pcärrilAcrarloLS - Prcile. .Zur Lürvach ^anz;:ihrlg . . . 6 ft. — !r. yalbiahrrg . . . 3 ^ , Vierteljährig. . . i ^ 50 ^ Monatlich . . . — , 50 . Mit der Po ft: Ganzjährig . . . 9 fl. — kr Halbjährig . . . 4 „ 50 „ Vierteljährig. . . 2 „ 25 , Anstellung ins HanS viertel-jL'^ritz 25 kr., monatlich 9 kr. Laibacher rivrrlue Nummern 5 kr. latt. Lcdalilioii Sahnbosgafse Nr. 13» Lkpe-iLron und Inleratrv 6ureau: Kongreßplay Nr 81 (Buchhandln.',- von I. v. Kleinmayr L F.L^aviber.) Auslrlionsprnse: Für die einspaltige Petitze.le 8 kr bei zweimaliger Einschaltung L 5 kr dreimal L 7 kr. InsertionSften, pel i cd e ^ k Bei größeren Inseraren^n^öst^r-i Einschaltung entspreche^erMb^t Anouune Mittheilunge» werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Nr. 227. Donnerstag, 6. Oktober. — Morgen: Iustma. 1870. Oesterreich in seinen Beziehungen zum deutschen Bunde. Unter diesem Titel bringt die „K. Z." aus der Fcder eines kürzlich von Wien zurückgekehrte» Rheinländers, welcher Gelegenheit halte, am Hofe und in den höchsten Regierungskreisen daselbst zu verkehren, einen interessanten Aussatz, dem wir Folgendes entnehmen: „Mit Oesterreich können wir eine enge, auf gesunden und dauerhaften Grundlagen ruhende Verbindung eingehen. Oesterreichs Fortbestand und seine gedeihliche Entwicklung sind von großer Bedeutung für uns, und ohne unsere Mitwirkung nicht möglich. Die Betrachtungen, welche mich zu dieser Erkenntnis führten, werde ich "> Nachstehendem andeuten. Bor allem ist es im allgemeinen europäischen Interesse wünschenSwerth, daß Oesterreich in die Lage kommt, die abendländische Zivilisation erfolgreich und dauernd nach dem Orient verbreiten zu können. Wird uns die Erfüllung dieser, von der Vorsehung Oesterreich bestimmten Mission schon an und sür sich vor slavischem Einstuß schützen, so bildet aber auch ein starkes Oesterreich sür das mit ihm verbündete Deutschland den sichersten Wall gegen eine gewaltthätige Invasion von Osten her. Abgesehen von diesen kosmopolitischen und strategischen Interessen hat Deutschland Ursache, die Wohlfahrt des österreichischen Kaiser-slaateö zu wünschen und hilfreich zu fördern. Wenn dasselbe sich aufrichtet zu einem g-sunden harmonischen Körper, so wird der Kopf immer deutsch sein und deutsch bleiben, weil die Deutschen hauptsächlich die geistige und sittliche Kraft der Gesammt-Mon-archic bilden, weil die Dynastie und die Hauptstadl deutsch sind und weil der westliche Theil Oester- reichs von allem geistigen und materiellen Aufschwung in Deutschland am nächsten berührt wird. In dem mächtige,, Band der Stammvermandtschast liegt die beste Bürgschaft für ein ehrliches, treues Zusammenstehen Oesterreichs mit Deutschland. Aber nicht allein unpolitisch und unmoralisch wäre unsere Gleichgiltigkeit gegen Oesterreichs künftiges Wohl und Wehe; es wäre auch herzlos und Deutschland unwürdig, neun Millionen Brüder der Gefahr Preis zu geben, in dem Kampfe mit dem numerisch um das Doppelte stärkeren Slaventhum zu unterliegen. Deutsch-Oesterreich ist ein Theil von uns, der neben uns, aber nicht ohne uns existiren kann. Deutsch-Oesterreich wird unter dem moralischen Schutz des nachbarlichen und mächtigen Bruderstaates die Stellung behaupte», die ihm im Kaiserreich gebührt und Friede und Eintracht werden in die ganze Monarchie mit dem Bewußtsein aller dort vereinten Völker, daß Deutschland diesen Frieden und eine starke Regierung in Wien ernstlich will, leichter einkehren. Denjenigen, welche meinen, wir seien unseren österreichischen Brüdern schuldig, die Einverleibung des deutschen KronlandeS herbeizusühren, antworte ich, daß uns aber auch Deutsch - Oesterreich als Nachbar, als leitendes Element in dein großen Nachbarstaate bessere Dienste leisten kann, als in der Eigenschaft einer deutschen Provinz. Andere mögen einwenden, daß ein friedliches Zusammenleben und einiges Zusammenwirken der heterogenen Besland-theile des kaiserlichen StaatenbundeS eine Utopie ist. Darauf wage ich keine Antwort und darüber dürfte wohl niemand ein endgiltigeö Urtheil zu-stchen. Ob dieses Völker-Agglomerat lebensfähig ist, kann nur die Zukunft, Oesterreichs staatliche Entwicklung unter günstigen Umständen lehren. In einem intimen Berhältniß zu Deutschland, im Genuß einer srcien und allseitig respektirtcn Verfassung, von dem Druck der Kriegsrüstringcn befreit, ist in Oesterreich vieles möglich, was bis jetzt vergebens versucht und erstrebt wurde. Bis dahin, daß sich unserem hochherzigen Könige eine Gelegenheit dar-bieten wird, die in diesem Augenblicke Preußen durchaus zugeneigten Gesinnungen dcS Kaisers und der kaiserlichen Familie durch eine Annäherung an-zuerkennen und zu befestigen, und bis cs der vielerprobten Weisheit unserer Regierung gelungen sein wird, die Wege zu finden, auf denen, und die Grenzen, bis zu welchen wir von nun an in brüderlicher Eintracht mit Oesterreich wandeln können, bis dahin sollte die Liebe für solche Eintracht und der politische Anstand jeden i» Deutschland abhalten, durch verletzende Aeußernngcir gegen Oesterreich die eben bezeichnet günstige Situation zu trüben. Vom Kriege. Aus dem nicht mehr ungewöhnlichen aerosta-tifchen Wege sind der „Ind. b.lge" einige Pariser Korrespondenz» von 25. September zugekommen, denen wir folgendes Wesentlichere entnehmen: „Die allgemeine Aufmerksamkeit konzentrit sich jetzt auf die vom Feinde bei Meudon und bei der sogenannten Laterne des Diogenes erbauten Batterien; es sind dies zwei Punkte, die nach den Versicherungen von Fachmännern von unseren Forts nicht bestrichen werden können. Es scheint dah-r nicht unwahrscheinlich, daß man mit den verfügbaren Kräften versuchen werde, diese zwei Pur.ktc wieder zu erobern, die man so unvorsichtig war, dem Feinde ohne Kampf zu überlassen. Von diesen Punktcnau« Jeuilleton. Die hiesige Obst- und Geumseausstellung. (Schluß.) In der Gemüseabtheilung vermißt man eine entsprechende Vertretung der GemüftproLuklion der Vorstadt Krakau, deren Salate und Grünzeug den Gemüsemärkte» in Laibach einen verdiente», über die Grenze» des Landes reichenden Ruf verschafft haben. Es haben sich nur zwei Krakauerinueu, Franziska Grill und Elisabeth Doberlet, an der Ausstellung betheiliget. Auch die Kaschier Bauern haben diese Gelegenheit nicht benützt, ihre berühmten Krautköpfe und ihren gesuchten Krautsamen zu ^kponiren. Beachtenswerth ist die Gemüsekollektion des vom Gärtner Ermacora besorgten VereinSgartens, sie enthält vorzügliche Wurzelgewächse, Paradeis-äpfel in verschiedener Färbung und Größe, Paprikas in allen Formen und Farben, ferner Prachtexemplare der in Italien sehr beliebten Eierfrüchte a. m. Die Mehrzahl dieses Gemüses wurde aus Ailniorain'schem (Paris) Samen gezogen, wovon Partien auch unter Vereinsmitglieder zur Verthei« gelaugten, und wie wir vernehmen, hie und vom besten Erfolge begleitet waren. Herr Fidelis Terpinz exponirle eine reiche Kollektion von Wurzelgewächse», Sämereien von Hülsensrüchten, üppige Maiskolben, vorzügliche Erdäpfel und riesige Gurken. Wahre Riesen von Gartenprodukten sind die Ricsenkürbisse des Dr. Eisl, die Kohlrüben aus dem Frcudeiilhalcr Garten, u. a. m. Die reichhaltigste Sammlung von Gemüse-sorten lieferte der botanische Gärtner I. Rulitz. Bekanntlich ist eine Abtheiluug des ursprünglich nur für die Flora Krams bestimmt gewesenen Laibacher botanischen Gartens i» jüngster Zeit der Obstzucht und dem Gemüsebau zugcführt worden. Der Vor-stehung des Gartens und dem strebsamen Gärtner wird eS zum großen Verdienste gereichen, durch eine möglichst vollständige Zucht aller in Krain gedeihenden Gemüsearten schon unter der studirenden Jugend, namentlich aber unter den Lehramtspräparanden die Liebe zum Gemüsebau zu fördern. Eine schöne Kollektion amerikanischer, sehr gut gerochener Erdäpfel, welche nach Güllich's Methode am Versuchshofe kultivirt wurden, lieferte die Land-wirthschaftsgesellschast mit der Widmung, selbe unter Theilnehmer an der Ausstellung zu vertheilen, Pfarrer Jerik in Dobovz sendete ebenfalls Proben von Erdäpfeln, nach Güllich kultivirt, ein. Ein reiches Sortiment von Speifekartoffeln ist jenes des Dr. Eisl und des DienstmannsdirektorS Müller. Beachtenswerth sind die Kulturversuche des Herrn Guaiz mit der amerikanischen Patate. Eine Staatspr-cismedaille für Gemüsesamen ! wurde erst nachträglich in das Programm der Ausstellung ausgenommen. Bekanntlich hat das k. k. Ackerbauministerium diesem Zweite der Produktion sein Hauptaugenmerk zugewendet, und cs i>t über dessen Anregung von dem Wiener Gartenbauverein eine Herbstausstclluiig von G müscsamen veranlaßt worden. In dieser Richtung sttht den Produzenten in Oesterreich ein sehr lohnendes, noch wenig kulti> virteS Gebiet offen, denn bisher bezog Oesterreich fast alle besseren Gaiteii-Sämercien, und zwar im Werthe von mehreren Millionen, aus dem Auslande. Für die Vertretung dieses Faches wurde durch die Aussteller Rulitz, Terpin und Frau Chiades Sorge getragen. Der Ziergärtnerei ist nach dem Ausstellungs-Programm eine mehr untergeordnete Stellung zugewiesen ; er» Preis war für Kalthauspflanzen oder Topfgewächse, die sich für die Freilandkultur eignen, bestimmt, später kam eine Staatspreismedaille für die Dekorationspflanzen hiezu. Beide Preise fielen dem VereinSgärtner Ermacora zu. Seine Kollektion tropischer Gewächse, als Fillodendro», Muskaten, Farrenkräutern u. a. m,, zeichnet sich durch Schönheit der Exemplare und geschmackvolle Gruppirung aus. Nicht minder hübsch ist eine Gruppe von Topfgewächsen für die Freilandkultur. Vielen Beisoll findet auch ein „Bouket für Küchenfrau- scheint es, daß die Preußen selbst mit großen Opfern einen entscheidenden Schlag gegen Paris auSfichren werden. In der hiesigen Bevölkerung herrscht, wie ich verbürgen kann, nicht nur der seste Vorsatz, sich aufs energischeste zu vertheidigen, sondern auch die Hoffnung auf einen schließlichen Erfolg vor. Innere Streitigkeiten, auf die sich das preußische Hauptquartier Hoffnungen gemacht zu haben scheint, exi-stiren keine, cs ist, so lange der Krieg wahrt, ans eine Zwietracht der Parteien nicht zu fpekulircn." Bei Metz sind in der letzten Woche des vergangenen Monats wiederholt Gefechte, darunter sehr blutige vorgesallen. So am 23., 27. und 30. SeptemLer. Besonders am 27. wurde sehr lebhaft gekämpft. Es gelang nämlich an diesem Tage den Franzosen, etwa 10.000 Mann mit Benutzung der Bahn Mctz-Rcmilly unbemerkt bis an ihre bei Peltre stehenden Vorposten zn befördern und die dortigen deutschen Truppen überraschend anzugreifen. Peltre liegt südöstlich von Metz und dem Fort Quelen an der nach Straßburg führenden Chaussee. Die deutschen, der 26. Infanterie-Brigade des Generals Goltz angehörigen Truppe« mußten anfangs vor dem mächtigen Angriffe dcö Feindes zurückweichen und selbst das zur Vertheidigung vorgerichtete Schloß Merci-le-Haut, das zwischen ArS-Laquencxy und Peltre auf einer kleinen Erhöhung liegt, räumen, wobei sie 200 Mann als Gefangene verloren, erstürmten jedoch wieder die verlassene Position und warfen den Gegner nach Metz zurück. Der Zweck dieser Ausfälle ist die Erbculung von Proviant, wie dies schon daraus hervorgcht, daß jeder Mann der Franzosen mit verschiedentlichen Slrik-keu und einem Sacke ausgerüstet war. Am 27ten scheint cs speziell auf das Magazin des 7ten Armeekorps, das sich unweit von Peltre befindet, abgesehen gewesen zu sein, oder auf die großen bei Eonrcellcs sur Nied anfgcstapelteu Mundvorräthe der Belagerungsarmee. Es scheint also mit der Berproviantirung der Festung doch nicht so brillant zu stehen, wie dies manche, namentlich belgische Blätter versichern. Merkwürdig ist es jedenfalls, daß die Franzosen so gut unterrichtet sind, wann neue Vorräthe anlangen und wo dieselben aufbewahrt werden. Die Bewohner der Umgebung scheinen gute Knndschasterdienste zu versehen, und das Pos, welches Peltre getroffen, indem man eS wegen der Bazaine geleisteten Spiondienste in Brand steckte, wird dadurch erklärt. Bei Metz bestand die Division Kummer am 30. Oktober ein größeres Vorpostcngcsccht; der Feind wurde mit starkem Verlust zurückgeschlageu. General von Werder, der Eroberer von Straßburg, marschirt gegen Kolmar. Bei Mühlhausen lein" vom nämlichen Aussteller komponirt aus Gartenprodukten, die in der Küche ihre Anwendung finden ; es wetteifert an Farbenpracht mit jedem Blu-mcnbonkct. Zwei schöne Boukets aus getrockneten Blumen wurden von der Rosenzüchtcrin Frau Chia-des in Unterschischka zur Ausstellung gebracht. Die Zusammenstellung getrockneter Gräser zu Blumensträußen, ein rentables Geschäft der Erfurter Gärtner bildend, war in zwei riesigen, von Herrn Ehr-feld cingesendeten Boukets vertreten. Die Firma Mayer und Metz hatte eine kleine Gruppe von Teppichpflanzen exponirt. Am Eingänge in den großen Obstsaal stehen Prachtexemplare der Piramiden-Glockenblumc (Orrm-xlmulg. exponirt von K os und A n e r. Dieses schöne Gewächs ist eine echt krainische Pflanze, sie kommt wild wachsend bei Jdria, im Wippacher-und Feistrizthale vor und wir möchten bei dieser Gelegenheit unsere Blumenliebhaber aufmerksam machen, ihr Augenmerk manchen bisher wenig beachteten Repräsentanten der berühmten krainifchen Flora zuzuwenden, um selben bei einer allenfalls in der Zukunft zu veranstaltenden Blumenansstellnng auch bei den Blumisten zur verdienten Anerkennung zu bringen. formirt sich die Armee gegen Lyon, welche auf 100.000 Mann gebracht werden soll. Beauvais ist vou einem preußischen Korps besetzt. 20 deutsche Ersatzregimenter, zmn Marsche nach Lyon bestimmt, passirten am 4. d. Köln. Das ge-sammte BelagcrnngSgeschütz soll bis längstens Ilten d. vor Paris cintrcffen. Das Bombardement beginnt mithin erst Mitte Oktober. Auf Beseht dcö Bundesseldhirrn wird in Frei-bnrg in Baden ein mobiles RrservekorpS, mit der Bezeichnung vierte Rcservedivision, gebildet. 50 Offiziere und 700 Mann Gefangene aus Straßburg wurden in Stettin internirt; die übrigen bleiben in Rastatt. Politische Rundschau. Laibach» 6. Oktober. Der Er g änz n n gskr cd it für den Reichs-sin anz inini ster wurde definitiv auf 52 Mill. Gulden festgesetzt. Es heißt, daß die Delegationen diesmal nach Wien einberusen werde». Die etwaige Vornahme direkter Wahlen in Böhmen wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen, da der Apparat hiesür ein ebenso schwieriger, ja beinahe noch komplizirtcrcr ist, als der sür die Landtagswahlen erforderliche. Dabei wollen wir zur Beleuchtung eines solchen Schrittes noch auf den wichtige» Umstand aufmerksam mache», daß gesetzlich das Mandat der direkt gewählten Rcichsraths-abgeordneten sogleich erlischt, sobald der Landtag des Königreichs Böhmen wieder znsammentrill. Welche Gefahr darin für den ReichSrath liegt und wie bedenklich eine solche Bestimmung bei einem in seiner Verfassungstreue sehr zweifelhaften Ministerium ist, das wird jedermann von selbst klar. Angesichts des wahrscheinlichen Anmarsches der Deutschen auf Belfort hat der schweizerische Buu-desrath wieder sofortige Besetzung der Grenze an-geordnet. lieber das von Louis Napoleon annektirte italienische Nizza, die Vaterstadt Garibaldi's, wo sich bekanntlich Gelüste zeigten, die Fremdherrschaft wieder abzuschütteln, schreibt der „Pr." ein Freund ans Genua: „Armes Nizza! Du Stadt des Reises und der Blumen, du Auserwählte der Völker und der Fürsten aller Nationen, um deiner wohlthätigen Sonne, um deines providcnticllen Klimas willen, um der Liebenswürdigkeit, um der Anmuth und Heiterkeit deines Volkes willen! Wie hast du dich verändert nnd bist zu einer Stadt der Plage und des Weinens geworden, von wo die Wohlhabenden und Fremden entsetzt fliehen und die unglücklichen Einwohner verzweifeln. Ueberall drohende Blicke und Geberden französischer Matrose», die Tapferen der Regierung mit dem Säbel an der Seite und dem Revolver in der Hand, Gendarmen zu Fuß und zu Pferd mit dem blanken Säbel in der Faust. Zahllose Bataillone bis an die Zähne bewaffneter Soldaten, eine Schaar von 3400 französischen Freiwilligen, theils in Uniform, theils aber, und zwar vorwiegend in Zivil und ohne Disziplin, die man in aller Eile von Toulouse, AntibeS und vcrschiedc-denen Städten der Provence dahin geschickt hat, renne» i» Verwirrung durch die Straßen der unglücklichen Stadt, in der unverkennbaren Absicht, zu provoziren und zu beleidigen. — Wahrlich, eine hübsche Anwendung des von Napoleon proklamirten Nationalitätenprinzips. Aber Frankreich darf Nizza nicht mehr herausgeben, es wäre nach Favre ja eine „Entehrung" Frankreichs. Ucber Brüssel, 4. Oktober, wird aus Tours gemeldet, daß Cremieux den in Tours anwesenden Mitgliedern des diplomatischen Korps erklärt habe, die Regierung werde in den nächsten Tagen genö-thigt sein, ihren Sitz nach Toulouse zu verlegen, wahrscheinlich werde auch nach dieser Stadt die Konstituante einberufen werden und Jules Favre wünsche, sein Amt niederznlegeu. Herr Thiers ist, so wird aus Kreisen der französischen Botschaft in Wien verbreitet, in St. Petersburg schließlich doch nicht mit einem absoluten uon xossumus, sondern mit der Zusichcrung entlassen worden, daß das russische Kabiuet bereit sei, einen sranzösischerseitö bestimmt formulirten Vorschlag, sei es zur Erlangung eines Waffenstillstandes, sei cs für definitive Friedensverhandlungen, im preußischen Hauptquartier zu unterstützen, sofern derselbe der militärischen Sachlage entsprechende Rechnung trage und gleichzeitig auf die Unterstützung, jedenfalls Englands, zählen dürfe. Ob dieser Bescheid als ein diplomatischer Erfolg zu gelten habe, mag dahingestellt bleiben. Die Thätigkeit des französischen Abgesandten, Herrn Thiers, konzentrirte sich einer Petersburger Mitteilung der „Pr." zufolge, daselbst wesentlich aus zwei Punkte. Einmal handelte cs sich um möglichst vortheilhastc Darstellung der Entstehung der provisorischen Regierung, welche dem Drange der Umstände nachgegeben habe; ferner bemühte sich Thiers, Rußland auf die Gefahren hinzuweisen, welche die Vergrößerung Preußens im Westen habe. Positwe Vorschläge machte Thiers nirgends. In Rußland söhnt man sich offenbar mit dem Gedanken an die Republik aus: Das „Journal de St. Petersbourg," ein sehr einflußreiches Blatt, meint wenigstens, wenn Frankreich kein Vertrauen in die Monarchie habe oder glaube, die Republik veruneinige am wenigsten, so möge vielleicht eine anständige Republik dem Lande die erwarteten Dienste leisten. Hiezu seien aber unabhängige, feste Deputirte erforderlich, nicht Redner, sondern praktische Männer von gesunder Vernunft, deren Autorität deu Massen imponirt und welche die Lage des Landes angemessen erwägen. Die Zivilanstellung ansgedienter Unteroffiziere. In der Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 29. September d. I. hat das Ministerium für Lan-desvertheidigung einen Gesetzentwurf zur versassuugs> mäßigen Behandlung eingebracht, welcher die Versorgung jener Unteroffiziere durch Anstellung derselben in Staatsdiensten oder bei den vom Staate konzessionirten Eisenbahnen normirt, die nach zwölfjähriger tadelloser Dienstzeit aus dem Heeresverbande entlassen werden, Dieser Gesetzentwurf wird allseitig mit Befriedigung ausgenommen werden, weil er geeignet ist, einem Be-dürsnisse, welches sich mit jedem Tage in der Armee fühlbarer machte, Rechnung zu tragen. Seitdem in der österreichischen Armee die Präsenzzeit auf eine geringere Zeitdauer herabgesetzt worden war, laborirte dieselbe au dem Mangel eines Grundstocks tüchtiger Unteroffiziere, einem unumgänglichen Erfordernisse für die erfolgreiche Ausbildung der Mannschaft. Die Mittel, welche bisher angewendet wurden, um gediente Unteroffiziere der Anncee zu erhalten, insbesondere die Verleihung von Dienstprämien und Löhnungszulagen, vermochten nicht, einen erheblichen Erfolg aufzuweisen. Einzelne ließen sich zu einer zweiten, mitunter auch zu einer dritten Kapitulation herbei, der weitaus größte Theil richtete sein Streben darauf, noch zu einer Zeit dem Militärstande Valet zu sagen, wo er rUstig genug wäre, uni sich in einer ändern Lebensssäre für die Dauer einer Stellung zu schaffen. So ist es denn gekommen, daß es mit den ChargencadreS unserer Armee heute sehr traurig bestellt ist. Man hat nunmehr bei uns zur Beseitigung dieses Mangels zu einem Mittel gegriffen, welches sich in einem Nachbarlande, dem wir in militärischer Beziehung so vieles ablernten, trefflich erprobt hat: die Zi-vilanstellnng ausgedienter Unteroffiziere. Was dem Unteroffizier bisher nur im Wege der Protektion und durch Zufall zu erreichen möglich war, soll ihm jetzt als ein durch eine 12jährige tadellose Dienstzeit erworbenes Recht garanlirt werden. So kann man eS dahin bringen, daß der größte Theil der dienenden Unteroffiziere, der Sorge sür ihre künftige Existenz enthoben, durch einen Zeitraum bei der Fahne ausharrt, welcher wohl geeignet ist, auch bei uns dem Chargcncadre die erforderliche Tüchtigkeit zu verleihen. Zur Tagesgeschichte. — Stand der schwebenden Schuld. Mit Ende September 1870 befanden sich im Umlaufe: Nach den bei der priv. österr. Na- tionalbank geführten und geprüften Vormerkungen: 1. An Partial-Hipothekaranweifungen 70,488.832 fl. 40 kr. An zu Staatsnoteu erklärten Ein- und Füns-gulden-Banknoten 2,143.946 fl. L. An aus der Mitsperre der gefertigten Kommission erfolgten: 1. förmlichen Staatsnoten: 335,728.903 fl. 2. Münzscheinen zu 10 Neukreuzern 3,637.640 fl. 45 kr., im Ganzen 411,999.321 fl. 95 kr. — In einem Provinzialblatte fand sich dieser Tage folgende nette Geschichte: ES gibt in einer Stadt Oesterreichs, die wir auS Diskretion nicht nennen wollen, eine Prüfungskommission für Offiziersaspiranten. Graf L unterzog sich bei dieser Kommission der Prüfung und wurde von dem Oberlieuteuant Y — einem sehr gebildeten Offizier — aus der deutschen Sprache geprüft, ohne sich eine günstige Klasse verdienen zu können. Der Generalstabsmajor Z, ebenfalls Mitglied der Prüfungskommission, forderte den Oberlicntenant N auf, dem Grafe» neuerdings drei Fragen zn geben, damit der Major mit größerer Bestimmtheit ersehen könne, ob der Geprüfte wirklich eine ungünstige Klasse verdiene. Der Oberlieutenant kam der übrigens reglementswidrigen Aufforderung des Majors nach, doch war das Resultat der neuerlichen Prüfung kein besseres. Gleichwohl plaidirte Major Z dasür, das Aspirant Graf X die „erste Klasse" erhalte, und motivirte seinen Antrag durch folgende Worte: „Der Gegenstand des Herrn Oberlieutenants 4) ist ein dummer, und da braucht man« nicht so strenge zu nehmen; auch tritt der Herr Graf nicht in ein Infanterie-, sondern in ein Kavallerieregiment, und da sieht man ja auf Intelligenz nicht so strenge!" Der Herr Major mußte «8 wissen, da er als Rittmeister in einem Kavallerie-regimente gedient hat. Der Präsident der Prüfungskommission, ein General, erklärte nun in Würdigung dieses überzeugenden Motivs den Grafen L zum Offiziersaspiranten in der — Kavallerie. Der Oberlieutenant V, der keine besondere Lust verspürt, einen „dummen Gegenstand" vorzutragen, gab seine Demission. — Die Simpathien sür das unglückliche Straß -bnrg gelangen in Deutschland vielseitig in sehr erfreulicher Weife zum Ausdruck. So hat die Berliner Gemeindevertretung auf Antrag des Magistrates zur Unterstützung der schwer heimgesuchteu Stadt 20.000 Thaler bewilligt. Die Königin hat über den Schritt des Magistrates ihre lebhafte Befriedigung in einer Zuschrift ausgesprochen und als ersten Beitrag ihrerseits 1000 Thaler gewidmet. Ferner werden noch Sammlungen eröffnet. Eine unter den „Vätern der Stadt" veranstaltete ergab über 1300 Thaler. — Die preußischen Feldtelegrafen theilen sich in drei Klassen: in fliegende, provisorische und stabile Telegrafen. Der fliegende Telegraf besteht aus einem durch eine Guttapercha-Umhüllung ifolirteu Drahte, den man abwickelt und auf dem Boden liegen läßt, wobei man Linien wählt, die in einiger Entfernung von der Straße und in der Ebene liegen. Im Lager von Ehalons wurden damit Versuche in der Weise angestellt, daß man die Drähte mit Uhla-nenlanzen »nt'erstlltzie, welche die Reiter in der Fanst hielten. Ist dagegen das Terrain bergig oder waldig, so wendet man die provisorische Leitung an. Hier sind die Drähte von Eisen und werden mittelst leichter Isolatoren an den Bäumen oder an provisorisch ausgestellten Pflöcken befestigt. Die stabile Leitung endlich wird in gewöhnlicher Weise von einer darauf abgerichteten Abtheilung hergestellt, wobei man sich in gleicher Weise des Materials bedient, welches zu deu Provisorischen Linien verwendet zu werden pflegt und das sich zufällig dort und da findet, namentlich dessen, das beim Niedcrlegen provisorischer Leitung sich ergibt. — Es zirkuliren jetzt in Stettin Fünffran-ken-Stücke in Silber, welche, von sranzösischen Kriegsgefangenen ansgegeben, bereiiS eine ans die von den Franzosen während des diesjährig n Feldzuges in Deulschlcmd zu erfechtende» Siege bezügliche Jnschrisl tragen. — Wie die „Jndependance belge" mittheilt, ist in Paris der bekannte Luflfchiffer Na dar mit der Organisation eines regelmäßigen Lustballon-Postdien-stes betraut worden; im Gegensatz zu den Behelfen, deren man sich in Metz bedient, werden die Pariser Ballons nicht dem Ungefähr preisgegeben, sondern von erfahrenen Luftschiffern begleitet sein, die nur, wenn die ihrer Obhut übergebenen Sendungen keiner Gefahr ausgesetzt sind, sich auf die Erde herablassen werben. Das vorgenannte Blatt hat auf diesem Wege bereits ein vom 22. September aus Paris datirtes Schreiben erhalten. Aus der Volkszählung in Krain. IV. Darstellung der Schweinezucht nach der Intensität. Hiernach ent- Volitilcker Berirk Flächeninhalt in Anzahl der fallen auf poimicher bezirk Quadrat-Meilen Schwein- I Q.-Meile Schweine GnrkfUd 15-1 11.876 790 Tscheruembl 9'5 7.199 750 Stein 10 7 6.350 590 Rudolfswerth 16 8 6.548 390 Laibach (Land) 16 1 6.022 370 Adelöberg 15 3 5.305 350 Littai 11 2 3.106 280 Gvltfchee 20'7 5.861 280 Loüfch 203 4.059 200 Krainburg 17 7 3.347 190 RadmannSdorf 18'8 3.628 190 *) Stadt Laibach hat unter allen Bezirken die stärkste Zucht. Mal- uno Prooinzial-Ängelegenheiten. Lokal - Chroml. — (Die PreiSverth ei lung des Garte n b a n v ere ine s) wurde heule Vormittags um 11 Uhr vom Herrn Landespräfivenien Baron Conrad v. Eybesfeld in Gegenwart einer zahlreichen und gewählten Versammlung von Herren und Damen im SchieMitesaale vorgenominen. In einer kurzen Ansprache dankte der Vereinsobmann Malitsch dem Herrn Landespräsidenten sür die kräftige Unterstützung des Gartenbauvereines, der durch dessen Initiative ins Leben gerufen wurde, sowie auch für die durch ihn erwirkle StaatSsuboention; hierauf richtete der Ver-einSsekretär De sch mann an die Anwesenden in deutscher und slovenischer Sprache das Ansuchen, sich die möglichste Fruchtbarmachung dieser Ausstellung, in der die schöne Idee: „Vereinte Krast, das beste schafft" zum Ausdruck gekommen, angelegen sein zu lassen und durch Verbreitung der als vorzüglich anerkannten edlen Obst- und Gemüsesorten im Lande zum Aufschwünge des edleu Gartenbaues zu wirken. Sodann erfolgte die Verlesung der Preisträger und der an die Aussteller zuerkannten lobenden Anerkennungen. Von den Be-theiligien verzichtete Herr Malitsch auf den Preis von 4 Dukaten zu Gunsten des Gartenbauvereins. LandeS-präsident Conrad wies fodann ans die hohe Bedeutung des Gartenbaues als einer verfeinerlen Urproduktion hin, die Regierung werde diese», Kulturzweige jederzeit ihre volleste Aufmerksamkeit zuweudeu, weiters sprach sich derselbe über das Wirken des Vereins, insbeson-ders über die Verdienste, welche sich der Vereinsob-mann Malitsch und der Vereinssekrelär Desch-mann um das Gedeihen des Vereins uud um die Veranstaliuug der Ausstellung erworben haben, sehr anerkennend aus. Mit einer kurzen Ansprache des Landeshauptmannes Karl Wurzbach und Obmanns Malitsch, worin ersterer als Präsident der Land-wirthfchastsgesellschaft den Gartenbauverein zu seinem Wirken beglückwünschte und der Theilnahme aller Gartenfreunde anempfahl, und letzterer dem Ausstellungs-Komitee für die unverdrossene Arbeit seinen Dank aussprach, schloß die erhebende Feierlichkeit. — (In der ersten Sitzung des Lande s s a n i t ä t S r a t h s) am 1. d. M. wurde die von Dr. Gauster auSgearbeitete Geschäftsordnung und der Antrag des Dr. Razpet auf Bestellung von mindestens 7 Bezirksärzten für Krain angenommen. Die Entscheidung in Betreff der Aufstellung einer fünften Apotheke in Laibach wurde auf die nächste Sitzung vertagt. — Im Markte Adelsberg wüthet, wie man uns mittheilt, heule eine heftige Feuersbrun st -bereits sollen 20 Häuser den Flammen zum Opfer gefallen sein. — (An den Früchten werdet ihr sie erkennen.) Wenn man die offiziösen Zeitungeu liest, sollte man glauben, die Furcht vor Reaktion sei ein Verbrechen gegen das Ministerium. Wie kommt es nun aber, daß jetzt manches schlechter ist, als früher, und manches auf eine Nachgiebigkeit gegen die reaktionärsten Elemente hindeutet? So z. B. genügte es noch im vorigen Jahre, daß die in das Gymnasium Eiutreienden eine Prüfung über die Sprachlehre und das Rechnen ablegten, Heuer werden die armen Knaben auch aus der Religion geprüft. Nun fragt sich jeder gesund organisirte Menschenkopf: Soll die wörtliche Aneignung des Religionsbuches der Hauptschule uothwendig sein, um die Gymnasialstudien beginnen zn können? Wir meinen wohl, daß man ohne Sprachlehre nicht Latein lernen kann; aber, wie wir hören, lernen unsere Gymnasiasten durch 8 Jahre ganze Bände der Religioslehre auswendig, wozu da noch das Examiniren über das frühere Memoriren? Wozu hat der Schüler sein Zeuguiß aus der Hauplschule? Bald wird auch bei der Ausnahmsprüfung das todte Memoriren der Religion die Hauptsache sein, wie die Religion überhaupt eine vorzügliche Marter der Stndirenden ist, wenn sie nicht im Geiste gelehrt, sondern gegen den Geist der eigentlichen Religion als Wissenschaft behandelt und fodann wörtlich abgeprüft wird, was wieder gegen den Geist der Wissenschaftlichkeit verstoßt. Ferner wurde in Triest eine deutsche Unterrichlsanstalt ausgehoben, in Krain ebenfalls eine. Da sage man noch einmal, es geschähe nichts gegen das Deutsche. In Triest remonstrirt man gegen den Schritt des Ministeriums, wer aber wird in Overkrain die Stimmen der Bevölkerung sammeln, welche sich gegen die Sla-visirnng des Krainbnrger Gymnasiums erheben? Nur hinaus mit allem, was deutsch „brandelt," in Krain, dem „verlorenen Posten der Kullur" braucht man nichts Deutsches, sondern nur Religion. — (Der zweite sorstwirthschastliche Wandervortrag) wurde vom Herrn-Waldschäz-zuugs-Resereuten Dimitz am 2. d. M. in Seno-setsch abgehalten. Es betheiligten sich daran mehr als 1000 Personen. Kommeuden Sonntag findet der dritte Vortrag in Feistriz statt. Die Landwirlhschaslsgesellschast hat beschlossen, diese Vorträge in der „Novice" zu veröffentlichen und außerdem iu 700 Abdrücken unter die Landwirthe Jnnerkrains zu verlheilen. — (Eisenbahn Villa ch - Tarvis.) Nach der „Korr. Schweitzer" hat das Handelsministerium den Gesetzentwurf, betreffend obige Bahn, welche die Strecke Laibach-Tarvis mit dem übrigen Netze der Kronprinz-Rudolfsbahn in Verbindung bringen soll, zur Einbringung im Neichsralhe vorbereitet. Die Eisenbahn Laibach-Tarvis soll dem Vernehmen nach ani 20. d. M. eröffnet werden. Eingesendet. Keine Krankheit vermag der delikaten RsvalW-eierö äu zu widerstehen, und heilt dieselbe ohne Medizin und Kosten alle Magen-, Nerven-, Brust-, Lungen-, Leber-, Drüsen-, Schleimhaut, Athem-, Bla-sen- und Nierenleiden, Tuberkulose, Schwindsucht, Asthma, Husten, Unverdaulichkeit, Verstopfung, Diarrhöen, Schlaflosigkeit, Schwäche, Hämorrhoiden, Wassersucht, Fieber, Schwindel, Blutaussteigen, Ohrenbrausen Uebelkeit und Erbreche» selbst während der Schwangerschaft, Diabetes, Melancholie, Abmagerung, Rheumatismus, Gicht, Bleichsucht. — 72,000 Kuren, die aller Medizin widerstanden, worunter ein Zeuguiß Sr. Heiligkeit des Papstes, des HofmarfchallS Grafen Pluskow, der Marquise de Bröhan. — Nahrhafter als Fleisch, erspart die Revalescisre bei Erwachsenen und Kindern 50mal ihren Preis in Mediziniren. Zertifikat vom Herrn Dr. Medizin? Josef Viszlay. Szeleveny, Ungarn, 27. Mai 1867. Meine Frau, die mehrere Jahre an Appetitlosigkeit, Schlaflosigkeit, allgemeiner Schwäche und Schmerzen gelitten und alle Medikamente und Bäder vergebens versucht hatte, ist durch Du Barrns lievLleseivre gänzlich hergestellt worden und kaun ick dieses exzellente Nahrungsmittel jedem Leidenden bestens empfehlen. Im tiefstem Dankgefiihl verbleibe ich mit Achtung ergebenster Diener Josef Viszlay, Arzt. In Blechbüchsen von '/z Psd. fl. 1.50, 1 Pfd. fl. 2.50, 2 Pfd. fl. 4.50, 5 Pfd. fl. 10, 12 Pfd. si. 20, 24 Pfd. fl. 35. — Lovrtloseivrs Olioeolat^ö in Tabletten fiir 12 Taffen fl. 1.50, für 24 Taffen fl. 2.50, für 48 Tassen fl. 4.50, in Pulver für 12 Tassen fl. 1.50, 24 Tasfen fl. 2.50, 48 Tassen 4.50, für 120 Tassen si. 10, 288 Tassen fl. 20, 576 Tassen fl. 36. — Zu beziehen durch Barry du Barry L Co. in Wien, Goldschmiedgcisfe 8; in Laibach bei Ed. Mahr, Parfumenr; in Pest Török; in Prag I. Fürst; in Preß bürg Pisztory; in Klagenfurt P. Birnbacher; in Linz Haselmayer; in Bozen Lazzari; in Brünn Franz Eder; in Graz Oberranz->n ey e r, G r ablow itz; inMarbnrg F. Kollet-nig; in Lemberg Rottender; in Klausen-durg Kronstädter, und gegen Postnachnahme. Witterung. Laibach, 6. Oktober. Sternenhelle Nacht, Starker Reif. Morgennebel, später wolkenloser Himmel Nachmittags ziemlich starker Westwind. Würme: Morgens 6 Uhr -j- 1.4", Nachmittags 2 Ul>r > I4,2'(l869 -s- 138", 1868 -s- 17.0"). Barometer: im Fallen 327.50'". Das gestrige Tagesmittel der Warme -s- 7.6", um 2.8" unter dem illvrmale. Verlosung. N n d o l f-L o s e. Bei der am 1. Oktober vorgenom-incueu Bcrlosuug wurden nachsteheude 50 Gewiiui-iliummeru mit den ncbeiit'ezeichiielen Gewiuusteu gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit 25.000 fl. aus Serie 1791 Ne. 7; der zweite Treffer mit 400 > fl. auf S. 3944 Sie. 7. uud üer dritte Treffer mit 2000 fl, S. 1221 Nr. 45; feiner gewiutten ; je 500 fl. S. 3236 Nr. 37 uud S. 3712 Nr. 41 ; je 3l>0 fl. S. 1221 dir. I uud S. 1478 Nr. 26 uud 44 ; weiter gewinnen: je 100 fl. S. 1716 Nr. 88, S, 1791 Ni. 37, S. :V236 Nr. 25, S. 3275 Vir. 13, S. 3337 Nr. 2'j nnd S. 3400 Nr. 46; je 50 fl. gewinnen: S. 1063 Nr. 48, S. 1478 Nr. 23, S. 1716 Nr. 19, S. 2162 Nr. 2ti, S. 3236 Äir. 46; S. 3275 Nr. 19, S. 3337 dir. 2'> uud 27, S 3400 Sir. 5>, S. 3712 dir. 10 uud S. 3944 Nr. 1; uud endlich gewinnen je 30 fl.: S, 1« 63 dir. 1 , 17 und 27, S. 1221 Nr, 22 nnd 42, S 1363 Nr. 47, S. 1478 dir. 1, 21, 24 und 29, >L>. 1/16 dir. 6 uud 31, S. 2162 dir. 3 uud !>, S. 3236 Sir. 21 S. 3275 Nr. 23 uud 40, S. 3337 N. 24, S. 3400 Nr, I" uud 41, S. 3405 Nr. 19, S. 3510 Nr. 36 nud 45, S. 3712 Nr. 19 uud schließlich S. 3944 dir. 38. Gedenktafel über die am 8. Oktober 1 870 slattfiiidenden Lizitationen. 1. Feilb., Prah'fche Real., Berhovskavas, 408 fl., BG. Landstraß. — 1. Feilb,, Zalar'sche Real,. Brnnndorf, 1196 fl., BG. Laibach. — I. Keilb., Decman'fche Real., Dule, 607 fl. 40 kr., BG. Laibach. — 3. Feilb, Malneric'säie Real., Rodinc, BG. Tschernembl. — 2. Feilb., Mcnserle'sche Real, Bornschloß, BG, Tschernembl. -— 3. Feilb., Jur-cic'sche Real , BG. Landstraß, 2 Feilb,, Klemen'sche Real., Anßergoritz, BG. Laibach, — 1. Feilb,, Tekavc'sche Real., Ossedek, 690 fl,, BG. Grvßlaschitz. 2. Feilb,, Smolej'sche Real, Äarnervellach, BG. Kronau. — 1. Feilb., Hace'sche Real., Podcerku, 225 fl., BG. Laas. Telegramme. Wi en, 0. Oktober. Die Amtszeit»»«; meldet: Auf Gr»nd kaiserl. Bestimm«»,; ist der Nelchsrath biö zum V. November vertagt, die Präsidien beider Häuser wurde» hievvn i» Kenntinß gesetzt. Flore « z, 66.40 88.50 83.— 01,5» 92.— ) 02.25 113 50 114— 77.— 79.— 74 75 7,5 — '.-6 — 875.— 2^6.25 248.— 80 — 225.— 2005 173 — 207.50 238.50, 168-1^6 50 162.— 166.50 77.25? 79.5» 75.25 717. >56.50 >8'.— 226.75 252.— 81.— 2ico 17350 sc,3.- 234.— 164.- 18?.- 16-i.— 167.- 92 90 93.25 90.— 90.cV 106.50 ?07.— 88.25 89.— Geld W»2.75 93.25 Sieb.-B.(200fl.ö.W.) oo.- 90.50 N>rdo!fSb.(300fl.ö.W.) vi.— 91.5a Fcauz^Ios. (200 st.S.) 94.— 94-^5 Eredil 100 5. ö. W. . 155.— !56 — zu 100 st. CM. . . 94.— 96 — Trtestcr 100 ft. SM. . 115.— 155.- dto. 50 ft. ö.W. . 54.— 54.- Oseri^r . 40 ft. ö.W. 27.— 30.— Sa.'m . „ 40 „ 38.— 40.- Palsj^ . „ »ü „ 27.— 31- Ztary . ^ 40 „ 3!.— 33.- St. Gcnoiö,, 40 „ 27.— 31.— ?Lindischgrätz 20 „ 19.— 20.- Waldflein . 20 ^ 18.— 20.- Keglevich . io „ 14.— :6 - Rudolföftifl. io ö.W. 14 — 15.- (3 Mon.) AugSb.lOOfl.sükd.W. 103.5'. 103.90 Fr.rnkf.lOOft. „ „ London W Pf. Sterl. 104.20 104.^5» 124 50 125 7-> Paris 100 (sranc§ . 48.25 48 50 ÄL 20-s^rancsftür? . . . 9.94 9.95 Berein-Lhaler . . . 1.83' 1.84 Silber . . . . 122 25 122 5<> TcleHMstschrr Wechselkurs vom 6. Oktober. 5perz. Rente Lsterr. Papier 56,75. — 5perz, Renir Sfierr. Silber 66,25. — 1860er Staatsanleihen 9175 — Bankaktien 711. — Kreditaktien 855,50. London 124.55-. — Silber 122 25 — K. k, Münz-Dukaten 5.96. — Na-pi'leonsd'or 9,96. Danksagung. Für die vielseili^eu Beweise der innigen Tkeiliiiihine wähee»d der langen Krankheit, wi-nicht minder für die so M'erau« zahlreiche Besilei-tnug pir letzten Riihestälte unseres »im in Gott iiihcndln Sohnes, Binders nnd Schwagers, des Herrn Kosrk KmilitSkli sagen wir alle» Belheiligten den ansrichligsten, wärmsten Tank. Ebenso suhlen wir »ns verpflichtet, der Lei-cheubestallungSaustalt des Herrn Doberlet für die in äußerst wllrdiger We sc arrangirte Begräbniß-seier die vollste Anerkenuuug ansznspreche,,. Laibach, am 6. Oktober 1870. Die traneruden Hinterbliebenen. Es ist zn vermiethen ^ oäsr 2 im 2. Üiangc oder im Parterre. Anfrage im Zeitnngs- Äomptmr. ____^(416—2) HMSVeriums. Das Hans Rr. 117 in der Batznhofaaffe sainnrl (Karten ist ans freier Hand zn verkaufen. Das Mbert zn erfahren daselbst im I. Stock._(380—3) Epileptische Krämpfe (Fallsucht) (i6-i5i) beilt brieflich der Spezialarzt für Epilepsie Doktor «». i» Berlin, jetzt: Louisenstraße 45. — Bereits über Hundert geheilt. AugekommettL Fremde. Rin 5. Oktober. Geiger, Lehrer, Preska. — Drosg, Lehrer, Kopreinitz. — Lemann, Triest. — Holazek, Wien. — Gruden, Triest — Junker, Ingenieur, Wien. — Moretti, Bauunternehmer, Lack. — Czajanek, Ingenieur, Lack. — Schni-derschitsch, Jdria. — Mllhk-eisen, Giaz. Jachel, HandelSmann, Fiume. — Wojta, Kansm., Wien. — Elsner, Beamte, Stein. — Strobel, Ingenieur, Rad-mannSderf. — Kren, Kfm., Gottschee. — Hvllnb, k k. Hanptin., Wien. — Bii-fckag, Kanfnl., Gonobitz. — Coccolo, St Beit. — Spi-negolo, St. Veit. — Chia-chieb, Private, Fiume. I8r«i» Uni. Jo vanovich, Kanfm., Schabetz. — Baic, Kanfm., Schabetz. — PraZnikar. — Witschel, Steyer. Theater. Heute: Karlsschüler. Schauspiel in 5 Akten von Laube. Morgen: Iagdabentcner. Oper in 2 Akten von Kaiser. EhemaiinvorderThiire Operette in 1 Akt v. Offeubach. .»> s L> I «ü s 1?iir ciis Lördsi- L Mnt6i'-8g,l80n empkelils ieli INLIN dest L88ortirt«8 der feinsten Iio( Ir-, Ü08611- mit! Oilet- Mvolil in- als LusILlläisclis l?abrikLto. l^srtiZs ^Isiclsr vlegLntester ^a^on. — ^uttrLZs itber I.LNiI vnrdeii prompt »usAsknIirt, kreiss dilligst lierecliust. üleieli^eitiA inaelw ieli clas verehrte kublilcnm auf mein xev>-ti1ilte8 Assortiment von HeliarxL, Lravaten L ÜLlLLelilsiksn, sovio k6i'>'6N-Ua>8la.oI>tung8voII Lok« WM Ftl'tzektzl'- ^nl>. 81166^61. »s. SS e» !F! ?v SS s s »Verleger und für die Redaktion verantwortlich: Ottomar Bamberg. Druck von Jgn. v. Äleinmayr L Fed. Bamberg in Laibach.