Mibacher Nr, N Pisnnmeration«Pl«<»! Im Vomptoll »>««<. N. ll, haldz. ft, z-ft<», NUr die >, 7 5«, Freitag, 9. April. In1«rl?k ! ?^"le in den nachgesuchten dauernden v'sM? '^ Allerhöchste Zufriedenheit mit seiner bckmm. ^" /""" und ersprießlichen Dienstleistung """l gegeben werde. den ^' ^cellenz der Herr Minister des Innern hat Schiff ^" t- k- Professor der Medicin Dr. Franz Pliii,.^^' ^u Eisenliahnmzt Dr. Adolf Eisl, den "»civil 3^' ^^"^ Fux und den l. f. Regirrungs-Niitas ^ ' «lredlich Keesbacher zu ordentlichen Dau r?" ^^ ^ k- Sauitätsrathes für Krain auf die 3„il°">i Jahren ernannt. "wach am 7. April 1iM). t. Landespräsidiu m. Nichtamtlicher Theil. Die Begebung der Goldrente. ^gehl" ^r, Dienstag abends iin Finanzministerium ^"!l!ia !N)".. lfcrtoerhandluug über die Begebung von dir ^, ^"iUwuen Gulden Guldreute blieb bekanntlich ^H Zw-usterreichijche Bant" nut drm Curse von GiiW» '.^^ln. liö hatten noch concurriert: Die 6ledi!a 0" Aodcncreditanstalt mit 89 2l; die >nit 89w ' .^' ^ von Rothschild und Konsorten, Und M,^'."^ Unionbaul und die deutsche Effecten« ^posN . auk „.it 88 tt3 und die allgemeine letale' '«.'" ^'"l und die „Socicte dc l'Union lu»g sj^ "l Pans mit 86-80. Bei der Offertverhand-"orsitz ^^ der Finanzminister Baron Kriegsau den ^Utt in , ^"ss"le wurden in der Reihenfolge er-^liiü .p<„ l^cr sie eingebracht worden waren. Dem« lwüa .? e ^^ der Creditanstalt zuerst zur Er-"W. h "'^ hierauf jene der Unionbant, der Auglo-^edit^^ Depositenbank nnd zuletzt das der Aoden-^rath ' "'^le Zusprechung fand ohne vorhergehende ^» s^s..'^^ Sobald sämmtliche Offerte bekannt ^"'den Vs^^inanzminister die zur Emission ge-'"tute ^ ^dreuteneichischcn Bank", der „Sociclc des Depots et Comples conrants" und der „Societe's sinanciüre" in Paris, der „Norddeutschen Bank" in Hamburg, der „Dresdener Bank" und der Firma Jakob Landau in Berlin, Da der Tagescurs der Goldrente laut dem osficielle», Cursblatte 89 10 Geld. 89^5> Ware beträgt, fo blieb das Offert der Creditanstalt um acht Kreuzer unter dein Geldcurse und das der Bodencreditanstalt mit vier Kreuzern unter dem Warcncnrse znrück; jenes der Anglobank über» steigt den letzteren um zwei Kreuzer. Der diesmalige Zuschlag der Goldrente erfolgte zu einem noch höheren Curse, als die Begebung der letzten Serie von Papier-rente. Ueberhaupt hat noch keine Emission von Rente zu so hohem Preise stattgefunden. Dieser höchst erfreuliche ftnanciclle Erfolg findet auch allseits die entsprechende Würdigung. So äußert sich unter anderen auch die „Presse" hierüber in fol-gender Weise: „Dieser Erfolg hat wohl selbst die kühnsten Erwartungen des Finanzministcrs übertroffen. Vor drei Tagen notierte die österreichische Goldrente 88 30 und hcnte werden 20 Millionen Gulden derselben um 1 Procent über diesem Curse, ja um zwanzig Kreuzer über der heutigen officiellen Notierung (89 10) erstanden. Ob die Anglobant recht gethan, so hoch zu bieten, darüber wird der Erfolg entscheiden. Da die Bank von ernsten und geschäftsgewandten Männern geleitet wird, muss man annehmen, dass sie das Wagnis, welches in der ganzen Operation liegt, nicht ohne reifliche Erwägung und nhne dass sie für den Absatz theilweisc vorgesorgt haben, nüternahmen. Die Anbote übrigens, welche von der Bodencreditanstalt und der Rothschild-Gruppe gemacht wmde», beweisen, dass die großen Institute sich energisch ansetzte», um die neue Concurrcnz der Mittelbanten aus dem Felde zu schlageu. Bemerkenswert ist. dass die Unionbank, welche ihre letzte Rentenoperation rasch und, wie hinzugefügt werden kann, geschickt abgewickelt hat, diesmal mit ihrem Offert stark hinter den übrigen MÜcklilieb, wobei wir unter den «übrigen Offerten" das der Bontoux-Grupftc nicht meinen, der es wohl wieder nur darum zu thun war, auch dabei gewesen zu sein. Der heutige Erstchungscurs übersteigt den höchsten früher erzielten Cnrs um l43 Procent, den niedrigsten um 2173 Procent. Der Zinsfuß, zu welchem der Staatsschah den neuesten Credit erhält, beträgt 5 3 Procent. Die heute begebenen T'tres eingeschlossen, wird nunmehr die emittierte Gesammt« summe der österreichischen Ooldrente rund 340 Millionen Gulden betragen." Österreichischer Neichörath. 65. Sitzung des Abgeordnetenhauses Wien, 7. April. Präsident Coronini eröffnet die Sitzung um ll Uhr. Am Ministertische: Ziemialtowsti. Falten-hayn. Prazat, Conrad, Kriegsau. Der Finanzminister legt einen Nachtragscredit vor im Betrage von W,000 st. für die Be-theiligung Oesterreichs an der Ausstellung in Melbourne. Die Generaldebatte über das Budget wird fortgesetzt. Abg. v. Plener kritisiert die finanzpolitische Thätigkeit der Regierung. Es ist nicht richtig, dass das jetzige Budget das Budgel der früheren Regierung und Majorität ist. Die Ergänzungssteuer sei das eigenste Werk der gegenwärtigen Regierung. Um das Zustandekommen der Stcucrvorlagen habe sich die Regierung fast gar nicht gekümmert. Man sollte glauben, dass der Finanzminister, der in schwieriger Zeit zur Leitung der Finanzen berufen wurde, das Äe^ dürfnis empfinden würde, seine Ideen in die Oeftenl^ lichfeit zu bringen. Man darf sich durch den günstigen Curs. welchen die letzte Goldrenten » Emission erzielt hat, nicht irreführen lassen. Redner gibt seiner Ueberzeugung Ausdruck, dass das jetzige Deficit in der gleichen Höhe auch in den nächsten Jahren bestehen wird, und betont, dass dem Deficit nur entgegengetreten werben kann durch eine große angelegte, einheitliche Action, indem man gleichzeitig die Civil- und Militärverwaltung billiger macht und die Vermehrung der Einnahmen ins Auge fasst. Aber was thut die Regierung? Sie will eine große Steuerpolitik machen mit kleinen gehässigen Mahregeln, die nur ein Nothbehelf für den Bedarf eines Exposes seien. Die gegenwärtige Majorität des Hauses ver« halte sich der Steuerreform gegenüber ablehnend und verfügt bis jetzt über kein klares, bestimmtes Finanz« Programm. Eine Partei, die nach jahrelanger Minderheit znr Gewalt kommt, müsse sich über das Niveau der gewöhnlichen Schlagworte erheben, wenn sie überhaupt etwas politisch Reises vorzubringen habe. Die Jeuisseton. I ^ Kehrer muss voran! !.">n wir? ^tischen wie überhaupt in allen Zei-^"> Wpr '5 lMrer Zeit sehr viel über die Auf-schule ,ü^^^""""» geschrieben, welche die 7 die kii„c - d'e heranwachsende ländliche Jugend, M'te. h?>, '9.e landwirtschaftliche Geueralion haben r "> v el?^)^ und — wenn wir etwas Geduld 3b schreib "°ch haben wird. Unser Volksschul-Men dp'" ""'"l'ch vor, dass der Lehrer in den > der n)5""bgemeinden den Unterricht, besonders ..."Nr ml^ "laichte „„h ^s Rechnens, so viel d ^" l2 ^.c^"" Beziehung auf die jeweiligen st«^ ""s Verhältnisse ertheilen soll. L> qa , V' l< .'lt l"r ^terming des Gegen-7"e das ^e^n^'"^. °b ein Innge in der Volks-' H> Kil ? '" dadurch erlernt, dass cr so und «t' oder vV^l "'" so "nd so viele Kreuzer be-s" ^ i,n ^,5 berechnet, wie viel Heu eine Knh, ^ " ,lris5t w'" baucht, wenn er täglich so und ^ !"'e viel ^. "'^ schrei! Dünger erzeugt wer-^^""thiat u !«? ?" "us "ne bestimmte Fläche t>H Nchcht ".'^l. Wenn die Aufgaben m,f letztere H"l die üN"'.?^"' sie fruchtbringende Ge-s"M noch fü7 die Eltern von ^w^e s^ wird ganz !"' 3.' "" it 5 d" ?/'«be das Beispiel im Zu- ll^e 'l.'>,,,>c, .^"'k" Aepfcln oder Leinwand, oder >U,5Ur, V '"it Futter, Dünger nnd Feld« ^ ? l^ch HU den landwirtschaftlichen Unterricht " K>.abe.'^öu «verschätzender Bedeutung. luugt dadurch an, landwirtschaftlich denken, landwirtschaftlich rechnen zu lernen. Besonders in der Naturgeschichte, in der Naiurlehre wenden sich unsere Lehrer uoch gern den meist entfernter liegenden Gegenständen, den dem heimischen Gesichtskreis entrückten Dingen zu, während doch der wichtigste, der meiste Lehrstoff h'ezu gerade unter'm Fenster, im Garten, hinter dem Haufe liegt. Also mit Beziehung auf die örtliche Landwirtschaft soll der Unterricht in der Dorfschule ertheilt werden. Und wenn erst der landwirtschaftliche Fortbil-dungsunlerricht au Stelle des Wiederholungsnnterrichtes, nnd zwar auch iu gesetzlicher Weise treten soll, was werden da für landwirtfchaftliche Kenntnisse vom Lehrer verlangt, was soll die der Volksschule entwachsene Jugend nicht alles durch den Lehrer lernen? Die Elementar, begriffe über Boden, Dünger. Ackeiung und Saat, Kenntnifse des Wiesen- und Obstbaues, der Thicrzucht und Betriebslehre, das alles soll der Lehrer den Fort-bildnngsschülern vermitteln, ihnen in verhältnismäßig kurzer Zeit beibringen. Der Lehrer soll auch den Schnl-garten, nnd zwar wieder den im Volksschnlgesetzc stritte bestimmten Schulgarten, besorgen, denselben für den Unterricht benutzen, kurz der gegenwärtige Lehrer soll vom gesammten Ackerbau theoretisch mehr wissen, als jene, die ihn betreiben, und viel mehr, als seine Vorgänger gcwusst haben. ' Nun, auf welche Art und Weise wird sich der Lehrer diese Kenntnisse aneignen oder eiwerben? Diejenigen, welche jetzt und später die Lehrerbildungsanstalten verlassen, bringen dieselben schon von dorther mit; sie fehlen nur jenen, welche ihre Lehrerbildung vorlängst erhalten, welche überhaupt keine Lehrerbil-dungsänstalt besucht haben oder in Znlunft besucht haben werden, denn noch immer ist der Lehrermangel nicht behoben, uud sind die Arbeiter im Weinberge! des Herrn in Bezug auf pädagogische und alle anderen Kenntnisse noch lange nicht ebenbürtig. Wie erlangt nnn ein solcher Lehrer die nöthigen landwirtschaftlichen Kenntnisse? Ganz einfach, dass er an allem, w.s mit der Landwirtschaft zusammenhängt, reges Interesse nimmt und sich. mitten in ihr lebend, darin auszubilden sucht. Er wird trachten, sein ih« zugewiesenes Stück Feld, seinen Garten mustergiltig zu bewirtschaften, er wird seine geringen Erfahrungen im Verkehr mit den Landwirten des Ortes, der Umgebung zu vermehren suchen, er wird sich bei allem betheiligen, wo kostenlos landwirtschaftliches Fach» wissen vermittelt nnd erreicht wird. Dies gilt nun hauptsächlich von der Gründung oder Errichtung landwirtschaftlicher Vereine. Der Dorf» verein «st die Ackeibauschule des Lehrers. Im Verkehr mit den Mitgliedern, durch die dort gehörten Vorträge und Debatten, dnrch die dort ausgetauschten Et> fahrungen lernt der Lehrer i er lehrt jedoch dort auch. denn er ist im Besitze einer Summe allgemeinen und theilweise speciellen Wissens, welches den übrigen Mit» gliedern fehlt und ohne das ihnen oft wichlige Dinge uud Vorkommnisse in der Natur und Wirtschaft ganz unbekannte Größen bleiben. Wer wäre besser geeignet, solche landwirtschaftliche Fortbildungsvereine zu gründen oder diesen mit« arbeitend beizutreten, als der Lehrer? Er ist in der Lage, dort über manches zu sprechen, was dem gereif. ten Manne schon längst entschwunden, über manche«, das die übrigen Mitglieder zu wissen nöthig hatten. Er eignet sich n,n besten zum Schriftführer, z»m Ge-schäftslener, Zeitungs- und Bücherverwescr, zum Kassier; er ist das geistige Organ in der Dorfgemeinde, dlihes auch im Dorsvereine. I" dief-m sol/te der ^eyrer nirgends fehlen und ftr sich den Löwenantheil dkl eao Action der gegenwärtigen Regierung, welche die Coalition der Parteien auf ihre Fahne geschriebell habe, sei eine verfehlte. Die Parteien ständen sich schroffer als je entgegen und lahmen einander in gedeihlicher Thätigkeit. Die größte Sünde der gegenwärtigen Re« gierung sei die Sprengung der conservative« Centrumspartei. Sie habe damit den Conscrvatismus mehr geschädigt, als irgend eine Regierung. Sie habe die nationalen Aspirationen wachgerufen und die Stabilität des Staatswesens in Frage gestellt. Zweimal fei dieses Experiment, welches die Regierung wiederhole, gescheitert an dem Uebermaße der selbsterweckten natio» nalen Anforderungen, es werde auch dieser dritte und hoffentlich letzte Versuch dasselbe Schicksal haben. (Lebhafter Beifall links, Widerspruch rechts.) Abg. Mich. Hermann erblickt das Heil für die Völker Oesterreichs nur in der föderativen Verwaltung. Die Centralisation habe viel gewollt, aber wenig vermocht; sie habe die Zunahme der Unzufriedenheit und der Verbrechen im Gefolge gehabt. Durch die föderalistische Verwaltung werde sich dies mit Einem Schlage ändern. Der Reichsrath müsse in seiner Competenz auf die Reichsangelegenheit beschränkt und alles übrige dem Wirkungskreise der Landtage überlassen werden. (Beifall rechts.) Abg. Dr. Menger entgegnet zunächst dem Vorredner, dass er sich mit einer Partei, die keinen Sinn für den Staat habe, nicht weiter beschäftigen wolle. Cr bespricht hierauf die wirtschaftlichen Actionen der Regierung und kritisiert die Steuervorlagen derselben, die keineswegs geeignet seien, die Productionskraft zu schonen. Das Coalitionsprogramm der Regierung hätte nur dann Berechtigung, wenn es die Aussöhnung der Nationalitäten auf Grund gewisser politischer Ideen angestrebt. Die innere Politik dürfe vor allem nicht das financielle Piedestal für die auswärtige Politik bilden, und die Ncichsioce müsse obenan stehen. Für diese Idee müsse ein Ausgleichslninisterium Propaganda machen, aber nicht durch gegentheilige Maßnahmen anstatt Beruhigung, Aufregung hervorrufen, da man fürchtet, die Reichsinteresseu preisgegeben zu sehen. Und die Regierung sowie die Majorität des Kaufes können versichert sein, dass die Deutschen in Oesterreich nicht ohne Kampf der Preisgetmng dieser Inter» essen zusehen werden. (Beifall links.) Abg. Adämel sen. bespricht das Wachsen der Äudgetposten seit dem Jahre 1868, seit welchem das Erfordernis um 102 Millionen gestiegen sei. Trotz aller Steigerung der Einnahmen sei das Gleichgewicht nicht zu erreichen gewesen, und eine neue Schuldenlast von 320 Millionen sei die Errungenschaft der lctzlen vierjährigen Verwaltungsperiode, so dass die Zinsen der Staatsschuld um 17 5 Millionen gestiegen seien. Eine Folge dieser Finanzwirtschaft sei der volkswirtschaftliche Verfall. Die Zahl der Selbstmorde fei enorm gestiegen und die Auswanderung entvölkerte ganze, früher gewerbsreiche Bezirke. Verfehlte finan-cielle und legislatorische Actionen seien nicht imstande gewesen, dem Uebel Einhalt zu thun; es sei eher verschärft als gemildert worden. Hilfe fei nur von einer autonomen Verwaltungsreform und einer allgemeinen Steuerreform zu erwarten. Mit jenem Liberalismus, welcher gegen den Föderalismus kämpfte und die Freiheit zur Unterdrückung der Nationalitäten Nereinsthätigkeit in Anspruch nehmen. Insbesondere könnte sich der Lehrer durch das Vorlesen nützlicher Aufsähe und Artikel der landwirtschaftlichen Zeitungen und Bücher verdient machen; ihm wird es am besten möglich sein, den Kern des Inhaltes allen übrigen klarzulegen oder mitzutheilen. Als Lehrmittel für den Fortbilonngsuuterricht sollten landwirtschaftliche Zeitungen auf Kosten der Schulgemeinde zu Handen des Lehrers gehalten werden. Doch nun zur Ueberschrift des heutigen Artikels zurück; sie heißt: „Der Lehrer muss voran!" Diese Worte, sie rühren wirklich von einem Lchrer her. Als der landwirtschaftliche Verein in einem dem Verfasser dieser Zeilen nahestehenden Dorfe eine Versammlung hielt und nach Schluss derselben zahlreiche anwesende Landwirte aufgefordert wurden, dem landwirtschaftlichen Vereine beizutreten und den Beitritt sofort zu erklären, eine Aufforderung, die anfangs vergebens sch>en, da trat ein junger Lehrer an den Tisch des Vorsitzenden und rief: „Der Lehrer mufs voran! Ich mache den Anfang!" und erlegte den Vereinsbeitrag. Das Beispiel wirkte elektrisch, denn in einer kurzen Spanne Zeit waren dem Vereine eine große Menge Mitglieder zugewachsen, ein Erfolg, der wohl theilweise der männlichen Erklärung des genannten Lehrers zuzuschreiben ist. Solche Lehrer, meinte ich einmal vor langer Zeit, sollte man pulverisieren und in kleinen Dosen vielen übrigen Lehrern eingeben. Oder müssten es schon große Portionen sein, um eine Wirkung zu erwarten? Meiner Ansicht nach wäre es bloß noth« wendig, dass das Volksschulgeseh bis aufs letzte Tüpferl auf dem i ordentlich durchgeführt würde, drnn der landwirtschaftliche Unterricht in der Voltsschule und die Schulgärten scheinen sich an vielen Orten noch keiner rechten Sympathie zu erfreuen. Unterkrain im April 1880, G. Weutz. missbrauche, könne eine Versöhnung nicht gehofft werden; nur die Gleichachtung aller Rechte könne sie herbeiführen. Oesterreich müsse im Sinne der Allerhöchsten Thronrede der Hort aller seiner Völker sein. (Lebhafter Beifall rechts) Schluss der Sitzung halb 4 Uhr. — Nächste Sitzung morgen. Die Demission Bismarcks. Zu der englischen Ministerkrisis ist plötzlich und unerwartet eine deutsche Neichskanzlerlrisis gekommen. Fürst Bismarck hat dem Kaiser sein Entlassungsgesuch eingereicht; indessen ist der Reichskanzler zu diesem überraschenden Entschlüsse durch keine Frage der auswärtigen Politik bestimmt worden. Die große Politik hat mit der ganzen Affaire überhaupt nichts zu schaffen. Es handelt sich um einen Conflict im Bundesrath, der sich über eine verhältnismäßig untergeordnete Frage entsponnen. Bei der Feststellung des Gesetzentwurfes, betreffend die Erhebung der Reichsstempelabgaben, blieben nämlich Preußen, Baiern und Sachsen mit 28 gegen 30 Stimmen in der Minorität. Die Minorität repräsentiert in diesem Falle eine Bevölkerung von 30 Millionen, während die Majorität nur I"/, Millionen Seelen hinter sich hat. Da Fürst Bismarck sich außerstande fühlte, den Beschluss einer Majorität des Vundesrathes, der einer verschwindend kleinen Minorität des deutschen Volkes entspricht, zu vertreten, sah er sich veranlasst, als Reichskanzler zu demissionieren. Es bedarf wohl keiner langen Erörterung, dass die Krisis aller Voraussicht nach schr rasch mit der Zurückziehung der Demission enden wird. Tausend Gründe sprechen gegen Einen, dass die meisten Mitglieder der Majorität sich beeilen werden, ihr dem Reichskanzler so missliebiges Votum zu redressieren. Nach dem Wortlaut der deutschen Verfassung wären sie allerdings im vollen Rechte, wenn sie auf der Vollziehung ihres Beschlusses beständen; aber sie werden sich um so mehr hüten, die den Kleinstaaten eingeräumten Rechte durch eine schroffe Urgierung derselben aä awuräum zu führen, als der Reichstag die in Rede stehenden Beschlüsse des Bundesrathrs, nachdem sie so verhängnisvoll zu werden drohen, gewiss nicht ratificieren würde. Aller Wahrscheinlichkeit nach wird der Conflict, brvor die Frage an den Reichstag kommt, in friedlicher Wrise beigelegt werden. Jedenfalls wird die Reichskanzlerschaft' des Fürsten Bis-marck nicht vorzeitig enden, weil die kleinen deutschen Bundesstaaten über die Frage, ob Postanweisungen und Postvorschusssendungen der Stempelabgabe unterworfen werden follen, anderer Ansicht sind als Preußen, Baiern und Sachsen. Als ebenso gewiss, wie das Verbleiben des Reichskanzlers, darf man aber den Antrag auf irgend eine für Preußen günstige Reform der'Bundesverfassung betrachten; eine Reform, welche der „Vormacht" anch im Bundesrathe jenes Uebergewicht einräumt, welches ihre Acvölkerungsziffer ihr bei der Reichsvertheidigung zuweist, das sie im Reichstage durch die Zahl der ihren Provinzen entstammenden Abgeordneten ausübt. Bismarck hat bekanntlich, um die particularistischen Interessen zu schonen und dem Selbsterhaltungstriebe der Klein« und Mittelstaaten Rechnung zu tragen, Prmßen, das auf 0396 Quadratmeilen seines Gebietes 25) Millionen Einwohner zählt, nur 17 von den 58 Stimmen des Aundesraths eingeräumt, während die Mittel- und Kleinstaaten mit zusammen nicht viel übcr 15) Millionen Einwohnern auf 3492 Quadratmeilen 41 Stimmen im Aundesrathe haben. Eine Nemedur wider diefes horrende Missvcrhältnis sollte nöthigenfalls der Art. IX der Rrichsverfassung bieten, welcher besagt, dass „jedes Mitglied drs Äun-desrathes berechtigt sei, im Reichstag zu erscheinen und dort auf Verlangen jederzeit zur Vertretung der Ansichten seiner Regierung gehört werden müsse, anch dann, wenn dieselben von der Majorität des Bundesrates nicht adoptiert worden sind". Fürst Bismarck hatte also im Namen der pren-ßischen Regierung von dem Fürstenhause an das Volkshans appellieren können. Im gegebenen Streitfalle aber, in der Streitfrage, ob 'Postanweisungen eine Stempelsteuer tragen sollen oder nicht, würde der Appell ihn ohne das äußerste Mittel, der gleich, zeitigen Demissionsandrohung, wahrscheinlich nichts ge> fruchtet haben, da die ganze Slcmpeluorlage in Deutschland höchst unpopulär und deren Annahme seitens des Reichstages höchst fraglich ist. Zu dieser sachlichen, aus dem in Frage stehenden Streitpunkte selbst sich ergebenden Schwierigkeit gestaltete der Fall sich aber für Bismarck auch politisch ernst. Er kann sich, wenn er Herr der Situation bleiben will, nicht durch die Minorität im Reiche, die nnr eine künstliche Majorität ist, lahm legen lassen. Heute handelt es sich mn eine Bagatelle, wie die Postanweisnngs - Stempel, morgen vielleicht um eine große, weltbewegende Frags, in der Württemberg und Hessen - Darmstadt, die dem russischen Hofe enge verwandten und treu ergebenen Höfe, die kleinen und kleinsten zu einer wirksamen Opposition gegen Preußen führen. Was kosten die englischen Wahlen? Das englische Unterhaus enthält 652 Sitze« ^ den letzten allgemeinen Wahlen im Jahre 1874 w hievon unbestritten: 187 Sitze, bestritten: ^ ^ Es traten auf: 1081 Candidate». Jeder WM" didat ist nach der Wahl verpflichtet, dem Unte^ ein Verzeichnis der von ihm aufgewendeten W"s^,„, einzureichen. Die gewählten Mitglieder haben a" bei ihrem Eintrite in das Haus die Richt'glelt ^ Verzeichnisses eidlich zu erhärten. Der Zwect " l Einrichtung ist: Bestechung der Wähler »nd "" «g. nidirette unberechtigte Beeinflussung derselben, «^ Tractieren an offenen Schanktischen, zu "^ . pl Die Anwendung solcher verbotener Mittel l"" ^ praoüco« — etwa verführerifche Schliche) lvu ^ Cassierung der Wahl bestraft. Was dahin 3" ^ ist. steht nicht unbedingt fest; noch in den aliens Tagen des alten Parlaments gieng eme Vl" " ^ nach welcher die Vergütung von Fahrkosten an Wähler gesetzlich erlaubt ist. . « /hie Fragen wir nun : Was kostet es, ein M- ^-^ officielle Abkürzung von „Nemdra ok 1'lm"" ^, Parlainents-Müglieo) zu wrrden? — so MH ^ wort sehr verschieden aus, je nachdem eine ^u^ ^, stritten oder nicht bchritten ist. Die gesa"U''"' z, Jahre 1874 beim Unterhanse angemeldeten ^M-gaben betrugen 21 Millionen Mark (also w/'.^ lionen Gulden ö. W.) Die 652 gewählten 6"'°'" „ liquidierten 12.800,000 Mark, die 429 dmäM"" ^ Candidate» liquidierten 8.200,000 Mark. ^^e. erfolgreichen Candidate!: zerfallen in 350 ^^^kj jeder hievon verausgabte durchschnittlich ^^ ^Wiitl' 250 Liberale, jeder' derselben verausgabte dnraM ^ lich 19,600 Mark; 52 Homeruler, voll denen » durchschnittlich 5100 Mark verausgabte. ^: Von den durchgefallenen Candidaten ^^he-KN Conservative ein jeder 21,320 Mark; ^ jM rale ein jeder 18,400 Mark; 14 Homeruler em , 3840 Mark. Nimmt man alle Candidate» "^ W< teien zusammen, fo bezahlten die 510 conservative' ^ didaten zusammen 11.041,100 Mark, die504li" ,, Kandidaten zusammen 9.574,000 Mark, die " Mark. Whl- Die stärkste Allsgabe fand im läliollchen .^ districte North.Durham, mit zwei Mitglieder»^ hier verausgabten vier Candidate» zusammen > D Mark, Durchschnitt: 141.010 Mark. In der"^ sßl London (vier Mitglieder) betrugen die ^ lch' sechs Candidate,: zusammen 211,400 Mart, M1 schnitt: 35.233 Mark; in Chelsea (M" ^ ^>^ für vier Candidate!! zusammen 208.420 Man. ^' schnitt: 52,105 Mark; davon entfielen ""! "^itt' Gewählten zusammen 120,000 Mark, ?" " i« es 60.000 Mart. Respectable Summen! Äel un» billiger. . .s,e? ^ Und ist das wirklich die ganze M^eliF vielen Fällen wohl. Wenn aber ein M"" "„hst. werden möchte, der noch keinen berühmten -" M^ der kein hinreißender Redner und in elM» ^ a bezirke nicht stark versippt ist, so wendet " ,^ i, einen „Wahlanwalt" (owcticmeorii^ ^"^ //.'i ill'l"" einem kleineren Wahlflecken (denn es g'bt 0"' ^M noch mit nur 1000 Wählern und daruntel/ ^M-reiche Beziehungen hat. Dafs des """/;„ M in l,0l-dilj Parteistandpuukt demjenigen !""' ^i ^ sicht genommenen Wähler sich anpasse, lst ^.^ A« schenswert. Der Wahlanwalt also """" ^eit ^ in die Hand. Die Einzelheiten seiner ^ Hch < ziehen stch der Kenntnis des Candidate!» 3 ''^t M ständig. Die Wahl wird gemacht, der ^an" ^B die Rechnung seiner Wahlkosten wird " ' ch'lb^ mente eingereicht. Sie bewegt sich st""/!/' ^ ..,i geschlichen Grenzen. Das neue U. 1'- des^,^' er nichts weiter ausgegeben habe, dass " <, pl bestochen (kridoä) habe, dass er keine «em ,,<. ge^ t,ic«5« angewendet habe. Später, "aF^Milg ^, liche mrhrlnonatlichc Frist für die Wl"^lcg"'> Wahl abgelaufen ist, erkundigt " st^ "jhiil" i einmal beim Lawyer — oder dieser sM) «^'"He dem Stande seines Contos, nach etwalge" H^t ^c Allslagen des Geschäftsmannes, und " ' bestl^F kleine Ncbrnrechiluilcz zum Belaufe "el. . ftg"^ Wahl von etwa 50 bis 100 Proce» ^ P.,"!" Kosten, ohne sich weiter für die Fact«""/ ,^> sätze: „Verschiedenes :c." zu interessiere"-^ jli l^l Es wird leider in dirser schlechte" " ^h ,„e» immer noch sehr viel mit Wasser aeloy ^'s a',^ lllalnlia.fachel, modernen, patent'ene» .^ „w ^" Sicherheits-Dampftochtö'pfe. letzterwähnten kleinen Saldiernng d>e ./^<>zllt' jsl des5I.1>. noch lange nicht anf.^H^ hinter ihm nud er „steht sin" den ^«H altt jetzt der große Vertrauensmann, an oe" ««1 A' u,?d ?.?^ ?5l°"6e" "lie Subskriptionslisten an Stell mV/^ alles Mögliche, seiner erhöhten Echu^ N^'"d, unterschreiben: für Kirchen. Glllfscbclst ss>^"'""' U"d für die Hundemeute der l'ch M?^. ^ »einmalige Beiträge« - jähr- W°hl durch, verzichtet """'auf'tpecülatw' ^""^' ^ unterschreib? er "entzwM^"spi/^ <^?"°ch w England die Parla-""schiede,..^ '3 !.? Neform-Bill von 1831 und ihren worden ^" /^chfolgerinnen bedeutend billiger ge-^Mlen ,m/ ^"^" bie Wahl in den ländlichen lend dies/ 3). e/ T°g.l' Zither zwei Wochen. Wäh^ l'n .Hubli. 3 c"""^ l" alten Zeiten jeder Candidat Wrn ^ H°use" in dem seine Wähler freie Zeche ^füi's M "3" Gehrung und Transport nach Be-"sjcht ?»>.« "^sw""" ihrer damals weit weniger Utrecht ^""''.ble Freisassen. «Freeholders", hatten ""peswe Nl3s '" «" Annalen des Parlaments un-l. . "" Gemcinderath F. I. R v. Singer t lt Tram ' "°" b" Schützcngesellschaft in Steyr. ?«ge>l?z ^'""'"'sdorff hat ein großes, mit Silber be. Meich """Horn angemeldet, Der «Nordbvhmische ^brnbuiid« ..^'"" Veitritt zum „Oesterreichischen ^ Nad^"^shundertiährige3 Jubiläum ^"18^.. Gast ein.) Bad Gastein vollendet im W erfolg ?u ,^"^^e Säculu,u seit seiner im Jahre ^ heurig,, ^""dung. Dieses Ereignis soll im Laufe ^" werd«, <3°"'""" in entsprechender Weise ge. jungen ^^"«ommission geht schm« jetzt daran, ^'"k der «l,, '" würdige Feier und für die Auf-U ^'ekr Z^V . ^" Gäste zu treffen, welche Gastein Metz i>. N„s, , fluchen werden. Die Entdeckung des '"' I°h« 678. so erzahlt die von Goldegg (wahrscheinlich !„^ über ^! 'Z^" s"n. welche einen angeschossenen tz- und den ^ll ^"^" oberhalb der ..Klamm" ver« b.i ^'" bad- ! " "' eine», warmen, rauchqualmenden l i"lle„ n "'^ se'ner Wunde pflegend gefunden 2^"e k^""" Jahre darauf (080) wurden einige W ^M ^r/Ul Unterkunft für Badende errichtet. > >llisch "^ste,n" soll «uz dem Worte ..Iast" der ^ in d^'^er entsprungen sein. ,Iast" be. ! > ?"rzend»""^ ?"^e die aufwallende Kraft, den H ""al'ch?«r. " bes Wassers. Das Bad hieh K^ste N ' ""aus sich später Gastein bildete, bel ^s 1^^" """ Gastein fällt in die Zeit von ^e?'^e °uf «l.^b«nd welcher der Bergbau, ins. "»l!> erlang' /'"' ^ute kaum zu ahnende Aus. i^' Diese bil^« ^ "^^' 6"b" Reichthümer ^ ''^hrhund ^"°' ""siegte zu Ende des sech. ^°< ^" Vlaü ' "'" "»»er andern segensreichen ^' D7r ,, 5" räumen: den Thermen von Bad h/> die Kr." l)" ist mm ein Weltbad, zu ""g zu si,^ " aus allen Landern strümen. um ^^e^3.)"''^/«tliche Hinrichtung eines ^?l^ wird gemeldet: bo^ ??st h^ ?. . V'nrichtung eines Mädchens dürfte >>>""C^nN"^. I„ der Ortschaft Zala im ^ ^"s„, ^"ate hat en, zwanzigjähriges Mädchen, ^"l, "'' Nio es 1^' ""' ^ "' M. die Hütte ihres '^ ?^'°s ans^'c./"^ ^lsucht angezündet, ""G>kte und 5r^ llch der Verdacht der Brand-<7a"d,nK ihr" A ^^alb verhaftet wurde, legte 5'le >re ih^ „i^ ,V^^' ^'e 9"b ""> 'hr Liebet ^ "uch üfsen?^ ^ ""l"u geworden, sondern dii>?^«delt V ^ zahlreichen Personen wieder-^ Z/ das a.,/" ^achc hätte sie sein Haus an->>it^""drecht 3/'s aus den Grund niederbrannte. « ^ 7 <.'" , ^"ndstifter ist im Haromszeler 3' ^^Mn^O'""?"'"' Die Strafe für die b'"H>.' b H 1 '" T"d durch den Strang. ^ ans Pest 5/ -^ ^" bunter KoMel zur 'peft bere.ts berufen worden. ! Locales. Zur Expertise über den Laibacher Morast. Von Vaurath Pototnil. In den Blättern der ..Laibacher Zeitung" vom 3., 4. und 5. Februar, vom 27., 30. und 3l. März. dann vom 1., 2.. 3., 5. und 6. April d. I. haben nun auch die Ingenieure Lerny und Carl Potoönil ihre Beiträge zur Entsumpfungsfrage unseres Mo-rastes geliefert, was in jenen Kreisen, denen es Ernst unl die Sache ist, gewiss mit Vergnügen begrüßt wurde. Eine wissenschaftliche Frage von der Wichtigkeit und eminenten Schwierigkeit', wie es diese ist, soll eben von allen besprochen werden, welche sich hie-für interessieren, indem man der Wahrheit nur durch den Austausch gegenseitiger Meinungen und Ideen näher kömmt. Allein sowohl bei der Schaffung eigener als auch bei der Beurtheilung fremder diesfälliger Arbeiten muss man sich dermal insbesondere zweierlei gegenwärtig halten, und zwar vor allem, dass. wäh. rend einesthcils gegenwärtig, wo die Wiener Donau-regulierung Millionen gelostet hat. die Eisstoß, und Speri-schiffsfrage sowie die weitere Regulierung dieses Stromes gegen und durch Ungarn und noch weiter beim Eisernen Thor und dem Schwarzen Meere politische und technische Capacitäten ersten Ranges in Athen, hält, wo durch die Ausführung der Wiener Wasserleitung neue technische Erfahrnngen gesammelt wurden, wo die durch Koryphäen des In- und Aus» landrs besprochene Szegediner Katastrophe eingetreten ist, wo ferner die Thriß- und Tayaregulierungen schwierige Fragen zur Lösung bieten, wo' durch die Munificenz der Regierung die Regulierung der west-galizischen Flüsse, namentlich der Weichsel, des Du« najec und des Sann im Angriffe steht, wo man eben daran geht, das Podhajsky'sche Project der March-bewässerung in das Praktische zu übertragen und wo man ,n technischen Kreisen unserer Residenz schließlich auch die Entsumvfung und Bewässerung unseres Mo» rastes lebhaft bespricht, anderntheils aber bei uns in Oesterreich dcr Eisenbahnbau fast vollständig ruht, sich eine große Zahl früherer Eisenbahn-Ingenieure auf das fcheinbar lucrativere Feld der Hydrotechnik derart geworfen hat. dass es förmlich zur Mode wurde, sich gegenwärtig drm Wasserbaue zuzuwenden, so dass. wie Oesterreich einst von Eisenbahn-Ingenieuren über. flutet war. heute die halbe Ingenieurwelt für die bei uns früher arg vernachlässigte Hydrotechnik schwärmt. Andererseits muss erwogen werden, dass die Hydrotechnik in den zwei letzten Dccennicn unseres Jahrhundert«, namentlich seit A. A. Humfthrys und H. C. Abbots großartigen und berühmt gewordenen zwölfjährigen Studien am Mississippi, riesige Fortschritte gemacht hat und infolge dessen die Theorie der para bolischen Bewegung des Wassers in Flüssen und Ka. nälen durch Grabenau, Ganguillet, Kutter u. a. auf ein gauz neues, früher kaum geahntes Feld geführt wurde. Diefe neuen Forschungen haben theils positive Resultate durch die Aufstellung ganz neuer Prin-cipien. theils aber auch das negative Ergebnis des Äeweifes geliefert, dafs gar vieles, was noch vor ein paar Dccennien als hydrotechnisches Evangelium galt. gegenwärtig nicht nur veraltet ist. sundern vieles davon auch unrichtig war, und dass die bis dahin gebrauchten hydrotechnischen Formeln falsche Resultate lieferte». Diefe neuen Forschungen zeigten unter anderem, dass das bis dahin von allen Hydrotekten aufgestellte con« stanteVerhältniszwischenderoberen und mittleren Flussgeschwindigkeit unrichtig war und dass ein solches, früher fo apooiktifch hingestelltes constantes Verhältnis zwifchen oiefen beiden Geschwindigkeiten gar nicht existiert. Wie schwierig die Lösung von derlei Fragen ist. mag aus dem Allsspruche des arohen Galilei ermessen werden, welcher behauptete: ,Er habe bei der Entdeckung des Laufes der Himmelskörper. trotz ihrer erstaunlichen Entfernung, weniger Schwierigkeiten a.e-funden, als bei seinen angestellten Forschungen bezüglich der vor Augen stattfindenden Bewegungen des Wassers in Flüssen." Bei solchen Verhältnissen ist es wol be-greiflich und wol auch berechtigt, wenn der gegenwärtige Morast'Hauptausschuss bei der Lösung der ihm gewordenen schwierigen Aufgabe mit ängstlicher Vorsicht vorgeht und. bevor er an die praktische Ausführung irgend einer größeren Arbeit Hand anlegt, sich bei bewährten Capacitate,, der Hydrotechnik Rath erholt. Die Zweckmäßigkeit dieser Maßregel will nun lwch bis heute gar vielen nicht einleuchten; es sind ou's alle diejenigen, welche die Ingenieurwissenschaft »ach einer Schablone behandeln zu können glauben und die das bunte Durcheinander von Gewö'lbstheorie und Vaggermaschinen. von Landhäusern und Hängebrücken, von Knnsl^sschichte und Tunnelbau, von Triangulieren nnd Dampfkesseln als zusammengehöriges in einer Individualität vereinigt sein sollende« Fachwissen nicht zu sichten vermögen und nicht begreifen, dass der Architekt ox iiwll^o ebensowenig eingehendes Interesse am Wasserbau, als der Hydrotclt an architektonischen Prachtbauten hat; die es ferner nicht begreifen, dass es denn schließlich doch nicht angeht, heute Forste zu vermessen, morgen Eisenbahnen zu bauen, heute Kirchen« projecte zu entwerfen und morgen Moräste zu ent-sumpfen; und doch führen alle diejenigen, denen diese fo heterogenen Aufgaben zufallen, den generellen Titel „Ingenieure". Kein vernünftiger Menfch zweifelt daran, dafs wir in Krain sehr viele, darunter ausgezeichnete Juristen besitzen; allein die Savignys, Hugo Grotius, Ienuls u. dgl. laufen bei uns denn doch nicht so alltäglich auf der Gasse herum; gewiss besitzen wir in Kram sehr befähigte, gelehrte und geschickte Aerzte, allein sicherlich steht keiner unter ihnen auf einer so niedrigen wifsenschafilichen Bildung, um nicht Koryphäen wie Rokitansky, Hebra, Skoda u.dgl. mit größter Achtung zu nennen und sich ihrem Wissen zu unterordnen; und ganz dasselbe gilt von der Ingenieurwissenschaft. Zweifelsohne zählen wir unter den Krai-nern nicht bloß sehr befähigte Techniker, sondern auch solche Ingenieure, welche es durch ihre Leistungen bereits bewiesen haben, dass sie ihrem Fache gewachsen sind; trotzdem kann unser- Heimatsllebe doch nicht so weit gehen, es zu verschmähen, anerkannte Eapaci-I täten um ihre gereifte Anficht zu befragen, und in diesem Sinne involviert die vom Morastausschusse beschlossene Berufung fremder Experten für unfere braven einheimischen Ingenieure nicht nur leine Zurücksetzung, sondern es ist dieselbe die uns alle ehrende Anerkennung der Macht der Wissenschaft. — (Abreise des Statthalters.) Der Herr Statthalter Ritter von Kallina hat gestern unser Land verlassen und mit dem Mittagtzpostzuge der Südbahn die Neise in seinen neuen Wirkungstreis nach Vrünn angetreten. Aus diesem Anlasse hatten sich sämmtlich-hiesige Notabilitäten, die Spitzen der Vehürden und Vertretungen sowie ein zahlreiches distinguiertes Damen-undHcrrenpublicum auf dem Südbahnhofe eingefunden, um sich dun dem Herrn Statthalter nochmals persönlich zu verabschieden. Der Abschied war beiderseits ein sehr herzlicher und sprach deutlich für die hohe Achtung, welche sich der scheidende Landesches durch sein mehrjähriges. unter schwierigen Verhältnissen bewährtes Wirken im Lande allseits im vollste» Maße errungen hat. Die verehrte Frau Gemahlin des Herrn Statthalters bleibt vorläufig noch in Laibach u«d dürfte ihrem Gatten erst in einigen Wochen nachfolgen. — (Mandatsniederlegung) Wie die gestrigen Wiener Blätter melden, gedenkt der neue Landespräsident Herr Wintler vor dem definitiven Antritte des hiesigen Postens sein Mandat als Reichsrathsabgeord-neter der Grasschaft Giirz niederzulegen. — (Lan dessanita'tsrath.) Die bisherigen Mitglieder des lrainischen Landessanitätsrathes. die Herren Dr. Franz Schiffer. Dr. Adolf Eisl. D?. Franz Fnx und Dr. Friedrich Keesbacher. wurden vom Ministerium des Innern auch für die neue dreijährige Func-tionsdauer hiezu ernannt. Seitens des lrainischen Landes' außschusses wnrdcn die Herren Dr. Alois Valenta und Dr. Wilhelm Kowatsch in den neuen Landessanitätsrath berufen. — (Abschluss der Gemeinderath s-Wahlen.) Durch die gestern vormittags vom ersten Wahlkörper vollzogene Wahl, bei der gleichfalls die Candidate» der liberalen Pnrtei die Majorität davontrugen, erhielten die diesjährigen Cra.ä'nzung8wahlen für den Laibacher Gemeindernth ihren Abschluss. Vei der gestrigen Wahl wurden von 276 diesem Wahllörper angehörenden Wählern 207 Stimmzettel (gegen 193 im Vorjahre) abgegeben, hilvon entfielen auf die Herren -Handelslammerpräsident Aleiander Dreo 116. Klimmer-rath Peter Laßnil 115. LandesauSschuss Carl Desch. mann 113 und LandesausschusS Dr. Adolf Schuster 112 Stimmen. Von den in der Minorität gebliebenen Candidate« der nationalen Partei erhielten die Herren: Michael Palic 93. Dr. Franz Papcz 9 l. Carl Tauzher 90 und Dr. Carl Ahazhizh 89 Stimmen, Das Stimmenverhältnis im neuen Gcmeinderathf wurde daher durch die diesjährigen Ergänzungswahlen in leiner Weise verändert und weist wie bisher 20 liberale und 10 nationale Stimmen auf. Auch das Personenverhältnis blieb nahezu ganz unberührt, indem von den zehn ausgelosten Gemeinderäthen bis ans Herrn Dr. Carl Ahazhizh sämmtliche wiedergewählt wnrdrn. An Stelle des letzteren wurde vom dritte» Wahltörper Herr Dr. Josef Dert gewählt, Seiner Zusammensetzung nach besteht der neue Gcmeinderath aus 5 Veamten (Deschmann. Franz Ritter v, Gariboldi. Dr, Ritter v. Kaltenegger, Laschan. Pirler. Potocmk. v. Zhuber und Ziegler), 5 Advocate» (Doc-tore,, : Pseffcrer. Edler v, Schrey. Suppan, Suppan» tschitsch und Iarnil). 5) Handelsleuten (Vürger. Dreo. Laß»ik. Josef Luckmann und Petricii). 5 Gewerbsleuten (Dobcrlet, Goriic. Horal. Peterca m,d Regali). 3 Aerzte» (Doctoren: Vleiweis, Deri und Keesvacher). 3 Priva-licrS (Anton Ritter v. Gariboldi. Leskovic und Dr. Schaffer) und 1 Journalisten (Iurcic). Was die Betheiligung an den heurigen Wahlen betrifft, so war dieselbe, wie schon erwähnt, eine ganz außergewöhnlich lebhafte, indem von der Gesammtzahl von 1315, Wählern sämmtlicher drei Wcchllörper 953 (gegen 806 im Vorjahre), somit „ahezn 73 Procent, am Wühltische erschienen waren. E'"e Vergle.chung der beiden Wahlresultate von l»80 und 1879 ergibt sol« «62 gendc Zahlen- 1, Wahlkörper 1880: Erschienene Wähler 207 (gegen 1^3 im Vorjahre), liberale Stimmen 116 bis 112 (gegen 119 bis 115 im Vorjahre), nationale Stimmen 93 bis 89 (gegen 70 bis 76 im Vorjahre); — II. Wahlkörper 1880: Erschienene Wähler 522 (gegen 407 im Vorjahre), liberale Stimmen 289 bis 280 (gegen 280 bis 270 im Vorjahre), nationale Stimmen 242 bis 227 (gegen 132 bis 127 im Vor« jähre); — III. Wahltörper 1830: Erschienene Wähler 224 (gegen 206 im Vorjahre), liberale Stimmen 47 (gegen 58 bis 57 im Vorjahre), nationale Stimmen 176 bis 175 (gegen 150 bis 147 im Vorjahre). — (Der Morastcultur-Hauptausschuss) hält heute eine Sitzuug ab, in welcher der definitive Beschluss über die Wahl der zu berufenden Experten gefasst werden wird. Zugleich wird die Wahl eines Comites aus dem Plenum des Ausschusses vorgenommen werden, welches bei der Expertise intervenieren soll. — (Graf Auersperg.) Der Sohn Anastasius Grüns, Graf Theodor Auersperg, tritt nach einer Mittheilung der „Presse" demnächst in Begleitung des Freiherrn Otto v. Apfaltrern eine Reise nach Italien und Frankreich an. — (Laibacher Liedertafel.) Morgen um 8 Uhr abends veranstaltet die Laibacher Liedertafel unter Mitwirkung der Theaterkapelle in den Localitätcn der Lasinorestauratiun ihre zweite diesjährige Vereinsunterhaltung. Zum Vortrage gelangen hiebet folgende Gesangs-viecen: 1.) E. S. Engelsberg: ..Grüß' dich Gott". Chor; 2.) Camillo Maschel: «rrixideli«, Chor; 3.) I. Beschnitt: «Rheinfahrt", Chor mit Baritonsolo; 4.) Dr. Adalbert Tlllowsky: «Der Liebe Lust und Leid". Walzer für Männerchor mit Clavierbegleitung; 5.) I. v. Zajc: «V do^". Chor; 6. a) Jos. Blumlachner: „Stadtherrcn und Baner". österreichisches Gebirgslied für Doppel« quartett mit Tenorsolo; d) I. Leoitschnigg: „Auf der Kappler Alm". Soloquartett; 7.) Arno Garthe: „Die Wemprobe", komische Gesnngscene mit Clavierbegleituug, Persunen: der Wirt, der Pastor, der Doctor, der Schulmeister; 8) W. Kunhe: „Ein Hoch dem Wein". Chor. — DaS Programm der Musikkapelle (Dirigent Herr G. Mayer) lautet: 1.) Rossini: Ouvertüre zu „Wilhelm Tell"; 2) Godfrey: „I.K mur^l", Walzer; 3.) Vogt: „Nachtgcsang". Streichquartett; 4,) Granada: „Emmi", Polka fran^aise; 5.) Mayer: „Ilsvlio äe Vocckceio". großes Potpourri nach Motiven von Suppc; 6.) Mayer: Polka schnell. — (Der gestrige monatliche Viehmarkt iu Laib ach) war im allgemeinen nicht so zahlreich besucht, wie sein letzter Vorgänger. An Hornvieh wurden etwa 400 Exemplare aufgetrieben, doch Verhältnis« maßig wenig Mastochsen. Die Preise für Mastvieh waren sehr hohe, und wurden die besseren Exemplare zu sehr günstigen Preisen zumeist für Trieft, Görz und Pola von fremden Händlern acquiriert. Pferde wurden an 250 Stück zum Verkaufe ausgeboten. Die schönsten Exemplare kauften italienische Händler zum Preise von 200 biS 400 fl. Neueste Post. Original«Telegramme der „Laib.Ieitung." Wien, 8. April. Die Unterzeichnung der österreichisch-serbischen Eisenbahncoiwention erfolgt morgen. Das Abgeordnetelchaus fetzte die Budgetdebatte fort. Dagegen sprachen Beer, Magg. dafür Gregr, Monti. Hausner. Berlin, 8. April. Der Kaiser beantwortete das Ellllassmigsgesuch Vismarcks mit einer Caliinetsordre, besagend, ev könne sich nicht bewogen finden, aus den angegebenen Motiven ihn seines Amtes zu entheben, muss es vielmehr dem Reichskanzler überlassen. Anträge zu stellen, welche die verfassungsmäßige Lösung eines derartigen Conflictes herbeizuführen geeignet sind. Bukarest, 8. April. (Kammersitzung.) Der'Mmister des Aeuhern, eine Interpellation beantwortend, sagt: Die Regierung befolgt eine wirklich rumänische Politik, nämlich gute Beziehungen zu allen Mächten aufrechtzuhalten, ohne sich zum Werkzeug einer derselben zu machen. (Einmüthiger Beifall.) Der Minister kündigt die demniichstige Veröffentlichung diplomatischer Acten-stücke an. __________ Trieft, 7. April. (Presse.) Der Lloydbeamte Dalcol ist heute im Spital feiner Schusswunde er« legen. Die Mörderin Dalcol wird der renommierte Advocat Cavazzani vertheidigen. Pest. 8. April. (Frdbl.) Die Ernennung Szlavys zum gemeinsamen Finanzminister ist, wie der „Pester Lloyd" meldet, von Sr. Majestät vollzogen worden; dieselbe wird am Sonntag durch die beiden Amtsblätter publiciert werden. Zu Beginn der Samitags-sihung wird noch Herr v. Szlavy präsidieren, jedoch, nachdem unter den Einlaufen als letztes Slück die oberwähnte ministerielle Zuschrift verlesen worden sein wird. den Präsidentensitz sofort verlassen und dann innerhalb der im Incompatibilitätsgesetz festgestellten Frist von 48 Stunden auch fein Abgeordnetenmandat zurücklegen. Die Wahl des ueuen Präsidenten würde in der Montagssitzung des Abgeordnetenhauses vor sich gehen. Es darf als feststehend angesehen werden, dass seitens der Majorität der gegenwärtige Communica-tionsminister Thomas Pechy candioiert werden und dass dieser im Falle feiner Erwählung den Präsidenten« Posten auch anzunehmen geneigt sein wird. Pest, 8. April. (N.' fr. Pr.) Der Magistrat be-schloss, alle auf das deutsche Theater bezüglichen Acten noch heute mit einem erläuternden Berichte dem Mini» steriunl zu unterbreiten. In der Frage, ob der Bescheid der Direction zuzustellen sei, suchte man Zeit zu gewinnen, indem beschlossen ward, hierüber erst Samstag zu beratheu. Iajce (Bosnien), 7. April. (Presse.) Gestern fand die feierliche Enthüllung des Denkmals für die in den Gefechten bei Rogolja. Iajce. Velesevo und Kljuc Gefallenen des 53. Infanterieregiments (Erzherzog Leopold) statt. An der Feier nahmen das Militär, die gesammte Geistlichkeit und Veamtenwelt wie die Bevölkerung aller Confessionen theil. Berlin. 8. April. Die „No^dd. allg. Ztg." erörtert die Nachtheile, welche aus dem Umstände erwachsen, dass die kleineren Bundesstaaten ihre Stimmen im Aundesrathe durch Substitution den Vertretern anderer Bundesstaaten übertragen können. Sie sagt: Wir glauben, dass es die Aufgabe des Präsidiums sein wird, der Schädigung, welche die Entwicklung unseres Verfassungslebens durch die Verminderung der Theilnahme an den Arbeiten des Bundesrathes erleiden kann, durch Anträge auf Reform der Geschäftsordnung entgegenzuwirken ; es dürfte angezeigt fein, eine Sonderung der Arbeiten vorzunehmen, vermöge welcher die wich« tigeren derfelben sich auf einen Zeitraum zu concen-trieren hätten, der so kurz bemessen sein würde, dass er den leitenden Ministern die Theilnahme ohne Schädigung ihrer verantwortlichen Geschäfte in der engeren Heimat gestatte. Paris, 7. April. Die Majorität der Departe-mentsräche empfahl der Regierung die sofortige Ausführung der Decrete gegen die Congvegationen. Paris. 8. April. Die monarchisch gesinnten Journale setzen die heftigen Angriffe auf den Prinzen Napoleon wegen dessen Brief gegen die Jesuiten fort. Paris, 7. April. Das ..Pays" veröffentlicht einen Artikel aus der Feder Gramer de Cafsagnacs. in welchem die Hoffnung ausgesprochen wird, dass die Söhne des Prinzen Napoleon anders denken als ihr Vater; man zähle auf sie zur Verwirklichung dcs Gedankens des kaiserlichen Prinzen. Das „Pays" erinnert daran, dass der kaiserliche Prinz den Sohn des Prinzen Napoleon und nicht diesen selbst zu seinem Nachfolger designiert hatte. London, 8. April. (N. fr. Pr.) Auch die Graf. fchaften wählen überwiegend liberal. Nach dem heutigen Stande beträgt die Majorität der Liberalen bem^ 83 Stimmen. Schottland wählte bis heute nur z Conservative und 43 Liberale. ^. ^s.«»,!. Petersburg. 8. April. (Presse.) M" ° ^ wird Orloff nur zur Ueberreichung feines Abberus"^ fchreibens nach Paris gehen, keinesfalls l« «^ als Botschafter bleiben. — Aus China stno Nachrichten eingetroffen. ... ^del Petersburg, 8. April. Der .Herold N" aus angeblich sicherer Quelle, dass Russlano ^ zester Zeit zum Schutze der russischen I'"H ^ größere Kriegsschiffe in die chinesischen VelM! entsenden beabsichtige. Telegraphischer Wechselcurs vom 8. April. ^ ,„ ^. OB Papier-Rente 73 75. — Silber-Rente ?""'«, „laB" Rente 90 10. — 1860er Staats.Anlchen 130 50. - A.^ 842. - Creditacticn 287—. — London U3 65. 77^ ^ — K. t. Münz. Ducaten 5 58. — 20-Franlen'Stucic 100'Reichsmarl 5835. —" Angekommene Fremde. Am 7. April. HM Hotel Stadt Wien. Staufer. Lehrer, Trifail. ^ """ HM", meisier, Töpliz. - Stein, Deutsch, Eckstein, KM,. ^. Director, und Kurrthar. Kfm.. s. Frau, Wie». — "^Apjc>, Kfm, Trieft. — Nanzinger, Hdlsm., Gottschee, ^ Linz. - Vachar, Expcditor, Neudurs. /«„'-field ^ Hotel Elephant, iliottar, t. t. Steuereinnehmer. w"^> ißlc> Fischer. Stein, — Dr. Kern, Vadwrzt, LiP'l- ^ ^, I" Grünwald, ttfltc,. und Tumclcy, Reis.. Wien. -^ ""> gcnieur, Budapest. — Kovino, «fm,, Turin. ^. M' Kaiser von Oesterreich. Dolinar, Pfarrer, Trala. .Nsm.. Prezid. . . ^ M Mohren. Mali. Geschäftsmann. Oberlrain, — ^>'M«M l,midler, Neumarltl. — Kapcl, Privat, Laibach, — Stein. - dicker, Steinbach. — Treu. Mliggn^^^^-^ Verstorbene. ^ Den 7. April, Maria Pirnat, Taglöhnc"" ^, !7 I,, Ilorianögnsse Nr. l). Darmtubercnlose. — """>« Taglölinersgattin, 5,7 I,, l'u,luinum:l utori». Im Civilspitale: 9? 5' Den li. April. Gertraud Äcrnard. Näher'^ 47I, chron. Vauchfcllentzündung. — Andreas Pauset, Ma^ ' chron, Lungcutuberculosc. Meteorologische » 3»z. u T 6 -5 ^ 5^, _______2 «5° ^« ^M^ 7ü.Mg. 72255 ^. 63 O schwach bewA ^ 8. 2„N." 72580 ^90 O. ch.uach ^ ^ 9 „Ab. 72« 00 ^-74 O. schwach "c " rzck,? Nachmittags einzelne Sonnenblictc, dann '^ges^ wülte längs der Verge, abends starter Regen. ^" . der Wärme -j. 7 «°, um 13° unter dem Normale^^^ ---------------------------------------------- —-----«n^mbt^V«- Verantwortlicher Redacteur: Ott0 mar ^"^--^ > Danksagung. , M Fnr die zahlreiche Betheiligung a«l ^ M begängnisse des nun in Gott ruhenden V^ Carl Križman, > t. k. Notars in Stein, > für die dem theuren Todten von der " ,,dc" > l. l. Notariatssammcr nnd von seine" ",^ d^ > gewidmeten schüncn Kranzspenden, dann '^,^c' W wcihi-vollcn Grabgcsang seitens der H"re'> ^n" M der Citalnica fühlen wir uns tief verpftl^ ' ^ > öffentlich den innigsten Dank auszujprechci. > Laibach ain 8. April 1830. . ^ » Die trauernden Ängehö"^ <50 159 . Staatsbahn........280 - 23) 50 Tiidbahn.........8l 75 82 Theih.Bahtt........24« 25 24'j?5 Ungar-«llliz^ Verbindungsbahn 13750 133 — Ungarische Nordostbahn . . . 147 50 148 — Ungarische Westbahn .... I4,j- - 149-50 Wiener Tramway-Gesellschast . 246-- 246 50 Plandbrlefe. Allg.öst. Nodencredltanst.(i,Gd.) 120-— 120 50 „ . . li,Ä..Ä.) 102 102 25 Oesterreichisch «ungarische Van! 103 75 103 90 Ung. Bodencredit.Inst. (V.»V.) 102 25 102 75 PrloritätS.vbligaUonen. Elisabeth.N. 1. Em.....99— 9950 Ferd.«Nordb. in silver . . . 107- 107 50 ---------------------------------------------------------" «elb ^0 ssranz.Iosevh.Nahn . - - ' ,oSb" ,l>>^, Gal. Carl.Uudwin-V,, 1- ""' ^1 ^ Zz' Oesterr. Nordwest'Oahn >' 6^^ ^ Ziebenbürger Vahn . - ' ' l?? ' ,^^ Staatsbahn 1. Em, - - ' ' 12?' zl»' Tilbbahn il 3°/. .---'' 1^'^ . ^ 5°/. ...-'' ^ Devl,en. ^,?b^^ Auf deutsche PläKe . - - ' ' Ils^ >I ^ London, kurze Sicht - - ' , Us/''