Freytag den 2, August »322. y a i b a ch. ^ ^-^eine k. f. Majestät haben, über einen alleruntcr« ^ thänigsten Vortrag der hohen Commerzhofcommission, , mit a. h. Entschließung vom 16. v. M., geruhet, dem Johann Nepomuc SHmid', Bestand « Kaffehsieder in . Gräh, auf dem Iacomini. Platze Nr. 5o, auf die »^r« ^ findung eines Kaffehkoch-oder vielmehr Kassch-Aus-ziehungs-Apparates, womit i) eine Ersparung von we- ^ nigstcns -5 Procent am Kaffeh, und beynahe die Hälfte ^' an Brennstoff verbunden sey; 2) viel schneller als ge- ^ wohnlich ein feines und mehr aromatisches Getränk ge- . liefert, und durch beliebige Zeit in seiner Aroma heiß er: ^ halten; endllch 3) nach Umstanden ein Quantum von " vier bis zweyhundert Schalen Kassel), und auch darüber, ! jehr geschwind gekocht werden kökne:" cin Privilegium auf die Dauer von fünf Jahren, nach den Bestimmun» ' gen des a. H.Patentes vom 6. Dec. 1820, zu verleihen. , Welche allerhöchste Entschließung in Folge des eingelangten hohen Hofcanzleydecretes vom 25. v., Erh. iä. l. M., Z. 17,5?.^ hienüt zu« öffentlichen Kenntniß gebracht wird. , Vom k. k. illyr.Gubernium. Laibach am »g.Iuly 182«. , Se. k. k. Maj. haben, über einen allerunterthänig» sten Vortrag der hohen Com'.nerzhofcomnussion, mit a. « h. Entschließung vom 16. v. M., geruhet, dem Joseph Nuzizka, gewesenen Gcometcr des k. k. Katasters» wohnhaft auf der La>mgrube Nr. 184, auf die Verbesserung in der Ohlerzeugung, welche im Wesentlichen darin de» ftche: »») l>ic von den Brüdern Ancun und Aloys Bur« ka und von Johann Tlchaczek erfundenen Tcfelohlgat« tungen aus inländischen Früchten und Samengattun-g durch eine zweckmäßigere Ein« richtung mit kleinerem Verluste an Ohl, weniger Mühe und Kosten, dergestalt zu reinigen, daß es von seinen natürlichen Fettigkeiten nichts veniere, daher sparsamer brenne und doch keinen Geruch gebe, und selbst das rohe Ohl schon in dcr Presse so zu verbessern, daß es stch viel eher und besser kläre, und daher auch beym Beleuchten nn Freyen heller brenne; 5) em , mit aromatischem Gerüche gesättigtes, der Gesundheit nicht schädlichesVrenn-öhl, für Schlaf- und Wohnzimmer, wie auch für schmale Gang« im Innern dcs Hauses, zubereiten; 4)DasMan? t sl« und Sonnenblumensamcn lOhl, dann das Lein«, Nuß-^ Mohn«, Hanf« und jedes andere, zur Politur ^nd b«m Lack nöthige ühl gleichfalls durch eine zweck« mäßigere als di^ bisher bekannte Behandlung, und durch Zusatz von Ingredienzen viel besser zu reinigen; endlich 5) das, nach der Reinigung aller dieser Ohlgattungen zurückgebliebene, mit den vermoderten Fasern stark ge» sättigte Qhl zur Bereitung einer guten Öhl-Glanzwichs zu verwenden und hierdurch auch die Raffinerie-Spesen zu vermindern:" ein Privilegium aufdie Dauer von fünf Jahren, nach den Bestimmungen des a. h. Paten« tes vom 8. December »620, zu verleihen. Welche a. h. Entschließung in Folge des eingelangten hohen Hofcanzlevdecretcs vom «5. p., Ely. iH. l. M.,Z. 57,57z. yicmit zur effentllchen Kenntniß gebracht wird. Vom k. k. illyrischen Gubcrnium. Laibach am ,9. Iuly 1822. Schifffahrt in Trieft. Angekommene Schiffe zu Trieft seit 5. bis 12. Iuly 582«. Die engl. Brigantine, Albion, Capt. Iven DeviS, V. London, mit Zucker. Kaffeh u. Schnittwaaren. Der österr. Picl., ». Venedig, mit Gyp5 u. Zu,ckcr. Die öst. ' Vrazzera, v. Eapo d'Istri«, m>t Alaun u. Vitriol. Der 1 pävstl.Piel., v. Ravenna, mit türkisch. Weihen. Dierus-' sische Brigantine, h. Niclas, Cap. Drmetrius Stratli ' Belluri, N. Tine, mit Ohl u. Wachs. Die österr..Braz- - zera,v. Zara. mit Wolle u. Häuten. Der österr. Piel., - v. Venedig, mit Mehl, W-ihcn u. Limonen. Der öftere, l Piel., v. Goro, mit Rcis. Der österr. Picl., v. Goro, - mit Leinwand, Alabaster, seidenen Soffen, Reis u c WeuM. Der österr. Piel., v. Navenna, mit EW. Der 264 iisteor. Piel., v. Primaro, mit türkisch. Weißen. Die öst. Brigantine, der Laufer, Tap. H. Besarich, v. Alexandrien, Mit Baumwolle, Kaffeh, Gummi, Wachs, China u. wol-ltnen Zeugen. D^'r öfter»!. Schoner, der Graf Saurau, Capt. Ant. Giurovich, v. Scio, mit Brennholz u. Gall-äpfeln. Der päpsll.Piel., v. Rodi, mit Öhl u.Llmonen. Die engl. Brigantine, Nelly. Cap. Io<. BureU, v. Lo<.i don, mit Schnittwaaren. Seife, Zimmet, Färbeholz, Zucker, Muscat» Nüssen, Kaffeh u. Indigo. Die amcrlk. Nrigantlne, Nill, Capt. WiU'am Hucchinges, v. Ha^ vannah, mitZucker, Kaffeh, Cochenill. u.Farbehol^ Tie österr. Brazzera, v. Sebenico, mit Pech, Branntwein, Ohl, Unschlitt, Häuten u. Wolle. Der neap. Picl., y. Bisceglia, mit Mandeln u. Weinbeeren, üer oft. Piel., V. Spalatro, mit Unschlitt, Kerzen, altem Kupfer, käse, Essig, Wein, Mandeln, Wachs, Häuten u. Unschlttt. Die neap. Paranza, v. Rodi, mit Lnnonen. Der österr. Piel., v. Ragusa, mit Leder, Wachs, Wolle, Leinwand «. Unschlitt. Der österr. Piel., v. Cittanuooa, mit Vi> triol. De« öst. Piel., v. Chersc», mit Branntwein. Der neap.Piel.. V.Bari, mitÖhl, Mandeln U.Branntwein. Die engl. Brigantine, James Proteus, Capt. Thomas Holmes, v. Port au Prince, mit Kaffeh. Der öst. Piel., d. Scuttari, mit Wolle, Wachs u. Hauten. Die engl. Brigantine, Aurora, Cap. John Jackson, v. Bristol u. Malta, mit Zinn, Elsen, Zucker, Kassel) u. Baumwolle. Die cngl. Brigantine, Norfolck, Cap. WUHclm PesteU, V. Liverpool, mic Kassel), Manufacturwaaren u. Zinn. Der österr. Piel., v. Pirano, m^t Mehl, Ohl u. Fisolen» Der österr. Piel., von Zeng, mit Tabak. Die öst. Braz» zera, v. Pirano, mit Ohl. Der österr. Piel., v- Sebeni» co u. Zara, mit Pech, Hauten, Spelten, Mandeln. Ro» sogllo u. Ohl. Der österr. Picl., v. Trau, mtt Roio-glio u. Honig. Wien. In der Wiener Zeitung lesen wir Folgendes: »Das Leben des am 4. Februar d. I. zu Böhmisch. Budweis verstorbenen k. k. Feldzeugmeisters, Ferdinand Frey, Herrn v. Haring, ist cm ,Beyspiel, wie sehr das echte Verdienst erhebt, und, vsn Österreichs gerechtem Herr, scherstamme anerkannt und belohnt, sich zu einem Denkmahl« gestaltet, bey dem die Nachwelt gern und vereh, «end verweilt." ,Am 8. März des Jahres 1732 zu Neustadt! nächst Pilsen geboren, trat der Verstorbene am «6. Decem» ber »722, nach seinen in Prag vollendeten Studlen, als Kanonler zu Böhmisch «Budweie in das k. k. Artil» lerie« Corps ein. Der siebenjährige Krieg, diese Schule der Kriegskunst für Hee« und Heerführer, die darin gelernt, den Sieg an ihre Fahnen zu fesseln, diente auch ihm zur Entwickelung seiner seltenen militärischen Fähigkeiten ; dcnn nachdem er den Schlachten bcy Prag, Breßlau und Lruthen, so wie dem für Österreichs Waf» fcnr^hm und Kriegsqcsclucht.! ewig denkwürdigen Tref» . ftn be.) Hochklrcht'N mit Äav,clchnung dcygc^ohnl, auch in Folge dessen am 14. Iu^n'-lb 1760 ,mn Feuerwerker d.fördert worden war. fand er an» 1. Qctobei 176» bey der Bestürmung uon Schwcidnü) Gelegenheit, seinmi« litarische^ Talent sowohl, als auch Kinen besondern Muth aufs glänzendste zu bewahren, indem er der Elst« den bedeckten Weg und die Hauptwerke der Festung erstieg, und durch Zerschmettern der Thore Laudons Helden« schaaren das Eindringen in die Stadt möglich machte." »Im Jahre 1767 zum Lieutenant ernannt, und dan» durch Verdienst und Petragen von einer militärischen Rangstufe zur andern gehoben, war es am «5. August »768, also sechs Tage nach seiner Ernennung zum Ma» jo», wo er, durch Erlangung eines größern Wirkungs» treises auf dem Felde de« Ehre, seinen Muth und sei« ne Kenntnisse durch eine folgenreiche Waffenthat «n den Tag zu legen, seinen Nahmen in den Reihen einer tap« fern Armee zurAuszeichnung zu erheben, ja,denselben sogar bedeutend für die Geschichte des Türkenkrieges zu machen mußte.* „An jenem Tage nähmlich hatten die Türken beyVe« sineska im Banat unsere, von der (damahligen) Latte« manmschen Division besetzten Pallanken (Blockhaus") ungestüm angegriffen, zwey Kanonen bis auf »5a Schr't' te von jenen aufgefühlt, und, nachdem sie damit Vtt' sche geschossen, ihre Stürme mit solcher Wuth begönne«, daß jene Division der größten Gefahr ausgesetzt wat, entweder sich aufopfern oder dem Feinde ergeben zu mü!* sen, als der Major Häring mit vier »2» und zwey 6pf""' digen Stücken herbey eilce, dieselben selbst auf dcn Fei" richtete, und mit solcher Wirkung denselben beschoß , ^ nicht nur die feindlichen Stücke sogleich demontlct, s"" dern auch die Feinde selost vertrieben, die N^agelce aber gerettet wurden." »Auch am 28. Auqust 1789 that er sick im Tresse" ' Mch,;0>a durch Einsicht und Tapferkeit hcroor, lN" er nicht nur o?n anrückenden Feind durch sein vorzug gut angeoldncltS Artillerie» Feuer verhinderte, ^'^ ^ denselben vortheilhafcesten Plähe zu besetzen, s""^^ auch, als er bcmerkte, unlcre anmarschirendcn Quat litten sehr durch das von dem Feinde placirte ^^^< sogleich mit einigen Stücken und Häubchen bis 6«s5>^^ te vor unsere Quarres rückte, und so die feindliche ^ telle gleichsam bestürmte, wodurch oeren Feuer 265 Schweigen gebracht, und unsern Truppen der Weg ge- l bahnt wurde, dcn Feind zu verfolgen, und dessen mit» , habendes Geschütz zu erobern." < »D.rch die bey der Belagerung von Orsowa im Iah- < re 179a, trotz der übelsten W'ttcrung und uncndUchen , von den, tapfern W'derstaiide der tü-kisch'n Besatzung < und andern ungünstigen Umständen herbey geführten Beschwerden, mit dem wirksamsten Erfolge gekrönte Di'-rection der ihm untergeordneten Artillerie, üderhaupc ' aber durch sein bey allen militärischen Vorfallenheiten ! im Banat erwiesenes tapferes und einsichtsvolles Ncneh-. wen, erwarb er sich die ausnehmende Zufriedenheit des commandirenden Generals (FZ. M. Graf Clairfait), und dessen vorzüglich anrühmcndes Zeugniß bewog wei-land Se. Majestät Kaiser Leopold den zweyten, unterm 59. December 1790, die Brust des nun in Gott ruhen« den Helden mit dem hohen Marien'Thereften'Orden zu schmückn." „Des VerblichenenErhebung in den Freyherrnstand, so wie dessen stufenweise schnelle Beförderung, welche am ». September 1V09 den Rang eines General-Feld« marschall-Lieutenants erreichte, nicht minder das ihm, trotz seines hohen Alters, in den KriegSja'cen i9o5 und »809 durch die Direction der Artillerie in der Festung Olmütz geschenkte Vertrauen, dem er auf die befriedigendste Weise Genüge leistcle, gewähren die volle Überzeugung, daß der Elfer, mit dem er als Jüngling und Mann Fürst und Vaterland gedient, auch in dem Greise nicht erkaltet war. Nach solchen, während einer un» unterbrochenen Dienstzeit von 60 Jahren in der Fell, Artillerie gesammelten Verdiensten, geruhten So. Mc» zestät der Kaiser, den Verblichenen auf die ehrenvollst Weise in den Ruhestand zu versehen, indem Allerhöchst« dieselben dem im Dienste des Vaterlandes ergrauten Helden im Jahre »8l5 den General. Fcldzeugmcislers» Titel, nebst der normalmaßigen Pension und einerPer» sonal» Zulage von 1000 Guld. zu ertheilen geru, ten." »Nicht bloß Gattinn und Kinder beweinen den unersetzlichen V"lM; mcht bloß seme Waffengefahrten, die mit ihm oder unter seiner Anführung (z^re und Ruhm erkämpft, auch jene, d,e ihn nur ,n den Verhältnissen des bürgerlichen und haublichen Lebens dcobach. tet und kennen gelernt haben, kurz alle Zeugen seines Wirkens als Staatsdiener, Gatte, Vater und Mensch, trauern um ihn." Königreich Sardinien. Genua, den ,7. Iuly. Die ami5. Iuny aus die« sem Hafen abgesegelte Escadre Sr. Majestät ist am 33. desselben Mvnaths zu Tunis angekommen. Sie wur, >e von den Türken auf das Veste aufgenommen, unv nan kann hoffen, daß ihre Erscheinung auf die freund» chaftllchen HandelZverhältnissc zwischen beyden Staa» !en dcn nützlichste» E-nfiuß haben werde. — De, Ad» m>ral und das Schiffsvolk befinden sich im bcstenWvhl« cyn. Herzogthum Parma. Parma, den 12. Iuly. Ihre Majestät habcn mit dem Hofe von Sardinien, hinsichtlich dcr Ablieferung der dießscitigen Verbrecher zur Zwangsarbeit ln die sardi« nisyen Seebäder, eine Convention abgeschlossen. — Eln D>cret vom 5. dieß regulirt d>e Gratifikationen, Hülfs» gclocr und Pensionen für die ausgedienten Militärpit-sonen, ihre Witwen und Kinder. FürstentyumMoldau. Schon vorige WoH'e hatten Briefe aus Iassy an» gekündigt, daß die gänzliche Räumung der Moldau von den groß!>errlichen Truppen binnen acht Tagen Itatt finden sollte. Spätere Berichte vom 12. unr »Z. i). M. bestätigen vollkommen diese Nachriä t. Die Ianitscharen haben am »2. Iuly, Morgens 7 Uhr, Iassy wirklich ver» lassen, und lhrcn Rückmarsch an die Donau angetreten. Kutschuck Ahmed Pascha halte so kraftvolle Vorkehrungen getroffen, daß keine bedeutende Unord» nung bey dieser Gelegenheit vorfiel. D>e Nachzügler läßt der Oberbefehlshaber durch aubgesch.clte Streifccm-manden einfangen, und gebunden dem Corps nach» senden. N u ß l a n d. In der Nacht vom zZ. auf den »4. Iuny war in Pe. tersburg und in allen nördlichen russischen Provinzen ein empfindlicher Frost, der derN.üchc der aan^., jungen Vegetation, vorzüglich aber den Kartoffelpsianitn bedeutend soll geschadet haben. ' Brasilien und Portugall. Von Rlo de Janeiro hatt, man zu London Berichte bis zum 9. April. Dcr Krorprin; ist, wie bere ls gemel« det, nach Mmas Gcracs abgereist, nachdem er dcn Mi« nister Bomfacio d'^Indrade zum Alter Ego ernannt hatte. Die für die Cortcs zu Lissabon bestimmtc., Deputir. ten von Minas haben ihn auf ditser Rcise begleitet, um die MmeiroS, welche die Partey drs Prinzen nicht ergreifen wollen, für sich zu gewinnen. Dcr Prinz verlangte von der Bank, aus welcher der vorig? Hof bereits »2,000,0^ Crusaden erhoben, Gelovorschuß, was diese aber ablehnte. Der größte Theil der Expedition nach Rio de Ja. neiro, welche bekanntlich daselbst zur Rückkehr nach Europa genöthiget würd«, wal m det Mit^e des verflösse» 265 «en Iunnmonaths wieder in Lissabon angelangt. Zwey Compagnien wurden zu Vahia ans Land geseht, wohin unverzüglich von Lissabon noch andere 8oa Märn ab« ' gehen soUen. Der Befehlshaber jener Expedition, Sou« za, hat Briefe des Prinzen'Regenten an seinen Vater vom ,ä. und ,9. März mitgebracht; in ersterem meldet der Prinz die Einverleibung Montevideos mit Brasi. lien;i:n zweyten die vollkommene Nuhe von Rio seit dem'Wicdereinschiffen des Expeditions. Corps, und den Entschluß des Volles, die Constitution und die Verbindung mic PortugaU aufrecht zu erhalten; fügt aber hinzu, daß es mit den Deputirten unzufrieden sey, welche die Unruhen von Rio genährt hätten. Diese Schreiben wurden von den CcrttS am 28. May mit den früheren Gesinnungen des Prinzen nicht übereinstimmend gefun» den und einer Commission zur Berichterstattung über. geben, die auch am 1a. Iuny ein Gutachten erstattete, worin sie darauf anträgt, die Umgebungen des Prinzen, die Junta von S. Paulo und deren Abgeordnete nach Rio zur strengsten Verantwortung zu ziehen. Am i9. Iuny wurde den Cortes ;u Lissabon das Nähtre'üdcr die bekanntlich entdeckte Verschwörung in einem Bricfe von dc-u Iustizmimster, D- Jose da Sil«a Carvalho, vom seligen Taqe, an 0en Vecretar der Eor-tes vorgelegt. Es heißt darin, die Regierung sey a^f verschiedenen Wegen »om Desteken einer anarchischen Glact'on benachrichttqt worden, w-lche die Presse miß. brauche, um die öffentliche Meinung zu verderben, un. aear^dete Besorgnisse und fal,He Vorttellungen zu 3e breiten, und Cortes und Regierung schändlich zu ver-laumden. Es wären zu bestimmt Tagesstunden Ver< sammlun^i von Porsonen, die wegen il,resHas,>s gegen da) const^utionelle System bekannt waren, in verlchie-denen Gegenden der Stadt gehalten worden; deren qweck der Umsturz dieses Systems gewesen. Das V^r. handenftnn dieser Faction habe sich durH Unordnungen im Anfange Aprils weiter bestätigt, weiche die R'gie« luna uuerdrückt. aber nöthig gefunden habe. um die Erlaubniß bey den Carres anzuhalten. aew'sse Personen «ach andern Gegenden des Königreichs verweben zu dürfen. Die Aufrührer hätten jedoch ihren Plan nicht «ufgegeben, es w^iren aufwiegelnde Proclamationen gedruckt, um über das ganze Königreich Allarm gegen Cortes und Regierung zu verbreiten, diese auszuixen und einige Minister und Abgeordnete zu ermorden. Glücklich sey das Übel verhäthet worden durch Beschlagnahme gedachter Proc'.amatwnen, in dem Augenblick, wo sie ge» dru-kt worden, samn-lt der Presse und all?n Materialien. Die Iniruction werde schleunigst betrieben; essen durch: «US nothia. daß die Wahrheit'klar an den Tag komme, und sollte >u dem End? irqend sine gesetzgebende Maß-«eael nöthig gefunden werden, so ersuche die Regierung, solche i« beschließen. — Die Sache ist an den Constitu- tions c Ausschuß und den Ausschuß für peinliche Justiz verwiesen worden- Vermisch teNachrichten. ^ Nach Briefen aus Trier fand man gegen Ende ^u-^y schon reife Trauben, und glaubt, daß d«r Wein cm Güte dem von 776), an Menge dem von 1781 glelV werde. In vielen Weinländern werden schon jeht die vorrathigen Wnne wohlfeiler losgeschlagen, nur uM Gefäße zur Aufnahme 5er edleren Sorten zu erhalten. In Frankfurt wurde vor einigen Tagen ein K>no von vier Jahren durch Zufall in einem Zimmer de» dritten Stockes emgeschlofsen. Unbekannt mit der G<' fahr steigt es auf das offene Fenster, verliert i)aü Gleich' gewicht und ergreift in drr Todeöanqst die unter dem Da« che hinlaufende dlecherne Rinne , woran es sich, die Füße in der Luft schwebend, so lange mit den Handchen fest» hätt, biz auf sein Geschrey die Vorübergehenden auf» mclisam gemacht, in das Haus stürmen, die Stube»» tküre sprengen, das vor Schrecken halbtodte Kind Mit Gewalt von der krazupfhaft erfaßten Nmne losmachen und es so dem Tode entreißen. Fremden » Ünzeige. Angekommen den «7. ) nly. .. Frau Gräsinn v. Nochefoucoult, gewcsene Äbtissin« und Güterdcsihermn, von Wien nach Livorno. — Herr Michael v. Coronini. k. k. Kämmerer und Güterbesitzer, mit Frau Gemahlinn, von Wien nach Görz. Den 28. Herr Anton v. Pietragrassa, k. k. i^ämme» rer und Tricster Magistrats ^ Assessor, von Roitsch nack Trieft. — Herr Johann Edler v. Rath, k. k. Aprella» tlonsrath, mit Frau Gemahlinn, von Wien nach Fiume. — Herr Thyrnan Aggi, Handelsmann, von Wien nack Tricst. — H-r« Johann Maunzio v. Hochloster, k. k. Mcrkantilrath, von T'iest nach Roitsch. Den 29. Herr Wilhelm Freyherr v. Rottenberg, Güterbesitzer, von Rom nach W'?.i. — Hl. Carl v. Cat-tanci, k. k. Gubernialrath und Poli^eydirector, und H^ Graf v. Hayn. k. k. Baudirector, b^ydc von Tricst naä) Roitsch- — Herr Ferdinand v. IMtzstein, Handlungs' Compagnion, von Trieft nach Klagenfurt. D^n 3o. Herr Matthäus Kaltsckilsch, Gutsbesitzer, von Neustadtl. — Herr Anton Mavrojani, Dr. dc< Medicm, von Pefth nach Venediq. — Hr. Attanas Zior' gevlch, Handlungs-Aqcnt, von Neusatz nach Triest-A bger ei st d e n 29. Iu ly. Herr Joseph v. Brandauer, k. k. Gubernial'Secr^' tar, nach Wien._____________ ______ W e ch s e l c u r z. , Am 27. Iuly war zu Wien der M'ttelpre's ^ Staatsschuldverschreidun>>en m 5 pEt- ,n CM. 79^.; Darleh. mitVerlos. vomI. i82c».für iao fl. in CM. ^. detto Vetto vom I. i82l.für looss. inCM» 9^^,.,. Certif., f.d.Darl.v.I.i62i für ioofi inCM. 9^" Wiener Stadt-Banco^Oblia. zu2 i,/2pCt.m ^M.^7 "' Curs auf Augsburg, für iaa Guld- Courr.GlUol 99 1/4 Uso. — Conventionsmünze pCt. 2^9 3/j. Bank^Actien pr. Stück in CM- 7^ Ignaz Aloys Edl. v. Meinmayr, Verleger und Nedactem.