Mlmcher Zeitung. Nr. 11«. Pläniimeral > onspreis: Im Comptoir ganzj. ft. N, h.,Il>j. N. 5.5N. ssilr die Zustellung ii!« Hau« hnll'j. 5.0 ll, Mit der Post ganzj. fl. ,5», halvj. ft. 7.5V. Moutng, 22. Mai Vnsertionsgebühr bi« l0Zeilen: imal ßolr., üm. «1 lr.< »m. I ft.; sonst pr. Zeile lm. «lr., «m. »sr., 3m. lU lr. ii. s. w. Inseitionsstempcl iebesm. 8U lr. 1871. Amtlicher Theil. e3c. l. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschlicßung vom 19. Mai d. I. den Bandes-Präsidenten im Herzoglhume Krain Sigmund Freiherr Conrad v. Eybesfeld zum Statthalter im Erz-hcrzogthnme Oeslencich ob der EnnS und den ^andeS-hanptiuann in Krain Dr. Karl Würz bach o. Tanne n l) c r ^ zum ^andcsplüsidcnten im Herzogthumc Krain allergnädigst zu ernennen geruht. Hohcnwart ui. p. Der Iustizminister hat den Gczirtsgerichtsadjuncten in Pergine Johann Miori zum RalhssecrctÜr bei dem Kreisgelichle in Trient ernannt. Nichtamtlicher Theil. 5. Verzeichniß der bei Sr. l. und l. Hoheit dem durchlauchtigsten Herrn Erzherzog Ludwig Victor zur Errichtung des Teg e t t Hoff-M on u m en leS in Wien eingegangenen Beiträge vom 8. bis incl. 15. Mai 1871. Ihre Excellenzen Graf und Gräsin Pejacscvich 200 ft.. Se. ExccUe»z Graf Erwin Schöl,boru-Vuch-hcim 300 fl., Herr A. M. Pollat Ritter o. Rubin 200 fl.. Se. Durchlaucht Fürst Eduard Clary-Aldrin-lim 200 fl., Se. Durchlaucht Fürst Camilla Stahrem-l>erg 200 fi., Sc. Excellenz Graf Harlig 100 fl., Ihre Excellenzen Glas und Gräfin Zichy geb. Fürstin Mct> tcrnich 300 fl., Ihre Excellcnz Giüfin Irene Arco geb. Üiiarkgräsin Pallavicini 50 fl., Herr Peter Schnecr 2 fl., dcrr T. Rcnsch 1 fl., Herr Fz. HolmeSly 50 kr.. Herr H. Toulbach 50 kr.. Herr G. v. P. 30 fl,. Se. Durchlaucht Fürst Karl Paar 100 fl.. Herr C. I. W. I Ducatcn. Herr Graf AlfonS McnSdorff 20 Napo» leonsd'or, Sc. Exc. Hcrr Altgraf Franz Salm 1000 fl., Herr Graf Otto Chotct 500 fl.. Hcrr Graf Rudolf Kinsly 500 fl.. Herr Graf Karl WalliS, k. l. Oberstlieutenant 200 fl., Sc. Durchlaucht FM. Fürst Schwär, zenberg 100 fi., Hcrr Ritter v. Chlumetzly 100 fi. Summe 4084 fi.. 1 Ducatcn und 20 Napoleonsd'or. (Weitere Beiträge werden im Palais Sr. t. u. l. Hoheit dcs durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Ludwig Victor von 10 bis 1 Uhr in Empfang genommen, quit« lirt und in den Journalen kundgemacht.) Die Räthsel unscrcr Verftffunglisragcn. Wir haben in unfcrem jüngsten Leitartikel auf den schreienden Widerspruch hingedeutet, in Bezug auf die Ausgleichsfrage zwischen der dermaligen Haltung cincs hervorragenden Mitgliedes der Tinten und der Haltung, wclchc dasselbe Mitglied beobachtet', als zu ^tginn des Vorjahres dieselbe Frage auf der TageSord« 'Ulng gestanden. Dem „Prager Abendblatt" ist dieser Widerspruch auch nicht entgangen nnd beleuchtet ihn dasselbe noch eingehender nnd präciser. Das „Pr. A." k'tilt die fragliche vorjährige Acußcrung des betreffenden Abgeordneten nach dcr „ReichSralhscorrespoudenz" genau Wie folgt: „Redner (Kuranda) hat die ,edliche Absicht, dcu NlUizischen Wünschen soweit als möglich eulgegcnzntom-wtn ^ aber den Gedanken muß er aufrecht halten, daß ^ Zugeständnisse, die man Galizien macht, in Zukunft öwar nicht alle» Randlagen, aber doch dem Königreiche Rühmen gemacht werden müssrn; wie man auch über b'e czechischcu Parteivcrhällnisse denken möge, daS stehe sest, daß Böhme» eine intelligente, arbeitsame und steucr« Elende Bevölkerung umfasse, dcr man das nicht vol> "Uhalten lönnc, was Galizicn zugestanden werde. Vou b'esen, Gesichtspunkte müsse die Majorität bei dcr Bc ^"dlnng der Resolution sich lcitcu lassen." ^ „So sprach am 15. Februar 1870 der Abg. Dr. ,?"rauda - fügt daS Präger Blatt trcffcnd zu diefem ^ital hi„^, — damals wie heute eines dcr hervorragende" Mitglieder der linken, ohne im Ansschussc auf '"'derspruch zu stoßen, Dcr SitzxngSbericht uerzelchnet lvcdcr cine ..furchtbare 2^irlung dieser Worte," noch ric« ^" dieselben dic größte Aufregung unter den Verfassung«, '""cn Abgeordneten" hervor, trotzdem die hcullgc Ertlä' ^»g dcs Grafen Hohenwart mit dcr damaligen Aeuße-^"« des Ab^. Dr Kuranda in einer geradezu übcrra« ^ellden Ideenverwandtschaft steht. Damals wurde die ""Handlung ruhig forlgesetzt, heute „rief man nach Schluß der Sitzung, denn man fühle sich außer Stande, eine ruhige Discussion fortzusetzen!" EineS Commen« tars von unserer Seite bedarf diese schlichte parlamen» tarische Reminiscenz nicht." Das Capitel der Räthsel ist indessen hiemit noch nicht abgeschlossen. Der Widerspruch, der hier in den in Bezug auf eine und dieselbe Frage abgegebenen Meinungen eines hervorragenden Parteimitgliedes bloß-gelcgt erscheint, äußert sich auf Seiteu des anerkannten Führers dieser Partei, des Herrn Dr. GiStra nämlich, noch weit auffallender iu einem offenen Schreiben, das dcr ehemalige Redacteur dcs „Vaterland." Herr Kien« berger, an denselben zu richten stch veranlaßt sieht. Danach hätte Dr. Gistra selbst als Minister seinerzeit über die böhmische Opposition Anschauungen gehegt, „welche von denen des Grafen Hohcnwart nur infoferne abwichen," als sie „principiell den Anforderungen der böhmischen Opposition viel freundlicher entgegenkommen," als die Hohcnwart'schen, welche soviel „Entrüstung" erzeugt haben. Herr Kienberger erinnert Se. Excellenz Herrn Dr. Gislra daran, daß er im December 1869 ..wiederholt" über eventuelle Unterhandlungen mit der böhmischen Opposition mit ihm Unterredungen gepflogen, und daß er bei diesen Anlässen dem Minister gegenüber die sin-sicht vertrete« hatte, daß ernstgemeinte AuSgleichSuer-handluugen in der Richtung „mehr formelle als sachliche" Schwierigkeiten vorfinden dürften, daß vor Allem „daS tiefgehende Mißtrauen der Opposition" behoben, durch einen Aumcstieact vorläufig dic Ruhe des Waffen^ Nillstandcs hergestellt werden sollte. K. sprach ferner die Ansicht aus. dah die Berufung eines Vertrauensmannes dcr Opposition in den Ralh der Krone den Gang der Verhandlungen unendlich erleichtern, und daß die nationale Partei „einen neugewähllen Landtag" wahrscheinlich beschicken würde. Ew. Exc. — so heißt eS in dem offenen Brief — erwiderten hierauf, daß die Ailmesticfrage denn doch zu unliedculcnd sei, um sich bei ihr länger aufzuhalten; die ..Gerufung eii luchowsli, ^odron, Winterstein, Doblhoff, Hasner, Unger, Gablenz. Donau-Ncglllirung bei Wien. Wie tvir aub einigen uns zugehenden Details ersehen, nehmen die Arbeiten der Donau»Regulirung bei Wien einen sehr erfreulichen Verlauf. Am 14. Mai 1871 ist erst ein Jahr verflossen, seitdem unter den «uspicien Sr. Majestät des Kaisers der Beginn der Donau-RegulirungSarbeiten bei Wien gefeiert wurde, und schon haben die Arbeiten solche Dimensionen angenommen, schon ist so viel für die Ausführuug dcS großen Projeclcs geschehen, dak jclbst der ^aie am Gau» platze ein llarcs Bild der zukünftigen Gestaltung erhält. Wie bekannt, bezieht sich die Aufgabe der Donau« Regulirungscommission auf die Strecke vom Kahlcnbcrger« dörfl bis Fischamend. Diese Strecke ist in 4 Baulose eingetheilt, welche gesondert an Vaunnternehmungen vergeben werden. Mit dem für die Regulirung wichtig« sten, weil das schwierige Werk des großen Durchstiches enthaltenden 2. Baulose, nmfassend die Strecke vom Roller bis zur Sladlaucr Eisenbahnbrücke, wurde be< qonnen und wurden die Arbeiten in dieser Strecke be» reits im October dcS Jahres 1869 dem französischen Consortium Castor, Convreux. Hersent und Wasel übertragen. Nachdem der Herbst und Winter des Jahres 1809 und das Frühjahr 1870 zu den umfangreichen und langwierigen Vorarbeiten verwendet worden war, wurde im ^aufe des Sommers 1870 in dieser Strecke mit allem Nachdrucke mit den Arbeiten begonnen. Die Erdaushebungen, welche anfangs nur mit Handarbeiten ausgeführt wurden, erfolgten bald mit Excaroteuren und Vaggcrschiffcn neuester Erfindung, welche theils aus Paris bezogen, theils am Bauplätze selbst angefertigt wurden. Die Uebersühnmg des aus' gehobenen Erdmateriales geschieht mit Locomotiocn auf plovisorischen Eisenbahnen und mittelst großer Trans» portSschiffe, und wird überhaupt unter Zuhilfenahme der neuesten und erprobtesten technischen Erfindungen von der in solchen Arbeiten sehr erfahrenen Bauuntcrneh-mung mit folcher Rührigkeit und folchem Elfer gearbeitet, daß es gelang, in den wenigen Monaten der Vauperiobe 1870 mehr als '/,<» der Gesammtauehebung auszuführen. Mittlerweile hat die Donau-Regulirungscommission auch in dem 1. und 2. Baulose die Vorarbeiten beendet und die Detailprojecte ausgearbeitet. Diese zwei Gau» lose schließen sich stromaufwärts und stromabwärts an die bereits im Baue begriffeuc Strecke an und beginnt das I. Gaulos bei der oberen Regulirungsgrcnzc nächst dem Kahlcnbergcrdörsl und reicht bis zum Roller, das zweite beginnt unterhalb der Sta blauer Eisen-bahn brücke und reicht bis Albern. Ganz anderer Art sind hier wieder die Arbeiten als in der 2. Strecke. Nicht wie dort ist dem Strome ein neues Bett anzuweisen und derselbe zum Verlassen des alten zu zwingen. Die Regulirungsarbcitcn be« schränken sich darauf, die Ufer zu versichern und nur dcm Strome ein Bett für seinen zeitweiligen übergroßen Wasserreichthum anzuweisen. So bestehen die Arbeiten in diesen 2 Strecken in der Herstcllnng des Inunda-tionsgcbietes, der Versicherung den Ufer und dcr Abtragung alter das Nbflußprofil verengender Bauten. Hiezu kommen noch in der 1. Strecke die Verlängerung und Verstärkung des Spornes zwischen dem Strome und dem Donau-Canale und die Herstellung einer Ab-sperrungsvorrichtung zur Hintanhaltung des Eindringens von Eis« und übergroßen Wasscrmassen in den Donau» Canal, und in der 3. Strecke die Herstellung eines Theilungswcrles zwischen dem Strome und dcm Donau-Canale an seiner Ausmündung und die Ausführung eines kleinen Durchstiches am sogenannten Weiden« Haufen. Die Offertausschreibung sür Vergebung dieser Ar» bellen ist bereits erfolgt, und sind die Offerte für diese beiden gesondert zu vergebenden Strecken bis 3. Juli l. I. bei der Donau.Regulirungscommission in Wien einzubringen. Von der Großartigkeit des hier in Angriff zu nehmenden Werkes erhält man erst einen Begriff, wenn man einen, auch nur flüchtigen Blick auf die Details dcr betreffenden in dcr „Wiener Zeitung" vom 9. Mai d. I. veröffentlichten Offertausschrcibnny wirft. So bedarf es z. V. bei der Strecke Kahlenbergerdörfl-Rollcr einer Erdaushcliung von 202.173 Cubil-Klaftcrn und dcr Ausbaggerung von 72.593 Cubil-Klaftern, während für die untere Stromstrccke cs sich um eine Erdaushedung von 108.221 Cubit-Klaftern, und eine Ausbaggerui'g von 133.150 Cubik-Klaftern haüdell, von dein kolossalen Matcrialc an Tannen- und Fichtenpilolen (2131 Stück) von Taimen- und Fichtenholz (1139 Currcnt-Klaflern), an Bruchsteinen, Quadern u. f, f. gar nicht zu erwähnen. Dcr Dürgcrkricg in Mlkmch. Die „Französische Corrcjpondenz" vom 15. Mai schreibt: sluch aus den letzten 21 Stunde,, ist, nach dß zu ^richten ; denn die Angabe des ..Mot d'Ordre," daß t>i' ivöderirlcn in dcr Nacht um, Samstag auf Sonnlag dl>ö Fort Issy ohne Schwertstreich wieder besetzt hallen und daß die zweite Compagnie vom Gcnic damit beschäftigt wäre, die dcn Wällen gegenüberliegende Seite des ftoits aufs ncue ;n befestige», ist mohl jedenfalls eine stalicl. Seit Samolnzi haben dic Geschütze des Montmartre ans einer nntcr-halb des Moulin-de-la-Galctte Hcnominencn Stellung ein Feuer auf das Schloß Becoi'. auf ?I?,nöres u. f. n>. eröffnet; aber ein amtlicher Rappoit besagt, daß das Schößen bisher sich eben nicht du>ch Oenaui^leit ans« gezeichnet hätte. Von einer Waffcnrulze nuf dcm südlichen Schauplatze ist heute niäil inch,- die Rede; cs hat sich herausgestellt, daß alle tie acscliäftigen Schritte, welche die republikanische ^iga zu Gm'slen einer solchen unternahm, dcr thatsächlichen Oinndla^e entbehrten. Die Ortschaften, um die cS sich lMd,llc, sind entweder, wic Klein-VanveS, schon längst gciäumt, oder, wie Issy, in dcn Händen der Vcrsaillcr und dahcr nothwendig von jeder Verbindung mit Paris abgeschnitten, oder endlich ihre Einwohner ziehen eS, wie in Montlouge und Van» veS, vor, dcn weiteren Verlaus der Oingc in ihren Kellern lii.d sonstigen Schlupfwinkeln ul^uwarten. Ueber die Erstürmung deö Convent des Oise-auf schreibt dcr Correspondent del „Köln. Zeitung" vom 14. d. M. Folgendes: Das Klostcr des Oiscaux wurde vom 4ti. Regiment dcr Division Zuöliiclk, vom Armee» corps Cisscy. genommen; die Insurgenten hatten das« selbe mit 1200 Mann uon den Bataillonen 53, W. 157 und 167 besetzt; dcr Hlluvllli',^ ff begann UM K Uhr Abends mit einer Recognosciinna. cin^ Compagnie des 46. ^inien'Regiments, die von dcn Parisern beinahe schon umzingelt war, als ein Bataillon des 46. Ncgi< mcnts noch rechtzeitig eintraf und sich nun ein lebhafter Kampf entspann. Die Pariser vertheidigten sich im Klo-stcr und in den benachbarten Häusern mit äußerster Hartnäckigkeit, bis Geniesoldatcn die Häuser mit Dynamit in die ^uft zu sprengen suchten. Indeß nur am ersten Hause gelang der Versuch, adci cS erfolgte blos eine starke Erschütterung, und das Gefecht wurde lebhafter, als dcn Föderirten plötzlich das Hcrz in die Schuhe fiel und sie sich in die Corridore des Klosters flüchteten. Hier wurden sie ohne Gnade von Gang zu Gang, vo" Zelle zu Zelle mit Bajonnetcn und Kolben gejagt, unter den Betten, in den Kellern und wo sie sich sonst versteckt halten, niedergemetzelt; der Rest entkam in den FeuillellM. Eine Spielpartie. Novelle. (Forlsetzung.) Hollah! waS sind da unten sür lustige Brüder! sagte plötzlich mein Officier in erstauntem Tone, in dem Moment, da wir an die einsame Stelle der Straße lamen, wo er mit seinen Pfiff meine Bewunderung erregt hatte. Ah! sie spielen das Fingerhulspiel! Dann blieb er plötzlich stehen und legte mit wohl' wollender Geberde seine Hand auf meinen Arm. Sie werden mich enlfchuldigcn, fuhr er fort, aber Sie sind ein liebenswürdiger Junge, und da ich große Freundschaft sür Sie gefaßt habe, so möchte ich nicht, daß Ihnen daS geringste Unangenehme begegnete so lange ich bei Ihnen bin. Nun glaube ich dic Welt etwas besser zu kennen als Sie, und ich kann Ihuen sagen, daß das die schlimmste Pflanze ist, auf die ich je ge< treten bin. Was nennen Sie eine Pflanze? fragte ich, in meiner Neugierde vergessend, daß ich auch auf Welt-tenntniß Anspruch machte. Was! erwiderte er mit einem Lächeln, sehen Sie nicht jenes Individuum das die beiden Einfallspinsel an seiner Seite zu rupfen sucht? Der Eine ist dcr alte, gebeugte Geistliche, der las, als wir an ihm vorüber gingen, und der Spitzbub« da, hat das Spiel in Zug gebracht, um den wackern Mann zu betrügen. Kommen' Sie, wir wollen uns auf ihre Kosten belustigen. Ich sah in der That, als ich nach der angegebenen Richtung blickte, an diesem wenig einladenden Orte, den Beginn des kleinen Spiels, von dem ich so oft ein unsichtbarer Zuseher gewesen war. Fürchten Sie nichts, fuhr mein würdiger Führer fort. Sie werden Ihr Geld wie ein Mann wagen und, ich wette darauf, reicher zurückkehren, als Sie gekommen sind. Ich bin allen ihren Finessen gewachsen; ich habe sonst in diesem Spiel enorm gewonnen und, wenn ich wollte, könnte ich e« auch jetzt. Fürchten Sie nichts; wenn Sie dieses Spiel einmal kennen, so können Sie gewiß sein immer glücklich zu spielen. Wir näherten uns also der kleinen Gruppe, deren Jargon schon an mein Ohr tönte. Es war unmöglich, einer so guten Gelegenheit zu wiederstehen, ihnen meine Geschicklichleit zu zeigen und zugleich meine Neigung sür dieses Spiel zu befriedigen. Konnte ich überdies nicht auch auf dcn Beistand meines wohlwollenden Freundes rechnen, der mir soeben seine Ueberlegenheit als Welt' mann bewiesen hatte, indem er mir versicherte, die feinen Kunstgriffe dieses Spiels zu kennen! Gehen Sie und gewinnen Sie, sagte er zu mir. Gewiß, das wollte ich auch thun, nichts hätte mir besser gefallen können, und die Aufregung, die ich empfand, beruhigte die Regungen des Hungers, welche die Schönheiten der Brücke nicht hatten mildern können. Sie sind also hier mit ein, zwei, drei Fingerhüten und einer kleinen Bohne, sagte Einer von ihnen; der Himmel weiß. daß ich für alles Gelt, der Erde nicht lügen möchte, aber ich will hin, meine Herren, fünf, zehn, fünfzehn und sogar zwanzig SouvcrainS niederlegen, ehe Sie mir sagen, unter welchem Fingerhut sich die Bohne befindet. Und als das Mischen beendet war, lagen die Finger-hüte rnhig auf ihrem kleinen Brett, in dem Moment als wir die Spieler erreichten. Ich wette einen Souverain, daß sie hier unten ist, sagte einer von den Zweien, ein sonncnverbraimler Mann mit breiten Schultern, dcr eine erstaunliche Achulichleit mit meinem Begleiter hatte. Indem cr so sprach, legte cr den Finger auf einen dcr Fingcrhüte; die Bohne war nicht darunter. Ich halie Ihnen gesagt, daß sic nicht dort ist, mei" Herr. sagte einer dcr Zuseher, in welchem ich den ehrwürdigen Geistlichen mit der Brille, der weißen Hals' binde und dem breitrandigen Hute erkannte. Thut nichts, sagte der Eigenthümer des Spielbrett zu dem Verlierenden, der ihm seimn Einsatz nbcrgalv Sie werden cs diesmal zurückgewinnen, mein Herr. Und nach einer kurzen Rede begann cr wieder scil>e Fingerhüte zu schütteln. Nun wohl, mein Herr, sagte er, sich an den Ge'sl' lichcn wendend, wollen Sie nicht auch Ihr Glück "c> suchen? Nein, ich danke Ihnen, ich spiele niemals, sagte dcr Ehrwürdige in sanftem und höflichem Tone, abcr eo amüfirt mich. ihre Geschicklichteit zu beobachten. Wie cs Ihnen gefällt, mein Herr. eS ist "lch" Böses dabei; die Katze darf ja auch den Bischof ^ sehen. Vielleicht möchte einer dieser GentlemenS st" Glück versuchen, fuhr er, uns ansehend, fort. 847 Park und in den Garten, wo ein Theil umzingelt und, ollgleich sie unbewaffnet ware» und die weißen Sacktü' cher schwenkten, abgeschlachtet wurden. So wurden in taum einer Viertelstnde im Kloster, Park und Garten mindestens 300 kalt gemacht. Das Gefecht dauerte an sechs Stunden. Den Siegern fielen sämmtliche Chasscpots und I-l KlNw!',c!» zu, von te<,?n,^ gestsrn hieheriebrack!t wnr-dcn. In verwichener Nacht wu^de ein heftiger ^ltillerie^ A^riff gegen die SüdfortS aufgeführt. Bon der Po', le Maillot bis St. Cloud sind ungefähr 45).000 Mann aufgestellt, nm cincn glücklichen Angriff der Vorposten sofort zu nntcrstützcn; die Parallelen sür die Breschebat-terien sind eröffnet, die Bastionen 5>7 nnd 5>l^ der Wall« mauern in einem so übl u Zustande, daß, sobald der Wind sich hcbt, rine Staubwolke aufwirbelt; auch das Chateau dc K, Mmtte, etwa 1000 Schritte hinlcr Bastion 5)7, hat schon mehrere Bomben erhalten. Hier war längere Zeit der Sitz von Cluserct's Stab. Da die Porte Maillot wieder start bedroht ist, so haben die Födcrirtcn von den Barricadcn Geschütze nach dc» Bastionen 50, 5l, 5i2 und 5)3 geschafft, welche dieses Thor decken, und auf dem Platze des Tnnmfthbogcns zwei neue Batterien von 7,'Pfündcrn (Hinterladern) errichtet. Die Versailler Aleschebaltcricn dcs Voulogncr Holzes schofscn gestern den ganzen Tag nnd die ganze Nacht; auch ist das Zeug zum Sturm schon bereit. Der erste Versnch zum Sturm wurde in vcrwichencr Nacht in Autcuil gemacht, mißlang aber gründlich. Auch ein SchWgcfccht fand gestern Früh bei SevrcS statt, die Vcrfailler behaupten, sie hätten ein Pariser Kanonenboot in Grund gebohrt; gewiß ist, daß die Pariser Flöt title sich hinter die Insel von Grcnnelle zurückgezogen hat. Englische Blätter enthalten eine Reihe von telegraphischen Berichten über die Ereignisse von Paris, denen wir Folgendes entnehmen: Der „Daily News" vom 15). d. wird gemeldet: Versailles. Sonntag Abends. Im Fort Vanvcs wurde ein elektrischer Draht entdeckt, vermittelst dessen eine Mine unter dem Fort hätte in die Luft gesprengt werden sollcn. Paris, Sonntag. Die Einnahme des Dorfes Iffy bringt die Versailles Truppen auf eine halbe (cngli' schc) Meile an die Sladtwällc heran, welch letztere nicht wehr haltbar find, nachdem die Casemattcn von schwcren Vombcn dnrchbrochen worden. Das „Journal Officiel" Ümdigt an, (N>ö der Thierischen Leinwand sollcn Verbände angefertigt werden für die Wnnden, welche seine Nombcn schlagen. Gestern Abend wnrde ein heftiger tariff der Vcrsaillcr gegen Passt) zurückgeschlagen i aber ^ithmaßlich war dies nnr ein Scheinangriff, nm bei ^lichy cinc Pontonbrücke über die Seine zu werfen. Dies gelang trotz eines heftigen Gcschützfeucrs der Insurgcn-tcn. welche sich gezwungen sahen, die Ilc deS Rav^curS zu räumen nnd anch die Barricade auf dem Boulevard Bmcau aufzugeben. Dem „Daily Telegraph" vom selben Tage wird berichtet: Paris, Sonntag. Heute Abend wird seitens der Versailler Truppen ein h.fliger Angriff erwartet. Bcr,y, bcr Commandant der 12. Legion, wird hentc Abend an dcn Straßenecken eine Bekanntmachung anschlagen lassen, ^afz eilie Compagnie von ^iwv«'li»«8 voloiülliro^ gebildet ^ud bewaffnet wcrdcn soll, die mit der Legion gegen dm ^ind zieht, um diese zu größerer Tapfclleit anzufeuern, "lle widerspenstigen oder feigen Nalionalgardcn sollen bor der Front des Bataillons durch diese ^it0>'simulj volouwirsg entwaffnet, i»s G.fä.^niß'gebrächtunobcild darauf hingerichtet wcrdcn. Der „Times" vom 16. d. incldcn ihre Correspon-dentrn Folgendes: Paris. Montag Nachmittags. Für Nächsten Mittwoch wuldc ein Wusfel'stillstciüd v^reiübart, um den Bewohnern von Vanves und llm^ebung möglich zu machen, auszuziehen. Das 8, und N. Bataillon wurden entwaffnet, da sie im ^erd^,', l> ^».'eo, Meutele! zu be< ginnen. Aersaillcs, Montag Nachts. Die Approchen sind bis auf 15)0 Metres von der Enceinte herangekom» inen nnd werden Arcscheballcricn crbant. Die Batterien des Montrctont haben in der Eneeintc nächst des zer« störten Thores von Autenil cinc bedeutende Bresche geschossen. Diesen Nachmittag fand im Bois dc Bonlognc cin lebhaftes Ocwchrfencr statt. Die Insurgenten schössen aus den Hänsern und von den Wällen zwischen Autcuil und Passy. Die Vcrsailler gebrauchen Mörser. Die Insurgenten haben einen Ingenienrcapitän, der sich zu weit über die Linien dcr Versailles vorgewagt hatte, erschossen. Im Fort Vanves wurde cin gefangener Linien-soldat mit gebundenen Füßen aufgefunden. Derselbe hatte zahlreiche Bajonnetstichc. Von den 60 im Fort Vanocs erbeuteten Geschützen war dcr größte Theil bereits durch das Feuer dcr regulären Artillerie dcmontirt worden. Hassesneuigkeiten. Die ,.Novara" in New-Aork. Die österreichische Schraubenfrcgatte „Novara" ist am 24. April in New-Vork angekommen und hat dort vor der Batterie Anker geworfen. Der Commandant des Schiffes, Capitän Auernhammer, ließ die Flagge der Vereinigten Staaten mit 21 Kanonenschllsseu begrüßen, was von Seite der Hafenbatlerie durch die gleiche Anzahl Kanonenschüsse erwidert wurde. Dcr österreichische Consul wurde, als er sich an Vord de^ „Novara" begab, mit 9 Echüssen und die Flagge des Hafen-Admirals Springham ebenfalls salu« tirt. Letztere Begrüßung wurde von der amerikanifchen Corvette „Ticonderoga," Capita« Oskar C. Vadger, erwidert. Die „Eemi-Weetly Times" widmet der ..Novara" unter dem Titel: „Unser österreichischer Besucher" einen längeren Artikel, welcher beweist, daß das Erscheinen der österreichischen Flagge in jenen Gewässern als Creigniß betrachtet wird. Mit amerikanischer Gründlichkeit beschreibt der Berichterstatter das österreichische Schiff in feinen kleinsten Details und gibt auch einen kurzen Abriß der Geschichte desselben, Hauptgewicht darauf legend, daß Kaiser Maximilian an Bord der „Novara" die Rudimente der Seemannskunde erlernt hat. Auch der Schlacht bei Ma er-wähnt der Bericht, sowie des Umstandeö, daß der damalige Commandant des Schiffes, Erik u. Klmt, auf der Com-mcmdeurbrücle durch den ersten von den Italienern abge-fcuerleu Kanonenschuß getödtet worden ist. Cine Tafel an dcr Commandeurbrltcke erinnert an den Tod jenes tapferen Officiers. Die Mannschaft, sagt der Berichterstatter, spricht in sieben verschiedenen Sprachen, doch sei das Commando deutsch. „Noch selten," sagt der Correspondent, „sei uu Hafen von New-Mrt eine schönere mrd beherztere Beman-nung auf einem fremden Kriegsschiff gesehen worden." Die Officiere sprechen beinahe alle geläufig Englisch und bilden eine feine Gesellschaft von Gentlemen. Die „Novara," welche das dritte österreichische Kriegsschiff ist, das New-^ork besucht hat sein Besuch faud im Jahre 1832 und einer im Jahre 1867 statt), wird drei Wochen dort verbleiben, und erwartet das dortige Publicum eine Neihe von Festlichkeiten, welche an Bord derselben abgehalten werden sollen. Die „Newyorler Staatszeitung" vom 2. d. M. schreibt: In Fol^e eines Special-Äcfehlcs des Kaisers Franz Josef von Oesterreich wurde gestern ein feierlicher Trauergottesdienst an Aord der Frcqatte „Novara" zu Ehren deS verstorbenen Seehelden Admirals Tcgelthosf abgehalten. Auf dem Verdeck des genannten Schiffes war eine Art Zelt hergerichtet nud im Inneren mit schwarzem Tuch und Krepp behängen. Zwei Schilder zeigten in silbernen Buchstaben die Worte: „Helgoland" und „Lissa." In der Mitte deö Zeltes stand ein Katafalk mit einem Sarge, der mit Lorbcr- und Immortellen-Kränzen bedeckt war und vor dem Sarge ein Altar, an welchem eine feiere liche Hochmessc cclcbrirt wurde. Die Mannschaft der „Novara," bestehend aus etwa 500 Seesoldatcn, war längs des Verdeckes aufgestellt. Die EchifföCapellc spielte Trauer-mclodicn und nach Beendigung der Hochmessc wurden Trauersalven abgefeuert. Der österr. Generalconsul, Ge-ueral Mc Dowell und Stab, der Capitän deö deutschen Kanonenbootes „Meteor," die Admirale Smith und String» ham, General Lee, die meisten hier residircnden europäischen Consul» nebst vielen Damen wohnten der Trauer» Ceremonie bei, die einen tiefen Eindruck auf alle Auwc-scndcu hervorbrachte. Locales. Die Allerhöchste Entschließung, welche wir heute iiu amtlichen Theile veröffentlichen und mit welcher Herr Baron v. Conrad von dcr Leitung der k, t. Landesregierung in Krain abberufen wird, erregt ein so allgemeines schmerzliches Bedauern, daß die Redaction dieses Blattes nur einem alle Schichten der Bevölkerung durch« ziehenden Impulse folgt, wenn fie es hier ausspricht, was Herr Statthalter Baron v. Conrad dem Lande Krain während seiner Leitung der RegicrungSangelegcn-heiten war. Er hat nicht nur die Regierung stcts in dcr würdigsten, taktvollsten Weise vertreten, sondern er hat alle Landcsangelcgcnheitcn in dem schwierigen Widerstreite der Parteien und Meinungen stcts mit, Alle gewinnender, die rechte Mitte findender Einsicht und Versöhnlichkeit, unterstützt durch die reichsten Schatze langjähriger, administrativer Erfahrungen und Kenntnisse eifrig gefördert, jcdcn gulcn Keim vou Humanität, Wissenschaft und Cultnr sorgsam gepflegt uud großgezogen, stets eiu warmes Herz für die Bedürfnisse und daS Gedeihen unferes schönen Vaterlandes gehabt und sich in den Herzen Aller, welche das Glück hatten, mit ihm in nähere Berührung zu kommen, ein dauerndes Denkmal der Liebe und Verehrung gestiftet. Möge das wohlverdiente Vertrauen des Monarchen Herrn Baron Conrad auch auf immer auS dem Lande Krain einer i?eucü Thätigkeit im schönen Alpcnlanoe Overöstcrrcich zuführen, das Andenken an seine, wenn auch kurze, doch fruchtbare und wohlthätige Wirksamkeit iu unserem Vater» lande wird stets ein gesegnetes sein! — (Ernennung.) Der t. l. Forstmeister in Idria, Mathias Obertircher, ist zum Forst-Inspector bei der Statthalterei für Steiermarl ernanut worden. — (Militär-Veränderungen.) Uebersetzt: Oberarzt Dr. Heinrich Würth vom Gainisousspital Nr. 8 zu Laibach zum Dragonerregiment Fürst zu Lchwarzenberg Nr. 10; Oberlieulenant Nechuuugssührer Mathias No va-tschet vom Inf.-!1ieg. Weber Nr. 22 zum Stäbe des Inf.-Reg. Graf Huyn Nr. 79. Mit. Wartegebühr nach dem ^uperarbttrnuugsergebnisse beurlaubt: Oberlieutenaut-3iech-nungsflihrer Franz Halbhauö des guf.-Äeg. Graf Huvn Nr. 79 (Uvlaubsort Troppau). Nun, fagte mein Freund zn jcncm der soeben ucr-^l'cn hatte, Sie können ja wieder znrückgcwinnen, was ^ verloren haben. Und er streckte die Hand nach den "wgcrhütcn ans. ^, Nein, nein, rühren Sie sie nicht an, sagte dcr ^'lN'nthiüner; welcher von den Herren will wetten, ich "bch Ach wette fünf Pfund, daß fie da ist, riefen mcin ^und und dcr andere Mann zugleich. ,.. 6s ist neschrhcn, sagte dcr Eigenthümer. Nnd nun c,,v/'' Sie nichts an. rühren Sie nichts an! Darüber 5>.'w"o cin neuer Streit, aber Niemand bcrührtc die ""Ucrhiite. kl>^""' '"cin Herr, sagte er, fich an mich wendend, hlU, " UM zn! sobald diese Herrn ihr Geld erlegt " werden, werden Sie den ssingcrhnt anshebcn. t,^ ^u Äanlbillets von süns Pfund sind erlegt, nnd «»»^, ! Spieler bezeichnen mir den FinMhut dcn ,ch d« " , " l'"dc; dic Bohne befindet sich in der That Nun, habe ich es Ihnen nicht gesagt! rufen sie aus, während der Eigenthümer des Spiels meinem Frcuude 5 Souvcrains und dem Anderen cin Bantbillet übergab, sprechend: Sehr gut, meine Herrcn, sehr gnt ... hier ist Ihr Ocld, versuchen . . . Sie nochmals. Nun ist an Ihnen die Reihe, flüsterte mcin Freund mir ins Ohr; fürchten Sie nichts, ich werde Ihnen die gute Stelle zeigen. Das Verfahren wird wiederholt, ich wage mein Geld: zwei SouuerainS, und diesmal soll dcr Ehrwürdige den Fingcrhut heben, den mein Freund ihm für mich bezeichnet. Das ist recht; Sie haben gewonnen, meiu Herr, In der That, ich war um zwei SouverainS reicher, und ich war entzückt. Ich wvr ganz sicher, zu gewinnen, das unterlag nicht dem geringsten Zweifel. DaS Spiel wurde in dieser Weise fortgesetzt, die Nacht brach herein, aber ich war sehr aufgeregt, da ich von Zeit zu Zeit verlor. Dank dem Ralh meines Freundes. Wenn ich mir selbst überlassen worden wäre, so hätte ich gcwiß immer gewonnen. Inzwischen wurde der Einsatz immer mehr erhöht. Wir werden bald nichts mehr sehen! Treiben Sie ihn in die Enge diesmal und zermalmen Sie ihn mit einem einzigen Schlag, murmelte mir mein Begleiter ins Ohr. Aber ich habe leine Zeit, mich zu besinnen, die Weltc ist 15> Pfund, ich hebe selbst dcn Fingerhut . . . die Bohne ist nicht darnnter. Nud doch hätte ich daranf schwören mögcn, daß ich sie soeben noch gcschen hatte. Ah! ich dachte wohl, daß Sie sich täuschten; eilen Sie nicht so sehr. beruhigen Sie sich, sagte mein Freund, den ich nach diesen wiederholten Fehlgriffen nicht mehr für mich rathen laffe. Wir haben eben noch Zeit, cine Pa:lie zu machen, fagte der Andere; und nun, geben Sie Acht. Ich wußte kaum, was ich noch in dcr Tasche hatte, aber ich leerte sie ganz aus; Gold, BanlviUclS, AlleS giug denn diesmal halte ich die Bohne fast gcschen. AllonS, eilen Sie nicht zu sehr, lassen Sie den geistlichen Herrn für Sie nachsehen; sagen Sie ihm, welcher Ihr Fingcrhut ist. Dieser hicr, saglc ich, und auch diesmal hob der Ehrwürdige den Fingerhut, dcn ich ihm bezeichnete, aber zu gleicher Zeit sah ich ihn ganz deutlich die Bohne, die sich darunter befand, mit Geschicklichtcit auf die Seite stoßen. Natürlich habe ich verloren, ich bin wüthend, nicht wegen ccö Geldes, sondern wegen deö Betrüge«, dessen Oftscr ich bin. Ich sage cS ihnen und weigere mich zu zahlen. Wie verstehen Sie das, mein Junge? sagte einer von ihnen. Es ist cin Scherz, sagte ein Anderer. Zahlen Sie, zahlen Sie, sagte mein Freund, Sie haben kurz und gut verloren. Ich werde sicherlich nicht zahlen, sagtc ich. Das wollen wir schcn. Coiff,re ihn, Boli. Im nämlichen Augenblick fiel cin heftiger Fausl-schlag auf meinen Kopf, schlug mir den Hut über die Augen, und cin scuchlcs übelriechendes Taschentuch wurde mir schnell unter die Nase gebunden. Ich bekomme dcn Schwindel, schwanke, strauchle, falle und verliere das Bewußtsein. (Fortsetzung folgt.) 848 — (Statistisches.) Nach der letzten Volkszählung befanden sich in Kram mit einer Vcvöllerrmg von 463,273 Einwohnern 245 Blinde, 291 Taubstumme; es kommt daher auf 1891 Einwohner 1 Blinder und auf 1542 Einwohner 1 Taubstummer. Dieses letztere Gebrechen, welches bekanntlich in den Nlpenländern am stärksten auftritt, zeigt in Kram nächst Dalmatien dic günstigste Verhältnißzahl. ^ Aus die einzelnen politischen Bezirke vertheilen sich die mit ^ jenen Gebrechen Behafteten in folgender Weise: Blinde:, Stadt Laibach 21; Adelsberg 21; Gottfchee 37; Gmkfeld 11; Krainburg 23; Laibach'(Landbezirk) 23; Litlai 16; Loitsch 28; Radmannödorf 12 ; Nudolfswcrth 17; Stein 22 ; Tschernembl 14. Taubstumme: Stadl Laibach 12; Adelsberg 32; Gottschce41; Ourlseld 15; Krainburg 27; Laibach (Landbezirl) 38; Littai 25; Loilsch 27; Nad-mannsdorf «; Nudolfswerth 19; Stein 25; Tschernembl 22. Die sMvnatsversammlung des Vtusealvereins vom «7. Mai. (Fortsetzung.) Dir weiteren Mittheilungen dc6 Bürgermeisters Desch m a n n bezogen sich auf einige Erwerbungen de6 Museums in jllngster Zeit und auf neue botanische Funde in Kraiu, ' Es wurde ein schönes ausgestopftes Exemplar der Äiohrweihe ((Üii'cli8 kLrut;iiwäU8) vorgewiesen, welches der einjährig Frei-willige Adolf Galle auf dem Laibachrr Morast erlegt hatte. Zugleich wurden an einer Auswahl verschiedenfarbiger Eremplare dieser in ihrem Habitus sehr oariirendcn Gattung die charaltcri« stischen Unterschiede der iu Kram vorlommeudcu Wciheuarten (Lircug aerußiu08U8. e^aneuL uud cinoracou») demunstrirt. Vom Herrn Pfarrer Zavröuit in St. Golthart hatte das Museum eiue zahlreiche Sammlung von Zähnen des Höhlenbären (^'i'8U8 8peIac!U8) aus der Bohnencrzgrube MwarLlli rrlä-uiii nächst Ourjuschc in der Wocheiu erhalleu, woruuter sick auch Zähne einer Hirschart und die Mcißelzähue eiues Nagers bcfau^ den. Der Vortragende bezog sich bei Vorweisung dieses inter essantcn Fundes auf die gediegene Abhandlung des italienischen Naturforschers Massalougo: „llebcr die fossilen Bärrutnocven des verouesischcn Gebietes," erschienen im vierten Bande von Hai dingerö nalunuisseuschaftlicheu Abhandlungen, uutcr Hervorhebung der Bedeutung solcher fossiler Reste filr die Bestimmung der geo^ logischen Epoche der Ablagerungen der Bohueuerze. Äußer deu Bohuenerzgruben bergen auch die kraiuischcu Grotten gauze ^,'ager von Höhlcudäreuluochen, untermengt mit weniger gelaunten Resten anderer Raub uud Säugethire. Funde solcher Thicrkuoche» wurden bisher bekannt aus der Adelsberger Grotte, wo man auch eine Unterkieferlade des Höhlculöwen (I'eliZ »Mlae») ausgrub, in der Podlaser Grotte im Laaser Thale und in der Molrizer Höhle in den Kreutzer Alpen. Genaue Durchforschungen dieser Lagerstätten diirften von maucheu wichtigen Entdeckungen für die vorweltliche Fauna Krams begleitet sein. So z B. dürften sich auch Reste des Hippopotamus oder Nilpferdes iu Kraiu Vorfilm deu, das Museum besitzt etlickc Backeuzähue dieser Thicrart mit den charatleristischeu lleeblattartigeu Zeichnungen aus der Kaufläche, leider ohuc Bezeichnung des Fundortes, woher sie slammeu. Iu einer anderen Bohuenerzgrube in der Wochein wurden Kuucheu reste des Billichs M^oxüs ßliä) unter den Bohueuerzeu vorge fuuden; Berghauptmann Trinker iibergab selbe dein Mnsenm. Ferner theilt Bürgermeister Deschmauu mit, daß er im heurigen Friihjahre in der zweiten Hälfte des April in Ge-seltj^'aft zweier Naturfreunde einen neuen Standort der schönen Ok^lm« IMß^auu, 1''r., welche man bisher blos vom Lorrnzi^ berge nächst Biltichgratz lanntc, aufgefunden habe. Sie kommt ziemlich häufig auf der Nordseite des Hirtcubcrgcs uächst St, Ka thariua ober dem Waldwege vor, der von letzterer Ortschaft nach Presla uud Zwifcheuwässcrn siihrt. Sie reicht von der Kuppe des Berges bis eiu paar Büchsenschüsse vor der Filialtirchc St. Mar-gareth in Hlebe, auch an diesem Standorte (Kall) liebt sic dic Büsche des fleischfarbigen Haidekrautcs (I^ricn. earueu,), zwischen denen ihre gelben Blüthendolden hervorleuchten. Die sonstige Vegetation dleses Berges stiiuml mit jeuer des ^oreuzibn'ges ziemlich übcrein. Auch die für Kraiu neue i'ntoutiNii. ('Ärnwlicu 1i.eru. tommt hier, obwohl viel seltener als aus dem 5!orciizi> berge, vor. Weiters wurde als eiue weuig gelaunte nnd für Kraiu sehr seltene Pflauze, die Vicia, latli^roiäo« vom i!aibacher Schloßbcrge vorgewiesen. Ihr Standort ist ober dem Schüttboden an der Süd« scite des Berges. Ein weiterer sehr interessanter Fund ist eine riesige Peziza-art von einem Wäldchen zwischen dem Kaltenbruuuer Exerzier platz und Hrastje, iu der Nähe der von der Artillerie für Schießübungen aufgnvorfeuen Erdwerle, Dieser Pilz entwickelt sich au schattigen Stellen unter der Muosdcckc, ist aufäuglich gauz geschlossen einer Kartoffcltuolle ähnlich, eiuzelue Exemplare erreichen Faustgroße. Später öffnet sich der Pilz uud gleicht mit sciueu blu» menblattartigen Lappen uud der carmiurothcn Färbuug der In iirnstächc eiuer prächtigen Erdtulpc, in die Haud geuommeu, stößt er schwache Staubwolken feiner Sporen aus. Der Vortragende bezeichnete den Schwamm als die I'«xi^a coronai'm, welche in Iaccmiu'v Miscellaueeu ^b^ruildet ist, wa'hreud die Ra^ benhorst'sche Diagnose der 1'. roi>;mäk, woruuter jeuc Iacquiu'sche Art ciudezogen wurde, auf den Pilz uicht paßt, Nach eiuer nachträglichen Mittheilung des berühmten KrhptogameuForschersBarou Heufler von Hohenbüchel iu Wieu, au deu der Pilz eingcfeudet wurde, ist derselbe für die Flora der cisleithauischeu Länder gauz ueu, er gehört der ?Lili/a oder ttai^oLplmei-n, mu,-crocal^x au, welche Art zuerst von Rieß iu den fünfziger Iahrcu aufgestellt, uud bisher nur von einigen »reuigen Fuudurtcu iu Deutschland, ltugaru und im Jura betaun! gewordeil ist. Der Musealcustoö legle sodauu einige Cyliudergläser mit eiucm grün gefärbten Wasser vor uud bezeichnete letzteres als ein äußerst reiches Maleriale für mil'roslopische lrhptogamische Studien. Das Wasser wurde aus deu iu d.'u Seefrusteru des Laibachrr Moores bei Beule wachsenden Torfmoosen (8i>ll»ß'lniiu) ausgepreßt, es enthält Myriaden mitroslopischer Algen, dereu genaue Sich-lung die uiitroslopische Flora Kraius' uiil einem großeu Zu-wachse interessanter Arten bereichern würde. (Schluß folgt.) Neueste Post. (DriMal-Telestrammc d^r „Laidackcr Zeitung.") Wien, H« Mni. Der vom Ab^eord ueten .Herbst dem Verfassu«nSa,wschussl' vor-,;ele^te, mit einige« unweseiltlicheu ölender»»» gen angenommene Ädresientwurf wriot dar»»uf hin, daß die Maßregeln des Ministeriums, um alle Volker der diesseitige» Neichshälfte zu ge „«einsamer versassungsmaHiger Thätigkeit ;u vereinigen, nicht von den beabsichtigten (5'rfolgrn begleitet waren, sondern von dem ersehnten Ziele immer abseits führen, betont, dasi mit den Verfassungsgegnern der Friede nicht durch (5'in;elconcessionen zu gewinnen, daß die Ver» fassungsgegner durch die bisherige Negie-rnngswirksamkeit im Kampfe gegen die ver fassungsmäßige Thätigkeit nur ermunrert, die Parteiengegensätze nur verschärft werden. Die Adresse weiSt weiters hin auf das steigende Mißtrauen der Verfassungsanhänger. sagt, die Vorlagen und (Erklärungen des Ministeriums erwecken die Nesorguiß, daß die einge brachten und die noch zu gewärtigeudeu Vor^ lagen nicht Producte reifer Ueberlegnng. son der» zufälliger Vestimmungsgründe seien, bezeichnet die Verfassung nicht als schlechthin unabänderlich, hält aber die föderalistische (Hestaltuug einer Neichshälfte mit den Grund gcdanken der Ausgleichsgrsetze, welche einheit liche constitutionelle stegierungsform iu jeder Vieichshälfte bedingen, als unvereinbar. Die Adresse betont, die an den Neichsgrenzen vollzogene Bildung großer, einheitlich organi-sirter Staaten mahne, daß iu Ausammeufas sung der Staatskräfte die Staatssicherheit zu suchen sei; beharrtauf der Uutrennbarkcit der Erweiterung der Laudsautonomie von Wahl reform für deu Neichsrath im Sinue seiuer Los-lösuug von der Wahl durch die itaudtage. Versailles, H«. Mai. Die Vresche-batterieu setzen ihr Feuer fort. Der verhaftete stochefort wurde Hieher gebracht. Das Pariser <3entralcomitül^>>! im Pcrfusslmgi'allsschlissc hade, dusz die Mrrcichischl! Ncgicrung dcn Anschluß ^aliluUienc! au UnM'ti, scll'ft! wenn ihn Dalmatien wiiuschc. nicht fördern >r>>?llc. ! Die Delegirtenwahl l,cschl>h nach dct von der Dclil Partei ausgcslclltci, Vislc. ! Vcrlil, . !^0. Mai. Dcr N,ichi«l.,a »ahm de»! Paragraph 1 des Gcsetzcntll'urscs iil'er die dlcilicnoe, Vcl'! cini^ttl'g von Elaß und Lothrinqcn >„!t dem deutsche»-Ncichc an. Dasicsscn stimmten ^oimclimnn lind Schrapp vor dcr M stimmn na. entfernten sich dic Polen imd dcl Däne 5tlüncr. ! München, 20. Mai, Dcr Münchener Mistral will in Kirchen, welche ans Oemeindemitleln el> baut wnrdcil, kc>l>cll insallil'ilislischcü (^^silichcn mchl zlilassc». Versailles, 20. Mai. (5ö wird oclsichert, Rochcfolt sei bei Nieaux verhaflel wurde». Felravafthisclier ^s.^soll l'trH lwm 20, Mai. .'»l»?»-. MrlalliqncK 5>9.l<0, - 5>p^c M.lnlli^!^^ „nl Mci>' »ud ^Vl'M'l'er'Ziusru 5i> 30 — 5ft>>l>- ^.^nnialAlil'-^'i, N,l StaaXü Anlcheu !»7.25i. - ^»ülo lil'ü 7, ?i!>,>'r .-,"i 7^. K, s Mi!»,' Ducal^i, s,.!»l'/,, - - Naft0l!>o:,d'llr '.»!».'<. Dai« Posldampfschiff „Westphalia", Ciipiiäu Schweusen, l!^ am 17. Miü '.uit ^20 Passagicr^u lwu Hlnudürg »ach Vlcw' ^)ort ab. Sandel und "Jolliswirlhlujastlichc^ laii'acl,, 20. Mai. Aus dem h.'»,,^,, Mmlie siud >' schiniou: "1 Waa/u mit Getreide, ^ Wage» mil Heu u»d ö»'> (Heu 17 Ct>'. W Pfd , Stroh 2? C>».', '» P,d), 20 Waj,"l und 5l Schiffe (21 Klafter) uut Holz D urchsch u itl i- ^»l'is«'. .._________.^ ..... ....... ,'Ml"M^ ! ^' ^.^' II.' > ^' ^' ^'^ M'i>, Mch'" 5 70, <>l2 B>mn ,',. Psuuft j 40>- ziorii-Saat „ !^ 70 3 W ^>n v, Htllli l—1i -' Gcrstr .. 810 3 12 Müch rr, Maß ! !0 ^ Hafer „ 2 - 2 39 ^iiit'sl. ,l-,, >>r Psd l , 22 - Hülbfnlch« „ -------' 4 05> ^U^i^isch „ ... 22 - -' Hl'ideü „ 3 20 340 Schw, ^»'.flcijch „ 26j ^ Hirk „ 3 40j 3 38 Sch^p'n.sloisch ,. — 17,— Kulmiih „ 3 40, 3 88 Hcihud^I r l-. Kliilt — 30,. -^ Erdäp,,,'! „ 2-^-------- Tau^^n „ . 17^.. -^ ^iiisl-u „ 5 50------- Heu 1>r >^>'ulliel I 4^! -" Erlisru ,. 5------- SNi'Ii ' „ 130..,^ Fisolen „ 5» 50------- Hlliz, ^rl., prKlfi, j - — <; ß Nmdöschuic.!; Psd, -' 55 - —- weiche,'. 22" .. ..,^l^ Schruciin'schmalz „ —46! — Wcw, r>nkn', i'r, Sprck, frisch, „-,34!—.. - Eliin-r -12 geräuchert,. —42!-------- . v, ''>?. „ —.->1<> ' övttoziehuug vom H<>. Mai. Wien: 09 83 22 28 45. Graz: 49 78 59 88 66. « ll Mg, 32!1^8 -^ 3 ? , wiudsnU Nebel ^ 2N, 2 ,,, N. 328,2? 4-13» NO. schwach heiter «>o5 10 „ Ab. ^27.9!, ^i- «,^ SW. schwachI hcitcr ^. 6l1.MaV 32?.'4?"-^ 6.4 O. schiuach halbheil'er^ 1^ 21. 2 „ N, 325.51 -l.^5,8 SW,schwach,großth. brw. c,,,.,/,, 10 „ M. .'.26.7^ ^ 7.< O. schwach halbheitcr , ^ D>u 2>.: MorgcuS schr kalt. Ncbel. So»ma.cr Tag, ,3^ dcr- und Haufeuwollcu, läugs dru Bergen höheuraiichariiß^ Duust^cbel. Dcu 2l,: Vormitlagö sl)uuici, gegen Millag fchw.^ ;ci< Gcwülü-, Nachmittag« >^ Uhr Gewitter, Negeuguß mit ^ geltönirnl uulenneugt aui' West. Abeudi! Aüfheimiiug iu No^ west Das vorgestrige Tage^mitlcl dcr Wärmc -s- 7!»"', um ^ ^ ' daö geürigc -l- 8'8", um 2 2" unter dcm Normale. Verautwurtlicher Redacteur: Iguaz v. K l e i u m a y r. N^-li'N^z'i^f ^Uien, 1!». Mai. Dic Börse war, N'eiiü mau uou ucleiu^lte», lheilö ftivorisirtcu, theilö wegeu Nealisirungeii .M'iickteu Effecten absieht, im Gauzeu geschäftülnö zu »^ Ms!^l^NV^N«^i. neu uud ciue bestimmte Teudeuz ihr uicht alizu^wimicl,, A»i«el:. Filr 100 st. Gllk Waare Oiihmeu .... M."ipHt 96.- 97.-Glllizku .... « 5 „ ^480 75.10 Nieder-Oesterreich. . „ 5 „ 97.25 97.75 Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 94.- 94 75 Siebeubiirgcu . . . „ 5 „ 75 25 75.50 Bleierm°r5 ... ^ 5 ^ 93— 94 — Uugaru....., 5„ 7970 80. ^'. Audere öffentliche Anlehen. Donllureguliruugslose zu 5 pCt. 95.25 95.50 Uug. Eiseubahuauleheu zu 120 sl. il. W. Silber 5''/„ pr. Slllä 107,20 107.40 Hug. Priimieuaulchen zu 100 st. «,W.(75st. Einzahl.) ftr. Stück 91.20 91,50 Wicuer Eommuualaulehen, rück- Geld Waare zahlbar 5 PCt. filr 100 fi. . . 87.30 87.50 «. Aclien v»,» Bankinstitut,«. Geld W°are Augla-iisterr. Baut.....^" ^ «i! Is' Baukvcreiu.......250.- 251.W Bodm-5elb Waare ^ran',p(5t,luij.W. 86,80 87.-Nal'.onalb. zu 5 pEt, ^!. W. . . 92,60 92,80 Uu?., Äob.-Crcd.-Äust. zu 5'/, P.,.lz. 105,75 106.25 Frauz IoscM^hn .... 96.90 97.10 H.Harl^'udw.V i G.>,e,il,! l.N». 105, 105,25 Oefterr. Nordweftbahu ... 96 25 96.50 Geld O«"H Viebeilb. Vahu i« Silber verz. . 88 90 8l>-'. StaatSb. G. 3"/, ^> 500Fr, „,, Em. 139,— 1^''' Sildb.G, 3",,« 500 Frc. pr. Stilck 110 75 iU>.> Sildb.-G. ^ 200 si.z. 5"., fiir 100 fl. 89,20 8!"" ^ Slidb.-ÄouS 6"/., (187li—74) « 500 FrcS pr. Stilck , . . 241,- 242. . Nug. Ostbahu filr 100 ft. . . 84,50 s4 < «». Privatlose (per Slilck.) ,, l^redilaustalt s. Haudel u. Gew. Geld 28^, zu 100 fl. ll,W......166.- 1 ^ Wechsel (3M°«) Geld M«','Z Augsburg filr 100 ft, sUdd. W. 103 70 1^'-^ ^ Frautsurl a,M. 100 sl. detto 104.10 1<"'^ Hamburg, sllr 100 Mark Banco 91 70 ^ ^ Londou, filr 1(1 Psuud Gttrling 125.— '^ Paris, sitr 100 Francs . . . —.-" ^' tt. Mitnz-Ducate», . 5 ft. 92 f',. 5 ^'^,, Napolel'Uöd'ur . . 9 „ 93 „ 9 „ ' ' Preuß. Casseuscheiue , 1 „ 83^ ,. 1 " ".) ^ ^il^r . >22 „ 40 ,. 122 ,. "" ---------- ,.^ Kraiuische Oruubeotlastuugs . Obligatloueu, ' vatlwtirun«: 86.- Gelb. - W°«>"'