Nt. 227. Donnerst«!,, 3. October 1««9. lW. Iahrstlln», kaibacher Zeitung. '"!>Vl>« !l,°"s"A «,!, ,l,«nbnn,: «anzahlt, fi, I». h°ld,«hl!« sl. ,,»». Im «°»pl«,l! dtftnblt stch Longltllplah >. die ««»ill», Vahnho." jlovenischei, AuSgalie des Reichsaesetz< Mchtamtlicher Weil Norg,s^ ^""tischer Landtag. »^^^s^v^ "nch einjähriger Panse der kroa-V'b'" d?n^"dtag in A ram wieder zusammen. V^chtiq^^U'lnen Landesbudqet pro 18W eine! b> z"ll vura. zV^ntwürfe z» erledigen, deren Be-! ^r^"De 3'^ die Ausdehnung der Session i«che ^sitionM,^/""" ^fordern diirfte. Ei,. Agra-'"l ^^ls der ,r ". ^ ^^gentlich einmal die That- Landtag nnr einmal dass der Banns Graf, ^/"en ,^ «aufe des diesjährigen Sommers H^ubriu ^7°uatlichen Urlaub a" sie.halb dcs Vh" 5rau^n °?e ^ "s tranrige Vewe.se der b°< i7'i) als A^e .c??^ herrschenden politischen ^ I ^Kro^ti^ . °bstchtl.cher Gerinaschätzung der '^>r °l« .^°t>rl>ei V b Slavonien bezeichnet. ^libera,/z ..s."','"' "doch beide Erscheinnnqen herrschende Ruhe nnd Ordnung angesehen werden zumal ja seinerzeit das häufige Tagen des Landtages weniger im Sinne einer ersprießlichen Legislative, als von dem scandalösrn Treiben der David Stan-evic' und Genossen ausgeniiht wurde. Dem Regime des Oraseu Khuen ist nicht nur die Herstellung der vollstäudiqei, Ruhe, sondern anch die Stabilisierung der mit Hilfe der Nationalpartci herbeigeführten Zustände zu danken. Es hat sich nach langen Jahren wieder einmal ein normales Verhältnis zwischen Ungarn. Kroatien und Slavonien herausgebildet, das in seiner ferneren freund« schaftlichen Entwicklung ganz besonders einer dauernden Consolidierung der staatsrechtliche!! Zustände der Länder der Stefanskrone zugute lommen muss. Als ein sehr erfreulicher Schritt nach vorwärts ist in dieser Richtnng der im Laufe dieses Iahreö zustande gekommene Abschluss des finanzpolitischen Ausgleiches zwischen Ungarn »nd Kroatien anzusehen. Es genügten im Iuui dieses Jahres nur wenige Sihnngcn der beiden Regnicolar-Deputationeu. um ein Abkommen ferlig zu bringen, das beide Theile befriedigen kann und das auch von Seite Sr. Majestät deb Kaisers gelegentlich der Delegations-Session in pril'alen Aeußeruu-gen sehr anerkennend bemerkt wurde. Der neue bis zum Jahre 1897 reichende finanzielle Ausgleich wi,d im ungarischen Reichstage wie im kroatisch slovomschen Land» tage in den nächsten Tagen zur Annahme gelangen, wobei rs wahrscheinlich von Seite der Stroßmayer-Partei zu eimr perspectivischen Auseinandersetzung der anzustrebenden finanziellen Unabhängigkeit Kroatiens und Slavoniens kommen dürfte. Die Nationalpaitei wird dagegen nicht nur den Wortlaut des bestehende» Ge-!setzes. sondern auch die Thatsache für ihren Stand-^ punkt anführen können, dass sich die Königreiche ttroa-tien und Slavonien in der relativ günstigen Position. 44 Procent der Gesammteiunahmen auf die antonome Verwaltung verwenden zu können — befinden. Ueber-^ dies sichert der neue Ausgleich Kroatien ein stetig stei-^ gendes Landesbudget. so dass dasselbe im Jahre 1897 l etwa neun Millionen Gulden betragen und daher zur Bedeckung der auch zwischen der Dran und Save stei» genden Bedürfnisse geniigen dürste. ! Neben dem finanziellen Ausgleich werden auch einige Gesetzentwürfe über das Wasserrecht und die Fischerei, über die sehr günstig sich entwickelnde Agra, mer Gewerbeschule, über die Ablösung des Schank-regales und noch mehrere kleinere Novellen auf die Tagrsorduung des Agramer Landtages gelangen, Vci der Verhandlung dieser Vorlagen dürfte sich schwerlich eine besonders lebhafte Debatte einstellen, doch wird dies vielleicht anlässlich der Budgetdebatte der Fall sein. Da nämlich zwischen der Majorität d's dalmatinischen Landtagrs nnd der St-oßmayer-Paltei in Kroatien nicht nur eine principielle, sondern auch eine individuelle Uebereinstimmnn^ der Meinungen. Wünsche und Hoffnungen besteht, so kann man wohl mit einiger Sicherheit annehmen, dass die Anhänger des Bischofs von Djakovar im Agramer Landtage in irgend einer Form anf das bekannte Annexion» Programm ihrer 25 dalmatinischen Genossen zurückkommen werden. Nachdem es den letzteren nicht mehr gegönnt war, jene Grundlagen des «kroatischen Staalsrechts» in A>ra auseinanderzusetzen, welche d,n Anschluss Dalmatiens an Kroatien «gebieterisch fovdern», so wird man bei der bekannten Coincidenz der beiderseitigen Nnschau' nngen immerhin auf die Ausführungen der Koryphäen der Stroßmayer-Partei in Ngram gespannt sein dürfen. Es wird sich nämlich zeigen müssen, ob in diesem Falle die Annexion Dalmatiens auf das «kroatische Staatsrecht» zur Zeit König Zoonimirs ober auf die pragmatische Sanct on oder auf verschiedene RepräslN« lationen d,s ungarischen Landtages in der ersten Hälfte dieses Jahrhunderts — also auf unqarische staatsrecht« liche Theoreme — basiert w-rden soll. Wir möchten nnr ganz nebenbei bemerken, dass der Pariser Friede und der staatsrechtliche Stand der Dinge seit dem AuS« gleiche zwischen Oesterreich und Ungarn diese ganze Frage thatsächlich und juridisch so klarstellt, dass der Standpunkt der Nationalpartri im kroatischen Landtage für diese Angelegenheit wie von selbst gegeben erscheint. Es wird sich dabei gewiss erweisen, dass Bianchini und Genossen durch ihr bis nach Bosnien reichendes Programm weder der nationalen Sache noch dem kroatischen Staatsrecht noch den dalmatinischen Abgeordnete», iln Rnchsrathe einen guten Dienst erwiesl-n haben. Wenn also auch in der bevorstehenden Session des lroatisch'slavonischen Landtages die dortige Opposition noch verschiedene staatsrechtliche Fragen hin und her ventilieren dürfte, so kann doch conftatiert werden, dass in dem weitaus überwiegenden Theile der öffentliche« Meinung Kroatiens das Interesse für bezügliche Theoreme schon sehr geschwunden ist und dass sich die Bevölkerung jetzt in erster Linie für administrative und Heuilleton. Puszta HaMy. H Hl« ich die Damen wieder- 3^ Hal, '"e ein «/1"'' Wer,, und lachen. Es im Znge. >ld . gab?' lragte ich Stephanie. «Eine ^>t dem Cu . 5" Antwort. -Wir werden ^ ^ng.> 6chllmballe bekommen. Es ist alles !5°^ 5" mir Frau Voboroszi ki?h°ff ^"berlick^?' 3" ""er Weinlaube, beim >tl«'>ss Sir « des Halbmondes, begann sie: ^^'l ^T)ien1' «° °"t »"ma find, uns Damen -Jawohl, jeden.. lie> de„ ^ 'Vtit w ""e Stunde mein Gefan-^' 3. Twm s^anügen.. ^ «I« werde ^^^'"Men Si^c ^ '^"5 "ach Be-^l ^M^vvlliz. ' 'vie also.» ^?>e U /ilte„ A'. "ich in das Castell. Ilona fliegenden Zöpfen. ^Nleich "gen siH "e zusammen nahmen mich in ^' ei3 ^>'^.°" meine Arme und schleppten ft?^'i ll^Udeltrevw" ""b"cher. in den alten ^"l^ in ein enges " X,^'". 'in r '"7"' '" dem sie mich bei ^d "e ein ^ «"ten Cigarre und einem h'Nab^""' lim dann im lustigen kürzen. Einige Zeit war es still, und ich nahm das Buch zur Hand und begann zu lesen, aber dann tönten helle Stimmen von unten herauf, und ein übermüthiges kindliches Lachen lockte mich an das Fenster. Leider vermochte ich nichts z,l sehen, die Oeffnung war hoch oben und die Fensternische in der Mauer viel zu tief. ich höite aber das Wiehern und Trappeln von Pferden und ein eigenthümliches Geklirr, das ich mir nicht zu deuten vermochte. Es folgte eine lange Pause, während der ich bei meinem echt deutschen Familienblatt-Romane einschlief. Ich "wachte erst wieder, als die Thür meines Kerlers geöffnet wurde und Erzse'l'et mich aus demselben befreite. «Sagen Sie mir doch. was dies alles bedeutet.» begann ich. währeud wir die Stufen hinabstiegen. «Ich dachte, die Männer sind nicht neugierig!» — «Doch. besonders wenn es sich um die Geheimnisse schöner Damen handelt.» — «Sie sollen alles erfahren.» flu-sterte Erztöbet. «aber jetzt — sie legte den Finger auf den Mund — stumm wie das Grab» Ich fand die Damen vor dem Castcll nm emen Tisch versammelt, auf dem ein paar Flaschen Wem und eine Schachtel Cigarretten einladend winkten. «Da.» rief Frau Boboroszi. die etwas erhitzt und fatigmert. aber sehr heiter aussah, «sehen S>e sich zu uns, trinken Sie, rauchen Sie. machen Sie uns den Hos, alles, was Ihnen b-liebt, aber schweigen S»e. bejon-ders wenn Aoboroszi zurückkommt.» . Ich schwieg also und tröstete mich nut dem Herr- lichen Nebensaft und dem reizenden Anblicke so meler schlanker Frauengestalten nud schallhafter wdeuschast- licher Augenpaare. Endlich rasselte ein Wagen heran. ^ und aus demselben rief uns Voboroszi schon vou we»- tem entgegen: «Ein Unglück! Wer hätte das gedacht! Fort, alles fort!» «Was ist geschehen? Hast du umgeworfen?» rief es von verschiedenen Seiten, und alle umringten den Haushertn. der bleich und bebend autstiea. und sich vollkommen gelnickt auf einen Stuhl warf. «Was ist fort?» fragte nochmals Ilona. «Das Geld,» erwiderte Boboroszi seufzend, «das ganze Geld. das ich »lir ge, holt habe, um die Steuern zu bezahlen.» — «Hast du es verspielt?» — «Ich spiele nie.» — «Also verloren?» — .Ich verliere nichts!» — «Sprich also!» — «Diese Heidcnsöhne! Di^se Räuber!» — «Ein Ueberfall also?» — «Ja, ein Ueberfall mitten im Walde. Sechs Reiter, sechs Pistolen, die sich alle auf meine Brust richten, sechs fürchterliche Stimmen, die alle zugleich rufen: ,Da« Geld her!' Es war schreck-lich! Ich werde nicht erstaunen, wenn ich in diesem Augenblicke grau geworden bin.» — «Warum hast du auch deine Pistolen nicht mitgenommen?» fragte ErzMel vorwufsvoll. «Damit diese Elenden mir nicht nur das Geld abnehmen,» entgegnete Boboroszi ärgerlich, «sondern auch noch meine schönen eingelegten Pistolen. » Ilona wendete sich ab. um das Lachen zu ver-bergen, das sie zu erstick-n drohte. In diesem Augen-blicke gieug mir endlich ein Licht auf. und nun hatte auch ich Mühe. bei dem Anblicke des trübselig',, Ge-ichtes. das der arme Voboroszi machte, nicht heraus» zuplatzcu. Gleich am nächsten Tage fuhren die Damen m die Stadt trotz des lebhaften Protestes Boboroszi's. Sie fürchteten sich nicht vor den Räubern. Abends lehrten sie auch in der That unversehrt und cMer Mdachet Fcttung Sil. 227. 193« 3. October M vulkswir! schaftliche Fragen interessiert. Der schöne Er-folg der dusjährigen Esfegcr Regional-Ausstellung ist in dieser Richtung so belehrend und bezeichneud, dass man im Interesse einer vollen Gesundung der politi schen und parlamentarischen Verhältlnsse in Kroatien das Aufgeben der staatsrechtlichen Negationen wünschen muss. Die Opposition im Agramer Landtage, deren Einfluss in der Bevölkerung schon seit mehreren Jahren im stetigen Niedergänge begriffen ist, wird erst dann wieder zu Ansehen und zu gedeihlicher Thätiqkeit gelangen, wenn sie die staatsrechtlichen Grundlagen der Monarchie als feststehend und unverrückbar acceptiert und ihr Programm auf administrative und ökonomische Reformen basiert, deren das Land in der Folge weit mehr bedarf, als chauvinistische Theoreme, die sich rechtlich weder begründen noch thatsächlich durchführen lassen. Politische Ueberficht. (Zur Situation.) Vorgestern abends hielt der mit einer Stimme Majorität gewählte Landtags-Abgeordnete des böhmischen Landgemeinden ° Bezirkes Karolinenthal, Dr. Julius Gre'gr, in Zizkov eine politische Rede, in welcher er das jnngczechische Programm entwickelte. Herr Gnhr betonte vor allem die Noth» wendigkeit der Wiederherstellung des böhmischen Staatsrechtes, welches bekanntermaßen sein Herr Bruder Eduard einst mit einer Prise Tabak bewertete. Tagsvorher hatte in Raudnitz eine jungczechische Versamm« lung stattgefunden, in welcher der gewaltige ehemalige Bezirksstcretär Erwin Sftindler gegen die Chotiebol'er Rede des Abgeordneten Dr. Zucker donnerte. Die Rziper Citoyens genehmigten sodann eine Resolution, in welcher sie vornehmlich ihr Missfallen über das Bündnis mit dem deutschen Reiche aussprachen, die Isolierung Deutschlands als eine Bürgschaft für den europäischen Frieden bezeichneten und ihr Bedauern darüber ausdrückten, dass das Bündnis Oesterreichs mit Deutschland nur ein Hindernis für ein österreichischrussisches Bündnis sei. Bekanntlich hat Dr. Zucker in Chotieboi- unter ausdrücklicher Zustimmung des czechi-schen Führers Dr. Rieger ein ganz entgegengesetztes Programm entwickelt, und ist derselbe entschieden für das dentsche Bündnis eingetreten. Die czcchischen Politiker wären auch ganz isoliert, wenn sie gegen das deutsche Bündnis im Sinne des gegangenen Bezirks-Secretärs von Raudnitz aufträten. Alle österreichi-schen Parteien sind die aufrichtigsten Freunde dieser Allianz. (In Mähren) sind Ergänzungswahlen je eines Reichsraths'Abgeordneten in allen drei Wählerclassen nothwendig geworden. Die Wahl erfolgt im Großgrundbesitze am 31. October, im Städtewahlbezirke Iglau< Trebitsch, dann im Landgemeinden-Wahlbezirke Auspitz' Gaya am 14. November d. I. (Das Reichsgesetzblatt) veröffen«licht zwei Verordnungen des Ackerbauministers, womit Bestimmungen zur Durchführung des Gesetzes vom 28. Juli 1889, betreffend die Regelung der Verhältnisse der nach dem allgemeinen Berggesetze errichteten oder noch zu errichtenden Bruderladen sowie über die Schiedsgerichte der Bruderladen getroffen werden. (D e u t s ch - n a t i o n a l e A g i t a t i o n s r c i s e.) Der Abgeordnete Vergani scheint sich bereits vollständig als Nachfolger Schönerers zu fühlen. Unlängst hielt er auf einer Versammluug in Laa eine lange «deutsch-nationale» Rede. vorgestern that er dasselbe in Kla-genfnrt, wo er nach dem Belichte seines Blattes unter änderen den Obmann des kärntnerischen Van'rnbundes, Seebacher, zum dankbaren Zuhörer gehabt haben soll. Von Herrn Schönerer ist wenig mehr zu hören, er scheint wenigstens vorläufig Helrn Vergani ruhig gewähren zu lassen. (Nothstand in Galizien) Unabhängig von der Hilfsaction. die seitens der Regienmg erwartet wird. beschloss der galizische Landesansschuss, 210.N00 Gulden in das Landesbudget fur 189l) zur Vornahme von Straßenbauten und Gewährung vou unrückzahl-bareu Unterstützungen in den vom Nothstand,' heim gesuchten Bezirken ewznstellen. Die Provinz-Filialen der Landwirtschafts Gesellschaft petitionieren bei der Regiernng um Beitläge zum Ankaufe von Saatsrncht und nm mildere Eintreibung der rückständigen Steuern. (Wählerversammlung.) Der Neichsraths-Abqeordnete Freiherr v. Dnmreichec wird Montag den 7. October vor seinen Wählern in der Klagenfnrtcr Handelskammer den Rechenschaftsbericht über seine par» lamentarische Thätigkeit erstatten. (Unfallversicherung iu Ungarn.) Die zweite Section des ungarischen Inristentages hat folgende Resolution angenommen: 1.) Die Versicherung der Arbeiter gegen Unfälle ist auf legislatorischem Wege zu regeln; 2.) die Einführung der obligatorische» Unfallversicherung ist nothwendig; 3) in die Versiche« rnng einzubeziehen sind die in Bergwerken, in mit elemen-tarer Triebkraft arbeitenden Fabriken, bei mit Dampfmaschinen arbeitenden Landwirtschaften und bei Bau-nnternehmungen beschäftigten Arbeiter. Die Versichernng soll sich ans die während der Arbeit eintretenden Unfälle erstrecken; als Schadenersatz sollen dcm Arbeiter im Falle der Erwerbsunfähigkeit Heilnngskosten und eine Iahresrente, im Todesfälle abc'r seinen Angehörigen die eventuellen Heilnngskosten, ferner die Leichcnbestat« tnngtzkosten und eine Iahresrente geboten werden; von der Prämie belasten 70 Procent den Arbeitgeber und 30 Procent den Arbeiter. (Deutschland.) In einem Theile der deutschen Presse werden sehr lebhafte Proteste gegen die neuesten Graulungen und Kriegstreibereien einzelner, mit der deutschen Regierung in Fühlung befindlicher Blätter laut. Namentlich kommt dabei die «Kölnische Zeitung» mit ihren letzten Enthüllungen über die Berichte des Generals Obrucev und des Fiuanzministers ViTne-gradski schlecht weg. Es wird dem erwähnten Blatte der Vorwurf gemacht, dass es halbjahralte russische Documente an die Öffentlichkeit zerre, um Beunruhi» gung zn verbreiten. Wir können unmöglich in diese Indignation einstimmen, weil ein Blatt jedenfalls seine Pflicht erfüllt und der Oeffentlichkeit einen Dienst erweist, wenn es so interessante und vielsagende Schrift« stücke, wie es die von der «Kölnischen Zeitung» veröffentlichten, felbst wenn sie schon mehrere Monate alt sind, der öffentlichen Cognition nicht entzieht. (Das Wahlresultat in Serbien)ist für die Liberalen viel schlimmer ausgefallen, als selbst die Radicalen erwartet haben. Trotz des Listenscrutininms, das doch die Vertretung der Minorität bedeutend er- leichtert, haben die Liberalen von 117 Mandaten", mehr als 15, also nicht einmal ein S^M ^ Wonnen. Es zeigt sich. dass die Liberalen >"" ^ antiquierte und abgenützte Clique bilden, die ''" ..^ den Namen ihrer Führer lebt. — Was die W >^ Königin Natalie betrifft, so weigert sie M""/'."sic ein Arrangement mit der Regentschaft emM '^ scheint nm j.den Preis die Stellung der Mi'g" „,„ der Mutter des Königs einnehmen z" "'"^ ^ bekümmert um die bindenden Abmach> ,l,is R"» (Italien und König Mene!'l)w' ^ wird über die mit den Abgesandten des "°"^tct: nclik von Schoa geführten Verhandlungen ^ Der König hat den von dem Grafen /'""' ^ Menelik abgeschlossenen Vertrag unterzeichnet, ^^ einerseits die afrikanischen Beziehungen Itan""' ^ seits Menelik als Negus anerkannt werde". ^^, demnächst abzuschließenden Handelsvertraqc. w^ ^, italienischen Interessen sehr günstig ist. w'^ ,,„d ueuc Verkchrsmünze der Thaler von der ^ ' dem Werte des Theresien-Thalers ewaeM". ^,„ (Fürst Nikola) empfieng voraesttr» " ,^ ottomanischen Gesandten Tewfik V''r: '" MB!^ Audienz. Nach Ueberreichung seines "^ ^'^ nO schreiben« übergab Tewfik Bey dem Thrc"'!"i y,B Geschenke, welche der Sultau demselben "' von dessen Grohjährigkeits.Ertlärung N""^ " ^ß. (In Notterdam,) dem nach A"!"^" ei" ten Hafei-platze der Niederlande, ist "'« 6 ^lyB Streik ausgehrochen, der schon zu melfaai" ^M,, geführt hat, Es kam zu Angriffen ans °> welche mit blanker Waffe einhieb. ^^^^!!!!^ Tagesnemgleiten. ^. Se. Majestät der rische Amtsblatt meldet, für die anech^i „A Kirche in Nagy-Käroly 200 fl. zn spende" ü^ ^ Se. Majestät der Kaiser haben, '"^elss für Tirol und Vorarlberg, meldet, d"'^ D!'' tung von Aldeno zur Restaurierung der" zu spenden geruht.__________^ - (Marburger nung dieser neugebauten ausgedehnten^ ^,rde. .^ nicht am 4. October, wie seinerzeit benM ^H e^ dern am 0. October in der Weise statt, va, ^ ^„t, , hohen geistlichen Würdenträger zuerst ">" ^^c" halle aus die Anstalt und dann die ^ P^, wird. Sodann erfolgt feitenS des einwelyr^^M eine religiöse Ansprache, und wird in der ^M« " , Kapelle die ersteheilige Messe gelesen- /^f ^ getheilt wird, wird der Iustizmmlster ^ ,p°, born nicht zur Eröffnung der Anstalt, ,si, wenn der Belag derselben bereits durHH' ^ü- . ^c Marburg kommen und das Strafhaus ve ^ ^ -(Kampf mit einem W°li^ Gemeinde Orosz-Volya im Saroser 6°"' „ ssal"p ^l alter Bauer hatte diesertage einen 5"^° ^ „lit ' ^j einem Wolfe zu bestehen. Der Alte ' Mw. ^ Tochter Schweine auf den HanuSfalv« ^>s> plötzlich in der Nähe von Girattem^^-^ Dinge mit ihren Einkäufen heim. Mit ihnen kamen zwei Damenschneider, und mm gieng es energisch an die Arbeit. Boboroszi staunte. «Was geschieht denn da?» fragte er seine Frau. «Das geht dich gar nichts an,» gab sie zur Antwort, «du wirst schon fehen.» Damit fchob sie ihn zur Thür hinaus. Eine Woche vergieng im Fieber der Zurüstungen und Einladungen, dann kam der große Tag des Costüm-festes. Von allen Seiten kamen die Nachbarn, Wagen auf Wageu fuhr vor, alle Räume des Castells waren glänzend erleuchtet. Im großen Saale saßen schon die Zigeuner, wie aus Erz gegossen, mit ihren Geigen da. Der Ball war in der That glänzend. Eine Mazur im polnischen Costüme, bei welcher jedes Paar in eine andere Farbe gekleidet war und bei den verschiedenen Figuren roth, blau, grün, gelb, schwarz, weiß, pensse und rosa wie in einem Kaleidoskop dnrchcinanderschossen, machte dem Arrangement der Hausfrau alle Ehre. Nicht weniger hübsch nnd farbenreich entwickelte sich ein großes Menuett im Hofcostüme Ludwig XV. nach den Klängen der unsterblichen Weise aus Mozarts «Don Juan». Mit wilder Verve wurde ein Csardas getanzt, wobei die schmucken Tänzer nnd die anmuthigen Tänzerinnen alle die kleidsame Tracht des Alföld trugen. Den Preis errang icdoch die Quadrille der Jahreszeiten, von dem Baron und Erzs ^ langsam entgegnete: ^ aber "b. «,iB «Wahrsagen kann ich Euch woyl. ^„, ^" alle freuen wird, Eure Zukunft zu "!"" ^ ich nicht, Mr. Lionel Egerton.' , ^r M^,k Lionel war von dieser A"two ' ^ lB nicht wenig überrascht, denn er erlM" .> jemals zuvor gesehen zu haben. ^ ^en«'' ^ «Woher wisfen Sie memen ""' sie verwundert. ^ >,, Sie lachte leise. .„lich,' , Ä" «Das ist keineswegs vemnnde^^, „. «Sie tragen den Stempel Ihrer V ^ Zügen.. «hre ^bli^F Egertons Erstaunen wuchs. ^„ z" ^F , gar sehr verschieden von wartet hatte, und ihr Ton hatte u^ ^- A^ verächtliche Gleichgiltigkeit. wodllw) ^^ wenn er auf eine solche berechu" ^^.. verfehlte. , l^^lM"'"' ,il>l'?F «Es ist Rebekka, die M vielen, vielen Jahren hier lebte "w M^ ^l alte Amme Wundcrgeschicht'N ^ay ^ d»e lie; aber so leise sie auch sp"H, " l ihre Worte doch gehört. l >^!!^«^cttunl! ^. ^^?. 19.^9 3 October l«iw. »»l> k«^ ?"^^' ^ °"f eines der Schweine ftilrzte chcn w l^ '" ""^ Augenblicke erwürgte. Das Mäd-ttho'b I ^ ^" ^" Angreifer jür einen Hund hielt, eii, H?w^ ""^ hieb mit demselben auf das Thier Elches l ^°lf lehrte sich nun sofort gegen das Mädchen, n,il c. '"" He»l in der Flucht suchte, während der Vater l'i'ti <> /"' Swck auf das wilde Thier losschlug Nun dl' KM W°lf °"f den Alten, der die Bestie an ^rudert ^^ ""^ "''^ ^°^" ^"^^ an einen Felsen yf„ h^/' °"l^ ste einen Mounnt lang wie betäubt lie« ^lzulek^ " n M) ^'^ ""^m Satz sprang der Wolf dem sechzig-Whne i. ?""^ °"f bie Schulter, hieb ihm seine scharseu pichte ?>^ ^'^" "" u"b liss ihm die Haut vom »lich ^. ^"" arme Bauer hatte trotz seiner Schmerzen zu pa^,, ^a^nwart. ^e Äestie wieder an der Kehle ^ann "' "°^ """'"l an den Felsen zu schleudern. k,i V„° " "ich sein Messer und schlitzte dem Wolf l°'"cn w l^" ^^ °"^ bem nahen Dolse Leute herbei-b" Nols? . Mädchen zuHilfe ge»ufen hatte, war Na^i, . «?!1^ verendet. Der Bauer wurde auf einem «lzt l)^ ^ ^lralt gebracht, woselbst ihm der Bezirks-^ttieser'?" ^rnähte, worauf der Aermste in das chen und ^ ^bracht wurde. Er tonnte laum spre-Erhalte« 3^°^° ""^ stolz auf sein hcldenmüthiges ^"' 'Ich war ein Husar.» Grieben, ^^""l Haynald.) Aus Kalosca wird ^l).,alb s-i . ^"""enz Cardinal-Erzbischof Dr. Ludwig Wer m^,.^ °'" ^ d. M. die fünfzigste Jahreswende ^°u>ndurck?^^ ""^ verewigt auch diese« sein Iu-!l»ii>,k ^"e Zwecke gemacht hat. beträgt über Kit in sV"°erttausünd Gulden. Der Cardinal lebt der- '" luhevou" 2^" H"'" ""^ bem Rathe seiner Aerzte leiner ^ /. ^"ruclgezogeuheit und befindet sich trotz '^lr, aber ?"' Kränklichkeit auf dem Wege lang. ^ 'entschiedener Besserung. " Uinstank ^ahnunglück bei Ariano) wird "ende Iua ^. ^geschrieben, dass der von Neapel lom-^nhnhose »n ^" bk" von Foggia kommenden auf dem wd. sej,',» c>°f" Kreuzung stattfinden sollte, nicht vor-'" habe« um s^ ^"letzte in der Hoffnung, Zeit genug Ochste» N«^ s'!^ "it dem betreffenden Zuge auf dem ^l° schreck?^ i" kreuzen. Der Zusammenstoß war !.? ^' lchnell^.^ ^ Foggiaer Zug Verspätung hatte ^' ^ie I7s<',^" ""'" ziemlich steilen Abhang dahin-^ene uml° « °c ^ 3'nsternis im Tunnel gestaltete die -- /^ " '"lcher. ^>el: Pie ^^"'° "") Aus Constantinopcl wird be« n "'berv'« "^ Mission, welche unter dem Vorsitze holten * " Tonslantinopel eingetroffen ist, um ^ ^lilcl, nack"^" Handschriften zu forschen, hatte cn 'he! dm, >"""»" Tagen schon in der kaiserlichen > ^'"'°lnsH°.. n. ? ^°p°u drei wertvolle Bände aus der k "'lsame S^li°lhel sowie etliche zwanzig andere sehr b?' ""de ist l,- ^" ^"^"'- ^lner der vorerwähnten ^ gebliehen ^"^ ^" Gelehrten vollkommen un» 3^^°UendorV^.logische Selt e n he i te n,) Wie »v.k ^'"einde N ^'" »schrieben wird. sind in der I3 Astern °n^Z°" ''" feurigen Sommer süns ganz ^!!^"scho"t Zl°aen und werden deshalb von den ^^^',W>„ °er Gemeinde Krottendors befand sich heuer eine ganz weiße Schwalbe, und in der vorigen Woche kam ein weißer Staar, der wegen seiner blendend weißen Farbe wie ein König unter seinen Kameraden aussah. — (Nur für Frauen.) Die Prinzessin von Wales, die Gemahlin des englischen Thronsolgers, hat unter ihr specielles Patronat ein Spital genommen, das nun in London errichtet werden soll und das die Eigen» thüinlichkeit besitzt, dass es, ausschließlich für Frauen bestimmt, auch nur Frauen zu den erforderlichen Dienstverrichtungen in Verwendung nehmen darf. Wärterinnen sowie das ärztliche und chirurgische Personal werden durchwegs aus Frauen bestehen. — (Oesterreichischer Muttertag,) Ge> legentlich der Generalversammlung des Verbandes österreichischer Müller und MiihleN'Intercssenlen soll am 20., 21. und 22. d. M. ein allgemeiner österreichischer Müllertag stattfinden, für welchen ein umfangreiches Pro» giamm geplant ist. Es sollen über Lage, Stand und Fortschritte der Müllerei wichtige Vortrage und Discus' sionen gehalten werden. — (Die Leiche des Lust schif fers Leroux,) welcher mit seinem Fallschirm in das Meer unweit von Reval fiel und ertrank, wurde am 26 v. M. an einer zwei Klafter tiefen Stelle gesunden. Die Leiche hielt den Fallschirm fest in den Händen. — (Zu guter Üe tz t.) Principal: Meyer, machen Sie nach dem Sahe lieber einen Strichpunkt fiaN eines Komma. — Commis: Warum, Herr Principal? — Principal: Weil sich macht ein Strichpunkt viel groß« städtischer. ___________ Local- und Provinzial-Nachrichten. Elisabeth - Kinderspital. Wir werden um Aufnahme des nachfolgenden Ausrufes ersucht: Die Verwaltung des Elisabeth-Kinder-spitals in Laibach sieht der Verwirklichung eineS lange gehegten Wunsches entgegen, indem das neue, den An^ fvldeluxgen der modernen Hygiene entsprechende Spital» gebäude nunmehr, nach Ueberwindung gar mancher Schwierigkeiten, vollendet ist, so dass es im Laufe dieses oder des nächsten Monates bezogen werden wird. Dieser er-freuliche Erfolg wurde ermöglicht durch zahlreiche hoch» herzige Spenden und vielseitige freundliche Unterstützungen mit Rath und That. Vor allem müssen Wir an dieser Stelle der wiederholten munificenten Spenden unseres allergnädigsten Kaiser« und unserer erhabenen obersten Schuhfrau, Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth, sowie de» aus Anlas« des Allerhöchsten Regierungs-Jubiläum« von der lrainischen Sparcasse in großmüthiger Weise gewidmeten Unterstützungebetrages und der Sub« ventionen des hohen lrainijchel, Landtages, der löblichen Sladtgemcinde Laibach :c. mit dem Vesühle innigster Dankbarkeit gedenken. Mit Hilfe dieser Widmungen und der von einer großen Zahl privater Wohlthäter zugewendeten Beiträge ist es gelungen, eine neue Stätte der Heilung und Pflege armer Kinder zu gründen, welche weit bcsser als das frühere, in seinen Räumlichleiten allzu beschränkte Ve» bäude dem statutenmäßigen Zwecke zu dienen und die^ Wohlthaten der Anstalt mehr, als es bisher der Fall sein konnte, allgemein zugänglich zu machen geeignet ist. ^ Vieles bleibt freilich noch zu thun übrig! Handelt es sich 'Ja icl^ ^H.M1M^ ,!, »„»»»WM«»««»!»»» "^ sie °lM/^tl°. Sie haben wahr gesprochen.. Ato dle «5 ""ssurdcrn, Ihnen wahrzusagen?» che, ''k Ulich s^ "M. Sie sieht su unheimlich alls, hat., erwiderte das Mäd- H°> 'H'e la,,, ^ »'worden war. «s>"lchr^ das Aussch.n einer >ch5>'dM w?I ^lst"!. lachte der jnuge Officier. "ls? d°ch a^a >"M von Ihnen. Miss Lindsay; lG>, ) l" lH t ?' b°ss Sie mehr Muth besäßen. il vo„ e,^ Schwindler,,, tänschen zn A^lbst so muthig sind. so lasjrn ^"2 uerl^ .klagen!» erwiderte die j""gc b trat ,Ä """ !"nem Spott. b<^',,n. "Z an die Z.g,.merin zn. ^.w^sllbeli, . '.Mntter. lassen Sie mich Ihre '"Um Sie mir dann. ob die ^VFKN.^nstig sind!, rief er an, ^i'< '"irden K'K bchcr. wenn Sie es nicht i. '^ ^""l'te ,7^"mn>sfe der Sterne zu er- 5< .? ^ ^?ber. dass Sie mir alles enthüllen ^ichei, , wollte !"'^ ""Wncte er in spöttischem Ü lwll n !v sie sicl. '"" W'" Verachtung dafür ^l»tiw ' lvaz >"H ""maße. bereits etwas wisfcn h. ,<^, °^ """I im Schoße der Zull.nft ä" "^^chFen verzogn sich gleichfalls zn eincm ' "Nttte il,' ^!"! llrigte sie sich ihm plötzlich ^" "Mge U^te ins Ohr. die eine aewaltige Wirlung auf ihn haben mnsslen. Er wurde leichenblass und zuckte, wie von dem Biss einer Natter getroffen, zusammen. .- >. ^- «Soll ich Ihnen noch mehr sagen oder find S»e befriedigt, mein Herr?, fragte sie lant. slch offenbar an seiner Verwirrung weidend. .Nein, ich trage lein Verlangen danach, weiter von Ihnen getänscht zu werden., antwortcte er ärgerlich, warf ihr hastig ein Geldstück zu und zog slch ö" «Nlln. Sie haben die Probe keimiwcgs s.hr «länzend bestanden., flüsterte ihm M,ss Lmdsay bos-h.ist zn; aber er war zn sehr in Gedanken vell.est. mn chr etwas zn erwidern; ja. " war sogar schr wahrscheinlich, dass er ihre Worte gar mcht gehört ^'«Wer kommt jetzt daran?» fragte Sir Ralph, den die Vestürznng seines Neffe» einigermaßen belu. stigte. Gilbert Farqnhar trat vor. . . .Ich will es wagen. Ich h"be mu m me.mm aanzcn Leben nicht wahrsaqen lassen, und we N.nhe.t dieser Sache erhöht ihren Reiz fill nnch.' beme.tte er. der Zigeunerin seine Hand reichend. Die alte Fran schaute ihm eimge Secunden lang fest ins Gesicht; dam, neigte sie sich ""er >md stndierle die Linien seiner l.nlen b""d en.geheud während sie kopfschüttelnd unverständliche Wottc vor sich hlilmurmelte. , . ,. , ^. .Nun.» fragte er endlich voll Ungeduld, -was ^"'.Ich^ehe hier mehr von der Vergange,cheit als von der Znkunst.. untwoltttc sie. ohne die Ana/n zn echoen. (Fo'tscvung folgt.) doch jetzt in erster Linie darum, die innere Einrichtung des neuen Spitales zweckentsprechend zu gestalten, die erhöhten Erfordernisse an Netten, Bettwäsche, Kleidung u. s. w. zu beschaffen — Erfordernisse, zu deren Bestreitung die Erträgnisse des Stammvermögens der Anstalt beiweitem nicht ausreichen. Gestützt auf das allseitige Vertrauen und Interesse, welches der Anstalt seit ihrer Errichtung, seit nahezu fünfundzwanzig Jahren, stet« entgegengebracht wurde, wagen es daher die unterzeichneten Schuhfrauen neuerdings an den jederzeit glänzend bewährten Mildthatigleitsfinn der Bevölkerung, insbesondere der Bewohnerschaft unserer Stadt, mit der bringenden Bitte zu appellieren, ein Scherslein zur inneren Einrichtung des neuen Kinderspilalcs beitragen zu wollen. Wir geben uns der sicheren Hoffnung hin, dass unsere Bitte bei allen wahren Menschenfreunden Erholung finden werde, denn es ist ja unsere Anstalt immer ein humanitäres Unternehmen im wahren Sinne des Wortes gewesen, für welches von allem Anfange an der Grundsah gegolten hat und noch in voller Geltung steht: bei der Aufnahme armer Kinder leinen Unterschied der Nationalität oder Confession walten zu lassen. Den Aermsten unter den Armen, hilflosen Kindern, die bei ihren Eltern die erforderliche Pflege und Wartung nicht erhalten können, die von ihren Eltern verlassen oder ganz verwaist sind, sollen die Pforten der Anstalt jederzeit offen stehen, und der Genius reiner Menschenliebe allein soll unsere armen Schützlinge über die Schwelle geleiten. Darum ist unsere Bitte an alle unsere Mitbürger ohne Unterschied gerichtet; mögen sich alle, dem Zuge ihres edlen Herzens folgend, zu einem Werke echter Nächstenliebe vereinen, mögen sich alle hilfreich erweisen einem Unternehmen, dessen Segnungen noch in ferner Zukunft sorlwillen sollen. Für jede, auch die kleinste Gabe werden unsere armen Kleinen dankbar sein, und gewiss wiid auch der Allmächtige alleS, was ihnen Gutes erwiesen wird, reichlich lohnen. Die unterzeichneten Schuhsrauen erlauben sich, in ! Laibach selbst einen Subscriplionsbogen in Umlauf zu sehen, auf welchem gütigst die betreffende Spende bezeichnet werden wolle, und richten an auswärtige Wohlthäler die ergebene Bitte, ihre Gaben gefälligst unmittelbar an eine oder die andere von ihnen einsenden zu wollen. Laibach am 2, October 1869. Emilie Freifrau von Winller, Iacobine Ka finer, Iosesine von Raab, Eugenie Raspi. __________ — (Allerhöchste Spende.) Se. Majestät der Kaiser haben zur Vetheilung der durch die Ueber-schwemmung im Monate Juli dieses Jahres in der Ortsgemeinde Planina in Nothlage gerathenen Bewohner eine Unterstützung von 1500 Gulden aus Allerhöchsteren Privatmilteln zu spenden geruht. — (TchiebSaericht in Trieft.) Der Justiz-minister hat im Einvernehmen mit dem Ministerpräsidenten als Leiter des Ministeriums des Innern gemäß H 38 des Gesetzes vom 28. December 1887. R. G. Vl. Nr. 1 ex 1686, betreffend die Unfallversicherung der Arbeiter, und des § 2 der Ministerialverorbnuna vom 10. April 1889, R. G. Bl. Nr. 47, für das Schiedsgericht der ^ Arbeiter Unfallversicherungs-Anstalt für Trieft. Görz und Gradisla, Iftrien, Krain und Dalmatien in Trieft cr- ' nannt: zum Vorsitzenden den l. l. Vicepräsidenten des Landesgerichtes und Präsidenten des Handels - und Seegerichtes Josef Zencovich und zu seinem Stellvertreter den l. k. Landesgerichtsrath Philipp Conle Dandini de Silva, beide in Trieft. Weiters hat dcr Minister-Präsident als Leiter des Ministeriums des Innern, im Einvernehmen mit den betheiligten Herren Ministern auf Grund derselben Bestimmungen für die erste Functions- ^ Periode in das Schiedsgericht der Triefter Arbeiter-Unfall- j versicherungs-Anstalt berufen als Beisitzer: do. General-direclor der «LiiinionL ^^nütio» <1i 8 cu,ta» in Trieft, Heinrich Neu mann, und den Chefarzt der «^88icuru-«om Üonyrilli» in Trieft Dr. Simon Pertot; als deren Stellvertreter: den Eisfabrilsbesiher Heinrich Ritter von Zahony in Barcola bei Trieft u„d den l. l. Statthallereiconcipisten Med. Dr. August Haufenbichler in Trieft. — (Eine Grotte im Wocheiner Vohn« erz - Reviere.) Auf dem Hochplateau nordwestlich von Velbes, welches gegen Norden durch das Nothwemthal, gegen Süden durch das Wocheinerlhal abgeglenzt ist, halte ich Gelegenheit, einige Grotten u»d Wasser-schlünde zu besichtigen, worunter vielleicht die Grolle unter bem Ierebilovc (1200 m) eine größere Aufmerl-samlrit verdient. Die Grotte li,gt nah-zi, in b,r Mille des Hochplateaus und ist vcm Velde« a»5 la»«« der Markierung zur Pokluia.Schlucht leicht in vier Stunden z» erreichen. Der Weg sührt über die Almen «X,u,,M» clolinl»» und «.iHvorilill». Von der letzleren gelangt man i» südöstlicher Richtung am «bhange be« Ierebikovc-Berges nach einer halben Stunde zur Grolle Man be< gegnet auf diefem Wege forlwähre»d Schutthaufen und Höhlungen, deren Vorhandensein der langjährigen Ausbeutung dcr Vohnerz» und Vrauneisensleinlager zuzuschreiben ist. Nicht weit von dieser Stelle gegen Westen sind die ältesten Schulfstellen aus E'senelze unter drm Namen «1t»d>w P0H0. (Erzseld). die schon v^ Hundert Lllibacher Zeitung Nr. 227. 1940 3. October 18«^ Jahren unter Baron Zois in Betrieb gewesen sind. Auch heute noch wird hier überall nach Erz gegraben, insbesondere während der Wintermonate, wo die Landbevölkerung dazu mehr Zeit hat und der Transport auf dem Schnee bedeutend bequemer ist. Die Besitzer dieser Wälder arbeiten hier auf eigene Faust und verkaufen das gewonnene Rohmaterial an die lrainische Industrie-Gesellschaft. Vor zwei Jahren schon wurde die Aufsindung der Grotte im Ierebikovc in diesem Blatte erwähnt. Wie mir mit Bestimmtheit versichert wurde, halte sich außer den Arbeitern bisher noch niemand den primitiven Einrichtungen, die den Zugang zur Grotte ermöglichen, anvertraut, weshalb ein Bericht über meine Beobachtungen nicht unerwünscht sein dürfte. Der Eingang in die Höhle wird durch einen 62 m tiefen Schacht gebildet, welcher behufs Gewinnung von Nohnerzen mit einem Grubenhafpel versehen und einer kleinen Hütte überbaut worden war. Da man nur mit Hilfe des Seiles allein Ab- und Ausstieg bewerkstelligen kann, so ist die Beschwerlichkeit der Befahrung erklärt. Per Boden, häusig auch die nassen Wände, sind reichlich mit einem rothen Lehm bedeckt. Hier wird nach Erz gegraben, welches in Nestern auftritt, die mit Conglomerate« in naher Beziehung stehen. Vom Fußpunkte des Schachtes gelangt man nach Uebersteigung einer laum 4 m hohen Wand in die Grotte, welche die Form einer domartigen Erweiterung zeigt, die reichlich mit Tropfsteingebilden ausgestattet ist. Die Länge derselben betragt 20 m, die Breite 6 bis 8 m und die Höhe 15 bis 20 m. Der Boden ist hier mit vielen Schichten von Tropfstein bedeckt; unter diesem zeigt sich ein grauer Kalkstein, sowie auch die Wände aus solchem bestehen. Ich suchte hier nach Insecten, hatte auch wirklich Gelegenheit, kleine Dipteren in der Größe der Gelsen zu sammeln, die Herr A. Handlirsch die Güte hatte, als Iricuocera« zu bestimmen. Es ist sehr wahrscheinlich, dass aus dieser Höhle bis nahe zur Oberfläche ein anderer Schlot verläuft, deren unteres Ende hier zu bemerken ist. Nahe dem Eingänge, von diesem durch eine Querwand getrennt, führt ein brunnenartiger Schacht in die Tiefe; Steine, die ich in diesen hineinrollte, hörte ich nicht auf den Grund auffallen. Eingehendere Untersuchungen der Bohnerzlager sowie der Grotte werden geplant. Albin Velar. — (Allerhöchstes Namens fest.) Aus An-lass des Allerhöchsten Namenssestes findet morgen vormittags 10 Uhr in der hiesigen Domkirche ein feierliches Hochamt statt, welchem die Civilbehörden beiwohnen werden. Die hiesige Garnison nimmt an dem um 8 Uhr früh in der Ursulinnenlirche stattfindenden Gottesdienste theil. — (Ernennungen.) Se. Excellenz der Finanzminister hat den Steuerinspector Herrn Valentin Le-vicnit zum Steuer-Oberinspector für den Bereich der Finanzdirection in Laibach und den Steuereinnehmer Herrn Josef Potokar zum Haupt-Steuereinnehmer für den Bereich der Finanzdirection in Laibach ernannt. — (Aus dem Ger i chts saale.) Vergangenen Freitag wurde bei dem Bezirksgerichte Graz eine Straf-verhandlung durchgeführt. Angellagt war Anton Gre» gorec, Secretär der Posojilnica in Pettau, dass er am 22. August 1886 eine Eingabe an das Justizministerium abgesendet habe, welche die schwersten Beschuldigungen gegen das Kreisgericht Cilli und speciell gegen den Hofrath Heinricher, Präsidenten dieses Gerichtes, enthielt. Es heißt darin, das Kreisgericht Cilli sei derart zusammengesetzt, dass es nicht mehr ein Hort der Gerechtigkeit, sondern ein deutsches Vehmgericht sei; die Parteien »erden nur nach ihrer politischen Richtung beurtheilt; die Parteilichkeit werde so weit getrieben, dass selbst bei Verbrechen gegen die Sittlichkeit nur Slovene« bestrast würden, während gegen Deutsche die Untersuchung eingestellt! würde. Hofrath Heinricher, ein großer Freund der Jagden in Frieda« und Windifch-Feistritz, lasse sich für die In-spicierung der dortigen Bezirksgerichte Reisekosten bezahlen, während er sich ausschließlich dem Iagdvergnügen widme. Interessant ist auch der Schluss dieser Eingabe, worin ausgeführt wird, diese und ähnliche Sachen sollten die Herren aus Wien aufräumen, denn die Cillier und Grazer Herren würden gegebenenfalls nicht die Missstände untersuchen, sondern nur nach dem Schreiber dieser Zeilen fahnden. Unterzeichnet war die Schrift: «Ein Unbekannter.» Das ahnungsreiche Gemüth des Verfassers sollte bald recht behalten. Nachdem die vom Ober-Landesgerichte in Graz gepflogenen Erhebungen die Grundlosigkeit der Beschuldigungen gegen das Kreisgericht Cilli ergeben hatten, schritten «die Grazer und Cillier Herren» daran, den Verfasser auszuforschen. Verschiedene Verdachts-^ moment« ergaben sich gegen Anton Gregorec, und obwohl die Dl'nunciationsschrift mit verstellter, anscheinend ungeübter Hand geschrieben war, gelang es bald den Sach« verständigen im Schreibfache, Gregmcc als den Schreiber dieser Eingabe mit voller Bestimmtheit zu bezeichnen. Darauf erfolgte gegen diesen die Anklage nach den §§488 und 491 St. G. Zur Durchführung der Verhandlung wurde vom Ober-Landesgerichte das Bezirksgericht Graz delegiert. Das Urtheil lautete auf 150 fl. Geldstrafe, eventuell 30 Tage Arrest. — (Aus Planina) schreibt man uns: Am kommenden IreUag wird ein Jahr verstrichen sein, seit« dem die Bewohner von Planina zum ewigen Andenken an das vierzigjährige Regierungs-Iubiläum Seiner Majestät des Kaisers unter anderm auch die freiwillige Feuer» wehr ins Leben gerufen haben. Obwohl der Verein noch nicht ein volles Jahr seiner Thätigkeit hinter sich hat, entwickelte er doch schon unter der umsichtigen Leitung seines wackeren Hauptmannes Herrn Reiß m ü ller ein reges Leben, welches den Fortbestand des Vereines sichert. Außer den regelmäßigen vierzehntägigen Uebungen betheiligte sich der Verein an verschiedenen während des Jahres stattgehabten kirchlichen Feierlichkeiten in Parade, veranstaltete im vergangenen Sommer eine Excursion mit beiden Spritzen in die Ortschaft Laze und am 15. August einen korporativen Ausflug zu der in Adelsberg von der dortigen Feuerwehr abgehaltenen Tombola. Durch den in Adelsberg angenehm verlebten Abend angeregt, schritt auch die Planinaer Feuerwehr zur Creierung einer Ver-einsunterhaltung mit Musik, Gesang und Tombola, welche am 8. September bei günstigem Wetter zur allgemeinen Zufriedenheit der zahlreich erfchienenen Gäste ausfiel. Da die erste Vereinsunterhaltung so beifällig begrüßt und aufgenommen wurde, können wir dem jungen Vereine nur gratulieren und mit Sicherheit erwarten, dafs er auf der eingeschlagenen Bahn fortschreiten werde. Dass die erste Unterhaltung so günstig ausgefallen, dafür gebürt in erster Linie der Dank den Nachbar-Feuerwehren von Ndelsberg, Rakel und Ottok, den Herren Sängern (Studenten) und den Fräulein Lenafsi, Modrian, Skrem und Iuvanec, welche in liebenswürdigster Weise das Verkaufen der Täfelchen übernommen hatten. — (Der technische Verein fürKrain) veranstaltet Samstag den 5. d. M. mit dem Frühzuge der k. k. Staatsbahn eine fachliche Excursion nach Ahling zur Besichtigung des im Baue begriffenen großartigen Hüttenwerkes der lrainischen Industrie-Gesellschaft, welches nicht nur durch die rationelle Ausnützung der an 2400 Pferdekräfte gehobenen Wasserkraft des Saveflusses, sondern auch durch die modernen und im großen Stile gehaltenen Anlagen zur Gewinnung und Bearbeitung von Stahl, Form- und Vaueisen das Interesse aller Fachleute erweckt und für die heimische Industrie und die commerciellen und Nauverhältnisse von bedeutender Tragweite sein dürfte. — (A rtillerie-Equitlltion.) Die Equitation des dritten Corps-Artillerie-Regimentes ist in einem Stande von drei Ossicieren, 17 Mann, 21 Pferden, Kanonen und Fuhrwerten, Wie alljährlich, zu den Winter-Übungen vorgestern mittels Eisenbahn von Graz nach Laibach befördert worden. — (Postalisches.) Wie uns die k. l. Post- und Telegraphen - Direction mittheilt, ist am 1. October zu Soderschitz in Krain eine ftostcombinierte Telegraphenstation mit beschränktem Tagdienste eröffnet worden. — (Kärntner Landtag.) Unter den Vorlagen für den Kärntner Landtag befindet sich unter anderm ein Gesetzentwurf, betreffend die Erbauung einer Cavallcrie-Kaserne in Klagenfurt, und ein Project, betreffend die Errichtung einer Landes-Brandschaden-Versicherung. — (Veränderungen imLehr stände.) Die supftlierende Lehrerin an der k. k. Uebungsschule Fräulein Emilie Witscht wurde zur Aushilfslehrerin an der städtischen deutschen Mädchenschule in Laibach ernannt. Als provisorische Lehrerinnen wurden angestellt die absol« vierten Canbidatinnen Fräulein: Maria Moos an der städtischen Mädchenvollsschule in Laibach, Rosa Clarici in Tschernembl und Anna Moos in Sachsenfeld, — (Straferkenntnis in Fällen der Krankenversicherung.) Anlässlich einer vorgekommenen Anfrage hat sich das Ministerium des Innern dahin ausgesprochen, dass nach Maßgabe des Gesetzes vom 30. März 1888, R. G. Nl. Nr. 33, betreffend die Krankenversicherung der Arbeiter, auf gefällte Straferkenntnisse, als Verfügungen der politischen Behörden, die im 8 70 dieses Gesetzes festgesetzte 14tägige Recurs-frist Anwendung findet. — (Verkauf von Zucht stieren.) Wie man uns aus A dels berg berichtet, haben bei der seitens der l. l. Landwirtschasts-Gefellschaft für Krain gestern dortselbst vorgenommenen licitaiionsweisen Veräußerung folgend«: Besitzer Iuchtstiere erworben, und zwar: Franz Höbe v«n Gotsche, Johann Delleva von Peteline und Anton Franetic von Niederdorf — letzterer zwei Stück. — (Gemeindewahl.) Bei der Neuwahl des Gemeindevorstandes der Ortsgemeinde Podhrusko im politischen Bezirke Stein wurden gewählt, und zwar zum Gemeindevorsteher Lorenz Mali, Grundbesitzer aus Znojile; zu Gemeinderäthen Matthäus Iutersek aus Znojile und Mathias Belc aus Nozicno. — («Uöitoi^ski LovHriä».) Von der Fachschrift «UöitaMi ^av^riä» ist gestern die 19. Nummer ausgegeben worden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Graz, 2. October. Der Tourist Hans Wiesler aus Kmttelfrld. welcher Sonntag früh eine Tour über den ' Peterpfad auf dic Planspihe nächst Gstatterboden unter- nahm, wird seither vermisst. Im Schneegestöber, n>B Herrn Wiesler in den Wänden übe, raschle, v derselbe seinen Begleiter n»d ist entweder äuge,'"« od,r erfroren. ,, ^„ Großwardciu, 2. October. Hier fand h"" glänzendes Bantelt zn Ehrm des vormittags en'ss . fenen Mimsterpräsidentm Tisza statt, ^r el»tt " des Obergespans auf Se. Majestät den Kais" '" kaiserliche Familie wurde bea/ist.rt ausgenonnnc^ sodann unf Tisza angebrachten Toast Wim" ^ der Ministe Präsident, 'indem er erklärte, M" ssricd? nach menschlicher Voraussicht N^" G Tisza wi.s die gegen seine Prrson gkuchleten « »^ znrück nnd toastiei'te auf jene, die entschwssw o fasslmgsnläßigm Rechte des Landes jed.rman» U« über vertheidig^,, die bereit sind, die Freche! ,,^ jene zu schütze.', welche die Waffen drr F"''^",^cht biauchen, und welche gewillt sind. Ruhe "" ^ M zwischen den verschiedenen Classen allen ",^^g< gegenüber zu bewahren. Der Toast wurde m anhaltendem Vtifall anfgenommen. ° s^ß StllttMl, 2. October. Gestern vor»»".'^ ^ der von Voel'lma/n kommende PersouenM '. ^„ von Stuttgart kommenden Zuge in der -^ z,^; Stuttgart 'zusammen. Die Locomotivcn emg ^, drei Personenwagen wurden zertrümmert, >" sone» qeto'dtet. gegen fünfzig verwundet. „„^liW Constulltiiiopcl, L.October. Die eben ne» u^. dete «Agence de Constantinople» meldet: ^' ^ richt der «Times», der Snltan habe em ^ 'ssei, treffend die Nrduction der türkischen Armee, ist erfunden. Wlkswirtschastliches, Lllitmch, 2. October. Auf dem heutigen Markte s«»d > 3 Wagen mit Gctreide und 5 Nassen mit Ho>z> Durchschnitte-Preise. " «m.- 11!«,,,, ss!ll.^> Wrizn, pr, vl llc'li! li litt «,90 Vnttcr pr. Kilo. . ^ ^ ,^ Korn . 5 — 5 45 Eier pr. Stilcl - - ^ g ^ Gerste . 4 3-! 5^5 Milch pr-U'«"-' 56^ Hafer . 3-3^- Rindfleisch pr> l"»> ^,8 ^ Halbfruch» .------5 90 Kalbfleisch ' ^lV'^ Heiden » 5 — li 50 Schweinefleisch ' ^4 ^"" Hirse . 4 6« 5 «0 SchdpscuslM ' ^,^)^ Kuiuruz . 5 — 5 20 Händel pr. Stuci - ^ ,^ Erdäpfel 100 Kik 2 57 — Tauben ' 2^"^ Linien pr. Hellolll, 12-----------He» pr. M.^tr. ' ^^^ Erbsen . 13-----------Stroh ' '' ^, Fisolen . 10 50-------Holz, hartes, pr- ^. 70 ^ Nindsschnmlz Nil»-90------- K'ast" ^,^ Schweineschmalz. -70-------^ ""ches. ' -. » Speck, frisch, . — «0-------Wei!,,roth,M'"'. ,^ M — geräuchen » - - 70------- — weiker^^^^^ Änüelonimene Fremde. Am 1. October. , ,. F°^ Hotel Stadt Wie». Pollniq. Reisender; Neuasba" ^„.,l0. rath. Klaqeufnrt. - Vones, Militär - K"P'^,^ H Hansy und Wchmann. Hiwlau. - Op" A,i,Vi„. O"» Professor. ,. ssran. Trieft. - Friedl. Ed^>'^ ^" Gninhut. Herzog. Steiner. Pict, Kerschbaunnr, ^ Wien. l3c"tt"b"''^! Hotel (llcfaut. Lavric. Neudorf. -Krizaj. Pfarrer. Prem, - Vancr. Wer,'«. ^ ^,u,^ ^ San,» und Krämer. Wien. — Wurdela,. "'"^Mt."A..sl, Topuslo. - Hospodar. Cleriler, Kaufm.. ssmme. - Dejal und Cnstrachad. "'^ Oott lyasthof ttalser von Oesterreich. GarzaroM!- " v" dergcr, (Mrtler. Dresden. Verstorbene. ^ri",'^' Den I.October, ssrancisca Verbic, " ^ 5, Tricstcrstrahe 20, Pnerperalfieber. ^ . .i" Spitale: gr^ Den 30. Septcml, er. Johann Mon.. Scrophulose. ^ ._ Otude"'' Den 1. October. Nilolaus Vurger, Typhus. ___^_________ ''^Wa^ Meteorologische Vcobachtuu«en^^^^^ ""M7Mg ?2ö-4 7^3"M7W^ Kl" ^. 2 2 . N. 727-3 11-6 SW-"Kg bew0l" ^ 9. Ab. 730 6 96 SW. mätz'^ übH d"' Nencnwettcr anhaltend. Moca,t "^ g-v - ^. Das Tagesmittel der Temperatur 9' < , ^^ "°rm°^___________----------- Verantwortlicher Eine Person, welche durch ein einf««^ w»"^ «l"l"^ riyel Taubheit uud Ohrcnneräuschen a/U' che l,"e ^".,^ eine Beschreibuug desselben in deutsch" ^sHolso"^b^' aratis zu übersenden. Ndresse: I- b- ^'" (2<>^' Koliussassc 4. 1941 Course an der Wiener Börse vom 2. October 1889. N° U5 4<> l!n,,Z?«"le»tt^/ ' - - W»t»l0N«> l'°, V'l 0blm.f '"' > . si!» z>0 ,lx. 20 Geld ware Giundtntl.-Oblilllltionen (fllr IN» fl, 6M.), ü"/„ „alizischc...... 104 2^105,- l."/„ mährische...... ,,l>»f. lll,75, s>"/^ ltrai» und Küstenland , , — —------- b«/„ nieoerüstsrreichische , , , llw »0 110 50 5"/,. stelrischr...... - - -'- b"/« lrontische und llavonis.de . l«5> - ,<«;" 5",„ Nebenbürnische . , , . U»4 70 lOK-20 5°/,. leinescr Va»a! , , , , 104'70 l<>5 2» b'Vn «„»llrilclir...... l<»< 7« >»ü'l!l» Andere öffentl. Nnlrhcn. Donmi-Msg, liole Ü"/, ll»0 st. , l2l>ek l22 7t> dto, «l.lribs <«7» , . «<»7 ?c> l" «nlehen der L'ab! Vur, , , ln>— -'- Nnlthsn d, Ewb^smelud,' Wiln '«.'i «> lOn 90 Präm,°«nl. b, Ltllblysm Me» '.44 5"'45 - Vi!s!snba,i Nxlehfl! Verio« :»"/<> W l»l> - - Pfandliriefe (für IN» fl.), Vot'fnrr. all«, «ft, 4"/,, «, , , l»l, W l«l< 0«. bto, . 4'/,"/„. . , —'- ------- dto, » 4°/, , , . SP's.l» »0 ll> dtl' Pl«m. Echulbvellchl, 3«/, ,08 ?5 ,«/, I«,-.- ift« > Osst,'»n», Van! verl, 4'/,"/,, . ,«»25 ,^»2 7» betto » 4"/n . . W'»«> ,(X! 2^> det9 »U > ^llorltiits Obligationen (fur ,M' fi.), sserdmllut»« Norbbal,!, Em, l»«S ,00-- lN0 «U Onl/,«/, . l«»' UM?« «tlb Warr Oesterr, Noldwestbah» . . . l»7'- ,07 ^c/ Slaatibahn.......ll«'5<» i»7 l><> Tübbahn k 3'V».....,4» s.u ,4< ö» » k 5"/„.....,l0 ?» ,2V «> Ung.^allz. Vnnn.....,<,a - <«a 5s» Diverse Lose (per Llncl), «IredMose l<»<» ft...... ,«, 5< ,8« .^o «Ilart» Lose 4<> ft...... ^z<, ^,,. 4"/„ Donau Dampsjch, „w ft. . ,^« __ ,2« _ Lalbllcher P,üm, «»ich, 20 st. «4.. 25, . Ofenei Loss 4» N..... ^,,. «„,. Plllffd-tioie 4N fl..... ^ ._ s,« 75 Rothen Kreuz. «sl.Gss o,. ,0fi, ^.^ ,9... «ubolph.Lofe l« N, . , . ,.!!_ !. ^ Salm Lose 4<) f!...... <;g ,_ ^^... <3«, VenM'Lole 40 fl, . , s,z,5<» ,'.45» Waldstein-Lllfe »U fl..... ^,,zz 4^. .^., Mndisch Grüh Lofe 2« fl. . , 53 .v, ü, ü» Gew, Ech, d,3"/„Pram,-Schuld' verlch d, VodeürredüanNal! , ,7 — ,8 ^ Vaul. Actien lver KlNil), «nnIo-Oest, All«! 2<«! N. «yn^ z ,«>, 90 ,.«,» »<, Baulvcrri». Wicner 1<»<» fi, , , !,»? 5« ,14 -Voix-r, «nst, of», l»»»> fl, V. 40»/,, ^9l - ?ui l.i» llrebitbanl, Alia, »ng, ll<»0 fl, , 3l5 »»o dlN l>« Deftl'lXenbanl. «Ng, m«i ft, , zoo - 2'»« -Vzconuile^V^/^dM, ücx» fl, , 549 — 555'— Vlro. „, «laNei»,., Wiener »««1st, 213 — »!lz — HyVotl»tl,nb,.oll,!tiXist. «5>'/««k. 87— 69 — G-ld Ware LHüderbanl, oft 2<»<> fl, V, . . 244'5<» 2<4 75 0esterr,.llnnl,r, Äanl UNO fl, . SL» - 9^5 - Nnlonbanl »a« fl......287-75 28« »c> Uerlthr»l,anl. »lllg, 140 st, , . l»9 - l«0 - Actien von Transport-Ulttcruchmungcu. (per Stuck), ?Ilbrecht-V»hn 80« fl. Silber . .'<» -- .'>l> - slüöld-ssiuma», Vllhn 2»ufl. B. 2^< 50 l»«!-z« Vi!l,m, Älolbbllhn l!»N ss. , . . 222 5(1133 50 . westbah» 200 fl.. . . 83» . 341 - Vulchtiebraber Vis, 500 st. «M, !(»54 lM<» bto. Mt. N) 2lX» fl. . 3li? - 4<,8 -Doünu. DampsschifffalM > Hes,, Oesterr. 500 ft. CM. . . . 372 - 874-.- Drau si, T, 1»5 - IS« — D»i Vubl'iib. Eis,'A. 2 Oa!,lbw,-Ä, 2<»nfl, VM. 193 ll5 lUX bo Lrmb. 'Czeniow, - Iasw ° st. Vilb, l»v bn »A» 5><» dto, (!!t, II.) «on fi. E. . 82» 50 220 75 Prag-Dürer «tlsenb. 150 N.Vttb. «7— S? «» «ubolph'Alldn 200 fl. Siller .----------------- E»aat«e«enb»hn 200 fl. Silber 23b - ^3« K0 Eübblll,!! 20» fl. EUber ... ,«4 —!I24 «> Suo-H.ordt>,Verb,-Ä,!i0NN,l' tramway Oes,.Wr,.17«fl,o, W 2»» <,<> »3<» ?.-> » neue Wr,. Priorltül«. ! «lctlen ,0" fl...... -.-— t«»ü0 Ung.^allz. »llenb. «w fl, Sllb«l 9« — «90 50 Ung, Vlordostbahn »00 N, Silber 1»« 2l. ,«? ^ Un«,Weslb,(M»ab»<»lllz!2<» ««» — InbuNricActicn (her Stück), «lluges,. «ll«, Oest. 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