"". 41 N- "' halb,. N. 5 50. yll« bl« ZusteNxng <"« H.u' 3^1^Nllll. A» ^eliNM^. ' ^'"« " lr,. «rotz«« Per Z««l« « lr , b«! e,l.,t„ 1 ><><.^ Amtlicher Theil. «.„ Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom ,6. Februar d. I. den Iemneistern des Hofburgtheaters Franz Käufel «no Leopold Hara bath in Anerkennung ihrer viel-UWyen. zufriedenstellenden Dienstleistung das silberne "ttdienstlreuz mit der Krone allergnädigst zu verleihen ulluyt. Nichtamtlicher Theil. Ueber „politische Consequenz". Die Vudaeldebatte im ungarischen Abgeordneten» ^"U>e schloss diesmal mit einer erregten und unstreitig ^interessanten Scene. Es galt wieder einmal die Arauenssrage; die Opposition arbeitete mit ihrem äul. c beschütze und ein Struwwelpeter vun der "versttn H„^ erhob gegen den Ministerpiäsidenten sam , ° ben Vorwurf. er habe sich im Jahre 1875 ^'lil ssinf,, damaligen Gesinnungsgenossen einen ^oerzeugungswechsel zuschulden lommen lassen, wel< ^U auf die öffentliche Moral verderblich willen müsse, v. Es ist wohl nothwendig, die Geschichte diese« "^erzeugungswechsels unseren Lesern wieder ins Ve-°achtnis zurückzurufen. An der Spitze einer starten, auch durch Talent "'gesehenen Partei opponierte Tisza dem staalsrecht-Mn Ausgleiche, welchen Peak und die Seinia/n Elchen Oesterreich und Ungarn geschlossen hatten, in °er heftigsten Weife und fetzte diesen Kampf sieben ^ayre lang mit all der Zähigkeit und all der hohen ^egabung fort, die wir heute an ihm bewundern, solche intensive Parteikämpfe pflegen den Vollern IHlechl zu bekommen. Das war denn auch in Ungarn der Fall. Die Kräfte der Nation rieben sich gegenseitig in dem wüsten Hader auf und die Zeit. welche zum Ausbau und zur Sicherung des neuen Zustandes hätte verwendet werden sollen, gieng verloren. Zudem wurden auf wirtschaftlichem Gebiete Fehler begangen. Der damalige Finanzminister Lonyay bildete sich nn, den Wiener Banquiers die Thüre weisen zu tön. nen; suchte mit Pariser Geldlräften fünften und sechs, ten Ranges ein ungarisches Anlehen zu machen, und MM ein kolossales Fiasco, das dem jungfräulichen Kredite Ungarns natürlich nicht zu besonderem Vor, Mlle gereichte. Man wollte Hals über Kopf ein un-»ar'sches Eisenbahnnetz schaffen, überlastete das Land "m Zinsengarantien, geneth in die Hände von Schwind« "rn und hatte ein zweites schweres Fiasco zu bclla- gen. Da kam auch noch die Finanzkrise des Jahres 1873. Die Landeseinkünfte erhielten einen schweren Rückschlag, und es kam so weit, dass man die Honved-truppen nicht mehr regelmäßig bezahlen konnte und glücklich war, von den Wiener Banquiers gegen Ver« Pfändung der Staatsgüter und unter Bedingungen, wie mau sie sonst nur türkischen Schatzmeistern zu dictieren pflegt, ein kurzfälliges Darlehen zu erlangen. Ungarn tand am Vorabende deL Bankerott?, und damit war auch seine politische Lebensfähigkeit in Frage gestellt. Franz Deal war gestoiben, Graf Andrassy an die Spitze des auswärtigen Amtes nach Wien berufen worden. Die Deak'Partei befand sich ohne Führer, erwies sich unfähig, die entstandenen Schwierigkeiten zu bewältigen, und stürzte in der Verzweiflung eines ihrer Ministerien nach dem andern. Das Land stand ralhlos da. In diesrm Momente trat Koloman Tisza mit einem rellendm Gedanken hervor. Er fand, dafs angesichts der Nolhlage des Landes eine Fortsetzung des Kampfes um staatsrechtliche Formen und Einrich-lungcn nicht mehr als patriotisch betrachtet werden könne. Nur ein Mittel lasse Nelluna hoffen: beide Parteien müssen ihre Talente nnd Kräfte vereinigen, um concenlrisch auf die Bewältigung der drohenden Gefahren hinzuarbeiten. Der Gedanke wurde in beiden Lagern mit Enthusiasmus aufgenommen; die Fusion der Dentisten und Tiszaisten erfolgte unter dem Jubel des Landes. Aus dieser Fusion gieng dann das Coa-litionscabinet hervor, welches den Namen Tiszas trägt, nunmehr feit zehn Jahren besteht und die gro» hen Schwierigkeiten, welche es vorgesunden, glücklich bewältigt hat. Tisza hat zweifellos eine patriotische That ersten Ranges vollbracht, al» er den Streit um staatsrechtliche Princip,,»,, aufgab, um sich mit voller Hingebung und Selbstverleugnung den, Dienste des Vaterlandes zu widmen. Mit berechtigtem Bewusstsein antwortete er daher seinem Angreifer: „Wenn jemand, ohne dass Ereignisse von großer Bedeutung eingetreten wären, zur Erreichung irgend welchen Zweckes seine politische Ueberzeugung ändert, ist er ein Elender. Wenn aber jemand solchen wichtigen Ereignissen gegenüber die Ueberzeugung gewinnt, dass seine Anschauungen der Sachlage nicht mehr entsprechen, oder dass die Richtung, welche er eingeschlagen, dem Oemeindewohle nicht nützlich, ja sogar schädlich sei, dieses aber nicht ein-zugestehen wagt, so stcllt er snn liebes Ich, den Schein der Konsequenz höher als da« Gemeinwohl und ist ein schlechter Patliot. Ich weiß, was ich vor zehn Jahren gesagt, und weih, was ich seither gethan habe. Ich übernehme vor Voll und der Welt die Veranworllich- keit für alles, denn mein Gewissen sagt mir. dass ich, falls ich anders gehandelt hätte, wohl der consequent« Koloman Tisza geblieben, aber ein schlechter Patriot gewesen wäre." Stürmische Eli/ns, langanhallender Applaus bildeten die enthusiastische Zustimmung nicht bloß der liberalen Regierungspartei, sondern auch jener hochansehnlichen Männer, die sich außerhalb der Par-teiverbä'nbe halten, uno bei der darauf folgenden na» mentlichen Abstimmung wurde d?m Cabinet Tisza mit der imposanten Majorität von 89 Stimmen das Vertrauen des Hauses ausgedrückt. Die Scene ist unstreitig von ganz ungewöhnlichem Interesse. Eine Anzahl von Männern, deren Liberalismus manche harte und langwierige Feuerprobe bestanden, wie sie ein gütiges Geschick allen unseren Liberalen gnäbiglich erspart hat — eine respectable Anzahl wetterharter Liberaler, eine große, einheitliche Majorität, die viermal gekräftigt und gestählt aus den Wahlen hervorgegangen, proclamiert hier einmüthig, überzeugungsvoll und feierlich. dass es Pflicht des Patrioten sei. unter gewissen UmständlN gewissenhaft zu prüfen, ob denn seine Auffassungen, sie mögen von Haus aus noch so richtig gewesen sein, auch den mittlerweile veränderten Verhältnissen entsprechen , ob die Richtung. welche er nach bestem W'ssen und Gewissen eingeschlagen, sich dem Gemein« wohle auch nützlich erweist, und wenn dies nicht der Fall ist, sein liebes Ich sammt der ganzen eitlen Consequenzmacherei dem Gemeinwohle unterzuordnen, allerdings unter der Voraussetzung, dass er ein Pa« lriot bleiben will. Der Grundsatz ist zweifellos richtig, und wir möchten uns deshalb in aller Bescheidenheit die Frage erlauben, wie denn unsere Opposition über die Sache denkt und ob sie nicht die Zeit gekommen erachtet, auch ihre Auffassungen einer solchen g-wissknhaflen Revision zu unterziehen? Wir fänden dirsrlbe z. V. schon aus dem Grunde angezeigt, weil bei dieser Gelegenheit unsere Opposition selbst erfahs-li könnte, warum sie denn eigentlich Opposition macht? Dass sie das nicht weiß, steht für uns außer allem Zweifel. In den Jahren 1878 und 1879 perhorrescierte unsere Opposition den Berliner Vertrag, die bosnische Occupation und die Verlängerung des Wehrgesehes. Mit alledem hat sich die Linke längst vollkommen ausgesöhnt. Sie hat Gesetze über die Behandlung der bosnischen Angelegenheiten votiert unk damit die Occupation anerkannt. Der Berliner Vertrag, welcher heute die Grundlage des europäischen Friedens bildet, fände bei unserer friedensfreundlichen Linken gewiss die wärmste Vertheidigung. Das Kriegsbudget hat sie seit der Verlängerung des Wehrgesehes wiederholt Jeuilleton. Auch eine Bärenjagd. (Schluss.) zv, ?^bk? Nun waren wir eS trotz vergangener le<^ 'Hlaflusci- Nächte und anstrengender Touren erst ^.'"cht. Man kennt Müdigkeit überhaupt bei so ^!!!aen Iagdauspicien kaum, und wenn wir auch ttsck»^ ""^ ^ anstrengenden Bewegungen, zu Tode dem s« ' Raubten umsinken zu müssen, so war mit ilh"^edanken an die bevorstehende Bärenjagd all?s de/na."ben, ^ Handumdrehen vergessen. Zudem ist lilllZ""lnel rein. die Luft leicht bewegt, und unwill-alte n-V, H '" Gefühle der eigenen Kraft meine wenn l. b"" Hälfe, dass sie aufgestöhnt hätte, über«.', "n "ltes aber bewährtes Schießeisen dies Vt ^stände brächte. die Nu s. ""gehung der Dickung durch die Treiber, unterm M'^ -b" Schützen geschah selbstverständlich Aachd m ! ' ^^en meiner allen Liesel. a? '"lumen oll ss? ^'"e. und harrte des Bären, der ö die Nawr Ml- nichts Edleres, nichts Reineres ""l sich ihre^ freut, wem der Schö- pfer Empfänglichkeit dafür ins Herz gelegt, der hat ein Recht, sich den bevorzugten Glücklichen zuzuzählen. Laut aufjauchzen häUe ich mögen über die gepflogene Iagdeinlheilung. die so günstiges Resultat versprach. Das ganze Thal mar, wie die weite offene See, mit Nebel ausgefüllt, über welchen hie und da einzelne Kuppen gleich Inseln herauslugten, während in un-serer Höhe die lirbe Sonne im Moment noch glückliche, weit hoffende und erwartungsvoll»' Iägerherzen freundlich beschien. Wie war mir doch das Herz so weit. Werd' ich zum AiMMicle sagc„: Verweile doch, du bist so schön! Dann sollst dll mich in Fcssrln schlagen, Dann will ich gern zugrunde gch'n! Doch schon melden die Treiber, und alle Poesie ist aus dem Sinn. Plötzlich donnerte ein Schuss, ein zweiler, ein dritter in kurzen Intervallen, welche sich rasselnd und echoend am jenseitigen Verghang brachen, ein Gejohle und Gejauchze der Treiber wurde hörbar, und weg war alle Hoffnung, selbst zum Schuss zu lommen, und lieh unwillkürlich ein merkliches Herzstechen des momentanen Schussneides zurück. Ein kurzer Moment noch, und schon laufen alle zusammen, den glücklichen Schützen vor dem noch immer möglichen Angriffe des Bären zu retten. Doch, heiliger Huberlu«, was ficht dich au? Das Schlimmste, was geschehen konnte, war vorbei, unserem simplen Treiberschiihen sind beide Bären zugestanden. Der Hauptbär flüchtete 30 Gänge ober ihm, vom gedeckt»» oberen Schützen uneräugt, vom unteren Schützen zu weit, durch die Schützenkette, way-rend ihm der junge Bär auf 10 Gänge zustand uno von unserm sauberen Nimrod mit einer vollen Ladung spitz von vorne empfangen wurde, welche Petz im Flmr zusammenbrechend bestätigte, dann aber wieder hoch wurde und flüchtend den Rückwechs^l annahm, nachdem der Schütze sammt seiner zweiten Labung in diametral entgegengesetzter Richtung Reißaus nahm und kaum zu stolterlVvermochte, als er. in der Hitze des Gefecht's über ein Hindernis stolpernd, die Nase sammt Gewchrmündun« in den Schnee vergrub und in aller Haft wieder auf die schlotternden Beine gekommen, die befriedigende Wahrnehmung machen konnle, dass Meister Petz für diksmal leine bösen Absichten halle und gleich ihm selber Fersengeld nahm. Mittlerweile schoss der untenstshenb- Schtttze mit seinem gestochenen Büchsenläufe d" weiten Welt ein kollosales Loch. und als sich der Bär mcht weiter um solche Scharflchützm im Gefühl- ftiner Selbst, erhallung scherte, wurde auch die zweite Postenladuna ins Blaue befördert. . . ., .^^ Es war nun ausgemacht, d°ss "'r " m t e.nem Haupt, und einem jungen »^H chu^h^n und zwar m.t U.-5U« u^ j,„ de« ""ll "^tr^^ fließen ,"7" ?l- de «ä? bei normal Fährtenstellung und olA in der Dickung in« Gedränge zu lommen, stunden-weil flüchtig blieb, nach und nach wemger schweißte und endlich auf weitem Umwege bergan zur Höhe aMg. in dcr Nichlmig, wo er am Morgen rege gemacht wmde. Laibacher Zeitung Nr. 4! 328 20. Februar 1885. einmüthig votiert und damit dem letzteren nachträglich gleichfalls ihre Sanction ertheilt. Von dem ursprünglichen Oppositionsprogramme ist also kein einziger Punkt übrig geblieben. Im Iahle 1880 wurde ein neuer Grund zur Opposition vorgeschoben. Man schrie ins Land hinein, Graf Taaffe führe Böses im Schilde gegen Verfas. sung und Staatsemheit. Er wolle dem Parlamente ans Leben, das Reich zertrümmern, den Föderalismus inaugurieren. Heute müsste man den Narren suchen, der an diese Gespenster noch glaubt, und fände einen solchen im Lager der Vereinigten Linken gewiss am allerwenigsten. So scharf wir also auch nach allen Richtungen hin auslugen mögen, wir können keinen einsten, praktischen, positiven Grund erspähen, welcher eine so große und intelligente Partei zur Opposition bestimmen, viel weniger zwingen würde. Es klingt seltsam, ist aber buchstäblich wahr: Wenn die Linke heute den Entschluss fassen wollte, die Oppositions, macherei aufzugeben und das Cabinet Taaffe ein-mülhig zu unterstützen, sie brauchte dabei kein einziges ihrer liberalen Principien, leine einzige ihrer staatsrechtlichen Ueberzeugungen zu verleugnen oder aufzuopfern. Unsere Opposition steht eben ganz und gar und ausschließlich auf dem Sandboden des „Iusta» mentnit". Nun befindet sich Oesterreich gottlob allerdings nicht in der Lage des Ungarns von 1875. Es ist sogar das gerade Gegentheil der Fall. Das liberale Regime halte unseren Staatshaushalt in leidiger Unordnung, mit einem «fressenden Deficit" zurückgelassen; der Staatshaushalt darf heute als geordnet, das Deficit so gut wie beseitigt betrachtet werden. — Das liberale Regime hat unsere Rente in ziemlich trau» riger Lage zurückgelassen, sie ah das Gnadenbrot der Financiers und des Auslandes; sie steht heute glän< zend da, alle Welt macht ihr den Hof und der österreichische Bürger vor allen legt ihr mit Vertrauens« voller Vorliebe seine Sparpfennige in den Schoß. — Das liberale Regime hat unser Eisenbahnwesen recht nothleidend zurückgelassen; heute besitzen wir ein imposantes Staatsbahnnetz. Das liberale Regime hat die heimische Industrie, von den Vampyreu des Manchester-thums ausgesogen, blutleer und krank zurückgelassen; der Schutz und die Pflege, welche ihr seitdem zulheil geworden, haben sie wieder frisch und munter auf die Beine gestellt, und sie hat gerade in den jüngsten, so kritischen Monaten ihre Lebenskraft erprobt. Wir gestehen es also gerne, ja sogar mit voller Befriedigung: die Lage des Reiches ist in jeder Beziehung eine solche, dass sich die Linke, ohne ihr patriotisches Gewissen auch nur im geringsten beunruhigt suhlen zu müssen, das Vergnügen und den Luxus der Opposition gönnen kann. Ja noch mehr: sie kann sich der Zuversicht hingeben, es werde auch in Zukunft bestens dafür gesorgt werden, dass die Angelegenheiten und Interessen dcs Reiches durch ihre Opposition nicht zu Schaden kommen. Einen Nothstand gibt es aber doch, und das ist der Nothstand des Deutschthums. Ein großer Theil des deutschen Volkes in Oesterreich ist um seinen Ein» fluss auf die öffentlichen Angelegenheiten gebracht worden. Die Linke hat allen Grund, darüber wehschreiend die Hände zu ringen. Ip86 kscit! Was sie beklagt, ist ausschließlich ihr Werk, ausschließlich das Resultat ihrer unseligen Politik. In dieser Beziehung nun wäre es geboten, nach dem bewährten Recepte Tiszas mit sittlichem Ernst, ohne Eigensinn, ohne Dünkel, ohne jene Eitelkeit, die sich selbst über alles setzt, zu prüfen und zu erwägen, ob denn die bisherigen Auffassungen der Herren von der liberalen Opposition auch den thatsächlichen Verhältnissen ent« sprechen, ob die Richtung, welche sie eingeschlagen, sich nicht gerade den deutschen Interessen, welchen sie ja angeblich vor allem dienen wollen, überaus schädlich erwiesen habe? Wenn bei dieser ehrlichen Selbst» plüfung der patriotische Geist, welcher Dsza und die Seinen vor zehn Jahren beseelte, sie überkömmt, gewiss, sie müssten durch gleich selbstlose Entschlüsse gleich glänzende Erfolge erzielen. Es ist ja sonst den Herren nichts Neues, nach Zeitüngsmotiven Politik zu machen; wie win's, wenn sie das einmal auch in gutem nnd patriotischem Sinne versuche» wollten? Inland. (Reise des Kronprinzenpaares.) Nach einer Meldung aus C?tinje sieht man dort m>t freudiger Genugthuung dem Besuche dcs durchlauchtigsten Herrn Kronprinzen Erzherzogs Rudolf entgegen. Höchstderselbe soll gleich nach Ostern in Cetinjc eintreffen. Die «Wiener Allgemeine Zeitung" bemeikt zu dieser Meldung, der beabsichtigte Besuch in der Rest» denz des Fürsten von Montenegro stehe mit der Reise in Verbindung, welche der Kronprinz in Gesellschaft seiner erlauchten Gemahlin demnächst nach den öster-reichischen Hafenstädten an der Adria antreten wird und bis nach der Levante auszudehnen beabsichtigt. Von Cattaro sei ein Abstecher nach der montenegrinischen Hauptstadt geplant, wenn anders nicht die Witterungsverhältnisse die Ausführung dieses Planes unmöglich machen. Von der Gunst des Wetters sei sonach der Besuch des kronprinzlichen Paares in Ce< tinje abhängig. (Parlamentarisches.) Die kurze parlamen-tarische Pause ist zu Ende; gestern trat das Abgeord. nelenhaus wieder zusammen, und im Budgetaubschusse hat der General'Berichterstatter für das Budget. Dr. Mattus, das Finanzgeseh vorgelegt. Man glaubt, dass die Budgetdebatte am nächsten Dienstag oder Mittwoch beginnen wird. Vorher soll noch das Unfallversiche-rungs- und das Dynamitgesetz erledigt werden. (DasSubcomite des Eisen bahn-Ausschusses) hat, wie in parlamentarischen Kreisen ver, lautet, seine Berathungen über das Nordbahü-Ueberein« kommen nahezu beendigt, so dass voraussichtlich nur noch eine Sitzung desselben stattfinden wird. Wie das «Fremdenblall" erfährt, herrscht in den Hauptpunkten Uebereinstimmung zwischen den Anschauungen des Sub. comitcs und der Regierungsvorlage, namentlich soll bezüglich der Fixierung einer Rente von 112 fl. per Actie kein Dissens mehr bestehen und die Einwendungen, welche anfänglich von einigen Seiten geltend ge-macht wurden, vollständig behoben sein. (Ungarn.) Die Debatte über die Reform des ungarischen Oberhauses ist im Abgeordnelenhause noch nicht abgeschlossen, und schon rüsten sich die Magnaten zur Berathung derselben. Wie j^tzt geplant wird, soll demnächst eine Conferenz von Magnaten aller Parteien stattfinden, um die Situation zu klären. Auch Tisza soll sich auf eine vertrauliche Nachfrage bereit erklärt haben, in dieser Conferenz zu erscheinen. (Kroatien.) I„ jenen zehn kroatischen Wahl« bezirken, welche noch erledigt sind. finden die Wahlen Mitte März statt. In Ogulin candidiert seitens der Nationalpartei der Domherr Vuchetich mit Aussicht auf Erfolg. In Kriz, wo Miskaloviö durch Stavcevl verdrängt wurde, entwickelt die Opposition eine äußerjt lebhafte Agitation. Starceviö optierte seinen bisherigen Beznk Labar. wodurch Kriz frei ward. Die Star-öeviiianer arbeiten thätig für Opermann, während 0>e Unabhängigen Dereniün,'den früheren Justizchef, durch' bringen wollen. Ferner candidieren in Warasoin K>l' miilit, in Virovitica Tlalök, in Koprivnica Pevml und in Petrinja Kern c", sämmtliche Staröevitianer. Ausland. (Deutschland.) Die „Norddell'sche Mijemenlt Zeitung" erklärt m'derilautrnden Zeitungsnachrichten gegenüber, dass für die zwcite Lesung der Dampfs subventions'Vorlage im deutschen Reichstage die Wieder/ Herstellung der asiatischen, australischen und afrilanl^ schen L'nie beantragt werde. Auch das Anlaufen eine» holländischen und belgischen Hafens entspreche der V^ sicht der Regierung, doch empfehle es sich nicht, eiltt" bestimmten Hafen gesetzlich zu fixieren, sondern die Auhwcchl den Verhandlungeit mit den Bewerbern um die Linien vorzubehalten. — Die Commission zur Vo^ berathung des Postsparcassen.G?setzes Hut dasselbe a°' gelehnt. (Der Schluss der afrikanischen Eo«' ferenz) wird anfangs nächster Woche erwartet. D>l Beschlüsse werden in Form einer Declaration nieder gelegt, deren Ratification dann seitens der theilnehM^ den Staaten erfolgen soll. (In Griechenland) ist, wie bereits telegraphisch gemeldet, eine Ministelkrisis eingetreten. ^ Ministerium Trikupis hat beim Könige sein ^ lafsungsgesnch eingereicht, weil es der immer mehr e^ starkenden Opposition gelungen war, für ein Vlfl^ trauenivolum gegen daL Cabinet 108 gegen 104 St>^ men zu vereinigen. Das geschah während der BM"' debatte, und eine Hauptwaffe der Opposition war del Misserfola, den das Ministerium mit seinen Fin""^ maßregeln in den Slrlier- und Armeegesetzen erlitte" hat. Sie hob hervor, das« das Kriegsbudget die Su»»" von 20 Millionen übersteigt und die Gesammtausgabc" von 45 auf 85 Millionen gestiegen sind. Ic>, u>n b<" Fmanzzustand recht grell zu beleuchten, rechnete HA Dely^nms aus, dass oic Ncgie>u»a. im I^hre 1^ außer dem sicher zu erwartenden großen Deficits lausenden Budgets noch 5(i Millionen zu beschäl" haben werde. , (Dänemark.) Während in Dänemark d^ Folkethmg seit Jahren mit dri Regierung über ^ Wehrhaftmachung des Landes hadert und deren ""' träge beharrlich abweist, haben 20000 dänische Fra"/" aus Stadt und Land dem Könige ein seltenes pat""' tisches Geschenk dargebracht, nämlich acht Krup^ Kanonen, welche durch Sammlungen und Beitlaü von ihnen angeschafft worden. Eine Abordnung ^ Damen erschien beim Könige, um demselben eine Adttli' betreffend die Ueberlieferung dieser „Frauetigabe i" Vertheidigung des Landes" einzuhändigen. ,z (Dem türkischen Reiche) ist kaum je<' absolute Ruh? gegönnt. Stände il, Constanlmopel ^' Idimstemprl, dann tonnte man gelrost desstn Th^' ausheben, denn die kaiserlich ottömanischen Trupl" haben immer zu thun. Gegenwärtig scharmiitzcll ^ wieder in Jemen. Der Generalgouverneur EuubPa'A bemüht sich seit langem, die arabischen Stämme dm Provinz gefügig zu machen und die Steuern he"'H bringen. Da die Scheilhs der Stämme verpsl'chtel st"' Schließlich wurde auch der Hauptbär dahin zurück ge» spürt, und da es mittlerweile Abend geworden, musste noch der Morgen des nächsten Tages abgewartet werden, um sich dieses ominösen Resultates zu vergewissern. Selbst der Himmel schien darüber zu grollen, denn er begann den Mond zu verdunkeln, bedächtig sein Gesicht in schwere Wollen zu hüllen und endlich im weinenden Regen seinem Mitgefühle Lust zu machen, was zu unseren Grübeleien bei schlafloser Nacht in der durch-welterten Hütte harmonisch klang. Trotz dem regnerischen Wetter und dem pfeifenden Winde am nächsten Morgen wurde der Fährte wieder nachgehangen und ausgemacht, dass beide Bären, der nngeuleite kaum mehr schweißend, gegen die Gottscheer Forste ausgewechselt waren, um sich bei dem nunmehr entwickelten Schneegestöber dort einzuschlaa/n, und mir damit jede Hoffnung benommen, Meister Petz vor nach« stem Herbste gewahr zu werden. Mehrtägiger Dienst, abwechselnd mit schlaflosen Nächten und kurzen, wilde», Träumen in welchen Bärenpranlen und Bärengebrumme eine Hauptrolle spielten, beschäftigten mich wenigstens bei Tage derart, um diese verfluchte Geschichte im Ge-dächtmsse zu verwischen, doch grolle ich von da ab mehr und mehr der launischen Göttin, die mich durch die nachfolgende kleine Iagdepisod- durchaus nicht zu be> schwichligen vermochte. Es war am dritten Tage darauf wieder hell und klar, der Himmel hatte ausgetobt und die Mutter Erde mit emem neuen Leichentuche bedeckt, auf welchem sich nun Sonne und Mond wechselweise im Brillantschnulck-W«»eUe,i. Die Zügel führend, suhr ich bei Vollmond» wleuchwng an dei Seile dts Forstwarte« M. nach Hause. Beiderseits der Straße wurden wir nun auf offenem Felde Mister Lampe gewahr, der. nichts Böses ahnend, mit lustigen Capriolen im Schußbereiche des Gefährtes sich he> umlummelte. Um uns für das kolossale Bärenjagopech und die langweilige Fahrt zu entschä« digen, beschäftigten wir uns im Bereiche unseres Jagd« terrain« nunmehr mit den lustigen Langohren. Sobald ein solch'r eräugt wurde und in Schussbereich kam, wurde, allmählich langsamer fahrend, im rechten Moment stehen geblieben und durch M. Dampf gemacht, welches Manöver innerhalb einer Slunde dreien Hasen das süße Leben kostete. So endete die Bärenjagd mit einer Piirschfahrt auf Hasen bei Mondschein, eine Iagdart, von welcher weder Hartig noch Ditrich aus dem Winkel ein Ster-benswö-tel verlieren. Erniedrigte und Beleidigte. Roman von Theodor Dostojewski. (32. Fortsetzung.) — Ach, Wanja, sei nicht ungerecht! Was ist an mir kennen zu lernen? Ich habe es anders gemeint. Siehst du, auch der Vaterliebe ist Eisersucht nicht fremd. Es kränkt ihn, dass all^s ohne ihn geschehen ist, dass er es nicht bemerkt. Er hatte es nie geahnt und schreibt die unglücklichen Fulqen unserer Liebe, meine Flucht, eben meiner „Zurückhaltung" zu. Ich habe es gleich anfangs unterlassen, zu ihm zu kommen, ihm jede Regung meines Herzens aufzudeckei», ich habe im Gegentheil alles im tiefsten Grunde meiner Seele ver- borgen gehalten, und ich versichere dich, das k^-H und schmerzt ihn insgeheim noch mehr, als dass.H sie verlassen und zu «ljoscha gegangen. Er wird " väterlich begrüßen, voll zintlicher, heißer Liebe, ^, der Same der Feindschaft wird doch bleiben. H, zweiten, am dritten Tage werden die MissveW ^ nisse. die Klagen, die stillen Vorwürfe beginnen. ".^ bedingungslos wird er mir nie vergeben. lV^^^e ihm auch aus der Tiefe meines Herzens die v ^ Wahrheit sagte, dass ich selbst es begreife, u"e ' ^ ich ihn gekränkt, wie sehr ich mich schuldiss l""^ und wenn es mir auch das Herz brechen sollte, ^ ^ er eS nicht wird begreifen wollen, was mich ^s, Gllick mit Uljoscha gekostet, was ich für Ouale" .^ dultet und wie ich alles niedergekämpft -^ es ^. ihn nicht befriedigen. Er wird von mir ei»"« ^ möglichen Lohn fordern: er wird verlange".'.^ soll meiner Vergangenheit fluchen, ich foll «'l^„ fluchen und meine Liebe zu »hm bereuen. 3^ .. aber niemandem fluchen, ich kam, nicht berel>e' '^ Es ist geschehen, es musste so sein . . . Nei", ^,, es lst unmöglich, noch ist die Zeit nicht gekolNtM — Wann wird sie denn kommen? , »B — Ich weiß es nicht . . . Man wird eM"" «fe" neuem das künftige Glück durchleiden, durchla"^ müssen, es durch irgend was für neue O"^ .' laufen, denn durch Leiden wird alles a/llM ^,d Ach. Wanja, wie ist doch die Welt voll Pl^ Qual! Ich schwieg und blickte sie nachdenklich "".'.zof^ — Was siehst du mich so fragend a"'. " ,d. — ich wollle sagen Wanja? — sagte sie la^ Laibacher Zeitung Nr. 41 329 20. Februar 1885. °le «-leuerabgaben derselben dem Gouvernement abzu. sMn. ließ Eyub endlich fünf Häuptlinge von Stämmen. w!lche die Steuern beharrlich verweigerten, in Haft nehmen, und dies aab das Signal zu Unruhen. Der Me R^bellenführer Schcrref.ed-din tauchte plötzlich wie. oer m, der Sitze eines starten Insurgentenlrupps auf und umschwärmt jetzt Sanaa, die Haup'stadl von Jemen, ° dass sich Eyub Pascha veranlasst sah. in Constan-"nopel um die Absendung bedeutender Hilfslläfte zu er,uchen. Vorläufig jedoch behaupten die Araber das Held und lassen die Handelikarawanen ihre augenblickliche Macht schwer fühlen. (Der österreichische Consul in Char-tun,.) Emer aus Kairo vorliegenden Nachricht zufolge M der österreichisch-ungarische Consul Hansal in Khartum in seiner Wohnung getödtet worden sein. Al der Unverlässlichkeit der Nachrichten aus und über ^artum ist es unmöglich, diese Meldung zu contro» "eren, und es kann nur mitgetheilt werden, dass eine authentische Bestätigung noch nicht vorliegt. Es sind welhaupt seit geraumer Zeit leine Nachrichten von unwm Consul Hansal eingelangt. Wiederholt ist der. "de von der Regierung aufgefordert worden, im In< "Me seiner Sicherheit Chartum zu verlassen. Er hat °'e» aber stets abgelehnt und auch in seinem letzten. A vielen Monaten eingelangten Berichte war die «djicht ausgedrückt. Charlum nicht zu verlassen. Er M denn auch auf seinen Posten ausgeharrt, den er u«t der größten Pflichttreue ausfüllte. Hansal. der Ul Honorar Consul war. besaß in Charlum Liegen-'Mten und betrieb Handelsgeschäfte mit dem Sudan. Molge dieser stand er mit den dortigen Stämmen in »aufmännischem Verkehre und auch in freundlichen Be-z'Mngen zu dem Mahdi. Letzteres lässt annehmen, ^ die Hoffnung, es könnte ihm möglich geworden l^sich zu retten, nicht ausgeschlossen sei. Tagesnemgkeiten. . Se. Majestät derKaiser haben, wie die ..Klagen« NlNer Zeitung« meldet, der Schützengesellschaft zu St. «mdtä ,m Lavantlhale zum Baue eines Schiltzenhauses ^fl. zu spenden geruht. — (Anniversarium der Thronbesteigung Papst Leos.) Der Papst spendete anlässlich °ts bevorstehenden siebenten Jahrestages seiner Throw Besteigung 10000 Francs für die Armen Roms. -—(Archäologische Expedition nach dem "rient.) Vor einigen Tagen ist der Ethnograph und »privatdocent an der Universität Wien Dr. Felix Ritter ^on Luschan von einer längeren Forschungsreise durch «leinasien wieder nach Wien zurückgekehrt. Herr von "Uschan schloss sich im August dcs vorigen Jahres einer archäologischen Expedition nach dem Orient an, die Graf Lancloronöli leitete und an welcher die Professoren Peterson, v. Hartl, Nicmann und Sokolowöki theil-nahmen. Während die Mitglieder dieser Expedition schon im Laufe des Monats Dezember ihre Aufgaben beendigt hatten, sehte Dr. Luschan. zum Zwecke weiterer ethno» graphischer Studien, die Reise in daS Innere Kleinasiens fort. Als das wichtigste Resultat dieser Reise bringt Dr. Luschan eine reiche Sammlung von Photo> «raphien und Körpermessungen mit, vor allem aber rine stattliche Reihe von Schädeln der verschiedenen Nassen, selche die von ihm bereisten Länder bewohnen. Der uorschungsreifcnde wird im April abermals eine Reihe von Städten in Kleinasien aufsuchen und sodann nach seiner Rückkunft ein Werk über seine ethnographischen Studien veröffentlichen. — (Der Schlossberg in Graz.) Seit beiläufig siebzig Jahren hat der Grazer Echlossberg nu» schon den dritten Besitzer, Ob er. bevor er in landes< fürstliches Eigenthum kam, einem oder mehreren Besitzern und welchen gehörte, ist nicht genau sichergestellt. Es ist nur bekannt, dafs die Landesfürsten sich diesen zu Ver-theidigungszweckrn trefflich geeigneten Berg nach und nach ausreichend befestigten und dass derselbe bis zum Jahre 1816 dem Aerar gehörte. Nach Sprengung der Festungs» werke (1809) kauften die steirischen Landstände den Schlossberg um 10000 Gulden Wiener Währnna. (also 4200 fl ö. W.). verkauften von demselben aber einzelne kleinere Parcellen an Privatpersonen; die Herstellung der An» lagen. Wege ;c.. bekanntlich von FML. v. Welden (1839) geleitet, bestlitten ebenfalls die Stände mit einem Auf-wande Von fast 32 000 st, ö. W. — Nun ist — wie die „Grazer Zeitung" meldet — diese« Berg Eigenthum der Gemeinde Graz geworden. — (ElektrischeBeleuchtungimBrünner Theater.) Aus Brunn telegraphiert man unterm 18. d. M.: Gestern abends 10 Minuten vor Beginn der Vorstellung erloschen plötzlich sämmtliche Glühlichter der elektrischen Beleuchtung im hiesigen Theater. Das Pu» blicum blieb beim Scheine der Nothlampen zwar ruhig auf feinem Platze; doch musste eS. nachdem nach einer halben Stunde constatlert worden war, dass die Vorstellung nicht stattfinden könne, das Haus verlassen. — (Der ungarische Rom a n sch rei b e r Moriz Iökai) vollendet heute sein 60. Lebensjahr. — (Das hellste Gestirn) am nächtlichen Himmel ist gegenwärtig der Planet ..Jupiter". Sobald die Sonne untergegangen ist, wird man tief am östlichen Himmel den Planeten austauchen sehen, der etwa im Sternbild des „Löwen" neben dem Hauptstern erster Größe..Negulus" steht. Allmählich steigt er am östlichen Himmel höher, bis er zwischen 12 und 1 Uhr nachts seinen höchsten Stand im Süden in einer Höhe von 50 Grad über dem Horizont einnimmt. Der Grund, warum uns der Planet gegenwärtig so hell erscheint, liegt darin, dass derselbe sich seiner «Opposition" nähert. Dies ist nämlich der Zeitpunkt, zu welchem die Erde sich zwischen dem Planelen und der Sonne und der Planet sich somit am nächsten an der Erde befindet. Für das Jahr 1885 fand dieses am 19. Februar morgens 9 Uhr statt. Zur Zeit der mittleren Opposition hat der „Jupiter" eine Lichtstärke, welche zehnmal so intensiv als die des Hauptsterns erster Grbße „Capella" im „Fuhrmann" ist. — (P u l v e r e x v l o s i on.) In Gibraltar ift vor einigen Tags« ein kleines Pulvcrmagnzi,, explodiert. Es Wurden hiebei neun Soldaten und acht Civilisten getödtet. — (Im Ballsaale.) „Sie sind heute beznu. bernd. Ich möchte Sie am liebsten entfuhren." — „Glauben Sie. das geht fo leicht?" — «... Jeus hat. in eineu Stier verwandelt. Europa entführt." — „Nun, Sie hätten daS wahrhaft nicht nöthig." Der Ball bei Hofe. Mit dem am vorigen Dienstag stattgehabten Kam-merballe hat die Reihe der vom Hofe aus Anlass des Carnevals veranstalteten Festlichleiten einen glänzenden Abschluss gesunden. Der Kammerball wurde im Cere-moniensaale der Hofburg abgehalten. Der vornehme ^ ^^ AH wundere mich über dein Lächeln, Nalascha! Müher lächeltest du anders! ^ Was ist denn jetzt Besonderes daran? 5_. 7" Die frühere lindliche Naivetät ist freilich auch M da... Aber wenn du lächelst, so ist jetzt, als "° unermessliches Weh dein Herz durchzuckte. ^. ^ Wie du mich liebst, Wanja! — bemerkte sie. ^cy freundlich anschauend. — Nun. was thust du "l'n M? Wie «eh! es dir? y, -^ Wie gewöhnlich, ich schreibe an meinem No-^"N; aber ich komme nur langsam vorwärts. Die "ll'ftuation ist fort! Den Roman rasch von der Hand Hins ' ' "^" la nicht schwer, wenn man ihn flüchtig schen c3' "" b"2 mag ich aber nicht, um der hüb-denk >, ""^"' einer meiner LiedlingLideen. Ich Nov/n - ^""lan fortzulegen und irgend eine kleine WelnnI "lederzuschreiben, leicht und graziös und ohne und Machen Ausgang. . . Alle müssen sich freuen lujtlg sein! . . . ^ Du armer Taglöhner! Und Smill? ^ Smltt ist ja todt. 'lN Erns^^." b'ch nicht besucht? Ich spreche jetzt sind zerriß ' Wanja! Du bist trank, deine Nerven "zablt-tt "' Ich bemerkte es damals, als du mir 'st seh. s'-..^ du die neue Wohnung gemietet. Sie ^ V "^ unfreundlich! gehabt t>?«». cZch habe noch eine andere Begegnung . Sie b« ., nt>. ' - I« erzähl' es dir später, ^nken versunke" "'^ ""^ und war ganz in Ge. ^!W^ö,m?n^ܰ ^ "Hl' wie ich sie habe ver.' "U einem Blicks" ".Fieber, - sagte sie endlich ' "kr zu einer Entgegnung nicht heraus' forderte. Sie hätte es auch nicht gehört, wenn ich etwas bemerkt. — Wanja, wandle sie sich endlich kaum hörbar an mich, ich habe dir was zu sagen. — Was ist geschehen? — Ich scheide von ihm. — Du hast dich schon getrennt? oder wirst du es noch thun? — Es muss diesem Leben ein Ende gemacht weiden. Ich habe dich eben deshalb gebeten, zu mir zu kommen, um dir alles, alles zu sagen, was mir auf dem Herzen liegt und was ich bisher so ängstlich vor dir verborgen. So pflegte sie stets zu beginnen, und stcts ergab rs sich, dass mir alle ihre gehcimstel, Absichten schon längst bekannt waren, dass sie mich selbst in dieselben eingeweiht. — Natascha, das hab' ich unzähligem«! von dir schon gehört. Es ist klar, dass ihr nicht fo leben könnt; es ist etwas Seltsames in eurer Verbindung; ihr habt nichts mit einander gemein. Aber — hast du auch die Kraft dazu? — Früher hatte ich sie nicht. Wanja! jetzt bin ich fest dazu entschlossen. Ich liebe ihn grenzenlos, und doch ist es, als wäre ich seine ärgste Feindin; ich vernichte seine Zukunft. Er muss frei werden. Mich kann er nicht heiraten — e« fehlt ihm die Kraft, wider den Willen seines Vaters zu handeln. Und deswegen freue ich mich sogar, dass er sich in seine Braut verliebt. Es wird ihm leichter fallen, sich von mir zu trennen. Ich muss c« thun, es ist meine Pflicht. - - (Fortsetzung solgt.) Saal trug einen reichen Blumenschmuck, an dem namentlich Azaleen von außerordentlicher Schönheit bemerkt werden mussten Die Gesellschaft, die sich zum Kammerbulle ein» findet, ist die vornehmste und exclusivste des Reiches, die glänzendsten Namen der Aristokratie, die ersten und hervorragendsten Würdenträger des Staates und des Hofes, die Spitzen der Generalität kommen hier zusammen. Es ist unmöglich, die Namen aller Anwesenden anzuführen; um dies zu thun. müsste man die im Gotha'schen Kalender enthaltenen ältesten und berühmtesten Namen Oesterreichs abschreiben. Die Damenwelt erschien ungleich stärker vertreten, als am jüngsten Hofballe, und die Toilettenpracht, die sich hier entwickelte, der Reichthum an Edelsteinen gaben ein berückendes Bild von Glanz und Herrlichkeit. Die unverheirateten Damen waren in fchlepftenlosen Toiletten erschienen, ohne jeglichen Schmuck, nur dass sich hie und da durch das Haar Bänder in zartesten Farben schlangen. Dagegen war bei den verheirateten Damen der Toiletten-luxus, wie erwähnt, ein sehr starker. Darunter insbesondere hervorzuheben die Toilette der Fürstin Monte-nuovo in einer tiefblauen Faillerobe. mit Blumen und Brillanten garniert, die Fürstin Metternich in einer prächtigen weißen Atlasrobe und unvergleichlichem Schmuck, die Gräfin Clam-HoyoS in weißem Brocat mit sehr hervor« tretenden Veilchen-Guirlanden, die Grasin ChotelKheven-hüller in einer bewunderungswürdigen Schlepprobe aus prachtvollem Silberbrocat. blauem AtlaSdebant mit Silber« st!ckerei und lichtblauen Maraboutfeoern; die Marlgrüfin Pallavicini trug eine weiße Spitzenrobe und herrliche Brillanten in, Haare und um d,n Hals ic. Se. Majestät der Kaiser erschien in der Oberft-uniform scineS Dragoner-Regiments, der Kronprinz in der Uniform seines Infanterie>RegimentS. Ihre Majestät, deren Aussehen wieder die allgemeinste Bewun« derung hervorrief, trug eine silbergraue Ntlasrobe. das Deoant reich mit Gold gestickt, das Haar. in dem ein Diadem augenverwirrend funkelte, war modern hoch fr!» siert, eine graue Feder bildete den reichen Kopsschmuck. Den Hals umschloss ein mit Brillanten besetztes Sammtband, von dem ein Medaillon, aus einem Smaragd von ungewöhnlicher Größe bestehend, herabfiel. Die Kronprinzessin, die herrlich aussah und Von Iugendreiz strahlte, trug eine blassgelbe, mit Spitzen reich besetzte Ntlasrobe; im Haare, dessen Flechten in den Nacken hinabsanken, drei Grillantreisen und eine weiße Feder; um den Hals trug die Kronprinzessin eine Brillantschnur, von der Saphire und Rubine, ein Dreieck bildend, herabfielen. Local- und Provinzial-Nachrichten. Das Grotlcnfest in drr Easino-KrystaUhöhic. Das von der Section Krain des deutschen und österreichischen AlpenvereineS veranstaltete Grottenfest, welches am Faschingsdienstag im Casino»Glassalon stattfand, fchloss im diesjährigen Earneval den Reigen jener gemüthlichen und doch vornehmen Faschingsunterhaltun-gen, welche die Elite unserer Gesellschaft vereinigen, Den Intentionen des Alpenvereins folgend, hatten die Arrangeure dieses Festes, wie In den früheren Jahren fo auch heuer, auf die decorative Ausschmückung des SaaleS die größte Sorgfalt verwendet. Der obere Theil deS GlassalonS war in eine an Natürlichkeit und Pracht mit unseren Karsthöhlen wetteifernde Grotte um-gewandelt, an deren zerklüfteten Wänden und der pito-reslen Wölbung vielgestaltige Tropfsteingebilde glitzerten. Diese Ausschmückung deS Saales hatte Herr Doberlet übernommen, und hat sich derselbe seiner Aufgabe mit bekannter Meisterschaft in überaus gelungener Weise entledigt. Das Fest selbst hat die höchsten Erwartungen, zu welchen die scherzvolle Einladung herausforderte, über« troffen. Eine Stunde vor Beginn schon waren die Feft-räume von einem äußerst distinguierten Publicum ge-füllt, und bald erwiesen sich dieselben als viel zu klein, um alle erschienenen Gäste aufzunehmen. Den Reigen der Vorträge eröffnete Herr Dr. KeeSb acher mit einem von ihm verfassten schwungvollen Festgruss. an welchen sich die in der E,nladung angekündigten unglaublichsten groteSl.beclamatorisch-mu-silalisch . akrobatisch. gymnastischen Fefiproductionen an-schlössen, unter Welchen namentlich der von Herrn lill mit köstlichem Humor beschriebene Ausflug nach ttappel und auf die Obir. sein „Professor Wilhelmy" sowie der SaloN'Herlul-K des Herrn Arthur Mahr daS -siu. blicum oft bis zu Thränen lachen machten^Herr " o >" g excellierte in zwei I.thervorträgen und machtem't »einem Begleiter dnrch die ebenso originelle als lleidfame Ti-roler Tracht viel Aufsehen. - «, . Nach Schluss der «oHe ega n d r Tanz^ Ve. der rauschenden Mus.l Greifer gab animierleste St.mm^'a. nd m't w ^ ^ ^ si« "e I"«"» bew:V perttnben Weines fröhlich älteren Herren be.m M! ^ Feste? abwarteten, der '"i'^^'l. « friiben Morae«stunden erfolgte. "" Di "s Vmsene Grottenfest, um dessen Arrangement sich das Sestcomite alle Anerkennung erworben, wird gewiss eine der angenehmsten Erinnerungen der Theilnebmer bilden. „__________ Laibacher Zeitung Nr. 41 33N 20. sscbruar 188-'. — (Localbahn «Project.) Ein Consortium, an dessen Spitze der hiesige Handelskammer-Präsident Josef KuZar steht, ist um die Bewilligung zur Vor« «ahme technischer Vorarbeiten für eine Localbahn von Laibach nach Rudolfswert, Gmkfeld und von Laibach über Reifniz nach Gottschee eingeschritten. — (Des sel. Dr. Johann Gogala Fastenpredigten.) die er im Jahre 1883 in der Dom« kirche gehalten, sind nun im Druck erschienen und in der Katholischen Buchhandlung zu beziehen. Preis 4(1 kr. Der Ertrag ist dem „Collegium Marianum" gewidmet. „Von mancher Seite wurde der Wunsch geäußert, Go-galas Fastenvredigten gedruckt zu erhalten. Um diesem Wunsche zu entsprechen, wurde sein schriftlicher Nachlass gesichtet ..." — heißt es in der Vorrede. Es soll das Büchlein ein Andenken an den Verewigte» sein. der in feiner Stellung als Gymnasial.Professor. als Präses des Vincenz«Vereines und durch sein humanes Benehmen sich allgemein die Sympathien in unserer Stadt erwor« ben hat. Deswegen ist unS dieses Zeichen der Erinnerung fehr willkommen. — (Technischer Verein für Krain.) Der Ausschuss des technischen Vereins für Krain hat in seiner letzten Sitzung den Beschluss gefasst, dafs die Vereins'Vibliothel (Oberrealschule, zu ebener Erde rechts) für die Mitglieder. vom 23. d. M. angefangen, jeden Montag und Mittwoch abends von halb 6 bis 8 Uhr offen fein wird, — (Nuslofung der Geschwornen) für die am 2. März d. I. beginnende Schwurgerichtssession beim l. k. Landesgerichte in Laibach. Hauptgeschworne: Graf Karl Lanthieri, Herrschaftsbesitzer in Wippach; Anton Wester. Wirt in Auritz; Victor Dolenc, Landwirt in Nazderto; Adolf Galle. Gutsbesitzer in Oberschischka; Josef Tribuc. Hausbesitzer und Handelsmann in Gleiniz; Franz Schlibar. Grundbesitzer in Selzach; Ignaz See» mann. Hausbesitzer und Handelsmann in Laibach; Simon Pogakar, Hausbesitzer in Laibach; Anton Kotnik, Haus« besiher in Laibach; Jakob Kapsch. Goldarbeiter in Laibach; Gregor Lah. Besitzer und Gemeindevorsteher in Laas; Vincenz Novak, Spezereiwarenhä'ndler in Unterschischla; Max Krcnner, Director der krainischer. Ballgesellschaft in Laibach; Franz Ravnihar, landschaftlicher Buchhalter in Laibach; Martin Vevar. Landwirt in Lulowiz; Karl Hudllbiunigg. Hausbesitzer in Laibach; Anton Pretner. Hausbesitzer in Laibach; Emerich Mayer. Handelsmann in Laibach; Franz Modic. Grundbesitzer und Holzhändler in Lachowiz; Anton Ravnikar, Hausbesitzer in Üaibach; Raimund KriSper. Hausbesitzer und Handelsmann in Krainburg; Alois Minatti, Förster und Grundbesitzer in Brunndorf; Josef Pleiweis. Hausbesitzer in Laibach; Anton Ieloönil. Hafner in Laibach; Georg Aepetavec. Hausbesitzer und Wirt in Stefenödorf; Josef Negali, Hausbesitzer in Laibach; Paul del Negro. Gutsbesitzer in Krainburg; Anton Gaber, Nealitätenbesitzer in Ai-fchoflack; August Winller. Hausbesitzer in Laibach; Johann Cvenlelj, Wirt in Laufen; Georg Dolenec, Hausbesitzer in Laibach; Michael Stare. GiltSbesiher in Manns« bürg; Dr. Anton Rojc. Advocatursconcipient in Laibach; Vaso Pctricic, Handelsmann und Hausbesitzer in Laibach; Jakob Skerbinec, Budenbesitzer in Laibach; Anton Ierankic jun.. Hausbes, in Laibach. Als Ersatzzeschworne: Anton Aubel, Hausbesitz-r; Franz Schebenil. Hausbesitzer; Johann Ainkole. Hausbesitzer und Wirt; Josef Bokau. Hausbesitzer; Franz P'lko. Schlossermeister; An. dreaö Drustoviö, Hausbesitzer; I^kob Milavc. Hausbesitzer; Franz Blaz. Zimmermeister, und Franz Treven. Hausbesitzer; sämmtlich in Laibach. — (Veruntreuung.) Iwei Lehljungen des hiesigen Bäckermeisters Felix Sterle wollten die Freuden des verflossenen Carnevals genießen, Das hiez», nöthige Geld im Betrage von 10 st, haben sie ihrem Geschäftsherrn veruntreut, und gestern sind beide vielversprechende Jungen aus Laibach entflohen. — (Renitente Masken) Am Aschermittwoch wurde in der Karlstädter Vorstadt, einem alten Gebrauche zufolge, der Fasching begraben. Drei von den Masken, welche als Mandanten der Tntreprise fungierten, waren noch vom Faschingsdienstage her angeheitert und gaben ihrem Schmerze über den Tod des Prinzen llarueval dadurch Ausdruck, dass sie zahlreiche Fensterscheiben zerschlugen . bis die Polizei dieselben verhaftete. Der Katzenjammer wird beim stävtisch-delegierten Bezirksgerichte für diese Masken ein nicht geringer sein. — (Erdbeben) Aus St. Peter bei Nudolsswert wird gemeldet, dass vorgestern um 6 Uhr 35 Minuten früh daselbst ein schwaches Erdbeben verspürt wurde. — (Brand eines Vallsaales.) Am Fa-schingsdienstag nachts brach in Görz nach Schluss des Balles im Saale Macuz Feuer aus und zerstörte den, selben Die herbeigeeilt« Feuerwehr löschte den Brand und rettete dadurch die umliegenden Baulichkeiten. Das Gebäude war versichert. ... cm ^ ^ » — (Schadenfeuer,) Am 14. d. M. nachmittags brach in Heil, Kreuz beim Besitzer Franz Hrovat in seiner mit Stroh. Heu und Wirtschaftsgeräthen vollgeMten Doppelharpfe Feuer aus. welches binnen anderthalb Stunden dieselbe vollkommen einäscherte. Das Feuer soll durch die Unvorsichtigkeit der Kinder entstanden fein. Der Schade beläuft sich auf ca. 500 fl. worauf der Beschädigte nicht assecuriert erscheint. — (Unglücks fall.) Wie aus Trieft berichtet wird, wurde in Profecco in der vorigen Woche ein Infanterist des in Trieft garnisonierenden Bataillons des Regiments Nr. 97 bei den militärifchen Schieß. Übungen infolge eigener Unvorsichtigkeit erschossen. Dem Leichenbegängnisse wohnte der zufällig dort anwesende Brigadier Generalmajor von Groller aus Laibach bei. — (Plötzlicher Todesfall) Wie die „Klagenfurter Zeitung" berichtet, starb dort am 14, b. M. der Conceptsprakticant der Klagenfurter Finanzdirection, Herr Hilarius Stich, unter Umständen, welche Ver< anlassung zur gerichtlichen Obduction seiner Leiche gaben; man fand einen 6 bis 7 Centimeter langen Schädelbruch am Hinterhaupte, und ist bereits die gerichtliche Unter» suchung gegen unbekannte Thäter wegen Todschlages eingeleitet worden. Noch wird bemerkt, dass man die Leiche auf der Stiege zu einem Balllocale fand, und daran knüpfte sich das Gerücht, Herr Stich, welcher zu dem Balle nicht geladen war, habe sich den Zutritt erzwingen wollen und sei gewaltsam daran gehindert worden. — (Dynamitdieb.) In der Kohlengewerkschaft zu Globoko. Gerichtsbezirk Rann, wurde ein Diebstahl verübt, und befanden sich unter den entwendeten Gegen» ständen auch zwei Pfund Dynamit und zwei Kränze Zünder. Kunst und Aiterntur. — (Zu Ehren Handels.) Das diesjährige Musilsest im Krystallpalast in London wird zur Erinncruna, an den zwei« hundertsten Jahrestag der Geburt Handels — 23. Februar — abgehalten. Das Musitfest wird vier Tage dauern, und sollen während desselben „Messias", „Israel in Egypten" und die namhaftesten Nummern aus fast sämmtlichen andcren Oratorien des Meisters zur Aufführung gebracht werden. Chor und Orchester unter der Leitung von August Manns werden etwa fünftausend Mitglieder zählen. Kleinkinder - Bewahranstalt. Mit Vorliegendem erlaubt sich die Vorstchung der Klein-lindcr-Vewahranstalt den Rechenschaftsbericht über deren Thätigkeit im Jahre '1884 zu unterbreiten. Während des genannten Jahres waren in der Anstalt 1W Kinder untergebracht — nahezu die gleiche Anzahl wie im uorhcrgegangenen Jahre, — dagegen aber war der Zudrang zum Mittaasfrcitischo in den Wintermonaten wieder ein so lebhafter, dass die Direction auch diesen Winter sich veranlasst sah, mit den abzuspeisenden Kindern wöchentlich zu wechseln, auf welche Weise statt der statutenmäßig festgesetzten «0 Kinder thatsächlich 90 mit der MittaMost betheilt wurden. Von den im Jahre 1884 in die Anstalt gekommenen Kindern wohnten in der Pfarre Tt. Jakob .... 51 Knaben, 45 Mädchen, » » » Tirnau, .... 18 » 19 » » » » Maria Verkündigung 10 » 12 » » , »St. Nikolaus . . . 1 » 3 » ' ' »St. Peter .... 16 » 15 » woraus ersichtlich ist, dass auch aus den entlegensten Stadttheilen die Kleinen der Anstalt zugebracht werden. Am 28. Dezember 1884 feierten die Kinder in der Anstalt in Anwesenheit vieler Schuhfrauen und des Ausschusses das Christbaumfest, bei welcher Gelegenheit 87 Knaben und 80 Mädchen mit Kleidungsstücken, die ärmsten derselben auch mit Schuhen beschenkt wurden; zu diesem schönen Feste steuerten die I>. t. Schlchfraucn der Anstalt 1i)7 fl. bei; mit größtem Bedauern entbehrte dies Jahr die Direction der zu -diesem Anlasse durch eine lange Reihe von Jahren empfangenen reichlichen Unterstützung des löblichen kraimschcn Sparcasscvcreins, welcher Aus' fall für die Anstalt ein sehr empfindlicher war. Außer den Spenden zur Weihnachtsfeier langten während des Jahres von vielen Wohlthätern und Gönnern zahlreiche Beiträge zur Erhaltung der Anstalt selbst ein, wodurch es mög« lich geworden ist, so vielen dürftigen Kindern der allerärmstcn Bevölkerung Laibachs so reichliche Unterstützungen zu gewähren; ganz besonderer Dank gebürt der Oberin des Vereins, der hoch-wohlgcborneu Frau Marie Varoniu von Wurzbach, für ihre erfolgreiche, umsichtige Thätigkeit w, Interesse der armen Kinder, dann aber auch dem löblichen Magistrate, welcher zur Herstellung eines neuen Fußbodens im Sviclsaale der Anstalt den Betrag von 140 fl. 40 kr. spendete, dein löblichen kraimscheu Sparcassevereine und allen jenen edelgesinnten Bewohnern unserer Stadt, die es ermöglichten, dass die Anstalt oie Unterstützen» und Beschützerin der armen, hilfsbedürftigen Kinder bleiben konnte. Die Direction kann ihren heurigen Bericht nicht schließen, ohne nicht mit innigstem Bedauern des schweren Verlustes zu erwähnen, den dieselbe durch den Tod ihres laugjährigcn Wohl« thäters, Sr. fürstlichen Gnaden des hochseligen Herrn Dr. Johann Chrysostomus Pogacar, Fürstbischofs von Laibach, erlitten hat; Se. fürstlichen Guadcn widmeten der Anstalt alljährlich namhafte Beträge sowohl zur Erhaltung derfelben als auch zur Veranstaltung der Ehnstbaumfeier und zeigten durch diese großherzigen Spenden dcro Mildthätigkeit in wahrhaft munificentcr Weise. «Mögen die vielen Wohlthäter, die den armen Kleincu bisher schon so viel Gutes erwiesen haben, in ihrem edlen Thun auch tüuftighin nicht erlahmen und dcnselbeu möglichst viel neue Gönner gewinnen.» Dies ist die innigste Bitte der Direction, damit letztere hiedurch in der glücklichen Lage bleibt, den vielen Kindern der allerärmsten Bewohner der Stadt in der Anstalt auch weiterhin ein schützendes Heim bieten zu können. Laib ach am 31. Dezember 1884. Neueste Post. Original-Telegramme der Laib. Zeitung. Wien, 19. Februar. (Abgeordnetenhaus.) Es wurden verschiedene Regierungsvorlagen eingebracht, unter diesen ein?, betreffend die tauschweise Uebellasfmig von Objecten des unbeweglichen StaatSeigenlhum« im drit. ten und achten Wiener Bezirk«', dann da» Ueberein, kommen der osterreichisch.ungarischen Finanzministerien über d,e Besteuerung der Kaschau.Oderberger Bahn, die zeitweilige Einstellung der Mschwornengelichte in Cattaro, den Nachtragscredit pro 1885 für czechische Filialcurse an der StaalsaMerbeschule in Vrtlnn u^ für Einrichtung und Übersiedlung der Wiener Stm» gewerbeschule. , „^, Wien, 19. Februar. Heute trat die Bischof ferenz zur Berathung der Con^rnafrasse und der » gelegenheit der katholischen Universität in SolM« zusammen. Vertreten sind 32 Erzbisthümer und ^ thümer; den Vorsitz führt der rangälleste C°w> ' Füist Schwarzenberg. Die Conferenz beschloss s«'" Geheimhaltung ihrer Debatten. ,. . Budapest, 19. Februar. Maurus Iütai enW anlä'jslich seines sechzigsten Geburtsfestes Gratulation seitens der Pelöfi-Vesellschaft, des Vereines der S^M steller und Künstler, des Redactionspersonales ' „Nemzet" sowie der Berichterstatter der Wieners" nale. Nachmittags 3 Uhr empfirng Iükai eine V
H>, I279«2000sl.l-1-117000fl,). Gold ?6l050Wfl,(- 1242""" ,-,. Devisen 325!)000 fl, (^. 13UW00 sl,). Portefeuille 127 84l"^. (- 3447000 fl.). Lombard 27575 000 fl,(- 1251000 fl). 2»! thekar-Darlchcn 8«Wli 000 sl. l-j» 119000 sl.). Pfandbrief 85111000sl. (^.174 000fl.)
Angekommene Fremde.
Am 18 Februar. Hotel Stadt Wien. Ficht, ssaufm., Wien. — Elsbacher, K«H
sammt Tochter, Markt Tiiffcr. — Tcrpotih WerlM"
Tnfail, ^„,
Hotel Elefant. Wenzl. Kaufn,. und Stein, Reisender. ^,
Ncubera. Reisender, Fimflirchen. — Globotschniga, ^e"
Krainburg. Gasthof Sternwarte. Viacle, Privatier, Fcistriz.
Verstorbene. .
Den 17. Fcbruar. Josef Zafran. Eisen- m'd ^L drchelssohn. 7'/, I, Kralauerdamm Nr. 6. chronischer "" latarrh. .^»
- . ^"«^' 3 cvrua r. Franz Aosttt. StrashausauslH^ ,oh„. 11 Mon, Hafnersteia Nr. 6. Vlutzersehung b" ^
Lottoziehung vom 18. Februar:
Prag: 8l 52 09 72 2?^^
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Verantwortlicher Redacteur: I. Nagli ^-^
Farbige und schwarzseidene 61-6^^
95 kr. per Meter bis sl. 8.70 (in 10 verschiede""/<
litttten) versendet in einzelnen Roben und aainci, S»ilA,,e^ frei ins haus das Seidcnsabnls, Depot von "1. HU >>«/> ltömal. Hoflieferant) in Ziirich. Muster umachend, ^', g^ der Schweiz tosten 10 kr. Porto. (l0^>^
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Course an der Wiener Görse vom 19. Februar ilW.
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v«V.vteg,-Lose 4°/« ino fl, . . !I8 «0 118 no
Grundentl.. Obligationen
(!!r iuc>fl. 2.H.), l»t H'''l«°......1°«'50 —
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Andere öffentl. Anlehen.
Donnu-Meg,'l!osc 5>»/„ I00 fl. . 115 75 ii«'2s> dto, Anleihe i«7», stcn.'vfrc, . 103-70 1N4 — Anlchcn d. Stadtsscmcindc Wicn 102-75 103-5U Nnlchcn d. Stadtsscincinde Nicn
(Silbcr nnd Gold) .... — — — — Plämien-Nnl.b.Stadlgcm.Wicl' 12025 125-75
Pfandbriefe
(für iou fl.)
Vobercr. allg.östcrr.4'/l"/nGolb. 123 — 123-75 dto. in 50 „ „ < '/, "/° «8-25 N8-75
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dto, Prämien-Schuldversch,:»"/« 90 75 «721.
Ocst.HyPolhclcnbanl inj. 5 >/,"/« 100-50 ioi-—
Oest.-unß. Vanl Verl. 5 "/„ . . 102-75 I02»5
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Ung. allss, Vodcncrcdit'Ncticnges, in Pest in 1.183!» Verl. 5» >/,"/« 102 70 10375
Prisritätö »Obligationen
(fill 100 si.)
Elisabcth-Wcstbahn 1. Emission H2-40 H2 8« Yerdina»ds-Nordbah» in Silb. 105-75 10N25
ssfanz-Noscs-Vahn.....»i<0 »1-70
Galizische Karl» Ludwln» Nahn
lim. !»»>. 300 fl. S. 4 >/,"/» . 10080,100 70 Ocficrr, Norwestbllhn .... 108-!>o 104-gu Siebenbilrgei.......99 70 100 —
Gelb W»rc
Staatsbahn I.Emission . , . 18^-20 i»i 5»
Sildbahn K »"/„...... I5I-75 152-25
„ i^ 5«/«...... 12« —!i2S-75
Ung'galiz, Nahn..... 100 — I00'2b
Diverse Lose
(per Stück)
Creditlosc i«o fl...... 178-25 178-75
Elary.üosc 40 fl...... 43-50 44-25
4"/n Donaü'Dampfsch, 100 fi. . 114 50 115 —
Laivacher PrnuiicnÄnlchcn ü<»fi. 23 — 23-50
Oscncr i'osc 4N f>. . 4«-— — —
Palfsy.l'osc 40 fl. . . . '^ 4'^— 40-50
Motbcn Krcuz. ösl. Gcs. v. IU fl. I<>5 1450
Mudols-^ose w fi. . . . . ,»5020-
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