Nt. 294. Montag, 24. December 1900. ,_________Jahrgang 119. OMcher Zeitung. Vrllnn«el»tl°n»v«l«: Mil VoNverienduna: nanzjilhrlg »0 «, halbMr!« 15 X. Im «omptoli: aanz. ^ Die «Laibach« geitun«. elscheint «glich, mit «««nähme der Sonn- und ffslerln« Die »^«<»l»«»«»» »>^>«^. lühr!«"" «"°h"?3"hr.« ,l ll,^Wr die j»ftel1.M8 ?..« Ha»/«cmAhri« » K - Instr.l°n»<,.bürl Für flein« » sich Longreslplah sir , die »,.b«.l°n D<.lm°ti»-Vas,e «r, «. Epr,chstu"b7nkr Nfb""»""«"", l?m3 Inserate bi« ,u 4 Zeilen b» b. «rohe« per Zeile t!i b: bel bsteren Wledeiholungc» per Zeile S l». ^ Vormitt»,«. Unfranl,«te «ricle werben nicht angenommen, »ianulcrtpte nicht zurüsgefleM. DW^ Der h. Feiertage wegen erscheint die nächste Nummer am Donnerstag den 27. December. Pränumeratwns-Einladung. Mit 1. Jänner beginnt ein neues Abonnement auf die Laibacher Zeitung. Die «Laibacher Zeitung, tritt in ihren 120. Jahrgang ein. Es ist das Bestreben der «Laibacher Zeitung», bei der Auswahl des Stoff, s, bei Veröffentlichung der Draht- und Postnachnchten nur auf das thatsächlich Interessante Bedacht zu nehmen und den verschiedenen Geschmacksrichtungen ihrer Leser gerecht zu werden. Die telephonische Verbindung mit Wien ermöglicht die Vermittlung der neuesten wichtigsten Ereignisse. In der Rubrik «Locale«» findet Mr Lefer lurzgefafste Nachrichten von localem Interesse. Diese Abtheilung bildet, da sie die kleinen und großen Geschehnisse aus der engeren Heimat in genauen Auf° Zeichnungen bringt, das engste Bindeglied zwischen der Schriftleitung und den Lesern. — DemVoltsw l r t. schaftlichen wird auch fernerhin du größte Auf-tnnlsamteit zugewendet werden; Berichte über Ver. Handlungen in den Vertretungskörpern, über Sitzungen des Gemeinderathes, Landtages, der Handelskammer u> dergl. m. sotten, wie bisher, rasch und übersichtlich zur Veiöffentlichung gelangen. Im localen Theile finden ferner die Leser em umfllssendrs Bild aller Vorgänge, die sich in der Stadl und ihnr Umgebung täglich abspielen und sür die Vsvöllelung von Interesse find. Ueberdies wurde der «reis der ständigen Correspondents beträchtlich er-b'Mert. so dass sich die .Laibacher Zeitung» stets in der Lage b. findet, über wichtigere Ereignisse auf dem flachen Lande, mit besonderer Berücksichtigung beb socialen Lebens, in zuverlässiger und prompter Weise zu berichten. .„ . , Theater. Musik und alle Vorkommnisse auf dem Gebiete der Kunst werden, wie bisher, die geourendl Würdigung finden; ebenso wird dem Vereinsleben ein-sehende Beachtung geschenkt werden. ____ Feuilleton. Weihnachtsgliis. . Da steht er vor ihr im Dachstübchen, der kleine, dürre Baum mit einigen Aepfeln und Nüssen, d.e sie Wst vergoldet, mit einigen Lebluchen und Felgen ,n Stanniol, welch letzteres sie des Jahres über selbst gesammelt . Die kleinen Lichter werden gleich an-Mildet werden- sie sollen Entzücken in ihres Kmdei ^eele strahlen ^.. Verstohlen, mit fiebernden Schlafen, hat sie ew ^tuck nach dem anderen auf den Baum gehängt. Nun. d° die Arbeit fertig, lässt sie die Hände sinken. Ihre "Ugrn sind heiß und trocken. ,. ^. , ^ U„d durch diese Trockenheit sehen sie die langen Me des hölzernen Pferdes, daS ihres Kindes einzige ^eligleit ausmachen soll ... .. . ^ . .. Wenn sie weinen könnte! Nur nicht tnese Starr-V"U Nur nicht diesen Druck im Kopfe, un Herzen! ^ Niesengroß wächst und lebt plötzlich zweierlei u, K: Neid und Hass Nie hat sie 's so empfunden! A Kind, ihr armes, einziges Kind, warum muss es Warum? .. ll,> Tie rafft sich auf. sie zündet die Kerzen an. d,e ,""en. grell gerbten Kerzen. Ihre Zähne Magen Einander. Wie im Fieberweh haben sich d« Finger-"^el in die geballte innere Handstäche eingegraben. Sle greift die Glocke, sie läutet - - ^. . .. H. Die Thür wird aufgerissen. Ihr Emziger -dle 3°"dchen aufs berz gepresst - d« Augen starr, ""i. MnzH ,^. ,o gr°ß Ein Schrei - em nn- Auf dem Gebiete des Feuilletons wird die «Laibacher Zeitung» bestrebt sein, ihren Lesern eine gediegene Lecture zu bieten; es werden nebst fortlaufenden Erzählungen kleinere Feuilletons von allgemeinem Interesse zum Abdrucke gelangen. Die Pränumerations'Vedingungen bleiben unveriindert und betragen: mit Pustvtrftndung: sül z»ibach: ganzjährig . . »« k — k ganzjährig ..»2K— k halbjährig ..!»»—» halbjährig . . »i » — » vierteljährig . 7 » 50 » vierteljährig . » » 5« » monatlich... 2 » »0 » monatlich... I » 8ll « Für die Zustellung ins Haus für hiesige Abonnenten per Jahr 2 Kronen. DM- Die Pranumeralwn» - Vetrage wollen portofrei zugesendet werden. Jg. v. ßleinmayr se Fed. Hamberg. Amtlicher Cheil. Nach dem Nmtsblatte zur «Wiener geltung» vom 21. De» cember 19M (Nr. 291) wurde die Weiterverbreitung folgend« Preseerzeugnisse verboten: Nr. 50 «Vollstribüne, vom 13. December 1900. Nr. 99 «8»mo5l«anc>8t» vom 12. December 1900. Die in Prag erschienene Flugschrift: «äouäruxi » so-uäruill^. IlLllem clölmckö kuiliUnkirn^ v ?l»2S. Hü.^1lläem vieLtnim». Nr. 2b «Obuvnlk» vom 14. December 1900. Nr. 100 «8volioäa» vom 14. December 1900. Nr. 50 «Daö ,lleine Wihblatt> (Verlin) von 1900 (ohne Datum). Nr. 50 «Trautenauer Zeitung» vom 15. December 1900. Nr. 50 «ko8el 2 ?oäl>oti» vom 15. December 1900.! Nr. 50 «Deutsches Nordmährerblatt» vom 15. Iulmonds 2013 (1900). Nr. 44 «3wolio6»» vom 15. November 1900. Nr. 255 ?" ben spanischen Regierungskreisen legt man bel der Bekämpfung der gegen die Vermähluna der Prmzessin von Afturien mit dem Prinzen Karl von Äourbon von der Opposition erhobenen Einwendunaen namentlich auf die Entlräftung der Annahme große« Gewicht dafs durch diese Heirat ein Schatten auf das Verhältnis zwischen Spanien und Italien fallen könnte. So l.eß es sich der Ministerpräsident angelegen ziger Schrei jubelnden Entzückens! Er kniet vor dem hässlichen Pferde — ist es wirklich so hässlich?— und nun gibt's ein Streicheln und Küssen ohne Ende . . . «Mama — Mama! Das liebe, schöne Pferdchen! Das gute Christkindll Der schöne Baum ...» Sie schluchzt. Sie schluchzt laut. Ihr Kind drängt sich an sie verdutzt, scheu ... Da überkommt es sie wie eine Erlösung, wie ein Traum langentbehrten Glückes . . . Der Tannenbaum knistert, die Lichter und der Lebkuchen duften weihnachtlich . . . Und Weihnachtsglocken läuten das Fest ein! Christbäume und Spielzeug in Paris. Früher, vor 30, ja noch vor 20 Jahren war in Paris der Neujahrstag, der «^oui- äs 1'^n», das eilizige classische Fest der Jahreswende für Erwachsene sowohl wie für Kinder: am Nrujahrstage wurden neben den auch anderwärts üblichen Glückwünschm Geschenke ausgetauscht; am Neujahrstage erhielten die Kinder Süßigkeiten und Spielzeug, wurden in das Theater geführt, um in «Matineen. (Nachmittags' Vorstellungen, die an Sonn» und Feiertagen sowie an dem seit alter Zeit schulfreien Donnerstage zwischen 2 und 5 Uhr stattfinden) irgend ein Ausstattungsstück zu bewundern, und zogen nach diesem Gcnuss mit den begleitenden Eltern über die großen Boulevards, auf denen in Buden und durch Cumelots «Nti-snus»», Neujahrsgeschenle, wieder Spielzeug und Süßigkeiten, feilgeboten wurden. Der Weihnachtsabend wurde hier so wenig als Kinderfest betrachtet, dass die Internate ihre Zöglinge erst am 25. December mittags be. urlaubten; du WeihnachUbüume sah man nur m Fa- milien, die ,m Auslande gelebt hatten, und die Sitte den Kindern in ihre Schuhe, die zu diesem Zwecki m der Chnstnacht vor den Kamin gestellt wurden kleme Geschenke zu legen, war und ist lange nichtw allgemem als dle Gaben am Sanct Nilolaustaae und zu Neuiahr zu vertheilen. " " Jetzt werden alle die genannten Fest. und Gedenk, tage, zu denen noch der 6. Jänner, der mit seinem im Fannl,entrelse verzehrten Königsluchen die Neujahr«, feste abschwßt und dle Boulevards von Krambuden und Camelots reinfegt, zu rechnen und hochgehalten aber von ihrem Pre stig? havenN-emgebußt, und das, was sie verloren, haben sich d« «Weihnachtsmann, und der «Weihnachtsbaum, acholt und dlese Umwälzung datiert von den KrieasUren her. Dle Kmder fahren dabei jedenfalls fehr gu. u"d W b"e^ä^ baben sich de» 'u'mHwun^ ^ark» der .Prmtemps. lc. veranstalten bereils seit Hn Jahren wahrend des Monates December grohartia-AuKstellungen von Spielzeug. So sind die SchaufH arohen Läden mit ein" hübschen Nachbildung des Schweizerdorses der Nel^ ausstellung aufs malerischste WM3-M Laibacher Zeiwng Nr. 294. 2458 24. December 1900. sein, die Berufung des Abgeordneten Robledo auf den Gotha'schen Almanach, in welchem der Vater des Prinzen als König von Neapel bezeichnet sei. in der Kammer als irrig zu erklären und festzustellen, dass der Graf von Caserta im genannten genealogischen Handbuche nicht mit dem Königstitel versehen sei, sondern nur als Prinz mit dem Titel »königliche Hoheit» angeführt erscheine. Als ein besonders über-zeugungslräftiges Argument hübe man den Umstand hervor, dass gleichzeitig mit der Verkündigung der Werbung des Prinzen Karl um die Hand der In-fantin in Rom eine spanische Mission empfangen worden ist, welche dem Könige Victor Emanuel III. den Großcordon des Ordens Karl III. und der Königin Helene das Band des Marie Louisen-Ordens überbrachte. Man sei ferner bei der Abfassung aller auf die Vermählung bezüglichen Schriftstücke sorgfältig auf die Vermeidung jedes Ausdruckes bedacht gewesen, der irgendwie die Empfindlichkeit fremder Staaten berühren könnte, und man fühle sich an den maßgebenden Stellen zu der Ueberzeugung berechtigt, dass eine derartige Wirkung der Verbindung der Prinzessin von Asturien mit dem Sohne des Grafen von Caserta nirgends eingetreten sei. Gegenüber dem zweiten Hauptangriffspunkte der Opposition, der die Theilnahme des Grafen von Caserta an der carlistischen Bewegung zur Grundlage hat, verweist man in erster Linie darauf, dass der Prinz feine Anerkennung der in Spanien bestehenden dynastifchen Ordnung seit langem aufs deutlichste bekräftigt habe. Er habe während seines Aufenthaltes in Madrid im Jahre 1888 die herzlichsten Beziehungen zur königlichen Familie hergestellt und seine Söhne in Spanien militärisch erziehen lassen. Der Vater des Prinzen Karl habe denn auch in dem Schreiben an die Königin-Regentin, in welchem er um die Hand der Prinzessin von Asturien für seinen Sohn bittet, dem Wunsche Ausdruck gegeben, dass durch diese Verbindung die zwischen den beiden Familien «bereits bestehenden Bande» befestigt werden. Politische Uebersicht. Laibach . 22. December. Die Zurückziehung der Brantweinsteuer-Vorlage wird von der czechischen Presse misibilligt. «Närodni Listy» meinen, die Regierung hätte eine Reassumielung des ohnehin nur durch Stimmengleichheit herbeigeführten ablehnenden Beschlusses deS dalmatinischen Landtages versuchen sollen, anstatt den Landtagen ein ihnen gewährtes Recht wieder zu nehmen und dem Reichsrathe zu übertragen. Hiedurch werde ohne zwingenden Grund die Sanierung der Landes-finanzen verzögert. Die «Politik» sieht nicht ein, warum alle Landtage für die Opposition eines einzelnen büßen sollen. Nicht das autonomistische Princip, sondern das centralistische Iunctim, an das die Vorlagen geknüpft waren, habe die ganze Action scheitern lassen. Dagegen erblickt die «Bohemia» in dem Nicht-zustandekommen der Vorlage das beste Argument sür die Ansicht der Deutschen, dass diese Angelegenheit vor dcn Reichsrath gehöre. Wenn die deutschböhmischen Abgeordneten gleichwohl der Vorlage keine Schwierigleiten im Landtage entgegensetzten, so seien sie hiezu durch die Rücksicht auf die fo dringende Regulierung der Lehrergehalte veranlasst worden, deren Kosten aus dem Brantweinsteuer-Zuschlage bestlitten werden sollten. Es sei nun zu hoffen, dass der Reichsrath die ihm zu unterbreitende Vorlage rasch erledigen werde. Das Scheitern der Brantweinsteuer-Vorlage durch den Beschluss des dalmatinischen Landtages wird mehr^ fach erörtert. Die «Reichspost» erklärt, die slavische Soli darität habe die erste Probe nicht bestanden, und es habe sich gezeigt, dass eine einheitliche Gesetzgebung durch die Landtage unmöglich sei. Aehnlich äußert sich die« Deutsche Zeitung », welche übrigens den Vorfall vom Standpunkte der Arbeitsfähigkeit des Abgeordnetenhauses als nicht un-günstig auffasst, denn der Umstand, dass die Regierung nunmehr die Action zur Sanierung der Landesfinanzen in den Reichsrath verlegen wolle, könne nur beitragen, die Fortsetzung der Obstruction hintanzuhalteu. Ueberhaupt glaubt das Blatt nicht, dass eine ernste, consequent durchgeführte Obstruction fürderhin in Oesterreich noch möglich sei. Die « Ostdeutsche Rundschau » constatiert die Stärkung des Polen-Clubs durch den Aus-gang der Wahlen und meint, damit seien die Hoff« nungen auf eine Besserung der Lage geschwunden, selbst wenn das Abgeordnetenhaus arbeitsfähig würde. Der Annahme des Titels «Königliche Hoheit» seitens des Fürsten Nikolaus von Montenegro wird von den Wiener Blättern keinerlei politische Bedeutung beigelegt, man betont aber, dass der Fürst sich große Verdienste erworben habe. Die «Neue Freie Presse» anerkennt seine Weltllugheit und Beharrlichkeit und constatiert, dass er bei Durchführung seiner Pläne als guter Rechner und kluger Diplomat sich erwiesen habe. Auch als Mehrer seines Reiches habe er die persönliche Auszeichnung verdient. Das «Wiener Tagblatt» hebt seine Eigen» schuften als Familienoberhaupt hervor und die erfolgreichen Bemühungen des Fürsten, das Ansehen des Hauses NjeguZ zu erhöhen. Die Thatsache, dass er sich jetzt einen höheren Titel beilege, sei beachtenswert, jedoch für den Frieden auf dem Balkan ungefährlich. Die «Oesterreichische Volkszeitung» weist darauf hin, dass die Rangerhöhung des Fürsten unter Verhältnissen erfolgt ist, die nicht mit politischen Actionen im Zusammenhange stehen. Es könne zugegeben werden, dass der Fürst die Rangerhöhung verdient hat, aber eine politische Tragweite wohne ihr nicht inne. Zu der Nachricht, dass der Erzbischof von Mai« land, Cardinal Ferrari, die Bereifung seiner Diöcese infolge anarchistischer Drohbriefe abgebrochen habe, wird aus Mailand Folgendes geschrieben: Für die jüngste Reise, welche Cardinal Ferrari nach einer Anzahl von Orten feiner Diöcese unternahm, wurden seitens der Behörde ungewöhnliche Sicherheitsvorlehrungen getroffen. Er wurde auf der ganzen Fahrt von Carabinieri und Wachleuten, die ihm theils zu Wagen, theils auf Fahrrädern folgten, begleitet. Ver-anlasst wurde die Polizei zu diesen Maßregeln durch eine Anzeige, wonach ein junger Bursche in dem Orte Desio im Wirtshause geäußert hätte, einer von seinen Genossen sei durch das Los zur Ermordung des Erz« bischofs während dessen jetziger Reise bestimmt worden. Während die Zuhörer dies für einen brutalen Scherz hielten, hatte die Polizei, welcher der Vorgang hinler-vracht wurde, guten Grund, die Aeußerung des ihr bekannten Burschen ernster zu nehmen. Die Nachforschungen sollen denn auch, den Blättern zufolge, ergeben haben, dass thatsächlich von einer Gruppe junger Leute ein anarchistischer Anschlag gegen den Erzbischof geplant war. Der außerordentliche Vorgang, dass dem Kirchenfürsten für seine Reise eine mili< tärische Bedeckung mitgegeben wurde, beweist jedenfalls, dass man ein Attentat befürchtet hat. Tagcsncuigleiten. — (Die neueste Damentoilette am Kongo.) Auf der Hauptpost zu Brüssel war man schon seit langer Zeit sehr überrascht, dass die Briessäcke, die nach dem Kongo gesandt werden, nie wiederkamen. Alle administrativen Untersuchungen hierüber blieben lange erfolglos, bis man diesertage der Sache endllch auf dle Spur kam. Im Congo hat die Post natürlich schwarze Subalternbeamte. Diese wiederum haben Frauen und Bräute. Letzteren nun waren die Postsäcke von deren Gatten oder Verehrern geschenkt worden. Die schwarze Schöne aber brauchte nur den Boden des Beutels auf-zuschneiden, denselben sich über dcn Kopf und Nacken zu ziehen und mit Hilfe der sich bereits in dem oberen Rande des Brlessackes eingelassenen Zugschnur an den Hüften festzufchnallen. Auf diese einfache Weise war schnell ein allerliebster kurzer Rock zustande gebracht, der zwar aus schmutzigem Sackleinen bestand, für die Kongodamen aber das neueste vom Neuen war. Dass, je nachdem, aus dem Vorder- oder Hlnterblatte dieses Modestückcs in großen schwarzen Buchstaben die Worte «Uruxolis«' (üourro» zu lesen waren, störte dlese unschuldigen Gemüther nicht weiter. — (2 7 Jahre freiwillig im Gefängnisse') Man schreibt aus London: Ein gewisser David Rutter ist kürzlich nach 27 Jahren aus dem Gefängnisse entlassen worden, nachdem er zweimal sür ein Verbrechen M Tode verurthellt war, das er nicht begangen hatte. 3^ Jahre 1873 stand er mit einem anderen Manne vot dem Richter in Ipswich unter der Anklage, einen Förster ermordet zu haben. Rutter nahm die ganze Schuld am sich und wurde auf fein Geständnis hin zum Tode ver^ urtheilt. Viele Leute glaubten an seine Unschuld, und man erhielt Aufschub unter dem Vorwande, dass ein Auswuchs am Halse das Erhängen zu einer schrecklichen Tortur machen würde. Die ärztliche Untersuchung erwies die Haltlosigkeit dieser Theorie, und die Hinrichtung lvulve abermals festgesetzt. Es liefen jedoch fo viele Gnade«' gesuche für den Verurthellten ein, dass er schlicßlich A lebenslänglicher Zwangsarbeit begnadigt wurde. Ieß hatte er bei seiner Freilassung als alter Mann d'° Wahrheit erzählt. Der andere mit ihm angeklagte Vla" war der Mölder des Försters. Aber dieser hatte el>" Frau, deren Herz gebrochen wäre, und Kinder, " ihren Vater verloren hätten, während Rutter allein , der Welt stand. So nahm er die ganze Schuld auf >^ und hat, auf seine Art ein Held, ihre Last 27 Jahre le"» getragen. ^ — (Cine moderne Delila.) Vor "' Militärgerichte von Clermont-Ferrand in Frankreich h" sich diesertage ein Gendarmerie«Unterofficier lveg kleinen Damen durchstreifen die Straßen und besteigen die Berge in Promenadecostümen, deren enge Röcke, kurze Boleros und vorn weit in die Stirn fallende Hüte genau die Silhouette der heutigen Pariserin g'ben, und das Ganze erfüllt das Kinderherz mit Entzücken. Hinter dlefen und anderen Schaufenstern öffnet sich ein wahres Feenreich von Spielwaren. Allem voran stehen natürlich die Puppen, die, selbst nach der neuesten Mode gekleidet, neben sich vollständige Aus-stattungen an Wäsche, Kleidern, Mänteln, Hüten, Ehaussure. Coiffure und Bibelots, ein zahlreiches Publicum um sich versammeln. Die Wäsche ist in normannischen Schränken aufgeschichtet, nach Sorten geordnet, und ihre Liste ist an der Schrankthür angebracht ; andere Kleidungsstücke sind in Koffern oder in Miniaturgarderoben zusammengestellt, und auch die Möbel sür Kinder- und Puppenzimmer sind stilvoll, wie auf der Ausstellung, ihrem Olbrauche nach sinn-gemäß arrangiert. In kleinen Esszimmern sehen wir gedcckte Tische, auf denen Tischläufer, Aufsätze aus Porzellan oder Metall, Glas- und Porzellanservice die moderne Kunst repräsentieren und den Geschmack des Kindes sowie seinen kritisierenden Schönheitssinn wecken. Große Kinder werden zu Weihnachlen und zu Neujahr beschenkt, und man ist weit entfernt von der Zeit, wo Bonbonnieren und Blumen das einzige waren, was man einer Dame seiner Bekanntschaft anbieten konnte. Schmucksachen, Fächer, Nippes, Kunstgegenstände, einzelne Toilettenaccessorien, wie Taschen, tücher. Muss«, Gürtel. Handschuhe zc. «.. haben als «Tlrennes» Bürgerrecht. MohatNtneö Müllers Manöat. Eine TestllmentSgeschichte von E. Gpielmann. l19. Fortsetzung.) Da Mr. Hunter letzteres vorzog, baten wir den alten Herrn, die Zeit zu bestimmen, wann es ihm bequem sei. sich zu Mr. Hunter zu bemühen. «Schicken Sie mir in einer hilben Stunde einen Wagen, und ich werde erscheinen», sagte er. Mr. Thornshill kam und beschwor seine Aussage, verfehlte auch keineswegs, seine Aussage sich recht anständig honorieren zu lassen. So hatte ich denn nun auch den letzten bisher noch fehlenden Beweis dafür unwiderleglich in der Hand, dass Eve Idan, rechtens Eve Müller, die Sohnes-Sohnes-Tochter Johann Daniel Müllers und mithin Joachim Jakob Müllers testamentarisch eingesetzte Universalerbin sei. In Detroit wieder angekommen, fasste ich in einem möglichst klaren Schriftsatze, den ich auf alle vorhandenen Beweise in wohlgefügter Gliederung stützte, alles zusammen, um erschöpfend und mit unfehlbarer juristischer Gewissheit darzuthun, dass Eve Idan Joachim Jakob Müllers Erbin sei. Darnach wartete ich die Rückkunft der von der Votschaft in Wafhington erbetenen Testamentsübersetzung ab, und als diese ein« getroffen war, sandte ich beide Schriftstücke an Eve Idan mit der Bitte, binnen einer Woche darüber sich zu erklären, ob sie bereit sei, die Bedingungen, die das Testament ihr stellte, zu ersüllen und demnach die ihr testamentarisch desecierte Tibschast anzutreten. Ich legte diesen Schriftstücken auch eine Abschrift der AU schrift bei. die der Testator Joachim Jakob M"^ seinem Testamente angefügt hatte, und bezifferte Summe, auf welche die Erbmasse sich belief. . <^, Mit Spannung und Ungeduld, mit heißem L>e ^, weh im Herzen, das doch ungestillt bleiben so^'^g wartete ich Eve Idans Antwort. Ein Tag vew nach dem anderen und keine Nachricht kam. . ^, Am Morgen des letzten Tages der Frist, '" ^ halb welcher sich zu erklären ich die Erbin ge^ hatte — es war dem Wochentage nach ein ^ h^ — trat ich zwischen neun und zehn Uhr au» ^ Eingangsporiale des Hotels auf die Straße, w ^ Absicht, zwecklos umherzuschlendern, da ich "'^sse« Ungeduld. Erwartung und Herzweh nicht ä^I^le wusste. Ungewiss noch, wohin ich meine ^^l lenken sollte, ob nach rechts oder links, blieb '°)^ft dem Portal einige Augenblicke stehen. In dem ^^, sprach ein Mann mit einem der Angestellten des ^p ^„ und ich hörte, dass mein Name von diesem AMI ^ genannt wurde, wonach jener Mann an mich A^lchel und in höflichem Tone fragte: . Mr. Mulliehr, oc" , Advocat?. ghpocat , «Ganz recht, Sir. Mohammed Müller,"^ aul Deutschland», entgegnete ich mit gleicher V^s ^ 5 «Mein Name ist Morow, Sir, She" he Gerichtshofes für Privatsachen. Auf Anordnn'^ Richters Daxlon hade ich Sie zu verhaften» ^^F legte er einen Augenblick leicht seine Hand ^ich^ Schulter — «bitte, folgen Sie mir m das u, ^tt' ! haus. Ihre Sache steht um zwölf Uhr vor Dalton an.» Laibacher Ieiwng Nr. 294. __________________________2459___________________ 24. December 1900. Achrllon zu verantworten. Recht romantisch war der AeweMund, der den in Ambert stationier! gewesenen strand Guinte zu der schweren Pflichtverletzung veran-Me. Der 34jährige Mann heiratete vor etwa einem Mre ein hübsches 17jähriges Mädchen, dessen leicht« wiges Wesen ihm aber bald viel Kummer bereitete. Ar Ueberwachung seiner Gattin endlich überdrüssig, Mte er sie zu ihren Eltern zurück. Unbesiegbare Liebe °ber trieb ihn dazu. die Ungetreue wieder zu holen. Er "°hm einige Tage Urlaub und begab sich nach Bagnöres-^'Vlgorre, dem Wohnorte seiner Schwiegereltern. Aus °" Rückfahrt nach Ambert wusste Madame Guinte ihren 'Machen Gatten zu überreden, nicht mehr in seinen "««st zurückzukehren, sondern mit ihr nach Spanien zu ^hen, wo sie ihm eine treue Frau sein zu wollen ?>plach. In San Sebastian, nahe der französischen , Aenze, ließ sich das Paar nieder, und da der Mann ^ Well eine gut bezahlte Stellung fand, gieng zuerst alleS M. Nach sechs Monaten jedoch wurde das ruhige Leben °er nach Abwechslung schmachtenden Schönen unerträglich; >'e bemächtigte sich der Ersparnisse ihres Angetrauten, °'e während der lurzen Zeit schon eine Höhe von 400 «l°ncs erreicht halten, und flüchtete nach Biarritz, wo U ein lustiges Leben begann. Der noch immer liebestolle ^Mahl trotzte der Gefahr, als Deserteur eingesungen zu ^"den. und reiste der Wanlelmüthlgen unverzüglich "°h- Eine heftige Scene zwischen ihm und der Durch-Uangenen endete damit, dass er auf das Telegraphenamt l« und seinen Schwiegervater per Telegramm ersuchte, Z"t zu kommen und seine Tochter zurückzuholen. Mrend dessen denuncierte die moderne Dellla, die sich in U besitz he« Milltärpasses ihres Mannes geseht hatte, ?en bei der Gendarmerie, und Gulnte fand bei seiner """ehr bereit« Beamte vor, die ihn verhafteten. Nachdem !"" alle näheren Umstände der eigenartigen Affaire "«annt geworben waren, verurtheilte man den Deserteur " in zwei Jahren Gefängnis. ^ ^-(Amerikanische Trinkgelder.) Ein ^Manischer Zeitungsberichlerstatler befragte verschiedene "llllionäre feines Landes, was sie an Trinkgeldern jährlich Ausgäben, und erhielt nachstehende Mittheilungen: A"cus Daly braucht, so oft er die großen Wettrennen Wt. 10000 bis 12.000 Francs, die er Programm-""aufern. Kellnern, Maklern, die vertrauliche Winke über « «uzsichlen dieses oder jenes Pferdes geben, und l»»t uot ^" Polizisten schenkt; denn auch letztere nehmen in """Na gerne ein Trinkgeld an. Jakob Astor geht nie ' H ohne 500 Francs ausschließlich für Trinkgelder ein-U. ' Irder Abend, den er im Theater verbringt, h. " 'hn 1000 Francs, und vor Weihnachten muss er y °"ere Secretäre anstellen, um die an ihn gerichteten h "'christen beantworten zu können. Aber den Record 1y'unbestritten Mr. Rockefeller: Er stellte am 1. Jänner Nks^ "^ weniger als 5700 Anweisungen aus, während jz."" Bittschriften eingelaufen waren. Er berechnet seine, Hchen Ausgaben an Trinkgeldern auf eine halbe i llch^" ""d kann zu seinem Titel als Petroleumlönig > ^ den eines Trinlgeldcrlönigs hinzufügen.________ Local« und Provinzial-Nachrichten. . Laibacher Gemeinderath. ! Kg c,^ bereits gemeldet, wurde in der jüngsten Sitzung I90i "Her Gemeinderalhes daS städtische Budget pro ^^Verhandlung aezoaen und mit geringen Ab- W, ^gleich ich aus der Lcctu^ämerikanischer Pro-^ ""b Gerichtsverhandlungen vom amerilanlschen lltl^ ^lahren einiges kannte und wusste, dass der-^Verhaftungen zunächst nichts weiter ftud als «ilie« l? bei uns etwa eine zwangsweise Vorführung so ^ "dungsmaßig nicht Erschienenen vor Gericht lst, schf"" lch doch immerhin im Moment ein wemg er« °w 3?'. f°lgte aber selbstverständlich dem Shenff ^'Altere Fragen, die der Mann ja doch mcht hick^"" tonnte, die Sache sich ja auch vor dem ll„^" sofort aufklären musste. Weswegen lch etwa Ua! ^ s"n könne, darüber zerbrach ich mir aller- ^ vergebens den Kopf. Kmw l Sheriff schloss im Gerichtsgebäude em ^llr ^ ""l, in das einzutreten, er mich ersuchte, und byz wlederum in hoflichster Form. In dem Ammer, ldiedp. ^"iff „ach meinem Eintritte hinter m,r bon c» Erschloss, befand sich bereits eine Anzahl hil,.i^"llemen; von Zeit zu Zeit wurden noch weitere ^"geführt. Die Mehrzahl dieser Gentlemen rauchte ^"en oder kleine Pfeifen. ß5w. . schwatzten lärmend durcheinander und er« ^^ ^ dabei auf die Richter in Ausdrücken dass <./rutsche Staatsanwalt daraus ein Dutzend An-dU "egen Amtsehrenbeleidigung construiert haben ^.' jährend meiner Anwesenheit im Z'mmer "lld bald dieser, bald jener Gentleman abgerufen "tch ^" Nichter Daxton musste sich seme Termme ^ll ,/" Dauer sehr «enau berechnet haben -Punkt ! ^. ^ h"ß es: «Mr. Mulliehr, Oorm^n Ooun- Gorrfttzung MH weichungen in der Fassung der städtischen Buchhaltung genehmigt. Das präliminierte Gesammt-Erfordernis beträgt 654.900 k und setzt sich aus nachfolgenden Titeln zusammen: I. Die Verwaltung im allgemeinen weist ein Erfordernis von 271.840 li, eine Bedeckung von 10.230 K, somit einen Abgang von 261.610 k auf. Die Bezüge der Beamten belaufen sich auf 103.655 K, jene der städtischen Polizei auf 64.711 K, der Amtsdiener auf 14.260 K, Pensionen und Gnaoengaben 26.364 X, Kanzleierfordernisse 20.900 X, Transport von Schüblingen und Arrestanten sowie Vorspann für die freiwillige Feuer-wehr 3000 k. Bei diefer Post stellte Gcmeinderath Lenke den Antrag, dass der betreffende Unternehmer verhalten werde, für bcssere Bespannung und Bedienung Sorge zu tragen, während Gemeinderath Tosti beantragte, dass die Beistellung der Bespannung nicht unter der Hand vergeben, sondern ausgeschrieben werde, worauf Bürgermeister Hribar erwiderte, dass diesem Antrage entsprochen werden wird, wie es auch bisher üblich gewesen, dass derartige Arbeiten stets im Concurslvege an den billigsten Offerenten vergeben wurden. Für den in Aussicht genommenen Pensionsfond für städtische Arbeiter wurde ein Beitrag von 2000 X bewilligt. Titel II, Verwaltung des städtischen Vermögens, weist ein Erfordernis von 32.858 k, eine Bedeckung von 583.212 X, fomit einen Ueberfchufs von 550.254 k auf. Bei Post «Tiooli» wurde eine vom Referenten beantragte Resolutton angenommen, wornach der durch den Tiooliwald nach Oisla führende Fußweg gründlich^ restauriert werden soll. Weiters wurde der Stadtmagistrat beauftragt, die Frage zu studieren, ob es sich nicht empfehlen würde, die Taxe für Luxushunde entfprechend zu erhöhen. Das Erfordernis für Straßen, Gassen, Plätze und Promenaden (Titel III) wurde mit 120.190 X. die Bedeckung mit 66.152 k prällminiert. Die Kosten für die Reinigung und Befpritzung der Straßen belaufen sich auf 28.600 X, die Kosten für die elektrische Beleuchtung aus 38.000 k. Die Kosten sür die Sanitäts- und Wohlthätigkeit«-angllegenheiten (Titel IV) find mit 66.319 k eingestellt, wobei sich ein Abgang von 64.879 X ergibt. Bei diesem Titel wurden u. a. folgende Beiträge bewilligt: für das Elzsabeth.Kinoerspltal 1000 K. Beitrag für den städtischen Nrmensond 32.349 X, für das Thierspital 120 k, für die Studenten- und Volksküche 100 X, für das Universitätsasyl in Wien 50 k, für die Cur fcrophulöser Kinder in Grado 600 K und für die landwirtschaftlich-chemlsche Versuchsanstalt 400 k. Titel V, Schulwesen, Kunst und Wissenschaft, weist ein Erfordernis von 103.264 X auf, dem eine Bedeckung von 20.050 X gegenübersteht. Auch bei diesem Titel wurden mehrere Subventionen bewilligt, und zwar: der «Glasbena Matica» 2400 «, dem Vereine «Naroüu» 8ol». 400 «, dem dramatischen Vereine 12.000 X, der Philharmonischen Gesellschaft 400 X, für die Erhaltung des botanischen Gartens 210 X, dem Schühenverelne 52 k, für die Schulwerlstätten 660 k, dem Cyrill- und Methodvereine 1000 X, dem Studenten - Unterstützungs-Vereine «Radogoj» 700 X, dem slouenischcn Alpenvereine 600 X. Herrn Prof. Vobuiel für meteorologifche Berichte 200 K, für den Studenten - Freitisch in Graz 100 X und endlich sür unvorhergesehene Auslagen (darunter die Uebersiedlung der achtclassigen Mädchen-Volksschule in das neue Schulgebäude bei St. Jakob) 11.200 K. — Die Titel VI (Militärbequartierung) und VII (Verschiedenes) weisen gegen das Vorjahr nur unwesentliche Abänderungen auf. Das ordentliche Erfordernis beläuft sich somit auf 607.636 K. Das außerordentliche Erfordernis ist mit 151.136 X präliminiert, darunter für die Amortisicrung von Anlehen 98.602 X, für Anlagen und sonstige Ver-schönerungen der Stadt 3000 X, für den Kirchenbau auf dem Laibacher Moor 1000 X, für die Errichtung einer Universität in Laibach 10.000 X, für den Straßencanal an der Sallocherstraße 16.772 X, für die bürgerliche Musikkapelle ein Grünbungsbeitrag von 8000 kund ein Jahresbeitrag von 4000 X, für Asphaltpstasterungen in der Slomselgafse 1200 k, für den Ankauf eines Wagens für pneumatische Entleerung der Senkgruben 2000 X und sür die Restaurierung des Gewächshauses in Tivoli 1640 K. Bei diesem Anlasse kamen auch die Badetaxen im städtischen Volksbade zur Sprache. Da das Vollsbad ein Deficit von circa 2000 X aufweist, beschloss der Gemeinderath den Tarif für die Benützung des Bades entfprechend zu erhöhen, und zwar für Douchebäder von 10 auf 16 K, für Wannenbäder von 30 auf 40 K. Das Budget pro 1901 wurde, wie bereits erwähnt, ohne Widerrede genehmigt und dem Referenten Gemclnde-rath Senelovik für dessen aufopferungsvolle Mühewaltung der Dank des Gemeinberathes ausgesprochen. In weiterer Erledigung der Tagesordnung zog der Gemelnderath da« Gesuch des Fürstbischofs Dr. Ieglik um Parcellierung des sürstbischöflichen Grundbesitzes in her Vatasttal-Gemeinde Et. Petersvorftadt ! in Ver« Handlung. Als Referent fungierte Gemeinderath Doctor P oz a r. Der Parcellierungsplan wurde in zwei Varianten vorgelegt. Im Sinne der vom Gemeinderathe genehmigten Variante ^ erscheint der gesummte Grundcomvlex in fünf Äauabtheilungen eingetheilt. Parallel mit der Petersstraße sind zwei neue Straßen projectiert, nämlich eine 16m breite Straße als Verlängerung der Komenilygasse und eine 14 m breite Straße von der Einmündung der Metelkogasse in die Radehkysttaße bis zur Martinsstraße in der Richtung der Holzapfelgasse. In der Querrichtung ist in Verlängerung der Pfalzgasse eine 16 m breite Straße projectiert. Außer den erwähnten Straßen find auf diesem Eomftlexe zwei Plätze in Aussicht genommen. In sämmtlichen fünf Bauabtheilungen sind 69 Bauplätze projectiert, doch wird im Gesuche bemerkt, dass die Abtheilung IV vorläufig nicht verlauft wird und Abtheilung V kaum jemals verkauft werben dürfte. Der für die projectierten neuen Straßen erforderliche Grund ift vom Parcellierungswerber unentgeltlich abzutreten. Die Verbauung soll theils nach dem geschlossenen, theils nach dem offmen Vausystem erfolgen. Der Referent empfahl schließlich die Annahme der in diesem Sinne formulierten Anträge. Gemeinberath Dr. S t a ri machte auf die bedeutende Ausdehnung des zu parcellierenden Grundcomplexes aufmerksam und sprach die Befürchtung aus, dass der Stadtgemeinde hier dasselbe widerfahren könnte, wie mit der Kuhnstraße. Die Kuhnstraße sei mit großen Geldopfern hergestellt worden; nun aber stchen zwei vereinzelte Häuser dortselbst, welche verhältnismäßig nur geringe Abgaben entrichten. Der Gemeinderath möge daher in diesem Falle die angesuchte Parcellierung nur unter der Bedingung bewilligen, dass die projectierten Straßen erst dann eröffnet werden follen, wenn eine entsprechende Anzahl von Neubauten sichergestellt sein wird. Gemeinderath Lenöe sprach sich in gleichem Sinne aus, während die Gemeinderäthe Vellovrh und Kozal die Bedenken des Gemeinderalhes Dr. Stare für unbegründet halten. Nei !der Abstimmung wurde der Antrag der Bausection auf Bewilligung der Parcellierung mit zehn gegen neun Stimmen angenommen; desgleichen der Iusahantrag des Gemeinderathes Dr. Stare. Gemeinoerath Plan tan berichtete über die Zu» schrift der Firma G. Tönnies, welche sich bereit erklärt, einen Theil der Parcelle Nr. 326 am Wege nach Tomakvo, Eatastral - Gemeinde St. Petersvorstadt I. für den dortselbst projectlerten Bau eines Militär.Verpflegsmagazin« zum Preise von 6 X pro Quadratllafter unter der Bedingung abzutreten, wenn diefe Abtretung nicht al« Parccllierung deS betreffenden Grundcomplezes angefehen werde. Der Gemeinderath ermächtigte den Stadtmagistrat, der Firma G. Tönnies die Iusicherung zu ertheilen, dass die Abtretung eines Theiles der erwähnten Parcelle nicht als. Parcellierung angesehen werden würde. Gemelnderath Dimnil berichtete namens der Stadtverschönerungs - Section über die projectierten Anlagen an der Franz Josef-Straße vom landschaftlichen Theater bis zur Bleiweisstraße. Ulmen wollten dort nicht gedeihen und mufsten daher entfernt werden. Nun soll mit runden Akazien der Verfuch gemacht werden. Zu diesem Behufe wurde ein Credit von 252 «. bewilligt. Der Bericht der vereinigten Schul- und Finanz-section inbetreff des Anlaufes eines Baugrundes für den Vau einer Staatsgewerbefchule auf dem Deutschen Grunde wurde von der Tagesordnung abgesetzt, da mittlerweile in dieser Angelegenheit neue Unterhandlungen angeknüpft wurden. Vor Schluss der öffentlichen Sitzung stellte Gemeinderath Predovie an den Bürgermeister die Anfrage, ob wegen Füllung des städtischen Eiskellers die nöthigen Verfügungen bereits getroffen worden find. Nachdem Bürgermeister Hribar erklärt hatte, dass diesbezüglich bereits Vorsorge getroffen worden ift, wurde die öffentliche Sitzung um halb 8 Uhr abend« geschlossen. ______________ — (Zur Wahlbewegung.) Seitens der Nationalpartei werden für die am 3. Jänner 1901 statt-findenden Reichsrathswahlen aus der Gruppe der Städte und Märkte candidiert die Herren: Dr. Ivan Tavtar Advocat und Landesausschussbeisiher in Laibach, für die Stadt Laibach und die lrainische Handels- und Gewerbekammer ; Dr. Andreas Ferjanc it, k. l. Landesgerichtsrath in Laibach, für die Wahlgruppe Adelsberg, Bischof, lack, Idria, Krainburg, Laas, Neumarltl, Oberlaibach Radmannsdorf und Stein; Ivan Plant an für die Wahlgruppe Gottschee. Gurlfelb, Landstraß, Möttling Reifnitz, Rudolfswert und Weichselburg. — Die katholisch-nationale Partei candidlert für die genannte« drei Wahl-gruppm die Herren: Ivan Suinil, Canonicus in Laibach; Josef Suman. l. l. Hofrath in Laibach und I. U. Dr. Sebastian Elbert, Propst in Nudolfewert. - (Militärisches.) Der Major Anton Dolleczel, der Pulverfabrik in Stein, wurde zum Director dieser Anstalt, der Assistenzarzt - Stellvertreter Dr. August Dettela. des Varnisonsspitales Nr 9 in Laibach, zum provisorischen Vorvettenarzt ernannt. Laibacher Zeitung Nr. 294. 24S0 _____ 24. December 1900. — (Verlegung des Amtssitzes des l. l. Steueramtes von Sittich nach Weichselburg.) Laut Verordnung des l. l. Finanzministeriums vom ?. Juli 1900, Z. 39.295 V. Vl. Nr. 117, wird der Amtssitz des für den Vezirl Sittich bestellten Steueramtes mit 1. Jänner 1901 von Sittich nach Weichsel-bürg verlegt. Die Uebersiedlung wird in der Zeit vom 27. bis Ende December 1900 erfolgen; daher findet vom 25. December 1900 angefangen eine Perception beim l. l. Steueramte in Sittich nicht mehr statt. — (Beförderung von Mittelschul-Professoren.) An den Mittelschulen Wiens wurden 59 Professoren in die VII. Rangsclasse befördert. Unter denselben befinden sich auch die Herren Josef Stritar (am Staatsgymnasium im Vlll. Bezirke) und Josef Sturm (an der Staatsrealschule im VI. Bezirke). — (Vom Schulwesen.) Der Professor an der Lehrerbildungsanstalt in Klagenfurt Johann Venda wurde zum Bezirks - Schulinspector für den Stadtschul-bezirl Klagenfurt ernannt. — (Vom Landesmuseum.) Die Direction der lrainischen Sparcasse hat jüngst wieder ihr Wohlwollen für das lrainische Landesmuseum durch Ankauf der zoologischen Sammlung des Herrn Nikolaus Hoff-mann zum Ausdrucke gebracht. Diesem Veteran der vaterländischen Naturfreunde, welcher seit fünfzig Jahren sammelt, verdankt das Museum bereits die sehr wertvolle Sammlung von abnormen Rehgeweihen. Durch das Wohlwollen der Sparcassedirection kam jetzt auch die Conchylien« und Insectensammlung des Herrn Hoffmann ins Museum. Dieselbe umfasst 8251 Stück lrainlscher Con-chylien und 1494 Stück Insecten, darunter 751 Grotten» käfer aus lrainischen Höhlen, somit zusammen 9783 Stück. Die Sammlung ist darum interessant, weil sie aus der zweiten Periode des wissenschaftlichen Lebens in Krain stammt, welches Leben durch den Grafen Hohen-wart inauguriert wurde. (Die Conchyliensammlung des Grafen Hohenwart bildet bekanntlich eine Zierde des Landesmuseums.) Die erste Periode fällt in die Vera Van Swieten. Dieser gehörten in Kraln Scopoli, Haquet, P. Wulfen, P. Erberg und Baron Iois an. Mit Hohenrsart und der Gründung des Museums begann eine zweite Nera. in welche Hlabnil als Botaniker hinüberleitet. Als Zoologen gehören ihr an: Freyer, Schmidt, Kolail, Deschmann, Haussen. Hoffmann, Stussiner. Müllner. Es war die Zelt von 1830 her. An die Forschungslhätigkeit dieser Männer erinnern bleibend die Namen der nach ihren Entdeckern benannten Thiere, als: I^pto^eru» kup» Xo^zill, Obisium vosodmznin, Ilolix Illlus'cnl, L»tl»^2si» Nokkmlluui, Obislum 8tu3gineri, Isek^ropg»!»» ölüllneri u. a. m. — Mit dem Beginne der konstitutionellen Nera warf man sich auf das Feld der Politik, wodurch auf dem Gebiete der Heimatkunde Und Wissenschaft ein Stillstand eintrat. «. — (Zur Dampfschiffahrt auf dem Laibach fluff e.) Man schreibt uns aus Oberlaibach: Dieser-tage wurde Herrn Karl Kotnil in Mirle die Con» cessionsurkunde, betreffend den Betrieb der Dampfschiff« fahrt auf dem Laibachflusse, zugestellt. Der Eoncessionär beabsichtigt, im kommenden Frühjahre ein größeres Dampf-schiff, das an hundert Personen fassen würde, im Wege einer Nctiengesellschaft (ähnlich dem Schiffe «Neptun» auf dem Wörthersee) zustande zu bringen. — (Centralcommission für Kunst- und historische Denkmale.) Aus der Sitzung vom 23. November: Das l. k. Ministerium für Cultus und Unterricht erklärt, nicht in der Lage zu sein, für die Restaurierung des Kuppelfrescos in der Pfarrkirche zu Vt. Georgen bei Kralnburg eine Staatssubvention zu bewilligen. — (Die lrainische Aerztelammer) hält am 28. d. M. um halb 6 Uhr abends im Bureau der Kammer eine Sitzung mit folgender Tagesordnung ab: 1.) Mittheilungen des Präsidiums. 2.) Bericht des Cassiers. 3.) Bestimmung des Kammerbeitrages pro 1901. 4) Ueber den ärztlichen Honorartarif (Dr. Defranceschi) b.) Eventuelle Nnlräge. — Nach der öffentlichen Sitzung wird in geheimer Sitzung über eine ehrenräthliche Angelegenheit berichtet werden. — (Die Laibacher Titalnlca) hielt gestern vormittags im kleinen Saale des «Narodni Dom» ihre diesjährige Generalversammlung ab. Nachdem der Vorfitzende Dr. Ritter von Nleiweis-Trstenisli die Anwesenden begrüßt, wurden die üblichen Jahresbericht entgegengenommen. Der Verein zählt derzeit 305 M»t-glieder, darunter zahlreiche Offlciere der hiesigen Garnison. Im Lesesaale des Vereines liegen 58 Journale und Zeitschriften auf. Die Einnahmen beliefen sich auf 13.42? X 72 d, die Ausgaben auf 12.748 X 83 !» und weist somit die Bilanz einen Ueberschuss von 678 k 89 b auf. Dem Cassier Prof. Karl Pirc, der auf eine Niederwahl in den Nusschus« verzichten zu müssen erklärte, wurde für seine gewissenhaste vieljährige Vesorguny der Cassiergeschäste der Dank der General-Versammlung ausgesprochen. Bei den hierauf folgenden Wahlen wurden gewühlt, und zwar: Herr Dr. Karl Ritter von Vleiwei« zum Obmanne, Herr Director Johann <2iubic zu dessen Stellvertreter, ferner zu Ausschuss-mitgliedern die Herren Alois Cluha, Dr. M. Hudnil, Milan Leustek, Milan Paternoster, Dr. Max Pirc, Josef Prosenc, Dr. Hubert Souvan, Dr. Franz Telavkik und Anton Vrhunc; zu Rechnungsrevisoren die Herren: Anton Deiman, Ivan Krulec und Franz Ursic. * (Laibacher Sportverein.) SamStag fand um halb 9 Uhr abends im Casino die gründende Versammlung des Laibacher Sportvereines statt, dessen Satzungen behördlicherseits genehmigt worden waren. In den Ausschuss wurden auf die Dauer des Vereins-jahres gewählt die Herren: Doctoranb Hans Ianesch zum Obmann, Gustav Eg er zum Obmann-Stellvertreter, Wilhelm Treo zum Spielwart, Rudolf Walland zum Spielwart - Stellvertreter, Victor Nagy zum Säckelwart und Raimund Andretto. Die Eintrittsgebür wurde mit 2 X, die jährlichen Beiträge der ordentlichen und außerordentlichen Mitglieder wurden mit 24 X, die der unterstützenden Mitglieder mit 8 X bestimmt ^. * (Weihnachtslneipe des Laibacher Turnvereines.) Die vom deutschen Turnvereine vorgestern abends in der Casino - Glashalle veranstaltete Weihnachtslneipe war zahlreich besucht und nahm einen gemüthlichen, anregenden Verlauf. Ein prächtiger Weih» nachtsbauul mit reichen Gaben bot ein anheimelndes Bild, und nach einer zündenden Ansprache des Sprechwart« Stellvertreters fand die Vertheilung der Bescherungen theils sinniger, theils launiger Gattung an die Mitglieder statt. Treffliche Vorträge auf dem Claviere und von zwei Chören der Sängerrunde erhöhten wefentlich die Stimmung. * (Vorstellung des holländischen Hof-lünstlers Chambly.) Die Stunden der Täuschung, die dem in ansehnlicher Zahl gestern abends in der Glashalle des Casino erschienenen Publicum durch den Presti-digltateur und Illusionisten Mr. Chambly vorgezaubcrt wurden, bedeuteten diesmal leine grausame Enttäuschung. Die Hauptsache bleibt bei solchen Vorstellungen, dass die Nummern elegant, sicher und geschmackvoll dargeboten und durch humorvolle Erklärungen kurzweilig vermittelt werden. Diese Voraussetzungen treffen bei dem «Zauberer» Chambly zu; alte und neue Kunststücke auf dem Gebiete der Illusion werden mit geradezu verblüffender Geschick« lichkeit, gewürzt durch launige Rede, vorgefühlt, ja manche derselben find geistvoll erdacht. Die Zuschauer verfolgten die fesselnden Darbietungen mit lebhaftestem Interesse und spendeten nach jeder Nummer lebhaften Beifall. Das bekannte Kunststück mit dem gebundenen Medium wurde von Herrn Chambly und Frau Kordec sehr täuschend, geschmackvoll und gelungen ausgeführt. ,l. — (Abfertigung von Eilgutsendungen mit Franllerungsmarlen auf den Linien der österreichischen Staats bahnen.) Mit 1. Jänner des kommenden Jahres wird die auf den Linien der österreichischen Staatsbahnen (mit Ausschluss der im Staatsbetriebe stehenden Localbahnen und der Wiener Stadtbahn) seit dem I.Iuli 1393 mit der Beschränkung auf die zum ermäßigten Eilgutfahe zu befördernden Lebensmittelfendungen (als Fleisch, Butter, Käse, Eier, Obst, Milch, Bier, Wein l^) eingeführte Abfertigung«methode ohne Frachtbrief mit einer bloßen Marke auf Eilgutsendungen beliebigen Inhaltes, sosern derselbe nicht durch das Vetriebsreglement oder den Tarif von der eilgutmähigen Beförderung ausgeschlossen ist, nach Maßgabe folgender Bestimmungen ausgedehnt werden. Die zum Preise von 50 K in allen Stationen und Haltestellen der Staatsbahnlinien erhältliche Marke dient zur Flankierung der GMren für die eilgut-mähige Beförderung: ^ eines Collos gewöhnlicher Lebensmittel der obbezeichneten Art 1. im Gewichte bis 10 Kilogramm nach einer höchstens 400 Kilo« meter entfernten Station: 2.) im Gewichte von 10 bis 20 Kilogramm nach einer höchstens 200 Kilo-meter entfernten Station; V) eines Collo sonstigen Inhaltes, sofern dasselbe von der eilgutmählgen Beförderung nicht durch Reglement oder Tarif ausgeschlossen ist: 1.) im Gewichte bis 10 Kilogramm nach einer höchstens 200 Kilometer entfernten Station, 2) im Gewichte von 10 bis 20 Kilogramm nach einer höchstens 100 Kilo-j meter entfernten Station. Die näheren Bestimmungen über solche mit FranlierunaMarlen abzufertigende Sen-' düngen sind aus der Kundmachung ersichtlich, welche in den Wartesälen und bei den Gllterabfertigungsstellen aller Stationen, sowie in allen Haltestellen afflchiert, sind. Die Verwendung der Franllerungsmarle bietet dem verfrachtenden Publicum ganz besondere Vortheile.' Abgesehen davon, dass die Versender das Geld zur Franlierung der Frachtgebüren bei der Nbfertlgungs-ftelle nicht besonders zu erlegen, sondern nur die Marke auf das Collo aufzukleben haben, wird durch die Verwendung der Frankierungsmarle die fönst bei der Aufgabe von Gütern erforderliche Schreibarbeit wesentlich verringert, da die Aussertigung eines Frachtbriefes entfällt und das betreffende Collo lediglich mit der Adresse zu versehen ist. Auch ist den Versendern die Möglichkeit geboten, die Marlencolli nicht nur in Stationen und besetzten Haltestellen, sondern selbst in einer Anzahl von unbesetzten Hallestellen aufzugeben. — (Zur Rudolfswerter Wasser!^ tungsfrage.) Einer dem Herrn Propste Dr. E lb e l l von Seiner Excellenz dem Herrn Ministerpräsident zugekommenen schriftlichen Mittheilung zufolge wurde oll erste Rate des Staatsbeitrages für die Rudolfs«««« Wasserleitung in der Höhe von 37.000 X bereits l" Präliminare des Meliorationsfondes pro 1901 elngeM, die Allerhöchste Sanction des betreffenden Landesgesetzt' soll in den ersten Monaten des kommenden Jahres "' folgen. — Bis zum Spätherbste könnten die Arbeiten j durchgeführt werden und Rudolfswert wäre dann ln> Besitze der allgemein ersehnten Wasserleitung. 7" Gegenwärtig macht sich die Wassercalamität recht unangenep fühlbar, denn der vom Gurlflusse gespeiste Ärun"" auf dem Hauptplatze wurde vor einigen Tagen sch"7 und das Wasser muss aus dem schwer zugängW Flusse geholt werden. Ebenso sind die LaM"« bemüssigt, ihr Vieh dahin zur Tränle zu treiben, "»' bei dem Glatteise auf abschüssigen Stellen eine übel«"" missliche Sache ist. ^"^ — (Verhüteter Eisenbahnunfall.) »" 19. d. wurde die Meldung erstattet, dass beim Kw 91."' der Strecke Tarvis - Laibach, kaum 3 m vom lin« Schienenftrange (Richtung von Tarvis gegen LaibM entfernt, ein 4 bis 5 m hoher Eichenbaum bis i halben Wurzellrone angehackt sei, der bei einem WindstA über die Strecke fallen und dadurch einen Eisens unfall verurfachen könnte. Ueber Weifung des Stati^ Vorstandes in Zwilchenwässern wurde der Baum unverM^ umgestockt. — Dem Gendarmerieposten gelang es, Thäter in der Person des Valentin Vergant aus 3M zu eruieren. Derselbe war bis 17. d. M. als Obew" arbeiter bei der Vahn-Erhaltungssection in Lalbach ^,. Verwendung gestanden und hatte zum besagten Tell" wegen Arbeitsmangels seines Vienstes enthoben lvtl müssen. ;!,.! — (Thiergärten.) In Krain gibt esl"" Thiergärten, die zumeist herrschaftliches Eigenthunl p' und zwar befinden sich solche in Wagensperg, Sol">^ Haasberg und zwei in Oberlraln. Die Anzahl des ^ befindlichen Hochwildes beträgt 120 Exemplare. Del ^ diese Thiergärten eingezäunte Complex umfasst s" 100 Joch Waldboden. ^ — (Vereinswesen.) Laibach zählte in« A rigen Jahre 144 (politische und nichtpolitische) V«"^' die Gesammtzahl der Mitglieder betrug an 56.000. — (Carnevals Vorboten.) Die sH, Laibach des Bundes der Angestellten des Hotel', ^ haus- und Cafegewerbes wird am 10. Jänner lV^H einen Ball veranstalten, der ebenso elegant wie f"^ zu werden verspricht. Die Einladungen werden rechti" ausgegeben werden. ^ — (Eisgewinnung.) In den jüngsten »A wurde am Tirnauer «Kern» und auf den übrigen ^ Plätzen mit dem Eisbrechen und Verführen besjelb^ die beiden städtischen Eisgruben begonnen. Die 2M Eises beträgt 7 om. 2l«lo» »»or» in der 3><"NÜir«e. ^Nen Gebäude des Sobranje untergebracht.___ Neuigkeiten vom Büchermärkte. l(i2^l'°nu ^ 28,rd der Mensch nach dem Tobe leben? ^ 3 «I- Deter Chr. I., Nbriss der ^«i^' " Hörhager I., Das Werden der Welt °,s Ent» <7"N von Kraft und Stoff. K 2 40. - Hoberlalt C.. ^i°°"''''"de Mensch. K 2 40. ^ Fuchs E., Schlcier,n°cherS «"begriff und religiöfe Stellung. X 240. - Vornste.n P., Zluz^ ,n der modernen Literatur. X4-80. - Vreda Frz., ^l>Uw Spieren eines modernen Theologen, ^/'^' .17 '«°nn Iul.. Harlels Welträthscl nach e neue Heilwisfenschaft, XI 80. — Heim-Vögtlin, Dr. M.. Die Pflege des KindeS im ersten Lebensjahre. X 1 20. — Guttmann, Dr. H., Arzneiverordnungen in der Kinder» Praxis, X 3 36. — Moebius P, I., Ueber den physiologischen Schwachsinn des Weibes, X 1 20. — Knaal, Dr,. Die Krank-ht'tcn im Kriege, X 6. — Monatsschrift für hygienische Aufklärung und Reform, XIV., 1., X —-72. — Encyklopädie der Geburls» Hilfe und Gynäkologie, zwei Bände, X 60. — Horsley Hin ton LI., Die Praxis der künstlerischen Photographie, X 3 60. — Nezegh Fr., Praktische Erläuterungen über Bau, Betrieb und Verwaltung der Kohlengasnnstallen, X 6. — Kreuter Frz., Linienführung der Eisenbahnen und sonstigen Verkehrswege, X 9. — Grager F., gahlenbeispiele zur statischen Berechnung von Brücken und Dächern. X9 60. —Opderbecke Ad,, Die Dachdecker und Baullempncr. X 6. — Karapetoff Vlab., Ueber mehrphasige Stromsysteme bei ungleichmäßiger Belastung, X 2 88. — Schüler N., Die Eisenconstructioncn des Hochbaues, X 6. — Decke rt, C. G. D r., Fabrikanlagen, X 4 50. — Issel H., Landwirtschaftliche Baulunde. X6. — Seyffarth. C. v., Modell drr zeichnerischen Darstellung für ein freistehendes bürgerliches Einfamilienhaus, X 7 20. — Weber. Dr. Ad., Die Geldqualität der Banknote. X 2 40. — Vühm. Vawcrl, E. v., Capital und CapitalzinS, X 14. — Kann, Dr. A., und Wellet. Dr. Br.. Anleitung zur Bemessung der Erwerbsteuer, X ^ 40. — Kendlcr, R. v., Die gerichtliche Geldbuchführung, X 1 80. — Neumann P., Nieder mit dem Realismus, X 1 44. — Kistialowsli, Dr. Th., Gesellschaft und Einzelwefen, X 4 80. — Seuffert, Dr. H., Anarchismus und Strafrecht, X 5 40. — Clemens I., Strafrecht und Politik, X 1 92. Norräthig in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr 4 Fed. Aamberg in Laibach, Congressplay 2. Angekommene Fremde. ! Hotel Grajzel. Nm 22. December. Marlellanz, Kfm.; Vubal, Ingenieur u. Dampflessel.Inspector, Trirst. — Perler. Privat; Deghengi, Kfm.; Ieran, Beamter, Laibach. — Primöiö, Optiker, Serpenica. — Spitzer, Kfm., Graz. — Gorup, Kfm.. Krainburg. — Konöel, k. l. Postmeister. Trojana. — Rika, Wagenmeister der l. l. Staatsbahn; Winter, Fink. Pohl. Feiler, llsite., Wien. — Pe» trovec, Privat, Nillichgraz. — Perliö, Cassierin, Schünstein. — Burgstaller, Vruckenmeister, Villach. — Iabula, l. u. l. Ober» lieutenant. Klagenfurt. — Donatlo, Kfm., Tirol. — Cerar, Be» siher, Glogowitz. Hotel Stadt Wien. Am 20. December. Nrlo, Pirler, Klun, Reifnitz. — Dr. Abraham, s. Gemahlin, Ndvocat, Görz. — Flrurs, s. Bruder, > Psivat, Gonobih. — Dejat, Brauereibcsitzer; v. Vest, Linien» schlffslieutenant, Pola. — Pick, Fabrikant, Linz. — Priera, Private, Otlavia (Italien). — Baron Schwegel, Reichsraths» abgeordneter; Pick, Rnsender; Redlich. Schacherl, Lahnig. Klemen, jtflte., Wien. — Dr. Terbuhovic', Treffen. — Odlal. l. u. l. Hauptmann, Tarviö. — Ritter v. Gutmansthal, s Diener, Stein» brück. — ProlivinSly, Fabrikant, Wolfsberg. — Remiar, Privat, ltlsnern. — Bandler, Kfm., Brunn. — Hamer, Kfm., Pag. — Majdiö, Privat, Iarse. — v. Spinler, Ingenieur, Marburg. Verstorbene. Im Eiviljpitalc. Am 16. December. Iosefa Vilfan, Taglöhnerin, 60 I., l^llrcinomll uteri. Am 19. December. Elisabeth Dolenc, Schncidersgattin, 56 I., Vitium coräi8. Am 20. December. Franz lkrjen, Uhrmacherlehrling, 16 I., ^leniußlUs b»5i!»l-i». Volkswirtschaftliches. Laibllch, 2 2. December. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 2 Wagen mit Heu und 16 Wagen mit Holz. Durchschnitls.Prcife, Marll lM«z«.' Üilarlt'lMgz«.. Prel« Prei« Weizen pr.«, . . - - 16 - Butter pr. kß. . . 1 80------ ^ ° ^ ...-------,Z 60 Eier pr. Stück . . - 7------ y Ne ...-------13 20 Milch pr. Liter . . — 16------ baftr ... - - 13 - Rindfleisch I«pr. lc« 1 24 - -halbfrucht ...-----------!- Mlbslcisch . , 16 - -beiden » ----------l4 - Schweinefleisch , 1 20------- birfe, weih ' . .-------^" Schöpsenfieifch » -80------- Kukuruz, neu ... - - HM Hähndel pr. Stück 1 20------- Erbäpfel » . .------4 80 Tauben . - 38------- Linfen pr. Liter . - 24------Heu pr. cz . . . .--------------- lkrb en » - — 20-------Stroh . ..... 4 40------- Fisolen » .—16-------Holz,hart.,pr.Cbm. 7,80------- Nindsjchmalzpr.k8 Z 90-" «-lv«ch., » b----------- Schwelneschmalz > 136------Weln,roth.,pr.Hlll.--------------- Speck, frisch » 132------ -weißer, .--------------- — geräuchert » 1 40------- Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736-0 mm. Lottoziehnng vom 22. December. Graz: 26 32 3 77 12. Wien: 23 66 12 34 65. Aanöestfteater in Aaivach. bi. Vorstelln. Donnerstag, 27. December Unger. lag. Wienerinnen. Lustspiel in drei Actn, voi, Hermann Bahr. Alle Kattnngen von ____ SpiritnSlclcken wie Lederlack, Politurlack, Etilettenlack. Fußbodrnlack, natur und färbi«, erhältlich bei Vrüder »berl, «aibach, Kran» ciscanergasse. Nach auswärts mit Nachnahme. (848) 11—U Wljtforliiili UUUlllLUUlluJilaufen muss man lernen Entweder in Tivoli oder am Kern! (4746)3—2 Wer es kann, der braucht es nicht. 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Onkels, Schwieger» und Großvaters, des Herrn Franz Ferlinz, Gastwirtes und Wei n hil nb le rs, fühlen wir uns durch die so allseitig erfahrenen Veweise herzlichen Mitgefühle«, durch die auhrr» ordentlich zahlreiche und höchst ehrenvolle Brgleitung des Verblichenen zu seiner letzten Ruhestätte, sowie durch die Spenden prachtvoller Kränze tief ver« pflichtet, hiemit allen Verwandten, Freunden und Velannten, insbesondere auch den verehrten 739 - 2 j -1 3^ NW. schwach j Nebel j 0 0 Pas Tagesmntel der Temperatur vom vamstag u-h« und vom Sonntag -09°, Normale: -2 »3°, beziehungsweise -24°. Verantwortlicher Sledacteur- Anton Funtel. Laibacher Zeitung Nr. 294. 2462_______ ________________________24. December 1900. (A^^MiVÄ>»! Berühmte Professoren als ein magen- der Medicin und Aerzte stärkendes, empfehlen die jääjtiHH Esslust Magen- **• JL^^g- Jl% *f* t I^^SH und Leibes-9 ds CinCllir *^SH «hnnifl lör- .. l irJM&ßlWBt derndea Mitlei, Apothekers Piccoli|^|w.besonders drr ?%~-l>^/Wm Jenißen > welche in Laibach ^^TlTi *1m atl na^^u0"er Hoflieferant Sr. Heil. jÄ| .e^l^ng des Papstes P^S^| ^^ YeiMät gegen Nachaatune ia Schachteln n 12 und lutlir riästD lien. IS5ÜO) IB Bewälrte MeloDsiie-ßesiclitssalliB wirkt sicher gegen alle Gesichts- und Hautunreinigkeiten Vollkommen unschädlich. Ein Tiegel 35 kr. Medio, hygisn. Melousins-Seif« dazu ein Stück 3fi kr. — Allein-Depöt: (2663) 25 „Maria Huf-Apotheke" des H. Lenstek in Laibach. Täglich zweimaliger Poßtveraandt ASordeaus: vorzüglicher alter Wein, eignet sich besonders für Kracke und Reconvalescenten, die kräftigende Mittel benöthigen. Bine Dreiviertelllter-Flasche 2 Kronen. (Institut agraire provincial «le ristric a Parenzo). 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