterliche Geschäft des Agnosciere»« leMer ^ den können. Die Kerze bestrahlt da« Gejty ^„e-Einzelnen mit einem milden Schimmer, der o Laibacher Zeitung Nr. 5tt 447 10. März 1885. der Polizeipräsident selber bei der Stalthalterei den mitraa. aus Rücksicht für die schuldlose Familie Iacobis und lnne Arbeiter ihm den Betrieb der Druckerei wieder ^ gestatten. Das geschah im Gnadenwege; der Statt« haller bestätigte aber auch das Vorgehen des Polizei-prnside^en als vollkommen correct. Auch bei den Aus-welsu'issen sei die Polizei durchaus nicht leichtfertig, hnt oder willlmlich vorgegangen; sie habe auf die Familien der Auszuweisenden alle nur thunliche Ruck« Nchi genommen, aber das höhere Staatsinteresse denn doch dieser Rücksicht nicht hintanschen lönnen. — Es m die höchste Zeit gewesen, die Ausnahmebestimmungen 3 ^rsamkeit zu sehen, denn sonst hätten wir jrtzt die »lnarchie; man erinnere sich doch der Thaten, die bereits ln Wien und der Umgebung vorgekommen waren; "l verwundete Sicherheitswachmänner im Jahre 1883 '^len ein entsprechender Beweis dafür, wie weit die Zustände bereits gediehen waren. Seit der Einführung °er Ausnahmsbestimmungen sei es wieder besser ge-worden, die Wirkung derselben war eine sehr gute. Ae Polizei hat indes auch bei ihren nolhgedrungenen -"ahnahmen alle nur möglichen Humanitätsrücksichlen walten lassen und sich besonders der Familien der Ausgewiesenen angenommen, wo nur immer ihre Hilfe Mcht wurde. Der Polizeipräsident könnte zahlreiche ^Ulttungen für die solchen Familien gewährten Unter-l'ulMgen vorlegen. (Lebhafter Beifall.) Nächste Sitzung heule abends. Inland. (Im Abgeordnetenhause) wurde am namktag die Specialdebalte über den Etat des Mini-""«ms des Innern fortgesetzt. Der Herr Minister-^Ndent Graf Trasse ergriff im Laufe der Discussion M.V°" da» Wort, um die Angriffe einzelner «uw n^" behördliche Organe entschieden zurück- N ch >u re^s '?°"en d'r letzteren als streng Die Elklärungen Sr. Excel- Ug"^ Nr>s^" A^z ^ Grafen Taaffe.) Die de« U conW""' dass die in der Freit g.Sitzung v 8s^ "/^^^^anses gehaltene Rede des Minister, prasdenten Grafen Taaffe auf alle Parteien und m^ '^' "«/" '"achl'aen und nachhaltigen Eindruck V k. Der M.n.sterpräsident habe den Combinationen Dp^. " ^^°"^ das« er bisher in die Budget, ^bate mcht e.ngriff. ein- für allemal ein Ende ge. d^.^edeutungsvoll bleibe die Art und Weise, wie " ^tnnsterpräsident die Solidarität des Gesammt-^n'net« betonte und auch namens desselben die ..kühne "Mschung" zurückwies, als hätte der Finanzminister "!>agt, die Regierung wolle gegen die Deutschen re. N'eren. Der leitende Minister habe feierlichst dem Ge« ?°nlen Ausdruck gegeben, dafs kein Minister Sr. Ma> Ml des Kaisers im Amte bleiben würde, wenn er Musste, das deutsche Volk gegen sich zu haben. Das °k"sche Voll — sagt das Blatt — und die Ver-Hie Linke seien streng auseinanderzuhaltenbe Ve-u.'ssk. und ohne die Linke könne man nicht nur re-n,5?"' ^"bern müsse ohne sie so lange regieren, als lvr / öMssl' das« im Namen dieser Partei Männer A?! "lurilchel,, aufgeblähten Höhe, dass in jedem ein- u ^" dieser Körper zwischen den erstickenden Gasen o dem Pfunden Lebensodem ein, wenn auch kurzer, d""'Vs swl funden hat. Die Mehrzahl der aufgefun- "en Arbeiter besteht au« jungen Männern, c.,. In der Mitte des Raumes liegen drei kräftige A"Nlina.zgestalten nebeneinander. Es sind drei Brüder, '""'sen, die keinen Verwandten im Orte hatten, .j . Je weiter die Rettungsmannschaft in den Schacht 'l^ngt. desto schwieriger wird ihr Werk und desto A'Mvoller. Die Leichen sind oft vom Schult begra-den ü!^ ""^"' Gl'ed für Glied aus dem sie bedecken« H^ werMe herausgearbeitet werden. Im Laufe des h^M'ltag« ist leiue weitere Leiche ans Tageslicht loroert worden. daf» ^^lien nachmittags wird das Begräbnis der bis lri/!? "Nnoscierlen Arbeiter stattfinden. Auf dem Orts-aer?'°' d" auf einer Anhöhe liegt, so dass man zvMl «ä" Unglücksstätte hinübersieht, arbeiten heute ü«"lf Männer an dem Massengrabe. re!,, ^"l.Heinrich Larisch ist bereits auf der Heim« ein ^gr,ffen "'^ ""d. vielleicht schon morgen hier Ein? ' "'" bern Leichenbegängnisse beizuwohnen, ist ««^/'^ ^eihe von Functionärcn aller Behörden cöm"3Fend. V°m Ackerbauministerium ist Oberberg-VruswVc"^"" hier eingetroffen, der soeben die '"ach.... '^"" und alle Orte. an denen zur Frei-"i""a. der verbrochenen Strecken gearbeitet wird, besucht hat. Auch eine staatsanwallschaftliche Commis. sion des Troppaucr Landesgerichle« weilt an Ort und Stelle. Das sonst so ruhige Dorf ist von einem lärmen« den Treiben erfüllt. Deputierende N'beitergruvpen. wehklagende Weiber, hin. und herfahrende Wogen vereinigen sich zu einem lebhaften Straßeribild, dabei setzen die Gruben und Werkstätten, welche durch die Katastrophe nicht gelitten halten, ihre Albcit ungestört fort. Die richtige Ziffer der Vermissten ist augenblick« lich 123. Vermisst bedeutet in diesem Falle verloren, denn alle jene, die Rettung gesunden, haben sich an» gemeldet. Für die Versorgung von 43 Witwen und 79 Waisen 'st vorläufig nur das Capital der Bruder-lade vorhanden, zu welchem die herrschaftliche Gruben» casse alljährlich 20 Procent des Erträgnisses beige-steuert h^t. Landelpräsiocnt Marquis Vacquehem hat Karwin heute nachmittags wieder veilassm. Karwin, 8. März abends. Heute nachmittags fand das Leichenbegängnis von 52 Verunglückten in feierlicher Weife statt. Die Särge trugen die Inschrift: „Glückauf zur letzten Schicht!" Eine unabsehbare Men. schenmenge wohnte der Trauerfeier bei. Selbst aus meilenweit entfernten Ortschaften kamen Leute. Dem Zuge folgten außer den Beamten des Bergwerkes auch die anwesenden Delegierten der Regiernng. Das Jam-mergcschrei der Hinterbliebenen war erschütternd. Mor-gen werden die Verunglücklen evangelischer Confession im benachbarten Orlau beerdigt. Blsher wurden siebzig Leichen zutage gefördert. (Die Orient. Anschlüsse.) Die Nrb^en zur Herstellung der linkischen Eisenbahn. Anschlüsse haben, wie aus Constantinopel geschrieben wird, bereits begonnen, und kann man mit Bestimmtheit auf die rechtzeitige Vollendung seitens aller Theile rechnen. (Der französische Kriegsmin ister) halle in einer der letzten Sitzungen des Kamme»Armee-Ausschusses den Antrag gestellt, dass die Geistlichen und Lehrer, die sich in der Reselve befinden, in Kriegszeiten nicht unter die Waffen berufen werden sollen. Der Ausschus« beschloss jedoch, dass die Geistlichen und Lehrer ganz wie die übrigen Franzosen in der Verfügbarkeit bleiben und in Kriegszeilen einbernfen werden lönnen. Die einzige Vergünstigung, die man ihnen zutheil werden lässt, ist. dass sie den 28tägigen Reservedienst nicht mitzumachen brauchen. (Aus dem Sudan) In einem Tagesbefehle dankt General Wolfe ley den Truppen für ihren Mulh und ihre Aufopferung, hofft, sie vor Ende dieses Jahres nach Chartum zu führen, und fügt hinzu, er sehe jcht einer Zeit verhältnismäßiger Ruhe entgegen. Die gegenwärtige Armee sei zur Belagerung Chartums noch nicht organisiert; augenblicklich müsse man sich mit den Vorbereitungen zum Vorrücken im Herbste begnügen. Tagesneuigkeiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie das «Prager Abendblatt" meldet, dem italienischen Waisen-Institute, in Prag 100 fl. zu spenden geruht. Ihre Majestät dieKaiserin hat, wie die «Salz. burger Zeilung" mittheilt, dem Salzburaer Künstler-hausbau'Unternehmen einen neuerlichen Beitrag von 500 fl. zu spenden geruht. — (Jubiläum des Papstes) Wie die italienisch'katholischen Organe berichten, wird der Papft im kommenden Januar das fünfzigjährige Jubiläum seines ersten Messovfers, das er damals in der Kirche seiner Vaterstadt Earpineto dargebracht hat. feiern. Sowohl im Vatican als auch in den übrigen clericalen Kreisen Italien» trifft man bereits Vorbereitungen, um dieses Jubiläum würdig zu begehen, — (Ein betrogenes Mädchen.) Vor wenizen Tagen wurde in Gmunden Graf Demeter Npraxin verhaftet und dem Salzburger Landesgerichte eingeliefert. Der Sohn des Grafen war im vorigen November in Prag verhaftet worden, weil er einem Studenten Geld veruntreute. Gras Demeter Apraxin ist nun des Ve» trugeS beschuldigt, dessen Opfer ein Mädchen geworden. Graf Apraxin verbrachte seinen Sommer seit Jahren in Salzburg. Ischl und Gmunden, den Winter in Linz. und lebte dabei auf großem Fuße. Das fehlende Geld borgte er. und Geldvermittler verhalfen der Anna Dietl in Salzburg, der Tochter eines Trödlers, zu seiner Be, lanntschaft. Graf Avraxin erzählte von 1'/, Millionen, die er von seiner Mutter, einer Fürstin E.. verwitweten Gräfin Npraxln. erben werde, und versprach, ihr zum Dank für die Hilfe, die sie ihm jetzt angedeihen lasse, die Heirat und ein Gut in Ungarn. Da« Mädchen glaubte dem glänzenden llavalier alles und bewog seinen alten Vater, dass er dem Grafen nach und nach sein ganzes Vermvgen auslieferte. Graf Nprazin gab dafür schön gestempelte Schuldscheine, auf denen als Termin der — Tod seiner alten Mutter angegeben war. Die Geschichte begann im Jahre 1878. und 1881 starb der alte Dietl. Noch immer war Gelb da. und erst als im Jahre 1884 Anna Dietl alle« Geld. da« sie besaß, hin« gegeben hatte, hörten die Iinsenzahlungen auf — der Herr Graf zahlte fechs Procent — und auch die 5000 fl.. welche das gräfliche Hofrichteramt in Salzburz alljährlich an Grafen Nprnxin auszahlte, wurden behoben, um eme Beschlagnahme zu verhindern. Eine Anfrage an das Hosr.chteramt in Felsö'Szöly in Ungarn, dem Gute der Mutter des Grafen, hatte die Mittheilung zur Folge, dass die angebliche Erbschaft des Grafen fchon lange verbraucht sei. Da auch der „Bräutigam" sich fortan nicht blicken ließ. stürzte sich da« ganz verarmte, betrogene Mädchen am 6. September v. I. in die Salzach. In ihrer Hinterlassenschaft fanden ihre Vrüder die Schuldscheine und die Corresvondenz des Grafen. Diese bildet jetzt die Grundlage für die Anklage, welche die Staatsanwaltschaft erhebt. — (Dynamit - Explosion,) «u« Pressbur, Wird telegraphiert: Gelegentlich von Felsensprengungen in den Sasrankonis.Steinbrüchen erfolgte e,neDyna„,,t. Explosion. Zwei Arbeiter wurden mit zerschmetterten Gliedmahen in baS Spital überführt; zwe, andere s,nd leicht verletzt. „. , — sSch'ffszusammenftoß) Aus Par.s wird aemeldet- D°s französische Schiff «Tonqmn«. welche« 3 n C° diff nach M°rsc'Ue segelte um Truppen auszu. nebmen cöllidierte bei Malaga mit einem anderen fran-z0s schen Sch'ffe und sanl, Der C°P tän und 23 Ma.m ellrai'len. 36 Personen wurden gerettet. __ (Verrathen) „Sind Sie taub geworben, dos« Sie mich eine halbe Stunde lang läuten lassen?" — Lakai: ..Bitte. Euer Gnaden, ich hab's nur g'hbrt. wie's zum drittenmal geläutet haben." Laibacher Zeitung Nr. 56 448 10. März 1885. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Sanktioniertes Land es geseh) Seine k, und l, Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 18. Februar d. I. dem vom Landtage des Herzogthums Krain beschlossenen Gesetzentwurfe, betreffend die Verwendung von Privathengsten zum Be« schälen, die Allerhöchste Sanction allergnädigst zu erthei» len geruht. — (Stiftungen.) Das Erträgnis der aus An» lass des Besuches der Adelsberger Grotte durch Ihre Majestäten den Kaiser und die Ka i serin an, 11, März 1857 begründeten Adelsderger Grotten« und der Franz Metelko'schen Invalidenstiftungen für das Jahr 1884 im Vetrage von je 37 si, 80 lr. wird über Anordnung des k. l. Landespräsidenten für Krain am Jahrestage der Anwesenheit Ihrer kaiserlichen Majestäten in Adelsberg, am I I. März l. I, an die Invaliden Jakob Krajnc von Adelsberg, Josef Pocknj von Ostroznoberdo, Johann Geizina von Groß Otok und Anton Fajdiga von Klein» Otok; ferner an Josef Kocjan von Kaman, Anton Nach« tigall von Bajhovc. Mathias Erzen von Ielscvc und Simon Ilovar von Radula vertheilt werden. Dies wird infolge ftifterischer Anordnung zur allgemeinen Kenntnis gebracht. — (Militärisches.) Se. Majestät der Kaiser haben den Oberjäger Ferdinand Diermnyer des kärntnerischen Landwehr'Schühenbataillons Villach Nr, 27 zum Lieutenant beim krainischen Laudmehr, Schiihln-bataillon Rudolfswert Nr. 24 zu ernennen geruht, — (Gemeinderath) Heute um 6 Uhr abends findet eine öffentliche GemeinderathsSihung statt. — (Der gestrige monatliche Viehmarkt) war sehr zahlreich besucht Es wurden nach dem amt« lichen Ausweise der städtischen Verzehrungsfteuer»Pach' tung 1573 Stück Pferde. Ochsen. Kühe und Kälber auf« getrieben. Die Preise für Hornvieh sind sehr gesunken, und war der Handel, troh der Anwesenheit zahlreicher fremder Viehhändler, lein besonders lebhafter. Neger war der Handel mit Pferden, von Welchen die italieni» schen Händler eine große Anzahl angekauft und ver« Hältni8mah!g gut bezahlt haben. — (Oeffentlicher Lk sch versu ch ) Wie uns aus Fachkreisen mitgetheilt wird. ist das Experiment mit den Bernheim'schen Nauch» und Feuerlöschapparaten sehr befriedigend ausgefallen. Der Nespirator besteht aus einem Vlechkasten im Gewichte von nicht mehr als 2 Kilo, bei dessen Gebrauch mit Ein« und Ausathmen durch eine einfache, doch künstliche Construction die unreine Lust des Locals purificiert wird. In einem großen yefchlossenen Namn der Tünnies'schen Eisengießerei wurde die Luft mit Rauch gesättigt. Zurrst trat Herr In» genieur Bernheim, dann der Commandant der freiwilligen Feuerwehr Herr Doberlet und noch mehrere der anwesenden Fachmänner mit dem Respirator in das Local ein. Alle Herren haben sich über die vortreffliche Leistung des Respirators sehr lobend geäußert, da sie mit demselben in dem mit Rauch gefüllten Raume lange Zeit verweilen konnten, ohne in irgend einer Weise unangenehmen Geruch oder Unwohlsein verspürt zu haben, Das Resultat der Feuerlöschprobe war ebenfalls ein vollkommen befriedigendes. Einige Kilo Theer wur« den auf die Erde geschüttet, darauf noch ein großes Quantum Petroleum gegossen und in Brand gesteckt. Kaum war das Z'ichen zum Angriff gegeben, als schon die Flamme vollständig bewältigt War. Dann wurde ein 2'/, Meter hoher Holzhaufen mit Theer und Petro« leum genässt und angezündet, und als die Flamme in voller Kraft war. gab wieder der Feucrwehr.Eomman< dant Herr Doberlet das Zeichen zum Angriff In weniger als einer Minute war das Feuer ausgelöscht. Dreimal hat man nach Wunsch der anwesenden Herren den Holzhaufen wieber mit Petroleum begossen, in Brand gesteh und das Feuer ausgelöscht, immer mit demselben schonen Erfolg. Die große Wirkung der Lösch, masse ergibt sich schon aus dem Umstände, dass bei dem Experiment nur 4 Liter Wasser gebraucht wurden und dass die Hölzer, welche von der Löschmasse getroffen sind. nicht mehr brennen. Die Masse kann in jeder beliebigen Spritze verwendet werden und wird auch separat verkaust. — (Anthropologische Gesellschaft) Gleichzeitig mit der Landes.Ausflellung in Klagenfurt wird in dieser Stadt auch die „Anthropologische Gesell-schaft" aus Wien ihre Wanderversammlung abhalten. Angesicht« der reichen archäologischen und Prähistorischen Schätze des dortigen Museums und der bedeutenden Funde aus den letzten Jahren dürfte diese Wanderver« sammlung sich der zahlreichsten Theilnahme von Fach. Männern und gebildeten Laien erfreuen. — (To des urtheil.) Die 21jährige ledige Dienstmagd Maria Thaler wurde vom Klagensutter Schwurgerichte wegen Kindesmordes infolge einstimmiger Bejahung der Schuldfrage zum Tode durch den Strang verurtheilt. — (Aus dem Schwurgerichts ' Saale.) ^SchlusS.^ Die Zigeunerin Theresia Huber, die Eon< cubine des erschossenen Zigeuners Anton Nak, sagt an«, sie habe genau gesehen, wie Mayer auf ihren Geliebten gezielt und sodann auf ihn geschossen habe, worauf Rak sofort zu Boden siel und am nächsten Tage starb. In 2i«ich«« Nnje sagt auch der Zeuge Kaischier Lorenz Ja. godic aus. Sein Haus sei von den Zigeunern förmlich blockiert gewesen, „wie im Kriege", meint der Zeuge, der Soldat gewesen. Endlich sei ihm das unbequem gewor» den und er habe den Mayer aufgefordert, fofort das Haus zu verlassen, und da er dies nicht gutwillig thun wollte, griff er zur Hacke, worauf Mayer, nachdem er den Schufs abgefeuert hatte, verschwand, ohne dass Zeuge wusste, dass er sich versteckt habe. Auch der Zeuge Mathias Erzar hat gesehen, wie der Angeklagte Mayer auf die ihn verfolgenden Zigeuner das Gewehr an» gelegt habe. Bezüglich des zweiten FactumS. des Mordversuches, ist erhoben, dass in Homec die Theresia Huber, ehemals Concubine des vom Angeklagten Mayer erschossenen Zi< geunerS Anton Nak, nun Concubine des Zigeuners Franz Brrßöak, dem Angeklagten in Homec drohte, sie Werde den Angeklagten bei der Gendarmerie anzeigen, da er ihren „Gatten" Anton Rak ermordet habe. Der Angeklagte Alois Mayer versetzte der Theresia Hubrr darauf zwei tüchtige Ohrfeigen, so dass ihr das Blut aus dem Munde quoll, worauf die Theresia Huber entfloh, Franz Vreöcak, welcher feine Geliebte suchte, verlangte von dem Angeklagten, er möge ihm dieselbe wieber geben, sonst werde er die Anzeige bei der Gendarmerie Wegen des an dem Zigeuner Anton Rak seitens des Angeklagten vollbrachten Mordes erstatten, Darauf schoss der Angeklagte Mayer eine scharf geladene Pistole gegen Franz VreZcal ab, welcher sofort zu Boden fiel. worauf der Angeklagte Mayer entfloh. Der Angeklagte Mayer stellt diese That vollständig in Abrede. Ein Streit sei wohl zwischen den Zigeunerweibern entstanden, und als Ruhe nicht herzustellen war, sagte er zu dem Zigeuner Franz Breökak. wenn er nicht Ordnung schaffe, werde er, der Angeklagte, dies thun. Darauf habe er der Geliebten des Zigeuners Franz BreZcal einige Ohrfeigen gegeben, worauf ihm dieser nachgelaufen fei. Während der Flucht fei Br«ßcal gefallen und habe sich das Ge» wehr. welches Franz Br,Zcnk trug. wahrscheinlich ent< laden, woher die Verwundung an der Stirne des Vresöak herrühren dürfte. Der 18jährige Zeuge Zigeuner Franz BrlZcal, der Geliebte der mehr als 50jährigen Theresia Huber, von Profession Zitherspieler, sagt aus, als er vom Angeklagten seine Geliebte gefordert habe. da er nicht wusste, dass selbe entflohen, drohte er dem Angeklagten mit der Anzeige, worauf der Angrklagte Mayer die Pistole gegen seine Stirne erhoben und gesagt habe: «Na. da hast du deine Gendarmen!" worauf er (Zeuge) zu Boden sank. Die Gerichtsärzte Dr. Kapler und Dr. Pintar sagen aus, dass es nur einem besonders günstigen Zu» falle zu danken sei, dass der Zigeuner Franz Vreskal noch lebe. Die ihm durch ein Project,!, entweder Kugel oder gehacktes Blei. beigebrachte Verletzung sei eine ab» solut lebensgefährliche, ja tödtliche. Das Projectil fei nur zwischen die äußere und innere Tafel der Stirne gedrungen, habe dieselbe zersplittert, sich dort eingekapselt und senke sich jetzt, werde daher entweder durch die Nase oder den Rachen mit der Zeit herausfallen. Nur dem Umstände, dafs sich eine so gesunde Demarcationslinie zwischen den beiden Tafeln des Gehirns gebildet, sei es zu danken, dass der Angeschossene noch lebe, Zeuge Ii« geuuerin Antonie Brcskal, 50 Jahre alt, Mutter des Angeschossenen, erzählt das Factum in sehr turbulenter Weise. Wiederholt schlägt sie auf den Tisch. waS ihr der Gerichtspräsident. Herr Kocevar. energisch unter-sagt. Zum Schlüsse will sie mit dem Angeklagten förmlich handgemein werden, und der Gerichtspräsident musste anordnen, dass sie durch einen Gerichtsdiener abgeführt wurde. Unter Drohungen verließ sie den Saal. Die einvernommenen Zeugen, Landmann Peter Pirc. die Zigeunerin Theresia Huber, der Landmann Franz Ieran und Matthäus Skerjanec. sagen alle conform der Anklage aus. der Angeklagte Mayer habe auf Bresöal gezielt und denselben niedergeschossen. Auch ein Diebstahlsfactum wird dem Angeklagten Alois Mayer zur Last gelegt; derselbe hat nämlich am 30. März 1882 in Selo in einem Hause aus ver» sperrten Truhen Kleidungsstücke im Werte von mehr als 54 st. entwendet. Der Angeklagte stellt die That in Abrede. Bezüglich der Falschmeldung. der Angeklagte Mayer hat sich einen Pass auf den Namen Engelbert Herzenberg in Warasdin erschwindelt, gibt Mayer das Factum zu Den Geschwornen wurden acht Fragen gestellt. Die Geschwornen (Obmann Graf Üanthieri) verneinten die Schuldfrage auf Mord mit 7 gegen 5 Stimmen, be. jahten die Frage auf Todtschlag (des Zigeuner« Rak) einstimmig, ebenso die Frage bezüglich des versuchten Mordes an dem Zigeuner Franz Brescal. Die Frage auf Diebstahl wurde mit 7 gegen 5 Stimmen verneint, die Frage wegen Falschmeldung einstimmig bejaht. Der Angeklagte Alois Mayer wurde zu achtjährigem schweren Kerker, verschärst mit Fasten, verurtheilt. Der Gerichtsverhandlung wohnte ein sehr zahl. reiches, nicht gewähltes Audiwrium bei. welches sammt» liche Sitzplätze, auch die angeblich für die Journalisten bestimmten, occuftierte. Landschaftliches Theater. Heute sacrader Tag) zum Vortheile des Reaisseurs und Schauspielers Ianaz Jan da: Der KusK. Lusispirl m vier Acten von Ludwig Dorzi Neueste Post. Oriftinal-Telegramme der Laib. Zeitung. Pressburg, 9. März. Der SiNeiner CounerM Nr. « der Staatlbahn ist gestern abends um 7 UY zwischen Bösina, und St. Georgen in schnellster »i entgleist. Passagiere m,t> Waggons blieben unaMi^ licher Weise unbeschädigt. Ein Hilfszug von PreMlg hat die Passagiere abgeholt, die mit zweistündig« "^ spätung in Pressburg ankamen. . München, 0. März. I.n Hoftheater brach >" einem Zimmer des zweiten Stockwerkes F uer cm, wurde jedoch sofort gelöscht. Der Schaden ist °e' langlo«. . Bern, 9. März. Die Pläsidenlen dcs Nal'M'al' rathes und des Ständerathes billigten in ihre" ^ öffnungsansprachen die Maßregeln'des Vnndesraty^ gegen die Anarchisten. ^ London, 9. März. Die ..Times" sagen: Die Beziehungen Englands zum Auslande haben sich wiMN der lchten Tage merklich gebessert. Eras Herbert M' maick verlasse heute London mit dem Vewusötsei», ^ Herstellung des guten Emuernehmens zwischen "l englischen und deutschen Regierung wesentlich beigetrag^ zu haben. ,. Bukarest, 9. März. Die Hanbelscoxvention M" Oesterreich-Ungarn wurde gekündigt. Damaskns, 9. März. Das Kronprinzen' paar begab sich vorgestern nach Vahri und wohn' dort einem Reiterspiele der Beduinen bei, welche re>« belohnt wurden, kehrte abends nach Damaskus zu>^ und reiste gestern nach der Frühmesse nach Bey"' wo dasselbe heule mittags eintrifft. Von VeM dürfte die Reife nach Athen auf der „Miramar" wahrscheinlich sogleich fortgefetzt werden. Bcyrut. 9. März. Das österreichische Kronprinzen paar ist nach dem gegenüber von Rhodus gelegenen Makri abgereist, wo eine große Jagd stattfind", sodann Weitelfahrt nach Athen. Havanna, 8. März. Vcmach^n und vier ande" Insurgenten wurden gestern in Santiago erschoß Angekommene Fremde Am 8, März. Hotel Stadt Wien. Bachmcnm und Kölbl. Kaufleute. Wien- ^ Nziha. Reisender. Prag. — Ritter U. Seemann, k. l. F"galw' Lapitnu. Fiumc, — Ieumlcr. Prasidcutcusaemahlin. Rl>do>! wert. — Ailo. Restaurateur. Rcisuiz.— vou Lent, Gutöbcsll^. Arch. — Fuchs. Privat.. Käufer. ,_ Hotel Elefant. de Pazmaudy s. Fam.. Wieu. — Verasr.KauNN', Wien. — Bayer, l. l. Obcrlicut., Trieft. — Kaviii. ssaUI'"' Präwald. . Hotel Europa. Vcrthold, Wcinagmt, Agram. — La""w' Trappistcil'Prior. uud Pater Gcorq, Trappist. Neudo>f ^ Valcutmuzzi und Cattriili, Kflte, Udiuc. ,. Vairischer Hof. Rausiu. Pferdehändler, und Derluvils, Privo"' Trieft. — Holanch, Gcschä'ltsmauu, Tuchein. ,-, Gasthof Siibbahnhof. Ecrath. Ksm.. Nasscusufz - Ivanen Lehrer, GloaMicc. ^. Verstorbene. « Den 7. März. Hclcua Falouli. Pfrllnbnerin. AA Karlstädterstrahc Nr. 7, Pyämic. — Johanna KerM. A'" bahnconducteurs-Gatlin. Ü4 I.. Martinsstrcchc Nr. 13. ^« <1s,r«uulo3. — Katharina Waibl. Locomotivsührerö-Gattln, ^"^' Vahuhosgasse Nr. 28, Luila.eulubcrculllse. Im Spitale: ., Den 5. März. Joses Moziua. Arbeiter. 4« I.. ?»«""<"' äoxtr». — Johann Hribset, Vcrnluapftc. 23 I. Tuberc»!^' Dcn S.März, Fricdenle Kanmitar. VerzchnmaM"' Aussehcröaattin. 38 I. Tuberculose. ImGarnisonssftitalc: ^, Dcn 5. März. Leopold Krlzuar, Iäaer im ?H'r-jäacr.Vataillon, 19 I,, Wienerstrahe Nr, 1. Lungen"" culosc. Meteorologische Veobachtuna.cn in «aiback^ Z <5° SZ^i z^ 2 ?" ^Z « Z,2§ K '___________«" 55s. 7u.Mg., 735,17 7.4 , W. schwäch heiter „l)g ii. 2 „ N. 732.^7 14.2 SW. schwach bewölkt "'" 9 . Ul». .730.55 19.4 ,NW. schwach heiter ^. Morgens uud abends heiter, tagsüber wechselnde ^'^ lung. Das TaaeSmltlel der Wärme 10,3°. um 7,5° unter Normale. Verantwortlicher Redacteur : I. Na ali k-^^--Frnnz-Iosef.Bitlerquelle. Siehe Inserat im heutige»^.' ill Iiavnokar jo v nasora založniatvu iz>^ [}tf U| na svitlo st {jj drugi, pomnožcni natis: 1^1 1 Poezije S. ßreiorüiw. 1 E{ Elegantno vezane In z zlatim obrezkom »ta' (rjlj [M nejo a gold., nevezane I gld. 20 kr. jjJJ n Ig. v. Kleinmayr 8 Fed. Bamberg ^ y knjiffotržnica v Ljubljani. /^| 448 Course an der Wiener Oörse vom 9. Mär) 1N85. »»«>«» »üi.,^» «»«.«b,»..« Geld Na« Staats.Anlehen. tzi^'""°.......63«!. 83.0 1^'" <"7 Slaatslosc' '250' fi! I2>. - i2!.-?s, :n«n^ >' „/ ^, ?""^ ^'"" " ''^" l>o '2» «0 Il,s,," '^."> stüüslcl 100 ,, I42 25 142 71, N" Elanlslose . . 100.' ,7175 172-2!. "mo-sscntcnschewt . per St. 43- 45 - ^«ncrr. Notcnrcnle, steuerfrei , 9»'2u 9U 40 ""». Golbient« n °/„ .... --_____-- " N^!' .^^" ' ' - »"-«5 »i>20 " Lapier-ente f. "/„ . . . . »410 »4 25. " ^'I°"l'°W>l. 120 fl, ö.W.S, 14? «0 148 -" Älbahn-Prioritätcn . , 0» 15 »9-40 " «taatS-Obl. (Un„. Ostb.) 122-50 — — " «n.- "> « "l'm I. i«?>/« s'ebenbilrgische . . . . .108-103 50 Geld Wai« s,"/^ Temescr Vanat . . . , ins— inz^c» 5"/n ungarisch«:......10350 104 — Andere öffcntl. Nnlehen. Donau.Mest,°Losc 5"/n 100 N. . no-70 11« 25 dto. Nnlcihc i«7», ftcuelttci , in< »5 i<>5 — Änlchen d, Elabtsscmcindc Wien 102 75 103-5« Nnlchcn b. Stadlsscmcindc Wien (SNbcr »nb Gold) .... —'— — — Prämicn-Anl.d.Stadtgcm.Wicn 12570 12«-— Pfandbriefe (für 100 fl,) Vobclcr.allg.östcrr, 4'/,"/<,Gold. 123'— — — dto. in 50 „ „ 4 >/,"/« »>'^ «"'bo dto. in 50 ,, „ 4«/n . 93-75 »< 25 dto. PlämieN'Schl!lbvcrlch..'l"/„ N8 25 98 75 Vcst. Hypotbclcnbnnl inj. 5 >/,«>/<, iuo-75 ini-50 Ocst.-ung. Vanl vcrl. 5>"/n . . 102'ft» Ion 10 dto. ,, 4 '/,"/« > 102 25 102 50 dto. „ 4«/„ . . 9780 98-10 Unss. allll. Vodcncrcdit-Ncticngcs. in Pcst in 1.1839 verl. 5'/,"/« 10» ^ 1" — PrioritätS' Obligationen (fiir 10N st.) «Llisabcth-Wcstbahn I. Emission 113-75 114-25 Fcvdinnnds-Nordbahn in Eilb, IU575 in«-25 Franz-Iofcs.Vahn.....»170 92 — Galizische Karl ° Ludwifl ° Nahn Em, ,881 .'«0« fl. S.4'/»"/° . 10N-75 101 — Oestcrr. Norweftbahn .... 10440 i0i-7« Slebenbürg«.......9» 2«! l>9 50 Geld Ware Staatsbahn i. Emission . . . i»4 75 i»5 25. SÜbbahn i^ 3 "/„...... 151S0I52- „ lc .'>'>/>'...... 12«> 10! 120-50 Ung.-gallz. Nahn..... ioo — 100-80 Diverse Lose (per Stücl) Cred'tlosc 100 sl..... 171, — 179-50 Vlary-Lose aibachcrPrämicn-ÄnIehcnl<)fi. 23— 2<- OscncrLose4s!fl. . 47__ —>— Palffy Losc 40 fl...... «975 4<>-25 Nothcn Kicuz, ös!. Gcs, v. 10 fi. IN« 1072 Nudolf-Losc K, fl. ... ,9 — 20- Salm-Losc ^l0 fl...... 54.50 55 — S»,-Gcno!«,^osc <<> fl. . . . 4»-— 4»l!5 W«Ids!cin-^osc ^N fl..... 2»-75 8NÜ5 Wiudischgräh.Lofc 2,) st. . . . 33— «u — Bank-Acticn (pcr Stück) Anglo-Ocsterr. BanI 20l> fl. . . 125-50 in« — Banl-Gcscllfchas«, Wicncr wl) st, ——------- Vanlvcrnn, Nicncr, 100 fl. . „ i«7 25 io? 75. Bbncr.-Anst.. Ocst.i!00st,S. 4«"/. 2<0-75 2 Cldt.-Anst. s. Ha»d. u. G. leofl. 802-75 3U,i — st, . 81175 312 25 Dcpositenb. Nllg. LU0 sl. . , . 204 — »«5 > Lscomptc Gcs.,NicdcröN.500sl, «25 — «32 — Hypotbclcnb,.öst. l0N fl. «5^2. 58-— s,u — Vändcll'anl. osl,, 2«ufl. G.Ü0"/°«. ,104 50 104-un Ocstcr. Ilnss. NanI .... .!««»-—872- Unionbanl iou fl...... 74-50 75 — Vcrlchrsbanl «lllg. 140 fi. 14? »0 148 — Nctien von TranSport-Unternrhmungen. (pcr Stück) Mbrcch!-Bahn l!<>s» fl. Silbcr . si — «4 — Möld-ssnün.'Vabn üno fl, Silb. 188-25 in« ?^> Aüssist Tcp, Eifcnb. 200 fl, EM. ^.^ ..." Vöhm. Nordbahn 150 st. . . .197 5« ,98 50 Wchbahn 2uo fl. . . . __._ ^.__ Vuschtichrader Eisb. 5«« fl. CM. »70 — y8o — s!><„ II) ?«?820«st.S. 200 25 i!00 ?s, ^crdinand^N^rdl'. 100« fl. l5M. 2480 !<485 ssran^^oics'Vah» 2W fl, Silb. 2ii 75 LI2-— !>ilnfli,-chcn«VarcscrEis,20Nfl,S. - -— — — Oal,,ssl>ll ?»dwin,-V,2c»0fl. LM. l«8-75 2«» 25 «raz-Kö,lacher E.-V. LUNfl,ö.W. 24? — 250 — ssahlcnbcrss.Visenb, lOO fi. , ,------—' Kaschau-Odcrl'. Liscnb. 20N N.S. 15225 15« 50 öcmbcrn,-?»clNow,-Iasf>, Eiscn- bahn-G^cll, 2<»!' ö, N. . , 225— 225-50 ?loyd. öst,-»nn,,Tricsl5«l>sl.EM. 5«6 — 570 — Ocslcrr. Nordwcslb. 20» fl. Silb. i?4— 17450 dlo. süt.. Il) «00 fl. Silber . i?»— i?»-50 Pran°Dux« Eisc-nb, I5.0fl, Silb, 8750 38-50 Rudolf-Nahn 10', ss. Silbcr . . I8L-50 18L-75 SitbenbUlsscr Liscnb. 200 fi. . 188 — 188 50 Vtaatseisenbahn 200 fi. 0'. W. . 306 7b «0? »5 Geld Ware Vübbahn 200 fi. Gilb« . . . igtz-uo 13!» 80 S!!-« «0 b