VrSvumeratiouS - Preise: Für Laibach: Ganzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 „ 20 „ Vierteljährig . 2 10 „ Monatlich ... - „ 70 Laibacher Redaktion Bahnhofgaffe Nr. 13S. Mit der Post: Ganzjährig....................12 fl. Halbjährig 6 „ ^terteljiihrig 3 „ !kür Zustellung inS HauS dirrtelj. 25 kr., monail. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. TaMait Anonyme Mitteilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Expedtttons- L Inserate« Bureau: Tongreßplatz Nr. 81 Handlung von Jg. v. mayr L Fed. Ba^erg,^ Zusertions-rede! Ä Für die einspaltige Petitz« L 4 kr, bei wiederholter schaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 Zeilen 20 kr. Bei größeren Inseraten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complicierten Satz besondere Vergütung. Nr. 144. Montag, 26. Juni 1876. — Morgen: Ladislaus. S. Jahrgang. Ein Scheidebrief an den Vatican. Bis in die neueste Zeit standen die Mittelund südlichen Republiken in Amerika unter der Herrschaft der Jesuiten» unter der Botmäßigkeit drs Rom treu ergebenen Klerus. Die Macht dieser Korporation war durch Jahre eine unbegrenzte; sie wars ihr; Netze über alle Schichten der Einwohnerschaft aus und schüttete ihr reiches Füllhorn über die Häupter der Gläubigen aus. Als unausbleibliche Folge der Ausbreitung dieser unbegrenzten Herrschsucht und verwerflichen Herrschaft der Jesuiten Und des ihm treugehorsamst dienenden Klerus trat in diesen Staaten ein Stillstand geistiger Kultur und freiheitlichen.Fortschrittes ein, die Einwohnerschaft dieser Republiken hatten in langer Zeit nicht einen einzigen Schritt nach vorwärts zu verzeichnen, d'e geistige Macht begünstigte die Action der Jesuiten und ihrer Knechte. Die zuletzt abgelaufenen Tage bringen uns er-freuliche Botschaft, daß sich in diesen republikanischen Staaten eine Wandlung zum Besseren vollzieht. Das Volk kam zur Erkenntnis, wo die Ursache des Stillstandes auf freiheitlichen Bahnen, wo die Wurzel des zu beklagenden Uebels steckt; das Volk suchte und fand, daß das Treiben der Jesuiten und des gesammten Klerus Unfrieden und Unheil brachte. Die Republik Venezuela, ein Land, welches 18,000 Quadratmeilen und drei Millionen Einwohner zählt, ist es, welche sich an die Spitze jener Staaten stellt, um das Verhältnis, welches sie an Nom kettet, sofort zu lösen. Die Republik Vene- zuela ist es, welche vorantritt, um die ihr von Rom, von den Jesuiten und ihren Helfershelfern angelegten Fesseln zu sprengen und abzuwerfen. Die Republik Venezuela ist es, welche sich vom Felsen Petri ab-lösen, welche dem Vatican die kirchliche Freundschaft kündigen und auch in kirchlicher Beziehung selbstän. dig, frei dastehen will. Der Präsident der Republik Venezuela richtete an den Congreß eine Botschaft, worin er die unerträglich gewordene Herrschsucht und Herrschaft der Jesuiten und des gesammten höheren und niederen KleruS konstatiert, die nicht zu befriedigenden anmaßenden Forderungen der Römlinge in lebhaften Farben schildert, die Trennung von Rom beantragt und die Gründung einer eigenen Landeskirche befürwortet. Diese Botschaft betont weiter, daß der Vatikan die Souveränität des Landes niemals anerkannt, auf die Einwohnerschaft desselben uner-träglichen Druck ausgeübt und der Klerus sich geweigert har, die Oberhoheit der Republik zu achten und die Gesetze des Staates auszuführen. Anlaß zu dieser Botschaft gab das von der Regierung Venezuela'« an den Erchischof Guevara gestellte und von demselben abgelehnte Ansuchen, auf den erzbischöflichen Sitz Verzicht zu leisten, und das „Mn xossumus", welches der Regierung aus den Hallen des Vatikans zugerufen wurde. In dieser Botschaft sagt Präsident, Guzman Blanko: „Ich bin mir wohl bewußt, daß unsere in die christliche Religion verkleideten Feinde die glänzende Zukunft unseres Vaterlandes, der wir Vorarbeiten, wieder in die finstere Vergangenheit eines furchtbaren Fanatismus umwandeln würden. Ich verlange von Ihnen, in vollster Ueberzeugung und indem ich die mir behufs der mir übertragenen Aufgaben vor jeder ändern angenehmste Verantwortlichkeit übernehme, ein Gesetz, welches die venezuelanische Kirche vom römischen Bisthume lossagt und vorschreibl, daß die Pfarrer von den Gläubigen, die Bischöfe von den Pfarrern und der Erzbischof von dem Eongresse zu erwählen seien, auf daß unsere Kirche zu der ursprünglichen, von Jesus und seinen Aposteln gegründeten zurückgeführt werde. Dieses Gesetz wird nicht allein unsere kirchliche Frage entscheiden, es wird auch ein großes Vorbild abgeben für das Christenthum des republikanischen Amerika, das bisher stets beeinträchtigt ward in seiner freiheitlichen, ordnungsgemäßen und fortschrittlichen Bewegung durch das gegentheilige Bestreben der römischen Curie, und die civilisierte Welt wird in diesem Gesetz das bezeichnendste Merkmal der Wieder» geburt Venezuelas erkennen." Der Congreß erfaßte die Wichtigkeit dieser Botschaft, gab dem mächtigwirkenden Eindrücke sofort Folge, ertheilte den Propositionen der Botschaft volle Zustimmu g und genehmigte die Trennung von Rom. Der Vatican muß durch die unbegrenzte Herrschsucht und drückende Herrschaft der Jesuiten und Klerikalen den Abfall eines nicht unbedeutenden Staates erfahren und der Besorgnis Raum geben, daß diesem Scheidebriese aus Venezuela noch mehrere aus ändern Staaten Amerika'« nachfolgen dürften. Jeuilleton. Fräulein Raymond dem Französischen des C. Mall et frei bearbeitet Von Rudolph Müldener. .. Ich wohnte einst in Paris eine Zeitlang hinter dem Luxembourg, nicht fern vom Observa-'°rium. mitten in diesem pariser Kamtschatka, welches von dem im Mittelpunkt der Capitale so heftig pulsierenden Leben fast gar nicht berührt wird, dem Aufenthalt alter Priester, ehemaliger Nonnen, durch Revolution ruinierter Familien. Das Haus, in weichem ich meine Wohnung Awählt, hatte ein wahrhaft antikes Aussehen. Ein ^runnen und ein Baum, der im Hofe stand, gaben emselben einen zugleich ländlichen und feudalen Anstrich. Vor der Vorderfront befand sich ein geräumiger Garten, der den Bewohnern des Hauses, damals nur au« einer sehr alten Dame und "ur bestanden, zur Dispositinn gestellt war. Da ich nicht« bessere« zu thun und auch ""ine Gründe hatte, mich so wenig wie möglich öffentlich zu zeigen, so suchte ich die Bekanntschaft der Dame zu machen. Ich grüßte sie, als ich ihr auf der Treppe begegnete, respektvoll; sie dankte und ging vorüber. Als eines Tage« ihr kleiner Hund von einer Dogge angefallen wurde, so eilte ich, ein ritterlicher Held, dem Schwächeren zu Hilfe: ich machte diesem ungleichen Kampfe ein Ende, nahm da« zitternde Schoßhündchen auf meine Arme und brachte e« seiner Herrin zurück. Dieser Dienst brachte mir eine Danksagung und ein liebenswürdiges Lächeln ein, allein die« war auch alles. Wa« besaß denn aber diese Dame Anziehendes, um mich in einem nutzlosen Entgegenkommen so beharrlich zu machen? Sie war eine lange, magere und steife Gestalt, ohne jene Grazie, welche einzelne Frauen selbst im höheren Alter zu bewahren wissen, stets sorgfältig aber altmodisch gekleidet. Fräulein Raymond bewohnte, wie mir der HauSwirth mittheilte, dies HauS schon seit sehr langer Zeit; sie verließ das Stadtviertel in der Regel nur zweimal im Jahre, um auf dem Schatzamte eine Pension zu erheben, welche ihr einziges Vermögen bildete. Man kannte weder Freunde noch Verwandte von ihr, einen alten Priester ausgenommen, welcher sie zu- weilen zur einer Partie Piquet zu besuchen pflegte. Sie schien sich selbst zu genügen, arbeitete, las und begoß ihre Blumen. Man begreift, daß Fräulein Raymond mit ihrer hohen Gestalt, ihrem brüsken und ctwa« männlichen Wesen eine etwas sonderbare und auffällige Erscheinung war; auch lächelten die jungen Mädchen, wenn sie sie mit großen Schritten die Straßen durchschreiten sahen, und die Kinder, welche ihr aus der Straße zuweilen einige Spöttereien nachzuschreien pflegten, liefen sofort von ihr davon, wenn sie nur Miene machte, den Kopf umzuwenden. Im ganzen Stadtviertel wurde ihr Name öfter als jede andere genannt; es war ein bekannter populärer Name, welcher der rebellischen Kinderschar einen heilsamen Schrecken einflößte. „Ach, wenn du nicht einschlasen, wenn du nicht artig sein willst," hörte man überall des Abend« die Mütter zu ihren Kindern sagen, „so werde ich Fräulein Raymond rufen; sie hat ein schwarzes Gefängnis für unartige Kinder." Und wenn nun dieser Wehrwolf ankam, so geschah e« nur, um Hülfe und Trost zu bringen. Sie ermuthigte die Familien-multer, ordnele ihre Wirtschaft, hörte dabei ihre Politische Rundschau. Laibach, 26. Juni. Inland. Freiherr v. Mollinary wurde, wie die „Budap. Corr." erfährt, vom Kaiser und vom Grafen Andrassy empfangen. Es sei namentlich die strengere Bewachung der ungarisch-serbischen Grenze besprochen worden. Mollinary habe hier zugleich angesucht, es möge der Bau eines Theiles der Grenzbahnen als Nothstandsarbeit für die Grenzbevölkerung gestattet werden. Ein hierauf bezügliches Elaborat liege dem ungarischen Finanz-minister vor. Die genannte Correspondenz wider» ruft feine Meldung, wonach ein Staatsanwalts-substitut nach der Grenze Ungarns gereist sei, um Schritte gegen serbische Wühler und deren Helfershelfer zu thun, fügt jedoch hinzu, daß das ungarische Ministerium zur Steuerung dieses Unwesens nunmehr alle nöthigen Vorkehrungen getroffen habe. Die „Deutsche Ztg." huldigt der Ansicht, daß die Verweigerung der Bescheinigung der Statuten für den proponierten Verband der Gewerbetreibenden Oesterreichs höchstens eine unliebsame Verzögerung der Constituierung des Verbandes herbeiführen, aber das Zustandekommen desselben voraussichtlich nicht hindern werde. Das ge-nannte Blatt hat allen Grund, anzunehmen, daß das Comilö, welches sich das Zustandekommen des für den Gewerbestand so wichtigen Verbandes zum Ziel gesetzt hat, schon in den nächsten Tagen der k. k. niederösterreichischen Statthaltirei einen modi-sicierten Statutenenlwurs vorzulegen in der Lage sein wird, welcher die weitestgehenden bureaukrati-schen Bedenken zu beseitigen geeignet ist. An kleinlichen Formsachen wird man die hoffentlich fruchtbare Idee nicht scheitern lassen. Ausland. Eine Correspondenz aus Neusatz meldet dem „Pesti Naplo": „Seit Beginn -er serbischen KriegSrüstung schickt die Omladina Geld, Rüstung und Menschen nach Belgrad. Niemand hindert sie. Sie besitzt eine vortreffliche Organisation. Im kleinsten Dorfe warten Agenten, um, wenn die Würfel nach dem Wunsche der Omladina fallen sollten, alles vorbereitet zu haben. In diesem Falle soll nemlich die sofortige Wiederholung der 1848er Ereignisse versucht werden. Aus Südungarn wollen die Omladinisten eine Vendöe im ungarischen Staate schaffen. Die Bevölkerung wird systematisch verhetzt, anerkennt nicht die Autorität des ungarischen Staates, welcher dort nicht über die militärische Macht ver-fügt. Wenn die Staatspolizei unter den Serben einige Spione hat, so sind Stadthauptleute die Polizeiorgane der Omladina, selbst die Gerichtshöfe stehen unter ihrem Einflüsse. Das nöthige Geld beschaffen die Omladinisten durch das Einreichen von Wechseln bei der becskereker Sparkasse, welche die- Klagen mit an, brachle das Halstuch der Tochter, das sich verschoben in Ordnung, und ließ endlich alle getröstet zurück. Ein unvorhergesehener Umstand führte endlich zwischen mir und Fräulein Raymond jene Annäherung herbei, welche ich wünschte. Ich erkrankte leicht, und da ich keinen der umwohnenden Aerzte kannte, so verließ ich mich, was meine Wiederherstellung betraf, auf Ruhe und Diät und ging mehrere Tage lang nicht aus meinem Zimmer. Eines Morgens klopfte jemand an meine Thür: es war die Magd des Fräulein Raymond, welche kam, um sich im Aufträge ihrer Herrin nach meinem Befinden zu erkundigen und mir ihre Dienste anzubieten. Gerührt von einer Aufmerksamkeit, auf welche^ ich keinen Anspruch hatte, gab ich die in solchen Fällen gewöhnliche Antwort, daß ich mich wohler fühle und nichts nöthig habe. Ich glaubte, daß es dabei sein Bewenden haben würde; allein nach Verlauf von ungefähr einer Stunde hörte ich abermals an meine Thür klopfen. Diesmal war eS Fräulein Raymond selbst, die, ein Theebrett in der Hand, in ihrer etwas feierlichen Ma> nier, in da» Zimmer trat, von ihrer Magd begleitet, selben behufs EScomptierung an die pester Com-mercialbank schickt. Auch die Ausrüstung wird aus Pest auf Wechsel geliefert. Die reichste Geldquelle bilden die UeberlandSfelder, welche der District tti-kinda besitzt. Derselbe hält sie sür sehr niedrigen Pacht und gibt sie theuer weiter. Die Differenz steht der Omladina zur Verfügung. Unbequeme ungarische Beamte werden durch Umschliche beseitigt. Kein einziges ungarisches Regiment ist im Süden stationiert. Der Correfpondent schließt mit der Aufforderung, es möge eine Brigade Honveds unter dem Eommando Hollans oder Mariassy's hinab-geschickt werden, um Ordnung zu machen. Aus Belgrad wird gemeldet: Die geplante Friedensmission nach Konstantinopel ist definitiv aufgegeben; die formelle Kriegserklärung steht vor der Thüre. Die Mobilmachung des ersten Milizaufgebotes wurde befohlen; dasselbe wird in den nächsten Tagen in den Brigadestationen versammelt sein; die Mobilisierung des zweiten Milizausgebotes ist bevorstehend. Für diese Woche wird der strategische Aufmarsch und die Abreise Milans zur Armee angekündigt. Zwischen den Truppen des Alimpic (derselbe kommandiert das serbische Armeecorps an der Drina) und den Türken fand an der Drina ein Zusammenstoß statt. Details sind noch nicht bekannt. Nach einem berliner Telegramm des „Pester Lloyd" wird die Nachricht des „Pesti Naplo," daß Rußland ein neues Memorandum vorbereite, dementiert, dagegen ausrecht erhalten, Graf Andrassy und Fürst Bismarck hätten eine neue Entscheidung in türkischen Angelegenheiten vor Ablauf des Waffenstillstandes abgelehnt. Seit dieser Ablehnung habe Rußland keinen neuen Vorschlag formuliert. Laut Meldung der „Agence HavaS-Reuter" hat die Pforte neue Truppen zur Verstärkung der bei Nisch und Novibazar ausgestellten Armeecorps abgesendet. Die Entscheidung inbelreff der von der Regierung in Aussicht gestellten Reformen wird baldigst erwartet. Eine vom Großvezier an die Bulgaren gerichtete Proclamation fordert Christen und Muselmänner zur Einigkeit auf. Dem „Lloyd" wird aus Ko n stantin ope l die Steigerung der allgemeinen Erregung und die Furcht vor neuen Krawallen gemeldet. Die Pforte gedenke, falls Serbien nicht genügende FriedenSga-rantion gibt, an die Waffengewalt zu appelliren. Die beiden Kammern in Rumänien wurden durch fürstliches Decret auf den 2. Juli zu einer außerordentlichen Session einberufen. Der Folkething nahm die zur Wehrvorlage von oer Linken beantragte, gegen die Regierung ge-richtete Tagesordnung mit 62 gegen 24 Stimmen und das von derselben beantragte Mißtrauensvotum gegen das Cabinet an. die eine Schüssel voll Bouillon trug. Sie näherte sich meinem Stuhle, befühlte meinen Puls, warf dann einen Blick auf meine Junggesellenbehausung, und da ihr dieselbe nicht im besten Zustande zu sein schien, so ließ sie einen kleinen Tisch hereinbringen, den sie mit einer weißen Servietle bedeckte, setzte Theebrett und Tasse darauf, die Schale mit Bouil-lon aber in die heiße Asche meines Kamins. Zum Schluß ließ sie aus ihrem eigenen Zimmer einen bequemen Lehnstuhl holen, richtete mich in demselben ein, schürte das Feuer an, richtete an mich einige Ermahnungen und ging endlich, um jedoch gleich darauf mit einigen Büchern wieder zu kommen. Alles das that sie, ohne meine Zustimmung dazu zu verlangen, und mit einer Miene der Autorität. Durch ihr Verfahren nicht wenig überrascht und nicht wenig erkenntlich, erschöpfte ich mich in Danksagungen, auf welche sie kaum hinhörte. Ihrer Vorschrift gemäß trank ich also einige Tassen Thee, hierauf Bouillon und blätterte in den Büchern, welche sie mir gebracht. Die letzteren waren religiösen Inhalte«: man sieht, daß meine Nachbarin ebensowol aus das Heil mei-ner Seele, wie auf das meines Körpers bedacht war. (Forts, folgt.) Zur Tagesgeschichte. — Ein klerikaler L a n d e s s ch ul ra t H. In der prager „Deutschen Volkszeit." lesen wir folgendes Zeugnis: „Der in seiner Majorität entschieden klericale Lan-desschulrath von Böhmen hat sich um den Geist unserer freisinnigen Schulgesetze nie viel gekümmert, er hat ihn nickt verstanden und nickt verstehen wollen; höchstens hat man der neuen Form Rechnung getragen, im Stillen aber eifrig daran gearbeitet, der „Mutter Kirche" wieder die Schule in die Hände zu spielen." — Fromme Wallfahrer, Daß es aus den sogenannten Wallfahrten nichts weniger als erbaulich zu-geht, ist eine alte Geschichte, und einsichtige Leute wissen längst, daß sie nur gewissen Faullenzern, allerhand Verliebten und dergleichen sauberem Volk Vorschub leisten. Einen neuen Beweis dasür bietet ein Borsall, welchen das „Trautenauer Wochenblatt" erzählt: „Der Vorbeter St. aus Altstadt (bei Trautenau) welcher von einer solchen Frommen plötzlich in einen Vaterschaftsprozeß verwickelt; er stand am 13. d. vor dem k. k. Bezirksgerichte und mußte, um nicht sür den Vater zu gelten, einen Sckwur leisten, „daß er der Soundso auf der vorjährigen Wallfahrt nach Albendorf nickt beigewohnt habe." — Aufgefundene Leiche. Der „Cill. Ztg." wird berichtet, daß am 9. d. M. auf der Höhe des Bergkammes nächst Trifail der 78jäbrige Bauer Krasoviö todt ausgefunden wurde. Die Leiche hatte zwei klaffende Wunden am Kopse, und in nächster Nähe wurde ein blutiges Beil gefunden. Da man in der Tasche des Ermordeten eine Barschaft von 60 fl. fand, so scheint ein Raubmord ausgeschloffen. In der Nähe stand auch der mit Ochsen bespannte Wagen Krasoviis, welcher sammt dem gefundenen Gelde nach Trifail gebracht wurde. Lokal- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (Turnerausflug nach Sago r.) Männer aus echtem Schrot und Korn führen ihr Programm durch, mögen sich der Ausführung desselben wie immer geartete Hindernisse in den Weg stellen, so auch die laibacker Turner. Ungeachtet der gestrige Morgen in dichten Nebel gehüllt war, bestiegen doch 26 wackere Mitglieder des hiesigen deutschen Turnvereines das Dampsroß der Südbahn, empfingen in der Station Littai den Herrn Bezirkshauptmann Dr. R. v. Vesteneck in ihre Mitte, hielten in Sava kurze Rast und unternahmen unter schwachem Regen den Aufstieg auf den heiligen Berg. Das prächtige, harmonisch klingende Geläute der Kirchthurmglocken sendete den Turnern freundlichen Gruß, die Turner besichtigten die im Lande geachtete Wallfahrerkirche, legten ein kleines Opfer in die Büchse und stärkten sich mit Imbiß und Trunk; die Petition an die höhere, das Weltall beherrschende Macht um Sendung eines die schweren Regenwolken verscheuchenden Sonnenstrahles blieb leider ohne Erfolg, der Regen fiel in Strömen nieder. Guten Muthes, heitere Miene zum bösen Spiel machend, unternahmen die Turner den Abstieg in den freundlichen Gewerksort Sagor; obgleich der Regen noch immer in schweren Tropfen herabfiel, erwartete denn doch ein großer Theil der Bewohner Sagors, die Beamten der Gewerkschaft an der Spitze, unsere Turner; sie zogen mit dem Banner, unter Trommelschlag und Pöllersalven, unter Vortritt der Gewerksmusikkapelle, unter Triumpsbogen und Blumenspenden mit hundertfachem „Willkommen" begrüßt, in Len Pfarrort Sagor ein und schlugen in Frau Stenoviz' Gasthauslokalitäten ihre Zelte auf. Die Zahl der Turner wurde durch Gäste aus Sagor, Littai und Trifail und nachmittags durch mehrere Nachzügler aus Laibach vermehrt. Das Mittagsmal wurde gemeinschaftlich in bester Stimmung eingenommen. Nun folgte eine Reihe von Toasten: Schristwart Rüting brachte einen Toast aus Seine Majestät den Kaiser, den Hüther freiheitlicher Institutionen; Bezirkshauptmann Dr. Ritt. v. Vesteneck ein „Hoch" dem laibacher Turnverein, dem Verbreiter liberaler Ideen in Krain; Turner Wehr intonierte ein „Hoch" auf den Gewerkfchaftsdirector Herru Langer; Schriftwart Rüting votierte dem Bezirkshauptmanne Dr. Ritter v. Best e n e ck ein dreimaliges „Hoch" und Sprechwart Krenner beantragte, dem Gewerksdirector Langer ein donnerndes „Gut Heil" darzubringen. Die Turnvereinsmitglieder folgten diesen Einladungen in festlicher Stimmung. Nachmittags um 5 Uhr wurden die Zinkhütte, die Glasfabrik und das Kohlenbergwerk besichtigt; Herr Gewerks-director Langer machte in freundlichster Weise den Führer und die übrigen Herren Gewerksbeamten gaben den Turnern gefälliges Geleite; ein Theil der Turner unterhielt sich mit Scheibenschießen. Um 8 Uhr begann auf der im Freien ^gerichteten Bühne die Festkneipe, bei welcher Soloscenen, Eine Parodie, ein Schattenspiel und füns lebende Bilder zur Aufführung käme«. Obgleich der Regen ebenauch störend eintrat, waren die Zuschauerbänke doch ziemlich gut besetzt, und dn Reinertrag dieser Vorstellung wird der Gewerksschule in Sag»! gewidmet werden. Der Kneipe folgte ein Tanz-EEiizchen; die Pausen wurden durch Absingung von Turn< ausgefüllt und um 12 Uhr Mitternacht die Abfahrt b»n Sagor zur gleichnamigen Station und um halb 2 Uhr Laibach angetreten. Die Gewerkschaft Sagor und die Turnvereinsmitglieder Dürr, Eberl, und Boltmann erwarben sich um das Arrangement dieses in größter Ord-uijd Ruhe abgelaufenen Ausfluges vollst- Anerkennung. — (Der Circus Sidoli) wurde in ungünsti-An Tagen eröffnet, vorgestern und gestern trat heftiger "kgm hindernd in den Weg; demungeachtet fand sich am trsten Vorstellungstage ein sehr zahlreiches Publikum aus ^en Bevölkerungskreisen Laibachs ein. Herr Director S i -^°li siihrie uns eine in der Reitkunst, Pferdedressur und ^hninastik meisterhast geschulte Gesellschaft und prächtige, und wohlgenährte Pferde vor. Die Productionen auf Springpferden, aus ungesattelten Pferden, mit den eminent ^fsierten Ponny-Hengsten und auf der in allen Gangsten der hohen Schule wolunterrichteten englischen Stute «Norm«" empfingen stürmischen Beifall. In den Frauen "Uradi, Annato und Fräulein Adele, Sevina ^"°li und in den Herren Directer Sidoli, Angelo, "r'co, Jgxgmo und Lardini lennten wir außer-A^hnliche Größen in der Reitkunst kennen; auch die beiden ^der Cgsar und Francini Sidoli bezeugten »*°brs Talent sür die edle Reitkunst. In der Gymnastik Mjß Victoria und die Brüder Conradi "k»t«ndxg Auch beide gestrige Vorstellungen waren gut . und das Urtheil der Zuschauer lautete auf allge-^esriedigung über das Gesehene. " (Tin neuer Roman) unter dem Titel: „Drei opfere Helden" oder „Treu bis in den To d", , Gustav Brandes; derselbe erscheint in Li-sernngen ^ ^Okr., und erhalten die x. t. Abonnenten zum 12. Hefte ^ Portrait des Kaisers Franz Joseph I. und zum Schluß-jeues der Kaiserin Elisabeth vollständig gratis, Auszahlung als Prämie. Außerdem erhält jeder Abon-"ENt zum Hefte ein Oelfarbendruckbild gegen Nach-^hlung von 2 fl. 70 kr. Pränumerationen aus diesen ^>nan übernimmt die Buchhandlung v. Kleinmayr ä- Bam-P ? in Laibach, woselbst auch die ersten zwei Hefte und die ^ .Zeitbilder zur gefälligen Einsicht vorliegen. Wir weisen "Usere heutige Beilage hin. dr«K«^ (Die Trennung des Südbahnnetzes) Ver,'. aus Triest mitgetheilt wirb, sür den dortigen Aea?^ verhängnisvoll zu werden, falls die österreichische des »""2 ^ stch nicht zur Pflicht macht, die Genehmigung keine ^""ungsvertrages davon abhängig zu erklären, daß werden ""altarife zum Nachtheile TriestS eingeführt fchen Geschieht dies nicht, so werden die italieni- gierun Linien in den Händen der italienischen Re- gemacht ^ °'uer neuen Waffe gegen den triester Verkehr Panier erzählt sich von einem geheimen Artikel der rei '"^"Eonalen Convention, welcher für alle öster-Tu»N Provinzen einen Differentialtarif zu- dex ^ ENedjgs festsetzte. Mit anderen Worten: Cs wird Hisih- ""Aschen Südbahngesellschast aufgebürdet, österrei-fr»^"^^'iche Produkte nach Venedig wohlfeiler zn ver-ihrrr«' Nach Triest. Da außerdeu, die Pontebalinic falls ^Endung entgegen- und der Betrieb derselben gleich-so thy" ^'e Hände der italienischen Regierung übergeht, welche z.?" ^ neue Schwierigkeiten gegen Triest aus, reicht nur so lange möglich ist, als die öster- noch ^'"ung dem Trennungsvertrage die Zustimmung nicht iiberl?^" hat. Möge man doch diese kritische Lage porium Oek "Elcher sich das einzige maritime Em-wenn der r »^'^ befindet und welche unverbefferlich bleibt, Moment versäumt wird, wurden a .^ahnverkehr im Mai.) Befördert "Uf der Süd bahn: 490,435 Personen und 831,262 Tonnen Frachten; die Einnahmen beliefen fich auf 2.834,708 fl.; auf der R u d o l f s b a hn: 111,803 Personen und 79,686 Tonnen Frachten; die Einnahme betrug 214,607 fl. Ueber Schulsparkassen. (Fortsetzung. > Vier Einwendungen sind es hauptsächlich, welche aus diesem seltsamen Unisono unserer Lehrerschaft in mehr oder minder scharfer Accentuierung uns entgegentönen; sie sind: 1. Ersparnisse im Gelde können nur da gemacht wer-de», wo etwas verdient würde; Arbeit sei die Quelle des Erwerbes. Nachdem die Kinder nicht arbeiteten, sei es widersinnig, sie zum Sparen verhalten zu wollen. 2. Das wahre Sparen bestehe nicht im Zurücklegen von Geld, sondern vielmehr in dem sogenannten Zurathehalten alles dessen, was jemand sein eigen nennt ober ihm zur Versügung anvertraut ist. Das müsse dem jungen Menschen beigebracht und zur Gewohnheit gemacht werden. 3. Das Erziehen zur Sparsamkeit der einen wie der ändern Art sei nicht sowol Sache der Schule, als vielmehr des Hauses. 4. Die Kindersparkasse gefährde das gedeihliche Wirken der Schule. Mit dem Augenblicke, wo diese neue Einrichtung ins Leben träte, würden die Gegensätze des Besitzes mit dem ganzen traurigen Gefolge böser Leidenschaften auch in jene Räume ihren Einzug halten, die bisher noch davon verschont geblieben sind. Die Grundsätze der Gleichheit, Einigkeit und brüderlichen Liebe, welche die Schule berufen ist, ins jugendliche Gemüth zu pflanzen, würden sich sofort wieder verflüchtigen ; zwischen den Kindern würden Spaltungen Platz greisen, welche sie ins Leben hinaus hegleiten und dort die Kluft nur noch mehr erweitern müßten, welche zwischen den einzelnen Klassen der Bevölkerung ohnedem in gähnender Tiese starrt. Sämmtliche diese ins Feld gesührten Einwendungen sind durch die Autorität von Personen und Parteien gedeckt uud treten auch sonst mit so gewichtigem Ernste auf, als wenn sie den Charakter unfehlbarer Dogmen erlangt hätten. Umsomehr ist es geboten, mit streng kritischer Sonde zu prüfen, ob sie überhaupt und was an jeder derselben berechtigt sei, und ob ihnen ein solches Gewicht beigelegt werden muß, um deshalb von dem Gedanken der Realisierung des Projektes der Schulsparkassen gänzlich Abstand zu nehmen. Die drei ersten Punkte bewegen sich in rein principiellen Erwägungen, nur der vierte trägt einen praktischen Charakter. Gleich die erste Einwendung beruht aus einer zum Theil unrichtigen Basis. Es ist wahr, daß die Arbeit die hauptsächlichste Quelle der Besitzbilduug ist. Allein sie ist nicht die einzige, es gibt noch andere erlaubte Wege des Erwerbes: Schenkung, Erbschaft, Fund. Wenn die Kinder nun auch nicht arbeiten und keine Gelegenheit finden, aus diese Art etwas zu verdienen, so haben sie doch immerhin ihren Besitz. Sie haben Kleider, Bücher, Schreibreqnisiteo, sie bekommen von Gönnern, Freunden!, Verwandten und Angehörigen Geschenke, viele erhalten selbst die Beträge in die Hand, welche zur Beschaffung der Schreibmaterialien nothwendig sind. Es ist ihnen somit ein, wenn auch beschränktes Feld überlassen, aus welchem sie mit einer gewissen Freiheit disponieren dürsen; und hier ist Gelegenheit genug, um etwas zu ersparen und zurückzulegen. Weshalb soll der Versuch unterbleiben, die Schritte der Kinder in dieser Richtung zu beaussichtigen und nach einem bestimmten Ziele zu lenken? (Schluß folgt.) ELitteruug. Laibach, 26. Juni. Morgens starker Regen, dann abwechselnd Sonnenschein, schwacher SW. Wärme: morgens 7 Uhr -j- 13 3", nachmittags 2 Uhr -j- 20 7° 6. (1875 -j- 19.2"; 1874 -j- 18 7° 6.) Barometer im Fallen, 729 76 mm. DaS vorgestrige Lage-mittel der Wärme -j- 17 3", das gestrige ->- 15 8"; beziehungsweise um 15° und 3 0" unter dem Normale; der gestrige Niederschlag 3180 mm. Regen. Verstorbene. Den 24. Iuni. Thomas Dovgan, Inwohner, 60 I., Livilspital, Wassersucht. — Elisabeth Babnik, Weichenwächters-Gattin, 46 I., St. Petersvorstadt Nr. 4, Lungentuberculose. Den 25. Juni. Gertraud Sustersii, Jnstitutsarme, 84 I., Versorc,ungshaus, Altersschwäche (Iil»r»8wus senilis). — Andreas Kleinbuchler, Zwängling, 16 I., ZwangSarbeits-Haus, Dysenterie. Angekommene Fremde am 26. Juni. Hotel Stadt Wien. Koppel, Kuppmann, Glas, Sanawitz, Kslte.; Hanack, Reis.; Grnber und Hacker, Wien. — Goldner, Ksm., Koustantinopel. — Skarja, Postmeister, Krainburg. — UrbanA, Gutsbes., Thurn. — Friedmann, Pest. — Weber, Hdlsm., Triest. — Hiller, Kfm., Raab. Hotel Elefant. Pünzer, Trisail. — Prenes, Bayer, Kslte.; Benediner und Taguh, Wien. — Wakonig, Littai. — Hinzl, Hrastnik. — Koprivar, Fiume. — Freiherr von Weißeubach, k. k. Capitän, Pola. — Morpurao, Triest. — Teröel, Kfm., Graz. — Calcari, Lack. — Anzani mit Frau, Kfm., Lugano. Hotel Europa. Ferfila, Beamter, Gurkfeld. — Cotta, und Mauser, Triest. - Makl Elisabeth, Sauerbrunn. — Pajk, Professor, Marburg. — Nolli, Spenglermeister, Cilli. — Schnitzer sammt Frau, Budapest. — Justin, Fiume. Kaiser von Oesterreich. Wodisek mit Frau, Littai. Atohren. Jerunak, Linz — Kolb, Realitätenbes., Jauers-bürg. — Mazi, Agent, Graz. — Popovic, «gram. Gedenktafel über die am 28. Juni 1876 stattfindenden Lici« tationen. 1. Feilb., Jan'sche Real., Graböe, BG. Radmanns-dors. — 3. Feilb., Tantik'sche Real., Oberigg, BG.^Laibach. — 3. Feilb., Purkart'sche Real., Zelimlje, BG. Laibach. — 3. Feilb., Oven'sche Real., Schleiniz, BW. Laibach. — 3. Feilb., Schwiaelj'sche Real, Kleindorf, BG. Laibach. — 3. Feilb., Glinsek'sche Real., Pöndorf, BG. Laibach. — 3. Feilb., Bergant'sche Real., Dobrova, BG. Laibach. — 3. Feilb., Eermagoj'sche Real., Piauzbüchl, BG. Laibach. — 3. Feilb., Hribar'sche Real., Zagrac, B!8. Laibach. — 3te Feilb., Dolenc'sche Real., ViZmarje, BG. Laibach. — Ite Feilb., Schavorn'sche Real., Dnle, BG. Möttling. — Ite Feilb., Zor'sche Real., Mitterdorf, BG. Oberlaibach. — Ite Feilb., König'sche Real, Knutschen, BG Seisenberg. — I. Feilb., Stoiß'sche Real., Zeline, BG. Gurkseld. — Ite Feilb., Jerarssche Real., Neul, BK. Stein. Lebensmittel-Preise in Laibach am 24. Juni. Weizen 8 fl. 60 kr., Korn 5 fl. 60 Ir., Gerste 4 fl. - kr., Hafer 3 fl. 80 kr., Buchweizen 5 fl. 40 tr., Hirse 4 fl. 80 kr., Knkurutz 5 fl. 80 kr. Pr. Hektoliter; Erdäpfel 3 fl. 80 kr. pr. 100 Kilogramm; Fisolen 8 fl. — kr. per Hektoliter; Rindschmalz - fl. 94 kr.. Schweinfett 85 kr., Speck, frischer, 70 kr., Speck, geselchter, 75 kr., Butter 85 kr. per Kilogramm; Eier 1'/, kr. per Stück; Milch 8 kr. per Liter; Rindfleisch 48 kr., Kalbfleisch 44 kr., Schweinfleisch 68 kr. per Kilogramm; Heu 3 fl. 50 kr, Stroh 3 fl. 25 kr. per 100 Kilogramm; hartes Holz 8 fl. — kr., weiches Holz 5 fl. — kr. pr. vier Q.-Meter; Wein, rother 23 fl. — kr., weißer 20 fl. pr. 100 Liter. Lottoziehung vom 24. Juni. Wien: 44 43 5 29 82. Graz: 41 37 90 36 78. Eine schöne Wohnung, im schönsten Theile der Stadt gelegen, bestehend ans 8 Zimmern, Küche, Keller, Speisekammer, Holzlege und Dachkammer ist von Michaeli ab zu vermiethen. Näheres aus Ge-sälligkeit im Comptoir dieses Blattes. (234) 27 Die Dezimal- und Tafelwagen-Fabrik von (326) 4—4 pkiüpp Wiknvi' L 6omp., liefert umgehend amtlich geaichte Wagen von anerkannt solider Construction zu folgenden Preisen pr. Nachnahme: Dezimalwagen, geaicht, mit großer Brücke, poliert 25, 50 Kilo pr. Stück fl. 10 50, 1150, grün 50 100 150 250 400 500 750 Kilo Tragkrft. fl. 9 50, 12 25, 13-50,15-75, 19. 23 25, 27. Balance-Tafelwagen, geaicht, mit runden mefs. Schalen: pr. Stück 2 3 5 10 15 Kilo Tragkraft fl. 7-75, 9, 10 75, 12 50. 15. Meäerverkimfer erkalten Kabatt. (kÄIsuckt) ksilt drieüiok äsr 8psei»I»rrt vr. LllUirvd, Mustaät, vresäen (Ssvksen). Vvrvil8 Ldvr 8000 mit Lrkol» dvdimckvit. <1) 40 Nr. 168 an der Hradeczkybrücke find zwei elegant möblierte «E Balcoiyimmer -NL nebst Vorzimmer sogleich zu vergeben. Anfrage im zweiten Stock bei der Hauseigenthümerin. (365) 3—1 Die Lrebsküche, 116 Rezepte zur Bereitung der schmackhaftesten Krebsgerichte. Preis 30 kr L. W. — 60 Pf d. R.-Währ. Zu beziehen gegen Einsendung des Betrages durch die Emanuek Gra^ LiÄenkerg'^e Hanäe^^erei, St. Marein in Kraiu. (350) 3-3 gegen (249) 40—34 Sommersprossen, Leberflecke, Wimmerln rc. Diese Salbe durch 10 Abende anaewendet, verdrängt spurlos Sommersprossen, Leberflecke rc. Ein Original-Tiegel sammt Anweisung kostet 70 kr. Echt zu beziehen durch die LandsLafts-Apotheke des VVv»«I. Apotheker und Chemiker, Graz, Sackstraße Nr. 4. Geueral-Depot für Krain bei Vlvtoi- V. l > Apotheker „zum goldenen Einhorn" in Laibach, Hauptplatz Nr. 4. Keines Werke, "Volksausgabe, romplet nur fl. 10 80. Zu beziehen durch Jg. v. Meinmayr 8: Feä. Oamberg's Hcinr. Hrine's Sämmtliche Werke. Erscheint in 36 Lieferungen ü. 80 kr. und wird bis Weihnacht dieses Jahres fertig geliefert. Heines Porträt in Stahlstich, nach Kietz. Dasselbe eignet sich, um mit eingebunden zu werden. Da« erst« Kest ist bereit« »orrütliig. »WWW Heine's Werke fehlen noch in mancher Privatbibliothek, weil bisher nur splendide Ausgaben (in 22 und 18 Bänden) existierten, deren Anschaffungspreis ein relativ hoher war. Die neue Volksausgabe ermöglicht durch gedrängtere Form, welche aber dem angenelmien Eindruck keinen Abbruch thut, den billigeren Preis. (228) 3—3 Glück auf nach Sraunschweig! ! ist und bleibt Mvlvv »It« Devise, unter welijer ich wiederum die von hoher Regierung genehmigte und 8»nmtlrt« krsuL86d^.b»nä«8-l,«t1vriv, I Gewinne im Betrage von 8 696,000 Mark enthaltend, darunter «vvnt 43VVVV spsoisU »VVVtt«, LSVOOtt, 8U 000, S1».V0«, L L 40.000 rc. rc. weiche innerhalb wcnigcr Monate,ur Sntlcheitung kommen müssen, angelegentlichst eniplehle. Die «rnt» Ziehung beginnt schon »i» 201 I»Ii ». «. und versende hierzu gegen Einsendung des Betrage» oder Postvorschutz »rl8>n»U«»8v Vl Vs V« V« zu ü. 9 «.4.50 ü. 2.25 ü. 1.13 üst.^V. Sende j«dem Theilnehmer den amtlichen Plan gratis, sowie auch GewinnUsten und Ge- begünstigt« auch in der kürzlich beendeten Lotterie wieder mein >>tUi> in reichem Maaße, mein« Unna bedart daher (da solche eine der Llteste« in dieser Ii> unclie ist> keiner >>,->«ii»o>»-n Anpreisungen dieser so beliebten Lotterie, indem ich daher sür das mir seit Jahren geschenkte L-rtrauen ergebenst danke, bitte solche« mir, da die Nachsrage bereit« stark ist, durch baldige Bestellungen zu erneue«. H.S188, Hauptcollcclcur in e Langerhof Nr. 8. Morgen den 27. Juni großes Concert der aus acht Personen bestehenden Gesellschaft Mttklkgger. (367) Hochachtend Franz MrfM. LllNllwirtMaMeke RusMung und Volksfest in Zteyr am 7., 8., 9. und 10. September 1876. Programm: I. AnSstelluug von Thiere«: ») Pserde: Zucht- und Gebrauchs-, Arbeits- und Luxus-Pferde, Hengste, Stuten und Walachen. b) Rinder: Snere, Kühe mit dem Kalbe oder trächtige Kal-binen, Ochsen. Mastvieh: Stiere, Ochsen, Kühe, Schnitt-Kalbinen, Kalbinen, Terzen. c) Schweine: Eber, Mntterschweine, Ferkel, Mastschweine. (1) Schafe: Widder, Mutterschafe, Lämmer, Ziegen. e) Kaninchen. k) Federvieh: Hühner, Gänse, Enten, Pfauen, Tauben, Singvögel. 8) Fische: Krebse, Vorführung der künstlichen Fischzucht. L) Jagdthiere: Federwild. II. Ausstellung von landwirthschaftlichen Boden-Erzeugnissen : s,) Feldgewächse (in Pflanzen, Halmen, Samen) jeder Art, als: Körner- und Oelsrüchte, Futterkräuter, Gräser, Knollen« und Wurzelgewächse, Hanf, Lein, Hopsen, Farb- und Gewürzpflanzen u, dgl. b) Obst und Gemüse. III. Ausstellung von landwirthschaftltch-techuischeu Erzeugnisse», wie: Mehl, Brod, Wein, Most, Bier. Spirituosen, Essig, Oele, Wachs, Honig, Zucker, conservierte Fleisch-, Gemüse-, Fruchtgattungen n. dgl., Flachs, Hans, Wolle, Seide, künstliche Dungmittel u. s. w. IV. Ausstellung von Erzeugnissen derForstmirthschaft, wie : Hvlzgewächse, Samen, Stammabschnitte, Nutzholz, Sortimente, Bretter, Schindeln, Faßdauben, Harze, Terpentin, Waldwolle, Bast, Holzkohlen, Sammlungen von getrockneten Pflanzen, Samen, Holzarten, sorstschädlicde Insekten, Eier u. dgl., ausgestopste Thiere, Geweitie u. s. w: V. Ausstellung von laud- n»S forstwirthschaftlicheu Maschinen, Gerkthen uns Werkzengen jeder Art, von Modellen zu dergleichen, von Jagdgeräth-schäften u. s, w. VI. Abhaltung eines Preis-Psliigeus. VII. Abhaltung eines Pferde-Rennens. VIII. Abhaltung eines Freischiesrenö. IX. Volksbelustigungen. X. Verlosung von landwirthschaftlichen Gegenstände» und Prämiierung . ») Verlosung der von dem landwirthschaftlichen Bezirksvereine Steyr angekauften Gegenstände unter seine Mitglieder ; d) allgemeine Verlosung der vom Comite der landwirthschast-lichen Ausstellung und des Volksfestes in Steyr auf der Ausstellung angekauften Gegenstände; e) Prämiierung. XI. Freiwillige Auktion von Ausstellungsgegenständen. Zur Beschickung der Ausstellung werden In- und Ausländer freundlichst eingeladen, und es sind die Anmeldungen hiezu spätestens bis zun« 1. August d. I. an das Lo-mite der landwirthschaftlichen Ausstellung und des Volks-festes in Steyr zu richten, welches bereitwilligst jede weitere Auskunft ertheilt. Landwirthschastliche Geräthe u. dgl. müssen mindestens drei Tage vor Eröffnung der Ausstellung, lebende Thiere jeder Art aber erst am Vortage der Eröffnung aus den Aus-stellungsplatz gebracht werden. IM" Die Aussteller werden ersucht, das vorgeschriebene Gesundheits-Zeugnis der Thiere beizubringen, ohne welches die Thiere zur Ausstellung nicht zugelafsen werden können. Steyr im Mai 1876. (364) 3—1 Das Comitv der landwirthschaftl. Ausstellung und des Volksfestes. 450MÜ Mark ist der Haupttreffer der von der herzoglichen braunschwei- in wenigen Monaten folgende Gewinne mMen: 1 ä, 300000 Mark 1 ü. 1 150000 ff 3 1 L 80000 ff 27 ü. 1 60000 ff 42 L 2 L 40000 ff 255 L 1 L 30000 ff 5 L 6 L 30000 ff 12 L 1 rl. 24000 ff 1 L 1 L 20000 ff 400 L 1 L 18000 ff 23 L 11 L 15000 ff 648 2 ^ 12000 ff 1000 17 ^ 10000 ff 4000 2000 1000 600 30« und 41,037 Gewinne von Mark 240, 200 u. s. w Im ganzen: 8.6W.000 Mark. Die erste Ziehung findet am 20. und 21. Juli d. I. stalt. Prospecte zur gefälligen Ansicht werden von uns gra< tiS versandt, nm sich von der Solidität.dieser Verlosung zu überzeugen. Preis: Lriginal-Los 1« Mark oder fl. 8 8« ö. W., -/, 8 Mark oder fl. 4 4« ö. W., '/« 4 Mark oder fl. 2 2« ö. W. Auswärtige Knstrii»« werilen, gegen Einsciulnng äe» /!«-trage» oder gegen Postnnchnlchme, selbst nach >len entferntest«» Megenilen prompt, verschwiegen »aä gewissenkmst auügesükck sowie ilie amtliche Kewinnkiste sofort nach äer Entscheid«»! zugesaaä,. (336' 6-3 Äuüüunft über unsere Firm», ilie slilon s-,1 Znktren besteül, Kaan man bei jedem Knnluer nnä Kausnmnn eia;ick>ea. Man wende sich an die Unterzeichnete», die mit dem Verkauf dieser Lose von der Direktion betraut sind. Kvln'üäirr IMvnkvIä, Bank- und Ttaatspapieren-Gcschäft, Hamburg. Wiener Börse vom 24. Juni. St»Lt»k0L(1». B-ld Ware 5perc. Rente, öst.Pap. «8 15 88-S5 dto. dto. öst. in Silb. 8g «5 8S 75 Lose von 1854 .... INS ÜS 1,8-75 kose von 1880, ganze Lose von 1880, Füllst. I0!I'50 110- 118 5» 118- Priimiensch. v. 1884 . 1Ü«- 1S0-50 Ormackvvt.-Odl. Eiebenbürg. 7S 80 7«-Ll> Ungar» 74 50 7t-i5 IInglo-Bank Lreoitanstalt 70 25 70-50 14» — 14» SO D-Vofitenbant . . . . EScomPte-Anstalt . . 840-- 850- Franco - Bank . . . . IS5» 14 — Handelsbank 55 — 5550 «ationalbank . . . . 840— 841-- Oest. Bankgesells. . . Union-Bank 58-75 Ü»L5 BerkehrSbank 8».— 8» 50 Msöld-Bahn .... 101 5g IVS S0 Karl Ludwigbahn . . «ais. Ms.-Babn . . tkais. Fr, Iosessb . . roo r5 rbo 75 151-50 15»-— IS4-- 134-50 ktaat»babn i«8.- i«7- Südbahn 8S-5V 8S-75 rk»LlIdrtoko. Geld War! Allg. öst. Bod.-Erebit. dto. in SS I Nation, ö. W Ung. Bod.-Ereditanst. 10S-50 88-— 87-Sg «5S5 104.-- 88 Ä 87-1» 8S-SS Vri«,rttLt»-0bI. Franz Ioles«-Bat»! . Oest. Nordwestbahn . Siebenbürger .... StaatSbahn Südb.-Ges.zu 5ou Fr. dto. Bon« ÜO-S« 88- 81-5« I51-— 112-50 go-»i 8S-id «S— isi-r« IlS-^ I-o»«. Credit - Lose Rudolfs - Lose .... 181- IS50 182'-^ 14^ Wsvk». (3Mon.) AllgSb. lügst. südd.W. Franks. 10« Mark. . Hamburg „ London io Psd. Sterl. Pari« 100 Franc» . . S8-SV 5« ro iri-85 48 15 5S-»S bg-S» „»-or «8S> Lais. Münz-Ducaten iO-FraneSstück. . . . Preuß. Kafienscheine. Silber . . . 5-8» g-70 Sg-70 I01-8(! s-ss S'> 5S-S0 1»»'-" Telegraphischer Cursbericht am 26. Juni. Papier-Rente 6510 — Silber-Rente 68 60 — lkW Staats-«nlehen 109 25. — «ankactien 834. — «redit l38 ^ — London 123 15. — Silber 102-80. — K. k. MM dukaten 5 84. — 20-FrancS Stücke 9 77. — 100 mark 6015. Druck von Jg. v. Kleinmayr L Fed. Bamberg. Verleger Ottomar Bamberg. Für die Redaction verantwortlich: Franz Müller.