Deutsche Wacht. t* JDrutf«Ä< Nacht" erscheint jeben Sonntag und Tonner«! ag morgen» unk tostet 'oaimt d-r Sonncag«»e,laqe „Die Gübmart- fSr Clll« mit Zustellung in» Hau» monatlich fl. —.55. rlertcsidbr.a fl. 1.50. *alb|ÄHng 11—, zanüützng S. 6.—- J8it Postverlenbung V'.ertel,ahrtg st. 1.80, balbjdbrig fl. 3.20, ga^jllhrig il. 6.40. — GiWtztßm 9hi»tttfrn 7 fr. Anzeigen werben nach Tauf berechnet. Bet festeren Oich „un seau", wa« im patoiB der Bauern aber ,sisu' ausgesprochen wird. Da nun in den Mjönschen Dörfern größtentheilS der Ziehbrunnen äitiert, so nannten die Dragoner den Eimer nur den..Ziehhoch", was von den Franzosen ohne weiter» verstanden wurde. Wollten fie ihren Ouartiergebern auseinander-(ejen, wie lange fie zu schlafen gedenken, wann sie zu füttern, zu frühstücken und auszurücken haben, so zeigten sie die Stunden auf^ dem Ziffer-dlall der Uhr und sprachen dazu die Schlagworte: „Coucher, cheval manger, ich manger, partir". iZÄafen, füttern, menagieren, ausrücken.) Tas psNir wurde von vielen in parti und schließlich p«rdu verdorben und hat so in der That Ver-luilasiung zu der Sage gegeben, die seinerzei. die Runde durch die französischen Zeitungen machte, nämlich das» die deutschen Truppen sehr ent wchigt seien und sich selber beim Aufrücken für „perilu" (verloren) erklärten. ..ven«fche Wach«" Die Einziehung der Ttaatsuoteu. Im Monate September wurden neuerlich nahezu 200.000 fl. Einseriioten aus dem Verkehr ge-zogen und vernichtet. Der Umlauf der Einser be-trägt nur mehr 1 Sv Millionen Gulden. Seit dem 24. Juli vorigen Jahres wurden S5'89 Mil-lionen Gulden Einsernoten au« dem Verkehregebracht. Der ^rwerbsuachweis der Einjährig-Freiwilligen. Kriegsminister Edler von Krieg-Hammer hat vor kurzem eine den Erwerbsnach-weis der Einjährig-Freiwilligen betreffende Ver-ordnung erlassen, welche augenblicklich in Kraft tritt. Im Sinne der Wehrvorschristen, 4. Theil, haben die Freiwilligen, welche die Ernennung zum Reserve-Officier beanspruchen, den Beweis zu er-bringen, dass fie über ein Einkommen von min-bestens «00 fl. jährlich verfügen. Der bezügliche Revers musste bisher entweder von den Eltern oder von den Verwandten, resp, wenn es sich um Privatbeamte handelte, von den Chefs der Bewerber unterschrieben werden. Die Sache wurde nun bisher mehr als bloße Formalität behandelt, denn die vorgelegten Reverse wurden seitens derKriegsver waltung ohne weitere Prüfung zur Kenntnis ge-nommen. Die Verordnung des Kriegsministers macht min diesem Usus ein Ende, indem von jetzt an die amtliche Bestätigung des Erwerbs-nachweise« angeordnet wird. Der Revers wird im Sinne der Verordnung auch in Hinkunft durch die bisher Ausstellungöberechtigten ausgefertigt, doch bedarf derselbe zu seiner Wirksamkeit den folgenden Vermerk seitens der politischen Behörde: „Die Echtheit der obigen Angaben wird bestätigt." Die entsprechende Abänderung der betreffenden Bestimmungen des 4. Theiles der Wehrvorschriften wurde ebenfalls bereits angeordnet. Perbilligung der gepressten Pirgi nia. Gemäß einer Verordnung des Finanz-Ministeriums sind die gepressten Virginia Cigarren, welche bisher per Stück 4 kr. kosteten, von nun ab in allen Trafiken um 3 lr. das Stück zu haben. Die Inhaber der Tabaktrafiken wurden durch die Finanzbehörde angewiesen, diese Ver-billigung der gepressten Virginia dem Publicum durch Placate bekannt zu geben. Die Ursache der Preisermäßigung ist in dem geringen Absätze der-selben zu suchen. Hymen. Am 30. September vermählte sich di« Lehrerin in Weißenfels in Krain, Fräulein-Anna Rauscher von Stainberg, mit dem ge wesenen Oberlieutenant und nunmehrigen Agiar-beamten in Laibach. Herrn Theodor Bellschan von Milden urg. Trauung. Am 1«. October findet in der deutschen Kirche in Cilli vie Trauung des Fräuleins Ella Negri mit Herrn Hans Woschnagg, Leder-fabrikanten in Schönstein, statt. Journalistisches. Man schreibt uns aus Brnct a. M. unterm 9. d.: Der bisherige Schriftleiter des in Brück a/M. erscheinenden deutschnationalen „Obersteirerbla ttes", Herr Josef Karl Zweck, ist aus dem RedactionS-verbände des genannten Blattes ausgetreten und nach Rom übersiedelt, wo er die Berichterstattung eines reichsdeutschen Tagblattes übernommen hat. Herr Zweck ist ein Cillier. Die Weinlese im Bezirke <5illi hat be-gönnen und, wie wir vernehmen, sind die Wein-gartenbefitzer mit dem heurigen Ergebnisse sehr zufrieden. Der 1895er dürfte ein prächtiger Tropfen werden, insbesondere aus Gonobitz kommen er-freuliche Nachrichten. Auch aus der Lutten-berger und Radkerüburger Gegend gelangen Nachrichten über die Vorzüglichkeit der heurigen Traube an uns. Das Weinlesefeft der (Cillier Frei-willigen Heuerwehr. Wie schon gemeldet, ver-anstaltet unsere wackere Feuerwehr ein Weinlese-fest, welche« zu einem überaus vergnügten Abend zu werden verspricht. Die gesammten Erdgeschoß-räume des Gasthauses „Zum Elephanten" werden förmlich in einen Weingarten voll üppiger Früchte verwandelt erscheinen, die jedermann, der's versteht, sich Nicht erwischen zu lastn,, ohne weiteres und straflos zur Verfügung stehen. In jedem der rebenbekränzten Gemächer ist für abwechselnde Kurz-weil reichlich gesorgt; da lässt sich die Cillier Vereinsmufik, dort die bosnische Kapelle hören. 3 und rechts spielen die gemüthliche» Oberlandler eines nach d«m anderen auf. Natürlich fehlt in dem gutbestellten Weingarten auch die Weinpreffe nicht. Frisch erpresster süßer Most wird feil gelMcn und die Klappmühle wird mitten im fröhlichen Ge-wühle ihre anheimelnden Töne erschallen lasten. Polizei und Feldhüter, stramm in Haltung und sauber im Gewände, sorgen für die Ordnung, stellen den Traubenstehlern nach, machen (Äefan-gene. stecken sie in den Kotier, lasten sich Lösegeld beHellern. Als eine ganz aparte Augenweide wird sich der Ein- und Aufzug zu Beginn des Festes gestalten; die Musikbanden voraus, ihnen nach der gestrenge Amtmann mit dem Gemeinde?chreiber Herrn Wichtig, dann aber allerliebst in unserer schmucken Landestracht eine Schar steirischer Mädeln, die alle ZuseHer entzücken werden, darauf selbstredend allsogleich die heilige Hennandad mit dem Wachtmeister an der Spitze, desten stets er-grimmtes Gesicht und mächtiger Schnauzbart Sehenswürdigkeiten enter Güte bedeuten sollen. Dann kommt ein Hausen Feldhüter, die weithin blitzende Hellebarden tragen, und so geht das fort bis ans Ende des Zuges. Kurz und gut, eS ist für mancherlei, auch für statten Tanz gesorgt und für Überraschungen, die wir aber nicht einmal andeuten dürfen. Zum guten Gelingen des Festes, welches reich baucht werden wird, unserer braven Cillier Freiwilligen Feuerwehr ein herzlichstes „Gut Heil!" —1. Nachrichten über : Vorigen Sonntag hielt Herr Dr. Gregor e c mit Herrn Dr. Jurtela und Herrn Hribar aus Cilli in Drachen bürg eine Versammlung ab. Ein dabei Anwesender erzählt uns darüber Fol-gendes: Einberufen war diese sogenannte „Volks-Versammlung" für .1 Uhr nachmittags in das Gasthaus der Frau Pirch, es erschien aber des Volkes sehr wenig, denn noch um '/»4 Uhr saßen die Herren Einberufer allein um einen Tisch, als die einzigen Gäste im Local. Endlich um 4 Uhr trafen etliche von den mnliegenden Herren Pfarrern mit ihren Begleitern ein. so dass stch nach und nach das Extrazimmer füllte. Die ersten beiden Herren Redner ließen das Publicum so ziemlich kalt. Herr Dr. Gregor« ermähnte die Herren Bürgermeister « obwohl gar keiner anivesend war), ihre nationale Pflicht bester zu erfüllen; Herr Dr. Jurtela sprach auch über das Jagdgesetz u. a. in. Erst mit Herrn Hribar kam Leben in die Ver-sammlung. Derselbe entwickelte eine Lebhaftigkeit, einen Eifer, der wirklich einer besseren Sache wür-big gewesen iväre. Mit einer „Begeisterung" sondergleichen rief er in die Versammlung hinein: „Wisst Ihr, begreift Ihr die Wichtigkeit der Muttersprache?" ich kann'S euch nur durch folgendes Gleichnis erklären: Nehmet ein Glas Milch und «ine Wurst, hallet beides einem kleinen Kinde hin; nach was wird das Kind, meine lieben Versammelten, greifen? Ganz be« stimmt nach der Milch. Haltet diese beiden (He-genstände einem erwachsenen Mann hin, so wird er bestimmt die Wurst nehmen! Sehet also, in diesem Gleichnis bedeutet die Milch unsere slo-venische Muttersprache und die deutsche Sprach«, das ist die Wurst. Ihr sehet, wie das Kind, sich der Wichtigkeit und der Nothwendigkeit derselben be-wusat, nach der Milch greift; ist es einmal er-wachsen und braucht es jene, so mag es ja immer-hin deutsch lernn», also nach der — Wurst greifen. Nach diesen Argumente» schloss der Vortragende. Zum Schluss wurde noch eine Resolution beschlossen, ob derselben auch die Milch und die Wurst beige-fügt wurden, ist uns nicht bekannt. Raubansall bei Wöllan. Zu wiederholten-malen wurden Klagen laut, dass Passanten in Wöllan, die ruhig ihres Weges giengen, von den dortigen Bergarbeitern insultiert worden sind. Am 6. d., etwa 4 Uhr nachmittags. würd« der Keuschler Jakob Podpecan, vulgo Kocjas, aus St. Andrä ob Heilenstein in Lilienberg, Gemeinde Wöllan, welcher einen Rückenkorb Zwetschken im Werte von 2 fl. zum Verkaufe brachte, von sechs ihm unbekannten Bergarbeitern angefallen und des Rückenkorbes sammt Zwetschken beraubt. Pod-pecan setzte stch zur Wehre, erhielt jedoch von einem der Angreifer einen Hieb aus den Kopf, so das» er die Besinnung verlor und rücklings taumelte, während die übrigen Angreifer sich der Zwetschken bemächtigten. Der Gendarmerieposten Wöllan hat die Thäter bereits eruiert. Dieselben sind sämmtlich Bergarbeiter in Lilienberg. Windisch- rednern berührten Falle eines Hochwassers. Ace> Bürgermeister Rakusch theilt dies« Ansicht uni bedauert nur, dass der G.incinde nicht Zeit gegeben werde, die vorliegende wichtige Frage a schöpfend zu behandeln. Gemeinderath Bobisut bringt nun den v«o den Gemeinderäthen Dr. Schurbi und Mareil unterstützten Antrag ein, die Beschlussfassung zi vertagen und um ein Provisorium bis 31. Mi] 1896 anzusuchen. iWird angenommen.) Gemeinderath Piwon beantragt, das Ansuche, des Kaufmannes Karbeutz um Gesta'tung der Er-richtung eines Geschäftsportals, da das Ports! der Passage kein Hindernis bereite, zu genehmige». (Geschieht.) Eine Eingabe des Ortsschulrathe» der Umgebung Cilli. betreffend den Zubau an der Schule der selben in der Neugasse, wird im Hinblicke darauf, als die Höhenquote der Ringstraße, in der dies« Zubau sich befinden soll, noch nicht bestimmt >it und ferner der ins Auge gefasst« Platz in dem Feuerrayon der Südbahn lieg« und infolge defia noch diesbezüglich« Commissionen abzuhalten wär», vertagt. Eine Verfügung über die Baustelle a der Guggw-moa'schen Gründe wird im Hinblick darauf, txvt die Unterbringung des Gymnasium« bald sich alt brennende Frage erweisen werde, für nicht oppor-tun erklärt. Vice-Bürgermeister Rakusch referiert über ei» Zuschrift der Statthalterei in Angelegenheit du baufälligen deutschen Gymnasiums und bringt schließlich namens der Finanzsection folgend» Antrag: „Der Gemeinderath spricht seine T«-neig theil aus, hinsichtlich eines Neubaues d» k. k. deutschen Gymnasium» in Cilli tat weitgehendste Entgegenkommen zu be-künden und betraut die Finanzsection damit, ihm seinerzeit eineil diesbezüglichen Antrag oorzulege»' (Einstimmig angenommen.) Gemäß einem Antrage des Vice-Bürgermeister« Rakusch wird den Wachleuten Simon Kdiichmq und Franz Butschar das alljährlich« Klafter Prügel, holz auch heuer bewilligt. Der Josefa A l t z i e b l e r wird die Ueber-tragung ihrer Gasthaus-Concession ins Dostal'sche Haus bewilligt, Herr Egyd. Zoller aber mit dem Gesuche, betreffend die Eröffnung eines Gaühauset im Szekely'schen Hause, abgewiesen. Ein Bericht de» Friedhof-ComitvS wird in der bet öffentlichen sich anschließenden vertraulichen Zitzmig behandelt. SchnMöum. Junge Liebe. Rückschau einer glücklichen Send, getreu in Versen nacherzählt von Heinrich Dieter »Salzburg, Dieter's Hosbuchhandlung.) Trotz seine» geringen körperlichen Umsange« bedeutet da« vorliegende Buch eine wertvolle Bereicherung de« deutschen Schrift-thum«. Denn nur wenige unserer besten Dichter habe» die Geschichte einer jungen Liebe in gleich ergreifende? Weise und in gleich künstlerischer Form besungen. — Ein Mann mit reicher Lebenserfahrung, hat Hemri.t, Dieter sich ein frische« Empfinden, ein junge« Heiz bewahrt. Und iveil dieser gereiste Mann mit diejea jungen Herzen ein echter Dichter ist, konnte e« ihm üdmark. Zonntagsdeilage jur „Deutschen Wacht" in Cilli. Ar. 41. HI. 1895. Sewli geopfert. Roman au« dem Lebe» ein« Großstadt. Bon K. Friedrich. „Gnädiger Herr werden solches von Ihrem ge-treuesten Diener nicht denken. Ich habe mit Gefahr meiner Freiheit gethan, was Sie mir befohlen haben. Einem unerwarteten Zufall allein verdanke ich es, dafü ich mein Vorhaben bereits in der letzten Nacht ausführen konnte!" „Ach so, ja, wie gelangten Sie unbemerkt hinein? Gelang es, wie wir es planten?" „Nicht so ganz. Die Thür ward scharf bewacht und nach jedem Oefsnen sogleich wieder verschlossen. Ein Besuch, welcher dann aber, mir eben so un-erwartet, wie den übrigen, kam, ließ sie alle Bor-sicht vergessen, machte vielmehr alle kopflos, so dass mein Eintritt sammt den Herren, welche der Geheim-polizei angehörten, völlig unbeachtet abgieng. Meine Livree ließ mich fraglos als zu der Hausdiener-schaft gehörig erscheinen. Dank der genauen Be-schreibung, welche Sie mir von der Lage der Räum-lichkeiten gegeben hatten, fand ich schnell das Bou-doir der Signorina, die Stätte meiner späteren Thätigkeit. Ich verbarg mich hinter den herabge-lassenen Vorhängen des Balkonfensters. Einige Zeit war ich hier, als die Thür aufgieng und mehrere Schritte in das Gemach hineingethan wurden, aber sich sogleich wieder demAuKgang zuwendeten. Ich aber hab« die Gefahr erkannt, welche mein Posten hinter den Vorhängen mit sich brachte. Mich überzeugend, das» da« Gemach leer sei, huschte ich schnell durch dasselbe und schlüpfte unter den großen Divan, um hier in nicht allzu bequemer Lage meine Zeit abzuwarten. Eine Stunde lang etwa mochte sich nichts gerührt haben, als die Thür aufgieng und die Signorina eintrat. Sie schritt auf den Schreib-tisch zu. d«m später meine Aufmerksamkeit gelten sollte, und war einige Zeit daran beschäftigt. Da ich mich nicht rühren durft« und die Dame mir abgewandt stand, so vermochte ich nicht zu sehen. was sie that. An die Glocke schreitend, schellte sie dann; Giuseppe erschien und die Unterredung, welche sich nun entspann, hätte verdient, von des gnädigen Herrn eigenen Ohren vernommen zu werden!" „Sagen Sie mir kurz, was hörten Sie?" fiel Robert dem Sprecher in dessen ausführlich« Schilde-rungen ein. „Mancherlei, wa«, wie gesagt, der gnädige Herr, selbst gehört, besser verstanden hab«n würde, als ich das vielleicht vermochte. Zuerst handelte e» sich um die Vorgänge de« Abends, wobei die Signorina ihrem Vertrauten dankte für die Verschlagenheit, mit der er alle Gefahr beseitigt habe; dann lenkte dieser über auf einen zweiten Dienst, den er seiner Herrin leisten könne und für welchen er einzig eine Erklärung begehre, ihre Todfeindin, Frau de Eourcy betreffend. Und nun fielen Namen, welche mein Ohr überraschend berührten, — es waren die Namen Hofmeister und Voß. Durch einen Zufall —" der schlaue Erzähler verschwieg wohl-weislich, das» er selbst dem Italiener die Kennt-nis davon in die Hände geliefert hatte — „durch einen Zufall war Giuseppe in den Besitz der Adresse des geflüchteten Kaufherrn Heribert Hofmeister gelangt und begehrte nun als Entgelt von der Signorina Aufschluss darüber, in welchem Ver-hältnis Frau de Eourcr» zu dem alten Peter Voß stehe. Ich muss sagen, die Auskunft, welche hierauf fiel, bestürzte mich in meinem Versteck dermaßen, dass ich einen Ausrus des Erstaunens fast nicht hätte unterdrücken können; zngleich aber schosö mir der Gedanke durch den Kopf, das« die Kenntnis dieser fast befremdlich klingenden Thatsache auch meinem gnädigen Herrn von nicht geringem Nutzen sein könnte!" Robert neigte sein Antlitz dicht dem de« Sprecher« zu und seine Augen schienen denselben durchbohren zu wollen. „Die Kenntnis der Thatsache," sprach er fast flüsternd, mit scharfer Betonung eines jeden Worte« 8 „ber Thatsach«, dass die reiche Dame, diese stolze Frau de Courcy, des alten Peter Voß' Tochter ist! War es das, was Sie hörten, Herwig ?" Mit einem Ruf des Erschreckens taumelte dieser zurück. „Sie — Sie wissen ?" stammelte er. „Ja ich weiß alle»!" gab Robert mit jener Ueberlegenheit, mit welcher der raffiniertere Böse-wicht den einfältigeren, der schon in seiner Art ein Genie zu sein glaubt, übertrumpft, zurück, denn in Wirklichkeit hatte er eine gehegte Vermuthung nur aufs Geradewohl ausgesprochen. „Ich weiß daü und — noch mehr! Hörten Sie nichts weiter, mein Freund?" „Rein, denn eine Erklärung, welche die Signorina ihrem Vertrauten außerdem gab, geschah in einer Weise, dass ich nichts davon verstehen konnte. Bald darauf verließ die Signorina und gleich nach ihr Giuseppe das Boudoir. Ich aber wagte mich erst nach Ablauf einer Stunde aus meinem Versteck hervor, vollführte, als ich alles in tiefster Ruhe fand, meinen Auftrag und ließ mich hierauf an der Strickleiter auf die Straße hinab. Es war noch ein kühner Sprung nöthig, dass ich das Trottoir erreichte, und als ich dann unten stand, war die Srickleiter über mir in unerreichbarer Höhe. Ein herannahender Schritt verscheuchte mich zudem und so musste ich mich nur beeilen, dass ich fortkam, ohne noch im letzten Moment erwischt zu werden!" „Zum Henker, so muss der Einbruch offenkundig und bereits entdeckt worden sein?" stieß Robert mit Heftigkeit hervor. „Und was kann daran gelegen sein? Ich bin vom Anbeginn mit einer Vorsicht zuwerke ge-gangen, das» eine Entdeckung des Thäters gänzlich ausgeschlossen sein muss!" „Aber ich wünschte, dass überhaupt der Diebstahl gar nicht vermuthet sollte werden können, sondern dass vielmehr das Verschivinden des Etuis ein un-enträthselbares sein sollte. Sie haben Ihren Auftrag falsch verstandrn. Herwig. Es lag mir durchaus daran, die Thatsache völlig geheimnisvoll gestaltet zu sehen." „Es thut mir leid, gnädiger Herr, aber meine Sicherheit stand auf dem Spiele. Ueberdies konnt« ja auch j«d«r Dieb das Etui nehmen!" „Die Signorina weiß mit Bestimmtheit, dass nur einem Menschen auf Erden daran gelegen sein konnte, das heißt, mit dem Inhalt, mit welchem ich e« zu erhalten begehrte. Statt dessen aber finde ich nichts als wertlose Papiere; da« Tocument, um welche» es mir einzig zu thun ist, fehlt!" „Ich lieferte das Etui in des gnädigen Herrn Hände, wie ich es dem Schreibtisch der Signorina entnahm!" versetzte Herwig mit Unterwürfigkeit. „Ist das begehrte Papier nicht mehr darin ent-halten, so muss es bereits vorher daraus entfernt worden sein!" „Vorher daraus entfernt worden sein! Ah!" ES war schwer, zu fragen, ob dieser letzte Ausruf dem Gedankenblitz Herwig's oder dem Klopfen galt, welches in diesem Moment an der Thür ertönte. Noch ehe ein Herein erfolgte, ward der Diener, der draußen stand, mit Ungestüm bei-seite gedrängt und mit Heftigkeit betrat eine dicht verschleierte Frauengestalt daü Gemach. Die stam-melnde Entschuldigung des Dieners beantwortete Robert mit ein«r ungeduldigen Handbewegung, die diesen gehen hieß, welcher Weisung derselbe rasch Folge leistete. „Ah I" stieß Robert, einer Schritt zurücktretend, in demselben Moment zum zweitenmal hervor. Die dunkel gekleidete Frauengestalt hatte den Schleier von ihrem Antlitz zurückgeschlagen und die todtbleichen GesichtSzüge Anna Bernau's starrten den bestürzten beiden Männern entgegen. „Sie sind also doch überrascht, mich zu sehen, mein Herr!" redete sie, sich hoch aufrichtend. Robert mit einem vernichtenden Blick an. „Sie sind über-rascht, weil es Ihnen unangenehm ist, das macht-lose Mädchen vor sich als eine Richten» zu sehen, während Sie es mit einer willenlosen Marionette zu thun zu haben wähnten. Ja, ich bin hier, und da finde ich sogleich Herr und Helfershelfer b«i einander, fürwahr, eine ehremverte Genossenschaft! Ich muss jedoch hedauern, dass mir dieselbe nicht zusagt. Was mich hieher führt, hab« ich nur mit «i-'.em von Ihnen abzumachen. Sie können gehen, gefälliger Mann mit der ewig lächelnden Miene," wandte sie sich Herwig zu. „Gehen Sie, ich hasse Ihr Geficht und Ihresgleichen!" „Sie bleiben!" schnitt jetzt Robert, der inzwischen seine Fassung wiedergewonnen hatte, gegen Herwig gewandt, der sich auch nicht von der Stelle gerührt hatte, Anna das Wort ab. „Was wollen Sie von I» mir? Haben Ihre wahnsinnigen Vorstellungen noch nicht ihr End« erreicht? Ich kenne Sie nicht!" „Sie kennen mich nicht!" gab Anna mit einer Ruhe zurück, welche nur die abgestumpfte Ver-ziveiflung zur Schau zu tragen vermag. „Nein, ich glaube es Ihnen, wo es Ihnen nicht passt, da kennen Sie mich einfach nicht! Ich aber kenne Sie und besser vielleicht, als Ihnen lieb sein kann, l Ich weiß alles. Ich war bei der Dame, die so liebenswürdig war, für Sie jenes Billet zu schreiben, welches das Opfer in die Schlinge lockte. Sie weiß natürlich nichts davon und leugnet gleich Ihnen." „Nun und was wollen Sie jetzt? Diejenige, auf deren Namen das Billet lautet, stellt es in Abrede, dasselbe geschrieben zu haben. Ich bin Ihnen nie begegnet. Welche Zeugen haben Sie für das Gegentheil?" „Welche Zeugen?" rief Anna, und jetzt flammte es doch wild in ihr auf. «Schurke, ja, du bist imstande, alles zu leugnen lind mir bleibt nichts, als ein gebrochenes Dasein!" „Wenn Sie das selbst erkennen," fuhr Robert mit eisigem Höhne fort, „weshalb kommen Sie dann und spielen sich hier als Tragödin auf? Ich versichere Sie, auf der Bühne ist das sehr angenehm, in» wirklichen Leben aber höchst lang-wellig. Sagen Sie kurz, was Sie wollen. Was Sie vorgeben, ist Wahnsinn. Sind Sie von einem treulosen Geliebten hintergangen worden, ich bin reich und auch ich liebe das Leben und will durch-aus nicht knickerig sein. Sie sollen Ersatz und eine offene Börse finden; im übrigen —" Heftig wehrte Anna ab. „Halten Sie ein, mein Herr! Nach all dem Leid auch noch Schimpf obendrein, das ist mehr als zu viel! Ich sehe, ich erreiche nichts, indem ich mit einem Menschen red«, der statt des Her-zens einen Stein in der Brust trägt. Legten Sie mir all Ihr todtes Gold zu Füßen, Sie könnten mir nicht ersetzen, was ich verloren habe und um das, sind Sie gegen irdische Strafe gefeit, ein höheres Gericht ist es. das über Sie urtheilen wird — Ihr Gewissen und Gott, der Allmächtige, von dem mein letzter Athemzug über Sie herabbeschwört, was Sie über mich gebracht haben, Verzweiflung und Fluch!" Und init drohender Geberde sich abwendend, hatte sie das Gemach verlassen, ehe einer der beiden Männer sie zurückzuhalten vermocht». Die Thür fiel hinter ihr in» Schloss und wie ein Schüttelfrost durchgieng es Robert. Besaß dieser Mann noch eine fühlend« S««le, so war ihm der letzte Blick der Betrogenen bis auf den tiefsten Grund derselben gedrungen und hatte Empfindungen in ihm geweckt, welche ihm sonst vollständig fremd waren. „Sie muss wahrhaftig halb wahnsinnig fein!" stieß er, sich gewaltsam zum Sprechen zwingend, mit heiserer Stimme hervor. „Ah, fürwahr, ich glaube, die kleine Scene hat mich nervös gemacht. Herwig, reichen Sie mir die Karaffe und ein Glas. Daraus gehört ein Feuertnmk zur Herz-stärkung!" Der Angeredete gehorchte mit Eifer; auch ihn hatte das Intermezzo nicht eben auf das fteund-lichste berührt und er athmete erleichtert auf, als dasselbe zu Ende war. „Was wird sie thun?" brach er jetzt, als fein Herr eben das zweite Glas de» schweren Weines hinunterstürzte, das Schweigen. Dem ehrlichen Mann bangte für feine eigene Person, denn er fühlte sich durchaus nicht so sicher, wie sein Herr, und die bleich« Furcht macht« ihn feige erzittern. „Was ihr beliebt!" gab Robert mit erzwun-gener Sorglosigkeit zurück. „Sie ist machtlos und zudem wird sie sich schon scheuen, die Geschichte an die große Glocke zu hängen. Sie gefällt sich als Heldin, der ein großes Unrecht geschehen ist. Sie wird sich schon zur Ruhe geben. Und was unsere andere Angelegenheit betrifft, so versuchen Sie doch mit Vorsicht zu erforschen, was ermittelt worden ist und wie man darüber denkt. Es ist sehr fatal, dass das Papier aus dem Etui ver-schwunden ist. Es ist eine zu gefährliche Waffe in solchen Händen, wie denen der Signorina! Apropos, Herwig, sollte es Ihnen nicht möglich sein, auf irgend eine Art und Weise herauszuspio-nieren, weshalb, wie Sie erlauschten, die Signo-rina der Frau de Eourcy Todfeindin ist? Wär« bei der Dienerschaft in der letzteren Hause-- doch ah, wa« ist da» ?" brach er jählings ab, sich hastig dem Fenster zuwendend, welches nach der einen Seite hin einen Blick nach dem Theil vor dem Kolbe'schen Hause gestattete. Das Oeffnen der rostigen Einfahrtsffügel war es, was Robert's Aufmerksamkeit auf sich gezogen hatte, welche das Hereinfahren einer Equipage gleich darauf noch erhöhen sollte. Es war ein eleganter Wagen mit einem Diener auf dem Hintersitz, welcher, al» das Gefährt vor dem Hauptportal hielt, den Schlag öffnete. Eine überaus elegant, völlig in schwarzen Sammt gekleidete Dame stieg aus und schritt mit Gran-dezza ins Haus hinein. Mit einem heiseren Ruf taumelte Robert, kaum dass er einen Blick auf die Erscheinung gethan hatte, zurück. „Sie — sieI" stammelte er mit todtbleichen Lippen. „Teufel, was will sie hier?" XXXIX. Die Zeitung mit den neuesten CourS'ierichten zwischen den niedergesunkenen Händen, saß Herr Nikolaus Kolbe in seinem Allerheiligsten, seinem Arbeitszimmer, wie die Dienerschaft das Gemach nannte, obgleich von Arbeit von Seiten des Be-sitzers hier nicht viel die Rede sein konnte, und that etwas, was bei ihm äußerst selten vorkam: er sann nach über Vergangenes. Im allgemeinen huldigte er dem Grundsatz, dass einmal Geschehenes keiner Gedanken mehr wert fei, welche einzig der Zukunft gehörten. Heute aber wich er von der Regel ab und was die Erinnerung ihm vorführte, mussten nicht die freundlichsten Bilder fein. Nicht fönst hätte seine Stirn so düstere Furchen zeigen, nicht hätte sein Auge so finster blicken können. Es waren Gebilde längst entschwundener Zeiten, welche vor sein inneres Auge hingetreten waren, Gebilde aus Tagen, welche fern, sehr fern lagen, aus den Tagen seiner Jugend. Er sah sich wieder als junger Mann von zwei-undzwanzig Jahren. Nach Mühen und langem Suchen war es ihm gelungen, die Stellung eines Eommis in einem großen HandluiigShause zu er-halten, eine höchst gedrückte, in enge Schranken gezwängte Stellung, welche ihm, der eher alle Anlagen zum Herrschen als zum Dienen in sich verspürte, dem Joch eines Sclaven gleich schien. Aber ein Grundzug war auch schon damals in ihm, — schlaue Berechnung, welche in diesem Falle übrigen» das Richtige traf. Was half es, dass er murrte, dass er unzufrieden >var? Verlor er seinen Posten, den er nur mit der größten Anstrengung gefunden hatte, wer verschaffte ihm einen neuen? Er fasste sich also in Geduld. Und biss er sich auch oftmals die Lippen blutig vor verhaltenem Grimm, er blieb fest und beständig. So standen die Verhältnisse, als feine Mutter, bei welcher er bis dahin gewohnt hatte, starb und er sich nach einem neuen Unterkommen umzusehen genöthigt war. Er beklagte den Tod der alten Frau nicht allzusehr; derselbe entlastete sein schmales Ein-kommen nicht ivenig und eröffnete ihm die Aus-sicht auf eine freiere Bewegung. Und um sich von Gefühlen beherrschen z»> lassen, dazu besaß er viel zu wenig Herz, wenn er überhaupt je von diesem Artikel etwas sein Eigen genannt hatte. (Fortsetzung folgt.) Ketteres. Beim Abhandeln. Junge Dame (IK Jahre alt, zum erstenmale auf dem Markte): „Die Gänse sind ja ganz gut. aber zu hoch im Preise. Lässt sich da nichts abhandeln?" — Verkäuferin: ,.J bewahre, wir lassen uns nichts abhandeln, am aller-wenigsten von solchen jungen Gänsen!" S ü f f e l' S P h i 1 o f o p h i e. Süffel, beim Nach-haufegehen einen Betrunkenen bemerkend: „Ekelhaft so 'n Rausch, denn ein — anderer hat." Auch eine Definition. „Vater, was ist denn eigentlich reifere Jugend?" — ,D>aS ist doch ganz einfach, das sind Früchterln!" Getroffen. A.: „Wie lange ist Ihr Herr Nachbar denn eigentlich schon verheiratet?" — „Weiß nicht, bekümmere mich nicht — um fremdes Elend!" Das kleinere Uebel. Mann: „Der Junge macht mich noch rasend mit seinem Geschrei!" — Frau: „Ich werde ihm was vorsingen." — Mann: „Nein, da lass ihn lieber schreien!" Unbedacht. Mehrere Musketiere der 1. Com-pagnie des Infanterie-Regimentes Nr. X. sind in eine Schlägerei verwickelt gewesen, welches am an« dem Morgen dem Herrn Hauptmann und Eompag-nie-Chef gemeldet wird; derselbe, sonst ein sehr ruhiger Herr, ist darüber sehr aufgeregt und lässt die Uebelthäter vor die Front treten und hält eine furchtbare Strafpredigt, worin er in der Aufregung u. a. sagt: - Ihr — Ihr — seid eine Räuberbande und ich — — ich — bin euer Hauptmann —!!" Schlau. „Bitt', Mama, fall' ein bischen in Ohnmacht! Ich möchte vom Papa ein neues Schaukel-pferd haben!" _ Sniaa: Verwaltung der „Teutschen «acht" in Sllli. - Herausgeber und orranlwortlicher Redacteur »mil lullinger. Buchdruckerei R. Withalm & «».. Graz. 1895 ..ventschc Wacht" 5 (dingen, tief in das Seelenleben einer deutschen Jung-hau einzublicken. ihn Wesenheit mit der seinigen l2iistleri!ch zu verschmelzen und die bllltenreinen Ce-knfm eines liebenden Mädchens dem Leser zu ver-«itkln. „Deines Lebens Maien-.«! Durft' im Geiii ich miigemcben; Was dies Büchlein davon spricht. Nimm c3 hin mit tausend Grüßen." Mit dic'en Worten widmet H. Dieter sein Werkchen tet glücklichen Braut. Im Borwort aber erzählt er in schlichter, herzlicher Prosa, wie seine Dichtung ent-stand. Wir find dadurch in genussfähige Stimmung msetzt, noch ehe wir den ersten Veri gelesen. Von Znle zu Zeile steigert stch unsere Theilnahme, immer iniiger werden wir gefesselt; in wunderbarer Plastik Mm die einzelnen Bilder vor unser geistiges Auge, tei Eindruck innerer Wahrhaftigkeit beherrscht uns iij zum Schlüsse, und mit stummem Tank für den fcii&tK legen wir das Büchlein aus der Hand. — Bet jungen Liebenden ein sinniges Geschenk oder (ich selbst eine Erquickung bereiten will, dem sei Hcki's neueste Schrift empfohlen. Der sebr niedrige (von 40 K.) macht die Erwerbung jedermann locht möglich. G. R. Hingesendet. tf Soeben erschien: Heimchen am Herd illustrierte Familien-Zeitschrist. 44 „Heimchen am Herd" wird daS billigste und dabei doch ein Famitienblatt ersten Ranges sein. Jährlich erscheinen 26 Hefte im Umfange von je ü Bogen. Oer Preis beträgt nur 12 kr. ä. W. pro Heft. frc^mimmetn stalte «iii franco Joh. Rakusch Nachf. Georg Adler rlma Wecker 1 t. 75 kr.. Pandelnkren, aefct Tag* 8c!il»irweik, von - ». iwifwJrts. mit 10 Procent Rabatt ftlr Hiadlor. 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Filiale für Ungarn: Budapest FranzJosefsplatz5&6 im Hause der Gesellschaft. Activa der Gesellschaft am 81. December 1894 Kronen 138,416.475.— hhreseinnahme an Prämien und Zinsen am 81. December 1894 ........ . Awzalilungen flir Versicherung^- und Renten-Verträge und für Rückkäufe etc. seit Bestehen der Gesellschaft (1848) . . . Wahrend des Jahres 1894 wurden von der Gesellschaft 9233 Polizzen über ein Capital von............ aasgf teilt. — Prospecte und Tarife, auf Grund welcher die Gesell-ichatt l'olizzen ausstellt, sowie Antrags-Formulare werden unent-feltlich ausgefolgt durch die General-Agentschaft in I „Ihilcht, Jnl Herr» 0r »ed. ll°pr ri t»i, »» ilhei». Sachse,«», 8. Schon bei der zweiten Sendung fühlte ich. das« es bester würd« und noch der dritten Sendung war ich vollständig gesund. Ich sage Herrn Dr. Hope meinen besten Dank. 266 lgez.» E»«a Trappiel, Würslau i. Anh. 5itS»tfkniWiA fcinrinticrnie. Meinen p. E. 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