.1« R55. Mittwoch am ». Inli R8HK "<^i, Vailiacker ^eituna" er.'ckeint mit Ailsnahmc der Soim- mid Feiertage, täglich, ilild kostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjährig li jl.. halbjährig 3 ii. 30 kr. mit Vreu^ l2st.. halbjährig N st. Für die I.chell.mg m's Hans sind Hal bj äh ri g 30 kr. mehr zu entrichten. Mit der Post porto- ^.i ^!,»>7l,ria unter ssreuzbaM »no qedrnckter Adresse 15 fl.. halbjährig 7 ss. 30 kr. — In serati unsgebü h r f»r eine Spaltenzeile over den Nanm dmelben. fur em--nal ae Eins!baltnna'3 kr für zweimalige 4 kr., fnr dreimalige 5 kr. C. M. Inserate bis ,2 Zeilen kosten 1 ss. für 3 Mal. 5U kr. fnr 2 Mal nnd 40 kr. fiir 1 Mal einzuschalten. Zu diesen Gebühren ist nach dem „provisorischen Gesetze vom 6. November l. I. für Inscrtionsstämpcl" noch 1« kr. für m,c jedesmalige Ginschaltung hinzu zn rechnen. Amtlicher Theil. U^on denDistricts-Commissionen im Kronlande Kram sind im Lanft der Monate Mai nnd Inni l. I. im Ganzen 114 Entlastuugsoperate an die Landes-Commission vorgelegt worden, und zwar: 1. Die Urbarialoperate der Herrschaften Neudegg, Egg ob Krainburg, Wdrdl, Polland, Zobelsberg nnd D. N. O. Eommenda Laibach; — der Güter: Höflein, Ianerburg, Arch sammt Stubmitz, Unterradelstein, Neustein, Naitenbnrg, Hottemesch, Untererkenstein, Weirel- nnd Scharfenstein sammt der Gült Kosica, Smnk und Thurn; — ferner der Ve-nesicinmsgült St. Trinitatis im Dom, der Zapf'schen Gült zu Lozhna, des Marktdominiums Ratschach; — der Pfarrhöfe zn Weiskirchen, Ratschach, St. Kanzian bei Gutenwerth, Savenstein und Oberlaibach; — der Pfarrkirchen zu Oberlaibach, St. Kanzian bei Guten-werth, Natschach, Weiskirchen, St. Barthelmä im Felde, St. Peter in Selzach, St. Martin bei Kraiu-l'urg, und zu Onsische sammt 30 Localie- oder Filialkirchen, sowie endlich der Urbarialberechtigten Johann Laurizh, Valentin Vosel, Johann Kosler und Io-hanu Kovazh. 2. Die Zehentoperate der Herrschaft Stein zu Vigaun; — der Gitter Tufstein, Hof Moräutsch, Wartenberg, Hof Mannsburg und Gairan; — der Beneficiumsgült 8t. ^00n«l'6i ot 8t. t^Mnrin»e zn Krainburg, der Veneficinmsgült v. N. V. et 8l. ^«ll,grin»6 zu Lees, der Mazolli'schen Zehentgült, der Gaudini'schen Gült und der Gült 8t. Ii-initnli« in Stein; — ferner der Pfarrhofe zu Krainbnrg, Lnst-thal und St. Martin bei Krainburg; — der Kirchen St. Michael zu Geräuth, St. Thomas zu Zhescheuze und zu Kraren; endlich des Valentin Vosel, Johann Lanrizh, Johann Grabonscheg, Alexander Korn, Matthäus Sporn, Paul Werlih, Kasper Sauscheg, Anton Iuvanzhizh, Georg Iavorschek, Johann Pan-schek, Anton Grill, Andreas Drinouz und Lorenz Braucher. 3. Die Laudemial ope rate des Gutes Wagensberg und der Pfarrhöfe zu Treffen und Scharfen berg. .4. Die Operate über die ablösbaren Bezüge der Herrschaft Stein zu Vigaun und von 8 Kirchen. Die vorbezeichneten Liqnidirungsoperate umfassen im Ganzen 14.386 Verpflichtete, wovon auf den District Laibach .... 2972 „ „ „ Krainburg . . . 14.^ „ „ " Stein .... 600 „ „ „ Neustadtl . , . 3447 " " „ Tschernembl . . ^ 2289 „ „ „ Gottschee . . . 1434 " " " Treffen .... 1904 " " " Nadmannsdorf . . 286 entfallen. Die Districts-Commissioneu Adelsberg und Wippach sind in der Liqnidirung theils größerer Operate, theils getheilter Zehente begriffen, welche eine abgesonderte Vorlage an die Landes-Commission nicht zuließen. Von der Districts-Commission Stein wurden bereits nur Zehente liqnidirt, nachdem die Urbarial-liquidirung vollendet ist. Die liqnidirten Capitalien betragen: 9) Für die gegen billige Entschä- dignng aufgehobenen Leistungen 624.036 fl. 30 kr. d) Für die Landemien . . . 2826 „ 1.^ „ 0) Für die ablösbaren Bezüge 404 „ 10 „ Zusammen . 327.265 fl. 66 kr. Von dem Antheile der Verpflichteten wurden 4017 fl. 35 kr. znr sogleichen Bezahlung angemeldet. Ans der Znsammenstellnng des bisher erzielten Gcsammtresultates ergibt es sich, daß die Liqnidirung von 806 Operaten mit 81.669 Verpflichteten gepflogen worden ist. Die ermittelten Gesammtentschädigungscapitalien betragen: ly Für die gegen billige Entschädigung aufgehobenen Leistungen .........2,960 936 fl. 26 kr. d) Für die Laudemien . . 69-012 „ — „ e) Für die ablösbaren Bezüge 794 „ 10 „ Znsammen . 3,020-742 fl. 36 kr. Von der Landes-Commission sind in den Monaten Mai und Juni im Ganzen 121 Liquidations-operate definitiv erlediget worden. Laibach, am 3. Juli 1861. Vom Präsidium der k. k. Grundentlastungs-Landes-Commission für Kram. Am 6. Juli 1861 wird in der k. k. Hof-und Staatsdruckerei in Wien das XI.IV. Stück des allgemeinen Reichsgeseft- und Regierungsblattes, nnd zwar sowohl in der deutschen Alleinausgabe als sämmtlichen Doppelausgaben, mit Ausnahme der romanisch-deutschen, ausgegeben nnd versendet werden. Dasselbe enthält unter Nr. 168. Die kaiserliche Verordnung vom 23. Juni 1861, bezüglich der Untersuchung und Aburtheilung der WiderseNlichkeitsfälle gegen die znr Handhabung der öffentlichen Sicherheit bestellten Organe. Nr. 169. Den Erlaß des Finauzministerinms vom 29. Juni 1861, womit die nachträglich a. H. genehmigte Verlegnng der Finanz-Vezirks-Direction von Karlsburg nach Brood, und die Anfstellnng zweier nenen Finanz-Bezirks-Directioncn in Siebenbürgen, dann der Beginn der Amtswirksamkeit der Finanz-Landcs-Direction und der Finanz-Bezirks - Directionen in Siebenbürgen kundgemacht wird. Nr. 160. Den Erlaß des Kriegsministerinms vom 3. Juni 1861, betreffend die Vergütung der Zimmer auf dem Durchzuge für Militärchargen ohue Offizierscharakter. ! Ebeufalls heute den 6. Juli 1881 werden ebenda folgende Stücke des Jahrganges I860 des allgemeinen Neichsgeschblattes in den nebenstehenden Ausgaben ausgegeben und versendet werden, und zwar: das XXXVII. in der polnisch-, slovenisch-, croatisch- und serbisch-dentschen; das XI.Il. in der polnisch-deutscheu; das 5XXXVIII. in der croatisch - deutschen, und das c?I>XIV. in der italienisch' "nd slovenisch-deutschen Doppelausgabe. Endlich wird heute dcn 5. Juli 1851 für die deutsche Allcinausgabc des allgemeinen Rcichs-gesetz- und Regierungsblattes auch das Inhalts- Register der im Monate Juni 1851 erschienenen Stücke dieses Gesetzblattes ausgegeben und versendet. Am 2. Juli 1861 wurden ebenda von dem im Jahre 1860 erschienenen allgemeinen Neichsgesehblatte das XI^II. Stück in der böhmisch-deutschen, und das (^XII. Scuck in der slovenisch-, serbisch- nnd romanisch-deutschen Doppelausgabe ausgegeben uud versendet. Der böhmisch-deutschen Doppelausgabe des XI.II. Stückes des Neichsgesetzblattes vom Jahre I860 ist auch ein Verzeichniß von Druckfehlern beigeschlossen. Die Inhalts - Uebersicht über die in den am 2. nnd 6. Inli 1861 erschienenen Stücken des Reichsgeschblattes vom Jahre 1860 enthaltenen Gesetze und Verordnungen ist bereits beim Erscheinen des bezüglichen Stückes in der deutschen Alleinausgabe bekaunt gegeben worden. Wien, am 4. Juli 1861. Vom k. k. Nedactionsbureau des allgemeinen Reichsgeseft- und Regierungsblattes. Nichtamtlicher Theil. Laibach, den 9. Juli. Der Bettler, der sich noch in neuerer Zeit mit der Verbreitung der falschen Nachricht unter dem Volke befaßte, es sey zu Folge eines erflossenen kaiserlichen Bescheides keine Grundentlastungs-Entschädi-gung an die ehemaligen Dominien zu leisten, ist eingebracht und dem Gerichte zur Strafamtshandlnng überliefert. Korrespondenzen. Neustadtl, am 4. Juli. Am 30. v. M. wurde die, zweite Sitzung des Schwurgerichtshofes hier eröffnet. Die demselben zur Verhandlung zugewiesenen Fälle sind, mit Ausnahme von nur zweien, uugewöhulicher Art, und zwar sowohl wegen der Menge der Angeklagten nnd Zeugen, wegen der Schwierigkeit der Thatbestandser-hebuug und der Eruirung der Schuldigen, als auch wegen der Concurrenz mannigfacher Verbrechen, Vergehen und Uebertretungen, welche bei einigen derselben Statt findet. Drei derselben betreffen Ereignisse besonders gransamer Volksinstiz, in deren Einem sogar ein gänzlich schuldloses Opfer fiel, und ein 4. Fall hat das Verbrechen der öffentlichen Gewaltthätigkeit nach §. 70. St. G. 1. Th. zum Gegenstande. Vom 30. Juni an bis heute wurde unter dem Vor-sine des Hrn. Oberlandesgerichtsrathes Luschan der erste Fall verhandelt. Die Anklage hielt Hr. Staattz-anwalt Dr. Luschin aufrecht, die Vertheidigung wurde vom Hrn. Dr. Supantschitsch geführt. Auf der Anklagebank saßen die Angeklagten; Franz Parkl, Johann Baskouo, Franz Gori.^ek, Ignaz Kussernik, Joseph Nepsov, Johann Planinäek vulxa l^ernar, Joseph Nodi6, Iocob Jeräio, Michael Vohinz, Johann Bahar M., Michael Lamoue, Martin Knoblehar, und Anton Metko wegen Verbrechen des Todtschlages. Der Getddtete hieß Joseph ^erneliö, und war von Paulsberg im Bezirke Raan gebürtig. Der Thatbestand, wie er sich nach der Aussage der bei der Verhandlung vernommenen 13 Zeugen «34 und zwei Kunstverständiger, so wie der Angeklagten selbst ergab, ist in Kürze folgender: Am 27. Mai v. I., ungefähr um 1t Uhr Nachts, begab sich der Meßner von St. Kanzian, Bezirks Nassenfuß in die Pfarrkirche, um das zu einem Versehegange Nöthige zu bereiten, nachdem er vorher den Caplan, Hrn. Ignaz Grau«, aufgeweckt hatte. Er kam durch die gehörig verschlossenen Kir-cheuthüren in die Sakristei, und da bemerkte er mit Schrecken, daß die Monstranze und mehrere Kelche auf dem Parameutenkasteu offen nebeneinander standen, die doch am Abende vorher, wie gewöhnlich, in diesem Kasten' und im Tabernakel aufbewahrt worden waren. Ueber seinen Hilferuf, auf zwei vom Ca-plau abgefeuerte Schüsse, und auf das Glockengeläute kam bald eine zahlreiche Menschenmenge herbei. Unterdessen hatte der Meßner den Dieb, einen völlig fremden Menschen, auf der Kanzel gefunden, und ihn mit Hilfe eines Insassen von Xlogauje in die Sakristei gebracht. Dort hatten sich bereits mehrere Menschen versammelt, und diese begannen nun den am Boden liegenden Fremden zu mißhandeln. Auf Geheiß des dortigen Gemeindeoberrichters, Franz Parkl, wurde derselbe aus der Sakristei, über den Kirchhof, auf der nach Vueka führenden Beztrksstraße in das Haus des Park! gebracht. Dieser Weg beträgt im Ganzen 284 Schritte, ist zum Theile sehr steil und steinig, und es befindet sich auf demselben die vom Friedhofe auf die Straße führende Treppe von vier steinernen Stufen. Ueber diesen ganzen Weg wurde (X'rneliä bei den Füßen geschleppt, und von der ihm begleitenden Menge mißhandelt; auch fiel er über eine bei drei Schuh hohe Scarpmauer hinab, und riß zwei der Begleitenden mit sich. In dem Hause angelangt, wurden die Mißhandlungen auf das Grausamste fortgesetzt, und noch lange nachdem der Mißhandelte bereits verstummt war, wurde er gefoltert, wie es hieß, um zu sehen, ob er sich nicht etwa uur todt stelle. Erst nach fünfstündiger fortgesetzter Mißhandlung kam man zur Ueberzeugung, daß derselbe dem Tode nahe sey, wie er denn auch wirklich gegen 6'/<2 Uhr Morgens verschied. Nach dem ärztlichen Befunde und Gutachten hatte ('ernelie eine tödtliche Verletzung am Kopfe, fünf Rippenbrüche als lebensgefährliche Verletzungen, und mußteu die zahllosen Stöße und Schläge in ihrer Gesammtwirkuug den Tod nothwendig zur Folge haben. (Schluß folgt.) Vou der Gran, 3. Juli. — nn — Wir lasen unlängst in einem Wiener Blatte, daß eine Gesellschaft Oberösterreicher, Tiroler u. s. w., gesonnen sey, nach Ungarn auszuwandern und im Graner Comitate ein Eldorado zu suchen. Obwohl nun die Eldorado's gerade in unserer Zeit ein oft gesuchter, aber selten gefundener Artikel sind, so dürfte das Project dieser Auswanderer gerade kein sehr verfehltes seyn, denn unser Comitat hat gar manches Plätzchen auszuweisen, das der Urbarmachung ohne viele Mühe fähig ist, und dann reichlichen Ertrag abwirft. Nur Eines möchten wir Alle zurufen, die lütter der gegenwärtigen, nicht sehr einladenden Verhältnissen nach Ungarn, sey's jetzt an die Gran oder au die Theiß, auszuwandern Lust tragen: Geld einerseits, andererseits Thätigkeit, und endlich ein solider Charakter siud die Hauptbedin-gungen, unter denen es den Kolonisten in Ungarn gelingen wird und gelingen muß, zu reussireu und eine zweite Heimat zu gründen, wo er sich be-hagllcher fühlt als in der ersten. Fehlt eine dieser Bedingungen, so hat der Colonist die Aussicht, früher oder später materiell und moralisch Crida zu machen, und sich in seine alte Heimat zurückzubetteln oder in einem unserer Urwälder auf eigene Faust zu Hanthieren. Der Colonist trifft in der Graner Gespauschaft wohl auf Deutsche, doch der größern Zahl nach Magyaren, die eben dem Deutschen gerade jetzt nicht sonderlich hold sind, da sie glauben, er wolle sie nicht nur vou dem Fleck Erde, den sie bewohnen, verdrängen, sondern auch ihrer Nationalität — dem moralischen Capital des Magyaren — den Todesstreich versetzen; er spricht ihre Sprache nicht, und ist doch in vielen Beziehungen gezwungeu, mit ihnen zu verkehren. Als i'»uvr« lligdle fchrt mau ihm verächtlich den Rücken, während er mit nur etwas Geld zu imponireu vermag; man gewinnt sich vermöge dieses papiernen Vermittlers allmälig, trotz Sprach-und Sittenverschiedenheit, lieb uud der Grund zum Hausfrieden ist gelegt. Zeigt der Colonist daneben noch rastlosen Fleiß, Geschicklichkeit im Bearbeiten des Bodens oder in Handhabung eines Gewerbes, eudlich Solidität des Charakters, so wird er bald von der Umgebung geachtet, und Niemaud fällt es ein, ihm durch die verschiedenen kleinen, aber höchst ekelichen Plackereien zu behelligen, die zumeist der „Schwabe" fühlen muß. Die Bewohner unserer Gespauschaft sind ein gutmüthiger, ehrlicher Menschenschlag, die Mittel und Wege, zum Wohlstande zu gelangen, bieten sich dem Ackerbauer eben so wie dem Gewerbsmanne dar, und deßhalb darf Jeder, der zum Anfang Etwas mitbringt und sich nicht herzlosen Spe-culanten in die Arme wirft, auf ein entsprechendes Resultat hoffen. Es gibt gegenwärtig ohnedieß so viele Bauerngrüude, größere und kleinere, zu verkaufen, daß eine eigentliche Colonisation in unserem Comitate überflüssig wird, was den Einwanderern gewiß große Erleichterung gewährt. Hinsichtlich der öffentlichen Sicherheit und des Gesundheitszustandes kann man durchaus unbesorgt seyn; obwohl viele Waldung vorhanden ist, so hört man doch schon seit Monaten nicht das geringste von Räubereien, ja auch uur vou Diebstählen, da die Gensd'armerie uuermüdet nach allen Richtungen hin patouillirt uud Jeden, der uur im Mindesten verdächtig ist, arretirt; was aber die Gesuudheitsverhältuisse betrifft, so dürfte es kaum ein Comitat gebeu, das günstigere aufzuweisen hätte als das uusrige; obendreiu haben wir noch die angenehmsten Badeorte, die, obwohl nicht sehr stark besucht, doch vou Allen gesund verlassen und hoch gepriesen werden. Oesterreich. - Wicn, 7. Juli. Die von der „Neuen Zeit" ursprünglich gebrachte, und mehrfach in die Blätter übergaugene Nachricht, daß der vormalige Neichstags-deplttirte Kobyliza für unschuldig erklärt, uud gegen Eude Juni in Czeruowitz freigelassen worden sey, sind wir in der Lage als uurichtig zu bezeichnen. Kobyliza ist vielmehr nach einer längeren Untersuchungshaft wegen des Verbrechens des Betruges zu Eiumonatlichem Kerker und zum Ersatz der Gerichtskosten verurtheilt worden. (Oest. Cspdz.) " Zu unserer gestrigen Notiz über den Erceß der Arbeiterinnen in der Theresienstädter Tabakfabrik zu Pesth, wird noch nachträglich zum Lobe ihrer Col-legmnen in der Franzstadt berichtet, daß Letztere freiwillig über Mittag in der Fabrik blieben, um uicht mit deu Nuhestörerinneu in Berührung zu kommen. So weit es möglich war, wurden sie mit Speisen versehen. Deutschland. Verliu, 2. Juli. Mau spricht fortdauernd von Unterhandlungen, welche wegen Uebernahme des Finanzportefeuilles nach dessen in naher Aussicht stehenden Erledigung gepflogen werden sollen. Es gibt aber in diesem Augenblick weder Persouen noch einen Standpunct für eine neue Besetzung dieses Ministeriums, und es gewinnt den Anschein, als ob dasselbe vorläufig mit einem unbestimmten Urlaub des Hrn. v. Nabe, oder unter dessen nomineller Lei-tuug verwaltet werden würde, wie dasselbe auch mit dem Kriegsministerium und der unbestimmten Beurlaubung des Generals v. Stockhausen der Fall ist. Unser Ministerium ist jetzt durch den Drang der Verhältnisse mit so vielen inneren und äußeren Fragen auf eiu Zuwarten angewiesen, daß es auch mit seinem eigenen Bestand vorsichtiger als je umgeheu muß, um jedeu zu raschen oder zu langsamen Umschlag seines Programms zu vermeideu. Die meisten deutscheu Staaten scheinen in der nächsten Zeit vou Innen heraus einer Verfassungs-Katastrophe entgegen zu gehen, wobei zum Theil die Spaltung, welche in den Debatten über die Fortdauer der Frankfurter Grundrechte hervortritt, als ein treibendes Auflö-sungsmittel wirken muß. In Stuttgart ist darüber bereits zwischen deu beiden Kammern eine Differenz zu Tage gekommen, die, wie man annimmt, in naher Frist zur Auflösung der für jene Grundrechte eiutreteudeu Abgeordneten-Kammer führen könnte. Dieselbe stets zu Katastrophen hindrängende Anwendung der äußersten coustitutionelleu Praris wird demnächst auch wohl in Braunschweig eintreten. In Dessau hat bereits die Vertagung des Sonder-Laud-tagö wegen ebenfalls angeblich constitutioueller Budget-Verweigerung Statt gefunden; in Churhessen gehen die Verfassungs-Modificatioueu mit starken uud consequents Schritten vor sich. Wenn in der letztern Angelegenheit der Bundestag uicht als rechtlich entscheidende Instanz eintritt, so weit es sich nämlich um eiuen förmlichen Allsspruch über die Statt gehabten inneren Conflicte der churhessischen Negie-ruug handelt, so kann nicht übersehen werden, daß die jetzt erlassenen churfürstlichen Verordnungen, welche zunächst das Verhältniß der Officiere zu der Landesverfassung regeln, ausdrücklich „auf Veranlassung der beiden Vuudescommissare" ergangen siud. Diesen ersten, eine Mitwirkung des Bundes allerdings bedingenden Schritten ist jetzt eiu anderer gefolgt, der das Gesetz ständischer Mitwirkung bei Besetzung der Ober - Appellations - Gerichtsstellen außer Kraft setzt, und es dürfte sich alsbald auch um die innersten Gruudbestimmungen der churhessischen Verfassuug handeln. Der preußische Commissar handelt dabei in einer vollkommenen und unbedingten Uebereinstimmung mit deu österreichischen, und bestätigt dadurch zugleich im Namen Preußens alle früheren Anordnungen, welche der österreichische Commlssarills einseitig in Churhessen getroffen hatte. Wie weit unsere Regierung dabei auf der in der Verfassung Preußens selbst eingehaltenen Gränzlinie der Principien und Rechte stehen bleiben wird, läßt sich in diesem Augenblick noch uicht ermessen. Das Ministerium geht auf seinem eigenen innern Gebiet mit großer Vorsicht vor. So wurde vor einigen Tagen die hier erschienene, Aufsehen erregende Schrift: „Unsere Verfassung" consiscirt, welche mit nicht gewöhnlicher Kraft der Deduction dem Umschlag das Wort redet, der aus dem dürr-abstracteu Constitu-tionalismus in die ständische Monarchie zurückführt, uud dabei eine Operation auempfiehlt, in der die Regiernng auf ihren eigenen Wegen begriffen ist. Bei der demnächst bevorstehenden Wiedereröffnung der Bundesverhcmdluugeu über die Flotten-Angelegenheit scheint die preußische Regierung bei der Ansicht verharren zu wollen, welche sie bereits durch ihren Vundesgesandteu, Hrn. v< Nochow, aus« drücken ließ. Da diese Ansicht eben darauf hinausläuft, keiue weiteren Einzahlungen zu leisten, so dürfte die Forterhaltlmg der Flotte als eines deutschen Gesammt-Instituts in Frage gestellt seyn uud jedenfalls noch keiue bestimmte Vereinbarung deßhalb bevorstehen. Es wird dann der Plan hervortreten, an die Stelle der deutschen Flotte die Ostseessotle zu setzen und zur Erweiterung derselben das bisherige Material der erstereu theils käuflich, theils als Ersatz für geleistete Vorschüsse an sich zu briugeu. In Dan-zig wird seit einiger Zeit au eiuer Frega te von 40 Kanonen gebaut, die bald so weit gediehen seyn dürfte, um vom Stapel laufen zu köunen, worauf zum Bau einer zweiten Fregatte von gleicher Größe geschritten werden soll. Die Positionen des Zollvereins sind im Zurück-weicheu begriffen, wie dieß jetzt auch die Nesultatlo-sigkeit der laugen Wiesbadener Zollvereins-Conferenz gezeigt hat. Es ist in Wiesbaden nichts zu Stande gekommen, als Vorbereitungen für Versammluugen künftiger Bevollmächtigten für die Verkehrszwecke des Vereines. Die politischen Lebensfäden des preußisch-deutschen Zollvereins sind, wie es scheint, zerschnitten. 633 Feuilleton. Genrebilder von Dr. Villen z Fcrrcr Klun. (Fortsetzung.) "ach gegenseitiger ceremoniöser Begrüßung wurde Platz genommen. Der Alte betrachtete mit durchbohrendem Blicke den vor Angst immer blasser werdenden jungen Mann, der nach Entschuldiguugsgrün-den seines Besuches haschte, und wie ein Schulknabe vor der krausen Stirne seines mürrischen Lehrers immer mehr und mehr den Faden des Zusammenhanges verliert; so erging es heute Silvio. Die edlen, ehrwürdigen Gesichtszüge, das trockene, an Stolz gränzende Benehmen, dcr auf ihm unverwandt ruhende Forscherblick imponirten ihm der Art, daß er fast gänzlich aus der Fassung gekommen war. Perina liesi ihn ungestört reden, und bei einer kurzen Pause richtete er die Frage: „Und die Ursache Ihres Besuches?" „„Sie Vater nennen zn dürfen--------"" rief der vom Gefühle überwältigte junge Mann, indem er lebhaft nach der Hand des neben ihm fixenden Greises griff. ^ Mit Ruhe zog Per ina seine Hand zurück; nicht Ein einziges Gefühl schien sich in ihm zn regen, sein Antlitz glich einer Marmorstatue, die leb- und gefühllos dasteht, unbekümmert um das in ihrer Umgebung gährende Gewühle des Ameisenhaufens — der Menschheit! „Calerghi und Per ina sind die beiden Pole" versetzte der Greis; „bringen sie den Nord an den Süd — daun kann Per in a nnd Calerghi Eine Familie bilden. Es steht im Bnche des Schicksals geschrieben, wir müssen verschiedene Bahnen gehen. Ein Trauertag im Hause Periua ist für Calerghi ein Festtag, und umgekehrt. Sie sehen, juuger Mann, ich spreche mit Ruhe, ich vergesse, daß ein Calerghi mir mein Leben ranbte,—-doch, was sage ich — auf fast vierzigjähriger Folter mich angeschmiedet sehen und dabei frohlocken konnte. Ich vergesse dieses; aber waren die Calerghi, so lange sie Venedig's Mauern bewohnten, nicht vielleicht Verräther?" — — „„Nc^IIlmxn"", fiel hastig Silvio ihm in's Wort, „„schimpfen Sie nicht meinen Stamm, ich könnte einen Augenblick vergessen, daß Sie Gianni n a's Vater sind.'"" „Und ich", versetzte trocken der Alte, „könnte es nicht vergessen, das; Sie Calerghi's Sohn sind." — Nach einer kleinen Pause fuhr er fort: „Ich verzeihe Ihrem Vater, denn die wenigen Tage, die, ich noch zn leben habe, will ich Niemanden zürnen. Es Hiesie jedoch den Himmel herausfordern, wenn ich eine Natter an meinen Busen legen wollte. Wer die Gefahr liebt, geht in der Gefahr zu Grunde. Ich kann mein Kind, mein einziges, mein heißgeliebtes Kind vor Gram sterben sehen, aber ich will nicht mein Gewissen in den letzten Stunden meines Lebens mit einem Meiueide belasten. I^o.Iloi^,, dies; mein letztes Wort." Bei diesen Worten stand er anf und machte Miene, sich zn entfernen. Vergebens suchte Silvio das Gespräch fortzuführen, der Greis machte eine steife Verbeugung und schützte unaufschiebbare Geschäfte vor, die seiner warten. Silvio schien wie rasend. Bald trat die erlittene Erniedrigung mit allen Stacheln tiefverletzter ^ltelkrtt und des angestammten Patrizierstolzes vor seme Seele, bald umschwebte ihn wieder Gian-„ lna' s Liebe als versöhnender Engel, der lindernden Balsam in seine so schwer verletzte Herzens-wnnde träufelte. Entwürfe der entgegengesetztesten Art kreuzten m seinem Kopfe, ohne daß er einen festen Entschluß fassen konnte. In solchem Sturme vergingen mehrere Tage, ohne daß er seine geliebte Gianni n a sehen konnte. Nach und nach wurde er ruhiger, »md sann mit kälterem Blute auf Wege, zu seinem Ziele zn gelangen. ! Aber auch im Hause Perina ging es traurig zu. Das Mädchen, von dem Vorgefallenen in Kenntniß gesetzt, schien in deS Vaters eisernes Gebot sich fügen zu wollen, und redete gar nicht von Silvio; aber desto tiefer fühlte sie jetzt die verzehrenden Qualeu hoffnungsloser Liebe. Wenn sie des Abends in ihrem Gemache allein war, da ließ sie ihren Thränen freien Lauf, da verwünschte sie ihr Geschick, nnd die tollsten Ausgeburten einer glü-heuden Phautasie gaukelten ihr in Bildern vor, vor denen sie im ersten, nüchternen Augenblicke zurückbebte. Das Noth ihrer Wangen schwand allmälig dahin, das Feuer ihrer Angen war erloschen, nnd in einem Zeiträume von wenigen Wochen war das vorher blühende Mädchen kaum mehr zu erkeunen. Der Vater gab sich alle Mühe, seine unglückliche Tochter aufzuheitern, sie zu überzeugen, das; er nnr aus Liebe zu ihr so, uud uicht anders handeln müsse; sie horchte ihm scheinbar zu, allein ihr Geist schweifte nach dem Orte, wo die Sonne ihres Lebens strahlte. In dieser Zeit fiel eine Begebenheit vor, die der ganzen Tragödie eine andere Wendnng gab. Der alte Calerghi war in Mailand plötzlich gestorben, uud Silvio mußte sich dorthin begeben. Er mnsite abreisen, ohne ihr ein „Lebewohl" sagen zu können! (Schluß folgt.) M i s c e l l e «. (Verbesserung im Qrgelbaue.) Einem gewissen Giovanni Vattista de Lorenzi, Orgelfabrikanten ans Vicenza, gelang es, mittelst einer sehr einfachen Vorrichtung, die einzelnen Töne der Orgel, ohne die Thätigkeit besonderer Register zn benöthigen, so zn stellen, daß bloß mit einein größeren oder geringeren Drucke auf der Taste jeder einzelne Ton verstärkt oder geschwächt werden kann, dadurch aber die übrigen Töne in ihrer Stimmlage auch nicht im Geringsten verändert werden. Anch brachte er durch die Anwendung einer andern Vorrichtung das schreiende Trillern der Töne hervor, so daß nun die einzelnen in der Orgel angebrachten Blasinstrnmente mit einer Reinheit und Präcision spielen, wie man sie nnr von dem vollendetsten Meister hören kann. Namentlich entzückt die darin angebrachte Flöte. — Die Vorrichtung ist von der Art, daß jede Orgel, nach dem alten System a/baut, darnach umgeschassen werden kann. (Vergnügungsreisen nach London ) Die Straßenecken von Paris sind jetzt mit Placaten bedeckt, welche das Publicnm zu Vergnügungsreisen nach London einladen. Anfangs war der Preis solch einer Vergnügungsreise von Paris nach London und zurück, sammt freier Wohnung nnd Beköstigung, freier Besichtiguug aller Merkwürdigkeiteu, Theater u. s. w. währeud eiues achttägigen Aufenthaltes in London, 390 Franken. Allein die Concnrrenz drückte den Preis bereits anf 200 Fr. herab. Nun aber hat sich eine Unternehmnng angekündigt, welche den Reiselustigen anzeigt, was für eine Beköstigung sie für ihre 200 Fr. während der acht Tage zu erwarten haben, nnd zwar wie folgt: 9 Uhr Morgens Dejeuner: Thee, Kaffeh, Butter, Eier, „kalte Fleische" — 2 Uhr Mittags Halb-Diner: Butter, Käse, Kuchen, „kalte Fleische" — 6 Uhr Abends: großartiges Diner: Fische, zweierlei Entries, zweierlei Rindfleische, zweierlei Gemüse, Braten, Cremes, G«'lces, Patisserie, „kalte Fleische" — Abends 8 Uhr: Kaffeh, Thee, Eis, jedoch ohne kalte Fleische. — Ein Pariser Blatt wirft die Frage anf, wie man bei so vielen (Munden noch Zeit genug erübrigen könne, die Merkwürdigkeiten Londons zu beseheu? Auch meint dasselbe Blatt, daß die Unternehmer dieser Vergnügungsreise Eines vergessen hätten, nämlich den Reisenden noch freie Arznei zu garantiren, denn wie leicht könnte man bei so vielen Speisen von einer Indigestion befallen werden, und ärztlicher Hilfe bedürfen. (Schicksal der Vagabunden in Amerika ) — In den vereinigten Staaten sollen liederliche Snb-jecte, welche znr Arbeit fähig sind, nnd sich fortwährend in Schänken herumtreiben, betteln und ein schlechtes Leben führen, anf die endliche Beschwerde eines im Bezirke wohnenden Bürgers verhaftet, und vor zwei Friedensrichter geführt werden. Ist der Beweis hergestellt, und der Mensch von den Geschworenen als Vagabund erkannt, so wird derselbe in öffentlicher Versteigerung an den Meistbietenden auf ein bis vier Monate in den Dienst gegeben, während welcher Zeit derselbe allen Maßregeln nnterworfen ist, denen ein Lehrling nach dem Gesetze untersteht. Das gewonnene Geld wird zum Besten seiner Familie verwendet, oder fällt, wenn er keine hat, der Bezirks casse zu. ^Schwarze Wölfe.) In den Waldungen in Steiermark sind zwei schwarze Wölfe geschossen worden. Von diesen seltenen Thieren ist eines in das Wiener-zoologische Mnseum gebracht worden; das andere beab sichtigen die Jäger zur Londoner Ausstellung zu schicken Der slavische Sangerverein. Gratz den 7. Juli. Ein Bericht über den slavischen Sänger-Verein in Gratz dürfte den Spalten Ihres, die National-Interessen vertretenden Blattes vielleicht willkommen seyn. Gestern unternahm der genannte Sänger-Verein, der sich schon in seinen beiden Concerten so rühmlichst hervor that, einen Ausflug nach Maria Trost. Die ungünstige Witterung trägt jedoch die Schuld, daß anßer den Sängern nur noch Wenige nach dem ziemlich entlegenem Orte sich begeben konnten. Nachdem zwei neue Quartette in der prachtvollen Kirche abgesungen wurden, begaben sich die Sänger herab in die Gasthaus-Localitäten, da der jetzt plötzlich in Strömen herabstürzende Regen uns den Genuß im Freien für diesen Nachmittag verweigerte. Von den Chören kamen znr Anfführung: »^nrmin» pe««'»," von Toma/>ovi6; >/l'l-i'"Iuv« von Fleischmann; »8l«v^ skn ree«^ „i5vc>nikl>l^l>va" von Potoenik; ,,llu5it«k»« ^ „I'ü^liu nn Klin« von Lisinski und mehrere andere. Diese mit Kraft und Präcision ausgeführten Chöre erfreuten sich eines großen Beifalls. Mehrere von denselben mußten wiederholt werden. Von den Quartetten bekamen wir zu hören: »Xivl^l« von Ni-har >>8ti-un»m« von Maäek; „/.»!«8len xlus 2V0nnv« von Nihar; ,Mc»^ InHn« pon Lisinski, »Xnpuäen»« von Benjamin Ipavw, und noch mehrere andere. Besonders sprach das schöne Quartett von Nihar: »XiviM^«, an. Nachdem das Quartett abgesungen war, erschallte ein nicht enden wollender Beifallsruf, der sich nur nach einer Wiederholung legte. Am Schlüsse des Quartett's brachte man mit Necht dem verdienstvollen slovenischen Compositenr, Hrn. N i-har, ein lautes ^ivio. Auch die übrigen Quartette, mit ihren zu Herzen sprechenden Accorden, erfreuten sich der günstigsten Aufnahme. Leider vermißten wir unter den begeisterten Sängern den so sehr geschätzten Tenor, Hrn. Bu6ar, dessen schmelzrciche Stimme den gemüthlichen slavischen Weisen noch einen größern Reiz verleihet. Der genannte Sänger hat nämlich nach dem letzten Concerte unsere freundliche Murstadt verlassen. Möge sich der Sänger-Verein, dessen Mitglieder grötzten Theils Studierende sind, im künftigen Schuljahre uoch kräftiger gestalten. Es ware für jeden Freund des slavischen, insbesondere des slovenischen National - Gesanges etwas Erfreuliches, wenn auch in Laibach em derartiges Institut ins Leben treten würde, da dieses in einer slavischen Hanpt-stadt mit viel weniger Schwierigkeiten verbunden wäre, als dieses hier, mitten in einer deutschen Stadt, der Fall war. Znm Schlüsse bringen wir noch de» unenuüdeten Chormeister, und uns zu großen Hoffnungen berechtigenden Compositeur, Hrn. Benjamin Ipavic, so wie allen Sängern, ein herzliches Zivil». Novil-. Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedvr Vamberg. Verantwortlicher Herausgeber: Ign. Alois v. Kleinmayr. AiHmm MV IaiöaHevSeitmtA Telegraphischer <3ours« Vericht der Staatbpapiere vom 8. Juli I85l. Staatsschuldverschreit>ungen zu 5 M. (in CM.) 9tt 3/4 betto ^'/^ « . 8^9/1« Darlehen mit Verlosung v. I. 1M9, ftr 250 N. 307 1/2 Vanl-Attien. vr. Stück 12^1/2 m <5. M. Acticn der Kaiser Ferdinands-Nordbahn zu1000st. C. M...... l^71/2fl.in C.M. Acticn der OcdcnburgMr.-Ncustädtcr ^ Eisenbahn zu 200 fi. C. M. . . . !20 1/2 st.m C.M. Wechsel-(§ours vom 8. Juli l85l. Amsterdam, für 100 Thaler Eunaxt, Nthl. 1 «9 1/2 2 Monat. Auasburg, für 100 Glüdeu Cnr., Guld. 123 Vf. ",o. Fra.cksnrta.M., (für 120fl.s>!dd. Ver- ei„s-Währ. i,n 2^ 1/2 fl. Fusi, Guld.) 122 1/2 Vf. 2 Monat. Genua für 300 ncne Picmonl. Lire, Guld. 143 G. 2 Monat. Hamburg, für 100 Thaler Aanco. Nthl. 180 1/2 Vf. 2 Monat. Livorno, für 300 Toscanische Lire, Gnld. 121 Bf. T Monat. London. f>>r l Psnnd Eterlinq, Gulden 12 3Monar. Mailand, für 300 Oesterreich. Lire, Gnld. 122 3/4 Bf. 2 Monat. Marseille, fnr 300 Franken, . Gnld. 144 5/A 2Mon^it. VariS, für 300 ssranlen . . Gnld. 144 5/8 2 Monat. K. K. Münz - Dncaten .... 28 IM pr. Et. Agio. Fremden-Ann'ige dcr hier Angekomuleuen «ut> Abgereisten Den 4. Juli 185 l. Hr. Mörgl, Apotheker; — Hr. v. Nok, Hain,, Hauptmann; — Hr. Schaffe,', Handelsmann; — Hr. l)l-. Beuedeu; — Fr. Rosenkardt; — Hr. Leonaideli; — Hr. v. Nonnau; — Hr. Nadali; — Hr Müller; — Hr. Piaza, — u. Hr. Bam, alle 7 Privatiers, und alle l 1 von Wien »ach Trieft. — Hr. Ioano-vitz, Bischof, von Wien nach Carlstadt. — Hr. Se-liegalia, Privatier, von Wien nach Padua. — Hr. Brambila, Privatier, von W«en nach Venedig. Den 5. Hr. Alex Cleland, — u Hr. Jacob Calley, beide Rentiers; — Hr. Barch Streif, c»gl. Major, — u. Hr. Nicolirsch, Privatier, alle 4 vo>, Triest nach Wien. — Hr. v. Franzoni, Privatier, von Gratz nach Triest. — Hr. Johann Pauletich, Ad^c-cat, v.Tliest „. Gleichenberg. — Hr. Cosnlich, Handlsm., mic Familie, von Gleichende, g nach Fiume, — Hr. Graf Bathiam, — u. Hr. Glaf Zichy, beide Rentiers; — Hr. Zambeli; — Hr. Rome; — Hr. Baron Ball; -- Hr. Frascini, mit Gemahlin; — Hr Baron Husa, — n. Hr. Fürst, alle 6 Privatier, und alle 8 von Wien üach Triest. 'Den 6. Hr^ Graf v, Ostrovsky, k. rnss. Staats-rath, v. Wieu nach Mailand. — Hr. Klemdl, Privatier, von Wien nach Cerso. — Hr. Horwald; — Hr. Graf Dernaud; - Hr. Zündl; — Hr, Feldbacher; — Hr. Ventur; — Hr Sencovitz; — Hr. Kiner; — u. Hr. Silke, alle 8 Privatiers, ?. Wien nach Triest. Den 7. Hr. Ignaz Palmieri; — Hr. Prassa-caki; — Fr. Maria Edte v. Thierry; — Hr. Georg Warren; — Hr. Carl Paye; — Hr. Ikbal Nabob, — l». Fr. Maria Becker, alle 7 Piivatiels; — Hr. Israel Bardach; — Hr. Sebastian Toffolati; —Hr. ssranz Provasoli; — Hr. Angelo Caccia; —Hr. Elias Dell Aqua; — Hr.'Anton Var^ssio, — »- H^. Carl Henke, alle 7 Handelsleute; ^ Hl'. Angelo Bar delli, — u. Hr. Gldeon Brcssi, beide HandlungS.-Agenten; — Fr. Pelzer, Justiz - Nalhs - Gattin ; — Hl'. Anion Kunz, Fabiikant; — Hr. Dl-. Theodor Mertens, Pastor; — Hr. Johann Et. Clair Hobsch, c»gl. Officer; — Fr. Maria Schüßler, Verpfirgs-Bäckens-Gattln; — Hr. Pillica, Professor; ^_ Hi. Ludwig Graf Karolyi, k. k. geh. Rath; — Hr. Panl p. Schmid, Wirthschafts-Rath; — Fr. Caroline v. Stabile, Glit^besitzenn; — Hr. Robert C^solan!, cn^l. Edelmann; — Hr. Hermann Grotl, Marine.-Capitain, — u. ^r. Nicolanä Car, Ehrendomherr, alle 28 von Triest nach Wien. — Fr. Inlie v, Varneda, ?lsscssors.-Gatt!", — u. Hr, Wih'.nek, P>i-vacier, beide von Gratz nach Tnest. — Hr. Adolph Moscr; — Hr. Pl'schl, ^ u. Hr. Joseph Koppet, alle 3 Handelsleute; — Hr. Wilhelm Gettrich, Mi-nisterial-Offizial; — Hr. Ilapoleon Meyder, Apotheker; — Hr, Lazarus Niederer, Privat-Secretar; — Hr. Czerny. Hausbesitzer, — u. Hr. Kautschitsch, Privatier. alle 8 von Wien nach Tricst. 3 717. 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Haenoel, Georg Fried, sämmtliche Composition'!, für d>e Orgel. Nr. 7 9. Erfurt 2 »2 kr. Theile, A. G, Orgel-Compositionen. l Liefg. Erfurt. 32 kr. Geißler, Carl ^ant^ia ^roici, für Orgel, Op. 29. Erfm't 50 kr. K 0 rner, G 0 t t f. W i l h. , neues Orgel-Journal. Auswahl von Composttionen aller?lrt für die Orgel zum allseitigen Ausbildung, zum Concert' vortrag und Gebrauch beim 'öffentlichen Gottesdienst«.' 2. Band. Erfurt fl. 2. Körner, Gottf. Will)., Praludien- buch zu jedem evangelischen Choral - Buche. Ent-haltend', leichce und kurze Choralvorspiele in allen nur möglichen Formen , liamemlich -. Trio's und aufgeführte Chorale, im einfachen und doppelten Contra^ punct, so dasi zuweilen der O,ll»s l'"'M„8 i,n Bo>-ora>,, oder im?llt, im Tenor und auch im Bast lie^t; harmonische, thematische, figu'irte, canoinsche und veimilchte Tonstücke, Fughetten und Fugen, dere» Stoff die Anfangszeilen d^'Choral-Melodien bilden. 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