P'LiiüL. ra' «'.r Prrisr: Für Lardach K«L^jährig . . . S fi. kr. H»!dWrig . . - ^ » 2« , »i-rreliLirit. - . r >, io, «asaklii- . - . — » 72 « Wil der Post: »-.iMrl--. . . II sl. - k. K'.L-!S-rig . . . S . L« . «r>i li-hrij. . . L . 7i. Laibachkr r - >!üvi!Iun^ !v» Hau» vier«-!, iührig iü kc., ««nallich « k. » -riiuts« Kknnuser» S kr. «ttaclion: vabnholgasis Nr. >3L Lr»ediiioi> und Zasrratev Sureau: S-.-rgreßPla? Nr. 81 «Buchhandln» vov I. v.Kleinuiavr L F. Bamderz) Znsrrlioueprnsr: Kür die einspaltige Petitzeiie 3 kr bei zweimaliger Sinlchaltnng L S!r dreimal L 7 kr. Injertiouiftempcl jcveima! »o k». Bei größeren Jnieralen und öfter« Einschaltung entsprechender Rabat». Nr. 211. Anonyme Mittbeilungca werden nickt beiückfichrigt; Manuscriple nicht zurückgesendel. 'SämÄag, 14." September 1872. - 5. Jahrgang. Unsere Handelskammer. m. Mit dem Gesetze vom 29. Juni 1868 haben die Handels- und Gewerbekammern bekanntlich eine neue Organisierung erhalten. Es wurde die Stellung dieser Institute hiedmch neu befestigt, dieselben nach durchaus liberalen Grundsätzen eingerichtet und ihr Wirkungskreis i» vielfacher Richtung erweitert. Bei uns war leider von einem wohlthätigen Einflüsse dieser Organisierung niemals etwas zu spüren und unsere Handelskammer, statt aus der frisch gewonnenen Basis sich zn kräftigerem Leben, zu energischer Thätigkeit anfzuraffen, verlegte sich dein neuen Gesetze gegenüber hauptsächlich darauf, die wohlthätigen Bestimmungen desselben entweder ganz zu umgehen, oder nur in der allerlässigsten Weise zur Ausführung zu bringen. Es ist schon ans unseren bisherigen Bemerkungen zur Genüge zu entnehmen, mit welcher Uu-Vollständigkeit und Oberflächlichkeit unsere Handelskammer den fruchtbaren und umfangreichen ihr im § 2 des obigen Gesetzes eingeräumten Wirkungskreis (Wünsche und Borschläge über alle Handels- und Gewerbcangelegenheiten, Gutachten nud Berichte an die Behörden, Begutachtung von Gesetzentwürfen, Einfluß auf die Errichtung öffentlicher Anstalten für Handel und Gewerbe n. s. w. u. f. w.) ausgefüllt hat, und es sei hier nur noch erwähnt, daß die Kammern nach derselben Gesetzesbestimmung jedes Jahr bis Ende April einen summarischen und alle fünf Jahre einen Geueralbericht über die Verhältnisse des Bezirkes an den Handelöminister zu erstatten haben. In Conscquenz der bei unserer Kammer in jeder Richtung herrschenden grenzenlosen Verschleppung der Geschäfte hat dieselbe aber seit dem Jahre 1663 weder einen Jahres- noch einen Geueralbericht erstattet, eine Fahrlässigkeit, mit der dieselbe wahrscheinlich unter allen österreichischen Schwesterkammern allein dastehen dürfte. *) Im § 5 des mehrerwähnten Gesetzes wird unter auderm auch von den korrespondierenden Mitgliedern gehandelt und diesen einzig das Recht eingeräumt, au den Sitzungen der Kammer mit berathender Stimme theilznnehmen, während unsere Kammer dieser Borschrift entgegen die korrespondierenden Mitglieder sogar in Eomitös wählt, dort mitvotic-ren und als Referenten fungieren läßt. Gleich die folgende Bestimmung des Gesetzes (Z 6) wird ebenfalls nicht beachtet. Kommen nämlich während der Dauer einer Wahlperiode Mit-gliederstcllen in Erledigung, so hat die Kammer, und zwar nach dem klaren Sinne des Gesetzes, ohne Aufschub ^ene als wirkliche Mitglieder einzubernfen, welche bei der letzten Wahl die meisten Stimmen nach den erstgewählten erhalten haben. Nun sind infolge des Austrittes des Herrn Hartmann (April 1871) nnd des Todes der Herren Tschepon nnd BlaSnik (März nnd Iuui 1872) drei Stellen bereits durch die längste Zeit erledigt, ohne daß bis jetzt etwas von der Einberufung von Ersatzmännern zu hören gewesen wäre. Von den kläglichen Sitzungen unserer Handelskammer haben wir schon oben anSsührlicher gesprochen. Nach dem Gesetze (F 17) soll, falls Bern thungsgSgenstände vorliegen, monatlich wenigstens eine gehalten werden. Auch diese Bestimmung wird gleich so vielen ändern nicht im entferntesten beob- * ) Infolge der kategorischen Aufforderung des Handels Ministers, dem es endlich zu viel wurde, vou der hiesigen Handelskammer iu einem fort nur neue Fristgesiiche zu er halten, soll endlich »ach 9 Jahren die Bearbeitung eines Generalberichtes in Angriff genommen und sogar bereits einige Bogen davon gedruckt worden sein. Ueber den Bericht selbst sind uns ebenfalls einige ganz interessante Daten zugekommen. Nach dessen Erscheinen werde» wir nicht er mangeln, des^ weiteren über ihn zu spreche». achtet, und obwohl ein Mangel am Materiale niemals vorhanden war, hat unsere Kammer doch wiederholt monatelang ihre Sitzungen suspendiert. Ueber die Protokolle, welche nach dem Gesetze durch deu Druck zu veröffentlichen sind, haben wir bereits früher eine Bemerkung gemacht, der nur noch das beizufngen wäre, daß gerade die wirksamste Art der Publikation, nämlich die durch die Zeitungen, von Seite unserer Kammer aus nicht begreiflichen Gründen uur sehr mangelhaft und unvollständig veranlaßt wird. *) Ob die Kammer aus Grundlage des Gesetzes (8 10) die vorgeschriebene Geschäftsordnung festgesetzt und dem Handelsminister vorgelegt hat, ist uns nicht bekannt, wohl aber wissen wir, daß in der Praxis von der Handhabung irgend einer Geschäftsordnung nicht die Rede ist. Wie allen Dingen, so geht es natürlich auch mit dem Kostenvoranschlage und der Rechnungslegung (ß 21 des Ges.1 Während vorschriftsmäßig das Präliminare längstens bis Ende September, die Rechnung über das abgelaufene Jahr längstens bis Ende März dem Handelsministerium vorzulegen ist, war es bei unserer Handelskammer im möglich, die bezüglichen Vorlagen anders als nach mehrmonat-licher Terminüberschreitung zn erhalten. So ist Heuer trotz der sehr ernst klingenden Weisungen, *) Als vor längerer Zeit einmal dieser Mangel in einer Sitzung zur Sprache kam, da waren einige Herren, wenn wir nicht irren Horak und Schwentner, gleich bei der Hand, Uber die Animosität der liberalen Partei loszudonnern und sich zu beklagen, daß der Herausgeber der ..Laib. Ztg." die Handelsrnteressen aus Parteirücksichten nicht unrerstiltzen und die Protokolle nicht unentgeltlich veröffentlichen wolle. Indessen hatte der Herausgeber der „Laib. Ztg." bereits seit dem Jahre 186«, ein Dankschreiben der Kammer in Händen, worin letztere silr seine Zufaqe, die Protokolle kostenfrei zn veröffentlichen, den verbindlichsten Dank ans-' sprach. Feuilleton. Die ersten Mikroskope. Im siebzehnten Jahrhundert geschah es, daß die Naturforscher in den Besitz eines wnnderbaren Instruments, des Mikroskops, kamen. Dank ihm, svlglen eine Menge stauucuSwerthcr u»d uuerwar-Entdeckungen aufeinander nud enthüllten Erscheinungen, die man früher für unerklärlich gehal-hatte. Wir brauche» kaum zu sage», daß diese Periode, die in der Geschichte des menschlichen Fortschritts so groß dasteht, durch die Studien gelehrter Männer vorbereitet worden war. Mit unbewaffneten, Auge halten Beobachter bereits bedeutendes Meiste und der Nutzen der Vergrößerungsgläser würde überhaupt nicht gewürdigt worden sein, wenn mau „icht bereits vieles Wissen erworben hätte. . , Im Laufe des sechzehnten Jahrhunderts faßten "fuge Forscher den Entschluß, nicht mehr aus den Schriften der Alten, sondern aus der Natur selbst zu schöpfen. Den Körperbau des Menschen genau kennen zu lernen, wnrde ihre herrschende Leiden- schaft. Dieses Verlangen entstand zuerst in Italien und lieferte bald Resultgte, welche die Aufmerksamkeit des gebildeten Europa auf sich zogen. Junge Acrzte hielten ihre Ausbildung nicht für vollendet, wenn sie die italienischen Hochschulen nicht besucht hatten. Einer von ihnen, der ein berühmter Mann wurde, verließ sein neues Vaterland nie wieder. Das war Andreas Vesale, der 15)14 in Brüssel geboren und 15>40 in Padua zum Professor ernannt wurde. In einer Zeit, wo das Ansehen der griechischen Anatomen so hoch stand, gehörte für einen jungen Arzt Muth dazu, zu erkläre», daß Galeus Beschreibungen nicht für Menschen, sondern nur für Thiere galten. Im Alter von achtnndzwanzig Jahren hatte Vesale sein Werk über diesen Gegenstand vollendet, das ihm den ersten Rang unter den Gründern der Anatomie anweist. Die zur Erklärung dienenden Zeichnungen waren so schön auSgeführt, daß man Tizians Hand in ihnen erkennen wollte. Durch solche Lehrer wurde die Hochschule Padua unter dem weisen Schutze der veuetianischcu Regierung zu einem Sammelpunkte von Schülern aus allen Theilen der Welt. Auf Vesale, der zum erste» Leibarzt des Königs von Spanien ernannt wurde, folgten Colombo, Fabrizio und Easserio. Der erste derselben ist durch seine Untersuchungen über das Athmeu und deu Umlauf des Blutes in den Lungen berühmt geworden. Er beschreibt dasselbe auf einer einzigen Druckseite von kleinem Umfange mit einer so umfassenden Genauigkeit, das man beim Lese» nicht begreifen kann, weshalb das allgemeine System des Blutumlaufs im menschlichen Körper uicht sofort entdeckt wnrde. Zn Anfang des 17. Jahrhunderts wurde das Studium der Erscheinungen des Lebens mit frischer Energie betrieben. Beobachtung und Erfahrung wurden für die einzigen Werkzeuge des Fortschrittes erklärt, und wunderbare Erfolge verbreiteten über eine Menge zweifelhafter Fragen ein ungewöhnliches Licht. Die Schule von Padua war in Verfall ge« rathen, Venedig hatte bei seinen Kriegen mit den Türken die Pflege der Wissenschaft vergessen, aber znm Glück waren viele gelehrte Männer über ganz Europa verbreitet. Ein englischer Arzt sollte einen bewundernswerthen Scharfsinn und ein sicheres Ur« theil bewähren. William Harvey, geboren im Jahre 1578, beschloß, die Hochschulen Deutschlands und Frankreichs zu besuchen und vor allen Dingen einige welche von oben in neuerer Zeit herabgelangt sein solle» und die unsere Kammer in ihrer Lethargie etwas-aufgerüttelt zu haben scheinen, die Rechnung pro 1871 erst in der Sitzung vom 30. August l. I., demnach abermals mit einer halbjährigen Verspä tung erledigt worden. Wenn wir hiermit das Sündenregister unserer Handelskammer schließen, so nehmen wir für unsere Bemerkungen .das Verdienst der Vollständigkeit kei-neswegs in Anspruch. Es wäre ein leichtes, die herrschenden bedauerlichen Verhältnisse noch mit mehreren Daten zu illustrieren; allein wir meinen, daß das Porgebrachte in vollem Maße genüge, um die Fahrlässigkeit und Unfähigkeit der gegenwärti gen commcrziellen Vertretung des Landes außer allen Zweifel zu setze». Niemand kann sich der Ueberzengnng verschließen, daß unser Land bisher an dem ungeheueren Aufschwünge, der sich in wirthschastlichcr Beziehung allenthalben geltend macht, einen äußerst geringen Antheil genommen. Wir wollen dafür nicht die Handelskammer allein verantwortlich machen, denn eS gibt der Ursachen dieser bedauerlichen Erscheinung noch andere. Aber eines ist gewiß: daß unserer Kammer das Verständnis für die großen Thatsachcn, die sich innerhalb des ihr zngewiesenen Gebietes voll ziehe», vollständig abgeht; daß ihr längst die Ar bcitslust fehlt, um die Bedingungen zu studieren, von denen der volkswirtschaftliche Fortschritt in Krain abhängt; um die etwaige» Hindernisse zu beseitigen nnd alle Mittel anznspannen, die geeignet sind, dem Lande neue Vortheile zu bringen nnd den öffentlichen Wohlstand zu heben. Eine Umkehr zum Besser» aber ist dnrchanS nicht zu erwarten. Die jetzige Handelskammer kan» und wird ihrem Ursprünge niemals untreu werden und wird in ihrer entscheidenden Mehrheit auch in alle Zukunft nichts anderes sein, als eine willenlose Schar abhängiger Parteigänger der klericalcn Elignc. Eine gründliche Aendcrnng th»t sehr drin gend »oth, und soll das Land nicht weiter unwicdcr-bringlichcn Schaden leiden und in seiner Entwicklung in beklagenöwcrther Weise Zurückbleiben, so muß es, uud zwar sehr bald, einer aufgeklärten, arbeitsamen und würdigen Vertretung seiner Handels und gewerblichen Interessen theilhastig werden. Darüber sind alle Einsichtige» im ganzen Lande einig, es ist die längst feststehende Ueberzengnng aller beteiligten Kreise, und, wir können die öffentliche Meinung über einen für die Wohlfahrt KrainS so bedeutungsvollen Gegenstand anch der Regierung nicht eindringlich genug zur ernstesten Würdigung empfehlen. Zeit in Italien zu verleben. Fünf Jahre wohnte er in Padua den Vorlesungen Fabrizio'S bei, uud cs ist leicht zu begreife», daß ei» solcher Meister auf deu weitblickende» Geist seines Zöglings eine» wichtigen Einflnß übte. Von den Beobachtungen über die Klappen der Lunge und den Umlanf in diesem Gefäße überrascht, kam Harvet, auf die^dee des Blutmnlaufs im allgemeinen. Allerdings war der Entdeckung sehr vorgcarbeitet worden ; aber wäre kein genialer Mann anfgctrctcn, so hatte sie noch lange auf sich warten lassen können. Er untersuchte das Herz und zeigte, wie das Blut iu dasselbe ein-triN, um dann in die Arterien gepaßt werde» und sich durch den ganzen Körper zu ergießen. Nur ei» Punkt war noch zu entscheiden, nämlich wie das Blut aus den Arterien in die Venen cintritt, und » dies zu entdecken, war dem Mikroskop Vorbehalten. Drei Jahre lang hielt Harvey Vorlesungen über de» Blutumlauf uud mau glaubte nun den ganzen Organismus des Menschen und der Thierc zu kennen. Allgemein war die Ueberzeugung, daß eS außer de» Nerven, die man anch für Gefäße hielt, nur zwei Arten von Gefäßen, Arterie» u»d Vene» gebe. Im Jahre 1622 wurde plötzlich eine Politische Rundschau. Laibach, 14. September. Inland. Eongrefse nnd kein Ende! so scheint das Losungswort der alternden Europa zu lauten. Auf den Monarchencongreß zu Berlin, auf den Kongreß der Internationale in Haag, auf den Eon-greß der schwarzen Internationale zu Breslau folgt zur Abwechslung ein Föderalisten-Eongreß zu Innsbruck, mid zwar, wie das „Vaterland" verkündet, am 22. Oktober d. I. Das genannte Organ fügt gleich die tröstliche Versicherung hinzn: „Eine Vorbesprechung hat die Einigkeit hinsichtlich aller wesentlichen Punkte constatiert." Von dieser „Einigkeil" war in den letzten Wochen in den Spalten des sendalen Organes verdammt wenig zu verspüren, nnd nun soll sie ans einmal „constatiert" sein? Bis zu dem glorreichen Tage, wo die zerstreuten Glieder der föderalistischen Opposition sich an den lieblichen Usern des Inn zusammenfinden, werden wir wohl näheres darüber erfahren, welcher Beweggrund sie gerade im Lande der Glanbenseinheit ihren Versammlungsort wühlen ließ. Das zu erwartende Schauspiel dürste jedoch keinesfalls viel interessanter anöfallen, als das letztemal in Prag. Der Kaiser ist am l2. d. von Berlin znrück-kehrend in Wien eingetrosfen. Die „Wiener Abendpost" verkündet die Rückkehr des Kaisers aus Berlin, woselbst der Monarch bei Hose den ausgezeichnetste» und herzlichsten Empfang, bei der Bevölkerung die enthusiastischeste Ausnahme gesunden, habe, mit den Worten: „Wenn irgend etwas die freudige Empfindung über das Wiedersehen des Kaisers inmitten seiner getreuen Völker noch zu steigern vermag, so ist cs das von der öffentlichen Meinung getragene Bewußtsein, daß die Monarchenciitreoue einen eminent friedlichen Charakter an sich getragen nnd daß der Kaiser seinen Völkern neue, verstärkte Fricdensbürgschasten von der Reise mitbringt als glückliches Unterpfand der Macht und Ehre Ücstcr reichS und feiner segensreichen Entwicklung." Mit welcher Entrüstung hat nicht die ezechisch-fen-alc und ihr nachbetcnd die slovenischc Presse die verfassungstreue» Blätter geschmäht, daß sie uach der Verhaftung Skrejsowsky's ihre Betrachtungen über diese Persönlichkeit anstellteu, und nnn ist es jene Presse selbst, welche an diesem Thema nnablässig kaut, um allerlei Verdächtigungen von Negierungs-uud Gerichtsbehörde» daraus zu schmiede». Mit welchen Mitteln da gearbeitet wird, beweist die prager Mitiheilnng, daß Statthaltereirath Rottky, der nach dem „Vaterland' und seinen Nachbetern an den in Budweis befindlichen Koller über die Verhaftung dreier ehemaligen Herausgeber der „Politik" telegraphiert haben soll, seil Wochen sich auf Urlaub von Prag abwesend befindet! Ob wohl die feuda- dritte Gefäßart angekündigt. Das Aufsehen war groß. Heutzutage werde» j>ie schönsten Entdeckungen inil kalter Gleichgiltigkeit ausgenommen, wen» sic »icht ciiie» große» Werth sür die Gewerbe habe», aber im siebzehnten Iahrhuuderte entstand immer eine Helle Begeisterung oder ein heftiger Widerspruch, wenn der Geist eiueu Fortschritt gemacht zu haben schien. Als Aselli, Professor in Padua, eines Tages mehrere Freunde um sich versammelte, welche au einem Hunde gewisse Nerven beobachten wollten, stannte er, zahlreiche weiße Gefäße zn finden, die das Gekröse bedeckten. Sonderbarer Wcisc hatte niemand sic früher bemerkt, da sic uur hcrvortre-ten, wenn das Thicr vorher stark gefressen hat. Es waren die Milchgesäße, deren Nolle im menschlichen Körper man bisher immer den Vene» zngcschrieben hatte. Die ganze Wahrheit entdeckte er übrigens nicht, und einem dänischen Anatomen, der die Lymphgefäße mit seltener Beharrlichkeit uuterfuchlc, war es Vorbehalte», sie iu allen Theilen des Körpers aufzufinden und uiifcrc Kcnntnis dcö Gefäßsystems zu vervollständigen. (Fortsetzung folgt.) Icn und klerikalen Organe Liisj zur Kenntnis ihrcr bcdaucrnswerthen Leser bringen werden? Änölanü» Die N? o Ika.r ch eir- Be ge g II u II a in Berlin ist zu Ende, die Festlichkiten sind verrauscht, die Kaiser abgereist. Die große Frage aber ob gemeinschaftliche Abmachungen getroffen wurde»' bleibt noch ungelöst. Daß keine Vertrüge abgeschlossen. worden sind, stcht fest, aber die neueste- Mil-theilungen der gewiß genau unterrichteten „Prov.-Corr.", die nachdrücklich die Besprechungen der Minister betonen, lassen darauf schließen, daß über gewisse Fragur verhandelt und wahrscheinlich eine Verständigung erzielt worden ist. Welches diese Fragen sind, darüber wird erst die Zuknnst Aufschluß geben. Vorläufig bleibt als Ergebnis der glänzenden Festtage das gute Einvernehmen der drei mächtigsten Herrscher Enropas nnd die FriedenSbürgschaft. welche in diesem Einvernehmen liegt. Ob Andrassy, Bismarck und Gortschakoss die Bedeutung der Kai-ser-Zusammciikunst in Eircularschreibeu entwickeln werden uud ob dieselben identisch sein werden oder nicht, bleibt abzuwarlen. In einem „Eroberungen ?" überschriebeuen Artikel sagt die „Kölner Ztg.": „Soll man denn noch ein Wort verlieren über, die Anschuldigungen, in welchen sich die U ltr a m o n ta u e n zu erheben pflegen, als wünsche Deutschland die deutschen Provinzen Oesterreichs au sich zu reißen? Die schwarzen Herren haben für ihre Behauptung keinen anderen Beweis, als ihre Finger; denn aus denen saugen sie ihre nichtSnntzigc Anschuldigung. ES waren nicht die schlechtesten Freunde Oesterreichs, welche ihm seinerzeit riethen, sich mit Ungarn auszu» gleichen uud die italienischen Provinzen als einen un-hallbarcn Besitz gegen Entschädigung abzutreteu; abcr diese Freunde müßten die erbärmlichsten Heuch-lcr sein, wenn sic Oesterreich seiner besten uud unentbehrlichsten Provinzen berauben wollten. Im Ge-gentheil, man mnß wünschen, daß unsere deutschen Landsleute in Ocslcrrcich lininer mehr erstarken mögen, denn je stärker das deutsche Element in Oesterreich ist, desto sicherer können wir auf Oesterreichs Buudeögenossenschaft rechnen." Die brcslaner Zeitungen besprechen die dort tagende katholische Generalversammlung. Die frommen Herren kommen dabei sehr schlecht weg; ein Blatt nennt sie geradezu eine anti-nationale Gesellschaft. Die „Independance belge" sagt, daß in Berlin nichts gegen Frankreich gesprochen wnrde. Der Czar sprach sich dem französischen Botschafter gegenüber sehr lobend über Thiers und dessen Regierung ans uud beausragte denselben, ThierS zu sagen, er werde nie gestatten, daß ein feindseliges Wort gegen Frankreich gesprochen werde. Anch der Kaiser von Oesterreich äußerte sich Gontaut Biron gegenüber mit großer Anerkennung über Thiers. Allmülig verbreitet sich auch iu den weiteren Kreisen der französischen Nation die Erkenntnis, daß die Drci-Kaifer-Znsammenkunft, was sie anch sonst bedeute» oder »icht bedeute» möge, für die baldige Durchführung der Revanche-Politik ein sehr ernstliches, wenn nicht geradezu nnnbcrsteiglichcs Hindernis bilde. Das „Journal des Debats" gibt bereits in einem Artikel dieser Stinimnng Ausdruck, indem es in uiwerschlcierten Worten erklärt, daß Frankreich nunmehr allein stehe und darum, so lange dies der Fall sei, auf jeden Gedanken einer Revanche zu verzichten habe. lieber die F r i e d e n S a u S f i ch t c n, welche die Kaiser-Zusammenkunft Europa bietet, lassen sich die „Times" in einem Leitartikel in folgender, nicht unbedingt zuversichtlicher Weife auS: „So lange Bismarck lebt und regiert und so lange die Entwicklung seiner Pläne von dem Uebergewichte abhängt, das scm eigener Meistergeist über die Souveräne und Staatsmänner, die mit ihm in Berührung kommen, anSüben kann, mag der Friede gesichert sein. Abcr nicht allein in Frankreich, nicht allein in jenen sla MV Fortsetzung in der veilanc. Beilage zum „Laibacher Tagblatt" Nr. vischen Donauprovinzen, um derentwillen zwischen Rußland und Oesterreich fortwährende, obwohl ver-borgene Feindschaft vorhanden sein muH, sondern sogar in Deutschland und Italien selber sind unter? den Massen treibende Kräsle vorhanden, die außer der Controle der Regierungen und ihrer Armeen liegen, und die treibenden Kräfte sind antagonistisch, obwohl analog mit jenen, durch welche Fürst Bismarcks eigenes Werk vollbracht und vermittelst welcher das Gebäude italienischer und deutscher Nationalität ausgerichlet wurde. Wenn es je eine Zeit gab, wo es möglich war, den Frieden Europas auf Macht allein zu basieren — wenn alles, was die Welt brauchle, nur ein Constabler war — so ist diese Zeit vorüber." Die „Germania' verzeichnet in einem Briefe aus Rom wiederum geflügelte Worte des PapsteS, die er auf einem Spaziergange gesprochen: „Die Kaiser-Conferenz ist gleich anderen wie ein dichter Nebel. Wenn derselbe vorüber, so bleibt häufig alles beim alten; manchmal aber richtet der Nebel auch Schaden an, wenn die Ernte noch nicht vollständig cingesammelt ist." Derselbe Correspondent gibt der Jesuitenliebe verschiedener begüterter Personen ein gutes Zeugnis, weil sie nach theilweiser Expropriation der äel 6ssü den frommen Palreö Villen zu Wohnungen angeboten und bedeutende Summen bei italienischen Bankiers zur Disposition ge^ stellt hätten. Die Jünger Loyola's halten indessen von ffkesem Anerbieten keinen Gebrauch gemacht. Ihre Mittel erlauben ihnen das. Verschiedene deutsche Blätter berichten, daß die holländische Negierung den Adeligen, welche ihre Güter den vertriebenen Jesuiten zur Disposition gestellt hatten, verboten hat, solche auszuuehmen. Es hat den Anschein, als ob die preußische Regierung dieses Verbot bei der holländischen Regierung aus-gewirkt habe. Die „Eorrespondencia'' in Madrid meldet, die Regierung sei benachrichtigt worden, daß die Internationalen in Catalvnien sehr rührig sind. Auch die Carlisten agitieren. Aus diesem Grund berief die Regierung den General Audia, Gouverneur von Eatalonien, nach Madrid. Eine Bande von 50 Ear-listen steckte die Gensdarmenkaserne Salas de los Jnsantes in der Provinz Burgos in Brand und befreite drei Gefangene. Eine Truppeuabtheilung ist zur Verfolgung derselben abgegangen. Am 10. d. abends, nach dem Unfall auf der Eisenbahn von Barcellona nach Valencia, wurden 7 Todte und 22 Verwundete ausgefui,den; die Gesammtzahl der Verunglückten ist noch unbekannt. — Oberst HoliS, Privatse-cretär des Herzogs von Moulpensier, wurde iu Me-rida von dm Bürgergarden verhaftet.' Die ministe-steriellen Blättern versichern, die Regierung habe eine alfonsistische und monpensieristische Verschwörung entdeckt. Zur Tagesgeschichte. »Figaro" erzählt folgende lustige Geschichte: „Mr. L. empfahl sich morgens von seiner Frau, um aus die Jagd zu gehen, und versprach ihr mindesten? zwei Rebhühner am Abend milzubringen. In der That tras T. um io Uhr abends ganz staubbedeckt zu Hause wieder ein, seine Jagdtasche schien gestillt, und Madame T. hatte alle Ursache, zu vermuthen, daß ihr Gatte aus der Jagd glücklich gewesen. „Wie viel Rebhühner bringst du mir also? fragte sie neugierig. »Zwei, wie ich dir versprochen habe-', antwortete ihr Gatte mit einem Anflug von Nonchalance, indem er sich in den Fauteuil lehnte „Kaum war ich an Ort und Stelle gelangt, piss, pass! hatte ich zwei Rebhühner geschossen." Noch vor.Neugierde öffnete Madame die Jagdtasche, aber, o Täuschung! sic zuht einen prächtig«, Hummer, wohl eingewickelt iu Papier, aus derselben heraus . . . Tableau. Der Delica!es-l sich der Jäger von der traurigen . , ! Ü"« Rebhühner gewendet Halle, beging namltch einen sehr ve.hängnisoollen Irr,hum nnd steckie statt derselben «men Seecardinal in die Jagd- 311 dom 14. September. — Die Erd arbeiten, welche zum Zweck der Neubauten in den neuen Stadtquartieren RomS auS-geführt werden, bringen interessante Gegenstände zum ! Borschein. So fand man vor einigen Tagen auf dem Campo Scellerato, wo die Vestalinnen, die ihr Gelübde gebrochen Hallen, lebendig begraben worden sein sollen, einen Peperinsarkophag mit Knochenüber-resten, die von zwei Männern herrühren mußten. Sachverständige behaupten, daß dieser Fund aus viel früherer Zeit als der des Servius TulliuS herrühren müsse, wie Peperinsärge in der Regel auf vorhistorische Zeilen Hinweisen. Andere Gegenstände aber von geringerem Werlhe wurden im Campo Pretorio gefunden, so eine steinerne Tafel, auf welche eine Reihe von Namen eingegraben sind, wahrscheinlich ein Verzeichnis von Prätorianern aus der Zeit des Kaisers CommoduS. Ferner wurde ein kleines Zimmer nnd in demselben ein Marmorgefäß entdeckt. Auch auf dem Viminal sind sehr interessante Gegenstände gesunden worden, welche vermuthen lasten, daß schon lange vor der Gründung Roms an dieser Stelle eine uralte Cultur vorhanden gewesen ist. So wurden sehr seine Glasarbeiten gefunden, Terracotta-Basreliess,ein Frauen-lops von wundervoller Schönheit, kleine Tasten und andere Gegenstände von so seiner Arbeit, daß man sie weder den Römern noch den Etruskern zuschreiben darf. Die AlterthumSforscher haben vollauf mtt diesen neuen Entdeckungen zu thun. — Wer hat Recht? In einem englischen Blatte inserierte kürzlich ein Gentleman folgende „Anfrage an Damen:" „Könnten Sie einen Mann lieben, der falsches Haar auf dem Kopse trägt, obwohl er genug eignes hat? Der sein Gesicht malen, die Füße in zu euge Schuhe schnüren und zu kleine Handschuhe tragen würde, der eine Schnürbrust hätte uud Kautschukpolster auf seiner Brust?" — Am folgenden Tage inserierte eine Dame eine »Anfrage an Herreu", welche lautete: „Können Sie ein Mädchen lieben, die Tabak kauen und die Luft mit dem Rauche von Cigarren anfülleu würde? ein Mädchen, das mehrmals die Woche spät abends nach Hanse getaumelt käme, voll Bier oder von Liqaeur riechend? Das nur sür Rennpferde, Wettrennen schwärmen und sich mit schlechten Kameraden auf allen Straßen herumtreiben würde?" Local- und Provinzial-Angelegenheiten. Local-Chrornk. —- (Aus der LandesauSschußsitzuug am 6. September l. I.) Ueber eine Anfrage des k. k. AckerbauminssteriumS betreffend die Errichtung einer Obst- und Wcinbaufchule in Slap hat der LandesauS-fchuß beschlosten, int nächsten Landtage den Antrag zu stellen, daß der Beginn dieser Schule schon im kommenden Jahre statifinden könnte. In diesem Sinne sei auch dem k. k. Landespräsidium nach gepflogenem Einvernehmen mit dem Central'Comitö der krainischen Landwirlhschasiö-Gesellschaft der Vortrag zu machen. — Ueber eine Anfrage des k. k. OberlandeSgerichteS in Graz hat sich der krainische Landesausschuß sür die Einführung der Besitzstandsblätter in den Grundbüchern nach beendigter Revision des stabilen Katasters mit dem Beisatze ausgesprochen, daß im nächsten Landtage eine Vorlage der Negierung über die innere Einrichtung der Grundbücher eingebracht werden dürste. — Die Hingabe der Gemeinde Planina gegen die Transferierung der kaiserlichen Behörden und Acmter von Planina nach Loitsch wurde der k. k. Landesregierung mit dem Ersuchen übermittelt, hierüber den Landtag ein« vernehmen zu wollen. — Der LandeSauSschuß hat dem slov. Lehrervereine aus dem LaudeSfonde einen Betrag von 100 fl. gegen Rechtfertigung vor dem Landtage bewilligt. — (Beim Be st kegelscheiben) im „goldenen Lamm" sind als Reingewinn für den Fener-wehr-Krankeiivercin 100 fl. eingegangen, welche ihrer Bestimmung bereilS zugestlhrt wurde». Herr Seibert veranstaltet morgen noch ein Bestkegelscheiben. — iFür de» Fond der Weltausstellung« - C o m m > s s i o n sür Krain) sind weiter eingegangen folgende Beiträge: Ein in der Stadtgemeinde RudolfSwerth gesammelter Betrag von 27 fl. 50kr.; von Herrn Victor Ruard in Beides 25 fl.; von Herrn Karl Taucer, Bauunternehmer in Laibach (mit der fpeciellen Widmung für die Beschickung der Ausstellung durch Arbeiter) 20 fl., hiezu laut der früheren Verzeichnisse 4331 fl. 80 kr. Summe 4404 fl. 30 kr. — (Die bei der Preöiren-Feier) be-absichtigte Einweihung der Gedenktafel am Geburtshaus- des Dichters unterbleibt, da der Herr Fürstbischof Widmar dieselbe untersagte. — (AbsckiedS-Concert.) Morgen den 15. September findet zum Abschied der, beiden Regimenter im Casinogarten ein Doppel'Concert der beiden Musikkapellen des 47. und 79. Jas.-Reg. Hartung und Huyn statt, und zwar bei festlicher Dekoration der Gar-tenräumlichkeiten und bengalischer Beleuchtung. — (Der Urlauber-Transport) des 79. Jns.-Reg. Graf Huyn marschiert morgen früh um 6 Uhr in Begleitung der Regiments-Musik auf den Südbahnhof, von wo derselbe mit Separatzug in die Ergänzungs-Bezirksstation Nyiregyhaza abfährt. — (Weinbauverein des Save- uud SotlathaleS.) Dem Ackerbauministerium kam, wie wir in besten „Mittheilungen" lesen, eben die Thatsache der Gründung eines neuen WembauvereineS in Unter-Steiermark zur Kenntnis. Es ist dies der Weinbauverein des Save- und SotlathaleS mit dem Bereinssitze in Rann, der sich aus Grund der Sta-tuten des marburger Vereines constituiert hat. — (Für die Aktieninhaber und Versicherten der „Slavia".) Die „Slavia" und ihr I. S. Wurm. Unter dieser Überschrift bringt der „Moravan" folgende Abhandlung: „Unsere Leser werden sich noch erinnern, welchen Scandal zu Ostern verschiedene ChabrnSgeschichten bei der „Slavia" und ihrem Director Dr. Chleborad in Prag hervorriesen. Dazumal gab es wieder einmal in Prag schmutzige Wasche, und unsere Leser bestürmten uns ängstlich mit Anfrage», ob denn ihre versicherten Capitalien bei der „Slavia" nicht in Gefahr seien. Unter solchen Umständen und zu einer Zeit, wo die „Slavia" (die auch in Laibach ihre Filiale hat) alle Anstrengungen macht, um sich vor den Augen des Geldmarktes und des Cre-diis wieder zu rehabilitieren, fand es ihr Generalreprä-fentant für Mähren und Schlesien, ein sicherer I. S. Wurm sür gut, an die slavische Landbevölkerung Mäh. renS und Schlesiens einen Sendbrief, richtiger gesagt einen Brandbrief auszugeben, worin andere, zumal nicht-czechische VersicherungSbanken unverschämt herab, gesetzt werde», als we»n dieselben Räuberbanden wä-ren, welche das Volk auSplünderten, den Mährern gegenüber feindselig gesinnt wären, Geld dem Volke ab-fchwindeln und dann im politischen Parteikampse die Slaven zu Sklaven machen. Es seien dies zumeist Juden und Fremdlinge und trügen jährlich Millionen aus dem Lande. Hieraus sordert der I. S. Wurm alle „Patrioten" und Freunde der Nationalökonomie auf, nur die „Slavia" dem mährischen Volke anzuempseh-len, wosür wieder die „Slavia" das würdige National, theater in Prag reichlich unterstützen und „unserem Volke den seit Jahrhunderten verlorenen Boden zurück-erobern helfen werde". „Wir fragen nun", sagt der „Morawan", „was hat die Nationalität mit dem Versicherungswesen zu thun? WaS gehen Scheuern und Schober dem Patriotismus an? Wie verträgt sich die Versicherung der Kälber mit dem „verlornen vaterländischen Boden" und wie kommt ein simpler Versicherungsagent I. S. Wurm auf den hundertjährigen po-litifchen Kampf zu sprechen? Uebrigens", schließt der „Morawan" feine Betrachtungen, „ist es leicht möglich, daß I. S. Wurm mit seinem Brandbriefe der „Slavia" ins Grab geleuchtet hat; es ist nämlich bekannt, daß sich die „Slavia" ihre Kapitalien rückversichern läßt bei anderen Actien-Gesellschaften; diese Actien-Gesellschasten sind fast ausschließlich „fremdländisch" und „ausländisch", so daß gute fünf Sechstel sämmtlicher Kapitalien der „Slavia" bei diesen „Fremd-ländern" rückversichert sind uns deshalb den mährischen Versicherten eigentlich diese „Fremdländer" für ihr Geld gutstehcn. Ja noch mehr; wenn diese „fremden" Actien-Gesellschaften die Rückversicherungs-Anbietungen d-r „Slavia" nicht mehr annehmen, so hat die „Sla-via" ihren Credit verloren, und wenn es den „fremden" Actien-Gesellschaften einfiele, der „Slavia" zu kündigen und alle Verbindungen mit ihr aufzulösen, so läge die „Slavia" binnen 24 Stunden auf dein Bauche und müßte ihre Boutique sperren. Wer weiß, ob auf Grundlage des Wurm'schen Brandbriefes die Kündigungen an die „Slavia" nicht erfolgen oder nicht schon unterwegs sind, was natürlich für dieselbe nicht zweimal erbaulich wäre! Die Kassewirthschast der „Slavia" war ohnedies durch Schary-SkrejfchowSky-Chleborad-Wechfel momentan anrüchig, bedurfte also nur noch eines „Wurms", um in die Grube zu fallen. — (Dritte deutsche Frauenconferenz.) Das Cenlral-Frauencomitö des allgemeinen Vereines sür Volkserziehung und Verbesserung des Frauenloses macht bekannk, daß im Anschlüsse an die vom Hauptmann Korn einberusenen deutschen Frauenconserenzen in Leipzig und Stuttgart in den Jahren 1865 und 1868 die dritte deutsche Frauenconferenz am 9., 10. und 11. Oktober d. I. tagen wird, und zwar im Vereinshause des Volkserziehungs-Vereins, Mariahilf, Millergasse 22, Wien. Die zur Verhandlung kommenden 17 Vorlagen beziehen sich aus: die Hebung der Frauenindustne, Mobilmachung der geistigen Arbeitskraft des weiblichen Geschlechts und auf die rechtliche Stellung der Frauen im Staate und in der Gesellschaft. Bei dieser dritten Frauenconferenz werden Red-nerinnen in deutscher, französischer, englischer, ungarischer und czechischer Sprache austreten, und sollen von jetzt an die Deutschen Frauenconserenzen in internationale Frauentage umgewandelt werden. Gleichzeitig mit dieser Conserenz wird die dritte deutsche Generalvcrfammlulig des Volkserziehungs-Verems abge-halten werden und in dei selben Uber 8 Vorlagen von cnlturhistorischer Bedeutung verhandelt werden. Für die Volkserziehungs-Branche sind Redner und Redner-innen angemeldet aus Augsburg, Berlin, Brünn, Czernowitz, Darmstadt, Dresden, Graz, Hamburg, Leipzig, London, Olmütz, Pest, Pilsen, Prag, Preß, bürg, Ratibor, Reichenberg, Stuttgart, Warasdin, Zürich. Die sämmllichen Vorlagen sind in den deutschen und französischen Vereii>sor«anen: „Allg. Franen-Zeitung" und „Journal universel des Dames" abgedruckt. Anmeldungen zur Becheilignng von Damen nimmt entgegen: Bertha Gräfin von Lasberg, erste Secretärin des Central-Frauencomitö's des allgemeinen Volkserziehungs-Vereins. Von Herren: der erste Vereinssecreiär und k. k. Professor am Theresianum, JuleS de Bse. Die Secretariaiskanzleien sind: Ver-einShaus, Mariahilf, Millergasse 22 in Wien. Die angemeldeten Theilnehmer und Teilnehmerinnen erhalten Legitimalionskarten, wodurch sie bei den Eisenbahnstationen um den halben Preis Fahrbillets zur Reise nach Wien und retour bekommen. Wirtschaftliches. Beurtheilung des Fleisches beim Einkauf. Das Fleisch junger Thiere ist ärmer an Faserstoff und Blut, reicher an Fleischsasl und enthält noch ziemlich viel Wasser; doch sind die Fasern mürber und daher leichter verdaulich. Man »Hut also gut daran, dies Fleisch in seiner ganzen Masse, das heißt gebraten, geschmort oder äh«lich zubereitet, zu verzehren. Das Fleisch aller Thiere ist in seiner Masse schwer zu verdauen, enthält dagegen größeren Reichthum an Blut, Eiweiß und Faserstoffen und an den wichtigsten Bestandteilen des Fleischsaftes. Deshalb ist es also besser, wenn man eö in der Form von Fleischsuppe zubereitet, um seine wichtigsten Bestand-theile recht ausgiebig zu gewinnen. Das Fleisch der meisten Vögel, des Wildes und gutgenährter, nicht zu aller Thiere vereinigt beides: es ist trockener, ärmer an Wasser und Fleischsaft, aber reicher an den Bestandteilen des letzteren und an Eiweiß. Dazu sind seine Faser» meistens mürbe genug, um verdaut werden zu können. Es bietet daher insbesondere in der ersten Zubereitung die größte Fülle vom Blute leicht anzunehmender und zur kräftigen Ernährung dienender Nahrungsstoffe. Alles Fleich enthält schon von vorn- herein 70—80 Hunderttheile Wasser, so daß sür die nahrhaften Bestandiheile und unverdaulichen Fasern zusammen nur 20—30 Hunderttheile übrig bleiben. Gesundes Fleisch, gleichviel von welchem Thiere, darf niemals rosafarben oder noch bleicher und ebenso nicht dunkelpurpurfarbig sein; es muß durch die Verästelung der kleinen, zwischen dem Gewebe hinlaufenden Fettgewebe - Adern wie schön marmoriert aussehen. Niemals darf das Fettgewebe feuchtwässerig, gallertartig oder p.'rgamentähnlich erscheine», sondern es muß hart und fest sein. Ungesundes Fleisch zeigt sich in seiner ganzen Masse bei Berührung und Druck mit den Fingern cst wässerig und feucht mit vielem ausfließenden Fleischsaft, während das gesunde sich fest und elastisch anfühlt und den Finger mit rothem Saft färbt. Das Fleisch eines kranken Thieres theilt dem Messer beim Durchschneiden einen weichlichen, saden oder gar üblen Geruch mit, welcher namentlich stark erkennbar ist, wenn man das Messer vorher in warmes Wasser taucht; das gesunde Fleisch zeigt dann einen keineswegs unangenehmen, jedoch nur schwachen Geruch. Das hauptsächlichste Kennzeichen ist aber, nach der Angabe des Arztes Dr. Lotheby, eine Probe mit Lackmuspapier. Ungesundes Fleisch särbl rothes Lackmuspapier ge. wöhnlich bläulich, während gesundes Fleisch stets blaues LackmuSpapi-r röthlich färben muß; diese Untersuchung des Fleisches mit Lackmuspapier, die sich bei vielfachen Proben als richtig erwies, dürfte daher in der Praxis Eingang finden. Witterung. Laibach, 14. September. Morgennebel slaik nässend. Heiterer Tag, im Norden theilweise bewöl t, windstill. Wärme: Morgens 6 Uhr -f- 15.0.", nachmittags 2 Uhr -s- 26.0" 6. (1871 19,3"; 1870 -s- 20.8".) Barometer seit morgens um 4.8 Millimeter gefallen, 733.39 Millimeter. Das gestrige Tages-mirrel der Wärme -j- 18 9", um 4.6" über dem Normale. Wiener Börse vom 13. September >rrc.R-nte. Sfl.Pa». dko. dio. öfl-inEild. i«sr voll 18S4 . . . voll 1860, ganze voll 186». Füllst. vtümieul-, v. 1L64 . . - S Iil. 4Mermarl )N5P>L!. türriten, Lram s. Küstenland 5 , lugarn, . zuö » Lroat. n. Stav. 5 » »tibevbärg. » ö » »lltior». üationalbanl . . 2a,on» Bant . . . Kreditanstalt . . . >t. o. ««comPte-Ses. «nglo-öflerr. Ball! . Okst. B?dencred.-D. . Oest. HUsth.-BanI . Stein. EecomPt.-Bl. ,franko - Luflria . . «ais. gerd.-Nordd. . eüt>bahn-«-s-llsq. . rais.Llilabetb-Bayn. »arl-Ludwig-Bahn biebeub. Eisenbahn . StaalSbahn. . . . »ats. Krauz-Iosef-b.. känfl.-Barcser S.-B Ksöld-ifiuM. Sah-, , ktklllttirlstv. Nation. S.W. verloib. Ing. Lod.-Sreditang. illg.üst.Bod.-Lredtk. >to. In »» rltik,. Geld Ware 66.SN 66.40 7x.8v 7V.9V !)4.S» 95.-IV4.25 104.50 125.50 126.— 144.2S 144,50 si.so sr- 85.75 86.- 81.75 82,25 84.— 85.— 79.7Ü 80.50 875.-276.5V SS9.2V 108 2 »27. 287.— 98.-262. 127.-2080 214.5'! 251.25 254 -I85.5V »40.-23» .50 185.- 181.25 886 — 276.75 »Z9.4V IV22 »27.50 289.— 102 — 26S. -127.5« 2«! 85 214,60 257.50 254.25 186.— »41.-224 -186.- 181.75 Geld i War« 94.25 SS 75 186 50 t«7.- ! 9S.5» 1V0.— 12V5V 121 Si> sr sa 92.50 89.75 89.25 104.75 105.50 88.50 1 89. EUdb.-Ees.jllSovFr. Ilt.— N4 5V dlo. BonS 6 pLt. Sisrdb. <100 fl. SM.) 102.75 1VL.25 Sicd.-B.<2o«N. ö.W.) 92.10 92.SV Etaarsbahn Pr. Etüs 129.— I»0.— StaalSb. pr. El. 1867 125.— 126. Rud°!sSb.i8VVIl.ö.W.) 97.- 97,20 jfran,-I°s.(20üfl.S,) 101.10 101.SV Lredit Ivo fl. S. w. , Lon.-Dampssch.-Se!. zn ivv fl. «M. . . Lliester IVO fl. SM. . dto. 50 fl. ö.w. . Osener . 4V fl. ö.A>. Salm . » 4V » Palffh . . 4V . Llary .,4V, St. Genoi», 4V , Mndischgräy 20 , Waldfteln . 2v , «egtevi» . 10 , Rudsts-jstist. ivö.W V»ok»»l <»Mou.) LiigSd. Ivvfl.südd.ro. Franls.lvvfl. . »ndon 10 Ps. 8lerl. Pari« Iv« ffranc« . Kats.Mlliiz.Dncate». 2V.ArancSltd 91.V0 91,80 92,15 92.SV 109.— 1l9,IV 42,4V 42.45 5 25 5,2« 8.7V 8.71' IKS, 165.25 1V7.7L 1V8.- Telegrafischer Cursbericht der Filiale -er LtrirrmSrk. Esromptebank in Laibach, von der k. k. öffentlichen Börse in Wien am 14. September. Schlüsse der Mittagsbörse, üperz. Metalliques mit Mai- und November-Zinseii 65.90. — üperz. Natiolial-Anlebe» 70.65. — 1860er Staats-Änlehen 103.75. — Banractiei, 875. - Credit 335.5-0. -Änglobank 312.50. — Fraucobank 127.50. — Lombarden 212.50. — Uiiionbank 271.50. — Wechslerbank 315.50. — Baubank 139.25.— Aiiglobaubank 214.75. — Bereinsbank 168.25. — Tramway 333.—. — Italiener 228.25. — London 108.75. — Silber 107.80. — K. k. Münz-Ducateii 5.24'., — 20-Franc-Stücke 8.70. Augekommene Fremde. Am 13 September. Augustin, Fiume. — Kozmut, Kaplan, Sen-. — Frauzl, Varasdin. — K. Eisenstädter und I. Eisenstädter, Ungarn. — Beck, Kaufm., Wien. — Zovic, Kauf-mann, Glina. — Klavzar und Sirok, Student, Äörz. — Doljak, Unterkrain. — Pleterschnik, PjZetz — Lobis, k. k. Oberlieutenant. — Gentilli, Triest. — Povec, Oschek. — Erjavec, Professor, Görz. — Semicar und Deisinger, Lack. — Metzner, Juvelier, Wien. — Brüll mit Familie, Triest. — Br. Tauffrer, Weixelburg. — Ozbolt, Beamte, Toplice. Kirchner, Engelsberg. — Dr. Juliac, Triest. — Bausch, Kaufm., Wien. — Tomek, Wien. — Doljak, HanLelsm, Klagenfurt. — Koschier, Handclsm., Triest. — Legnian, Handelsm., Triest. — Anna Kühnel, Triest. — Anna Selau, Triest. — Dollenz, Privat, Wien. — Zellarz, Handelsm,, Oberlaibach. U«t«I Snppan, Klagenfurt, — Tanseg, Rann.— NerKic, BiSece. — Lovreniak, Bresce. — Schinkovc, Bnce. — Jnrcic, Nedacteur, Marburg. — Reiter, Unterkrain. — Mavrer, Unterkrain. — Vavken, Oberkrain, — Ribic, Marburg. — Rapos, Marburg. Wolf, Kaufm., Wien. — Fabiani, Besitzer, Triest. — Fabiani, Besitzer, CM. _______________ XlIg6M6IN6 8l6i6Ni8L^6 6n6l!itban!i. Ausgabe von 6perc. Cajsascheinku. Die allgemeine steierische Creditbank in Graz übernimmt von heute ab Geldeinlagen gegen Cassascheine mit 8tägiger Kündigung zu 5°/^ .. 30 „ „ 6'/.. Bei Ankäufen von Effecten in der Wechselstnbe,verden angekündigte (sassascheine ohne Abzng an Zahlungsstatt angenommen. Graz, am 25. Mai 1872^__________________ (473—11) Wegetabilieii - Extraet heilt gegen Garantie gründlich selbst veraltete Mannesichwäche binnen 4 Wochen. Alle anderen Geschlechtskrankheiten in kürzester Zeit. Flacon L 2 fl. ö. W. nebst Gebrauchsanweisung und Correspondenz direct durch Wien VII, Schottenfeldgasse 60. Ersucht um deutliche Adreßangabe. (497 —2j Gründliche und schnelle Hilfe!! R 8 in iillcn Kmnkhkitrn! Z ^ Die Erhaltung der Gesundheit N beruht zum größt,» Thelle in der Neinigimg „ud Reilihallung der Säfte und des Blutes ni,d in der Beförderung einer gulen Berdauung. Dies zu errei-chen, ist das beste und wirsamste Mittel V vr. vr. 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A Durch ein chronisches Magen-und Leberlei rz- den war ,ch l» völlige Abzehrung verfallen; seit 0 Jahre» w°r nie,» Leben eine beständige Qnal; K kein Millel lliideilc meine Leide», ich glaubte ster- U ^och Zinonatiichem Gebrauche ^hreS ^ ^.rbensbalsai» bin ich völlig genesen; die Klir gleicht einem Wunder; ich bitte Sie, mei- A ^ Nkii lebhafteste» Dank anzunehliie». A. Bach man», Kansman». ?! . , Hauptdeliot: Apotheke dk« B. Fra flIIer, Klkinfeite, Ecke der Spoinergasse Nr 205 in Vra.^; «E in I-LidLvI» bei Ottokin- kolivnk, Apotheker. Ä ZA Sämnilliche Apotheke» Oesterreichs führen Depot« Lk A dieses Lebkns-BalsamS. ^ Gedenktafel über die am 17. September 1872 stattfin-denden Acitationen. 1. Feilb., AmbrlM'sche Real., Smerje, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Aiiidersic'sche Real., Bitine, BG. Feistriz. — 1. Feilb., Perko'sche Real., Parje, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Rovtar'sche Real, Rüden, BG. Lack. — 3. Feilb., Weiß'sche Real, »ä Pölland, BG. Tschernembl. Collectiv-Anzeiger. Nerkarkk, Judrnsteig, Karlstadt, in Hühnerdorf, 2 Mahlmühlen außer Laibach, 1 Billard, 4 jnnge Pudel; aufgenominen Werden Lehr-, Kost- und Dienstniädcheu, Prakticauteu, Lehelinge, Köchinnen; Dienst suciien: 1 Hofmeister, 3 Privatlehrcr, 1 Bediente: angekaiift werden: I Zinshaus und ! Mahlmühle. — Auskunft erlheilt das -lk»> o»»» in LaibaL, Hanptplatz Nr. 313. (520) Kalender für das Jahr Z 8 AL. Lu beziehen durch Ssx». v. Lv«I. ir»i»rk»«i ^ « Buchhandlung in Laibach: 29. Jahrg., mitHolzschn. 05 kr. IkerHVit,»«> illustr. Kalender von Elmar, 30 kr. l l - Humorist.-satyr., illustr. 25 kr. zum Abreißen 64 kr. osterr., von Dr. Frübwald, geb. fl. 1.60. , osterr., 28. Jahrg., von Dr. Nadcr, geb. fl. 1.60. 9. Jahrg., 20 kr. »» »< »»«, I^«»i <«?»»«»»,» , 9 Jahrg owch. mit Photogr. 20 kr., in Metalleinbaud 36 kr. Wiederocrkänfer erhalten Nabatt. Ich erlaube niir dem geehrten x. t. Publicum ergebenst anznzeigen, daß ich die Localitäten des Kasino-Kaffeehaules mit einem nicht unbedeutenden Kostenanfwande neu und elegant, den gerechten Anforderungen einer Landeshauptstadt entsprechend, Herrichten ließ. Ich empfehle meinen geehrten x. t. Gästen und dem übrigen p. t. einheimischen und reisenden Publicum den Besuch dc's Casino-Cafes und gebe schließlich die Versicherung bei. daß ich stets bemüht sein werde, durch solide Bedienung mit den besten Sorten Kaffees und feinsten in- und ausländischen Liqneuren, durch gute Billards und Auflage der beliebtesten Zeitungen des Jn-nnd Auslandes mir die Zufriedenheit meiner x. t. Gäste zu erwerben nnd deren zahlreichen Zuspruch zu erhalten. Casino-Cafe Laibach, im September 1872. lotiann OLwalch (519-1) Casetier. L -I Lmnplmr Mei-t IHnkei' befindet sich nun in der 8UM V kNN 1. Sto», (429—8) wo anch noch immer Aufträge auf Bcttflaume» und Federn ange nommen werden. 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