fluniuisr 3. p.'ttau, den 19. Jänner 189H. VII. Jahrgang. PettaiierZeitung erscheint jcdcn Lonnr«g. frei? fflt Cfitau nrit flunrOtinfl In» Jxiti#: Vierteljährig si 1—, halbjährig fl. 2.—. ganzjährig fl 4 — ; mit Poftversendung Im Inlarde: Vierteljährig sl. 1.16. halbjährig f[. 2 HO, ganzjährig n ♦ SO. — Einzelne Nummern 10 ft idjrif(leitet: ^«fcf vahnh-sgasse 5. — Verwaltung im» i'wlag: W Slanke, BuchhattZIung, öauptpla? i»r. 6. Hlindichnsten werden nichtzurürkqestellt. Ankündigungen dilligst berechnet. — Beiträge sind erwünscht und wollen längstens bis Freitag jeder Woche eingesandt werden. Vertretung der „Piöniqsschlosse zu Versailles znni erblichen Teutschen Kaiser prvklamirt und er nah»! die »>aiseiwürde als Wilhelm I., Teutscher Kaiser und Möuin von Preußen, a». Das dentsche Reich war nen erstanden und sa>! Herrscher, ein Greis von 74 Jahren, der Älldeutschland in seiner tiefsten Erniedtigung ge» sehen, der Sohn einer Mutter, welcher über diese Erniedrigung da» Heiz gebrochen ist! Ein Greis, welcher als Kind vor dem Kaiser jener Nation zu fliehen gezwungen war. der Europa in ein einziges großes Leichenfeld verwandelt hatte, ein Greis, der dann als Jüngling da« schmähliche Ende dieses gewaltigen Emporkömmlings gesehen und nun im Greisenalter jenes Volk zerschmettert z» seinen Füßen liegen und um Frieden bitten seil), welches sich anmaßte, die Schicksale unseres Mittheile« allein bestimmen z» wollen, welch s kein anderes Volk der Welt al« gleichwertig gelten lassen wollte und welches insbesondere auf die unter sich uneinigen Deutschen so hochmülhig herabsah, wie einst die Römer auf die germanischen „Barbarenhorden" herabsahen, ehe dcr Cherusker Hermann ihren Wahn der Unbezwingbarst so gründlich zerstört hatte, wie ihn die Nachkommen der Sieger im Teutoburgerwaldc dcr Grand Ration zerstörten. Geschlagen in hundert Schlachten und Ge* fechten lag da« Frankreich de« III. Napoleon zu Ein österreichischer Beilchenfresier. llharakterskizze von Carl Baron Tortesani. (SaxiiMud orrlwtr.i.i ... ©ei mir ist alle« Inspiration, weißt Du? ... wie bei allen genialen Naturen. ... Die Saison war mittlerweile vorgerückt, die Grabein unde und die Promenade zur Schießstadt hinaus wimmelte von Damen, die mit ihren Schlepp?» — damals dir höhere Mode - den Staub auswirbelten, dass es nur so rauchte. — Material war also, wie gesagt, da; aber das An-knüpfen war schwer, denn die Bälle hatten noch nicht begonnen und wir stelzten und lorgnettirteu noch alS völlig Fremde zwischen den schönen Odenburgerinncn herum — Was thue ich? he? errathe! — Na. ich will dir's sagen. Ich hatte einen herzigen kleinen Stallpintsch von großer Intelligenz; den richtete ich mir auf Schleppen ab, d. h. ich kaufte mir beim Trödler einen alten Unterrock und lehrte den Hund, Blitzi hieß er, ein Capitalvieherl! ... lehrte ihn. auf ei» kleines Zeichen meines Zeigefingers drauf losfahren und sich hinein verbeiße». ... Hat mich keine kleine Mühe gekostet! Drei Tage lang sah und hörte man Nichts von mir in Odenburg; am vierten Tage gieng ich stolz und siegcsgcwiss über den Platz herüber und direkt auf die Linie A—B. Bor mir aber lief mit einem schönen neuen HtilS' den Füßen des neuen dxilichen Kaisers, der bereits ein Menschenalter an Lebenserfahrung hinter sich hatte. Eine» Helden hatten siel) Die Deutschen zum Kaiser gekürt, aber einen Helden, von dem sie wußten, dass er den Rest seines Lebens der Er» Haltung deS Friedens widmen werde und die fnrchttare Mackt. welche die siegreichen Heere Deutschlands ihm gaben, dazu nützen werde, um dem neuen Reiche den Frieden auch z» erhalten. Und sie hatten sich nicht getäuscht. Wilhelm I. sührte das Scepter des Reiches mit ebenso großen« Ersolg. als cr das Schwert geführt hatte. Unter il>n wurden die Teutschen das erste KricgSvolk der Welt, unter ihn sind sie in die erste Rcihc dcr Culturvölkcr gctrctc». Sicg auf Sirg haben sie unter seiner Führung im gewaltigste» Kriege der Neuzeit erfochten, Sieg auf Sieg errangen sie im friedlichen Wcttstreitc mit den große» Culturnationen in der Wissenschaft und iiunst, in Handel und Wandel. Fünfundzwanzig Jahre Frieden liegen zwischen dem 18. Jänner 1871 und dem 18. JSnner 1896. eines Friedens, der dem ganzen Mittheile Europa zugute kam. Eines Frieden«, den Wilhclni l. an-gebahnt und dessen Erhaltung sei» Enkcl Wilhelm ll. al« das heiligste Vermächtnis des Großvaters betrachtet. Er ist nicht allein dcn Deutschen dc« mit i^stcrrcich-Un.jarn enge vcrbündctcn deutsche» Reiche« zum Heile geworden, dieser Friede. Er ist auch uns zum Heile, denn diesem Frieden allcin ist c« zu verdanken, das« der wilde Nationalitätcnkampf innerhalb der schwarzgelben Gren.pfähle die Macht des DoppelreichcS und sein Ansehen nach außcuhin nicht zu schädige» band der Blitzi und verwandte kein Auge seines seitwärts gewendeten Kopses von mir; er hatte seine Lection gut gelernt und war begierig, die erste Probe abzulegen. „Gut. Es dauert nicht lange, so sehe ich in Begleitung einer Freundin die daher segeln, auf die ich'« vor allen abgesehen hatte} es war eine fesche, junge Französin, eine Jngcnieursgattin . .. chic . .. üppig. — Raß' bi« in die Fingerspitzen. — Dir Raabcrbahn wurde damals gerade gebaut und es gab mehrere solche exotische Schönheiten da: aber die war die Interessanteste. Hier steht sie unter Nr. 57: Annette Bonhontme nee Wotruba." „Wotruba? — Du hast ja gesagt, sie war eine Französin." „Du bist und bleibst ein Haarspalter! Sie hatte einen Franzosen geheiratet. folglich war sie eine Französin. — Jedensalls betrachte ich sie als eine solche. Geht's dich vielleicht was an? — Ich trachte immer an jedem die intercssantcste Seite zu sehen — mir Illusionen zu machen. Übrigcns stehe ich principiell auf — dem Wurst-Standpunkt. Französin oder Böhmin, wcnn sie nur interessant ist, gilt's mir gleich" „Gott, bist du ein Schwätzer!" „Wen» ich dir erzählen soll, muss ich auch den Mund aufmachen dürfen," erwiderte cr gifticz. .. . — Also gut. Sic kommt dahcr, dic Rasc in dcr Luft. ..." — vermochte, wie cs schon laugst und mit »nzweifel-hafter Gewissheit der Fall gewesen wäre, wenn das Band nicht so fest wäre, welches der größte Staatsmann des Jahrhunderts in weitausblickender Weisheit um Österreich Ungarn und das Deutsche Reich geschlungen hat. Und wen» wir Deutsche in Österreich, stamm-und blutsverwandt mit den Blüdern jenseits der Alpen, sttts in engster Fühlung bleiben, mit den Brüdern, welche dic gleiche Mntteriprache nnd die gemcinsameCulturaneinandcrkettet, — sowahren wir wirinunserem nationalenGefühledasAnsehen Lster' reich-Ungarnö, das Prestige der HabSburgi'chcn Doppclmonarchic und den allgemeinen Frieden, der unserem Baterlande so sehr nöthig ist. tauscndnial besser und ehrlicher als jene, die da unter dcr Maske der Hyperloyalität und des Patentpatrio-tiSuius daran arbeiten, das Band, wclcyeS n»S mit dem deutsche» Reiche verbindet, z» lockern »nd zu lösen, weil ibnen dann da« isolirte Öfter« reich prciSgcgcben wäre und der Verwirklichung ihre« Traume« von einem Föderaiivstaate nicht« mehr im Wege stünde. Die Ausgleichsverhandlungen mit Ungarn stehen nach der letzte» Nummer der Wiener „MvntagSrevue" io, das« nach diesem Blatte ein wahres Wunder geschehen müßte, wen» die beider-seitigen Regierungen z» erschöpfende» Resultate» gelange» wolle». Im Gegensatze zu allen anderen Blättern behauptet die „Montagsrepne". dass die letzten „Natürlich I.. . Wotruba!" „Du I .. . unterbrich mich nicht mehr, oder meiner Seel und Gott! kein Wort weiter sollst du zu hören bekommen! .. . Also wo war ich? Richtig. Sic segelt daher — mit einem gewissen arroganten Ausdruck, der ihr eigen war und ihr reizend stand. .. Weißt du. ich hab die Hoppatat-schigen immer gern gehabt ... sie wirken auf mich prickelnd wie Champagner ... Gut. Ich nicht saul, manövrire so, dass ich einige Schritte hinter sie zu gehen komme — mache das gewisse Zeichen mit dem Fingcr. .. — Sofort stürzt sich dcr Blitzi, wie aus dcr Pistole geschossen, auf die Schleppe los! pum! hackt cr dic Zähne in den Stoff, hängt sich mit der ganzen Wucht hinein und — rrrz! — Ein Riß — so lang! ... — Nein — den Blick werd' ich nie ver-gessen I ... Entrüstung — Wuth — kalte Verachtung . . . ein tö—ö—ödtlicher Blick. — Aber freilich; der Hund hat sich nichts daraus gemacht; ersten« weil er eben nur ein Hund war und «vcitcns, wcil cr das Bewnßtfem hatte, seine Pslicht gethan zu haben. Es ist da« ein Bewußtsein, das einen über alle« hinwe^hebcn kann!" — Stradowitsch seufzte, nervös fein Taschentuch schwenkend; eine Wolke süßer Wohlgerüche stieg ziim Himmel auf. senkrecht wie Adel« Opferrauch. — „Das war ein Moment!" fuhr er fort. „Mit einem Satz bin ich vorn, geb' dem Hund Verhandlung« in Wie» beinahe in alscn Punkten ein höchst ungünstiges Resultat Tfliibeu und dass die österreichische Regierung rott einer Berstän-digung mit der »iigarischen weiter als je entfernt ist. Wir habe» in der letzten Nummer schon an» gedeutet, dass dir Präludien znni Angleiche in den verschiede»«» Blättern einer wahren Tatzen-»insik gleichen. Die offiziöse» müsse» natürlich VejchwichtigungSmelodie» finge»; die jndcnliberalen thun eS nnauigefordert. weil eben die liberalen Krähe» in CiSleithanien den liberalen Krähen in Transleithaiiieii f»u: Auge aushacken ivollen Die klerikalen ivollen denAusgleich nm jeden Preis, wen» nnr die Personalunion vermieden wird. Nur die Deutschnationale» fürchte» auch dic Personalunion nicht! llitö das meine» wir, sei der richtige Standpunkt i» den Ansgl, ichsvcr-Handlungen. denn weil tic Personalunion der Großinachtfpielerei der Magyaren ein jäheS Ende bereite» würde, werden sie sich wohl hüten, ihre Anforderungen soweit zn treibe». I», Vereine mit CiSleithanien ist Ungarn ei» Großstaat. ohne Eis-leithanien ist eS ein h«,lbasiatischer Mittelstaat, nicht einmal so festgefügt ivie irgend eiu anderer, weil es weder eine einheitliche Nation, noch Sprache besitzt u.id weil sich dic 32 Prozent Slaven. 17 Perzent Runiäneii, 11 Perzent Teutsche im Utoiizen dic 65 Prozent freindnationalen imd freindsprachigen Bewohner Ungarns, kauni von den 85 Prozent Ma yaren beherrschen lasse» ivürden. TaS zeigen die letzten Rnniänenprozesfe n»d dic Vorgange in Agrani in jiingstverflossencr Zeit, welche die Magyaren trotz aller Vergcival-tigungcn nicht l»erhindcrn konntcn, dcntlich genug. Was Ungarn heule ist. ist e» in der Realuuio» gcworde» und durch die Nachgiebigkeit Osterrcicj)S. welche« schwere Opfer iiicht scheut,um den altcn Habsbnrgcrstaat iucht zu zcrstuck.ln. Aber diese Opfer müssen da eine Grenze haben. wo dic eigene Existenzfrage ansängt. Die Österreicher müssen sich ,ür das wirtschastlich und finanziell-passive Galizien opfern, iiH'il es zu Cis-leitliauineu gehört; sich von Uiigaru. welches sich deu Million?» verschlingenden Luxus einer Mille-»i»ms-A»,»stcllung goniit, noch weitere drückcude Ve-pfiichtinM» aushalsen zu lassen, damit eö mit unserem Mlde nicht nur Großmacht spielen und sich zu unscrcm Schade» »och nichr i» uiisere häusliche» Angclegenheiteii mischen könnte, als daS ohnehin bereits geschieht, ivie in dcr Wiener Bürgerin« sl-rfrage, weil sei» Eiiisluß den öfter-reichischen na«> oben schon längs! überwiegt, weil da. wo Cislciihanie» bitte» muß. TrauSleithanie» sehr dezidirt fordert, (siehe Wrckerle und Kalnoky), sozusagen zu <> Necke auch iivch da» Hemd her-geben, damit der Magyare alle Wclt zu einem magyarische» Feste einlade», der Wclt nut magy» einen Tritt: ..Wart Bestie! .. . freches Vieh! .. . marsch! marsch fort!" schrie ich; incin Ziarabatsch arbeitet drauf los; er läßt heulend aus und rennt mit eingezogncu! Schweif davon. Da»» wende ich »iich zu der wortlose» Schön.»: „Sie schcu mich empört — entrüstet, meine Gnädige! . . . O wüßte ich. wem jene« infame Thier gchöi t ... cr sollte _Rede stehen! .. . Sie zn altakiren l l^nädige Frau! gerade Sic, die Schönste dcr Schönen, die Himmlische, die wie ein Gebild aus besseren Welten ..." — Ich zitterte vor Zorn und Indignation, mein Busen wogte; jcdcr Bluts-tropfeii war aus meiner Wange gewichen; meine zuckende Rechte schwang den Karbatsch . . . — Ich war sublim — sublim, sage ich dir." — In diesem Augenblick platzten die beiden Mädchc» vor uns, die ihre lang unterdrückte Heiter-keit nicht langer mchr dcwältigcn konnten, in ein nervöses Kichern los, das um so heftiger wurde, je krampfhaftere Anstrengungen sie inachten, um es zu ersticken. Wenig nutzte es, dass sie in ihie Tüct^er bisse» und aus ihre Atnie sich vorbeugend, einen Hustenanfall simulirte». TaS Publikum wurde aufmerksam; von allen Seiten sah man blitzende Toppelgläscr conecntrisch hergerichtet; die Situation wurde unangenehm. Verzweifelt beugte sich die Mama bald zur einen, bald zur anderen hinunter; man hörte Interjcetioncn nichts weniger — 2 — arischer Gastfreundschaft die Auge» auswische» und >» gold- und jnwelenÄberladener magyarischer Nationaltracht, für wclchc Cislcithaiien die Rechnung präseiitirt wird, die Honneur« machen kann. TaS ist kein Ausgleich zwischen zwci gleichberechtigten StaatShälfteii. sondern einfach ein Friedensschluß zwischen Sicher und Besiegte», von denen Österreich zndein das bittere Gesiihl hat, dass n»r die Geschäftsfreunde Ungarns im eigencu Lager, den Magyaren zum Sicge vcr-halte», ivie eS bisher bei jedem Ausgleiche der Fall war. Wenn die „Montagsrevue" meint, dass ein wahres Wunder geschehen wüßte, wenn die beider-scitigc» Regierungen zn erschöpfenden Resultaten gelangen sollen, wcsyalb soll man denn dieses Wunder nicht ruhig abwarte» ? freilich, wenn Literreich heute bueit» die Hände zusammenschlägt über die Maßlosigkeit der ungarischen Forderungen, anstatt seine eigene», den heutigen beiderseitige» Verhältnissen entsprechenden Forderungen, klipp und klar fvrmulirt, den Ungarn vorzulegen, die dauii ihrerseits scheu solle», wie sie damit fertig werden, dann wird dieses Wunder kaum zu Gunsten Österreich» ausfallen. Erste ordentliche Gemeinderathö-Sitzung am 16. Jänner 1896. Anwesend waren Herr Bürgermeister Josef Ornig als Vorsitzender, Herr Viccbürgmneister F. Kaiser und die Herren Gemeinderäthe: W. Blanke, (I. Filaserro, I. Fürst. I Kasimir, I »ollenz. M. Ott, Jg. Roßnian». R. Sadnik, A. Sellinschegg. H Stary und I. Wreßnig. Tagesordnung: 1. Verlesung des letzte» Protokolles vom 28. Dezember 1895. 2. Wahl Meier Mitglieder des Gemeinde-ratheS in die StellnngS-Commission. 8. Wahl zweier Mitglieder deS Gemein berathet- in dic Militärtax VeiiiessungS-Commission. 4. ErgänznngSwahl in die Bezirks'Vertretnng an Stelle des ausgeschiedenen Herr» W. Pisk. 5 Enteign»».,sftoge beziiglich dcS Wegcs bei Kravagna. Referent G.'R. Filaferro. tt. Berathiiiig über die Geldbeschaffung z»in Uferschntzbaue Referent G.-R. Ott. 7. Beschlußfassung über die Frage deS Theater-VorbaueS. Referent G.-R. Ott. 8. Begutachtung deS vo» Franz Wreßnig eingebrachten Gesuches »in Ertheil»,ig der Co»-eessiou sür das Kaminfegergcwerde. Referent G.-R Roßmann. 9. Miifealvercin-Dankschreibeii und Snb-ventionSgesnch. Referent G.-R. R. Sadnik. als sanfter Art: „Augenblicklich nach Haus -— dumme Mädel — — nie mehr mitnehmen --n. f. w. — Die armen Wesen gaben nur ein unwilliges Schulterzucken zur Antwort, während ihr Concert zum hnstcrischc» Lachkrampf auszuarten drohte. — Plötzlich sahen wir den mittleren, größten Schild der Testndo, um die Verticalaxe sich drehend, mehr und mehr in der Breitenentwicklung abnehmen. bis nur nKijr die schmale Seitenprojection des Randes und unter dieser ein scharfgerichtetes Matronenprofil mit schwarzem Flaum ' über der Oberlippe, Goderl, blitzenden Augen und säuerlich herabgezogenem linken Mundwinkel sichtbar wurde, welches sich über die Achsel zum verdutzten Register-manu herüberneigte: — „Sehr geistreich. Herr Rittmeister, Ihre Aventüren . . . muß man sagen! ... aber man geht in die Oper, die Musik zn hören und nicht intime Geheimnisse, die man sich nicht verlangt." — „Mai, g.ht auch in die Oper," platzte ich los. „um die Bühne zu sehen uud nicht drei, großmächtige Hutkrempen, die man sich nicht verlaust." Der schiere Mund verzog sich zu einem vollständigen Croguet-Bvgen; ein Blitz schoß ans den schwarze» Aug.», als ivollten sie mir das ungalante Herz aus dem Leib brennen. — „Das 10. Deutscher Stndenten-Krankenvercin bittet um eine Subvcntio». Referent G.-R. Blankc. 11. OSwatstsch Alvis bittet um eine Snb, .-entio» Referent G.-R. Sellinfchegg. 12. >!i»eth Maria bittet nm eine Unter, stützuiig. Referent G.-R. Blanke. 13. Trei RcmunerationSgefnche. Referent G.-R. Kasimir. Sodann folgt eine vertrauliche Sitzung. Erledigung der Tagesordnung: 1. TaS ZitzungSprotokoll vom 28. Dezember V. I wird verlesen und in seiner Fassung genehmigt. Einlaufe: Ter anstatt deS ausgeschiedenen Genu'inderatheS Herrn Friedrich Schmidt ein berufene Ersatzmann. Herr Roman Locker, erklärt in einer Znschrist seine Mandatsrücklegimg Der Vorsitzende erklärt, dass Herr Locker den 6nt-schulbigungSgrund deS vorgerückcu Alters höbe. Sohin wird die Zuschrift zur tteuutuiS geiioniineu uud der nächste Ersatzmann einberufen werden. 2. Über Antrag des GerneinderatheS Filaferro werde» die Gemeinderäthe Iofef Fürst und Ioh. Steudte zu Stellnngs Co>nm>ssio»Smitgliederii gewählt. . Z. Über Antrag des Gemeinderathes Filaferro werden die Geineinderäthc Ivfef Fürst und H. Stary in die MilitärtaxbemeffuugS-Commission gewählt. 4 Wird von der Tagesordnung abgesetzt, da die zur Wahl erforderliche Anzahl der Gemeinde-räth« nicht anwesend ist. 5. Wird in der vertrauliche» Sitzung ver-handelt werden. 6. Nach längerer Debatte, woran sich außer dem Referenten die Gerneinderäthe Filaferro, Blanke. Kasimir »rid der Vorsitzende ^verschiedene Ansklärnngen gebend) betheilige», wird der An-trag der betreffenden Sektionen: ») den Userschntz-bau als geböschte Onaimauer aus Piloten ruhend auszuführen, b) »»r die vom Staate zugesicherte, i» 3 Jahresraten zahlbare Bankosteiiquote per 8000 sl. als schwebende schiild gegen Rückzahlung i» 3 Jahresrate» bei der hiesige» Sparkasse aus-zunehmen, während die aus die Gemeinde entfallende Quoie aus deu bedeutende» Caffabeftänben voraus-sichtlichgedeckt werde» könne, einstiminigangenomineii. Nachdem der Vorsitzende i» der Sache »och einen Antrag zu stellen hat, übergibt er den Vor-sitz an den Bürge» ineisterstellvertreter Herr» Franz Kaiser. Er stellt sohi» de» Antrag, den Quaibau i» eigener Regie auszuführen. lÄemeinderath Ignaz Robmann unterstützt den Antrag mit Rücksicht auf die vorn Herrn Antragsteller dargelegten Vortheile. Der Antrag wird angenommen. ist eine Impertinenz ... eine Ungezogenheit. — Mädeln, wir gehen nach Hause." — U»d dic drei zogen ab. die Mama stolz ausgerichtet, die Mädchen in ihre Tücher vcr-mummt, noch immer im Lachkrampf befangen, so dass wir ihre Gesichter nicht zu sehen bekamen. Stradoivitsch hatte, verdutzt wie cr war, während der ganze» Sccnc kein Wort gesprochen, sondern sich begnügt, sein Kinn kreisförmig zu rccke» und gegen dic geneigte Löwin fein Taschentuch zu schwenke», wie ein Wcihrauchfaß. — Jetzt sah ich ihm in'S Gesicht; er hatte innigst zufrieden lächelnden Ausdruck... — „Nr. 84, 85, 80! — Theaterpuppe." — murmelte er, die Bleistiftspitze an der Zunge benetzend und beugte sich dann eifrig überS Notizbuch. — „Wie! was! ... du meinst--du willst ..." — Cr sah mich mit großen, unschuldigen, erstaunt fragcndcn blaucn Augcn an. „Warum denn nicht? sagte dicscr Blick ... Tas war mir doch zu vicl ... Ich cntftrnt? mich eiligst unter einem Vormunde und athmete erst wieder aus, als die Breite der Ringstraße zwischen mir und dem Opeinhause lag Der Mensch war mir factifch unheimlich geworden . . . Ende. iHerr Bürgermeister I. Ornig übernimmt wieder de» Vorsitz.) 7. Der Referent erklärt die Be-fcfjliifTc der Sektionen, woniael» über das Bau-pro; l> I- Wreßnig da? G»tat)»e» einer hrrvir-sagenden Fachantorität eingeholt w.ir^e »!id in-folge welchen 0}u!nd)tiu« der Wiener Arckii-lcfj R >llvtz, vesse>l erst.» P> >i>ct lui der iemerzeitige» (Soacuireuj de» l Preis erhielt, neuerdiiigs nm ei» modifiziertes Pa pro««^» an> gegangen wurde, welcli»-S derselbe in Skizzensorm auch vorlegte. Referent verliest sohi» die mit Herr» jttotz gesührtc Korrespondenz. A» dcr »»» sich entspinnende» Debatte be-»lieilige» sich die (^ei»ei»derätl>e Wreßnig (als Sachverständiger) I Fürs», I. Kollenz. Jg. Roßmann. der Vorsitzende n»d Gemeinderath filaserro. welcher die Erklärung abgibt, dass er überhaupt gegen dieses Bauproject sei. Während dcr Debatte wird daS Projekt Wreßnig bespreche», welches Herr Wreßnig a»S ii!efalligkeit entworse» und »»entgeltlich ausgeführt bat. iGenieinderalh I. Wreßnig entfernt sich aus dein Sitznngssaale.) Nach Schlußwort des Reserenteu ersolgt die Abstimmung und erscheine» die SectiouSanträge: u! dem Architekten Klotz in Wien die A»S-iübrung eines neuen Planes entsprechend der Slizze »!>d li) auch die Anssührnng der Polier-pläne. Kostenüberschläge :c. zu übertragen, an-genommen. Über dic ?luSsührung dcS Baues wird seiner-zeit beschlosscu werde». 8. Wird dem Gesuchsteller nach dein Au-trage deS Reserenten die (!o»cessiou sür daS Rauchsangkehrergewerbe ertheilt werde». 9. Wird »ach dem SectioiiSantrage den» städtischen „Ferkmuseum" dic Subvention von fl. flüssig gemacht und die Herstellung der dermaligen Räumlichkeiten der NaturalverpflegS. station zu Musealzwecke» auf Gemeindekosten übernommen. Dem dernialige» MusealoereiuS-Obmannstellvertreter k. k. Obergcometer i P. Herrn I. Krupilschka wird für die zugesagte Überlassung seiner Mineraliensammlung. physikalische» I»-slrumeiite :c. a» das städtische „Ferkinuseum", der Dank schriftlich ausgesprochen werden. 10. Dem Studenten-Krankenvereine wird eine Subvention von 10 Krone» gewährt. 11. Dem Kunstschüler A. OSivatitsch wird der Unterslützuiigsbetrog per 50 fl. zur Fort-setzung seiner Studien an der Akademie der bildenden Künste gewährt. 12. Das UnterstütziiiigSgesuch der Maria Kmet wird dem Armenrathe zur Erledigung zu-gewiesen. 13. Über Ansuchen deS MautschrankenzieherS Franz Bnuk wird dem>eldeu eine Remuneratio» üo» 10 fl, dem Manthcafsier Johanu Schweida eine solche ve». 10 fl. gewährt; dagegen da» An-suchen deü Franz V»uk um GehaltSausbesseruug abschlägig beschiede». Das Gesuch des Schuldieners Albert Siegl an der städtischen Mädchenschule wird dem Stadtschulrathe zur Begutachtung und Äußerung zugemittelt. Sohi» gelaugt eine Zuschrift des Stadt-ratheS Graz, dahingehend, eS fei eine Petition an den steierrnärkifche» Landtag zu richte», deS In-halteS: .Der hohe Landtag wolle die Berathung des Armengesetzes in d'-ser Sitzungsperiode nicht vornehmen, sondern vorher noch weitere Jnsor-matione» vonscite dcr Stadt- und Murktgemeinden einholen lassen, zur Verlesung. Über Antrag deS KenieinderatheS Filaferro wird beschlossen, eine ähnliche Petition an den hohen steierm. Landtag zu richten. Über Autrag deS GemeiuderatheS I. Kollenz wird ei» Betrag oo» 100 Kronen zur Errichtung eines Studentenheimes und deutschen Vereins-Hauses iu Eilli gewidmet. Sodann vertrauliche Sitzung. Wochenschau. (vr. Lucgrr für rinr „Deutsche volltspartei.") I» einer am 9. d. M. zu Neunkirchen in Nieder -Österreich abgehalten.» antisemil.sehen Versamm-liing »rat Dr. Lueg r filr dic Bildn» > einer „gloße» de>ilsch» Vvltspartei" ei», die zum Sthutzc der Interessen des dtUlsche» Volkes im Abgeordneten hause gebildet werde» sollte. W«is mag den Führer der Eheistlich Sociale» d.>z» buoo.ie» habe», sriiier „schivacz rothe»" Fahne plötzlich die dritte Farbe, das .gold" aiizusügeu, so dass sei» Banner das deutschnationale „Schivarz-Roth-Gold" zeigt? Will er damil etwa das Mißtraue» der Deotjchnationale» beschwichtige», die ehrenhafter Weise mit de» national'indifferenten Ehnstiich-Sociale» nicht zusammen arbeite« können? Will er die mehr und mehr anuxichsendc nationale Beivegung unter den Deutschen für seine persönlichen Sonderzwecke ausbeule», wie er es mit der von Schönerer in Flug gebrachte» antisemitische» Bewegung that, in welcher er mit ebensoviel Geschick, als Energie und Rücksichtslosigkeit die Führerrolle an sich gerissen hat? Es ist nicht »»möglich, dass er dic Freund-jchast der antisemitischen ..Eouservativeu" und „katholischen Volksparte," gerne dahingäbe. sür dic Führerschaft einer große» deulsche» Partei, die. tu Opposition zur Regierung steheud, Herr» Dr. Luther feine» Zioeifampf mit Äraf Badeui auSsechteu helfen sollte, eine» Zweikamps, bei dem er bisher nur sehr bedingt aus die Unterstützung der Coiiseroative» »nd katholischen Voltspartei rechnen konnte uud in der Frage des Ausgleiches mit Ungar», in welcher Dr. Lneger seinen Gegner Gras Badcni an einer seiner vtriound-barste» Stelle» zu treffe» »ucheu wird, überhaupt »icht rechne» darf. Jedenfalls ist die Schwenkung Luegers nach der nationale» Seite einstweilen ein sehr mteressaiites Moment, auch wenn es nur ei» Scheinmanöoer ist, denn es beweis», das» det Führer der Ehrist-lich Sociale» es versteht, jede politische Bcwe'g»»g für seine Zwecke auszunützen. (Vom stticrmälkifchrn Landtage.) I» der 5. Sitzung vom 14. Janner 1896 des steter» märkischen Landtage» wurde auch die Wahl des Weincultur-Ausschusses vorgenommen uud tn denselben die Herren Abgeordneten: A. Freiherr v. Moscon, Gras Karl Stürgkh, Dr. Th Starkel, Dr. I. Lipold, Oswald von Kodolitsch, Dr. G. Kokoschinegg. Dr. F. Radey, Jos. Proboscht uud Alois Hanng gewähll, welche hinwieder den Ab-geordnete» Freiherr» v. Moscon zum Obinaune, Abgeordneteu Dechant Proboscht zum Obmann-stellvertreter und den Abgeordneten Dr. Starkel zum Schristsührer wählten. Der Bericht deS Lcnides-Ausschufses. wegen Abtretung eines Grund-stretsenS des Landes-Slecheuyaujes tu Pettau an die Studtgenielnde Petta» znr Herstellung, resp. Welteriührnng des ltnksjeiNgen Weges längs der RadkerSburgerstrasse in der Kanischaoorstadt. wurde dem Fi»anz-Au»!chusse zugewiesen. — In der 6. Sitzung vom 15. d. M. berichtet der Obmai,» des Laudes-EulturausschusjeS, dass der Abgeordnete Dr. Radey bereits von dtci Sitzungen des Ausschusses uneutschuldigt rveggeblieven ist, somit als ausgetreten betrachtet werden müsse. Der Landeshauptmann wird die Neuwahl >n dcr nächsten Sitzung vornehmeu lassen. (KiidtlriU ite Slallhallrrs von flichmrn.) Graf Thun, dcr Slalthalter von Böhmen, hat, dcm tschechischen TerroriSmuS weichend, seine Demission gegeben und dieselbe wurde angenommen. Er wurde blos ersucht, die Geschäfte bis zum Schlüsse dcs böhniischcn Landtages fortzuführen. Ministerpräsident Graf Badeni, welcher bei seinem erstcn Auftreten im Abgeordnetcnhansc dcn Ver-tretern der Volker Österreichs klipp und klar zu-rief, dass er nicht daran denke sich führen zu lassen, sondern selbst zu führen gedenke, hat, nachdem weder die Aushebung dcs Ansnahniszustandcs in Prag, noch dic weitgehendste politische Amnestie der tschechischen Omladma ihm einen frcnndlichcn Blick seitens der Jungtjcyechcn eingetragen hat, sich nun auch dazu vcrstandcn, ihncn den Statt Halter von Bödnic» zu opfern, nm dic Tschechen dem Regime Badcni geneigter zu machen. Das sieht nicht aus. wie die so selbstbewußt angekündigte Führung, sondern sehr stark wie das Gegentheil. Bisher hat Graf Badeni blos den Wienern in ihrer Bürgerineistersragc seine „eiserne Hand" fühlen lassen; ob ihm das zum zweiten Male ge-lingen wird, bleibt abzuwarten. Eines aber ergibt sich für die Deutschen Österreichs aus dem Ruck tritte Thuns mit deutlicher Klarheit: Nicht bitten, nicht paklirei!, nicht drohen und hinterher ans Opponunitätsrücksichten nachgebe», sondern fordern, dezidirt fordern wie die Jungtschecheu und andere hüben und die Maguarc» drüben es thun und stets mit Erfol,,. Wochenbericht. (.für tfiUi.) Die von der Stadtgenteiudc eingeleitete Sammlung für das „Studentenheim" und „Deutsche Haus" in Cilli hat bisher den Betrag von 76 Kronen ergeben, dcr bereits seiner Bestimmung zugeführt worden ist. Weitere Bei träge übernimmt Herr Bürgermeister I. Ornig. Das Verzeichnis der Spender erliegt in der Stadt amtskanzlci beim Herrn Stadtamts Sekretär Ernst Schalon zur Einsicht aus ((sin armer Drrliiftträgcr.) Ein armer Knecht aus Katüovina wurde von seinem Dienstherrn am 15. d. M. aus das hiesige Postamt zur Be-Hebung eines Betrages von 150 sl. geschickt und hat den Betrag auch richtig behoben. Davon nahm er 1<> sl.. »in im Auftrage seines Herrn vcr-schiedene Einkäufe zu besorge» und steckte den Rest von 140 fl. in eine» Lederbeutel. deu cr in seiner Rocktasche verwahrte. Doch war diese zerrissen uuo so verlor der arme Teufel dcn Betrag, den er, trotzdem er noch in dcr Nähe des Postgcbäudcs den Verlust wahrnahm, nicht mchr fand. (Ein ttngntanntrr Wohlthäter.» Wenn der Arme bei kargem Verdienste schon in dcr milden Jahreszeit hart mit dem Geschicke zu ringen hat, »velches ihm ohne seine eigene Schuld oft das Nothwendigste versag» und im Kantpse ums Dasein oft und oft ermattet in stiller Verzweiflung, so wird dieser Kampf umso furchtbarer während dcr rauhen Jahreszeit, in welcher zur Sorge um's tägliche Brod auch noch die Sorge kommt, die bittere Kälte abzuwehren. Ältangelhast genährt und mangelhaft gekleidet geht er au'e Ta>iwcrk und am Abende weiß er nicht, soll er sich um die hart verdienten Kreuzer ein warmes Essen oder eine warme Stnbc schaffen. Ein ungenannt sein wollender Menschenfreund hal dem Stadtamte achtzig Kisten Steinkohlen zur unentgeltlichen Vertheilung an solche Arme übergeben. Ehre solchcm Thun! (Todt ausgefnndeu.) Gestern morgens wurde in dcr Rähc dcr Straßcnthcilung St. Vcit-Pobcrsch dcr Lcichnam eines Manncs gefunden, welcher als der Lanzendorfer Insasse Pleinscheg vulgo Habianitsch agnoszirt wurde. In der Stadt etr-culirte schon früh am Vormittage das Gerücht von einem verübten Verbrechen. Die Erhebungen der k. k. Gendarmerie werden dcn Thatbestand jedenfalls bald sicherstellen. (Erfroren.) St. Urbani 12. Jänner. Am 6. d. M. kam der Besitzer Alois Versiü aus Loöi^dorf zu dem Grundbesitzer Georg Horvath in Loüi6berg und lud dcn Sohn desselben, Franz orvath ein. mit ihm in s Gasthaus zu gehen, er junge 23-jährige Horvath leistete der Ein-ladung Folge und beide giengen in das WirtShauS dcr Caroline Krajnc in Wintcrbcrg zechen, allein der junge Manu kehrte »icht mehr heim. Vier Tage später, d. i. am 12. d. M wurde Franz Horvath in den Svctinzer Waldungen als Leiche anfgefnndeii und ergab die Untersuchung, dass der jutige Manu erfroren war. Der gewissenlose Versiö halte dein Franz Horvath einen schwere» Rausch angezecht und ihn dann einfach fid) selbst überlasse», so dass der Unglückliche. der ain Heimwege hingesalle» sein dürfte und sich nicht mehr zu erheben vermochte, erfroren ist. (£iit radiatrr Lurschr.) Sonritsch am 15. Jänner. Dcr beim Schloszbesitzer Maximilian Ulm in Sanritich bedienstete Knecht A. Hentak. welcher wegen des Verbrechens deS Diebstahles in Untersuchung stand, aber aus freiem Fuße belasse» war. zeigte sich in letzterer Zeit ganz besonder» trübsinnig und rabiat. Am 13. d. M geriet!) cr wahrend deS DüugerführeuS »ach einer Wein-gartenbesitzuug des .Herr» M. Ulm zuerst mit dem Schaffer Koren aus geringfügiger Ursache in Streit und als dann der Winzer Notersberg zur Ruhe ermähnte, auch mit diesem, den cr einfach mit dem Anzünden der Winzerei drohte, worauf cr vom Schaffer endlich handgreiflich zur Ruhe gewiesen wurde. Am Abende, als er heimkam, begann er mit deni Schaffcr neuerdings Streit im Schloßhofe und attakirte denselben mit einer Mistgabel so. das» Koren nur durch einen raschen Seitensprung sich zu salvieren vermochte. Daraus packte Hentak seine Habselig-leiten zusammen und verließ gegen 10 Uhr das Schloß. Indessen hatte der Winzer Notersberg in Angst vor Hentak« Drohungen die ganze Nacht Wache gehalten und gieng erst gegen halb 5 Uhr morgens zur Ruhe. Er hatte sich kaum nieder-gelegt, als er auch schon Feuerschein gewahrte, der rückwärtige Theil der Winzerei stand in Flammen. Nur mit schwerer Mühe konnte er sich und feine Angehörigen und etwas von feiner Habe retten. Er crleibet einen Schaden von 1000 fl. und ist der Hentak dringend verdächtig, diese» Brand, entsprechend seiner wiederholte» Drohung, gelegt zu habe». Hentak flüchtete und soll sich dem Gerichte selbst gestellt haben. Vermischte Nachrichten. reetion der ungarische» StaatSbahne» hat den neuen Personentarif bereits festgestellt und, wie „Pesti Hirlap" meldet, für denselben auch schon die Genehmigung seitens des Handelsministers erlangt Der neue Tarif soll demnächst veröffent-licht werden. Die dritte Clasie wird durch ihn gar nicht berührt; bei der zweiten und ersten Classe hingegen beträgt die Steigerung nahezu süiifniid-zwanzig Procent. Sa kostet jetzt die 1 4 Zone in der ersten Classe mit dem Personenziige 8 fl . mit dem Eilziige 9 fl. 60 kr ; nach dem neuen Tarife wird diese Fahrt 10 fl.. beziehungsweise 12 fl. kosten. Ueberdie« wird auch der Nachbarverkehr beschränkt werden. — Der neue Frachtentarif, der ebenfalls erhöht werden soll, ist noch nicht festgestellt: doch wird er emsig vorbereitet, so das« er ebenfalls in kurzem wird veröffentlicht werden können. (dübtnark.) Unterstützungen sind verliehen worden: einem Kindergarten in Kärnten 50 G., armen Familien in Untersteier eine Weihnacht«, gäbe von 20 G. — Am 5. »nd 6. Jänner fanden die OrtSgrnppengriilidungen zu Gmllttd, Paternion und Spital in Kärnten statt; nm 12 Jänner hat die gründende Versammlung der OrtSaruppe Schönstein-Wölla» in Untersteier statt-gefunden. — Spenden habe» gesandt: Gra' Pandolfi zu GamSenegg in Kärnten 20 G, Friedatt 5 G. Ingenieur Emanuel Zimmer-mann a»S Pnchberg am Schneeberge (Ergebnis einer Sammlung bei der Sylvesterfeier) 8 G, die Gemeindevertretungen von Graz 260 G, Marburg 50 G.. Klagenfurt 25 G.. Pettau 20 G. ftrfjritKi, Mafirenberg Rottenman» je 5 W., die Ortsgruppe Wolfsberg (Ergebnis einer Wette) 7 G.. der studentische Bismarkaui-schuß in Wien ein Fünftel 1860er Los im Werte von 100 G — Die Wienerneustädter Ortsgruppen veranstalten am 18. Jänner zu Gunsten des Vereine» ein Trachtenkränzchen. Für Laibach sind dnrch Briefmarkensammlungen, die übrigens weder durch die Leil»»a. noch durch den Obmann deS Vereines Südmark eingeleitet worden sind, 298 G. eingeganaen. (Wucherei in Äaltjirn.) Die vor den, Strafgerichte Brzezany gegen den Inde» Beriich Teichberg an« KnnaSzow durchaekülirte Verhand-Innq liefert die Vorstellnng einer der Haupt-Ursachen der galizischen BnuernauSwandernng. Teichberg bat dem Baner Nikolai!» Äosttjk 265 fl geliehen und während folgender fünf Jahre nahm er von ihm als Zinsen Getreide im Werte von 232 fl.. ferner al» weitere Zinsen schwindelte er ihm mittelst scheinbarer Verträge seine gaine Wirt-schall im Werte von 1500 fl. ab. Also kür 265 fl bat der Bauer 1732 fl bezahlt und ist jetzt ein Bettler. Da» Gericht verurteilte den gewissenlosen Wuchere»' zn einem Jahre strengen Arrests »nd z» einer Geldstrafe von 500 fl Gleichzeitig wurden alle mit dem betrogenen Bauern abge-machten Vertr^ie für will »nd nichtig erklärt. — Da« ist ein Fall wie viele Aber wie uft liabe» solch? Wuchereien ihre Strafe und Auslöschnng nicht gesunden wie in diesem Fille. aS Straib.ire grenzenden Einfluss. (Errichtung i»er u. die mehr oder iveniger bi^crebitirle Braucht der Ärtff.'ejiirrogatr dadurch zu heben, das-? sie nach eigenem vatenlirte» Äcriahren »nd nach hygienischen Bnindfa^n hergestellte Fabrikate in den Handel bringt, welche si$ durch wirtliche OJstte vortheilhaft auszeichnen. Bor alle,,, nennen wir ..Koestlin? canditten Korn Kaffee" und „Koestlins eandirlen Malz Kaffee", deni viele hundert hervorragende lÄnte die anerkennendsten Zeugnisse «»»gestellt haben Diese Kaffee Ärien erhallen während des Rösten» einen Überzug von gebranntem Zucker, der Ärt. dass jeb*# einzelne Körnchen i» einen Mantel eingehüllt erscheint; letzlerer conseroirt die leicht verflüchtenden ätherischen P«. standtheile b>, zum Gebrauch »nd machl Koestlin» Fabrikate dadurch so kräftig, wohlschmeckend und nahrhaft, dass sie sogar ohne Zugabe von Bohnenkaffee einen guten Kaffee-trank liefern, fioestlini feinste Kaffee Essenz in Blechdosen ist dagegen nur dazu bestimmt, dem Bohnenkaffee beige, geben zu werden und diesen dadurch gehaltvoller, billiger und sarbreicher zu machen Es ist wirklich Thalfache. dass Koestlin».Effen^ wegen ihrer enormen Ausgiebigteii. Färbelcaft und Löslichteii ein au»ge,eichneter Kaffeezusatz genannt werden muss. Die Feigenkaffee Arten von L. Koestlin scheinen zwar etwas theurer zu fein als andere Fabrikate, sind aber sicher auch um ebensoviel besser Roch manche andere 'Artikel müssen wir wegen Raummangel übergehen, wollen aber nicht verfehlen, daraus aufmerksam zu mache», dass Herr Koestlin Jedermann, der ihn in Bregenz besucht, freundlichst gestatte', die neu eingerichtete, elretrisch beleuchtete und durch die erste in Österreich aufgestellte »eihdampfmafchine betriebene Fabrik unter feiner persönlichen Führung zu besichtigen Handel und Gewerbe. (Lieferungen nach Serbien.) Seitens der Handels- und Gewerbekammer in Graz geht uns die Nachricht z». dass dic kgl. serbische Staats« monopol-Äenviltung in Belgrad größere Lieferungen von Eise »waren, Sp.cereiwaren, Papier und Brettern zur Ausschreibung gebracht hat. Ans dem Bedarfe an Eisenware» sind hervorzu-heben: Nägel verschiedener Sorte», steirische Huf« nägel. Eisendraht, steirische Flacheisen für Hufe, Bleche; a»S den Papierwaren: Druckpapier, verschiedenfarbige Packpapiere, verschiedenfärbige Cartone für Schachteln, Wachspapier und Jmita-tionspeigamentpapier. Es findet die Vergebung der Lieferung der Eisenwaren am 20. Jänner, der Spccereiwaren am 24 Jänner, der Papier-ttnd Carlo »waren am 27. Jänner und der Bretter am I. Februar 189k statt. Eine Übersetzung dcr Offertausschreibung liegt im Bureau dcr Handels-und Gewerbekammer in Graz (Reuthorgaffe Nr. 57) zur Einsichtnahme ans. I Liefern »gen nach Rumänien.) Wie uuS die Handels- uud Gewerbetammcr i» Graz mittheilt, hat die Directivu der kgl. rumänischen Staats-Monopole die Termine und Bedingungen für die Lieferung der vou ihr beuöthigte» Materialien verluutbart. Es findet die Vergebung der Lieferung der zur Zündhölz^ufabrikatimi ersordcrlicheu Materialien am 24 Jänner 1H96, ferner von 120 000 Meter Juteleinwand. 281K) »kg Spagat und 75>00 Kg. Schnüren zur Verpackung der Tadakernte am 27. Jänner, endlich der sür die Tabakfabrike» in Bukarest »nd Jafsy beuothigteu Papiersorten am 81. Jänner 1H9t5 statt. Bolkswirtschastliches. iAbschreibung der Grundstrilkr bei Elr-mrnlarschädrn.j Der Gesetzentwurf der Regierung über die Abschreibung der Grundsteuer wegen Beschädigung des Naiuralertrages durch Elementar» creignisse wurde jüngst eingebracht. Der Gesetz-ciitioiirf soll au Steile des Gesetzes gleiche» In-halt.'» au- dem Jahre I UM treten, »ach welch' letzterem die Partei »»r da»» ein Recht auf AI' schreibiiu-i der Grundsteuer gnieftt. wen» Der Eleiueutarschaden durch Hagel, Wasser vd.r Feuer ruttiitt; in den übrigen Fallen, wie bei Eintritt von Frost, Dürre, anhauendem Rege». Jnsecien» si.iß :c, >>t die Befreiung dem Erntessen t>es FjiiaujiuiiiisterS überlassen und au die Bedingung .lt„i,pft, bcc? vo» dem Ereignisse bie Mehrheit L ^irtschaftskörper betroffen wurde oder dass «mcliic Grundbesitzer hiediirch in Nothlage ge-sind. Nach dem neuen Entwürfe hat dic ftutci auch tu Fällen der zweite» Ärt ein Recht ^is die Stcuerabschreibung. Im Einzelne,: lauten jik Aestimmuogeo de» Entwürfe«: Bei landwirt. jcli>:i»ichen Culturen tritt der Abschreibuttgsauspruch ti„. ivenn durch Hagel. Wasser. Fener olK-r durch l», Reblau» bei Gruudparcellen bis zu 4 .Hektar Jlu-imife mindestens der vierte Theil des Natural-ntragc» der Parcelle. bei den anderen Parcellen da« Erträgnis von mindesten» einem Hektar sichtet worden ist. oder wenn durch andere duft;rgrtt>öt)iilid)s, unabwendbare Ereignisse ohne Verschulde» de» Besitzers das NaturalcrtrSgni» tu» zu inehr al» ei» Drittel de» Gefammtrei»-ttira>es vernichtet ist. Die AbichreibungShöhe foll r>oii einem Viertel der IahrcSstcuer bis zum vollen Pclrage derselben gehen können. Für den ?lb-fchreibnngSanspruch beim Waldlande enthalt dcr Scichentwurs die Verzehnfachung der Mindest« otMlif» der landwirtschasllichen Culturen. Dem Brandschaden wird hier die «bholzung zur Ver» hütung de» JnfeetenfrabeS gleichgestellt. Für Schneebruch gelten dieselbe» Beftimmungeu. wie bei ..anderen außergewöhnlichen" Schadensfällen aus landwirtschaftlichem Besitze. Der Schaden wird durch s,en»fchte Comniissionen erlioben. Tritt ein ^»störende» ElementarereigniS zu einer Zeit ein. tu bereit« geerntet worden war. so das« dic Bodeiiprodukte unter Dach o^r auf dem Felde aufbewahrt sind, fo erfolgt nach dem Gesetze»»-wurf eine Stcucrabschreibnng wegen B'schädignng fcr geernteten Bodenproducte nicht. — Es ist ich zu wünflt,«». das» die Landwirte diesen Be^ slniimungen alle Aufmerksamkeit widme». Tchristthum. it erste R»««rr »«» neneu der .Aartenla»»«"» ist soeben erschienen. Bediegen o» ge-fallet, bietet sie eine Füllt interessanten und spannenden «jsflojfrt. Eröffne! ivird der Jahrgang >V9K der .Barlen-Uud«' mit .Fala Morgona," dem neuesten mit Spannung nwatteten Roman der allbelieblen Er^hleri» E. Werner Zniier enlhSlt die Nummer den Ansang einer rei^euden Zloeekle „Bielliebchen" von Ernst Eckstein. Bon den Artikeln seit« nur hervorgehoben: „Da» Opfer eine» KailertraumeS" von i^elix Bogi, eine spannende Schilderung der tragischen ?d,ing. I» den zahlreichen Hol^schiiitten, sowie in der sarbigen Jtugslbrifagr ist in glucklichster Weise sowohl den An-krdklui'gen der Kunst wie dem echt volksthilmlichen Inhalt frr Bilder Rechnung grtragen. lArtari«'» „Eisentohu- «nd P»ft L««»»niea>i»n»< itrtt bob Österreich llngar» und de» airblichen Balkan-linder«") erschi n. wie alljährlich, nach Weihnachten in wutt Auslage und enthält wieder sämmtliche neue B>ihn-mit allen Stationen bis Ende in bekannter Mstündigkeit und Berläs->lichkeit. Wesentliche Nenerimgen. nit vollständig neue Benhcilunq des viclsachen ^a^ben-dr^itrs, welche da» Farbenbild besser als seither zur ÜMtimfl bnngt. ferner ein vollständiges Station»-Verzeichnis Lster- reich-Ungarn». da» der ohnehin billigen groben Karte (Brei» fl t.—) ohne jede Preiserhöhung beigegeben ist. zeichnen die ltt^er Au»gab« au». Da» verzeichn,» ent-hält die alphabetische Station-liste unter Hinwei» aus da» Borkommen der Namen in der «arte, das «ronland und die Bahnlinie, an welcher die betreffende Station liegt und c» wird dadurch Artaria's »arte fstr Bahnämter, itisen-bahnbeamten. Szitditcure und alle tkausleute lhaisachlich wertvoll belticheet. — Den im Auge befindlichen Bcr-staatlichungS-Berhandlungen ist auch dadurch Rechnung getragen, dass die rothe Farbe der k. k. S«aat«bahnen den sämmtlichen Linien der Rordwestbohn bei^egeben ist. Zu haben in der Buchhandlung W. Blanke in Pettau ^.Wiener Bilder.") Unter diesem Titel beginnt soeben ein illuftrirtt« Soni»ag»blatt. herausgegeben von B. llhiavacci, zu erscheinen, da» wegen seiner Eigenart hewor-ragende Beachtung verdient. Die besten Wiener Autoren und die ersten Künstler hoben sich vereinigt, um ein echte» und rechte» Wiener Blatt zu schassen, da- daheim und im Auslands die «enntni« von dem regen geistigen und künstlerischen Leben Wien« vermitteln soll. Die prächtiye erste Nummer bringt Arbeiten von B. Ehiavacci. Ludwig Ganghoier, Ferdinand «roß. E «arlwei». Ottokar Tann-Bergler und andere, alle« reich und geschmackvoll »llustrut, einen illustrirten Artikel über die Wiener Stadtbahn mit 1» Oriainalaufnahmen, eine reich illustrirte Revue der Tagesereignisse au» aller Welt und zahlreiche« andere Interessante. Bei all diesem Reichthum tostet die Nummer de» höchst elegant au»gestoltelen Blatte« nur sech« Kreuzer. Theater am 16. Jänner 1896. „Nagcrl und Handschuh oder dic Schicksale der Familie Maxenpfutsch" von Nestroy ,st eine Parodie und solche büßen ihren Wert ein, wenn dcr Zuschauer nicht auch daSin'S lächerliche gezogene Stück in frischer Erinnerung hat. Aber wer von der jüngeren Generation kennt heute Ferdinand RaiinundS Bühnendichtungen? Nur sehr selten geht noch dcr „Verschwender" über die Provinz-bühnen und zudem hat dic jüngere Theaterwelt nicht mehr den gleichen Geschmack wie unsere Grobväter und Großmütter. Wenn dic Parodie dennoch nicht abfiel, so ist da« dem ausnehmend guten Spiele dcr Darsteller zu vcrdanken, Die durchweg« ihre Rollen kannten. ES waren keine ..Schwimmversuche" bemerk bar, wenn auch hie und da Rcigung vorhanden schien, in dcr Nähe deS Souffleurkasten» zu agiren. In den Bcifall theilten sich Frl. Görb.tz-Helson und Herr Rödl (.Rosa" und „Ram-samverl") bezüglich der Gcsangsnummcrn und bcidc auch, sowie Herr Nastor (Maxenpsut ch) und Herr Tl,almann (Kappenstiesel) bezualich dcS Spiel.». Hcrr Nastor ist c>n vicljeitiger Kunstler uud da wäre es denn doch zu viel verlangt , dass cr in jeder Rolle Vorzügliches leisten solle. Er hat gethan was man billigcrwcise verlangen kann Dasselbe gilt vom „Zauberer Semmelschmarn" d.s Herrn Schober, der seinen Part sehr gut inuc hatte und besriediaend durchsührtc. Dic beiden Fräulein ..Maxenpfutsch» der Damen N a st o r "hiaz.nta) und Saldern (Bella) spielten sehr gut nisaniuikn und thaten redlich das Ihre ganz besonders in den zwei letzten Abtheilunge». ,n der die prächtige Deklamation der Ballade „Wasser-mau? und ^röte" ä !a „Eduard und Kunigunde" dcr ..Bella", lebhafte Heiterkeit erzielte. -ch,>eidig führte Frl. Knirsch chrc klcme Rolle durch. Die drei Sennora'S »Pepita" (Hr. Nastor), „Fanny Elsler" (Herr Rödl) und „Kathi Laner" (Herr Schober) ertanzten sich verdienten Applau», wenn ihre pas auch einige Male befürchten ließen, dass das „Sö hab'ns Tricot zerriss'n — da hab'n sie'« aussig'schmissen, — d' Fräul'n Fanni und die Kathi a." — eintrete» werde, welches Un-glück zum Glücke nicht passirte. — Vieles Lob gebührt Herr» Capellmeister E. Schmeißer. dem die nicht leichte Aufgabe zugefallen war, Sänger und Orchester ohne vor-hergehcndc Gcsammtprobc zu führen, ein Kunststück. da er besonder» beim „Ouodlibet-Duett" der Rosa und deS Ramsamperl Sänger und Musiker vor einem sehr möglichen „Umschmeisfen" energisch zu bewahren verstand. Da» Haus war nicht so voll wie sonst, aber das Publikum hat sich zwei Stunden weggelacht und das ist bei den schlechten Zeiten auch etwa» wert. F- iLrrichtigvng.) In dem letzten Berichte über die Spenden für die Beschuhung und Bekleidung armer Schulkinder soll e» bei A. Jurza statt 1 fl. 2 fl. heißen. ^Patent mit Marke „Schwan" ist die beste aller Seifen. Annoncen In »>>»» Z«Uun(t«n und FachioiUcbrtsiwi, Coanbüther «tc. binarst rauch iin l iuvorlit»ig tu d«n vorth«|ihan«Un Be« dlngungen d;.> Annon«n-Eip« 9 N U o > ins candirter if ijr rr i 00 CO CD -1 «O CD -J < CD 3 EU X- CD Soeben int erschienen. Lustgarten, Besteuerung von Fleisch, Wein und Most. Preis fl. —.75. Zu beziehen durch W. BLANKE, Buchhandlung, Pettau. Heu u. Grummet zu verkaufen. Anzufragen bei Frau Tschreschnovetz, Brandgassc Nr. 3. — 6 — Kundmachung. Wiiyerkurse. Der steiermärkische Landes-Ausschuß hat beschlossen, zuin Zwecke einer gründliche» Ausbildung vo» Winzern i» der CSuitur mit amerikanischen Reben auch im Jahre nnd zwar vom 1. März bis Ende November 1890 staubige Winzerkurse abhalte» zu lassen, nachdem die steier-märkische Sparkasse in rnunificenter Weise zu diesem Behufe ihre '^eihilse zusagte, Diese Winzerkursc finden in nachftehenden Stationen statt: l An der Landesrebenanlage zu Äiikenstein bei Pettau, 2. An dcr Landes-Obst- und Weinbauschule iu Marburg und im landschaftliche» Weinguts in Leibnitz. I« jedem dieser Wiuzerkurse können vorderhand zwölf Winzer auf-genommen werden, welch? dortselbst freie Wohnung, die ganze Verpflegung nnd außerdeni cttirn Monatslohn von 4 fl. erhalte». 3» diesen Kursen werden die Winzer in erster Linie praktisch ausgebildet werden und erhalten nur insoweit auch ei»e» theoretische» Unter-richt, als bei den Vorarbeiten bei der Neucultur zu wisse» unbedingt ersorderlich ist. Nach 3chhi& des Änr'eS erljalten die Frequeutanten je nach ihrer Eignung Zeugnisse ausgestellt. Die Bedingungen zur Ausnalime sind: 1. Nachweis über das zurückgelegte lv. Lebensjahr^ 2. Ein unbescholtenes Borleben und 3. müssen sich dir Bewerber verpflichte», vom 1. März bis E»de November 1898 »»unterbroche» im Cnrse zu verbleiben und alle dicAusbildung bezweckende» Anordnungen der landich. Organe Folge zu leiste». Die diesbezüglichen stempelsreie» Gesuche sind bis längstens 10, Februar 1896 an den stkierm Landes Ausschuß in Graz zn überreichen. Äraz. im Jänner 1896. _Vom steiermärkischen LandeSausschussc. Anliisslich meines Scheiden« von Pettau allen Freunden und Bekannten ein herzliches Lebewohl. Peter Dolinseh^g Hotelier. Die Gartenlaube Der neue Jahrgang 189« beginnt soeben, AbonnemcntS-PreiS vierteljährlich mir l fl. 20 kr Noinane und Erzählungen, welche deninächst erscheinen: E. Werner: „Fata Morgana." Rudolf Lindau: „Der Klageschrei." Marie Bernhard: „Fredy." W. Heimburg: „Trotzige Herzen." Hans Arnold: „Teckel auf Reisen." Ernst Eckstein: „Vielliebchen." Lrlrhrrnde und »nlrrhallrndr Antrüge rrstcr Achriststellcr. Lünklcrischt Illustralionen, — Ein- und mrhrfarlngr Kunst- brilagrn. Man abonnirt ans feit „tiJarttBlanbt" in Woche» Nummern bei der Buchhandlung W. Blanke in Pettau für 1 (dulden Ä) kr mit Stempel vierteljährlich. Durch die Buchhandlung SB- Blinke in Pett«» auch in Heften jährlich 14 Hefte) h !tl> fr. oder in Halbhcstcn ijahrlich Halbheftej h 15 kr ju beziehen. Probe Nummern sendet auf Berlinge« gratis und frank» die Buchhandl. W. Blanke in Pettau. j ?iV 'S $ vv ▲ K '.,T ;"4 •»»> ii i* ff f, ■in »V ri & $ k?''i tt'i* WU Süsses Heu '3W zu kaufen bei J0 8. KOLLENZ. Todesanzeige und Danksagung. Von tiefem Schmerze gebeugt, gebe ich allen Verwandten, Gekannten und Freunden die tief betrübende Nachricht, dass mein innigstgoliebter Gatte, Herr Gymnasialprofessor u. Mitglied mehrerer Vereine, am 6. Jänner 1. J. um 4 Uhr Früh, versehen mit den heiligen Sterbesakramenten, nach kurzer, schwerer Krankheit im 61. Lebensjahre verschieden ist. Die feierliche Beisetzung der sterblichen Ueberreste des theueren Verewigten erfolgte am 8. Jänner 1896 um 3 Uhr nachmittags auf dem städt. Friedhofe zu Pettau. Zu gleicher Zeit spreche ich für die vielen herzlichen Beweise aufrichtiger Theilnahme während der Krankheit und anlässlich des Hinscheidens des theueren Verewigten, wie auch für die zahlreiche fremde Betheiligung an dem Leichenbegängnisse, insbesondere der hochw. Geistlichkeit von Pettau und Umgebung, den Herren Beamten der k, k. Bezirkshauptmannschaft, des k. k. Bezirksgerichtes, k. k. Hauptsteueramtes, dem Bezirksausschusse, der Öitalnica, dem „Slov. pevsko druätvo v Ptuji", dem Lehrkörper des Gymnasiums, dem Offizierscorps des Pionnier-Bataillons und allen übrigen Corporationen, ferner für die schönen Kranzspenden, den Sängern der Citalnica und der Gymnasialjugend für die Absingung der ergreifenden Trauerchöre, dann insbesondere den Herren Anton Gregoriö und Notar Simon Oschgan und dem hochwürdigen Herrn Franz Salamon, welche mir mit Rath und That zur Seite standen, dem behandelnden Arzte Dr. Metzler von Andelberg, den geschätzten Familien Dr. Öuöek, Fersch, Josef Fürst, Osterberger, Pischinger, Pogatscher und Sarnitz meinen wärmsten Dank aus. Schliesslich erfülle ich den ausdrücklichen Auftrag meines theueren Gatten, allen seinen lieben Freunden und Bekannten, die in seinen schweren Tagen ihm ihre Theilnahme gezeigt, zu danken und ihnen ein letztes Lebewohl zuzurufen. Pettau, den 9. Jänner 1896. Marie Knnstek. Wie unumgftnglich nothwendig das Bespritzen der Weingärten i,l. hat sich in der letzlverflossenen Campagne deutlich erwiesen, nachdem nur die bespritzten Culturen erhalten blieben. Am besten für diesen Zweck hat sich Ph. Maysarth & Co.'a PA TEN Till TE = tjl- ^flanzon-S;prltze & bewahrt, welche ohne zu pumpen, die Flüssigkeit selbstthätig über die Pflanzen stäubt. Viele Tausende dieser Spritzen stehen in Verwendung und zahlreiche lobende Zeugnisse beweisen deren Vorzüglichkeit gegenüber allen anderen Systemen. Man »erlang« Abbildung »Nil Beschreibung ron 2v£a,37-faart2i. dz, Co. Fabrltaa land»lrth. BMcMnen. Spoolal-Fabrlk flir Walnpraaaan und OD»tv«r»»rtl>unj»- ■aicklaaa WIEN, III, Taborstrasse Nr. 76. Cataloaa «nd »hlrakcha Anart»«nua|»»cnr«lben gratis. Vartralar and WladarvaeUufar anainadtt Kaufet Südmark-Zünder! 3K 2® Best eingerichtete mechanische Strickerei Alois Hcn jiln., Nardurg, KÄfntnsxstl-ssse. Erzeugung aller Arten von Strickarbeiten, besondern la. 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