^ R»S Areitag den 12. Movemöer 187S. llV. Jahrgang. »MM ZtilWK. Die ^Marburger öeituna" erscheint jeden Soniitag, Mittwoch und Kreitag. Preise — sür Marburg: a^anzjährig 6 fl., halbjährig » fl., vierteljährig 1 fl. 50 kr; für Sustell in« Hau« monatlich 10 kr. — mit Postversendung: ganzjährig S fl., halbjährig 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr S kr. pr. Zeile. Zur Elllschtidmg i« der Handklspolitik. Marburg, II. November. Die Interpellation bezüglich der handelspolitischen Frage, die morgen schon iin Abgeordnetenhause gestellt werden soll, ist eine Kundgebung, wie man sie von Mitgliedern dieser Vertretung noch nie erlebt und die ohne zwingende Roth wohl nicht stattfände. Wenn unter zweihundertundfünfzig Genossen der ganzen Verfassungspartei kaum neunzehn als Anhänger der freihändlerischen Richtung sich gegen die Einbringung erklärt, dann ist mindestens doch so viel aewontlen, daß die Regierung nicht eine ausweichende oder unbestimmte Antwort ertheilen oder diese beliebig verschieben kann: parlamentarischer Anstand und konstitutioneller Brauch nöthigen zu einer klaren und vollständigen Antwort. Und der Inhalt dieser Antwort? Die bisherige Stellung des Ministeriums Auersperg »ur handelspolitischen Frage, die Rücksicht auf Ungarn, auf das Deutsche Reich und auf die Großmachts-Partei im Lande selbst werden die Regierung veranlassen, eine verneinende Antwort zu geben, die Fahne des Freihandels gegen die Schutzzöllner aufzupslanzen. Wird die Regierung in diesem Falle warten, bis die betreffende Frage im Abgeordnetenhause zur Verhandlung kommt — wird sie auf ihre eigene und sichere Niederlage warten? Wenn aber nicht, so muß die Entscheiduilg rasch erfolgen und giltS: entweder zurückzutreten, oder das Abgeordnetenhaus aufzulösen und Neuwahlen auszuschreiben! Jeuilteton. Der Frstongs-Kommaudanl. Von L. Schücking. (Fortsej)ung.) Frohn sah eine Gestalt, die ihm entgegen» schritt. Es war der Mann, der in der Mitte der Wallmauer Posten stand; und mls sein hastiges Frage«» hatte er bald die Antwort, daß eine Gestalt, welche die Schildmache für den Kommandanten gehalten, soeben vorübergeschritten, daß sie aber noch nicht weit vom Posten entfernt gewesen, als sie plötzlich verschwunden sei, wie in den Boden versunken. Frohn eilte an dem Posten vorüber ; er fand dies Verschwinden nicht räthselhast; etwa 150 Schritte von der Stelle, wo das Schilderhaus stand, entsernt, begann die schwache Äelle der Citadelle, schwach in sofern, als die Felsen, auf welchen der Spielberg gebaut, eine»n kühnen und geübten Kletterer hier die Möglichkeit botei,, hinan und hinab zu steigen. Es war immerhi»! ein Wagniß, da herunter zu steigen, und ein doppelt großes Wagniß, es bei Nacht zu thttn; aber es war möglich. Trenck nlußte sich also da herabgelassen habeil. Er nlußte Zur Zeschichte des Tages. Als Doktor Hasner noch Unterrichtsminister war, versuchte er, die Schulaufficht in Tirol durch eitle Verordnung zu regeln. — Sprechen die Ultramontanen dem Reichsgesetze Hohn; um wie viel eher wagen sie's, einer Verfügung zu trotzen. Und dennoch erklärt Stremayr, das bezügliche Gesetz, dessen Entwurf jetzt im Abgeordneten-Hause berathen wird, sei überflüßig ^ wegen der Hasner'schen Verordnung. Folgerichtig wird der Unterrichts-minister den Entwurf nicht zur kaiferlichen Ge^ nehmigung vorlegen, und es bleibt in Tirol auch betreffs der Schulaufsicht — beim ultramontanen Statthalter Graf Taaffe und bei der ultramontanen Landtagsmehrheit. In Deutfchland ist der Grundsatz, die wichtigsten Verkehrswege nicht einigen Privatgesellschaften zur Ausbeutung zu überlassen, bereits durchgedrungen. Der Plan, fämmtliche Deutsche Eisenbahnen durch das Reich zu erwerben, gewinnt feste Gestalt in Folge der Berathungen, welche vom preußifchen Handelsminister und vom Reichskanzler gepflogen werden. In Frankreich ist das neue Wahlgesetz ein Gegenstand heftigster Parteiung. Die Republikaner verlangen die Listenwahl, bei welcher jeder Stimmberechtigte eines Departements so viele Mitglieder der Nationalversammlung kürt, als dasselbe Bezirke (Arrondissements) hat. Die Gegner dieser Partei vertheidigen das System der Bezirkswahlen, demzufolge jeder Stimmberechtigte eines Bezirkes nllr einen Abgeordneten wählt. ' genau die Oertlichkeit kennen, wie er sich die Schlüssel verschafft haben mußte, wie er die Parole zu erfahren gewußt hatte! Frohn war an der Stelle angekommen. Er beugte sich weit vor über die Brustwehr, er blickte angestrengten Auges hinab in die Tiefe. Der erste Gegenstand, den sein Auge entdeckte, war eine dunkle Gestalt, welche sich etwa zwanzig Fuß tief unter ihm auf einer schmalen Felsplatte befand und zugleich eine Bewegung machte, als wolle sie eben vorsichtig tiefer steigen. „Heda, Herr Oberst," rief Frohn hinab, „wohin wollen Sie da?" Der Oberst ließ augenblicklich ab von dem Bemühen, weiter hinunter zu klettern, und richtete sich hoch auf. „Eine Million Teufel!" rief er aus, „hat der Satan Sie schon da? Sie sind mein böses Schicksal! Was wollen Sie? was liegen Äe nicht bei . . Ich will Sie warnen," unterbrach ihn Frohn. „Es ist das kein Weg für Jemand, der frische Luft schöpfen will, weil er zu viel getrunken hat; kommen Sie zurück!" 'Der Oberst schien sich einen Augenblick zu besinnen. „Wenn Sie nicht sofort zurückkomnlen, lasse ich Feuer auf Sie geben, Oberst." Vermischte Nachrichten. (Erhöhung der Gebühren in Rechtssachen und im Realitätenverkehr.) Die betreffende Sektion der Wiener Handelskammer hat den Antrag, an den Reichsrath gegen die beabsichtigte Erhöhung der Gebühren in Rechtssachen und bei entgeltlichen Uebertragungen des Eigenthumsrechte», Fruchtgenusses und Gebrauchsrechtes an unbeweglichen Sachen zu petitioniren, rasch erledigt. Der Entwurf sagt, daß die Gebühren-Erhöhung in Rechtssachen deßhalb nicht befürwortet werden kann, weil gerade jene BevölllcrungSklassen davon belästigt würden, welche es am schwersten empfinden. Die Eingabe wendet sich vorzugsweise gegen die den Realitätenverkehr betreffende Erhöhung. Der Realbesitz würde durch jene 2—2Va Millionen, welche sich der Finanzminister ans dieser Erhöhung verspricht, arg geschädigt u,td der Realitätenverkehr, zu dessen Kräftigung ja die Gefetzgebung ersl in jüngster Zeit vielfach die Hand geboten, geradezu gelähmt. Wenn der Motivenbericht durch die lZr-höhung die Stabilität im Mobilienverkehr herzustellen glaubt, dann könnte man es nur bedauern, daß dieses Auskunftsmittel nicht schon früher herangezogen wurde. Allein abgesehen davon, daß die Ueberspekulation, gegen welche die Erhöhung Vorsorge treffen will, durch derartige Gewaltmaßregeln nicht gezähmt werden könne, sei dieselbe durch ganz andere Verhältnisse längst niedergedrückt worden. Der gegenwärtige Allgenblick, wo die Zwangsverkäufe stets zunehmen — 84 im Jahre l873, auf 131 im Jahre l874 und auf 283 im ersten Semester 1875 — sei kei keineswegs geeignet. ..Sie sind im Stande dazu," antwortete Trenck mürrisch und begann wieder hinaufzu-klimmen. Er hatte bald wieder die Höhe des Felsens erreicht, die Kante, über der die äußere aufgemauerte Wallseite sich erhob; es war nur ein schlnaler Raum zwischen dem Fuß der Mauer und dem Abhang gelassen, so schmal, daß er nur eben den Raum zum Stehen darbot. „Ich kann die glatte Mauer nicht hinauf laufen," sagte der Obrist, indem er den Arm in die Höhe streckt und die Hand auf die obere Kmlte der Mauer legte. In seiner Hast, sich seines Gefangenen wieder zu bemächtigen, ließ Frohn sich an der Mauer hinab neben den Obersten. „Ich will Ihnen helfe»!, sich hinaufzuschwingen, die Leute oben können Sie dann unter die Anne fassen." Er streckte den Ann aus, u»n Trenck zu erfassen, dieser aber stieß ihn kräftig zurück. „Halt, n»ein Herr Oberstwachtmeister von Frohn," sagte er. „wir stehen hier auf eine»n vortrefflichen Platze, um unsere alte Rechnung auszilgleichen. Glaubei» Sie, ich hätte vergessen, was Sie seit ihrer Giftmischerei bei »nir a»ls dein Kerbholz habe»» ? Und wenn ich's vergessen hätte: was Sie in dieser Nacht a»» mir thu»», ist genug! Es soll vom Trenck nicht gesagt einen solchen Versuch zur „Stabilisirung" des Jmmobilienbesitzes zu machen; ein leiser Anstoß könnte zu einer verhängnißvollen Realitäten-Krisia führen. (Graf Grünne in Pension.) Der Oberststallmeister Graf Grünne, welcher aus Gesundheitsrücksichten bereits wiederholt um seine Pensionirung nachgesucht, hat dieselbe nun bewilligt erhalten. Während der Fünfziger-Jahre würde die Nachricht von der Pensionirung Grünne'S nicht bloS i»l allen Theilen Oester» reich», sondern in ganz Europa unermeßliches Aufsehen erregt haben. Der damalige erste General-Adjutant de» Kaiser» und Vorstand der Geheimen Kabinetskanzlei galt nämlich nicht nur für einen der einflußreichsten uild mächtigsten Staatswürdenträger, sondern war es auch in Wirklichkeit. Grünne »var Mitglied des Mi-nisterrathes, und als der stete Begleiter und bevorzugteste Günstling de» Monarchen hatte er an allen wichtigern Regierungsentscheidungen hervorragenden Antheil. In allen Armee-Ange-legenheiten führte er das große Wort; der Kriegsminister, die Militär-Gouverneure in den Provinzen waren ihm gegenüber willenlos und ohnmächtig. Aber auch in allen Fragen der inneren und äußern Politik hatte er die Hände mit im Spiele. Er war einer der eifrigsten Faiseur» jener Partei, die Oesterreich in einen absolutischen Einheitsstaat umformen wollte, in dem die Armee das lievorzugteste Element ge« wesen wäre. Grüinle war ein entschiedener Anhänger der unbeschränkten Monarchie und als solcher auch ein Gegner der klerikalen Ueber-griffe. Als charakteristisch erwähnen wir, daß sowohl er, als Kempen, der gleichfalls Mitglied des MinisterratheS war, bort mit aller Entschiedenheit gegen den Abschlliß des Konkordates auftraten, weil sie der Ansicht waren, daß durch diesen Vertrag die Machtvollkommenheit des Kaisers allzusehr veringert würde. Während der Schläge, die Oesterreich im italienischen Feldzuge vom Jahre 1859 erlitten, ging der Nimbus, mit dem sich Graf Grünne den Hofkreisen gegenüber zu umgeben wußte, fast gänzlich verloren. Vorzi^Swelse er war es nun, der nicht nur von der Bevölkerung, die seinen Einfluß auf die Staatsangelegenheiten stets als ein Unglück beklagt hatte, sondern auch von den dem Hose und der damaligen Regierung nahestehenden Kreisen für alle geschehenen Fehler und Verstöße verantwortlich gemacht wurde. Er zog sich nun von jeder politischen Thätigkeit zurück aus den Posten des Oberststallmeisters, den er als tüchtiger Pferdekenner, Pferdelieb- werden, daß er ungerächt gelassen hat, was Du gegen ihn gewagt hast, Frohn; verflucht will ich sein, wenn ich Dich nicht da hinunter schicke, wo Du mich gehindert hast, hinunter zu gehen, vertheidiae Dich!" „Ooerst, sind Sie toll? hier ist kein Platz zum Kämpfen, ein einziger Fehltritt und wir stürzen in einen Abgrund hinab; meine Leute würden Sie ja auch sofort niederstoßen, wenn Sie eine Widersetzlichkeit zeigen." „Und das Alles wird Dich nicht aus den Krallen des Löwen retten, den Du zllm Aeu-ßersten gebracht hast. Elender," versetzte Trenck zähneknirschend vor Wuth. Frohn ergriff ihn kräftig ail der Brust, um ihn an die Mauer m drilcken, und rief zugleich den Befehl hinauf: „Faßt ihn von oben bei den Schultern und zieht ihn hinauf!" In demselben Augenblick jedoch hatte Trenck in die Tasche seines Mantels gegriffen, ein Pistol hervorgezogeil llnd es Frohn auf die Brust gesetzt. Frohn wollte es wegschlagen — aber es war zu spät! Der Schuß hallte durch die Nacht — Frohn wankte, fuhr mit den Händen um sich, versuchte sich mit krampfhaft gefpreizten Fingern an der Mauer festzuhalten, dann stürzte er zusammen und fiel hinterrücks an den Haber »»nd Pferdezüchter auch vollständig auszufüllen das Zeug hatte. Von dem ehemals mächtigen, ja allmächtigen Grafen Grünne wurde nun wenig oder eigentlich fast gar nicht mehr gesprochen, außer in den Nennberichtei», die stets seine Anwesenheit konstatirten. Das Oberststallmeister-Alnt verliert mit Grünne einen fähigen Vorstand. Wäre Grünne'S Wirken doch auch während der Fünfziger-Jahre auf dieses Amt beschränkt geblieben! (Das Unglück auf der Franz-Joseph-Bahn und dieSüdl>ahn.) Zwischen den österreichischen Bahngesellschaflen besteht ein Vertrag, betreffend die Versicherung gegen Unfälle und müssen für jeden durch Unfall herbeigeführten Schaden einer Bahn die übrigen einstehen. Der Beitrag der Südbahn als der längsten aller Bahnen Oesterreichs beläuft sich auf fünfundzwanzig Perzent. Fällt also bei dem llnglück der Franz-Joseph'Bahn dieser irgend ein Verschillden zu Last, so hat den verhältnißmäßig größten Theil des Scha-denersatzes an die Ueberlebenden nnd der Schäden de» rollenden Materials die Südbahn zu bezahlen. (Obstbaun» z u cht. Gegen die Rau-p e n.) Ueber die .Raupenplaqe" schreibt ein Fachmann der „N. Fr. Presse". Die Raupen, mit deren Nestern im vergangenen Sommer überall die Bäume so zahlreich besäet gewesen sind,^ waren weder Spanner-Raupen, noch hatten sie, wie oft fälschlich benlerkt wurde, etwas mit dem Weißwurm gemein; der sogenannte Weiß» wurm ist bekanntlich die Larve der Eintagsfliege, welche ihre Eier nur ins Wasser ablegt, worin auch jene bis zn ihrer Entwicklung lebt. Wir hatten es dort nlir mit dein Goldafter^ Nestraupenspinner zu thun; es ist dies ein l Zoll breiter Nachtschmetterling, glänzend weiß an Flügeln und Körper, mit gelbbrauichaari-gem Afterbüschel. Er legt an Blättern und Zweigen der Obst- und anderer Laubbäume die Eier in einen flachen länglichrunden Haufen und überzieht ihn mit der braungelben Wolle de» Afters. Zu Anfang des September, in heißen Sommern, wie der diesjährige Mitte August schon, kriechen die jungen Raupen aus, machen gemeinschastlich an den Zweigspitzen aus zusammengezogenen Blättern ein graues Gespinnst oder Netz , i» diesem überwintern sie und können der grimmsten Kälte trotzen. Im nächsten Frühjahre erweitern sie dasselbe, fref-sen die jungen Baumblätter und Blltthen ab, verpuppen sich im Juli und werden im August zum Schmetterling. Man findet besonders ins Felsen hinunter, mit einem dumpfen Geräusch, von Absatz zu Absatz — bis sein Körper in der dunklen Tiefe verschwand. Ein Schrei des Schreckens, wirres Durcheinanderrufen oben auf deni Kamm der Mauer begleitete die entsetzliche That; fast in demselben Augenblicke, wo sie geschah, war ein Offizier mit einer Patrouille von der Wache zur Stelle gekommen, und zehn Arme und Hände griffen von dem Kanttne der Mauer herunter, uni Trenck zu erfassen. Dieser wußte ihnen auszuweichen. „Nur ruhig, Leute!" rief er aus. „Ich weiß recht wohl, daß ich jetzt doch geköpft, gehängt oder gerädert werde und mache mir deshalb nichts daraus, lieber gleich da hinunter zu springen, auf die Gefahr den Hals zu brechen oder von Euren Kugeln getroffen zu werden. Nur wenn Ihr mir versprecht, mich nicht zu mißhandeln, so komme ich selber hinauf." „So kommen Sie — ich werde Sie vor der Wuth meiner Leute in Schutz nehmen," antwortete der Offizier der Patrouille, „aber kommen Sie sofort." Trenck warf das abgeschossene Pistol in die Tiefe hinab, dann legte er beide Hände auf den Kamm der Mauer und schwang sich empor; die Soldaten erfaßten ihn all deil Armen, und er stand im nächsten Augeichlick oben. diesem Jahre, lvo, durch die Witterung begünstigt, der Schmetterling sehr häufig auftrat, unzählige Blätter der verschiedenen Obstbäume mit den ermähnten gelbbraunen Wollehäuschen, von denen jedes eine Masse Eier verbirgt, belegt. Es ist daher mit dem Vertilgen der Raupennester nicht so leichtzunehmen: glaubt man alle elltfert zu haben, fo kriechen immer neue Räupchen aus und spinnen wieder ihre Nester, so lange die Witterung günstig ist. Mit denl Vertilgen de» Schmetterling» ist nichts gewonnen, da dieser sogleich, wenn er aus der Puppe gekrochen, seine Brut anlegt, der herumflatternde Schlnetterling aber dann nicht mehr' schadet. Das Sicherste ist, die Raupen zu vertilge«, wann und wo man sie findet. Ein ebenso gesährlicher Feind der Obstbaumzucht ist der Baumlveißling; er fliegt im Monat Juni und Jnli und legt auf die Blätter der Obstbäume 25 bis 100 gelbe, nach Bifaln riechende Eier, aus denen im August kleine graue Raupen kolnmen, welche die Banlnblätter bis aufs Gerippe allSnagen, die Blattstiele umfpinnen, da-,nit sie inl Herbst nicht abfallen, llnd dann die Blattflächen felbst zufammenrollen. Innerhalb dieses Blattgespinnstes überwintern die kleinen Raupen und ertragen die größte Kälte. Noch verderblicher aber i^st der Frostspanner. Dieser kleine graue Schmetterling fliegt vom September bis Dezember bei der strengsten Kälte. Da» ungeflügelte Weibchen kriecht an den Stämmen empor und legt seine Eier in Moos, Ritzen und Knospen der Obstbäume. Man bestreiche daher die Bautnstälnme ringweise mit einer klebrigen Substanz, um das Emporkriechen de» Schmetterlings, der daran kleben bleibt, an denselben zu vereiteln (Frostgürtel), denn im nächsten Frühjahre schlüpfen sollst die grünen Spann-räupchen aus, umspinnen die Knospen und vernichtell Laub und Blüthe, wenn nicht ein gefälliger Singvogel dieselben zum Schmause für seine Jllngell aufsucht. Leider jedoch ver-minderll sich diese nützlichen Gartenvögel von Jahr zu Jahr, in Folge dessen das fchädliche Ungeziefer sich nllr vermehren muß. Wenn da» Abfangen und Nester-Zerstören der Garten- uud aller Jnfektenvögel nicht mit größter Strenge gerügt wird, werden wir immer traurigere Ansichten auf Obst-Ernten zu erwarten haben. Zttarkurger Berichte. (Berichtigung.) Die „Marburger Eskolnptebank" ersucht, folgende „Berichtigung" aufzunehlnen: Die in Nr. 13^ vom 7. Novem- „Nehlnt ihll zwischen Ellch, Leute," befahl der Offizier. „Keiner berührt ihn, e» wäre fchade weiln dieser Bluthund einen andern Lohn als vom Henker bekäme; angetreten, vorwärt» mit ihm allf die Wache, in die Eisen nlit ihm!" Der Oberst von der Trenck schritt mit stolz aufgerichteter Haltung zwischen den Soldaten einher, Wtantel und Mütze waren von ihm abgefallell, fein Haar flatterte im Nachtwinde. Als man die Bohlenthttre erreicht hatte, hinter welcher der Weg ill den Hof der Cita-belle hinab führte, kameil der Patrsuille drei Offiziere, dene», Leute mit brennenden Fackeln folgten, eiltgegen. Der Lieutenant, welcher die Patrouille kommandirte, meldete was vorgefallen. „Das ist ja entsetzlich," rief einer der Herangekoinmellen ailS, „Oberst von der Trenck ! Sie sind eili Tellfel in Menschengestalt." „L-o ein Stück davon," alltlvortete Trenck hohlUacheild, „und dieser junge Herr hier, der die Patrouille kommandirt, scheint sich dagegeil für den Erzengel zu halten, der den Teufel in Ketten all den Abgrund schließt. Er will mich in Eisen legen lassen." „Wie Sie's verdienell, Trenck —" (Schluß folgt.) ber l. I. enthaltene, vom Herrn Max Baron Rast in der Sitzung de« Marburger Gemeinderaths vom 4. November l. I. ausgesprochene Behauptung, daß die Marburger Eskomptebank die an die Stadtgemeinde Marburg vermiethe-ten Kasernlokalitäten in St. Magdalena auch dem h. Aerar zur Bequartierung von Hußaren vermiethe, ist ganz unrichtig. Vielmehr wurden der Gemeinde im Bedarfsfalle wiederholt un-vermiethete Lokalitäten der Kaserne unentgeltlich zur Benützung überlassen. (Gewaltsamen Todes.) In Kumen wurde am Ufer des Radelbaches ein Leichnam aufgefunden, welchen das Wasser dorthin geschwemmt. Der Todte war Lorenz Kraner von St. Lorenzen und liegt der gerichtlichen Unter suchung zufolge hier ein Verbrechen vor. Der Verdächtige — Holzknecht Valeiltin R. — ist bereits dem Bezirksgerichte eingeliefert worden. (Brandstiftung.) Zu Andrenzen, Gerichtsbezirk St. Leonhard, ist eine Winzerstochter (Barbara W.) festgenommen worden, weil sie im Verdachte steht, bei der Grundbe-sitzerin Gertraud Kotzbeck in Andrenzen Feuer gelegt zu haben. Dieses Feuer brach gegen 7 Uhr Abends im Kuhstalle aus, ergriff die Schweinställe, die Tenne und den Dachstuhl des Wohnhauses uild verursachte einen Schaden von 800 fl. Die Gebäude waren nicht versichert. (Vom Sttdbahnhof. Wagen stürz.) Vorgestern zu Mittag stürzte beim Verschieben im Südbahnhofe ein leerer Wagen über die steinerne Brücke, unter welcher die Straße.nach Melling führt und riß das eiserne Geländer, sowie das steinerne Gesimse mit. Zum Glücke befanden sich weder Menfchen noch Thiere an dieser vielbefahrenen Stelle. (Männergesangverein,) Inder letzten Hauptversammlung dieses Vereins wurde allgemein der Wunsch ausgesprochen, es lnöchten alle Sänger und Sängerinnen Marburg's als wirkliche Mitglieder, sänimtliche Freunde der Liederkunst und der Geselligkeit als unterstützende Mitglieder beitreten, damit der schöne Zweck des Vereins vollkommen erreicht werde. Der Beitrag für unterstützende Mitglieder ward von S fl. auf 2 herabgesetzt und soll bei Familienkarten für je eine Perfon mehr l fl. gezahlt werden. Bei Konzerten, welche oft große Auslagen verursachen, wird ein kleiner Betrag sür Sperrsitze gefordert, nach welchem auch der Eintrittspreis für NichtMitglieder sich bemißt. so zwar, daß das Interesse der unterslützeilden Mitglreder gewahrt bleibt. Die Versa,nmluilg beschloß, zwei Konzerte zu geben — Mitte Dezember und in der Fastenzeit; für ersteres beginnen heute den 12. November die Proben. Im Fasching und im Sonimer finden Lieder« tafeln statt. Dem Gesuche des „Vereins zur Unterstützung dürftiger Kinder der Volksschulen in Marburg ', bei der Betheilung von zwanzig Kindern am Stephanstag einige Lieder zu singen, wird entsprochen und ist dieser Beschluß einstimmig gesaßt worden. Die neugewählte Vereinsleitung besteht aus folgenden Herren: Nuhri, Vorstand — Schelkl, Stellvertreter — Saria, Schriftführer — Linhart. Stellvertreter — Dr. Potpsschnigg und Professor Kalmaini, Chormeister — W. König, Kassier — Gaiser, Archivar — Gebauer, Oekononl. (Evangelische Gemeinde.) Da Herr Pfarrer Dr. Kslatschek am nächsten Sonntage den 14. d.M. inPettau mit den daselbst woh» nenden evangelischen Gloubensgenossev das Ne-formationSfest feierlich begehen wird, so entfällt der Gottesdienst iil der hiesigen Kirche. Theater Dienstag den 9. November. „Das Glas Wasser" von Scribe, deutsch van Cosmar. — Diese eigenartige satyrische Komödie, welche auf da» Gebiet der Politik hinüber streift, ist auf der deutschen Bühne stets willkommen. Ursprüng- lich dazu bestimmt, den Parisern ein Neizmitttel zu sein, als ihnen in der Ausregung der Julirevolution das Vaudeville zu fad ward, hat sie sich nun im Deutschen eingebürgert und findet immer ein dankbares Publikum, welches zwar den satirischen Kitzel ziemlich unbeachtet an sich vorüber gehen läßt, sich aber durch den heiteren Ton ltnd gesunden Menscheilverstand der Mache angeregt sühlt und dlirch den bunten Wechsel der Jntrigue in angenehmer Spannung erhalten wird. An der Darstellluig des Stückes haben wir wenig auSzusetzeil, Vieles zu lotien. Frl. Wilhelmi spielte die 5lönigin „Anna" mit dem edelsten Anstände, und es gelang ihr gut, zarte Weiblichkeit mit Herrscherwürde zu paaren. Frau Durlnont darf sich in der Darstellung der „Herzogin von Marlborough" in die vor-, derste Reihe unserer Bühnenmitglieder stellen Es gelang ihr nicht nur das darzustellen, was die heuchlerische Hofmeisterin „scheint", sondern auch das, was sie „ist". Dir. Dietz als „Bo^ lingbrocke" hat wieder einmal sich selbst übertroffen. Herr Kainz als „Masham" gab uns eine neue Probe seines reichen Talentes, nur ließ er sich vonl guten Eiser sortreißen und überhastete Manches. Was uns diesesmal besonders ausfiel, ist sein überreiches Agiren; dieses änßere Hilfsmittel der Empfindung soll nur bei ganz besonderer Erregung gebraucht werden, so lehrt es die Natur. Frl. Alberti spielte die „Abigail". Angenehnle Stimme, einnehmende Gestalt und ein äußerst natürlicher Ton lassen uns nichts mehr zu wünschen übrig, als daß diese jugendliche Anfängerin, bei längerer Uebnng ailch die Befangenheit ihres Spiels verlernen möge, ohne deßhalb die Aengstlichkeit oder Bescheidenheit zn verlieren, aus denen sie fließt. Da wir wissen, daß Viele anwesend waren, die das am meisten interessirte, so sei nun auch erwähnt, daß an sämmtlichen Kostun»en eine überreiche Pracht zu bewundern war, und ganz besonders die Damen schönen Wechsel zeigten. Morgen geht das Schauspiel „Gesprengte Fesseln" von Bernardi als Novität in Scene. Dasselbe ist eine Draniatisirung des durch die „Gartenlaube" populär gewordenen Nomans „Gesprengte Fesseln" voll C. Werner. Das Stück, welches uns bekanilt ist, zeigt sich nicht etwa als eine lose Bilderreihe, sondern ist ein mit vielem Geschicke verfaßtes, von Anfailg bis zu Ende spannelldes, einheitliches Drama. Da wir davon einen äußerst unterhaltenden Theaterabend erwarten dürfen und überzeugt sind, daß der vielgenanllte Roman auch in unseren Leserkreisen viele Freunde hat, so halten wir es für unsere Pflicht, auf dessen Wiedergabe durch die Bühne gauz besonders aufmerksam zu «lachen. Letzte ^ost. Die Graj?r Geintind' v ertrrtuna ersucht den ReichSrary, die ^kiitia tive Einberu» funth eines eut opAjfcheu 'Avgl'orvrirti'nkon-grefseS behufS aUszemeiner Avriistunq zu ergreifen. Die Handelskammer von Olmtitz verlangt, der Aieietisrath den Gesetzentwurf, lx'trcffend die l^c-btihrknerhöhuiig l»ei Ileber-traguttg von Realitäten ablehntN. Ei«? Pstitio» Reict,enbergs mit SktZt Unterschriftttt ersucht den Rei^Srath um KiinSigung der Handelsverträge u«id Aufstellung eines ZolltarifeS. Wom Bttchertisch. Beiträge zur Kunde steierm. GeschichtSquellen. (12. Jahrgang. HeranSgegeben vom historischen Verein sür Steiernlark.) Mitheilungen des historischen Vereins für Steiermark. (2:;. Heft. (^^raz. Leuschner nnd Lubensky). Die „Beiträge" dieses Vereins reihen sich würdig an die früheren Ausgaben. Das Handschriftenverzeichniß der Stifts-bibliothek zu Rein" ist eine überalis fleißige Arbeit des Bibliothekars. ?. Anton W is nnd fi'll^ die Forschung in der heimatländisch.n Geschichte von hohein Werthe. „Ein Handbillet K. Joseph II." von Adam Wolf kennzeichnet die Denkart lind die N<;gierungsweise des unsterblichen Kaisers und elnpfehlen wir das Studium desselben liilseren Gesevgebern nnd Behörden nicht blos wegen des Inhaltes, sondern anch wegen der geineinverstäildlichen und bündigen Form. Die Abhandlung „Ueber Murauer Stadt-bncher" von Professor Dr. Ferdinand Bischof verdient llln so mehr Beachtung, als dieser Theil der Heimatkunde noch leider arg vernachlässigt ist und eifrige Pflege desselben ftir die Geschichte des StädtelebellS iil der Steiermark nicht entbehrt werden kann. In den „Mittheilungen" werdeil vorerst Angelegenheiten des VereiilS besprochen. Das „Gedenkbuch" schildert die Thätigkeit des Alterthumsforschers Dr. 3Nchard Ktlabl, der als Kenner und Förderer dieses Faches ebeil so hoch steht, wie als humaner Priester. Vo» allgeinei-nem Interesse sür unsere Rechts- und Kultur-eiltwicklung sind die „Stildien zur Geschichte des steirischen Adels iiu Jahrhundert" ^Dr. Arnold Luschin.)— „Die ersten Bauernunruhen irr Steiennark lind den angrenzenden Lällderll, ihre Ursachen und ihr Verlalis." (Fr. Mayer.) Wie die Krieger „der großen Nation" iln Lande „gehaust" erzählt St. Jakob Wichiler, Archivar des Ztiftes Admoilt ill der Geschichte: „Eine obersteirische Pfarre zlir Zeit der frallzosischen Jlwasioil." Die Abhandlnng: „Ueber die Grazer Handschrift des lateinisch-deutscheil Freidank" von Dr. Anton Schönbach ist zunächst lvohl nur slir Gelehrte geschrieben; die innigen llnd kernhasten Sprüche aus den: 14. Jahrhulldert, welche darin nlitgetheilt iverden, sesselil anch die Äuslnerksainkeit der übrigen Leser. Allell Kranken Krajt nnd Gesundheit ohne Mediein und ohne Kosten durch die köstliche ^ welche ohne Anwenduilg vnn Medicin und Kosten seit Iahren die nachfolgendeu Krankheiten beseitigt.- Mage»., Nerven-, Brnst-, önngen«, Leber-. Driisen-, Schleimhaut-. AthcM', Blasen- und Nierenleiden. Tuberkulose. Schwindsucht, Astl)ma. Husten, Unverdaulichkeit. Verstopsuu^, Dilirrhöen, Schlaflosigkeit. Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber. Schwindel, Blutaussteigen, Ohren-tirluisen, Uebclkeit nud Erlirccheu sell'st wälirend der Schwangerschaft, Diabetes, B'elanchal^e, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — AuSzug auS 60.000 Lertificaten itber Genesungen, die aller Medicin widerstanden. i)94 Nr. 60.4Herr F. W. Beneke, ordentlicher Pro-scssor der Mediein an der Universität Mariiurg, sagt in i'er „Berliner Ällnischen Wochenschrift" 6. April 1872: „Ich werde eS nie vergessen, daß läi die Vrl^altuug eines meiner Kinder der sogenauiUen „lisvalsnt» liiea" ^li^LvalLsoisrö) verdanke. Das Klnö litt im 4. Lelicuönwutite an gänzlicher Abmagerung und fortwährendem Erbrechen, welche Uebel allen Medltluncuten trotzten i die hat seine Gesundhelt in sechs Wochen vollkommen hergestellt. Nr. 64.2 ll). M.tr^^uise vou Brelian von 7 jähriger Krankheit, Schlaflosigkeit, Zittern an allen Gliedern, Abmagerung und Hypochondrie. Nr. 7L».8I0. Frau Witive Klemm, Düsseldorf, vou lan»iährig''m Kopfweh uud Erbrel.en. Nr. 75.877. Florian Koller, k. f. Milttärveuvaller. Großivardeiu. von Lungen- uud ^'uftröl^ren-Aatarrh, Kopf-schwlndel nud Ärustbeklemmling. Nr. 7.'i.970. Herr Gabriel Teschner, Hörer der öffentliche!» höheren HaudelS-Lehranstalt Wien, in einem verzweifelten Grade von Brusliibel und Nervenzerriittung. Nr. 65.7 lü^ Krältlein de MslUloniS von llnverdau-lichkeit, Schlaflosigkelt nnd Abmageruug. Wolle» n. I. März 1869. Ich war außerordentlich nnd sehr leidend krank, und konnte weder verdauen noch schlafen. Durch Ihre lisva-Ivsvivl's finde ich mich aus dem Wege der Besserung, und bitte gegen inliegende l0 st. um Zusendung von einer 5 Pfnnd-Büchse. Mit Hochachtung zeichne Alois Humza. Nahrt)aster alS Fleisch, erspart die bei Erwachseneu uud Kiuderu 50 Mal ihren PrelS in Arziieien. In Blechbüchsen vou '/, Pfund fl. 1.50, l Pfund st. Pfuiid fl. 4.50, 5 Pfund fi. 10.—, l2 Pfnnd fl. '.^0.—, '.^4 Pflind fl. 80.—. Nevttlksivisi'v-tjiseujtsl» in Bilchsen » fl. 2.50 und fl. 4.b<). — Rsv»1os ^ebenäen Maaren ete. vom Hause (Zes ^uf^ebers, äeren weitere ^dLKAlRr unä ^U»Ljx«IlVv am detretkencken Lxpeäitionsamte äer Lüäbadn — prompt nuä su äen billigsten öeäitiKnisZen. lZ^Ieiod^eitiK o^k^erirt äasselbe ^ ^ s Stemkohlc: deste VrlLAllvib . . . . ^ 4K I^r. per ^0l!-2el»tner ^ „ „ IKLRviikIlQlkI« k ZK kr „ „ „ ^ 4O kr „ „ loeo Alaxa^in XärnterKasse olier NaKäalenavorstaät. vis !?u8tellung in'8 »au8 per ^oll-^sntnsi' Ä 3 kr. prompt vttvktuift. LseRIlixe ^ukträAe ^er^en entAeKenxenommen in dessen (1226 I in ^or*air» 1's äS8 (1323 I'lorslltüiör KlisrlM V«IU «?«»!» Vvollvr Sonntag l>on l4. Kovemdsr lL7S, .^denäs um 7 Illir, im Lasinosaal 7U liilarliufg. ^r. 1 (juai'tött v-äui', Opus 44 ^r. 1, V0U li-ienäelssolm. ^lolt-o allsxrv — ^^Ilsgrato — ^näsut-o — krest^o. ^1'. 2 a) ^näaute, Op. 161, von Lekudsri^. d) Ledei'^o vou Rag'. ^1'. 3 iZuartstt 0-äur, 0p. 18 ^i'. 2, von Leettioveu. ^lIoA7'() — ^llsAio — Lvdsrsc» — .^Nsß^ro molto. ?reise äer ?Iät«e: 1 A. Karten sind zu haben bei Herrn Friedrich Leyrer, llnd am Abend des Concertes an der Kasie. Z. 7304. Edikt. (1312 Vom t. k. Bezirksgerichte St. Leonhard wird zur gerichtlichen Versteigerung der in die Kon-fursmasse ves Ignaz Pollanz und in den Verlaß nach dessen Ehegattin Joskfine Pollanz von Leibnitz gehörigen, im Weingarten zu R a-qoSnitz (Sandberg) bei Wurm berg und St. Barbara befindlichen circa 20 Slartin neuer Weine a 60 f!. und 26 St. großer und einiger kleinerer Weinfässer in Eisengebindcn dic Tagsatzung an Ort und Stelle aus Montag den T». November d. I. Vormittags 10 Uhr angesangen mit dem Beisatze angeordnet, daß die Gegenstände nur um oder über den Schätz-lverth gegen Barzahlung hintangegeben »Verden. St. Leonhard am 9. November 1875. Ein Clavier ist billig zu vrrkaufen. Näheres im Comploir diese« BlalleS.___ (1303 Mßllßr (ZowmuiiÄlloLS lUttTkpttrvMvr ö. A. mit ^älirlieli 4 ^ielinnAen am I. lÄnnvi', l. April, l. luli, l. lilctodvl', sin6 stets vorrätliiß^ un6 lcönnen genau ^UM 1'sgv800Ul'5 von äer ^vvk8vlstuds äer xeker-tig'ten öanl! deso^en ^eräen. (1313 Illsi'bul'K^vl' kseomptvbAnk. Alle jene Damen und Herreil, die den Gesang lieben und auf gesellige Art pflegen wollen, werden hiermit höflichst eingeladen, de»n Zlk äniiergesang-Vl'reine als ausübende Mitglieder beizutreten. Anmeldlnlgen werden von heute an jeden Freitag und Dienstag bei den Uebungen iln Vereinslokale: Kärntnerstraße, vorm. Nudl'sches Haus entgegengenommen. Die Proben fiir die Damen beginnen prä-cise llhr, die slir die Herren um 8 Uhr Abends. Die Vere'msleitung 1320) dtö Münuergesang-VereilltS zu Marburg. Süßer heuriger Pickerer ist im Gasthause (l316 «ur Vr»»kriieliv die Maß zu 4O kr. im Ausschank. SÜ8Svr vr st Al»vI»Sr H HVvZi»5tzvI»tti»Ic Tegettlioffstraße Nr. 31 (1297 die Maß zu 4EV kr. im Ausschänke. Dampf-u.Wamleiibad in drr KSrutiirr-Vlirlladt (2^5 täglich von 7 llhr Früh l)is 7 llhr Abe»lds. Alois Schmiederer. Z. 14217. (t313 Freiwillige Lizitation von Wein Henriger Fechsnng. Vom k. k. Bezirksgerichte Marburg l. D.U. lvird hiemit bekannt gemacht: ES sei über Ansuchen des Kurators Joses Mikisch die freiwillige gerichtl. Versteigerung der dem Kuranden Franz Mikisch gehörigen Weine heuriger Fechsung und zwar der in der Stcuergemeintie Roßbach 3ub H. Nr. 119 befindlichen 9 Halbstartin und der in drr Stkuergem. Gradischka sud H. Nr. 3 befindlichen 5 Halbstartin, bewilligt und zur Vornatime derselben die Ta^satzung auf den RS. November 1875 u. z. bezüglich der in Roßbach befindlichen Weine Vormittags 10 Uhr und bezüglich der Weine in Gradischka Nachmittags 2 Uhr nach der, der Lizitation unmittelbar vorhergehenden gerichtl. Schätzung mit dem Bei« satze angeordnet worden, daß die Weine nur um oder über den erhobenen Schatzwerth gegen so-gleiche Barzahlung hintangegeben werden. K. k. Bezirksgericht Marburg l. D. am 24. Oktober 1875. Gasthaus u. Greislerei mit 3 Zitnmcrn, Ktiche, Keller und Schwein-stallung ist im Hause Nr. 18 in Maria Rast zu verpachten._(1314 >?^«ravtwortliche Redoktiou, Druck »nd Berlaa von Eduard Äanschitz in Varbnro. A.N.KtG. Eiseilbahil-Fahrordnung Marburg. Personenzüge. Von Trieft nach Wien: Ankunft 8 U. 35 M. Krüh und 6 N. 56 M. Abend». Abfahrt S U. 45 M. Ariih und 7 U. 8 M. Abends. Bon Wien nach Trieft: Ankunft 8 N. 51 M. Arüh und S U. 54 M. Abend». Abfahrt S U. 5 M. Krüh und 10 U. 6 M. Abend».