Nr. 103. Plänumel«li«««pltl»: Im sompto. ". halbj. sl. üM», ssNr die Zufttllun« !n« Hau« halbj. ü!!ll « lr,; bt! l>sle«, wlebnholunglli p»l Heile » k. 1882. Amtlicher Theil. Se. k. und f. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchst unterzeichnetem Diplome dem Obersten und Aeservecummandanten des Infanterieregiments Nr. 42 verdinnnd Pachner von Eggenstorf als Rilter °e» ijstrlreichisch.laiserlichm L'opuld Ordens in Grmäh-^'t der Ordensstatuten den Ritlerstand allergnadigst 2U Verleihen geruht. Erkenntnis. H . ^ns f, f, ^andcsgericht Wien als Pressgericht Hal aus ln w " " ^ ^ SlaatSanwaltschnst erkannt, dass der InHall des m^r. l l der periodischen, in Budapest erscheinenden Drnclschrist e^'egraf" vom Sonntaq. den 9, Juli 1882. enthaltenen Ärti- «2 nut o 8 n« lit. ,-. und endlich der Inhali des Artilels mit der sV'"l l! „Sociale Rundschau" iu dem Absähe mit dcr Ueber->"')!>'...'<5>M!l>cich" in dcr Slcllc von „Ein Act infamster Klassen-i,.'''i bis „i„ d^ hcntinen Gesellschaft liesst" das Vergehen "na, ^ :j<)5) St. G. brnninde, und hat nach 8 493 St, P O, das ""dot der Weilcruerbreituna dieser Druckschrift ausgesprochen, Nichtamtlicher Theil. Se. Mai/stät der Kaiser haben, wie die ««gramer Zeltung" meldet, sür die Abgebrannten in ^uvlca 300st. zu spenden geruht. Wien. 18. Juli. (Orig..Horr.) .. Die ..Montags-Revue" schreibt über die Rede. e Hr. Sturm in der Wanderversammlung des b°/ "^ ..Deutschen Vereins" iu Zwittau gehalten drli' «'.'8"^ ^^ Sturm hat eine Rede gehalten, die in H^ s>ch"'tte durchaus polemischen Inhalts zerfällt. Min s/ ^'^ ^^ gegenwärtigen Majorität und dem "lmllterium Taaffe; dcr zweite der sogenannten deut« wa/l ^Mlei. der dritte endlich dem Fürsten Bis- m /^lih des enthusiastischen Lobes. welcheS die «"eue freie Presse" dem Abgeordneten für Iglau spen-om ^"^ ^" übrigens eine starke Beklemmung recht ». ü, « "^ulesen ,sj, wird man seine diesmaligen unn H"Ue" sowohl in der Form wie in der Sache «gewöhnlich matt finden dürfen, ohne mit der Wahr-all?« F"^" in Conflict zu gerathen. Sie fallen m der 5^""?"' gleichmäßig durch das Bestreben auf. vi^.""'plsache au» dem Wege zu gehen und diesen lontt -l"°"gel durch Phrasen von ciner Seite, die web ""^ ^" H""' somber und ähnlichen Vereins« Nn Ä geläufig sind. zu verdecken. Gleich in dem React? °"l die Majorität sind die Schlagworte von D>.<," ?"' Feudalismus und Clericalism«« ein halbes Ernt t> rn"l ^ ^^^ 22^ ^.^ Staatskunst des Wan l, ^^ !°"l< l!^ lein Lob verdiente, so wird dasz s,'?^ . ^ "'Hl wertlose Zeugnis geben müssen, 5U n-w verstanden hat, die Rechte für ihre Zwecke tillm,,. !c""' ^'^ derfelben andere als bescheidene na. unumw^""^^""' gemacht zu haben. Wir gestchen der D " ^!" ^"' bass ein Theil derselben auf Kosten ist da^k- beschafft wurde; allein ebenso zweifellos tu'na rm. >^ "lemals ohne eine directe Herausforde-deutsckp. s^ I^'ben Seite geschah. Die Allmacht des dazu ae r^i'!''' '" ^"6. ""che in der Hauptsache der ii? "6" wurde, um Dentschböhmen auf Kosten Deutes^'" ^""ber mit Eisenbahnen zu überfüllen. Nh D u.s!!.^ ^ mit Reg.erungsaeldern zu zu st ll.. '^^""' °" "Ue wichtigen Staattposten U"d de äl,,^ b'utsc^^^ 5" '"<^"' Nebroch,'^ Kle.n'gke.ten mehr. diefe Allmacht ist dor ber ^". '' "" ""Ute e« leugnen, dass von «'N UnllMck')'"^ "'^^ ""b' "giert wird? Ist das jene 5,^ ^ ,.D?" w"r es vielmehr ein Unglück, dass dieAb, ö 3,^ '"s/°'!5 ""lir"? Haben denn nichl Whre, ^ dem ebenso reichVn geordn ',^' °^V''5"Z ^'tschen und liberalen Ab-°st ae. u. "«> ^ lederosterie.ch, Eteiermarl u. s. w. 0 ste i^'''.^^'"5'"^ l'^lt aegcu die Ausbeulung N ? Mi ^'Ä ^ Dentfchböhmen Beschwerde qe. de Reichs 'Ä'^ ^'"^ ^.' UefbegründNen Klagen Ucg"' d.e vielen Attentate, die der nämlichen Seite ausgeführt ""er versucht wurden, und darf man nicht das dentsch Casino in Prag einigermaßen für den ebenso auf« fälligen als betrübenden Rückgang Wiens verantwortlich machen? Auf diefem naluigetreuen Hintergrunde nimmt sich die Klage des Herrn Sturm ganz anders aus, sie erscheint als eine Cnlstellung. als ein Verleugnen der Hauptsache. Das deutsche Casino in Prag ist zurückgedrängt, und darüber haben wnugstens nicht alle Deutschen in Oesterreich zu klagen. Herr Sturm spricht von der Zersplitterung der Rechten und rühmt dagegen die Einigkeit der Linken. Ist das nicht eine Selbstpersiflage, wenn es nicht viel mehr ist? Es kann ja sein. dass die einzelnen Frac« tionen der Rechten hinler den Coulissen öfter ihre Familienstreiligkeiten haben, draußen aber vor aller Well sind sie nie anders als eine festgejchlossene Ein» heil erschienen. Wie war das nun bei den Deutschen, als sie die unanfechlbne Mehrheit repräsentierten? Herl Sturm enlwick.lt l,ei der Eiörlerung dleseS Punktes eine erstaunliche Vergessenheit. Herr Slurm hat hinterher gut leugm'n; ade: d,e Geschichte lässt sich durch Wanderleben einzelner Abgeordneter nicht fälschen, und sie hat unter der Sanction aller Mitlebenden unveränderlich festgestellt, dass die Linke ausschließlich aus eigener Schuld und hauptsächlich darum die Herrschaft oer» loren hat, weil sie zu der Zeit. als sie über die un» besirlltene Mehrheit verfügte, in sich zersplittert und zerklüftet war, und zwar nichl etwa, wie dies von der Rechten erzählt wird, in den vertraulichen Clubver-sammlungen. sondern immer wieder in dem entjchei« denden Augenblicke der Abstimmung hat sie das klag« liche Zerrblld einer zerrissenen, renierungsunsähigen, ihre eigenen Ministerien mordenden Parte, dargeboten, was nm sichersten unter anderen auch diejenigen bestätigen werden, welche damals ihre Minister waren und die Herr Slurm nun so warm als getreue Freunde des Clubs der Linken begrüßt. Wer wollte in dem Herzen dieser Männer lesen! Die historische Treue des Herrn Sturm bewährt sich auch bei dem Angriffe auf das Ministerium Taaffe. Er nennt es „das zweile Ministerium Hohenwart ge> nannt Taaffe". Das Ministerium Taaffe lebt aber schon mehr als drei Jahre; es lebt bereits länger, als das viel qepruseue Äürgerministerium; es existiert auch länger, als je ein Ministerium der Lmlen gekbt hätte, wenn sein Dasein blos von dem Belieben dieser ab. hienge. Damit Herr Sturm niemandem etwas schuldig bleibe, galt sein letztes Wort dem deutschen Reichskanzler. Fürst Bismarck tadelte, wie alle unparteiischen Kritiker, die innere Politik unserer Deutschen und hat ihre Fehler in lapidarer Weise, wie dies seine Art. mit dem Worte „Herbstzeitlosen" bezeichnet. Konnte Dr. Sturm nur einen einzigen Fall anführen, in wel. chem die Linke wirklich zeilgemäß handelte, und ist nicht speciell ihre bosnische Politik, anf die er so gründlich pocht, die allcrunzcitgemäßeste gewesen? Wien, 19. Juli. (Orig.'Corr.) Der..Mährisch.schlesische Correspondent" schildert in drastisch'humoristischer Weise die zur „Manie" gewordene Gewohnheit drr Opposition, das Deutschthum in Oesterreich als bedroht und bedrängt hinzustellen, und gelangt zu dem Schlüsse, dass diese zur ..fixen Idee" gewordene..Einbildung" eine schwer zu heilende Krankheit sei. Der erwähnte Artikel lautet: Nm schwersten zu curieren sind die eingebildeten Kranken. Fixe Ideen lassen sich selbst mit Thatsachen nicht be-kämpfen, geschweige mit Kindern der Idee, mit Nrau-menten. Die Natur allein vermag da zu heilen. Es dauert aber lange in der Regel. Der Patient kommt dabei ganz herunter. Als Graf Taaffe vor drei Jahren an die Spitze dcr Verwaltung als Minister des Innern im Cabinet Stremayr berufen wurde, da wurde die Firmavorgän-gerin der ^vereinigten Linken" von der fixen Idee befallen, es drohe der Verfassung Gefahr. Warum just der Mann. den Anno 180« das Ministerium Viskra-Herbst.Hasner sich zum Präsidenten gepresst halle niid de» das Ministerinn, AuerSperg II. Zeit seines Daseins auf dem alle, schwierigsten Slatlhallerposten verwendete, warum just dieser eine Mann in einem Ministerinm StremayrMasel-Herbst ic, die Versus« sung bediohen sollte? Slremayr-Glaser-Herbst;c. wurden von der fizen Idee zunächst bei den Wahlen geworfen, dann aus dem Ministerium verdrängt. Der eingebildete Kranke wollte Partout in ..nationaler Bedrängnis" leben, und so Viel gesunder Mutterwitz war dem Kranken denn doch geblieben, einzusehen, wie ganz unbegründet die Klage über „Bedrängung des Deulschlhums" jedem Unbefangenen erscheinen musste einem Ministerium gegenüber, in welchem ein Stremayr, Horst tt. mit« riethen, mitthaten. Erst nachdem diese leibhaftigen classischen Zeugen gegen den Unverstand der fixen Idee beiseite genergelt waren, vermochte die sogenannte »Herbstzeitlose" alle Wege und Stege zwischen dem Ministerium und der deutsch'liberalen Partei gehörig zu überwuchern, das Kommen und Gehen hinüber und herüber zu verhindern. Dann erst konnte die fixe Idee von der ,Bedrängnis und Bedrückung des Deutschthums, einen Schein von Innerlichkeit gewinnen, seitdem erst schien der eingebildete Kranke berechtigt, von einem „System" zu sprechen, dem er „unversöhnlich" entgegenzutreten bemüssigt! Nun sind drei Jahre verstrichen. Der Deutsche in Oesterreich hat sich der Angst vor Bedrückung und Bknachlheiligung seines nationalen Intrressrs längst entwöhnt. Gleich der gute» sächsischen Matrone. d,e, nachdem ihr eingeredet wurde, die Franzosen kämen nur zum Morden, Plündern und Schänden ins Land, nach einer Woche französischer Besatzung im Städtchen den Commandanten ganz ergebenst fragte: „Wann und wo denn geplündert und geschändet werden wird?" — fo frug der unbefangene Deutsche in Oesterreich, nachdem Jahr um Jahr verstrich: „Wo und wann denn das „System" zu bedrücken und zu bedrängen anfangen werde?" Und nicht nur der Dculsche im Innern des Landes, auch die deutschen Brüder draußen, namentlich einer dieser Brüder, der in Bezug auf Ansehen und Macht für sich allein etliche Millionen derselben auf-wiegt, stellt verdrießlich diese Frage: „Was lärmt Ihr uns mit Eueren Lamentationen über die Be» drückung des Deutschthums aus der Ruhe?" fragt Fürst Bismarck. „Geht doch mit Eueren fixen Ideen und eingebildeten Krankheiten! Nehmt Raison an. versucht es doch einmal, praktisch in den Sattel zu steigen, und jagt die doctrinäre Rosuiante zum Teufel!" Auf all' die wohlgemeinten Ralhfchläge tönt der eine, alte Refrain zurück: „Wir sind doch bedrängt und bedrückt und bedroht!" Wie ,st da zu helfen? Konnte doch selbst Kaiser Josef selig jenen Gelehrten in dem gewissen runden Gebäude dort in der Alservorstadl in Wien nicht von der Ueberzeugung abbringen, dass er — der Gelehrte nämlich — ein „gläsernes Gesäss" habe und sich darum nichl niedersetzen könne. Per Gelehrte war. wie die Ch, onk erzählt, sonst staunenswürdig gescheit, aber das „gläserne Besass" war eben seine fixe Idee. Und darum musste er zeitlebens im runden Haus verbleiben, auch der Kaiser selig konnte ihm mcht helfen. Wiihlervcrsammlung der deutschen Voltspartei. Wien. 17. Juli. (Schluss) Die Rede des Barons Wallerslirchen lautet in ihrem weiteren Verlaufe wie folgt: Weshalb sind denn die Deutschen so beunruhigt durch das jetzige Versöhnungsminisleriuln? Trotz mancher Maßregel, welche als Benachtheiligung der Deutschen empfunden wurde, und trotz jener Sprachen» Verordnung, die mir besonders durch die willlilrlichc Verwechslung der Begriffe der landesüblichen und Landessprachen verwerflich erscheint, entspringt die Gegnerschaft doch ganz besonders dcr Besorgnis, wa« noch alles die Zulunst bringen kann und zu welchen Gesehen — ich erinnere an die Schulgesehgebung — die Regierung die Majorität oder umgelehrt die Majorität oder Theile derselben die Regierung noch drci^ gen wetden. In dem Bewusstsein. bezüg'ich ihrer nationalen Stellung von Regierungsgnaden abzuhängen, liegt die Zwangslage sür die Nationalen. „Ja" zu sagen. wenn sie auch manchmal lieber ..Nein" sagen würden (Bravo! Srhr richtig!); in dem Umstände ihrer Unentbehrlichleit sür die Majorität und die Regierung liegt der große Einslus«. den bald diese, bald jene Fraction der Rechten besitzt. Wären gesetzliche Laibacher Zeitung Nr. 165 1422 21. Juli 1882. Schranken gezogen, welche die Rechte der Nationali, täten zugleich sicherstellen und begrenzen, und damit das Kampfgebiet eingeengt, dann würde auch die Besorgnis sowohl bei den Deutschen vermindert werden, wenn ein Ministerium Taaffe am Ruder ist, als auch die Angst der Unterdrückung bei den übrigen Nationalitäten schwinden, wenn ein deutsch'liberales Regiment die Zügel führt. (Bravo!) Und erst dann, wenn auf diese Art nationale Befürchtungen und über-schwängliche Erwartungen auf ein bescheidenes Maß reduciert sind, lässt sich erwarten, dass der Kampf um die Macht in Oesterreich so geführt werden wird, wie er in konstitutionellen Staaten natürlich und gesund ist, indem nämlich jede politische und wirtschaftliche Partei für ihre Principien eintritt. Jetzt entsteht gar oft ein Wettstreit, den ich keinen edlen nennen kann, wer sich bereit findet, mehr davon zu verleugnen. Da« durch hofft man die Regierungsgewalt und auch jenes Schwergewicht in die Hände zu bekommen, welches die Schale nationalen Lebens nach Belieben herabdrücken und emporschnellen lässt. (Bravo!) Wer wird leugnen wollen, das« dies den Constitutionalism«« zur Komödie oder eigentlich Tragödie werden lässt? Ob m?n in maßgebenden Kreisen einen wirklichen Constilutionalismus dem jetzigen Zustande vorzieht, darüber maße ich mir kein Urtheil zu. Ich will aber die Bedingungen für einen wirklichen Constitutional««« mus herstellen, nicht, weil ich ihn für etwas Volltom« menes, sondern für eine Nothwendigkeit und das relativ Beste halte, wobei der unvermeidliche Kampf um dle Macht im Staate die geringsten Nachtheile mit sich bnngt. In den Demagogie« des Alterthums und später in jenen traurigen Epochen der Geschichte, wo der Sinn für gesetzliche Ordnung vor den erregten Leidenschaften oder der Verzweiflung eines Volkes sein Antlitz verhüllte, kämpfte man um die Macht im Staate auf Straßen und Plätzen, und Blut und Todtschlag traten an die Stelle von Argumenten und Beweisen. Und eine arge Täuschung wäre es, zu glauben, dass, wo ein absoluter Fürst die ganze Fülle der Gewalt in seinem Willen vereinigt, dieser Kampf etwa ruht. Die Vorzimmer ihrer Paläste werden zur Wahlstatt, und das Object des Kampfes ist der Einfluss auf den allmächtigen Willen des Herrschers, dem sich bewusst oder unbewusst keiner entziehen kann. Schmeichelei und Lüge ringen mit Offenheit und Wahrheit, und wo gibt es einen Einzelnen, der stets imstande wäre, zwischen ihnen zu unterscheiden? Die offene Tribüne des Parlamentes, wo ein jeder seine Sache mit den Waffen des Geistes vor der ganzen Welt vertreten muss, bietet uns wenigstens die Wahrscheinlichkeit, dass endlich doch die Wahrheit siegen und der Irrthum als solcher verbannt wird. Aber freilich nur dann, wenn nicht nationale Sorge und Eifersucht die politischen Ansichten zum Schweigen und zum falschen Ausdrucke bringen. (Lebhafter Beifall.) Man wird vielleicht zugeben, dass eine solche gesetzliche Regelung wünschenswert sei, jedoch nicht dann, wenn man sich in der Minorität befindet. Ich theile diese Ansicht nicht. Will die jetzige Majorität der deutschen Sprache jene Stellung einräumen, die in jedem Staate einer Sprache zukommen muss, da er nur Eine haben kann, wenn er bestehen soll, dann werden wir auch gern jene Gesetze mitbeschließen, welche die bereits theoretisch bestehende Gleichberechtigung der Vollsstämme und Landessprachen, die ich aber aufgezählt wissen möchte, vor administrativer Willkür bewahren. Will die Majorität das nicht, dann wird sie es nicht nur mit der jetzigen Minorität zu thun haben, sondern auch wohl mit jenem in Oesterreich sehr mächtigen Factor, der überall in erster Linie berufen ist, den Staat, an dessen Spltze er steht, zu erhallen. In Einem Falle allerdings, das gebe ich zu, wäre es eine Chimäre, gleichzeitig deutsch«nationale Interessen vertreten zu wollen und davon zu träumen, beim Fortbaue unserer staatlichen Einrichtungen in manchen Fragen die Unterstützung der liberalen Elemente anderer Vollsstämme zu finden. Wollen wir in Oesterreich die übrigen Nationen gewaltsam germanisieren, halten wir das heute für möglich, dann muss Kampf der natürliche Zustand sein, weil der Eine nur gewinnen kann, was der Andere verliert. Die Untersuchung, ob es eine Zeit gab, wo es der absoluten Monarchie gelingen konnte, aus Oesterreich einen einheitlichen Nationalstaat zu schaffen, wäre müssig. Heute schiene mir das der Versuch eines Wahnsinnigen. Was aber möglich bleibt, ist, die nationale Stellung, die wir jetzt innehaben, zu behaupten. Und das ist möglich, ohne zu einem unausweichlichen Kampfe mit den Slaven gelangen zu müssen, wenn diese die Deutschen nicht slavisieren wollen, weil dann keine Nationalität den anderen in ihrer Entwicklung innerhalb ihrer Stam-znesgenossen entgegenzutreten braucht. Und es liegt auch sür die anderen Nationalitäten weder etwas Verletzen« des noch Nachtheiliges darin, wenn die deutsche Sprache das allgemeine Verständigungsmiltel bleibt. Ewe österreichische Sprache gibt es nicht, und sie wird auch schwerlich erfunden werden, und weder für Italiener und Czechen wäre es angenehmer, das Pol-nasche zur Staatssprache erhoben zu sehen, als sür Polen und Ruthenen erfreulicher, wenn es die czechische würde, als wenn es die deutsche bleibt. (Lebhafter Beifall.) Aber nicht nur der Constitutionalismus ist gefährdet durch eine ungeschwächte Furtdauer des jetzigen nationalen Haders; es steht dabei noch etwas auf dem Spiele, was mir für die Zukunft eines Volkes noch wichtiger erscheint, ohne das der Constitutionalis-mus ziemlich wertlos ist und mit dem das Volk erst zum Bewusssein seiner Verantwortlichkeit kommt und befähigt wird, seine Freiheit zu üben und dem Miss« brauche derselben zu entgehen. Ich meine die Autnomie der unteren staatlichen Organismen. Wenn die Frage der Beschotterung einer Vezirlsstraße, der Anstellung eines Gemeindeschreibers, des Baues einer Schule und so weiter sich zur hochpolitischen und nationalen Action gestaltet, bei der es nicht mehr darauf ankommt, dass sie zum besten besorgt wird, sondern welche Partei im Bezirke oder der Gemeinde der anderen eine Niederlage bereiten wird, und der Sieger mehr Befriedigung über die Niederlage des Gegners empfindet, als wenn die Angelegenheit ihre zweckentsprechende Lö-sung findet, dann ist auch eine gedeihliche Fortentwicklung der Selbstverwaltung nicht zu denken. (Stürmischer Beifall.) Man erzählte mir jüngst, dass in einer Stadt mit gemischter Bevölkerung ein langer Streit entbrannte, ob die Straßennamen deutsch oder slavisch zu schreiben wären. (Hört!) Endlich fand sich ein Local-Salomo, der weises Urtheil sprach; des langen Ha« txrs müde, schlössen die Parteien endlich Frieden, und es wurde beschlossen, sie deutsch und slavisch auf« zuschreiben. Allein neuer Kampf entstand, welche, ob die deutsche oder slavische Bezeichnung obenauf sich befinden solle. (Allgemeine Heiterkeit.) Um auch diese Schwierigkeit zu beseitigen, reichte die Weisheit Sa« lomos nicht aus. Da eine Einigung unmöglich war, so wurden die Straßennamen gar nicht aufgeschrieben, wobei sich mancher in ähnlicher Lage befunden haben mag wie jener Gläubiger, der von seinen zwei Schuldnern lein Geld erhielt, weil keiner leiden wollte, dass der andere für ihn zahle. Glücklicherweise tragen die Häusernummern weder ein deutsches noch ein slavisches Gepräge, und so sind wenigstens die Häuser in jener Stadt numeriert, wenn auch ihre Straßen nicht be« nannt. Die Geschichte würde komisch klingen, wenn sie nicht gleichzeitig ein trauriges Symptom wäre, wie auch die allereinfachsten Dinge durch nationale Gegnerschaft beeinflusst werden. Was nun die Wahlreform anbelangt, so hört man bisweilen, das« unser Begehren nach einer Beseitigung des Gruppensysteme« nicht genügend begründet, nur eine liberale Phrase sei. Man hat zur Befürwortung des bestehenden Wahlsystemes auf die Mission der Abgeordneten des Großgrundbesitzes hingewiesen, welche eine vermittelnde Gruppe zwischen den streitenden nationalen Parteien bilden sollen. Wir sehen aber. dass die Abgeordneten dieser Wahlcurie, sofern sie Nichtdeutsche sind, sich in nationaler Beziehung in nichts von ihren nationalen Genossen unterscheiden; die Deutschen scheuen sich wohl, ihr Deulschthum ebenso entschieden zu betonen, als die Czechen und Polen ihre Nationalität, was ihnen in meinen Augen kein Verdienst verleiht, sie lassen aber an Schärfe gegen die anderen Nationalitäten, vielleicht gerade deshalb, damit es verziehen wird, dass sie selbst sich nicht deutsch nennen wollen, nichts zu wünschen übrig, was ich wieder als keinen Vorzug betrachte und was auch von zweifelhaftem Nutzen für die Deutschen ist. (Bravo!) Wir finden heute nicht im Großgrundbesitze und auch nicht in on oberen Schichten der Bevölkerung die in nationaler Beziehung tolerantere Auffassung. Damit bin ich weit entfernt, gegen die unleren Schlch. ten den Tadel erheben zu wollen, als wenn ihnen das Nationalgefühl fremd wäre; vielleicht ist es hier sogar lebendiger als dort. Allein die nationale Eifersucht nimmt eine mildere Gestalt an, wo die Frage der materiellen Existenz es den Betreffenden „ur zu empfindlich zu Gemüthe führt, welche nachtheiligen Fol« gen für die wirtschaftlichen Verhältnisse aller aus ihr entspringen. Nationale Eifersucht zwischen Staat und Staat absorbiert die Ktäfte der Staaten, indem sie alle ihre Mittel zu Angrisss« und Verthcidigungs-zweckeil verwenden und nichts mehr übrig behalten, um die wirtschaftlich Schwachen mit jenem Werkzeuge an geistigem und materiellem Kapitale auszustatten, ohne dass die freie Concurrenz im vorhinein zur Niederlage der Schwachen führen muss. Nationaler Hass des einen Volksstammes gegen den anderen im Staate macht sie unfähig, die wahren Vollsinteressen gegenüber jenen Gewalten im Staate zu vertreten, die in der Ohnmacht des Volles die eigene Herrschaft finden. Viele Dinge, um derentwillen sich die parlamentari-schen Parteien jetzt bis aufs Messer bekämpfen, dürften denjenigen kaum so bedeutend erscheinen, die in banger Sorge leben um das Brot und Obdach des kommenden Tages. Es würde mich nicht wundern, wenn schließlich die Erkenntnis dessen, was die Parteien und Regierungen hindert, sich mit ihren Interessen zn be. schuftigen, die Bevölkerung dahin brächte, den Tages« fragen zu fluchen, unter deren Banne sich die öfsent-liche Thätigkeit seit so langer Zeit befindet. Ich glaube daher auch nicht, dass dle Beibehaltung des Grohv grundbesitze« als Wahlcurie und ein so beschränkte« Wahlrecht überhaupt, wie wir es jetzt besitzen, nothwendige Factoren in dem Programme eines wirklichen Versöhnungsministeriums zu bilden hätten. Die Ae-deutung, die der Bezeichnung Versöhnungsregierung beigelegt werden lann, ist freilich eine doppelte. Si<- kann die Bedeutung besitzen, dass eilie solche Regierung die Versöhnung herbeiführen solle, aber auch jene,' dass die Thatsache des vorhandenen Zwiespaltes eine solche Regierung nölhig macht, ohne dass man diese seine Existenzbedingung zu beheben wünscht. Und da mit einer wirklichen Versöhnung auch seine i^oii ä'ötrs entfiele und auch Regierungen, wie allem auf der Welt, ein gewisser Selbsterhaltungstrieb ümewohnt. so kann ich mir sogar vorstellen, dass eine solche Regierung nicht einmal gar so eifrig nach den Mitteln sucht, die sie überflüssig machen könnte. (Heiterkeit und Beifall.) Ist jene Auffassung des nationalen Gefühles die wahre und richtige, welche jetzt die maßqebenoen, wenn auch nicht zahlreichsten VollKlreise Oesterreichs beherrscht, dann freilich ist es schwer, sich schließlich eine andere Lösung zu denken, als entweder den Bürgerkrieg oder die Gewalt, die allen Fesseln anlegen muss, damit sie nicht die Hände gegen einander erheben. Ich fasse das Nationalgefüh'l anders auf. Wir sollen unsere Nationalität nicht verleugnen, sie i« Herzen tragen und auch laut für sie einstehen. Wir sollen unsere Muttersprache lieben, wie jeder gute Mensch das heimatliche Thal und die Berge liebt, wo seine Wiege stand, seine glücklichen Kinderjahre im raschen Traume verflogen und seine Lieben die ewige Ruhe finden. Schließt aber diese Anhänglichkeit etwa die Liebe an das größere Vaterland, an die Nation, der wir angehören, aus? Weil jeder nur Eine Mutter besitzt auf Erden und für die Mutter lebt und stirbt, wenn es sein muss, hat er deshalb kein Herz für Brüder und Freunde? Und braucht denn das Na-tionalgesühl das Wohlwollen für anderssftrechende Menschen zu erlödten? Mir scheint manchmal, dass viele inbetreff nationaler Gefühle sich noch auf jener Stufe befinden, die im Mittelalter die ConsessioneN einnahmen. (Stürmischer Beifall. Sehr gut! Sehr richtig!) Man konnte sich damals lein confessionelles Bekenntnis vorstellen ohne Hass und Verfolgung gegen jene, die zu einem anderen Gotte beteten und auf anderen Wegen ihre jenseitigen Ziele zu erreichen meinten. Endlich erkannte man, dass der eigene Glaube nichts leidet durch den Unglauben oder anderen Glauben des Nächsten. Man erkannte, dass alle Confessionen nur Wert besitzen als Mittel der Moral und jener Reli-g.on, deren ewige Gesetze als die Erkenntnis des Guten und Bösen im Menschenherzen geschrieben stehen. Auch die Nationalität braucht leinen Schaden zu erleiden, weil sie nicht die einzige ist, durch welche die Menschen sich die allgemeinen Güter der Wissenschaft und Bildung aneignen, und einen Wert besitzt sie nur, insofern sie die Mittlerin und Stufe bildet zwischen dem Staubkörnchen, dem einzelnen Individuum und der gewaltigen großen Gesammtheit. Leider war ich Zeuge gar manchen nationale« Streites, wobei die, welche ih.l führten, nicht deN Eindruck kämpfender Helden machten, die für edle Ziele ihre besten Kräfte einsetzen, sondern jenen keifender Weiber hervorriefen, für welche der Streit aN sich Zweck, Bedürfnis und Genuss ist. (Slürmischel Beifall.) Ich mache damit keine respectwidrige Anspielung auf Vorgänge des österreichischen Parlamentes, welches ja nicht der alleinige Ort ist, w" man Zeuge nationaler Reibungen sein kann. Is meine aber, es wäre eme ebenso schöne als danlbart Aufgabe, dahin zu streben, dass die nationalen Oe-fühle emen edleren Ausdruck erhalten und eine wohl-thätigere Wirkung üben, als es jetzt leider oft del Fall ist. Es gibt auch ängstliche Gemüther, an deren aufrichtiger Freundschaft für eine sorlschrittliche Entwia^ > lung und die deutschen Interessen ich keinen AugeN- ! blick zweifle, die aber vor dem Gedanken zurückbcveN. durch eme weitere Ausdehnung des Wahlrechtes brei- , tere Schichten des Volks zur Theilnahme an del ^ Gesetzgebung heranzuziehen. Sie fürchten, dass die Masse des Voltes eher zu reactionären Tendenz^ geneigt sei, als sie hoffen, in ihr eine Stütze verfaß ! jungsmäßiger Freiheit zu finden. Sollte diese A- ! sürchtung begründet sein, — ich gebe es nicht z"< aber ich nehme es an, — dann würde auch oh"t , Wahlreform die Reaction über lurz oder lang übel ! uilK hereinbrechen. Denn auf die Dauer hat nur j^ Gesetzgebung Bestand, die dem Geiste der Zeit entspricht. Ist sie ihm vorangecilt, so kommt die rü^ läufige Periode, die keine Macht einer Partei odel eines Einzelnen aufzuhalten vermag. Wir sehen es ^ hundert Beispielen der Geschichte, ob wir nun d>e Schicksale absoluter Staaten erforschen, wo edle Filrste'' lhre besten Absichten scheitern sahen, oder den Verla"» , der Revolutionen betrachten. Und ist die GesehgebM eines Staates dem Zeitge,ste nicht mehr en,spreche",^ dann lann die Stimme des VoltVs wohl eine Ze'^ lang ignoriert werden, aber lauter und lauter ^ schwingt, wie mit wogenden Fluten die Windsb^" ringt, wird sie sich G hör verschaffen. Glücklich ^ Länder, wo man sie rechtzeitig beachtet'. (Bravo!) , ^Laibachcr Zeitung Nr. 165 1423 21. Inli l382. Wer glaubt, dass die Deutschen in Oesterreich in lyrem eigenen nationalen Interesse festhalten müssen an den illiberalen Sahungen unserer Wahlordnung, zittern müssen vor freisinnigen Bestimmungen des Press-und Beremsgesetzes, leine Durchführungsgesetze beschlie. pen sollen fiir den Artikel 19 der Verfassung sowie eme gesetzliche Stellung fiir die deutsche Sprache als der Staaissprache entbehren können, weil die ersteren «mge ihnen selbst schaden und die letzteren sich zweck-Müßige» m ihrem Interesse im Verordnungswege regeln lassen wenn nämlich nur wieder einmal die Deutschen me Negier»»«, in Händen haben, der verleimt vollstän. 0'g den Verechtigungsgrund. den die Deutschen fiir eme lkileüdr Stellung im Staate beanspruchen können, und auch die Bedingungen, von denen es abhängt, vais sie die Zügel der Macht wieder erhallen. So lange gedült ihnen die führende Stellung, als sie die Präger der Ideen der Freiheit und des Fortschrittes Und, so lange Deulschthum und cullurelle Entwicklung «egriffc sind, die sich nicht trennen lassen. Wer aber v'ese Slellung auf verlünslelte Wahlordnungen aus. vauen will und lediglich aus Negierungseinfluss hofft. °er hat sie auf Sand gebaut und leistet den deut« ^en Interessen den allerschlechlesten Dienst. (Stürmischer s ...WK sehen zwar, dass der Nimbus, welcher die >le>Mt!il^» Ideen umgab, und die Zaubergewalt, die w dem Worte «Freiheit" lag. in Europa manch argen .">i e>Ii'tcn huben; es mögen aber hieran wohl jene nnt Schuld tragen, welche' in der öff,ntlUe jene Vorgänger getroffen hat, die es seinerzeit ^ I, anderer Firma ebenso trieben und über welche er Geist der allgemeinen menschlichen Entwicklung zur ^aMordmmg übergieng. Man will warten, bis man wieder die Majorität hat, um dann den Zankapfel der ^prachenfsage zu beseitigen. Aber man thut nichts, "m die Majorität wieder zu bekommen, und wartet "u die Fehler der Rechten, damit durch der Regierung Nugung oder Wendung diese Wendung oder Fügung «'""e. Warten! Diefes Wort ist nicht neu in dem "kllon der Staatsmänner. Seitdem die fibyllinischen "ucyer existierten, kennt man es. In Oesterreich rust leine angenehmen Erinnerungen wach. n .. ^ gehört zu den beliebtesten Schlagworten unserer A."' dass man einem gesunden Egoismus huldigen /ein «"" '" b'eler Well des Kampfes und Streites i men Plnh zu behaupten und nicht unterzugehen in . rm nimmer rastenden Getriebe. Dabei wird stets aus schpi '.'^s""0" ein ganz besonderer Ton gelegt. Es nu?! "^' ^ man annimmt, es gebe neben jenem . »lichen nnd gesunden Egoismus noch einen anderen. ^ lncht so nützlich und auch nicht ganz gesund ist. ^"llll i«.yt aber der Unterschied zwischen beiden? d " »esnnden Egoismus charakterisiert der Kaufmann, heit Ü ""' ""^ "lnsass'"dcm Blick die Gejammt. dem M , '^"^"'^ überschaut und in der Zahl und ssor,^WlNlde seiner Kunden wie im allgemeinen Vlii ^'^ °"ch bie sichersten Bürgschaften für d,e zeim ,,./ "snien Geschäftes sucht. Den ungesunden Guld?» l Krämer, der mil engherzigem Neide die in t>7m ,V^' die in dls Nachbals Tasche stießen, und Vrunk „ ^ lebt. aus dem Schaden anderer die (Vravu'?^'^'"" Groeihens errichten zu köuncn. nicht v/, cl!"^^lnde Egoismus '^ iener. der es Theil ei. I ' ^ b"2 eigene Ich in der Regel den Wie ,„it k ^'Weren Ganzen bildet, und es erkennt. Miaesm,^ ?" Münzen auch der Theil gewinnt; der die en..., ^""' ber nicht weiter sieht nnd denkt, als wem, d s z ")" des eigenen Ich reichen, selbst dann. Enlwick , "? '"' süßeren Organismus zur vollen Uche l« ,',^^ ""9"' kann. Das Bestreben, die mensch-'s< qesu der c^'>"' "iveU.er.». """ u»,en nach oben, «ach m , ^".smus. ,enes umgekehrte, sie vo» oben "" '"'"'"' "'""e ich un. Interell ', ^ ^"' ^ke.mtms der Solidarität der "Nr S'.'^"...^ "undesten in der Auffass.mq als ^ahrlm n°l des Schadens eine unumMliche häufi. . '"lhalt w.rd aber le.drr der «esu, de qar "N i,d""i "''^""bl" Egoismus unterliegen, der Eu N'n,^ der nnaufhal. amen weise« m^"'^ ^ ^"'schheit. Denu es ,si ein N^^ieVs."^''.^ °" «'llillassen wie Nrus- ,7"^erschaften beobachte., lü»»en. dass im Eieq in 7,'^ ""'s Dase... u»r j,n.„ Starkln der zu" Nutz'n gereicht'"" "^'^ '"" >"" '"'^'"^'en "ellu^N^st^'von'seist.' bem auf unfere Partei. Vielleicht wird uns der Vorwurf nicht erspart bleiben, heute hier eine große Verschwörung gegen das deutsche Volk in Oesterreich gebrütet zu haben (Heiterkeit), weil keine Philippiken gehalten wurden, um deu Slaven Uncultur vorzuwerfen oder den Polen zu beweisen, dass. was sie an Wissenschaft und Kunst besitzen, aus den Brüsten deutschen Geistes gesogen ist; derlei Dinge erzeugen aber nur E'bitterunq nnd nützen uns ja gar nichts. Möge die heutige Versammlung dazu beitragen, jene Parteileidenschaft in allen Stäm« men Oesterreichs zu dämpfen, welche blind für den eigenen Vortheil wird, weil sie nur mehr Augen hat für den Schaden, den man dem Gegner bereiten möchte. (Stürmische! Applaus.) Wenn ich ein Czeche wäre. so hätte ich meine heutigen Worte czechisch zu itzechen gesprochen. Da ich aber ein Deutfcher bin und mit und ohne Erlaubnis bleiben werde, und sich Deutsche fanden, die sie hören wollten, so habe ich sie deutsch gesagt. Ich hätte geschwiegen, wenn ich nicht die Ueberzeugung hätte, dass die Grundsätze, die ich entwickelte, den Deutschen in Oesterreich nicht schaden können. Ob sie ihnen und der Gesammtheit nützen werden, hängt davon ab, ob sie eine Uebersetzung finden werden auch i» andere Sprachen unseres Vaterlandes. (Stürmischer Beifall und cndlofe Hochrufe auf Baron Walterskirchen bringen die begeisterte Zustimmung der Vcrfammlung zum Aufdrucke.) Hierauf entwickelte Dr. Theodor Herhka. wieder-holt durch Unruhe unterbrochen, das volkswirtschaftliche uuo sociale Programm der «deutschen Volks-Partei". Als sodann der nächste Redner, Herr Fricdjung, da« Wo»t ergriff, erhob sich im Saale ein großer Lärm, so dass der Vorsitzende nach mehrfachen vcr. geblichen Versuchen, die Ordnung wiederherzustellen, sich genöthigt sah, die Versammlung zu schließen. Zur Krisis in Egypten. Die sechs identischen Noten, welche der Pforte als Ergebnis der Cunserelizberathungen über, leicht worden, haben den „Tunes" zufolge folgenden Wortlaut: „W»r haben entschieden, dass behufs der Beendigung der Anarchie in Egyplen und der Wiederherstellung des 8ww8 iuNtt die kaiserliche Regie» rung eingeladen werden soll. die militärische Besetzung von Egypten im Einvernehmen mit den Mächte» zu übernehmen. Der Zweck der Occupation wird sem, das frühere Civil-, Administrativ- und gerichtliche Regime wiederherzustellen, dle Armee zu lroigani» sieren und innerhalb vernünftiger Grenzen die dem Volke bereits vellichenen Frecheilen zu entwickeln. Der Militär »Befehlshaber wird die Operationen in Uebereinstimmung mit dem Khcdive leiten und sich nicht in o>e Eivllverwaltung des Landes mischen. Die Occupationsfrist ist auf sechs Monate festgesetzt, welche >n Uebereinstimmung mit den Mächten verlängert werden kann, wenn der Khedive em dicsfalljlges Gefuch stellt. Die Kosten der Occupation werden von Egypten bestritten werden, und einige temporäre Erleichterungen dürften von den Mächten gewährt werden." In Egypten steht Arabi Pascha noch im Felde. Er befand sich am Ui. d. M. noch in Kasr.Duwar an der nach Kairo führenden Eisenbahn, etwa zwanzig englische Meilen von Alexandrien entfernt. Seine Strenlraft besteht aus vier Regimentern Infanterie. 1500 Mann irregulärer Truppen, einem Rcgimente Civallerie mit 800 Pferden, :Uj Krllpp'jchen Geschützen und 12 Mitrailleuse». Seine Artillerie soll eine recht gute Truppe sein. Der Khedive und seine Minister blieben in telegraphischer Verbindung mil Arab,, der sich bereit erklärte, nach Alexundrien zu kommen, wenn der Khedive den Rückzug der englischen Truppen und Schiffe verbürge. Sonst möge der Khedive das Mmi» sterium zu Arabi hinaussenden, um zu verhandeln. Schließlich schnitt Arabi die Telegraphendrähle durch, woraus Tewfil beschloss, ihr», d>e Brlaimlmachung, wodurch Arab, znm Rebellen erklärt wird, zuzusenden, aber es dauerte lange, ehe jemand sich enlschloss, die gefährliche Botschaft zu überbringen. Der Pforten-commissar Derwisch Pascha, der nun abberufen ist. sendete fünfzehn Pepefchen nach Constanlinopcl um Hilfe, ohne Antwort zu ei halten. Nachdem englische T'Uppenschiffe angekommen sind, herrscht die Mel» nui'sl, dass Arabi t»e günstige Gelegenheit zur Wieder-befchung All'x.lndriellil habe vorübergehen lassen, doch ist auch jetzt ein gefährlicher Handstreich nicht aus« geschlossen. Ueberd'rs ist Arabl Pascha bemüht, den Aufstand im Lende auszudienen, uno zwar, wle die von allen Seiten zuströmenden Marmnachrichten zeigen, mit nur zu gutem Erfolge. Die am ll). d. M. in Wien eingctloffenen Tele-gramme über die egyptijchen Angelegenheiten lauten: London, 18. Juli, abends. Im Uülerhause erklärte Sir Ch. Dille auf eine Anfrage Mac Leans, dass die Pforte noch nicht auf die identische Nolc vom 15. d.M. geantwortet habe. Mr. Eamphsll'Vannermai, ei widerte Mr. Wolfs, die Regierung billige das Vorgehen des Admirals Seymour vom 11. d. M. vollständig. — Wolfs griff die Regierung auf das heftigste an, worauf Gladstone erklärte, dass die Behauptungen Wulfs« an Verleumdungen grenzten. — Sir St. Northcote glaubt, Wolfs habe nur um eine angesichts der ernsten Ereignisse in Ale-xandrien. bei welchen es sich um die Ehre und Inter» essen Englands handle, nalinliche Auskunft nachgesucht. — Nach lmhrstü»diger Debatte wird der Gegenstand verlassen und die Sitzung bis i) Uhr abends fus« pendiert. London. 19. Juli. Die „Times" bezweifeln, dass die Pforte einwilligen werde, unter den von den Mächten vereinbarten Bedingungen Truppen nach Egypten zu senden, und qlauben. dass die Wahrscheinlichkeit einer europäischen Intervention unter der gemeinsamen Sancllo» der Großmächte durch die bestimmte Haltung Frankreichs wesentlich erhöht worden sei. Bei irgend einer solchen Intervention würde England die naturgemäße Führung übernehmen müssen. Alexandrien, 19. Juli. (Meldung des Reuter-scheu Bureau.) Derwisch Pascha ist sammt Gefolge heute morgens nach Constanlinopel abgereist. Hagesneuigkeiten. — (Promotion eines Bosniers.) Am 12. d. wurde an der Wiener Universität P Vitu» Miljano» ic, Francisraner Orbciispriester aus Banja« lula in Bosnien, zum Doctor der Theologie promoviert. Derselbe ist ei» gebürtiger Bosnier, diente zur Zeit der Occupation als Seelsorger m Banjalula und begleitete dann bosnische Alumnen nach Gran als Spiritual. Vom hochw, Herrn Bischof Strohmayer empfohlen, studierte er sodann m,f Kosten Sr. Majestät des Kaisers am k l. Frintaneum m Wien. — ( G e w ö l b e» E i n ft u r z) Gei dem Neubaue in der Rcthhauestrahs Nr. 9. Ecke der Magiftratiftrahe in Wien. wurde am 18. d. M. abend» um 5'/^ Uhr durch die unvorsichtige Manipulation eines Arbeiters ein großer PlalMwölbelEinsturz veranlasst, bei welchem ein Taglvhner. buchstäblich zelqmlscht wurde und der Urheber des Einsturzes selbst höchst ledensgefährliche Verletzungen davontrug. Dass hiebei nicht nuch mehr Personen Verwundungen erlitten haben, ist nur einem glücklichen Iu« falle zu danken, — (Im Gru'ndlsee gestorben.) Aus Nussee wird dm „Extrablatt" gemelt»rt: „Auf oem Olundlsee ereignete sich gestern nachmittags ein UnglückKsall. der unsere ganze Sommerfrischlel-Colonie in theilnahmsvolle Bewegung versetzte. Ein prächtiger Tag lockte alle» hinaus ans die blauen Flutru des leichtbewegten See» und da und dort flog ein m>! fiöhlichen Sommergästen bemanntes Vnot hin, aus dem dimn heiteres Lachen und lustiges Singen erttmte. So hatte sich auch ein vor wenigen Tagen erst mit seimr Taute und Cousine aul Eger zu mehrwochentlichem Aufenthalte hier eingetrof-fener. kaum 24jahr>ger junger Mann. Dr, Ernst Lbroner. der eben seine Studien beendet hatte, in einem Kahn dem trügerischen Element anvertlliut und war mit seinem stinken Nachen die K-euz und Quer umher-geruderl. Nach längerer Zeit, als er der Lust del Rudersports bereits genüge gethan zu haben vermeinte und mit feinem Boot gegen das bewaldete Vergland zu eine mehr im Schatten liegende Seepartie eireicht hatte, entledigte er fich rasch seiner Kleiber und sprang in die Wellen, um sich von der kühlen Flut erfrischen zu lassen. Dieser Sprung aber sollte ihm den Tod bringen, denn ein Herzschlag traf den Unglücklichen, der vom Nudern jedenfalls noch in hohem Grade erhitzt fein mochte, und machte fofort semem Ledeil ein Ende," — (Schlittschuhlaufen im Sommer.) Nus Salzburg berichtet man vom 17. d. M.: ..Die wegen ihrer feenhaften Prucht berühmte Kolowrals-Htthlc am Unlersl'erg bietet gegenwärtig einen spiegelglatten Eisboden in einer Flüchrnausdehnung von circa 5)0 Quadratmetern. Gestern »acl>»ntlagK machten sich drei junge Herren das seltene Vergnügen, dieses kleine Eisparket mit Schlittschuhen zu befahren — ein Unternehmen, das seiner Originalität hcilber verdient, in der alpinen Chronik verzeichnet zu werden." Locales. — (Ve rleihuna) Se, l und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Eiltschliehung vom l l.Iuli d I. dem Prosessor der OedurtShilfe und Director der Landes-Wohlthnlilileilsaüstalten in Laibach Dr. Alois Aa le nta i„ Aneiteimulig seines vieljäh, rigen. velt'llnstlichen Wirken? lcixsrei den Titel eme» Negierungslalhes allergnädigst zu uerleihen geruht. — ( Priiniz) halt am 23, o. M. in der Kirche der WW. EE. Frauen Ursulmerinnen Herr Hermann Kapus aus der Lavanter D>ü.ese. der in Laibach seine Eltern hat — (Aus der philharmonischen Gesellschaft) Der Viäm'llchor, ter Philharmonischen Gesellschaft veranstaltete im Bereine mit der Direction und dem Lehrkörper der genannten Gesellschaft am Dienstag, den l8. Juli d. I,, anlassl,ch des Namen»« festes des Gesellichaitsdire^toiS Dr, Frieor. Keesbacher zu Ehren ocsselben im Cisino - Cubzimmer emen Laibacher Zeitung Nr. 165 1424 2l. Juli 1882. „Süngerabend". welcher ganz außergewöhnlich ani-miert verlief. Landesgerichtsrath Ledenig, als Director« Stellvertreter, begrüßte den Gefeierten des Abends in einer höchst gelungenen Ansprache, welche, in Form einer juridischen Vorlesung gehalten, die Paragraph« des bür» gerlichen Gesetzbuches über die väterliche Gewalt auf den Gesrllschaftsdirector. als das Oberhaupt der Familie der Philharmoniker, in Anwendung brachte und hiebei Ge> legenheit fand. die Verdienste Dr. Keesbachers um die Vermehrung der Mittel der Gesellschaft (seine hervorragende Betheiligung beim Lotterie-Unternehmen und bei Beschaffung der Subventionen), um die Belehrung (Ge< schichte der philharmonischen Gesellschaft), um die Hebung des Geistes der Geselligkeit und der Eintracht unter den Sängern, fowie überhaupt um den Aufschwung der Gesellschaft in der ehrendsten Weise hervorzuheben. Diese Rede Ledenig« wirkte durch den Contrast der seriösen Form, in welcher sie gehalten wurde, mit dem humo» Kstischen und witzigen Inhalte, durch die oft schlagenden Vergleiche und Beziehungen derselben auf die zahlreich anwesenden Sänger und Oäste durchschlagend und geradezu zündend, und als sie mit einem «Hoch dem Gesellschafts« director!" schloss, erhoben sich die Anwesenden mit stur» mischem Jubel und begrüßten den Gefeierten und den Sprecher zugleich mit einem dreimaligen Sängerhoch. Dr. Keesbacher erwiderte dankend, indem er hervorhob, dass er sich vom politische» Leben zurück» gezogen habe. ebenso habe er alle anderen Ehrenftellen und Aemter zurückgelegt, und er habe hiebei nur das Gefühl der Befriedigung in sich gefühlt. Nur einer Gesellschaft sei er treu geblieben uud von der allein werde er sich nie zurückziehen. Diese Gesellschaft habe leine politische, keine nationale Aufgabe zu vollziehen, sondern nur eine culturelle, und diese Mission seine eine große und eine heilige; eine politische nur insoferne, als das politische Leben eines Landes von seinem cultu« rellen Gedeihen abhängig sei. Es sei daher eine patrio« tische Pfticht. die Philharm, Gesellschaft und ihre idealen Zwecke zu unterstützen. Der Männerchor cultiviere noch außerdem ein Element, welches in unserer Stadt ganz besonders noththue, das der Geselligkeit, es sei daher eine localpatriotische Pflicht, auch dieses zu unterstützen. Er werde der Gesellschaft treu bleiben, auch wenn man es füc gut halten sollte, ihn an eine andere Stelle zu schen. jeder Platz, in dem er für dieselbe etwas wirken könne, sei ihm recht und gut genug. Im Momente spiele er die Rolle der Glocke im Thurmhause, welche die Ge« meinde zu festlicher Versammlung rufe, drohendes Ge», Witter und Fährlichkeit verkünde, wie es im alten Glocken« steimsvruche heiße: „Alle Wetter weiß ich, alle Wetter vertreib' ich"; bei ihm aber heiße der Schlussrefrain: „Bei den Philharmonikern bleib' ich". Jeder Arzt be-i dürfe der Schwere und des Ernstes feines Berufes willen eine Nebenanregung für feinen Geist, und für ihn sei dies die Musik. Redner schloss mit einem Hoch der Musik und ihrer Dienerin, der philharm. Gesell' schaft. und dem Geiste der Eintracht und Geselligkeit, dem Männerchore der philharm. Gesellschaft. Die mit stürmischem Veifalle aufgenommene Rede beantworteten die Sänger mit wiederholter Absinguug des Mottos. Und nun folgte Toast aus Toast. Lied und Chor auf Lied und Chor, und als nun gar Herr Arthur Mahr durch die Improvisation gereimter Trinlsprüche dieses lustige Genre in einer Weise wachgerufen hatte, dafs nun Stegreifspruch auf Stegreisspruch, dem Spiele mit dem Balle vergleichbar, hinüber und herüber ge» worsen wurde, da riefen diese lustigen, oft von seltener Schlagfertigkeit zeugenden, immer aber vo» Humor und übermüthiger Laune durchsetzten Verse eine stülmische. fast nicht mehr versiegende Hcilelleit hervor. U»ler deu ernsten Toasten, und selbst diese suchten nut Vorliebe die humoristische Form, nennen wir noch den Toast Dr. Keesbachers auf Nedveo. den artistischen Director, wit dem er stets in treuer Personalunion fortzuwirken in der glücklichen Lage sein möge; Herrn Mahrs auf den Sänger F. Palsinger, der nach schwerer Krankheit das erstemal wieder im Kreise der Sänger sich befinde; Rudholzers auf den Gesellschaftsdirector; Dr. Kees» bachers aus Rudholzer, den Nestor der anwesenden Sänger; des Gesellschaftsdirectors auf die Lehrer und beitragenden Mitglieder; Herrn Mahrs auf den Damenchor u f w. Auch diesmal war es wieder eine späte Nachtstunde, welche dies heitere, von Geist und Humor übersprudelnde Sängergelage schloss. — (Von der „Laibacher Volkslüche".) Gestern fand der zweite diesjährige Gesellschaftsausflug des Vereins „Laibacher Volksküche" zum „grünen Berg" statt, und verlief derselbe in der animierteften Weise. (Wir bringen morgen einen ausführlicheren Bericht. Anm. d. Red.) — (Brand.) Aus Stein wird uns geschrieben: Durch die Unvorsichtigkeit zweier Knaben, des vierjährigen Vincenz Riedel und des fünfjährigen Vranz Celler, welche unbeaufsichtigt mit Zündhölzchen spielten, gerieth am 27. v. M. eine dem Vater des erst» erwähnten Knaben, Johann Riedel. Strohhutfabrikanten in Domzc^le. gehörige Getreideharpfe, welche sich in der Nähe der «wähnten Ortschaft befand, in Brand und wurde sammt den in derselben befindlichen Feldfrüchten e,n Raub der Flammen, wobei der Eigenthümer einen Schaden von c,«<> 300 st. «litt. Weiteres Unglück wurde nur durch das rasche und energische Eingreifen der freiwilligen Feuerwehr von Domzale verhütet, welche unter der Leitung ihres Hauptmannes Herrn Matthäus Ianezii auf dem Vranbplahe erschien und deren aufopfernder Thätigkeit es gelang, eine nur zehn Schritte vom Brandobjecte entfernte, ebenfalls fchon in Brand gerathene Harpfe zu retten und so ein weiteres Umsichgreifen des FeuerS zu verhüten. — (Aus den Nachbarländern.) In Klagen fürt hat am I(i. d. M. die feierliche Enthüllung eines Kaifer»Iofef-Denlmals im Vorgarten der Ackerbauschule stattgefunden. Das Denkmal besteht in einer Büste aus Bronce aus der fürstlich Salm'schen Gießerei in Blanslo (80 Centimer Höhe). Der eckige Sockel ist aus einem schönen dunlelgrauen Marmor von FaLdis bei Cioidale nächst Udine. Die ganze Höhe des Denkmales beträgt jetzt 3 20 Meter, und dürften sich die Gesammtlosten auf etwa 1000 fl. belaufen. Auf der Südseite des Sockels befindet sich die Inschrift: Xtuger ^0«6l dom XwcitLil äio (lüiikdaren I^nänirts Xärntsuä 1882, auf der Rückseite liest man: 12. ^uli 1782. 12. ^uli 1882. Die am Fuße des Denkmales niedergelegten Kränze, 43 an der Zahl, boten durch die Mannigfaltigkeit und die theilweife Seltenheit des dazu verwendeten Pflanzen- und Blumen-Materiales rinen ganz einzigen Anblick dar. Neben den mit vielem Geschmacke gebundenen elliptischen und runden Kränzen auS Lorbeerblättern, Remontant» und Theerosen, Lilien und anderen Gartenblumen sah man hier auch solche mit Epheu. Eichenlaub. Nadelholzzweigen, Getreideähren, Feldfrüchten und Gemüsen, Weichseln und Johannisbeeren (Ribisel) und vor allem den schönsten und seltensten Hochalpenblumen. Es war in Wirklichkeit eine pflanzengeographische Ausstellung der reichen Blumen-und Fruchtschätze des Landes aus Garten. Wald und Flur bis zu den höchsten Zinnen der Alpen om Rande des ewigen Eises und Firnes. Die norischen Urgebirgs« Alpen sandten ihre Zirmen, duftenden Kohlröseln und Speil, sowie ihre rostrothe Alpenrose oder Almrausch, die südlichen Kallalpen hauptsächlich ihr Edelweiß und die behaarte Alpenrose, der Gau Untergailthal einen Kranz aus den Blumenähren und Blättern der auf dem ganzen Erdenrunde nur allein auf dem Gartnerkofel vorkommenden Wulfenia. Das «Triester Tagblatt" berichtet, dass der neu. ernannte Bischof der Diücese Trieft. Capodiftria. der hochw, Dr. Johann N. Glavina. am 29. d. M. in Trieft seinen Einzug halten wird. Die feierliche Installation wird am 6. August stattfinden. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib. Zeitung." Paris. 20. Juli. Die Ministerkrisis wurde durch ein Vertrauensvotum der Kammer beigelegt. London, 20. Juli. Gladstone kündigte an, er werde am Montag einen Credit zur Verstärkung de, Streitlläfte im Miltelmeere verlangen. Alcxandrieu, 20. Juli. Eine Recognoscieculic, durch die Engländer ergab, dasi die Stellung ArabiS schr stark ift. Dabi lenkte den Mahmudich-Kanal, durch welchen Alexandria mit Wasser versorgt wird, ab. Die Cisternen in der Stadt sind indes gefüllt. Innsbruck. 20. Juli. Nach erschöpfter Tagesordnung schloss dcr Vorsitzende gestern den Lono-tag mit einem vielfachen, begeistert aufgenommenen »Hoch« auf Se. Mapstät den Kaiser. Trieft, 10. Juli. Da« Executivcomiie der Triester Ausstellung veröffentlicht folgende Erkläiung: Die im Dienstag'Abendblatte der „Presse" enthaltene Notiz über die Auffindung einer Petarde und zweier Dyüamitpatronen in den hiesigen AuKstellungsgebäuden ist ganz und gar aus der Luft gegriffen. Köln, 19. Juli. Auf das von den rheinischen Kirchenvorständen wegen Ruckberusmig des Erzbischofs Melchers eingereichte Immediatgesuch antwortete der Cultusminister, dass er das Gesuch bei dem Könige nicht befürworten könne. Nayreuth, 19. Juli. (N. Wr. Tgblt.) Es ist noch nicht sicher, ob Komg Ludwig von Äaiern zur ersten Aufführung des „Parsifal" hieherlommt. Bestimmt l>t. dass Ende November der .Parsifal" im Münchener Hoflheater ausschließlich für den König dargestellt wlrd. Die Decorationen hiezu werden eigens gemalt. Das Perfonaie des Hoftheaters wird singen, also auch das Ehrpaar Vogel (Parsifal und Kunory). Paris. 20. Juli. In der heute vormittags ab-gehaltenen Sitzung des Minifterralhes machte Präsi-deut Grevy dem Ministerpräsidenten erneut eindringliche Vorstellungen, um chn von seiner Absicht, zurückzutreten, abzubringen. London, 20. Juli. Reuters Bureau meldet aus Constantino Pel vom Heutigen: Die Pforte hat die identische Note der Botschafter be-antwortet; sie schlägt eine neueConferenzoor. Constantinopel. 20. Juli. In Beantwor« tung der identischen Note der Botschafter übermittelte die Pforte gestern abends den Vertrelern der Mächte folgende Note: „Der Unlerzeichnete ist im Besitz der Note vom 15. d. M., welch< die Absendui'g türkischer Truppen nach Egypten verlangt, die durch die gegenwärtige Lage dieses Landes geboten erscheine. Wenn die ottomanische Regierung sich bisher nicht entschlos-sen hat, aus eigener Initiative Truppen an Ort und Stelle zu entsenden, so liegt der Grund darin, dass sie, wie es begreiflich ist. sich der Ueberzeugung hingab, dass Maßregeln der Strenge vermieden werden könnten. Im Vertraue», auf die Bemühungen der Mächte für die Wiederherstellung der Ordnung und indem ei auch diesesmal mit Gemlgthnung Act nimmt von der Achtung, welche die Mächte in feierlicher Weise und zu wiederholtenmalen für die unbestreitbarrn und unbestrittenen Smiveränetätsrechte des Sultans auf Egypten belundetcu, IM der Unterzeichnete die Ehre, auf Äefehl des Sultans die Votfchafter in Kenntnis zu setzen, dass die Pforte einwilligt, an der Conferenz theilzunehmen. welche gegenwärtig m Coiistantilwpel einzig und allein für die eqyptischen Angelegenheiten und zur Erörterung und Feststellung der Maßnahmen versammelt ist, welche nothwendig sind, die Rückkehr des normalen und regelmäßigen Zustandes in Egyplen sicherzustellen. — gez. Said." Constantinopel, 20. Juli. (U, der Paris.) Die Conferenz hielt gestern Sitzung. Noailles u"d Dufferin legten officiell das Project, betreffend den Schuh des Suez-Kanales vor. Smyrna. 19. Juli. Gestern nachts verheerte eine Feuersbrunst daö jüdische und türkische Viertel; die Häuser und Gewölbe wurden ein Raub der Flammen. Handel und Volkswirtschaftliches. Lailmch. 19. Juli. Auf dem heutigen Marlte sind erschiene,,: 14 Nagen mit wetreide, 6 Wagen mit Heu UN» Stroh, 22 Wag.cn und 2 Schiffe mit Holz (1U Cubilmeter). Durchschnitts»Preise. Weizen pr. heltollt, "VN ,0 «'«utter pr. Kilo . - 75 -j^ Korn . «0l 6 4^Eier pr. Stück . . - 1?------- Gerste (neu) . 4 40 5 33,Milch pr. Liter . -j 8 - ^ Hafer . !i 74 :;,83 Rindslclsch pr.Kilo 56 Halbfrucht . ! 7-Kalbfleisch „ -48 - Heiden „ 6 50 6 ^Schweinefleisch „ —W -<- Hirse „ KM 5 l7öchöpjsnslc!sch ,, — !28^^- Kuluruz „ 7- 7 0liuähut»el pr. Stuck — Ü0 -^ Erdäpfel !00 Kilo---------------lTaudcn „ - 18 - Uinsen pr, Hcltolit. '.»-----------Heu 100 Kilo . . 2 50 - Erbsen . "-------Vtroh „ . . 1 «9 ^ Fisolen „ 10-----------Holz. hart., pr, vier Rindsschmalz Kilo — U0------- Q.-Mcter------5 80 Schweineschmalz „ ^ 8ü------------ weiches. „ — 4 ^ l Speck, srlsch „ 74-------Wein. roth,. 100Lil,-------20 -^ — geräuchert „ - 78-------j^ — weißer »-------Is -^ Angekommene Fremde. Am 19. Juli. Hotel Stadt Wien. Graf Glcispach, l. l. Kämmerer und Oberstaatsanwalt; Vajardi. RechnungSicvidcnt. und Dr. LehmanN, Edler u, t. t. Olicrlandcsgerichtsrolli, t. — Schweiß haldt, ,«rica.scommlsjär, Stuttgart, Kaiser von Oesterreich. Tercel. Idria — Pianowsly, Laas ^ Durüia,. l. l, Rcct,!l!Mll>Obcrjäa.cr. (5illi. Mohren. Pczoct, Förster. MooSourg. — Grethcr, Rciscndel, WicS.___________________________________________^. Verstorbene. Den 18. Juli. Anton Grosz. FassbiuderSsohn, 2'/,^' natt', Acmunastrlllle Ar. 19, Zchlfielicr. Johanna Äizi"' Ailicitcrslochlcr. 13 Mun, Alter Marlt Nr, N, Lungenenlz"^ dung nach Masern. Den 19, Juli, Anton /jgajnar, ArbciterSsohn, 1'.', 2" Hradchtyoors Nr. 0, Blulzccschung, Elisabeth-Kindcrspital: Dcn 18. Iuli. Johanna Stcrbcc. Tchusterstochter. 15^ nate, Polanastraszc Nr. 18, Masern. Den 1 9. Iul i, Franz .Nuniic. Schustcrssohn, 7 MoN«"' Polauastraßc Nr. 18, Masern und Vlulzcrsrhima.. Lottoziehuug vom 1!). Juli: Äriinn: 74 11 A2 04 47. Meteorologische Beobachtungen in Laibach^ ' u W n ^ i° ^ 7 U. Mg. 740 27 ^17'6 NW.'schwach heiter ^, 20. 2 . N. 7.i7^3 ^27'<1 NO, schwach heiter ^"^ 9 . Ab.l 7.^723 ^2l5 windstill heiter Wollenloscr, heiterer Tag; nachmittags Nordoft mäßH Das Tagcemiltcl der Wärme war -j- 2^i ^i«, um 2!)" über ^ Normale. Verantwortlicher Redacteur: Otto mar Vamberll' 1425 Course an der Wiener Börse vom 3l». Juli 1N83. «N.« »«„ °«.°«, °°««b>°,..' Gelb Ware TtaatS Nnlehen. »l°tlN»»!,'.......77.,s, 77 4l> Sllberrrn»,'.......77,<, 7« ,<> !»54«I <"/„ S«,al«l«<« . ,«, fi, ,z!0 — ,«u 5,0 I!«i0el <"/„ «anze 500 . I3,'!»n 132 40 I»««« <"/„ Fünftel I«).. 137^5. --- l««4ür k!».N>>ll,s« . . l«0 „ l?z 7L 173'j!<1 lue4er „ . . ÜN « 17, 50 17» 50 ,nschelne . per St. 34— 3s,— <"^OcN,(Vell„^nle, fieucrftci . 95,5 9580 l^efterr, vloicinrnte, fieuersrei . »3 20 z»» 45 d'/<,c)cst, Sch.i^scheine. rüllzahl» bai i»«!i....... . ^._ ..^ Nng. Goldrem«: ««/, . . . , 1,8 »0 ,z,o 10 « „ ^ <"/«..., 8U,« «»«5, , Paplcr^xic 5"/„ .... u? 5» i>? «i> , «lleiil'.Anl. »ufl.ö.W.S. ,»6 25 ,»»75 , ^stbah», Piioriläte» . , U, nn 9, !«0 , Slani« Obl. Yl»»'N«,i,-^o!!: 4"/n luu fi. . . ill-— ,«'50 <»rundentl. Obligationen (!>lr lu«, >i, ^,.M.). l"/° böhmische.......»««.'.o — - ""/»gallische.......»«5NIU0 — »"/»mahnlch^.......,„«.__ ,(,7__ "-/»nildciöftcntichilch«. - - . ,05 50 ,07 — ^/» »bNost^I, ,ch,,cht . . . .,04----------— »'/« lr«ll!!!che ,ind llav°ni »!<'!!,'. Andere Vsscntl. Anlehen. Donau«!»ess,'i,'rll .v/„ ,un fi, , ,14 — ,,4-5,o dto. «»lcihe 1«?«, ficuerjrei . '«» bü ,U4 -«lniehcn d. C ladlgcmeind« Wien 102 7.', lug zü Nnlehen d. Kladlglmcinde Wien (kitt'cr ober ("old) .... ,«3 - l«4 — Pläm!ln-«nl,b,Slab!„sM,N>lN ,2«— i^«ül» Pfandbriefe Vodcncr. aUg, öfteri. <'/,"/« Vold ,»0 «k 12« 75 dlo. in 5.0 „ « ü"/, . ion 75 10, «5 dlo. !N 5.0 „ , <'/,"/» »»O5 »» i!.. blo. in 5><> „ „ 4"/, . «3 «0 »4 3», dl« PiHmien.EchuIdveischl.»»/, l00-«.'> ,00 7l> O«fi, Hypothelenbanl ,0j. l»>/,°/, l0<< 2^> ,0, — Qefi.'ung. Vanl veil, 5"/« . . l(,i zic ,l>, »5 b<°. , <'/»"/». - l02 »5 »ei — b«°. „ 4"/„ . . »l»0 0«l« Nng allg.zjobcncrcdil'Actienges. in Heft in »4 I.vcrl, 5'/,"/« . «»''» » ^ Prioriiäts. Obligationen. «ill ,oufi.>, » l0 !0l) — herbinant<>Vlolt>vahli in Silb, ,0»!—------- Klanz'v'osej.Uah».....103 25 10» 50 i/alizilchs «all ^ ^ntwiz » Vahn «im ix«, ^!l»<» f>. ^ 4'/,«/« . . l«1'«5 Il,,'50 Vcld ,War, Ocftei-l. Nordweftbahn , . . . ib» »o'i«4 »0 Sicdcnl'illssel.......92 »0 ss» — Elaaiei'ahn 1 Emission . , . ikz 75, .-— Südbahn i^ 3"/«......133 75,34 — , ^ 5>"/„......1l»'5.<> ,20 - llng..g»l!z. Nahn.....,420 »4 ?l» Diverse llosc (pn kliick). Lleditiost ,M»fi......1?N 50 ,77 »s> «llary.^ole 4« fi.......4» ^5 4« l>o 4"/» T>onau.T>ampfsch. i(X) st, . „,u — ,^—- Ofen« ^ose 4« fl......3850 <,<, ^ Palssv-i'olc 40 fi......,8,75 ,9 2.«, Mubols.kose ,U fl......zL SU — — Salm.t'ose 4U N......5,.^ .1,.^. Et-Gtno>e«Vo!e 40fi.....in >H 47 — Waltftcin l' sc ^!0 fl.....^>»— ,«-— WintischglHy-Vrsc i!U fl. . . , I',-— ^7, Vanl - Nctien (prr Stü^l). «nglo»Oeftt?r, Vanl ,LNsl , ,2? 57, ,23 — Vanl'VcscNsd, ' - n.«_ Vanluerein, ^> ^ic, . Vbncl. Nnfi, ' , 2»» 5,0 ttidl.^Nnft. l, ^.nid u. (Ä. l!^o jl, il!lu .^2« :>i, !,'— 214 — itecrmplc Gcs., Nict'ciöst, 5,uo ff u?u — y»0 — Hypolhelc»!)., öst. X<«) N. .',u^, E, — — — ^. Lätibelbanl öst, !i0U sI. G. !>o'^H. — — — _ Oeft«rr..Ung. Bank..... Sl9 — 8», — Unionbanl i«(> si...... izz-— ,5b-zs> ilanl «!!,! >4<> s>, , . 146 75, ,47-2', «eld Ware Nctie» von Transport» Unternchmuugcu (per Stuck). Nlblecht.Vahn «00 ss. Gilbn . — — — -Nllrll ssi,,ma.>l,itt!,bl:«oof!,V,'pl,>>t!lsn!' X<»Osl.«M.--------—'— Vehm, Vloidbahn ,5l) st. . . . I?« — ,77 — „ Wessbahn «00 N, . . . 5l« ^,^I!>? b» Vuschtiehlab« List, 5>U« ft. 2Vl. »s,7 - »s.l» — ^ « (lit N) »<»0 ft. . 1»« — ,!,« s,<» Donau. Dampsschlffahll . Ges. Ocficn, 5.0U fl. (lM.....59l — 593 — Dsa»'«!!0 ft. ,.,,»< ^,>U782i, Ä ^l'l'Ü.ö,^, ^!,, ^l. ^^ — ssahlclU'crll.liisenl', III)« f>. , . ^. ^ 43-«» »a!chllU»Obnb, «tljcnd. ^l»«««. K il>, l,c» 152 — ^cmbelg'tNb. »00 ft. Eilb, «,« — «,« 5<) dlo. (lit, 1!) ,00 ft. Silbtl .>2.!5. 75. 23« «5 Plog.Duser lliftnb. 15,0 ft. bill,,! <<<> 25, «(."?!> Mudols'Bahn X00 fi. 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