»WkDchlS rksä ▼ ▼▼▼f ▼▼!▼ ^ • ¥TT7 cws5isSg ""****• W »ilgelrilMt tb»E*f*inrt t5flHrTcn<=-»•]!!• D41SS. s"* ^bd«ft«ll»> Ar. 3«. ^ st st r a Oflara gebt durch hie Lande. Der Frühling verköipert in einer gütigen I«», die «ii sonnige« Glück«lächeln durch die Fluren schreitet und mn liebkosenden Sonnenstrahlen die Gla«enseelch»n wachruft zu neue« Leben — «it »elch dichterische« Schauen, «it welch glühender Gistaltungßkraft und hohem Geist»«schwungt waren doch unsere Vorfahren begabt! Und wie kriecht Iwtt unsere Phantasie auf de« Boden! Aber die« Volk hätte eben die Frühling«göttm «ich« zu ersinnen, nicht zu denken ver«ocht, wenn »« den Frühling nicht in seinen Adern und Sehnen »«borge« hätte. Man Hai die Kohle, den schwarzen Ne«am. als aus Flaschen gezogene Sonnkvwärm« bezeichn«: s* ähnlich möcht« ich «einen, daß in de« Gemüte der Ger«anen der Frühling aufge-Zeichen »ar. Die ganze banal« bekannte Welt hallt« wider »»» ger«anischen Ha««erschlägen. Znspellt und zerschellt war da« gewaltige Rö«erreich. I» Madeira, wo «an in den Guanchen die Nach» kommen der Bandalen erkennen will, bi« nach Gflrogard, de« heutigen Nischni-Nowgorod, war a>« Menschenkreatur germanischem Willen Untertan. Woher stam«t die Kraft, die sich eine Welt uuirrwarf? Gibt un« einzig der Hinwei« auf die sehnigen, kraftstrotzenden Leiber, auf die von z«r» «ürbender Ueberkultur noch nicht beleckten Hünen» »«stalten den zugehörigen Schlüssel! Falsch! Die Kraft ist der Funke vo« Himmel. Auch »in Geschlecht von starken Männern kann gebeugt und in Ketten geworfen werden. Erst wenn ßch zur Leibeskraft der Wagemut, da« fröhliche Gertrauen in den Glück«stern gesell», ersteht da« Geschlecht der Eroberer. In unserer Brust ruhen Hin österreichischer Patriot von Anno 1813. Zu seine« Gedächtni«. H»m k. k. Kom«ijfion«rat A. Moschkau-Oybin. Napoleon« Slern war sichtlich i« Verbleichen! Xn die verlorene Schlacht an der Katzbach reihte ßch die von Kul«. Von Schlesien her rückte Blüch«r, ,»u> Quai« her die Russen unter Langeron und »»« Lausitzer Gebirge ab drängte da« österreichische A,rp« unier pubna. Noch aber hielten Pol«n unter Ponatow§ky da« Zittauer Land, die Französin «iier Macdonald und Lauriston di« nordw«stlich« Gd«rlausitz bi« über Görlitz hinau«, besetzt. Vor» «arsch der Alliierten ward die Parole! Bereit« halten die Pol»n, der österreichischen Ueber«acht »»ichend, Gabel und Zittau g»räu«t, aber u« Miau erneut festen Fuß gefaßt, ihr« richte Flanke »d Reserve bildeten Franzosen. Sie von hier zu MrdrSngtn, gegen Dresden zu, galt i« «it aller Macht. Von Zittau bi« Ru«burg und wiitrr standen Kon die Ltsterreicher unter Reipperg, bri Ostritz Preußen unter Jork. Den entscheidenden Schlag D> führen, war den Russen unter Graf St. Priest P>>edacht. Ja den Tagen vo« 7. Septe«b«r 1813 » standen fich Russen und Pole« bei Löba» fchlacht« b«r»it gegenüber. Die Verbindung der Allierten wurde durch Streifkorp« lebhaft unterhalte». U« aber über Stellung und Ziele d«r starken polnischen Armee »«au ivson>iert zu fein, waren auch Ku«d>chafter- Mi, Sonntag, 15. Aprit 1906 unserer Schicksal« Stern«. Da« l«hrt un« alle Welt-»ei«heit. Auch der liebea«würdige Weltweise von Razareth hat seinen opfer«»tig»n Btkennern zuge» rufen: „Der Weg ist in diri" Da« kraftvall» und lichlfnudige Denken hat un« den Adel der Menschheit, die G«r«ane« geschenkt. Ar»a, da« hrißt, di« Vornehmen, nannten sich einst«als alle Brüder der Ger«anen, auch der Glatze, der Ro«ane, Kelte und Inder, aber die vorneh«e Sinne«art de« Herrengeschlecht« hat er am besten bewahrt — und darum blieb ih« auch der Erfolg treu. Wer diese Erkenotni« von der Kraft de« Seist««, von de« alle« bezwingenden, festen Willen, von de« »ollkräftigen Denken voll au«zudenken ver«ag, der verfchließt sie bald a!« ein köstliche«, wunder» tätige« G«hei«ni« in feine Brust und leiht sich in Stunden de« Zweifel« und de« Kleinmut« von de« in ih« fließenden Born der Kraft neue Kräfte. Den Frühling hatten auch jene Baiern und Ale«ann«n i« Herzen, die diese« Lande bie Be» sreiung von d«r Herrschaft d«r Avaren brachten. T« sind unsere Urahnen. Ihre kleinen Harste hätten über die volkreichen Avaren. die überdw« hinter schier unb«zwingliche» Srdwa^n wuhatt.'., zu denen ihnen ein Vauban de« Mittelalter« den Gedanken eingegeben hatte, nie gesiegt, wenn ihr Hirn nicht starke Gedanken, Gedanken de« Mute«, der Kraft und der Entschlossenheit gedacht hätte. Wie «ag Jung Tassilo und Jung Alarich, oder wie sie sonst geheißen haben mögen, die blondgelockten Söhne Germanien«, die so «anche« Wendenknaben zu eine« Flachshaar verhalfen, der Sonne entgegengejaachzt haben, al« sie nieder» stiegen in unsere sonnigen Täler und Gefilde. Da« Rößlein sprengt zu Tal und weithin schleudert jugendlicher Uebermut den Sauseger. So mall sich der dienst« notwendig. Dem Kundschafter war zu allen Zeiten, sür jede i« Feld» stehende Mach« ein wichtiger Posten zugeteilt. Einen solchen Kundschafter sandte auch der Höchstko««andirrendt der Oesterreich«! in Zittau in da« Hauptquartier der Polin bei Löbau. Ein Fleischer oder Viehhändler, ein junger Mann, Gatte und Vater, gab fich zu de« schwierigen Dienst« her. Sein Namen blieb leider unbekannt. Daß e« ein Deutschböh«e au« der Gegend von Gabel und daß «r, wohl durch s«inen Beruf, ein wenig d«r polnischen Sprach« «ächtig war. dars «an al« stcher an-n»h«»n. Daß »r außerdem ein deutscher Mann, »in wack»r»r österreichischer Patriot g»w»s»n, bezeugen die nachfolgenden Angaben. Diese stütze» sich aus gleichzeitig», authentische Nachrichten, aus di» hint»r» lasienen Mitttilungtn de« Pastor«, Pri«ariu« Brückn»r in Löba» »nd auf di« Berichte d»r noch l»b«»d«» Söhn» von Z»itg»noff»n. Am 8. S«pte«ber 1313 kehrte i« Schankgute Nr. 130 zu Gb«r«dorf bei Lobau ein fr««d«r Fl«isch«r «in, i» jene« Dorfe, wo sich di«f«r Zeit da« Zentr»« der polnische» Ar««« befand. J«d«n» fall« hat «an sich hin erst vo« G»fchäft unter» halten, den» da« Echankg»t war zugleich »in» Oekono«i». Virllticht etwa« zu auffällig sucht» in» dessen d«r Fremde bei d»« Schankgut«pächt»r Kießling auch Nachricht»» über di» Stellungen der hi»r und in dir Umgebung bequartierten polnischen Truppen z» erfragen »nd «achte sich darüber, wie »r glaube» «ochte, uub»«erkt Auszeichnungen. Kießling, welcher seinen Gast von Anbeginn auf» »1. Jahrgang. rückschauende Geist «in Bild von d«n german scheu B«sitzneh«ern diese« Lande«, die wohl da« L«nd nah«en, aber zugleich auch den von den Aoarra wie Hunden gehaltenen, unttrwürftgen Wenden di« Kttten nahmen, die ihre Schultern wund drückten. Wir «üssen wieder ostaragläubig werden. Wir müssen den Bann, drr unsere besten Kräfte nieder» hätt, von un« tun und seine Fesseln sprengen. Jeder Gedanke der Mutlosigkeit und de« Zweifel« fei v»rs»m«. Er birgt d»n Mißerfolg in sich. Laßt un« Krast und Glück d«nk«n, «it fester Zuversicht auf eine schöne Zukunft hoffen und da« Glück und d»r Erfolg wird un«, wie von einem Leitsteia angezogen, aussuchen. Da« Schicksal de« Einzelnen gehorcht diese« geistige» Gesetz«, wie auch da« Geschick ganzer Völker. Tut Frühling, tut Osterfthnmung in Euer« Herzen l Oeffnet Euer« Seele de« Licht, ber Freudigkeit und de« Krastgesühle! Dana seid Ihr unbezwinglich. Dann erst könnt Ihr, wie e« im Lutherliede heißt, singen: »Und wenn di« Welt voll Teufel wär, Ei muß un« doch gelingenV Wär' unser ganz«« Volk erfüllt von diese« G.'iste, dann könnten wir die Slaven«ehrheit i« Re ch«-rate, die un« durch % bie Wahlresorm beschert werden soll, al« einen Popanz verlachen. Darum muß der große Feuchter«leben, der da« Evangelium von dem alle« bezwi»-genden menschlichen Willen verkündete, der Lehrmeister der Deutschösterreicher werden. Im Ansang war da« Wort, oder wie e« richtig gedeutet wird, der Geist. Der Geist baut sich den Körper, er ist da« Bauende, da« Schaffende. Erfüllen wir unser Volk zunächst mit diesem Geiste der Kraft, mit Gedanken de« Mute« und der UnoerzagtHeit und dann zimmert sich «ertsa« beobachtet hatte, schöpfte dieser befre«d» lichen Umstände wegen über die Person nicht n»r Verdacht, sondern erstattete, al« gewesener Soln« fich dazu gezwungen fühlend, bei de« im One quartierenden, polnischen Oberkom«andanten auch in«gehei« Anzeige. Der Fleischer «achte sich, Verrat ahnend, still auf den Weg, aber Soldaten eilten ihm sofort nach und «achte» ihn, bei der noch stehenden Scheune de« Haus«« Nr. 75, dingfest. Vor den polnischen General »e» bracht, wurde er untersucht und angeblich i» seinen Stiefeln, nach anderer Au«sage in seine« hohlen Stocke, Karten und Papiere gesunde». Das Wichtigste, da« er schriftlich bei sich führte, »nd dessen auch Pri«ariu« Brückner erwähnt, eine» beschriebenen Zettel, hatte der Fleischer, vor sein« Gefangennahme in der Scheuer, zerkaut und dann verschlungen. Hierüber verweigerte »r vor de», zu-sa«m»ngitr»t«n»n Krieg«gerichte, trotz der fürcht««-lichsten Peinigungen, d»n»n man ihn uabar«h»rzi» unterwarf, jede Au«kunft. Auch dann noch, al« «an ihn zu« Tode durch Pulver und Blei »e» urteilte. Ruhig nah« er da« Tode«urteil hin «fc den gefaßt gesprochenen Worte»: „Meinen Kaiser »errate ich nicht!" So blieb der Inhalt de« »er» schlu»g»n»n Zettel« ein Sehei«ni«. Die Krieg«justiz «acht bekanntlich nur kurzen Prozeß. Die Vollziehung de« Tode«»rteile« .erfolgte noch a« selben Tage. Wohl bat der Verurteilte u« sei» Leben, weil er dahei« Weib und Kinder hab«: aber «it de« Verrate feine« Sehei«nisse» c« zu erkaufen, wie« er «ntschi»den zurück. Auf Seite 2 dieser Seist ein Oesterreich, wie es sein soll und «it aller völkischen Drangsal ist'« vorüber für alle Zeiten. Teutwatt Wede. Heschichte des Humvereines Mi. Von Turnlehrer F. Porsche. 10. DieVerein«tätigkeit in den Jahren 1890—1900. Ja der Hauptversammlung a« 4. Jänner 1896 wurde sollender Turnrat gewählt: Sprechwart Augast Tisch, Tmnwarte Karl Fersen und Dr. Duhatsch, Säckelwart Joses Arlt, Zeugwart Franz HauSbaum, Schriftwarte Dr. Weriheim und Dr. Schöbinger, Ersatzmänner Mettelet, Zottl und Dr. Orosel. Der am 1. Feder veranstaltete Turnabend nahm einen guten Verlauf. Zur Ausbewah» rung verschiedener Jnventarstücke, Fahne, Bücher?c. wurde ein großer Schrank angeschafft, welcher »n einem Vorraume der Lande«bürgerschule untergebracht ist. Der Verein beteiligte sich am Leichenbegängnisse de« Landtaa«abgeordneten Dr. E. W o k a u n. Turnlehrer Tisch schenkte de« Vereine die Jahr» gänge der deutschen Turnzeitung von 1864—1893 und legte so«it den Grund zu einer Verein«» bücherei. Dem Vorsitzenden der Deutschen Turnerschast Dr. F. Götz wurde zu seine« 70. Geburtstage am 30. Mai folgende Glückwunsch-Drahtnachricht abgesandt: „Aus der südlichen Mark wollen Sie zu Ihre« 70. Wiegenfeste die herzlichsten Glückwünsche au« treuen Turnerherzen entgegennehmen. Gott er-halte Sie noch viele Jahre an der Spitze der deutschen Turnerschast, der wir unter Ihrer Führung und Leitung seit 1862 anzugehören stolz und glücklich sind, indem da« einigende Band in trügen schweren Kampftagen un« tröstet und erhebt! Mit hellklingendem deutschen Turnergruße für den Turnrat: Tisch und Ferjen." Am FrohnleichnamStage fand die Frühling«» turnfadrt nach Gonobitz statt. Für die Ordnung der Jnventarsiücke wird dem Turner Ferjen der beste Dank «»«gesprochen. In der Hauptversammlung am 2. Jänner 1897 wurde folgender Turnrat gewählt: Gprechwart Au ust Tisch, Turnwarte Ferjen und Dr. Duhatsch, Säckelwart Josef Arlt, Zeugwart Hau«baum, Echriftwarte Dr. Wertheim und v. Pichler, Ersatz-«änner Zottl, Mettelet und Dr. Orosel. Am 3. April wurde der 35jährige Bestand de« Vereine« durch eine Festlneipe gefeiert. Der heimische Dichter Freiherr von Falke hielt eine «it viele« Beifallt aufgenommene Festrede. Der Bizebiirgermeister Rakusch beleuchtete in begeisterten Worten die hohe nationale Bedeutung de« Turnen«, sowie die hohe Wichtigkeit und die nationale Wirksamkeit de« Turnvereine« in dem vom natio» sein Bitten gewährte man ihm geistlichen Trost und Beistand. In Ermangelung eine« katholischen Pfarrer« reichte ihm Pastor Primariu« Brückner au« Löbau, der herbeigeholt worden war, Beichte und Abendmahl. Dieser gab ihm auch willig da« Geleite zu« Sandhaufen. Der Exekution«platz be» fand sich direkt hinter de« Bauerngut« Nr. 118 in Eber«dorf. Den Seelsorger zur Seite, würd« der an den »r«en gefesselte Verurteilte, von einer Kompagnie Polen, unter dumpfem Trommelklang zur Tode«» pätte begleitet. Die Salve krachte, die polnischen Kugeln hatten gut getroffen. — .Standhaft erlitt «r den Tob", berichtet Primariu« Brückner, der ih« da« letzt« Vaterunser gesprochen. An Ort und Stell« würd« d«r Erschossene v«rscharrt. Viele Ort«» bewohn« waren Zeugen diese« Vorgange«. iBm Gebete und Träne» de« Mitleide« al« «ensch-lichen Tribut zollend. Schon a« anderen Tag», a« 9. September, ka« e« bei Eber«)ors»Löbau zu« blutigen Treffen. Die Russen unter Graf St. Priest siegten und warfen die geschlagtne polnisch-französische Armee bi« gegen Bautzen zurück. Dadurch wurde schon in den nächsten Tagen die ganz« Oberlausitz für i«««r von französischen Truppen befreit. Al« während der 61 tägigen Belagerung Wien« durch die Türken, i« Jahr« 1683, ber &nW ___ nalen Gegner hatt bedrängten ft«irisch«n Unter» lande und versichert den Turnverein der herzlichsten Sympathien der Stadt Cilli. A« 27. Juli beteiligt« sich d«r verein durch eine Fahnenabordnung a« Sängerseste in Rann und erhielt von den dortigen Frauen ein Fahnen» band. Der Verein nah« am 30. September am Leichenbegängnisse de« gewesenen langjährigen Verein«od«aone« Josef Rakusch vollzählig teil und widmete dem teueren Verstorbenen al« letzten Gruß einen Kranz. Dem Turnverein wird zur Kenntni« gebrach«, daß der Verstorbene dem Vereine ei» Legat von 20.000 Gulden zur Erbauung einer Turnhalle in welcher nur Deutsche turnen dürfen, vermacht hat. Tisch teilt mit, daß e« Sache des Turnvereine« -fein wird, seine außerordentliche Dankbarkeit sür diese hochherzige Widmung in ge-eigneter Weise zum Au«druck zu bringen. Zur immerwährenden Ehrung de« Erblasser« wurde beschlossen, jedesmal am 19 März eine« jeden Jahre« durch den womöglich vollzähligen Turnrat. verstärkt durch freiwillig sich meldende Mitglieder an seinem Grabe einen entsprechenden Kranz in pietätvoller Weise niederzulegen. Joses Rakusch hat aerade diesen Tag stet« in gehobener freudiger Stimmung begangen, war glücklich von treuen Freunden umgeben zu sein und so wollen wir noch im Tode treu, für olle Zukunft auf diese Art dankend und segnend seiner gedenken. Am 5. Jänner 1898 fand die Hauptver» sammlung stait. E« wurde folgender Turnrat ge» wählt: Sprechwatt August Tisch, Turnwarte Karl Ferjen und Aloi« Edler von Kriehuber, Säckelwatt Josef Arlt, Zeugwart Franz Hau«baum, Schrift-wart« Adolf Edler von Pichler und Pacchiaffo d. I.. Ersatzmänner Zottl, Mettelet und Dr. Orosel. Der Turnhallenbaufond hat eine Höhe von 1S77 98 fl. Di« beiden um da« Gedeihen de« Vereine« hochverdienten, ihm mehr al« 25 Jahre angehörigen Mitglieder Bürgermeister Gustav S »iger und Vizebürgermnster Juliu« Rakusch wurden ein» sti««ig zu Ehrenmitgliedern de« Vereine« ernannt und ihnen prächtig ausgestattete Turner-bänder überreicht. Ueber Antrag de« Turner« Ferjen tritt der Verein dem Krei«-Unfallunterstützung«säckel bei. Am 1. Feder veranstaltete der Turnverein «it de« Radsahrervereine ein Kränzchen, da« m großartiger Weise verlief. Am 9. Juni unternahm der Verein mit Fahne einen Ausflug nach Tüffer. Die abgehaltene Sonnwendfeier in Verbindung «it den übrigen deutschen Vereinen Cilli« verlies über all Erwarten schon und erhebend. Der Rein» gewinn von 19 fl. wurde dem Vereine „Deutsche« Hau«" zugewiesen. Am 29. Juni fand in Marburg da« Gau» turnfest de« südösterreichischen Turngau-« statt. Der Verein beteiligte sich daran mit einer Muster» riege. Beim Wetturnen erlangte Turner Ferjen Kundschafter Georg Franz Kolschitzki. vom Bür» germeister Liebenberg beauftragt, Briefe mitten durch da« mächtige türkische Lager zu de« Ent» satzheere auf den Kahlenberg getragen und er«u» tigeude Antwort zurückvrachte. spendete ih« die Stadt nach ihrer Befreiung ein Hau« und hundert Dukaten. Al« im bayerischen Erbsolgekriege. im Herbste 1778, Anton Arlt au« WarnSdorf e« übernahm, ein wichtige« Schreiben durch die in und um Zittau lagernden Preußen, al« Kundschafter in da« kaiserlich-österreichische Lager nach KunerSdorf bei Friedland zu tragen, wurde er zwar gefangen und zum Strange verurteil», dann nach «u«teilung von hundert Stockschläge» entlassen — ober der edle Volk«kaiser Josef II. entschädigte den mutigen Warn«dorser sür den bewiesenen seltenen Patiio» tiSmus «it eine« Geschenke von 50 Gulden. Und da« von un« geschilderte Opfer, der Er-schossene von EberSdors? — Auch er hätte, für eine Juda«iat. sein Leben reiten können! Aber trotz aller Peinigungen rief er i«mer wieder: „Meinen Kaiser verrat- ich nicht!" So ließ «r Leben. Weib und Kind und ging getrost, für feinen Kaiser, in den Tod. Ein Kundschafter nur, aber ein wahrhafter Held, ein treuer, deutscher Patriot. Am 35. Mai 1898 fand der jetzige Besitzer de« Bauerngut«« Nr. 118 in EberSdorf. in «in«r Sandgrube die erhaltenen Reste de« Erschossenen. Ejn Augenzeuge der Exekution hatte denselben vor Munmex 30 den 8. Sieg, Josef Prektor erhielt eine Anerkennung. An de« 9. deutschen Turnfeste in Hamburg a« 23. Juli war der Verein durch 12 Mitglieder «ii der Fahne vertreten. E« war da« erstemal, daß die Cillier Turnersahne unter reich«deutsche« Himmel flatterte. Er war auch der einzig« Verein de« ganze» Gaue«, der mit Fahne erschienen war. An der Hamburger Turnfahrt nahmen folgende Turner teil: Otto Ambrositfch, Karl Ferjen. Karl Ham«ersch«id. Franz Karbeutz, Dr. Oskar Orosel, Franz Pachiaffo d. I., Johann Radakovitsch. Max Rauscher, Hugo Rüpschl, Karl Teppei, Han« Wogg und Adolf Wresch. Am 13. Sepiember übersiedelte Turnlehrer Tisch an feinen neuen Bestimmungsort nach Boit«berg. wo er al« Direktor der dortigen Bürgerschule wirkte. Zu seinem Abschiede fanden sich die Verein««itglieder am Bahnhose ein. Seiner Frau wurde ein Blumenstrauß überreicht. Für feine 35jährige Tätigkeit erhielt Tisch eine geschmackvoll au«gestattete Anerkenn»» ,«» urkunde, dieselbe hatte folgenden Wottlant und war mit 92 Unterschriften versehen: „Der Cillier Turnverein spricht seine« ver-dienstvollen Ehrenmugliede und Sprechwarte Herr» Bürgerschuldirekior August Tisch für fein 35jäbr. aus»pferung«volle« Wirken im Vereine treudeutschen Dank au« und bittet diese« Gedenkblatt al« ei» Zeichen der hohen Verehrung entgegen nehmen z» wollen." Mit dem Turnunterrichte an der städtische» K»abenoolk«schule wurde Lehrer Wolf betraut. Direktor Tisch schenkte dem Vereine 92 Bände verschiedener Turnschrislen für die Verein«bücherei und eine große Zahl Uebung«tafeln mit Tur»-übunge». Am 17. Dezember wurde mit dem Rad-fahrervereine gemeinschaftlich eine Seih»acht«se>er abgehalten. Am 5. Jänner 1899 fand die Hauptver-sammlung statt, in welcher folgender Turnrat ge» wählt wurde: Sprechwatt Karl Ferjen. Turn-warte Franz Hausbaum und Max Rauscher. Zeugwart Hauswirt, Säckelwart Josef Arlt, Schriftwatte Professor Prechtl und Johann Koß. Ersatzmänner Prekior. Otto Amdrostlsch und Lebit ch. Der Turnverein veranstaltete gemeinschaftlich mit dem Radsahrervereine und de« Kasinovereine zu Ehre» de« scheid.nden viel verdienten T»rner« Dr. Orosel am 11. Februar eine Abschieo«seier, woselbst ihm ein Gedenkdlatt überreicht wurde. Der Cillier Turnverein tritt al« unterstützende« Mitglied dem Laidacher Turnvereine bei. Am 15. April wurde die G:ü»dung«kneipe de« 37jährigen Verein«bestande« abgehalten, bei welcher Dr. Stepifchnegg die Festrede hielt. Am 1. Juni fand ein Turnerau«slug nach Weitenstein statt. Am 4. August starb Direktor Tisch i» Voii«berg in feine« 60. Leben«jahre. An seinem Jahrzehnten darauf aufmerksam gemach«, daß die fortschreitende Ausdeutung der Grude den Er» Ichossenen bloßlegen müsse. Al« man nun darauf stieß, fand man da« Skelett, wagrecht aulgestreckt, in drei Meter Tiefe. Viele Ort«bewohner kamen, den Fund anzusehen. Bei der nötig gewordenen Bnührung zerfielen die Gebeine, die sorgsam in einen Kord gelegt und noch selben Tag« erneut be» graben wurden. Nun ruhen sie, mitten in einem neu anzulegenden Acker und schon künstige« Jahr werden über dieser denkwürdigen Grabstatte goloen« Aehren reifen und Lerchen jubilierend in die Lüfte steigen! Wir aber fragen ohne Scheu, will man da« Grab diese« treuen Blutzeugen au« der Korfenzeit, au« dem so trüb begonnenen, doch für Deutschland so herrlich endenden Jahre 1813 der Vergessenheit anheimfallen lassen? Ist ihm die Nachwelt, welch« den »großen Charakter im Volke" gar sorgsam pflegen sollte, nicht ein bescheiden Blättlein Lsrdeer schuldig? Wohlan! Zunächst haben wir dafür Sorg« grtragen, daß die Grabstän« selbst genau kenntlich bleibt. Ein einfacher Merkstein soll sie, auf jeden Fall, baldigst für fernste Zeiten decken! Einstweilen aber widmen wir dem Unoergeß-lichen, von feiner Vaterland«tre»e und seinem Ge-schick ergriffen, ein kunstlo«, ehrend Lied. Möge e# den erhofften Widerhall finden, don wo e« hin» klinge» soll, im deutschen Böhmerlande, im schönen Oesterreich! Mummer 30 L«iHenbegängniffe H» Tilli nah« dir Turnverein *11 Fahne teil. Bei» Bezirksgruppenturne» am IS. August in Dkttau erzielte Tunter Prektot bei« Wett-fernen den 4. Rang. Frau Direktor Tisch schenkte dem Vereine au« he« Nachlasse ihre« verstorbenen Hatten ein tzroßs Gruppenbild de« Cillier Turnvereine« tuf de« Jahre 1880. Turner Mettelet widmete de« Vereine «ine Gipsstatu« die Germania darstellend. Der Turnhallevbansond betrügt 4624 Kronen R h-ller. Heil! politische Wundschau. Z>ie Politik der frei«» La»»d, die beste Kdie 5««tschliral»er Einem au» Laibach »»enden Aussatze de« „Alld. Tagbl.^ enlneh«en wir folgende Ausführungen: „Die Demütigung »e« Gewaltmenschen Hribar, der da« politische Niindni« mit den Deutschen dazu benutzte, um bei jeder Gelegenheit den Pöbel auf die Deutschen zu hetzen und die zu« Großteil von den Deutschen h»strittene Geldkraft der Stadt Laibach in den Dienst panslaoisiischer Hetzuntnneh«ungen zu stellen, ist nur zu begrüßen. E« wäre auch an der Zeit, an die vollständige Lösung de« „Bündnisse«" der 11 deutschen Landtag« - Abgeordneten (10 Groß« grundbisitzer und der Vertreter der Stadl Gotisch«) und den 0 Liberalen gegenüber den 16 klerikalen tandgemeinden-Vertretern zu schreiten, umsomehr al« der w chligste und fast einzige Grund der Ver« «inbarunp: die Einräumung d»« LändeStheatn« für die deutschen Vorstellungen und die gleichmäßige Subventionierung de« deutschen «nd slovenischen Theater« infolge der gesicherten Errichtung eine« eigenen deutschen Theater» ohnedie« in Kürze «eslfällt. Die Deutschen haben gar keinm Grund G-fühlSpolitik zu treiben, um so weniger, al« die kberalen Slovenen um kein Haar besser, sondern eher — «it Ausnahme etwa de« Abg. Dr. Tarikar — vielleicht noch hinterhältiger find al« die klerikalen. In Krain sind eben die politischen Leidenschaften mehr al« in irgend einem anderen Lande oufge» stachelt und ist »in Maßstab wie in anderen Ländern zar nicht anzul»gen. Die Neigung, die deutsche K ltur zurückzudrängen, hat e« mit sich gebracht, baß auch die sogenannten Gebildeten nur eine »be?flächliche Tünche von Bildung ausweisen und schon gar im Lande, selbst in den Vertretung«-körpern. jede« Schamgefühl ablegen, weil Roheit «nd Formenlosigkeit bei der Bevölkerung al« „forsch" gelten. Um nur ein Beispiel au« der letzten Zeit zu erwähnen, hat sich Dr. Schustersitz, der trotz »er bekannten Schlindra-Affäre der Liebling der deutschen Klerikalen und Christlichsozialen ist, die ihn in ihren Blättern al« eine Art Lueger dar« In den Tod getreu! Der Polen Stellung palt e« zu erspäh'n. Die ring« um Löbau siege«durstig standen. In Stadt und Dörfern plünderten und brannten — Du haft'« gewagt, den schweren Gang zu gehn! Beseelt von Li«be für dein Vaterland N»d froh gewillt de« Kaiser Franz zu dienen, War dir de« Feldherrn Austrag leicht erschienen — Doch warf da« Schicksal dich in Feinde« Handl Hier ward' dir, al« Epion der Tod verkündet! Doch solll'st du leben, gäbest du Berichte »u« Oestreich« Lager, hier, de« Krieg«gerichte l Du aber riefst: „Die Augen «ir verbindet, Da»» zielt aus« Herz «ir. polnische Soldat«» — Ich werde «einen Kaiser «ich« verraten!" • « « Tro««eln wirbeln, Salven krache», Lautlo« fällt Ar den Sand Ver namenlose vi« zu« Tod getreue Held . . . »der, wo er sank darnieder. Ueber'« Hügel nun versänke» Einst von Herzblut heiß benetzt . . . Schwebt der still« Frieden Gattes And «in «»'ge« .Seingedenken * . . . Zieh» der Land«a»n n»n die F«rche, «eise» Herbste»« goldne lehre», Singen jede» «eue» Lenz Lerchen ihr« schönste» Lieder .... „gttttMr* m**tm _____ stellen, der Frau seine« politischen Gegner« Dr. Tavkar gegenüber in höchst unfeiner Weise be« nomneo. wa« von den beiderseitigen Parteiblättern breitspurig «iigeteilt wird. Be«erkt fei, daß in Krain auch die Frauen in den politischen Ka«pf stch ein«ijchtn und so waren bei den Musikszenen w» Landtage die Frauen der slovenischen Größe» aus der Galerie, von wo au« sie den Kämpfern Beifall und Mißfall spendeten. Am Schluss« der letzten Sitzung schlug di« Frau de« Dr. Tavöar dem Dr. Schustersitz «in Schnippch«n, woraus dirser rief: »Ich erwidere ihr Küßchen nicht. — sie ist zu alt." Die liberale Presse bemerkt dazu, laß Doktor Schlindra« Frau noch — um zwei Jahre älter feil Die Episode ist typisch sür den Kampf der zwei slovenischen Parteien, der in unsäglich rohen Formen geführt wird. E« ist auch voll-ständig falsch, wie e« die Wiener liberalen und klerikalen Blätter zu tun gewobn» sind, mit Rück-sicht auf die Benennung der zwei Parteien je nach der Partei für oder gegen sie Stellung zu nehmen. E« handelt sich ja weniger um irgend welche nationale oder soziale Ideale und Prinzipien, mehr weniger ist jede Partei nur auf die materielle Sicherstellung der Führer und ihrer nächsten An-Hänger bedacht. Bei diefer Sachlage ergibt sich sür die Deutschen i« Landtage von selbst die Marsch« route: Sich sreie Hand zu bewahren und fallweise Vereinbarungen zu treff n. Es wird auch kein Unglück sein, «anchmal mit den klerikalen Slovenen zusammenzugehen, wenn e« sich um Vorteile handelt, die der Sicherung de« deutschen Besitzstände« gelten, obwohl die Schustersitz-Leute ganz gewiß nicht sympathisch sind. Um nur ein Beispiel anzuführen, sei erwähnt, daß die Klerikalen jetzt die Verstaatlichung der Laibacher städtischen Polizeiwache fordern, ein Verlangen, da« auch die Deutschen seit Jahren heg n. da die Wachmann« schaft bisher noch stet« bei jeder Deutschenhetze in Laibach sich al« von ihrem Brotneber, dem Magistrate, abhängig erwiesen hat. Infolge de« voraussichtlichen Einverständnisse« der Klerikalen könnte die Sache im Parlamente zur Verwirk» lichung gelangrn. Ebenso gibt eS wchl andere Angelegenheiten, in denen ein Zusammengehen möglich wäre. Da« wichtigste ist auf jeden Fall, künftighin ständig die Politik der freien Hand zu befolgen, denn auf Bundeotrrue und Anständigkeit ist bei den Wenden kein Verlaß." ES ist gut, daß sich diese Einsicht immer wkiter Bahn bricht; allzu-langt haben viele Deutsche geglaubt, die „Liberalen" gegen di« Klerikalen unierftüken zu müssen. Anastafius Hrün «nd -Lt»eger. Ueber den Zwischenfall, der sich am 11. d. M. bei der Anastasiu« Grün-Feier in Wien vor dem Denkmale abspielte, geht der deutschradikalen Korrespondenz folgender Bericht zu: Die Schrifileitung dc« „Schern" hatte beschlossen, einen Kranz au« Reisig und Lorbeer am Denkmale niederzulegen. Die schwarz-rot-golde»e Schleife trug die Aufschrift: .Dem deutschen Manne der Scherer.' Schriftleiter Glabiichuigg erschien gleichzeitig mit der Abordnung de« GemeinderateS. Die in geringer Zahl mitge-kommenen Deutschnationalen hörten die Rede Lueger« ruhig an. Nachdem Lueger geschlossen, trat Glabisch-nigg vor und sprach: WU« Schrifileitung de« «Scheret", der stet« mit frohem Mute seine Lanze sür Freiheit und Deutschtum brach, legt diesen be« scheidenen grünen Kranz al« Denkzeichen der Ver« ehrung nieder. Du warst der Besten des Volke« einer, ein wahrer Anwalt deiner Nation in schweren KampseSzeiten. Wie weit dein Geist reicht, be« zeugt selbst der Bürgermeister dieser Stadt, »in Kämpfer sür Rom, der fich der Pflicht, Dir, de« Vorkämpfer gegen Ro« zu huldigen, nicht entziehen kann. Mögen sie «ehr noch dich lesen al« dein Wirken in Festen feiern, dann wird unser Volk so erstarke», daß e« Dir auch in Taten folgen kann.* Bei der Erwähnung Wien« unterbrach Bürgermeister Dr. Lueger de» Sprecher: .Bitt« keine Polittk, stören Sie nicht." Al« Glabischnigg geendet, trat «r zurück, u« fich zu entfernen, wurde aber jetzt vo» Dr. Lueger neuerding« apostrophiert: „Junger Mann, Sie störe» die Feier, wir haben «ehr Recht Nnastast»« Grün zu feiern wie Sie, denn er war vor alle« eirer der besten Oesterreicher und Ehren» bilrger von Wie».' Glabischnigg erwiderte: „Und »»« kann da« Recht nicht verweigert werden, »itastafi»« Er«» al« De»tschen z» feiern." Nun «engte sich a»ch der Polizeiko««iflSr ein »nd «eint», Glabischnigg habe die Feier gestört, worauf Glabischnigg erwiderte: .Davon könne keine Red« fein, die Feier sei z» Gab« »nd vor alle« fei Dr. >ueg«r nicht »nterbrochea worden, sondern habt ihn all N«dn«r »ntnbroche»." Zur Kenn. Seite 3 zeichnung der ge«einderätlichen Auffassung m* Anastasiu« Grün« Wirken «ag übrigen« ei» Brief dienen, de» Herr Glabischnigg unmittelbar nach de« Zwischensall zugestellt erhielt. Der „Schern" haue eine Feftnumm« de« Andenken Anastasiu« Grün« gewidmet und diese dem Neffen de« Dichters Grasen Guido von Auer«perg aus Schloß Sonnegg bei Laibach zugeschickt. Jy.de« Dankschreibeo de« Grasen heißt e«: „Heute «öge e« «ir gestattet sein Ihnen, sehr aeehrter Herr, de« für Deutsch-tum und Freiheit so tapser kä«psenden .Scher«" sowie allen Mitarbeitern der herrlichen Nu««er im Namen der Familie de« Dichter« den herzlichsten und ausrichtigsten Dank sür di« schön« Ehrung, di« der „Schern" den unsterblichen Dicht« und freisinnigen Staat«-manne dargebracht hat. abzusprechen." ..Kämpfen Sie mutig weiter in seine« Sinne für unfer Volks, tum. sür seine Freiheit und seine Rechte. Weiter« begrüßt der Gras den „Scher«" al« Kampfatnofsen um die höchsten Güter unsere« Volk«tum«: Deutsch-tum und Freiheit im Kampfe gegen die Feinde unsere« Volke«, den Ultramontani«mu« und den Slavoni«mu«. Möge der deutsche Gnst durch unser Banner rauschen und uiöge er un« zu« Siege führen." Gras Guido Auer«perg fragt schließlich, ob e« nicht möglich wäre, dem Dichter aus der Höhe de« Kobenzlberge«, wo der Ansang seiner Spaziergänge entstanden, ein Denkmal oder doch wenigsten« einen Gedenkstein zu setzen. Aon» serbischen Königsyaule. Unentschlossen-heil ist ein hervorstechender Charakierzug König Peter« und macht seine Umgebung immer nercösrr. Leute, die sich sür ihn bloßgestellt, haben nicht seine philosophische Langmut und wollen in ihrem eigenen Interesse au« der steigenden Bedrängnis hinau«. Andere, die weniger egoistisch denken und der Dynastie persönlich ergeben sind, werden durch die vorau«sichtlichen Folgen der Schwäche Peter« geängstigt. In seiner Umgebung dürfte kaum jemand sein, der ihn nicht an seine Herrscherpflichlen er-innert. E« hat sich so bereit« «ine Partei gebildet, di« auch di« Häupter der Königimörder in sich schließt, die, einstweilen nur mit Bedauern davon spricht. daß nicht der Thronfolger König fei. Der Thronfolger ist vor allem em entschiedener uad ausschließlicher Freund der Königsmörder. Er folgt nicht dem Beispiel« de« König«, der sich jeder« mann liebenswürdig zu zeigen sucht. (Wenn er die Regierung au« einer Partei nimmt, so läßt er den einzelnen OposttionSparteien saqen, daß er ihr Freund sei und daß er bald hofft, eine Regierung au« ihren Kreisen zu nehmen.) Der Thronfolger bekundet offen feine au«schließlichen Sympalhien für die KönIgSmördergruppe. Auf den Hofadenden verkehrt er ausschließlich «it ihnen, reicht ihnen die Hand und geht schweigend vor den anderen vorüber. Al« Peter zum König gekrönt wurde, da hatte er den Fehler begangen, den Sternenorden seine« Hause« mit ein oder zwei Au«nahmen nur den König«mördern zu verleihen, die alle auSge» zeichnet wurden, so daß heute viele den Sternen-orden ablehnen, weil sie nicht wünschen, al« Teil-nehmer an dem Königsmorde betrachtet zu werde». Der Thronsolger verkehrt aber geflissentlich nur mit Leuten, die Sternenorden tragen. Zugleich zeigt er schon jetzt einen barschen, rauhen Charakter, wa« seine Belgrader Verehrer, besonder« au« den Königs» mörderkreisen, in Entzückung versetzt. So erzählte einer von ihnen mit Wohlbehagen, wie der Thronfolger seinen französischen Erzieher, der ih« eine m ^liebi^e Bemerkung machte, vertrieb, indes» er eine Weinflasche nach ih« warf und ihn s» zwang, schnell durch die Tür zu v«rschwind«n. Sie tolportüren auch, daß er essen droht, wenn «r König wird, alle seine Professoren Hängen z» lassen, die ih« schlechte Noten g«g«b«n habe». Wenn er von den Ministern und Staatsrättp spricht, so tut «r e« stet« mit der tiefsten Ver-achtUng. Sein« Freunde verbreiten die Proph»-zeiung, daß er als König di« Prügelstrafe if Serbien anführen und sä«tliche serbischen Länder vereinig,» und so daS Werk seines Urgroßvaters vollenden werde. Im allgemeinen sei er de« Charakter nach gr»ndv«rschi«den von seinem Vale^ »nd Großvater, die nachgiebige, uneotschloffeue Leute waren, und de« Urnroßv.,!« ähnlich. Diese. Identifi»ier»ng des Thronsolger« «it dem Gründer der jetzigen Dynastie ist nicht darauf gerichtet, Peter große Freude zu «achtn. d«nn a« End« ist ,« ja bekannt, daß d«r Urgroßvater feinet» eigene» Baier,, weil er ihm «in Schwächling «schien, eigenhändig ermordete. Jit de« Maße, al« Peter seinen Getreuen immer unfähiger m»6 unent-,lösten« erscheint, der Thronfolger aber in«: Seite 4 «ehr Barschheit an den Tag legt, steigt auch der Wunsch, sich PeterS zugunsten des Thronfolgers zu entledigen. Daß Peter an das Abdanken nicht denkt, das kann man de« Belgrader Dementier» apparate schon glauben, aber daß andere auch nicht daran denken, das zu behaupten, ist wohl nicht «öglich. Per Sieg der serbische« Verschwörer. Der Offizierskonsumverein, in Belgrad wählte letzter Tage den neuen Vorstand. Fast alle neugewählten Mitglieder des letzteren sind Verschwörer, darunter deren Häupter, die Oberste Popowüsch und Maschin sowie Oberstleutnant Mischitich. Die Belgrader Jugend beabsichtigt, wie daS dortige Verschwörer« blatt „Nowi Polret' mitteilt, die Gründung einer „Liga zur LeibeSzüchtigung der Verräter", worunter natürlich die Antioerschwörer gemeint find. — Das Belgrader Antioerschwörerblatt „Otazbina" veröffentlicht die vollständige Liste aller aktiven und nichtaktiven Verschwörer, deren Gesamtzahl 1L1 beträgt, 98 sind Aktive und inaktive Offiziere, 23 gehören dem Zioilstande an. DaS Vlatt wurde wegen dieser Veröffentlichung beschlagnahmt. Serbien, die Koffnuug der Südstave«. Die serbische Regierung betreibt insgeheim die Revolu-lutionierung Bosniens. Serbische Wüdler verteilen in Bosnien und längs des Drinaflusse« Waffen und verbreiten beunruhigende Gerücht». Selbst das serbische Preßamt wird solch?« Machenschaften dienstbar gemacht und setzte unlängst die Nachricht von einem Aufruhr in bosnischen Regimentern in die Welt, von der natürlich kein Sterbenswörtchen wahr ist. Nun da man in Wien einen Einblick in dir Karten der serbischen Ränkeschmiede erlangt hat, beteuert »an in Belgrad hoch und heilig nichts Böse« im Schilde geführt zu haben. Ins Stadt und Fand. Wählcrversammlung. SamStag den 21. d. findet tm Gartensaal« deS Hotel Terschek eine vom deutschen Gewerbebunde Eillt einberufene Gemeinde» ratSwählerversammlung deS 3. WahlkörperS statt, zu welcher alle deutschen Wähler geladen sind. ?arkmusiZ. Montag den IG. d. M. findet von 11—12 Uhr vormittags die erste Parkmusik mit folgender VortragSordnung statt: 1. KrönungS« marsch auS der Oper .Der Prophet" von Meyer-beer. 2. Ouvertüre zur Operette «Frau Luna" von P. Linke. 3. „Früvlingsftimmen", Walzer von Joh. Strauß. 4. Große Fnntaste ous der Oper .Der Tribut von Zamora' von Gounod. 5. .Veilchen blau", Polka-Mazurka von Ludwig Schachenhoser. 6. Alt-Berlin'. Marsch von Franz von Blon. Ko»;ert. Montag den 16. d. M. findet i» Hotel „Stadt Wien" abends 8 Uhr ein Konzert der Eillier MusikoereinSkapelle mit nachstehender VortragSorvnung statt: I. „Kannibalen-Marsch' von Ed. Silber. 2. Ouvertüre zur Oper „Maritana" von W. V. Wallace. 3. „Mein LedenSlaus ist Lieb' und Lust". Walzer von I. Strauß. 4. .Von Gluck bis Richard Wagner". Ein chronologisches Potpourri von Ad. Schreiner: a) Gluck: Ouverture S Anmde; b) Haqdn: Sinfonie mit dem Pauken-lag; c) Mozart: Finale au« „Don Juan"; 6) Beethoven: Sinfonie Nr. 5; e) Weber: „Freischütz' ; f) Mendelssohn: „HochzeitS«arsch"; g) Fr. Schubert: „Ständchen"; b) Rich. Wagner: „Rienzi'. 5. „Serenade", Solo sür Flöt, und Horn von Fr. Tittel; vorgetragen von den Herren Josef Cardinal und Fr. Böhm. 6. »Wien bei Nacht", große« Potpourri von Karl Komzak. 7. Ouvertüre zu .Rosa«unde" von Franz Schubert. 3. „Jung-Heidelberg", Walzer von E. Millöcker. 9. „Bei den Schrammeln", großes Potpourri von D. Ertl. 10. „Chant da rossifnol", Piccolo-Solo von Fr. Ftlipovsky. 11. .Marzveilchen'. Polka francaise von Ed. Strauß. 12. .Heiter durch» Leben", Galopp von Ziehrer. Kreuuug. Montag den l6. d. um '/,1 Uhr «ach«ittag findet in der Herz-Jesu-Kirche in Graz die Trauung deS Herrn Franz Kreßnik, Oberlehrers in Rann, mit Fräulein Olga Ran« ner, Tochter des SchuldirekiorS. BezirkSschul« inspektorS und Besitzers deS goldenen Verdienst» kreuze« mit der Krone. Herrn Johann Ranner statt. Trauzeugen sind die Herren OderlandeSgerichiSrat Dr. P e v e tz und Julius Ritter vo» S t e y S k a l k. t. Post-Konzipist. £„*?<•» ßilli des Deutsche» und Helierr. Ztpe»vei»es D>« Sektion veranstalte, am 21. April d. I. u« v Ndr abend« im Hotel Mohr einen Vortrag«abend mit Lichtbildern über eine Reise zu den Plitwitzer Seen und die Qnarnerischen Inseln. Auch werden Bilder auS der Umgebung Cilli« vorgeführt. Deutsche Gäste sind willkommen. — Die Sektion Windisch-Graz veranstaltet zu Pfingsten einen Au«stug auf die Urfula, zu welchem die Mitglieder der Sektion Cilli geladen werden.' Teilnehmer an diesen Au«» stuge mögen sich in der Buchhandlung de« Herrn Rasch melden. Auszeichnung. Es ist allgemein anerkannt, daß zum körperliche» und geistigen Gedeihen der Kinder armer Eltern, sowie zur Förderung eines geregelten Schulbesuches die Suppenanstalten wesentlich bei-tragen. In richtiger Erkenntnis dieser Tatsache haben sich im Herbste des Jahres 1884 in Cilli mehrere kinder« und schulsreundlichc Frauen der Stadt zu einem Ausschusse vereinigt, der durch Sammlung freiwilliger Spenden in den Stand gesetzt wurde, schon am 9. Dezember 1884 seine segensreiche Tätigkeit zu beginnen und die dürftigen Schulkinder der städtischen Anstalten durch den ganzen Winter an vier Tagen der Woche mit guter, warmer Mit« tagSkost zu bewirten. Im ersten Winter wurden 80 Knaben und 43 Mädchen dieser Wohltat teilhastig. In den solgenden Jahren stieg mit dem stärkeren Besuch der städtische» Schulen auch der Besuch der Wärmeslubt, so daß täglich 220—270 Portionen verabreicht wurden. Schon im Jahre 1895 fühlte sich der damalige Stadtschulinspektor Anton Nagele veranlaßt, über die mit den beiden- städtischen VolkS-schulen verbundene WohsjahNseinrichtung einer Wärmestube und Suppmanstalt einen Bericht zu er« statten, in dem er sich über diese Anstalt in sehr an-erkennender Wieise auSsprach, welcher Bericht vom k. k. Landesschulrate im Hinblicke auf den wohl-tätigen Einfluß, welchen diese Wärmestube, ins-besondere auf den Schulbesuch ausübt, mit Be-sriedignng zur Kenntnis genommen wurde. Diese WohlsahrtSanstalt besteht nun schon seit 22 Jahren und gehörte viel Zeit, Mühe und opferfreudiger Wille seitens der Frauen dazu, um dieser gewiß hehren Aufgabe in uneigennütziger Weise zu genügen. Diese werktätige Liebe der Frauen zu der Schul-jugend hat nicht allein den Dank der Eltern und Schulfreunde geerntet, sondern verdient auch in hohem Maße die besondere Anerkennung der Schul-behörde. Vom Stadtschulrate, welcher dem in Rede' stehenden Frauenausschüsse bei jedem Anlasse seine Dankbarkeit zollt, wurde denn auch über Antrag des Vertreters des Lehrkörpers ini Stadtschulrate der einstimmige Beschluß gefaßt, dem k. !. stciermärk. Landesschulrate über den langjährigen Bestand der Wärmestube Bericht zu erstatten. Der Landesschul-rat hat nun in der Sitzung vom 5. d. M. in voller Würdigung der erworbenen Verdienste dem Frauen-ausschusse für die selbstlose, die Schulinteresien in ausgezeichneter Weise fördernde Mühewaltung die wohlverdiente Anerkennung und den Dank auSge-sprachen. Der Frauenausschuß der Wärmestube besteht zur Zeit aus folgenden Damen: Frau Leopoll»ine Rakusch, BürgermeisterSgattin als Vorsteherin; Johanna Butra, Bauratsgattin; Maria Pacchi-asfo, Juweliersgaitin; Luise Pal los, Kaufmanns-gattin; Henriette Rasch, Buchhändlersgattin; Frie-denke Teppei, Kaufmannsgattin und Rosa Wehr-h a n, JngenieurSgattin. Ä« Spenden für die Aismarckwarle gingen neuerding« ein: William Prym, Wien I. Stoß im Himme'. 1. K 20-—, Ludwig Lipp. Fabrikbesitzer in VoitSberg 20, Tischgesellschaft „Akademie' in Tüffer 17 60, D. von Lapp, Graz 5, Franz Woschnagg juu. in Schönstem 5, Dr. HanS Lichtenegger in Schönstein 5, Johann Pinterik in Rann 2, Paul Poaatschnigg in Trieft 20, Franz Suchanek, Wien, 21/1, 8. K. Lanz in Hamburg, Gartnerstraße 97/1,14 10, Albert Eckert in Graz 10, G. Str. in Wien-FloridSdorf 10, Turnverein Jedlefee 5-65, Otto Aithalm, Tüffer 5, Brauerei Puntigam 10, Woschnagg Han« in Schönstein 5, Martin Brandstätte?, Postoffizial in Hallein 2, Kurt Freiherr von Ecker, (Baumsckuldesitzer) Andritz b. Graz 2, Freitag Kegelrunde. Mühlgasse Marburg 14, Karl Mathe«, Braumeister in Pun-tigam 10, August Hosch, Neutitschein 2, Norbert Kanduth, Völkermarki 2. Hermann Polzer, Cand. d. Phil. Gonobitz 2, au« der Sparbüchse eine» deutschen Jungen 1, Dr. E. Kortschak. Zahnarzt in Unzmarkt 3. Hermann Zunzer, Silberegg 2. Dr. HanS Höller, Rann 6. k. k. Kontrollor Gödel in Gurkfeld 2. Georg Schönerer, ReichSratS-Abgeordneter, Schloß Rosenau 10. Ungenannt 20; Ungenannt 20, G. Steiner, Paternion 2. A. Fürst in Kindberg 5, Dr. Joses Daghoser in Knittel- Nummer 59 selb 5, Josef Aberle, Deutsch-Brodek Mähren », Deutsche Tischgesellschaft, Wien 10, S. Rieger, Bergdirektor in Oberferlach, Kärnten 25, Josch Gösich, Station«-Chef in Saldenhofen 1, Sammel-ergebn«« anläßlich der Bi«marckfeier b. d. Stadt Wien 40, Eammelergebni« nach einer Kneipe be« Turnvereine« Cilli 5, Alois Nagel in Stuttgart, Sophienstraße 30/1, 2 34, Sammelergebnis der SüdmarkSortSgruppen und deS deutschen Tur»-vereineS in Zell am See K. 77*—. Heil den Spendern! Evangelischer ßharsreitagsgottesdieull. Am Charfreitaq fand um 6 Uhr abenos in der evan« gelischen Kirche in der Gartengasse ein liturgischer Gottesdienst statt, wobei ein Kinderchor die „Passie» von Frost und ein gemischter Chor „Charsreitag" von Frost zum Vortrage brachte. Außerdem sang Herr Martin; die Baßarie „Herr, sei mir gnädig' au« Mendel«sohn« .Paulu«', Frl. Herzl „Pasiion«-zeit" von V. Schurig. Herr Deisinger „Der Charsreitag' von Schurig und ein Terzett, bestehend au« den Herren Deisinger, Martinz und Patz, mit Hörnerbegleitung die „Passion' von I. Janseu. Die stimmungsvollen Weisen, in vollendeter Weise zu Gehör gebrach», trugen nicht wenig dazu bei, die Weihe der Stunde zu erhöhen. Alav gewesener Artilleristen. Aus eine An-kündiqung m unserem Blatte hin habe» sich a« Donnerstag im Hotel „Stadt Wien" viele gewesen« Artilleristen zusammengesunden, u« wegen Gründung eine« Klubs gewesener Artilleristen schlüssig z» werden- wie solche bereit« in mehreren größeren Städten bestehen. E« wurde ein vorbereitender Ausschuß gewählt, der nun in Kürze an alle ehe-maligen Artilleristen deutscher Gesinnung die Ein» ladung zum Beitritte ergehen lassen wird. Vo« Einberuser wurden mehrere BegrüßungSdrahtung en verlesen. Der Zweck deS gründenden Klubs ist die Pflege deS kameradschaftlichen und völkischen GeisteS und der Geselligkeit. K«»dekont»maz In der Richtung von Gaberje oder Gemünd ist nach Tschret, Gemeinde Tüchern, ein verdächtiger Hund, gelbbräunlich von Farbe, klein, langhaarig, mit spitzen Obren un» buschiger Rute, weiblichen Geschlechtes (Spitzhund-bastard) gegen 1'/, Jahre alt, zugelaufen und verendet. Durch die Oeffnung der Hundeleiche wurde Wut bei demselben amtlich festgestellt. E« wurde daher im ganzen Bereiche der Ge» meinden Tüchern und Cilli Umgebung die Hundekontumaz bis auf weitere« angeordnet. Heschäftsa»fl»ss»»z. Herr Fritz Rasch hat die von ihm als Nedengeschäft betriebene Papier-Handlung am Hauptplatze (normal« Geiger) auf-gelassen. Die|e« Geschäft war eines der älteste» der Stadt und kann auf einen mehr den hundertjährigen Befand zurückblicken. Mit seiner Auflassung ist wieder ein Stück „Alt Cilli" geschwunden. IremdeuverKeßr Ausschuß i« EM Da di, Zeit der Vermietung von. Sommerwohnungen all-mälig herannaht und die Anfragen von au«wärt« sehr stark einlaufen, ergeht hiemit an alle Par-teien, die bereit« Sommerwohnungen zu vergeben gedenken, da« Ersuchen, sie bei den unten aage-gebenen Au«kunst«stellen, wo entsprechende Druck-sorten aufliegen, unverzüglich zur Anmeldung zu bringen. Auch jene Parteien, die überhaupt die Absicht haben, im Laufe de« Sommers Räumlich» leiten an Fremde zu vermieten, wenn auch der Vermietertermin im Juni und Juli erst erfolge» kann, werden ersucht, ihre Anmeldungen schon jetzt zu machen, da sich die meisten Fremden scho» lange vor ihrem Eintreffen durch Briefwechsel paffende Wohnungen sichern. Die WohnungSver-«ittlung geschieht kostenlos, nur ersucht der FremdenverkehrS-AuSschuß jene Parteien, die eine bereit* angemeldete Wohnung vergeben oder an-derweitige Verfügungen getroffen haben, diese sofort bei der Anmeldungsstelle abzumelden, um dem Ausschüsse in rücksichtsvoller Weise seine Auf» gäbe zu erleichtern. AuSkunstSstellen sind: Fritz Rasch, Buchhandlung; KaffeehauS Merkur und Josef Krell, Stadtamt. hämischer ZLüaze»f«»d. In Hörberg machte «an. wie uns berichtet wird, den Fund einer römischen Goldmünze in der Größe eines Silber» guldenstücke« und im Gewichte von 30 Gram«. Sie zeigt im Gepräge daS Bildnis der Kaiserin Faustina, der Gemahlin de« AntoninuS PiuS, die im Jadre 141 n. Ch. starb. Wie eS heißt, ko««t dieser Münze ein besonderer Wen zu. da in dieser (Fortsetzung siehe Beilage.) MF* Beilage zu Nr. 30 der „Deutschen Wacht". H Form. Größe und Beschaffenheit nur wenige gleich« wertige Stücke vorhanden sein sollen. Sie ist im Besitze bei Bergbauunternehmer« Herrn Joses Böhm in Hörberg. Südfteiermark, der sich ihrer zu einem angemessenen Preise entäußert. Aom Steueramte. Der Skueramt«konirollor. Herr Max Koscher wurde von Cilli nach Mautetn versetzt. An seine Stelle kommt au< Mautern der Steueramt«offizial, Herr H. Zigroßer. Areuueudes Hestrupp. Am Abend deS ver« gangenen Mittwoch dröhnte wiederum ein Signal-schuß vo« Nikolaiberge. In der Tat konnte auch ein große« Feuer in der Richtung gegen Hoch-negg wahrgenommen werden. Die unter dem Befehle des Wehrhaupimann« Ferjen sofort zur Brandstätte ausrückende Feuerwehr kehrte j 'doch auf halbem Wige u«, da durch Radfahrer erckittelt worden war, daß eS sich nur um in Brand pesteckteS Gestrüpp handle. In allen derartigen Fällen, wo die ent« sprechende Anzeige unterlassen wird, sollte auf eine verdiente, strenge Strafe erkannt werden. Lehrerllellcn. An d?r sechSklassigen Volks-schule in St. Barbara in der KoloS ist eine Lehrer« oder Lehrerin stelle und an der dteiklassigen Volksschule in Unler-PulSgau. Post Pragerhof, mit 1. November eine Lehrerstelle definitiv zu besehen. Beide Schulen stehen in der Dritte» Ortsklasse. Gesuche sind bei ersterer Stelle tid 1. Mai, bei letzterer Stelle bis I. Juli an die betreffenden OitSschulräie zu richten. £i» <Ä»0O ?öolf Senkmal Am 29. d. M. wird im Stifte St. Paul in Karaten, wo Hugo Wolf in den Jahren 1871/1872 a!S Gymnasiast studierte, ein schönes Denkmal für den Komponisten enthüllt werden. Verhetzung der Schulkinder. Wie wir zu unserem maßlosen Erstaunen erfahren, hat man sich auch in Cillier Schulen während der ReligionS-stunde erkühnt, den katholischen Kindern d-n 11«-gang «it evangelischen Kameraden zu untersagen. DaS Rech«, den Verkehr der Kinder zu bestimmen, steht jedoch einzig dm Eltern zu. Also nickt nur in Pettau, sondern auch bei unS wurde die Ver« hetzung der Schulkinder eingeleitet. Mudische Dankbarkeit. Römische Scham loligkeit. AuS Laibach wird unS geschrieben: Wie man voraussehen konnte, benutzten die Windischen die Jahrhundertfeier AnastasiuS GrünS dazu, ihre bekannte Gesinnung wieder zu be-ätigen. Der Mann, der in der Heimailiebe seinen LandSleuien windischer Zunge zugetan war. der durch lieber« setzung windischer Volkslieder den Namen der Zwergnalion zum ersten Male in der Welt bekannt machte, der durch seine Tätigkeit im Landtage und ReichSrate gewiß dem armen Lande Krain und seiner Bevölkerung manche Wohltat erwies, wird jetzt von der windischen Sudelpreffe in ekelhafter Weise belohnt. Die Presse machte Witze über die „Ehrenwache", die AnastasiuS Grün zuteil wurde, ohne einzusehen, wie weit sich di» Windischen selbst schänden, wenn in den Tagen, da die gebildete Welt sich dankbar deS verblichenen Grafen erinnert, sein Denkmal vor roher Wendenhand bewacht werden muß. Ja so weit geht die Vcrtierung windischer PreßkuliS, daß sie eS wagen, AnastasiuS Grün einen unverschämten Lügner zu nennen, da er in einer Rede 1871 die Deutschen daS geduldigste unv versöhnlichste Element im Staate genannt hat. (Slov. Niiiob" 12 4. OG) Solche Gemeinheit richtet sich von selber. — Nicht weniger anständig kann man daS Verhalten des Deutschen Ritterordens bezeichnen, an dessen OrdenSgebäude in Laibach daS vom deutschen Turnverein im Jahre 1880 er-richtete Denkmal GrünS sich befindet. Die Bitte deS Turnverein?«, behufs Ausschmückung de« Denkmale« vo« Hofe au« eine Leiter anlegen zu dürfen, wurve von dem Subprior ?. Bernhard Pollak schroff ab« gewiesen. Al« dann a« 11. April die Laibacher deutschen Vereine «ine Anzahl mit deutschen Farben-schleifen versehene Lorbeerkränze am Denkmal nieder-legten, erlaubte sich dieser Herr, der deutscher Ad, stammung sein soll und an den Laibacher deutschen Prioatschulen Religionsunterricht erteilt, folgende« Schreiben an da« bischöfliche Blatt .Slovenec" zu richten: »Erklärung. Der de«tscht Turnverein in Laibach, dessen Eigentu« da« Anastasiu« Grün« Denkmal «st. stellte an den Unterzeichneten am 0. April 1900 da« Verlangen, daß da« Tor in der Umfassungsmauer des Gebäudes deS deutschen Ritterordens neben dem Denkmal AnastasiuS Grün« wegen dessen Hundertjahrseier am II. April ge« öffnet, oder daß ihm zu «indesten« der Schlüssel zu diesem Tore au«gesolgt werde, welchem Ber« langen sich der Untirzeichnete energisch.widersetzte und den Wunsch äußerte, man möge jede öffentliche Feier oder Herausforderung vollständig unterlassen; dennoch bat heute jemand daSDenkmal mitFrankfurler-färben (!) geschmückt. ♦Der Unterzeichnete protestiert energisch gegen eine derartige Herausforderung und lehnt jede Verantwortung für alle Folgen ab. Laibach, am 11. April 1900. ?. Bernhard Pollak, Subprior." Wir sind neugierig, was der Deutsche Ritterorden zu dieser unerhörten Beleidigung de« Deutschtums durch seinen Angestellten sagen wird! $ic Zahnstocher im pieufle des Deutschtums. Bekanntlich haben sich die meisten deutschen Schutzvereine» um die unbedingt nötigen Geldmittel ausbringen zu können, genötigt gesehen, durch den Verschleiß von VeikausSg,genständen ihre im Ver« dälttiisse zu den slavischen Schutzvereinen so geringen Einnahmen zu vergrößern. Leider finden sie aber bei der großen Masse der Bevölkerung so wenig Unterstützung, daß der Reingewinn oft ein be-schämend niedriger ist. So bringt auch der Verein „Südmarl" schon seit längerer Zeit Zahnstocher in den Handel, die bi« jetzt fast gar keine Ver-breitung gefunden haben. Und doch wären sie der Unterstutzuna der deutschen Volksgenossen doppelt wer«, da sie als vorzügliche« Erzeugnis der „Goitscheer Hausindustrie* in zweisacher Weise unserem VolkStu« Nutzen bringen: einerseits da-durch, daß sie einer großen Anzahl von Deutschen der „Gotische»? Sprachinsel" Erwerb bieieu und ihnen dadurch den Aufenthalt daselbst erleichtern, andrerseits durch den Gewinn, den der Verein „Südmark" durch den Verkauf derselben erzielt. Die Südmarkzahnstocher sind in vier Preislagen (ungefähr 1000 Stück kosten: Weichholz 20 d, Hartholz 32 !>, Pfaffenkäppchenholz 80 h, Wach« holderholz 1 K) durch Franz SiampstS Witwe in Laibach zu beziehen. Einzig und allein der Bequem-lichkeit de» deutschen Michel« ist e« zuzuschreiben, daß diese ausgezeichneten und prei«werien Zahn-stocher noch nicht die verrier.te Verbreitung ge» funden haben. Möge daher von nun an jeder Deutsche eifrigst bestrebt sein, die Südmarkzahn-stocher in allen Geschäften, Gast- und Kaffeehäusern sowie im Familienk-eise einzuführen. St. Mareiu. (p u n d e k o n! u m az. In Dvor, Gemeinde Sankt Mare»n Umgebung ist ein Hund an Wut erkrankt, entlaufen und verendet aufgefunden worden, weshalb im Sinne des § 35 de« allgemeinen Tierseuchengesetze« im ganzen Bereiche Sankt M arein Umgebung, St. Martin Markt und S üs sen berg die Hundekontumaz angeordnet wurde. Wöllau (W a l d b r a n d.) Am 11. d. nachm. l/,3 Uhr giriet »in hart an der Bahnstrecke unter Hudalukna (Pack) in drr Nähe de« Kilometersteine« 118 7 gelegener Wald in Brand. Ein au« der Lokomotive sprühender Funken soll denselben ver« anlaßt haben, wa« bei der großen herrschenden Dürre sehr leicht erklärlich erscheint. Dem taikräs« tigen Einschreiien de« Bahnmeister« der k. t. Staat«-bahn Herrn Franz H »roath in Wöllan, welcher sofort mehrere Bahnarbeiter und Bauer«leute zu« sammenries und der zielbewußten und en»rg«sch»n Leitung der Löscharbeiten durch denselben ist e« zu danken, daß der Brand alsbald gelöscht wurde. E« war große Gefahr vorhanden, daß «in größeres Waldgebiet daS mit dem brennenden Waldteile zusammenhängt, dem verheerenden Elemente zum Opfer falle. Schöulleiu. (Verschiedenes.) Der im steten Aufschwünge begriffene Markt Schönstem hat wieder eine Neuerung auszuweisen. Eine Ver-einigung von deutschen Männern, die schon sehr viel für die Verschönerung deS Marktes und die Hebung de« Fiemdsnoerkehre« geleistet hat und an deren Spitze Herr Han« Woschnagg steht hat nun einen Lawn-T-ni« Spielplatz an einer Hiezu sehr glücklich gewählt'» ©teile errichtet. E« ist die« umsomehr zu begrüßen, al« dadurch gewiß den Wünschen der Schönstem zahlreich besuch.nden Sommerfrischler in entgegenlommenster Weise Rechnung getragen wird. — Montag den 9. d. wurde die nach langem Leiden im hohen Alter verstorbene Steueraml«diener«gatlin Frau Marie Grejan unter zahlreicher Beteiligung zu Grabe getragen. Keiteukeiu. (Seltener Iagdzufall.) Dieser Tag wurde beim Schlosse Schönegg ein Schlageisen aufgestellt, mit dem man e« auf Geier abgesehen hatt«. In demselben fing sich jedoch wider Erwarten eine unschuldige Schnepfe. Iratzlau (T r a u u n g.) Am 17. d. M. findet in Wallachisch «Mesieritsch, Mähren, die Trauung deS Herrn Rudolf Tomitza, GutSoerwalter der Herrschaft Sannegg mit Fräulein Ruby Garnett statt. Unsere herzlichsten Glückwünsche! 3Utxn. (Eröffnung einer Advoka« t u r S k a n zl ei.) Mit 1. April 1. I. bat Herr HanS Janesch seine Advok^turSkanzlei in toomt eröffnet. Damit wurde einem langjährigen Wunsche der deutschen Bevölkerung von Rann und Umge« bung Rechnung getragen. Vermischtes. Kin italienischer Kriegshafe« in der Kdria. Wir haben von dem Plan des Ingenieurs Mvcci,,a Mitteilung gemach», im Haff von Mezzano einen KriegShasen zu errichten. Der italienische Marine-minister Mirabelle Hai der Kammer diese« Projekt zur Ausführung empfohlen, durch welche« an der italienischen Adriaküste, und zwar ungefähr auf der Höhe von Pola, diesem gerade gegenüber, ein al« Flottenlagerplatz geeignet r befestigter KriegShafen geschaffen werden soll. DaS erwähnte Wasserbecken soll durch Baggerung auf 11'/, Meter Tiefe ge« bracht und auf diese Weise geeignet gemacht werden, den größten italienischen Kriegsschiffen Zuflucht zu gewähren. DaS vom Äeere durch bre t n Ufersaum getrennte und daher auch in vollster Seestille ge» legene Seebecken, da« ein ideale« Flottenlager vor-stellt, würde hier jeder Beschießung von der hohen See her vollständig entzogen sein, womit also der von der italienischen Flotte bisher so fühlbar ent-behrte maritime Stützpunkt an der westlichen Adria-küste endlich geschaffen wäre. Denn weder Ancona o'er Bari, Brindisi noch selbst Venedig bieten in dieser Richtung brauchbare Zufluchtshäfen, wie deren die österreichische Küste in größerer Zahl aufweist. Die Arbeiten werde i mit 00 Millionen Lire veranschlast; die Einfahrten sollen von zwei Panzerturmfor>« flsnkier« werden, die in die ge-nannte Summe noch nicht einbezogen sind. Im Falle die Kammer die erforderlichen Geldmittel, gegen deren Votierung bloß die Sozialdemokraten opponieren, bewillig»» sollte, würde da« Flotten-.lafer zu Mezzano Ende 1908 für die italienische Flone benützbar gemacht s.in. Eine geharnischte Araueurechtkeri» Au« P.ag wird der ,V. Z." geschrieben: Die Bewegung sür oa« Frauenwahlrecht beginnt jetzt auch auf da« tsch.chische Lager überzugreifen. Vor un« gefähr zwei Monaten berichtete. ich über eine Wahlrecht»l.»rsammlung der deutschen Frauen Prags, die erste derartige Versammlung in Oester» reich überhaupt. Diese Veranstaltung und die Ge-danken, die dort zu Worte kamen, haben auf tschechischer S.ite so viel Gefallen gesunden, daß ma> sich bemüssigt fühlte. daS Beispiel nachzu-ahmen. Diese Nachahmung — bekanntlich hat e« ja eigentlich die große tschechische Nation gar nicht nötip, den Deutschen nachzuahmen — ging sogar so weit, daß diejenigen in dieser tschechischen Frauenwahlrecht«versammlung am 18. März auf« tretenden R-dnerinnen und Redner durchweg« nur die Ideen zum Ausdrucke brachten, die den Besuchern der d,uischen Versammlung sehr be« kaiint vorkamen. In sämtlichen Reden wurde der Grundgedanke jener Versammlung wiederholt: „Nur Verbrecher und Irrsinnige bleiben nach dem Wahlresormprojek« der Regierung vom Wahlrecht ausgeschlossen und die Frauen sind ihnen gleichge» stellt". In diese Eintönigkeit brachte eine über daS den Frauen angetane Unrecht besonders ausge« bracht» Dame einige Abwechslung, indem sie den Antrag stellte, dahin zu wirken, daß da« Mini-sterium in Ankla^ «zustand versetzt werde, weil e« die Frau n durch den Wahlr»sorme»»nlwurs, d. h. durch die Gltichstellung der Frauen mit Ver-brechen«, belei'igt habe. Zum Glück sür unsere Minister ließ der R»gi«rungSo rtreter die Abstim-mung über diesen Antrag nicht zu. Hin Konservatorium für ?ögel Daß der gewiegt» Kanalienzüchter seine jung»n Hähne in halbountlea Käsige» nach dem Muster eineS tüchtigen ältere» „Hohlroll.rS" die Kunst dcS Gesanges lernen laß«, ist eine alte Geschichte. Neu ist jedoch die Emrichiung eine« , Konservatoriums für Vögel" in Loncon, wo sür die Summe von 48 X jedem lern-eifrigen Kanarienhah» da« kunstgerechte Singen beigebracht wird. Al« Lehrm»ist»r funktioniert ein Phonograph. Die »ich dieser neuesten, zeitgemäßen Methode ausgebildeten Hähne haben meist nach drei Woche» ausgelernt. Ein einzigeSmal, berichtet der Prospekt, mußt» ein Schüler nach sechSmona« -M«WK1 jlerbabnys Untcrphosphorigsaurcr Diner Mit 36 Jahren e-Jngefährte, »on vielen Aereten bestens begutachtete und empfohlene Brustsirup wirkt schleimlösend und hustenstillend. Durch den Gehalt an Bittermittel« wirkt er anratend sul den Appetit and die Verdauung und somit befördernd ni die Ernährung. Du für die Blutbildung so wichtige Eisen M In diesen Sirup In leicht assimilierbarer J{alk-£isen-Sirup Porm enthalten; auch ist er durch «einen Oehalt an löslicher Phosphor-Kalk Salzen bei schwlchlleltcn Kindern besonder-iir dte Knochenbildung sehr nduHch. • i I Flasche Herbabnys Kalk-CIsenSlrup K 2.S0. per Post 40 Heller mehr für Paclowg. Depot« in dea meisten Apotheken. Dr. ^(ellmanns Apotheke „zur Barmherzigkeit", WIEN Vll/l, Kalsorstrass* Nr. 73-75. 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AK Sch»»r de« HehnMe« Bekanntlich gilt di« Schnur, mittelst der Desperado« sich in ein bester«» Zeuleii« befördern al« klückbringender Tali«»ann von besonderer Kraft Daran dachte in höchst selbstsüchtiger Regung Herr Charle« Guiset in Pari«, al« «an ih« hinterbrachte, daß sein Kv«nd Henri Durenne sich infolge häuslichen Ungemach« an eine« Hacken der Zimmerdecke erhängt hätt«. Er eilte in die Wohnung de« Selbstmörder« und faud da eine Reihe von Nachbarn, die den bereit« erkalteten Körper angafften. Guisset wartete «inen Lugenblick ab. wo di« Unglück«stätie sich ge-leert hatt«, und schnitt dann rasch entschlossen einige gevtimtter von der Schnur, di« al« Mordinstrumeut grbirat hatte, ab. In der Furcht, daß sein Tun bemerke werden könnte, steckt« er dann den Tali«> wa» in feine Geldbörse und rannt« die Treppe hinab. ««« Stück vom Lnb« de« Erzvater« Jfaak, 25 Uebtrbleidstl vo« brennend.n Busch Mo^e, »in Siück d»« Altar«, an dem Johanne« vor Maria di» Messt gelesen (die doch erst sehr r> Annniit stnb bie Grundlagen körperlichen I A l lclll, Wohlbefinden« u. dies» schasstNch ... ,s , Jeder d. regelmäßigen Gebrauch Wie Mjüüm, r.tttÄtö*«* nt « , I Kognak, Fruchtsäftm) oder fegiM» Mmi W!t«Mt?,'W''"'' vi»l spät» auskam), der Finger de« ungläud'gen Thoma«, den er dem Herrn in die Seitenwunde legte, zwei Krüge von der Hochzeit zu Kanan mit eine« Rest de« Wein«, in den Jesu« da« Wasser verwandelt, »ine« Stein, «it dem Stephan«» ge« tötet wordr» war. da« Tischtuch vom Ab ndmahl Christi und viel»« andere. In München wurde ein Stück Elefamenrücken al« vom hl. Ehriftophoru« herrührend verehrt; mit den Zähne» d o saneta simplicitasl KtliAO* Q.Sohokolid^lt»!)bib«ru bosUoi «npfokin; Johann Hoff'« Kandol-Kakao hat den («Mussten Fettcahalt. ist daher telohtest Terdaullcb. rerursaaht nie Vsrstopsun* und Ist bet retastem Wohlcosobmaok sudsrorJeuüioh hUU« Boht nur mit dem Name* Johaun Hoff oad dar Ldsrea-Bohutsmarks Pakete k '/. kg 00 Heller » . V» . 60 » Oberall so haben 30.000 Aro»e» beträgt der Haupttreffer der Kaisenn-Elisabeth-Heim-Lotterit. Wir machen unsere geehrte» Ltser daraus ausmtrksam, daß die Ziehung unwiderruflich am 17. Mai d. I. stattfindet und empfehle» angelegentlichst, diese« patriotische und Humanitäre Unternehmen durch Ankauf »in»« Sof»« zum Pr»ist von nur 1 K zu unterstützen. Das mit dieser Harke geachütsis Faller Pdansen-Essanaea-FluU behebt Husten. Heiserkeit, Nerrositst Schnupfen. Hals-schmenen, Brust-, Oelenksichtaersen. MidirkrH, 8ch«Aeh». Rntaindaagen, Atheunot, fieberhafte Zustindr. 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Maria Raneigaj ge-hörige Hauseinrichtung samt Kleidern. Wäsche und Büchern wird am Samstag den St April 1906, vormittags »oit 9 Uhr angefangen öffentlich zu Cilli in der Neu-gasse Nr. 16, l. Stock an den Meistbietenden nötigenfalls auch unter dem Schätzwert verkaust werden. Cilli, am 11. April 1906. Lorenz Bas 1179« k. k. Notar als Gerlchtakommwsür. Putze nur mit rrni utzextract unwiderruflich Haupttreffer Kronen Kaiserin-Elisabeth-Heim-Lose a. M ITrorxo ' zu haben: in allen Wechselstuben, k. k. Tabak-Trafiken, k. k.Lotto-Kollekturen, und k. k. Postämtern. Der Ostcr-Hnsticb der jährlich zweimal und zwar zn Ottern und Weihnachten wiederkehrenden Spezialität j St. Paulus- caMt 1^1 ftP * ans der Keichenberger Bierbrauerei and Malz. Maffersdorf (Nordböhm.) ertolgt allgemein und in der ganzen Mon-archie am Alleinauschank ^^>-^und Depot l'flr Cilli: Hotel Stadt Älien (R. (tranig!:). 1 An diesem Schild sind die Läden erkennbar, in denen nnr SINGER Nähmaschinen verkauft werden. Singer Co. Nähmaschinen Act. Ges. Cilli, Bahnhofgasse 8. Vereins-Bucbdruchcm « Cilli, Ratbausgasse Hr. 5 ' ■ im eigenen Haose. 0 4 ' vereinsacht da» bis Lach,, au» »tm Grund«, 606 wir btibf de-nselbm Mau« nachjagen ' Voficntiuii finden wir ,hn, Bell." öoN'-uttich. wir werd«» >l-m eineii Köder hinwerfen, wie 'einer präckiigen Forelle. Der Köder soll der Aewbrandt sein, und sie solle» sehen, er beißt an Aber abgesehn davon, habe ich tKttle noch ein oder *w« wichtige Entdeckungen gemacht. Wir wollen nach dem Hanse der seltsamen Dame gehen, de die beiden Häuser Nr. 218 un* 219 ans dem Brunswick Sqnare besitzt. und ich muffte mich sehr irren, wenn sie nicht eine alte Bekannt« van mir ist. Gefahr ist nicht dabei." „Sie beabsichtigen also, heute Ab^id hinzugehen?" .Ich beabsichtige, sofort zu gehen," versetzte Bell. „Für vunkle Geschäfte sind dunkle Stund«« stet« die besten. Wie ist der nächst« Weg nach Longdean Grange?" .Also ist das HanS der stillen Leiden, wie man es nennt, unser Bestimmungsort? Ich muß gestehen, der Ort hat stet« einen eigentümlichen Reiz aus mich au«- !eübt. Wir gehen links am Wasser entlang, durch da« )orf Ovingdean." Bell erhob sich und zündete sich «ine neue Zigarre an. .Kommen Sie," sagt« er. .stellen Sie den Rembrandt hinter Ihre Bücher, mit der Vorderseite nach der Wand. Ich möchte ihn jetzt um keine« Preis verlieren. . . Oder nein, wenn ich e« mir recht überlege, »ehmen wir ihn doch lieber mit.' David schloß sorgfältig hinter sich die Tür, und beide traten in die Nacht hinaus. 13. Kapitel. D l e Hunde. Zwei tanzend« Flamm«nangen kamen über den Weg ans di« beiden Mädchen zu, ein langer Schatten fiel aus den weisen Pfad, und di« raschtn Hufschläge rückten näher. Dann hörte» die Hufichlag« plötzlich aus, »nid die Stimme eine« Manne« begann zu sprechen. .Sie kehren wohl besser um und warten auf un« bei der Farm, Kutscher," sagte die Stimme. .Wer ist da«?' flüsterte Enid, .rin Fremder?" .Nicht ganz/ entgegnete Ruth, »das ist Herr David Steel. O, wir können ihm vertrauen. Hab' keine Angst und kränke ihn nicht, denke an die Ungelegen heilen. in die «r nnser«twkg«n gekommrn ist."' .Da» tue ich," versetzte Enid lest«, .ich denke aber auch a>» Reaiiuud. Wenn unser teurer Reginald der freundlichen Hut der Hunde entrinnt, so sind wir ver. lor«n. Da« Gehör dieses Manne« ist wundervoll. Sr wird aus seinen breiten Füßen hierh«rg«schlichen kommen, »nd dieies verschlagene Gehirn nimmt alle« wie ri» Blitz aus. Guter Hund!" Jii der Entsermmg h«ult« ein Hund, dann bellt« ein anderer düster nnd traurig. Es war die Klage eine« Tiere«, das das Wild gesunden hat und nun ungeduldig aus den Jäger lau«rt. «solange sich Henjon rnhig verhielt, war er gerettet, sobald er aber einen Versuch zum Entrinnen n,achte, wurde er in Stücke gerissen. Augen-blicklich war alles in Ordnung, aber Williams konnte jeden Augenblick auf seinem Wege nach den Ställen auftauchen. Die beide» Mäitner kamen näher. Sie bliebe» beide stehe», als die Hunde anschlugen. Durch da« dicke Laub werk drr Bäume sah man au einem oder ztv«i Fr» lern des Hause» Licht. Steel blickte aus und schauderte uu» willkürlich .Rote Fenster," murmelt« er. .überall rot« Feuftrr, rote Vorhänge, rot« Fenst«r. Sie sangen an, mir aus die Nerve» zu fallen. Wa» ist mit diesen Hunde», Bell?" .Hunde oder nicht Hunde, ich geh« j«tzt nicht zurück," murmelte B«ll, .«< ist völlig nutzlos, am Tage hierher-zukommen, darum dürfen wir einen kleinen Einbruch Acht verschmäh«!!. l)c. drüben steht cfci MRdchtn. 6al mir einst beigestanden hätte, doch —• Enid trat aus die Landstraße. Di« Nackt war ziem-lich hell, und ihre schönen Züge waren für die aus dem Weg« stehenden Männer deutlich erkennbar. .Da? Mädck,en ist hier,' sagte sie, »wa« wünsch« Sie?' f Bell und sein Gefährte schrieen sast gleichzeitig auf, Bell, weil er so plötzlich derjenigen gegenüberstand, die ihm so teile, war. David, weil er die Stimm« im Dunkln, die Stimme des großen Abenteuer« erkannt zu haben glaubte Und noch größer war sein« Ueberraschung, al« er !Hiuh Gates neben der Besitzerin der wunderbaren Stimme stehen sah. .Enid." rief Bell heifer, .ich erwartete nicht. «Mit mir zusammenzutreffen?" versetzte da« Mädchen kühl, .das glaube ich. Ich verstehe nicht, wie Sie es wagen können, sich hier einznschleichen?" Bell -schüttelte traurig seinen schöne» Kops. Er sah seltsam niedergeschlagen und verzagt au«, nicht zn«. Mindeste», weil er sich den Knöchel verstaucht hatte, al« er über einen Abhang sprang. Hätten sie nicht auf der Landstraße von Rottingdean einen Wagen getroffen, er hätte das Ziel nicht erreicht. .Hart lind grausam, wie immer." sagte er, .kein Wort der Verteidigung für mich. Dabei bin ich doch das Opfer eine» gemeinen Komplott« I" .«omplott, nennen Sie einen gewöhnlichen Diebstahl ein Komplott?" .Es war nicht« weiter." unterbrach 'David eifrig. .Allerdings ein merkwürdige« Komplott, wie man es nicht für möglich halten würde, wenn man e» w einem Bliche liest " „Und wer ist dieser Herr?" fragte Enid hochmütig. .Ich bitte tausendmal nm Verzeihung," versetzte David, .hätte ich nicht geglaubt, daß wir im« schon früher begegnet sind, ich hatte mich nie vermeffen .. ." »Eine Marotte von ihm," rief Bell. »Doch wir verlieren Zeit. Di« Snind« ist nicht fern, Enid, in welcher Sie mich um Vergebung bitten werden. In-zwischen will ich in« Hau« gehen, Sie werden niich dort abholen. Komme, wa« da wolle, ich werde heute Nacht nicht schlaf«n, «he ich nicht mit Ihrer Tante gesprochen." David war ein ivenig bei Seite getreten, während ihm Ruth Gates instinktiv folgte. Ein grauer Licht-streifen fiel von ihrem Rad aus das an der Landstraße wachsende Gras. Enid und Bell sprachen eifrig und leise miteinander, sie schienn, ganz vergessen zn haben, daß noch a»der« Personen da waren. David konnte die Sorge und Angst aus dem blassxn, schönen Gesicht lesen; er könnte sehen, wie Bell für die kommenden Ereignisse seine ganze Willenskraft anstrengte. »Wie wird diese Geschichte anSlanfen?" fragte Ruth ängstlich lind seufzend. .Bell will siegen," versetzt« David, „trnd er wird eS mich." .Ich fürchte, ich kann Ihre Ansicht nicht teilen, Mr. (5teel." David blickte in das liebliche, traurige Gesicht seiner Begleiterin, und von dort auf die bu.!?eIrotcu Fenster hinter dem Laubwerk. Ab imd zu wurde die liefe Still« der Nacht vou dem langgezogene» Geheul eines der Hunde nnterbrochcn, David erinnerte sich noch daran nach Iahren, es bildete das realistischste Kapitel eine« seiner beliebtesten Romane. .Ich bin in die Sache hineingezern worden," sagte er. .doch wie sie eigentlich zusammenhängt. Xwo» weiß ich nicht mehr al» ein Kind. Ich bi» darin verwickelt, Bell ist darin verwickelt, und sie ebenfall? Warum, «oer^en wir vielleicht eine» Tages eriahreu." ©lättrr zur Unterhaltung und Srlrhrung für Haus und ?amilie. Hovutagsbeilage der „pentschl» Wacht" in KiM. Vr l5 „Die Süd mark" erscheint jeden Sonntag al? unentqeltlich« Beilage sür di« Leser der „Deutsche« Wacht". — Einzeln ist „Die SSdmark" nicht käuflich- 1906 Das rote Jenster. Roman von Fr. M- W h i t e. (SottHiutfl.) ffUAttiMI efrijtfli.t iii gibt tisch einen, rote ich zn meinem Schaden erfahren habe." sagte Bell bedeutungsvoll. .BlS vor weniaen Tagen war mir noch nie der Gedanke ge-kommen, es könne zwei Abzüge geben. Steel. Vte find da« Opfer eilte« hinterlistigen Komplotts, aber das ist nichts >m Vergleich zu dem Komplott, das mein Leben verdunkelt hat! Ich fühlte, ich würde früh« oder später dem Geheimnis auf den Grund kommen, und >etzt bin ich .neiner Sache sicher. Uud so seltsam es scheinen mag. ich alaube bestimmt, wir jagen beide demselben Manne nach der eine Mann, steht an der Spitz« von zwei Ver-brechen Doch Sie sollen nachher meine Geschichte hören. Wir haben jetzt zunächst herauszubekommen. wer der leute Mieter, nnd wer der jetzige Besitzer des Haufe* ,fl und ferner müssen wir zn erfahren suchen, wem dieser ganze Plunder hier gehört. Ach. das war heute M aroher Tag für mich." ' Bell sprach eifrig, schars lenchtete es au» seinen thuen, und David stellte kluger We>,e angenblicktich keme Frage. Zur geeigneten Zeit würde er schon alles Wissens werte erfahren. Die Hauptsache war zunächst, den Agenten, der da» GebSud« zu vermieten hatte, auf-jufuchen. ES war ein kleiner, lebhafter gewandter Mann, der sich in seinem libergroben Kontor etwas deplaziert au»-nahm, doch er war gern bereit, jede Auskunft zu erteilen. Allerdings war daS Hans BniuSwick Square 218 bis zur Renovierung zu einem sehr niedrige»» Rinfe zu vermieten, .md der Bewohner hatte noch eine Besitzung in Brighton, die er zu denselben Bedingungen abgeben wollte. Der Besitzer war eigentlich eine Besitzerin, eine äußerst reiche und exeuterifche Dame, die ihr Einkommen bedeutend verringerte, wenn sie ihrej Häuser zu solch billigem Preise vermietete. • .Kennen Sie die Dame überhaupt?" fragte Bell. .Persönlich nicht," gab der Agent zu, .so viel ich sagen kann, kam das Besitztum vor einigen Jadren durch Erbschaft in die Hände der Dame. Es gehört dazu noch ein altes HauS namens Longdean Grange, nicht weit von Rottingdean. wo die Dame. Mistreß Henfon. jetzt lebt. Es kommt niemand dorthin, niemand besucht sie je und, um den Ort von lästigen Besuchern freizuhalten, laufen eine groß« Anzahl wilder Hund« dort herum." Bell hörte aufmerksam zu. David konnte sehen, daß feine Augen wie Stahlspitzen blitzten. .Ist 218 früher schon vermiete» gewesen?" fragte Bell. .Nein." versetzte der Agent. .Doch der augenblickliche 3it«**mer intmfsiert sich für beide Ää*f«r »18 und 219, lind beide wurden als eine Art Erholungsheim fit arme Geistliche, sowie für Ruhe bedürftige Wittwe» und Töchter von Geistlichen benutzt. Das e»ne HauS war fßr die Männer, das andere für die Frauen bestimmt, und beide waren vollständig gleich möbliert Mr. Gates — Mr. Gates wohnt in 219 — hat daS Mobil« vollständig ähnlich angeschafft." Steel blickte eifrig auf. Ein plötzlicher Gedrnrt» ivar ihm gekommen. „Was ist in diesem Falle aus dem vollständig ähnlichen Mobiliar aus 218 geworden?" fragte er. .Das Hau? wurde, wte eS geht und steht, «n einen angeblichrn Bhilantropen vermietet, dessen Namen ich vergesse» habe. Die ganze Sache war ein Betrug, und der Schwindler entging der Verhaftung nur da-durch, daß er daS Land verließ. Wahrscheinlich wurde »as Mobiliar versteigert oder vielleicht au einen Gläu-iiger verpfändet. Aber etwa» sichere» kann ich Ihnen darüber nicht sagen. Es befinden fich noch einige Bücher und Kupferstiche im Hause, wir werden sie wahrscheinlich versteigern lasten, aber sie find schon sehr verfallen Der ganz« Hauken wird keine fünf Pfund bringen." „Wollen Sie fünf Pfund dafür haben?" fragt« Bell. .Mit Vergnügen, schon um fie loS zu werden.' Bell holte mit ernster Miene «ine Fünfpfundnote heraus und ließ sich eine Quittung geben. Dann begaben sie sich noch einmal nach No. 218, holten den iliembrandt und brachten dem Agenten die Schlüssel de« Hanfes zurück. Bell befand sich in einer Aufingung. die ihre Wirkung aus seinen Gefährten nicht verfehlte. Die kalten, harten Linien schienen au» Bell» veficht verschwunden, er zeigte eine Heiterkeit, die fein «h»ch>u schönes Gesicht förmlich verklärte. .Vielleicht haben Sie jetzt die Güte, mir zu sage»," begann David. .Lieber Freund. eS würde aber jetzt zu lauoe dauern," rief Bell, „doch sicherlich will ich Ihnen die Geschichte der Tragödie meines Leben» erzählen Sie haben fich gewiß, wie so viele andere, darüber gewundert, warum ich sozusagen aus der Linie herausgetreten bi», als das Ziel meines Streben» schon iu nächster Nähe winkte. Nun. Ihre Neugier soll befriedigt werde«. Ich werde Ihnen helfe», und dafür werden Sie »ir helfen, wieder in Reihe und Glied zurüHukeheen. klebrigen», Sie koiuiten mich einladen, heute Abend bet Ihnen zu speisen.' »Nichts könnte mir ei» größer«» B«rgnitg«i be» reiten. Als« dann um V« t» Uhr.". .besprochen wie ein Mann und «in Bruder Mir werden ipeijen, und ich «erde Ihn« dann, wenn ata» f V Hotf* wtofl Ä. «Schicht, «Midien. HrJ weitn ich *t» Parti kitte, «ich bei etnem nächtlichen Abenteuer zu bezettelt, würben Sie dann nein sagen?' „Iti meiner augenblicklichen Sttmmuna keine«» »<>«. tSm Abenteim, mit dem etwas Gefahr ver-»nuden ist. paßt mi»g«zrichnet zu meine, Gemüt», sttmmung Nnd wenn etwa» körperliche Kraft von nöten ist. »m s» besser. Meine Diplomatie mag schwach sein, «der physisch bin ich nicht zu verachten." »Nun, wir werde» da? Letztere nach Möglichkeit vermeidend sagte Beil lachend. »Doch zu Ihrer Genug-tuung Kni» ich Ihnen sagen. daß die Möglichkeit eine« Scharmützels nicht ausgeschlossen ist. Jetzt muß ich aber wtrKick gehe», dem, ich habe für Gates noch etwa» zu »m> Also bi« halb acht. Aus Wiedersehen.' Steel steckte fich eine Zigarette an nnd schlenderte Gedankenvoll nach Hause. Je mehr er Äber da« Ge-heunnie naä»>ochte, desto verwickelter wurde eS, Und »och war er ganz sicher, daß «r auf der richtigen Spur war. Die Entdeckung, daß beide Häuser zu einer be> stimmten Zeit gleich möbliert gewesen, war äußerst wichtig. Jetzt glaubte David auch nicht mehr, daß er in der Rächt deS große» Abenteuer? in 219 gewesen war Unwillkürlich dachte er an Ruth Gates liebliche« Gesicht und ihre schönen Augen, bis er ausschloß und d«S junge Mädchen vor sich sah. .Die — Sie wollten mit mir sprechen?' stammelte er. »Ich bin Ihnen zu diesem Zwecke gesolgt,' sagte das Mädchen ruhig. .Ich kann Ihnen nicht alles sagen, weil da« Geheimnis nicht mir gehört. Aber glauben Sie mir, es wird schließlich alles gut auSlaufen Denken Sie nicht schlecht von mir, seien Ste nicht hart und bitter, weil ...' .Aber daS tue ich ja gar nickt,' versetzte Davit lächelnd. »Wer in Ihr Gesicht blickt, kann nicht zweiselii. Ich bin überzeugt. Sie bandeln ausrichtig und ehrlich, filr andere, wie . . „Ja, aber auch sür Sie. denken Sie daran, auch für St». O. wenn Sie wiißici», wie ich Sie achte und ehre! Wenn nur...' Sie machte ein« Pause, während eine tiefe Röte ihr Gesicht säibte. David ergriff ihre Hand, und eS war ihm einen Augenblick, alö erwidere sie den Druck. »Lassen Sie mich ^htien helfen.' sliisierte er, »seien Sie nur meine Freundin, uud ich will alles vorgeben.' Sie warf ihm ritten langen Blick au« ihren tiefeit, j«m»Mw«cheii Augen zu, nickte lächelnd und verschwand. 12. Kapitel. Da« rote Fenster. Hatherlh Bell wanderte lächelnd und fröhlich nach Downend Terra«, al« hätte er nie eine Sorge in seinem beben gekannt Er hatte elegante Gesellschaftstoilette «emacht und trug ein« Rose im Knopfloch. AuS sriner Droschke holte er ein viereckige«, braunes Papier hervor, «•» er in Davids.Arbeitszimmer sorgfältig ablegte. Aus hat ernstere Geschäft de« Abends machte er nicht die «ringste Anspielung, er war heiter und lustig wie ein Kind, so daß Mistreß Steel ritt« ganz« Stund« länger aufblieb, al« gewöhnlich, ohne zu merken, daß sie mit ö«r strengen Regel von zehn Jahren gebrochen hatte. 'Jetzt wollen wir in mein Arbeitszimmer gehen und eine Zigarre rauchen.' meinte David. Bell zog eine lange Chaiselongue in d«n Salon und zindete sich eine Henry Clay an. SteelS Anerbiete« eine« Whisky mit Soda wurde abgelehnt. »Ein idealer Aufenthaltsort für einen Schriftsteller, tot ein offene« Äuge für da« Schöne hat.' sagte er. »Hier had«t Sie Ihre Bücher und Geu^Idc, I!,re ge» (AItfj«i«n Öüft« und Ihr Porzellan, und w«n eS Talent, daS sich frühzeitig ins Grab trank, hatte einige wundervolle Entdeckungen auf dem Ge-biete der Gehirnkrankheite» und der allgemeinen Psychologie gemacht, und darum beschloß ich, von ihm zu lernen, eh« eS zu spät war. Der junge Dvktor war etn herzensguter Mensch, er sprach bereitwilligst über seine Entdeckungen, und ich blieb dort über ein Jahr. Mein Wort, was verdanke ich nicht diesem mißleiteten Genie! Und welch eine Umwälzung hätte er in der Medizin und Chirurgie hervorgebracht, wenn er am Leben geblieben wäre. Nun, in Amsterdam lernte ich alle Berühmtheiten kennen auf medizinischem, künstlerischem und sozialem Gebiet. Unter meinen Bekannten besaiid sich auch ein Engländer, Lord Littemer, sein Sohn und ein äußerst liebenswürdiger Reffe von ihm, mit Namen Henson, der gewissermaßen der Lehrer des Sohnes war. littemer war ein Gelehrter und ein tüchtiger Kenner von Gemälden. Man behauptete, er hätte die schönste Sammlung alter Stiche in England. Er reiste überall umher, um Neues u finden, »lud das Gerücht vo» einen» Schatz« in Amster-stin hatt« ihn hierher gebrach». Wir »varen Freunde Von Anfang an, und ebenso war ich auch mit dem Sohne befreundet. Denn Henson, der Reffe. war ruhiger und zurückhaltender, buminelte aber, wie ich entdeckte, heimlich sehr gern. Auch ich war damals einem kleinen Bu»n»»ellebeu nicht allzu abgeneigt. Ich war ein leidenschaftlicher Freund aller Kartenspiele, und ich fürchte, ich spielte mehr, als ich es mir eigentlich leisten durste. Jetzt habe ich es »nir abgeschworen und werde in meinem ganzen Leben keine Karte mehr anrühren. Doch hören Sie weiter. Wir standen alle recht gut miteinander. al» uns Lord AyemerS Schwester eiiuu Besuch abstattete. Sie kam in Begleitung einer Tochter namens Enid, ich will sie nicht beschreiben, denn Worte vermögen sie nicht zu schildern Mit einein Wort, ich verliebte mich Hals über Kopf in sie, und diese Liebe ist nie au« mnnem Herzen gewichen. Bon all dem Schweren, waS ich zu tragen habe, ist die Tatsache, daß ich Enid liebe und' daß sie mich wieder liebt unS mich dabei doch verachtet, die allerfchwerste. Doch ich will nicht vorgreifen. Wir lebten alle sehr glücklich, bis zwei Herren van Sneck nnd von Gulden austauchten. Enid und ich, wir hatten un» ausgesprochen, und wenn wir die Sache auch noch geheim hielten, so sollte dies doch nicht mehr lange der Fall sein. Vom ersten Augenblick ivurde sie von Herrn vo» Gulden vergöttert, er war ritt hübscher, etwas ausschneiderisch veranlagter Soldat, ein eleganter reicher Mann, der in dem Ruke stand, ein Don Juan und vielleicht noch etwa» Schlimmere» zu sein. Vielleicht erriet er, wie die Dinge standen, denn er hielt mit seiner Nichtachtung und srinem Mißbehagen »nir gegenüber nie zurück. Wenigstens fiel cs mir auf. A»»dere fanden vielleicht, daß er mich sehr höflich behandelte. Er ver-aiilaßte inich, gewisse Sport« mitzumachen, in denen ich nichts leiste» konnt., wie er wohl wußte, er verleitete mich zum Erartv Spiel, worin ich mich »h»n überlegen glaubte. ich - wirklich? Ich wer» es ttcht. »a hatten an jenem Abend zusammen gespeist un» »war »iemllch gut, denn ich hatte vollständig den Kopf ver. loren, ehe da» Spiel eigentlich ernsthaft losgina. Die versteckten höhnischen Bemerkungen von Gulden machten mich fast ra>end. Der langen Rede kurzer Sinn war als ich ,n jener Nacht vom Tische auf,land, war ich meinem Gegner fast 800 Pfund schuldig, ohne die av-ringste Aussicht zn haben, auch nur einen zehnten Teil davon bezahlen zu könne». Ich war damals >.»r ein armer, ehrgeiziger junger Man», der noch seinen Weg in der Welt zu »lachen hatte, und wenn da» Geld in den nächsten paar Tagen nicht bezahlt wurde, war ich rettungslos ruiniert. Am nächsten Morgen wurde die große Entdeckung gemacht. Der von mir erwähnte van «neck war ein Künstler. ein Kunsthändler, ein Mann von bedenklichstem Rufe, den mein Freund Lord Littemer irgendwo aufgegabelt hatte. Dieser- van Sneck brachte die Kopie des Rvlen Fensters zum Vorschein. Er liefert» nicht nur me Kopie, sondern auch di« Geschichte, und zeigte kürzlich entdeckte Papiere, die sich auf die NeizerS-kroan Tavern und aui das Juhr isso bezogen und einen noch peinlicheren Neuner als Littemer befriedigt hätten Schlieijlch kaufte der Biscount den Kupferstich für »vv Pfund Sterling. Sie können sich denke», wie hoch erfreut er war denn er hatte einen einzig dastehenden Stich von Ren> brandt erworben. Unter günstigere» Umständen hätte ich feine Freude geteilt, doch ich stand dem Ruin gegenüber, und darum betrachtete ich die Sache mit ziemlich gleich» gültigen Blicken. Ich säen am nächsten Morgen nach einer schlaflosen Nacht herunter und hatte mir den ganzen Tag den Stopf zerbrochen, wie ich das Geld auftreiben sollte, um meinem Gläubiger zu bezahlen. Zu meinem größten Erstaunen sand ich ein höfliches Billet des Leutnants, der mir für die Banknote» dankte, die ich ihm per Boten geschickt und mir eine regelrechte Quittung über die 800 Pfund ausstellte. Zuerst betrachtete ich die Sache als einen schlechten Witz. Doch bei all seinen Eigentüm« lichkenen war vo» Gulden ein Gentleman. Es hatte jemand die Schuld für mich bezahlt, und daS war der Fall, obwohl ich bis auf den heutigen Tag noch nicht weiß, wer der Betreffende gewesen.' .Ja. hab«» Sie oenn keinen Verdacht?" fragte Steel. .Gewiß habe ich einen sehr starken Verdacht, ab«r bis jetzt hab« ich noch nicht ergründen können, ob er richtig ist. Trotzdem können Si« sich denken, daß mir eine ungeheure Last vom Herzen gefallen war, und wie fröhlich ich mich fühlte, als ich »ach dem Frühstück in Lord Littimers Hotel ging.. Ich fand ihn buchstäblich aiißer sich vor Aufregung. Es war in der Nacht ein Dieb in fein Zimmer eingebrochen und hatte den Rem» brandt gestohlen. Der Rahmen war unversehrt, doch der Stich war herausgenommen und verschwunden." .Aehnlich wie die Geschichte mit dem gestohlenen Gainsborough." „Ganz recht, der eine Diebstahl hat wahrscheinlich den andern inspiriert. Ich wurde sofort abgeschickt, um van Sneck zu suchen, entdeckte aber nur, daß «r die Stadt plötzlich verlassen. Er war in Konflikt mit der Polizei geraten und geflüchtet, um nicht in» Gefängnis zn kommen. Bon diesem Tage an hat man vo>» dem Bilde nichts mehr gesehen." »Aber ich laS Loch heute, daß e» noch in Vittimer Castle ist," sagte David. .DaS ist ein anderes," bemerkte Bell. .Oeffne» Sie bitt« diese« Päckchen. Wie Si« s«hen, ist das der Stich. den ich heute für fünf Pfund gekauft habe. Da», mein Freund, ist derselbe Stich, der au« Littimer» Wohnung in Amsterdam gestohlen wurde Wenn Sie gnwu Hinblick«», werde.-. Gie in der linken »«U vier dunkeltet» Flecke b«m«te«. G» soll«» Blutspritzen fein, well der Künstler sich tn den Finger geschnitten. Ich bin bereit, zu beschwören, daß da» derselbe Stich ist. mit Rahmen und allem, den d«r Lord m Amsterdam von dem v«rdächtigen Schurken van Sneck kaufte." „Aber Littimer soll doch noch euu» m (eurer Sammlung haben." bemerkte David. .Er hat auch einen in seiner Sammlung," ver» setzte Bell kühl. »nd lebt der feste» Ueberzeugung, daß er der glückliche Besitzer sein«« verlorenen ichuftc* ist — Bi« zum heutigen Tag« hatte ich dieselbe Ansicht. Jetzt weiß ich. daß e« zwei Kopien geben muß, und daß mau diese Kemttm» benutzt hat, um mich in» Ver» derben zu stürzen." .Aber," murmelt« Steel," .ich sehe wirklich nicht." . . . .Ich komme schon darauf. Wir setzten Himmel und Hölle nach dem Bilde in Bewegung, aber nirgend» wurde e» gefunden. Die Geschichte machte große« Auf-sehen in Amsterdam. Ein oder zwei Tag« später kehrte von Gulden auf seinen Posten an der belgischen Grenze zurück, und auch mich riefen Geschäste heim. Ich packte mein Ränzel und fuhr ab. Al« ich an die Grenz« kam. öffnete ich vor dem Zollbeamten mein Gepäck, und der ganze Inhalt wurde rücksichtslos durchgewühlt- Obenaus lag eine, um «in«u kleine» Stock gewickelte Papierrolle, von der ich absolut nicht» wußte. Ein mißtrauischer Zollbeamter öffnet« sie und rief sofort den dieiifthabenden Leutnant, der merkn'ürdiger Weise von Gulden war. Er trat mit sehr ernster Miene aus «ich zu, und hielt da» Papier in der Hand. .Dars ich Sie fragen, wie da« m Ihr Gepäck gekommen ist?" sagte er. Ich konnte nichts erwidern, ich war stumm, den« dort lag der Rembrandt. Dir roten Fleck« waren au» der Ecke au«aekratzt, doch e» war da» Bild. Da verlor ich den Kopf und warf von Gulden allerlei unangenehme Dinge vor. Er benahm sich wie ein Gentleman, so dag ich mich schämte. Dennoch be» hielt er das Bild und schickt« e« Lord Litttmer zurück, und ich war v«rnichtet. Lord Littimer wollte mich nicht gerichtlich versolgen, weigerte sich aber, mich zu sehen, und wollte sich aus kein« Erklärung einlaffeu. Eigentlich konnt« ich ihm ja auch kein« geben. Enid weigerte sich ebenfall«, mich zu schen, und gab auch keine Antwort auf meint Briefe. Die Geschichte meiner großen Spiel-schuld und ihrer Bezahlung wurde ruchbar. Steel, ich war vernichtet. Irgend ein Feind hat dies» Schurker« ausgeführt, und bi* zum heutigen Tag» bin ich gebraud» martt." .Äber wie in aller Welt konnt» da» nur zugehen." rief Steel. .Bi« jetzt kann ich nur Vermutungen anstellen," versetzte Bell. .Ban Äneck war ein schlauer Fuch». natürlich hatt« er di« b«id«n Abzüge gefunden. Er behielt den rintn. um den anderen zu «inem hoh«n Preis« »n verkaufen. M«in Feind entdeckt« da«, und van Sneck« plötzliche Flucht paßte chi» ausgezeichnet. Er würd« mich, wenn auch zu einem verhältnismäßig teurem Preise, lo». Er stahl Littimer» Kupferstich, — ossei.dar muß er da« getan haben, denn sonst hätt« ich ihn m di«s«rn Augenblick richt Dann schmiert« er «inige Fleck, aus den anderen Abzug und versteckt» chn in meinem Gepäck, weil er wußte, er würd» gesunden werden. Er wußte auch, er würd« an Littimer zurückgeschickt, und der gestohlene Abzug könrrte beifeite gelegt und zu gelegener Zeit al» Origmalfund produziert werden. Jetzt habe ich deu Stich gesund«,,, und e» mußt« traurig zugehen, wenn ick der Sache nicht auf den Grund kommen sollt«. Fo i>'t merkwürdig, daß Ihr« -ehe,«n«v-llen »«rg«n jo Mi mit du: «einen zusemmintztnAW. «te schließlich Hamburg-Amerika-Linie. Schnessße Hz,anfahrt. 5 Taqe 7 Stunden ?8 Minute». »e,eimdhi«e direkte «nbindmig m. DspftelsKraubeii-SchneU. u. Poildampsen, o. Hambury nach ?iew Dorf; lern er nach Canada, Brasilien, Argentinien, Afrika. Wabert Au»Iun»t erteilt die tt««eral «ge»t»r für Steiennark. Graz, IV., Annenstrasse 10, „Oesterreich. Hof". 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