V rik»i>«erati«»iS »Preise: Kür Laibach: «anzjährig . . 8 fl. 40 kr. Halbjährig . . 4 , 20 „ vierteljährig . 2 „ 10 . Monatlich ... - .. 70 „ Mit der Post: Ganzjährig . . ... 12 fl. Halbjährig . . g ^NteljShrig ^ . 3 I ^r Zustellung inS HanS ^krtelj. 25 kr., monall. 9 kr. Einzelne Nummern 6 kr. Laibacher Redaktion vahnhos-afse Nr. ISS. «rt>editt»>s- L Inserate« Bnre»«: Longreßplatz Nr. 81 Handlung von Jl mayr L Aed. Va> 4- Anonyme Mittheilungen werden nicht berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgelendet. J«sertt»«»i>reH Kür die einspaltige L 4 kr, bei wiederholter i schaltung L 3 kr. Anzeigen bis 5 geilen 20 kr. Bei größeren Jnsetaten und öfterer Einschaltung entsprechender Rabatt. Für complieierten Satz besow-dere Vergütung. Nr. 166. Samstag, 22. Juli 1876. - LU! KL"' S. Jahrgang. Die Wiihrungssrage. Die jüngsten Vorgänge auf dein Silbermarkte >n London und die dadurch hervorgerufenen Erscheinungen, namentlich soweit fte Oesterreich Ungarn betreffen, haben die Währungsfrage wieder in hervorragender Weise zum Gegenstände der öffentlichen DiScussion gemacht. Die Angelegenheit ist auch zweifellos von ganz außerordentlicher Wichtigkeit und verdient im vollsten Maße die Aufmerksamkeit, welche man ihr zuwendrt. Es ist, wie der wiener Eorrespondent des Lchönberger'schen „Börsen« und Handelsberichtes" bemerkt, dabei nur zu bedauern, daß dem Publi-kum zumeist blos tiefsinnige und gelehrte Abhandlungen geboten werden, denen es gewiß keinen Ge schmack abzugewinnen vermag, während es doch als t«ne dankenSwerlhe Aufgabe gelten muß, die wesentlichsten Seiten der Frage furz und möglichst klar dem Leser vor die Augen zu stellen. Dies wäre umso dringender geboten, als ge> rode für uns die Angelegenheit einen entschieden actuellen Werth besitzt, weil wir erstens ja noch immer die Schmach einer Zettelwirthschast zu tra-A" haben und weil ferner bei Erneuerung des «ankprivilegiumS oder Ertheiluog eines solchen an «ne neue Gesellschaft Momente zu berücksichtigen >k'n werden, welche mit der Währungsfrage in mehr oder weniger starkem Zusammenhange stehen, v» ^"te die Frage liegt und wie aus den ^Ichiedenen Einzelheiten zu entnehmen ist, welche in jüngster Zeit unter ändern auch die Commission des englischen Parlaments zur Untersuchung der Ursachen der Silberemwerthung ans Tageslicht förderte, ist es nun als positiv anzunehmen, daß die beträchtliche Werthverschiebung zwischen Gold und Silber durch die große Verschuldung Indiens, die starke «uSbeutung der Silberminen und die Silber-verköuse Deutschlands nur erhöht und gesteigert, aber nicht hervorgerufen wurde. Die eigentliche Ursache der Störung des Gleichgewichtes liegt darin, daß, wie Capacitälen ersten Ranges, beispielsweise Seyd in einem ArtikelcykluS der „Presse" nachweisen, die Gesetze mehrerer Staaten das Silber als Werthmesser beseitigen. Die Uebelstände und Gefahren, welche dadurch herbei-geführt werden, liegen auf der flachen Hand. Im Jahre 187 l war der.Stand der Edelmetall-Circu-lation in der ganzen DM 7L0 Mill. Pfd. St. Gold 650 Mill. Pfd. St. Silber. Will man nun wirklich und ernstlich das Silber beseitigen, so heißt dies nichts anderes, als die Geld-circulation nahezu um die Hälfte reduzieren und dadurch den ganzen Weltverkehr den heftigsten Erschütterungen aussetzen, denn ein Ersatzmittel für das einzuziehende Silber wissen uns ja die enra« gierten Goldmänner nicht zu bieten Oesterreich Ungarn hat es ja oft genug erfahren, wie empfindlich der Verkehr gegen jede Veränderung der circu lierenden Geldzeichen ist, und dabei handelte es sich stets nur um verhältnismäßig wenige Millionen. Darf es unter solchen Umständen Wunder nehmen, wenn die Einführung der Goldwährung in einigen Ländern und ihre Vorbereitung in einigen anderen bereits zu den gefährlichsten Complicationen geführt hat? Die wirthschaftlichen Verhältnisse der letzien Jahre und die Situation d»S internationalen Verkehres legen Aeugniß dafür ab, daß man die Welt in ein äußerst gefährliches Abenteuer zu stür-zen begonnen hat; es müssen alle Mittel aufge« wendet werden, um so rasch als möglich aus dieser Situation herau-zukommen. Man muß sich darüber klar werden, daß von den Kulturnationen eine nach der ändern gezwungen sein würde, zur Goldwährung überzugehen, wenn die bedeutendsten HandelSvölker conscqaent dabei verharren, das Silber zu degradieren. Man wird einem fürchterlichen Kampfe ums Gold nicht aus dem Wege gehen können, wenn man sich nicht entschließt, gesetzlich die Silbercircu lation wieder überall neben die Gsldcircu lation ;u stellen. Darin allein liegt die Rettung aus einer gefahrvollen Situation. Hie und da beginnt auch diese Erkenntnis schon in den Ländern mit Goldwährung sich Bahn zu brechen. In England erheben sich immer mehr Stimmen für. die Gleichberechtigung de« Silber» und in Deutschland hat einer der ältesten und tüchtigsten Anhänger der Goldwährung bereits die Forderung gestillt, daß man das gesetzliche Mini« mum, welches in Silber gezahlt werden dürfe, von 20 aus 100 Mark erhöhe. Das sind jedenfalls beachtenswerthe Erscheinungen, denn sie zeigen, daß den Goldmännern vor ihrer Gottähnlichkeit bange zu werden beginnt und Feuilleton. Eine Viertelstunde zu früh. (Fortsetzung.^ Edw» der Nachmittagsparade verkündete Devar, Oberst, daß er aus dem Regiment in daS sei des General-Quartiermeisters versetzt Honduras!" ries Edwards und wie vernichtet. -- « n " denn so gut als verbannt! — Corv- und raste wie ein ganzes geschlagenes »er«. ^en Augenblicke wollte er den Gou- niederschießen, die Nichte entführen, der ten den Krieg erklären. Doch ihn bewach« Mn, die sich nur allzugut auf den LiebeS-na^, - Lieutenants verstanden. Schon tan» Viertelstunde überbrachte ihm ein Adju- Glückwünsche Sr. Excellenz zu einer Be-N ung, die, wie sich dieselben ausdrückten, so viel tegenheit zur Auszeichnung und glänzenden Dar-türs^ vielen Talente biete, und da er na- ,»»>-. Laufbahn sobald als möglich an- wünsche, ^ Se. Excellenz im Ueber- o- ihrer Gunst ihm sogar einen Platz auf einem Schiffe erwirkt, das schon um Mitternacht die Segel lichtete. Er suchte einiges über Adeline zu erfahren, aber der Adjutant schien gehörig instruiert. Mit vornehmer Gleichgiltigkeit warf er nur flüchtig hin, daß sie allerliebst sei, ebensosehr Bewunderung einflöße als verdiene und wahrscheinlich in derselben Stunde, in der er sich einschiffe, als Königin des Festes den Ball im Gouvernement-Palais eröffnen würde, wo die große Welt versammelt und befohlen oder gebeten erscheinen werde. Diese letztere Nachricht wirkte heilsamer als der bebänderte Herr wol beabsichtigen mochte; denn in der ersten Aufwallung des beleidigten Stolzes schwur Edwards allen Frauen ewigen Haß, entsagte feierlich dem Vorsatze, sich unter AdelinenS Fenster zu erschießen, und Amor« Pfeil, so gut es ging, aus dem Herzen reißend, packte er perorierend seine Habseligkerten in Koffer, schrieb dem Gouverneur einen satyrischen Dankbrief für die ihm erwiesene hohe Gnade und machte sich auf, um die Moskiten in ihrem eigentlichen Reiche und Erbsitze zu befehden. — Ein dreijähriger Krieg mit diesen boshaftesten aller Vielsüßler war die Frucht jener hochgepriesenen Viertelstunde; unh hätte nicht sein Schutz- engel ihn behütet, so wäre er von seinen barbarischen Feinden gewiß bis aus die Knochen zernagt worden. So lange noch ein weißes Fleckchen an ihm und er nicht zum Indianer verwandelt war, fielen die Moskiten in Myriadscharen über ihn her. Endlich war seine Haut durch Sonne. Salzwasser und Staub so durchgegerbt und verdichtet, daß selbst der Stachel der Moskiten nicht durchzudringen vermochte und sie vielleicht noch ein derberes Trommelfell abgegeben hätte, als weiland die Haut des böhmischen HPa. Während er nun tapfer gegen Ungeziefer und englischen Porter zu Felde zog und seine Thatkraft auf Rattenschießen und kleine Scharmützel mit jenen teuflischen Blutsaugern, die sich selbst an die Nase eines Welteroberers wagen, beschränkt war, widerhallte die pyrenäische Halbinsel von dem Waffenruhme der englischen Landsleute und Kameraden. Wellington hatte Frankreichs Marfchälle und Adler aus Spanien verdrängt/ Edwards Regiment machte Furore und — nein, er sprühte Feuer und Flammen bei dieser Zeitungsnachricht — Jack — der träge, schläfrige Jack, war zum Major avanciert. — Wäre er, statt sich eine Viertelstunde daß sie sich dir Dinge viel Leichter vorgestellt haben, als sie sich thatsächllich erweisen. Die Beseitigung des Silbers ist übrigens auch noch aus einem anderen Gesichtspunkte zu betrachten. Dieses Metall, welches Jahrtausende hin. durch als Geld diente, soll nun plötzlich hiesür nicht mehr geeignet sein. Wenn man die Gründe prüft, welche hiesür angegeben werden, so findet man, daß sie entweder gänzlich unbegründet sind, oder aus einer Leicht« fertigkcit entspringen, welche bei einer so wichti-gen Angelegenheit vollständig unstatthaft, ja geradezu verbrecherisch ist. Hai denn das Silber, welches der Menschheit so große Dienste leistete, wirklich seine Rolle ausgespielt? Dies scheint nicht der Kall zu sein. Selbst dir Goldmänner müssen es ja für den Kleinverkehr beibehalten, weil es da geradezu un. entbehrlich ist. Aber selbst davon abgesehen, hat es noch eine große Mission. Der Bericht der englischen Silber-Enquete registriert die hochinteressante Thatsache, daß '»ch zahlreiche Länderstrecken gibt, wo der Tauschhandel in seiner rohesten Form den Ver-kehr vermittelt und Geld überhaupt ein ganz unbe. kanntes Ding ist. Bei der Eroberung dieser Gebiets, theile für die Kultur wird das Silber noch eine hervorragende Rolle spielen. Doch ohne so weit zu gehen, genügt es, darauf hinzuweisen, daß selbst in Europa ganze Klassen der menschlichen Gesellschaft noch am Silber hängen. Die bäuerliche Bevölkerung sehr vieler kontinentaler Staaten ist beispielsweise dem Silber durchaus nicht gar so leicht abwendig zu machen, und es wird kaum gelingen, die Chimäre von dem alleinseligmachenden Dogma der Goldwährung zum Gemeingute zu machen. Je genauer man die Sache prüft, je tiefer man in sie eindringt, umsomehr kommt man zur Ueberzeugung, daß die Golümänner einen Frevel befürworten, wie er ärger auf wirth schastlichem Gebiete noch nicht vorgekommen ist. Die Ueberzeugung steht fest, daß er nicht begangen werden wird, weil die brutalen Thatsachen ihn verhindern werden, selbst wenn man noch einige Fehler zu jenen hinzufügen sollte, welche man schon begangen hat und die bereits ihren Druck auf den Weltverkehr ausüben. Oesterreich.Ungarn dürfte vorläufig noch nicht in der Lage sein, die Herstellung der Valuta vornehmen zu können. Wir bluten aus zu vielen Wunden, um uns an eine so wichtige Arbeit machen zu können. Die Goldwährung exi stiert natürlich für uns schon gar nicht. Allein es verdient ernstlich erwogen zu werden, ob wir uns nicht den billigen Preis des Silber« in irgend einer Weise zunutze machen können. An-fangs der Sechziger-Jahre zeigte sich auf dem Edel- zu früh im mühevollen Kampfe mit den Wogen zu erschöpfen, lieber hübsch ruhig am Bord verblieben, bis er bequem in einem Cabriolet hätte überfahren können oder bis das letzte Boot den letzten Mann des Regiments ans Land brachte, so hätte er auf dem Felde der Ehre Jacks Majors-paient davongetragen, statt daß er jetzt ruppig und zerstochen noch als Lieutenant in einer elenden westindischen Hütte im Kampfe mit Ungeziefer die Zeit verbrachte. Jndeß war der Gouverneur zu Kingston des Tode« verblichen, sein ganzer Haushalt hatte sich zerstreut und Adeline war verschwunden. Alle Nachforschungen blieben fruchtlos, denn in jenen gesegneten Eilanden werden die Menschen abgemäht und gehen ebenso unbemerkt dahin, wie reise« Zuckerrohr vom Felde verschwindet. Niemand kümmert sich dort um die Wege de» Nächsten, zumal eines Fremden, bloß da» eigene „Ich" hat Geltung, wa» in manchen civilifierten Orten viel Nachahmung findet. General-G.uverneur, Nichte, Adjutanten, Dienerschaft, alle waren so in Vergessenheit gerathen, klein vorjähriger Kalender. In seiner Hosfnung»lofigkeit faßte Edward» metallmarkte gerade die entgegengesetzte Erscheinung der jetzigen, damals stieg Silber und Gold fiel im Preise. Wir glauben Unerschütterlich daran, daß das Silber wieder zu Ehren kommt und sein Preis neuerlich einen Aufschwung nehme" wir». Es wäre als ein Glück zu betrachten, wenn eS uns gelingen könnte, diejenige Menge Silber uns zu dem heutigen Preise zu sichern, deren wir ür die Herstellung unserer Valuta bedürfen. Es ist schon einmql der Plan aufgeiaucht, entweder von England oder von Deutschland eine solche Summe (auf Lieferung innerhalb einer gewissen Anzahl von Jahren) zu kaufen, welche zur Regulierung unserer schwebenden Schuld genügt.- Dagegen spricht aber gerade in diesem Lugen blicke das Bedenken, daß in solchem Falle England und Deutschland aus allen Verlegenheiten gerissen würden und keinen zwingenden Anlaß Hallen, die innehabende Position aufzugeben. Es dürfte sich vielleicht eher empfehlen, die Thatsachen fortwirken zu lassen, damit diese zwei Staaten endlich gezwungen werden, einen entscheidenden rationellen Schritt in der Münzfrage zu lhun. Trotzdem jedoch würde ein genialer Mann an der Spitze unseres Schatzamtes die Vorbereitungen zur Herstellung unserer Valuta aus Basis der Silberwährung vortheilhaft treffen können. Es ließe sich wol eine Combination finden, durch welche mit der Ertheilung de« neuen Bankprivilegiums die suc-cessive Einziehung der gemeinsamen Staatsnoten verbunden werden könnte. Dazu gehört aber ein gewisser Grad von Entschlossenheit bei den maßgebenden Männern. Nachdem wir die Periode von 1867 und 1872 sür die Valutaregulierung unbenützt verstreichen ließen, sollten wir wenigsten« die jetzige günstige Chance nicht thatenlos vorübergehen lassen. Auch die Nationalbank hat in dieser Richtung Verpflichtungen, und wir möchten ihr sie ernstlich ins Gedächtnis rufen. Möge si« wenigstens einmal auf der Höhe ihrer Aufgabe stehen. Das ist doch nicht zu viel verlangt._________________________________________ Politische Nunvschau. Laibach, 22. Juli. Zuland. Die Monarch:nbeg eg nung in Salzburg trug den Charakter der Intimität, bei der Hoftafel"wurden Toaste nicht ausgebracht. Es verlautet bestimmt, daß die reichstädter Abmachungen den Stoff der Conversation beider Kaiser bildeten und Kaiser Wilhelm denselben voll-kommen zugestimmt habe. Das Einverständnis soll in allen schwebenden Fragen ein vollständiges sein und das Drei-Kaiser-BündniS neue Festigung erhalten haben. den verzweifelten Entschluß, eine »och jugendliche Creolin spanischer Herkunft, der sehr nach einem zweiten Manne bangte, mit seiner Hand zu beglücken. Bi« nun hatte die Liebe zu Adeline, zu Europa und dem Ruhme ihn gegen die soliden Reize und einladenden Blicke der hübschen Witwe stichfest gemacht. Doch jetzt war die Geliebte für ihn, vielleicht für die Welt verloren; zwischen ihm ; und dem Lande des Ruhmes lagen an 3000 Mei-len, und so hielt er es denn für das beste, von der l reizenden Frau, ihren 100,000 Dollars und reichen > Plantagen festen Besitz zu ergreifen. Rasch ging er in die verschiedenen Probegrade . eine» Freiers ein, brachte der Creolin zuerst de» > Nacht« auf de» blühenden Tabaksfeldern vor ihren : Fenstern eine zärtliche Serenade; legte dann wohlriechende Cigarren von der oasa kvals auf Havanna > zu ihv« Füßen; sandte ihr einen Strauß von Ro-e sen nnd Feuerlilirn; betheuerte, daß die sade Schön-, heit der Engländerinnen keinen Vergleich mit ihren olivenfarbenen Reizen aushalte und daß nur ein « Auge von dem Schnitt und Diamantglanz der ihrigen I den Feaerbrand der Leidenschaft in Männerherzen werfen könne. » Ein liebevoller Blick au- den blitzende« Augen» Die „Nordd. Allg. Ztg." knüpft an diese E»t-revue nachstehende Worte: „Nicht begleitet von ihren Ministern, nur zusammengeführt durch die Empfindungen aufrichtiger persönlicher Sympathie, begrüßen einander die beiden Monarchen; gerade in der Abwesenheit jeglichen politischen Apparats bietet aber die sälzburger Entrevue rin treues Bild der freundlichen Beziehungen, weiche das deutsche Reich mit der österreichisch-ungarische» Monarchie verbinden und nach keiner Richtung hin besondere politische Verabredungen oder Abma« chungen erforderlich erscheinen lassen. Bon diesem Gesichtspunkte au« wird die Begegnung zu Salzburg in der anspruchslosen Einfachheit ihres Her« ganges der Welt hoffentlich nicht in geringere« Grade als die reichstädter Zusammenkunft als eine Bürgschaft jenes unveränderten Einvernehmens der großen Mächte sich darstellen, welches den Frieden Europa'S gegen alle Gefährdungen bisher zu be« wahren wußte und gewiß auch in Zukunft zu schir« men wissen wird." Ein andere- osftciöses Blatt sagt in eine« der Monarchenbegegnungin Salzburg gewidmeten Artikel folgendes: „Wir sehen, so weit wir auch unsere Blicke auSsenden, nichts, was die Eintracht zwischen Deutschland und Oesterreich ik« gendwo trüben oder stören könnte. Unsere Interesse» im Osten sind auch die Deutschlands. Wie wir, kann Deutschland nicht wünschen, daß die Donau« Mündungen in russischen Besitz übergehen, wie wir, kann es nicht wünschen, daß durch ein crasse Ver« letzung deS pariser TractatS dem Vertragsbruch und der panslavistischen Revolution allerorten gewissermaßen eine Prämie gegeben werde. Vor allem aber muß die deutsche Politik bestrebt sein, österreichische In« teressen so viel als möglich zu fördern, um in eine« starken Oesterreich eine Vormauer gegen die pan« slavistische Hochflut, dii ihm sonst von Osten au-drohen könnte, zu finden. Gäbe es kein Oesterreich, so müßte die deutsche und preußische Politik heute bestrebt sein' eins zu erfinden Au ihrem Glütke findet sich ein Oesterreich vorhanden, das heute mehr als je seinem historischen Berufe treu ist, den Ber« mittler abzugeben zwischen westlichen und östliche» Strebungen und Strömungen." Aus Wien wird der „AugSb. Allg. Ztg. mit' getheilt, daß die Möglichkeit eines Herau»trete«< aus der Nichtintervention zwischen den drei Kaisermächten bereits erörtert worden sei. Gege»' wärtig seien hierüber mit den anderen Signatar« Mächten Verhandlungen in der Schwebe. Einer ähnlichen Andeutung begegnen wir i» einer wiener Correspondenz des „P. Lloyd"; in der« »W- Fortsetzung in der Beilage. "WM ein verführerisches lächeln um die üppig aufgl' worfenen Rippen ermunterte ihn darauf zum letzte», gefährlichen Probestücke. — Im Angesichte eines Mondes, gegen den der englische nur ein fahles Nachtlicht ist, trug er l ihr zum Gemal oder vielmehr nach Landessiite zu>" Sklaven an. Der Wohlgeruch von 1000 Blüte» i und Blumen mischte sich in seine 1000 Schwüre- > Schwärme von Feuerfliegen, welche die feurige" : Lichtfünkchen wie ebmsoviele Smaragde und l pase von ihren Flügeln schüttelten; Millionen glä»' zender Sterne, die, wir er versicherte, vergeben» d" ! Sonnen seiner Spanierin zu überstrahlen suchte"' waren Zeugen seiner LiebeSeide. Ein sanfter Händt' l druck, rin leiser sehnsüchtiger Seufzer gaben Antwort > auf seinen Antrag. — . i Hoffnung-froh eilte er im Dunkel de- Abe»«' . heimwärts. Da ward er in einem von Reb>" - gewinden und Mango» dicht beschatteten Gange M « lich überfallen, und zwei Dolchstiche, die gewiß a»' i seinen Brautfahrten hienieden rin Ende ge«aE » hätten, wenn nicht ein dicker Brustfleck und » l Genius treuer Liebe ihn geschützt, brachten einen ganzen Monat hindurch auf da» bi« nun « , miedene Siechenbett. (Forts, folgt' Beilage »r»m „Laibacher Tagblatt" Rr. 16k dom 82. J«li 1876. selben lrsen wir folgendes: „Wir stehen vielleicht unmittelbar vor einer neuen Wendung, vielleicht un. mittelbar vor dem Entschlüsse der Mächte, den Grundsatz der Nichtintervention, wenn auch nicht ganz fallen zu lassen, so doch nur unter gewissen Voraussetzungen und in wesentlich beschränktem Um-fange aufrechtzuerhalten. Wenn ein Organ von der Stellung der „Politischen Correspondenz" melden darf, daß man in Würzburg, wo bekanntlich der deutsche Kaiser, Fürst Bismarck und der englische Botschafter am berliner Hofe zusammengetroffen, «auch Gelegenheit genommen habe, das gute Einvernehmen mit England in der orientalischen Frage selbst für den Fall sicherzustellen, wo die Kaiser-Mächte im weitern Verlauf der Ereignisse gezwungen sein möchten, über das Princip der Nichtinterven-tion hinauszugehen", und wenn dasselbe hochofficiöfe Organ hinzufügt, daß „schon jetzt Vorsorge getroffen werde, auch Frankreich und Italien in dieses Ein-vernehmen hereinzuziehen" — dann wird man wol mit einiger Sicherheit schließen können, daß jenes Princip schon jetzt als unhaltbar erkannt worden, und dann liegt die Vermuthung nahe, daß die Kaisermächte in ihrer Auffassung de- Zeitpunktes und der Bedingungen, wo und unter welchen eine Jnterven tion statthaft oder gar geboten sei, fich unter sich bereits verständigt haben." Im kroatischen Landtage interpellierte F°lnegovi L wegen Unterstützung der bosnischen Flüchtlinge in Civil-Kroatien. Der Banus antwortete, daß eine Unterstützung von zehn, eventuell fünf Kreuzern verabfolgt werde, jedoch nur Arbeits-unfähigen. — Der Gesetzentwurf über Errichtung eines KulturratheS im Schöße der Landesregie rung wurde nahezu einhellig angenommen. Ausland. Der baie rische Landtag wird seine Arbeiten derart beschleunigen, daß der Schluß am 29. Juli stattfinden kann. Die Nachricht wird in bestimmtester und osfi cieller Weise dementiert, daß die Königin Olga von Griechenland in einem Briefe an eine Patrioten-Gesellschast Griechenland zur Theilnahme an dem Kriege der Slaven gegen die Pforte aufge rufen habe. Der General-Secretär im Ministerium des Innern wurde wegen panslavistischer Umtriebe verhaftet und seines Amtes entsetzt. Auch England hat der rumänischen Regierung den Wunsch ausgedrückt, eine Handelskonvention mit Rumänien abzuschließen. In der rumänischen Kammer zog der Kriegsminister die Vorlage zur Einberufung von Reserven zurück. Die Kammer ernannte eine parlamentarische Commis-fivn zur Untersuchung der Handlungen der früheren Minister. Aus Belgrad berichtet man der „Pall Mall Gazette,' daß der Khedive dem Sultan vorge-Ichlagen habe, ihm eine starke Hilfsarmee zu senden und sämmtliche Kosten derselben zu tragen, vorausgesetzt, daß der Sultan die Unabhängigkeit EauptenS anerkennen wolle. ? ° ° rikbie?ük..^ ""Keren Blättern gebrachten Nach. Su an« M«" Sorten Gesundheitszustand willkürlicke bereit "^rden als tendenziöse und Moraen de"n ^urad V. empfängt -r dm B-rl-hr ml"' flifsentlich meidet, um nicht Gegenstand mond, der Befehlshaber der englischen Panzerflotte n Bessika, der britischen Regierung den besten Anschluß über des Sultans Befinden geben, da sie von Murad V. regelmäßig und so oft sie es München empfangen werden. Der Senat in Spanien hat das Budget genehmigt. Der Eongreß votierte das Gesetz, durch welches die FueroS der Provinz Biscaya aufgehoben werden. Reuters Bureau meldet aus Alexandrien unterm 20. Juli: »Die egyptische Regierung weigerte sich, die Vollstreckung der GerichtSurtheile wider dieselbe zu gestatten. Der Präsident der ersten Instanz des nternationalen Gerichtshofes, Haakman, hielt darauf heute morgens eine Plenarsitzung ab, worin beschlossen wurde, keinen Prozeß weiter anzunehmen und die Thätigkeit des Gerichtshofes einzustellen. In der Stadt herrscht die lebhafteste Erregung. Die Mitglieder des Gerichtes waren zu einer Eonferenz zusammengetreten."____________________________________ sesstonen zu sein. Namentlich gegen einen Botslbaiter ist des Sultans Widerwille so mächtig, daß er ab-solut lieber jeden osficiellen Verkehr meidet, als mit dieser Persönlichkeit in Berührung zu kommen. Das beweist nicht einen kranken, sondern im Gegentheile -men sehr normalen Zustand von Gemüth und Ge-Di-s- Anlipathie. welche doch wol vollkommen gerechlfertigt ist, wird durch Verbreitung von ver-logenen Gerüchten über den Gesundheitszustand des Sultans heimgezahlt. Uebrigens können der englische Botschafter, Sir Henry Elliot, und Admiral Drum- Vom Kriegsschauplätze. Die „AugSb. Ällg. Ztg." empfängt über die Stärke der türkischen Armer folgende genaue Daten: An der serbischen Grenze befinden sich 4 Corps, und zwar in Nisch, Widdin, Bosnien und Novi-Bazar. DaS erste und stärkste besteht aus 57 Bataillonen, das zweite aus 25, da« dritte aus 45 und da« vierte aus 35 Bataillonen. Jedes dieser Bataillone hat einen Effectivstand von 700 Mann, also besteht die Infanterie aus 109,900 Mann Der Stand der Artillerie und Cavallerie, welcher diesen Corps beigegeben ist, beläuft sich auf 15,000 Pferde. Außerdem wird die Höhe der bewaffneten Macht in Albanisch-Skutari (unter Derwisch Pascha und Abdi Pascha, die nunmehr eingetroffen sind) und in der Herzegowina auf 40.000 Mann ange schlagen. Die Totalstärke der 5 Corps beläust sich also auf 165,000 Mann. Die Einreihung der „Frei willigen" wird in ziemlich großen Verhältnissen forl gesetzt, und an einem der letzten Tage wurden in Konstantinopel allein 5000 eingereiht. Die Gesamml zahl übersteig« schon jetzt 40,000 Köpfe. Darunter befinden sich 10,000 tscherkesfische Reiter. Die Zahl der bosnischen und albanesischen Freiwilligen, welche schon jetzt unter den Waffen stehen, wird aus 30,000 Köpfe angegeben, und es ist die Aufnahme noch lange nicht abgeschlossen. Da gleichzeitig und außerdem das dritte Aufgebot der Redifs unter die Fahnen gerufen wird, so erhellt daraus, daß die Pforte, wenn sie auch bisher aus zwingender Rücksicht au die Finanzlage mit ihren Rüstungen im Rückstände geblieben ist, nunmehr alles daransetzt, den weitest gehenden Eventualitäten die Stirne zu bieten und die Antwort des GroßvezierS: „Mus serassrons Is, 8srbio," nicht zur eitlen Phrase werden zu lassen Sie faßt den Kampf mit den Vasallen nicht mehr als einen gewöhnlichen Waffengang auf, sondern als die Entscheidung über „Sein oder Nichtsein." Die gegenwärtige Thätigkeit der Minister und in den Bureaux bildet den schreiendsten Gegensatz zu dem, was man von der sprichwörtlichen Apathie der Osmanen zu erwarten gewohnt ist." Eine am 18. Juli von Halve Aoli aus-gerückte Ablheilnng berittener Milizen überschritt die serbische Grenze und bestand einen Kamps gegen die Besatzung deS serbischen Ortes Ghemy, welcher in Brand gesteckt wurde. Der Verlust Les Feindes beträgt 150 Mann. In einem ändern am 17. d. M. den Montenegrinern gelieferten Gefechte haben die ottomani-fchen Truppen die Montenegriner vollständig geschlagen und ihr Vieh weggenommen. Die in der Stärke bon 18 Bataillonen au« Zajkar ausmarschierten Serben rückten am 18. Juli gegen die ottomanischen Linien vor, mußten jedoch, nachdem sie dem kräftigen Anpralle der ottomanischen Truppen nicht lange widerstehen konnten, den Rückzug antreten. Sie haben fünf Kanonen, zwei Trommeln und sieben Artilleriepferde in feindlichen Händen gelassen. Die Deroute der Ser >en war eine vollständige; wir haben dem Feinde eine große Menge von Waffen und Munition zurückgelassen. Am Sonntag, den 16. d. M., stießen die otto-manischen Truppen aus den Höhen von Ba-ovina auf ein mit zwei Kanonen versehenes, in drei Colonnen getheiltes Corps von 3000 Serben. Nach fünfstündigem Kampfe wurde der Feind ge-chlagen und bis über die Grenze auf das jenseitige Ufer der Okdja verfolgt. Sein Verlust beläuft sich aus mehr als 300 Todte und Verwundete, ungerechnet diejenigen, welche im Flusse ertranken. Die ottomanischen Truppen machten sechs Gefangene und erbeuteten eine Fahne, an hundert Gewehre, Pistolen und Munition. Am 17. d. M. fand ein Kampf bei Medun latt. Drei türkische Blockhäuser wurden zerstört. Die Montenegriner sagen, daß dieselbe» von ihnen zerstört wurden, während die Türken behaupten, dies aus strategischen Rücksichten selbst gethan zu habe,,. Es verlautet, daß die Türken die Offensive ergrei-en werden. In Mostar und Umgebung werden vierzehn türkische Bataillone eintreffen. Die türkische Garnison in Metokia hält sich. DieMontenegriner beschießen Nevesinje von den umliegenden Höhen. Zur Tagesgejchichte. — Das Erdbeben und die Klerikalen. Das vor einigen Tagen nahezu in alle» Theilen Oesterreich. Ungarns verspürte Erdbeben gab dem „Czech", dem Prager Organ des Cardinals Schwarzenberg, Anlaß, diese Erscheinung zu einer Kapnzinade gegen die Türken und alle, die nicht für deren Vernichtung mit Haut und Haar stimmen, zu benützen. Der „Czech" sagt: „Nicht umsonst empört sich die Erde, nicht umsonst erzittert sie unter den Füßen der wiener jüdischen Börsianer, die aus die Erhaltung der Herrschaft des Halbmondes speculieren. Es ist, als spräche im unterirdischen Ausruhr die Stimme Gottes, denn mis-sällig vor dem Angesichte des Herrn sind diejenigen, die sich in reißende Thiere verwandelt haben, und noch mißsälliger jene, die diesem Gezücht die Wege zu den Wohnungen feines slavischen Volkes bahnen und jauchzen, wenn dieses seine Beute wird. Es scheint, als lebten wir in den Zeiten, in denen Noah den Untergang der Welt erblickte, und als halte nur der Regenbogen des Friedens den Herrn ab, daß er seinen Zorn ob dieser menschlichen Berworsenheit noch strenger kundgibt." Wie Prager Blätter melden, wurden anch die Residenzen des Erzbischofs und der Domherren in Prag von dieser Erschütterung berührt. — Beim Aerzte-Vereinstage in Wien «erden Separ ata n träge cinbringen „gegen den Berufszwang der Aerzte" der Verein galizischer Aerzte in Lemberg, der Verein böhmischer Aerzte in Prag nnd das Prager medizinische Doctoren-Colleginm; betreffend das „Gemeinde-Sanitätswesen" der Verein galizischer Aerzte in Lemberg und das prager medizinische Doctoren Collegium ; gegen die „Regierungsvorlage zur Aenderung des Gesetzes vom 30ten April 1870 über Regelung des öffentlichen Sanitätsweseiis" der Verein der Aerzte Kärntens und der Verein galizischer Aerzte in Lemberg; betreffend „die Bildung einer ständigen Verbindung der Aerzte Lisleithaniens zur Vertretung der Standes- und hygienischen Interessen" der Verein der gali zischen Aerzte in Lemberg; bezüglich „des Entscheidungsrechtes der Landeüfanitätsräthe" der Verein böhmischer Aerzte in Prag und bezüglich „der Rechte und Pflichten der Aerzte" der Verein der Aerzte in Niederösterreich. — Große Fenersbrnnst. Am 19. d. wurde die Stadt Sokol in Galizien durch einen Brand verheert. Die Gebäude der Bezirkshauptmannschaft, des Bezirksgerichtes, des Steneramtes und des Magistrates wurden eingeäschert. — Der M ad o nnen- Erscheinnngs - Schwindel blüht in neuester Zeit auch in der Preußischen Rhein-Provinz. In dem bei St. Wendel liegenden Dorfe Marpingen herrschte diesertage große Ausregnng. DaS Gerücht hat sich nemlich verbreitet, es sei dort die Mutter Gottes erschienen, und seitdem strömen Tausende von Bewohnern der Umgegend dorthin. Am 14. Juli sollen an 8Ü00 Per-soiien, Landleute nnd Arbeiter, Männer und Frauen sich dort zusammengesundcn haben. Um Unordnungen zu ver- Hilten, wurde Militär requiriert, bei dessen Anrücken die Menge sich verlief. — Die asiatische Pest wiithetü, Bagdad; in der Wiche vom 7. bis 13. Mai kamen 400 Erkrankung-, und 330 Todesfälle vor. Der österreichisch-ungarische Bot-schaster in Honstantinopel wurde angewiesen, sich behusS Durchführung prophylaktischer Maßregeln mit der Türkei, Persien und den Vertretern der europäischen Großmächte ins Einvernehmen zu setzen Die bindende Erklärung des Großveziers, daß er ohne Einwilligung des Sanitätsrathes aus den insicierten Orten kein Militär transferieren werde, war zwar beruhigend genug; trotzdem behielt sich die Regierung das Recht vor, derartigen Transferierungen gegenüber die Ausschiffung in Klek zu verweigern. Lokal- und Provinzial-Angelegeuheiteu. Original-Correspondenzen. Von der Save» 20. Juli. (Stationen für Sommerausflüge. — Vom Ta ge. — Unsere Straßen.) Die vielen schönen Punkte an der Save von Salloch abwärts erfahren Vonseite des Publikums noch immer zu geringe Beachtung. Man möchte doch glauben, daß Orte wie z. B. Lustthal in der schönen Jahreszeit sich eines bessern Besuches erfreuen würden, als dies in der That der Fall ist, und das umsomehr, als obendrein auch noch der Verkehr der Bahnzüge von Laibach auS alle möglichen Erleichterungen bietet. Besonders günstig liegt die Bahnstation Laase, woselbst es den Bemühungen des dortigen StationSchefs gelungen ist, eine Restauration (knapp neben dem Bahnhofe) zu schaffen, die jeden Ankommenden mit guter Küche und gutem Biere auS dem Nachbailande zu bedienen imstande ist. Der Herr StationSchef hat nebstbei für die Herstellung einer ganz vortrefflichen.Kegelbahn gesorgt, wo es an man» chen Tagen recht munter herzugehen pflegt. So verbrachte vor kurzem daselbst der Beteranenverein von DomZale, der einen Ausflug nach Laase unternahm, die heitersten Stunden. Pöller wurden gelöst und Lieder schallten, daß sich an dem muntern Treiben um das Stationsgebäude herum alles in dem Thale freute. Die vergnügten Veteranen selbst gaben zu, daß sie wol selten einmal einen solchen Tag erlebt, und versprachen bald wiederzukommen. Vom Tage läßt sich sonst wol nicht vieles melden, will man nicht eben in das Gebiet der Unglückssälle greifen. So hat unlängst bei St. Jakob an der Save einen Realschüler «in trauriges Schicksal ereilt. Derselbe machte sich in eiuer Mühle zu schaffen, plötzlich aber wurde dessen Kops so von dem Räderwerke erfaßt, daß der BedauernSwerthe bald daraus seinen Geist ausgab. — Auch die himmlischen Mächte drohen uns manchmal gar arg mitznspielen und unsere gegenwärtig ganz schön stehenden Säten zu vernichten. Zum Glücke find bisher alle Gewitter ohne Hinterlassung von düsteren Spuren vorübergezogen. Beim letzten schlug sogar der Blitz sast ganz im Dorfe Lustthal in eine Getreideharpfe ein und hätte bald großes Unglück angerichtet. — Nun, wir gesagt, bis jetzt können wir mit allem noch so ziemlich zufrieden fei», nur unsere Straßen verursachen manchmal, besonders nach einem hestigen Regen, ein Stirnrunzeln. Die Beschotterung ist mitunter eine etwas mangelhafte, und wenu man nach Gewittern von Lustthal gegen Tfchernutfch oder Vir zuwandelt, würde man sich wol gar hie und da neue Brücken herbeiwünschen. Doch, es wendet sich häufig noch alleS zum Guten, und so wollen wir auch dieS der schaffenden Zukunft überlaffeu. — (AuS den slovenischen Blättern.) Der „Slovenski Narod" klagt in seiner 165. Nummer über deutsche Journalisten und hiesige Eorrespondenten der wiener Blätter, welche daS Land Kram mit „Koth bewerfen* und dem Lande Arain durch unrichtige Notizen schaden. „Slov. Narod" stützt diese seine Klage aus die Affaire Bel-deS. Durch keine einzige Nummer des „Laib. Tagbl." wird der Beweis hergestellt werden können, daß das „Laib. Tgbl." daS Land Krain mit „Koth beworfen* hat. Das „Laib. Tagbl." ist eS, welches die Bewohner des Landes Krain in unzähligen Berichten und Notizen auf die Naturfchönheiten der eigenen Heimat aufmerksam gemacht und die fremden Natur- und Gebirgsfreunde, Badegäste und Sommerfrischler zum Besuche des reizend schönen krainer Oberlandes einladet. DaS „Laib. Lagbl.» ist eS, welche» über die Affaire Velde» durch eigenen Reporter an Ort und Stelle Erhebun- gen pflegen ließ, hierüber thatsächlichen Bericht erst dann brachte, alS wiener und grazer Blätter unrichtige Notizen enthielten. Der dem „Laibacher Tagblatt" zugeschleuderte Vorwurs wird diesemnach zurückgewiesen und dem „SlovenSki Narod" in Erinnerung gebracht, daß es slove nische Blätter find, welche durch permanentes Schmähendes DeutschthumS, durch beleidigende, aufreizende Notizen, durch gehässige Bemerkungen über das „Einnisten" der Deutschen in Krain daS schöne Land Krain in den Augen fremder Badegäste und Touristen „in den Koth ziehen.* — Jnbetreff der signalisierten und vom „Slov. Narod" befürworteten Theilnahme des hiesigen Sokolvereines an einer im nachbarlichen Kärnten demnächst stattfindenden Gedenkfeier zu Ehren eines gelehrten Philologen erinnern wir an nachstehendes beißendes Epigramm, welche« aus Anlaß der vor einigen Jahren in Agram abgehaltenen nationalen Zrinifeier, welcher auch der hiesige Sokolverein beiwohnte, die Runde machte: ,vo xülu äne sw» dili 2rmski, ko pülu änL villski, V ooö pick svioMi;" in möglichst getreuer deutscher Uebersetzung: „Bormittags huldigten wir Zriuy fein, Am Nachmittag dem perlenden Wein, Nachts über ward jeder ein — (Personalnachricht.) Herr Adolf Ernst B a -kes, Lonceptsprakticant bei der hiesigen Landesregierung, wurde zum Gerichtsauscultanten in Steiermark ernannt. — (Bergnügungszug.) Die Theilnahme an dem morgen um '/,7 Uhr nach Oberkrain (Lees) abgehenden Vergnügungszug dürste bei günstiger Witterung eine recht lebhafte fein. Kapellmeister Stöckl arrangiert um II'/, Uhr vormittags im „Hotel Mallner" zu Veldes ein Loncert, bei welchem die in italienischen Blättern gerühmte Opernsängerin Fräulein Ierta Saffi, die Operettensängerin Frau Ody und Tenorist Herr MedLn Mitwirken werden. Das Programm nennt Lompositionen von Bellini, Rubinstein, Jael (Elavierpiecen), Fuchs, Schubert, Abt, Mey-rbeer und Gounod. — (Lircus Sidoli.) Die gestrige letzte Vorstellung war sehr zahlreich besucht, und die Gesellschaft mag den auch am letzten Tage ihr gezollten lauten Beifall als Angebinde mit nach Klagenfurt nehmen. — (Wünsche und Beschwerden.) In jüngster Zeit schlagen die Lenker der Privatequipagen wieder ein allzulebhaftes Tempo ein. Gestern in der vierten Nach-mittagsstunde fuhr eine Privatequipage in der Nähe deS Hotels „Elefant" so scharf an einen Lomfortabel an, daß der aussteigende Paffagier nur durch Zufall vor schwerer körperlicher Beschädigung bewahrt wurde. — (Aus dem Amtsblatte.) Kundmachungen, betreffend: I. Besetzung der Hilssämtervorstehers-Stelle beim KreiSgerichte in Rudolfswerth; 2. Anlegung neuer Grund-bücher in den Katastralgemeinden Polje, Obloiii, Studenec; 3. AnSfolgung der in den Waggons der Rudolfsbahn in der Strecke Villach-Laibach und in jenen der Südbahn in der Strecke Steinbrück-Adelsberg zurückgelaffenen Gegenstände; 4. Besetzung einer Lehrstelle an der Marine-Real-fchule in Pola; ü. preßgerichtliche Bestätigung der Beschlagnahme der Nummer 28 der „Novice"; 6. Verleihung der Raab'fchen Stiftung; 7. obergerichtliche Bestätigung der Be-fchlagnahme der Nummer 134 des „Laibacher Tagblatt"; 8. die Sicherstellung deS Streu- und StrohbedarfeS in den Militärstationen Laibach, vir und Kraxen; S. Besetzung einer Hebammenstelle in St. Martin unter Großkahlenberg. — (Unglück Ssall.) Im Kohlenwerke zu Sagor wurde aui 9. d. M. dem Bergknappen Kruschiz ein Fuß weggerissen und ein zweiter Arbeiter erlitt am Oberschenkel einen Beinbruch. — (Telegraphenstationen.) In Schönstein (Untersteiermark) wurde am 17. Juli eine postcombinierte k. k. Telegraphen-N-benstation mit beschränktem Tagesdienste eröffnet und bei der Telegraphenstation S a u e r b r u n n bis Ende August l. I. der volle Tagesdienst eingeführt. — (Weinb aucongreß, Wein-Ausstel-lung und Markt in Marburg.) Der LentralauS-fchuß der steiermärkischen Landwirthschastsgesellschaft fordert die Weinbauvereine auf, die Wein-LollectivauSstellung bestens und lhätigst zu fördern. WaS dir Beschickung deS Weinmarktes betrifft, so erscheint es höchst wünschens« werth, daß sich WeiichandelS-Gesellschaslen und größere Wein- handelS-Firwen eigene Logen atN Weinmarkte nehmeit-oder aber, daß sich Associationen von Weinproducenten und Weinhändlern bilden, welche je «ine Loge gemeinschast-lich miethen, um die Beschickung des Weinmarktes dadurch zu erleichteren und das Weinbaugebiet unseres Landes als Ganzes repräsentieren zu können. In dieser Erwägung ersucht der genannte Lentralausschnß die Weinbauvereine, innerhalb ihres Gebietes die hervorragenderen Producenten und Weinhändler zur Betheiligung an der Weinbau-Ausstellung, beziehungsweise an dem Weinmarkte in Marburg einzuladen. — (Generalversammlung.) Am 20. d. sant in Wien unter Vorsitz des Verwallungsraths-Präsidenten Konstantin Graf Lodron die ordentliche Generalversam«' lung der Aktionäre der Kronprinz Rudolfbahn stak Der bereits veröffentlichte Bericht des Verwaltungsrathti pro 1875 über den Bau und Betrieb der Bahn wurde genehmigend zur Kenntnis genommen. Auf Antrag de» AufsichtSrathes genehmigte die Versammlung die JahreS-rechnungen pro 1875 und ertheilte der Verwaltung ohne Debatte das Absolutorium. Zu AufsichtSräthen wurden: Rudolf Graf Amadei, Karl Langer und Dr. Qthmar Reiser; zu Ersatzmännern: Johann Berger, Gustav Gschaider un« Georg Pointer wiedergewählt. Die ausscheidenden Berwal-tungSräthe Dr. Johann Hochhäuser und Anton Graf Pro» kesch-Osten wurden ebenfalls wiedergewählt. Aktionär Frau« kenberger interpellirte den landesfürstlichen Lommissär iube-treff der ferneren Verzinsung der Actien und fragt, ob eine Reduktion derselben eintreten werde. Der landesfürstlich! Lommifsär Sectionsrath Johann Bahr erwiderte: „Vorläufig nicht." — (Rechnungsrevision.) Wie die grazer „Tagespost" erfährt, steht den beiden Rechnungsdepartements der Statthalterei und des Oberlandesgerichtes in Graz der Besuch eines Hofrathes des obersten Rechnungshofes in Aussicht, welcher die Buch- und Geschäftsführung daselbst einer Prüfung unterziehen wird. — (Pontebabahn.) In der am 20. d. in Wien abgehaltenen Generalversammlung der Aktionäre der Krön-prinz-Rudolsbahn drückte der VerwaltungSrath seine Befrie> digung darüber aus, daß die feit Jahren angestrebte Wer-bindungslinie Tarvis-Ponteba der Realisierung entgegengeht. Noch vor dem Gesetze vom 12. März l. I., wodurch der Bau dieser Linie sichergestellt wurde, gab der Handelsminister dem Verwaltungsrathe bekannt, daß wenn auch die Ausführung der Linie im Wege des Staatsbaues in Aussicht genommen sei, der Regierung doch die Absicht ferne liege, über die genannte Bahnstrecke mit Umgehung der Kronprinz-Nudolfbahn zu verfügen. Der VerwaltungSrath wurde gleichzeitig eingeladen, sich schon jetzt mit der Frage der künftigen Uebernahme des Betriebes, eventuell der Eiwerbung dieser Bahnstrecke zu beschäftigen und dem Minister diesbezügliche Anträge zu stellen. Der Berwaltungs-rath hat darufhin um die Loncefsion zum Baue und Betriebe dieser Strecke, und zwar unter denselben Bedingungungen angesucht, welche schon in einer Eingabe vom Jahre 1873 ausgesührt wurden. Aus dieses neuerliche Gesuch ist bis heule noch keine Erledigung erfolgt. Der landwirthschaftliche Unterricht in den Volksschulen. Alfred v. Regner zieht in der „Deutschen Volkszeitung" den Umstand, daß trotz der gesetzlichen Vorschriften sehr viele Landschulen noch immer eines landwirthschastlichen Lehrmittelmateriales ermangeln, näher in Betracht. Wenn auch die Regierung, die LandwirthschaftSgesellschasten un» Vereine bei jeder Gelegenheit einer Vertheilung von Schriften, Geräthen, Sämereien u. f. w. die Schulen berüchstch' tigen, so ist doch damit nur theilweise geholfen; nothwendig ist eS, daß die Landesschulbehörden eine eingehende Zusammenstellung der in jeder Schule vorhanden sein müssenden landwirthschastlichen Lehrmittel verfassen und die Schulcon-tribuenten gesetzlich verhalten werden, das Fehlende an dem Lehrmittelmateriale der Schule sosort nachzuschaffen. Sache der Orts- und Bezirksschulräthe und Inspektoren wäre eS ferner, auf die Anlegung von Schulgärten und die Erwerbung hiezu tauglicher Grundstücke hinznarbeiten, und soll auch bei der Anlage derselben sowie bei der Pflanzung der für den landwirthschastlichen Anschauungsunterricht unumgänglich nothwendigen Kulturgewächse nach einer einheitlichen Norm mit möglichster Berücksichtigung der Bodenverhältnisse und lundwirthschaftlichen Production der betressenden Gegend vvrgegangen werden. Durch Aussetzung kleinerer Prämien und Gewährung von Subventionen sollen die Lehrer für ihren besonderen Eifer und ihre Mühewaltung aus dem Ge-biete des landwirthschastlichen Unterrichtes eine Anerkennung finden und hiedurch zu möglichster Kultivierung diese» für die ländliche Bevölkerung so wichtigen Lehrgegenstande» an-geeisert werden. Derlei Subventionen könnten nicht nur die hiezu berufen!» Kacioren, die Gemeinde, Bezirksvertretung, Landtag vder Regierung, sondern auch die einzelnen land-wirtbschastliche» Gesellschaften und Bereine bewilligen. Degen Nachlässigkeit einzelner Lehrer im landwirth-schasllichki, Unterrichte empfiehlt sich eine die»bezügliche Kundgebung der Schulbehörden, und wäre «in Erlaß des Ministeriums an die Landesschulräthe, worin für die Landschulen *>>e zuverlässige Durchführung des landwirthschastlichen Unter, richtes neuerdings eingeschärst und die BezirksschnlrSthe zur genauen Ueöerwachung der Einhaltung angewiesen werden, kehr ersreulich. Mit einem solchen Erlasse könnte auch eine Belehrung über die nutzbringendste und leichtsaßlichste Art des landwirthstaftlichen Unterrichtes verbunden werden, und soll hiebei in »eder Volksschule stets die Production der Ge-ge»d in Berücksichtigung kommen, wie denn überhaupt der Unterricht in der Landwirthschast stetS dahin gerichtet sein muß, entsprechend der Alters- nnd Kenntnisstufe der Schüler, die Grundlagen zum Verständnisse der landwirthschastlichen Productiv» uns der sie bedingenden Faktoren zu geben. Es ist daher nickt genügend, die Schuljugend aus die Schädlich-keil einzelner Thiere für die Feldkultur aufmerksam zu mache» und sie zur Sammlung von Maikäfern und Enger lingen, zur Schonung der kleinen Singvögel u. s. w. an-.znhallen, fondern die Kinder müssen wenigstens allgemeine Kenntnisse über die «odenzusammensetzung und Beschaffen-hell mit Rücksicht auf den Bau der einzelnen Kulturgewächse und in Berbinbnng mit der Erklärung dcr einzelnen Natur erscheinungen haben. Die Schüler müssen in der achtjährigen Schnlperiode <>ie wichtigsten im Lande gebauten Lerealien und Nutz -gewäcbse mit Rücksicht aus ihre Eigenthümlichkeiten kennen lernen; sie müssen mit dem Nutzen dcr einzelnen landwirth Ichastlichen Geräthe und mit den Vortheilen der Düngung bekannt gemacht werden; in der vorgerückteren Jahresstuse sollen sie den Banmschnitt und da« Oculieren, i» Weinbau, treibenden Gegenden die Behandlung deS Rebstockes lernen und wenigstens einige Grundbegriffe über Behandlung, Fütterung und Zucht der Nutzthiere erhalten. Außerdem können je nach der Individualität der Gegend auch einige da selbst vorherrschende Productionszweige oder landwirthschast licke Nebenbeschäftigungen, wie Hopsenbau, Bienen- und Seidenzncht, Bau von Gewerbspflanzen, Geflügelzucht, Gartenlültur u. s. w. näber erklärt und den Schulkindern nleitung für ihre künftige LebenSthLtigkeit gegeben werden, enntnis der wichtigsten Waldbäume, der am häufigsten vorkominenden Giftpflanzen und der Bedeutung der eiuzel- weiten muß ebenfalls stets Gegenstand jedes landwirthschastlichen Unterrichtes in der BolkSschule sein. Im Schulgarten, der für den Anschauungsunterricht, und -war ebenfalls m.t Berücksichtigung der lokalen Verhältnisse, entsprechend eingerichtet sein muß. sind die Schüler praktisch M.t den wichtigsten Arbeiten im Garten, den Bäumen und Reben bekannt zu machen, und soll der Lehrer sie aus die und"ib» Sanlgarten gepflanzten Gewäch e °u» durs D« Unterricht könnte auch durch Vorlage emeS landwirthschastlichen Lesebuches wirksamst unterstützt werden. imchen Lesebuches Die Jn.en.ion dies« Zeilen geh. hm, »gendwie bindende Vorschläge s„. " ° b . des -andwirthschaftlichen Un.er7ch.L fond ° dahin, die allgemeine «ufmerksamk.it aus die,m ^en»and hinzulenken. auf daß in Oesterreich der für dj. La^dbevöl-kerung so wichtige UnterrichtSzweig eine gleichmäßige und nutzbringende Behandlung in der Landschule erfahre denn die Landbevölkerung hat ein Recht darauf, daß ihre Jugend während der achtjährigen Schnlperiode wenigsten« so viele elementare landwirthschastliche Kenntnisse erlange, «u, für ihre künftige Thätigkeit als landwirthschastlicher Arbeiter oder Sigenbesitzer nothwendig ist. Die Frage ist viel zu wichtig, als daß sie oberflächlich °d-r gering,chStzig behandelt werde. Man klagt seiten« er. fahren« Landwirlhr so viel über de« Unverstand nnd dir S»n»liche Unkenntnis der ländliche» Dienstleut« und über die Indolenz der bäuerlichen Grundbesitzer gegenüber den Fortschritten auf dem Gebiete der Agrikultur. Dies wird ich nicht bessern, so lange nicht die Volksschulen aus dem Lande die Jugend für eine bessere Anschauung der Dinge und für eine Empfänglichkeit deS Fortschrittes vorbereiten; lange nicht dem landwirthschastlichen Unterrichte eine größere Aufmerksamkeit als bisher geschenkt wird. Wenn man den Städten an den Volksschulen die Ausmerksamkeit dahin richtet, die Schüler sür de» höheren Unterricht, sür einen gewerblichen oder industriellen Berus vorznbereiten, soll dieS in den Landschulen auch sür die landw. Berufs-thätigkeit geschehen; ist ja auch die Schule hiesür sehr gut disponiert und gibt es ja Anregung hiezu au allen Ecken und Enden. Möge man maßgebenden Ortes diesen UnterrichtSzweig wohl in's Auge fassen und demselben mit geringer Mühe und geringen Kosten jene Ausdehnung geben, welche er zur gedeihlichen Entwickelung bedars. Die Bevölkerung wird gerne solche Bestrebungen unterstützeu und es wird bei einiger Anregung selbst an reichlichen Spenden von Lehrmaterial sür den Anschauungsunterricht nicht fehlen. Der hohe Nutzen eine- durchgreifenden landw. Unterrichtes wird die geringen Auslagen wol in überm legender Weise lohne» und kommende Generationen werden uuS hiesür guten Dank wissen. Laidach, 22. Juli. Morgens Nebel, dann heiter, schwacher SO. Wärme: morgens ^ Uhr -j- 13.2°, nachmittags 2 Uhr -f- 22 6' 6. (1875 -l- 210«; 1874 >275° 6.) Barometer 7S6.96 mm. DaS gestrige TageSmittel der Wärme -j- 17'8°, um 17' unter dem Normale. Verstorbne. Den 2l. Jnli. Leopold Hknig, SattlermeisterSfohn, 7 Jahre, Kapuzinervorstadt Nr. 3, an Beinfraß der Wirbelsäule. Witteruug. Telegramme. E, Wie«, 21. Juli. Infolge drohenden, nur zufällig unterbliebenen Angriffes serbischer Donauwachen auf ein Dampfboot der Staatsbahngesellschaft verlangte der österreichisch-ungarische Consul Fürst Wrede von der serbischen Regierung die Einziehung sämmtlicher Donauwachposten, welchem Verlangen die serbische Negierung nachzukommen sich beeilte; andernfalls wäre die ernsteste Repression eingetreten. Versailles, 21. Juli. Der Senat verwarf lrotz befürwortender Rede Dufaures die Gradver-leihungS-Novelle mit 144 gegen 139 Stimmen Belgrad, 21. Juli. (Officiell.) Der gestrige Angriff der in Bjelina verschanzten Türken auf die Armee de« Alimplk. um dieselbe über die Drina zu werfen, wurde nach sechsstündigem Kampfe glänzend abgrwiesen. Vorgestern blieb ein türkischer Angriff auf Gromada (östlich von Alexinac) bei zehnstündigem Kampfe unentschieden; gestern wurde ein erneuerter Angriff der Türken zurückgewiesen. Gedenktafel über die am 26. Juli 1876 stattfindmdkn Licita-tionen. 2. Feilb., Pauiit'sche Real., KleinubelSko, BG. Seno-etsch. — 2. Feilb., Lul'sche Real., Briuje, BG. Senosetsch — 2. Feilb^, Lut'sche Real., Landol, BG- Senosetsch. — 2. Feilb., Snkle'sche Real., Wuschiusdors, BG. Möttling. — 2. Feilb., Cankar'sche Real., Dvor, BG. Oberlaibach. — 2. Feilb., Preuirou'sche Real., Präwald, BG. Senosetsch. — I. Feilb., Homan'sche Real., Eisner», BG. Lack. — 3. Feilb., Penko'sche Real., Slavina, BG. Avelstierg. — 1. Feilb., Germosek'sche Real., Liberja, BG Littai. — 1. Feilb., Rus'sche Real., Dragomelsdorf, BG. Möttling. — Relic. Dougan'scher Real., Rüßdorf, BG. Abelsberg. — 3. Feilb., Levstek'fche Real., Belavoda, BG. Reifniz. Neuester wiener Marktbericht. In Baumwollgarnen belangloses Geschäft; sür Lamm-und Kitzselle vorwochentliche Preise; in Hans und Flachs unverändertes Geschäft; in Häuten regelmäßiger Absatz; in >?onig schleppendes Geschäft; sür Hopsen unveränderte Preise; in Hörnern flauer Verkehr; in Leder lebhafter« Bewegung bei geringer Preissteigerung; in Pottasche flaue Stimmung; in Roß- und Bockhaaren stiller Geschäftsgang; Wollgeschäst lebhaft; sür Schweinsett niedere Preise; Rindschmaizpreise unverändert; sür Soda gute Preise; in Spiritus schlechter Geschäftsgang bei festgehaltenen Preisen; sür Stärke alte Preise; Wachs vom Auslande beachtet; Zuckerpreise ermäßigt bei schwächerem Umsatz, innerer Verkehr leblos; Zwetschkenpreise sest; bei Eisen keine Aenderung; Schlachtviehaustrieb stark bei rückweichenden Preisen; auf dem Bor-strnviehmarkte schleppendes Geschäft; für Victnalien vor-wöchentliche Preise; Mehlmarkt minder lebhaft; in Heu, Stroh und H-'lz lebhafter Verkehr; sür Weizen bei schwa chem Ausgebot bessere Preise; auch bei Koru Preissteige rung; Geschäft in Gerste ohne Bedeutung; in Hafer fchwa> cher Absatz bei weichenden Preisen. Än Laibach verkehrende Eisenbahnzüge. Nach Wi n Abs. LSdbahn. 1 Uhr 7 Min. nachm. Postzug. 3 „ 52 „ morgens Eilpostzug. „ 10 „ SS „ vorm. Eilzug. ,, 5 „ 10 „ früh gem. Zug. „Triest, 2 „ 58 nachts Eilpostzug. „ S „ 17 ., nachm. Postzug. „ „ „ 6 „ 12 ., abends Eilzug. » » , S „ 50 „ abends gem. Zug. (Dir Eilzügr haben 4 Min., die Personenzügr circa 1V Min. und die grmischtrn Züg« circa'/, Stunde Aufenthalt.) «ronpri»» Si«rdolfh»hu. Abfährt 3 Uhr 55 Minuten morgen». „ 10 „ 40 „ vormittags. „ 7 „ S5 „ abend«. Ankunft 2 , 35 » morgen». _ 7 „ 45 , morgen». . 6 . - . abend». « .L «o '»I Im Osdraueks wskr als I V, lUlion 8tüek. LS« Ol Z- SS o- s. WmM in , bei (148) 11 U I^i-snr: Vetter, Lauxtplatr 168, Llallx'sodes 8»us. Wiener Börse vom 81. Jnli. 5prrc. Rente, öst.Pap. dto. dt«, ist. in Eilb, e von 1854 . . . e »on ISS«, ,ai e»on 18S0, «-Id «05 «9-50 »»«75 »i»-',5 »1775 VrLmt-»!». v. - lSi- ««'IS SSS« 107-5» »» — H«-»5 ILt 5V Srrutlisat.-vdL. Siebaibürg. Uugar» ^vttvL. »nglo-Baul .... r«»fitl«b»al. . . U«c,m»t«->»ftLlt. Fr»»c« - B-al . . . Handel«»»»« .... «ati»»alra»k . . . Oeft. »ankgefellf. . lUil,«-»»« .... verkchel»«»r. . . . «„«»-«ahn . . , a»t rnd«tgt»h» . »als. «a,..«»b» . «ats. Fr, Josef«» . «t»«»»hll------- «tdr-h»............ 7,-75 74-— 7L-5V 7S-- dto. in »» g. Nation. ». W. Uag. B»d.-Eredttaoft. rrtortt»t»-0i»1. ranz Josef«.Bahn . eft. Nordweftdahn . Eikbenbürger . . . . Etaatlbahu........... «üdb.-Bel.,» «ov Ar. dto. Bon« »5 7,-50 so rn »v -67«— >—»SS- »7 5« 50 »j-50 iV«t-75 75 l5i-,5 50 i«--.-!»» 5«! 77-75 Beld Ware l»«-5« i«7.— »«-»5 88-5» »S-IS S» »0 85— «5-»» 85-«0-75 15« — »7 — Sredi« Rudolf« - Lose . . V«c>L».(8Mon.) «ug»b.icx> ft.lüdd.w. Aranlf. 1«c Marl . . Hamburg, - London 10 Pfd. Steri. Pari« 100 Kranc« LLiunoir. «ail. vtün,.Ducat-ll iO-grauc«mlck. . . " r-»t. «aff,»lch«i»-ilr»r . . >5«— I5S-5» 1S-50 11-— 8S 50 S0 — 85-5» «1- — 157— 11750 ,1-« «1 kl-»» US« 4»« »so 10»'/. «1« »01-50 «1»L «i-SS «1 »S I»«-«0 «»-»» 5S» »»-«, 1»»-7» Telrsraptzischer Lursdrrichl »» 22. Juli. Papier-Rente 65 SO — Vtlbrr-«entr 69---1SS0« «-»nle-ea I1S-50 - «ankactien 862. - kredit 143 so — London 1S565. — Silber 10135 — «. k. Mün,- d»kate» L SS. - 20^franc« Stücke S SS. - 100 »eich», ««rk S1M. Natürliche aller Arl (282) 21 von ganz frischer Füllung sind stets zu haben bei Nähmaschinen. Il,s„l.ittls«»nrsr" zum Hand- u, Fnßbettied, für Familien und leicht« Schneider'arbeiten. ?ks „Wsnror 0" neueste unv einfachste Erfindung, mit großem Arw, zum Fußbetrieb, fllr Schneider, jtappenmachtt, Tapezierer und leiÄ» Lederarbeiten. Ikv „siVsnrsn L" mit Radriicker und Rvll-fnß, stärkste Maschine M Schuhmacher, Sattler n»^ Die gefertigte Anstalt besorgt von heute angefangen und xegen e Provision die neuen Coupons-Bögen der 8ieöenöürger Laibach, 22. Juli 1876. (404) 2 Krainische Eseompte-Gesellschast Danksagung. Den p. 1. Herren und Dame«, welche durch Sammlnng und Spenden von Gewinnstgegenstiin-den nnd Abnahme von Losen die laibacher Rohr-schützen-Gesellschast in dem Unternehmen der Erbauung eines ueneu Schießhauses bisher so erfolgreich unterstützt haben, wird hiemit im Namen derselben öffentlich oer wärmste Dank ausgesprochen und die Bitte vereint, auch für die Folge derselben diese schützenfreundliche Gesinnung zu bewahren. (406) K. k. priv. Schießstand Laibach, am 22. Juli 1876. Dir Schühen-Vorstehung. Bon Einrichtungsgegenständen sind noch unverkauft: Die Dampfmaschine mit Kessel» Scheiben und Transmissionen, eiserne Drehbank. Schraubstöcke, eine Kreissäge, ein großer AnölagkastkN, zwei kleinere Auslagkästen, zwei Handwügen, zwei Weinfässer, Glasthüren und Eisen-theile, (405) 3 1 Credenzkaste», WSschekasteu, Auüzugtisch, Saloulufter, Oelgemiilde. andere vtlder. Nähmaschinen vom Lager: 2 original Howe, 4 Wheeler L Wilson, 1 Lrover L Baker, 1 Tilinder-, I Handmaschine Diese Gegenstände werden jetzt spottbillig wegverkanst: Laibach, Lahnhofgasse Nr. 117. Wo ist guter Wein? Um diese Frage zu lösen, überzeuge sich das p. 1. Publikum bei Frau am Rann Seim „goldenen Schiff" Haus-Nr. 198. Gute unterkrainer Weine, das Liter zu 3V und 36 kr., Wiseller das Liter zu 40 kr. (378) 6—S Dipkome jeder Art in vorzüglichster Ausführung, namentlich fUr Militär-, Veteranen-, Feuerwehr-, Turner-, Gesang- etc. "^7" SILSS werden rasch und zn billigsten Preisen anSgesührt von der -er Lohemia, . (271k) 4-3 Bei Karmgsi- L Kasvli Pergament-Papier zum Hbsteinsteden. I Bogen 20 kr. (390) 4 M.öM'8 lermagazin, Graz, Neugasse 3, 2. Stock. Großes Lager von Eou-cert-, Salon-n. Stutz Flügeln, Pianino'S und Harmoniums bester Qualität. Loncertflügel, Piamno's und ivüniatnrflügel ans den kön. sächs. Hos-Fabriken von I. Blttthner L E. Kaps in Leipzig und Dresden. 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