Nr. 50. Donnerstag, 1. März 1888. 107. IaliNMilj. Zeitung. »«?N"?,"°"p"l«? Mlt Postver<°nbu>,«- g»n,jns '.^^l"hl!» fl,s.,ou. ssitt die Zustellung !n« haus ganzjiihlig sl. '- I»lertlon«n?b»r: ssil« 'l 'lM«,tc bi« ,u 4 Zviitn »l lr., «röhevc per.'>', ön w!ed«b?lu»,t» p?, /«»lc 3 kr. Dir ,,t'a!bachtl .^l«in»ftr»»io» beNnbct s!N> VHhiiho^nl^r >5, die «tdaction llvienerftrasi»',5, — Nn»ranN«t« Vlles« w7ld>,'« uicht ^!u^»,>l,in!^u und VtHNuIciiple nicht zurilsgeftellt. Mit 1. März begann ein neues Abonnement auf die Daibacher Zeitung. ^ll.^^ Prännmerations - Bedinquuqen ^lbm unverändert nud betragen: ' ' Für die Versendung mittelst Post: ganzjährig . . . .' . 15 st. — kr. halbjährig.....7 » 50 . vierteljährig.....3 . 75 . monatlich...... 1 . 25 . Für Laib och: Mlziährig..... 11 fl. — kr. yalbzährig..... 5 . 50 . v'erteljährig..... 2 . 75 . ^nwuatlich...... ^ . 92 . ssür dic Zustellung ins Haus per Jahr 1 fl. ""«"' "«"-to. ^^Ig. v. Rleinmayr H Fed. Vamberg. Amtlicher Hheil' ^rtMs^ ss'^^. Apostolische Majestät haben mit "°" ^ Fedtuar d.I. dem I>'ner>, Ml^'^^^^l"''"en '" Ministerium des "dilillc.,. ? Hellmann und dem Vibliotheks-M «.,? " bemselbeu Ministerium Albin Puutigam zu He? Verdieustkreuz mit der Krone allergnädigst Nichtamtlicher WM Berhandluugeu des Reichsrathes. Da« 9 - Wien, 28. Februar. l"Ng W,, ^^eordneteuhaus war heute zur VerHand, lange ^l""^"" Angelegenheiten von minderem Be< ^centN^"' «?"/ Hauptinteresse deS Hauses dez Uc,'"le stch z„ Anfang der Sitzung auf die Pech» hei an, O '"''" Pernerstorfer und das Attentat, wel-l>e>, ist ^"istag gegen denselben unternommen wor-^ub bai»- r. ^"ltsch-österreichische uud der Deutsche sihuna !"' bernts gestern und heute vor der Haus' Pcrnerstorfer ihr Beileid ^ >«l. Merkwürdigerweise haben die beiden Clnbs auf diesen ganz löblichen Ausdruck ihrer Theilnahme sich nicht beschränkt, sondern auch ihre Ueberzeugung betont, dass dieser Augriff dem genannten Abgeord' neten «ans Anlass einer Parlamenlörede» widerfahren ist; dieselbe Anschauung trat in einer Interpellation zntage. welche Herr Stein wender in der heutigen Sitzung an den Präsidenten richtete. Abgeordneter Dr. Steinwender stellte nämlich folgende Iuterpella« tion: Ein Mitglied des Hauses, der Abg. Pernerstorfcr. ist Gegenstand eines ebenso tückischen wie feigen Ueber-falles geworden. Es ist der erste Fall in Oesterreich, dass ein Abgeordneter für seine parlamentarische Thä' tigkeit durch gedungene Attentäter znr Verantwortung gezogen wird. Angesichts dieser pöbelhaften Gewallthat, angesichts dieser flagranten Verletzung der parlamenta» rischen Immunität stelle ich an den Präsidenten die Frage: Was gedenkt derselbe als berufener Vertreter der Rechte und Würde des hohen Hauses zu thun. damit dem angegriffenen Abgeordm-ten Genugthuung und überhaupt jedem Abgeordneten Schutz der freien Meinungsäußerung gegen Einschüchterung und Gewaltthat zulhril werde? (Beifall auf der äußersten Linken.) Präsident Dr. Smolka gab auf diese Anfrage die einzige correcte Autwort: Wenn ein Abgeordneter außerhalb des Hauses beleidigt wird. sei es durch That, Wort oder Schrift, so muss es immer diesem selbst überlassen bleiben, den Weg der Genugthuung zn wählen, den er als den passendsten ansieht. (Abgeordneter Pernecstorfcr ruft: Einstweilen habe ich sie gehaut!) Ob der brutale Fall, welcher dem Ab' geordneten Pernerstorfer zugestoßen ist. in Verbindung stcht m,t einer Rede. die er im Hause gehalten hat. weiß ,ch nicht (Heiterkeit und Rufe links: Das ist zweifellos!), uud die Untersnchung wird das vielleicht zutage fördern. (Abgeordneter Krona wetter ruft: Vielleicht auch nicht!) Von Seite des Präsidiums kaim demnach in dieser Aezichnng gar nichts veranlasst werden, weder in diesem Falle noch in der Zukunft; es ist aber selbstverständlich, dass ich diesen brutalen Angriff auf den Herrn Abgeordneten Pernerstorfer auf das entschiedenste verdamme. Ich habe demselben auch sogleich meiu Beileid ausgedrückt (Bravo! Bravo!), und ich bin überzeugt, dass es im hohen Hause nie» mandcn gibt, welcher diesen brutalen Vorfall gleich-giltig hinnrhmen oder vielleicht gar gutheißen könnte. Ich bin überzeugt, dass ihn alle Herren auf das ent-schicdenste verdammen (Beifall) uud dem Abgeordneten Pcrnerstorfer gewiss auch ihr Beileid bezeigen. (Beifall.) Das Haus gieng sodann zur Tagesordnung über. Es folgte die zweite Lchmg de« Gesetzentwurfes, be- treffeud die Aufhebung des Legalisieruugszwana/s bei ! Einverleibungen bis zum Betrage von hundert Gulden, welche eine lebhafte Debatte hervorrief. Abgeordneter Türk sprach gegen die Regierung und alle, welche die Wünsche der ländlichen Bevölkerung nicht erfüllrn wollen, bis sich die Mmge erheben nnd selbst ihr Recht verschaffen werde. Der Redner beantragte die Auf. Hebung des Legalisicrungszwana.es bis zu fünshundrrt Gulden. Abgeordneter Dr. Roser unterstützte den An» trag, ebenso Abg. Garn haft, während Iustizmiuistrr Freiherr von Prazäk erklärte, dass die Regierung den Gesetzentwurf acceptiere, weil derselbe im wesentlichen mit den Intentionen der Regierung selbst übereinstimme. Dagegen müsste er sich entschieden gegen die Idee aussprecheu, den Legalisierungszwang wirder vollständig aufzuheben, denn dnrch diese Beseitigung einer Einrichtung, welche erst so kurze Zeit in Wirk» samlcit sei, würde eine allgemeine Rechtsunsickerheit erzeugt. Schließlich wendete sich d^r Minister gegen einzelne Ausführungen der Vorredner uud nahm insbesondere das Herrenhaus gegen den erhobenen Vor-wurf iu Schutz, dass es lein Herz für die Bauern habe. Dirfe Aehaupluug sei vollständig unbegründet. (Beifall.) Abg. Bienert betonte, dass die Bauern ein Recht zu verlangen haben, dass man ihre Wünsche be» achte. Die Rechtssicherheit würde dabei nicht leiden. R 0 gl trat ebrnsalls für weitergehende Erleichterungen ein. Abg. Kronawetter polemisierte gleich mehreren Vorrednern gegen die Denkschrift des Notarenvercines und nannte dieselbe eine «Schmiererei». Die Regie» ruugen scheinen die Notare als Personen zu betrachten, welche sie als Agitatoren aufs Land srnden können. Deshalb sei jede Regierung eine Auhängerin des Le-galisierungszwauges. Der Redner unterjtühtc den Antrag Türk. — Das Haus beschloss hierauf das Eingehen iu die Sprcialdebatte, worauf die Verhandlung abgebrochen wurde. Ritter von Schönerer und Genossen interpel. lierlen über folgenden Fall: Am 15. Februar gicng Lieutenant Ritter von Platner vom 3. Frstungtz-artiUerie.Regiment auf dem Bahnhofe in Vöcklabruck auf einige Pionniere zu, die nach beendigtem Urlaube auf einen Zug zur Rückkehr nach Linz mit Gepäck in den Händen warteten. Er fragte einen Pionnicr, warum er nicht vorfchriftsmäßig grüße. Als sich der Mann entschuldigte, er habe Gepäck und Mantel iu der Hand, zog Platner den Säbel und hieb dem Mann ins Gesicht. Die Interpellanten fragen den Landesverthei-digungsmiuister, ob ihm der Vorfall bekannt sei und Imilleton. Em Besuch bei Dr. Holub. Neit '" ^cke des^'^'t'aeud. wären die Reisenden bald der ?" Ende V""PUmgs Niambo, der ihnen durch Gift °'chr Versus V' Nachtete, zum Opfer gefallen. Als Pl" einaebiif-l l°"? ^ '"" "" H""d hatte sein flacht erfolg "" s"chte Niambo durch einen bei ^lt zu N '" Adrift die Reisenden in seine Ge-b' ^sck2n"n.5 Da sie sich. so lange sie im Lande i^hnt hä " b'N weilten, das Schlafen schon fast 7/r Hut ?"""'' stets eines Ueberfalles gewärtig auf U"9 rechr.'^ ""'ssten. wehrten sie auch dieseu Au-Mg anaN °b. Eiu durch eiueu Eingeborenen zu-5^ mH^^, Niesmbrand. der die Nacht znm ^ stch il,n - b" Gegend meilenweit bclenchtete, ;. ^Hur »,?!'.."' Peseln Falle als Lebensretter. L^" "ach d^"' Dr-Hol.lb, dass ein zn Tausch-5, , e weil,', p. s gekommener Portugiese im Maukoja-ei, ^lrn ''"'! "^ b°" diesem einige Träger erhalten s'ch. '"" von Frau'Holub und tii^omtter^l gleitet, auf. den ,hm bezeichneten, eichen w^I .'""ten Ort zn erreichen. Die heim-5vN Drt .,, ?""lumben hatten sich verabredet, ihm ^: ihr Z'^ben. an dem der Portugiese gar nicht ^lan war, jh„ in die Sümpfe von Ma« sangu zu locken uud daselbst seinem Schicksale zu überlassen. Ohne den rechten Weg finden zu können, irrten die Reisenden stundenlaug im Moraste umher; da gewahrten sie, wie das Schilfrohr der Sümpfe von allen Seiten angezündet wnrdc uud lichterloh brannte. Der Feuertod wäre ihnen sicher gewesen, hätten sich nicht einige Hirtenknaben, die von der List der Eingcbornen nichts wussten, bereit finden lassen, ihueu den rechten Weg zu wciseu. Am zwcitfvlgeudcu Tag machte Dr. Holub. von seiner Frau und sirlicn Schwarzen begleitet, einen nochmaligen Versuch, den Portugiesen zu finden. Schon um 2 Uhr nachts brach mau' in aller Stille auf, damit die Eingeborenen nichts von der Abreise erfahren sollten. Meilenlange Sümpft mnssten durch, schritten werden, mehrmals griffcn die Dorfbewohner die Reisenden an. Gegen zehn Uhr kehrten letztere, da sie in Erfahrung gebracht, dass der Portugiese nicht zu finden, uach dem Lager zurück. Welch grauenhafter Anblick wurde ihncn hier! Die Schwarzen hatten außer den Gewehren und Patronen allcs geplü'ldcrt; Oswald Zöllner lag tödlich verwundet im Schilf, Frkete mel-dete, dass ein Rückzug nach dem Südeu unmöglich sei, da alle nach dieser Richwug hin liegenden Dörfer sich gegen sie vereinigt Hütten. «Und ein Z"g "ach dem Norden ist der Sümpfe wegen noch unmöglicher.» dachte Dr. Holub. Zuuächst galt es mm. von den noch vorhandenen Feuerwaffen Gebrauch zu machen und die Mafchukulumben zur Herausgabe der Beute zu ver anlassen. Die leichten, kurzen Carabiner erwiesen sich hier als die Lebensretter der Reisenden. Die Schwarzen wurden in die Flucht geschlagen; nach haitem Kampfe gelaug es Dr. Holub. wenigstens 14 von seinen 32 Tagebüchern zurück zu erobern. Jetzt galt es nun. 120 Kilometer durch Feindesland zurückzulegen! Es war ein Rückzug, wie er (da man den Reisenden stündlich nach dem Leben trachtete und sie aller Subsistenzmittel beraubt waren) einzig in der Afrika-Forschung dasteht. Dr. Holub, obwohl an Entbehrungen aller Art gewöhnt, fühlte sich damals so ermattet, dass er, weuu Feinde nahten, uur mit Mühe sein Gewehr erheben konnte. Tagelang mussten die Reisenden auf Speise und Trank verzichten. Bei Tage glühende Hitze, m der Nacht eisiger Frost, gegen den kein Schutz vorhanden. Wie glücklich waren sie. als sie endlich das Ma-toka-Gebiet. wo Dr. Holub als Arzt bekannt uud geachtet war, cin'icht hatteu! Die Gefahr, in die Hände der Feinde zu gelangen, war bcfeitigl. eine andere, das Sumpffirber stellte sich ein. Trotzdem musste der Marsch zum 'Zambesi fortgesetzt werden. Mit eiternden, blutenden Füßen, zu Tode erschöpft, laugten die Reisenden endlich am 22. August am Zambesi an. Ihre Hoffnung, von einem da wohnenden Engländer Medicamente erbalten zu könueu. erwies sich als trügerisch. Frau Holub schildert diese Zeit, da sie ihrem schwerkranken Gatten auch nicht einen Schluck Wein reichen, gar nichts zur Linderung seiner Schmerzen beitragen konnte, als die ihr peinvollste dcr ganzen vier Jahre. Drei Lllilmchcr Zeitung Nr. 50. 424 I. März 1888. ob er Schritte zur Bestrafung des Schuldigen und zur Hintanhaltung ähnlicher Vorfälle in der Zukunft getroffen habe. — Nächste Sitzung Freitag. Aus der Handelskammer, i. Die Handels- und Gewerbckammer für Krain hielt, wie wir mitgetheilt haben, am 30. Dezember 1887 eine ordentliche Sitzung ab unter dem Vorsitze des H^rrn Kammerpräsidenten Josef Ku schar und in Anwesrn» heit nachstehender Herren Kümmermitglieder: Johann Baumgartn er, Oroslav Dolenec, Ioh. Nep. Horak, Alois Ienko, Ianko Kersnik, Auton Klein, Max Krenn er, Karl Luckmann. Blas M ohar, Franz Omersa, Michael Pakic.Thomas Pavsler. Vaso Petricic, Barthelmä Zitnik, Philipp Zupancic. Der Herr Präsideut constatierte die Anwesenheit der zur Beschlussfähigkeit erforderlichen Anzahl von Kammermitgliedern. erklärte die Sitzung für eröffnet und bestimmte zu Vcrificatoren des Sitzungsprotokolles die Herren: Iauko Kersuik und Blas Mohär. I. Das Protokoll der letzten Sitzung wurde zur genehmigenden Kenntnis genommen. II. Der Kammer-Secretär berichtete über die Statuten der nachstehenden Genossenschaften: a) der handwerksmäßigen und concessionierten Gewerbe, mit Ausnahme der Gast» m>d Schankgewerbe und der Fleisch-hauergewerbe, im Gerichtsbezirke Idria; d) der Gast-und Schankgewerbe, dann der Gewerbe der Fleischer und Klciuviehstecher im Gerichtsbezirke Idria; c) der Müller und Säger im Gerichtsbezirke Idria; 6) der Handels- und freien Gewerbe im Gerichtsbezirke Idria; t^) der concessionierten und handwerksmäßigen Gewerbe, mit Ausnahme der Gast-, Schant- uud Flei-schergewcrbe. des Gerichtibezirkes Laas; k) der Handels-und freien Gewerbe des Gerichtsbezirkes Laas; 3) der Gast- und Schankgewerbe, dann der Gewerbe der Fleischer und Kleinviehstecher des Gerichtsbezirkes Laas; li) der Gast- und Schankgewerbe, der Gewerbe der Fleischer, Kleinvichstecher und der freien Handelsgewerbe des Gerichtsbezirkes Loitsch; i) der handwerksmäßigen und concessiouierten Gewerbe, mit Ausnahme der Gast-, Schank- uud Fleischergewerbe, des Gerichtsbezirkes Loitsch; Z aller Gewerbetreibenden des Gerichtsbezirkes Mött» ling; ferner k) über die Statuten des schicdsgericht> lichen Ausschusses für die Genossenschaft aller Gewerbetreibenden im Gerichtsbezirke Mottling; I) über die Statuten der Gehilfenversammlung der bei der Genossenschaft aller Gewerbetreibenden im Gerichtsbezirke Mottling beschäftigten Gehilfen; m) über die Statuten der Krankencasse für die Genossenschaft aller Gewerbetreibenden im Gerichtsbezirke Mottling. Der Berichterstatter bemerkte, dass diese Statuten einer genauen Prüfung unterzogen und dass mit Rück« sicht auf das Gesetz vom 15. März 1883, R. G. Bl. Nr. 39. und das Gesetz vom 8. März 1885. R. G. Bl. Nr. 22, und schließlich mit Rücksicht auf das neue Normalstatut an einigen Stellen nothwendige Aenderungen zur Annahme empfohlen wurden. Da diese Aenderuugeu begründet sind, beantragte der Berichterstatter namens der Section: Die geehrte Kammer wolle über diese Statuten im Sinne der Sectionsanträge an die k. k. Landesregierung ihre Aeußerung abgeben. — Der Autrag wurde stimmcinhellig angenommen. Politische Ueberlicht. (Das Arbeitsprogramm des Abgeordnetenhauses) hat bekanntlich eine Abändernng erfahren, da die Budget-Debatte bereits Mitte März beginnen soll. Die zweite Lesung des Spiritussteuergesetzes wurde für die Zeit nach Osteru vorbehalten, da die Ausschuss-Berathungen über diesen Gegeustaud große Dimeusionen annehmen. In der vorgestrigeu Aus-schuss-Sihuug polemisierte der FinanMiuister Dr. von Dunajewski gegen die Redner in früheien Sitzungen. Die Behauptung, dass der Cousum Galizieus abnehmen werde, stütze sich auf keine bestimmten Daten, In Russland betrage die Steuer ungefähr 100 Rubel. Die Verhältnisse zwischen Galizien und Congress Poleu bezüglich des Consums von Brantwein seien ziemlich gleich. Die Consnmation aber habe nuu in Russland trotz der hohen Steuer keineswegs abgenommen. Der Ertrag der Spiritussteuer sei iu Deutschland mit 143 Millionen Mark veranschlagt. Es würde ihm zur besonderen Freude gereichen, wenn er irgend eine Stauer ermäßigeu könnte. Das wichtigste Moment für uns s'i aber die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte. Der Miuister anerkennt die Wichtigkeit der landwirtschaftlichen Brennereien. Man habe aber denselben bedeutende Vortheile zugestanden. Die Spitze dieses Gesetzes sei nicht gegen Galizien gerichtet, auch nicht gegen ein anderes Land. Die Absicht der Re< gierung bei dem Gesetze sei bloß auf die Herstellung des Gleichgewichtes im Staatshaushalte gerichtet. (Das Reichsgcsetzblatt) veröffentlicht das Uebereinkommen mit dem Deutschen Reiche vom 8. De« zember 1887 wegen Verlängerung des Handelsvertrages vom 23. Mai 'I88I und das Gesetz vom 16. Fe< bruar 1888, betreffend die Begünstigung der Stiftungen und Widmungen zu Unterrichts-, Wohlthätig» keits- und Humanitätszwecken aus Anlass des vierzigsten Regierungsjahres Sr. Majestät des Kaisers hinsichtlich der Stempel- uud Gebürenpflicht. (Petition eu im Reichsrathe.) In Ei> wägung, dass in letzter Zeit Anträge auf Aufuahme von oft belanglosen Petitionen in die stenographischen Protokolle gestellt und unterstützt wurden, welche bei Herstellung der letzteren in wenigen Nachtstunden große Schwierigkeiten bereiten, hat das Präsidium des Ab« geordurtenhauses bei den Obmännern der Clubs der Rechteu angeregt, es mögen solche Anträge nur in den allerdringendsten Fällen fortan unterstützt werden. (Ungarn.) In der vorgestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses führten die Grafen Heinrich, Anton und Ferdinand Zichy den Reigen der Opposition in der Budgetdebatte. Die Reduer von der linken Seite des Hauses sprachen den Wunsch nach systematischer Aenderung des Regierungssystems, ganz besonders rücksichtlich der Verwaltung aus uud forderten die weitestgehende Sparsamkeit im Staatshaushalte. Nach der Rede des Ministerpräsidenten wurde mit gwßer Majorität das Eingehen in die Specialdebatte des Budgets beschlossen. (Zur Lage.) Es ist nicht ausgeschlossen, dass der Sultan dem Wunsche Russlands nachgeben und die von ihm verlangte Erkläruug, betreffend die Illegalität der Verhältnisse in Bulgarien, abgeben werde, da selbst Osterreich, Italien uud England kein Interesse haben, die bezüglichen Bemühungen Russlands. Deutschlauds und Frankreichs zu durchkreuze»; aber die Bulgaren wisseu. dass die Türkei über diese Erklärung nicht hl»' ausgehen und ihr keinen bewaffneten Nachdruck leihe» werde. (Die administrative EintheilungSel' biens.) Wie man aus Belgrad meldet, hat die lim" Vorsitz des Generals Lesjanin niedergesetzte ComnusN^ welche den Plau einer neuen administrativen ltuch^ lung Serbiens auszuarbeiten hatte, sich über folget Punkte geeinigt, die sie der Regierung vorzuschla^ gedenkt: 'i.) Die bestehenden 21 Kreise sind aufzulas'". 2) Die ti9 Bezirke siud auf 40 zu reducieren. 3.) » Bezirke sollen iu 5 Gouvernements eingetheilt w^de". die wn ebeusoviclen Gouverneuren zn verwalten wäre^ Der serbische Ministerrath wird sich im Lauft °" nächsten Woche mit dem Gegenstande beschäftigen- (Ein Plebiscit für Aoulanger.) Obg^ Aoulauger als activer General nicht wahlfähig iß, " er bei den letzten Ergänzuuqswahleu für die Deputtt' tenkammer doch nahezu 55.000 Stimmen erhalten, ei Thatsache, die in Paris viel bemerkt wird. Das Io""'« «Paris» lässt in einem offenen Briefe au OcN"° Bliulanger verslchen. derselbe habe nicht energisch g^ gegen seine Caudidatur protestiert. Es heißt, dass '/^ auch die Regierung mit der Angelegenheit beschäl^ und an eine förmliche Maßregelung des ehrgciM Generals denke. ^ (Zur Lage in Bulgarien.) Wählend"«' sich also iu Europa um Bulgarien die Kopse z^^'?.« feierte man dort am Sonntag das Geburtsfest , Prinzen Ferdinand. Bei einem im fürstlichen P"" stattgefundenen Diner brachte Stambulov iu lua" Ausdrücken einen Toast auf den Fürsten aus. P"',s Ferdinand dankte den Versammelten, dereu Helä dem seinigen schlage. Wenn er nach Bulgarien 9^ kommen sei, so geschah es, um für die edle ^'?,^ Sache zu wirken, die ihn hingerissen habe. ^ habe er sich gänzlich diesem Zwecke gewidmet. * ^ folgen wir gemeinsam diesen Zweck — schloss ^ Prinz — unterstützen Sie mich durch Ihre Treue" Ihren Patriotismus. Arbeiten wir gemeinschaftlich» mit Hilfe Gottci werden wir dieses Ziel errely Es lebe Bulgarien!» ^n, (In Kiev) sind nach der .Corr. del" neuerdings fünf Uuiversitäts-Studcnten verhaftet/" den, die sämmtlich der kleinrussischeu Nationalitat gehören. In Kiever offtciellen Kreisen heißt es gewöhnlich, dass diese Verhaftungen mit «nihil''"!^ Umtneben» in Verbindung ständen, doch geht d^^, gemeine Meinung dahin, dass die verhafteten .^ denteu keine Nihilisten seien, sondern nur einer ^ russisch-literarischen Gesellschaft angehören, welche ' Hebung der llemrussischen Literatur Geldbeiträge, melten. all, (Italien.) Während die Nachrichten ^ Massauah von einem Anmärsche der Abcssyn'" A, die italienischen Stelluugen sprechen, meldet dle ^ ^ bnna» in Rom, die italienische Regierung ^ ^i^ allgemeinen Schiffahrtsgesellschaft den Auftrag " ^ genügende Dampfer bcreitzuhalteu. um eventne ^ Truppen oder doch einen Theil derselben nach ^ einzuschiffen. M (Die Pforte) hat über wiederholte"',,^. Mahnungen in den letzten Tagen eine baldige ^ liche Abschlagszahlung auf die Kriegsentscha'd'g" bestimmte Aussicht gestellt. Monate hatte man hier zu verweilen, ehe sich eine Oe» legenhcit, Schoschong erreichen zu können, bot. Trotz heftigster Fieberschauer mussten die Reisenden tagelang in den Sümpfen und Morästen arbeiten, um die eingesunkenen Wagen, die von den erkrankten Zugthieren nicht fortbewegt werden konnten, zu heben. Endlich in Schoschmig angelangt, gestaltete sich das Leben freundlicher. Medicamente, geeignete Nahrung. Zuspruch treuer Freunde setztm die Reisenden bald in den Stand, die geschwundenen Kräfte wieder zu gewinnen. Drei schöne Monate verlebten sie. die vom Zam° besi abgesandten Waren erwartend, im Hanse des Pastor Jausen in Linolana. Nicht genug kann Doctor Holub von dem herzlichm Empfange erzählen, der ihm und seinen Gelreuen in Capstadt von der englischen Gesellschaft und den Angehörigen des Deutschen Reiches wurde. Das Holub Comitc. das sich iu Wien gebildet, sandte die erforderlichen Mittel, um die zur Zeit an« langenden Sammlungen, für die Holub Wechsel in hohen Beträge» hatte zeichnen müssen, frei zu machen. Weitere 84 Kisten mit naturwissenschaftlichen Objecten tonnten in die Heimat spediert werden. Wie enthusiastisch Dr. Holub uud Frau im August bei ihrer Rückkehr nach Europa begrüßt wurden, ist noch in aller Erinnerung, Seine Freunde, die ihn todt und verschollen geglaubt hatten, feierten ihn wie einen Wiedermlserstandencn. Bei seinem Empfange in Wien sah mau altersgraue Männer, denen die Thränen über die Wangen rieselteu, und umarmt und geherzt von vhncu. mchr getragen als qeleket. hielt der kühne For-' scher seinen Einzug in die österreichische Kaiserstadt, deren Bevölkerung ihm zeither die wärmsten Sympathien entgegenbrachte. Wenige Tage nach seiner Ankunft wurden Doctor Holub und Frau vom Kaiser Franz Josef empfangen; die Audienz währte nahezu eine Stunde. Der Kaiser erkundigte sich eingehend nach Dr. Holubs Erlebnissen, seinen Sammluugeu, sprach wiederholt mit Frau Rosa Holub, deren Muth und Unerschrockenheit er bewundernd anerkannte. Der Kaiser hat dem Forscher einen Theil seines Schlosses Wieselburg, in dem 79 Kisten geborgen sind. zur Verfüguug gestellt; seine Antheilnahme an Dr. Holub bekundete der Monarch auch insofern, dass er Dr. Holubs Mutter, die in Prag lebt, zeither ein Gnadengehalt aussetzte und sich in Holubs Abwesenheit mehrmals jährlich nach ihrem Befinden erkundigen ließ. Die ersten freien Tage benutzte der seiner Mutter mit wahrer Pietät ergebene Forscher zu einem Besuch in Prag. Die bereits 80 Jahre zählende Frau hat es wohl zur Zeit, als ihres Sohues Todesnachricht alle Zeitungen durchlief, nicht erwartet, ihu wieder in voller Lebens» und Schaffenskraft an ihr Herz drücken zu können. Nur kurze Zeit kounte Holub der geliebten Mutter weihen, musste er ja uach Wieu zurück, wo eine Riesenarbeit seiner wartet. Er ist sein eigener Architekt, leitet die Ausstellung selbst, hofft das große Weltausstellungsgebäude mit allen Gallerien durch seine Sammlungen füllen zu können. Holub, als Mann der Arbeit auf ^ine eigene Kraft, sein eigenes Wissen und Können ^vcrt!anend, stellt keinerlei Anspriiche, ist im Gegentheil der Anerkennung voll. dass sein Kaiser wie '"^ü"^ bürger ihm ermöglicht, seine Sammlungen dew V lande zuzuführen. , „le '! Holubs erster Vortrag im Musikvereins!" ^ Wien hat ein Erträgnis von 1270 fl. erg""/.A tiefen Empfindens theilte mir der Forscher "' ' ^e"' habe von dem Gelde nur 70 fl. für mich 9 l^' das andere für — meine Frau sicherstellen HF Diese Sorge, von seinem ersten Verdienst vr M den Lövenantheil zu sichern, ehrt den Man" ^sp mehr. als alle Anerkennungen, die ihm von" h ip aller Länder geworden. Aber Frau Rosa V^,hv0" auch eine einzige Frau, schön, lieb und g>"> wie wenige ihrer Mitschwestern. .. ^t ^. Als Frau Rosa Holub mich durch d" ^M' Siegeitrophäeu der afrikanischen Campagne gei ^ e Säle dem Ausgauge zu begleitet, da ">')' B^ läuterud, auf zeither in Europa nicht gcM ,^ li> und Pflanzensammlungen hinweisend, gedaaj , M' willkürlich der Unzahl jener im besch"^ Ho< kungskreise lebenden Frauen, deren geist>^Ml'stv^ nmwölkt. dereu Wissensdrang sich nirgends ve " ^o^ Die junge Frau meint, alles, was "e » ^ ihrem Manne zu verdauten, und setzt " lo>> ? darein, als «sein treuester Kamerad' 9^ Me u . fürwahr, ein Bewusstsein, das die Sch"" ^i '" standeuer Gefahren aufwiegt, aber leider m ^eg'' den Frauen berühmter Männer eigen zu > g^l ^wwZeitung Nr. 50. 425 1. März 1888. Tagesneuigleitell. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Brünner ANilng. m.idet, der Schulgemeinde Pozdechow zum ^nimucitcrmias.Vllue 300'fl. zu spenden geruht. 2> td' (^l)m deutschen Kronprinzen.) Professor "l-Nußmaul schloss sich vollständig der Krebs-Dia-un°ie an. Er geht weiter als Professor Bergmann, "oem er di^ Entstehung der Krankheit des deutschen ^onprmzen weiter zurück datiert. Dr. Mackenzie er- '""e, er sei nicht so pessimistisch. Das Leiden selbst y°lte rr aber für sehr bedenklich. Ä?k^ (Gesich ts-Assy metric.) Eine interessante aem ^ ^ "^" «Gesichts-Assymetrie. hat Prof. Ha sse von w ^^""^ssung dazll boten Studien über die Venus stank "'^ ^°sse", welche Henke zn diesem Gegen-' «noe gemacht hatte. Hasse hatte gefunden, dass die be. Unae>i ? Klangen, fo lässt sich denken, dass Mel-dts Nm c V^Nänge im Innern Ostafrika's während Stanl^ 5 "^ "'^^ angetroffen sein können. Dass gebrock. ' nachdem er einmal von Aruwimi auf-von U '^'' unterwegs keine Gelegenheit fand, Kunde "y zu geben, ist sehr wahrscheinlich, Waldm^/'!.' Waldmensch,) Nazareth, der bekannte von ^?' <, ^" "lien Spaziergängern im Walde iaretb "c?^" plannt war, ist eben gestorben. Na-Poleonä? ^ ^ während der Regierung Na-stulne da "" ^^e von Fontainebleau. Sein Co-'" einen, ^ f"""twste. das man ersinnen kann, bestand ^>»««>, ^" '"..... s" breit war wie cin Feigen» blatt; sein wirres, gelbweißes Haar flocht er in mehrere Strähne, die in bizarrer Anordnung um den Kopf liefen. Sein ganzes Aussehen hatte ihn zu einer Art Curiosilät gemacht. Die Polizei ließ den armen Narren ruhig gewähren. Er hatte eine luftige Wohnung auf dem großen Plateau aufgeschlagen, welches die ganze Umgebung von Paris beherrscht. Er suchte sich vier Bäume aus, deren Acste er mittels eiserner Ketten verband, und in diesen Zweigen schlug er seine Wohnung auf. Ohne andere Hilfsmittel, als seine Geschicklichkeit, zog er alles, was er zur Ausstattung seiner luftigen Wohnnng brauchte, mittels eines Strickes in das Nest. Als er seine Behausung vollendet hatte, fabricierte der moderne Robinfon eine Stiege mit einer Stange, so dass das Ganze viel Aehn-lichkeit mit einem Hühnersteigc hatte. War er auf dem Bamne angelangt, zog er seine Stiege hinauf, so dass der Zugang zu seiner Wohnung unmöglich war. Um rascher hinabznkommen, lieh er sich an einem Stricke herab-gleitcn. Diese sonderbare Wohnung bildete eine Merkwürdigkeit, die man den Fremden zu zeigen pflegte, die sich oft mit dem Einsiedler unterhielten. Nazareth verlieh iu den letzten Tageu seine Einsiedelei und begab sich zu einem Holzhauer, um in dessen Htttle sein Leben zu beschließen. — (Das Attentat auf den Abgeordneten Perner st orfer) beschäftigt noch immer die Presse und die Polizei und bildet den allgemeinen Ge« sprächsstoff der Residenz. Die bisherigen Nachforschuugen nach den Thätern blieben resultatlos. Die von diesen in der Wohnung Pern er st orfers zurückgelassenen Stöcke waren solche, wie man sie überall zu lauseu bekommt, und der von dem einen der beiden Attentäter zurückgelassene Hut, ein sogenannter 1 fl. 80 lr. Ktolzo Aerzen. Woman aus dem Englischen. Von Max von Weltzenthnrn. (W. Fortsetzung.) Eelhsh?^"tlitt seines Kammerdieners unterbrach das Kenlitni?^ ^°^ genügten, um Robert von dem iu ihni bear?isl^ '^". was sich ereignet hatte und um Zehrte. ' ^ ä« machen, was der Graf von ihm be- ^m,2^'f^^" wraf, die Alte weigert sich mit «N ?-' ""H z" sehen.» wendete Robert ein. chen. D„ s»^"!s ganze Beredsamkeit auf. sie zu spre- Wirst aus i! " Augen und einen klugen Kopf. Du ^ Ause,i!?"l? Venehmeu leicht errathen, ob sie von hat oder 2t °"^ ^ Fräuleins de Ilaine Kenntnis ^»er wi^l. Abendstunde stellte sich der Kammer-'Du k f. ?. ^'"m Herrn ein. . 'In K- '"gesehen?, forschte dieser. ?'ch. zu s.l"^ weigerte sich, wie ich es vorausgesehen, " ihre«, k^c"' "ber ich wartete eiue Stunde lang ?" Einkauf?' ""b als sie dasselbe endlich verließ. . Ich svwl5 s- ^ Schwester zu besorgen, folgte ich A lnacheu . 1 '" au. doch sie drohte mir. eiu? Scene ?las. mein a!^"s laut, sie wolle wissen, wohin der ^be. Ich ^bitter, ihre arme junge Herrin gebracht Wvllnge,, 's,"Hlete Aufsehen zu erregen, und sah mich ^ieugt c,j '^ z" verlassen, mnsomehr, als ich davon "^"leim ''' dasb sie iiber deu Aufeuthaltsort des «tzo 'M weiß.. N> una?l "'' ""sehte der Graf, «dennoch ^t> eine A Hchht bewacht werden, damit, wenn sie "acyncht erhält, wir es sogleich ersahren. Nun hilf mir. mich anzukleiden. Ich soupiere mit Frau von Vaughcm.» Eine Woche lang umkreiste der Kammerdiener wie ein böser Geist das Gebäude, in welchem Nan. nette wohnte. Nach Ablauf dieser Zeit, sah er eines Morgens, wie die Schwester Nannette's mit ihrer ganzen Familie und ihrem Hab und Gnt das Haus ver. lieh. Von Naunette selbst aber war keine Spur zu ent. decken. Urberrascht trat Robert in das Haus. Dieselbe Frau. welche Karl Hargrave Ausluust gegeben hatte, ertheilte auch ihm den Bescheid, dass Nannette bereits vor einer Woche das Haus verlassen habe. Niemand wusste, wohin oder weshalb. .Unzweifelhaft, meine Cousine lebt!» rief der Graf von Monome, als Robert ihm diese Mittheilung machte. .Himmel und Hölle gilt es jeht iu Bewegung zu sehen, um sie zu finden.. An dem Tage, an welchem Nannette das Haus verlassen, um Einkäufe zu machen, und dem Kammer« diener begegnete, war sie. nachdem dieser sie verlassen, in eiue Seitengasse eingebogen, in welche ihr ein Greis, welcher die Alte schon eine Zeitlang beobachtet hatte, folgte. «Pardon, wenn ich Sie anspreche,» trat er plötzlich au die Seite der alten ssrau. «Sind Sie nicht Nanuette Brein?. Die Angeredete bejahte erstaunt. «Sie leben bei Ihrer Schwester Annette Mirchon?. fragte der andere weiter. «Sie wissen das?» stieß Nmmette verwundert hervor. «Ja. denn ich war im Begriff. Sie dort auf. zusuchen; ich habe eine Botschaft für Sie.» <3r zog einen Streifen Papier aus semer Brust-wsche- ^ «An Nannette! Ich bin frei und harre deiner. Der hochehrwürdige Herr wird dir sagen, wo du mich findest. Leonards Schwester.» «Ach. es ist von meinem gnädigen Fräulein!» jubelte die treue Alte. «Ia.» versetzte der Ueberbringer dieser Freudenbotschaft. «Mein Bruder, welcher gleich mir Geistlicher ist, hat mir den Zettel gesendet. Wann können Sie mit mir gehen?» «Sofort!» erwiderte Nannette. «Nein, warten Sie. bis es dämmett. dann wollen wir uns um 7 Uhr auf dem Central.Vahnhof treffen.» Um 7 Uhr. am gleichen Abend, während der Graf eben in lebhaftester Discussion mit seinem Diener begriffen war. fuhr Nannette schon in die Ferne, dorthin, wo sie ihre so lang und so schmerzlich vermisste junge Herrin endlich wiederfinden sollte. In dem kleinen Wohnzimmer eines bescheidenen Gasthauses in Rennes harrte Sidonie bleich und angst« voll ihres Kommens. Im Pfarrhause langsam wieder znr Besinnung erwacht, hatte sich das junge Mädchen durch des Geistlichen sanfte Weise und seine liebevollen Worte dazu bereden lassen, ihm ihre Lebensgeschichte anzuvertrauen, gleichzeitig seineu Schutz erflehend. Uud derselbe sollte ihr in vollem Maße zulheil werden. Der würdige Greis vermittelte, dass ihr Aufenthaltsort Nauuette be-kanut ward und dafs sie sich jetzt iu Reimes befand, wo sie die Ankuuft der treueu Dienerin erwartete. Endlich liehen sich schwere Schritte vernehmen, nnd ehe Sidonie imstande war. die Thür zu öffnen, war dieselbe schon aufgerissen worden und die alte Frau schloss ihre junge Gebieterin in ihre Arme. Eine Weile hielten sich beide fest umschlungen, ehe sie Sprach e und Worte fanden. Laibachcr Zeitung Nr. 50. 426 1 März 183». mehr jenen Glanz, jenes weiße Licht, welches die Sterne der ersten Classe auszeichnet; einige sind sogar gelb oder orangefarben. Außer der Sonne gehören in diese Classe der Aldebaran, der im Sternbilde des Stieres das Augc bildet, und Arcturus, der schöne Stern im Vootes, der sich in der Verlängerung des Schweifes des großen Bären befindet. Endlich können wir noch Sterne unterscheiden, die in ihrer Entwicklung noch weiter fortgeschritten sind. Hier verräth das Spectrum in unverkennbarer Weise die Zeichen einer verhängnisvollen Abkühlung. Das Violett, diese Farbe der hohen Temperaturen, fehlt hier fast vollständig. Zu gleicher Zeit treten im Spectrum dunkle Streifen auf, die Zeichen einer dicken und kalten Atmosphäre, in welcher die chemischen Verwandtschaften bereits ihr Verein igungswerl beginnen. Auch hier entspricht die Farbe der Gestirne im allgemeinen den Zuständen dieses Vorfalles; sie ist dunkelorange und geht zuweilen ins Dunkelroth über. Der Stern im linken oberen Winkel des Obera gehört Hieher. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Der Advocate ntarif.) Der Iustizaus-schuss des Abgeordnetenhauses gieng vorgestern in die Generaldebatte über die jüngsthin von der Regierung eingebrachte Vorlage, betreffend den Advocatentarif, ein. Ein Beschluss wurde nicht gefasst, und wird die Generaldebatte fortgesetzt. In der Sitzung war der Leiter des Justizministeriums Dr. Baron Prazäk anwesend und nahm an der Discussion theil. Der Minister vertrat die Ansicht, dass es zweckentsprechend sei, den Tarif im Ver^ ordnungswege nach ortsüblicher Weise festzusetzen, und diese seine Ansicht fand auch die Zustimmung der Majorität des Ausschusses. — (Person aln achrichten.) Die k. k. Finanz-direction für Krain hat ernannt: den Cassier Herrn Wilhelm Lulesch zum Controlor, den Official Herrn Franz Rosmann zum Cassier, den Assistenten Herrn Albert Halm zum Official und den Rechnungs-Praktilanten Herrn Emanuel Iosin zum Assistenten bei dem k, k. Landes-zahlamte in Laibach. — (Concert der philharmonischen Ge« fellschaft.) Das vierte Concert der philharmonischen Gesellschaft in Laibach unter Leitung ihres Musikdirektors Herrn Josef Zöhrer und gefälliger Mitwirkung des Herrn Hans Wihan, ersten Solo-Violoncellisten der königlich baierischen Hofkapelle und fürstlich Schwarz« burg'schen Kammervirtuosen, findet Sonntag, den 4. März, im landschaftlichen Redoutensaale statt. Anfang präcis 5 Uhr nachmittags. Programm: 1.) Josef Pembaur: Frühlings Ouvertüre für Orchester. (Manuscript.) 2.) Nernh. Molique: Allegro und Andante aus dem Concerte für Violoncello mit Orchesterbegleitung; vorgetragen von dem Herrn Hans Wihan. 3) Karl Reinecke: Vorspiel zur Oper «König Manfred», für kleines Orchester. 4. a)L.Per« golose: Arie, d) H. Wihan: «Schlummerlied», c) Dav. Popper: «Spinnlied», für Violoncello und Clavierbegleitung. vorgetragen von Herrn Hans Wihan. 5,) L. v. Beethoven: Symphonie Nr. 1. (Ocklr) für Orchester: a) ^,<1a-zfio molw und ^,Ileßro oon blio; b) ^ucwuto euntHbils eon mow; c) Nsnustto, ^llo^ro moito s vivace; cl) ^,äa-ssio und ^!1oFr0 moiw « vivaes. lllise Dupont. «Wie viele Namen haben Sie aufgeschrieben, Elise?» «Hundert, gnädiges Fräulein!» «Nun. keine üble Zahl, und bis jetzt sind von den bereits ausgesendeten Einladungen sehr wenig Absagen gekommen. Lassrn Sie die Feder ruhen, meine Liebe, Sie müssen todmüde sein!» «Durchaus nicht!» Die Sprecherinnen waren Isabelle Delange und ihre Gesellschafterin Elife Dupont. Sie saßen beide im Boudoir des Hauses, welches Lady Delange in Paris gemietet hatte. Am verflossenen Abend war bei dem englischen Gesandten ein großes Ballfest gewesen, und Isabelle Delange war noch ermüdet von den Anstrengungen des Tanzen«, denn die schöne, reiche Erbin war in einer Weise umworben gewesen, wie sie es sich in erhöhtem Maße nicht hätte wünschen können. Vor dem zierlichen Schreibtisch saß Elise Dupont, einfach, aber geschmackvoll gelleidet, die Feder in der Hand, ein Blatt Papier vor sich. Auch sie war schön, ja. ihr Wesen besaß einen eigenartigen Zauber, welcher Islibcll>, als sie die junge Dame vor drei Monatcn in Biarritz kennen gelernt hatte, derart bestrickte, dass sie dieselbe sofort als Gesellschafterin engagierte, um sich in der französischen Sprache zu vervollkommnen. Im Moment beschäftigte ein Costümball, welcher zu Isabelle's Geburtstag veranstaltet werden sollte, die Damen. «Ein Costümball, ja, das ist die hübscheste Art, meine GroßjährisMt, den Zeitpunkt, mit welchem Mama mich endlich als heiratsfähig ansehen wird, feierlich zu begehen!» (Fortsetzung folgt.) (Die Handels« und Gewerbekammer) wird morgen um 6 Uhr abends im Magistrats-Saale eine Sitzung mit folgender Tagesordnung abhalten: 1.) Vorlage des Protokolles der letzten Sitzung; 2.) Bericht über die Frage, ob das Gewerbe der Stukkaturer unter die concessionierten einzureihen sei; 3.) Bericht, betreffend die Abänderung des Maximaltarifes für Rindfleisch in Stein; 4.) Bericht über die Petition der Gewerbetreibenden des Gerichtsbezirkes Kronau um Schutz gegen die Hausierer, Hadernsammler und unbefugten Warenverkäufer; 5.) Bericht über den Entwurf eines neuen Hausier-Gesehes; 6,) Bericht über die gewerblichen Verhältnisse in Kropp. — lVom Tage.) Wegen Schneeverwehungen im Karstgebiete musste der Verkehr auf der Strecke Laibach-Triest gestern eingestellt werden. Die Temperatur ist plötzlich stark gesunken. In Laibach hatten wir heute um 7 Uhr früh —15 8 Grad Celsius. — (Blattern- Epidemie.) Stand der Blat-ternkranlen am 27. Februar: 29 Männer, 18 Weiber und 32 Kinder, zusammen 79 Kranke. Bis inclusive 26sten Februar sind zugewachsen: 2 Männer, 4 Weiber und 3 Kinder, zusammen 9 Kranke. Hievon sind in Abgang gekommen, und zwar durch Genesung: 1 Kind. Es verblieben somit in ärztlicher Pflege: 31 Männer, 22 Weiber und 34 Kinder, zusammen 87 Personen, und hat demnach der Zuwachs gegen den Vortag um 4, der Ge-sammtkrankenstand um 3 Personen zugenommen. — (Kirchliche Nachrichten.) Der hochw. Herr 1'- Josef Jakobs, Mitglied der hiesigen Iesuitencolonie, wurde von Laibach nach Innsbruck, der hochw. Herr 1'. Franz Sajovic von St. Andrä in Kärnten nach Laibach überseht. — (Die steiermärlische Landwirtschaftsgesellschaft) beschloss eine Petition an den Reichsrath um ein Gesetz gegen die Lebensmittelverfäl» schung. Ferner wurde beschlossen, gegen einsaitige Herabsehung der Steinlohlenfracht der Nordbahn zugunsten einer einzelnen Gesellschaft energisch Stellung zu nehmen und ein Landesgeseh anzustreben, dass die Güterschlächterei dadurch hintangehalten werde, dass durch die Bezirts-vertretungen ein Minimum des Grundbesitzes bei neuen Ansiedlungen oder bei Zerstückung alter Besitze bestimmt werde. Auch das Maximum des Grundbesitzes sollen Bezirksvertretungen bestimmen können. — (Theoretisch-praktische Gesangschule.) Von der bestbekannten Foester'schen «Theo« retisch'prattischen Gesangschule» ist soeben die dritte vermehrte Auflage erschienen. Allen jenen, welchen es daran gelegen ist, nicht mechanisch, sondern nach dem richtigen Verständnisse singen zu lernen, kann das im Verlage von I. R. Millitz in Laibach erschienene Buch bestens empfohlen werden. — (Die slavischen Vereine Wiens) veranstalten aus Anlass des Strohmayer-Iubiläums am 18. März einen Festgottesdienst und am 19. März ein Concert und ein Bankett. Die slavischen parlamentarischen Kreise werden sich an diesen Festlichkeiten betheiligen. — (Localbahnproject Cill i - W ö l l au,) Aus Cilli schreibt man uns: Die Ingenieure und Bauunternehmer Eduard Klemensowicz und Daniel von Lapp haben unter Vorlage des bezüglichen Detail» projectes bei der Regierung um Vornahme der Tracen« revision der projectierten normalspurigen Localeisenbahn von der Station Cilli der Südbahn durch das Sann-thal aufwärt« über Heilenstein, Schönstein bis nach Wüllau angesucht. Die projectierte Nahn könnte seinerzeit, wenn sich das Bedürfnis herausstellen sollte, von Schönstein weiter bis Unterdrauburg geführt und so die seit Jahren angestrebte directe Eisenbahnverbindung von Unterdrauburg nach Cilli geschaffen werden. Die Gesammt-kosten für die projectierte, 40 Kilometer lange Localbahn sind mit 2,798.000 fl. Präliminiert. Nach Beschluss des steiermärkischen Landtages muss der Bau der projectierten Bahnlinie noch im Laufe diefes Jahres begonnen werden, midrigenfalls die von dem Landtage bewilligte Subvention hinfällig wird. — (Vom Wörther-See.) Der Ausschuss der kärntischen Sparcasse beschloss, der Generalversammlung die Bewilligung von 40.000 ft. für eine Kaiserstraße am Süduser des Würther-Sees zu empfehlen. Aunst und Aiteratur. — («Drei Steirerlieder») für Männerchor, compo« niert von Josef Ganby, hat uns die rührige Verlagshandlung Carl Tendler in Graz auf den Tisch gelegt. Sie gehören zu dem Frischesten und Herzlichsten, was der steirische Comvonist uns in diesem Genre geboten. Wie Gauby's Steirerlieder über« Haupt von einer Ursprünglichleit sind, dass sie wie Gebirgsfrische und Waldesdust aus den Hörer eindringen und man aufjauchzen möchte vor Bergeslust, so athmen diese neucstcli Schöpfungen des genialen Tondichters eine Gefühlsinnigleit, die sich bald in schwermüthiger, bald aber auch neckisch lieber Stimmung äußert. Hübsche Jodler schließen jedes der drei Lieder, von denen eines dem Schubertbunde in Wien und eines dem Chormeister des-selben, Herrn Franz Mair, gewidmet ist. Sie sollten auf dem Repertoire leines Männergesangvereines fehlen. _______ Hleueste Post. Original-Teleqramme der «Üaibacher Ztg.» Wien, 29. Februar. Dem «Fremdenblatt» znfolge ist die Nachricht völlig erfunden, dass Oesterreich und Deutschland der italienischen Regierung die Z"^' ziehung der Truppen aus Afrika anriechen. M" , tracht't in Wien und Berlin die italienische Action >" Afrika als eine rein innere Angelegenheit. , ., Berlin, 29. Februar. Der «Börsen-Courier, melo^ Privatteleqramme sprechm von einer Verschlimmert im Befinden des deutschen Kronprinzen, die slH ^ einem allerdings bald überwundenen Erstickungsani äußerte. „ Karlsruhe, 29. Februar. Prinz Wilhelm vo» Preußen reist heute nachts nach San Remo ab. , Nom, 29. Februar. Das Amtsblatt veröfstntl'^ zahlreiche Erhöhungen des allgemeinen Tarifes geg über den französischen Waren.' Die Erhöhungen tre" morgen in Kraft. ^ Ncwyort, 29. Februar. Das Unionsq'lare°M°' ist niedergebrannt. Durch den Einstuz eines N" ^ des brennenden Daches wurden sechs Feuerwehr"" verletzt. ^«M-ü Volkswirtschaftliches. Laibach, 29. Februar. Auf dem heutigen Marlte s<"b A schienen: 5 Wagen mit Heu und Stroh, 9 Wagen und 50 Milch pr. Liter. - ^ " ^ Hafer » 2 44 3 40 Rindfleisch pr. Kilo -^ A ^. Halbfrucht .-------6- Kalbfleisch » "^A^ Heiden . 4 22 b!— Schweinefleisch » ^A^ Hirse . 3 74 4l20, Schöpsenfleisch » ^1,-^ Kukuruz . 5 3!' 5 60 Händel pr. Stück. "" ,A ^ Erdäpfel llX) Kilo 2 67-------Tauben . ^'A ^. ^ Linsen pr, Hrltolit, 12-----------Hen pr. M.-Ctr. . 2b<^ Erbsen » 13-----------Stroh . ..2^ Fisolen » 11-----------Holz, hartes, pr. !.^ Rindsschmalz Kilo 1----------- Klafter ?U^ Schweineschmalz» —66-------—weiches, » ^! gg^ Speck, frisch, » — 56-------Wein, roth,, 100Li». -" "" ^ — s,,'säuchert , --64-------— weißer, » ^^V^> Allgelommeilc Fremde. Am 2». Februar. ^W, Hotel Stadt Wien. Jenny. Ingenieur, und Polzer, M"' «^gg, Graf Gaoomsly. Privatier, Hiehing. — Eisner. Ne>>, ^ Rother. Reis.. Salzburg. ,,„i Hotel Elefant, von Raspi, Privatier, s. Frau: Kastl" ^, Wrisj, Kaufleute. Wien. — Popowits, Kfm,, s. Sohn, « — Bucar, Privatier, Stein. — Cop, Ksm., PleM- ^ Verstorbene. Den 2«, Jänner. Euaen Sarlori, Schlosses M 1U Tage. Polanastraße 31. Schwäche. — Julie ^ Schneiders'Tochter, 10 I., Froschgasse 2, Blattern- Im Spitale: ^ I„ Den 26. Februar. Gregor Uran, Fialer, ^^^ Tuderculose. — Helcua Sever, Inwohnerin, 7b I>' entzündung. Meteorologische Beobachtuullen i« Laib^> — H« ____z.^^^ ^ ^ ^^---^ 7U,Ma/ 73«^ -15'0 "O. schwach' he"" 0^ 29. 2 . N. 736-7 — 2 2 W. schwach heU" 9 . Ab. 737-3 - «'0 W. schwach y""r ^§ Tagsüber heiter, sonnig. Kälte zunehmend. Mondy ^ 9 Mondhos. Pas Tagesmittel der Temperatur — U'», unter dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Naglit.^^ Zev Wahrheit gemäß- ^ Weinberge bei Prag. Ich bin Mann. stall gichtlcideno und überdies noch °^stctts M>> starl ausgetretenen Unterleibsbruch viel geplagt. ;,so<<>c °,F bedingt eine ganz und gar sitzende Lebenswelsc, 5, st>lh>^ Stuhloerhärtung. Mehrere Jahre habe ich "llerl)a"" z^tt " ^ chcnde Mittel gebraucht, aber lcines von diesen °/<'ai'^Ia^ denn ich erzielte leinen geregelten, gelinden ^UY U ^ V<« ^ vor etwa zwei Jahren von Apothcler Fürst ^)'". ^e'^^ Aputhclrr R. Brandts Schweizcrpillen laufte. Nun "" . M, ,6 das Rechte getroffen. Die Schweizerpillen, die M Achc«^ nehmen, thaten gleich die ersten Tage das Uebel" ^,v ,„l blieb sehr gerne bei diesen bis auf den heutigen ^" ^l " ^ sie auch bis an mein Lebensende anwenden, /7 ^s-im rothen Giuudc mit dem Namenszuge R. "l ^ Depot der k.k. Generalstalrff/ Maßstab 1:75000. Preis per Blatt 50 lr., ,^ , auf Leinwand gespannt 60 "^ , ^' ' Jg. u. Memmayr «0cr^" ss»2->»2 50 ""°.^!,'..'A' ^ ^ »«»«.<« U- l0,. 4'7„ I«N sl, , 122 ?5, 123 10 7°««li"L° ..... ".»50 -.- °"/' Miibriick» ..... INN »0 I01-H0 Geld Ware 5"/n Tcmcscr Vanat .... ,K3-«o 104-30 5>"/o ungarische...... iuu-?5> ll<4-50 Audcrc öffcutl. Aulehcu. Donau-Nc^.'^ose 5"/,, 100 sl, . n«-«5 n« 71» d5>'75 Nnlchcn d. Slablsscmeinbc wicn i<,4^— >0«o K2 i»i — Pfandliriefc «ill loo „,) Volencr. allg. öfttli. 4"/o Gold . >^7-- , 7^>o dto, ill 50 „ „ <'/,"/<> Kl» 25 >s,0'7s> dll'. in 5«, „ „ <«/„ . !!7 25 K7 75 bto. PrämicN'Schuld»'r>schs,3"/u >c»i 50 !<»2'— Ocst,H>ipolhel>,'i!banl !«>, 5<— nü — Ocsl -unss, » nnl vcrl, <>/,"/«, , 102>— 10»'50 d<0. „ <"/„ . . u»'!!0 lUN'K» dto, „ 4"/u , . 9Ü «!) 10« n> u»g, all«, Vodcnclcbit-AclitNsses, in Pest im I, iu,1» vcsl. 5>>/,"/» — — — — Prioritiits-Obligationen (slil INN si,) Elisabcth'Wcslbabn I. «omission —'— — — ftcrdi!!a»d«-Nordl>ahn in Cilbel «»'— 9» N« ssranz.Icscs-Nahn..... —'— —,— Galizischc Kail-i'udwi« >U>,hn C>!>, IW, 3»0 fl. S, 4Vü"/<> ^ »?'— »7 <(> Ocslen. 3lo»dwcstbahn . . . l«l>'2n loeuo Eiebenbillg«...... —— — — ^ "^ ^ Gcld ^ Warc Etaatsbahn l. Emission . . '°8'-- l»» <1 7<» ,, k 5»/,,..... ILS'bl) !27- ^ Ung.-galiz, Bahn..... l»b>50 »«'— Diverse Lose (Per Otilct). LledUlosc ion s>, , . , ,?«-25 l? 2>0!!N,!-Da!!lpfsch, IN» sl, !,?.— 1>8- Vaibachcr Prämicn.Uülcb 20sl, 2l'^ 22 50 Ofcncr Lose Palfsy-l'ose 40 fl, . . . 4«'50 Nolhen Kleuz. ofl,Ges. v,iu s>. i« "n '7 2" ii^idols-i'osc 10 fl..... 2I.-Ü5 20 <'l> Ealm-kosc 4l> fl..... s,,» 50 uo'^ St.-Gcnoie.Losc 40 fl. , 5» — «0 ^ Wnldsicin-kesc 20 fl, . . . 40'— 4l>'?!'> Winbischgrätz-Vosc 2u sl, ! . <7'50 48<»l> Aanl-Actien (pcr Stuck), Anqlo.Ocft'i-l. V«0 fl, . »n'70 l>i — Vd,!cr.-?!»s<,,ös!.ü0Us!,S,/. L. 202 25 2N2 75. Ocstetr.-i»!,,. «nnl . . , . uo4-- 85«'- UnionbanI 200 fl. . , ,fts,-75 i«? ?5 Vcrlcbisvanl. 3111^,, i<0 sl' , >,-— 352 — Drau- si, Silber —! — - st!!nflirchrn-Vnrrscr!ii<,2UUfl,S. —-— .' — Gllliz.Karl-i'udwig-A^ciUjlCVt, '»I — 1»1.25 Glc>z-Koslacherlz,-Ä,200fl,ö W. — — - .- Knblcnvcrn Eisenbahn 100 sl, . — — —- — Kaschau-Oderb, li,s<:nb,20,»sl.S. —-— —' -Vcmbcrg-llzernowitz-^assy-Lisen« bahn-Ocscllschas« «00 fl, ö, W, 205 50 200^0 Llovd. osl.-unss,.Tr!cst 5l^< fl,CM, <88 — <»n — Oesterr, Nordweslb, 200 sl. Silb. !b» 5U 152 ?b dto, (lit. ll) 200 fl.Silbei , —— — — Prag-Duxer Eiscnb. 150 fl. Silb. 1?-— 1» — Mubols°Äah» 20U fl. Silber . l?7-- 177.50 Sicbcnblirgcr Eiscnb, 200 fl, . —>— — - Sli,, Eiscnb,20« sl, Silber I54-25 154,75 Ung. Nordoftbahn Ü00 sl, Silber 151 — 151 5« Ung.Westb,sM»llb-Grllz)20ufl,S, 15, — 151-51, Industrie-Actien sper Stück), Egydi unb Kindbera, Eisen- und Elllhl.Ind. in Wien 1UN sl. . «2—84-— E!scnbahnw..Lc!hg. I, «o fl.40«/,, 7»-— 75 — „Elbemilhl". Papiers, u. »,-O, , 55— s.u,— Viontan-Gcsellsch,. ostcrr,-alp!ne 2880 2»l» Präger Eisen'^nd. Gcs, 2l»o fl, —— — — Salao Tari, Eisenrafs, 100 sl, . i«i- l«H — Wclsiens.«G.Oest,inW.inofl, . ,58—2«o — Devisen. üeutscke Plähc......«z-2o «2-45 London.........126.80 127 l» Par,».........,,«Ü0 50 25 Valuten. Ducalen........ ü-98 «— LN-Francs'Vtilcke..... 1004,, >UO5z Silber......... —>- —.— Deutsche Ri-ichsbanlnoten . . 62 l0