Nr. 271. Montaq, 28. November 1887. 106. Jahrgang. Ieitung. HON,?^ ?/'°"^p"i«: Mi! Postvclsel^un«: n«n»,äbn» fl. ,b. halblähsi« sl. 7.5.N. Im »omptoir: U».^ ,"' ^"lbiäbr'!, il< ,u 4 Zeilen !il> N.. giüherc vcv.^cNc <' li.: bc: östevcn Wiiberholuuzen pr, Zeile L ll. Die ''^'bachcr Z-iwn^ erftcint l°nl«ch mil «usnnhme der 5onn. und vertage. Die «»m«»«strnt«.'N beflnbel sich Vahi,h°,g°sse ib. di.- «td«tl»n Nicnerftroh, l^, - Nn,lanli«te »,i«,» wrrt>c» n,chl >,ngc,lou,n,tn und Manulcriptc nichl »utilsgestellt. Mit l. Dezember ^N'nnt ein neues Abonnement auf die Dnilmcher Zeitung. l>!?il Prännmerations - B e d i n g u u g e n ^ unverändert und betragen: nür die Versendung mittelst Post: ganzjährig.....15 fl. — kr. halbjährig.....7 , 50 . l"erteljäh'rig.....3 » 75 . monatlich .'.....1 . 25 . Für Laibach: Wlzjahrig.....11 si. — kr. halbjährig.....5 » 50 . vierteljährig.....2 . 75 . monatlich ^.....___ , 92 . Für die Zllstcllung ins Haus per Jahr 1 fl. lrel^' ^ie Pränumerations-Veträge wollen Porto» «"gesendet werden. Jg. v. Rleimnasr K,^ed. Vamberg. Umtlicher Hheil. tz.^. k. lind k. Apostolische Majestät haben mit HiFMer Elltschlicßuug vom 17. November d. I. zu "Me ' " ^ ^andesschulrathes für Istrien für die lltti Cn,)^^iährige Functionsperiode den Domprupst ^n G "^dral-Capitel von Pola Johann Cleva. i>i fähig ist, dann wird das Mitgefühl, das uicht von den deutschen Reichögrenzen eingeengt ist. wohl hiezu ein Weltliches beitragen können. Die Thronrede hebt auch die Nothwendigkeit hervor, auf eine fernere Star« kung der Wehrmacht, eine Erhöhung ihrer Leistungs. fähigleit bedacht zu seiu. Sie erwähnt sodann die ver-schi^deueu Vorlagen, verweilt bei den social'politischen Reformen und verhehlt nicht ihre Genugthuung über bereu allmählichen uud organischen Fortschritt. Von weit intensiverem Interesse sind iudes für Oesterreich» Ungarn jcue Stellen der Thronrede, welche die wirt» fchaftliche Politik des Deutfchen Reiches betreffen nnd auch uns direct berühren. Sie bringen die tranrige Gewissheit des Fortbestandes des ökonomischen Gegen» sahcs zwischen den Productiousgebieten Europa's, wcnn- gleich iu gewisser Hinsicht die Hoffnnng nicht aus-geschlossen erscheint, dass doch. wenigstens was unser Verhältnis zum deutschen Reichsgebiete betrifft, eine Eiuigung für eine längere Zeit gefunden wird. Aber der weitaus bedeutsamste Theil der deut» scheu Thronrede ist derjenige, welcher die Politik so-wohl des Deutschen Reiches als auch dessen Veziehun-gen zu den anderen Mächten, welcher auch die Natur des bestehenden Bundekverhältnisses mit einer Klarheit darlegt, mit einer Bestimmtheit offenbart, welche den Zweck zu verfolgen scheint, jede absichtliche oder unbeabsichtigte Missdeutung vollkommen auszuschließen. Vielleicht haben gerade die Entstellungen, denen die Politik des Deutschen Reiches und seiner Verbündeten dort ausgesetzt waren und noch preisgegeben sind, wo der geltende staatsrechtliche Zustand des Continents keine Befriedigung gewährt, den Herrscher des Deut» schen Reiches zu einer Sprache bewogen, vor welcher keinerlei Urbelwollen mehr sich behaupteil kann. «Die auswärtige Politik des Deutscheu Reiches ist — so er« klärt die Thronrede — mit Erfolg bemüht, den Frie« den Europa's, dessen Erhaltung ihre Aufgabe ist, durch Pfleqe der freundfchaftlichen Beziehungen zu allen Mächten, durch Verträge und Büudniffe zu befestigen.. Die Verträge uud die Bündnisse schließen dem» nach die freuudschastlichen Beziehungen zu allen Mächten nicht alls. Sie wünschen vielmehr dieselben, weil sie den Bundesgenossen bei ihrem Streben, den Frie. den zu erhalten, nnr behilflich sein können. Nur eine Entstellung konnte unserem Vcrtragsverhültnis zu Deutsch-laud. konnte drn Hinzutritt Italiens zu den Zielen der Bundesgenossenschaft eine gegen andere Mächte gerichtete Spitze imputleren, während in Wirklichkeit die Verbündeten die Pflege der guten Beziehungen zu allen übrigen Cabineten als in ihren politischen Zwecken liegend erachten. Denn das Bündnis zwischen den Centralmäch-ten ist nicht Selbste uud nicht der Endzweck. Dieser ist die Erhaltung des Friedens auf Grnnd des geltenden Rechtes und alles, was denselben noch weiter zu sicheru vermag, ist den Mächten erwünscht, w«rd von ihnen als ferneres Mittel angestrebt. Die deutsche Thronrede hat übrigens das Ziel der Verträge und der Bündnisse in autoritativer Weise auch uäher erläutert, und aus dieser Stelle spricht das ent« schiedene Bemühen, all diejenigen vollstäiHig zu be-ruhigeu, welche hinter denselben geheimnisvolle Wünsche vermuthen und damit die öffentliche Meinung in ver- Feuilleton. Hypnotismils und Rechtspflege. !« de,l «Klinischen Zeit- und Streitfrage», ver- Ts.Ht Dr. Obersteiuer eiue gedrängte Uebersicht ^„? Stand der Forschuugeu a»f dem ebenso iu- !^i l"' wie dunklen Gebiete des sogenannten «Hyp- k Äbii ^ em größeres Publicum ist besonders Mioli- lmlg über d:e fureusische Bedentung des 3^s , "us. d. h. über seiue Bcziehuugeu zur Rechts- ^Pirl ^"tercsse. Statt vieler Worte machell einige ^ am leichteste» klar, mn was es sich handelt. ^!e ^/Magnetiseur» sagt einer hypnotischen Dame: Ne; ZW. dass ich Ihnen 500 Gulde» geliehen k^'lNr 'e werden mir gefälligst drn Empfang diefer ^ hab, Einigen.» "^ «Aber ich weiß ja von nichts, Mcht Q- '"'r "ichts geliehen.. — «Ihr Gedächtnis Mrii : 'k' Fräulein, gestern an dieser Stalle habe ich . Zchlin .? Geld übergeben, es war ciue Rolle mit Uutcr dem Einflnssc der fort- wird „Destion (Einflüsterung) zögert die Dame. ^ ^alirl, ^"' "Ud endlich lässt sie sich völlig von Ul" lin/. l °"s" ihr eingeredeten Thatsache über- y,, Ein s„s^"'bt einen regelrechten Schuldschein. >?'°'s a,^ c ^lperilnent ,st thatsächlich von Hnrn üs ^"sch'^efuhrt wurdeu. Dr. Bernheim. .in ande- h.l 8n^ ' "zahlt, dass er einer wiederholt hypno- »M so., "' 3ran eingeredet habe. sie sei am liteu ^/.^llsr /> Monaten) nm >i Uhr nachmittags "' g'dü^ '^'"'' ün ersten Stockwerk habe sie ^"" und darauf hin durch das Schlüsselloch iu das Zimmer geblickt; da habe sie gesehen, wie der Zimmerherr eine Gewaltthat an der uud der Person verübt habe :c. Nach drei Tagen schickte Vernheim einen ihm befreundete» Advocateu zu del Frail, der sich als Uutcrsnchnngsrichter vorstellte. I" Beruheims^ Abwcscuheit gab sie uuu alles geuan zu Protokoll, so wie cs ihr währeud des hypnotischen Znstaudcs em-geredet worden war. uud erklärte sich bereit, die Schuld des betreffenden Zimmerheirn vor Gott und den Men« schm zu beschwören. Als Vernheim die Fran später fragte, ob dies nicht vielleicht cin uur suggerierter Traum sei. beharrtc sie eutichied^'U dabei, Zeugin des Auf-trittes gewesru zu seiu. Die Suggestionen beziehen sich anf die bergan» genheit. D.'r 'Hypnolisenr kann aber sciu Medium auch zu zukünftigen Thaten anhalten. Wenn auch mcht immer, so gelingt es doch sehr oft. den Hypnotisierten Befehle auf einen längeren Zeitraum hinaus zu geben, welche im anscheiucud wacheu Hustaude zur bestimmten >;eit genau in der bestimmten Wrise ausgeführt werdeu, ohue dass der Thäter iu der Zwischenzeit oder »lach der That ein Bewusstsein der Handlung hat. L^geuls gibt sogar an. dass er ein Befehl auf dasselbe Datum des uächsteu Jahres hiu gegeben habe, der nach Jahres, frist pünktlich vollzogen sei.' Einige leichtsinnige EM. rimcnliersr haben schon mit Befehlen zum Dlebstahl angeblich gelungene Versnche gemacht. Es lst d,e Mog-lichleit gar nicht ansgeschlosse,,. dllrch hyv'w 'sche Me-dien alle inöglichell Gewaltthätigkeiten und ""lirechen ausführe,, z.l lassen, nud zwar so. dass der Austlfter auf dem gewöhulichen Unterf.lchungs-Wege m der Regel nicht zu ermitteln, beziehungsweise zu überfuhren,1t. Als Herr Hansen in Berlin seine hypnotischen Vorstellungen gab. machte er auch das Experiment drs Befehles einer posthypnotischen Handlung. Sein Medium wusste iu wachem Zustande nicht zu sagen, was es gethan habe und wer es ihm geheißen habe. Als er aufs neue hypnotisiert war, erzählte er ganz genau deu Hergaug und den Anlass der Handlung. Daralis folgerte Hansen, dass es mittels erneuerter Hypnotisierung möglich sei. den verbrecherischen Ausnutzer der hypnotischen Willenslosigleit zu ermitteln. Die Unterdrückung des eigenen Willens uud die Ersetzung durch einen fremden Willen bildet gerade das Hauptmerkmal des abuormen psychischen Zustandes, in welchem sich der Hypnotisierte befindet. Von einer strafrechtlichen Verantwortlichkeit desselben kann also keine Rede sein, ebensowenig, wie von der Verantwortlichkeit eines Wahusinuigeu; die Illusionen in der Hypnose sind ja in der That acute, vorübergehende Wahnsinnö-Anfälle. Für die Folgen der Suggestionen während der Hypnofe ist der Hypnotiseur verautwoitlich. Dicseu Slaudpunkt nimmt natürlich auch Dr. Obersteiuer eiu; aber in souderbarer Weise lässt er die Cousequeuz uicht gelteu. dass man die Hypl'ose selbst benntzen dürfe, um hinter den Missbrauch der Hypnose zu kommen. Er verwirft die Venuyung des Hypnotise mil« seiteus der Justizbehörde vollständig, weil es erstens eine unerlaubte «moralische Tortur» sei uud weil zweitens der Ausspruch eine? hipnotisicrteu und daher auch unzurechnungsfähigen Menschen nicht den geringsten legalen Wert besitze. Die zwei Einwände könnten nur dann Bedeutung haben, wenn es sich um nicht« anderes, als die Ueber- ' Laibachci Zeitung Nr. 271. 2222 28. November 188?. schiedenen Ländern irreführten. Sie specificiert als die Aufgabe der Verbiindimg der Mächte, den Kriegs, gefahren vorzubeugen und ungerechten Angriffen gemeinsam entgegenzutreten. Der Bnnd ist demnach be« rufen, den Frieden Europa's auf jede Weise zu sichern. Er will drohenden Trübungen vorbeugen, nnd Europa hatte bereits mehrfache Gelegenheit, für die in dieser Hinsicht entwickelte Thätigkeit sich dankbar zu erweisen. Aber auch derjenige, der einen ungerechten Angriff uuter» nehmen und dadurch den Frieden brechen wollte, weiß. was seiner harrt. Er hat die gemeinsame Abwehr zu gewärtigen. Nichts anderes demnach als die wirksame Sicherung des Friedens ist der Zweck der Vcrbüudunq. Das Bündnis ist ausschließlich defensiver Natur, aber auch mit aller Kraft einer wirksamen Defensive ausgerüstet. Das Deutsche Reich hat keine aggressiven Tendenzen uud keine Bedürfnisse, welche durch siegreiche Kriege befriedigt werden könnten, und in dieser gemein samen Natur der verbündeten Staaten, denen jede offensive Richtung und jede Lust nach Neueruugen an de» geltenden Zustande Europa's abgeht, liegt die Kraft des Bundes, die durch die gleiche Eigenart der Staaten wesentlich vermehrt erscheint. Eine würdigere, eine festere und zugleich offenere Widerlegung der unablässigen Verzerrungen der Politik der Centralmächte, welche insbesondere vom rus» fischen Chauvinismus mit solchem Eifer betrieben wird, als sie von der deutschen Thronrede ertheilt wurde, konnte wohl nicht erwartet werden und wäre auch nicht möglich. Sie wird deshalb von allen aufrichtigen Freunden des Friedens als eine willkommene Stärkung der Zuversicht aufgenommen werden, sie wird aber, DanI der Autorität ihrer Worte, der Kraft der aus ihr sprechenden Wahrheit, auch geeignet sein. selbst tief. gewurzeltes Misstraueu zu beseitigen und der Erkenntnis zum Siege über alle Vorurtheile und alle Leidenschaf« ten zu verhelfen. Deutschland verwahrt sich laut und feierlich gegen die Zumuthung, einen willkürlichen Angriff auf einen Nachbar je zu planen. Es zielt damit direct auf stete Insinuationen ab. die hoffentlich nun« mehr durch die Wucht dieser Aufklärungen und Erklä" rungen gebrochen werden. Was Deutschland von sich spricht, dies gilt vom ganzen Bunde. Gs wäre ein großer, in hohem Maße wünschenswerter Fortschritt, wenn die solennen Worte der deutschen Thronrede end-lich alle Missdeutungen, alle Entstellungen der Politik der Centralmächte entwurzeln und alle von der Leidenschaftlichkeit erzeugten Irrthümer beseitigen würden. Wenn aber diese Bekehrung, unserer Erwartung entgegen, doch nicht gelingen sollte, dann wissen wir, dass uns nach den Erklärungen der deutschen Thronrede keine bange Furcht um den Frieden zu beherrscheu braucht. Dauu wissen wir aber auch, was geschehen wird, wenn, der Friedenspolitik der Centralmächte un« geachtet, die Leideuschaft oder Thorheit einen ungerech« ten Angriff auf die Ruhe Europa's wagen follte. Politische Uebersicht. (Die Landtagssession.) Der Zusammentritt der Landtage erfolgte diesmal, Dank dem Entgegenkommen der Regierung, früher als in den ver-gangenen Jahren, so dass. nachdem auch der Wieder« Zusammentritt des Reichsralhes uicht vor der zweiten Hälfte des Januar stattfinden soll, den Landcsvertre-tungeu hinreichend Zeit und Muße geboten ist, alle wichtigeren Vorlagen entsprechend durchzuberathcn und zu erledigen. Mit Recht wird denn auch allseits eiuer ebenso ersprießlichen als glatten Landtagssession entgegengesehen, zumal die Bevölkerung bereits in nicht misszuverstehender Weise kundgegeben hat. dass sie die ruhige gesetzgeberische Arbeit auf dem Gebiete der praktischen Interessen jeder noch so effectvollen schönredne» rischen Thätigkeit vorzieht. (Zur Situation in Böhmen.) Die in einem czechischen Blatte erfolgte Mittheilung, dass die deutsch böhmischeu Abgeordueteu zweimal im Laufe der letzteu Monate es abgelehnt haben, sich zunächst auf außerparlamentarischem Boden in einer Vertrauens» männer-Commission mit den Czechen zu verstäudigeu, scheint nicht ohne Eindruck geblieben zu sein. Wenigstens sehen sich mehrere Wiener Oppositiuus-Ioinnak' bemüssigt. die deutsch-böhmischen Abgeordneten uon dem Vorwurfe, mit welchem jene Mittheilung sie belastct. reinzuwaschen. Man kann uicht behaupteu, dass dies mit sonderlichem Glücke geschehe. Eiues dieser Blättcr meint, ein Privatausgleich sei uuzulässig uud unmö«^ lich. weil uiemaud die Vollmacht dazu besitze uud weil das Ergebnis der Berathungen eiuer Verständigungs« Commission ein durchaus nicht rechtsverbindlichcs wäre. Bei einer solchen Argumentation aber wird geflissentlich übersehen, dass ja eine solche Commission keinen au-deru Zweck haben sollte, als zunächst im Wege des privaten Meinungsaustausches die Grundlagen einer Verständigung festzustellen, uud dass sodann diese Grundlagen, welche auf dem Einverständnisse der maßgebenden Vertreter beider Nationen fest basiert sind' ohne Schwierigkeit die legislative und administrative Verwirklichung erhalten könnten. Weuu mau freilich absichtlich ignoriert, dass die außerparlamentarischen Vorbesprechungen bloß Mittel zum Zwecke sein sollen, dann ist es leicht, den Wert solcher Verhandlungen zu bekritteln; wir hingegen glauben, dass ein in einer Verständigungs-Commission erzieltes Einvernehmen eine allerdings nicht rechtsverbindliche, wohl aber moralisch verbindende Kraft hätte. Das Ziel des deutschr «Pol. Corr.» berichtet von Um"' redungen, die >r mit mehreren der heNMNia/»^ Mitglieder der zkammer und des Senates halte. ^ Gesammteindlück d.'lselben lasse sich in den Sah ^ sammeudräiigeu. dass nach allseitiger Ueberzeugung ^' Cabim't, welche nicht mit der Demissiousclllm»t>i1 ^ Präsident^» tn'r Nepiblik vor die Kammcr träte. >M nicht vienind^wan^ig Stunden lang zu halten vtt' möchte. Diese Demission wird denn auch stündlM erwartet. Zugleich ist stark vou eiuer formes Rücknahme d^r Demissiou des Cabinets Roiumr s" die Zeit bis nach erfolgter Installierung des neue» Präsideuteu die R^dc, wie denn auch vielfach die lu've' zeuguug ausgesprochen wird, dass Herr NmlMl,'s sow^ als Herr Flourens iu jede ueue Minist^comlnnall^ ersterer als Finanzminister, letzterer als Minister oee Aeußern, einbezogen werden dürften. Sollte nach ^ lauf der Präsideuteukrise Herr Freycinet, wie dirs I" wahrscheinlich gilt, zur Bildnng d^ö Cabimls ^ rufen werden, dürfte derselbe das Kriegsportefeü'U übernehmen. Allgemeine und lebhafte Befriedigung w> in allen Kreisen über die Ruhe geäußert, welche w" der hochgespauuteu Lage andauernd in Paris hcrrjH' (Konferenzen in Gatschina.) Gleich Ä seiner Ankunft in Gatschina berief der Zar scwmtM Minister, mehrere Grußfürsten, den Exminisw' A" tiev und die Stellvertreter des Miuistns Gi>rs, Ä^ Iomini und Vlaugali, zu eiuer C.mferenz, welche l' 7 Uhr abends bis halb 2 Uhr nachts dauerte. ^ nächstfolgenden Tage wurde die Couferenz erneuert " bis nach' Mittag fortgesetzt. Diese langen ConstcH beim Kaiser gaben zu allerlei abenteuerlichen O^ucy Anlass. Auch spricht man von großen Verändenw im russischen diplomatischen Corps und im "W^ Ministerium. Gegenwärtig kämpfen miteinander M mächtige Parteien am Hofe des Kaifers, und ^ eine pauslavistische franzusenfrenndliche Partei M't novsli, Ignatiev. Pobedonoszeu nud Iomini und/ deutfchfreundliche Partei mit Giers und Vlangal' der Spitze. Angenscheinlich steht all dies mit den ^ fahrungen im Zusammenhange, welche der M ^ seiner Unterredung mit dem Fürsten Bisimn'cl , wonnen hat. ^ (Alters. nnd Invalidenversichcru" ^ Der deutsche Vollswirtschaftsrath soll um 5. Deze"^ zur Begutachtung der Grundzüge zur Alters' , Invalidenversicherung zusammeutreten. Kurz vorher ^ 2. Dezember) soll in Berlin eine vom Aussch"!"^ Centraluerbaudes deutscher Industrieller mederg" ^ Commission tagen, um über die Stellung des ^,^,,, vl'rliaudl's zu deu »Oruudzügen» schlüssig zu '^^ führung des Angeklagten durch ein in der Hypnose erpresstes Geständnis handelte; wenn man z. B. den neulich auf Grund von schwachen Iudicien verurtheil-ten «Raubmörder» Günzel hypnotisiert hätte, um durch sein Gestäudnis die vom Staatsanwalt selbst zugestan« dene Lücke im Indicienbeweise zu schließen. Aber es können ganz andere Fälle vorkommen. Darf man z. B. nicht alle von den zehn Geboten zugelassenen Mittel anwenden, um die Folgen eines Verbrechens wieder aufznheben, den Versteck gestohlener Schätze oder Do« cumente, geraubter Kinder :c. zu cntdeckeu? Auf den «legalen Wert» eiues hypnotifchen Zeugnisses kommt es dabei gar nicht an; man sucht einfach an den vom hypnotisierten Angeklagten bezeichneten Stellen, und der Erfolg ist die Probe auf das Exempel. Wenn es gestattet ist, die Träume eines Angeklagten zu bewachen, um Fingerzeige für die Untersuchung zu gewinnen, so erscheint es auch nicht uumo> ralisch. einen Angeklagten, natürlich ohne Gefahr für Leib uud Leben, iu den hypnotischen Traumzustand zu versehen, um ihn so zur Erfüllung einer Pflicht, zur Aufdeckung des verbrecherischen Treiben«, zu veranlassen. Sollen wir z. B. ein gemeingefährliches Complot, von dem wir bloß ein fchweigsames Mitglied gefasst haben, uugestört zum Schaden der Gesellschaft weiter vegetieren lassen, während wir es doch in der Hand haben, durch ein bisschen hypnotischer Einschläferung dem Mitschuldigen das Geheimnis zu entlvcken und so der Gefahr zuvorzukommen? Man kann also die Zulässigkeit der «hypnotischen Tortur» in der Rechtspflege nicht grundsätzlich bestreiten. Anderseits aber lässt sich nicht verkennen, dass b« der Willenlosigkeit des Hypnotisierten und der All- macht des Hypnotiseurs eine tendenziöse Justiz mit diesem Mittel furchtbaren Unfug treiben kann. Wenn aber erst die Forschung auf hypnotischem Gebiete soweit vorgedrungen ist, dass die Gesetzgebung ihre Resultate be-nutzeu kann, dann wird es wohl auch möglich sein, die Frage der Garantien gegen «hypnotischen Justizmord» zu lösen. Vorläufig sind wir noch lange nicht so weit; sogar die Frage der Verwenduug des Hyp-uotismus auf medicinischem Gebiete steckt noch in den allerersten Kinderschuhen. Wenn man eine praktische Nutzanwendung für die Gegenwart aus dem zeitigen Forschungsstande ziehen will, so ist es die Mahnung an das Publicum. sich nicht einer Hypnotisierung auszusehen. Selbst weuu die Gefahr eines Missbrauchs der Willenlosigkeit ausgeschlossen sein sollte, hat man sich doch vor deu nervösen Nachwehen zu hüten, welche manchmal auf die Hypnose folgen. Die Gefahr, dass jemand gegen sein Wlssen uud gegell seineu Willen hypnotisiert werde, ist nicht groß, aber sie ist auch nicht ganz abzuleugnen. Lie'geois gibt solchen Personen, welche leicht hypuoti-sierbar sind, also besonders «nervösen» Leuten, den Rath, wenn sie sich allein mit Unbekannten, z. B. in einem Eisenbahncoupe', befinden, nicht zu lang.: und fest einen Punkt zu fixieren. Es sind zur Zeit eine große Zahl von Aerzten, Professoren :c. mit dem Studium des Hypnotismus beschäftigt. Die Zukunft wird uns huffmtlich weitere Aufklärung über diesen geheimnisvollen «magnetischen Schlaf» bringen. Dabei fällt vielleicht auch etwas Licht auf unsern gewöhnlichen Schlaf, dessen Wesen noch immer räthseihaft ist, obschon die Menschheit schon sechs Iahrtauseude schläft. ? (Nachdruck «l»^ Ktolge Kerzen. N o m a n aus dem Euglischcu. Aon Ma^ von Weißenihurn. (!i5. Fortsetzung.) ^, Wie in eiuem Traume sprach Sidonie de« n"'" nach. yz^ «Wen sollte ich deun sonst meinen?» >"", ,M nette voller Eifer fort. «Er ist uus so rasch als lich gefolgt und befindet sich jetzt schon h^!' j ihl Sidonie stand überrascht. Befand sich ^" nahe, so war sie nicht mehr allein uud "^M ' te?' «Hast du ihn in der That gesehen, 9""" fragte sie hastig. «Ja, gnädiges Fräulein.» «Hast du ihn gesprochen?» .^ ist' «Nein. uud ich wciß auch nicht, wo er ! " ^>ss, «O, Nannrtte. bist du denn anch stM " dass du dich nicht geirrt hast?» -^ Ihn" «Ganz gewiss, gnädiges Fräulein. Ich ^.^f si">' alles erzählen. Währ^ud Sie und der H"l ^ ^„st^ pierten, gieug ich iu dem Speisezimmer a ^ ,cl) vorüber und warf zufällig einen Älick hl"""«'.A "'l Herrn Hargrave's ansichtig wurde. Er st""° ,, 2^ dem Fenster, nud ich erkannte ihn auf d?" ^ t d> Ich erschrak so schr. dass ich im "st" ^.ch.^' Ueberraschung einen Schrei ausstieh »"w oa" ^,„i,n>' Eugene's Aufmerlsamkeit auf mich M- ^lsaf "'^" eine Ausrede, und der Umstand, dass der ^ ^ ,„ch sitzen blieb, gab mir die Ueberzeugnug, ^1 ^t';. bemerkt habe. Um ihn ganz sicher z".""AM. <. rasch vom Fenster zurück. Als ich me"" ^ Harg" nach jener Richtuug hinwendete, war v ^aidachcr Zeitung Nr. 271. 2223 28. November ltt»?. (Serbie n.) Wie verlautet, gedenken die Abgeord« mi, der coalierten Regierungsparteien, deretl viele meits in Belgrad eingetroffen sind. zur Wahrung der ^Wai'digfeil der liberalen und der radicalen Frao ^gesonderte Clubs zu bilden. In oppositionellen lkilk» mill ,,^„ ^^^ ^z,^. Spaltung im Lager der MmmaMchänger erblicken, was sowohl von den ^lalm als Radicalen entschieden in Abrede gestellt , (Metropolit Clement) benachrichtigte d>n "UWrlschen Cnltusminister. dass er sofort nach Ueber-we der Archive der Metropolie an Msqr. CyriNus ^verlassen werde._________________ TaMlcilisslcitcn. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Aqra-"^ Zeitung, nieldet, der römisch-katholischen Kir< ^ngemeinde in Korenica für die Anschaffung einer ^U»'l ilX) st. zn spenden geruht. . ^ (Petition der M i l i tä r «K a pel lmei-^) Ein aus den hervorragendste» MilitärKlipcllmei-'"" zusammengesetztes Comite hat dem R'eichs-Kriegs-"'Ncherium eine'Denkschrift, be.;iehungs>lieisc eine Petition Werbreitet, in welcher um die Gleichstellung der Kapell-^'ster in der Armee mit den Militärbcamten gebeten ^rde. Das Reichs-Kriegsministerium hat „nil diese Ein« we in ablehnendem Sinne erledigt, da es sowohl dienst. ,^ als finanzielle Rücksichten nicht gestatten, den Wün-^ll der Militär-Kapellmeister zu entsprechen. . ^- (Die Eiche von Travnik.) In dem Dorfe vl°!,louici in, Bezirke Travnit steht eine Eiche, welche ^ "allste Eiche, die man in Deutschland kennt, noch "veitcm übertrifft. Der nahezu elliptische Stammumfang lagt in Brusthöhe etwas über 14 Meter, während der ''"lere Durchmesser 4,5 Meter misst. Trotzdem der lM^ ^ ö" "ner Höhe von etwa 4 Metern völlig ^ ist, lanu das Wachsthum noch ein ganz befriebi« ^s genannt werden. Der Hohlraum wird von den °tsbewohnern als Ziegenstall benützt. Gelegentlich einer /bung des ersten Bataillons des steierischen 47. Infan-^"giments lagerte eine Compagnie im Schatten dieser 64 ^ ^'" vorgenommener Versuch ergab, dass erst . Infanteristen, stehend, ohne Rüstuug. die Höhlung des anwies auszufüllen vermochten, der« ^ (Concert Ondricek.) Donnerstag abends, zro^ ^ bll Geigen-Virtouse Franz Ondricel im cert ^"silvereinssaale in Wien sein diesjähriges Con-^as ^ ^"' Wiener Concertpublicum längst auf «P.. "heilhafteste bekannte Künstler — schreibt die seinem ^ welcher es in kurzer Zeit verstanden hat, einen s ^^ schwierigen Namen auch im Auslande !chkn sr ^'^" ^""2 ö" ^^"', '^ '" ^'"^ künstlerisch..!, '^Wicklung um ein gewaltiges Stück vorwärts ge« selbtt '' ^^" ^lm ist weicher und voller geworden, und lvie ^'"^ himmelstürmende, über alle Hindernisse mit Elender Leichtigkeit hinwegsehende Technik zeigt, dass ^.. lunge Meister der Vollendung entgcgenreift. On« H." spielte das ob seiner technischen Dornen von vielen M^rn ängstlich gemiedene Violin-Coneert von Brahms ^ Unfehlbarer Sicherheit und entwickelte namentlich im agio eine Innigkeit und Zartheit des Ausdrucks, die chil ^ ^"' ^^^" "^ ö" suchen gewohnt war, Ioa-llai/ ^^""rt in ungarischer Weise fand ebenso wie ^^ki's Serenade in Ondriccl einen temperamentvollen Interpreten, Das Publicum zeichnete den Künstler dirrch stürmischen Veifall aus, der am Schlüsse des Concerts beinahe besorgniserregende Dimensionen annahm. On-driiek sänftigtc den rasenden See der Begeisterung, der sein Opfer haben wollte, durch einige Zugaben.» — (Decorierte Gendarmen.) Am vorigen Sonntag wurden in Görz zwei verdiente Mitglieder des Gendarmeriecorps, der Vezirls-Wachtmeister Roth und der Tilular-Wachlmeister Kocijancic, ersterer mit dem silbernen Nerdienstlreuz mit der Krone, letzterer mit dem silbernen Verdienstkrenz decoriert. Zu der feierlichen Uebergabe der Decoration, die auf der Piazza Grande stattfand, war ein Halbbataillon des 97. Infanterie-Regiments mit Fahne und Mufik, eine Gendarmerie» Abtheilung und der zweite lünstenländische Veteranen» verein ausgerückt. — (Epidemie der Rückgratsverkrüm-mnngen.) Dr. Adolf Lorenz, Docent der Chirurgie an der Universität in Wien, hielt jüngst im dortigen Vereine zur Verbreitung naturwissenschaftlicher Kenntnisse einen Vortrag über «Die Epidemie der Rückgrats-Verkrümmungen bei unserer weiblichen Jugend», Er führte ans. dafs leichtere Verkrümmungen der Wirbelfäule (Schiefwuchs) bei der weiblichen Jugend, insbesondere in den besser situicrteu Classcu, so häufig aufzutreten anfangen, dafs man Grund hätte, von einer «Epidemie» zu sprechen, denn auch das charakteristische Auzeichen einer solchen, die Ansteckung, fehle nicht. — (12 000 fl. herausgelockt?) Die Pri< vatc Marie Leon in Wien lieh den aus Steiermarl gebürtigen Handelsagenten Friedrich Weniger! verhaften, den sie beschuldigte, er habe ihr im Jahre 1885 im Zeitraume von sechs Monaten unter der Vorspiegelung, eine von ihm gemachte Erfindung zu frnctificieren, 12 000 st. herausgelockt. Wenigerl, der bei seiner Escor-tierung zur Polizei den Wachmann mit einer Zehngulden-Note bestechen wollte, gibt zu, der Frau Leon den obenerwähnten Betrag schuldig zu sein. — (Brand einer Schule.) Im russischen Dorfe Verhobystr^koje im Kreise Vjatka gerieth kürzlich die Schule in Brand, wobei von vierzig Schulmndchen, sechzehn in den Flammen ums Leben kamen. Die zu anderen Dörfern gehörigen Kinder konnten im Schulgebäude übernachten, manche wohnten beständig in demselben. — (Gewissenhaftigkeit.) Im Laden: -Ich bitt' um Infectenpulver.» — «Für wie viel?» — «Ich, bitt', wir haben fie nicht gezählt.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Korbflechterschule auf dem Caroli-neng runde.) In feinem vorjährigen Rechenschaft«, berichte erstattete dcr krainische Landesausschuss dem Landlage Bericht über das Resultat des vom Lehrer Herrn Anton Funtet zu St. Veit bei Sittich in der Korbslechterei ertheilten Unterrichte«, sowie dass dieser eifrige Lehrer auch auf feiuem neuen Dienstorte auf dem Carolinengrunde in Laibach die Errichtung einer ähn» lichen Korbflcchtcrschule beabsichtigt. Dieses Vorhaben ist mit Bewilligung des Laibacher Oemeinberathes auch aus» geführt worden. Nach beendetem Lehrcursc legte dcr oberwähnte Lehrer am 30. Oktober 1687 nachstehenden Bericht vor: Auf mei» diesbezügliches Ansuchen bewilligte der löbliche Gemeinderath von Laibach in der Sitzung am 30, Dezember 1886 einen Betrag von 50 fl. zur Anschaffung der für die Korbslechterschulc erforderlichen Ma- ^Niundm; ich hatte aber genug gesehen, um zu ^"..dass er uns nahe ist. Von dem Wunsche be« ^' ^m zu begegnen, wenn er vielleicht eine Not-^lk das Fräulein hat, gieng ich suchend ans diitgMchof hinans. Doch, wie ich mich jeden Winlcl HgMhte, ich habe nirgends eine Spur von Herrn Ulcme eytdecken können.» ^'". du Gute.» rief Sidonie, bewegt mit beiden lliht" ^ ^ Dienerin umschlingend, «wenn du mir zur Seite stündest, wem könnte ich vertrauen?» ^lldck ^""" schweren Seufzer legte das junge l>ied^" an diesem Abend das Haupt auf die Kiffen sohlte' ^"e so viel verloren, dass sie sich müde zu hoffe,, und zu glauben. — ^0l,A .""em seltsamen Lächeln war der Graf ^Nir il^ '" b"2 Speisezimmer zurückgetreten, als Si« , Z" "erlassen hatte. s k'Wr»>/ - Weinglas süllend und eine Cigarre au. >tehe„^' lieft er sick schwer auf einen am Fensler !^t)l >,' Schaulelstuhl niedersiuken und murmelte, bliez. ^ er ^ bläulichen Rauchwolken in die Luft ^?^'^l)lord ist schon hier! Ah. ich muss zu< ^ in m^ " ur.2 rasch gefolgt ist! Er foll bald Me Hr?.. ?'6 «»tummln! Jedenfalls muss ich uusere Nannette scharf im Auge behalten, die ,'"e„ He/' dle einen j,mgen. hübschen Engländer für d^ar m:.""l'cht. wr dem sie erschrickt! Äci Gott. ^ si« ^, ber Ausrede rasch bei der Hand! Ich "!>en!. 'Mlf beobachten und mir nichts entgehen Das Telegramm. Als der Mittagszug des anderen Tages von der nächstgelegenen Station abgieug. beobachtete hiuter den Vorhängen eines Waggons zweiter Classe hervor ein forschendes Augenpaar alles, was den Perron betrat und in den Zug einstieg. Unter den letzten Reisenden, welche ankamen, be. fanden sich der Graf. Sidonie und Nannette. Die beiden letzteren sahen niedergeschlagen aus; sie halten von Karl nichts weder gescheu noch erforscht. Sie bestiegen ein separiertes Coupe', und gleich darauf sehte sich der Zug in Bewegung, seinem Ziel« punkte. Paris. zu. Als sie an einer der letzten Stationen vor Paris anlangten, stieg dcr Graf von Mm,ll, März l, I. der Aufforderung des Laibacher Stadtmagistrates Folge ge leistet und außer dem Lehrplane auch den Bericht über die bisherigen Erfolge der Korbflechterfchule auf dem Caro-linengrunbe unterbreitet. Aus biefem Berichte geht hervor, dass der Korbflechter-Curs von den in zwei Abtheilungen eingetheilten Schülern vom 13. Jänner bis Ende Februar wegen Kürze der Tage nur einmal wöchentlich, und zwar von der ersten Abtheilung an Donnerstagen von !> bis 12 Uhr vormittags und von der zweiten Abtheilung an Donnerstagen von 1 bis 4 Uhr nachmittags besucht wurde. Mit 1. März aber ist ein neuer Lehrplan eingeführt worden; die erste Abtheilung frequentierte die Schule jeden Mittwoch von halb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags nnd jeden Donnerstag von 9 bis 12 Uhr vormittags, die zweite Abtheilung hingegen jeden Donnerstag von I bis 4 Uhr nachmittags und jeden Freitag von halb 4 bis halb 6 Uhr nachmittags. Mit Schluss des Schuljahres, d. i. mit 15. Juli 1887, sind beide Abtheilungen vcr-einigt worden, und es besuchten die Zöglinge täglich von 9 bis 12 Uhr vormittags die Schule, Für die Korbflech' terei haben sich 13 Zöglinge gemeldet; von diesen sind zwei ausgetreten, einer ist entlassen worden; an dem Unter^ richte belheiligten sich demnach 10 Zöglinge. Nahezu alle haben sich die Korbflechterei in dem Maße eigen gemacht, dass sie selbst flechten können, sobald sie sich die Werkzeuge und das erforderliche Materiale anschaffen; der Schüler Johann V aroga betreibt schon selbst die Korbflechterei. Die Unterrichtserfolge anbelangend wird an» geführt, dass die Schüler 25 Stück feine Espartokörbe ausgefertigt haben. — (Perfonaln achricht.) Der Commandant des Hengsten-Depots in Sello bei Laibach. Herr k. k. Rittmeister Johann Wild, wurde zum Commandanten des Hengsten-Depots in Graz ernannt. — (Der Verein zur Herstellung von Arbeiter Wohnungen) nahm in seiner letzten Versammlung die Wahl zweier neuer Mitglieder vor, und es wurden hiezu die Herren Albert Samassa und Leo Suppantschitsch gewählt. Außerdem fand auch die Neuwahl des Vereinsvorstandes mit folgendem Ergebnisse statt: E« wurden gewählt zum Obmann! Herr Josef Luckmann, als dessen Stellvertreter Herr Anton Ritter v. Gariboldi, als technischer Inspector Herr Oberinspector Rezori, ale commerzieller Inspector Herr Ottomar Bamberg, als Schriftführer Herr Leo S u p-pantschitsch. Es wurde ferner beschlossen, im kommenden Jahre jedenfalls mit dem Baue von Arbeiter« Häusern fortzufahren und zwei, eventuell drei weitere folcher Häuser herzustellen. Die heuer unter Dach gekom« menen zwei Häuser mit 16 Wohnungen dürften im Juli ober August kommenden Jahres beziehbar werben, bis wohin auch alle Nebenarbeiten: die Eintheilung der kleinen zu den Häusern gehörigen Gärten, Canalisierung, Anlegung der Wege lc., vollendet sein werden. — (Uns dem st eiermärkischen Landtage.) In der vorgestrigen Sitzung des fteiermärkischen Landtages wurde von Dr. Wannisch und llonsorten unter Hinweisung auf den Iustizministerial-Erlass vom 21. Juli 1887, betreffend die Eintragungen in die Grundbücher in slovenischer Sprache, der Antrag eingebracht, es möge zur Berathung jenes Theiles des Rechenschaftsberichtes des Lanbesausfchusses, welcher sich mit der Ncu-anlegung der Grundbücher beschäftigt, ein Sonderausschuss von neun Mitgliedern gewählt werden, welcher Antrag einstimmig angenommen wurde. Dr. Pscheiden und Genossen brachten einen Gesetzentwurf, betreffend die Einführung des Eheconsenses, ein. — (Krainische Industrie-Gesellschaft.) ^Vei dem k. l. Landes» als Handelsgerichte in Laibach' .vurde bei der im Register für Gesellschaftsfirmen eingetragenen Actiengesellschaftsfirma «Krainifche Industrie-Gesellschaft» die Eintragung folgender Thatsachen: 1.) das Ausscheiben der Verwaltungsräthe Vincenz Seunig infolge seines Ablebens und des Dr. Anton Ritter von V e ck infolge seines Rücktrittes; 2.) die Wahl der Herren: Josef Luck mann, Emerich C. Mayer, Alexander Dreo, Karl Luckmann, Leopold Vilrger fen. Oltomar Bamberg, alle in Laibach, und des Sigmund Aruuner von Trieft als Verwaltungsrnlhe für die Dauer vom 1. November 1887 bis 1. November 1890; 3.) die Wiederwahl der Verwaltungsräthe, und zwar: Karl Luckmaun zum Director, dann des Josef Luckmann zum Obmaun und des Emerich C, Mayer zum Obmann-Stellvertreter des Verwaltungsrathes — vollzogen. — (Verhaftung v on Geldfä lfchern) Aus Oberloitfch berichtet mau uns: Der Gendarmerie-Postencommandant von ^lanina, Wachtmeister Johann Paa, brachte in Erfahrung, dass am 21. d.M. mehrere Personen in Ralek falsche 20'Krenzerstücke theils verausgabten, theils sie herauszugeben versuchten. Wachtmeister Paa leitete sofort in energischer Weise die Ausforfchung Laibacher Zeitung Nr. 271 2224 28. November 1887. jener Personen ein, welche in« Verdachte standen, die erwähnten Falsificatc verausgabt zu haben. Er erhob nämlich, dass am erwähnten Tage Lorenz Atrukel aus Ratet seine Hochzeit im Oasthause des Josef Maticic in Rakel feierte und dass zur erwähnten Hochzeit zwei Gäste aus Trieft angekommen seien. Paa vermuthete, dass möglicherweise diese beiden Gäste, und zwar der Bruder des Bräutigams Namens Johann Ztrukel und sein Freund Mathias Sterzaj, beide Arbeiter beim Holzhändler Lavric in Trieft, die Verbreiter der erwähnten Falsi-ficate seien, und irrte sich in seinen Vermuthungen nicht, da er bald constatierte, dass der Wirt Maticic zwei Stück und der Musikant Josef Petlovset, welcher bei der Hochzeit musicierte, auch zwei Stück falsche Zwanziger eingenommen haben. Da Paa inzwischen auch erfahren hatte, dass Sterzaj bereits wegen Münzverfälschung mit drei Jahren Kerker bestraft worden ist, so war er seiner Sache sicher und leitete ungesäumt die Verfolgung der Genannten, welche gleich nach der Hochzeit nach Trieft abgereist sind, ein. Paa reiste — um eine Verständigung der in Rakek wohnhaften Verwandten des Johann Otrutel mit ihm zu vereiteln — in der Nacht vom 22. auf den 23. d. M. nach Trieft, woselbst er sich an die dortige k. k. Polizeidirection wendete, welche sofort die nöthigen Schritte einleitete, um sich des «vtrukel und des Sterzaj zu versichern. Die Organe der k. k. Polizeidirection in Trieft nahmen bei beiden Genannten die Hausdurchsuchung vor und fanden in der Wohnung des Atrukel 47 Stück Zwanzig-kreuzer-Falsificate, eine Gießpfanne, eine chemische Flüssigkeit zum Versilbern der Falsificate u. s. w., und in jener des Sterzaj 21 Stück Zwanzigkreuzer - Falsiftcate, eine Gießpfanne, eine Partie Zink und Blei, Feilen, Gifts u. dgl. Johann «vtrukel und Mathias Sterzaj wurden sammt ihren Gattinnen in Haft genommen und der com-petenten Strafbehörde überliefert. Beigefügt wird, dass Falsificate aus Zinkguss erzeugt und ziemlich gelungen waren. Bemerkt muss noch werden, dass sich Gendarmerie-Wachtmeister Johann Paa seinerzeit bei der Verhaftung des berüchtigten Bantnotenfälfchers Prclesnik in anerkennenswerter Weife hervorgethan hat und deshalb auch mit einem Belobungszeugnisse betheilt worden ist. — (Theater.) «Die beiden Klingsberg» find ein prickelndes Gemisch von Frivolität und Sentimentalität und eines von den vier oder fünf, im ganzen über 200 zählenden Stücken Kotzebue' s, die ihren Platz im Repertoire behaupten und behaupten werden, schon um des typischen vieux be»u Grafen Klingsberg sen. willen, der gestern in Herrn Ernst in Maske und Spiel einen vortrefflichen Darsteller fand. Herr Director Freund bewährte sich in der Rolle des jüngeren Klingsberg als humorvoller Bonvivant und wurde dafür wiederholt mit Beifall ausgezeichnet; auch Frau vonWurschel (Frl. Sold) erzielte durch ihre Zungenfertigkeil und ihre in die Zeit der Continentalsperre hinaufreichenden Witze über den schlechten Kaffee laute Heiterkeit und Beifallsbezeigungen. Die Fräulein Hartl, Stahl und Wall« precht und die Herren Elmenberg undIanda trugen in ihren kleineren Partien vollauf zum Gelingen der gut einstudierten Aufführung bei. Die Vorstellung fand bei gedämpfter Beleuchtung des äußeren Schauplatzes statt — übrigens in einem so kleinen Raume der einzig richtigen — und erweckte unwillkürlich das Bedauern in uns, dass die Gesellschaft mit ihren tüchtigen Leistungen auf eine solche Surrogatbühne beschränkt ist. —Zum Benefiz des Fräuleins Mizi Stahl geht morgen Dienstag das beliebte Lustspiel «Der Damenkrieg» in Scene. Heute bleibt die Bühne geschlossen. — (Sanitäts-Vorlagen.) Heute vorliegenden Meldungen zufolge werden in den Landtagen von Niederösterreich, Böhmen, Schlesien, Steiermarl, Krain, Vorarlberg und Bukowina zufolge Allerhöchster Ermäch» tigung vom 19. November d. I. Sanitäts'Gesetzentwürfe behufs Regelung des Gemeinde-Sanitätsdienstes als Regierungsvorlagen eingebracht werden, welche auch dem Aerztemangel auf dem Lande abzuhelfen bestimmt sein sollen. — (Ein Winterausflug auf den Monte Maggiore.) Im Verlaufe der Monate Dezember, Jänner oder Februar wird auf Grund eines in der jüngsten Sitzung der Section «Krain» des Deutschen und österreichischen Alpenvereins gefassten Beschlusses ein Ausslug der Mitglieder derselben auf den Monte Maggiore unternommen werden. Dazu werden, sobald beständiges heiteres Winterwetter eingetreten sein wird, zwei Tage festgesetzt werden. Am ersten begeben sich die Ausflügler mittels Bahn bis Mattuglie und von dort zu Fuß zur Schutzhütte unter der Spitze des Monte Maggiore und am zweiten Tage vor Sonnenaufgang auf den Gipfel. Vom Monte Maggiore wird der Abstieg nach Abbazia erfolgen, um ein paar Stündchen inmitten des dortigen Lorbeergrüns zuzubringen und dann über Fiume wieder heimwärts zu fahren. Diefer Ausflug wird hauptsächlich aus dem Grunde im Winter unternommen, weil gerade zu dieser Zeit wegen der Reinheit der Luft der Rundblick vom genannten Gipfel, namentlich der Ausblick auf das Meer und seine Inseln, ein höchst lohnender ist. — (Gegen den Brantwein.) In der vorgestrigen Sitzung des Kärntner Landtages brachte der Lanbesausschuss den Antrag ein, von dem Verbrauche von Liqueuren aller Art sieben Gulden per Hektoliter und von allen übrigen gebrannten geistigen Flüssigkeiten nach Graden der lOOtheiligen Altoholscala per Hektoliter und Grad sieben Kreuzer als Landesauflage bis auf weiteres einzuhebeu. — (Die Triester Mordaffaire.) Aus Trieft wird uns gemeldet: Bezüglich der dunklen Mordaffaire Mosettig-Maffei-Ribos scheint aus dem Ge-ständnisse der letzteren die anfangs schon erwähnte, jedoch mit allgemeinem Unglauben aufgenommene Nachricht mit Bestimmtheit hervorzugehen, dass keine Eifersuchtstragödie vorliege, sondern dass Mosettig nur in der Absicht ge-tödtet wurde, um ihm den Schlüssel der ihm anvertrauten Casse wegzunehmen. Maffei als Cassabeamter der Creditanstalt musste wissen, dass sich an dem verhängnisvollen Tage über 100000 fl. in der Cassa befanden. Maffei und die Riboö hatten die Absicht, mit dem gestohlenen Gute an demselben Tage mit einem italienischen Dampfer nach Corfu zu flüchten. Aus den Aussagen der Hausmeisterin des Hauses der Nibos geht hervor, dass letzter? am Tage der That einen Koffer kaufte. Maffei, der noch immer hartnäckig leugnet, wurde, da er von heftigem Blutsturze befallen wurde, in das Inquifiten-spital gebracht. — (Taglien.) In der Zeitperiode vom Isten Oktober 1886 bis Ende September 1887 sind für die Erlegung von Raubthieren und Fischottern und für Tödtung wüthender Hunde Prämien ertheilt worden wie folgt: für die Erlegung zweier Bärinneu ^ 40 fl. — 80 fl., zweier Bären ^ 30 fl. ^ 60 st., von 39 Fischottern u 4 fl. - 156 fl., von 23 Fischottern vom Isten März 1887 an ^ 2 fl. -- 46 fl., von 7 wüthenden Hunden il 5 fl. — 35 fi, zusammen 377 Gulden. — (Entführung.) Wie man uns aus Sa gor mittheilt, wurde dortselbst am 20. d. M. der beim Handelsmanne Herrn Johann Schink als Steinbrecher be-dienstete, 40 Jahre alte Taglöhner Johann Svetelj von St. Georgen, Bezirk Krainburg, wegen des am 9ten September l. I. begangenen Verbrechens der Entführung der Ehegattin Maria Kremzar von St. Veit, Bezirk Umgebung Laibach, arretiert und dem l. l. Bezirksgerichte in Littai eingeliefert. — (Vom Wetter.) Da über ganz Nordwest-Europa das Barometer noch niedrig bleibt und allgemein südwestliche Luftströmung dominiert, ist auch in unseren Gegenden für die nächsten Tage noch mildes, meist bewölktes, trübes und feuchtes Wetter voraussichtlich. — (Verhaftung von Eisenbahndieben.) Man meldet aus Ponteba: Jüngst wurden hier drei italienische Bahnbedienstete verhaftet, welche beschuldigt sind, die in der letzten Zeit auf der Route nach Venedig vorgekommenen Eisenbahndiebstähle verübt zu haben. Dieselben heißen: Enea Gambini, Domenico Sorcan und Andrea Tome. Neueste Post. Original-Telessramme der «Üaibacher Ztg.» Berlin, 27. November. Im Reichstage wurde die Vorlage betreffs Erhöhung des Zolles für Getreide, Mehl, Oel und andere Artikel genehmigt. Berlin, 27. November. Der Kaiser empfieng heute das Präsidium des Reichstages und gedachte warm der allgemeinen Theilnahme au der schweren Krankheit drs Kronprinzen, bedauernd, dass er den Reichstag nicht persönlich eröffnen konnte, besonders wegen des Schluss-sahes der Thronrede, um der Welt zu sagen, dass Deutschland den Ftieden wolle, aber vollkommen gerüstet etwaigen Angriffen begegnen könne. Der Kaiser drückte schließlich sein Bedauern über den Rücktritt Grövy's aus. Paris, 27. November. Es wird versichert. Grevy Würde abends den Ministern die Botschaft mittheilen, welche Montag in der Kammer zur Verlesung gelangt. Die radicalen Blatter fahren fort, jede militärische Can-didatur lebhaft zu bekämpfen, und weisen auch die Can» didatur Ferry's zurück. Paris, 27. November. Präsident Gre'oy theilte Rouvier formell mit. er habe beschlossen zu demis. sionieren und werde Donnerstag die Botschaft erlassen. Nom, 27. November. Aulässlich der Adressdebatte erklärte Crispi in der italienischen Kammer. Italien sei mit allen Mächten befreundet, wünsche die Aufrechthaltung des Friedens und bleibe daher den Allianzen treu. Sau Nemo, 27. November. Der Kronprinz machte heute mit der Kronprinzessin, uud begleitet von Major von Rabe nnd Dr. Schrader bei schönem Wetter eine Ausfahrt. Der Kronprinz sah wohl und heiter aus; sein Befinden ist besser. Brüssel, 27. November. Der «Nord» constatiert die Möglichkeit einer Wiederherstellung der früheren guten Beziehungen zwischen Russland und Deutsch, land. Petersburg, 26. November. Das Kaiserpaar kam heute zum erstenmale nach der Rückkehr aus Kopenhagen hierher und wurde von der Bevölkerung enthusiastisch tvgrM Pie Stadt war festlich geschmückt. Bukarest, 27. November. Der König eröffnete hs>'te die Kammersession mit einer Thronrede, in welcher die unverändert guten Beziehungen zu al^n Nachbarn con-staliert wurden. Sofia, 27. November. Prinzessin Clementine von Coburg ist in Begleitung des Prinzen Ferdinand >mv der Minister hier eingetroffen. Am Eingänge der Stadt befanden sich der Mliuicipalrath, der Nlev.s und oie Delegationen der verschiedenen Corporations. Anf dem Wege zum Palais bildeten Truppen Spalier. DK' zahlreich angesammelte Menschenmenge vereitele der PrM" zessin eiuen überaus sympathische» ^olkswirtschastl'ichec;. Laibach, 26, November. Aus dem heutigen Marlte sind erschienen : 7 Wage» mit Getreide, 1 Wagen mit Stroh, N "UW"' und 2 Schiffe mil Holz, Dnrchschnitts-Preise. »^ 5?^ Mil-' ^"' 5,!, N,,lr, st^lr,^^ Weize» pr. H.'lwlü, 5, «5 6!12 Vutter pr. .Wo . . - ^ ^ ^ Korn » i 6 5 —> Eier pr, Stikl . . -- A " ^ Gerste . 3 41 4^60 Milch pi, ^il^, ,.-» ^ Hafer . 2 27 310 Rinbslenci, pr. Kilo — 56 -- ^ Halbsruch! » —> 5!60 Kalbfleisch > —50^"^ Heiden » 3 i>0 4 75 Schweinefleisch ' — 50^-" Hirse » 3 74 4^60, Schopjeüilechl, ' "^^^ Kukuruz » 5) 3l! b 40 Händel ;>>'. Sti'ick . —!^ "" "" Erdäpfel 100 Kilo 2 41-------Tauben » ^20 — ^ Linsen pr. Hrltoli», 18------------Hen pr, M.Mr. . 2 32 — - Erbsen . 13------------Stroh . .. 1'^—^ Fisolen » 11------------Holz, hartes, pr. l Riudsschmalz Kilo 1----------- .Ulajier 6^0-^ Schweineschmalz» - 64-------— weiche«, » 4 20 "' Speck, frisch, » —54-------Wein. roth.lw^il.-------A^ — geränchert » -60------- — weis;,',-. » ^ — K)^ HicteorulMM Bcoblichlinü^u «u ^lUlm^. _____Z___^ -' ^ ü '' ^ _ ^ ^ -^-----^ ?UVMg/MM^" 4.7 NOTschivach bewöllt , 26. 2' N. 734.45 10.« O. schwach halb heiter w" 9 ^Ab. 739.74 4,6 O. schwach l heiter ^ ?U7Mä"740,1k U.4 windstill Nebel ^ 27.2 . N. 73N.80 4.4 windstill Nebel >'"' 8 » Ab. 73N.2« 2,2 windstill Nebel Den 26. angenehmer, sonniger Tag. Den 27, dicht/r )<>'^ den ganzen Tag anhaltend. Das Tagl'Smittel der Äär»" > beiden Tagen 7,6" und 2,3", beziehungsweise um 5.1" >>bn " gleich dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. NaqM Filr die vielen Äeweise der Theilnahme. daüN für das zahlreiche Geleite der verstorbenen Fra» geb. Koroüii; znm Grabe sowie für die schönen Kranzspenden sprich' hiermit den Verwandte». Freunden nnd Bela»»^" den tiesgesilhlten Danl aus die trauernde sscin,i<^ Anton Svctcl. Laibach, am 26. November 1NN7. Danksagung. Für die vielen Beweise iuniger Theilnahme während der Kranlheit wie anch beim H>"?^"«., nnsercs unvergesslichrn Galten, beziehnugswcise »"" ters nnd Schwiegersohnes, des Herrn Franz Kaver Ambrosch sowie siir die zahlreiche Begleitung znr lchten "i"h^ statte und sur die schonen Kranzspenden spreche« " tiefstg/siMeu Danl aus die trauernden Hinterbliebene!'. Laib ach den 2«. November 1»«?. Danksagung. Filr die lieben Beweise so giltiger Theil''"^ und die prachtvollen Kranzspenden aus .'lni"! Hinscheidend des Herrn Franz Maistcr ^ f. l. Finanzwach'Nespicienten i. N. und Vesty" silbernen Aerdienstlreuzes sagen wir allen tiefgefühlten Danl. Die trauernden Mnlerl,liel>e«c"' Krainbnrg am 26. November 1^<- ^^ 2225, Course an der Wiener Börse vom 26. November 1887. «a« d«, oMene« «ourm««« ^. «eld War, Staats-Nnlehen. ^"l 5"/ ^l»attll,,c 250 fi, 1», 2b 1»'/ — >»«<,'« z° ' l>F"n^' 5<1U , 13', - ,.»« '<»<) „ i?« l «l> ,«^„ «>»»l«iose . , ,<»o« I'.l!25.l?l.''5 i°ln«.»l»,,,' .. ' 50 .. I«« . ,«<'00 bl°Nen^»«°"""l°' ftcuer -'«tenrrnle. steuerfrei , S«',s. I,s> 2«, "' N"nte<°/. .... v».,o n«.g. . oN'"''l- '^o sl. 0. W. O. "9 5l. ,s.c. . . """°l)bl,(Unn.^Nbahn)!l2,'',- H>fU7« . N2 —11» - theiA'"'"'«",. «^ !l»u si, ö. «v. '23 «0 ,l<>2<> ^""'"/-'«Obligationen ^^ '""tgische..... 2^^------- «eld Ware 5°/« Temel« Vanat . . . . l0«-z5>io5- 5°, ungarilchl...... I<«,4'>l05.- Nndere öffentl. Nnlehen. 5onau°«eg.»Lose 5°/« 100 sl. . "', 50 lle^'- blo. «nleihc ,«?8, sttuciliei . U's.5»,««- Anleben b. Etabtgcmcinbe Wien >N4bo lO5'— Anlehcn d. Stadlgemeinde Men (Eüber unb Gold) . . . . ,3<,50'»>'5l> 'l3l kv l»l< — Pfandbriefe (für l00 fi.) ^ot'encl. allg, Lfterr. 4»/»Gold. >20 75 !l« 25 blo, in 50 , , 4>/, °/° I«« «0100 »n dto. in 50 „ « <°/>> . 07 2s> e? 75 d X!!e k0'<>.>!'- >.>N,hhp°7.st..ung. >l/,°/, . , lb<, ?ki l,.i - dt°. , <°/, . i!» 35 W.7« dlo. „ 4°/« . . »»ss »»?n ,lnp, aNss, Vot'lin'leblt-Uctiengll. >„ ^ fi.) ^lüabelh-Wcfidahn I. «tmlsfion — — — — st«d!na»bl!»!)lo>dbahi! in Suber 99 7/, i 35 ,vrnnz.I^,.l°^>"l">..... —-— —- «Hlilizillbc .»>,,,!«l?udwiss » Vahn «im.l8»> ^!>,l) s> S. 4l/,«,, . loo 80 l0l »l> besten. ?!c>>> llcslbahn , 10«'—ION'50 .:!<'!>.'„! i,',^l>....... ! —'— —'— «elb Warr «ta«t»bahn l. »mlsfion . . 1 »8 Kb l»l< «5 Sübbahn ^ »»/,.....,4» »l» lcher Plämien«NnIeh, «o sl. «— »««<> Oscnci ^ose 4U fl..... gl-?b 5« »b Palffy.i'l'jc 40 N..... 47- 47 »«> ittolhen «rcuz, bN.Gcl., , «»ft. 1? b« l/!»0 «ubols.lwlc w fi..... ,92» ,9»« kalm»l!osc 40 sl...... «c> K^ Nl'— kl 'Venoi5»z.'osc 40 si. . . , HU'50 »l- Waldstriü.^ose «0 sl, , . , ,9-— »l» ??> «Zinkilchgrah^'ose »0 fl, , . 4?'bb 48 bl> »anl.Nctien (per ktits). Nn«ll»Oefierr. »ant «00 fl. , ,,u Lbiio nl< Vanlverein, Wien«, l<« sl. , »I-»K »l 75 «dncr,.«nst.,c)efi.zl0<)sl.S.40°/« ,8» — «» -Lrbt,,«nft, f.Hand.n.V. ikosl, «7« 'l.,77 — «lrebitbanl, Mg, Ung. »ua fl. .«>,»?l. 283 »» Depositenbank, «lllg,2«0 fl. , 1?«.—1'vle,Ges.,«icberöst,»o0sl b»»— e«4 -Hhpolhelcnb,, ost.«ou fl,zb"/««. —'— — ^ knnberb,, oft. !/00sl. V. .«.o»/» ll.....!z>lw'«.^»9 «s> ^erll'dti>ba«l, «U«, 14,, s,, ,Ii5l-»bl5» — Veld W«» Netieu run Transport. Nnt^nlehwunge». (per Stück). «lb«cht»Vahn «00 fl. Glib« — — — -«lf«Ib.ssium..Vahn »00 si, VIlb, »78—luu — Nulfig'Tepl. «lisenb, «>usI,«Vt, —.-------— Viihm. Norbbay» ,50 sl, . , —-— —.— , Wcftbah»! »oo ss. . . ^ —>—------ Vufchtiehlllber ltifb, 500 sl. «Vl. — — — — „ lUt,V) «0« fl. „8—»,<,- Donau , Dampfschissahrl^ . «es. Oefterr, 500 fl. LVl. , . .548—«4,— DlaU'lt'I-sBat.»Db.<^.)«»ofl.S. —.— —'— Duf Vobenbacher E..H. loo fl V. —'—____ «llisabelh.Nahn wo fl. -ffelbinanbi'Norbb. lOoo sl. ^W. »z^8 »578 tzranz-Ioses.Vahn «00 sl. «llber —.-------->— ssunfNlchen.VaicscrEisb.X^sl.« —.----------- Gallz.»«l.eudwl«»V»0«fI. «M «08 »5. »08 5li «»«».»«slacher«..« ,00sl.«.w, —.----------- «ahlenbeill.Eistubahu 100 ft. . —.— — — »«witz,Iafi!, «isen. bahn'Veltllschaft ^lw fl. ö, lll».»,,, z«,t9 — ÜIoyo,öft.°ung., Ilieft 500 fl., Vilber . ie». -,«, b„ Piag.Duf« «isenb. 15b sl. «ilb. 1951 ,l, — Mubols.Bllhn »00 si. Silber ,i»5bo i»«.— K>ebendl!'.«c> «iisenb. 200 sl. ,! —— —>— L>laa!«l>!',,i>>i!,n xuo 0, i>, W, .»2»—««»t, «elb V«., Vilbbahn X>0 sl. «!..Vnb.««.,oo sl. VM. 1^4 bo 1»5 — »r»m»»h.»es.. «vr. ivofi. «. «». «8 hi, „, »^ , wi,, neu 100 si 4» — 4» l,u Traneport»O«lellschasi 100 sl. —— — — Ung.'ffllliz. Viscnb. »u« ft. Silbei »8l'50lc4 — Ung. Noiboslbahn »00 ft. Silber l»o—lßl — U»N.ll)tNb.(l!llaah»Vla,)>0!isl.S l«y — l«1 — Inbnftrie.Uctie» (per Vtüü), sgvbl und Hinbbtl», Eisen» nub St»hl«Inb. in Men 100 ft. . — — — — «iz?»bl<< P°ri, .........49.,^ 4» «7. Valnten. Ducale«........z,, zgz ^lanc«.Slll