$djriftscituitg: VkatbbauSgasseNr.^ (liminer'iilH Ha»«). • kCcAftanle: Z-iilich (mit IMmtme irr gönn- u. Sri«-tagt; cdr 11—11 Übt norm. JtoHiStifiea mitten »ick! m<8Cj(ttn; namenlose Siv kntunjnt sicdnh«I»ni»n Prei»-nad|laf<. ! e„Xratichi ffiotbt" erfkdinkungkn fit »illi mit SuBtUnnj in'» Ha»«! «»N-Ülch .... ff. —-s» »ieticljahtiz . . . N. 15» Haldjadri« ... . ff. » -v»nu»d«iz .... ff. «.— Durch die Post d«,»ge»! (■iertcl|*ji« ... ff. 8.SO ütattito^nj ... ff. «.40 jtur'» KulUut ethilhen sich die ?e,»g,gcb>i!,ren»in die hiHne» i'»ft!>«ic»«fek.ü-ü!4 «S4.900. airNE Rfc M. 79 Eissi, Donnerstag 1. Hctoöer 1896. 21. eil Zur Lage. Donnerstag wird das österreichische Parlament ftine Pforten wiederum eröffnen, um eine Reihe «on Vorlagen zu erledigen, die für daS deutsche Volk in Oesterreich von weittragender Bedeutung sind. Die Parteiverhältnisse sind im Großen und Ganzen dieselben geblieben, wohl hat aber die Regierung während der parlamentarischen Ferien nach verschiedenen Seiten hin versucht, sich die Mehrheit zu schern. Graf Badeni hat seine Reise zu den Süd-{lasen und in einzelne Alpenländer nicht umsonst «niernommen. Sein Weg wird von einer Reihe flavenfreundlicher Zugeständnisse bezeichnet, die wohl dazu angethan sind, das neue Regime in mancher Richtung verdächtig zu machen. Im Polenclub, diesem weisen und berechnenden Diener jeder Regierung, hat sich nicht das Geringste geändert. Eine, wie es schien, nicht unbedeutende Verstimmung gegen die Person des Grafen Badeni ist, wie man an-aehmen darf, beseitigt. Wesentlich gebessert freilich erscheinen dafür die Beziehungen deS Cabinets zu den Juvgtschechen. Ihnen zuliebe eröffnet der österreichische Reichs-räch s,ine Berathungen mit einer Vorlage, die für i»S Deutschthum von schädlichster Wirkung sein muss, k) HeimaiSgesetz, daS künftighin jeden slavischen Einwanderer in deutsches Gebiet dadurch begünstigt, die betreffende deutsche Gemeinde ihn erhalten md alS heimatSangehörig betrachten muss. Die Zunglschechen im Vereine mit den Polen, Süd-slaven und Deutschclerikalen stehen der Vorlage selbstverständlich mit größter Sympathie gegenüber, ind diese hat die besten Aussichten, vom Haufe mgenommen zu werden. Vom Hohenwart-Club und den Mitgliedern der Katholischen Volksparlei ist begreiflicherweise für nationale Interessen das Allerwenigste zu erwarten. Insbesondere die Katho« lische Volkspartei. die im Anfangt ihrer parlamentari-scheu Lausbahn tinen schwachen Schimmer nationalen Bewusstsein« zeigte, hat alle darauf gerichteten Hoffnungen längst zunichte gemacht und ist schon auS diesem Grunde ein williges Werkzeug der Regierung. Die „Vereinigte Linke" — oder wie sie sich lieber nennt — die „neue deutsche Fortschrittspartei" ist über ihre Haltung im kommenden SessionS-abschnitt natürlich noch immer nicht im Klaren. Nach den großsprecherischen Anläufen des letzten Parteitages hätte man allerding» erwarten dürfen, dass im liberalen Lager künftig nur große Thaten der Opposition vollbracht werden. Weder die Neu-organisation der Partei, noch die „Klärung" mit den liberalen Vertretern deS mährischen Großgrund-besitzes ist um einen Schritt weiter gediehen. Auch gegen daS Heimatsgesetz dürfte jieje Partei nicht mehr zu haben sein — zum mindesten hat die liberale Presse darüber im Ganzen und Großen Stillschweige» bewahrt. Die antisemitische Partei und die Deutsch« nationalen allein werden das Bild rücksichtsloser, dabei aber wohlberechnettr Opposition bieten. Man beabsichtigt hier sogar dem HeimatSgesetze gegenüber zu obstruierenden Mitteln zu greisen. Zu einer sofortigen Verhandlung wird das Gesetz freilich nicht sofort gelangen, da eine große Anzahl von Dringlichkeit antragen zu erwarten steht. Nicht ohne Interesse ist eS, dass die Jung« tfchechen in der letzten Wählerversammlung die Ab-sicht deutlich verrathen haben, die .böhmische Frage" wiederum zum Ausgangspunkte der parlamentarischen Politik zu machen. „Ein Pole" — W jüngst einer der tschechischen .RegierungspolopieS" des Grafen Badeni geäußert — ein Pole ist in erster Reihe dazu berufen, die .böhmische Frage' zu lösen. Und so wird denn die kommende ReichSrathStagung zu einer Zeit der von Tag zu Tag wachsenden socialen Gefahr nichts Besseres zu thun geben, als die leidige — „böhmische Frage" zu lösen. Die Wahlreform ist — wie die amtliche „Wiener Zeitung' verkündet — nunmehr kaiserlich bestätigt worden. „Für das politische Leben Oesterreichs ist dies ein bedeutungsvoller Markstein", schieibt daS ofsicielle „Fremdenblatt'. Mit der Einführung dieses Gesetzes wird das Wahlrecht auf 3,600.000 Wähler ausgedehnt. Die Conservativen sehen der neuen Gestaltung deS österreichischen Parlaments mit großer Besorgnis entgegen. Sie fürchten nicht mit Unrecht, dass der Sturm gegen die Interessen-Vertretung nunmehr mit doppelter Kraft losbrechen wird. ^otttische Mundschau. Die „Wiener Zeitung" publicirt das sanclio-nirte Aahkreformgesetz und die DurchführungS« Verordnung zur ReichSrathSwahlorduung. Nach diesem Gesetze sind außer den 353 bisher zu wählenden Mitgliedern des ReichSratheS noch 72 Abgeordnete auS der neugeschaffenen allgemeinen Wählerclasse zu wählen. Davon entfielen auf Böhmen 18, Dalmatien 2, Galizien 15, Nieder« österreich 9, Oberösterreich 3, Salzburg l, Steier-mark 4, Kärnten l, Krain I. Bukowina 2, Mähren 7, Schlesien 2, Tirol 3, Vorarlberg I, Jstrien I, Görz und GradiSca 1, und auf die Stadt Trieft mit ihrem Gebiet 1. — Steiermark wurde in vier Wahlbezirke eingetheilt, von denen jeder je einen Abgeordneten zu wählen hat, und zwar erster Wahlbezirk: Graz, innere Stadt und \ wc Wir bissen, abgelaufene Jjezugsberechtigungen anlässlich des Quartalwechsels rechtzeitig zu erneuern Hine Sommergeschichte. .Guten Morgen, meine Herrschasten, haben hiile schönes Wetter zur Partie nach dem Dunajec",') sigie Gigerl Nummer Ein», welkes vor der Villa öccpusta in Tätrasüred auf Gummisohlen stand, die liniisratite schulternd, und half dem General v. F. sammi Gemahlin und Tochter in den Wagen. — .Wunderhübsches Mädel, interessant blaß", wendete n sich an Gigerl Nummer Zwei, dem davonrollenden Lagen nachsehend. .Bild ohne Gnaden," antwortete Nummer Zwei: „sie raucht nicht, tanzr nicht, spielt nicht lm\i. Möchte wissen, was sie den ganzen Tag thut? Immer nur lesen ?" Nummer EinS gähnte. „Mein Zimmernachbar, l«r große Blonde, der Dich gestern im Single lug, hat mich heute schon um Sechs aufrumort, iß abgereist." .Wie ohne mir Revanche zu geben?' rief Nummer Zwei entsetzt. Der große Blonde sauste zur selben Zeit aus feinem Rade bereits die Z!pser Magura hinab, »eil«, immer weiter, dem Dunajecflusse zu, dessen MendeMe zwischen dem rothen Kloster auf un-zarischem Boden und dem polnischen Bade Szaw-nicza zu den großartigsten Naturscenerien der Kar-potlien gehört und den reichlichen Besuch verdient, velcher ihm von den Sommergästen der Tätra all- •) Ter Tunajec entspringt in den Karpathen und hllKt die Greme zwischen dem Gebiete der ungarischen hohen !».ta und Galizien. jährlich zutheil wird. An der von riesigen Linden umschatteten LandungSstelle am Fluß sprang der junge Tourist von seinem Gefährte. „Nun, Stephan,' rief er dem Diener zu, der ihm hier, militärisch grüßend, entgegentrat. .Zu Besehl, Herr Oberlieutenant," antwortete dieser. „Es stimmt. Die Zimmer sind für die Nacht da oben bestellt. Eine Badeanstalt nennen sie's. Ist wahrscheinlich einmal ein eiserner Nagel ins Wasser gefallen, jetzt heißt's ein Eisenbad!' Herr v. Brandner schaute wieder unruhig nach j der Straße zurück. „Sie können vor Sieben nicht hier sein mit ihren Bauernrosinen vor ihrer Arche Noah. Und jetzt ist's erst Fünf," bemerkte Stephan mit ver-ächtlichem Achselzucken. .Du wolltest wohl die Zipser Pferde Rosinamen uennen?" lachte sein Herr. „Na. halt Krampen mein' ich, ob's jetzt Ro-sinen oder Nanten heißen," brummte Stephan, und sührte seinen Herren nach dem kleinen polnischen Badeorte Smerczonka, wo er bereit» Alles sür ihn aufs Beste vorgesorgt hatte. Als die Sonne sich neigte, stand der junge Mann in elegantem Sommeranzug mit klopfendem Herzen, verdeckt von JaSmingezweige am Garten-eingang und sah zu, wie der Wagen des Generals vor dem Gitter hielt und wie sein Stephan in Civilanzug den Ankommenden aus dem Wagen half, als gehörte er zu den Dienern des Hauses, und wie er dann, eine Handtasche ergreifend, sich an das junge Mädchen wandte: „Hierher, bitte Fräulein." Herr v. Brandner sah, wie sie erstaunt aus« blickte — o wie lieb waren diese liefen grauen Augen. Die Stimme mochte ihr wohl bekannt ge« klungen haben. Sie folgte dem Führer ins Haus. Tann verging eine Stunde, eine schrecklich lange Stunde. ES dunkelte schon; im Hause wurden die Lichter angezündet. Da erschien ein helles Kleid auf der Veranda, es flatterte über die Stufen herab in den Garten, der KieS knirschte. Das helle Ge-flatter verschwand im Dunkel der Kastanienallee. „Olga!" rief eine vor Erregung zitternde Stimme. „Welche Tollheit!" tönte es zurück. Es sollte wohl sehr unwillig, sehr abweisend und superklug klingen. Aber im nächsten Augenblicke lag ein schluch-zendes Mädchen in den Armen deS jungen OsficierS und zwei Glückliche hatten sür ein paar kurze Augenblicke alles Leid und TrennungSweh vergessen. Olga sand zuerst ihre Besinnung wieder. Sie machte sich sanst aus seinen Armen lo»: .Ernst, wo kommst Du her?" „Woher? AuS der Garnison natürlich, mit nur vier Tagen Urlaub. Du siehst. Geliebte, die Zeit dräng», wir müssen morgen ins Reine kommen. Endlich einmal wird der Herr General doch Ver-nunft annehmen." Olga rang die Hände. .Du vergißt, was Du ihm angethan, daS ver« zeiht er Dir nie.' ..Deutsche wacht- 1896 Vorstädte mit den Gerichtsbezirken Graz, Frohn-leiten, Wildon, VoitSberg. — Zweiter Wahlbezirk: Die Gerichtsbezirke Brück, Aflenz, Kinv-berg. Mürzzufchlag mit dem Wahlorte Brück; Mariazell mit dem Wahlorte Mariazell; Leoben, Mautern, Eisen,rz mit dem Wahlorte Leoben; Judenburg. Knittelfelb, Obdach. Oberzeiring mit dem Wahlorte Judenburg; Murau, Oberwölz. Neu» markt mit dem Wahlorte Murau: Liezen. Rotten-mann, St. Gallen mit dem Wahlorte Liezen? Grob« ming, Jrdning, Schladming, Aufsee mit dem Wahl-orte Gröbming; Weiz, Birkfeld mit dem Wahlorte Weiz; Hartberg, Friedberg, Vorau, Pöllau mit dem Wahlorte Hartberg. — Dritter Wahl-bezirk: Die GerichtSbezirke: Feldbach, Fehring, Fürstenseld, Kirchbach, GleiSdors mit dem Wahl» orte Feldbach; Radkersburg, Mureck mit dem Wahlorte Radkersburg; Leibnitz, ArnfelS mit dem Wahlorte Leibnitz; Deutsch-LandSberg, EibiSwald, Siainz mit dem Wahlorte Deutsch-Landsberg; Mahrenberg mit dem Wahlorte Mahrenberg; Mar-bürg rechtes Drauufer, Marburg linse« Drauufer, Windisch-Feistriy mit dem Wahlorte Marburg. — Vierter Wahlbezirk: Die GerichtSbezirke Cilli, Franz, Oberburg, Schönstein mit dem Wahl-orte Cilli; Gonobitz mit dem Wahlorte Gonobitz; Windischgraz mit dem Wahlorte Windischgraz; Pettau, Friedau, St. Leonhard mit dem Wahlorte Pettau; Rohitsch, St. Marein mit dem Wahlorte Rohitsch; Rann, Drachenburg, Lichtenwald mit dem Wahlorte Rann; Luttinberg, Oberradkersburg mit dem Wahlorte Luttenberg. Die Aandtagswahlen des steirilchen Hroß-grundbesttzes. SamStag 1«) Uhr vormittags fand m der Landstube die LandtagSwahl des steirischen Großgrundbesitzes statt. Als Regierungsvertreter war Herr Statthaltereirath Dr. Lautner erschienen. Als Vorsitzender fungierte Herr LandeSausschusS Franz Graf AttemS. In die Wahlcommission wurden von Seite der Mitglieder die Herren Franz Graf Attem«, Caspar Freiherr von KellerSperg, Ludwig Kranz und Ritter von Plessing, von Seite des Regierungsvenreters die Herren Josef Freiherr von Lazarini, Victor Freiherr von Seßler und Karl Graf Stürgkh gewählt. Bei der Wahl wurden im ganzen 7-4 Stimmen, theils persönlich, theils durch Vollmachten abgegeben. ES wurden ein-stimmig zu Landtagsabgeordneten gewählt die Herren: Edmund Gras AttemS, Franz Graf Attems, Rudolf Freiherr v. Hackelberg-Landau. Siegmund Graf Herberftem, Oswald v. Kodolitfch, Adalbert Graf KottulinSky, Karl Graf Lamberg, Othmar Graf Lamberg. Jul. Freiherr v. Moscon, Dr. P. Freiherr von Störk, Graf Karl Stürgkh und Gundaker Graf Wurmbrand. Alle Gewählte sind Liberale. Der chrazer Hemcinderath hat eine z5er-tranensknndgevung für den zurückgetretenen Ab-geordneten Hosmann v. Wellenhof beschlossen. In der Sitzung des Grazer Gemeinderathes vom 25. v. M. wurde folgender Dringlichkeitsantrag ohne Debatte mit großer Mehrheit angenommen: .Der in der Innern Stadt Graz gewählte k. k. Prof. Ein Strahl von Muthwillen zuckte über das treuherzige Gesicht des jungen Mannes. Was er gethan? Er konnte eS nicht einmal bereuen, obwohl fein LebenSglück fast darüber in Stücke gegangen war. Er war Personaladjutant des Generals gewesen und von diesem mit fast väterlicher Güte beehrt worden. Auch die Frau Generalin fand Gefallen an dem sympathischen Adjutanten. Beide Eltern aber schienen durchaus nicht daran zu denken, ihr einziges Kind Olga, das klnge Mädchen, könnte ein tieferes Interesse für den steten Begleiter ihreS VaterS fassen. „Olga ist zuhaufe bei uns so glücklich, wie könnte sie nur daran denken unS so bald allein lasten zu wollen/' pflegte der General zu sagen, wenn seine alten Freunde Bemerkungen über daS HeirathSthema machten. Und die Mama meinte zu dergleichen Bemerkungen mit einiger Entrüstung: „Olga denkt nicht an dergleichen Sachen — sie ist Gottlob zu wohlerzogen und noch ganz Kind." Als aber die Zeichen sich mehrten, daß der blonde Adjutant an Olga's grauen Augen Feuer gefangen habe, gerieth die Frau Generalin in argen Wider-spruch mit sich selber. Sie hatte stets gewünscht, ihre Olga sollte nicht »zum Militär" heirathen, sie hatte selber daS Hcrumzigeunern in lauter flachen Pserdegegenden genug genossen. Olga sollte eS besser haben. Aber andererseits — einen fympalhi-scheren Schwiegersohn, als diesen Cavallerieossicier, konnte sie sich wirklich nicht wünschen. Auch der General ertappte sich nun dabei, dass ihm der Oberlieutenant für seine Olga zu wenig war im Grunde. Wie jedem alten Soldaten, schwebte auch Dr. Paul Hosmann v. Wellenhof hat sich ver-anlasst gesehen, dieses ihm übertragene Ehrenamt in die Hände seiner Wähler zurückzulegen, weil er aus dem gegen ihn gerichtete« Ausfalle der jüngst vollzogenen Landtagswahl in demselben Wahlbezirke den Schluss ziehen zu müssen glaubte, dass er das Vertrauen seiner Wähler nicht mehr besitze. Es ist, glauben wir, die Pflicht der Wählerschaft des Wahlbezirkes Innere Stadt Graz und Pflicht aller Bevölkerungskreise der Stadt, diesem hochverdienten Manne, der stets mannhaft, gewissenhaft und eifrig für daS Wohl unferer Stadt und unseres Volkes eingetreten ist, kundzuthun, dass er dieses Ver-trauen nach wie vor in vollein Maße besitze und dass er sich durch seine Treue und Unerschrocken-heit und seinen mustergilttgen Pflichteifer den wärmsten Dank und die vollste Anerkennung der Bevölkerung der von ihm im ReichSrathe ver-tretenkn Stadt verdient habe. Vor Allem aber ist die Gemeindevertretung von Graz berufen, diesem Danke Ausdruck zu verleihen. Wir beantragen deshalb: Der löbliche Gemeinderath wolle in der heutigen Sitzung kundthun, dass sich der k. k. Prof. Dr. Hofmann v. Wellenhof durch die stets eifrige, gewissenhafte und in jeder Hinsicht tüchtige Aus-Übung seiner VolkSvertretungspflicht deS besten DankeS würdig erwiesen habe, und wolle beschließen, dass ihm dieser Dank des GemeinderatheS auch schriftlich ausgefprochen werde." Z>ie Laudtagswahlen der Städte «nd Märkte in Mrnten ianden Freitag statt. Ge-wählt wurden: In Klagenfurt Dr. G- R. v. Metnitz, Deutsche Volkspartei, und Dr. I. Lemisch. Deutsche Volkspartei; Villach Karl Ghon, Teutsche Volkspartei; St. Veit Dr. F. Pretmer, Deutsche Volkspartei; Friesach v. Ehrenwert, liberal; Völker-markt Jakob Plawetz. Deutsche VolkSpartei; WolfS-berg E. Herbert-Kerchnawe, Deutsche Volkspartei; Spital Dr. Otto Steinwender, Deutsche Volks-Partei; Hermagor F. X. Wirty. Deutsche Volkspartei. In der Handelskammer Klagenfurt wurden gewählt: Umlauft. Deutsche Voltspartei, C. R. v. Hillinger, liberal, Hermann Hinterhuber, liberal. Aus Aößmen. In Asch fand am 20. v. M. die 70. Wanderoersammlung des „Bundes deutfcher Landwirte in der Ostmark" statt. Schamberger sprach über die Lage des Bauernstandes. Ehren-vorstand Schönerer hielt einen Vortrag „Politische, sociale und wirtschaftliche Streiflichter^ in welchem er unter anderem die Parteien kennzeichnete. Die „Deutsche Volkspartei" erwähnend, sagte Schönerer, dass er sie sich gefallen ließe, wenn sie aus lauter Bareuthern bestünde; Leute, wie Professor Richter und Genossen aber können nicht genug bedauert werden, weil sie sich willenlos ins Schlepptau eines Lueger. Geßmann u. s. w. begeben und sich dictiren lassen, Eegenbewerber eines Döy und Hauck zu unterstützen. In der Versammlung nahm auch Abg. Dr. Bareuther das Wort, der sich in mann-hast deutscher Weife gegen „die Pfister- und Obern-dorserei, die Leisetrelerei gegenüber den Clericalen" und gegen die Versuche eines Theiles der nieder-österreichischen Volkspartei, dieselbe ins Lager der dem General da« Leben deS seßhaften Bodenbesitzers als da« Ideal der Existenzen vor. Seine Olga hatte er sich stets gern als Gutsbesitzersfrau gedacht. Aber gegen Brandner selber war nicht einzuwenden. Und hatte er nicht selber als flotter Ober-lieutenant die Mama geheirathet, und wie glücklich waren sie Beide miteinander gewesen. Beide Eltern aber waren ebenso felsenfest, wie von ihrer eigenen Suverklugheit, davon überzeugt, dass ihre Olga, das Kind, noch gar nicht« merke, dass sie in ihrer unendlichen Unschuld selber gar nicht ahne, wie es uui ihr eigenes, achtzehnjähriges Herz bestellt sei. DaS war so ganz richtig und gut. Nun kamen die großen Herbstmanöver, bei welchen General und Adjutant vollauf zu thun hatten. Jedenfalls war eS Zeit, bis nach den Manövern sich näher mit dieser Herzensangelegenheit zu beschäftigen. Olga wollte so gern einmal große Manöver mit-ansehen. Eine kleine Stadt in der Nähe des Operationsterratns gab Unterkunft, da konnte Mama mit Olga wirklich hinkommen. Und Herr v.Brandner wurde beauftragt, eine passende Wohnung für die Damen zu besorgen. Von prächtigstem Herbstwetter begünstigt, rein-lich und glänzend spielte sich das großartige mili-tärische Schauspiel ab. Alles ging wie auf dem Schachbrett und namentlich das Coips des Generals v. F. hatte sich mit Ruhm bedeckt. Die Adjutanten waren über das Schlachtseld gesaust wie ebensoviele Pfeile, die wichtigsten Nachrichten waren glücklich mitten durch die Reihen der Feinde geschmuggelt worden, alle Operationen waren vortrefflich gelungen. Christlichfocialen hinüberzuführen, auSsprach^ Wir freuen uns aufrichtig, dass die aus keinen Fall zu billigenden Schritte der VolkSpartei Niederösterreichs, die u. a. einen Oberndorser nicht von ihren Rock-schöben geschüttelt hat, von so maßgebender Seite die richtige Verurteilung gefunden hat. Wir wollen hoffen, dass die Deutsche VolkSpartei Nieder-österreichs Umkehr hält, wenn sie nicht den Zu-fammenhang mit der großen deutschen VolkSpartei Oesterreichs verlieren will. Tagesneuigkeiten. z>er Kar nad das Lello. Sin „ernnderiicher* Reporter hat dem Car«n einen bösen Streich gespielt, Indem er in der ereignislosen Sommerzeit die Nachricht in die Welt setzt«, das« Nicolau' II. ein Musikfreund sei und besonders daS Violoncello leidenschaftlich lieb«, weil er «S selbst vorzüglich spiele. Die Nachricht mach» natürlich die Runde um Europa, und der arme Car kann jetzt, während seiner Reisen, nicht e^nen Schritt thun, ohne die klagenden, seufzenden Ccllolön« zu hören zu bekommen. In Kopenhagen beglückte ihn der bc rühmte Dagdors mit Gounod'S „Meditation" über das Bachsche Präludium. Tie frivoleren Wiener setzten ihm Cellovariationen über „Die schöne blaue Donau" m. In BreSlau spielte man ein Concert Friedrichs de» Groben für Violoncello und Clarinette. In Paris ist bereits ein berühmter Violoncellist engagiert, ferner soll ein Concert von nicht weniger als — 50 Cellist«» veranstaltet werden, was fast schlimmer ist. als ein nihilistisches Attentat. Und das Allerschönste ist. disi NicolauS II. für daS Violoncello niemals eine besondere Vorliebe gehabt hat und das» er überhauvt m Musik so gut wie nicht» versteht. Wichtig für unsere Panllavikea. Ter „Standard" meldet: Der Car unterzeichnete eine Ver-fügung, welche bestimmt, das« die russische National-flagg« künstig die Farben weiß blau-roth in horiconlaler Aufeinanderfolge von unten nach oben, also entgegen-gefetzt der bisherigen Reihenfolge, trägt. Dom russischen Kote. Es ist noch gar nicht so lange her, dafs die russischen Kaiser ihr« G«-mahlinne» genau so behandelten, wie heutzutage der Sultan seine Favoritinnen. In jenen Tagen wäblu der Car seine Gattin aus dem Kreise seiner Unter-tdanen, und sie wurde niemals al» seinesgleichen be-trachtet. Die Brautwahl ging denn auch einfach geaaif vor, sich. An einem gewissen Tage brachten die A-ligm ihre Töchter zur Besichtigung an den Hof, und die dem Caren gerade gefiel, wurde alsbald zur Gattin bestimmt. Die Prinzessinnen wurden mit derselben Strenge k-wacht, wie orientalische Fürstinnen, und die Verehelichunz brach:« ihnen einen Ortswechsel, aber keine größere Freiheit. Gelegentlich durften sie sich beim Emrfa»»« von Gästen zeigen: denen halten sie einen Deschor Weines zu reichen, um sich dann wieder in den ihnen vorbehallenen Flügel zurückzuziehen. Erkranklea sie, so wurde der Arzt erst zugelassen, nachdem daS Zimmer verdunkelt worden, und er durfte nicht einmal ihren Puls fühlen. Bei Ausfahrten wurden die Wagemensta sorgfältig verhängt. — Die erste Carin. die sich von dieser Sclaverei befreite, damit der ganzen russis^en ES war ein heißer Tag gewesen, aber einer, welcher den Regimentern dieses CorpS neue Lorbeeren in ihre RuhmeSkränze flechten und dem Befehlshaber einen neuen Orden bringen musste. In bester Stimmung versammelte sich da« OsficierScorps aus einem niederen Hügel um Seine Hoheit, den Höchst-commandierenden deS Tages, zur Besprechung. Ja allen Theilen deS weiten TerrainS begann man abzublasen. Da bemerkte Seine Hoheit am Zuße des Hügels in einem Knäuel drei Infanteristen, die einen Dragoner hart bedrängten. „Da haben Sie noch nach Feierabend einen Gefangenen gemacht," fcheint es, bemerkte die jung« Hoheit, „sehe doch einer der Herrn gefälligst nach.' Zwei Hauptleute sprengten, so schnell ihre müden Pferde vermochten, die Anhöhe hinab. Hn wenigen Minuten stand der Gefangene vor dem hohen Herrn, und seine Besieger erstatteten die Meldung, dass der Gefangene ein Schriftstück bei sich führe und damit nach dem Städtchen, in welchem der feindliche Stab für die Nacht Quartier bezogen habe, unterwegs gewesen fei. Ein Hauptmann hatte sich bereits in den Besitz des klein zusammenze-drehten Papierchens gesetzt. Vorlesen! befahl Seine Hoheit. Der Hauptmann faltete das Blättchen sorg-fältig auseinander und mit lauter Stimme las er Folgende«: „Geliebte! Dir so nahe und Dich doch nicht sehen könnend, vergehe !n Sehnsucht. Dein guter Alter hat mich den ganzen Tag heute herum-gehetzt. Sende Dir durch Dragoner tausend Küsse. Ewig Dein!' 1896 „genUdf* Wacht 3 Friuenwelt «in glücklicheres Los verschaffend, wir die schöne Natalie Naryschki, die zweite Frau von Ale;iS MHaelowitsch, Mutter PelerS deS Großen, und zwar tekand ihr erster Sieg darin, dass sie vom Gemahl to Erlaubnis erwirkte, mit ihm in offenem Wagen pn Kloster von Troitzty zu fahren; das Ereignis er-«zle daS größte Aussehen und Aergerni», aber eS war du bahnbrechendes Vorkommnis. Die Damen auS «deren fürstlichen Familien, die sich dann später mit i «issischen Garen verheirateten, ließen sich selbstverständlich ü jeneS nicht gefallen, aber eS dauerte immerhin lange, tt der russische Hof dem übrigen Europa an Civili-I bttcn gleichkam. Merkwürdiger Z>ieöllaHl. Im Jüdin des flantes zu Pari» wurde kürzlich ein merkwürdiger Diebstahl versucht. Die Wächter wurden durch ein jurchtbareS Geschrei, daS auS dem Crocodilkäfig kam, «lfmerksam gemacht, eilten zur Stelle und bemerkten, ki» drei Männer und eine Frauensperson im Begriffe stunden, eines ver riesigen Crocodile zu stehlen. Sie h»Uen daS Thier im Schlafe überrascht, einer der N-rsche war in den Käfig gedrungen und hatte Schlingen «S starken Seilen dem Thiere um Hals und Schwanz (siegt. Die außerhalb des Käfig» stehenden Diebe Mn am Seile, um das Crocodil über da» die Um-jisaimjj bildend« Gitter zu ziehen. Das Thier hielt ftch aber an dem Gitter fest. eS wollte sich nicht stehlen Stiftn; dabei brüllte eS im Unmmhe über die Störung te Schlafes entsetzlich. Als die Wächter des Jardin •ka phntes herannahten, gaben die Diebe den Versuch «i?. ließen das Seil nach, und die zwei außerhalb des täsizö stehenden Mämier, sowie da« Weib, liefe« i koon, ihren Genossen im Käfig bei der Bestie zurück-lissend, die durch da» Nachlassen deS Seiles die Freiheit ta Bewegung erlangt hatte und sich nun auf den Dieb»-pellen stürzte, der schreckensbleich, wehrlos dem wilden Aiere gegenüberstand. Die Wächter zogen den Dieb auS dem Käfig in dem Moment, da er schon verloren schien. Der Dieb heißt Chaillot; er weigerte sich, seine Heiser zu nennen, und erklärte, sie hätten da» Crocodil steiUn «ollen, um eS auf den Jahrmärkten sehen zu l-siea. Hiobruch in eine Wallfahrtskirche. Aus Linz wird gemeldet: Sonntag Nacht» wurde in die WallfahrMircke am Pöstlingberg bei Urfahr eingebrochen und 3t) Edelsteine au» der Monstranze, darunter einer im Werte von 500 st., ein Cibobrium, und aus der llemen Schatzkammer zahlreiche von Wallfahrern ge-spottete Weihzegenstände, wie Medaillen, Kreuze, brachen, Ringe, silberne Hände und Füße, Herzen ufe Bilderrahmen entwendet. Die Thäter drangen «tt Hilfe einer Leiter durch daS unvergitterte Kirchen-feilster ein. Hin südamerikanisches Zwergvolk. Ein llmenkaner, der zu HandelSzweckcn Forschungen in ßuvana anstellt, schreibt der Wochenschrift „Science' m Neu-Aork, das» er neulich auf Dörfer getroffen sei, »ie von zwerghafte» Leuten bewohnt waren. Sie waren mchl über 4 Fuß 8 Zoll (140 Ctm.) groß und hatten «ne glänzende, röthlich-gelbe Gesichtsfarbe. Der Ge-«Shr»ma«n glaubt, dass sie vom Orinoco stammen und phlieich genug sind, um die lange hin und hergeworsene N»ge über daS Vorhandensein von Zwergvölkern in Der Vorleser drehte da» Blatt um und um. .$0« Adresse noch Unterschrift." schloß er. Die I-iüge Hoheit langte höchst belustigt nach dem Zettel. Fernand von der ganzen Schaar der Ossiciere erlaubte sich, laut zu lachen, ehe nicht Seine Hoheit dazu das Zeichen gab. Dieser aber reichte das Papierchen dem neben ihm haltenden General und sag» lächelnd: «Kommt Ihnen die Schrift nicht besannt vor, lieber General?" Ja der Gruppe der Subalternossiciere fühlte ein junger Oberlieutenant, wie sein Haar sich unter dem CM sträubte und seine Zähne wie im Fieber «einander schlugen, während dies in den Vorder» reihen bei glänzenden Reitertrupps sich vollzog. Ter General aber starrte wie vor Schreck gelähmt auf dai Schriftstück in seinen Händen. Als er auf-blickte, sah er die vor Lustigkeit glänzenden Augen der jungen Hoheit und die lachenden Gesichter seines gaizni OfficierscorpS. Die Schrift seines Adjutanten — und der nannte ihn einen guten Alten, der finbete an seine Olga, sein unerfahrenes, unschuldige» Kind, durch einen Dragoner tausend Küsse! Tem tapferen Soldaten wurde eS schwarz vor den Augen, et tummelte einige unzusammenhängende Worte. !a erbarmte sich der hohe Herr der Verwirrung des würdigen ManneS. Er nahm das unglückselige Z?Nelch?n wieder an sich, zerriß eS in kleine Stücke unb sagte: »Da diesem wichtigen Schriftstück weder 1« Name des Adressaten noch der des Schreibers btigefügt ist, so wollen wir die Sache mit der Ver« vchiung de« corxus delicti für abgeschlossen be-luchten. Laß» den Dragoner lausen." Südamerika endlich zur Rübe zu bringen. Humboldt hatte ebenfalls Gerüchte von einer Zwergbevölkerung gehört, zweifelte aber an der Richtigkeit. Der Entdecker des Zwergvolkes stellt für die nächste Sitzung der Amerikanische» Vereinigungen für den Fortschritt der Wissenschaft in Busfallo einen genauen Bericht in Aussicht. geschossener Jug. Der am 25. v. M. um 9 Uhr 59 Minuten fällige Schnellzug Berlin—Wien (Nordwestbahn) wurde gegen 7 Uhr AbendS vor der Station Okrischko in Mähren beschossen, Ein Projectil traf den Fensterrahmen des vollbesetzten Restauration»-wagens, schlug ein Stück deS Rahmen» au» und zer» trümmerte die Fensterscheibe. Die GlaSstücke fielen in daS Coups und hiedurch wurden vier Passagiere, zwei Civilisten und zwei Officiere, an den Händen und im Gesichte leicht verletzt. Oberlieutenant Gustav Neuß, deS Jnsanlerik-RegimenteS Nr. 81, befindet sich unter den Verletzten. Er erlitt leichte Schnittwunden an den Wangen. Schon am 20. wurde an derselben Stelle auf denselben Zug ein ähnlicher Angriff durch einen SchusS verübt. Umfassende Erhebungen wurden eingeleitet. In einem Kopfe ertrunken. Die Zimmer» malerSgattin Wilheim in Wien entfernte fich Samstag Mittags aus dem Zimmer und ging in die Küche, um Milch für ihr jüngstes, 18 Monate altes Kind zu kochen. Sie ließ dasselbe im Zimmer allein zurück und diese» fiel in der Zwischenzeit in einen mit Wasser gefüllten Topf und war, als die Mutter zurückkam, ertrunken. Kälte und Schnee. Während sich In Wien vor-läufig nur eine sehr kühle Witterung fühlbar machte, hat sich in den Alpengegenden der Winter bereits voll-kommen eingestellt. In Admont gab es am 20. Sevtember Schneefall in so großen Flocken, dass binnen einer halben Stunde die Straßen und Dächer mit einer zwei Centi-meter dicken Schneedecke bedeckt waren. Der Mond beleuchtet« nachts die Landschaft und zauberte den noch hier verbliebenen bedauernswerten Sommergästen eine Winterlandschaft vor die Augen. Gleiches meldet man aus Mürzsteg. Dort trat am 20. September nacht» nach Atstündigem ausgiebigen Regen ein Schneefall ein, welcher bis zum Thale reichte, während die Veitsch und die KönigSalpe vollständig mit Schnee bedeckt sind. Dahei herrschte empfindliche Kälte. Infantin Asavessa in LevensgefaHr. Nur durch einen glücklichen Zufall entging — wie ein Correspondent au« Madrid schreibt, die Infantin Jfabella, die äUeste Tochter der Königin-Regentin am letzten Sonntag einem großen Unglück. Der Hof und die gesammte vornehme Welt Madrids hatten in Santa Maria la Nueva einem Stiergeiecht beigewohnt; auf der Rückfahrt nach der Hauptstadt war die Eisenbahn-linie, die von dem genannten Orte nach Granja führt, zu überschreiten. Kaum dass der Wagen der Infantin über die Schienen gefetzt hatte, brauste der Zug heran und erfasste daS G«fährt eines Herrn Arial, der eS selbst gelenkt hatte, und unmittelbar hinter der Infantin gefahren war. Avial wurde sofort getödtet, der Wagen zertrümmert, und die Insassen erlitten schwere Ver-letzungen. Die Maschine sprang au» den Schienen, doch entgleisten keine Waggons, sodass den Reisenden keinerlei Schaden zugefügt wurde. Der verunglückte Das nächste Verordnungsblatt brachte die Ver-fetzung des Oberlieutenants Ernst von Brandner nach oem fernen Galiz>en. Fräulein Olga ersuhr von dieser Versetzung erst nach der Heimkehr von einem Besuch bei Verwandten, den sie mit der Mutter direct vom Manöverfelde aus unternommen hatte. Der Grund dieser gänzlich unerwarteten Maßregel kam aber sogar der Frau Generalin erst dann zur Kenntnis, als sie ihre Tochter bei Empfang der Nachricht, dass Brandner fort sei, einer Ohnmacht nahe sah. Höchst erschrocken darüber, dass bei dem ahnungslosen Kinde, ihm selber unbewußt natürlich, diese Neigung schon so tief sitze, interpellierte die Generalin nun ihren Gemahl. Als sie von ihm erfuhr, welch' lächerliche Roll« er, der hohe Würden-träger, vor Seiner Hoheit und dem ganzen Officiers-corps gespielt habe, da that die resolut« Dame etwas, was sie nie zuvor gethan während des ganzen Verlaufs ihrer zwanjigjährigen glücklichen Ehe. Sie nannte ihren Gemahl schlankweg einen Esel und beschuldigte ihn. dass er die ganze Sache verkehrt angefangen und die ganz« Familie blamiert habe. Gereizt antwortet« der Gemahl, das habe viel-mehr sie gethan, die vor lauter Eitelkeit sich stets allwissend Dünkende, die dabei stockblind neben den jungen Leuten hergegangen fei. die Tochter nicht besser überwacht, ja sie eigentlich schlecht erzogen habe von Anfang an. Die Gemüther erhitzten sich, ein ernster Streit entzweite die Gatten. Die Frau behauptete, das einzige sofort in'S Werk zu Setzende wäre die Verlobung der jungen Leute gewesen. Avial gehörte einem vornehmen und reichen spanischen Geschlechte an. Wie Augenzeugen versichern, wäre der Wagen, worin die Infantin saß, kaum eine Secunde vor dem gräßlichen Ereignis über die Schienen ge-gangen, und der Vorfall bildet umsomehr einen Ge« fprächsstoff, als ein Mitglied der königlichen Familie in naber Beziehung zu ihm steht. Hine vergiftete Kochzeitsgesessschaft. JnEibes-that in Kärnten verfolgte der HolzhändlerSsohn Franz Kurfürst schon seit langem die schöne Tochter eines Gutsbesitzer» mit Heiratsanträgen, wurde jedoch stets abgewiesen. Vor einigen Wochen verlobte sich daS betreffende Mädchen mit dem Oeconomiebeamtcn Stefan v. Holics und am 20. September fand die Hochzeit statt. Nach dem HochzeitSschmause stellten fich bei dem Brautpaare und den HochzeitSgästen VergiftungSsymptome ein. ES wurde constaliert, da?S Kurfürst, bevor die Hochzeitsgesellschaft zur Tafel gieng, in da» Fass Wein, welches zum Genusse bestimmt war, eine PhoSphorlösung gemengt habe. Zum Glück war die PhoSphorlösung eine leichte, s» das» nur bei einzelnen Personen daS Gift eine kräftigere Wirkung hervorrief. Bedenklich ist der Zustand deS Bräutigam», welcher unter heftige« Krämpfen zu Bette gebracht werde» musste. ?tache des HaleerenllräKngs. Auf der Insel Procida kehrte nach verbüßter zwanzigjähriger Bagnostrafe der Bauer Antonio Carava in fein Besitz-thum zurück. Er war 1876 wegen Fälschung in Neapel zu dieser harten Strafe verurtheilt worden, und zwar hauptsächlich auf Grund der Aussagen seiner eigenen Schwägerin Elvira Pomonti. Kaum war er zurückgekehrt, bewaffnet« er sich mit einem Gewehr und legte sich in «inen Hinterhalt, wo die Verhasfte abends gewöhnlich mit ihrer Tochter vorüberzugehen pflegte. Er streckte zuerst die Mutter durch einen Schus» in den Rücken nieder, dann die Tochter. Hierauf rannte er zu ihrer Behausung und erschoks dort noch ihren einzigen Sohn, der gerade vor der Thüre saß und Mutter und Schwelt« erwartete. Am anderen Morgen stellte er sich den Karabinieri und wird nun auf Lebenszeit in den Bagno zurückwandern. Wie er erklärte, hätte er nicht länger leben können, ohne seiner Rache durch Ausrottung der ganzen Familie Luft gemacht zu haben. Per geheiligte Wund. Eine der seltsamsten religiösen Seiten, macht gegenwärtig den Bewohnern der Staaten Virginien und Nord-Carolina zu schaffen. Vor acht Jahren hatte ein auf der zu Virginien ge-hörenden Insel Chincoteagun lebender Farmer namen» Joseph Bernard Lynch eine Vision. Er behauptete, es sei ihm ein Engel erschienen, der ihn beauftragt habe, gewisse göttliche Lehren zu verkündigen. In der Verbreitung derselben war Lynch so erfolgreich, dass er bald mehrere hundert Anhänger gewann, die sich »der geheiligte Bund" nannten. Ihre Grundsätze bestehen darin, dass sie die vor dem Gesetz geschlossene Ehe ver-werfen und nur die freie Liebe anerkennen. WaS die Seltsamkeit der religiösen Schwärmer noch erhöht, ist der Umstand, dass sie in Archen leben und demnach unausgesetzt ein schwimmendes Dasein führen. Vier dieser Archen, die zusammen etwa hundert aus Männern und Frauen bestehende Mitglieder deS .geheiligten BundeS" umschlossen, fuhren kürzlich den Chowanfluß hinab und legten sich am 22. August vor der Ortschaft Damit wäre alles Gerese abgeschnitten worden unc> das Brieschen dann nicht mehr, alS was es ja wirklich sei, ein Jugendstreich. Der General aber hatte während der Abwesenheit seiner Damen Zeit gehabt, sich in eine rechtschaffene Empörung gegen den strakS gemaßregelten jungen Ofsicier hinein-zuarbeiten. Mit dem neuen Adjutanten konnte er nicht zurecht kommen; der im ersten Zorn Ver-bannte fehlte ihm an allen Enden. Da» ader wollte der General natürlich nicht Work haben und ver-bitterte sich darüber noch mehr gegen den schwer Entbehrten. Nun ihm auch noch seine Frau die Thorheit seiner Handlungsweise vorhielt, g-rieth er erst völlig in Wuth. Er verschwor sich, Brandner diesen VertrauenSbruch nie vergeben zu wollen, und trug der Mutter auf. dem albernen Mädel die Mücken aus dem Kopf zu treiben. Aber diese Mücken saßen sehr fest in dem niedlich geformten, an Härte aber dem des ÄaterS ebenbürtigen Kopfe der jungen Dame. Mit Schrecken sah der General, wie sein Kind das Lachen ver-lernte, wie sie sich im Earneval unter allerlei Vor-wänden von allen Vergnügungen fernhielt und immer blasser und einsilbiger wurde. Höhenklima, viel Bewegung in freier Luft empfahl der Oberstabsarzt. Fräulein Olga aber laS eifrig alle Zeitungsnotizen über den Meeraugen-Grcnzstreit, sie interessierte sich zum Entzücken deS GeneralstäblerherzenS ihres' VaterS sür die Karpathenübergänge und bei der Wahl eines Sommeraufenthaltes entschied sie sich für di« hohe Tätra. In den Zeitungen, welche auch in galizifchen Miliiärstationen gelesen werden, mel« 4 Montrose in Nord-Carolina vor Anker. Aber die um die Wohlfahrt ihrer Frauen und Töchter besorgten Bürger schaartcnsich zusammen und forderten die Sectirer zur Weiterfahrt auf. Als dies« sich weigerten, begaben die Bürger von Montrose sich in ihre Boote und unter-nahmen mit Büchsen und Revolvern einen Angriff auf die Archen. Erst nachdem mehrere der Archenbewohner verwunde» und eine Frau getödtet worden, lichteten die Sectirer die Anker und schifften von dannen. Aus dm Aergeu. Ter wegen Beraubung dir Schutzhüllen zu fünf Jahren schweren Kerker verurtheilt« Albert Allramtzeder ist nun in der Fronveste St. Afra untergebracht. E« wird ihm da wohl nicht so gut ge-fallen, wie auf den luftigen Höhen der Zillerthaler Alpen, wo er eingestandenermaßen in Sau« und Braus leben konnte. ES ist, wie die „Münch. N. 91." berichten, seltsam: Mehr als sechs Monate lang hauste der 23jährige bayrische Deserteur in der einsamsten, von Sturm und Schneegestöber umtosten Gletscher-gegend, ohne einmal, wie er sich selbst ausdrückte, Langeweile zu empfinden. Da» Einzige, was ihm ab-gieng, war ein Stutzen, denn oftmals „tanzten ihm die Gemsen", wie sich der Räuber ausdrückte, „förmlich auf der Nase herum". Er schrieb Bri:fe an Personen seiner Phantasie, besang in Gedichten Zillerthaler Schönheiten, deckte für zehn oder zwölf Personen die Tische, ah und «rank nach Herzenslust, und wenn er genug hatte, was nach der Menge der in den sechs Schutzbütten ausgeraubten Getränke angenommen werden mus«. leg« er sich auf das in recht luftiger Lage in der Berliner Hütte hergerichtete Bett und träumte vom „Griffektopfen" feiner Kameraden des 16. Infanterie-Regiments in Passau, von wo er entflohen war. Welche Gleichgiltigkeit sich der Mann bewahrt hat, beweist der Umstand, dass er die ihn verhaftenden Männer, die endlich durch Schneegestöber und Lawinengesahr vor-gedrungen waren, in zuvorkommenster Weise empfing, trotzdem eö ihm leicht möglich gewesen wäre, sich der Verhaftung zu entziehen, wenn er auf der anderen Seite, daS heißt nach dem Arnthal zu, abgestiegen wäre. Aus einem Bettvorleger machte er sich einen Rucksack und damit wanderte er, wenn eS die Witterungsver-bältnisse einigerm-ben erlaubten, trotz zwei-, ja sogar dreitägiger Marschdauer nach anderen Schutzhütten, um Vorrath zu holen. Aus der DominicuShütte brachte er sogar ein Thermometer mit, um auch zu wissen, welch« Kältegrade da oben herrschten. Aus Stadt und Land. ßillier HcmeinderatH. 51 in Freitag, den 2. Ociober 1896 um 5 Uhr nachmittags findet eine ordentliche öffentliche GemeindeauSschusssitzung stall mit folgender Tagesordnung: Mittheilung der Nn-laufe. Berichte der Section 111: AmtSbericht betreffend die Verlegung des im Kreisgerichtsgebäude bestehenden Pissoires: AmtSbericht in Angelegenheit der Wasserableiiung vom Wokaunplatze; AmtSdencht betreffend die Wafferableitung in der Gartengasse vor dem Haufe Landauer; AmtSvortrag betreffend Pflasterung der noch ungepflafterten Straßenübergänge mit Probemaierial; Gesuch der Josefine NaSko und deten die Personalnachrichten, dass sich der General v. F. sammt Familie nach Tätrafüred begeben habe. Bald daraus erhielt Oberlieutenant v. Brandner einen viertägige» Urlaub. Und nun hielt er im abenddämmerigen Garten von Smerczonka sein zitterndes Lieb im Arm und flüsterte ihr füße Worte ins Ohr. Er hatte nicht an ihrer Treue gezweifelt, wie er es wußte, dass sie der seinigen sicher war. Mvrgen in der Einsamkeit und Ungestörtheit der Fahrt auf dem Dunajec wollte er die Entscheidung herbeiführen. „Da kann mir Dein schlimmer Alter nicht entgehen, da gibt« kein Ausweichen." Ein klarer Augustmorgen lag üder den bizarren Felsen, durch welche der juuge Dunajec seine grün-schillernden Waffer drängt, die hier die Grenzscheide zwischen Ungarn und Galizien bilden. Rosig leuch-teten die weißen Zacken der Kalkberge in der Morgensonne. Einige polakifche Flöffer, die weißen leinenen Beinkleider aufgekrempt, die weißen Hemden darüber, mit dem breiten schwarzen Ledergürtel zusammengehalten, so dass sie wie ein reicher Fallen-rock darunter herab bis zum Knie fielen, runde schwarze Filzhüte auf den Köpsen. standen in dem silberklaren Wasser des BergstromeS, damit be-fchäftigt, die Fahrzeuge herzustellen, mit welchem daS Felfendesil^e des Dunajec passiert wird. Je drei Einbäume werden zusammengebunden und die Zwischenräume dieser Kanoes mit frischem Tannen-reisig ausgefüllt. Auf den zwei querüber gelegten Brettern, welche die Sitzplätze bilden, nahm nun der General mit seinen Damen Platz. Die Flößer Gen. um Gestattung des Ausschwemmet der bereits gewaschenen Wäsche in der Sann ober dem Sann-siege. Berichte der Section IV: KohlenlieferungS-offene: Offert des Emil v. Malberg betreff» Kaufs-anbot auf das Gaswerk. Berichte der Section V: Gesuch der Maria Plevtschak um Kaffeeschank-Concession: Gesuch des Georg Adler um Buch-Handlungs-Concefsion. — Der öffentlichen folgt eine vertrauliche GemeindeauSfchusSsitzung. Kodeslall. Bald werden es zwei Decenien sein, dass nach einem thatenreichen Leben, Herr Franz Jabornegg Edler von Altensel», k. k.Polizei-rath, als er in den Ruhestand trat, sich in unserer schönen, guten, deutschen Stadt Cilli bleibend nieder-ließ. — Die Liebenswürdigkeit und edle Gesinnung, verbunden mit distinguirten Benehmen, dessen Eigen ihm war, haben ihn bald zu den beliebtesten Per-sönlichkenen gemacht, und auf seinen täglichen Spaziergängen hatte er. in den weiten Kreis seiner Bekannten, und für Jedermann ein freund-lich gutes Wort. — So gieng es durch Jahre hindnrch, bis er vor mehreren Monaten mit neu-rastenifchen Leiden ins Bett fiel und trotz der auf» opfernden Pflege seiner treuen Gattin und der Ver-wandten, am 22. d. Mts. im Alter von 75 Jahren, zu den Vätern heimkehrte. Der Verbli-chene wurde am 27. September 1820 zu Würzen geboren und entstammte einem allen, adeligen und weitverbreitetem Geschlechte. Nachdem er in Lai-bach das Gymnasium und im Jahre 1645 in Graz die Rechtswissenschaften absolviert?, wurde er 1847 zum Gubernial-Conzepts-Praktikanten nach Lemberg ernannt, von wo er im Jahre 1848 in Militärdienste trat, und im Regiments Herzog von Parma Nr. 24 den Feldzug gegen Ungarn und die Belagerung der Festung Arad mitmachte, wo, vor der Wassenstreckung, die letzte aus der Festung abgeschossenen Bombe, knapp ober seinem Haupte flog, und er dem Tode nur dadurch entgieng, dass er sich vor der, in der Nacht aufgeblitzt«» Bombe, noch rechtzeitig zu Boden warf. — Nach der Pazi-f,zierung UugarnS, wurde er 1890 zum Polizei-Commissar nach Ofen-Pest und kurze Zeit darauf, zum Ober-Polizei-Commissär naH Szegedin, ernannt; durch die Umgestaltung der politischen Verhältnisse aber, im Jahre 1861, nach Krakau übersetzt und dort 1864 zum Polizeirath ernannt. — Während dieser Dienstzeit wurde er damit betraut, die traurig berühmte Barbara Ubrik auS ihrem beklagenS-werthen Zustande aus dem Kloster der Urfulinerin-nen, zu befreien und sie der Menschheit wiederzu« geben. — Nach dem Aufstande in Polen, wurde ihn von Sr. Majestät, in Anerkennung seiner be-sonderen Dienste, daS Ritler-Kreuz des Franz-Josefs-Ordens verliehen. — DaS rauhe Klima in Polen und der anstrengende Polizeidienst griff jedoch bald die Gesundheit des starken Mannes an, so dass er 1876 in Pension trat und nach Cilli kam, wo ihm als wackeren deutschen Mann und musterhasten Beamten stets ein getreues An. denken bleibt. Kas H'rachtwerk für Cilli. Nun ist es er« schienen und kann in deu Buchhandlungen zum hallen zwei Boote bereitgehalten, sie murmelten Einiges, was die Herrschaften nicht verstanden. Die Zurückbleibenden blickten mit dem halb melan-cholischen, halb stumpfen Ausdruck der Willen-losigkeit dem Fahrzeuge nach, welches nun ihre Gefährten mit langen Stangen nach der Flußmitte stießen, in die Slrömung, die es pfeilschnell abwärts trug, einer rosenrothen FelSpyramide zu, welche die Welt hier abzuschließen schien. Etwas ängstlich blickte die Generalin zu dem Steinkolosse empor. ES sah auS, als müsse ihr vorweltliches Fahrzeug daran zerschellen. Aber dicht an, Fuße des Berges schoben und stießen die Führer deS EinbauirnlosseS geschickt mit ihren Stangen. Wie durch ein Riesen-thor ging eS durch eine Felsspalte und still wie ein See breitete der Fluss sich in einem rings von steilen, zerklüfteten Felsen umschlossenen Kesselthale aus. Tiefgrüne Tannen umsäumten den Wasser-spiegel, langsam schwamm daS malerische Fahrzeug durch die tiefe Einsamkeit, aus der eS keinen Ausweg zu geben schien. Die Fährleute manövrierten gegen einen Felsenvorsprung zu. Ein Wirbel er-faßte plötzlich den Kahn, aber sicher gelenkt, bog er im nächsten Augenblick in einen schmalen Paß und schoß nun pfeilschnell dahin aus dem abwärts losenden Fluß, zwischen riesigen Steintrümmern, die sein Bett erfüllten, an denen das Wasser zu weißem Gischt zerstäubte, der die Insassen des Bootes wie mit seinem Sprühregen bedeckte. „Du bist blaß, Olga." bemerkte der General. „Ja. wir hätten den Leuten solgen und zwei Boote nehmen sollen," meinte die Generalin. „Wir sind 1896 Preise von 12 fl. bezogen werden. Indem wir unS eine eingehende Besprechung vorbehalte», fordern wir alle Gesinnungsgenossen aus. durch Ankauf dieses herrlichen Werkes, welches an Inhalt, Form und Ausstattung die hochgespanntesten Er-Wartungen übertrifft, ein Opfer auf den nationale» Altar niederzulegen und sich für den Leselisch eine prächtige Zi?r zu erwerben. Und noch etwa»: nationale Bücher sollen nicht entlehnt, sonder» gekauft werden. ßillier Wänuergesaugsverein. Die feit läa-gerer Zeit angekündigte und durch äußere Um-stände verschobene Liedertafel des Cillier Männer-gefangsvereines fand Samstag den 26. September in den Casinoräumlichkeiten unter der Leitung &e* Herrn Sangwartes Dr. Johann Stepifchnezz statt. Der ganz außergewöhnlich zahlreiche Besuch gab beredtes Zeugnis von der großen Beliebtheit, der sich der Verein in unserer Stadt erfreut uni umsomehr, als er durch seine Sängerfahrt auch Stuttgart, welche als nationale That von heroor-ragender Bedeutung bezeichnet werden muss, ga-u besonders in den Vordergrund deS Interesses gerückt wurde. Die Beliebtheit in der Stadt und die hohe Achtung, die sich der Verein auswärtsju erringen verstand, wurden gerechtfertigt durch Sie Leistungen bei der Samstagliedertafel, die fich durch ein künstlerisch vortrefflich gewählte» Programm auszeichnete. Es ist hievei freudigst zu begrüßen, dass diesmal dem nationalen Liede der erste Play eingeräumt war. So war gleich das erste Lies: „ES rauscht ein stolzer Strom zum Meer" ro» Franz Mayr, voll nationaler Begeisterung vorge-tragen, geeignet, nicht nur ob seines musikalisch« Wertes fondern auch ob deS nationalen Characrer« unter der Zuhörerschaft stürmischen Beifall zu fi»-den. Das überaus zarte, im Volkstone gehal-tene „Braun Meidelein" von Hugo Jüngst, welches ganz besonders gewissenhaften «m-diums bedürfte, wurde bis in die letzte N»-ance feelenvoll und fein durchdacht zum Lor-trage gebracht. DaS ersterbende Pianissimo i» der letzten Strophe war geradezu entzückend. Doch der Sänger darf nicht allein beim Liebche» bleiben, er muss hinaus in Feld und Kampf. Ä brausten begeistert und kampfeSmuthig die herrliche» Klänge des Körner schen Schwertliedes in der wunder-vollen Vertonung Webers durch den Saal. nächste Lied: „Da drüben", bot Herrn Dr. Gotisch in einem in den Chor wunderschön eingefügten Zoio Gelegenheit mit seiner prächtigen Tenorstimme die Herzen aller Zuhörer zu bezaubern. Da Herr Capell-meiste? Dießl durch ein Handübel verhindert war, spielte Herr Fritz Zangger, ganz ausgezeichnet, den Clavierpart. Dem folgte die Glanznummer de« Abends: der tongewaltige, nationale Chor: „&» blankes Wort" von Kirchl. Mit diesem Liede lio unser wackerer Gesang verein nicht nur beim Marburg« Sängerfeste stürmischen Beifall entfesselt, sonder» auch den Brüdern im Reiche auf der Sängenatzrt gesagt, dass der Verein zum echten nationalen Liede nicht nur das künstlerische Können, sondern auch das treue deutsche Herz besitzt. In seiner Vertonung offenbar doch zu schwer für diese Nussschale." Olga schien nichts zu hören, sie blickte mit ernsten Augen in die edelschöne Einsamkeit. Nun zog das Flog in ruhigerem Wasser ein schmales Längenthal em-lang. Nur ein Streifen grüner Tannen fand noch an beiden Ufern Raum in dem stillen Grunde ji Füßen der erhabenen Steinriefen. Feuchter Schaue» lag auf dem Wasserspiegel, in blendend weißem Lichte aber glänzten die Felsenhäupter, ein Streifen tiefblauen Himmels schaute zwischen ihnen herab. Nun trieb das Boot abermals einem steil sich en>-gegenstellenden Felsen zu, die Wasser prallte» gurgelnd an daS Gestein, die Fahrleute ließen, wie bei jeder Wendung des so vielfach sich in dem FelSgewirr krümmenden Flusses, ihren eintönigen, langgezogenen Ruf erschallen, der, in vielfachem Echo von Fels zu Fels rollend, wie ein Klagelaur gefangener Flußgeister durch die Einsamkeit klang. Da--kein Echo mehr, wie Antwort kam eS zurück von jenseits der Felsenecke. Die Fä!ir-leute stutzten, sie stemmten die Stangen ein. um daS Boot auszuhalten — eS schwankte. Wasser schlug zwischen den Einbäumen herein. Noch ein Ruf. ein heller, jauchzender diesmal — um daS kleine Vorgebirge schoß ein Einbaumfloß, zwei Harkenstangen fassten daS Floß deS Generals — nun jlagen beide Fahrzeuge schwankend, einander gefährdend nebeneinander. Ernst v. Brandaer setzte einen Fuß in das Nachbarboot. „Em Ueberfall !* rief der General. „Wasser!" schrie die Generalin. „das Boot kippt um!" „Zu Viele," bestätigte einer der Polaken und hielt zwei Finger in die Höhe. l89G ..^rutsche «j-t-acht' fein verstanden, wurde der herrliche Chor ganz tadellos vorgetragen, und nicht eher ruhte der Beifall, als sich die Sänger zu einer Wiederholung ver-standen. Das ausgezeichnete Soloquanett des Vereines, bestehend aus den Herren Dr. Goltsch, Wolf, Dr. Stepischnegg und Dr. Schöbinger. holte nun zum Entzücken der Zuhörer aus seinem reichen Lieder« schätze einig« Perlen deutscher Tondichtung hervor. Der jubelnde Beifall wurde durch schöne Zugaben bedankt. Der nun folgende berühmte Chor: „Abschied hat der Tag genommen" von Nessler fand in feiner gediegenen, feinsinnigen Wiedergabe nicht enden-wollenden, verdienten Beifall und nur die Länge des Liedes machte leider die stürmisch begehrte Wiederholung unmöglich. Um auch der heimatlichen Ar, den gerechten Zoll zu leisten, folgten nun BlümelS „Stille Liad* (welches dieser treffliche, fteirifche Tondichter unserem Männergesangvereine gewidmet hat) und der preisgekrönte Chor „Der Halterbua" von Wallner, womit die steirifchen Sänger beim großen Sängerbundesfeste in Stuttgart tosenden Beifallsjubel geerntet haben. Die Wieder-gäbe beider Lieder wor eine geradezu meisterhafte und auch die Jauchzer klangen so sriich und hell wie auf den Bergen deS Oberlandes. Den mächtigen Abschluss der in ihrer An einzig gelungenen Lieder« tafel, welche in der Geschichte deS Vereines einen glänzenden Markstein bildet, bot Kaiser Wilhelms II. „Sang an Aegir", der unter Begleitung der Musik-capelle gesungen wurde. Wie ein trutziger Heldengruß auS ferner Borzeit klingt dieser echt nordische Ger-manenfang in die Moderne hinein, ©eine gewal» «gen A corde durchbrauste» majestätisch den Saal und umfingen Herz und Sinn der Zuhörer mit den Fittigen nationaler Andacht. Und als die prächtigen Schlussfansaren unter den schmetternden «längen des Orchesters verhallt waren, da war jubelnder Anerkennung nicht eher ein Ende, bis des erwähnten Chormeisters Wink die abgetretenen Eänger trotz eingetretener Ermüdung zur aber-maligen Absingung herbeigerufen hatte. Dass unser Orchester unter der Leitung unseres Dießl sich auch diesmal vortrefflich hielt, braucht wohl nicht erst gesagt werden. — Wir beglückwünschen den Mäm-.ergesangsverein auS vollstem Herzen zu dem glänzenden Erfolge, der die seltene Begabung und rast fremde Tüchtigkeit des ChormeisterS Herr Dr. Johann Stepischnegg und den sangessreudigen Eifer der Sängerjchaar ins beste Licht stellte. Wuftkvereiu. Zu den in den früheren Blättern der „Deutschen Wacht" ausgewiesenen Spenden der Sommergäste sür den Musikverein ist noch von Vr.ExcellenzHerrv.Lemaii2fl. 50 kr., und vonFrau Luise Steffen, Villa Almoslechner Cilli, 15 fl. eingegangen. Im Ganzen sind sür den Musikverein m der abgelaufenen Saison 65 fl. 90 kr. gespendet worden. Hin Anörautgarten. Geehrter Herr Schrift-leitet ! Schreiber dieser Zeilen ist so glücklich, im schönsten Theil der schönen Stadt Cilli eine schöne Wohnung einzunehmen, mit der prächtigsten Aus-ficht auf die liebe Sann und aus die herrliche Bergwelt. Diese Landschaft hat aber sür ihren dankbaren Bewunderer einen merkwürdigen Vorder-gründ. Zu SommerSaniang glaubte der Beobachter, da ein Feld neuartiger Fruchtgewächfe vor sich zu .Nur für Zwei berechnet solch' ein Kahn, Herr Eeneral — Herr General —, stammelte Brander. Seine Stimme versagte ihm vor Erregung, er brach ad. Olga faß regungslos wie eine Verklärte, den strahlenden Blick fest auf den geliebten Mann gerichtet. „Wir kippen um," jammerte die Generalin wieder. Die VootSleute trachteten das Wasser mit den eigens dazu mitgeführten Gefäßen auszuschöpfen. „Herr Genera!," stammelte Brander noch eismal. .Teufelsjunge," fchnautzte ihn nun der hohe Vorgesetzte an. „so nimm in Gottesnamen Dein Mdel hmüber zu Dir." Einige Secunden später waren die Flöße wieder in Ordnung. Olga saß an der Seite des Ver-lobten, sie trieben aus der reinen Fluth dahin, wie auf dem Strom des GlückeS. Hilflos saß die Gmeralin mit durchnäßten Kleidern in dem nur für Zwei berechneten Boot neben dem Gemahl, in dessen Antlitz eS bedenklich zuckte. Beide sahen dem abwärtsgleitende« Fahrzeuge ihrer Kinder nach. „Lassen wir ihnen einen Vorsprung, Alte," murmelte der General. ..Eine solche Zauberetnsamkeit für Verliebte gibt'S ohnedies aus der ganzen Welt nicht wieder." Irene Fuhrmann. haben. Die Pflanzung gedieh ausnehmend gut bei dem heurigen Regensommer, obwohl nie ein menschliches'Wesen auf dem Plane erschien, welches etwa als dessen Pfleger und Bearbeiter hätte gelten können. In den Häusern der Umgebung aber, machte sich eine nichts weniger als angenehme Er-scheinung bemerkbar, nämlich Ratten m solcher Menge, dass man sich nach der guten Stadt Ha-meln versetzt glauben könnte, ehe der Rattenfänger M ihr erschien. Nun stellt es sich heraus, dass zwischen der Invasion dieses Theile? von Cilli durch Ratten von seltener Größe und Wohlbeleibt« heit. und besagter merkwürdiger Pflanzung ein in-timer CausalnexuS besteht. Die baumbohen, in tropischer Ueppigkeit wuchernden Gewächse des Grundstückes an der Sann, zunächst der Eisenbabn« brücke, sind nämlich vorzüglich gut gerathenes Un-kraut, welches den durch eben dies Grundstück laufenden AbzugScanal über- und durchwächst, und allen menschenfeindlichen Gethier, vom BacilluS bis zur Ratte, ein angenehmes Feld zu seiner ge-deihliche» Entwicklung bietet. Trotz der Erkundi« gungen hat Schreiber dieses, nicht erfahren können, wer eigentlich Eigenthumsrechte auf diesen Unkraut-garten und Rattenfeld besitzt, dem es also zukäme, für die Reinhaltung eines Gebietes zu sorgen, welches als AuSflufSstelle eines Hauptcanals, für die Ge-sundheitsverhältniffe der Stadt von so großer Be-deutung ist. Oder sollte ein fernerer Zusammen» hang bestehen zwischen diesem Unkrautgarten und den Schweineställen, welche ein dortiger Anrainer und Schweinezüchter vermiethet, und die Ratten absichtlich gepflegt werden, um als Mastobjecte für eine, sich in jenem fchönen Theil der Stadt etäblierende Schweineanstalt zu dienen? PiebllaKt. Dem im „Hotel Mohr" als Haus-knecht bediensteten Franz Dvobnitfch wurde am 28. September nach 9 Uhr abends als er sich aus seinem Zimmer auf eine halbe Stunde entfernte, aus seinem versperrten Koffer ein Geldbetrag von über 100 fl.. bestehend in 10 und 5 Guldennoten, dann eine starke silberne Panzeruhrkette und ein goldener Fingerring entwendet. 'NcrhängnisvollcAnvorkchtigkeit. Vormehre-ren Tagen wurde in Hochenega infolge unvorsichtigen Fahrens deS Knechtes Johann Verdomk aus Stranitzen eine alte unbekannte Weibsperson überfahren und derart verletzt, dass sie bald nach der Verunglückung starb. Nun wurde die Verunglückte als die in der Neugasse Nr. 13 wohnhaft gewesene, 76jährige AuS-züglerin Gertraud Wolauschek eruiert. Sie besuchte ihre in NeuhauS wohnende Tochter, und aus dem Rückwege ereilte sie der Tod. Srifail. Nach andertdalbjähriger Thätigkeit verließ heute der allverehrte Werksarzt. Herr Doctor Eduard Gräffe, unseren Ort. Wer ihn kannte, weiß, welch biederer, offener Character er war. Nicht nur, dafS er seinem Berufe mit Liebe und Auf-opferung oblag, er war es auch, der hauptsächlich für Zerstreuung und Unterhaltung in unserem Orte sorgte. Als Obmann des Gesangvereines war er unermüdlich, den Verein in jene Bahnen zu lenken, die zu seiner Ausgestaltung nothwendig waren, und er brachte es zustande, dass er sich selber mitmanchem Brudervereine meffen darf. Wie unangenehm berührte daher seinAbgehen alle; sowohl Arbeiter alSGeschätts-leute und Beamte sehen idn recht ungern scheiden und jeder Einzelne wird seiner dankbar gedenken. Der Abschied brachte ihn daher auch reiche Ehrung; der Gesangverein stellte sich mit einem Ständchen gewählter Lieder, die Werksmusik mit einer Serenade ein, und außerdem wurde er durch ein solenes AbschiedSsestZ durch die Werksbeamten, die Lehrer-schast, die Bahnbeamten und sonstige Freunde und Bekannte besonders geebrt und eS fehlte nicht in herzlichen Dankes- und AbschiedSworten. Schließlich wünschen wir dem Herrn Doctor noch alles Beste auf die Reise und viel Glück auf feiner weiteren Laufbahn. Hbllhandck. Von der Obstverwertungsstelle des Obstbauvereines für Mittelsteiermark (Graz, Heinrich-straße 39) wird uns gemeldet: Bis zum 25. September 1896 betrug die Nachfrage das Angebot in Äetercentnern Mostäpfel..........172.235 38.560 Tafeläpfel..........25.283 21.546 Ouitten............3 13 Tafel- u. Wirtschastsbirnen. 418 399 Mostbirnen .... 6.488 2.066 Zwetschken..........4.702 7.910 Nüsse............105 779 Kastanien..........3 100 Weintrauben .... 100 100 Zwetschkenmus . . . 100 — Dörrobst..........620 — In der BerichtSwoche wurden als durch Ver-mittlung dieser Stelle verkauft angezeigt: 1560 q Mostäpfel, 150 q Tafeläpfel. 590 q Mostbirnen, 10 q Tafelbirnen, 2 5 q Quitten, so dass bis nun 143 Waggons ermittelt wurden. Neuerdings liegen der Obstverwertungsstelle Zuschriften württembergifcher Obsthändler vor, wortn dieselben wegm der allzu hohen Preise ihre Nachfrage zurückzuziehen bemüßigt sind. Schweizerisches Pressobst wird loco Württem-berg mit 470 fl. gekauft, wogegen daS steierische mit 660 bis 700 fl. angeboten wird. Seil einem Jahre wird in Württemberg von der confumierenden Bevölkerung sehrvielMost aus Rosinen und Korinthen gekeltert. Die« drückt die Preise des PresSobsteS sehr zurück. Wir können unseren heimischen Producenten den aufrichtigen und wohlmeinenden Rath geben, sallS sie für Württemberg Absatz finden wollen, die Preise für Mostobst zu reducieren. Schaubütjne. „ßomtelse Huckcrl", Lustspiel in 3 Auszügen von Franz von Schönthan. Mit diesem prächtigen Stücke, das von Ansang bi« zum Ende mit einem würzigen, jeder Uebertreibung fremden Humor er-füllt ist, hat Director Oppenheim sich am DienStag abends äußerst günstig eingeführt. War schon die Wahl des Stückes eme sehr glückliche, so gebührt der Darstellung ganz besonderes Lob. Soweit wir heute die Rollenbesetzung beurtheilen können, müssen wir sie als eine sehr gute bezeichnen. So gab Frl. Grethe Bichler, die Trägerin der Titelrolle, die junge, übermüthige Liebhaberin mit vielem Ge-schick. Ein sicheres Spiel, angenehmes Organ, ver-bunden mit einer sprechenden Mimik zeigen uns, dass wir eine ausgezeichnet geschulte Darstellerin vor uns haben, die mit ganzer Individualität sich in die Rollen einsetzt. Ihr Partner, Herr Müller gab die besonders recht dankbare Rolle des siegenden Schwerenöthers mit Wärme und ansprechender Leb« hastigkeit. Herr Müller und nicht weniger Herr Felix (Hofrath), der den Bureaukraten und ge-horsamen Ehemann mit meisterhafter Feinheit, großer Sicherheit und köstlichem Humor darstellte, gehören sicherlich zu den besten Kräften der Gesell-schast. Frl. Thea Burkhardt (Cilli) gab die Naive im Allgemeinen richtig. Allein zwischen Naivetät und Affektiertheit liegt eine seine Grenzlinie, die bei jeder Uebertreibung leicht überschritten wird. Dadurch litt stellenweise das sonst so vortreffliche Spiel des Frl. Burkhardt. Herr Ama« bot als Liebhaber eine vorzügliche Leistung? allerding» scheint er noch nicht auf der Höhe feines Könnens angelangt zu fein. Frl. Marie Perlinger ist eine komische Alte von seltener Güte. Herr Birbaum (General Suwatscheff) scheint unS für Charakterrollen doch nicht die richtige Eignung zu besitzen. Da außerdem der Regisseur mit Geschick feines Amtes waltete, die ZwischenaaSmusik selbstverständlich ganz vorzüglich war, war uns in jeder Beziehung em genussreicher Abend geboten und wir können mit Sicherheit hoffen, dass uns die Saison viel schöne Dinge bringen wird. Don» nerStag den 1. October solgt das Schauspiel „Lie-belei" von Arthur Schniyler und das einactige Lustspiel von Kadelburg „In Civil". Für Sonn-tag den 4. October ist die erste Operette, nämlich „Das Modell" von Franz v. Supp6 angekündigt. Gewerbe. Aufruf des von der Genossenschaft der Maler, Anstreicher, Wagen- und Blechlackierer in Graz gewählten Comites zur Beschickung des ersten steiermärkischen GewerbetageS der Maler, Anstreicher:c. :c. in Graz am 18. und 19. October 1896. Werthe BerufScoliegen! Die Genoffenschaft der Maler. Anstreicher. Wagen- und Blechlackierer in Graz ladet Euch zu ernster Arbeit ein. Ihr wisSt. dafS Stärkung und Ordnung unserem Beruf noth thut, dass eine Abhilfe jenen Hindernissen entgegengestellt werden muß. die unserem Berufe schaden, ja sogar verderblich sind. Darum auf zur gemeinsamen Arbeit und zu gedeihlichem Thun, damit wir jene Stellung unter den kunstgewerblichen Betrieben einnehmen, die uns dem Wissen und den Kenntnissen nach gebührt! Rafft Euch auf, wackere College» in der schönen Steiermark, zum Schutze Eurer guten und begrün» beten Rechte! Rafft Euch aus zum Schutze Eure» gedrückten Ansehens, denn was Ihr Euch thut, das dringt Ihr Euren Nachkommen und nicht Euch allein! .Deutsch» Wacht' 1896 Betrachtet Euer LoS und Eure Stellung! Wie sieht es denn aus? Seid Ihr Herren oder Knechte? Wehrt Euch daher, wenn Ihr ersteres sein wollt, oder schweigt — dann seid Ihr letztere». Denkt an die Wirklichkeit und nicht an das Wahrscheinliche, sonst gehen wir zugrunde, und zwar so, wie wir es verdienen würden! Fördert Eure Interessen, denn unter den heutigen Verhältnissen ist es «in Gebot der Noth-wendigkeit, «her mehr als zu wenig zu verlangen, denn der Kampf muss sich stets nach seinem Feinde richten und nicht nach der eigenen edlen DenkungSart! Darum eilt nach Gruz zum ersten steiermärki» schen Gewerbetage der Maler und Anstreicher :c. jc.! Sprecht dort Eure Wünsche au» und theilt uns Eure Noth mit, damit wir gerüstet und einig den Kamps mit den unlauteren Elementen beginnen können, die uns zu ersticken drohen! Denkt an die Schutzlosigkeit deS kleinen Gewerbetreibenden, denkt an die hohen Steuern, denkt an die Kranken- und UnfalloersicherungScassen, denkt an das so schwer schädigende Pfuschwesen in unserem Gewerbe, denkt an Annoncen (und Agenten), die mit „Sehr geehrte Haus'rau" beginnen und alle ihre möglichen und unmöglichen Schwindelartikel £»m Selbstgebrauche anpreisen und im Nichtgelingen ihre Krönung finden! Weg mit solchen unsauberen Elementen, die an uns nagen und uns zugrunde richten! Darum soll die Noth uns einig machen und u»S «in Ziel vor Augen halten. Zusammenhalten. unS gegenseitig unterstützen mit Rath und That! Dies will eben der von uns einberufene Ge-werbetag der Maler und Anstreicher :c. :c. erreichen und durchführen, daher laden wir Sie zu dieser für unser Fach so wichtigen Besprechung ein, daran mit Wort und That mitzuwirken, und bringen Sie so der ernsten Sache das kleine Scherflein freudig entgegen, denn wir werden unser Möglichste» auf-bieten. Ihnen die Stunden Ihrer Anwesenheit in Graz auf das angenehmste zu verschönern. Darum auf. werte College», nach Graz! Freut Euch heute schon der schönen Erfolge, die Euch er-blühen, indem Ihr einig seid! Alle Zuschriften und Anfragen sind bis läng-stens 3. October d. I. an den Genossenschaftsvor-stand W. Pflug, Zinzendorfgafse Nr. 1, zu richten. I. Weidl, W. Pflug. Schriftführer. Vorstand. vermischtes. Die Mode an den Jjöfcn. Ueber die verschiedenen Geschmacksrichtungen der Mode an den europäischen Höfen schreibt der „Gil Blas- : Die Prinzessin von Wales, die den seltenen Vorzug genießt, seit dreißig Jahren für eine der schönsten Frauen England» zu gelten, ist die Schöpferin der sogenannten „englischen" Toilette. Sie verbannte die auffallenden Farben auS ihrer Siraßenkleidung und brachte das Eoftüm au» dunkelblauem Serge mit hohem Stehkragen in Mode. Bei Soireen hin-gegen macht die Prinzessin große Toilette und be-zaubert durch ihre vornehme Anmut, so das» eS schwer fällt, in ihr eine Großmutter zu sehen. Königin Victoria hat seit dem Tode ihres Gemahls die Trauer nicht abgelegt und trägt immer da» englische Witwenkleid und die große Haube mit Barben au» weißem Krepp. Königin Margherita von Italien hat eine Vorliebe sür weiße Farbe, und unter dem blauen Himmel und der leuchtenden Sonne Italiens sind ihre duftigen weißen Toiletten wohl am Platze. ES ist bekannt, das» diese Herrscherin eine große Freundin von Fußreisen ist, aber auch bei ihren Ausflügen besteht die Kleidung aus weißem Tuch: hierzu kommt das Barett der Bergbewohner. Die Königin-Regentin von Spanien ist ebenso wie die Königin von Belgien die Einfachheit selbst, und nur sür die Galatviletten der Hoffestlichkeiten können sich die hohen Frauen entschließen. Besondere Aus-merksamkeit erregt gegenwärtig die junge Kaiserin von Rußland. In der Straßenkleidung sehr einfach, trägt die Herrscherin bei Abendempfängen meistens die reiche russische Nationaltracht, deren Glanz der zarten Schönheit der Kaiserin einen eigenen Reiz gibt. Die Großfürstin Wladimir und die Herzogin von Leuchtenberg sind die feuerigsten Vertreterinnen der Panier Mode am russischen Hose, und alljährlich stattet die Herzogin der „Modenmetropole" ihren Besuch ab, um ihre Toiletten zn bestellen und sich über die neuesten Erscheinungen zu unterrichten. Schlachtenbummler gab e» auch in früheren Jahrhunderten schon. So folgte Mauperiuis, der Präsident der Berliner Akademie. Friedrich dem Großen in den ersten schlesiichen Krieg. Während der Schlacht bei Mollwitz stieg er aus einen Baum, um sich den Gang deS Kampfes zu betrachten. Aber österreichischeHusaren entdeckten den..schlachten-bummler" unv nahmen ihn gefangen. Er wurde nach Wien gebracht und gegen den Bischof von BreSlau, Cardinal Zingendorf. ausgewechselt. — Goethe musSte es während der Campagne in Frank-reich dem Fürsten Heinrich XIU. von Reuß erst weitläufig auseinandersetzen, waS eigentlich ihn be-wogen habe, am Feldzuge theilzunehmen. Immer bei ver Avantgarde, überall ermunternd und Uebles abwehrend, fand der Dichter doch noch Zeit unv Sammlung genug, sich mit Farbenlehre zu beschäftigen und ein physikalische» Wörterbuch zu studieren. Um das Kanonenfieber kennen zu lernen, ritt er während der Kanonade von Valmy so weit an die Feinde heran, dass die Kugeln um ihn herumpfiffen. Dann beobachtete er philosophisch gelassen den Eindruck, den das Schießen aus ihn machte. — In der Schlacht bei Fehrbellin ritt auch der Kammerjunker des Großen Kurfürsten mit, Dietrich Siegmund v. Buch, der über seine Erlebnisse ein Tagebuch herausgab. Als er sich aber sogar erbot, mit 25 Reitern zu recognoszieren, ob Fehrbellin noch besetzt sei, sagte Friedrich Wilhelm zu ihm: „Ihr müsst Eure Nase voller Neugierde in alles stecken!* Hheöruchsdrama im KhierleVeu. Auf einem Bauernhause in Niederschleswig hatte ein Storchen-paar sein Nest. Die Störchin hatte zwei Eier gelegt, mit denen der Besitzer des Hauses sich einen Versuch erlaubte. Er nahm heimlich da» eine Storchei weg und legte ein großes, frisches Entenei an die Stelle. Beide Eier wurden^ zu gleicher Zeit ausgebrütet; aber kaum hatte der Storch das merkwürdige Geschöpf, da» aus dem einen Ei herausgekommen war, erblickt, so stellte er sich der Störchin gegenüber, und nun entstand eine langandauernde Klapperunterhaltung, die damit endete, dass der Storch wegflog. Kurze Zeit nachher kehrte er mit acht bis zehn Störchen zurück, und unter andauerndem Geklapper hackten und stießen diese mit ihren scharfen Schnäbeln die arme, unschuldige Störchin, welche den sonderbaren SprösSling ausgebrütet und nach ihrer Meinung auch da» Ei gelegt hatte, in so gewaltsamer Weise, dass sie schließlich todt vom Dache herabfiel. Der Storch nahm sich indessen der beiden Jungen an, die sich prächtig entwickelten. Li-Kung-Kschang hatte bekanntlich eine be-sondere Verehrung sur seinen früheren Waffengenossen, den im Sudan gefallenen Geueral Gordon. und als er kürzlich in London verweilte, besuchte er laut „M. R. N." dessen Grabstätte und legte vor dem Denkmal des Helden einen prachtvollen Kranz niever. Ein dem verstorbenen General nahe stehender Verwandter, Mr. B. Goidon, war davon so gerührt, dass er sich veranlaßt sah. dem greisen Staatsman auch eine Freude zu machen. Mr. B. Gordon besaß ein wahres Prachtexemplar von einem Bull-Terrier; jugendsrisch, tadellos in der Form, mehrfach preisgekrönt, klug und ergeben, und aus-gestaltet mit allen Tugenden, wie sie nur einem Vollblut-Hunde eigen sind. Die» edle Thier nun wurde von Mr. Gordon als Geschenk auSersehen, und gedacht — gethan, dem gelben Diplomaten mit einem passenden Begleitschreiben übersandt. Die Antwort ließ nicht lange auf sich warten, unv Mr. Gordon brannte vor Begierde. waS der glückliche Besitzer seines Hunde» zu sagen hatte. Aber wie groß war sein Schrecken, als er den folgenden Inhalt la»: ..Mein lieber Gordon, — indem ich Ihnen sür die Ueberfendung des Hundes bestens danke, theile ich Ihnen mit. dass' ich selbst kein Hundefleisch mehr esse, aber mein Gefolge, dem ich den Hund übergab, ließ sich ihn recht gut schmecken. Ihr wohlgewogener ßi.A — Armer Gordon! Cur-Liste den Kaiser Franz Josef-Bades „TUffer." Herr Max Knopper, k. k. FinanzObereornmissSr i. P,, aus öraz. — Herr Julius Freud, Privat«, mit Frau Gemahlin und 2 Kindern aus Ofen. — Herr Jakob Ristan, Häuer, aus Rosenthal. — Herr Max Premru, Oberconducteur, aus Fiumc. — Herr J. nellerxberg, Kaufmann, aus Wien. — Herr Michael Laug, Hrivat-beamter, Rammt Frau Gemahlin, au» Wien, — Herr Gabriel Preschan, Walzmeister, Store. — Frau Marie Ahel, Private, mit Tochter, ans Wien. — Herr Frans Kotzian, Südbahnbeamter, aus Wien. — Herr Joxef Kratkv. Polizeibeamter, Göra. — Herr Dr. Alexander Toldt, Vorstand den k. k. Kevier-Bergamte», aus Cilli. — Herr Josef Mnzler, k. Vicegespan i. P., sammt Frau Gemahlin und Stub«nmiidchon, aus Agram. — Frau Marie Hermann, Private, Agram. — Herr Carl Mylius, k. k. Artillerie-Cadet, aus Wien. — Fran M Preschan, Haus- besitzerin, mit Fräulein Tochter, aus Stor£. — Frau Emma von Witte. Prirate, aus Kussland. — Herr Dr. Jacobi, prakt. Arzt, sammt Frau Gemahlin und zwei Kindern, aus Laibach. — Herr Franz Kallleh, Privat-dsamter, sammt Frau Gemahlin, aus Graz. — Frau Anna l)nb, Private, mit Stubenmädchen, Wien. — Frau Rosa Leeb, Kaufmannsgattin aus Budapest. — Fräulein Marie Brandtner, Private, Budweis. — Herr Philipp liankin, k. englischer Schissscapitftn i. P, -ammt Frau Gemahlin, aus Görz, — Passanten und Gäste aus der Umgebung. Summe 948 Personen. Hingesendet. Havelock'* aus bestenErlinger-und Kanieelhaarloden, eigener Erzeugung nur bei Alex. Starkel Marburgs, Postg&ase Nr. 6. Frei**? biuiffftt. 877-Sä Orisin. fflüspavB's Irisctie flesen mit Chaniotte-AusmauerunK sind anerkannt die bestenDauerbrand-8f*n und zur Beheizung aller Räume, auch der grössten, geeignet. TT r»/>.risa?rn mimi tUa «<*i«a BaifasM Mrtts mit aas 0raak kaS Itirtta. k*vf*ajt?'' a«»<>»tti« »avsal«, «»-><» «im» Iltis t. " »«fUBk, ial aHiaaS CtaKaail .filHsa, bsitalls sia ilraat »ad sdrtaalrs : As dls Suhutia»|*l-Aastkaka daa A. Tklsrry la Praarads kal RsMtsok-Ssssrtrssa. (a«n hanc» ltkCT VsMalisaOrnmrich.n«flsni* It (Irin »«et» Copotf. fla<««s « tisaa, such Ctiuits ») v«rz«zo»i»» ll (Iftnt am • XsupfUUftta i Cnan «0 Hallet Btaiatt all I, Htiss stas ( SakkviüaMa SMtkia Sicht Mtfcibtt Bktlnikos, sin ttsta 8 a:utsasirtfaai (tat «achaah», bei Beitogal. Adolf Thleppy, Apotheker ta Prtgrada bei Rokltich-Saiierbriai. fl-ltt 1896 .V-ntfche Wacht" Collectiv - Genossenschaft in Cilli. Die übliche Aufdiiigsung und Freisprechung: der Lehrlinge dieser Genossenschaft findet nra Sonntag, den 4. October 1896 um lO Uhr vormittags im Genossenschaftsiocale Hotel ,StraussS Cilli statt. Cilli* am 21. September 1896. Der Vorsteher: Midi. Altzlebler. 780=79 51-7 Waschtisch und Ttiürcn sireicht man nur Schnell und gut mit ..Weiber Glasur". Sie klebt nicht, trocknet sofort, und dann Glänzt sie wie weißes Porzellan. Um W Heller taust man sie In jeder großen Droguerie. VveeSldi» I» c»II dol ri-ai», « Stig*r OPd Vietor Wog«. Die Sohafwollwarenfabrik TOD Julius Wiesner & Co. in n Tt ty > > ist die erste cLer "Vs7"elt, welche Muster ihrer Erzeugnisse in Damen-Lodenstoffen auf Verlangen gratis u. franco verschickt und die Waren meterweise verkauft. Wir umgehen den die Stoffe so schrecklich verteuernden Zwischenhandel, und kaufen daher unsere Kunden um wenigstens 35°/4 billiger, weil direct von der Fabrik Wir bitten, sich Nüster kommen zu lassen, um sich zu überzeugen. Selj.o.f'wollwarerLfa'brii: von Julius Wiesner & Co., BRÜNN, Zollhausglacis 7/35. Direct ituM der Fabrik. 790-17 Kundmachung. Für daS allgemeine öffentliche Krankenbaus in Cilli werden hiemit die Lieferungen von Fleisch», Gebäck, Mahlproducte, Milch, Petroleum, Holz und Steinkohle für das ganze Jahr 1897 im Offertwege ausgeschrieben und sind die mit einer 5V kr.-Stempelmarke versehene versiegelte Offerte bis längstens I. Koieiuber d. J. direct an den hohen steiermärkischen LandeSanSschuss in Graz einzusenden. Nach dem 1. November einlangende Offerte finden keine Berücknchttgung. Ausdrücklich bedingt wird, dass bei Petroleum der Preis nur p-r Kilo und bei Holz nur per Raummeter loco Anstalt gestellt werden darf. Tie Milch ist ebenfalls loco Anstalt zum fixen Preise per Liter zu on-rieren. Im Weiteren wird bemerkt, dass die Offerenten tür Fleisch, Gebäck und Mahlprodukte die nöthigen Offerts-blankette, in welchen die Verpflichtungen der Lieferanten an- Seführt erscheinen, in der Anstaltskanzlei zu beheben haben, a nur diese Blankette verwendet werden dürfen. Endlich behält sich die KrankenhauS-Verwaltung das Recht vor, den LieferungS-Vertrag ohne Angabe eines GrundeS gegen monatliche Kündigung jederzeit, bei wiederholter wesentlicher Beanftändigung der Lieferung sogleich f Krankenhaus-Verwaltung in Cilli, am 28. September 1396. Der Verwalter: H. Tartier« 555.50 ßcltte Brünner Stoffe für Herbst u. 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