Deutsche Macht ------ et* Deutsche Wach! ericheinl lebe« ©onntoj »»d Eonrrtftaj ■otj«*» in) toftrt (lammt b(T e-nntaz»deil«g« Kit ® 3 b m a x t) für Silli mit .Sudeüunfl i*'# Hau« monatlich H. —^5,»iertelj«»ria 8. 1.5» ttttjdtirij B. Mittlütrlj », «. Glit VoS»er!eiid»»l: »>tttdjll,ttich ir. >»>, öatöjiiljnf) ff. ».so—, zzriiiädrisi i. ».«<>.—. ItiajelBe Wammn 7 kr. Anzeigen »erden «ach Zarlf berechnet. v« Isteren vtederdoliiiiilkn ?nl!»re»-„:<> Nachlaß Alle bebiuleiiden «ikiinbi»ulla».«»llall-n »e« In- »nd OuIIande» nrtinen flmeiflci e»t>e»e». 3p Silli »°l!e> lolAt 6«->> unk »o» .1—» tl6i RochrniNa»». (8ns. Tiitft« werde» oii4 in der Buchdrucker«, I»!>«»n Rakulch »mitfUIi,* ertljeUt). rt werde. In der Special - Debatte wurde von mehreren Rednern beton', da« einzelne BestlWmungen der Vorlage unklar f-ien, weßhalb dieselbe an den Finanzausschuß z u r ü ck g e l e i t e t wurde. — Der steiermärkischen Sparkasse in Graz wurde für die Munisicenz, mit wrlcher dieselbe durch namhafte Beträge zu Gunsten der bedürftigen Weinbautreibenden, sowie zum Zwecke der Heranbildung von Winzern in der neuen Culturart die Interessen de« st ei eri-ischen Weinbaues zu unterstützen bestrebt ist, der wärmste Dank ausgesprochen. — Bezüglich der Petitionen der Aerzte gegen die Durchführung de« neue« SanitätS-Ge-setze« beantragte der Finanzausschuß, daß dieselben abzuweisen seien. Referent Dr. Link betonte, daß der Fehler deS auf einem Com-promiß beruhenden Gesetze« in der ungenügen-den Vorsorge bezüglich der Beschaffung der Geldmittel liege. D'eser Fehler liege aber nicht so sehr im LandeSgesctze. al« in dem betreffen» den Reichsgesetze vom Jahre 1870. Der Antrag deS Finanzausschusses wurde angenommen, je-doch gleichzeitig der Landesausschuß aufgefordert, bei Durchführung dieses Gesetzes und Organi-sierung des Sanitätsdienstes die materiellen und Standesinteressen der Aerzte aus dem Lande nach Thunlichkeit zu berücksichtigen. Für den Antrag des LandesauSschusseS, in den H o t e l b a u t e n auf dem G st a t t e r» b o d e n weitere 109.000 fl. zu investieren, haben sich im Finanzausschüsse nur sechs Stimmen erklärt. Die Minorität von fünf Mitgliedern hat einen Separatantrag auf Ablehnung eingebracht. In der Sitzung vom Donnerstag kam eS anläßlich der Berichterstattung über den Titel „Volksschule n". zu einer heißen nationalen Debatte. Nachdem Berichterstatter Abg. Graf S t ü r g k h über die Thätigkeit deS Landes» ausschuffes in dieser Richtung und über die demselben vorgelegen«» Petitionen berichtet und diesbezügliche Anträge gestellt hatte, kamen di« slooenischen Abgeordneten mit einem Vorstoß bezüglich Uniersteiermarks. Abg. Dr. Starkel (Deutscher) bespricht die Schulsragen von Schönstein und Lutten-b erg; in S chö n stein hat die dem Referenten der Staithalterei aufgetragene Erhebung der Schüler-zahl noch immer nicht stattgestmden. Der Redner ersucht um ein rascheres Tempo. Auch im Landes-schulrathe werde nicht immer das berechtigte Interesse der Deutschen gewahrt. Insbesondere genießt der Landesschulinspector Dr. I a r z daS fach fühlen. Ulrich eilte aus ihrer Versammlung hinweg und erzählte den Edlen, die sich im Vorhofe auf Eyzinger'« Befehl versammelt hatten, den Hergang der Sache und bat um Rath und Hilfe. Er erhielt zur Antwort, daß alles vom Willen deS Königs abhänge! Dann ging er zur Schwester des Königs, ihr Weinen nnd Weh-klagen nützie ihm nichts. Da er bemerkte, daß sich in der Burg die Bewaffneten immer mehr anhäuften, wollte er keine Zeit mehr verlieren, durch eine schnelle Flucht einem noch größeren Uebel zu entgehen. Nur vier Männer begleiteten ihn au» der Burg. Der Markgraf Albrecht von Brandenburg wehrte dem Pöbel, den Grafen mit einem Hagel von Steinen zu empfangen; diesem allein halte er fein Leben zu verdanken, aber tausend Flüche und Schmähungen der rohesten Art begleiteten ihn. als er wie ein Flüchtling durch das ver-sammelte Volk zum Thore hinauseilte. (Chron. Celej. pag. 713—715; Aen. Sylv. Hist. Bohem. pag. 106—110; Hist. de Europ. pag. 266—267.) Eyzinger rückte an die Stelle des vertriebenen Grafen vor. Hieher gehört auch, wa« Aenea» SylviuS Lp. II. eäit. 1486 an den Cardinal JulianuS geschrieben hat.- „Coroes Ciliae, qui diu Viennae et hic fuit petita erratorum venia, grati&m regis meruit omninoque in concordiam rediit; nee aliud regia Majestas ei co voluit, quod von ex integro reportaverit. Senior Comes „Deutsch- Wacht" größte Mißtrauen. Dieser Mann ist slovenisch gesinnt („Et kann gar nicht Slovenisch!" rufen die Elooenen), und auch BezirkSfchulinspector«n gibt «s, die durch ihre slovenische Gesinnung glänzen. DaS hat sich bei dem Falle der Schule von St. Peter gezeigt, in welchem ein slovenische« Blatt dem Bezirksschulinspector Ranner als einen Mann der Slovenen mit Jubel begrüßt bat. (Abg. I u r t e l a : „DaS Blatt ist mystificiert worden.') Der Redner fühn aus, daß mit der AuSschulung noch nicht« geholfen 'st, sondern daß auch die entsprechenden Lehrer nothwendig sind, und stellt den Antrag: Der LandeSauSschuß wird beauftragt: eine all-fällige Abänderung der LandeSgefetze vom 3. Februar 1860, betreffend das SchulaussichlS-gesetz, und 17. Mai 1877, betreffend die An-stellung der Lehrpersonen in gemischtsprachigen Landesthellen, dahin in Erwägung zu ziehen, daß den OrlSschulräthen in den Städten und Märkien ein größerer Einfluß auf die Besetzung der Lehrerstellen eingeräumt wird. Abg. Dr. Sernec beklagt sich, daß Or-gane der Regierung bei Constituierung ganz deutscher Schulen mit zu großem Eiser vorgehen, und polemisiert gegen den Vorredner. Die Her-anziehung deutschgesinnter Lehrer sei gleichbedeutend mit der Heran-ziehung von Renegaten. Solche Menschen haben keinen Character und können keine guten Erzieher sein. Ein Recept, daS auf Verleugnen der Nationalität hinausläuft, lauge nicht«. Abg. R o b i t f ch sagt, so wie Dr. Starkel, so sei auch er mit der Marburger Lehrer-bildungSanstalt nicht einverstanden (Rufe: „Oho!") denn die Unterrichtssprache ist deutsch. (Mit er-hoben« Stimme:) „Wir werden mit der For-derung herantreten, daß wir eine slovenische Lehrerbildungsanstalt bekommen und diese Forderung werden wir auch durchsetzen!" Der Redner bespricht die Angelegenheit der Schule in St. Peter bei Oberradkersburg; der Bezirksschulinspector habe nichts Anderes als seine Pflicht gethan. Und darum ist aus dem deutschen Bezirksschulinspector plötzlich ein slovenischer geworden. (Abg. Voschn-jak: „Das ist die Hetze.") Abg. W o k a u n sührt dem Abg. Dr. Sernec gegenüber aus, daß der Bauer recht gut weiß, daß seine Kinder deutsch ler-nen müssen. Daß die Erhebungen des BezirkShauptmannes Wagner in Cilli nicht nach dem Geschmack der slooenischen Führer waren, ist begreiflich. Irgendein Advocatenfchreiber hat dagegen Beschwerde ge-sührt. Unbegreiflich ist es aber, daß auf diese Beschwerdesübruug hin neuerliche Er- nun« in Graeciam venire debet regiqae se prosternere et omnia filii facta comprobare." Außer Eyzinger gelangten in der Um-gebung deS jugendlichen König« diejenigen Herren zur Macht, welche der Hofpartei gegen-über die Interessen und Ansprüche der unter dem Scepter des König« stehenden Nationen vertraten und da« Vertrauen de« niederen Adels und des Bürgerstandes besaßen. Diese: Johann Hunyady und Johann Witöz von ungarischer, der Gouverneur Georg Podjebrad und die SternbergS von tschechischer Seite schloßen nun mit Eyzinger österreichischerseitS ein enges Bündnis, worin sie dem König Treue gelobten und einan-der gegenseitige Unterstützung zusicherten. Gleich-zeitig bestrebte sich Hunyady, auch ein freund-schastlicheS Verhältnis mit Georg BrankooicS, welche? durch die Zwistigkeiten mit Cilli — wenigstens äußerlich — nicht gestört worden war. aufrecht zu erhalten. Als im Sommer 1454 der Sultan in Serbien einfiel und die Hauplstadt belagerte, eilte Hunyady zur Hilfe herbei, vernichtete in der Schlacht bei Krussovacz ein Türkenheer von 30.000 Mann und drang bis Pirot und W'ddin vor.--- Einem Mann, wie eS Fürstgras Ulrich von Cilli war. konnte das Privatleben, wenn er es auch durch sinnliche Genüße zu verschönern wußte, für die Dauer unmöglich gefallen. Fort damit um jeden Preis! 1894 Hebungen angeordnet und dem Bezirkshaupt-mann Vertrauensmänner beigegeben wurden. Ent-weder verdient ein BezirkShauplmann Vertrauen, oder er verdient eS nicht, dann beseitige man ihn, man gebe aber nicht solchen Beschwerden Gehör, obgleich man weiß, daß Denun-ciationen in diesem Lager geradezu an der Tagesordnung stehen (Rufe bei der Slo-venen: Oho! Abg. VoSnjak: „Zur Ord-dnung, was zu viel ist. ist zu viel!") Abg. Dr. W o k a u n empfiehlt die Anträge d.s Abg. Dr. Starkel. Abg. Dr. K o tz d e ck will bezüglich der Schule in St. Peter nur wenige Bemerkungen machen, weil diese Angelegenheit noch ein Nach-spiel haben werde. Der Lehrer hat bisher immer anstandslos zum Lobe und zur Befriedigung gewirkt, so daß di« Kinder slovenisch und deutsch lernten. Die A s s a i r e in St. Peter ist ein Gewalt st reich ersten Ranges. Aus der Eingabe, die nächstens vorliegen wird, kann ersehen werden, daß alle Gemeinden mit Ausnahme einer einzigen wünschen, daß der bisherige Zustand erhalten bleibe. (Beifall.) Abg. Dr. Detschko polemisiert gegen die Abgeordneten Dr. Starkel und Dr. Wokaun und sagte, „die Bemerkungen über Advocaten-schreibe? und Denuncianten reichen nicht bis zur Höhe seiner Verachtung heran". Landeshauptmann Graf A t t e m s: „Ich glaube, daß Sie in Ihren letzten Worten zu weit gehen " Abg. I u r t e l a sagt, die Slovenen werden auch verlangen, daß auch ein Slovene im Lan-deSschulrathe sitze. Wenn von Denunciationen geredet wird, so sei eS Dr. Starkel, welcher im vorigen Jahre hier zwei Lehrer denuncirte. Herr Dr. Starkel bemerkt, das Ziel dcr Slovenen ist doch die endliche Eroberung der deutschen Städte de« Unterlandes. Es sei ihm nicht eingefallen, Renegaten heranzuziehen, sondern Deutsche aus den deutschen Städten im Unterlande. (Die Abgeordneten R o b i t s ch und V o s ch n j a k unterbrechen den Redner fort-während.) Die Slovenen, welche heute förmlich drohend sagen, waS sie noch anstreben wollen, wären nicht so weit gekommen, wenn das System Taaffe nicht gekommen wäre. Der Redner ver-wahrt sich gegen den Anwurf der Denunciation, denn er habe nur offenkundige D'nge in offener Landtagssitzung zur Sprache gebracht. Es sei ein eigenthümlicher Zustand, daß wir eine dentscheLandtagSmehrheit haben und fortwährend über nationale Schä-digung zu klagen haben. Der Redner bitte die Landtagsmehrheit, von ihrer Macht Gebrauch zu machen und den Stolz deS eng-Uschen Parlaments anzunehmen, von dem gesagt Nachdem in diesem Jahre am St. Marga-rethenabend Ulrich» Vater, Fürst Friedrich II. von Cilli zu Sanneck gestorben war. glaubte Ulrich, der reichste Privatmann seiner Zeit, den Augenblick sür gekommen, wo er den Versuch wagen könne, wieder mit der Politik in Ver-bindung zu treten. Als Kaiser Friedrich in diesem Jahre in Neustadt weilte, da befand sich auch schon Fürst Ulrich bei ihm. um ihm seine Macht und Dienste anzusagen. Kaiser Friedrich kannte jedoch den Cillier bereits zur Genüge und war durch die dreisten oder schmeichelnden Worte desselben nicht so leicht zu täuschen. Er warf ihm vor, welch großen Schaden rr ihm durch feinen Ab» fall zugefügt habe und verlangte Ersatz dafür. Der Graf verspreche ihm Oesterreich; dies jedoch, was er selbst noch nicht in seiner Macht habe, genüge nicht. Wenn Graf Ulrich sein eigene« Besitzlhum ihm übergeben wolle, so könn« all-sällig eine Versöhnung folgen; wo nicht, so ge-falle dem Kaiser eine Reu« nicht, welch« nicht auch Opfer bring«. Da« war für Ulrich ein saurer Apsel. in den er nicht hineinbeißen wollte. Lange dauerten die Unterhandlungen. Kaiser Friedrich verlangte Handlungen. Graf Ulrich bot nur Worte; so ging man unverrichteter Sache wieder auseinander. Charatteristisch genug für Ulrichs „eine Rolle spielen wollen um jeden Preis" ist: er trug 1894 wird: da« englische Parlament kann AlleS. Beifall.) Statthalter Freiherr v. Kubeck nimmt den LandeSfchulinfpector Dr. Jarz und den Be-zirkSfchulinfpector Ranner gegen den Vorwuy in Schutz, daß sie parteiisch feien. Der Statt« Halter nimmt für sich in Anspruch, daß er stet« streng objectiv nach den, Gesetze vorgehe. Den Bezirkshauptmann von Cilli habe er immer als einen objectiven Beamten geschätzt und er kenne sich nicht denken, daß dieser Mann parteiisch sei. Der Statthalter versichert, daß absolut nicht geduldet werde, daß ein Lehrer Agitator und Hetzer sei. Der Stalthalter werde in jedem solchen Falle dafür sorgen, daß da Abhils« geschaffen wird. Berichterstatter Graf S t ü r g k h bedauert, daß «s in einer so ruhig begonnen-n Debatte zu einer nationalen Discussion kam, er bedauert es aber nicht au« mimosenhafter Scheu vor einer national-politifchen Discussion. Denn wenn auch im Landtage vorzugsweise Volkswirtschaft-liche Fragen zur Erörterung kommen, fo ist derselbe gewiß auch berufen, dann Stellung zu nehmen, wenn es sich um die nationalen Güter des Volkes handelt. Aber im gegenwärtigen Augenblick«, wo es sich um die Regelung der materiellen Stellung der Lehrer handelt«, war «s vielleicht weniger als jemals an der Zeit, den nationalen Streit auszmragen. Der Unter» richlsausschuß ist jederzeit bereit, die Bestrebun-gen nach einsprechendem Schutz der deutschen Bevölkerung im Unterlande auf das wärmste zu unterstützen, und der Referent glaubt nur im Sinne der' Majorität dieses Ausschusses vor-zugehen, wenn er von seinem Platze aus die Regierung ersucht, diesen Bestrebungen im Rahmen der Gesetze eine rückhaltlosere Unter-stützung angedeihen zu lassen, als bisher. Denn auch in derVerwaltung einesLan« des muffen die Thatsachen, di« sich im Centrum deS Reiches vollzogen haben, ihren Ausdruck s i n d «n. Denn die Zeit, in welcher man nach dem Ausspruche eine« gewesenen Minister« ohne die Deutschen oder eigentlich gegen die Deutschen regiert hat. ist. wie ich hoffe, ein- für allemal vorüber. (Beifall.) Der Redner erklärt weiter, daß er dem Wunsche de« Dr. Starkel. daß dte slooenischen Kinder nicht deutsch lernen sollen, nicht beitreten könne. Ein solcher Standpunkt ist vielleicht «in nationaler, aber er laßt die nothwendigen Beziehungen der Deutschen zum Ges.immtstaate außeracht, er ist vielleicht ein nationaler, aber gewiß nicht ein deutschöster-reicher. (Beifall.) Er entspricht der Auffassung, die den Deutschen die gleichen Rechte mit den der Republik Venedig seine Dienste an. Auch sie bedankte sich sür die Ehre, einen so ehr. geizigen und unergründlichen Mann, wie es Ulrich war, in ihre Arme zu schließen. Und was that nun Ulrich5 Er faßte den festen Ent-fchluß. sich wieder an die Spitze der Regierung in Oesterreich zu stellen. Anhänger hatte er noch, das wußte er. also frisch gewagt. Der Knabe LadiSlauS ließ ihn nicht eben große Hm-dernifse befürchten, denn er hatte feinen vor-züglichen Lehrer und ersten Minister keineswegs freiwillig, sondern von den Landständen in Kor-neuburg gedrungen, entlassen. Nur Eyzinger mußte besiegt und mit seinen Anhängern sort-geschafft werden. Diesen bekämpfte nun Ulrich mit den nämlichen Waffen, mit welchen er selbst zuvor überwunden worden war. Er machte die Edlen de« Lande« aufmerksam auf den Stolz und die Herrschsucht de« Edelmannes, der keines Standes, keiner höheren Abkunft, keines alten Vorrechtes schonte, der. vom gemeinen Volk ent« sprossen, sich desto unerträglicher seiner jetzigen Erhöhung bediente, um Andere zu unterdrücken und zu beleidigen. Ulrich und seine Agenten ar-beiteten geschickt und so ließ denn der Erfolg nicht lange auf sich warten. E« entstand eine Verschwörung gegen Eyzinger, und König LadiS-lau« rief mit Freuden seinen alten Helfer Grafen Ulrich zurück. Um die Schmach, mit welcher er im verflossenen Jahre verstoßen worden war und, vom lärmenden Pöbel begleitet, Wien ver» Macht- Rumänen und Slooaken einräumt. Ich gestehe aber, daß ich als Deutscher in Oesterreich die Anmaßnng besitze, daß unserer Natio-nalitätdi« Bedeutung mehrerer anderer Nationalitäten zusammen innewohnt. (Beifall.) Die Anträge des UnterrichiSouSschusse« und beide Anträge be« Herrn Dr. Starkel werden angenommen. Mmschau. — (Klein« politische Nachrich-t e n.) Die durch die Mandat«nied«rlegung Dr. Steinwender's nothwendig gewordene Wahl eines R e i ch s r a t h S a b g e o r d n e-t e n für den Städtewahlbezirk Villach ist auf den 3. März anberaumt worden. — In V i l l a ch wird demnächst ein Wochenblatt erscheinen, welches die Principien der D e u t s ch e n Nationalpartei vertreten wird. — Am Donnerstag sprach eine D-eputation von Weinbauern, geführt vom Abg. M a r ch e t, im Handelsministerium vor. Da sich der Handels« minister Graf W u r m b r a a d auf der Prager Reife erkältet hat und das Bett hütet, wurde die Deputation vom SectionSchef K ö r b e r empfangen. Die Deputation überreichte eine Petition um Gewäbrung der zollfreien Einfuhr von Kork. Sectionschef Körber versprach der Deputation, den Handelsminister Wurmbrand eingehend zu informieren. — Wie die „Presse" meldet, wird dem ReichSrathe bei dessen Wieder-zusammentritt vom Handelsminister der Entwurf eines Hausiergesetzes vorgelegt werden. — Die Stellung des Landespräsidenten der Bukowina. Baron« K r a u ß ist erschüttert und steht dessen Rücktritt bevor. Baron Krauß, bekanntlich früher Polizeipräsident in Wien, soll ei nicht verstanden haben, jenen Strö-mungen in der politischen Situation Rechnung zu tragen, welche sich in der CoalitionSpolitik ausdrücken. — Die Absicht deS Reichskriegs-Ministeriums, in Hinkunft bei der E r n e n n u n g der Einjährig-Freiwilligen zu Referveofficieren gewisse Einschrän-k u n gen einzufahren, hat allgemeine M i ß-stimmung hervorgerufen, fo daß die Abge-ordneten genöthigt fein werden, diese Angelegen-heil geeigneten OrteS zur Sprach« zu bringen. — Zum ReichSralhsabgeordneten der Handelskammer Linz wurde der Präsident derselben, Bürgermeister W i m h ö l j l. mit 29 von 30 abgegebenen Stimmen gewählt. Derselbe erklärte, die Wahl anzunehmen. lassen mußte, wieder aufzuheben und sich felbst Genugthuung zu verschaffen, bereitete er sich «inen wahren Triumphzug in die Stadt Wien vor. Von tausend Reiten, umgeben nahte er der Residenzstadt. Der schwache LadiSlauS vergaß sich soweit, daß er. umgeben von einem glän-zenden Hofstaate, seinem verehrlen Freunde Ulrich vor die Stadt hinaus entgegeneilte und ihn mit herzlicher Freude begrüßte. Das Volk glaubte nach diesem Beispiel sich ebenfalls freuen und an der Feierlichkeit Antheil nehmen zu müssen; es strömte dem ankommenden Fürst-grasen entgegen: vergaß den Fluch und Schimpf, mit dem es ihn bei seinem Abzug- auS Wien überhäuft hatte und begrüßte den Angekommenen mit lautem FreudenSschrei. Als Ulrich sich der Stadt näherte, verließ Eyzinger dieselbe mit seinem Anhange, um nicht das nämliche Schicksal zu erfahren, welche« ,m vorigen Jahre seinem Gegner zu theil geworden war. Er zog sich auf seine Besitzungen zurück. Hätte er sich nicht frei-willig entfernt, fagte Ulrich, fo war ihm bereit« «in schmachvoller Tod bestimmt; da« Beste, was er wählen konnte, sei, für immer da« königliche Hoflager zu meiden. Im Gefühle seiner Unent-behrlichkeit an der Seite de« jungen König« trat jetzt Fürst Ulrich noch übermüthiger al« früher auf. (v. Arnpek pag. 1258—1262.) ES haue ihn die unwiderstehliche Begierde besallcn, Gubernator des Königreichs Ungarn zu werden. Hunyady sollte ihm weichen I Um 3 Jur Einschränkung des deutschen Unterrichtes an d-r Volkasckul, Sanct P-ter bei Radkrrsburg. Ober - Radker«burg. 7. Februar. Gegen die geplante Einschränkung des deutschen Sprachunterrichtes an der Volksschule Sanct Peter bei RadkerSburg haben die Vertreter der eingeschulten Gemeinden nach-stehenden Protest erhoben: „Hoher steiermärkischer Landtag! Die ergebenst unterzeichneten Gemeindeoer-trelungen protestieren g«n«n di« vom Herrn k. k. Bezirksschulinspector Josef Ranner auf Grund ungerechtfertigter Hetzartikel in der in Marburg erscheinenden politischen Zei'schrist „SlovenSkt Gospodar" getroffenen Verfügungen an der Schule in Ober-Radkersburg. durch welche der Umerricht «« der deutschen Sprache auf ein solches Minimum reduciert werde, daß von der Pflege desselben überhaupt nicht mehr geredet werden kann. Die ergebenst unterzeichneten Gemeindevertretungen sind mit der bisherigen Schulein-richtung vollkommen zufrieden und bedauern lebhaft, daß so schwerwiegende, die Gemeinden im höchsten Grade beeinträchtigende Verfügungen so ohneweiter« angeordnet wurden, ohne auf die wahrhaften Bedürfnisse der Bevölkerung Rücksicht zu nehmen, sondern auf Notizen eine« Blattes hin, welche der Feder von wohlbekannten Hetzern entstammen. Wir verlangen keine »neu-slovenische Sprache", die Niemand versteht, wohl aber verlangen wir, daß unsere Kinder befähigt werden, mit dem deutschen Nachbar, mit welchem man im stetigen wirtschaftlichen Verkehr steht, verkehren und mit ihm in Eintracht leben zu können, um endlich einmal, dem höchsten Wahl-spruch „Viribus unitis" entsprechend, fern von nationalem Hader, nur für die wirtschaftliche Hebung des Bauernstandes wirken zu können. Wir verlangen, daß unsere Kinder jene Befähigung durch die Schule erlangen, daß sie „der deutschen Sprache in Wort und Schrift mächtig seien", was bisher auch der Fall war. Diese« verlangen wir, um Jedem die Freizügig-keit zu ermöglich?». ihm ein bessere« Fortkommen beim Militär zu sichern, ihn zum weiteren Stu-bium zu befähigen und ihm die Mittel an die Hand zu geben, sich durch da« Lesen deutscher Bücher sowohl al« Landwirt wie al« Gewerbs-mann fortzubilden. Wir verweisen darauf, daß d«e meisten Weingärten in Händen deutscher Herren stehen, die mit Fug und Recht verlangen können, daß sich für den Kampf mit diesem mächtigen Mann zu stärken, schloß der Cillier ein Bündni« mit Garai und Ujlaki. Um Hunyady völlig zu isolieren, suchten die Verbündeten auch Georg von Podjebrad dadurch für sich zu gewinn«n, daß sie die Verlobung eine« seiner Söhne mit Ujlaki'S Tochter durchsttzten. Daraufhin begannen sie wieder die Miniearbeit der Intrigue. Sie machten den König glauben, Hunyady strebe nach der Krone und suche, wenn es ihm in anderer Weise nicht gelinge, mit Hilfe der Türken den Thron an sich zu reißen; ja. er gedenke den König, sobald derselbe »ach Ungarn käme, mit Schwert und Gift auS dem Wege zu räumen. Durch die Wucht solcher Beschuldigungen be-wogen sie den König. Hunyady unter dem Vor-wand einer Berathung nach Wien zu berufen, um ihn dort gefangen zu setzen und hinrichten zu lassen. Hunyady, durch seine Freunde von der Gefahr benachrichtigt, machte sich unter dem Schutze einer starken bewaffneten Schaar auf den Weg. weigerte sich aber, die Stadt Wien ?u betreten. Ritter von Lamberg kam aus Befehl llrichs zu ihm mit der Botschaft: Er solle sich aufmachen, denn der König sei im Anzüge und Graf Ulrich, der denselben begleit«, werde ihm selbst den Geleitsbrief übergeben. (Fortsetzung folgt.) 4 ihre Winzer deutsch können. Wir wollen keine Aenderung der Schuloerhältnisse. Unsere Schule ist ein Kleinod, um daS uns die Bevölkerung im weilen Umkreise beneidet. Die Lehrerschaft erfüllt mit seltenem Eiser ihre Pflicht und ist selbstlos im weitesten Sinne des Wortes. Wir glauben, nicht schließen zu dürfen, ohne daß wir aus die schlechten Erfolge im Deutschen an den meisten übrigen Schulen deS Bezirkes und des Bezirkes Lutienberg verweisen, und wir betonen, daß di« Marktschule Lullen» berg und andere Schulen Kinder an die Schule Obet-Radkersbutg abtreten müssen, damit dieselben auch deutsch lernen. AuS diesen Gründen und aus dem höchst wichtigen Grunde, daß in die Schule Sanct Peter in Obet-Radketsbutg deutsche Gemeinden eingeschult sind, erlauben wir unS die Bille zu stellen: Ein hoher Landtag erwirkt, daß die eingangs erwähnte eigen-mächtige Versüguug sofort rück-gängig gemacht werde. Ans Stadt und Land. Cilli, am 10. Februar 1894. SlovenischeS Spitzel und Denun-ciantentbum. Zwei Gymnasialschüler der hiesigen Anstalt kamen unlängst auf der Straße übereinander und der eine von ihnen gab dem anderen einen KlapS. Diese für die Oeffentlich-feit ganz nebensächliche Angelegenheit bauschen nun die flovenifchen Hetz- und Sudelblätter auf. In dem nur diesen Preßreptilien eigenen An» standsgefühle bringen sie nicht nur die reine Thal-fache. der ja gar kein Gewicht beizulegen ist, sondern spinnen dies zu einer csuso oelvbro aus. Daraus zeigt sich so recht die windische Verbissenheit und Gemeinheit gegen die Deutschen. Nicht die betreffenden Schüler werden hergenommen, das ist diesen Sudelblättern ja Nebensache, sondern die Eltern der beiden Schüler und in weiterer Folge die Anstalt. Können denn die Eltern oder kann die Anstalt etwas dafür, wenn zwei Gymnasialschüler zusammengerathen ? Wem, wer studiert hat, ist eS denn nicht vorgekommen, daß er mit irgend einem Mitschüler eine AuSein-ondersetzung gehabt hat? (Oder haben die be-züglichen Schriftleiter vielleicht nicht studiert?) Doch da wird Angeberei zuerst gegen die Eltern, dann gegen die Anstalt, dann gegen den Lehr-körper, dann gegen Cilli überhaupt gelrieben. Hilf, was helfen kann, denken diese Erbarm-lichen. wenn nur ihrer slooenischen Wuth und ihrer Hinterhältigkeit ein Dienst erwiesen werden kann. Die slooenischen Hetzblätter und ihre schä-bigen Hintermänner haben die Gymnasialschüler auch denunciert, daß unter den Gymna-siasten eine sogenannte geheime „Verbindung" bestehe. Kein wahres Wort daran. Gymnasialschüler kommen bei College» zusammen, welche zufälligerweise in einem Tracle eines Gasthauses wohnn», um Lieder zu singen. Viel» leicht, wir wissen es nicht, habe» diese jungen Leute einmal Durst gehabt und, sofern ihr Taschengeld dazu gereicht, */* Liter Bier getrunken. Vielleicht haben sie auch, wir wissen daS wieder nicht, einmal gesungen „Oesterreich, du mein Vaterland. Deutschland du mein Mutier-land, ich liebe sie alle Beide,' ist aber beides ein Malheur? Jedes Individuum ist berechtigt, einmal Durst zu haben und der Selbsterhaltungs-trieb zwingt es dazu, ob mit oder ohne slove-nische Erlaubnis, denselben so zu löschen, wie es, ohne die Grenzen deS Erlaubten, in diesem Falle die DiSciplinarvorschrislen, zu überschreiten, die augenblickliche Taschenfülle erlaubt. Und wenn die Gymnasialschüler vielleicht gesungen haben, daß Oesterreich ihr Vaterland und Deutsch» land ihr Mutterland ist, so mag daS den slo-venischen Hetzern in Cilli, welche gerne ein groß-slovenischeS Königreich und eine Verbindung mit Rußland, womöglich eine Zersransung Oesterreichs wünschen, wohl nicht in ihren Kram passen, wir sehen aber darin durchaus keinen Verstoß gegen den Patriotismus, der sich zudem auch in Zusammenhang mit dem verbündeten Deutschen Reich, womitwirvielleichl einstmals Ruß-land bekämpfen müßen, äußert. Eine Niederträchtig- ..Deutsch« Macht" keil seitens der slooenischen Wichte ist eS aber, unser Gymnasium und den Lehrkörper an demselben herabzusetzen, die Anstalt, auf die wir Cillier stolz sind, zu schädigen, den Besuch der Anstalt durch derartige Herabsetzungen zu hinter-treiben und dadurch auch die Bevölkerung in Schaden zu bringen. Statt froh zu sein, daß die slooenischen Kinder an unserem Gymnasium etwas Ordentliches lernen und erhabene deutsche Bildung genießen, durch welche allein sie ein besseres Fortkommen finde», stall sroh zu sein, daß deutsche Bürgersamilien von langeher und auch jetzt noch slooenischen Studierenden Rosttage gewähren und dadurch indirecl das Slovenen-thum unterstützen, Hetzen diese Slovenen gegen die Anstalt und das deutsche Gemeinwesen, in der dieselbe besteht — will man zur Charakteristik dieser Leute noch mehr? Für die Wärmestube sind an Spenden weiterS eingegangen von: Frau Gräfin Stibik als MonatSdeitrag 1 fl., Frau Hausbaum einen Topf Grammeln, Frau Costa Erdäpfel und Schwaneln, Frau Westermaier Schwarteln, Frau Friederike T e p p e i I Sack Fisolen und Grammeln. MaSkenkrän;chen des Castno-Ver-eines. Um dem heurigen Fasching zum Schluß noch eine Perle einzufügen, veranstaltete der Casinoverein am Faschingdienstag ein Masken-kränzchen, welches von der Elite der Gesellschaft in Cilli und dessen Nachbarschaft besucht war. Ein Kranz anmuthig-schöner Frauengestalten, keck-naive Mädchenknospen und eben erst voll aufgewachte Blüthen des weiblichen Geschlechtes zierten in ihren reizenden Toiletten und Co-stümen den Ballsaal. der ein einziges Bouquel weiblicher Anmuth, süßen zärtlichen Liebreizes und duftender Schönheit bot. Wir werden uns hüten, aus den schönen Masten und Toiletten eine Auslese zu treffen, vielleicht könnten wir (kein Mensch ist unfehlbar) eine anzuführen vergessen und wir wollen uns nicht der Gefahr aussetzen, den schönen Verlaus des Casino-MaSken-kränzchens etwa durch eine journalistische Vergeß-lichkeit zu beeinträchtigen und Grund zu übler Nach-rede zu geben. — Es war bei der Anwesenheil einer so reichen Zahl schöner Damen kein Wunder, daß sich die hartgesottensten Hagestolze mit einem Feuer in das Tanzvergnügen stürzten, welches für die jüngere Generation nur ein guteS Beispiel sein konnte und es herrschte im Saale alsbald ein so heiterer, angeregter Rapport zwischen den männlichen und weiblichen Besuchern, daß der stille Beobachter seine helle Freude haben mußte an dem seligen Vergnügen, das aus aller Augen leuchtete. Den Glanzpunkt des Kränzchens bildete selbstverständlich die Damen-wähl nach der Mitternachtspause, wobei die Tänzer ihre Damen mit frischen Rosen. Veilchen und sonstigem lebenden Inventar der LiebeS-spräche beschenkten und die Damen sich durch Schleifen, Maschen :c. revanchierten. Viele Be-sucher wären indeß dem verehrten Vergnügungs-ausschusse, an dessen Spitze der oft bewährte und umsichtige Herr Dr. Bayer stand, »och dankbarer gewesen, wen» er Vorsorge daiür ge» troffen hätte, daß die Besucher des Kränzchens, welche sich nicht mit Blumenspenden versehen hatten, solche noch während der Ruhepause hätten zu kaufen bekommen. Die Quadrillen wurden in drei Colonnen getanzt und von den feschesten Tänzern im Saale arrangiert. Die Musik spielte sehr wacker und hatte ihre schönsten Weisen und flottesten Rythmen dem Abende ge-liehen. Betonen wir noch, daß auch Küche und Keller des Herrn K a ll a n d e r diesmal mit besonderer Güte austrat, so sind wir am Schlüsse unserer Berichterstattung angelangt. ErvS schickte bereits die ersten Lichtstrahlen auf Mutter Erde, als die letzten Tacte der Mufik-capelle verklangen. ES war ein schönes Masken-fest, daS unS der Casinoverein wieder geboten hatte und besonders gebührt hiefür dem ver-ehrten Vergnügungsausschuß volle Anerkennung. Veteranenball. Am SamStag fand im Casinosaale der diesjährige Beteranenball stall, welcher wieder die behaglich bürgerliche Ge» mülhlichkeil athmete, die die von jeher gernge« sehnten FaschingSunterhaltungen des Veteranen- 1894 Vereines immer auszeichnet. Der Ball war sehr stark besucht, so daß sämmtliche Räumlichkeiten voll besetzt waren. Unter den Anwesenden be» merkten wir Herrn Bürgermeister-Stellvertreter Julius R a k u s ch (Herr Bürgermeister St iger war in Gemeindeangelegenheite» verreist), den Herrn k. k. Kreisgerichtsprüsidenten Dr. Gert-scher, Herrn Oberstlieutenant Mayer und Herrn Major Holegga mit vielen Osficieren der hiesigen Garnison und andere Celebritäten. Dem Tanzvergnügen wurde in hingebungS-vollster Weise und mit einem Animo gehuldigt, als wäre Heuer der letzte Fasching und der Veteranenball dec letzte Ball in ihm. Beim gemächlichen Ländler sahen wir manchen alten Veteranen noch flott mmanzen: wenn auch daS Haar grau und die Beine schon etwas morsch. daS Soldatenblut verleugnet sich eben bei einer solchen Gelegenheit noch immer nicht. Es war wieder eine schöne Unterhaltung der Veteranen-ball und er kann im Gedenkbuche des Vereines doppelt roth angestrichen werden. Carnevalsckronik Während des heu-rigen verhältnismäßig kurzen EarnevalS wurden nicht weniger als 33 Tanzunlerhallungen — die Kränzchen im Casino nicht mitgerechnet — über vom Stadtamte ertheilte Licenzen in den verschiedenen Gasthäusern der Stadt, abgehalten. Die Unterhaltungen waren, mit Ausnahme ein» zelner. durchwegs gut besucht, überall jedoch verliefen sie ohne Störung und bei animier» lester Stimmung. Als FrüblingSbote wurde uns gestern ein lebender Maikäfer in die Redaciion geschickt — ein todter Kapaun wäre uns allerdings lieber gewesen. Zur Einschränkung des deutschen Schulunterrichtes in Untersteier. Sämmtliche Vertretungen der nach Ober» radkersburg eingeschulten Gemeinden haben gegen die verfügte Einschräiikang des Unterrichtes in der deutschen Sprache an der dortigen Schule einen motivierten Protest an den Landtag gerichtet. Humoristische antifpiritistifche Soiree. Unser beliebtes Bühnenmilglied, Herr Lori E r l wird nach Schluß der Theatersaison in Cilli in Gemeinschaft mit seiner Gemahlin eine humoristische antispiritistische Soitöe geben. Die uns vorliegenden Berichte von ähnlichen Ver» anstaltungen des Herrn Erl in Dresden. wo Letzterer beim Residenztheater der Liebling des Publikums war. lassen auf einen recht heiteren und interessanten Abend schließen, wann Herr Erl die Soitöe veranstalten wird. Näheres bringen wir demnächst. ConcurS. Vom Kreis- als Handels-gerichte in C i l l i ist über das gesammte Ver» mögen der im Handelsregister eingetragenen Geschäftsfirma Adalbert und AloiS Walland in Gonobitz der kaufmännische ConcurS, zugleich von amlSwegen Über daS Privatver» mögen der persönlich haftenden Gesellschafter Adalbert Walland in Gonobitz und AloiS Walland in Oplotnitz der ConcurS eröffnet, zum ConcurScommissär der Herr k. k. Bezirks-richtet Leopold Ledineg mit dem Amtssitze zu Gonobitz und zum einstweiligen Masseoer-waltet Herr Dr. Michael L e d e r e r, Advocat in Gonobitz, bestimmt worden. Anleitungenzur Rebenveredlung. Ueber Ersuchen von Seite deS Herrn Berg» tathes Riebt hat der CeittralauSschuß der steierm. LandwirtschastSgesellschaft den Wander-lehret Herrn I. Bell 6 beauftragt, in Cilli nächste Woche »Anleitungen zur Rebenveredlung" zu ertheilen, zu welchem Zwecke der Ebenge-nannte Dienstag, den 13. d. hier eintreffen wird. Thierfeuchen in Steiermark Es ist herrschend: Maul- und Klauenseuche der Rinder in der Gemeinde Mürzzuschlag deS Bezirkes Brück a. d.M. und Bläschen-a u S s ch l a g an den Genitalien der Zuchtrinder in der Gemeinde P i s e c deS Bezirkes Rann. Erloschen ist: BläSchenauSschlag der Zucht» rindet tn der Gemeinde Cilli Umgebung des Bezirke» Cilli. Denkschrift der Grazer Techniker. Im vorigen Sommersemester kam eS bekanntlich 1894 .Dsutsche Wacht' zwischen Hörern der Grazer technischen Hoch-schule einer- und dem Rector Dr. Heyne, sowie dem Professoren - Eollegium andererseits zu heftigen Zwistigkeiten. Der Rector hatte die Privilegien der Aula preisgegeben, Polizei in die Studentenoerfammlungen eingelassen und daS Ehrenwort seiner Studierenden angezweifelt. DaS führte zu einstimmigen MißirauenSkundgebungen, Katzenmusiken, Relegationen. Die Hörer der Technik haben daS f.esammte Material? über die Vorfälle gesammelt (es handelte sich ur-sprünglich um die Action der gefammten öfter-reichischen Studentenschaft gegen die Reserve-officierS-Verordnung des Kriegsministers) und diese actenmäßige Darstellung erschien nun als stattliche Broschüre im Verlage einer Heidelberger Druckerei. Von dort wurde das Büchlein nach Oesterreich an alle Minister alle österreichische» Hochschul-Prosessoren und alle öffentlichen Per» sönlichkeiten von Graz und Steiermark versendet. Die Broschüre ist sehr ruhig und objectiv ge-halten. Die Wirkung in Grazer Kreisen war keine geringe; doch sollen von weiter Hand neuerdings TiSciplinaruniersuchungen eingeleitet werden, um die Verfasser der „von den Hörern der Technik' herausgegebenen Schrift zu eruieren. Der Conflict zwischen Professoren und Studenten ist überhaupt noch nicht zu Ende. Zu Beginn des Semesters wurden, wie die „D. V." meldet, zwei hochverdiente Hochschullehrer, die sich im Vorjahre der Maßregelung der Studenten widersetzt halten, von ihrem Amte suspendiert. Der Ernst in der Leitung der Eillier Bezirksvertretung. Ein hiesiger Rcchlsaiiwalt wurde von einem Clienten ecfucht, einen beim Cillier Bezirksausschüsse erliegenden Act einzufehen und die erforderlichen dringenden Schritte in einer Straßenangelegenheit durch-zuführen. Die Kanzlei der Bezirksoertretung be-findet sich im gleichen Hause mit der Kanzlei des Dr. Sernec und eine Aufschrift an der Eingangsthüre der ersteren zeigt an, daß die Amtsstunden Dienstag und Freitag von 11 — 12 Uhr abgehalten werden. Der RechtSanwal« verfügte sich nun an den letzten drei Amlstagen innerhalb der Amtsstunden zu verschiedenen Zeiten zur Bezirksoertretung, jedoch ohne Er-folg. da die Thür stets verschlossen war, und al« er gestern nach dem fünften vergeblichen Ver-suche um 9'/» Uhr vormittags in der Kanzlei Dr. Sernec, welch letzterer ja Obmann der Bezirksoertretung ist, anfrug, erfuhr er von dessen Sollicitator, da» der Secretär zwar „in der Früh" da war. jedoch wieder weggegangen fei. Da drängt sich denn doch die Frage auf, wieso denn die Parteien gezwungen sein sollen, so oft vergebliche Wege zu unternehmen, solche natürlich auch den Vertretern zu honuorieren und auf die Durchsetzung ost wichtiger Rechte lange zuzuwarten oder vielleicht ganz zu verzichten, weil es dem Herrn Secretär nicht beliebt, die vorgeschriebenen Amtsstunden einzuhalten, od.r weil ihm dies wegen Cummulierung seiner Stellen nicht möglich ist. wobei es aber vielleicht auch an der erforderlichen Aufsicht mangelt. Es ist dies wieder ei» Beispiel von der glänzenden und geregelten Geschäftsführung des Cillier flo-»mischen Bezirksausschusses Ein bewaffnetes Reichs - Kriegs« corps. Anläßlich der Enthüllung des Radetzky-TenkmalS in Wien wurde ein allgemeiner Militär-Veteranentag abgehalten, welcher den Beschluß faßte, die Errichtung eines alle Militär-Veteranen und Krieger Oesterreich» umfassenden Corps anzustreben und für die Mitglieder desselben die Bewilligung zum Waffentragen zu erwirken. Zur Ausführung dieses Beschlusses wurde ein OrganisationS-Comitö eingesetzt. DaS Ministerium verhält sich nicht ablehnend dem-gegenüber. WeinbancongreH. Der Central-AuS-schuh des fünften österreichischen Weinbaucon-grefseS. welcher im September dieses JahreS in Wien abgehalten werden wird, veröffentlicht einen Ausruf an die Weinbautreibenden Oester-reich», worin ihre Theilnahme an dem Congresse erbeten wird. Au« dem Amtsblatt?. Erledigte Clelle. Gefangenauffeh er stelle beim k. k. Kreisgerichte in C i l l i. Gesuche bis l. März. K. k. KreiSgerichlS-Präfidium. (Feilbietungen). Obdach: Realität deS Vincenz Ragier in Ob-dach (3910 fl. 10 kr. und 4 fl. 30 kr.), am 26. Februar. — Tüffer: Realität deS Johann Vogad in St. Ruperti (600 fl. 32 kr), am 24. Februar und 5,4. März. — Gonobitz: Realitäten der Karoline Kolariifch in Koth-dorf (4303 fl.. 1191 fl. und 500 . fl.), am 14. Februar und 21. März. — St. Martin: RealitätShälfte des Josef Grabler in Ponigl (30 ,7 fl. 80 kr ), am 17. Februar und 17. März. — Lutienberg: Realität deS Matthias Vaupotisch in Allstraß (228 fl.), am 24 Februar. — Tüffer: Realitäten deS Martin Meke in Triiail (3680 fl. 24 kr.), am 17. Februar und 17. März. — Deutscher Tchulverein. (Haupt-stell e.) In der ain 6. Februar stattgehabten AuSschußsitzung wurde der Frauenortsgruppe Laibach, serner den Ortsgruppen Asch, Brünn, Döbling, JserSthal, Jablonetz, Krummau, Oderhollabrunn, Poderfdam und Stankau für verschiedene Veranstaltungen. Sammlungen und Spenden, weiters den BezirkSvertretungen in Asch und Karbitz. der Ortsgemeinde Schönbach, ver» schiedenen Creditinftituten in Brünn, dem nord-böhm. Turngau in Teifchen a. d. Elbe, der Tischgesellschaft „Brigade" in Pilsen, dem Wilden Club des Deutschen Lesevereines in Pohrlitz und endlich dem Bezirkslehrerverein in Krummau für Spenden der Dank ausge-fprochen. Nach Bewillignng kleiner Unterftü-tzungen für die Schulen in Bowitz, Dlasch-kowitz und Watzlau, Berathung von Angelegenheiten der Schulen in Trschemoschna und Przibram und des Kindergartens in Liboch ge-langten Angelegenheiten der Vereinsanstalten in B. Trübau, Königgrätz, Pawlow, Sanct Egidi. Troppau, Ung. Hradisch und Wrschowitz zur Erledigung. Jahr- und Viehmärkte in Tteier-mark. Am 12. Februar: Brück a. d. M., I. u. V. — Gamlitz, Bez. Leiblich, V. — Pöltschach, Bez. Windifch-Feistritz, I. u. V. — | Am 13. Februar: Fürstenfeld, Wochenmarkt 1 für Getreide und andere l.mdwirthfchastliche } Producie. — Lutt,nberg, I. — Murau. V. — Voitsberg, V. — Am 14. Februar: Graz. Getreide-, Heu-, Stroh-, Laden- und Kohlen-markt am Gries-, Holzmarkt am Dietrichstein-platze, Speckmarkt am Nikolaiquai. — Birifeld, I. — Gleisvorf. I. u. V. — Kranichsfeld, Bez. Marburg, I. u. V. — Lichtenwald, I. u. V. — Pettau. Wochenmarkt. — Ponigl, Bez. St. Marein, I. u. V. — Rann. I. u. V. — Sachfenfeld, Bez. Cilli, I. u. V. — Wettmann-steNen, Bez. Deutsch»Landsberg. V. — Am 15. Februar: Graz, Hornoiehmarkt nächst dem Schlachthause. — Rann. Bez. Pettau, Schweine-markt. — ArnfelS, Schweinemarkt. — Am 16. Februar' Graz, Stechviehmarkl nächst dem Schlachthaus?. — Fautsch, Bez. Drachen bürg, I. u. V. — St. Nikolai im Sausal, Bez. Leibnitz. I. u. V. — Pettau, Wochenmarkt. — Podplat. Bez. Rohitsch. I. u. V. — Unter» kostreinitz, Bez. Rohitsch, I. u. V. — Am 17. Februar: Graz. Getreide», Heu-, Stroh», Laden-und Kohlenmarkt am GrieS«. Holzmarkt am Dietrichsteinplatze, Speckmarkt am Nikolaiquai. — Vorau, V. — Windifchgraz, V. — Am 19. Februar : Fraßlau, Bez. Franz, I. u. V. — Groß-Florian, Bez. Deutsch-Landsberg, V. — Jlz, Bez. Fürstenfeld. I. u. V. — Pischatz, Bez. Rann. I. u. V. Kleine Rachrichten. Im Wiener Gemeinderathe hielt Bürgermeister Dr. Prix eine Ansprache, in weicherer das fünf» zigjährige RegierungS»Jubi 1 äum des Kaifers im Jahre 1898 be-sprach. Er regte an, daß in der Nähe des Rathhauses ein großes städtisches Museum mit einem Kostenauswande von 500.000 fl. gebaut werde, welches im Jahre 1898 fertig werden soll. — Der König von Sachsen ist an einem Katarrh erkrankt. — Der Jäger-hauptmann B u r e f ch in Wien, welcher vor einiger Zeit den Bäckermeister K n o t h infolge eines Streites auf der Straße mit einem Messer a n g e f a l 1 e n und so schwer verwundet hat. daß Knoth einige Tage nachher gestorben ist, wurde vom Militärgerichte verur-theilt. Man sagt zu 3 Jahren Festung. — Die Prager Militär-Behörde hat daS Bezirks» gericht in Gran um Einvernahme deS dortigen StadtpsarrerS Dr. Julius F e h e r ersucht, weil derselbe kürzlich ohne Bewilligung der Militär-Behörde einen Hufaren-Ober-lieutenant getraut hat. Das Bezirks-gericht hat gegen den Pfarrer da» Strafver-fahren eingeleitet. — Großes Aufsehen erregt die in P r e ß b u r g erfolgte Verhaftung eines aus dem Generalstabe zugetheilten Officiers, angeblich wegen W e ch f e l f ä 1 f ch u n g e n. Es handelt sich um 20.000 fl. — In dem benachbarte» uiährischen Orte Höfen sind fünf Personen an Trichinose ge» st o r b e n. Es sind außerdem zahlreiche Er-krankungen vorgekommen, darunter einige schwere Fälle. — In Amsterdam ist man einer weit-verzweigten Falschmünzerbande auf die Spur gekommen. Die Affaire zieht immer weitere Kreise. ES wurden viele angesehene Kaufleute, welche an der Emission falscher Banknoten be» theiligt waren, verhastet. Einer derselben, ein reicher Kaufmann namenS Gompetz. hat sich im Gefängnis erhäng». Die Seiden - Fabrik G. Henneberg f. iu 1. Ajirich sende! »irnt »» yrigalt: (chuwrif, weite »nd fnrtliit Seidenstoffe von 45 lt. di» (. N,«b «tin — glatt jeffcrift, taniett, gemalte?!, lamasle cic. (ca. HO v!i!ch. Q»oi. II»» «ooo'»er(4. ivnitfn. Dcfiiu» rtc.) »Oll«, an6 loUfift in di« Wohnung an Prjvax Mister Ivnefe koste» >0 kr. «»» Vostt-rie» d kl. Porlo nach »n entUKU. Wir machen hiemit die p. t. Herren Schneider-meisicr aus die in B u d a p e st (Waitzner-Boulevard Nr. 8, neben dem Marokkaner.Hause), bestehende bestrenoinmierte Tuch-, Schafwollwaar:«-und Schneiderzugeher - FatrikS-Niederlage der Herren Grün & Comp. aufmerksam. Diese Firma verkauft im Großen, wie im Kleinen zu OriginalFabriks-preisen und hat e« sich hauptsächlich zur Aufgab« gemacht, alle jene Herren Schneidermeister, welche ihre Kunden gut und billig bedienen wollen — ohne fieit Hunderten tou Jahren bewährt in allen Krankheiten der A tl« mum»-untl Verdnunucaoriane, bei Gicht, Magen- uud Blanenkatarrh, Vorzüglich für Kinder, ReconTalesccntcn und während der I Gravidität. Bestes diätetiscbes n. Erfiriscü nn^s-üetränk. Heinrich Mattoni, Karlsbad und Wien. TincLcapsici compos. » (Äain- ErxeUer).n bereitet w »ichtee» A?-th»k». Pea«. allgemein bekannte, schmerzstillende Einreibung, tft zum Preile von si. 1.20, 70 und «v kr. die Flasche in den meisten Apocheken erhült-lich. Beim Einkauf sei man recht vorsichtig und nehme mir Flaschen mit der Schutzmarke ,«»k»r" — als echt an. — lentral - versand: V ptidllffS lEitfrft i» iiiiznt, Alk,. f 1216—2«; 6 43 Z>ie Rettung der HstmarK. Scschichllichc Erzäblunz von Mark. D«r«all. 9. H a u p t st ü ck. Da« Entsatzheer kommt. Traurig, hoffnungslos und zum Todt er-mattet, ritt Starrhemberg in der vom 6. Sey-tember, nur von wenigen Adjutanten begleitet, seine gewöhnliche Runde um die Stadt herum.. Die Belagerten hatten auch heute wieder einen glänzenden Sieg gegen die Türken zu verzeichnen. Sie siegten alle Tage und nun wollte es scheinen, daß all ihr aufopferndes Ringen, all der unglaubliche Heldenmuth für das bedrängte Vaterland dennoch vergeblich war. Die Stadt konnte sich nicht mehr halten; die übermäßig angestrengten Soldaten murrten, Starrhemberg. selbst, die Offiziere und die Bürger waren aufs Aeußerste erschöpft und er hatte zum ersten Male den Glauben aufgegeben, daß er die Stadt werde retten können. Schon seit drei Wochen hatte ihm der Herzog die Nachricht gesandt, daß der König von Polen, sammt den deutschen Reichsfürsten heranrücke und noch immer kamen sie nicht nach Wien. Was sollte er davon denken! Er fürchtete, daß sie von den Türken geschlagen und besiegt seien, daß jede Ausicht auf Hilfe dahin sei. Er konnte und durfte sich keiner Hoffnung mehr hingeben, daß noch zur rechten Zeit ei» Entsatzheer eintreffen könnte. Der letzte Bote, den er mit einer so drin-genden Mahnung zur Hilfe, an den Herzog gesendet, war nicht zurückgekommen. Nein, an eine Hilfe war nicht mehr zu glauben und er sann darüber nach, wie er am ehrenvollsten sterben könne und den Einwohnern der Stadt dennoch durch seinen Tod, irgend welchen Nutzen zu bringen. Da entdeckte er am Schottenthor einen Knäuel Menschen beisammen stehen, welche heftig gestikulierend sich um einen Mann ver-sammelt hatten. Im Nu war er dorthin gesprengt uns fand den zurückgekehrten Boten, Gregorvvitz, der vom Herzog gute Kunde brachte. Er sandte ihm die Nachricht, daß Tököly schon zum zweiten Male geschlagen sei, daß da« HilsSheer deS Polenkönigs bei Tulln die Donau überschritten und sich nun mit den deutschen ReichSfürstm vereinigt. Herr Gott, ich danke dir für diese Kunde, sagte Starrhemberg laut und blickte gen Himmel. Da sah er die heißerfehnte, Hilfe verheißenden Feuergarben am Himmel aufsteigen, die vom Kahlenberge emporflammten. Bei diesem Anblick brach der Jubel des Volke» mit elementarer Gewalt los «nd ein freudiges Jauchzen er-fchütterte die Lust, welches sich durch die ganze Stadt fortpflanzte und den gesunkenen Muth der Trauernden und Ermatteten noch einmal belebte. Starrhemberg aber hatte noch tausend Fragen an den Boten zu richten und dieser erzählte ihm mit froher Begeisterung, was er als Ge-fangener der Türken erlebt und dann, waS er gesehen, Alle deutschen Fürsten, die von Waldek. Georg von Sachsen, den Herzog von Eisenach, den Markgrafen von Baireuth. den Herzog von Weimar, von Braunfchweig. von Lüneburg, den Landgraf von Hessen, die Fürsten von Hohen-zollerti, Anhalt und Salm, Ludwig von Baden, aber gerade zu herrlich erschien ihm der König von Polen und der Kurfürst Max Emanuel von Bayern, den er schön, wie einen Gott, in prächtigem blauen Gewände auf seinem Schiffe die Donau herabkommen sah, somit seinen ritter-lichen Schaaren, bei deren Anblick alles Volk in hellen Jubel ausgebrochen sei. Starrhemberg beschenkte den Boten königlich, verließ das jubelnde und sich umarmende Volk, schwang sich auf sein Pferd und eilte zu feinem Freunde Graf Jörger, der krank darniederlag, um ihm die frohe Kunde zu bringen. Ich bringe Dir eine glückliche Nachricht. Alter. Da» HilsSheer kommt nun ganz sicher! ..Deutsch- Wacht" Der König von Polen hat die Donau bei Tulln überschritten und die deutschen Reichsfürsten sind fast alle schon angekommen und sie werden dann bald zu unserer Rettung hier sein! Na. wenn sie unS noch fo lange hinhalten, wie sie eS jetzt gethan, mit ihrer versprochenen raschen Hilfe, dann kann eS unS mittlerweile noch schlecht gehen. Sie werden schon noch zur rechten Zeit kommen, alier Freund! Ich bin wieder voll froher Hoffnung. Dann wird Eure frohe Hoffnung einstweilen für uns daS Beste fein! Seid nicht gar fo pessimistisch, Freund Jörger, und macht nur. daß Ihr gesund werdet, damit wir recht fröhlich die Rettung Wiens zusammen feiern können. Das will ich thun. Starrhemberg, denn ein bischen Hoffnung stößt doch auch mir di« Nachricht ein. Gott hat uns solange erhalten, er wird unS auch ferner schützen, aber nun lebt wohl, ich muß fort. Die Paschas des Türkenlagers waren in großer Erregung. Auch sie hatten die Nachricht erhalten, daß der Polenkönig, der Türk,nbe-zwinger, und ebenso daS Reichsheer auf dem Wege nach Wien fei. Sie verlangten nun von dem Großvezier zu hören, welche Mittel dieser vorschlagen würde, um das Hilfsheer zu besiegen. Man hat Euch falsch berichtet, beantwortete jetzt der Feldherr nun die an ihn gerichteten Fragen. Nicht der Polenkönig, sondern Lubo» mirSky mit vier tausend seiner LandSleute haben sich bei Tulln gelagert. Auch einige deutsche Reichs-sürsten mit einem zusammengestoppelten Heere von Bauern sind dort, die wir in einer Viertel» stunde alle zermalmen werden. Der einzige Held ist Starrhemberg und den müssen wir zuerst ver» nichten, ehe wir uns um da« HilfSheer kümmern. Die Paschas fragten, welche Operationen am nächsten Tage in« Werk gesetzt würden. Siürmt! — Stürmt' — Stürmt! rief der Großvezier zornig, der nun seine Aufregung nicht mehr bemeistern konnte. Mein Sohn Ad-schib hat den Oberbefehl, besprecht Euch mit ihm! Ich aber rathe Euch, mir die Stadt morgen zu Falle zu bringen! 10. H a u p t st ü ck. NurredinS Tod. In dem unendlichen Menschengewühls des großen türkischen Lagers aber gab es an diesem Abende zwei Menschen, die sich unaussprechlich glücklich fühlten. ES war Carolin.' und Johannes, die sich im Zelte deS Fürsten Seroan fest umschlungen hielten, als wollten sie nie wieder von einander lassen. Als der Fürst die Jungfrau aus AdfchibS Lager brachte, mit einem weißen Musselin-fchleier bedeckt, der die ganze Gestalt verhüllte, begegnete ihnen im Eingange seines Zelte« Graf Johannes, den Kanitz soeben hinausführen wollte, um in der Kühle des Abend» frische Lust zu schöpfen. Kaum aber hatte ihn Caroline erblickt, als sie sich ungestüm von dem Fürsten loSriß und in die Arme des Geliebten stürzte, den sie krampf» haft umschlungen hielt. Sie fühlten nichts von den Gefahren, die sie umringten, sie fühlten nur da« Glück, sich zu besitzen. Der edle Fürst Servan befand sich einer peinlichen Lage. Er hätte dem Grafen Johanne», der ihm sehr sympathisch war, gerne die Braut überlassen, allein Adschib halte ihm die Jung» srau anvertraut, und e« widerstrebte ihn, diesen zu betrügen. Der kluge Kanitz aber wußte alle seine Bedenke» niederzuschlagen, denn er machte ihm begreiflich, da» Caroliue die verlobte Braut des Grafer sei, daß Adschib aber da« Mädchen ge-raubt und kein Recht habe, sie zu besitzen, und 1894 endlich daß der Fürst als Christ und als edler Mensch verpflichtet fei, das von Gott selbst so wunderbar vereinte Brautpaar zu schützen und daß er nicht dulden dürfe, daß eine so herrliche Jung-srau der wilden Begier eines Asiaten zum Opfer falle, der doch eine wahre und reine Liebe niemal» begreifen könne. So beruhigte Kanitz die Gewissensbisse des Fürsten, und dieser willigte schließlich ein, daS sich liebende Paar zu retten. — Während sie noch zusammen sprachen, ward dem Fürsten gemeldet, daß vom Kahlenberge eine Menge feuriger Kugeln aufflogen. Man eilte inS Freie, um sie zu sehen. An der freudigen Bewegung aber, welche die Feuergarben auf feine Gefangenen hervorbrachte, erkannte der Fürst, daß dies rettende Zeichen für die Wiener fein müßte. Während uun die Polen und Reichstruppen beschäftigt waren, die Höhen des Kahlenberge« zu erreichen leitete Adschib den Kamps gegen Wien der immer wilder und blutgieriger von Seiten der Türken geführt ward. Dennoch hatten sie auch heute nur Verluste zu verzeichnen. Adschib begab sich gegen Abend in sein Zelt und trug dem Pascha Mohamed auf. die ganz« Nacht fort stürmen zu lassen. Er ging nicht zu seinem Vater, ihm Bericht zu erstatten, er nahm er ein duftendes Bad. schmückte sich und sandte dann zu den Fürsten Servan, er möge ihm die Sclavin zusenden. Statt der Sclavin kam der Fürst selbst, und berichtete daß da» Mädchen gedroht habe, sich zu tödten bevor sie in sein Zelt komme. Was kümmert mich die blöde Drohung, sagte Adschib, laßt sie herbringen, wenn sie sich mit ihren schönen Haaren tödten will, so muß man sie diese» Schmuckes berauben. Es ist nicht diese Drohung Herr, sondern ich wollte nur fragen, ob Ihr wirklich Gewalt gegen die Spröde gebrauchen oder ob Ihr den Sitten und Gebräuchen ihres Lande« Rechnung tränend, auf zarlere Weife ihre Liebe gewinne» wollt? Ihr wißt, dak ich gerne ihre Liebe ge-winnen möchte, allein meine Geduld ist nun erschöpft. Ich fürchte nur. daß Euch eine Gewaltthat wenig Nutzen bringt. Und doch soll sie kennen lernen, daß ich ihr Herr und Gebieter sei! Als ob sie das nicht wüßte. Wenn sie einmal bei mir ist. dann will ich sonst wie ein Lamm sem mit ihr. Nur soll sie mich nicht zum Zorne reizen. Ich kann eS nur wiederholn!, daß sie gutwillig niemals in Euer Zelt kommen wird! Nun sprang der junge Asiate wüthend auf. um hinaus zu stürmen und sie selbst in feinen Armen in sein Zelt zu tragen. Doch plötzlich mäßiate er sein Ungestüm, und kam langsam zurück, setzte sich auf feinen Divan und sagte sinnend: Hört Fürst, vielleicht ist cS besser, wenn ich ihr zeige, daß ich ein edler Mann bin. Ich will die Sitten ihrer Heimat ehren und sie erst nach einer ceremoniellen Trauung, zu meiner Gattin machen. Der Fürst zeigte sich über diesen Entschluß sehr erfreut und war eS auch in der That, denn er wollte Zeit gewinnen um feine Earo-line zu retten. So verkündet ihr diesen meinen Willen. Ich werde in einer Stunde in Euer Zelt kommen und ihr die üblichen Geschenke darbringen. Laßt die Geschenke, hoher Herr, sie würde es nicht annehmen. Soll ich ihr vielleicht Rosen bringen? lachte der Sohn de» Großvezier». Möglich, daß ihr die» gefällt, antwortete der Fürst ernst. (Fortsetzung folgt.) 1894 „Deutsche Macht" ) Johann Warmuth'8 Herren- und Damen-Frisier-Salon 1301-50 Cilli, Grazergasse 10 (vis-ä-vis Hotel Koscher). Empflfhlt »Irh drm P. T. Puhllruni nns da» Beate, ftiitr H«dlrnuu( und relnate H'lirhe. Grösstes Ijag-cr von lE'sLrfu.saa.exie-.Ajrtücelri. uad Haa.r-.A_r "celten.. _A.lle Zöpfe werden umgearbeitet und gefärbt. Allgem. Depositen "iBank in Wien I. 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