Vri!«lmeratto«s-Preise Fr Laii .<£: Navzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig ■ • 4 „ 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 „ Monatlich ... — u » Laibacher Nedacrion Bahnhofgaffe Nr. 132. Mit der Post: Ganzjährig................12 <*• Halbjährig........... vierteljährig 6 „ 3 „ Kür Zustellung ins HauS »irrtelj. 25 kr., monatl. 9 kr Linzelne Nummern 6 kr. m- - _ ' Nr. 155. Die sociale Noch in Rußland. Wir batten in letzter Zeit wiederholt Gelegen-nQtt xer Ausbreitung socialistischer Urnsturz-. Rukland zu berichten. Es handelt sich va mehr um idealistische Sehnsuchtsruse nach Be. s.a NnlkeS aus Despotismus und Knecht-tä£*£ fie de- schöngeistigen Agitators Herzen 1&Dr seinerzeit anstimmte, es wird nicht etwa Äri«3 nmmm fefaSm und nach Einführung von versassungs-SKn »uftänben gestellt, nein, die lungsten Kund-rrlSßlgen 6 er ®efetifc6afWreforjnatoren tönen SÄÄf lÄÄ -l» W'8 tu* ^ hur* welches aller Ordnung der Dmge Ä N°ch-!«-° und «irch. So, tom -in End- mit ®*rtim b-i-u-l {Sr M. Ei»! umwshmg na» d-n Grnnd-^ der russischen Gesellscha tSretter wäre mcht SfSÄÄ -in-Abhil!-ft- I°-i°l° U,6,L Tände nein eine Revolution in Rußland wäre nach [Sitnuichtn zu schließen der Losbruch eines Schlamm-„iZ bloS in Rußland alle Spuren ^"'^«^n^wiederbolt wurde von geheimnißvoll auS-M^ssenverhaftungen von Personen verschie-gefuhrten Mass Y ing6efonl)m von Studie-dcnfler ^bensste g ' berichtet, nun« "Ä die amtlichen Rundschreiben zweier Ls«fe”eer bcn Md«, daß °s sich um gar L'LsLungen handle. Nachdem erst vor kur- Jeuilleton. Eine Mutter sucht ihr Kind. Eö^blott Anonvme Mittbeilungen werden nicht berücksichtigt; Mannscripte nicht zurückgesendet. ♦ Expedition-L Inseraten Bureau: Congreßplatz 91r. 81 (Buch. Handlung von Jg. t>. Älein-tnatyr & Feh. Bamberg.) Änsertiouspreise: Für die einspaltige Petitzeile A 4 fr., bei wiederbolrer (Striv-X Wallung ä ä fr. . \ Anzeigen bis 5 SettiiuM&yfg j — % 'Wmi Bei größeren SnferateiL öfterer Einschaltung cntl cheuder Rabatt. Für cemplicierten Satz beson-dcre Vergütung. Montag, 12. Juli 1875. — Morgen: Margaretha. 8. Jahrgang. diesem Titel veröffentlichte die „©arten* . . “ Avril 1872 eine Nachfrage nach dem SUC Stnrte des Töchterchens einer jungen Mutter, ^uienthaltsorte ^ Widerrechtlich ent- D--!-ld- Statt gibt rifftn und f((i7unflen über diesen Fall, von denen «i, fUM> auf 33ocgäng-wir einige ve TT „ -n Laibach beziehen. a VßÜotss ist die Gattin des niederländischen Saronm EstorTs Mi ° , rn @eorg Otto Karl v. E^^r von sdner Gattin durch gerichtliche Ehe. S >,mQ aetrennt und als der schuldige Theil nicht fcheidung 9 .8 unb bcw Verbote der Wieder- ”tttf,?iLnfl bestraft, sondern auch verurtheilt wor-verehelich» 9 ^ ba8 Kind und »Hc emge» Vermögen auSzuliesern und jährlich eine Ammte Alimentationssumme au sie auszuzahlen. nwfieil wurde vom Obergerichte in Lüne-burg gesällt und vom Appellationtzgerichte in Celle zem der Justizminister einen Warnungsruf an seine untergeordneten Organe gerichtet, läßt uns der ge-ängstigte „Minister für Vvlksaufklärung" in einem Rundschreiben an die Curaloren der Lehrbezirke einen Einblick in eine revolutionäre Propaganda thun, die uns vor der teuflischen Raffiniertheit der russischen Umsturzapostel mit Grauen erfüllt. „Es erweist sich — so lauten die Worte deS Ministers — daß die Umsturzmänner sich das, was jedem ehrenhaften und aufgeklärten Menschen ein Gegenstand besonderer Fürsorge und Beschützung ist, die Jugend und die Schule nemlich, zum Werkzeug ihrer schändlichen Propaganda gewählt haben. Und das ist begreiflich; ihre communistischen Lehren, die sich zur Niederwerfung aller menschlichen Organisation neigen, an deren Stelle die Anarchie eingebürgert werden soll, sind bis zu dem Grade aberwitzig und roh, daß sie höchstens bei Kindern, unreifen Jünglinge» und unentwickelten Leuten aus dem gemeinen Volke Erfolg finden können. Leider finden aber diese Kinder und Jünglinge, statt in ihrer Umgebung und in ihren Familien auf Widerstand gegen die an sie herantretenden Aufreizungen und politischen Phantasien zu treffen, nicht selten im Gegentheil Ermuthignng und Unterstützung. Nur dadurch läßt sich auch die Verbreitung socialistischer Theorien, welche durch die gesunde Wissenschaft schon langst verurtheilt worden, in siebenunddreißig Gouvernements erklären. „Wie die gerichtliche Untersuchung ans Licht gezogen, haben einige Väter und Mütter ihre Kinder zu solchen Theorien verführt. Diese Erscheinnng ist in meinen Augen trauriger als die Propaganda selbst. bestätigt. Freiherr v. Estorss hatte früher seine Frau in die Irrenanstalt zu Werneck in Baiern gebracht, indem er den Director der Anstalt zu überzeugen suchte, die Frau sei von dem Wahne beherrscht, daß er mit einem Fräulein v. Bünau, das er seiner Frau als Gesellschafterin aufgezwungen hatte, in einem sträflichen Verhältnisse lebe. Dieser angebliche Wahn war aber so voll Wahrheit, daß die Han» nooer'schen Gerichte den Estorff des Ehebruchs schuldig sprachen und zu drei Monaten Gefängnis, Herausgabe der Tochter und des Vermögens verurtheilten. — Diesem gerichtlichem Urtheile entgegen, nahm Estorff das Kind mit sich in die Schweiz und nach Oesterreich und brachte dieselbe als Julie Schack längere Zeit in einer Pension in Wilhelmsdorf in Württemberg unter. Zwölf Jahre lang entzog er der armen Frau ihr Kind und jeden Genuß des ihr gerichtlich zugesprochenen Vermögens; zwölf Jahre lebte dje Frau in Mergenthein in der allergrößten Einschränkung. ' ! Wi »«■•Wifi Da Estorff von den deutschen Gerichten steck« brieflich verfolgt wurde, weil er die ihm zuerkannte Gefängnisstrafe nicht vollständig abgebüßt hatte, so reiste er meist auf fremde Namen. Durch die Ver- Sie zeigt, bis zu welchem Grade oberflächlich und, ich sage es offen, unwissend ein gewisser Theil unserer Gesellschaft ist. Sie befestigt mich noch mehr in meiner Ueberzeugung, daß bei uns häufig nicht die Familie die Schule unterstützt, sondern daß bei uns auch die Schule die Familie erziehen muß, was in keinem anderen Staate vorkommt." Der Justizminister charakterisiert die Lage sehr richtig mit folgenden Worten: „Die raschen Er- folge der Propaganda müssen sowol dem Umstande zugeschrieben werden, daß die Propaganda keinen genügend starken und lauten Tadel seitens der Gesellschaft fand, welche, ohne sich über die Bedeutung, und den Zweck dieser verbrecherischen Bestrebungen völlig klare Rechenschaft zu geben, sich mit Apathie, Gleichgiltigkeit, nicht selten sogar mit Sympathie zu ihnen verhielt, als auch insbesondere dem Umstande, daß die Jugend, aus welcher das Haupt-contingent der sich mit der Propaganda beschäftigenden Personen hervorgeht, in der Umgebung in welcher sie aufwächst und sich entwickelt, keinen Wider, stand gegen die verderblichen und zersetzenden Lehren findet." (Fortsetzung folgt.) Politische Rundschau. Laibach, 12. Juli. Inland. Eine der merkwürdigsten und von der Regierung wol kaum erwarteten Folgen der Zugeständnisse, welche rücksichtlich der Ausübung der Landwehrpflicht den Krivoscianern im Hinblick auf deren „berechtigte Eigentümlichkeiten" ge-i macht werden sollen, ist die Nutzanwendung, welche öffentlichung in der „Gartenlaube" fand man feine Spur und die des Kindes in Krain wieder. Als Agnes v. Estorff lebte die Tochter auf Schloß R u ck e n st e i n in Krain, dessen Besitzerin Herr v. Estorff geheiratet hatte. Bon hier kam das Kind zu dem mit allen früheren Verhältnissen desselben bis dahin unbekannt gewesenen evangelischen Geistlichen in Laibach in Pension und Erziehung. Nachdem die Mutter endlich den Aufenthaltsort ihrer Tochter erfahren, gab sie durch ihren Rechtsanwalt der Kronanwaltschast in Lüneburg Nachricht davon und dieser richtete ein Requisitionsgesuch an das Landesgericht in Laibach, von dem die Angelegenheit dem Krcisgerichte in Rudolfswerth zugewiesen wurde, weil Ruckenstein in den Sprengel dieses Gerichtes gehört. Die nächste Folge der Requisition war eine. Verfügung des Gerichtes an den evangelischen Geistlichen in Laibach, das Kind in seiner Obhut zu behalten bis zum Ausgang de« Prozesses. — Der Prozeß zog sich durch die Jahre 1873 und 1874 hin und wurde endlich von beit österreichischen Gerichten in erster und zweiter Instanz gegen die Klägerin und gegen das Urtheil der deutschen Gerichte entschieden. Trostlos stand die sich die Ezechen schon jetzt von diesen Ausnahms-bestimmungen machen. Hat die Handvoll Bochesen — so argumentiert man gegenwärtig in Prag — durch fortgesetzten Widerstand für sich eine Aus. nähme ertrotzt, warum soll den viel zahlreicheren Ezechen tvcht ähnliches gelingen? „Das von den Cat-taresen Erreichte — schreibt der „Ezech" — muß jeden guten Ezechen mit Vertrauen erfüllen und zu weiterem Kampfe stählen. Es ist damit der Beweis geliefert, daß bei steter Bemühung, bei steter AuS-dauer alle Kabalen unserer Feinde endlich werden vernichtet werden und daß die Wünsche und Hoffnungen der czechischen Nation trotz aller Hindernisse doch ihrer Erfüllung entgegen gehen. Lassen wir uns daher nicht beirren. An uns ist es gelegen, daß der zur Beruhigung und Befriedigung der Nationen, zur Begleichung der Verhältnisse im österreichischen Staate in den Boche die Cattaro gemachte entscheidende Schritt auf gleicher Bahn fortgesetzt werde." Cb die Ezechen gewillt, in der Nacheiferung der Bocchesen auch bis zur offenen Widersetzlichkeit durch Waffengewalt zu gehen, läßt die interessante Kundgebung des „Czech" einstweilen noch unentschieden. In mehreren Landtagen und Communen wurde bereits wiederholt angeregt, daß die Gehalte der katholischenReligionSlehreran Volksund Mittelschulen von den betreffenden Religionsfonds zu bezahlen seien. Der niederösterreichische Landtag und der wiener Gemeinderath haben in dieser Beziehung wiederholt Beschlüsse gefaßt und der Landtag hat den Landeöausschuß beauftragt, für die nächste Session eine eigene Gesetzgebung vorzubereiten, Der wiener Gemeinderath seinerseits hat sich an das Unterrichtsministerium gewendet und von demselben verlangt, eS möge die Auslagen für die katholischen Religionslehrer an den Volksschulen aus dem ReligionSsond leisten. DaS Ministerium hat nunmehr nach Mittheilung des „N. Fremdenblatt" das Ansuchen des GemeinderatheS a b g e» lehnt, indem es einerseits aus dem Gesetze nachzuweisen versuchte, daß der ReligionSsond zur Bezahlung der katholischen Religionslehrer nicht verpflichtet sei und andererseits auf die Unzulänglichkeit der Mittel des Religionssondes hinwies. Die Rechtssection des wiener GemeinderatheS hat mit Rücksicht auf die thatsächliche Situation beschlossen, dem Gemeinderathe vorzuschlagen, die Angelegenheit vorläufig auf sich beruhen zu lassen und die Entscheidung des Landtages abzuwarten. Der nächste ungarische Reichstag wird mehr denn je das Gepräge eines magyarischen Parlamentes an sich tragen, während doch die Magyaren nur den dritten Theil der Bevölkerung ausmachen. Die S l o v a k e n, welche drei Millionen Seelen zählen, können es trotz aller Anstrengungen zu keinem einzigen Vertreter im Unterhause bringen. Miletiil und Genossen sind unter den Serben durch- beklagenswerthe Mutter da; das einzige, was man für sie noch erwirken konnte, war die Erlaubnis, zur Eonfirmation ihres Kindes zum erstenmale an dasselbe zu schreiben, ihm brieflich ihren Segen zu» rufen zu dürfen und hiefür den ersten Brief der Tochter zu empfangen. Einige rührende Stellen aus diesem Briefe theilt die „Gartenlaube" mit: „Laibach, den 30. Mürz 1875. Meine liebe Mutter! Mit welchem Gefühle schreibe ich diese Worte: Wenn ich andere Kinder bei ihren Eltern sehe, dann bin ich entsetzlich nieder, gedrückt durch die Entzweiung meiner Eltern, und ich fühle mich recht unglücklich darüber, daß ich nicht beiden angehören kann. Ich war viel bei fremden Leuten und habe früh das höchste Glück entbehren müssen, welches ein Kind auf Erden haben kann. ebenso meinen Vater und kann ihn nicht verlassen. Ich kann und darf ja auch nicht richten in dem unglücklichen Streite, der das Glück meiner Kindheit ebenso wie Euer Glück zerstört hat. Wie glücklich wäre ich, wenn Ihr Euch beide wieder gefallen. Die, Rumänen Siebenbürgens wollen gur in Passivität verharren. Nur die Sachsen in Siebenbürgen. und die Deutschen im Banat wehren sich auch bei den Wahlen wacker ihrer Haut. Während so Der ungarische Reichstag wenigstens 150 Abgeordnete nicht magyarischer Nationalität zählen müßte, wird die Anzahl derselben diesmal eine Verschwindend kleine sein. Der Grund dieses schreienden Mißverhältnisses ist in dem schrankenlose» Zenoäs= muS der AdelSherrschast zu suchen. Die •Magyaren herrschen im Parlamente, machen die Gesetze nach ihren „Bedürfnissen" und wissen auch die staatliche Executivgewalt energisch za ihren Gunsten zu handhaben. Be! ter diesjährigen Wählercouscription in den rumänischen, serbischen und slovakiichen Eom^ taten, wurden Tausende von Wählern einsach aus den Listen gestrichen. Die Beschwerdeführer wurden vom Minister Tisza an den obersten stockmagyarischen Gerichtshof verwiesen! Es hat schon manche Parlamente gegeben, in denen der Volkswille nicht zum unverfälschten Umdrucke gekommen war, aver das Parlament in Pest steht diesbezüglich bis jetzt einzig da. Der magyarische Stamm befindet sich im 581sitze der Staate gemalt und hat in der Ausbeutung der letztere» zu seinen Gunsten alle politische Scham verloren. Daß bei so bewandten Umständen die Sprache der Nationalitäten eine erbitterte, eine eminent magyarenfeindliche ist, darf nicht verwundern, das „Sieben-lmrgisch-deutsche Tagblatt." die serbische „Zastava" die rumänische „Albino“ die slovakischen „Noviny" — alle äußern dieselbe Unzufriedenheit, dieselbe hochgradige Erbitterung über das rücksichtslose Gebühren der herrschenden Nationalität. Ausland. Der deutsche Kaiser rooqnte am 9. d. in Karlsruhe der Müiibigteitsevftarung seines Enkels, des Erbprinzen von Baden, bei. Nach Abschluß der mit diesem Acte verbundenen Festlichkeiten begab er sich über München zu einem zwei-tägigen Besuche des österreichischen Hoflagers nach Ischl und sodann zur Badekur nach Gastein.'-Wenn in früheren Jahren der Kaiser aus dem Wege nach Gastein die baierische Hauptstadt passierte, so wurde das strengste Incognitv beobachtet, im porigen Juli hatte jedoch König Ludwig aus eigenem Antriebe sein Schloß am Starnbergersee verlassen, um den kaiserlichen Passanten in München zu begrüßen. Wie erinnerlich, erhielt dieses Beisammensein damals durch das während der gemeinsamen Tafel aus Kissingen eingelaufene Telegramm über das Attentat auf den Fürsten Bismarck eine» trüben Schatten.Indie-sem Jahre hat König Ludwig sich erboten, den Kaiser eine Strecke durch baierisches Gebiet zu geleiten und in München das Diner mit ihm einzunehmen. Angesichts der baierischen Wahlbewegung hat diese Kundgebung diesmal einen doppelten Werth Insbesondere den bischöflichen Wahlmanifesten gegenüber, näher treten und um meinetwillen Euch versöhnen könntet! Jetzt naht meine Eonfirmation heran, und da drängt mich mein Herz, Dir, meiner Mutter, nahe zu treten und dir zu sagen, wie Dein unglückliches Schicksal mir Kummer bereitet, und ich will zu dem lieben Gott bitten, er möge alles zum Guten wenden. Deine Lehren werde ich gewiß erfüllen, und für deine Segenswünsche sage ich dir meinen herzlichen Dank. Sie haben mich tief gerührt, und nun kann ich doch auch mit dem Segen einer Mutter vor den Altar treten. — Die Konfirmation soll am 11. April stattfinden und der Gottesdienst beginnt vormittags um zehn Uhr. Denke in dieser Stunde an mich, wie ich auch an dich denken werde. Für die Sachen, die du für mich aufbewahrt hast, danke ich dir herzlich, doch wie gerne wollte ich auf alles verzichten, wenn ich meine lieben Eltern in Frieden sähe! — Bei diesem Lebensabschnitt denke ich zurück an meine Kindheit und ich will dir einiges davon erzählen. (Schluß folgt.) zu oeti^i (ttzi iiuch uaejeuige des würzbuM Tiö-eesan-Oberen hinzugekommen ist, wird es von 8z* dmtung sein, daß sich die nationale Gestnnimg iä Baiernkönigs fo unzweideutig manifestiert. Der Hirtenbrief, den der Erzbischof von München-Frei sing aus Anlaß der baieri* ichcit Wahlen erließ, hat in Berlin so utmngenchB öerührt, vaß dort die Frage aufgeworfen wird, cf nicht deshalb ut München Vorstellungen erhob« werden sollen. Eine osficivse Correspondenz w sichert, faß die Regierung eine derartige Absicht ni* hege, gibt ober gleichzeitig dem baierischen Kultiii-minister den Wink, daß es seine Ausgabe sei, grza den Uebergrifr des Erzbischofs einzuschreiten, damü der Minister der Mühe, über die Sache nachju&M1 fen, enthoben sei, wird darauf aufmerksam gemacht, da',- der bekannte „Kanzelparagraph" ihm die besb Handhabe zum Vorgehen gegen den Prälaten bittet Uebcrdies wird die baierische Regierung daran er-innert, meldi wesentliches Interesse sie an dem «ebniffe der diesmaligen Wahlen habe, und daß es sÜ ihr deshalb empfehlen dürfte, in diesem Falle eint besondere Energie zu entwickeln. Das Zusammentreffen der drei Thronfolger von Deutschland, Italien und Rußland a» wiener Hofe wird nun auch von französischen Joav ntJlcn besprochen, und ist es insbesondere die Atup-rung des officiösen „Moniteur Universel," weÜ< Beachtung verdient. Das der versailler Regieruij sehr nahestehende Blatt schreibt nemlich, riachdrk: es die Auffassung der wiener Journale, daß jot Begegnung eine neue Bekräftigung des Drei Raiitt-Bündnisses fei, verzeichnet, folgendes: ..Der beharrliche Eifer, mit welchem man fei einigen Wochen bemüht ist, das Publicum durch SÄ Schaust^ der Intimität zu fesseln, welche zwischtc den nordischen Höfen obwaltet, gestattet in eines gewissen Maße die Bermukhung, daß diese Intimität Prüfungen durchgemacht, aus denen fit übrigtal glücklich Berporgcgangen. Wenn sie, nach der Ms-nung Deutschlands, vornehmlich zum Zwecke HL Frankreich zu isolieren, so fahren wir fort zu hoff» daß sie die Aufrechthaltung des Friedens gegen dl Unternehmungen derer schützen wird, welche W Verwicklungen vorziehen möchten. Gegen da« ftiL-liche. nur mit Heilung seiner Wunden und Wiede-gewinnung seines Gleichgewichts beschäftigte FrF reich wollen wir glauben, daß es lelttert Platz st eine Angriffspolitik in dem Bündnisse der drei flui;« gibt, und daß, wenn der Friede neuerdings in saht wäre, diejenige Macht, welche ihn btdtoic fortfahren würde, bei den zwei anderen auf # schärfste Mißbilligung zu stoßen. Die Abmachung von 1872 können keinen ändern Sinn habtn." " Diese Auffassung der Bedeutung des Drei fiaisf Bündnisses ist eben eine speziell französische, die Sä übrigens von jener des „Journal des DebatS" & änderet- pariser Blätter durch eine gewisse Ruhe * der Beurtheiliing der Situation vortheilhast u* gezeichnet. W I Zur Tagesgeschichte. — Ans der W e st b a h n schwebt ein eigener tlnßc^ Noch Hai sich die Sensation nicht gelegt, welche der Ur-bei Haag erregte, dem bald der deutsch« Kronprinz 513 Opfer gefallen wäre, und schon wird das Publicum ^ neue durch eine Nachricht von einem Unfall aus dieser in Erregung versetzt, der zwar einen glücklichen ausgenommen, aber doch auch sehr traurige Folgen hätte Haiti kennen. Als am9.d. M. Erzherzog Franz I#*1, ■ der äJater unseres Kaisers, mit einem Extrazug nach fuhr, gewahrte bei Rekawinkel der Zugführer auf dem * , leise einen Schotter-Lowry. Er tonnte noch rechtzeitig -r . halten, der Lowry konnte beseitigt und die Fabrt fortgefe? werden, ohne daß irgend jemandem etwas zngestoßen oä* Aber die Gefahr war vorhanden. Der Lowry war von ei«* Schotterzuge zurückgeblieben gewesen. — 1246 Ternos. Laut dem verzeichnet« i stischen Ausweise wurden in der letzten linzer die Kaisernummern 13, Regierungszeit des Kaisers ir^ nand, 82, dessen Alter, und 90, als hiM ■Staate, in Len Städten Linz, Wien und Brünn 1246 Ter-ticS mit dem Einsätze von 10, 20, 30, 50 tr., 1 fl. und 5 fl. gemacht. Der Gejammtgcwinnsi beträgt 304,896 fl. — Unter den glücklichen Gewinnern befand sich auch ein armer Flickschneider, in Wien, der noch Samstag früh seine letzten 50 kr. ristterte und des abends im Besitze von 2400 fl. war. — Das „Du" in der Armee. Mehrere Offiziere der «nicht activen Landwehr» lassen in der „Wehrzeitung" eine Zuschrift erscheinen, in welcher sie es als eine Kränkung bezeichnen, daß die activen Offiziere das in der österreichischen Armee eingeführte Du ihren Kameraden von der Reserve und der nicht activen Landwehr verweigern. Freilich feien die letztbezeichneten Offiziere keine Berufsoffiziere, allein fte besitzen ihren Rang durch den Willen des Kaisers und ^Uisien und wollen jeden Augenblick bereit sein, für das Irland mit der T*at einzutreten. Die „Wehrzeitung," *»e Berechtigung solcher Klagen nicht verkennend, kommt zu sehr vernünftigen Schluffe, daß, wie in allen Armeen, »Uch in der österreichischen das gleichsam obligatorische „Du" ^derbaupt aufhören solle. Das militärische Blatt jagt unter »txfcerm: Wtr befürworten um jo lebhafter die Einführung Sje« als allgemeine Ansprachesorrn im Offizierscorps, Ü1 mit amilittn eulmrogm m« 1» »i« *». S . Kmrj,m 6,,1.1.» »-»». «I« b-„»,w «r». N ei,,-»»-«.,--»-- ”u —r-ö-------------- . iibeihäuft sein * ^Die Steuerkraft 0 b e r ö st e r r e i ch S^ Die Xmen, welche der Staat von Ober^^durchdie ^. ^d^ecte Besteuerung, sowie aus dem und 1‘ uu ..... ..... uach dem «taatsvoran- ^%,ma .michliesilich der Pensionen für Obeto|tcueich nur C L lTStl von 6,850.003 fl- Oberosterre.ch .st X^ei« ^stände, seine sämmtlichen «erwal-VusLn vollständig zu oecke» uud M., «laatszu-Le Zwecke entbehrlich zu machen sondern es NriToiS noch den sehr bedeutenden Ueberschuß von WsiOSulden, welche dem Staate zugute ommen. Steuerleistung Oberösterreichs fallt um so mehr Kl * -m. ,m 6,1»®'» KZ L M. «nu»,MX» -IM. I» '» »»«' e"“a”“ X unbillig, daß Oberösterreich auch vom Staate .»bezug ^ Eisenbahnbauten ic. mehr berücksichtigt werden möge 1 bisher. Local- und Provinzinl-Angelegenheiten. — ( G esch wo rne n li st e.> Bei der am 12. Juni 1875 vor dem f. k. Landesgerichte Laibach staltgehabten Verlosung der Geschwornen für die vierte am 9. August l. I. beginnende Schwurgerichtssitzung wurden verlost. I. Als Hauptgeschworne: Mariuse! Peter, Wirth in Seno-setsch; Slikar Albiu, Handelsmann in Laibach; Logar Josef, Landwirth in St. Georgen; Ferjancic Joses, Landwirth in Go5e; Spoljarii Jakob, Hausbesitzer in Laibach; Baljavec Alexander, Landwirth in Feistriz; Maier Karl, Realitätenbesitzer in Oberlaibach; Sican Alexander, Mühlbesitzer in Feistriz; Gollob Anton, Landwirth in StraziZ; Kunstl Franz, Wirth in Radmannsdorf; Vodnik Lorenz, Steinmetz in Laibach; Wurner Franz, Hausbesitzer in Laibach; Äetzl Johann, Bürgermeister in Stein; Burger Anton, Landwirth in Adelsberg; Debeuz Andreas, Hausbesitzer in Laibach; Burger Ferdinand, Landwirth in KvÄapoljane; Lorenzi Josef, Hausbesitzer in Laibach; Graf Julius Bolza, Pens. Hauptmann in Laibach; Kosler Johann, Realitätenbesitzer in Laibach; Tolazzi Thomas, Handelsmann in Cevca; Dekleva Johann jun, Landwirth in Britof; Pejdic Johann, Wirth in Radmannsdorf; Moto Ludwig, Handelsmann in Laibach; Ranzinger Alois, Hausbesitzer in Jdria; Zgur Alexander, Handelsmann in Podraga; Zupaniik Franz Hausbesitzer in Laibach; Graf Karl Pace, Herrschaftsbesitzer in Thurn bei Gallenstein; Hafner Jakob, Landwirth in Oberfeichting; Petrin Jakob, Landwirth in Verd; Brlenkik Franz, Mühlbesitzer in Feistriz; KoSevar Leopold, Hausbesitzer in Laibach; Gollob Franz, Landwirth in Oberfeich. ting; Jlanz Eduard, Landwirth in Rakek; Novak Johann, Hausbesitzer in Laibach; Benedek Johann, Hutmacher in Laibach; Olisiöir Franz, Landwirth in Berdach. II. Als Ergänznngsgeschworne die Herren: Saitz Josef," Tandler; Treo Wilhelm, Baumeister; Schunko Johann, Wirthspächter; Klein Anton, Buchdrucker; Pardubskh, Alois, Hausbesitzer; Sagorz Alois, Wirth; Pilko Franz, Schloff«; Unterlaß flätter Heinrich, Kleidermacher; 6ad Joses, Bäcker; sämmt-lich von Laibach. — !d Seidenhandschuhe in allen Größen von 30 fr. bis fl. 1-50. (363) 5 B-i Josef Karinger Niederlage der 131a™ Apparate m Selbsteyeuguns von LoSawasjcr, Gas-Limonaden und anderen vlch fierettbeti Getränken (255) 1« für 1 - 1-/, - 2 — 31/, Liter circa 3 . — 1 — I1/, — 2' Maß per Skiick fl. <)■-, 10'—, 11-50, 13 -, nebst ^ lungen. Herabgesetzte Preise infolge großen Absatzes. Z 6^ « i s 5t .^2 o o fs. S O 5- tj 5Q ic o *3 o N- Z «■K W. d ^ Z !#§ oP.Ü »SH L § Zt & O e % 'S itr» ~ ,o_ ä-,5 § ZT ö OtOC s w 53 "MM 5 "2 -e 5* -s *2. « I ^ 'S $5 .5 c 'S s: : 5 S o ^ ä.E .5 H & St o = e ■e s t3 o a e a % iC o '8 L 4*0 9* CJ Ä H Ö ’u <5 S C2. 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