Nr. 130. Freitag, 11. Juni 1909. 128. Jahrgang. Mlmcher Leitung PrünumtratlonöpreiS: Mit Postversrndunss: «aüziährin «n »<, wlbjäwin il, «, Im Nonli»,-: nnuzjahvin ^ 2'.! K. l,all>iäl,rin l< l<, ssiir dir ^»sirNunn i»s Haus na»M,rin 2K. - Inserlwntzncbühl: ssür llri,,,' Insrialc ! bis z» 4 ^cilr» .',0 K, nrös^rr pcr ^rilc l!i li; bn ustcrc» Wisdrrliolungr» prr Zrils n l>. 1 > Vir «Lnibnilirr Zeilunn» rrichriitt <ä«>ich, mil Vluenalmu' t>ci Ll»,,,- und ^eiriwssr, Tir Adminiftlntion befinde! sich V!il!oüiöstlils!c i,',r, Ll>: dir Mtdnllion MitlüLi'^rake Nr, LU. Eprechs!»,!dr» der Nrdallii», vu» « bis 10 Uhr ^ vm'millag«, Uufranlirr!!' Viirfc worden nick! aiMnummeli, Mauuüriplr nicht zuriictgillillt. Telephon-Nr. der Redaltion 52. Amtlicher Teil. Seine k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 5. Juni d. I. dein Ministerialvizesetrelär in» Handelsministerium Dr. Laurellz Gstettner das Nittcrtrcuz des Franz Joseph-Ordens allergnädigst zu verleihen geruht. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 2. Juni d. I. den L. Deu 8. Juni 1809 wurde in der l. l. Hof« und Staats' druckerci das XXXIX. uud XI^. Stlu! des ReichsaMchlattes in deutscher Ausgabe ausgegeben uud versendet. Den 8. Juni 1909 wurde in der f. I. Hos- und Staats» druckerci das XXIII. und XXXIV. Stuck der ruthenischcn und das XXXV. Stück der polnischen und ruthcnischen Ausssabc des Rcichsssesetzblattes dcS Jahrganges 190!^ ausgegeben und vcr» sendet. Nach dem Amtsbwttc zur «Wiener Zcituug» vom 8. Iuui 1908 (Nr. 129) wurde die Wcitervcrbreitung folgender Preß» crzeuguissc verboten: Nr. 80 «Tagesanzeiger, Vorarlbergcr Sonntags'Ieituug» Vom 29. Mai 1909. Broschüre: «II <üin^ull,ntu,illivo. Numero «poeiillo clell«, l>vi«t», . . (»i^. UniouL '1is>a^rliKl!il, IVIilniw». Nr. 6 <«t.^i,i Ht«clnik» vvm l. Iuui 1909. Nr. 23 .^iliuütni «v.,t>, vom li. Juni 1909. Nr. 18 «Ka<:!l-8ll6 llpizwl?» vom 2. Inni 1909. Nr. 24 «Uumori»^^ I.int)'» u.i. 1909. Nr. 22 «2lll" vom 3. Juni 1909. Nr. b8 .<)8v<.tH Lillu. vom 29. Mai 1909. Nr. 22 .woravnk)? I^id» vom 28. Mai 1909. Nr. II «?iito! I^nw» vom I. Juni 1909. Zweite Auflage der Nr. 22 «Deutsche Wacht» vom 29sten Mai 1909. Nr. 21 «Alounlll» vom 29. Mai 1909. Nr. 22 «Uomwr» vom 30. Mai 1909. Nichtamtlicher Heil. Die kretische Angelegenheit. Aus Paris wird gemeldet: In gut unterrichteten Pariser kreisen ertlart man es als eine übcr-l riebeile Bezeichnung, wenn man den Meinungs-auslausch, welcher gegenwärtig zwischen den kretischen Schutzmächten darüber gepflogen lvird, was nach der Näumung der Insel durch die internationalen Truppen zu geschehen habeu werde, „diplonia-tische Verhandlungen" nennt. Es ist jedenfalls verfrüht, wenn jetzt schon Italien oder Frankreich die Initiative zugeschrieben wird, der türkischen und griechischen Negierung einen bestimmten Vorschlag zur Lösung der kretischen Frage zu unterbreiten. Immerhin darf man sagen, daß ein Einvernehmen insoweit besteht, daß jede Lösung ausgeschlossen wird, die als ein Rückschritt gegenüber der gegenwärtigen Situation erschiene; das Statut der Insel Samos würde aber von den Kretern als Rückschritt angesehen werden und es ist somit nicht anzunehmen, daß sich die Mächte von diesem Präzedenzfall leiten lassen werden. Anderseits liegt bisher gar lein 'Anzeichen vor, daß die türkische Negierung auf den Vorschlag einer Gcldenlschädigung für den Verzicht auf die Euzcränität über Krela eingehen würde. Die Ansicht Rifaat Paschas geht dahin, daß der Abzug der letzten Kontingente der internal iona-len Garnison von der Insel die Situation Gretas in nichts ändere; diese Anschauung trägt aber den Hoffnungen, in die man sich auf Kreta und Griechenland eingelebt hat, in gar keiner Weise Nechnung. Die Aufgabe der Mächte ist nun, unter allen Um- ständen den Ausbruch eines Konfliktes zwischen der Türlei und Griechenland infolge der Divergenz ihrer Anschauungen zu verhindern. 2iese Pflicht obliegt aber nach französischer Anschauung nicht bloß den Tchutzmächten, sondern wegen der Gefahr des Rückschlages, den ein solcher Konflikt ausüben könnte, allen europäischen Mächten, deren denn auch keine in diesem einen Punkte ihre fördernd? Mit-täiigkeit zu versagen scheint. Die Kreter und Griechenland werden sich wohl zu einer vorläufigen Vertagung ihrer letzten Hoffnungen, die Pforte aber zu irgendeiner Einräumung an dieselben zu entschließen haben. Nas Frankreich anbelangt, kann man mit Vestimmlheil annehmen, daß es das Versprechen, seine ^5)0 Soldaten am 1. Juli heimzu-sendcn, erfüllen wird. Es ist aber sehr wahrscheinlich, daß nach der Näumung Kretas im Einvernehmen mit den anderen Schutzmächtcn ein französischer Kreuzer in die kretischen Gewässer entsendet werden und daß ein gleiches seitens der anderen Tchutz-mächle geschehen wird. In englischen, diplomatischen Kreisen Kon-stnntinopcls werden Zweifel an »,'iner rascheu Erledigung der kretifchen Angelegenheit geäußert; die Gereiztheit fei gegenwärtig aus beiden Seiten zu groß, um sich jetzt von einem Versuche endgültiger Beilegung Erfolg zu versprechen, und so sei es wahrscheinlich, daß die Frage erst im Laufe des Jahres 1010 zur Lösung gelangen werde. Nas den Schutz des Status quo und insbesondere den der türkischen Flagge in der Sudabai betrifft, werde sich dieser auch nach der Zurückziehung der internationalen Garnisonen durch etliche in den kretischen Gewässern zurückbleibeude Kriegsschiffe der Schutzmächle Wirt- ' sam bewerlstelligen lassen. In türkischen Kreisen fähri man fort, die Angliederung >treias an Griechenland als eine Eventualität zu bezeichnen, welche die Türlei unmöglich über sich ergehen lassen könne, ohne das äußerste zu ihrer Verhinderung getan zu haben. Dies wird damit begründet, daß eine der- Feuilleton. Der Igel. Von HV^nl Attyof. (Schluß.) Den allwissenden Portier verließ seine Weisheit, denn ein Gast, der einen Igel verlangt, war in seiner Prar.is noch nicht vorgekommen. Ich lachte boshaft und erklärte selbst auf die 3uche gehen zu wollen. Als ich bei dein Korbhändler erschien, uud die^ !er meine ernsten Kaufabsichten merkte, kostete der italienische Igel sieben Kronen. Aus Purer Liebenswürdigkeit verpackte er ihn mir in einem alten Fünf-lilo-Obsttorb, für den er bloß eine Krone siebzig rechnete. Selbstverständlich brauchte ich den Igel jetzt »licht etwa verschämt in das Hotel zu schmuggeln, ich ließ ihn mir vielmehr mit großer Umständlich-len voranlragen und Per Lift ins Zimmer schaffen. Endlich war er mein! Vehutsam öffnete ich den Korb, das Tier schnaubte mich an. Ich gab ihm ein Kipfel, auf das cs sich mit beispielloser Gefräßigkeit stürzte, und lveil ich sah, daß noch Appetit vorhanden war, ließ ich ihm durch den Zimmerkellner "„ Wit «nmplvt servieren. Schnaubend und Pfauchend wurde die Milch verschlungen, dann kroch mein Igel unter das Vett. Es lain die Nacht. Sie war blau, klar und stcrnenbesät. In einer solchen Nacht erklomm ^iiomeo den Aalkon Julias, in einer solchen Nacht umarmte Tristan die Königin Isolde, in einer solchen Nacht tlMzil' die Prinzessin Salome vor dem alten SchlcM' "'er Herodes. Ich aber wollte bloß schlafen, denn ich halle die Absichl, am nächsten Tage zeitlich früh eine Fahrt in die Berge zu machen. Ich stellte dem Igel noch eine Schale Milch hin, für den Fall, daß sich keine Maus zeigen sollte, und dann verließ, wie es die Okkultisten erklären, meine Seele ihren materiellen Körper und begab sich in die Astralwclt. Dort begegnete ihr Dante, der mit Nalther von der Vogelweide Arm in Arm ging und sich bei ihm entschuldigte, daß sein Denkmal in Trient dein Waltherdentmal in Bozen den Nucken lehre, was er niemals beabsichtigt hätte. Und hierauf schimpfte noch ein jeder über sein eigenes Denkmal. Dann kam des Weges ein Schneider, der sich mir als der betrogene Gatte Elviras vorstellte und sich ill das Gespräch der beiden toten Dichler mischte, indem er behauptete, ein Denkmal sei wie ein Salonanzug, und wenn man einen» Menschen so viele Jahre nach seinem Tode ein Monument setze, so sähe es immer aus wie ein Frack, der nicht nach Maß gemacht ist. Und vonNechts wegen, meinte er, sollten heutzutage nur Schneider zu Tentmal-konkurrenzen eingeladen werden, denn in der richtigen Empfindung und Wiedergabe einer schön gebügelten Hosenfalte läge die ganze Charakteristik der zeitgenössischeil Dichtung. Leider tonnle ich seinen weiteren Ausführungen nicht folgen, denn ein fürchterliches Gepolter rief mich in meine irdische Sphäre zurück. Der »Igel hatte eine spanische Wand umgewor fen. Und nun begann die eigentliche Vorstellung. Wie ein Torpedo schoß er voll einer Zimmer^ ecke auf die andere los, bald über den Teppich hiu-rauscheild, bald über den Fußboden, wie mit tausend Füßen galoppierend. Zuweilen hüpfte er in den Milchteller und schlürfte die Milch mit einem lauten Geschmatze, wie es unartige Kinder tun. Ich hatte vier Paar Schuhe mit, die ich abwechselnd nach ihn, schleuderte, weil er dann immer eine Minute still saß. Wenn die Munition zu Ende ging, mußte ich jedesmal aufstehen und meine Schuhe in alleil Zimmerecken sammeln. Nach einigen Stunden war ich todmüde. Mein Igel keineswegs. Sein italienisches Temperament feuerte ihn zu immer teuflischeren Tänzen an, und wenn ich ihn fangen wollte, biß er mich in die Hand. Als ich am Morgen im Tpeifesnal erschien, brauchte ich mein Gesicht nicht erst in verdrießliche Falten zu legen und Schlaflosigkeit zu heucheln, denn man erkundigle sich bereits teilnahmsvoll, ob ich scholl wieder wegen der Mäuse eine schlechte Nacht verbracht hätte. O nein — log ich — der Igel hat sie alle gefressen, und jetzt benötige ich ihn nicht weiter. Mein Wagen stand bereit. Der Igel in seinem Korbe wurde hinten ausgepackt und forl ging'5 über die Etschbrücke, durch Obst- und Weinpslanzungen hinauf ins Gebirge. In den Mulden lag noch Schnee, aber die Hänge waren blau und rosenrot von Veilchen und Eriken und von beiden Seiten des Weges nickten die weißblühenden Tornhecken anmutig in den Wagen herein. Als ich all den Terlagoscc kam, über welchen die Glocken so feiertäglich klangen, war ein guter Teil meines Unmuls geschwunden und ich gab meinem Igel die Freiheit'. In der allernächsten Zeii wenigstens wollte lch lein ähnliches Tier mehr laufen oder annehmen, das schwur ich. Während ich diese Zeilen schreibe, wird mir ein rassenreiner, kinderlieber Fuchs angeboten. Aber ich bleibe standhaft. („Fremdcnblatt.") Laibacher Zeitung Nr. 130. 1184 11. Juni 1909. artige Lösung der Stcllung der Türkei im Ägäischcn Meere den Todesstoß versetzen und das Signal zu allmählichem Abfall der türtischen Inseln im Archipelagus bilden würden, deren fast ausschließlich griechische Bevölkerung sich durch das Beispiel Gretas zur Nachahmung aufgemuntert fühlen müßte, so daß eine Quelle ewiger Beunruhigung sowohl für die Türkei als für Europa erschlossen würde. Aus diesem Gesichtspunkte angesehen, besitze die kretische Frage für die Türkei eine Wichtigkeit, die über diejenige ihrer einstigen Stellungen ill Vosnicn-Hercegovina und Ostrumelieu stark hinausgehe. Politische Uebersicht. Laib ach, 9. Juni. Tie „Österreichische Volkszeitung" betont, das; die englische Freundschaft Rußland bisher wellig genützt habe; es könnte also nicht wundernehmen, wenn es zu seiner alten Politik, mit Temschlano in Freundschaft zu lcbcu, wieder zurückfände. Vielleicht führt der Weg, der den Zaren zu Kaiser Wilhelm bringt, auch wieder näher an Österreich-Ungarn heran. Von Mürzsteg zu Neval hat Rußland nur an Gewicht und Ansehen verloren. — Tas „Vaterland" führt, die Situation in Pcrsien besprechend, aus, die englisch-russische Freundschaft habe bei der Belastungsprobe in Persien einen argen Sprung erlitten, der durch die bevorstehende Kaiserentrevue wohl kaum verringert werden würde. Ganz unverhohlen geben auch die verantwortlichen kreise in England ihrem Unmut über diese Entrevue Ausdruck, deren Zustandekommen sie Stolypin zuschreiben. Ihre Angriffe gegen Ttolypin zielen eigentlich gegen den Zaren. — Tas „III. Wiener Ertrablatt" bemerkt: Dasselbe Rußland, das wegen seiner diplomatischen Niederlage „allen Grund hat", Deutschland spinnefeind zu sein, dasselbe Rußland lichtet alle Segel, um einen alten Freund wiederzusehen, der ihm' so oft genutzt hat. Baiser Wilhelm erfüllt den Wunsch des Zaren: er ist jetzt so ziemlich Rußlands intimster und wertvollster „Feind". Am ?. d. M. fand die Schlußsitzung des französischen Höheren Marinerates statt, in welcher der Bau von 4I Linienschiffen in der Zeit bis 19U) nlit einem Kostenaufwande von 3 Milliarden Franken beschlossen wurde. Hiezu erfährt der Pariser Korrespondent der „Post", daß in der erwähnten Zahl von 45 Linienschiffen die Ersatzschiffe und die gegenwärtigen gepanzerten Kreuzer nicht inbegrif-fen sein sollen, so zwar, daß nach Durchführung des Programmes die Flotte stets 45 Linienschiffe umfassen wird, und daß der Bau der Ersatzschiffc rechtzeitig in Angriff genommen wird, um für die sich ergebenden Abgänge Ersatz zu schaffeil. Sämtliche neu zu konstruierenden Schiffe sind als Tur-bincndampfer projektiert. Für den Auftlärungsdienst werden je 0 „Scouts" für das Geschwader und 00 Geschwadcr-Torpedojäger verlangt. Hinsichtlich der kleinen Torpedo- und Unterseeboote wurde beschlossen, eine festgesetzte Ziffer nicht zu überschreiten. Nunmehr wird es Sache des Marineministers sein, die für die Durchführuug notwendigen Kredite zu berechnen und vom Parlament zu verlangen. Aus Sofia wird gemeldet: Nach amtlichen Informationen ist die Frage einer Krönung des Köuigspaares an maßgebender Stelle bisher weder aufgeworfen noch überhaupt erörtert worden; sie kann demnach als vorläufig erledigt betrachtet werden und alle damit in Widerspruch stehendeil Meldungen sind vollständig haltlos. In Konstantinopeler Negieruugsln'isen wird er-klärt, daß bezüglich jener persischen Feda>s, welche Zuflucht in das lürtische Konsulat in Täbris nahmen, die Aufgabe des türkischen Konsuls nur darin bestand, beim Kommandanten der russischen Truppen um Schutz für die geflüchtcten Perser anzusuchen; um einen Wechsel des Untcrtancnverbandes habe es sich also dabei nicht gehandelt. Tagesneilissleiten. — Wn Verein verlassener Ehemänner.) Mail schreibt der „frankfurter fining" aus Höchst: (iin Verein verlassener Ehemänner ist wohl die neueste Blüte ci»l weitverzweigten Niesenbaum unserer Vereinsmeierei. Das Höchster Kreisblatt bringt folgende offenbar ernstgemeinte Anzeige: Verein verlassener Ehe» manner snnd Ehefrauen). Die große Zahl der ^älle in Höchst nnd Umgegend, daß Ehefrauen ihre Männer, ihre Familie anf unehrliche Weise im Stich lassen nnd durchgehen, zwingt uns, mit dem Vorschlage an alle Leidens» genosseil heranzutreten, einen Verein zu gründen, in welchem wir uns Rat holen, die gegenseitige» Erfahrungen austauschen nnd, wo die Verhältnisse darnach angetan sind, den Versuch machen tonnen, den Kindern wieder znr Mutter, dem Gallen wieder znr Frau oder doch zu seiner Ehre zn verhelfen. Ein Vorstand hat sich bereits gebildet, der jedes Mitglied mit Freuden anf° nimmt. Der Vorsitzende erteilt Nat ill alleil fällen nnd es steht eine Ge!,etzsammlung zur Verfügung, die alles Nötige für die Ehescheidung enthält, fünfzehn Mitglie» der habeil sich bereits gemeldet, gewiß ein Beweis fiir die Berechtigung unseres Vereines. Eintritt frei. Wir bitten nunmehr alle alleinstehenden Männer, die in solcher Lage sich befinden, Freitag abends 9 Uhr im „Bayrischen Hof" erscheinen zu wollen. Einlaß haben nur solche, die sich legitimieren lonne», da alles im geschlossenen Vereinolotal verhandelt wird. Der Vor» stand: lHrasmns Herr, Jakob v. Hain, Karl Werner. — <(5iu funkcnlele.qrnphischcr Licliesroman.j Wie die drahtlose Telegraphic' als „Postillon d' amour" und «Hhestifterin ihres Amtes gewaltet, bekundet der Herzens-roman, der sich amerilanischen Blättern znfolge jnngst zwischen dem Telegraphisten Eharles Elay nnd Gillian Vincent, seiner schoneil Äernssgenossin in Philadelphia, abgespielt haben soll. Fränlein Gillian, die Tochter eines Gutsbesitzers aus der Umgegend, war nach Philadel» phia gekommen, um im Telegraphenamt in Dienst ,',u treten. Hier lernte sie ihren Kollegen Eharles Vlay keunen und lieben, lind da dieser nicht minder verliebt in Schön-Wlian war, so wäre das Glück der beiden vollkomme» gewesen, wenn sich der Vater der Schönen der Verlobung nicht mit der kategorischen Erslärnng, daß er seine Tochter nie und uiminer einem Städter ,',nr Fran geben würde, widersetzt hätte. Der Alte nahm sein verliebtes Töchlerchen unverzüglich nach Hause, wo es unter strenger Vewachnng gehalten wnrde. Ver» gcbens versuchte Eharles, den qnerföpsigen Vater UM' zustimmen, der, aller Belehruug unzugänglich, den hart-näcligen städtischeil Freiersmaun niederzuschießen drohte, wcnn er sich je beifallen lassen sollte, seinen Guts-hos zu betreten. Aber Eharles gab die Sache nicht vcr-loren. Er halte sich nicht umsonst mit der drahtlosen Telegraphie beschäftigt und benntzle rasch entschlossen die Gelegenheit, um seine Wissenschaft in die Praxis umzusetzen. So übergab er denn der Geliebten einen Apparat nnd gab der mit rascher Ausfassungsgabe Ve-gabten die nötigen Auwei snngen über die technische Handhabung und die Geheimnisse des Signalbnches. Das Mädchen brachte den Apparat in einer Hutschachtel unter, der anf der Terrasse des Gntshanses ein Plat) angewiesen wnrde, nnd die Liebenden erfreuten sich s» einer gut suultioniereuden nnd fleißig benntzten Ver< bindnng, die leider nnr zn rasch von einem Nebenbuhler Eharles entdeckt wnrde, dessen Dazwischentreten die Situation ärgerlichst komplizierte. Denn der eifersnch» tige Dritte hatte nichts Eiligeres zu tuu, als seinerseits eine Funsenstalion einzurichteu, die ihm gestattete, die verlranliche Unlerhallnng der beiden zn belauschen. Der nnlantere Wettbewerb führte schließlich z» einer Aus» eincmdersetznng zwischen den beiden Nivalen, über deren Vcllaus nichts bekannt geworden, die aber das über« raschende lHigcbnis zeitigte, daß der Störenfried am nächsten Tage seine Fnnlenstalion ausgab nnd Dienste auf eiueiu Schiffe uahm. Die Liebenden dursten jetzt wochenlang das Glück einer gesicherteil Verständigung genießen, bis eines Tages der argwöhnische Alle der Sache auf die Spur kam. Die Erl'enntnis, daf; man seiller Wachsamkeit ein Schnippchen geschlagen, wnrime ihn erst ein wenig, die ^üchligleil und Findigkeit, die der Erwählte seines Tochterchcns an den Tag gelegt, imponierte ihm aber doch genug, um sein Vorurteil gcgcu das böse Stndtvulk zu milderu uud ihm die Er» iaubuis znr Heirat cibznringen. — Mn Ncdaktionö.(5ldorado.j Die Redaktionen der größten europäischen Zeitnngen sind unr elende Jahr» marstsbudeu neben den Aiedallionsräumen eines in Bueuos'Ayres erscheinenden Blattes, dem ein Mit' mbeiter der „Glasgow News" jüngst eine» Vesnch ab» Am Franzosenstein. Original »Roman von Erich Obenstein. (40. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) „Aber darüber siud wir von der Liebe ab-gctommen, Hans," sagte Barbara nach einer Weile dringend. „Und ich bitte dich noch einmal: Tu's nicht!" „Aber du selbst bist doch auch einsam geblieben? Was weißt du von der Liebe?" Barbara blickte mit eigentümlich glänzenden Augen zu Hans auf und faltete unwillkürlich die Hände, während sie leise und feierlich sagte: „Ja, Hänschcn, ich bin einsam geblieben eben darum! Siehst du — heiraten hätte ich wohl öfter können. Aber der, dem ich im Herzen gut war, der fragte nicht nach mir, uud einen andereil hätt' ich nicht nehmen können um alle Schätze der Welt! Und Tag und Nacht, alle Tage meines Lebens war ich doch nicht einfam, denn über mir stand die Liebe wie ein strahlender Stern, der mir leuchtete durch alle Finsternisse. Man muß ihn ja nicht selbst in Händen halten. Es ist genug, daß er am Himmel steht — ich kann's dir' nicht so sagen, wie ich's empfinde, Hänschcn, aber es war halt mein Glaube uud meine Zuversicht —" Sie schwieg uud auch Hans brachte kein Wort heraus. Sein Herz klopfte laut uud ungestüm in der Brust. Was die Alte da sagte, war ja auch sein Glaube früher gewesen, aber er hatte ihn verloren auf der staubigen Straße des täglichen Lebens wie so vieles, vieles andere, das gut und rein uud schön gewesen war. Er stand auf uud sagte gepreßt: „Es ist zu spät, Tante Barbara, Ina hat mein Wort, und das wenigstens muß ich halten, wenn ich ein Mann sein will." Aber die Alte schüttelte eigensinnig den Kopf. „Ein Mann sein, heißt zuerst sich selbst getreu sein, das Wort, das nicht vom Herzen kommt, gilt nicht! Und —" sie zog ihn ganz nahe zu sich nieder, daß ihr Mund fast an seinem Ohre lag, und flüsterte: „Mir scheint, Hänschcn, du bist nur zu feig, nach dem Glück zu greifen —" Er blickte ihr erschrocken in die Augen. „Taute Barbara —!" „Laß gut sein!" nickte sie lächelnd. „Tu brauchst mir ja nichts zu sagen. Horch nur ill dich hiueiu. Es gibt da eine ganz feine Stimme in uns, die sagt immer das Nichtige; man muß nur auf sie hören, und ich meine, dir sagt sie: Liebe steht höher als Haß!" Damit drückte sie ihm die Hand. „Und jetzt geh schlafen, »lein Junge, wir haben genug geschwätzt für heute." Wie im Trauine verließ Hans das Zimmer Barbaras. Von diesem Abend an stürzte er sich mit doppeltem Eifer auf die Arbeit. Er wußte aus Erfahrung: zwei Heilmittel gibt's wider die Feinde im Innern des Menschen — Arbeit und die Natur. Ill die Arme der letztereil tonnte er nicht flüchten, denn auf den Bergen und über den Wäldern lag des Winters eisige Hand. Aber die Arbeit war gut. Sie machte müde, daß man nicht mehr grübeln konnte am Abend, sondern einschlief wie ein Klotz. Und all das auf und nieder uud hin uud her von inneren Stimmen wurde einfach tot gemacht unter dein dröhnenden Stampfen der Feder- und Frittionshämmcr, wenn sie auf die Gesellte niederfielen. Von Ina Landi kam lange keine Autwort auf den Brief des alten Paur. Endlich schrieb sie an Hans, er möge ihr um Golteswilleu uoch eine Frist geben, sie sei jetzt außerstande, irgend etwas zu sagen, am wenigsten aber an Hochzeit zu denken. Vr möge also den :'llten beschwichtigen bis zum Sommer, wo sie selbst nach Wiutel kommen wolle und man in Nuhc über die Zukunft beraten könne. Mit einem Seufzer der Erleichterung brachte Hans seinem Vater den Brief. Jakob Paur war sehr aufgebracht gegen Ina. Was sie denn eigentlich 'volle? Anstalt froh zu seiu über die glänzende Partie und mit beiden Händen zuzugrcifeu, schob sie ihr Glück von Monat zu Monat hinaus! Welcher vernünftige Mensch konnte das begreifen? Zuletzt verlangte er von Halls, er solle nach Wien fahren und ihr den Kopf zurecht fei'.cn. Aber Hans erklärte sich dazu um leinen Preis bereit. Er habe Ina sein Wort gegeben, ihr die Festsetzung des Hochzeitstages zu überlassen, und dabei müsse es bleiben. Jakob Paur gab endlich nach. Er war in guter Laune, denn soilst giilg alles uach seinen Wünschen. Der Winter war milde und schneefrei, so daß man im Winkle Tal bereits mit den Vorarbeiten zum Bahnbau be-gann. Inzwischen bemühte sich Herzog durch Vermittelung verschiedener Persönlichkcilen Paur zum Ver-lauf gewisfer Grundstücke, die zur Annahülle gehörten, zu bewegen. Und jedesmal, wenn ein neuer derartiger Versuch unternommen wurde, gewährte cs Paur ein uubäudiges Verguügcn, sein „Nein" 5U sagen. Vergnügt verfolgte er das Herbeischaffen von Schwellen und Schienen, die längs der Strecke aufgeschichtet wurden. Sie sollten nur baueil! Zuletzt kamen sie doch auf den toten Punkt an der Anna-hütte, wo alles ein Ende haben würde. Unter diesen Umstnäden wollte er bis zum Sommer warten auf den Entschluß der lauuenhafteu Prinzessin in Wien. Monat auf Monat verrann, der Frühling kam ins Land und die Wiesen färbten sich aNmähl") grün, während draußen am Eingang des Winklet Tales Hunderte von italienischen Arbeitern das neue Bahngeleise fertigstellten. Inzwischen ichwirrlen anfangs leise, dann immer lauter Gerüchte durch die Gegend, daß Peter Herzog mit ernsten Zahlungsschwierigkeiten zu kämpfen habe. Ter Grubenbau in Mitterbach hatte auch im Frühjahr nicht wieder aus' genommen werden können, da aus dein quellen--reichen Terrain ringsum immer neue Wassermassen ill die Stollen und Schächte drangen. Es halte enormer Mittel bedurft, um ihrer Herr zu werden, u»d diese Mittel fehlten, da Herzog als Hauptaltionar der Eisenbahn ohnehin überstart engagiert war. War die Bahn fertig, und rentierte sie sich, dann freilich lomue er auch in Mitterbach den Dingeil zu Leibe gehen. Aber würde er sich überhaupt so lange Imltcn können? Manche, welche die Verhältnisse genau zu kennen glaubten, zweifelten. lIurtsehung folgt.) Laibachcr Zeitung Nr. 130, 1185 11. Juni 1909. gestattet IM. Der ^iedallionspalast sieht ans »vie eine Königsbnrg. In de» präcl,lige» Salo»s sitzen die Redal-te»re, mil Panamahülen ans den« Kopse, in Lehn» sessel», ellenla»,ge Zigarren rauchend nnd Eislimo»,aden schliirfend. Sie sind olle Abkömmlinge vo>, echten spanischen Hidalgos nnd konnte», ans den Luxus, der sie »'»»gibt, gar nichl mehr verzichte»,. Im Redallio»s° gebäude befindet sich ei» Tanzsaal, eine Volksbibliothel lind ein kleines Hospital, lvo der Redaktionsarzt den Lesern des Blattes zn jeder Tageszeit linenlgelllich ärzl-lichen Rat erteilt; es nnis; ihni als Verdienst angerech-net »verde», das; er nichl ausschließlich die in den Re-llamespalien des Blattes angepriesenen Allheilmittel eiupsiehll. Ans dein Dache des Redakliol,spalas!es steht eine riesige Dampssirene, die niit ihrem ohrzerreißende!» Geheul dem Publil»»», von jeder an die Redaktion ge-lcngten »vichligen ^cachrichl Kuilde gibt. Ost »vird dnrch diese», belangenden Lärm die Nachtruhe der braven Bürger vo», Vuenos-Ayres jäh Uüterbroche». Das Nlalt muß dann regelmäßig eine mehr oder minder hohe Geldstrafe zahlen, aber es zahlt sie gern, denn das liebe gute Pnblifnm bringt alles doppelt nnd dreifach wieder ein! s(5iu chinesisches ^raucurestaurant.j Auch im fernen Osten gewinnt das ^rauenrechl immer mehr An> Hängerinne»; selbst die zierlich eiilhertrippelnde» Töchter des Himmels stürzen sich neuerdings ans den Kampfplatz der öffentlichen Angelegenheiten nnd erheben Ein-sprnch dagegen, sürderhin ihr Leben als ein meinnngs-loses Sliict Hanshalt zn verbringen. In einer Reihe größerer Städte Chinas sind in der letzten Zeit Mäd° chenschnlei, eröffnet worden, in denen nach enropäifchem Mister unterrichtet »vird, nnd zugleicl, wnrden iuehrere ^rauenzeilungen gegründet. I», Kanton ist jetzt ein gro» s'.es ^lestauranl eröffnet lvordeu, dessen Leitnng ans» schließlich in den Händen von Granen liegt, nnd das mis die chinesische DaineiNvelt eine große Anziehnngs-kraft auszuüben scheint, denn zahlreiche Nesncherinnen verfehren hier nnd genießen die Freiheit, sich nngestört loiter sich zu unterhalten nnd zn diskutieren. Männern ist der Aufenthalt im Restanrant nntersagt. In der chinesischen Presse beschäftigt man sich lebhast mit dieser Nenerungi ma» erblickt darin ein bemerlenswertes Symptom siir das Erwachen des weiblichen Selbst, bewnßlseins, das wohl noch manchen harten Kamps zn bestehen haben wird, ehe es sich gegen die aliererölen Traditionen ihres Vaterlandes durchsetzt. — (Briefe «" den Storch.) Man schreibt der ..frankfurter Zeitnug" »nler dem 21. Mai ans New-Hort: ^ür die geschlechtliche Anfllärung der heranlvach. senden Jugend wird hier noch sehr wenig getan, wie '»an unter anderen, ans der Post der Störche im hie-sigen Zentralpars entnehmen sann. Anßer den drei oder vier an „k» ttwi'li. ('<'!><,!'!>1 l'üik" adressierten Schrei-lnn, die Onkel Sams Voten alltäglich dem Ehef der Parlver»vall»ng zustellen, finden sich jeden Tag in der siir Meisler Langbein reservierten Einfriedignng Zel» lel nnd Briesche,,, vertrauensvoll niedergelegt von >»>-gendlichen Parlbesnchern. (Line Sammlnng dieser Kinder-Dolninente, die in der „World" veröffentlicht wird, enthält manches Intereffante. Sie sind alle mit Manien nnd Adressen unterzeichnet, so daß der Storch leinen fehler machen fan». Die jugendlichen Nries. schreiber wissen in der Regel ganz genan, wie das Baby l'eschassen sein muß, das sie verlangen, nnd sie genieren sich »veiter nicht, dem langbeinigen Vogel strikte Vor-schriften zu machen. Ein kleines Mädchen z. N. »vü»>sc<)l ein Schwesterchen mit braunem Haar, „aber kein a»de° ns, sonst mnß es nmgetanscht »verden". Die znlünslige Warenhaus-Heimsucheriu! Ein Innge hat schon zwe, Brüder uud er meint, er müsse jetzt eine Tchlvefter haben. „Du launst sie bei Mama oder bei Dr. K. lassen, der oringl sie dann schon", meint er. Einem hat seine Mima versprochen, daß ein Baby kommt, aber sie weiß noch nicht, ob Innge oder Mädchen, weswegen er um einen Bnb bittet, denn „ein Mädchen könnte der Storch ja immer noch bringen". Eine kleine Ärieffchreioerin, die offenbar sehr einsän, ist, wünscht ein Naby irgend-welcher Art, „nnr lein Nigger°Baby". Und ein kleiner Kerl schreibt, er habe schon zweimal ein Brüderchen oder 'Schwesterchen verlangt, dies sei der dritte Brief, nnd »»n sei's Zeit, daß der Storch sich daran mache. Lolal- uud Promuzial-Nachrichtcu. Souuissc Höhen. Von A. V. (Fortsetzung und Schluß.) Das Herz trampst sich den, Naturfreunde znsam. Men, wenn er sieht, welch schonungslose Ranbzüge gege», d'ese für uuser Land charasteristische Taphue uuternom. >nen »verden nnd der sreuudliche Leser mag es »n,r n,chl verargen, »venn ich bei diesen, Thema etwas langer verweilen will. . ., , Au, 2». Mai 1837 entdeckte Richard Gras Ursm, bou Blagay an der Nordseite des Lorenziberges bei Billichgraz die Nlnme, die dann der damalige Kustos ^eyer seiueln Gönner zu Ehren Daphne Blagayana benannte. Allgeineines Staunen rief dieser ^nnd in der Mizen botanischen ,Welt hervor nud ein erlauchter Botaniker, Friedrich' Angnst ll. von Sachsen, besuchte n»! l^l. Mai 1838 in Gesellschaft beider obgenannter ^irrci, den Standort dieser merkwürdigen nenen Art. Seitdem führt sie den Namen Königsblume — K,--,-l.i r<>?^,— aber auch Igalla uennt sic das Voll, ^ sie aus dem Igalo.Gipsel ebenfalls vorlonnnt. Noch '^vei Standorte sind später dazu gekommen, so die Nord->>ite der Grmada und dcr vorhorerwähntc Hirtenbcrg. In den lel.uen Ial)ren hat man die Pflanze in Bosnien, Serbien nnd Montenegro gesunden und damit ist ihr gegenwärtiger Verbreitnngsbezirl am Balköne zu suchen. Zu diesen Angabe», die ich den „^lorenbildern" von Professor W. Voß entnommen habe, will ich noch wörtlich den Schluß seines, diese Pflanze betreffenden Artikels wiedergeben. „Das vereinzelte Vorkommen in Kram dürfte — enlsprecheud de» ^orschuiigeu A. Keruers über die Eul-stehuug der gegemvärtigen ^lvra im Bereiche der Alpen — als letzter Nest des einstens weiter nach Westen vorgeschobenen Verbreitungsgebietes auznsehe» sein. Man möge daher dieser Pflanze die größtmöglichste Schonnng angedeihen lassen, was leider nicht immer geschieht." Ja leider, denn in Ma>sen wird diese BInme zn Markte geschleppt nnd auch von gebildeten Touristen mit der Wnrzel dem Boden entrissen — immer seltener werden die Blüten. Darum wäre es endlich an der Zeit, daß die ener-gischesten Schritte unternommen würden, um diesem barbarischen Treiben der gebildete», und ungebildeten Klasse ein Ende zn machen. In den einzelnen Schnlen soll man ja bereits dem. entsprechende Anfrnse erlassen haben nnd dnrch össenl-liche Vorträge, durch Belehrung der Bevölkerung von feiten der Lehrerschaft, wie auch der Geistlichkeit ans dein Lande, aber anch dnrch die strengste», Erlässe der kompetenten Behörde» müßte der Ausrottung der Königsblnme Einhalt getan werden. Noch ist es Zeit, nud gerade jetzt, wo durch die ganze gebildete Welt ein Wectrnf erschallt nnd jedes natnrbegeisterte Herz höher schlagen läßt, der Nus nach Errichtnug eiues „Natur-schntzparles siir Pflanzen und Tiere", zum Zwecke der Erhalluug der Arteu.-------------- Nach kurzer Nast brecb/' ich aus. Beim höher gelegene» Gasthause „Zum Touristen" vorüber nnd bei einzelne» Häuser», von Topol, nach der dortige», Schutzheilige» St. Kalhariua genannt, gehl's dem bewaldete» 775 Meter hohen Hirteuberg zn. Wnnderlieblicher blauer Enzian nnd die zarte vio-lette Kopsblume beleben die grünen steilen Hänge. Vom Sattel führt der Weg aufwärts über mit Erika gepolsterte Dolomitbänke, bis man endlich auf luftiger Höhe steht, die, ebenfalls einen schönen Aus-blick gewährt. Mit Moos bedeckte und von Efeu über» wucherte ^elsbänke nnd mannigfach geformte Erhebnn» gen erzähle», vom eiustigen Schlosse, das von da oben stolz ins Tal geblickt, und wo hente im schattige», Busch die duftende filberglänzende Königsblnme ihr Köpfchen sehnsüchtig der Sonne znslreckt, da klang vielleicht einst der schwere Schritt der Nnrgknechle an, Walle nnd das rostige Kimrren der Zugbrücke. Es soll hier das Schloß der ansgestorbene» Her-ren von Hartellberg — worans sich das heutige „Hirten-berg" gebildet — gestanden sein. ?fnhrt man das Wort „Hart" aus „Wald" zurück, so bedeutet der Name so diel wie Waldberg. Wie weit das Wahrheit, wie weit Dichtung — das Volk erzählt es sich »veiter — nud noch heule führt der Berg bei de» ^eute»» den Namen „^» lri-iniu" „Am Schloßberge". Und wo einst ein Schloß gestanden sein soll, dort finde» sich noch immer Einfältige, die sich die Über» zengnng nicht nehme» lassen, es müsse dort irgendwo noch der einst vergrabene Schatz zn finden sei»,, nnd Ver-tiesungen denten darans hin, daß man ans der Gilde der Schatzgräber gar oft darnach gefahndet hat. Eine», Schatz allerdings birgt der Hirtenberg, wenigstens für den Botaniker, und das ist die liebliche Nlagaycma, die leider Gottes schon sehr dezimiert er-scheint. Noch einen Blick in die Nunde nnd dann ver-abschiede ich mich von der Höhe. Ja, wenn es vor granen Zeiten gewesen wäre, hätte vielleicht ein liebliches Schloßsränlein mir mit ihrem weißen Tüchelchen Abschied gewnnken... Zwar die Ritter sind verschwnnden, nimmer klingen Schwert nnd Schild, doch dem Wandersmann erscheine» in den altbemoosten Steinen oft Gestalte», zart »nd mild . . . Das Liedche»» aus ferner Stndentenzeil pfeifend, steige ich langsam gegen das an der Ostseile des Berges gelegene Iakobskirchleii» von Petelinei oder Pelelinek, das anch von einen, Sprosse», des bis ins zwölfte Jahr-hnndert zurückreichenden Geschlechtes der Hartenberge er-baut worden sei», soll. Der Name der ans einem Vvr'prnnge erbanten Kirche vo» Peteliuei dürfte mit „Ha M'nstand" gleich-bedentend sei», und es sollen sich anch noch immer dort die verliebten Herren Auerhähne znr Balz in früher Morgenstunde eiufinden. Anch für diese Stelle lebt „och der Name „Gra-di^e" fort, anf die Überbleibsel eines Ningwalles bezug-nehmend, dessen Ursprung wahrscheinlich auf vorrümische Tage znrückznführen ist. Heidekraut deckt den Schutt — ein frischer Hauch der Mouspölstcr duftet... Notstä'mmige Föhren nmrah-inen die Stätte. Ob die Näuine anch was von allen Geschichte», wissen? Sicher nnd so schön ist es, ihre» Ge-schichten aus vergangeneu Zeiten zn lauscheu, die sie erzählen' anders klingt es, viel lebendiger — denn sie haben viel gesehen, mehr, als uns heute die Bücher er-zählen. Bei einen» ärmlichen Häuschen vorüber zieht der Steig hinab zur .Kirche von St. Margareten. Rechts ans der Tiefe blicken die weißen .Hänschen vom Medno» Tale heranf... In blanen Schalten gebadet liegt es da. Die Kirche St. Margareten, auf einem Hügel ge» legen, zeigt noch einzelne gotische formen, wie z. N. an den Fenstern. Der Ban soll in, 16. Jahrhunderte, an-gcblich ans den Trümmern der Burg am Hirlenberge, ausgeführt worden sein. Mit seinen spitzbogiqen Fenstern blickt das Kirchlein hinüber znr fernen Älpenkelte, die eben in» Glauze der abfchiednehmeudeu Sonne wie m»t Purpur überhaucht erscheiut. Der Weg, der au eiuer einzelustehenden Mühle vor-beiführt, bringt mich in wohldnflenden ^öhrenwald. Bald bin ich in Presla. Noch einen Blick auf die heute durchwanderte Grnppe, voll Sonnenfchein nnd ^rüh. lingsdnft, eine», Blick noch anf die Höhe, von denen ich die Schönheit der Natur bewundert uud genoffen . . . Lebt wohl, ihr sonnigen Höhen! — Militärisches.! Ernannt wurden- zum xmi,. Mandanten deS ^eldhaubitzregiments Nr. (i in Kaschau der Oberstleutnant Adalbert von ^ elir des 5>eld. lanonenregiments Nr. 7- zum Landwehrbezirlsseld' webe! der provisorische Landwehrbezirlsfeldwebe! Johann Gole des Landwehriilfnuterleregimeuts Laibach Nr. 27. — Zugeleill werde»» zur Probedienstleistnng nach Absolvierung des Mililär-Bauingenieurkurses dc ssen ^ regnen tau ten die Oberleutnante Lndwig Würz des bosnisch.hercegovinischen Infanterieregiments Nr. 3 und Hans Ritler von Kalbacher von Türken, bürg des Husarenregiments Nr. 1l>, beide znr Militär» Banabteilnng des 3. Korps. — In das Verhältnis nußer Dielist »verden versetzt! der Oberleutuaut in der Reserve ^ranz U n g e r des Infanterieregiments Nr. >6 als invalid, auch zn jedem Landslurmdienst ungeeignet lAnfenlhaltSort Laibachj- die Lentnante in der Reserve: Josef Poßnigg des Infanterieregiments Nr. 17 lAnsenthallsort Oberloibach, Kärntenj, Roman Ner> » ardi des Infanterieregiments Nr. 27 lAnfenthalts» ort Trieft), Eäsar A ndrien des Dragonerregiments Nr. 5 -venischer Sprache anzubringen. Gegen diesen Beschluß erhoben mehrere dentsche Gemeindemitglieder der Stadt den Relnrs an den krainischen Landesansschnß, der je« doch abgeiviesen »vurde. In der Entscheidung des LandesausschusseS heißt es, daß die sprachliche»» Verhält» nisse seil 1894 sich geändert hätten. Der LandesanSs'chuß hc-.be seinerzeit aus opportunistischen und ethischen Gründen einen ähnlichen Beschluß des Geineinderales sistiert. Da jedoch die Dentschen den Slovene», in leiner Weise entgegengekommen seien, so habe der Landesans-,'chnß diesmal keinen Grnnd, den Beschlnß des Gemeinde» rales zn sistieren nnd die denlfche Minderheit in Laibnch anders zn behandeln, als die slovenische Minderheit anderwärts von der deutschen Majorität behandelt werde. Die Bezeichnung der Straßenlaseln nuterliege dem freien Ermessen der autonomen Behörde. Gegen diese Eulscheiduug erhoben zwei deutsche Gemeindemit» gliedrr, der Schuldirettor Dr. Josef Julius Binder »nd der Advokat Dr. Ferdinand Eger, die Beschwerde an den Verwaltnngsgerichtshus, die am 9. d. M. unter den, Vorsitze des Senalspräsidenlen Baron Schwartzenau zur Verhandlnng gelanlsle. AIS Be-schwerdeverlreter war Dr. Artln G ü l ch e r, als Verlre-ter des lrainischen Landesansschusses der Vizebüraei-Meister von Laibach Dr. Tav<-ar erschienen, ^ach längerer Veralnng wies der Venvallungsgerichtchof die Beschwerde der dentsche», Geuleindem'iqlieder als unbegründet ab, hanptsächlicl) in der Enomnmg, daß von einer rechtskräftig entschiedenen Sache hier nicht die Rede sein könne. Bei allgemeinen Verwnltungs. alten, und zu solchen gehöre die Sprachens,age auf den Straßentaseln, gebe es, unbeachtet der formellen Rechts-traft, leine materielle Rechtslraft. ^ lDic Zronlcichnamsprozession» sand gestern, von schönem Wetter begünstigt, sta«. Das Allerheiligste ttng der Herr Fürstbischof Dr. Jeglx': an der feierlich-leit beteiligten sich: Herr Landespräsident Frecherr von T ch »r» a r ; Staatsbeamte aller Ressorts, Vertreter des Landesaus'schnsses, der Handels- und Gewerbekammer sowie sonstige Andächtige in nbcraus grohcr Anzahl. Laibacher Zeituug Nr. I.W. 1186 11. Juni 1909. — ^Änderung des Advokatentarifcö.j Das Justiz Ministerium hat eine Verordnuug blassen, durch die der besteheude Advokatentarif mit Wirksamkeit vom 1. Juli d. I. au geändert wird. Begründet wird dies daunt, dah die Preise für die Wohnungen, Lebens-miltel uud sonstige Gebrallchsgegcuslände nicht unbc-trächtlich gestiegeu siud und die Betriebsauslageu der Advokateukailzleieil durch die Eiuführung des Telephons uud der Schreibmaschinen, Verleueruug der Arbeils-tiäfte, Arbeitsränine und dergl. erheblich zugenommen haben. In Übereinstimmung mit den Anträgen der Advokaten wurden die Tarifsätze in der untersten Wer!» lagc lBagatellsachen) im weseutlichen unberührt gelassen. Tic klagen werden auch in der eingeschobenen uächsten Wertstlife ui-, 111. Satz, eröffnete, bekundete in ihrem Spiele gereiftes Verständnis in Verbindung mit anerkennenswertem techui,chen Können-Herr August Waschte k. Landespräsidium für Krain hat die Nildnng des Vereines ,,.Vi><>«t<,^tv«)rc!,1>i!>^<'!!«^ ^ Evil's! ^I:,^!^<.' V ^'ul)^'ni!>!llMll ^!«»i>^l<<>vl> xv Xll ^<>l^IIii'n.i«' I.iti.il!, Xi^Ito, Xovnino^to, Ko-5'!V.1(> in ^'rix.mcl.i" »lit dem Sitze des jeweiligen Auf' enlhallsortes des Vereinsobmaililes zur Kenntnis ge» nomnleil. —(!. — s(3inc Imkerversammlung» »vird Sonnlag, den 13. d. M., nm 3 Uhr llachutittags vou der Bienen» züchterfiliale für Rlidolfslvert in St. Peter bei Rlidolfs» wert veranstaltet werden. Hiebei wcrdeil die Herren Oberlehrer A. Likozar aus Laibach uud A. La» p a j u e, Lehrer an der Landesackerbauschule ill Stau-den, Vortrage halten. — vie die Ansschmüclnng der Pa» villons gratis von Damen esfeklnierl wordeil, nlid anch die Regie und Leitung des gesamten Arrangements lag in der Hand der opferwilligen Komiteedamen. Ein gro. ßer Pavillon, in dem Fran Podkraj 5 et die Leitung halle, repräsentierte den gewinstestrotzenden Glüclshafen; cin geschmackvoll arrangierter Büsellpavillon staild nnter Leitung der Frau P o t o <' u i l und des Fräuleins Eesar; den sehr netten Vlumenpavillon leilele Frau-lein V i<"'i<". Herr Medie schaltete am Alilonlaten, der reichliche Münze verschluckte, aber auch prompt alles Gewünschte lieferte. Das Vergnügnngsprogramm nm-faßte auch Gesangsvorlräge des Gesangsvereines „Sla. vce", die lebhaften Beifall auslösten. Das Orchester der Slovenischen Philharmonie konzertierte sloll und mit zahlreichen Zngaben. Es lrng zweifelsohne zur best» gelaunten Stimmung des Publikums wesentlich bei, weshalb auch das Animo ungetrübt bis in die späten Nachtslnnden anhielt. " lStand der Infektionskrankheiten iu Krain im Mai.» Mit den 402 ans der Vorperiode übernommenen Fällen wurden insgesamt 1243 Infetlionslranke ill Evi» denz geführt. Von 100.000 Einwohnern waren demnach 243 Perfonen infektiös ertrankt, von dene» W Per-sonen, sohin 5-4 <^, gestorben sind. Der Typhus lral in 8 Bezirken, doch nur vereinzelt ans. Von 26 gemel-delen Kranken, nnler diesen 8 aus der Vorperiode, sind !4 genesen, 2 gestorben »nd 10 werden Weiler behandelt. — Der Scharlach wurde in 9 Bezirken beobachtet lind gelangte in der Stadt Laibach sowie in deu Bezirken Laibach Land, Tschernembl und Gnrlfeld zn größerer Ausbreitung. Von 292 Erkrankten, unter ihnen 87 aus der Vurperiode, sind l57 genesen, 49 gestorben nnd 86 blieben in weiterer Behandlung. — Von der Diph-theritis wurden iu dieser Periode aus M Bezirken 49 Fälle zur Anzeige gebracht. Die Mortalität betruc, 20 4^, da von den erwähnten Fälle» 10 eineil töd» lichen Ausgang nahmen. Die Mortalität der mit Anti-torin behandelten Fälle betrug 9 5^,, indem bei 2l so behandelten Fällen 2 Todesfalle zn verzeichneil waren. Das über 7 Bezirke verbreitete Trachom erfuhr einen Znwachs von 6 und einen Abfall von !4 Fällen. Insgesamt wurden 91 Fälle s85 aus der Vorperiode) in Evidenz geführt. — Die M a s e r n gelangten in die» ser Periode zn großer Ausbreitung und wurden nalnenl» lich im Bezirke Krainbnrg 469 Fälle zur Anzeige gc'« bracht. Mit deu aus der Vorperiode übernommeuen 196 Fälle» wurden im ganzen in 7 Bezirken 730 Er» kranknngen znr Anzeige gebracht, von denen 6 einen töd' lichen Ansgang nahmen. 316 Kranke blieben ill wei-krer Behandlung. — Der K e u ch h u st e n beschränkte sich aus 2 Bezirke, wo 22 Erkrankungen ohne Todessall zur Anzeige gebracht wnrden. -- Der R otlanf weisl in 2 Bezirken 8 Kranke auf, von denen einer gestorbeil ist. — All M e n i n g i t i s e e r e b r ospi » a Ii s >r>aren in der Stadt Laibach 2 Personen erkrankt. Beide sind genesen. — An der M iliaria wurden im M'» zirke Riidolfsloerl 6 Fälle beobachtet. 3 Personen smd genesen, 3 werden weiter behandelt. — In den Nezirü'N Gurkfeld nnd Laibach Umgebung wurde» 3 Personen von wulverdächlige» Hunden gebissen. Alle 3 Perfonen be» finden sich iu Wien zur anlirabischen Behandlung. ^'- — sIm städtischen Tchlachthause» wnrde» i>l der Zeit vom 23. bis 30. d. M. 88 Ochsen, I Kuh »nd 6 Stiere, weiters 109 Schweine, 258 Kälber, 49 Ham» u,el und Böcke sowie 12! Kitze geschlachtet. Überdies wnrden in geschlachtetem ^»stände 1 Ochse, 3 Schweim', 16 Kälber, und 4 Kitze nebst 739 Kilogramm Fleisch ein» geführt. — lPromenadelonzcrt.) Hellte von 6 bis 7 Uhr abends wird von der Elovenische» Philharmonie in der Clernallee ein Promenadelonzer! veranstallet werden. — lMeisterschafts.Hliuqtämpfen >,„ ^irtns Zavatta.» Die inlernalionalen Ringkälnpfe ergaben Eamstag abeilds so>vie gesleril nachmillags nnd abends nach' stehende Resnllale! Samslag rang der neneingetroffein' bayrische Ehampion Riedl mit R a i <"'e v i <', doch mußle der Ringtampf wegen UllN'ohlseins Riedls, der sich übrigeilS als sehr tüchtiger Ringer erwiesen hatte, abgebrochen werden. - - Hieraus besiegte G e r i g h o f f dcn unbekaiiiiten Herausforderer in 27 Minnte» durch Untergriff von vorne. — Gestern nachmittags sic'glc' Riedl über Hermann dnrch Hiiftenschlvnng. — Am Abeild trat der neueingelrosfene Lurembnrger Rinst' kämpfer Etienn e gegen R a i 5 e v i V- in die SchraN' ken. Rail-evi^ besiegte den kräsligen, !oohlronl Partner ill 12 Minulen infolge überlegeiier Technn dnrch Eindrücken der Brücke. — Es rangen noch Riedl mil Gerighofs, wobei Gerighosf sr'' neu Kampfgegner nach hartnäckigem Kamps in 26 M>' nuten durch Uutergrisf von vorue besiegle. - Hc»ll' abeuds ringen drei Paare, nnd zwar muß der (int» scheidungskampf zwischen dem russischen Ehampw" G e r i g h o s f mit R a i 5 e v i <' eildgiillig ansgetrasscn werdeil, ferner ringen H e r ,» ann . Etie » n e n»d H a n s c n - R i e d >'. — Die Konkurreuzlampse waren an, beiden Tageu gut besucht. Sie dauern nur iwa) »venige Tage, woranf die Verlalltbarnng des Schluß' ergebnisses erfolg!. " ll5rzcsse.j Mittwoch »ach Mitternacht johllen u>w lärmten zwei Spedilenrknechte iil Gradi^-e. Da sic' dcr Allsfordernng des Sicherheilswachmannes, die ilächtlichl' Ruhe uichl zu stören, leine Folge leisteten, wurde ds)' eine VerHaftel, während der andere die Flucht ergriff- — Am Allen Markle und in der Floriansgasse wurde ein Bursche wegeu uächllicher Rnhestörnng beanständet. Weil er dem Sicherheilswachmann sagte, er exzetm'"' deshalb, um eiu Rachllager zn bekonlnlell, »vnrde feill^ Wunsche sofort entsprochen nnd ihm ein Logis gleich für mehrere Nächte bewilligt. — iHerrcnlosc Gegenstände.) Am 29. v. M. brachte iil das Vuzzolinische Delikalessengeschäsl in der Stritar» gnsse eine Franensperson ein Palet Franenkleider nlw Wasche, serner Schnhe lüld Fetzen und bat es dort ausbewahren zn dürfen. Da bisher das fragliche Pakel niemand abholte, übergab mail es der Polizeibehörde. — Am nächstfolgenden Tage fand man vor dem Ein^ gangslor des Hanfes Nr. 8 iu der Quergasse eine dre' Meter lange Leiler stehen. Der Eigentümer wolle s>"1 dortselbst melden. " «Verloren» wurden drei lederne Geldtäschchen mn 4, !4 und 50 X, eiue silberne Damenuhr nebst solch" langer Halskette, eine goldene Damenhalsletle, ei» go>' denes Anhängsel mit zlvei Emailpholographien »nd ein^ goldene Danleiliihr nebst solcher Kelle mil drei Anhaut sein. " sGefunden» »onrde: ein Geldtäschchen mit etwa^ Geld, ferner ei» Stück schwarzer Seide.___________^__ Tlzratrr, Kunst nnd Literatur. sKunstanöstellunq in Lailiach.» Morgen »achnnl» tags lim halb 5 Uhr f'indel i,n Pavilloil des alade» niischen Aialers Richard Jakopn- al> der Lallermau'w' allee vor geladenen Gästen die Eröffnung einer stove» nischen Kunslnnsstellung statt. Iu der Ausstellung, d>e in vier Räumen des Pavillons untergebracht ist, stud -^ slovenische KnnsÜer mit etwa !6o Knustloerke» -lcils Gemälden leils Skulplureu verlre e,. Für das Publikum erfolgt die Erössnnng Sonnlag, deil 13. d. M. — Da in'Laibach schon seil >"")""n Jahren leine heimischen Knnstansslellnngen "era»>w!> »verden konllten, fo wird sich voranssichllich d>e iep,^ eines regen Interesses von feiten des Publikum^ freuen. Satbadjer 3«timg 9tr. 130. 1187 11. 3imi 1909. — sPucciuiö lünstlerischeo Glnubcuobckcnlltnio.j Pl!(,l,'i»n, der znrzcit in ^ontwn lociil, hol in c-inc'in Int^rlnew sciiu' Stellung zur »wdcrm'n Mnsil nnd scinc Gedanken über dic- ninsiln lischt lHnlwicklnnq dcr ^nfxnft davqcll'ql. „In ^oan,zlli Icihrcn", s» äußerte sich der ,^t0!!lpunis<, „wird die Ml'lodic nnllüischrönll l)c l rschcli, wic sie ja in Wirllichfcil cmch iinincr qc'» harscht hat. Die Mc'wdic isl spezifisch ilcilicnisch nnd soznsliqeü anch in Itlilicn qebliren. Ich l'enne und »liiir-disie die Tchl,ipsnn^en der ,^l,nnj,x'nisten der s^encmnlen neliesten Schnle. Die Werl'e ^Itichard Elrcinss inter» essieren »»ich lel'hcisl, ich de».nindere ,Pelle^n Debnsst) weqen seiner liefen Oriqincililät, aber ich bleibe dabei, das; diese fremdartigen nnd nenen 5tl(inqsm»binatwnen nnd diese Nezitative c)hnc (5nde nicht dav Wesen der Mnsis erschbpsen." Pncciiii glaubt an die (5ntwiclllmss der Oper nnd bernfl sich dabei ans seine eigenen Werte, die zeigen, das; er gewissen Nenernngen der Orchestralil,'n l'einesniegs feindlich ge> geniibersleht. „(is ist sellsain, meine Madame Vnller. slls bringt eine lider zux'i mnsitalische Phrcisen, die länschend mil Slellen ans Tebnssys ,Pelleas nnd Meli-sande' nbereinslimmen. Ganz interessant ist der Unlerschied der Wiener und Pariser Mode. Während die Pariserin bedinguugslos alzeplierl, was ihr die Mode vorschreibt, nnd sich dem jeweiligen Wechsel voll» kommen nnlerwirfl, paßt sich die Wienerin vernünftiger, weise nicht der Mode, sondern diese sich selbst an, dabei durchaus dem herrschende!, ^ng Rechnung tragend. Die „Wiener Mode" veranschanlichl in ihrem soeben er-schienenen neueil lltt.) Hesl diese Behauptung durch eine ^ülle reizender, wienerisch-einfacher eleganter Toiletten nnd trägt den prallischen Bedürfnisse» anch nnter anderem durch schick geschnittene Badeanzüge, Mäntel, Sportloslüine nsw. Nechnuug. Neizend sind anch die im Handarbeilsleil abgebildeten Perlenlolliers, nicht zn veigessen die .^indermodenbeilage sowie das reichhaltig znsammengeslellte Vondoir. - s„/v <. »5f'k."j Das Iunihest dieser illustrierten Jugendzeitschrift euthält Gedichte vou Noguiuil G o r e u jlo , ^r. 5i v l e d i, i l, D. A. uiid Ios > p , »veiters erzählelide und belehrende Aufsähe von A. P e -sel, Ivan Slukelj, 7^r. T raluil, Ivo T r o st uud Andreas R a p Menscheli ums Lebeu gelommeu. Viele Per> sonen iviirdeii verletzt. Drnhtlosc Telephonic. Paris, 10. Inni. Wie aus Toulon gemeldet wird, wurde» gestern die Versuche mit drahtloser Telephonic blendet. Der ttrenzer „Eond^" erhielt von der im Arsenal befindlichen Station noch anf eine Entfernung von 166 Kilometer deutlich veruehmbare Mitteilungen. Die Eutsernuug kommt der von Nizza nach Korsila gleich. Dnrch die Versuche ist überdies festgestellt ivor» den, daß die drahtlose Telephonie von der atmospliä» rischen Eleltrizität, die bei der ^unlenlelegraphie sto» reild »virlt, inir in sehr geringen! Maße beeinflußt Wild. Dic Krctnfranc. ^ondo», 10. Inni. Wie das Nentersche Bureau er° fährt, finden i» der Kretafrage Verhandlungen zwischen den Mächten statt, nm die im vorigen Jahre vor de: Einsührnng der türlischen Verfassung über die Rück-bernsnng der fremden Truppen uud die daraus folgende Entsendung eines Kriegsschiffes zum Schnl'.e der lür-lischen flagge getroffene Enlscheidung durchzuführen. Konstaniinopcl, l<». Inni. „Sabah" dementiert die Nachrichten europäischer Nläller iiber die kretasrnge und erllärt, die Türkei beabsichtige weder einen l^and» »och einen Seekrieg zu unternehme» lind führe nur mit den Schutzmächlen Kretas diplomatische Verbandlimm'n. Dic Schwarze Hand. Marin,, sOhio), 9. Inni. Die Polizei verhaftete hier den italienischen Obsthändler ^ima, in dessen Hans Huuderte von Nriesschafte» vorgefunden wnrden" die seine Zugehörigkeit zi Geh.), Illyr,.Fcistritz l2 Geh.). Iablanil)(1 Geh.). Sagurje(1 Geh.); im Vezirle Gottschcc indenGemcindenAltlag (2 Geh.), Ebenthal (!» Geh.). Fara (1 Geh,), Gottschce i^ Geh), Hiutcrbcrg (<) Geh.). Iurjcwitz (5 Geh.). Lienfcld (l Geh), Mitterdors (7 Geh.), Mosel (1 Geh,), Morobih (I Geh), Nicdcrdorf (tt Gch.). Ossinnitz(3Geh.>, Neifnitz (tt Geh.). Tchwarzcnbach (2 Geh.). Seele (4 Geh.); im Vczirle Gurlfeld in den Gemeinden Heiligentreuz (7 Geh.). Zirlle (5 Geh.); im Vc» zirtc Nrainblira. in den Gemeinden St. Georgen (1 Geh). Zirllach ; im Vrzirtc Tschernembl in den Gemeinden Altenmarlt(3Gel).). Kerschdorf (I Geh,), Wcmih (« G.H); der Nläschenausschlag bei Pferden im Nezirle Kram. bnrg in der Gemeinde Mautschitsch (2 Grh.^. Erloschen ist: der «otlauf der Schlveine im Vezirte Gotischer ; im Vezirlc iKad» luannodorf in der Gemeinde Lecs s4 Geh,). A. k. Aa,rd^.v<.'^icri,,ig für Arani. Laib ach. am b. Juni 1W9. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehohe 30« 2 w. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. 'V ^lll N^ 734^«! 21-7! SW7schwllch^fllst"bewdltt! " "' 9 U. Ab. ! 735"? > ^6-^_____. " ! ^llw. bew. 7UF. 735 5 14 4 . 7 ^heiter 10. 2 UN. 734 1 20 2 SW. mä'ßia teilw. heiter 0 4 ___"U.Ab. 7.^3 2 ,«« SO. schwach halb bew. 11.l 7 U. F. 73<>3 14 0 willdstill bewölkt ^v' Das Tagesmittel der Temperatur vom Mittwoch beträgt 17 .'>". Normale 17 0°. vom Donnerstag 17 1°, Normale 17 2°. Seismische Berichte und Beobachtungen ber Laibacher Erdbebenwarte ffsssl,!,,!'!'! Ul,,! t,,r n,ni,,, Npaisnsjs >««?), (Ort: Gebäude der l, l. Staais.Oberrealschule.) !l.'age: Niirdl.Nreile4«" 03'; Östl.Länge vou Greenwich >4«8l'. A e g i n n ^. 3 ^ ^. Herd- 2 L Z'3^ 'tz> ßZ^ "Z " distanz '^Z ! Z.Z S« ZZ2 2H ^ 2 3 <«. 3 ». D 5-F ^"3 Z _____^ "^»., ^Z.» ,!^^^___^ Z " «- ^ KlN I> IU » i d m » l> m » l, IU « l> m ^ A n i l> a cl? : !». ^^ 01 52 32------------------------02 36 - 02 22 N Nebenbcrichte:" In der Nacht vom 3. zum 4. Iuui sehr starlrs Beben in Korintji sSnmatra), starl gefühlt anf der ganze» Wcstlüste der Iusrl, Am 5. Iuui gegen 17 Uhr Erdstoß dritten Grades in Montecassino (Easerta); gegen 23 Uhr 15 Min, Erdstoß vierten Grades in Messina. — Am !>I»'s„bsl um, »isbrürlthlsü V — Milrl)!l'i?!i!l>n>nvh iliin'»»!»!, VV — Wischr,! Ps„brl. " Dis )l!'i!»!!„nl,!',! I'^iil,!,, sich n„! i,!»!,!!',,! l>»'»,!chf jjr!l „,,t> „„'it,!»,, »^' Dii» Vot> rü » » r » I, r wiid ,» l°l!,s„ds» Ltcirlrnrads« llaMzis,tt slüolchlanr bis z,l l Miliiml-lsl «Ich,- lchwach., Vu„ I bi« ll Mil!i,,!i>!ss , »o» 2 l'i« 4 MilÜMslss» »»xifiin swil», uc« 4 l>i« 7 Millimslfni »slail». lw» 7 l'is 10 Wilüiüi'lsr,, .srhi slnrl» »,,t> iilxv IN Mill!,,»»!,',' «n„s,ss. Dld,',!'>!ch sinrl.. - «Min»'»»'!,,!' ^ot»'„!,„!,,I>l', !»^„<<'< nlcichisiün Nllilirlsiifts China-Wein mit Eisen j Hygienische Ausstellung Wien 1906: • Staatspreis und Ehrendiplom zur goldenen Medaille. \ Š Appetitanregendes, nerren- t stärkendes und blutverbes- * serndes Mittel für j Rekonvalcszcntcn = j — und Blutarme j von ärztlichen Autoritäten j bestens empfohlen. \ Vorzüglicher Geschmack, i ——^—^——————^-^—^^_—. « Vielfach prämiiert. • i Über 6000 ärztliohe Gutachten. \ J. SERRAVALLO. k.u. k. Hoflieferant Trlpc+c I Hinweis. Unserer heutigeu Nummer liegt ein Prospekt »das Ocu« larium» Jos. Finder. Muuchen, Ütaufingerftraße 15, bei. den wir nnsern vcrehrlichen Lesern zur besonderen Beachtung empsetilen. s20i>«») 5: Hallo! ^; Ich kaufe tearer mit 50% als jener andere! Von Herrschaften abgelegte Herren-* kleider, auch Of/iziersiiiiifoniieu und GoJd-\ schnüre, Bruchgold und -Silber, ebenso Partiell ware etc. J>a ich hier in Laibach nur auf a der J>iirchreise bin und mich bloß kurze Zeit aushalte, so bitte icli mich sofort ^ miltelHt Korrespondenzkarte zu verständigen. ^ Plnkas €iii*anmann ;? 2-1 Hotel Elefant, Laibaoh. (2108) Laibacher Zeitung Nr. 130. 1188 11. Juni 1909. Kurse an der Wiener Dürfe (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 9. Äuni 1909. Die notierten Kurse verstehen sich in Kronenwährung Die Notierung sämtlicher Altien und der ,,Diversen koic" versteht sich per Stu t »«,„ ö. W, Silber (April Okt.^ per Kasse......Z9 6« !>!1 8« lsener Staatslose 50« fl. 4"/^i6i 2b »65 2b 18S0er „ ,0« fl. 4"/,. 2 Vtaatsschnld d. i. «eichs-rate vertretenen Königreiche und Länder. Öfterr. Voldrente steuerfr., E old per Kasse .... 4"/„ H? 40 >i?-60 Osterr, Rente in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/° «6 2b 86'4b detto per Ultimo . . , 4"/„ 8« 2b S«'4b ?st, Investition«.Rente, stfr., Kr. per Kasse . , 3'/,"/^ 8« 60 86 8« GislnbllI,n 17-- Franz Ioseph-Nahn in Silver (div. St.) . , . . 5>/<"/<> i,X2l>l i«-20 Haliz. Karl Ludwig-«ah,l (div. Stücke) Kronen . . , 4"/„ 86 10 9705 Rudolf-Vahn in kronenwahr. steuerfr. (div. St.) . . 4"/, 9« io 87«d «orarlberger «ahn, stfr., 4<)« und 200« Kronen . . 4"/„ 3« > — - Fu Sta»l»schull>urrsch»ibnngeu abgtftempelte AlsenbahN'Akllen «llsabeth-B, 20« ss. KM. 5'/«°/, vo» 40« Kr.....4H7--460 — detto Vinz-Budwei« 200 fl. ö. W. S. 5'///<, .... 432-436--delto Ealzburg-Tirol 200 fl, ü. W. S. 5"/„ . . . .424-428 00 »rem«tal°Uahn 200 u. 2000 Kr. 4"/".........193 — 1N5'— Geld War.' vo« Sllllll« zur Höhlung üt«> nummtNl GUenbahN'Prlorttäl, ßbllgatiünen. Viih»,. Wcstbahn, Cm, 1895. 400, 200N >l, 10.000 Kr, 4"/n 9630 87 3C ElisabethVahn 6 u. 3000 M. 4 ab !»",„......116 80 117's!« Llisabelh-Bahn 400 », 2000 M 4"/n........11«? 2b 11? 2b Ferdinands-iliorbbahn Em. «88« 87 35 2« 3b dctto Vm. 1W4 87->u 8» 1« Franz Ioseph-Vahn Em 18«4 !^div, St.) Silb. 4°/„ . . . 9s 7b 97 7b Galizischc Karl Ludwia - Vahn (div. St.) Silb. 4"/y . . . 85 95 8ä 9b Ung,-galiz. «ahn 200 fl. L. 5"/, 104 2b ,05 2b detto 400 u. 500« Kr. 3>/z"/„ »8 75 88 7b «orarlberger «ahn <3m, 1884 (div. St.) Alb. 4"/„ . . 96'?l> 97 7b Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4"/„ ung. Voldrente per Kasse . 113-85 ii4-0b 4°/„ dettu per Ultimo Ii3-!<0«i4 — 4"/„ unaar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 83 1b 93-»b 4"/„ detto per Ultimo 93 <>b 8^l 2b 5V,"/n detlo per Kasse «3 ib «3 3b Ungar. Vrämien.Nnl. l^ 100 sl. 2Ni'7l>i!««l?b detto k 50 sl 202 7l) /,"/n . . 98lb100ib 5" „ Tonau-Ren.-Anlclhe 1878 103-20 — - Wiener Verlchrö-Anl. . . 4"/„ 96-40 87 4u detto 190U 4«/» 96 46 87-40 Anlchen der Stadt Wien . . 100 9o l8«> 97^0 Äürsebau-Nulehcn verlosb. 4"/„ 9? - 88 - Russische Staatsanl. v. I. 190« f. 10« Kr. p. K. . , 5"/„ — - —--betto per Ultimo . . 5"/„ 99'ib 89-6b Vulg. Staats-Hypothekar Anl. <892......6"/ 122-4012340 Geld Ware «ulg. Staat« - Woldanlcihe 1907 f. 100 Kr, , , 4>/,"/l 92'öl> 9ü b0 Pfandbriefe usw. «lldcnli.,alla,.ost. i.50I.ul.4"/n 9.->:^ 8«-3,i Äöhm. Hupothelenb. verl. -»"/o 9? «0 »e>-7b Zentral «lld.-Kred,-«!., üsterr., 15I, vcrl.....4>/,"/> loi bl» ^02-k« dctto «5 I. verl. , . . 4«/„ 87 2b 8«-i!ü Kred.-Inst.. osterr., f.Nerl.-Unt, u. üffcntl. Arli, Kat. ä. 4"'„ 8b'40 86-40 Landesb, d. Kon. Galizicn und Lodom. b7>/, I. ructz. 4«/« »4 40 85-40 Mähr. Hupothelenb. verl, 4°/„ 96 ib 97 il> N.-östcrr, Llliidos-bvp.-Aüst. "<"/s, 87'5><> i>»b0 detto inll. 2"/„ Vr. uerl. 3>/i"/o 8« b« «9 bc> dctto K.-Schuldich, veil. 3>/,"/„ 88 b^' 89-b0 detto verl......4"/° 9?' 8U-- Österr.-ungar. Van! 5<» Jahre Verl. 4"/n o. W..... 8t<-3« 99-Ü0 dctto 4- 220' Rote» Kreuz, «st, Ges. v. 10 fl. bl'7b b5'7b Roten Kreuz, unn, Ges. v. 5 fl, 8N-40 I>-40 Rubulf.i^ose 10 fl...... 67-üU ?5'b0 Salm Lose 40 fl, KM. . . , 2b4'b» 2«!4 b« Tilrl, E,-«..?lul. Pram.-Obl!«. 400 Fr. per kosse . . . 18k'2b i«L'2b dettu per Medio . . . I8ö>- 186'- «eld Ware Wiener N°mm.-Lo!c u. I, 1874 bi!4'— b34 — Gew. Sch. d. 3°/„ Präm,-Schuld d, Äodcnlr.-Nnst. Vm, l»89 81-- 85, — Aktien. PlllNlpoii'Mnternkhmnngen. 'Aussiss Tcpliyer Eiscub. 500 fl, 2360'— 2ZW-- Vülimilche Nurdbah» 150 fl. , 408-— 4020 Mschtichrader ltisv, 500 fl, KM ^»?'> - l»90«-- bcllo (!il, i!< 200 sl. per Ult. ü'i!!» - 103?,'-Donau - Dampsschifsllhrt« - Ges., 1.. l. l. priv.. 500 fl, KM 9,?-- 9L4-" Duz Vodcnbacher E.-V. mu Nr, b70>— s,?-^»- Ferdinanbs-Nurdb. 1000 fl, KM. b^U'- b470> -kaschau - lDderberger Eisenbahn 20» sl. S....... 363 «0 363 7b Lsmb.-Czerü-Iassy-Eilenbahn- Gesellschaft, 20« fl. S, , , bßS- 56l»-- lllhd, üst., Trieft, 500 fl,, KM. 450'— 4k>!'— Osterr, Nurdwestbah» 2N0 fl, S, 462 — 4«4'— dctlu (lit, 1!) 20« fl, S, p, Ult, 462— 4«4' ' Pran DuxerWsenb, K»»fl,llbnst, 224'- 22»-— Ltaalscisenli, 200 fl, K. per Ult. 72« b« 72?-b0 Ziibbah» 200 sl, Silber per Ult, 111'5<> 112 50 Züdnorddcutfche Vcrbindungsb. 200fl.KM...... 400— 4065,0 3ran«port-Ges,, intern., A.-V. 200 Kr........ —- 92-— Mlgar, Westbahu (Raab-Vraz) 200 sl. S....... 40» - 4I2-" Wr. Lola!b.-«ltien Gef, 20«- deltll per Ultimo 453 25» 454-25 „Merlnr", Wechlelstub,-Allicn- Gesellschaft, 20« fl. . . . ?— Meid Wo« lniunbllül 200 fl...... b47'75 548'7b Iniunbanl, böhmische 10» fl. . 244 50 245 b« »erlehrsbanl, allss. 14« fl.. , 340L5 34' 25 Zntufllit.Bntlrnel>«ungtu. ^aunescllsch,. allg. öst., 100 fl. >7l — >73 — !1r»xcrKohIrnbernb,-Gcs. 1««fl. 7i8 - 7fl. 887— 338' — zleltr.-Gescllsch., intern, 2«« sl. —-- - — ilcllr. Gesellsch,. Wr, in Liqu, L2S - l27-)!rlenbcra,er Patr-, Zündh. u Met,-Fabril 400 kr. . .1050-1055— ^icsiüner «rauerri 10» fl, . . 2l8 50 220- No»!a».st!el., »st. alpine 100 fl. 64i«0 642 e>) ,PuIdi-Hutte'', Tiegelguhstahl- ss.-A.-G. 20« fl..... 458— 460 — ljrasscrEisen.Indnstrie-Gesellsch. 20« sl........ 255li-- ^«3 ^ >iiinll- Murnnr, - Salsso-Tarjaner Visenw, 100 fl..... 573 574 ^- valsso Tarj. Steinlohlen 100 fl. 578— b«2 — .Nchlöglmühl", Pap,crf.,20Ufl. 300— 322" ,Tchobn!ca", «. w, f. Petrol.- Industrie, 5>00 kr. , . . 48«— 4?« 5» ,Stcyrermühl",Papiers.» V.G. 44« 44»'-- trifailcr kuhI>-!»u,.O, 70 sl. . 2!>i 50 2!»3 -riirl. Tabalregic-Ges. 200 Fr. per Kasse..... - '- ^ detto per Ultimo . , , »62 — ns« — !«affenf.-Oe!., vsterr., 10« fl. , «48— «4? - wr. Äangcsellschaft, I«« sl. . . 16!» 167'^ Nienerbernc Ziegels.-«lt.-Ges. 734 50 73?— Devisen. Kurze Slchte» und Hcheck«. Amsterdam....... 198 «5 »9l» 0» dentlche Vanlpläjze . , , , 11747 li7'6? Italienische «anlpläve . . . 94-8? 95 07' London........ 2^0 27' 24« 4? liaris......... 95> 30 »5'47 3t, Petersburg...... 253 75» 254 — Mich und Nasel..... 95 2? 85'4!> Valuten. dnlaten........ 1134 11»» !« ssranlcn-Stüclc..... 19 »5 19 07 lOMarl-Stücte...... 23-4l» 2» 53 toxische NeichSbanlnote» . . 117 50 I l?'7« Italienische Äanluotc» ... 84 70 9l'!>0 «ubel-^loleü....... 2-l>ü' 2'54'' I von Renten?pfandbHcfcS^prioritatcn, n J• CX JVJL^LV^1" 0 Privat-Depots (Safe-Deposits) ¦ Aktien, Losen etc.,JDevtsen und Valuten,. H>- Qan]{. und Wechslergeschäft "TT untcr e'Bcnem VerichluB der Parttl. |______________L_O8_-Ye_r^£ji_e_r_u_n_g:__________________ I>nibnch, Stritargnnwr». Verzlmunfl vnn Bml«l«|>a Im KnHt-Kirreiit rnitf «uf Blri-Ktiti,