(W llyrilch eM latM) Kamst ag den 20. AnZust 1^^^. Höhenbestimmungen im Königreiche ! Illyrien. ^lach den neuesten trigonometrischen Hohen-Messungen hat der im Königreiche Illyrien (Provinz Kä'rnthen), gelegene Großglockner, eine Höhe von 1398 Wien. Klaftern über der Meeresfläche, und ist mithin der höchste Berg des Landes. In Kral n erhebt sich der Terglou zu einer Höhe von 1506 Wien. Klaftern; im Küstenlande aber der Werg Na-sor, im Bezirke Flitsch, zu einer Hohe von 1370 Klaftern. Dagegen ist der niedrigste Punct in Kärn-chen zu Lav amund am Ufer der Dräu, 200 Wien. Klafter; in Kram zu Munkendorf, gegenüber der Stadt Raan, 80 Klafter; im Küstenlande zu G ratz o 0,28". Die Hauptstadt Laib ach liegt 159 W. Klafter über dem Spiegel des adriatischen Meeres; Klagenfurt 236 W. Klafter, und' Trieft 125 W. Klafter. Kchissfahrts - Minvcrnisse auf ver Kave. (Aus der Ptsiher Handlungszeitung.) Beim Eintritt in die Save concentriren sich alle Handels-Güter bei Semlin, von wo dann jcne zur Ausfuhr nach dem Meere bestimmten Fracht. Artikel über die Haupt.- Save-Stapclplätze Mitrovicz,Brod, Ichenovacz und Szchek, von hier aber entweder auf der obern Save über den nach Sziszek nachfolgenden zweiten Save ? Stapelplatz Ruguicza, Agram und Süloch in Kram, nach Laibach, dann weiter über Tuest, oder auf der Culpa und übcr Karlstadt auf der Lo.uie sen - Straße über die ungarischen Sec-Häsen, dem Auslande zugesührt werden, ___ während auf dem Sa-ve-Stapelplatz Nuguicza ein Theil der Körner-Frucht übernommen, und auf der Achse nach Agram, Waras-din, Kreutz, Bellovar, nach Zagoricu/ meist in die Bezirke der benachbarten Gespannschaften verführt wird. Es komwen schon aus den obern Theißgegcn-den, besonders von Szolnok, Szegedin, Ncu^Bccsc, Perlasz nach Eemlin, dann von Baja an der Donau über Peterwardein, Titel auck) nach Semlin, und die Save hinauf bis Szifzek, dann aus der untern Do^ nau, aus dem dcutsch-banater Regiment von Palanka und Pancsova, Belgrad vorüber, ebenfalls die Save aufwärts bis Sziszek eichene Schiffe von 2 bis 8000 Metzen Frucht (Weihen und Kukuruz), oder im G«-wicht mit einer bei 1500 bis 7000 W^ schwerer Ladung. Von diesen Schiffen ist die größte Gattung gewöhnlich 24 Klafter lang, 23 bis 24 Fuß am Boden breit, und ihre Tauchung u.^er dem Wasser ist bei 4'/« bis 57^, auch 6 Fuß. __ Die Schissfahrt auf der Save ist von Krain flußabwärts noch einc Strecke in Croatim über Agram hinab, wegen ihrer gänzlichen Verwilderung, mit sehr vielen Hindernissen und Schwierigkeiten verbunden, und dieß verursacht, daß selbst stromaufwärts von SMek, gewöhnlich nur eigene weiche Fahrzeuge fahren, die man Tombasse nennt, welche ganz offen und unbedeckt sind. Es wird nun nothwendig seyn nachzuweisen, ob und welche Hindernisse und Beschwernisse der Schiff-sahtt am Sarc-Fluß im Wege stehen, und überhaupt, - 134 - von welcher Beschaffenheit derselbe in hydrographisch-hydrometrischer Beziehung, so wie in nautischer Hinsicht sey. __ Die Save nämlich ist selbst noch in Ungarn bis auf eine.bedeutende Specke unter Agram, des starken GefaMsivegen, mehr ^hl TlMent, welcher bei seinem häufigen groben Fluß - Materi^e auch häufig stinen bans ver.'mdcrt. -Erst von" Ruguicza an, ström« abwärts, wird das Gefall sanfter, ,und der hieourch gemäßigtere Fluß /uich Mr SchMchxc für größertz Schiffe, wcmgsiens bei höl/crm'Wasser, geeignet. Dafür sind aber -auch die Anstretungen'derSavc, je tiefer von RugmcM'lMab, desto häusigerMjb auch nach-thciliger. Dieser Fluß pslcgr gewö!)nli^ vislon/ oft' so lange aufgehalten, daß sie nicht nur ihre -eigenen, sondern'auch die mit ihnen zugleich anhaltet den Schiffe, im Sturme beschädigen, indem ihnw nicht gestattet wird, chre Schisse in Sicherheit und auf",l einen ruhigen Platz zu bringen. __Die Fahrt auf der i Save weiter auswärts von Sziszck bis Krain dauert i bei mäßig günstiger Witterung, und ziemlich gutem Fahrwasser, was'aber seltener der Fall ist, 14 bis 15 Tage. '^ ' ' Der Wve-Mußt gehört, wie bereits erwähnt ! worden, seiner Natur nach, ober- und unterhalb del' ° Agramer Mauth-Jochbrücke, noch zu den Wildströmen, dessen Hochwässcr in dieser Cegcnd eine Höhe von 12 Fuß 6 Zoll über dcn kleinsten Wasserstand cl' reichen. Der dermalige, gänzlich ausgeartete Fluß' zustand bleibt für die Erhaltung dieser kürzlich erst rß< staunrtcn Brücke äußerst gefahrdrohend, indem die vielfältig und meist plötzlich eintretenden Veränderung gen, und das Umherschweifen dieses Flusses in seinem, ^ allenthalben übermäßig breiten Rinnfaal ihm gestatten, z in diesem verwilderten Zustand sehr leicht einzelne Brük» ! kenwände zu unterwaschen, Iochstecken auszuhcbetl ^ und wegzuschwemmen, also überhaupt den Bestand j der so wichtigen Agramer Brücke immerwährend zll ^ gefährden, besonders, wenn die Zochpfähle, wie dieß ? vor etwa 14 Jahren geschah, ohne Voraussicht auf die physische Beschaffenheit dieses Torrenten, nicht ties genug geschlagen worden. ^. Aus diesem Naturzu^ stand der Save ergibt sich die unausweichliche Noth^ wendlgkeit von selbst, daßfür die Sicherheit und s>' Haltung dieser sehr wichtigen Save «Brücke, wen" selbe nicht bei Mem Hochwasser dem eben so ivandel ! ' baren als gewaltigen Fluß Preis gegeben seyn soll, ^ ! eine hydrotechnisch richtig begründete Fluß-Verbess^ ^ rung, in der dazu nothwendigen Ausdehnung aufwä»'" , ! und abwärts der Brücken-Stelle vorgenommen w^ ! den müsse. Soll daher diese Brücke dauerhast gF' chert werden, so muß nothwendlgerweise beharrendd^ . hin gearbeitet werden, daß die zu flachen Ufer d< Flusses durch Anpflanzungen und Schlickzäun« "0" ^ dcn höhen: Ufcrstrecken gegen das Flußbett zu, alln"")' - 135 — lig erhöhet, durch Abbauung seiner mehreren schädlichen Seiten--Rinnsale und Vertiefungen, seinen fernern Ausschweifungen Schranken gesetzt und derselbe bleibend in cine geregelte Bahn gebracht werde. - (V « s ch l u s; folgt.) M i s c e l l e n. Der r e i ch ste a rt e si sch e B r u n nen i n E u-ropa.,. Der reichste unter den bisher in Europa bekannten Quellbrunnen, die durch Bohren gewonnen worden sind, befindet sich am Ufer des Cher, zu St. Pierre des Corps bei Tours, im Departement Indre und Loire in Frankreich. Er > wurde von dem Inge» meurMulot für den Grafen des.Bassins de Richemont, zu Bewässerung einer in genannter Gemeinde liegenden Wiese von 10ft Arpcns (87 österreichisthc Joch) „le l?i«5 lili 5LMlN3ii-e" genannt, im Jahre 1835 ausgeführt. Das 6^ Zoll weite Borloch-ist auf die Tiefe von 403 Wiener Fuß 9 Zoll getrieben, durchaus mii gußeisernen Röhren gefüttert, und durchschneidet außer der unteren reicheren Quelle, noch eine höher liegende 227 Wiener Fuß 6 Zoll tiefe Quelle, welche beide zu^mmcn, nebst dem ebenfalls gewonnenen Sci-hcwasscr^ auf der Fläche der Wiese, in 24 Stunden cine Wassermasse von 73,863 Wiener Eimer liefeni. Aus der bestehenden Auslaufhöhe von 4 Wiener Fuß 8Ves Regiments beleidigt; er schrieb daher an denselben buchstäblich die folgende Herausforderung: »Herr Stabstrompetcr! Sie haben mir beleidigt; denn ich bin so gut freiwillig, wie Sie freiwillig seyn thun. D'rum erwarte ich Ihnen morgen früh 5 Uhr am Vieh- (Amphi-) Theater auf krumpe Säbel. N. N., freiwilliger Trompeter." /Am 2. dieses Monats, Abends um 9 Uhr, istw der Meßnerci zu Littay Feuer ansgedrochen, wu-ches sich sogleich den beiden benachbarten Häusern nrt-theilte, und den ganzen Markt bedrohte. Nur der von den Herren Franz Krischmam!, Pächter der Herrschast Slateneg, Mathias Raumker, k. k. Tadakverleger zu St. Martin, Franz Mcrsu, Obcrrichtcr zu St. Martin, und Franz Skola, k. k. Navigations-AMenten in Littay gettoffcnen zweckm^ ßigen Anstalten, ihrer Entschlossenheit und ihrer an-gestrengten Hülfeleistung ist die Rettung des Mark< tcs zu danken, in welchem nur schr wenige Gehäudc noch unversichert sind. Die Inspcction der k. k. priv. inne.röstcr, wechselseitig. Brandschaden.'Vcrsicherungs.'Anstalt sicht sicb daher angenehm verpflichtet, denselben hiermit im Namen des Vereins öffentlich den wohlverdienten Dank abzustatten. Von der Inspection der k. k. prw. inncrb'fi. wcfh' stlseitig. Brandschaden-Versicherungsanstalt in Kral"« Laibach am 17. August 1836. Nevacteur: Fr. Vav. Beistrich. Verleger; Ignsz M. Vvler d. Kleinmaler-