Amts Glatt ^ ZL'°' 63. KamstaZ Ven 23. Ma^ 1823. Z. 619. li) 26 (;«!). ^r. L60N799. Gubernial - Verlautbarung über Privilegien-Verleihungen/ Verlängerungen und Verzichtleistungen auf dieselben, dann Erlöschimgen derselben. — Es wird hicmtt zur «Zlgemeinen Kenntniß gebracht, daß vermöge der nachbcnannten hohen Hofkanzlcy-Vcrord-nungen folgende Privilegien - Verleihungen von Eeitr dcr hohen Hcfkammer Statt gesunden habcn: !. Vermöge des hohen Hofkanzlcrde-crcls vom 22. März l< I. Zahl 6Z27, hat die hohe Hofkammcr unterm 16. Februar l. I. folgende Pnvilegien zu verleihen geruht: als — 1^) Dem Joseph Eggert, Scidewollerzcu-zer, wohnhaft zu Wien, am Neubau, Nr. ^66, für die Dauer vcn drey Jahren, auf die Erfindung einer Maschme, mittelst wclcher alle Gattungen gedrehter Echnüre aus allen bcl.c-blgen El offen von vollkommener Güte und Fe-stlgkett mit großer Znt- und Kostcnerspalniß verfertigt werden könncl^ indem eine Person damit achtmal soviel, als ein geübter Schnürmacher nach der dcrmaligen Methode in demselben Zettraume zu erzeugen im Stande lst. — 2.) Dem Johann und Franz Liebig, W^llzoucfadnkanttn, wohnhaft zu Reichen-berg, m' Töhmcn, für dle Daucr von zwey Jahren, auf die Erfindung, eines durch d«e Kraft des Waffers betriebenen WcUenzcug - Webe-fiuhls, welcher angeblich folgende Vortheile ßkrrährt: Nens einc glcichere und vcrlhcilhaf-tcre Bcschoffenhsit dcr darauf erzeugten Maaren, 2ters Eewnnmig emer größcrn Mcnae des Erzevgn:sses in eincm glcicben Zeiträume im Vcrcilciche mit dcn bisherigen Webersühlcn. I'ens Etstarmß on Arbeitern, indcm cine Per-kn z^rcy solchs Webcsühle bedienen kann. /,:?ns Endlich Wohlfeilheit der Arbeit^ da dcr ^ xr weder bcscndcre Vorkenntnissc noch ^ ^ , ,ung nöthig hat, dah^r mtt kleinerm Lchne fch h/gnügen könne. — I) Tcm Joseph Prandl/ aus (^LZalmonskisto, lN Piemvnt, wohnhaft zu Mailand, ^01-50 6Z ^olla Vsr-ceUinu, Nro. 2616, für dic Tauer von fünf Jahren/ auf die Erfindung: itens einer Maschine oder melmehr cmes Schiffes, welches ans geblich durch zwey oder mehrere Pferde, die in das Schiff selbst gestellt werden, fortbewegt nnrd, und womit man auf dem Wasser auch stromaufwärts ohne Bephilfe der Ruder rder des Dampfes fahren kann') 2tens eines muen Steuerruders welches durch Anwendung auf das vorbcsagte Sch:ff, dasselbe nach Willkühr lenken und fortbewegen, und sohin vor jeder Gefahr auf Flüßen und auf dem Meere befrn-en kann. — /;.) Dem Consiantin Filko-vics, k. ungar. Zogst Waaren-Revisor, wohnhaft zu Fiume, für die Touer von acht Jahren, auf die Erfindung, cms Hanfoder Flachs Ecgcllemwcnd zum Gebrauche bey Seeschiffen zu erzeugen, welche s. wegen der dem Garne beygegebenen Ingredienzen alle bisherige Se-cMcmwand an E tärke übertrifft, und von der Schärfe des Mccrwassers nicht leicht beschädigt wn'd; d. bey größten Regen nie ganz durchnäßt wird, sondern wegen der enthaltenen fettartigen Ingredienzen die Wafferthelle größten-theils von sich abwirft, und viel eher als dte gewöhnliche Leinwand trccknet, und c. endüch vocgen ihres Geruches einer Beschädigung von Seite der Ratten, Mäuse und andern Ungeziefers durchaus nicht ausgesetzt ist. — II. Laut hohen Hofkanzleydecrets vrm 22. März l. I., Z. HZ69, hat die hohe Hoftammer unterm 14. März l. I. folgende Privilegien verliehen. — 5.) Tem Johann und Joseph Westcrmayer, nohnhaftzuWien, an dcr Landstraße, Nr.Z?^, für die Tauer von sieben Jahren, anf duVer-besscrurg, ln der Herstellung oller Gattungen von Wagen, vtrmige^cl^er ^t^ne alle Haupt-theile derselben ss'cr - -,>.- scrr', und 2t?ns ollen Eöa.......... vnwcn- tNen Tuch- und Scld.nzc:.^ rcrt.üthen/ daher ZZ4 den auch diese Wagen wohlfeiler zu stehen kommen sollen. — 6) Dem Johann Blümel, landesbefugtsr Syawls-Fabrirant, woh n haft zu Wien, am Schottcnfeld, Nro. Z23, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung, die sogenannten Harlekin-Shawls an Schönheit und Qualttat den französischen und englischen ganz gleich, wie auch andere Shawls und Shawlstücher mittelst einer neuen Vorrichtung in einem um die Hälfte kürzerem Zeltraum als gewöhnlich, daher auch bilüger als bisher zu erzeugen. — 7.) Dem Franz Stob er,Kupferstecher und Hausinhaber, wohnhaft zu Wien, an der Laimgrube, Nro. 20, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung: itens Auf Stahlplatten starr wie bisher auf Kupfer in allen Manieren zu arbeiten, wodurch der wesentliche Vortheil für Kunst und Handel erzielt wird, daß nut Stahlvlatten cine weit größere Anzahl guter Abdrücke a^vonnm wcr-de; 2tens die Erzeugung der Slanlplatten selbst mehr oder weniger weich zum Gebrauche für Kupferstecher; undZtens das Harten der Stahlplatten unmittelbar nach dem Stiche, für den Fall, daß mehr als 20,000 Abdrücke gemacht werden sollen, dergestalt, daß solche Stahlplatten nicht nur für die Kupferdrucker-Presse, sondern auch dazu geeignet werden, durch Walzenwerke in weichere Metalle einzudrücken. — Itt. Nach dem wettern hohen Hofkanzleydecrets vom 2H. März l. I.^ Zahl 6766, wurden von der hohen Hofkammer unterm iy. Hornung l. I. folgende Pr-o.lecken ue;!^b.'n: A.5 D.'N Elias M^'olsn, ''- '"'"b.'r, wohnhaft zu <^. !-.. a.i> >^' Vi^.>n, m der Ankergasse, ^'^. ^'-, fü-. d:' " ^!. v'n fsnfIahren, -' '>.^n/ t"^^"":r ^a^.-ne zum Gul'l. ^ .n de> N^^clv >'. u " an)e-«er verschied:»'. - '"- "'.-,.nstand^ .'^..,i. ^/ z. B. Dos.'n, ^^"',^^'.'^e u. s. v. w>'>e Maschine mir o:n ':>" < '' > ?^l la':>e er'.n denen Verbe'i . '', l'.>'d ü b insbesondere " daß mittelst d' wohl im Kr:/' - ^'r^der^.nle laufenden^.-," - '"^' gewölbten Al-< . ^-. . den können. — , "> ^ wl ' -^ zi na, Berq-ve ^ :u 2r. ^ >lten, «n ^ ^ ^a,!'r ;wev ^ - ' :. i'. ^.- 5r^:^ "": d : ^^ ^ 'iuf ein " " ^ '.r '^ - ?en c:-> 3w'v? el u d ^' t .' r<^^)e , '^cb. ^aucht und gezahlt worden '^, d. : neue Vorrichtung zu fünf und mehreren Hunderten auf emmal folglich in demselben Zeitraume, der bisher für ein einziges Hölzchen nöthig war, in den aufgelösten Schwefel und in die rothe Masse (welche dieselben bleiben) zu tauchen. — 10.) Dem Friedrich Scholl, Kunst- und Schönfärber und Fa-brcksmhaber, dann Heinrich Alexander Lux, Mechaniker, ersterer wohnhaft zu Brunn, in der RadlasgcM, Nro. 12, zweyter zu Schlappanitz/ Nro. 4Z, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Verbesserung der Handfeuerspritzen, wornack) itens mit denselben ein ununterbrochener Wasserstrahl 7 bls 6 Klafter hoch getrieben werden kann, 2tens dieselben leicht transportabel sind, in jedes- mit Wasser gefülltes Gefäß gestellt, von einem einzelnen Menschen leicht und schnell in Bewegung gesetzl, und bey allen Löfchanstalten zweckmäßig verwendet werden können, und Ztens ein unreines Waffer diese Spritzen mcht leicht verstopfen kann, eine zufällige Verstopfung aber schnell zu bchebcn ist, iz>oe n dzese Spritzen gleich schnell auseinander geschraubt und wieder zusammen-geseyt werden können. — IV. Mit dem fernern hoben Hofkanzlepdecrete vom Zo. März l< I./ Zahl 721,), wurde anher eröffnet, daß die hohe Hofkamm'r unterm 9. März l. I° folgende Privilegien-Verleihungen vorgenommen habe. — 11.) Dem Bartolomeo Ri-gatelli, Ph a r mace ut, wZhnhaft zu Verona, für dze Dauer von fünf Jahren, anf die Erfindung eines schr bittern, das schwe-f^ia^re ^. ):nin vertretenden, und aus irrlan-d:s-i):n Vegeta^-li.'n ^^"n'ncn Sa^""' — ^'l .»on der m^ ' '^'. ^'^ ' ^ <^ ^s^ und ln>t r^n ^5' ^- ^"" ^ ' ' ^ ^ ^'' c.'r dat'«', n>^'n ^ ' n' ^', ^ d "st", p; ' 'arat, d > ^ ' ' w. '. ' ^'rde, -> .., v^ ' '. de'N ^ :^:n anti^ c ^ l 1 le ^/ . ' ^, und'''!"', dan?: 'l^' ein A^ z n cr,.? !^r« l ^ .^ ö''.-^>! i> >i Aoo^'c^'1 u'.d ;war °' ' "nr l-', ^5^n, an ^ :-^u, .. . 1 ,", . ... ^ '^ l^.'-n ^^rrung oon Ebe'-ina?n ^n^ ;w^> N?" fcl: v^n weißen und gelben ^^^e.' di^ v^-- '''?.^ il'res guten Aussel^n^ '>'.....- -- r^- d'tr-l-. die Farbenwech^u.-, T"^ ^uni auf di? Brautv^r^:'c'^ :' , -v'^ '.''.' cntwrechen stallen. — 1^.' Io^ev^ Nessel, Domai-^n-Ii^^ Waldmeister, wohnhaft uz ^.,^, sü. ^e Dauer von einem Jahre/ auf d;e Erfindung. 355 mittelst einer wohlfeilen und einfachen, dabei dauerhaften mechanischen Vorrichtung die Reibung der Maschine-Zapfen- und Wagenachsen, an g e b lich beinahe auf Nulte zu rcdu-- ziren, die Schmiere ganzlich entbehrlich zu machen, und die Betricbskraft um so viel zu vermindern-, als die Ueberwaltigung der Reibung benöthigt, wodurch also N3 Kraft und die Kosten des Schmierens in Ersparung kommen. — i/z.) Dem Friedrich Egermann, Glaskünstler undGlashandler, wohnhaft zu Blottcndorf, in Böhmen, für die Dauer von sechs Jahren, auf die Erfindung: durch Imprägnirung Kunst-Edelsteinglas zu erzeugen, auch einige Farben mit einem Metall-Spiegel zu überziehen, dem Knstallglase eine einsettlge kolonne Glaslasur zu geben, und dle Mahlerey innerhalb des Glases hervorzubringen — In von der medizinischen Fakultät m der Voraussetzung, daß alle Farben des Bittstellers in starkern Feuer eingebrannt sind, als zulässig erklart worden. — iZ.) Dem Franz Weber, Inhaber zweyer ausschließlicher Pnvllegien, wohnhaft zu Wien, in der Sradt, Nro. 1^97 / für d;e Dauer von drey Jahren, auf d;e Erfindung: Nach einer vorhe^v n'^encn M<'ssa < Vorrichtung mittelst einer 5 >u: b.l'.'n^^n Stamuf- und Preßmaschlne c'- - >c °n Kosten- und Kr^ft>^'fwan) ^ . g Brennziegeln zu eerferngcn, welche wegeli der schnellen Erzeugung durch d;e Stampf- und Preßmcn'chi-ne, und wegen des Umstandcs, daß damit einem so bedeutenden und hier so kostspieligen und nothwendigen Holzbedürfnisss abgeholfen ist, billig zu stehen kommen, und wodurch nach genauer Apvrobnung das so vortheilhaft te Product die Hitze gleich einer der Hartesten Gattung Holz, und cme anhaltende Gluth ohne Geruch zu jeder Art Feuerung- sowohl zum Kochen am offenen Herde, Svarherde und aller Art Zimmer- und Backöfen lufert; durch d:e Anwendung der besagten Maschine wird die Arbctt erlncbrcry gcwahrt cmcschnellere Trocknung, und eö wlrd damn eins kompakt? haltbarere Masse Brcnnmaße er^tckt.-— V. Endlich laut des hoßcn Hrfkanzttl o^crctev vom 5. April 1829, Zahl 7699, wurden von der hohen Hcfkcm'mcr unterm 26. Februar l. I. folgcnd« Prlvllcaicn nach den im allerhöchsten Patente vcm 8. Dezember 2820 enr-halttnen Bestimmungen verliehen. — 16.) Dem Johann Kon lg, LcdercrmcWr und "^,"^tzer, wohnhast zu Wien, m der Si .^, Nro. 568, für d:e Tauer von vier I^^ren, auf d^e Erfindung, in der Erzeugung des Punischen Elidorischen Wachses zum Ee- brauche der Enkaustik, einer Art Kunst-Wachs-Mahlerei, vermöge welcher dieses Wachs itens zur Mahlcrei auf Messing, Kupfer, Zinn, Eisenblech, Papier, Holz, Pcrkalleinwand, Leder und Glas, dann zur Bemahlung des natürlichen Wachses vorzüglich geeignet ist, indem alle Farben, sie mögen Lasur oder Erd« färben seyn, gleich schnell trocken, im Wasser unauflösbar sind, und dle Mahlerei fast ganz-llch auf der umgekehrten Seite durchdringt; 2tens ist es ein gutes Bindungsmittel zum besseren Zusammenhalten der Farben, daher für Tuschmacher besonders anwendbar; Ztens können es auch die Schuster, Schneider, Riemer und- Sattler zum Wichsen brauchen, in« dcm es den Faden steifer macht, ^tens dient es den Tischlern, Anstreichern und Lackirern zur schnelleren Trocknung der Lemöhlfarben; 5tens lst es sehr anwendbar zur Bemahlung der Gppsfiguren, und zur Mahlerei der Mauerwande, und 6tens endlich ist der Preis davon lehr bil-lig. — 17.) Dem Dominik Eappadoro, Werkmeister und Zeichner, wohnhaft zu Ragusa, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung, einer neuen Oehlpreß - Maschine, welche angeblich keine Schrauben hat. — ig.) Dem Joseph Hosch, Maschinisten bcp der k. k. priv. Papierfabrik zu Franzensthal, wohnhaft zuFram zenschal, in Niederösterrcich, für die Dauer von fünf Jahren, auf die Erfindung, mit einer neum Vorrichtung, in jedem gewohnt chen aber noch festen Holländer geschlagenes Gefthierzeug zu erzeugen, welche Maschine Gefth.rryollandcr mtt beweglichen Grundwerk benannt w:rd, in welchen beiden MalHimn nämlich Geschirr und Hollander auf eine einfach? höchst vollkommene Art und so zweckmäßig vereiniget werden, daß mit einem solchen Geschirr-Hollander für zwölf Geschirr-loch hinrclchcnd geschlagenes Gcscbirrzeug in btscr ^'.l.'litat ^...".'gt werden kann, was '" . ^ 'hnl,v en Geschirr sehr mühsam 1 ! . ' bcwerr's«.lliget wird, daher das c- 'c','.^: Gcsch^r>rzc^g nach dieser neuen Er-' , ' ' '.n. w w'.'blfeil unld noch wohlfeiler ' -, -.''/.'.:.. ^l'^:,g zu stehen köinmt. — pr^/^i.n-^rl^: .^nlng hat in dieser Zeit nur cine Etatt gefunden. Laut des hohen Hofkanzlevdccretes vcm 5. April l. I., Zahs '"ssIo näml-ch, ha: die hohe allgemeine Hof-kannner d^u V-nzenz Strnadt, geoen-warr!gcn ^ci^fter dcs dem Joseph Knezau-r e k und C r n st F r a n z Stei n e r, am 6. April i6ö?, für fni f Iakre verliehenen und am 2. July 1628, frr cin Jahr verlängerten Privilegiums auf cm doppeltes Verfahren zur 356 Erzeugung eines luftleeren Raumes im Di- stittir-Aftvarate, ein? weitere einjährig? Verlängerung seines Privilegiums bewilligt. — Franz Prohazka, hat das ihm mit allerhöchster Entschließung vom 28. März 1826/ kundgemacht durch das hohe Hofkanzleydecret vsm 12. April 1826, Zahl 11498 Gubsr. Zahl 9220/ erhaltene Privilegium auf eins Verbesserung der bey der Wollensvinnerey verwendeten Locken- und Putzmaschine laur hohen Hofkanzlepdecrets vom 1. April 1629, Zahl 7^64 zurückgelegt. — Eben so har der Tischler Mathias Stubinek, das mit allerhöchster Entschließung vom 12. Dezember 1827, erhaltene Pnvilegium auf eme Verbesserung der Taback-Schneidmaschine laut hohen Hofkanzleydecretes vom 9. April 1829, Zahl 81Z0 zurückgelegt. — Erloschen sind folgende Prlvtlegien: Das dem Ignaz Wahlmüller/ auf Essigerzeugung verliehene Privilegium vom ^26. December 1626/wurde laut hohen Hofkanzleydecrets vom Zo. März l> I«,, Zahl 7263 von der hohen Hofkammer über eine dagegen erhobene Beschwerde wegen Mangel an Neuheit des Gegenstandes für erloschen erklärt. — Endlich wurde laut dcs hohen Hofkanzleydecrets vom 20. März l. I., Zahl 6^21 von der k. k. mederöstcrre ichischen Regierung zu Wien, unterm 0. July 1628 nachstehende Privilegien, wegen der von den Inhabern derselben nicht berichtigten Tafratenzahlung für erloschen erklärt: als, 1.) jenes des Julius Griffitsch, vom5. März 1821, auf einen Mechanismus zur schnellern Bewegung der Fuhrwerke. — 2.) Jenes des keonard Spaamann, vom 19. August 1621, auf eine Lohr- und Schnndemaschinc für Bürstenbinder. — Z.) Des Carl Hüt->ing und Moritz Nnel/ vom 16. Iuny z623, auf Weinpunsch. — /5.) Des Heinrich Dchlegel, vom 16. October i32Z, auf Steinkohlenpriesbenützung. — 5.) Des Maria Joseph Ballier, vom2i. März 1824, auf I^v.!.'l.-Corsets und Brustgürtel. — 6.) .'. H K r a u se, vom 5o. März 162^, ^ lg thierischer Gallerte. — 7.) .T e5 'H:'.:.?!'. Fritz, vom i5. Iuny 182^, s.l.f Verscr'.lgung von Seiten aus Draht — H.) und jenes des Carl Kreutercr, vom 3/». May 182/z/ auf einen Dampfofen fnr Wagen. — Vom k. k. ülyrischen Gubernium. "aibach am 23< Aprzl 3629. Joseph Eamulo Freyherr^. Schmidburg, Landes-Gouosrntür. Johann S ch n e d i tz, k. k. Budernialrath u° Proismedzcus. Z. 627. (2) Zä (?ub. Isl. 1Q02O. Edier« Von dsm k. k. Stadt« und Landr?chte , zugleich Crimlnalgenchte zn Kratn, wird hls-mu bekannt gemacht: Es stye bel d«esem Gerichte durch Absterben des Joseph KoNck, tue von lhm bekleidete Gefangel!wä',ters - Bedien.-siung lM hlerorttgen Ir-aulsumnebause N'le-dlgec worden. Dicse Gesangenwärtcrsbedzen^ stung ^st zr>lt dcm Genuße der freyen Wohs nungln dem InqulsiNonßpause, jahrllcher Be^ sulduna von i5o ft./ Bezüge der -Monlour, sechs Klafter Brennholz und zwölf Pfund Un-schlmkerzen, verbunden. — Da nun zur Wlederdesetzung dieses D.enNplatzes der Concurs b,s auf den 15. Iuny 1629 brummet worden lst, so werden alle Jene, wklche solchen zu erhalten wünschen, hlevcn zu kem Ende m die Ken?unlß gefttz:^ dannt s»c chre Gesuche, worin jn' sich mn lcgakn Zeugnlsscn über ihr Alter, Geburtsort, Rel:mcn, Btand, Besckafligung ooer Bcdtensiung, unradklhüf-ten Lcbenßwandcl, ^pr2wkck::nnlsse, und daß j^e von guten kclbcdkraflen sind, auszuweisen haben, b'.s zum i5. Iuny 182Z anher über-rezchen sollen. — Lazhach am 5. May 2625). Z. 6i3. (3) Nr. 987g. Concurs. Zur Besetzung dcr erledigten Lchrerstellt dcr 4. Classe an der Hauptschule zu Vtllach. — Zur Wiederbesetzung dcr an dcr .hauptschule zu Villach erledigten Lchrersielle der /^. Classe wird bcy den hochwürdigen fnrssbischösiichcn Consistorien zu Laibach und Klagenfurt, am 16. July laufenden Jahres em Concurs abgehalten. — Wer sich um dieses Lchromt, mit welchen em Gehalt von jahrlichen Zoo ss. C. M. verbünde:^ ist, m Competenz zu setzen, und der Prüfung zu unterziehen gedenket, hat sem eigenhändig geschriebenes, an das k. k. ill-'nsche Landesgubermum siplisirtes Gesuch längstens bis 6. July laufenden Jahres bcn dcmjemqm hochwürdigcn Consistorium, zn design Bcz:rke er sich dem Concurft unterziehen wul, einzureichen. — Icder Kompetent hat sich mit glaubwürdigen Urkunden über den mit gutem Erfolge bestandenen sechsmonatlichen Praparanden-Curs, über Character, Zeit der gelcmctm Dienste, Kenntnisse, Alter, Religion und Mo-ralitar, und allfallige weitere Verdienste auszuweisen. Vom k. k. illyrischen Landcsguber-Nlum. Laibach am 8. May 1829. Friedrich Ritter v. K r e izbe r g, k. k. Eubernial-Secrerär. ZZ7 RrnsämtliOe H7erlautbaruMett. Z. 6^3. d) Nv. 5733. Concurs Z Verlautbarung wegen Wlederbeseyung der Bürgermeisierssselle bei dem Magistrate der l. f. Stadt Völker-markt. — Bel dem Magistrate der l. f. Stadt Völkerwarkc lft durch den Tcd des Martin Ia> cob Pufierhofer dle BürgermelstersstelZe tn Cr-ledigung gekommen, nnt welcher ein Jahres-gkhalt von" i^oo ft. W. W.,, der Genuß der freyen Wohnung un Rathhause und von jähr« llchen i5 Klafler Brennholz verbunden ift. — Zur Wledelbesetzung dieser Elelle wnd dcr Concurs bls letzten I uny d. I. üu5g?schri?b?n< in wclchcr Znt d:e dußfässigen, mic den Wahl-fahlgkeils- Oecreten für das Clvtt: u'^d Krimi« na!- Richleramt / dann dte pskmche Gefchafrs-Verwaltung und zum Rlchteram: m schweren Polizev'Utbertretung^fallen, so rmc auch m:t dem 2anfsche;ne und der Ausweisung über Moral,tät, Sprachkenntmsse und bißherige Dienste documentirten Gesuche bei diesem Kre;s-Imte einzureichen sind. — K. K. Krnsamt Klagenfurl den 12. May 1629. Z. 63o- (2) Nr. 0220. Kundmachung. Zu den Bauherstessungen des für das landesfürstllche Bezirks-Eommissariat der Umgebung Ltnhachs bestimmten Schloßgedaudes dcs SlaHtßgu^s Fhurn und der dazu erforderlichen Arreste, so wie auch der übrigen gewöhnlichen Conservations-Arbeiten an dems'l-hen, lst mit hoher Gubernial-Verordnung rom 7./ Erh. 11. dteses Monates, Zahl 3q5? , die Abhaltung einer MmuendS'Ver: siflgerung anbefohlen worden. — Diese Bau-hcrstcssunqen bistehen m der Maurer« und Ammcrmanns? Arbeit und deren Maleriale , d>>nn ln der Gtcinmetz?, Tischler^, Schl?ft ser-/ Schnnd-, Glaser- und Ansirelcherarl dnt. — Znm Ausrufspreiß der ersssrn Her-fielZungcn wu-v der buchh.'.lteri'ch i,ec!!sic'.:: VelüVMlbstraa non 2645 ^. ä^ kr. n?. M , donn besonders für dl? gl > I")'l' ^^ F^z-^v-v - ^'''^l - Ulžbcittn am obb^'.nen ^.i2:s.^'i^ G ^'' >e der buchhalterisch id?n^"-?e ^'c'': nu : bcl'^Z von 255 ss. 3o kr. M. II, cl-g^'o^ m /!'. — Dncse Mmuendo - ?.: l- _"> r > q wl' d su'! ?a. dtcses, Normltt.^5 u.^, ^ >.;hr :^ tneslM Krnßamte abgehalten werden. Dlsj^« l'lg^n, welche diese BauhtrssclZunqen überneh^ m«n wogen, werden da;u zu erschcmcn hi?-m ' (lngfiaden. Dle dlköfalligen Bedn-g^^c kv's'N übrigens in den gewöhnlichen Amis^ stunden bei diesem Kreisanits eingesehen wir.-, den. K. K' Krelsamt Laibach am zg, M»y 1829. KtaNt- mm lanVrechtliche ^erlautbarungm, Z. 628. (2) Nr, ZWH. Von dem k. k. Gtadt- und Landrechte m Kra:n wird bekannt gemacht: Es sey über Ansuchen des k. k. kl'2lner,schen Flskalamtes, als erklärten Erden zur Erforschung der Schulden« last nach dem am 23. Februar 3829 ^m letzt-wlliige Anordnung versiorbencn Johann Boka-lnsck , gewesenen Frühmessers in Hrenoviy, die Tagsatzung auf den 16. Iuny 1829, Vormit-tstgs um y Uhr, vor diesem k. k. Stadt- und Landrcchle bestimmt worden / bei rvelcher alle Jene, welcke an diesen Verlaß aus was immer für einem Rechrsgrunde Ansprüche zu stellen vec-meinen / solch? so gewiß anmelden unS recktsl geltend darthun sollen, wldrigens ße die Folgen des §. 8iä b. G. B. sich selbst zuzuschrei? ben haben werden. Von dem k. f. Stadt- und Landrechte in Kram. Lalbach den lss. May 1829. Z. 600. 'TZ) ^ —-——^—-.^—^ Von dem k. k. Stadt- und 5andrechte in Krain wird der Cacilia Ientschitsch und ihren allfalligen Erben mtttels gegenwärtigen Edicts erinln'rt: Es habe wider dieselben bey dlesem Gerichte Thomas Auer, Eigenthümer des Hcni-ses Nro. 207, in der Stadt Lmbach, Klage anf Verjährt- und Erloschen-Erklärung aller aus dem Protocol!, äclo. Zo. April 1796, e^intLd^^ law Z. August 1797/ pr. 100 fi. Zusiehenden 'Rechte eingebracht, und um richterliche Hülfe gebeten, worüber die Tagsatzung auf den 3«. August 1629 Vormittags um 9 Uhr vor diesem k. k. Stadt- und Landr?chte angeordnet worden ist. Da d?r Aufenthaltsort der Beklagten, Cacilla Iemschttsch und ihren allfalligen Erben diesem Gerichte unbekannr, und weil sie vielleicht aus den k. k. Erblanden abwesend sind, '- 'it man ;u d.'^li Veitl^l.'^: ng und auf " ^' s-^r ^:d 1':'lasten t^.i hierortigm ^. "^.'^'.r.^c' .'^. ^')!'r^-l'ch als Curator t>"'_ ^r, n.." ^a're Rechtssache .'^cr b,'s. . . , , Ordnung ausgs« ^.cscldcnwc^.r. daher dcs'cn zu dem Ende» c- ":c:t, t^.tt f.' allenfalls zu rechter Zelt selbst erscheinen, odcr inzwischen dkm besiimni-ten VerN'eter lbrc Rcchtsbchelfe an die Hand geien, oder auch sich selbst einen andern Sache walter zu kestellen und diesem Gerichte nam°-hatt zu machen, und überhaupt im nchttichm (2 Amts-Blatt Nr. 62. d. 2Z> May 1229^ ^ 353 ordnungsmäßigen, Wege einzuschreiten wissen mögen, insbesondere, da sie sich tue aus ihrer Verabsaumung entstehenden Folgen selbst bey-zumessen haben werden. ^albach den 5. May 1629. Z< 6ai. (5) "" Nr. 'Z^6? Von dem r. k. Hiadc- und Landrechte:n Krain, wtrd dem Matthaus Iggel, bürgert. Schneidermeister, und seinen allfalligen Erben mittels gegenwärtigen Edicts erinnert; es habe wider sie bey diesem Gerichte Thomas Auer, Eigenthümer des Haukes Nr. 25/, in der Ntadc Laibach/ e:ne Klage auf Vet-iahrt- und Etto-schenerklarung aller aus dem Wechstlörieft, ääo. 14. December 1765, i^ttldul. iZ. Jänner 1786, pr. 20a fi. zustehenden Rechte eingebracht, und um, richterliche Hülfe gebeten, worüber eine Tagsatzung auf den 10, August l. I. Vormittags um 0 l''>r 0^ dicsem Gerichte angeordnet wo^ Dl- ' altert der B?klaaten M ^ggel uno seiner allfalügen Erben d'.c'.. - ^e..chce u.ile^annt, und we'.l sie vielleicht au) ^e.' " k° C^bianden abwesend sind, so hat man n Vertlieldigung und auf d?! ' ^ . - ^,^ hlerortigcn G '^ als Curator bestellt, m.r,ve e n d>.e an.^brachte Nechtssil-che nach der ' ^en ^ierlchrs-Ordnung ausg:f'^rt un ^en werden wird. Die- selben werden daher dessen zu dem Ende erinnert, damit sie allenfalls zu rechter Zeit selbst erscheinen, "d'.-«"'w^l'..'. .em bestimmten Vertreter iovc .! e .^1 die Hand zu gcben, oder au.d s /.e!> a> I ern Sachwalter zu bestellen u° G>r>'' e namhaft zu mache n, und u > e. -> . - -') t ll ch e n ordnungsmäßigen We' .n wlMn mögen, insbesondere, - aus ihrer Verab-säumung enl''e'^^cn ^.'l^en selbst beyzumessen, haben werden. Laibach den 5. Man 1829. Bonden ' ^ und "aid^b^:-: Krain w'.rdl-e'. '" ' ' ,. '.^', suchen des !)>'. ^'.':^ "i--.der- läbrigen Vale"'z:' T.' re.': C'rbcn :ur Er'''""'i!" - , dec a.n 2 i. '.' ^ ^ >< ;': ^. .'' '- ^-" ^'..5er a.le .^e^ ^, selche an d:e-l'.',' s : .n i' 15 f.: r c'. 7. e m 3^ c.0 t s - gründe Ansprüche zu stellen vermeinen, solche so gewiß anmelden und rechtsgelttnd darthun sollen, widrigens sie die Folgen des §. 61^. b. G. B. sich selbst zuzuschreiben haben werden. Von dem k. k. Stadt- und Landrech:e in Kram. Laibach den 12. Map 1629. Z. 6i5. (Z) Nr. 23^5. Von dem k. k. Stadt- und -Landrechre in Krain wird bekannt .gemacht: Es scy über Ansuchen des k. k. kramerischen F:s-kalamtcs als erklärten Erben zur Erforschung der Schuldenlast nach dem am 22. Febr. 162g verstorbenen pcnsionirten Weltpriesser, Iosevh Pogatscher, die 3agsatzung auf den 6. Iu!:) 1829 Vormittags um n Uhr vor dlesem k. k. S^idt. ul'd ?nch:ebte b.ss''nmetn '^eu, be) w.l?:. a e Ie'e, w'l'^ a-l 0 ' ' B',.a^ a"'' "^i" . ' "v s '»' ''' ' ,. ' '.'':-' " ^ ."!.',.', ^ V 1 ^'l! s) ''^ '" l",2 . K,". /,' Verlautbarungen. 3. 62^. -2) Nr. 735. Edict, Vom Bnicfsqerichce Ruoertshof ;u Ncu-stadtl, als ) ), c ^n com^clelucn Bczlrksgerlchlz ;u Stltzch Mll Ersuchschrich^n oom 10. April 2629, Nr. Z42 / requlrlrlcn Gerzchle wird allgemnn bekannt gemacht: Es sty auf Ansuchen des. Andreas Trudczi zu Neustadsl, m die executive Veräußerung Vcs, dem Gute Alttndurg, 8nd Berg-Nr. 2/z, 2/z N2, berg-rechtmaßigen, gerichtlich Mit Elnschluß des Kellers auf 120 5. geschätzten, lm Straschaberg? gelegenen Wein^artcliö / lamuit dabey besindl llchen Mobilar dcs Joseph Stermetz von Schwcl-gcrda, wcgen schuldigen 2oo st., nebst 5. 0W Zinsen und Unkosten gewullget, und sepen hlc< zu drey Verstelgerungstaqsa^u,na?n, nämlich am 30. Iuny, zc>. July nnd l^ Auz^ss lggy, ^ ^' /rrüde um 9 U?r >n s^ooo dcs besagten «^)..^ ^Hrlcns Mll d'"" "-hinge bestimmt worden, daß, un F.:: /, ^ Real- und Mob:,« laroermögcn weder ftey der ersten noch zweyten T^satzung um die Gchayung an Mann. ge-werden könme, es bey der dritten auch darunter htntangegeben werden würde. Dem zu Folge werden alls Kssustussigcn .ahnten Tage nach Gtralchabcrg zu er-s.he^iin hiermit eingeladen. Bezirksgericht Rupenshof zu Neussadll am 2^. April 1829.