Mtmcher Nl. 4, Pranumcratlon«prt«,: Im «omptoil «an»!. hnlb». no ti. Mit der Post zan^j. ft, l». tzalbl. I,W^)« ^_____________ » ^^ Mittwoch, 7. Jänner. » Zeilen « kr., ylöße« p» Z«,«..„., Gortsehung.) nähe °°n'U5 "" ?""? 3">«n,"t, >"btm « s« Fr,d H, K,F" ^ «„«lückliche ««..... »ich l5i» s zaltllchln Umarmung aus. blickein de7Tm?5^" Errichte einige Augen- svrecken^r^s ^/?w mcht von der Vergangenheit ich as ^""^ d"5 gefolterte Weib leidenschaft. mi^ ,l', <,'^ ^"' 's) darf es nicht! Sie ist für Nrt w "?'s^"lchungen' gewesen! Nm,m mich, dass H n' ^ ^'".""d almlbe meiner Versicherung hielt ^mk^ N^ """.""d nachdenkend. Was ent-das di. « die Vergangenheit sm.-s schöuen Weibes, EntlX' >> ^ '/!!'"" bei der Elinnerung an das entschwundene erschüttern machte? ...Gedenkst du noch immer deines ersten »atten N"t wmger L.ebe. Al.ce?« fragte er e.fe süchtig «Ihn lieben? Ich verachtete ihn-« " diese Norte^ ^""^ ^ rasch. Schon bereute sie -Wie hieß er?" bemüht U ?l'"k ".'^ d°rnach' Albert, ich habe mich "rumyi, daz Undenlen an chn zu vergessen. Lass da« Verganaene ruhen, ich bitte dich! Wenn du mich liebst, sprich nie wieder zu mir von meinem ersten Aalten." Der Lord seufzte. Diefe furchtbare Erregung verrieth ihm, dass seine Frau ein Geheimnis, das er nicht erfahren solle, dass sie ,ine Vergangenheit habe, die sein liebend»'« Auge nicht prüfen dürfe, und dies war für srii, stolzes Selbstgefühl beinahe unerträglich. «So sage nur wenigstens," begann er nach einer Pause, „wo du deine erste Jugend verlebtest nnd wo du nach ocr Hochzeit wohnUsi?" „In England. Frage mich nicht weiter, Albert, ich kann dir nicht antworten. Du darfst mich nicht nach meiner Vergangenheit fragen, sondern du musst es dir genügen lassen, alles das zu glauben, was meine Mutter dir von mir erzählt hat. Ich liebe dich treu und wahrhaft! Erst durch dich lernte ich die wahre Lirbe kennen. Vertraue mir, wie du es bisher gethan und lass das Forschen nach jener Zeit, in der du mich noch nicht gekannt hast!" Sie sah ihn flehend an; ihre vor Erregunq be» benden Lippen bestärkten den Lord in seiner Ueberzeugung, dass feine Gemahlin ihm ein Geheimnis verborgen habe. „Es war immer meine Ansicht, Alice, dass zwi-scheu Ehegatten volle Offenheit walten müsse." sagte er so herbe, wie er noch nie zu ihr gesprochen hatte. „Da ich dir nicht« verberge, solltest du ein gleich»« thun. Ich will dein Vertrauen nicht erzwingen, sondern ich überlasse dich deinem eigenen Nachdenken über deine Pflicht mir gegenüber, über das, was recht und gut ist. Vergis» nicht," fügte er dann in milderem Tone hinzu, „dass du mein volles, unbe» dingte« Vertrauen besitzest, und dass ich nur deshalb dem Geheimnis erfahren will. um den Kummer zu lindern, den dir die scheinbar erdrückende Schwere desselben bereitet. Alice, vergiss nie, dass dein Gatte dein bester Freund ist." Er umarmte sie leidenschaftlich und verließ da« Gemach. Als er fort war, sank Lady Romondale auf d»e Knie und verbarg in trostloser Verzweiflung ihr Gesicht in den Händen. „Es ist alles dahin, ich bin verloren," schluchzte sie. „Albert hat Argwohn geschöpft und meine Wei-gcrung, ihm zu antworten, hat ihn tief verletzt. Und Clifford? Wie soll ich ihm begegnen? Was wird « von mir verlangen, damit er Schweigen bewahrt? O. mein Gott, was soll ich beginnen? Soll ich meinem Gatten alles offenbaren? Nein. nein, ich darf ihm nichts grstchrn! Ich muss schweigen und mein Ve-heimnis bewahren, wenn mir auch darüber das Herz bricht und das Vertrauen desjenigen verloren geht, den ich über alles liebe? Verfolgt mich denn ein unerbittliches Schicksal so unablässig, dass ich niemal« glücklich werden soll? Werde ich ein solche« Dasem zu ertragen imstande sein?" 27. Capitel. Im Gewächshause. Als Martin Clifford in seinem Gesellschaft«-anzuge, den er glücklicherweise in seinem Handkoffer bei sich führte, sich kurz vor Beginn der Tafel nach 2K Mittelschule als einen dringend gebotenen Act der Gerechtigkeit bezeichnet, von welchem sie für die Förderung friedlicher Beziehungen zwischen dem deutschen und dem czechischen Elemente in Pilsen selbst die besten und ersprießlichsten Folgen erwartet. Der Cabinetöwechsel in Frankreich. Die Installierung des neuen französischen Cabinets, insbesondere die Neubesetzung des Ministeriums des Auswärtigen, wurde den fremden Regierungen durch die bei denselben beglaubigten diplomatischen Vertreter in herkömmlicher Weise notificiert. Bei dieser Gelegenheit betonten die Vertreter Frankreichs, dass die friedliche Politik Waddingtons durch die Neubesetzung des Ministeriums des Aeußern keinerlei Veränderung erfahren werde; speciell werde Frankreich bezüglich des Orients an der durch den Berliner Vertrag vorgezeichneten Richtung festhalten. Zur Entstehungsgeschichte des Cabinets Freycinet bringt ein Brief des Pariser Berichterstatters der „Pol. Corr." einige nicht uninteressante Details; derselbe lautet: „Unsere Ministerkrisis hat länger gedauert, als die Freunde der Republik es wünschten. Mr. Grevy stieß anf große Schwierigkeiten. Er musste den Grundpfeiler der Politik verrücken, um ihn von dem linken Centrum zur republikanischen Linken zu überführen; es erübrigte ihm aber nichts anderes, als sich dazu zu entschließen, um endlich ein lebensfähiges Cabinet zu haben. In der Besprechung, welche der Präsident der Republik mit Herrn Gambetta hatte, bestand dieser letztere, wiewohl er die vorgeschlagene Liste der gegenwärtigen Minister billigte, vor allem darauf, dass der Krisis rasch ein Ende gemacht werde. Man glaubte allgemein, dass Waddington als ein nahezu unentbehrlicher Minister dem Portefeuille der auswärtigen Angelegenheiten erhalten bleiben werde. Allein wie bereits früher einmal erwähnt wurde, hielt man sein Bleiben im Elysee nicht für absolut nothwendig. Sein Abgang hat in der politischen Welt einige Ueberraschung hervorgerufen, da man nicht ohne Besorgnis wegen des Eindruckes ist, welchen derselbe im Auslande machen wird. Man konnte sonach mit einigem Rechte sagen, dass das neue Ministerium „das unvorhergesehene Cabinet" sei. Während der Krisis besorgte man einen Augenblick ein Ministerium der accentuierten Linken, so dass man sich zur gegenwärtigen Combination beglückwünschte, in welcher relatiu gemäßigte Männer figurieren. Nachdem einmal mit Herrn Waddington das linke Centrum von dieser Combination ausgeschlossen war, wurde die Besetzung des Portefeuilles des Auswärtigen zu einer Verlegenheit. Der Botschafter beim Quirinal, Marquis de Noculles, lehnte es ab. Challemel-Lacour wurde platonischer Besitzer desselben für mehrere Stunden. Allein der erstere wäre dem Parlament, der letztere vielleicht Europa wenig angenehm gewesen. Unter diesen Umständen war unter den neuen Ministern de Freycinet der einzige, welcher die Leitung unserer auswärtigen Politik in die Hand nehmen konnte. Ein rein formelles Rundschreiben ohne jede politische Andeutung ist bereits an die französische Diplo^ matie im Auslande abgegangen. Wenn Herr v. Freycinet ein politisches Circular erlässt, so wird dies erst später geschehen; es wird einfach neue Weisungen enthalten und kaum mehr sagen, als dass er dieselbe Politik wie Waddington, die Politik des Congresses und des Berliner Vertrages, zu befolgen gedenke. Auf die langjährigen intimen Beziehungen zwischen Gam- betta und Freycinet gestützt, behaupten dennoch viele Leute, dass der Conseilspräsident nur der Stellvertreter des Kammerpräsidenten sei, welcher die effective oberste Leitung über die gesammte Politik inne haben werde, ohne dafür verantwortlich zu sein. Man bemerkt in dieser Beziehung, dass das Palais der auswärtigen Angelegenheiten ganz neben demjenigen, in welchem sich das Kammerpräsidium befindet, also demselben viel näher ist als dem Palais Elysee. Von nun an könne man sich auf eine accentuiertere Haltung Frankreichs in den internationalen Fragen gefasst machen. Wie dem auch sei, so viel ist gewiss, dass, wenn Gambetta fortfährt, das neue Cabinet zu unterstützen, dieses letztere Chancen der Dauer hat und nicht bloß ein vorübergehender moäuä viveuäi ist, wie die vorge« schriltenen Republikaner und die Conservativen be» Häupten. Aber mit einer so flüchtigen Majorität wie diejenige der Deputiertenkammer ist, kann man für nichts gutstehen. Nach der allgemeinen Anschauung entbehren die neuen Minister des Ansehens und des Glanzes. Herr de Freycinet ist kaum anders denn als Ingemeur qekannt. Aber der ehemalige Vautenminister hat die Friedenspolitik Frankreichs ins Praktische übertragen, indem er überall zur praktischen Arbeit aneiferte. Diese Ideen inspirierten die Weltausstellung. Im Jahre 1878 machte de Freycinet eine Rundreise in Frankreich und hielt mehrere bemerkenswerte Reden. Er sprach dabei von der Arbeit, als dem besten Heilmittel gegen die fieberhaften Aufregungen der Politik. Auf die Nicht-republikaner anspielend, sagte er in Douai: „Ereifern wir uns nicht gegen sie. . . ., nehmen wir sie bei der Hand." Er sagte weiters in Bordeaux, dass man die Interessen nicht verletzen und niemanden beleidigen dürfe, dass man sich vielmehr tolerant und versöhnlich zeigen müsse. Unter den anderen Ministern befinden sich keine marcanten Persönlichkeiten. Was das Programm des neuen Cabinets betrifft, so verlautet darüber so viel, dass man den Herzog von Aumale dem Privatleben zurückgeben, bezüglich des Prinzen Napoleon eine bestimmte Entschließung fassen, die Amnestie decretieren, die Umgestaltung des Iustizwesens durchführen, den Unterricht in allen Stufen zum Laienunterricht machen nnd die Armee reformieren wolle. Vielleicht für ein Cabinet bereits zu viel!" Die Affaire von Gusinje. Die montenegrinische Regierung dringt mit großer Entschiedenheit auf die endliche Abtretung von Gusinje und Plava und sie macht die Pforte für alle Folgen, welche sich aus der weiteren Verschleppung der Angelegenheit ergeben, verantwortlich. Die türkische Regierung sucht dagegen alle Schuld von sich abzuwälzen und bemüht sich, den Mächten darzuthun, dass sie alles, wozu sie nur imstande gewesen sei, gethan habe, um die heikle Angelegenheit in friedlicher Weise zu erledigen. Die „Turquie" veröffentlicht denn auch den Text einer langen Depesche, welche die Pforte dieserhalb an ihren Wiener Botschafter als Antwort auf die Mahnungen der österreichisch-ungari» schen Regierung gerichtet hatte. Unser Bevollmächtigter in Constantinopel hatte nämlich im Auftrage des gemeinsamen Ministers des Auswärtigen der Pforte die Folgen vorgestellt, welche sich cms dem Ausbiuch eines bewaffneten Conflictes an der montenegrinisch-albanischen Grenze ergeben könnten. Das Wiener Cabinet — winde in der Depesche versichert__ habe alles aufgeboten, um die Montenegriner zurückzuhalten, sich mit Gewalt in den Besitz der ihnen zugesprochenen Territorien zu setzen; Oesterreich-Ungarns Bemühungen, Montenegro zum längeren Warten zu bestimmen, seien erschöpft. „Ich fordere Sie auf", fchloss Baron Haymerle seine Depesche, „den ganzen Ernst der Situation bei den ottomanischen Ministern zur Geltung zu bringen und dieselbe zu bestimmen, ohne jeden Verzug die Uebergabe der Districte an den an der Grenze befindlichen montenegrinischen Commissar anzuordnen." Die türkische Antwortsdepesche schildert nun ausführlich die Situation in den Districten von Gusinje und Plava und sucht sodann die einzelnen Punkte der Haymerle'schen Depesche zu widerlegen. Sie sagt diesbezüglich unter anderem: ,,l.) Mukhtar Pascha hat nie erklärt, dass er keine Verantwortung für seine Truppen übernehmen könne. Jedermann kennt den Gehorsam und die Disciplin der ottomanischen Armee. Die Wahlheit ist, dass der Muschir auf das dringende Ersuchen des montenegrinischen Ministers, sich den Districten mehr zu nähern, sehr einsichtsvoll bemerken ließ, dass er es bei der gegenwärtigen Stimmung der Gemüther nicht für klug halte, feine Vorposten näher an die montenegrinifchen vorzuschieben, da er befürchte, dass diese Nähe Conflicte herbeiführen dürfte, welche Verwicklungen schaffen könnten. 2.) Die Verzögerungen, worüber man sich beklagt, liegen in der Natur der allen bekannten Situation. Die friedliche Action des Muschirs wird fortwährend mit derselben Kraft und Ausdauer fortgesetzt. 3.) Wir sind der kaiserl. und königl. Regierung sehr erkenntlich für ihre Rathschläge an Montenegro und für ihren Wunsch, einen Conflict zu vermeiden, und gerade deshalb, weil die hohe Pforte reiflich überlegt und mit der gewissenhaftesten und ängstlichsten Aufmerksamkeit die Complicationen im Auge behält, welche einen Conflict hervorrufen könnten, hat sie sich enthalten, unkluge und gewaltthätige Maßregeln zu ergreifen, welche die Ungeduld der montenegrinischen Behörden fordert. Was die zwei Districte betrifft, so bitten wir Se. Excellenz, zu glauben, dass wir dieselben nicht durch Ausflüchte für uns zu behalten uchen. 4.) Was den Schlusssatz der Depesche betrifft, so erwidere ich einfach, dass die Uebergabe der Districte an den muntenegrinischen Commissar durch die an ihre Bewohner selbst gerichtete Proclamation und durch die Zmückberufung der letzten dort gebliebenen oltu-manischen Behörden angeordnet worden ist. Wenn man indessen beabsichtigte, dass die kaiserlich türkische Regierung ihren Truppen anbefehlen folle, Gusinje mit Gewalt zu besetzen, um es den montenegrinischen Behörden zu übergeben, so erklären wir offen, dass das eine an moralischen und politischen Folgen zu furchtbare Maßregel sein würde, als dass sich die hohe Pforte zu ihrer Annahme entschließen könnte. Die Bewohner der zwei Districte sind des Widerstandes gegen die Befehle ihrer Behörden schuldig. Um sie zur Beachtung derselben zu zwingen, haben sich zwei Mittel geboten und bieten sich noch: das erste ist die Anwendung von Mitteln der Ueberzeugung, welche übrigens durch die energische Haltung der kaiserlichen Civil- und Militärbehörden gestützt werden. Es erfordert Geduld und Zeit. Das ist es, was wir uns bemüht haben und fortwährend bemühen, zur Geltung zu bringen. Das zweite ist die Anwendung brutaler Gewalt. Wenn das das letzte Mittel ist, welches zur Geltung gelangt, so ist es die Pflicht der hohen Pforte, ihre moralische Verantwortlichkeit zu degugielen und dem Staate, an welchen die Abtretung geschieht, die Sorge für eine fo grausame Ausführung zu überlasten. Sie hat das geihan, indem sie ihre Civil» und Militärbehörden von den zu occupierenden Dlstriclen zurückzog. Man könnte von dem Augenblick an nichts mehr von ihr verlangen, als man die humaneren und vielleicht wirksamereren Mittel verwirft, die sie anzuwenden nicht aufhört." Die türkische Depesche srgeht sich sodann in Klagen gegen Montenegro, dessen Truppen noch mehrere Punkte besetzt hielten, welche nach dem Berliner Vertrage der Türkei zukämen, nnd schließt mit einem Appell an die k. k. Regierung, die gegenwärtige Lage des ottomanischcn Reiches und die zahlreichen und großen Schwierigkeiten, mit welchen dasselbe am Ausgange eines unglücklichen Krieges zu kämpfen habe, mit Wohlwollen und mit all' der Aufmerkjamkeit zu studieren, welche die Pforte von Seite einer befreundeten und beständig verbündeten Negierung verdiene. Zur Situation in Asien. Jetzt vorliegende detaillierte Berichte über den Sieg. den General Roberts am 23. Dezember in Sherpur errungen hat, lassen denselben als eine» vollständigen erscheinen. Die Insurgenten sind ans Kabnl und dessen Umgebung nach sehr beträchtlichen Verlusten und hartnäckigem Widerstände vollständig vertrieben worden und ihre Rückkehr ist, da mittlerweile die Verstärkungen unter Gough eingetroffen sind den unteren Räumen begab, fand er Lord und Lady Romondale bereits von ihren Gästen umgeben. Er begrüßte den Herrn und die Herrin des Hauses mit ruhiger Höflichkeit und wusste dabei der letzteren unbemerkt zu verstehen zu geben, dass sie nichts von ihm zu befürchten habe. Lady Romondale trug eine Seidenrobe von matt« blauer Farbe, mit wertvollen Spitzen und Edelsteinen beseht. Sie erfüllte ihre Pflichten als Wirtin in liebenswürdigster Weise, aber der Ausdruck in ihrem Antlitz war stolzer und kälter, als je zuvor. Nur in ihren Augen prägte sich die leidenschaftliche Erregunq ihres Herzens aus, von der allerdings nur ihr Gemahl wusste. Als Clifford weitergieng, traf er auf den Grafen St. Berry, der ihn freundschaftlich begrüßte und ihm einen jungen Mann, mit dem er soeben sprach, als Sir Arthur Rushfield vorstellte. Clifford betrachtete den ihm Vorgestellten forschend. Dieser junge Manu mit den edlen Zügen, den klaren, blauen Augen, dem schönen, braunen Haare und der Offenheit, die ans seinem ganzen Wesen sprach, war also der begünstigte Geliebte Valeriens. Zum erstenmale erkannte Clifford vollständig die ganze Größe der Schwierigkeiten, die sich der Erreichung seines Zieles entgegenstellten. Wenn Valerie diesen jungen Mann liebte, hatle er, der Mann in reiferen Jahren, mit seinem unscheinbaren Aeußern und ohne Verdienste wenig Hoffnung, sie zur Gemahlin zu gewinnen. Doch Clifford entsagte nicht so rasch seinem gefassten Entfchluss, sondern schwur sich nur aufs neue, alle Hindernisse zu über. winden, die ihn von Valerie trennten. Es waren nur wenige vertraute, befreundete Gäste geladen. Ein Diener meldete, dass aufgetragen fei, und Lord Nomondale reichte einer hoch stehenden Dame ans der Gesellschaft den Arm, die anderen Gäste folgten paarweise, und Lady Nomondule schloss an der Seite des Grafen St. Berry den Zug, der sich nach dem Speisesaal begab. Die ganze Einrichtung desselben stimmte mit dem alterthümlichen Raume überein und entsprach durch Vermeidung jeder unnöthigen Pracht ^dem Zwecke desselben. Zu der reichen Stnccatnr am Plafond, dem Tafclwerk, dem dunkel eingelegten Boden passten so ganz die Form der dunklen Broncelüstre«, die kunstvoll geschnitzten Tische, die hochlehnigen Stühle, das Büffet, die Rahmen der Spiegel und die hohen Kamine, die alten Familienbilder, die Statuen in den Nischen, die dunkelfarbigen indischen Teppiche und schließlich die schweren Vorhänge vor den hohen Fenstern. Das Mahl selbst trug dem Neichthume des Gast. gebers und der Kunst des französischen Koches völlig Nechnnng. Die Herren verweilten nur kurze Zeit bei den feinen Weinen und gesellten sich bald wieder zu den Damen. Die Unterhaltung wurde bald lebhafter. Unter anderem kam man auch auf die seltenen Tropenpflanzen zu sprechen, die das Gewächshaus des Schlosses Nomondale in so reicher Menge besaß, und Lady Ro-mondale beeilte sich, ihre Gäste nach dem naheliegenden Gewächshause zu führen, welches einem Zanber-garten glich. (Forts, folgt.) j 27 und^ wettere Nachschübe in Aussicht stehen, nicht sobald weder zu gewärtigen. Allerdings ist damit, dass das ^yalbecken von Kabul mit der Hauptstadt sich aber« Mals m den Händen der Engländer befindet, noch mcht sehr viel für die Pacification Afghanistans ge-Wonnen Die bis ins Extrem gehende Decentralisation des Landes, die Zersplitterung desselben in zahllose yalv unabhängige Clane machen bei dem Manael einer eingeborenen Dynastie, die allgemein populär das Prestige chrer Autorität in die Wagschale werfen könnte, 0le Frage, was nun zu beginnen sei, zu einer sehr schwangen U,.d doch muss die englische Regierung dieselbe sich bald stellen und bis zum Sommer zu losen machten damit sie ihre feste Stellung in Afgha-mstan zweifellos sicher hingestellt hat. ehe die Russen m d,e unmittelbare Nachbarschaft rücken und Merw vchtzen, was ,m nächsten Frühjahre geschehen soll. ^le Vorbereitungen hiezu werden bere.ts getroffen. Wle der Petersburger Correspondent der „Wien. Abdp." erfaßt i"ll General v. Kaufmann, der Eroberer Chiwas. ,nls V^ ^"^/'5'^e Heerführer der Russen, dies-mal den Oberbefehl über die Expedition gegen Merw A"",' .?Ä"b' 9'ht nicht mehr, wie das letztemal, vom kasplschen Meere, sondern von Samarkand aus vor; General Kaufmann wird im Frühjahre von dort. U„U beryls ganz stattliche Arsenale und Depots n rm^n7' "^"' Da die Truppen die Wüsten zu °^r ^/^ 7s«?"'" lie entweder durch Auchara Nfe .^l^ ^.et von H.ssar nnt Benützung der Flusse marschleren. während eine andere Ervedition Lomatm^ drinaen ^ «?'^ 6/" """ Tsch.ktfchljar aus vor-von Cluwa und "^ '! bie Rede davoi. den Khan zuue.u^.l/ ben Em.r von Buchara beim Feld-D""tM hat bereits seinem Ver-Kanonen^ 5^'^ ^erw. welcher ihn um Wie man sieht. ittlS durch das grüne Stronlthal des Orus aenenker Weg direct nach Afghanistan hinauf ^ ^ " Hagesneuigkeiten. S«5r?s^.'," Kirchenfürst als botanischer wia ^amwl. w^^'" KardinalErzbifchof Dr. Lud. s kü>^ '^^^""'" "er ungarischen Delegation. zUr^^ wifw^^«^«"V^ 3" Stockholm traf die ver. n«^ . ^' ?°"^ Gyldenstolpe am zweiten Weih. nachtsfelcrwge, als sie das Thermometer besichtigen wollte, ," Unglück mit dem Lichte den Gardinen so nahe zu kommen, dass diese Feuer fienge». Die Gräsin suchte oas Feuer zu ersticken, wobei ihre Kleider auch in Brand gerietheu und sie derartige Wunden erlitt, dass sie ihnen n°ch an demselben Tage erlag. Sie war der letzte Sprosse Gesck^.7 Wvedischen Geschichte berühmten gräflichen desV^ ^^"' N" jüngste Tochter ist die Gattin oes fchwedi,chen Consuls in Pest. Se.'l^' ^^^!^le gegen souveräne Fürsten.) M dn7! ^' ^°' vergangenen Jahres, also seit dem ^mdv suche Hüdels gegen Kaiser Wilhelm, sind gegen souveräne Fürsten gemacht W?o m 7""?. " ^s Attentat Hödels gegen Kaiser Vilinas' V'^ '^i 'srt4 50 15."» — Rudols«