Taaesbote M Mnterkeiermark. 'l>r1ttumerati»n«prei< für Marburg. .....— st. 7V tr jährig . . . . i „ >0 „ .^usteUiing monatlich . . . — kb „ Vinz»lnc ?t«»mm«rn 4 tr. tvrga« der ttberale« Wartet. Erschein» titgltch mit Kvsnahme der So««- ««d Feiert«ge. Manuscripte werden nicht zurilS gtsevdet. VrE»«»«ratto««»ret< mU V»ß: .....» I» > k». Y». Zeil». IT«. Marburg, Donnerstag ZD. Stovember IS?«. IX. Jahrgang Zur ^gßt der Grundsteiltrrtgalirung. Das „B'Uerland" läßt sich über diesen Ge« gcnstand auö Tirol berichlen; obgleich wir nicht in allen Punkten mit dem Verfasser ein-verstanden sind, enthält oer Aussatz srhr bemer-tenSwerthk Einzelheiten, die «us unsere Verhältnisse passen, daher wir l>enstlben reproduziren zu mitssen glauben. Der Artikel lautet: Erlauben Sie unK, Ihr»« Leiern einij^eBe« denken vorzulegen, die sich bei Oelkgenheit der Grundsteuer Rkgulirung ergcben «iid da und dort zu Erörterungen führen, welche gewiß t'eachtct zu werden verdienen. Ob die Idee einer Glundsteuer Regulirun,^ in der nun beliebten Form eine glückliche wln, ist jedenfalls streitig, jedenfalls halten wir dafür, daß die gegenwäriige Zeit, die eine Zeit des Wirr-»vars, der Zerrissenheit ist, am wenigsten sich eignet. eine so weitsichtige Arbeit, die eine so groß^ Tragweite hat, in Angriff zu nehmen und durchzuführen. eine Arbeit, die viel Zeit in Anspruch nimmt, ruhige Uebcrlegung. viele Umsicht und Sachtenntniß erheischt und vor allem «in gerechtes und gewissenhaftes Vorgehen zur Grundlage l»abe» soll. Wir zweifeln mit Glund. ol» alle diese Fat-loren beisammen stehen und zur Vollführung eines sö wichtigen GeschtisteS. wie die Regelung der Grundsteuer ist, zusammen wirken werden. Die Kulturgaltungen sind zu mannigfach und verschieden, als daß die vielen Kulturklassen richtig gestellt werden könnte«. WeiterS schließt daS Veschäsl von der Grund-e^trags-Abschatzung zur Feststellung deS Reinertrages große Lchwieugkeit in sich, wie Niemand, der auch nur einige Kenntniß auf diesem Vrbiet besitzt, bezweifeln wird. Zuerst ist richtig zu stellen, was der Roh ertrag eines GrundeS sei. das ist die sogenannte Fechsüng. ohne Rücksichl auf die Arbeits« und sonstigen Kosten. Dann bleibt es immerhin eine wichtige Frage bei Richtigstellung des Reinertra ges. ob die Gründe in der Rahe der Häuser oder zusammenhängend, resp. nebeneinander gelegen sind, oder ob. »vie eS häufig der Fall ist, die Gründe weit cntsernt gelegen sind, wo somit der Reinertrag in eine geringere Klasse einzureihen ist. Eine solche RücksichtSnahme bei Grundstücken in der nämlichen Gemeinde, die eine halbe oder eine ganze Stunde weit vom Wohnhaus entlegen sind, ist gewiß billig und gerecht, weil die Kultur kosten höher steige.,. Ferners ist eS beachtenSwerth und billig wenn oft auch schwierig, bei vorkomment'en i^le-mcntarbeschtidignngen. Reife, Spälsröste, Dürre u. s. w. Rücksicht zu nehmen. Allerdings werden Steuernachlässe. wie eS billig und gericht ist, bri Unglücksfällen bewilligt waS wieder besondere Gesetze braucht in Bttrest der Evidenzlialtnttg deS Grundsteu^rkataslers. So ist es oft nicht so lelchi. die Veivirtl^sch slnngs-tol'ten. d. li. jene nothwendigen und l^emeint^e-üblichen Auslagen, die zur Bearbeitunlj deS Bo dens erforderlich sind, richtig zu stellen, dlc bn veischlcdenen B?sitzerr,, w.nn an sich gleich, doch sel)r vnschieden sein kl^nncn, als z. V. die Pflege der Saat, die Einbringung der Produkte, d,r ^'ohn der Taglöhner, l'ie (^'rhaltung der Knltur-sähigkeit, ivozn Vercirchung. Entwässerung. Ein sriedung gehören. ElneS d-r schivierigsten l)^esäuisle dürfte das AbschüpuNjjS^ikschäst ir, großem, ivulschichtigen VerggeMtlnden sein, in denrn von der höchsten Kulturge.ltnd bis zu den niedersl gelegenen ein solcher Abstand herrscht: dop bei 4 bis 6 Tl>eil-klnsftn. die man festhält, der richtige Maßstab nieht erlangt ivird. Eine andere Frage ist. ob ivohl die rechten Leute, d. l). eigentliche Fachmänner die Abschät-zungskommission bilden, denen von den vorerwähnten Dingen als mitzählende Faktoren nichts unbekannt bleibt, und die nebst der lichtigen Einficht auch nach Rechtssinn und Gewissen hastigkeit die Arbeit der Grundsteuer-Regelung vollfül)ren Helsen. Es gefällt im Allgetneinen nicht, »venn Grundbesitzer, die Beamte sind, sich in die betreffende Schätzungskommission ivählen lasserr. noch iveniger aber will man damit einverstanden sein ivrnn von Seite der politischen Behörden solche beamtete Männer alS Referenten behusö der Grundsteuer-Rtgulirung ausgestellt iverden. die als zu strenge Flnanzbeamte sich vor dem Volte ertviesen haben und denen es srei steht, dem allseilig unterfertigten RegulirungSoperat M't rother Tinte zum Nachtheil der Grundsteuerzahler auszulielf.n in nachträglicher R'!vision. von ivel-cher die übrigen Kommissionsmitglieder wenig oder nichts zu crsahren haben. UetirigenS ist von geiviegten Fachmännern, ja s l st von ehrenhaften, einsichtsvollen Finanz-beainten statistisch und zissermäßig nachgewiesen worden, daß ovterj8 paribu» Tirol mit viel höherer Grundsteuer belastet ist. als alle übrigen Kronländer, wo nicht bloS das reelle sondern selbst das passive Vermögen mit in die Steuer tangente hineingezogen wird. Wer möchte da behaupten u>»d nachzuweisen vermögen, daß da geschehe, was von Seite des Staates die Gerechtigkeit billitlt oder ^,ebielet, oder daß d.^ geschehe, was steuerpflichtigen Unter thanen die (Kerichtigkeit auflege und absordere AeitungSfchan Das ftVaterland" sindet. daß die Aus gteichaktion ihr Ende erreicht habe, denn ob nun die konserv.itive oder wic das „Vaterland" die VersassuugStreueu innerhalb des böhmischen Groß grundbesitzes bezeichnet — die zentialistisch-libe rale Partei derselben, bei den Wahlen siegt, jeden, falls werden letzlere die Majorität im Reichs rathe besitzen, und mit ihr daS MinisierillM Po-tockh salleti. Das „Vaterland" erklärt diesen Wechsel in der Situation nicht zu bedauein. nach dem die katholisch-föderalistische. il)re Partei. aus bestcm Wege ge>vesen. sich dur,^ un Unterstützen des Ministeriums Potocky, ivelch.s de« Ausgleich zivar lvolle. alier nicht durchzusüliren veistanden — zu kornproniittiren. Zum Schlüsse l'östet sich das ..Vaterland" mit dcln Gedanken, daß der staatsrechtlichen Opposition trotz alledem über kurz oder lang der Sieg gelv'ß sei Die „Politik" bringt die Mö^tlichkeit einer Verständigung, einer Allianz zivischni Oesterreich und Dcuschland vollkolninen außer Rand unt» Band; sie eiörtert den Gegenstand ^ntf eine un gemein gehässige, leidenschaftliche Weise, unterstell deit Drutschen in Oesterreich Ätotive. von dcren llnrichtigkeit sie selbst vollkommen übei^zeugt sein muß. ja sie geht so weit, nach l^er Polizei zu rufen, iiidkin sie vou staatsverderlilichen. hochver-rätherischen Tendenzen drr Deutschen in Oesicr-klich spricht. Dal,.i vergißt das Orgau t^cr staats rechtlichen Oppositioi» vollkommen, daß sich der Lpi^ß Ulnivtiiden ließe und alle Vehauptungeu und Änn.'hmen dieses Blattßs in begründeter und l^erechii^^ter Weise auf ibr Streben eine fian zösisch-russisisch-österreichische Allianz zu Wege zu iringen, antvenden ließen. Die ..Presse" erinnert, daß nunmehr drei Jahre verflossen, seitdem der „heilige" Ehassepol )ei Meutana Wunder geivirkt habe, ivie habe ich seitdem die Weltlage vrrändert, der Papst der veltlichen Herrschaft beraubt, werde schwerlich je wieder in deren Besitz gelangen. Einerseits sei der Papst nur mellr ein Pensionär deS Königes von Italien, tvährend er andererseits mit allen Attributen eineS Souveräns versehen sei; dieser unhaltbare Zustand müsse, meint die „Preffe"zur Gründung von Nationalkirchen führen, deren Errichtung trotz aller Iesuitenknisfe nur mebr sine Frage der Zeit sei. Die „N. Fr. Presse" spricht die Anficht aus. daß die Bildung eines parlamentarischen Ministeriums nach der Beseitigung des gegenwärtigen große Schir'ierigkeiten bieten werde, »veil, um nur eintS liervorzudeben. die VerfaffungS-Partei über das Maß der Galizien zu machenden Konzessionen nicht vollkommen schlüssig sei. Trotzdem könne und »verde durch Muth. völlige Klarheit des Zieles. Ausschluß jedeS beirrenden Einflusses auf die Regie'. ungSthätigkeit die Durchführung der Verfassung gelingen. Der ..Wanderer" erklärt die Systemlo» sigkeit des Ministeriums aus dem Bestreben um jeden Preis e.m Ruder zu bleiben; Beiveis hiefiir sei die Zettelei mit dem böhmischen Großgrundbesitz die Verhandlungen mit den Polen und mit Rechbauer. D^r dreimal hiemil gemachte Versuch sich drr VersassungSpartei zu nähern, sei jedesmal mißlunt^l^n; durch solch heterogene Mttel iM politischen Leben etivas erreichen zu lvolleu, nütze die konstitutionelle Zdee selbst ab. eS sei daher begreiflich, daß untere Nachbarn jcnseitS der Leitha die Allianz nut einem solchen Staatswesen nicht allzuhoch schätzen. DaS „N. W. Tagblatt" spricht über die ieg'n.'^ärtigen Machthaber in Frankreich herben Tadel ans; sie haben daS Herzergreifende Elend zu verantivort'n. ivelches bereits in diesem unglücklichen Lande lierricht und durch die Fortsetzung deS Kampses noch poten^irl »verde. Zum Schlüsse erklärt das „N. W. T." daß d^r Eigensinn Fa-vres und GamliettS Frankreich nach Sedan zu Grunde gerichtet haben. politische Ueberficht. Inland. (Wien Nov.) Gutem Vernehmen nach ivird 0aS Ministerium t^en ReichSratli zur Bornahme dir Wahl in die Dele^jationen drängen trotzdem dülste die Wahl eisi n^ch der Adreßde-batte vorgenolnmen iverden. Nachdem der 'Geritzterstalter Gras Anton Auersptrg den Adreßentivurs zur Vorlage bereit hält, ivird die Adreßdcbatte im Herrenhause be-reits nächste Woche stattsindcn. Anläßlich k^er Ministerkrisis spricht die^Allg. Ztg." den Gedanken aus. daß Oesterreich solange das Gcivlcht seines Ausspruches nicht nach Außen geltend machen könne, daß Oesterreich itlsolanj^e knn Faktor deS Friedens sein könne, als es nicht zum ii^^ersassungSstaaie im volleil Sinne deS Wortes getvorden. Der Grund, warnin die Sache der Verfassung unter dem Ministerium Potocki keine Fortschritte UU'chte. liege darin, daß dikseS sein Pro-gramm vom '^6. Apiil d. ). „Erlveiterung der Autonomie »^ller ^aud^r und Ulirnittelbare ReichS-rathstvahlen" nicht strikte durchgeführt habe; man sei daher auf dem Punkte angekommen, auf tvelchem man ivf Dezember I6L9 stand; daß tS nämlich in ntkt MillMlatkN glibe. DÄ folger» hierau«. d.isi man diese'^MnlMattn^sllNMr^n t». i. cin AUsionSM-uifterium bilden müsse, welche» auf (Ärundlaq? staatSrechtiichkr Kompromisse zu rej^ieren t^eson-neN"se?. Man möqe Galizien die^lvMgchensten Kmi. Zessionen machen, tv«»« u»an entgegen direkte WOhte« u«d die Bes^^iuug. deS ReichSratheS von den L'Mdtagen kinlauschen könne. (^Pest, 31. 5!^kt. Sitzung des Unttrl)auseS) Der Finanzminister Kkrkapolyi iegt die Schluß-rtchnuugen von I86V vor und bitte», stlbe an d'N LtaatKlschnungSliof zu weisen. ZuriLerl)attd-lung gelangt' nun der Antrag Simoiiyi s. Erns^Simonyi motivirt scinen bekannten Aulrag ltt lä»l)erer Rede, er ski fne eine Friedens' poUtsk^l jedoch könne Mt^n dcm Riesenknmpse in Frankreich nicht ganz ruhig zuseljen. Hieraus spricht Vrvs Andrassy, er beruft sich auf d>t Darlegtmge», ivelcht er im llnterl»ause zweimal, vor und nach'dtm'Ausbruche deS Krieges, über die ausioünige Politik der Regierung abgegebene und erklärdaß die Regierung die Politik welche Billigung des Haust» fand, bis beule befolg». Die strikte Neutralität schließt nicht die Ertheilung von Ratl»schlÜgttt an eliirn >>er Kriegfülircuden aus. wöbl aber sordtrt die Wirksamkeit d.rartiger Nall>-schlÄg^. daßs sie . mit gleichmaßigem Wohlwollen sü^ Heidt Kriegführende gegeben sei?n und dies schließt der Siinonvi sche Antrag aus. Ä^chMlt man der Regierung die Neutial:-»al. so' kann man' von ihr keine Intervention forde»»»! Sollte die Nentralltät von anderer Seite gebrokl>in »vt^den. so wird auch Oesterreich»llngarn seint aan^e unverselirt bewahrte Macht gebranchkn. Die 9reutralitätspoli»ik beivahrte daS Land vor den Schrecknisjen deS Krieges, und eS ist kein Grund', jetzt von tlir abzutveichen. i^Beifall.) DaS ganze HaUk, ausgenommen die äußerste Linke, sz^ichl sich' gegen die !Nerall»ung deS Simonui schen Antragrs aus. Die Antrage Ziszas (Errichtung einer un-abhängigen ungarisl^en Arme,) und Ir^inyis ^Ejnfüyrung der Personalunion) wnrden nicht zur Veratl)U'tg zugelassen. (Prag. 31. Oktober. Die Statthalterei suS-pendirte heute den Stadtrathsbrschluß betreffs der Aufhebung der Äostsstädter deutschen Lchule und »vies gleichzeitig die Finanz-Direktion an. von der au die Gemeinde abzufiihrendcnBerzehrungK-stetier-Qiiote den Vctrag zur Schulerhaltung in Abzog zu bringen, da der Stadtrath die Zahlung des Lthrergehaltts und der Schuikoslen verwelgert. (Laibach 3l. Okt.) Der „N. F. P." bc-richtet man über slovenische SchmerzenSschreie. Wir liifsen den Artikel hier folgen. Es ist getvip lehrreich, hinter die Kotilissen des sloven>scheu Spektakelstückes einen Vlick zn lversen. umsomehr. wenn dieselben von unzufriedenen llltr.is selbst geöffnet werden. Es in nicht alles (^old. was glänzt. Ein Korrespondent deS ..Elov. Narod" auS Oi-erkttUN beweist pieS. Weder AadmannSdors. noch Krainburg ist national gesinnt, jammeit der Äut^. Die Oemeindevorstände und Ausschüsse sind m.hr oder weniger auSgesprochcne „dentsch-ttiiimclnde Garde". Von Neumorktl gar nicht zu reden, das in der Deutschthümelei ko»»seauent ist. Aber die Wahlen ,n Oberkiain sind ja für die nationale Soche so glänzend ausgesallen! )a, weil sie eine Macht gestützt buk. welcher der Obei-krainer noch immer mehr v rlraut. als Slovenien und was dazu gehört. (Das ist wohl der lioch-ivürdige lllernS V) Doch das ist noch nicht AlleS. Äer Llindesschulrath. in welchem die n.uionale Partei die Majorität hat, tvill (oder kc»nn?) das Deutsche noch immer nicht .zanz aus den Volksschulen Ausmerzen. Deutsch soll noch gelehrt werden und in der vierten Klasse der Stadtschulen soll das Dculsche gar UnterrichtSjprache sein. Und da« bei spricht man von Einführung de» Slovenischcn in die Mitt'lfchulen und vo» einer slovenischcn llniversität! — Wir viüssrn den malkontenten llltras Recht geben, dt'p dies cine starke Inkon^ lequenz ist oder vielleicht nnr scheint, denn die letz« leren Forderungen sind eben nicht» als Agilat'vns-mittel; bei der Einrichtung der Polkoschulen s,klzl srch aber der nationale Fanatisntus selbst genötljigt. aus die Vedürsnifse der BevSlkerung Rücksicht zu nehmen. Es ist dafür gesorgt, daß die Bäume nicht in den Himmel wachfen. Ausland. (Ve r j t n il^Nov.) Die ^„NorddkUtjchc AllA, Ztg.,^' veröss^ntlichl eine Depesche Lord G'r an v il-leS lvelche. an die Er'klarung deS'Grasen Bis^ marck, daß" b^i Verlängerung de» Kampfe» vor der Unterga^- von 10V.V00 Mensche» durch Hunger herbeigesührt würde, autnüptend. die von England getha»»eu Schritte behufs Herbeiführung eines Waffenstillstandes, ^usa»nmen-berufung der Konstituante und Wiederherstellung des Frieden» darthut. „Norddeutsche Allg. Ztg." bemerkt hiezu: Noch jetzt ist de» König bereit, aus einen Waffenstillstand zur Born.chme der Wahlen in die Konstituaute einzugehen, die wir ebensosehr wünschen, al' 0aS sraiizöstsch Volk, aber dcshalb. weil »vir sie »vünjchen. ivtll die Re-gierun^t der nationalen Vertheidigung sie nicht, und so bleibt uns eben nichts übrig, als die Er-zwinguilg eines uns passenden Fried, nö durch die (Aelvalt der Waffen, gleichviel, ivas für Paris daraus rejnllire. Die „Kreuzzeitung" sagt anläßlich der Nachricht eines Berliner Blattes über ein a»»gebliches Attentat aus den König, tvoiiei der Kriegs»i»ini-ster Roon verwundet worden sei. dap es sich hier tvahrscheiitlich' u»tt eine Börsennachricht handle. Die G^malin Rooii'S autivortete auf eine die»-vrzuglich an sie gestell»e Anfrage, daß ihr Mann ganz gesund jei. Der preupilche „Staalsanzeiger" schreibt: Das »berliner Kabinet sei da» erste unter den europäischen Mächte» geivesen. ivelches Lpa-nikns Recht, über feine Zukunst selbstständig zu enljchtlden, in eii»er Thronrede anerkannte. Der Norobund htilte auch jetzt daran fest und »verde die Poliiik Frankreichs innere Angelegenheiten Spaniens zu»» Gegenstände li»»erEtn»nischUttg zu innchen. nicht »iachahmen. Der norddeutsche Bui»d sehe der Entscheidnug Spaniel»s über seine Zuk»»nft entgegen und lverde deffen Beschlüsse anerkermen. In den hiestgen offiziellen Kreisen glaubt man Nicht, daß ThierS »Nit seiner Friedensmah-nung in Paris Gehör finden wird, sondern »vill wisjrn daß die Pariser Regierung der Meinung sei. unch nach eventueller Besetzung von Paris durch die dcltlschen Truppen dürfe man in keinen mit sranzösischer lAedietsabtretnng verkaupstek Flieden willigen, sondern müsse durch passiven '^'Videistarid die Berlegenhelt de» Siegers steigern. (London 31. Okt.) „Times" verösfeiU lichen eine Note Lord Granvilles. worin detselbe die neutrale Haltung Englands betont, es seien ».icht mehr Waffen als aus der Union nach Ftailkreich uus^kführt worden, der »verkauf zi»,eier Transportschisse an die franz. Regierung sei nach dem dernlaligen Stande der Geletzgebl»ng nicht zu verhindern getv fen. Schließlich hofft Lord Granville auf die baldige Beseitigung dieser ei»izitten Differenz zivi-jchen Oroßbritanieu und Deutschland. Die eng-lischc Regierung sei auf Deutschland» Einigelt Nicht eifersüchtig, halte diese vielmehr für e»n großes nnd Deutschlands würdiges Ziel. Der^tandaro versichcr», zivischen Oesterreich un0 Preußen sei in den letzten Tagen ei»»e Freund-sch..sls-Allianz abgeschlossen worden, nnd zivar in Folge Initiative Preußens. Die sä»nmtlichen Morge»»blätter behanveln Bazalne als iVerrälher. (Madrid, 30. Oktober.) Die Kortes wurden heute erösfnel. Die Linke ivird morgen lvuhrschelntlch ein Tadelsvotum gegen die Regie-tuug beantragki». Die Regierung ivird, ivie man velstchert. zu Ansang der nächsten Woche die Vorlage bezüglich der tlandidatur deS Herzogs von Aosta einbringen. vom Kriege Durch dir Einnahme von Dijon hat Oe-neral Werder einen außerordentlichen Erfolg errungen, Nicht «tii'n der Wichligkeii dcs Plutzes ivege«. sondern öeslialb. iveil er die Festung Bk-sancon gänzlich umgangen hat und nuti in der Flanke ÄaribaldlS steht auf dem Wege nach Lyon. Wird nun, lvie die Nachricht vorhanden ist, ein Theil der Belager«ngsarmee von Metz ihm^zizr UnterstützuuA nachßesandt. dann kann schon mi» Energie aitch im Südosten von Frankreich vorge» gangen werde». Den Nordosten Frankreichs will man auch durch eine aus Belagerungttruppe» von Metz gebildete Armee unter dem Prinzen Friedrich Karl von den heimischen Soldaten säubern lassen. llkber die Frage, ob Metz durch Berrath gefallen oder nicht, wird heftig in in- und ausländischen Zeitungen debattirt; man schreibt darüber : Der Streit über die Frage, ob Bazaine ein „Berräther" oder blos ein nuglücklicher General ist. scheint mit gleicher Heftigkeit geführt werden zu sollen, nüe die«Kämpfe um, Mttz. Am meisten gegen Bazaine spricht »voht seine vergangenhei». sein schimpflicher Eharakter. sein tnfo»nes Oebahren in Mrzito Ul»d die Welt ur-theilt nun: „Kin Mal ein Berräther, immer eiu !!n früheren Jahren den Besuch der Gräber verblichener Fre»»nde und Ber-ivandten zu einer Pein machten. Zu rügen »väre. daß die Beikäufer von Wachskerzen auf dem Friedhofe selbst ihr, Buden aufschlagen. Wir halten diesen Borgang mit der Würde des Ortes vollkommen unverträglich u»»d hoffen, daß künftig, hin dafür von kompetenter Seite Sorge ge- tragen werde, daß diese Buden auf den hinlänglich großen Raum außerhalb des Friedhofes verlegt werden. (A»szelchnungen aus Anlaß der Ausstellung in Graz.) Den Herren Dr. v. Kaiserfeld als Pvkfidenten des Ausst,llungs-tomite'S ftwie den beiden Vizepräsidenten Freih. v. Washington und Rickh wurde die be-soudere allerhöchste Anerkennung zu Theil. Der BürgerMGiste? von V?az Herr Dr. v. Schreiner erhielt den eisernen Kkronorden lU. Klasse, dessen Stellvertreter Herr Remschmid das Ritlerkreuz dfs Franz Jos^«!^rden; ^ih^ v. Man bell das Komthurkreuz desselben Ordens ; Herr Landtags-abgeordneter Ritter v. Wachtler ten eisetiien Kronorde» lU. Klasse; Herr Meitzer und Herr buchten deis Franz-Äosefs'Orden; Herr Bosch und Ar. Schnabl Oberin des Elisabetljiner Konventes in Graz das goldene Verdiensttreuz^ mit der Krone; die Herren Äoliann Roschger in Schwamberg. Franz Löscher in Eibiswald und Pankraz Fuchs.is WagenSblch das silbcneBer-dienftireuz mit der Krone. (Th,e ater.) „Der Müller und sein Kind" ilbte htUft nicht die Zugkraft aus. welche wir sonst getyohpt sind, vor einem insbesondere in den Logen leeren. Hause spielte sich diese Lungen-suchts-Kamödie ab. Der „Keinhold" des Direktors'Herrn Rosenseld war eine künstlerische Leistung; Herr Meißner gab den Konrad guf, und M v. Karlstein sah man an. daß sie viel Weiß auf die. Rpfte der .Marie" verwendet hatte, doch könnte sie die Zuhörer nicht so recht warm ma-che«, weil ihr Spiel der Wärme entbehrte. (Theaternachricht) Morgen finde» als Benefize der grau Parth die zweite Auffüli-rung der Operette: ..Die schöne Helena" statt. Nachdem Krau Parth ein Liebling des lheater-besuchende« Publikums mit Recht geworden, so wünschen wir derselbe» ein ausverkauftes Haus. Bermisehte Atachrichten. Meinernte.) Aus der Gegrnd von Ei biswald berichtet man dem B." Nachsteh-endeß hierilber: Das Resultat der W.inlese in hiesiger Gegend variirt bei den verschiedenen Wein gärten gar sehr. Während einige im Vergleich mit dem Borjahre weuiger erhielten, andere gleich viel, so steigerte sich der Ertrag bei manchen wie« det so sehr, daß sie sich nicht entsinnen können, jemals eine so reichliche Veinfechsung geMt'cht zu haben, wie Heuer. Än Bezug auf Oualttät kommt der heurige ^chilcher dem des verfiofsenen Äahrcs fast ganz gleich es ist somit wider Bermuthen «»geachtet der im Ganzen nichts weniger als ßüvftigkn Witterung des heurigen Sommers der heurige Jahrgang in hiesiger Gegend zu den bessern zu zählen. (Halsche Zwanziger.) Wir brachten Kugst die Notiz, daß aus hiesigem Platze falsche ..Zwanziger" im Umlaufe sich zeigen. Nach der Hand stellte fich heraus, daß diese Zwanzigkreuzer-stücke allerdings echt sind, jedoch als Start mchl zur Ausgabe bestimmt, durch Versehen der Münz-Verwaltung in Verkehr gebracht wurden. GOrtchtshOlle (Mißbrauch der Amtsgewalt.) Dieses BerbrechenS stand am 24. Ok»ol,er d. ). vor dem LandkSgerichte Tarnopol angeklngi Theophil Dziemboczky. Apotheker, in den Ia^en 1867. 1866 und 1869 Bürgermeister des Marktes Skalat. Besonders für die )udlN seines OrteS war der würdige Mann ein L»'egenstand des Schreckens , einige seiner WiUkiirakte brachien ihn mit dem Ge-setze in Konflikt. Sie sind in Kürze solgendc: Hirsch Zises. ein Skaloter Bürger, wa, im Vau eines Hauses begriffen. Dagegen legte ei»» Nachbar, der sich dnrch den Bau in seinen Aech-l«n getränkt fül»ltt. l»el dem Bürgermeister Pro» lest ein. Oh^e zu erwägen, daß dergleichrn strci-llge Augelegenheilen der Entscheidung dtV lA(-richle anheimf.ulln. untersagte der Stadlchef dem Zts.S die Fortsetzung des Baues unter Ant>rohuUt^ einer Geldstrafe, und als dies r. ohne daSbürger-Meisterliche Berbol zu lieachten, welter tiaute, ließ ihn Herr DziembowSky durch seine Schergen ergreifen und sechs Stundeu lang ins Loch stecken Schlimmer erging cs Moses Rosenzweig, welcher die Bermefsenheit hatte, einer dem Herrn Bürgermeister befreundeten Dame eine Wechsel' schuld zur Verfallszeit nicht bezahlen zu wollen. Er wurde sofort vor dcu Rlchterstuhl des Herrn Djlemboivski geladen, der nunmehr als Wechsel gericht fungirte und den Schuldner für den Fall, als er liiS zu einem bestimmten Tage seinerVer-tttndlichteit gegen die Dame nicht nachkommen würde, mit Arrest bedrohte. Nalüriich ließ fich der Jude nicht einschüchtern, uoch »veniger aber war der Bürgermeister der Manu, elne Gelegen-h it. einem Zuven zu schaden, unbenutzt vor»;ber« gehen zu lassen. Er blieb seinem Worte treu, lieh, als die dem Juden zur BezahluNti der Wechselschuld gewährte Kallsrist erfolglos at»ge' laufen lvar. denselt)en duich Polizisten aus dem Bette holen und hielt ihn bis zum späten Aiicnd unter schloß und Riegel, vhue lhm irgend ivelche Nahrung zukommen zu lassen. Da c>er Abend, an lvelchem Rosenzlveig seine Freiheit lvicder-erlangte, der Vorabend des Bersöhnungötagts lvar. so fastete er diesmal statt eines Tages zivei. David Braunstein, das dritte Opfrr d^S Skalater Bürgermeisters hatte desseu Zorn dadurch auf sich geladen, daß er in seinem Laden neben diversen Spezereien Artikel seill)0t, deren Verschleiß ein Privilegium der Apotheker bildet. Eines schönen Morgens e,schi«u aus diesem Anlasse der Bürgermeister in Begleitung von Polizisten in dem Laden des Krämers, durchstöberte denselben nach allen Rlchtungeu, ließ die vorge fundene verbotene Waare fortschaffen, ven Krämer .lber ohne Rücksicht auf deffen Einsprache, daß diese Augelcgenheit vor die Gerichte gehöre, für zlvei Tage in den schwarzen Thurm des Gemeindeamtes lverfen. Er hatte nicht vergessen, dem Juden früher die Hände aus den Rücken binden zu lassen. Ein andereSmal ivaren es mehrere gegärble Thlerhänte, die den Herrn Bürgermeister veranlagten, Geivalt an drei jüdischen Weibern zu üben, die sämmllich im Berdachte standen, diese Häute, lvelche das Eigenthuin eines verstorbenen «ekalater Insassen bildeten und von ihm bei ei' NtM der Weiber für eine Schuld verpfändet lvor-den ivaren, zu besitzen. Als der Erlie deS EigenlhümerS dieser Häute den Bürgermeister um seine Intervention anging, sendete dieser seine Häscher in die Wohnuugeu der Jüdinnen init dtM Auftrage, die Häute, und tvosern sich diese lucht vorfänden, die Jüdinnen selbst zu bringen. Die bürgermeisterlichen Organe, gehorsam dem Winke des Gebieters, brachten, als die Häute sich nicht sandeii, drei zitternde Weiber, denen der Bürgermeister beschieden hatte, eine Nacht auf dem harten Bode» des Gemein-dekerkers zuzubringen. Schließlich legt die Staatsbehörde Herrn Dziemboivski zur Last, daß er zu einer Zeit, da die Prügelstrafe bereits aufgehoben gelvescn. mel)-rere Skalater Insassen, die sich polizeilicher Ueber-tretuligen schuldig geinacht hatten. Mit Stockstrei-chen drstrasen ließ — ertretung des A. 331 St. G. an sich trägt. Bei einer dieser Züchtigungen nahm sich du- Herr Bürgerineister die Mühe, die Hand des Gezüchlit^len. der mil derselben zur Abiv.tn tierumfuchleite. mit seinein schiver«» Po lenstiesel nleterzutreten nnd auf dem Boden fesl-zuhalten. Das Gericht hat ihn des Verbrechens des Mißbrauches der AmtSgeivalt nicht schuldig erkannt, „iveil die böse Absicht deS ThälerS nicht eriviesen ist." und vernitlikilte iiin lediglich ti)egen oer llebertretung des j?. 3Z1 Lt. G. zu ii,erzehn-tägigein Arrest, mit intlcher Strafe sich der Ver-urtlieiite zufrieden erklärte. A u S iv e I S. Für die Abgebrannten in Ober.Draubnrg lvurden j^elpendel: Von Barvn Lani^oy . l0 fl. „ H.rrn Knrnigg 5 ^ Zustimmen 15 st., lvelche an die Administration der ..Tagespost" abgeführt n'niden. Aeuilleto«. Im Waldschtoß. Eine Geschichte von Wilhelm Stade. XVII. ..Dazu ist» doch wohl zu tveit." meinte ich zweifelnd. „Hin ja. eS mögen fieilich ein paar tausend Schritt gtivefen sein — aber doch!" war feine Antwort. So kamen »vir iminer lveiter und sahen zuletzt bereits die Landstraße und ineinen dort harr-renden Wogen vor uns. Da trennten wir uns. Ich stieg ein und fuhr nach B. zurück, ivo ich am zeitigen Morgen mit der Post angelangt war — in »vie anderen Gedanken, in ivelchen Hoffnungen l Die Post ginq erst am folgenden Mittag nach D., so blieb ich im Gasthof, um mich aus zuruhen. Ich hatte daS auch nölhig. denn ich ivar todmüde, und stand am folgenden Morgen erst spät auf. Ich fühlte mich unwohl, nm nicht zu sagen krank. Mein Kops lvar lvie zerbrochen, ich mochte weder an die Vorgänge des gestrigen Tages, noch an sonst waS denken, ich konnte es nicht einmal. Was ich zn tjuu. mit dem Kellner zu re-den hatte — alles geschah nur mechanisch. ' Wie ich eben mein Nachtzeug ivieder in deN' Koffer geschlosseir, tiat ein Polizeibeamter iu mein-Zimmer und ersuchte inich höflich, ihn aufs Amt zu begleiten. ^ Einen Grund lvußte er nicht oder wollte ihn nicht angeben. Ich folgte also, ward dort in ein besonderes Zimmrr geführt, einem Beamten gegeniibergestellt, mit einer Menge Fragen über meine Verhältnisse. mein Thun am vergangenen Tage, meine Bekanntschast, meinen Verkehr mit Klara, meinen Briider überhäust. (Fortsetzung fol gt.) Hriginak-Urivat Tetegramme. Berlin, Aus Versailles. 3. November ivird <^'olgendes gnnetvct: Gestern Mittag hatte Thiers eine dreiftüudiije Besprechung mit Bismarck. Heute Ariit» fand eine inilitärische Beräth-. ung beim Nönig statk. welcher Bismarck beiwohnte. Um 2 Uhr fand die zveite Zusammenkunft deß ^^etzteren mtt Thiers statt. . / Bertin, Nov. Berichte aus dem Haupt? quartier zu Versailles. 2V. Okt.: Geueraj Manteutjel ell)ikll das Kommando der ersten Armee. — Bestimmten Nachrichten aus Parit zu-folge sollen die Fl eischvorräthe daselbst nur noch sür zlvöls Tage ausreichend sein. Berlin, 2. Nov. Durch Saarbrücken pas-sirten am Sonntag und Montag vier Gefangenen -züge. Gesterii ging ein Extrazug mit den Generälen Leboeuf. Eanrobert. Ladmirault. Froßard fammt dem Gcneralftab und zlvei Züge mit Offizieren ; — 85.000 Gefangene mit 1600 Mann Bedeckung auf 10.000 Gefangene marschirten nach Sa.irlouis und gehen von dorr über Trier weiter. Versailles. 2. November. Prinz Friedrich Karl meldet, bei Mk>^ seien 53 Adler Mlt Fahnen abgeliefert lvorden. Thier» ist heute Mittags aus Paris hier eingetroffen. Vor Paris ist nichts vorgefallen. Die Vorposten Werders trafen am 27. Ok-tober ln der Umgegend von Gray auf feindliche Triippen, schlugen dieselben überall in die Flucht und nalimen l5 Offiziere und 500 Mann gefangen. Der Verlust der zweiten Gardeinfanterie-Division iin Gefechte vom 30. v. M. beträgt 34 Offiiziere und 449 Mann. Fort Valerien feuerte ain 31. v. M. Abends und am 1. d. M. früh sctir lrbhaft. ohne uns einen Verlust bkiziibrin,^en. - .«o»'-- Wie«, S. Xsvember. Die Börse verljef im Allgemeinen in guter Stimmung, Aktien wurden mit wenigen Ausnahmen beffer bezahlt, namentlich sind Tnß^o.österr. Vank-Aktien mit eiüer Steigerung »ou 7. AuPg-Teplitzer-, böhm. Westbahn- nnd Dampfschiff Aktien mit Avanren von 4—6 fl. hervorznheben. Renten behanp teten sich znr fester« Roti^ ebenso die meisten iibrigen An-lagepapiere» Lose aber schloffen ziemlich vernachlässigt. Fremde Wechsel und Comptanten ermiifsigten fich um /.//u Co«rs-Ttltgra«m. , g. November. Uiuheitliche Otaatöschuld iu Roten .... ü7 69 »etto detto in Silber .... 67 20 lSVVer Staat» Aolehen» Loose......S'^ 80 Vant Aktien............718 — Credit Attien............70 London................ 10 Gikbrr................. 7.'» i«kaPoleoud'>r»......................74 K. s. Münz-Dukateu..................»76 Stimmung: seft. Eingesandt. Vit delikate Heilnahrun^; livvaleseivrs äu k»ri^ heilt alle Krankliciten. die der Mc« dicit» tviderstehtit; nämlich: Magen . Nerveil-. Brust-. Lungen-, Leber-. Drüsen.. SchleitnhtUit.. Uthe«.. Blasen- und Nitrenleiden. Tuberktilose. Schwindsucht, Asthma. Hustti». Nnverdaulichteit. Berftopsuug. Diarrhöe». Schlaftosit^keit. Schwüche. Hämorrhoiden. Wassersucht, Aicbet. Schwindel. Blütausfteigen. Ohrenbrausen. Uebelkeit und ?v«»nöe7': /^'am?7w7iaöe?i6i. 2/. „ Z. 500. 75 Kundmachung. 8 Vkr. (7K0 Zu verkaufen: sämmtUch« MSbel einer Wohnung, politirt und lackin. sowie auch ein Fortepiono von Schweiahoser und verschiedene Gegenständ«. TegetthoMake Nr. 12, S. Stock recht». Die Bezirksvertretullg hat iii ihrer heuti-ge»l XII. öffetttlichett Sitzuttg folgeilde Beschlüsse qefaßt: 1. Die Bezirkövertretnilg übernimmt ein Fünftel de» pwliminirten Baukostenbeirages für den Draudltrchstich in Untertättbling pr. 39407 fl. 41 kr. als Vorschuh für die seinerzeit ol< konknrrenzpflichtig erklärt werdenden Gemeinden oder Parteien nnd beliält fich die Beschlnhftissung über jenen Betrag, welcher den Bezirk selbst ans Grund der Konkurrenzverhandlung treffen soll, bevor. 2. Zur Priifnng der BezirkSkostenrechnnng für daS Jal)r 13S9 wird ein Comitv von 3 Mitgliedern gewählt, welche ^n der nächsten Sitznng Bericht zu erstatten haben. in dieses Comits wnrden gewählt die Herren: Heinrich v. Gasteiger, iZ^arl Reuter nnd David Hartmaiin. ?!. Die Berichte des BezirkSanSschnsse» a) über die Berll)eilung der Bezirkösnbvention von 150 fl. an diesbezirkige VolkSschnllehrer, b) über dem hiesigen Lehrervereine pr^ 1670 bewilligten Bibliothekbeitrag von 200 fl. nnd e) über an 9 diesbezirkige Volks^chnNehrcr erfolgte Reisestipendien » 25 fl. zum Besnche deS 19. aligemeinen . deutschen Lehrertages it, Wien wnrden genehmigend znr Kenntniß genommen. 4. tSin Bezirksthierarzt mit eine», Jahresgehalte von 300 st. ist provisorisch anzustelle» und wird die schon früher berathene Jnstrnktion sammt Tarif provisorisch genehmigt. 5. Wegen Revision der Anleitung für das Äerfahren bei der GrnndertragS Abschätzung dehnfs Stegelnug der Grundsteuer (Gesetz vom 24. Mai 1869) ist sich in einer Petition an daS AbgeordnetenhanS deS ReichSratheS zu wenden: die Berfaffung dieser Petition u»ird dem Bezirk». auSschuffe übertragen. 6. Die den Gemeinden Unter-JakobSthal, Ober JakobS-thal, Kuschernig, Klappenberg, Ploderberg und Schönwarth vom BttirkSanSschnsse ans Grund des H. 66 B. B. G. er-tl)eilte Ben'illigung zur Vereinigung in Eine OrtStzemeinde nnter dem Namen „St. Jakob in Windischbüheln" wird von der Bezirksvertretung nachträglich genehmigt. 7. Die in den Jahren 1855. 13K6 nnd 1861 ohne behördliche Bewilligung erfolgten Bereinignngen der Gemeinden a) Ober St. Knnigund, Blintenbach nns PoSruck in Eilie OrtSgemeinde nnter dem Äamen „Ober St. Kunegnnd", t>) St. Peter, Mettau nnd Tepsan in Eine OrtSgemeinde nnter dem Name» „St. Peter", e) Heil. Krenz. Schober nnd Kürst in Eine OrtSgemeinde nnter dem Ramen „Heil. Krenz" und Ä) Ct. Georgen, Piißnij» und Äedloneg in Eine OrtSgemeinde unter dem Nameu „St. Georgen a. d. Piißnitz" wird nachträglich genel)migt. 8. Der OrtSgemeinde RoSwein wird die Bewilligung znr Austaffnug der Straßenpar»elle Nr. 1106 als Gemeindestraße und znm Berkanfe derselben im Flächenmaße von !75 ^Klft. an Herrn Johann und Kran Rosa Grnber nm den Betrag von 200 fl. ertheilt. 9. Statt des gekiindigten derzeitigen BezirkSverlretnngS-totales wird die Miethe eines solchen im Hanse deS Herrn Heinrich v. Gasteiger in der Pfarrkofgafse nm den JahreS-zinS von 400 fl. genehmigt. 10. Der BezirkSanSschuß wird beauftragt, w^en Be-lassung der vom bestandeneil k. k. Bezirksamte Marbnrg der VezirkSvertretnng tlbergebenen Krie,tSdarlehenS Obligationen in der Verwaltung derselben sich im Sinne der Anmerkung zum K. 11 der Jnstrnktion vom 11. Okt. 1866 an den Landesausschuß zu wenden. 11. Die Umlegung der Straße über den Schnschegberg an der St. Georgner Bezirksstraße 1. Klasse nach dem vom landschaftl. Bauamte verfaßten Bauoperate und mit Verwendung der pro 1870 bewilligten uud pro 1871 in Aussicht stehenden LandeS-Subveution wird genehmigt. IS. Neber das Einschreiten der Gemeinden Wolfsthal, Kutscherntg, Nnter-JakodStlnil, Ober-ZakobStdal, Klappenberg, Ploderberg und Schönwarth un» Herstellung nnd Erklärung der von der Jaringer Bezirksstraße abzweigenden und durch die genaimten Gemeinde» an die Murecker BezirkSgrenze führenden Straße zur BezirkSstiaße 2. Klaffe wird der Be-zirkSanSfchup beauftragt, mit diesen Gemeinden nnd ein-zelnen Parteien in denselben in Berhandlnng zu treten, welche und wie geartete Beiträge sie znm Ban dieser Bezirksstraße leisten zu wollen sich verpflichten das erforter-liche Bauoperat verfafsen zu lassen und sodann der Bezirks-Vertretung weitere Anträge zu stellen. 13. Das EinschreUen mehrerer Grnndbesitzer von St. Peter nnd LeiterSberg nm Herstellung und Erklärung der sogenannten Schlapfenstruße als BeirkSstraße 2. .blasse wird abweislich verbeschieden, doch wird beschlossen, diese Straße in der Weise zn subveutioniren. daß die Aegmacherliihnnng auf die BezirkSkafsa übernommen nnd der BezirkSandschnß ermächtigt wird, liei größeren Elementarschäden über Ansu che» der betressendeu Gemeinde diese in den ihr obliegen den Straßenardeiten nach Ermessen zu unterstiitzen, während die gewöljnlichen von der durch das Gesetz hiezn berufenen Gemeinde zn leisten sind. Bezirksattsschuß Marburg am L. Nov. 1870. Der Obmailn: Komad Seidl. Eisenbahn-FahrordilUttg. Mcirburg. Perfvnenzilfte. Von ? rieft nach Wien: Ankunft 6 U. IS M. striil, nnd '! l'. l'- M. »lbeudS. Abfatn« 6 U. öl M. Krüi, und U. 7 M. Abend». Von Wie» nach Tri est: Ankunft S N. 8 M. Frul» nnd 8 U. U M. Äbeud». Abfalirt 6 U. 20 M. Früh und 8 U. 5^ M. Abends. (7d» Für Eilllieimischt und Fremde nn6 llßrrkMsiäsr- vov ^ i^Ioiis kiväsr in WI«> knrx. Ecke der Herren- nnd Postgajst Nr. l12. tvinter palitot von . fl. 12 bis fl. 50 „ von „ ^ „ ,, Schwärzt Hosen von . „ 7 „ „ 1S Glitt V0tl .... „ 3 „ ^ 10 Iliqd-Uöckt von . . „ 5 „ „ 15 Haveloks von ... „ 18 „ „ 40 LodeN'Gnlta von . „12 „ „ 25 Salon-^NMge von „ 24 „ „ 40 Hanptniederlage von Schlasricken. Fitr Bestellungen ist die reichste Auswahl der neuesten Ttoffe am Lager, und wer den selbe a»tch prompt ausgeführt. Wildpret, /tscht, Honig nnd Vögel stets frisch aus K!>»D'v»lIs«»i»v« zu beziehen, als: 771 Nebt, ^ase», Schnepfen. Rebhühner, Nrammetsvögel mit schwarzen Füßen, Drosseln und Msche, und zwar: ase»t, pr. Stück . . . . l fl. — kr. uchen, itt jeder Größe pr. Pf. — „ 80 „ echten dto. „ „ 55 „ arpfen bis zu 2'/^Ps. pr.Pf. LS „ OebirgSforeUen pr. 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