MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES Zeecfcrlltee Wtaa N». S4.Mi. M. I. Nml M(. M. STEIRISCHEN HEIMATBUNDES _ Jnipniitt VMM« Mhibwt moMthck KM 2,1« «InsrhheSlirb ■< niflglich Porto; b«l Abaolm In der Gesrhiflsilelle *tW («teick' if,* Rp( Poiti«iluagigi>bülir| und 36 Rpl Zuitell-«»II ÖM FlüMlpratiw and der PortottnilagM tugeMndtt Hg. W-93. JahffMif Narlmrg''Draii, Freltog, 7. Mal 1943 Einzelpreis 10 Rpf »Tag dir TapinMI^ MU, 1^ Mrt kMtetf Mi 1 im »Tat ■PlUi« maXkmaSm Jahim k Sofl« fmmA wto ■■IlkHiih Mdi >iiii OottaadtoMt «In« ^•Mda TM 4mi Ktelf m dar Alnaadar-Nvwtkl-Kaltedral« ■tatt. Zaaril mv-■ktaflaa ttm VatoraaM «ad Trigar dar TkpfarkattMMdailla aaa da« ▼orlgan WcMulaa vorflbw. Ii folgtan dla Garda, •eOmdsnaswlrter aad Scbfllar dar MMIndMüaa, daaa dto Boldataa dar iatan>—mtiiachwia and KhllaBIich Abtathmf— aiaaa Pansarragl- Nack dar Parada f«kr Kam« Borte mit dw KAnlgta dla Proal dar Pormationan ik, dl« latwlacliaa wiadar Aafstellung rmttnmm iMttaa. Unter daa laangan dar Natloa'tlkTaaa ud bagaittartan Kafaa dar Tialaa tauaasd Zaachauar var-Bai das KAnigtpaar den Paradaplati. Italien ist unsterblich Gcwalfi^ Trenakimd^fniiil fBr dm Dnc« — Ansprach« Mnnofinis an das V italienisoha Volk: »Wir werden siegen!« daa latcknrfBlftan Dr. aa Bobart Paavarlalat. Raichs-■lalalar Dr. Goabbala hat data Archi* liktaa Mlalatarialrat a. D. Robart Poa-Ib MQnchan aar Vollandung aaiaaa M). Labaasjahrat In Anarkannung aaiaar Vardiantte un da» deutacha Kuattha&dwark dia harzlichsten Glück-wtasdia fbamlttalt aM. i. MM VaBaato fand MM-vocb äbaad alaa gawaltlfa Kand^ebtuig dar -GafolgschaftatraiMi and dar Var-baadanhait daa llallaalschaa Volkas alt daaa Daoa statt ba Aaschlni sa alnan bnpfaag atetUchar Hohaltatrigar dar faachistischaa Partai aas dan Itallanl-iiLii 1 (lern Gimiuen gewieyt tia-ueii Kl.ciig:>»:iiuium nicht hmdUagekommen L'ie lürkei hat sieb in dieser Frd^e «at den versldudlu hen, mit der neiiUti-Ii:n llal^uuij veiembdrten Weg hege bon, hetjci ihie eigenen Leute ^ura tt leiiibii dbf Hdndliabuug der modeinetj V. atiL-n hindtift/u&chicken. Engiischei' Si As versucht mdn diesen Austall dn t'iiiutitcr Einwirkungsmöglichkeit dadurch wettzumachen, daß man ein pe-ni^trantes 13ed(h-tni« verspürt, bald Hern. Duuy.us, bald Herrn Wilson «is £x.pei ton tui die »Durchiührung det Lieic ruiiijüiivi iitich Aukdrd zu entsenden. Wiiliiend nitiu die zu diesem Zweck au ßeiduiu noch autgohandelt« ttindigo Militarmissiun in der übertriebenen B« bit/ung von 22 Offizieren — darunte; zwei CJoiieialen — nach der türkitchen liauptstddt in Marsch setzte. Methode der englischen unu amerikduischtin Politik ist In ihren Hin teigiüncien keineswegs geheimnisvoll. Sowohl in dei Uowniug-btreet wie üi Weisen Haus wird man bemerkt ha-buii, daß die Mogiichkeiten, vom 'Sach hchi'n und Roaipohtischen her in dem Vethaltnis zwischen dem Reich bzw dt>r Achse und der Türkei Spannungen, (Jeliihrenmomente oder gar Gegen sdti^licnkeiten zu konstruieren und von dieser Bdsis aus die Neutralitätspolitik, unter Geltendmachung des defensiven Moments der britisch-türkischen Allianz'., ins Wanken zu bringen, mehr «It gering sind Im englisch-amerikanischen Lager ist man angesichts dieser Sachlage oifen-bar dut die Idee verfallen, einen »Ner- vunknog>' aufzuziehen, Man kann zu diesem Vorgehen eine Parallele ziehen. Als im Jiihie 1941 die englischen Pläne, vom Bilkan lier gegen die Achse aktiv zu weiden, aktuell wurden, versuctite Lniiduii hinsichllich der türkischen Fiagt.» dasselbe Veriahren mit umge-keiiiten Voi zeichen. Damals bemühte sich die englische Diplomatie, die Türkei mil ancjeblich von seilen der Achse droiieiiuuii Gelunren nervös zu machen, aus dut rcüipcilitischen Haltung her-aus/utieibeu, um ttie zur Teilnahme am erstell Bdlkaiidbenteuer zu drängen. Ankara bdt damals in vollem Umlaug die Nerven bohaiten und den Realitäten das Weit gelassen. Heute, wo im Kl eist! der Aiitidchsenmachte erneut Plane gewalzt weiden, Uber Agäis und B.i kuii au Luropa heranzukommen, und wiodeium die Absicht gehegt wird, die Tiiiküi nach Möglichkeit in em solches Linie;iii:liiiien e.nüuspannen, greilt man in kaum abgewandelter Form zur Alten Mcihude 'Mit der Behauptung, der Tuikei könne von selten der Achse ein Anfault drohen, lassen sich in Ankara ke;ne politischen Lorbeeien mehr ern-tf'ii Noch wtiiujer als vor zwei Jahren. Man 'vei sucht es deshalb umgekehrt unif bemuht »ich, durch die Erweckung des Anscheins, als ob Ankara bereits piaktisih liir die Alliierten optiert habe iitid alles weitere nur noch eine Frag« d.;r Abstimmumj auf die Kriegsplänc dfi Alliiei ten-iront sei, die Achsenmächte aus dei Kuhe zu bringen, sii zu bellinlc'M zu provozieren, die den Kiic'(jj(>..litikein m Washington ' und Lniidon die Autrollung der türkischen Noutralitat erleichtein sollen, Ü esos Verldhren ist zu einfältig und diirc.ii:^!chti(j, dls da» ihm Erlolg oe-t( b'T'^uen si^in könnte. Die Realitäten sind aui h diesmal der große Gegner s.ilchci Mflh;jil)ea, um sie dritten Inter-<■.1 .LH zul.eue gpiade in der kritischsten Stunde des krit:ges preiszugeben. Es isi eiicn owenig aufmunternd, wie es duik • 'ad wiikt. wenn aus englischen und amurikanisf hen Kreisen gerade am Vuiai;LMid düi Wilson-Besuches ver-li!U : I', i.;e Ai wehrstellung dei Achse fHil (J .'tn Balkan habe eine solche Festi-gunij eiUiliien, ualJ eine Durchluhrung dor gipldnti:n Aktion ohne Binbe-zioiiung dei Türkei zu viele Risiken m.t s, h bringen kuiine, Ankara dürfte wohi d e U tihl zwisi hiin Neutralität und dei l-.ii.c, fli'ii Angelsachsen als Risikopart-ni^i (iieiKii zu dürlen, kaum schwer IciiU'ii. ZiKiein gibt es wohl, keinen nüch Jern donkendcn Türken, der sich nicht diirutxM im klarer» ist, daß die Sowjets, wiijiii CM den Demokratien geiingei boilte, dio Türkei in den Krieg zu vei wiLktilii, kenipswags die^ellie Zurück hiltung bewahren werden, die sie ge tj'.iiwartlg aus taktischen Gründen ge yi'n.Jjer der Tuikel an den Tag legen und es ihren englisch-amenkanisciien r-'eundi>n überlassen, sich zunächst eln-' iti.il allein mit dem heißen Elsen zu bes! haftigen. Neue schwere Verluste der Sowjets Drei Grenadiere zwanziitia ch« Übermacht — Uimere Fliej^er unermüdliche Keller Barlin, 6. Mai An der Ostfrout det Kubau-^iilcktn-kople.s nahmen die Boischewisten am 5. Mdi nach der kurzen vortdgigen Kampfpause*" mit schnell herangebrachten Truppen ihre Angriffe gegen unsere Verteidigungsstellungen hart westlich Kr/mskajd vun neuem auf. Die von zahlreichen Pdozeru und starken Fhe-gerverbdnden uateistützten Vorstöße massierter feindlicher K'"äfte scheiter-len jedoch nach schweren Kämpfen. Sperrieuerzonen stoppten die vorgehenden Stuimkolonnen ab, sodaß Artilleristen, Panzerjäger und Pioniertrupps die feindlichen Panzer zum Kampf stellen konnten. Dabei halfen ihnen Kampfund Sturzkampfflugzeug«, die ihre Bomben fortgesetzt au/ die lieb bi den Trichterfeldern nur schwerfällig bewegenden Panzerkampfwagen warfen. Von Granaten und Bomben getroffen oder von Sprengladungen zerrissen lagen am Abend dieses heißen Kampftages die qualmenden Wracks von 23 feindlichen vernichteten Sowjetpanzern vor unseren Stellungen. Trotz des Zusammenbruchs der Panier-kelle hatten sich die voigedrungeiien bolschewistischen Schützen dicht vor unseren Stellungen festgesetzt, um von hier aus neue Angriffe vorzutragen. An einer Stel'e war es feindlichen Kräften gelungen, sich so weit vorzuschieben, daß sie unsere Stellungen unausgesetzt mit Wurfgranaten unter Feuer halten konnten. Um Verluste zu verhindern, entschloß sich eine aus den Unteroffizieren Ippich und Krüger und dem Grenadier Rieger bestehende MG-Bedienung von der 12 Kompanie des hier eingesetzten Grenadierreglmentt, die bolschewlstisrhen Granatwerferbatterien auszuheben. Ohne einen Befehl abzuwarten, stürmten sie vorwärts und drangen in die feindlichen Stellungen ein. Mit Handgranaten und FeuerstöRnn Ihrer Maschinenpistolen vernichteten sie 20 Boischewisten, nahmen weitere 41 gefangen und zerstörten oder erbeuteten die Granatwerfer. Noch auf dem Kampffeld beförderte der Divisionskommandeur den Unteroffizier Ippich wegen Tapferkeit vor dem Feinde zum ppldwobel. Durch weitere Gegenstöße wurde bis zum Abend das ganze Kampffeirt von den Rosten der feindlichen Sturmtruppen gesäubert. 16 Fc!ndni!!fzeii!|c in Tunesien abgeschossen Rom, 6, Mal Der Italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: Im Westabschnitt der tunesischen Front führten die italienischen und deut- schen Truppen auch gestern tapfer harte Vdrteidigungskkmpfe durch. Unsere Jagdbomber grilfea in erfolg-reichen Überraschungsangriffen feindliche Panzer an und warfen einige Dutzend in Brand oder beschädigten sie. Sieben englisch-amerikanische Flugzeuge wurden in LuftkÄmpfen von deutschen Jägern zerstört. Ober dem Kanal von Sizilien schössen italienische Jäger unter dem Kommando von OberltuLnant Amedeo Guidi au» Bologna, die zum Schutz eines Lufttransports eingesetzt waren, in einem schnellen heftigen Zusammenstoß mit einem feindlichen Verband neun Curtiß ins Meer ab. Rumfinien und die Ereignisse in Bulgarien Bukarest, 6. Mai Zu den Ereignissen in Bulgarien stellt »Viatzat fest, es sei eigenartig daß gerade zur Zeit des letzten Mordanschlages in Sofia in der Londoner »Times« oin Aufsatz mit Drohungen an die Adresse der politischen Führung Bulgariens erschienen sei. Die Sprache der »Times«, so schreibt das Blatt, beweise daß sich die Methoden der brltlschefl Politik nicht geändert hätten. Unter Ausnutzung des Fanatismus und der Habgier kommunistischer Elemente wolle England auch in Bulgarien dio Methoden anwenden, die zum Zusammenbruch in Jugoslawien geführt hätten Glücklicheiweise aber, so sciiheßt das Blatt seien sich die vei antwortlichen Männer Bulgariens mit König Boris an dei Spitze der Interessen des Lande# bewußt. Sie erkennen die Ziele, die mit diesen Aufforderungen zu Agitationen verfolgt werden, und sie schreiten mit größter Entschlossenheit gegebenenfalls zu einer totalen Beseitigung der Infektionsherde. »Friedliche Besetzung« durch die USA Raubiug gegen Martlnicjua Berlin, 6. Mai Ehler amerikanischen Agenturmeldung zuloige erklären wohlunterrichtete, der USA-Marineleitung nahestehende Kreise, daü sich in der Ajigeiegeuheit Marti-nicjue eine »plötzliche Wendung« vollzogen habe Eine Intervention der nordamerikanischen Marine sei jetzt so gut wie unvermeidlich. Aus der Hauptstadt von Martinique, Port de France, wurden Unruhen unter der Bevölkerung [^meldet. Die innere Lage auf der* Insel ^ei sehr gespannt und kritisrbi man müsse damit rechnen, daß die amerikanische Marine zur Sicherung von Ruhe und Ordnung »herbeigerufen« werde.. Jüdische ScheirgirsellicLalttn üesckMite Bit der Eitelkeit aaicrikaBl-scber (ieechältSBäniMr Madrid, 6. MaI Wie aus Gudtemal«! gaineldet wir«!, entstehen aul uem drüeiikaniüchen Kon-aricnt uieiir und mehr ScheüigeMll-ictiaften, die die Idee des Pananierika-iiunus und die koutmeiitdle Zusammen-jrbeit benutzen, um ohne große Ad-jtrergung angenehm su leban. DerartiM Gesellschaften, die zumeist nur aus Pni-sident und Vizepräsident beatehen, legen sich hochtrabende Naincn zu wie »Verteidigung des Kontinents« und verschicken großartige Urkunden an verschiedene Staatspräsidenten und son-itige hohe, maßgebende Persönlichkei-:en, in denen sie laut Beschluft der letzten »Generalversammlung« um die Annahme der »Ehrenpräsideutschaft« dw Gesellschaft bitten'. Ra die Eitelkeit vieler amerikanischer Staatsmänner durch derartige Anträge geecbmelchelt würde, hätten die Scheinunteraahmungen ;n vielen Fällen Erfolg und benutzten dann die Namen der Ehrenpräsidenten dazu, um fOr Ihre Zeltsthriften groBe, vor allem sehr einträgliche Anzeigenaufträge von maßgebenden Geschäftshäusern urvd UntemeiuAan zu erhalten. Dies« sogenannten Gesellschaften seien^ meist Ton geechUtstüchtigen jOdischen' europäischen Bmigranten gebildet worden, die vor allem in Mexiko einen guten Boden fflr ihre »Geschäfte« fänden. Kriegstreiber in Schweden am Werk »Der Friede dei Landet itt in Gefahr!« — MaUeiem Im Zdlch«i 6m Koiniiiniilwwa Stockholm, den 6. Mai Die oppositionelle schwedische sozialistische Partei erläßt einen Aufruf: »Der Friede de# Landes ist in Gefahr«, worin sie erklärt, die Gefahr für Schwedens Ein-bezichun|{ in den jetzigen Krled sei in der letzten 2eit immer stärker geworden. Die internationale Gioßflnanz kämpfe verzweifelt um ihre Weltherrschaft, cur Erreichung des Sieges scheue sie nicht davor zurück, mit allen Mitteln Länder und Völker in ihren Kampf tu verstricken. Das blutige Schicksal Polens, Hollands, Belgiens, Frankrt'chs, Norwegens, Jugoslawiens, Griechenlands und anderer Länder sei das bisherige Ergebnis dieser Bündnis-Politik. In all diesen Ländern seien die Menschenmassen von gut ausgerüsteten Agitationszentren bearbeittt worden, um auf der Seite der plutokratischen Kräfte in den Krieg einzutreten. Durch intensive Vergiftung der Volksseele sei «s gelungen, jeweils jenen Kriegsaktivismus hervorzurufen, der es fertiggebracht habe, daß die Volksmassen zur Verteidiping des kapitalistischen Systems in den Krieg gezogen wurden Der Aufruf weist darAuf hin, auch in Bewährte Moskauer Methoden Was ist Barbarei, was Humanität? — Schweden und der jüdischbolschewistische Massenmord in Katyn Bej^eisterter Empfang Francos in Sevilla Sevilla, 6. Mai Am Donnerstag marschierten 148 000 ralciiigistHn mit 15 Musikkapellen untei dem Jul,iei der Bevölkerung am spani-Ffl.i'n Stnntschef, General Franco, in Sevilla vorbei. Nirrh dem Vorb«im.irsch dpr Falangfgllederungen, an deren Spit?? niohrerfj hundert Falangistinnen ir> dpn Volkstmchten der anriaiusisrhen Piovinr'^u mar<»rhterten, (iberrelrhte dr-r | 15iiiq( Iipf rtfr Cionerol Fianto diy Gol-ül.uü Mc:d(iille der Stadt, I Stockholm, 6. Mai »Aftonhladct« schreibt in einem Leitartikel über die Massengräber bei Katyn: »Die Melrlunq iber das Massrngrab der polnischen Offiziere bei Katyn, wo sie mit einem Schuß in den Rücken in zwölf Logen übereinander liegen, ist dem schwedischen Volk zur stummen Erwägung übergeben worden. Man konnte kaum einen Ruf des Absrheus oder Schreckens über diese Untat des So-wietregimos vernehmen, die doch der ganzen Welt verkündet, was jedes Volk zu erwarten hat, das unter dessen schreckliche Herrschaft gerät. Wenn man mit diesem Massenmord oder Volksmord geiien alle Regeln des Krieges einig geht, dann ist man auch aus den Reihen derjenigen heraubgetreten, die nach der Zukunft des Rechts und der Hiimnnität streben. Oder bildet man sich ein, daß der Schuß im Nacken von 12 000 gefangenen polnischen Offizieren der Weg zum Zukunftsreich der Verbrüderung istt Man muß sich sagen, daß niemals etwas anderes als Vernichtung und immer tielere Verrohung der Sinne von den Sowjets kommen kann, Ihre Methoden sind nirhl neu. So mordete 1924 Moskaus Bevollmächtigter auch die ganze gebildete Bevölkerung Georgiens. Finnland sieht, was es von einem russischen Eindringen auf sein Gebiet zu erwarten hat. Der Skribent in »Göteborgs Hnndelstidning«, einem deutschfeindlichen Blatt, wird dann — während das schwedische Volk klug und (»hrenvoll schweigt — konstatieren, daß 20 000 in den Rücken qcschossene Finnen eine kleine, bescheidene Angelegenheit sind, und man muß sich damit abfinden, daß die Sowjets den Sieg des Rechts und der Freiheit feiern. Der Mi jsenmord bei Katyn nimmt sich besonders grhön aus, wenn er mit den feierlichen Versicherungen der Achsengegner gegenübergestellt wird, daß die Kriegsverbrecher nach einem alliierten Sieg bestraft werden sollen. Englands und Amerikas Verneinung der Tatsache des sowjetischen Massenmordes und die Mc^ldunq über die notgedrungene Zurückrufung des Ersuchens einer Hntersnchung des Internationalen Roten Kreuxes durch die polnische Emlgrantenorqanisation in London lassen uns schon jetzt erkennen, welches großartige »Rerhsverfahren« dies werden wird. Dieses Rechlsverfahron. jetzt dadurch vorbfreitet, rinß das erste angemeldete riesige Kriegsverbrerhen nicht einmal nntersnrht werden darf, wird sicher ein hnmerlsrhftB Lachen bei allen noch freien Menschen auslösen. Was Ist Rnrharel und was ist Humnnl-tüt? Man kann mit wenigen Worten darauf antworten: Flunianität ist AchUiriq vor d'^m Lehon und Barbarei ist CJleich-qüUlqkeit gegen das Leben, besonders wenn sie zur kn'ten Schädiqunq gestei-nprt wird nie ,im l'inqslen lebende Knl-turinacht, die das Leben ac htct und Ach- tung vor dem Leben lehrte, war das Christentum. Die Sowjetunion bat mit gutem Grund das Chiistentum gehaßt und die Christen verfolgt, denn das Regime wußte, daß das Christentum mit soinAn Methoden unvereinbar ist. Aber wenn die Achtung vor dem Leben ausgerottet ist, so gibt ea keine Grenze mehr für die Verrohung und Vernichtung. Rußland selbst war früher nicht so. Die Massengräber von Katyn sind eine Station auf dem Weg, der zum Niedergang der Menschheit führt. Schweden seien gut ausgerfistete Agita tionnzentralen der Großfinanz am Wierk.) Ihnen sei es gelungen, sich mit schwedischen Organisationen und Zcittingen n verbinden, und zwar in einem solchen Umfang, daß auch hier ein gewisser Kriefs-»Patriotismus« geschaffen worden sei »In Schwedens Grenzen werden fremde Agenten geduldet, — sowjetrussische Spione und Saboteure, die ihre Verbindungen in der kommunistischen Partei haben «od ihr Intrigenspiel gegen den FHedea det Landes treiben.« Die Frßchte kommunistischer Agtta-tionstätigkeit in gewissen Gsbieten Schwedens teigten sich deutlich bei den Feieni zum 1, Mai in Karlskroga, der »Waffenschmiede« Schwedens. Bei früheren Verhandlungen iwischen der sosialdemokra-tischen Arbeiterorganisation und den Gewerkschaften hatten diese mit knapper Mehrheit die Teilnahme der Kommunisten an den Maifeiern durchgesetxt Die Folge davon war, da0 die Soiialdemo-kraten eine eigene Demonstration reraa-italteten, wfthrend die Gewerkscheftscen-irale mit einem kommunistischen Sprecher auftrat. Die Kommunisten hatten bereits den größeren Zulauf zu verzeichnen. Die .schwedische Zeitung »Aftoo-bladet« schreibt dazu, vor einigen Jahren wtre eine Aufteilung der Demonstrationen cum t, Mai, nur um den Kommunisten die Beteiligung zu ermöglichen, noch undenkbar gewesen. Judennimmel um die USA-Jonmallsten Gegen die englisch-amerikanischen Machenschaften gegen die Neutralitätspolitik Schwedens, (Tie merkwürdigerweise bei einem großen Teil der Stockholmer Presse auf keinerlei Widerspruch treffen, wendet sich jetzt das »Sydsvenska Dagbladet«. Das Blatt schreibt: »Wenn man in Sachen der letzten englischen Oberfliegungen, die Schwedens Neutralität verletzten, davon ausgeht, daß kein« böse Absicht vorgele-fefeh]fhaber der fflr den europäischen Krlegaechatiplatx bestimmten USA-Luftstreli^lfta, war ela eifriger Verfechter der Tarroranariffa gegen die Zivilbevölkerung, Br arkllrta, so meldete damals Reuter, bei Übernahme dea Oberbefehli Anfang Februar d. J., als ar In London eüitraf; »Wir tr*> gen uns aiit dor Abefckt, (tarcfc aliie ym^ scbArfung dor Lnftkrlo^fUhrang raa totalen Krieg überzugehon. Ich bin «ia überzeugter Anhänger ttrategiacher Booi-benangriffe . . . Damit werden wir fortfahren, Deutschland weich tu raaehea.c „!ch weiss, dass ich sterben muss.» »Wir waren Sklaven« — Brief einet ermordeten polnischen Oilixiert An Frau Marja Micluuewicc let der Brief adressiert, der hier vor uns liegt. Zusammen mit vielen njideien i^cipieren liegt er hier, mit Tayebücliern and Ka-leudeni, mit Legilimationen und Karten, die alle in den Kleidern der Tuten von Kalyu yefuuL>en wurden. Es iat ein briei, dei uie abging — ein Brief auch wohl, (W dem lauge geschrieben wurde, uiid der Dicür ausdrückt, als die Trauei und diiji Leid eines Gelanyenen. Es ist iibei.schattet von dem stuiomen Wissen um ein grausümes Schicksal, denn er enthdit scnon im ersten Absatz die Zelle »ich weiß, ddü ich sterben muß — nie iiüchte ich, daß ich in diesem Lande gelangen werde«. Dor diesen Brief schrieb, der Mann der Mcirja Michniewicz, die damals in Pabja-nica, in der Ulica Bracka 12, wohnte, war ein polnischer Offizier. Der ßiiel wurde diu 1. Januar des Jahres 194Ü im Gulcuigenenlager von Kozielsk geschrieben. Es war wohl der erste Brief, den Michniewicz heim schreiben wollte — es ist auch sein letzter geworden, uucj er ist nicht mehr abgegangen. Der Posl hol er ihn nicht anvertraut, und wir v/issen auch, daü all die Angehörigen der »N^ermißten« polnischen Offiziere nie Post vun ihnen bekamen, obwohl sie offiziell schreiben durften. Wir wissen ja auch, und halten diesen i^wels hier in Händen, daß Briefe aus den von Deutschland besetzten Gebieten über die deutsche Post Osten an die Sowjets weitergegeben wuiden. Der Schreiber dieses Briefes aber, dessen dünner, brauner Umschlag sich in der Brusttasche eines der in Katyn durch Genickschuß »Erledigten« befand, wollte sicher gehen. Er hat seinen Brief einem Kameraden anvertraut, einem von denen, die »nach Mause« fahren sollten) er sollte ihn mitnehmen. Sein Weg aber, der Wng des polnischen Offiziers Müzysl Westerski, bei dessen Leiche wir diesen Brief fanden, führte nach Katyn und endete im Massengrab am GPU-llinrich-lunqfiplatz. Wir Wissen aus Tugebucluiülizen und Kalenderedntragungen vieler anderor Opfer, daß immer wieder vom »Heim-transport« die Rede war, und da£ ah und zu ein Transport mit solch »Glücklichen« abging. Wir wissen aber auch, aus' den grauenvollen Funden hiar, wo diese Transporte endeten: Am Bahohol von Gniesdowa stand dann der »Schwarze Habe«, das Transporlauto dar GPU, und im Walde von Katyn knallten die Schüsse der jüdischen Henker. Mil einem solchen Transport ging auch Westerski eines Tages aus Kozielsk, dem großen Gefangenenlager im Sinolcnsker Gebiet, ab und nahm den Brief seines Freundes Michniewicz mit, diesen Brief, in dem wir hier von den kurzen Tagen der Kampf« im Polen-feidzug lesen: ». . . Der Feind hat uns besiegt. Wir flohen aul offenem Felde im voiion Kugelregen . . .« Von tagelanger Flucht erzahlt dieses Schreiben und von dor .Suche nach der Einheit des Herumirrenden. Er kommt über die Weichsel und flie'ht welter nach Osten bis nach Ko-wel. Dort wartet er ab und dann keimen die Sowjets: * »Es kam der Befehl, dafj wir uns ergeben mußten. Dies geschah zwischen Kowel orul Wlixlzimlerz tk Wolynskj. Von diesem Tage an waren wir Sklaven.« »Man schleppte uns Tausend« von Kilometern herum , . .« »Einige tausend .Mann sind wir, — alle Offiziere —«, schreibt er dann von Kozielsk: Es sind die Tausende, die nun als starre Leichen im Blutwald von Katyn liegen. Es ist ein langer und rührender Brief, den dieser Offizier seiner Frau schrieb. Es steht viel von tiefer Liebe zu ihr drinnen und vom grausamen Schicksal, das ihn ereilt hatte. »Warum bin ich nir-ht tot, ich war doch nur 50 Meter vom Feind entfernt . . ,«, klagt er und meint, daß Flucht jetzt ganz aussichtslos wcire: »Sie greifen einen und — Schluß Ich habe oft im Kriege dem Tod ins Aufjo geschaut, aber so elend umkommen kann ich nicht.* Noch wußte er ja niclil, daß das Schicksal, daU die Sowjets, Uun ain gani andoraa ■■ viel grausameres Endo zugedacht hattas. Tauseode von Kllometora sind dleaa gefangenen Offiziere durch dw Sowjat-union geschleppt worden. Dbex Motkaa ging ihr Weg, durch dia Ukraina und dann wieder zurück nach Koaiolak. Noch wußte man wohl nicht, wia und wo mu sich ihrer am beataa entladigen aolita. Die Welt durfte Ja oichta davon arfah-ren — den Verbündeten anMUto man von der Aufstellung oinar aigenan polnischen Armee, von der Prailawong der Offiziere, und man schlofl sogar ala Bündnis mit den polnisdion Bmigranten in London. Man wuflta schon, waa sich gehört, waa zweckmUig isti aboir dia eigentliche »Erledigung« blieb aban doch dem Genickschuß vorbehalten, diesem Symbol des Sowjetsystems. Man hatte sich alles recht gut ausgedacht. die paar Bauern hier, e-Bch&ftigen und gerade die Beantwortung dieser Prägen hat sich diesmal der ICreis-führer bei diesen Vers(iminluii-.]en znr Aufgab« gestellt. Eingehend auf die Sprachontrogr Meltte er fest, daß der Striiisrhe l!c>- au( h in diosor ll'nsichl voll zu eilüiien. Wenn wir ruirh nirlil wissen können, fühl dfti Kreisführer fort, wann dieser Krieg sein Ende finden wird, so sprechen doch die An<^eichoii dafür, daß das Rennen immer hat irr wird und zur Ent-sche'd'.uig drä'gt. Am Ende dieses Rin-ricns muß und wiid aber unser Sieg ste- matbund an seinem Ziel fesMuilt, d t | hon, denn wir wollen leben' Sieg ist Le-deutsche Sprache zur alieinigen der l'n-jhrn, Niod'v-larjo aber \msere Vernich-tarsteiermark zu machen. Die Uiilerstt:i- j lungl Wie die Bolschewisten bei uns annark ist ein Teil des Deutschen R-M-j bauson würden, zeigt die jüdisch-bol-che« tind, da die Sprache ein Verstäi'di- scbewi.stisr' e Mo'cigier, für die wir im-gungimitte] einer gleich ausgerichtolen 1 ner wieder neue Bestätigungen erhal-Gemeinachaft, also eines Volkes, ist, i lon. Es ridit iiin Sein oder Nichtsein dos :hlieBt sich jeder selbst aus der Ge-1 deulscben Volkes und Europas und des- ■leinschaft des deutschen Volkes aus, der sich der deutschen Sprache nicht bedient Der Redner wies noch auf die Vorteile hin, die die Kenntnis der deutschen Sprache fflr jeden besonders heule halb ist der totale Kriegseinsntz eine celbstverständlirhe Notwend'gkeit. Dip«e Erkenntnis muß aber in jedem den festen Willen entfachen, die ganze Krajt restlos für den Sieg einzusetzen. Der Hierauf sprach Kreisführer Knaus über Wirtschafts- und Ernährungsfragen und forderte in allen Dingen zu giößler Sparsamkeit auf. Die Härten der verschiede nen Einschränkungen sind bekannt und notwendig um des einen großen Zieles wegen: der Niederringung unserer Feinde. Wer über diese Kriegserschei-nungcn verärgert ist der möge seine Mißstimmung auf jene abladen, die uns diesen Krieg aufgezwungen haben, auf unsere jüdisch-bolschewistischen Todleinde. Entscheidend sind die Waffen der Front Eine scharfe, nicht ungefährliche Waffe sind aber auch die Gerüchte, schloß der Kreisführer, die unsere Feinde planmäßig in da» Volk zu ttreuen versuchen,. um Beunruhigung und Kleinmut zu erzeugen und den Kampfwillen zu schv/ächen. Jedoch nur Kleinmütige und Schwächlinge werden Opfer dieser Waffe. Dagegen gibt es nur ein Mittel: der felsenfeste Glaube an unseren Sieg! Aulnahincn: WciScntlcincT, MarbnrC Keic'hsführer-ff Himmler in Marburg Sdhallplatten ergänzt. Den Abschluß de« Maiprogrammes bildet der große Licht-bildvortrag von Mdx Altiaann über *Ostasien« am 31. Mai. Mgseinsat/ stelil, durtti den regelmäßigen Besuch der Kursdtu'nde bewiesen haben, daß sie dorn Ru! Steirischcn Hriiiioll)un[lc - A\ii jl'c lernen und sprechen Deutsch!' bereitwilligst Folge geleistet haben und forderte sie auf, das Erlernte auch ausschließlich zu gebrauchen. m. Der erste Hagauei mit dem EK II ausgezeichnet. Mit Stolz können wir vviedcr von der Auszeichnung eines an der Front stehenden Uutersteirers berichten Der Schütze Rudolf Sturm aus. '1er Ortsgruppe Hagau, Kreis Marburg-' and, wurde an der Ostfiont für sein i.pfprps Verhalten vor dem Feinde mil Itm EK 11 ausgezeichnet Ei ist somii ler erste 'Hagauer, der diese Tapfei-ceitsäuszeichnung erhallen hat. Ab Sohn einer Witwe meldete er sich frei-villig zur Wehrmacht. m, Cillter standesamtliche Nachrichten. Vor dem Standesamt schlössen den lund fürs Leben: Josef und Marie Fer itsch beide aus Cilli; Johann Schräm t'öck, Dreistetten, und Waltraude Thörnich, C'illii Martin Wodnik, Cilli, unci Katharina Haidnik, Bischofdorf; Johann .Schiiidei. Hochenegg, und Maria Wc lensfhek, Forsiwuld bei Cilli, Gestorben sind: Georg Drelschko, öfeni Georg Türk, Oberkölting; Erwin Roinik, Lahn: Franziska Germadnik geborene Pozeit Preglgdssei ferner Johann Arbeiter. Pristdwa bei Bäreiiialj Ladislaus I'ote-^in, Reichenegg bei Anderburg| Helene '"»•mslikar, Anwissen bei Praßberqi Ro-salie Konetz, Hocheneggi Joharui Supan r>od\vin hei Montpreis; Josefa Schwi »chei geborene Zottl, Dornbüchi; JuHuf-Kogei, Dörnberg bei Rörnerbad. Lupus-Sprechtag in der Untersteiermark Zur unentgeltlichen Untersuchung und Beidiung von Personen, die an Hauttu-uerkulose (Lupus) an ihnlicheü oder verdathtifien Erscheinungen leiden, hält der Lupusbcauftrcigte für die Alpengaue, Priinai.us Dr. Anton Kropatsch, folgende Lupijs-Sprechtagp in der Untersteier-nuirk wahrend dps Monats Mai ab: In Cilli Igleicti/ciiig liir die Kreise Trifail u?id R.jnn): Mittwoch, deo 12. Mai, vor-initlags und in Miirburg-Drau (gleich-zsilig für die Kreise Pettau und Lutten-her()|' Mittwoih. den 12. Mai, nachmittags. Die Sprechtiige finden in den Räumen *rier Sltiatliciipu Gesundheitsämter statt lind könren kostenlos in Anspruch ge-.i tni non wp d'.'n. Nähere .Auskunft cr-iiMlnii die öitlichen Gesundheitsämter, durch (iie eii e besondere Verständigung "Oll LupiisfäMen vorgenommen wird. Kultnrtrg^er Jugend in Windisciiieistritz Vom H biK ^uni ü. M.ji Irullen sii.h ii.ri (.".vi II Mtilc diie kuUuielJen Sun-: 'lO nin U'ii ik's i3iiiines Mail)Ui(rLand, 1 'iiii,. lirtioii, Volkstanz-, Spiel- u;id ivci. Lippen, f'tin'ciren- und Spiol- iif(t' ;'u emern Wettslreil in Win-.1 "IitiN;: 1. MIe Einheilen weiden ijc.cijenh.'il hal)en, ihr Kininju unter Beweis zu stellen. In Aiisscheidungs-kämpfen weiden die beslen Gruppi'n s-pätei am Kulturtag der Deiilsrhen Jugend in Marlnirg leilnehmen m. Glühlampen für Kleinhaushaltc. Zur Verkaufssperre für Glühlampen während der Soninicrinonale hat die l?eichsstelle für elektrotechnische Er-7eugnisse zugelassen, daß Hnushalto tmt iiicht mehr als .:»^/ei Raiiinen (eitischlipo-!c h Küche) auch w.ihrcnd der Speir-eit Lamjien kaufen ^6^nen, wi nn sonst ein Raum ohne Licht bleiben winde. Dazu ist aber ein besonderer vom Wirt-chaftsamt aiisgeslellter Erlaubnisschein erforderlich. Dagegen ist für Treppeii-läuser, Lultst hutzkeller usw. die .N'tu-i'3schaffung von Lampen in der Sperr-eit nicht frei Hier etv/.i enlsti^heiuler '?edarf kann leicht aus l'.oständeii hc-chaft werden, die sich innerhalb der IdUigenieinschaft duich Einsfiarungen ntbehrlichei Lampori er(|el)cn m. Vom Kraftwagen erfalll. Der 13 ,chnge Schüler Anton .'hicgavelz aiis västenberg bei Windischleistritz wurde luf der Straße von einem Krattwagen erfaßt, wobei er stürzte und sie h dtMi linken Arm brach. — Duith zin.ickHei-eilenden Luftdruck beim Reinigen des Kraftwagens in der Garage erlitt der t4jährige Kraftwagenlenker Martin Arienjak aus Unter-Hdidin hei Pett.ui einen Oberschenkcltirui'h. — Hede Ver-inglückten wurden ins Marhinger Krankenhaus überführt. Das Gelieimnis um Oina Hauch ••pyniM br AJfc«rl L«n|(ea _ G«or| Mflller-Vtrli,^ * MCnchta, 15. Portsetzung Ifadi seiner letzten Erfahrung mit Rai-Ber hatte er wenig Hoffnung, sich auf gütlichem Wege mit ihm einigen zu können. Br wollte es immerhin versuchen. Bin Bühnenarbeiter wies ttin nach ■teer abseits gelegenen Garderobe, die ■onst nur aushilfsweise benutzt wurde, weil si« nicht heizbar war. Bert hatte ▼or kurzem freiwillig dieses Exil bezo-ffen, tun sich ganz von den Kollegen abzusondern. Er öffnete erst auf wiederholtes Klopfen. »Verzeihen Sie, das Wasser lief ge-f^e, ich konnte nichts hören«, entschuldigte er »ich kühl. Er schien von dem ungewöhnlichen Besuch gar nicht •onderlich überrascht. Mit gewohnter Gründlichkeit trocknete er seine noch ▼om Waschen feuchten Hände und hing das Handtuch wieder ordentlich über den Halter. Er war zu Römhelds Erstaunen bereits abgeschminkt und im Straßenanzug. Sein Gesicht wirkte um zehn Jahre alter als sonst, mit den krampfhaft gespannten Zügen und einen Ausdruck ron Ekel und Müdigkeit um den •Ghmal geschloesenen Mund. Der Direktor hüstelte befangen »Ich komme nur auf einen Augenblick«, begann er nach einem peinlichen Schweigen. »Sehr wahrscheinlich werde ich morgen noch nicht ins Bureäu können, ich muß unbedingt meine Grippe auskurieren. Vielleicht darf Ich Sie bitten, zu mir in die Wohnung .zu kommen — kurz nach Tisch vielleicht, wenn es Ihnen paßt? Wir können dann in Ruhe alles besprechen. Denn nichtwahr, Sie werden verstehen . . .« »Ich "verstehe, Herr Direktor«, — die Stämme des Schauspielers klang spröde vor Beherrschtheit — »und ich denke, es ist ganz unnötig, damit bis morgen zu warten. Wir können das ebensogut gleich erledigen.« Seine Haltung bekam etwas beinahe Militärisches. Trocken, ohne Feierlichkeit sagte er: »Ich bitte Sie um meine sofortige Entlasstmg.« Römheld war so verblüfft, daß er keine Antwort fand. Auf alles andere war er eh«r gefaßt gewesen, alt auf eine derartig abrupte Lösung. Er stammelte etwai von »überschlafen« mwi einen Ausweg finden« und rettete sich in einen neuen Hustenanfall. Bert Rainer unterbrach ihn mit einer ungeduldigen Handheweigung. »Nein, Herr Direktor, Ich möchte keine Zelt verlieren. Morgen mit dem Mittagv.ug fahre ich nach Berlin — to oder lo. Sie *ehen. Ich bin schon dabei, hier meine Zelte abzubrechen.« Seine Mundwinkel zuckten in müdem Spott. Br ging ru seinem Schminktisch, dessen Schubladen herausgenommen und bereits zur Hälfte entleert waren. Mit einer flüchtigen Entschuldigung fuhr er fort, die wichtigsten Dinge auszusortieren und in eine Aktenmappe zu pak-ken. Alles übrige flog In den Papierkorb. Römheld stand mitten In der Carde-robe und sah ilun zu. Er kam sich un- gemein überflüssig vor. Nur um die un-behaghche Pause auszufüllen, sagte er; »Ihi Vertrag läuft noch bis Ende der nächsten Spielzeit. Wenn wir uns vielleicht dahin einigen würden, derlegte sie, ob sie nicht die nAchste Trambahn nehmen und nach Rainers Wohnung hinausfahren sollte, — er war gewiß schon zu Hause, bis sie hinkam. Aber sogleich verwarf sie Riesen Plan wieder. Sie fühlte, wie ihr das Blut ins Gericht stieg bei dem Ge-danJien, daß Bert ihren späten Besuch vielleicht ata Aufdringlichkeit empfinden könnte. Br war vielleicht gar nicht in der Stimmung, jemand zu sehen, und man störte ihn rmr . . . Zögernd machte Hella sirf» imf den Heimweg. Sie hatte vom Vaivgen Her- umsltdieu kalte Füi>e beiLumiiieii. Em plötzliches Gefühl von Verlas.seiihcit senkte sich auf ihr Herz. Sie nahm sich vor, am nächsicn Moi-gen noch vor der Piobe bei Bert voi-beizuschauen, dabei wai nichts. M.in konnte ja unten lauten und itin tUt einen Augenblick herunteilutten Oi.im ihm ein paai Zeilen binterlashcn, fall.s er schon ausgegangen war . . . 10. Das Haus »Am Tauber.weg Ifl , in dem Rainer wohnen sollte, war si; schwer zu finden, daß Hella eine gan/r Weil« in der Irre herumliel. Inunei wieder machte der stihmale, sthle'.-htgc pflasterte Weg einen Winkel, um sich dann zwischen übstgailen und vciwilderten Grundstücken weiterzuschlan-geln. Bs war wie auf dem Lande, tiüh-ner gackerten hinter zerbrochenen Lat tenzäunen. In den Gärten lärmten die Stare. Ab und zu das gereizte Kläfinn eines angebundenen Köters, der irgnul-welchen wertlosen Kram 7U bewachen hatte. Weit und breit kein Haus, das verwöhnteren Ansprüchen genünt hatte. Auch keine Menschenseele, die man da nach hätte fragen können. Hella begriff nicht, wie Rainer gerade auf diese weltverlassene Gegend hatte verfallen können. Endlicii — Inmitten einer blühenden Schlehdornbecke — eine ehemals grüngestrichene Gartentür mit einem blinden Mestingschild, auf dem nur noch das Wort »Kunstmaler« leserlich war. Hier mußte es sein. Bert hatte ihr einmal erzählt, daß er die Wohnung einem Künstler abgemietet habe, der für ein paar Jahre nach Spanien gegangen tei. Seile 4 # Nr. !27 4 Freitofi. 7. Mal MARBURGER ZEITUNG Kleine Clironik m. Motor|u;}end in Leinbdth. Die Mu tflii/efolyfcLbctn dct Bdiiiici M.nbuKj-Mtdt hielt in Loinbdch ein Lacjer dh. CiHO Moigciiloior tim Mdrklpldt^ erötl-nefft da» Sc hiiluiujsldijcr. D und im Oldiidcdii'nbt /um Auüil.utk kiim Di« Cieldii(li>i>i luiliiiU|('n weiten srhi eingpheiitj und rAihmt>n du' ineislo Zoil der (In&ümldusbilduiKi in Aiupiuch. Dci Diffinl wrtr st'hi reifhh.illiii und yiuiul j( h. Die Jaiicji-n w.uideii im rcinns(h und IJntoitiflizicr Franz ("ntmriirr, beide aus Mureck, mit Krip-t/bvcrdicnstkrcuz IF. Kdsse mil Sthwcrtern ist am 15. Novombor mit dorn Jabrnsbelran zu röhlen, wenn dieser 20 RM nirbt liber-stc(f]l. Wenn der .Iiihresljptrafj nicbl wehr als 40 RM bpträql, sind am 15 M4i und l,*!. Nnvoinl)(u UriUjitibresridm ru «niriclifrn. Die Verorchiunq ist mit Wirkiinq ab 1 April in Kraft cjctrelon m, Motor bei Gcneratorfdhr7eu(jen lanfm lashcn! Wie von /ustdndiqcr Stelle mitfietoilt wird, kann bei Gen''-ralorfcihrzfluffcn das Abstellen des Motors während der voriiboriiehonden Abwesenheit dns PflbrzeuqfiiliiGrs vorn r'dhrzeuq nicht trefordert werden. Bei sonstigen Krdflldhrzeufjcn is* das Abstellen dos Miitors nduh den bestobendi^n Piostininiunqen vorciesc hiioben. Eine derartige Regelung winde jedrjch boi Gr reraiorenfnhryeugen nicht nur unwirt-uchaftlirh sein, sondern ist auch des-hnlb nicht geboten, weil hier dir sortsi befürchteten Gefahren und Belasliguii (Jen nicht zu erwarten sind. m. Arbeitsbuch für Ausliindor. Durch nne Verordnung dos Gonercilbevoll-märhtiglcn für tien Arbeitseinsatz ist »in lArbeitsburh der Ausländer« nach besonderem Muster eingeluhr! worden. Hiis die Im Reichsgcbiet ciiujc.set/ten BUfilandistheri Arbtutskuifte von amts-wegen durch das Arbeitsamt erlialten Uber diese Arbeitskräfte wird eine zen-tffllp Kartei In Berlin eingerichtet und lautend geführt, die dje wesentlichen Angafien über Person und Beschäftigung des Inhabers des Arbeitsbuches enthall. m. I.angfinger In WoJfsberg fesige-nommrn. In Volfsberg, Geineiiido Jah Ving, wuide heim Landwirt Ferdinand esi.ik in der Nacht vorn 2. auf den 3. M.n ein Cinbruch verübt. Dabei wurden Feit, Urot und zwei Paar Si huht^ pritwendet. .Nach der Anzeigeerstattung ani CJrndarniei leposlen in Wachsen-hrrg wurdt-n sofort umfangreiche Fahn düngen eingeleitet. Dabei konnte fiaupt %achtnieister Taller in einer Stheunc fluf den langgcsuchten und besonders raltinlcrten liinbrecher Joscl Danke «tof^en und ihn voihaften. Uanko hat mit anderen Genossen als llaupttatei pinige Seilen Finbriuhs- und Fahrrad du bstahlf» M'iiibt. Die Stheunc, in dei Uanko antiolroffpn wenleii konnte, wurde gründlich untersucht. Dabei konnten Fett, Brot, Kleider und ein herrenloses Fahrrad entdeckt werden. Durch Festnahme des langgesuchten Verbrechers werden die Bewohner der giin-•/en Umgebung beruhigt sein, zumal dei \'oIkssrhc1dling nachls immer unterweg^ war. Nun wurde er der Kriminalpolizei Harburn libetslelll und wird dort über seine ganzen Strallaten nachdenken krtnnen Germanische Kampfbereitschaft Frciwilli]{e der Waifen-^f «us ({crmanischen Ländsrn — G«^«a di« Uottrdrttcker d«r ««ntcklickM Freiheit Sueben habe ich einen Band zur Seit'' yülcyt, dci iiulD ^uiielttl bueindjutkt hat. Lif behuiidelte FtJdposlbiifte, di«' uUk (indfin gelinaiiisclieii Laiulcrn dn die Freiwillicjen der Watlen-^if gini/Wi' und solche, U.c üie Huanal eihitll. Man luhlt, wie der Frciwilujc sich als ganzer Soldat gegen die btimatlichün Vorurteile wehit, wie er glaubig hineiiuie-Ädchscn ist in eine neue Wellanschau uiuj, wie er stolz und trotzig kdinplt lüi die gesicherte Zukunft seines Landes und für sein Glück. Manche Bitternis liegt in den Briefen, wenn das Elternhaus die Zeichen der Zeit nicht versteht und sich durch irgendwelche schlechten Linflüsse lossagt. »Abor«..., schreibt ein Niederländer, »ich bin noch verbissener geworden und habe mich mit noch größerer Energie mojner Aulgabe gewidmet. Als sieg-icicher Kämpfer lür Europa werde ich /:urückkehrpn.« Aus vielen Briefen spricht eine tiefe Kindesliebe: »Ich weiß, Mütterchen, daß es lür Dich schwer ist, meinen Schritt ganz begreifen zu können. Das kann ich auch nicht verlangen. Ich will ja nur, daß Du Deinem Sohn nicht deshalb böse bist und ihn auch weiterhin so liebst, wie er Dich liebt, dadurch machst Du es mir viel leichter und schöner.« C.n anderer schreibt mit überzeMgen-dcr Hingabe in seinen Vater in der .Si hweii: »Schau, Vater, alle Völker Luioiias stehen heute im Kampf gegen das Weltjudentum, gegen die Unterdrücker der menschlichen Freiheit Auch Du hast ja schon oft den Druck dieser Sabotnire ges])ürt. Es besteht heute die heilige Pflicht eines jeden Germanen, diesen Kampf mit allen ihm zur Verliigunq stehcnd-en Kräften zu führen. Sei er nun Soldat der Waffe, des Pfluqes oder der Arbeit, dort wo er hingesteilt wird, hat er seine Pflicht zu tun, bis zu seinein Tode. Darum heißt (!S, vertrauensvoll auf den Führer geschaut, auch wenn es manchmal harl iinr]cht, dann heißt es eben kämpfen, donn ohne Kampf kein Leben. Ich kiinn üuch sagen, noch nie in meinem Leben fühlte ich mich so Iiei und froh, wie jetzt.« Einer besorgten, norwegischen Mutter, rlie ihren Sohn bittet: »Strebe nicht nach der Front, bleibe bei den Kraft-lahrern«, schreibt der Sohn entrüstet: ■'Du denkst vielleicht, daß man an der Front fallen kann. Ich kann kämpfen und auch fallen, wie meine Kameraden, wenn es sein muR. Eine sowjetische Gr.ii^ate zersprengte mein Fahrzeug, nun Ijin ich nicht mehr Kraftfahrer, sondern |c^vöhnlirhor Infanterist.« Mit tieler Gläubigkeit geht folgendes Urkenntnis in dt»n .hohen Norden: »Das xomment B Grortgennanische Reich wiid die gioöte und stärkste Gemeinschaft sein die die VVelt Jeradls gasehen hat. Ich will nichts lieber, als in der vord^r-.iten Linie steht^n wo der Gruxidstain iür diesen Riesenbau gelegt wird.« Als die germanischen Freiwilligen, die den ff-Führer-Dienstgrad erworben halten, neben ihren Kameraden von der Wüllen-ff und den anderen Wehrmachtteilen im Berliner Sportpalast voi dem Führer angetreten waren, schrieben sie begeistert nach Hause; »Hitler sehen und reden zn hörea, war ain großes Erlebnis, Es war, als ob die gewaltige Kraft, die von seiner Person ausströmt, sowie seine kräftige, klare Rede an jeden einzelnen gerichtet war. Es war fein unvergeßlicher, ttirkender .Appell über die Pflioht«n der jungen Offiziere. Es war di« Rede »intt genialen Stdatsmannt't und überlegenen Feld' herrn, geprägt vom SiegesbewuDtselii und sicherem Entschluß, den nur der haben kann, der für ein» gerccht« Seche kämpft.« * , Schjnernlich, aber voller Stol*, l«t der Brief einer Mutter aus der Schwell, die mit den Worten schließt: »... so bin ich dennoch stolz, daß mein Sohn sein Leben opferte für einen Führer und ein Volk, die dieses Opfer wert lind. Mein innigster Wunsch wäre gewesen, wenn er auch noch Deutschlands Sieg erlebt hätte.« ».^ber es kommt der Tag, an den) die Rechnung gc8chfie4)en wird«, heißt es in einem dänischen Heimatbrief. »Der einzige der den größten Friedensplan aller Zeiten verwirklich«! kann, lit der grofie Reformator Adolf Hitler. Sei stolz, daB Du in diesem Kamst, dem größten aller Zeiten, hast mitkämpfen dürfenl« Sie wissen aber alle, daO sie m den treuen Gefolgsmännern des Führers gehören und daß die große Stuiwle Germanien* schlagen wird, in der sie ihren Lohn empfangen für ihren Heldenmut und für ihre unwandelbare Treue. Max Hanig Blick nach Südosten Immer der Jude la Preßburg wurden ftof Jude« «nd slowakische Studenten wegen kommuni-stitcher Umtriebe verhaftet. Die Juden Waller Groß und Oskar Weiß hatten unter den Studenten für Ihre kommuni-stl*c|)e Ideen geworben. Bei der Verhandlung ergab sich, daB noch weitere Juden in die Angele^nheit verwickelt sind, die alle getauft lind und falschc Dokumente besitzen. o. Aufstellung usgarlicher Krlegtbe-" richter. Die ungarische Presse befeBt sich sehr ausführlich mit groBer Anerkennung mit der am 2. Mai eröffneten Ausstellung ungarischer Kriegsberichter, die im Kampf gegen den Bolschewismus als eine einheitlich organisierte Gruppe der Honväd am Feldzug teilnahmen. Sie informierten die Öffentlichkeit nicht nur über die militArlschen Ereignisse, sondern hatten auch noch Zeit, in künstlerischen Schöpfungen «II« Eindrücke an der Ostfront festzuhalten. Nur der iport Kohlen nächstes Jahr. |i der heul schon macht j| den Ofen klarl || e. Ungarisches Abkommen mit ier Slowakei. Das ungarische Abgeordnetenhaus hat in seiner letzten Sitzung den Vorschlag über das Sozialversicherunga-abkommen mit der Slowakei angenommen. Dies ist ein neuer Beweis dafür, daB auf der Grundlage des gegenseitigen Verstindnisses stets eine Zusammenarbeit geschaffen werden kann. e. Eine Million Kuna (Or HlBterblle-Itene kroatischer Arbeiter. Der Staatsführer stiftete aus der Staatskasse eine Million Kuna für die Hinterbliebenen dar kroatischen Arbeiter, die seit der Staatsgrftndung In Erfüllung ihrer beruflichen Pflichten den Tod gefunden haben. o. luMlnlsches Gesetz gegen JQdlache Tamungea. Bin neues rumänisches Ge-setx sieht verschärfte Maßnahmen gegen Jüdische Vermögenstamungen vor. För Aufdeckung solcher sind hohe PrÄ-mlen ausgesetzt. 0. lund 1000 Personen hi Sofia verhaftet In der bulgarischen Hauptstadt wurde in Zusammenhang mit der am Montag gemeldeten Ermordung des «he-maligen Polizeidirektors Panteff von den bulgarischen Mllitürbehörden eine grofi-angelegt^ DurchkSmmungsaktion nach kommunistischen nnd terroristischen Elementen durchgeführt. Die Fahndungsaktion führte lur Verhaftung von etwa 1000 Personen, die der Teilnahme an aufrührerischen Umtrieben dringend ver-dichtigt sind. Unter den Verhafteten befinden sich mnd 400 Kommunisten. // 'irtschafi Ausschaltung der britischen Konkurrenz Großzügif^e USA-Pscht- and LsQipoHUk lo Nshoti — Asch Sssdi-Arsblse sieht ▼erwliost Das seit Jahren angewendete Roose-velt-Rczcpl, überall dort, wo nordameri-kanischen Machtintcrcssen eine lohnende Ausbeulunj{ fremder Länder und ihrer Wirtschaftsjlütcr winkt mit dem Dollar Politik zu machen, hat in der Gcj{criwart auf Kosten des britischen Bflndnispart-ncrs wachsende Verstärkunjf, auch nach der militärpolitischen Seite hin, genommen: Wo bis vor kurzem noch der enjli- Sport und lurncn Marburger Titelanwärter treten an Iis wird im Rapid-Stadion gespielt — Kann CÜli die Rosentalcr von der Tabellenspitze verdrängen? Der kommende Meisterschaftssonnlag bringt zwei wichtige Entscheidungen für die untersteirischen Titelanwärter. Erst-nitUs stehen sich die Abteilungen Rapid und Rcichsbcitin der Marburger Sport-genioinschiilt im großen Welllauf um die steirischo Fußballmeisterschaft gegenüber und schicken sich an, den Vor.itoß an die Talicllenspitze zu wagen. Gegenwärtig hi'luiuptet die BSG Rosenlal die Führung, doch macht ihr Voisprung kaum '/wci Zähler aus, so daß sie von Rapid-Maiburg, die erst kürzlich zurückgedrängt worden war, rasch wiodei ein-und üborhoM worden kann. Auch die Marl)ur()C'r Rcichsbahner sind hinter Rapid nur um einen Punkt »rflck- geblieben und besitzen somit genug Aussichten, erfolgreich in den Endkampf einzugreifen, dessen Schicksal diesmal von (lern Abschneiden der SG Cilll In Rosental in ganz besonderem Maße abhängt. Jedenfalls hat sich die Situation an der Tabellenspitze derart zugespitzt, daß jedps Spiel von entscheidender Bedeutung geworden ist. Das sonnt&gige Treffen zwischen Rapid und Reichsbahn, das um 17 Uhr im Rapid-Stadion vor sich geht, wird daher die erste Entscheidung in der Frage nach dem stei-rischen FulSballmoister mit sich bringen. o< 1 irtyll gond. Die Anmeldungen sind bis zum Start zum Radsportjahr 1913 ^am Michael Leschnlk, Dir Kadfiihrcibtpihiiig Fdilweiß der \;,;rburf|, Kernstockgasso 4, 7.u richten. Miirbuigt-r Sp(irt(|eui(Mnsihalt eröflnot , ____ r Aus der Abi. Rapid der Marburger Sporlfp iiieuischaft. Freitag, den 7. Mai, um 20 Uhr, Spielerzusammenkunft im Cafe Rathaus, erscheinen der A- und der B-M.innschaft Pflichtl Der Abtei- Trinkfeste Ritter und Hammerherren Seltsame .sleirischc Brautwerbtinß — Sclilösscr und Besitzungen dem Durst geopfert In der stoirischen Gemeinde Feistritzberg bei Latigenwan(f irn Mürztal liegen in idvilischcr Landschaft die Ruine und das Schlf'ß flohcnwani). Die Ruine erhebt sich au' waldi((cm Bcrggij)fcl am linken Ufer der Müiz und war noch im Jahre 1681 eine dreifach geteilte, kühn getürmte Burg mit drei Zugbnik-kcn. Und noch bis UlOO bostandun der stolze Rittersaal und die reiche Rüstkammer, Das Schloß llohenwang befand sich .100 Jahre im f^esitz derer von Schärfen-berg. Bei den Schärfenberris herrsthfo durch Jahrh\inderte eine sj'hr merkwürdige Gepflorienheit. Rewarb sich ein Ritter um ein Fräulein von S< liarfenherg, dann miißtc er folgenrle Probe seines Mutes und seiner Geschicklichkeit ablegen: Er halle in voller Rüstung auf dem .StreitroO von der Burg den steilen Wald-pfnd hernbzusprengen, wobei er in der Hand den goldenen, rnit V.'nin gefüllten Schdrfenberger Pokal halten mußte, Koin Tropfen dieses Weines durfte während des wilden Rittes verlornngehen, sonst hätte er die Gunst der Schärfen-bergerin verwirkt. Auch die Turniere im Schloß Hohenwang waren weit fiher die Grenzen .Stelermnrks bekannt. Im gro-fien Turnier um I.WO zeichneten sich unter fünfzig Rillern besonders zwei aus, Bewerber um die Sr lidrfenher(|er löi hler Ursula und Llibabolli. Beidu kuiiulcii ihre Bräute mit nach Mause nehmen, denn sie haben die Weinprobe aufler diicr Kampf-leistung auf dem Turnierplatz glänzend bestanden. Nicht ferne von diesem Platz gibt es flonn die sogenannte Seitelwiese. Diese hat auch eine recht seltsame Geschichte, von der ihr merkwürrliger Name herrührt. Der stcirische Gewerke Caspar Safner hatte sich KGeo in seinen alten Tagen mil seiner ganz jungen Gemahlin auf sein Hammerwerk in der nahen Srhwftliing, ein Tal, zurückgezogen. Nach der Chronik sprachen die beiden in der steirischeii Einfiamkeit dem Gott Bachus deiartig unmäßig zu, daß nach und nach flile ihre schönen Schlösser und Besitzungen den Weg des Weines gingen. Als der greise Gewerko starb, dn war der srhönen Mammerherrin nichts anderes mehr geblieben, als ein kleines Häuschen und eine herrliche Wiese. Diese Wiese üb»*rließ sie einem Scharfenberg auf Hohenwang stellte aber din Bedingung, daß sie sich dafür aus seinem Keller tärilich so viele Settel holen dürfe, als sie vertragen könne Und so gebt die Legende, daß der Graf Schärfenberg fMi Gang. Wilhemshflven 05 hat als Vortreter des Gaues Weser-Ems in Wrsprmfmde Osthannover eine glän-/änri" PriVunasaufgabe. ; nie Spnrtehrennadel der Gemeinde Wien bekamen durch den Stellvortretenden Gauleiter Scharizer in der Reichs-statthalleroi elf Sportler und Sportlerinnen, die im Jahre 1942 zu deutschen Meiaterehren gekommen waren, verliehen, Fs sind rües: Erwin Pektor, Herma Buima Karl Molnar. Viktor Salmhofer, Ilninri(h Bednar Lucie Böcker-Mortz, Ilse nnli/mnnn, Ileinrirb Böhmer, Eva Pt'M'lik Rudi öccligor und Eva Pfarrho-h. Ii. hufer. iioi h die bcilciwifbc. sehe Einfiul aisBjttbend war, 4k htt der Yankeemann von UbersM wirtsehafts- und militirpolitiich« Posten .beiogtn and arbeitet unabUssig daran, den brltischtn Konkurrenten Tollcnds aus seinen altes Machtstellungen tu vsrdrknltn. Am cindrinillichstcn ist dieses iaperia-listischc Prinzip dsr Wallstreet, kinter dem die totale wirtschaftliche «nd Militärische Durchdringunl der dam aus-ersehenen Lindtr duron die USA wirk* m 4 l/msgfOeaMe »Igwu/Sfrittt SrifisdieFlu^limi mcfi hnfieß Kartti DthtM-DiMMt sam wird, auBer in den groBen Kontinental- und Inselrcdionen des Empire in den nahöstlichen EinfluO- und Interessengebieten Großbritanniens zwischen Mittelmeer und Persischem Golf sichtbar geworden. Vornehmlich in der für En|{lana in Hinblick auf seine Indlen-Verbindunif lebenswichtigen Zone rund um den Persischen Golf — von Alexandria Aber Lydda, Bagdad, Kowcit, Bahrein, Sharjah (Oman) verläuft die britische Fluiflinie nach Ka« rachi — haben die USA in füntfster Zeit markante Positionen beco|{en. Ein Blick auf die Karte erhellt, daB die Vereinigten Staaten auch hier nur zn gut wußten, warum: Rings nm den Golf und in seinem nordSstlichen Hinterland lagern die Fund- und Ausbeutungistätten des Öles. Syrien, Irak, Iran, Saudi-Arabien, Bahrein sind die L&nder und Inseln, in denen die Olfelder des Nahen Ostens in Hause sind. Im Zuge seiner Olpolitik hat Roosevelt-Amerika bereits vor Jahrzehnten verstanden, amerlkantsobc Anteile in den mit flberwiegend britischem Oelde arbeitenden Produktionen nnterxubringen. Gegenwärtig besitzt es den äberr^enden Teil der Konzessionen am Irak-Ol, das Bahrein-Öl — auf Bahrein auch militMri-sche Stützpunkte —, bedeutende Anteile am Iran-Öl wie an dem öl Ibn Sauds in der Küstenregion El Hasa am Persischen Golf zwischen Kowcit und Bahrein, Nachdem der USA-Imperialismus im Zuge der Pacht- und Leihhilfe auch den Irak und Iran in sein »HiHs«-Sy8tem einbezogen und auf den Bahrein-Inseln die Briten wirtschaftlich und militärisch ah-geldst hjitte, wandle er sich schließlich Saudi-Arabien zu, wo bereits amerikani-tche ölkonzerne arbeiteten. Als aktivstes Mittel der nordamerikanischen Wirtschaft in Saudi-Arabien erweist sich erneut der USA-Öl-Trust Standard Oil, von der der Leiter der Teheraner Filiale, Andrew, jetzt in Saudi-Arabien zu Besprechungen mit dem saudiarabischen Finanzministcr Abdalia Soli-man eintraf. Gegenstand der Verhandlungen sollen die Projekte zur Bewässerung großer Ländurcicn steppenartigen Charak- ters i« Zeatral-Arabiaa iewesM Nach Infemationen dar araeisobcn A|en-tur erhislt die USA-Regierung Aber die Standard Oil dit Konzessien tur Durch-Ifihrung dieses Projektes. Di« dadurch anfallenden Kosten sollea durch die Paeht-und Leihhilfe tfetragen wtrden, dl« am 20. April aaf Saudi-Arabien aasgedehnt wurde. M den Projekt handnlt m aich vorerst um die Bewisserung von 30 000 ha, die später auf 150 000 ha ausgedehnt werden soll, Da aaf Grand der religiSsen Traditio* dar Wahabiten der Zugang fflr NiehtaohaMaiedaner !■ lahirsieoea Gebieten Sandi-ArabieM verbotea iet, «i-charten sieh di« nordanerikanischM Kos-Mssionlre die Hilfe Igvptischer Ingenieure nnd Techniker, die kürzlich auf Er-sacben der aaadi-arabischen Regierung daa Land kereistea. Der Leiter dieser Abordnung, Ing. Mohammed Omar, nahm an den Bespreohungen zwischen dem saudiarabischen Finanzminister und dem nord-amerikanisehen Beauftragten Andrew teil. Die Bewissernng von Gebieten im In« neren Arabiena stellt ein Lieblingsprojekt Kfinig Iba Sauds zur Sefihaftmachung der Beduinen ia den nengewonnenen Lftn-dereien dar. Nach Erklirungen des saudiarabischen Finanzministers im April wa-rM an der Westkflste in Bezirk Khora weite Strecken durch den Bau eine« über 20 kn langen Kanals erschlossen wordn. Ein« nerdanMrikanisehe Landwirtnchafts-mission war «eit langen angeblich zur Auffindung neuer Brunnen titig Die jetzt genaehten Konzessionen an das nord-amerikanisch« Kapital wird Saudi-Arabien teuer zu bezahlen haben, nachdem sich bereits der nordamarikanische Öl-Trust sämtliche Alhältigen Gebiete Saudi-Arabiens sowie di« Anlage einer Ol-Lei-tung Ton Persischen Golf zum Roten Meer sicherte. In der Gesamtheit gesehen soll der ante-rikanisch« Einfluß in Saudi-Arabien Roe-serelts Einflußsphäre am Persischen Golf abrunden nnd ihm alle wichtijfen GoH-Schlüsselstellungen in die Hand geben. X Brrlchl«M i« Landeflemiiininge-amtet Tirol—Vorarlberg. Im Zuge der Anglelchung der Landesbauernschaft an das Gaugebiet wurde nunmehr das Lan-desemährungsamt Tirol—Vorarlberg gegründet. Zu seinem Leiter wurde der Landesbauemführer Sepp Landmann berufen. Gleichzeitig wurde der Milch-, Fett- und Viehwirtschaftsverband Tirol— Vorarlberg errichtet, womit durch Zusammenfassung von zwei bisher getrennten Verbänden eine Verwaltungsvereinfachung herbeigeführt wurde. ' X Einbeziehung Ungarns In das Pracb-tenleltverfahren. Mit Wirkung vom 15. Mal 1943 wird der Verkehr von Deutschland, Frankreich, Belgien, Holland, DS-nemark, Norwegen, Schweden und Finnland nach Ungarn, soweit er über die Donau geht, in das Frachtenloltverfnhren einbezogen Die Donauschiffahrtsgesoll-schaften werden von diesem Zeltpunkt an in diesem Verkehr Güter (auch Sammelgüter) von einer Wagenladung und mehr nur dann übernehmen, wenn der Transport von der Frachtenleitstelle Südost. Berlin W 9, Hennestraße 4, genehmigt Ist. X USA liefert Silber an England. Wie wir erfahren, hat sich der amerikanische Pacht- und Leih-Verwalter, Mr. Stetti-nius, soeben über die Silberknappheit Englands und darüber, was die USA dazu tun werden, geäußert. Er sagte, England werde seinen Silberstand am l. Juni völlig erschöpft haben, es brauche mehr, sowohl für Industrie- als auch für Münzprägungszwecke Daher erbiete sich die Pacht und Leih-Verwaltung, England drei Millionen Unzen zukommen zu lassen, von denen zwei Drittel bald wie nur irgend angängig zui Verfügung »lohen sollt-a. MARBORGER ZEITUNG 7. Mal # Nr. 127 # Seile 5 Wir hören im Rundfunk rrdtai. T. ltJ$—l3.4Si Dar tmr L«^. H nJi; HMM«lliad«f, tiJS—Ui Li»«l«Mik «m |{gf« R**ck* Bantw KouMrt. IT.IS—M.1I: ^ M«« U*t«rk«ll«n|rw«MM. 11.30—Wi Dar WalirMch(TW1rii|. 19.11 Ma tfJO) Fraalbariekta. 19.45—30- Dr. GoabbaU-AHib*l Joden«. HI.K—O) ttiknara »Dar tiaba A«|iia4ia<. Deetasblaeiweiari 17.19—li.Mi Har^a, Dobaari> jgght X)M—31t Cbor- aad Kanuaanaaaik vm BrabaM. »-»> •Dia Kl«ga« vaa Carl Orli. liafTT A|>a»i *.15—Ii Baachwiaftar Margaa. 19.11—lf.4Ai Dm Kleina Koaaart. Jak. BrabaM llt. CabfMal. 13—Mi Dia kllagaada Brflcba. Q«ar-eebeW aM 4«r Oparalt» »Dar blaaa Baddli««. Jus aller Welt t. lalwrdertolg der MtloBal^a Spar- ■ktlM la Der Japanisch« Flnans- minister gab am Mittwoch offixiell ba-kannt, 4aB die nationale Sparaktion für 1942/43 dai Ziel ron 23 Milliarden Yen VfB 4^ Millionen flbemtieg. Dieser Rekord erhöht die ganie nationale Sparaktion seit Beginn des chineiiichen Kriegei auf 69 829 000 000 Yen. Wir TOTdonkeln tob 22 bis 4 Uhr Die geheimnisvolle Quelle Ob«rni*chungM im Tmbp«! d«r F« u«ranbet«r — Di« Entdeckung <1m Balcu-ÖU D«r b«rAlnit« traaaMeChe Kvllur-uad Raeaenlorschei, iesee« wlaeniAsft-UcIm Hrkesustnlaae da» AntleeeütlÄue wattvolles ROatieug fskiefert haben, wallte in den letita« AprUtag*^ daa Jah res 1653 in dar Stadt Baku. Br unternahm Stralfiüg« la dar Ungalmag Ba-kua, weil bmb Um wxihlt hatta, daB Tataren In amem allen Hauaa ainan aalt-sanan Gottaadianst abhialtan. Sain ta-tarlachar iaglaltar fOlirta im, anbe-markt von dar betaodan und singenden Geaalnde, In das Qabiuda und Graf GoMneau wurda Zavga ainea tuigew6hn-Hchan Schauspiels: In ainem Backen lodaita eine riesige Plamma und die Ta* taran führten um das Pauiar vllda Tinia auf. Dar Pransosa war wenl9ar tfvrch dia ZeremoDOien der Peueranbetar als dorch die Tatsa^Aa beeindruckt, daB dia Plam-men von einer geheimnisvollen Quelle genährt wurden. Als der Gottesdienst vorüber war und die Tataren sich entfernt hatten, unterflidite Gobineau die Herkunft des Feuers. Er machte alaa tbarraackanAn feitdackung: la dar Nlte des GabAvdna baiand aich alna Qualle uihI von diaaar QuaUa lief unter dar Erde ein Rolir an dem Haus« und daos Bek-kan. Gobinanu hatia das DI von Baku gefunden. Di« Tataran hatten aich dan Brennstoff >«n«r Qualle für ihre Zare-Bonian wittbar gemacht und ihr G«-beimnis rial« Ja^ra lang bu hüten gewußt. Der Graf wolHa isa Intereaee aeinar kulturgaachichtlichan Forschungen daa, was ar ^asehen, ffir sich behalten, aber irgendwl« b«kain dar rusaischa Gouverneur Wind von der Entdeckung. Br «t-sandta Bnamta in den Tempel der Peu-aranbatar and dies« stallten fest, daB »dia brennbare Flüasigkait höchst beun-mhigand« aal Dia Russen fOrchtetea oAmlich, daB bei einen tatarischen Aufstand dia »mysteriöse Plüssigkeita gegen sie angawandt werden könnt«. Der Gouverneur liefi eine wlssenschaftUciie UntersuchmigBkonimisaion aus Peters^ bürg kommen, die zu dem Ergebnis gelangte. dai M sich um Erdöl handele. Die GeechichU des Baku-Ole M bekannt. Vor 23 Jahren giiff der engli-scb« Kapitalismus nach dem kostbaren Brennatoff, erliU aber eine empfindliche Sclilappa, über die die Sowjets bis in die jüngste Zeit hinein xu spotten pflegten. Sie höhnten, daA Britauueo im Frühjahr 1920 im Nahen Osten einen Schlag erlitten habe, von den ea sich nie wieder erholt hAtte. Heute richtet dar USA-Imperialismus seine begehrlichen Blicke nach den Petroleiimquellen des Nahen Ostens. Dies liest die Frau Kleine RatschlSjjle Natron and Hirtchhomsali können sehr gut sis Ersats für Backpulver gebraucht werden. Man rcchaet einen kn^pen Teelöffel fflr das Pfund Mehl als Treibmittel und |ibt ee mit ein paar Tropfen Wasser |el6et in dea Tei|, ehe das Mehl ange-rihrt wird. SAßstoff darf nicht stark erhitzt werden, da er sonst einen bitteren Beigeschmack erhilt. Ver allem soll er nicht mitkochen. KAchentflchcr werden erheblich gespart, wann das Geschirr nach dem Abwaschen und Spülen aufrecht in eine Schüssel gestellt und so von selbst trocknet. Im Keller vertrage« sieh die Vorrats-kohlen sehr gut mit dea Vorraikkartoffcla, denn Kohlenitaub macht die Kartoifela haltbarer. Doch darf man natörlich nicht Kartoffeln im Heizraum unterbringen Sali darf nicht io Blech, am beite« flbcrhavpt aicht ia Metall, sondern nur ia Glas oder Keramik ooteriJebracht werden. UNTERSTEIRISCHE LICHTSPIELTHEATER MARSURG-DRAU j BURG-LICHTSPIELE ■la M, tl.M. »M Ute ttlt Die große Nnnuner ■Iii Laer Maranbach, ladali fiack, Pael Kaa^, Ckariotta Daud«rt. — liaba, LAwan, Zlrkuiblvt . • . •la ^ckendaj Film an« dorn Artlttealabaal PIr Je|aBait«ke nifalatnnl KinLTUanLM-SONDEIVOISTBLLUNGlNt Soutag Tonaittaf tO Uhr, Montag, Diaaittf and Mittwoch 13.4S Ubri KriKhoa «ta Abaalaeaf aya dan ladlacbaa Diekinigall M JafandUcka tugaUHaal STADTTHEATER MARBURO-Drau fraila«, f. Mai» 3esciUiiissas VameBeat l«r «Is W< ParkstraB« 13 Bla KrlnülnaUtQck la drei Aktaa Taa Aial Iveis. •agiBR! SO Uhr, ladet tt.ll Ute. Kala Kartaaverta«!. taauUf. t. Mais Der Zigeflnerbarin ESPLAN4D£ Mraral lf>] UebeikomSdie ell BwUs-niai aiU M igd« Scbaeldar. A»af« Mattat- Stack, Ulli Waldmttllar Johaonai Klaaiaaa. Tbee tlaf a,, Her*« Mayan, ladoU Cell. — Ria kleiner •ekwlndel «ad alaa grola LIaba irbaffaa TSrwlnaada Kaafllkla — dia k6chat arkalterad wlikeel fftr JagaadUcba alchl legalatiaal Oparatte la drei Akta« vm i. Sekiiltier, Mualk tm Johaan Strauft. — Barlakari L. Raak«. Beglaai « Ukr, Ende tt.N Uhr. Pratse t. Wohnort- n« Ansohriftindenuitf mOasen unsere Posibaziekcr aofort dem suslBn' <^gen Postamt (ntchl dam Vairlag) m«lden. .Marburgar ZeHang* Vertriebsablenang IJchilpiele Kadertewscbnio J, V. Mal am IS Uhr, Baaiilaf, S. Mal na IT qnd IS.M Uhr. Seaataff. f. Hai oai 14.3S, 11 aad IMI Ute Maatu, 19. Mal uia 19 Uhr Iis Cwaraa^-rilH Mcb da« fraftaa Wansa van Lei<&te Pe«au Voratallungen an Wochentagen um 18 und 20.30 Uhr, an Sonntng um IS, 18 und 20.30 Uhr Voi. ProlUg 7. Mal bli Moutag, 10. Mdl Dm UFA-Film Violanta nach dar Novelle ,,Di!r Schatten" von Brnil Zahn. In den Hauptrollpn: Annelle« Rplnhold, Richard Rlade^, Hina Schlenrh, Hedwig Waaial. Nr Jugeadllrka alrhl sugalaaienl Fraitaff und Samstaq tNalich 15 Uhr, Sonntag um 10 Uhr und Montau um 15 Uhr' Märchenvomtellungen: „Seid Ihr alle dal' Zwei ItMtlge KnsperfDmo. gnsplelt von den Hohn«telner Piippenuptelem, „Der Zaubarar nambam" „Die BSuber Kribt und Krabi", hlaiu fwel SaBlIarblllaiat Bin MAicben — „PurzI, der Zwarg". DBB OBBBBDBGUniBISm DBB STADT MADUBG/Dna. BraBBraagauM A. BekaBBtaiachiinl Auf AbafftaM Namar tl de» üakantsaaawetoes fBr den Stadtkreis Marburg, wird «b Pr«itag. den 7. L I04S aiae Plech-ausgab« auf^rufen. Die Auagabe erfolgt ffir Marharg, Itnkes Draauter, darch das Fiscbfachgeschift ABT, Marbwf, TegetthelfstraBe, a. Inrar: Laat Kundenlifta i 2000 Preitag, den 7. 5. 1943 Laut Kui/denliste 2001 — 4000 Sanitag, den 8. S. 1943 Laut Kundenliste 4001 — 6000 Montag, den 10. 5. 1943 Lnut Kundenliste 6001 8000 Dienstag, den 11. 5. 1943 Laut Kundenliste 8001 —10000 Mittwoch, den 12- 5. 1943 Laut Kundenllst^ 10001 —12000 Donnerstag, den 13. 5. 1943 Marburg, rechtet Dreaafef, darch da« Fl8chflaclig*KbMft ABT—LÖBCHNIGQ, Joselstoale, uad swart Laut Kundenliste 1 1250 Preltsg, den 7. 5. 1943 Laut Kundanllst« 1251 — 2500 Samstag, den 8. S. 1943 Laut Kundenlista 2504 — 3750 Montag, den 10. 5. 1943 Laut Kundenliste 37S1 — 5000 Dienstag, den 11.5. 1943 Laut Kundenllste 50#1 •» 8250 Mittwoch, dan 12. 5. 1843 Laut Kundenllste 8254 7500 Donnerstag, den 13. 5. 1943 Bei der Ausgabe Ist der Blnkaufsauswels vorzuzeigen und wird der Abschnitt Nr. S1 vom Fischverteilar «Dtwertet Die Belhenfolfe des Aufrufes ist genau eincuhalten. Das notwendige Verpackungspapicr ist mitzubringen. GroBvarbreucher, Geststatlea, Weriisktchea und Aastalts-betriabe erhalten bis einschließlich 8. 5. 1943 die Pischzutei-lung in gleicher Menge wie im letzten Aufruf. Bisher n\rh alcht eingetragene Kunden kOnnen ersf nach dem 13. S. 1943 tOr die nAchste Piachausgabe in die Kunden-liste eingetragen werden 56-5 Der Leiter des Emlhrungsamtes: i. A.i NfTZSCHB. Beg. A 1 90. Auderttn^ bei einer Firma Im Register wurde an 5. Mai 1943 bei der Plrmat Pranz Pergier, Sitsfr Marburg, folgende Änderung eingetragen; Der Pirmawortlaut ist ge&ndert inr Franz Pergler, Wsganbaa», Anhänger- und Karosseriefabrik, Sitz: Marburg-Drau, Inhaber: Frans Pergier. Karosseriefabrikant in Marburg. 58-5 Gericht Marburg/Dran. Zur Beachtung I Hwr ALOIS MICHEUN ist nicht mehr berechtigt, Bezugsbestellungen fttr die »Marburger Zeitung« entgegenzunehmen a. Bezugitgelder einzukassieren. Die von uns ausgestellten Ausweise sind ungUltlgl aMARBUKGES ZEITUNG«, Vertriebsabteilung. Durch die Blume Als Napoleon im Jalire 1607 in einer kleinen mitteldeutschen Stadt einziehen wollte, wurde er von der Büiqerscliaft mit dem »gebotenen« Enlhusiastuus empfangen. Der Bürgermenter, eio langer, hagerer Herr, hielt vor dem Stad.tur eine Begrüßungsrede, wählend jedoch zugleich die Musik mit Püiiken und Trompeten in derartigem Hortissiuj«^ spielte, daß kein Wort davon zu verstehen war. Als diese sonderbare Zeremonie vur bei war und Napoleon in die Stadt e.>ri ritt, spielte die Kapelle dds sch(>ilin«naass(» 12 bei Kost und Wohnung aiifoc aommen. Auch HnfnergehiMfn gesucht. 161-6 •lltere Frau oder Mädchen, (jute Köchin, in Vlllenhnii.shiiU gesucht. Schflno» Zinimei Adr. in der Verwaltung der Bluttrs Marburg-Drnu. 16'l-6 Zu mfefen hi Oberlng. sucht gut möblirrtes Zweibettzimmer auth außct-halb der Stedt. Zuschriften an die Verw des R1, Mnrhiirq-Drau, unter »Oherinq.« ISO fl 2 Kanzlelrilume, womöqlich mit ,Telefon, in der maeren Siddt event. angegliedert an ein kriegsmäßig eingesch'.inklrü-Geschalt, dringend gesutiit Zuschriften an die Veiw. d. »M. Z.€, Marburg-Drau, unter *'"irci-nit.. 5r> 5-n Funde - Ve»%i%rmann Georg überniniml Srhcrfn, RasierniiSM-r u s. w zum Schleifen und Schirme zo.n Rppiirieren Marburq-Di 111. Vik trinqhofqasse Ni 5. 142-H Nehme als Heimarbeit Wasche zum Waschen S..rqfältiqc und schonende Dehindlnng zugesichert. Anschrift erliegt in der Verw. d. Bl , Niiirburq-Dr. Gute Frlseurln wird sofort aufgenommen. Anzufragen Friseursalon Hainal Bad-Radein. 160-ß LicktspieUfieafer Triloil Von Freitag, 7. Mal bli Montag, 10. Mal Dar Luilaplelichlagnr Schabernack ■It Hans Moier Paul Ilörbigor, Trude Marlen usw. Spielleitung' H. F Kftllnrr. FDr Jugendllctie tngi>la«ienl FlIiR^fient^^r TüfVer Vom 1 hli S. M.Ii Ehe man Ehemann wird FAr Jugcndllrhp niii. Braesch Hansbesitrerle hat uns nach kurzem, schwerem Leiden In ihrem 49. Lebensjahre iür immer verlassen Die Beisetzung findet Srimstag, den 8. Mal, um 17 Uhr, von der Trauerballe des Städtischen Friedhofes aus statt Die hl Seelenmesse wird Montag, den 10. Mai, um 6.30 Uhr, in der Pfarrkirche gelesen. Cilli, Pettnu, Laihach, Ober-Laibach, 5 Mai 1111. Tn tiefer Trauer: Marie, Ludmille, Töchter. Josef, d. 7t brl d'r Wehrmacht, Sohn. Johann Lnbel, Srbwipgp suhn, und alle übrigen Verwandten. 61-5 STidot den SoM'*tcn d'c »M^^rbrr^cr an d'C Front An unsere eyic PMfi—' '.Vi-nn doi Po*ir ni Ihrli>n il und d'p BeVnqsi)''bülir Mir d Mrtibi'r-qff ZcK'ing oiniii'lit bitten wir •• d.imit In det 'iiÄtelliinc; ■' 1''* ■ hr»» hung eintritt, «Ii" ° ' ni'bt ru vnrwt'ii}. .n ri^.^ ü " '-I iniini:[ In v. ' t<' Ii- • .,Miirb(ir.| 't /plttinr)", V Tl.'l: -.hl. EHfv Seite 6 * Nr. 127 * Freilaf*, 7- Mai MARBURGER ZEITUNG Genie — einsam und grob Zum 110. Geburtstag von Johannes Brahms Als Wahrer und Mehrer der Gipfelung dealscher Mu»ik im Genie Becuiovens vollendete der am 7. Mdi 1H3J geborene Johannes Brahius »eine Sendung. Er, der Norddeutsche aus Hamburq, hdt die letzten neunrehn Jahre in Wien gelebt. Aber st^viel Ostmärkisihes daduich in sein Wesen einging, der norddeutsche Kern blieb unberührt; sein schweigsamer Ernst, sein leidenschaftlicher, unbeirrbarer Hang und Dicing zu tiefster Verin-nerlichung Aus nie sich genügendem, herbem Ringen um letzte Vollendung und Durchscelung wuchs sein unsterbliches Werk. Und es entstand in einem Leben, das still, ganz bürgerlich und in Zurückgezogenheit vor jedem Larm und Lärmmachen verlief. Dadurch bildete Bich Brahms mehr und mehr Sonderlings-hafte Züge heraus. Seine weiche, gütiqe Musikerseele suchte sich gegen die Außenwelt durch Lakonismus, manchmal euch durch Grobheit zu schützen. Dazu kam, daß ei alles Äußerliche verachtete, ja kaum bemerkte. So konnte es nicht fehlen, daß In Wien und anderswo Brahms-Anekdoten umliefen, in denen •ich die prächtige, originale Menschlichkeit dieses großen deutschen Tonschöp-lers spiegelt. Brahms kantige Raunzerei war in Wien (ait sprichwörtlich. Der Meister, dem ein Spottvogel einmal den Titel des »größten Schimpfonikers« beilegte, wußte ■eibst, daß et, einmal im Zorn, oft zu weit ^ng und Gerechte und Ungerechte gleichermaßen anfuhr. Brahmi Sarkas-mu> konnte messerscharf schneiden. Wird doch berichtet, er habe einmal, Mchdem er in einer Gesellschaft wieder mehreren Gästen gründlich die Wahrheit getagt hatte, beim Abschied geknurrt: »^ilte ich noch jemanden zu be-laidigett Tergessen haben, wo möge die- wr das entschuldigen!« * »Frei and einsam« zu leben, war die-•M Künitlers Bemühen, wie «r Mlbst Bciirfach bekannt hat, sein Leben lang. Sete großes Herz uiid dat Geheimnis ■eiBe« Schaffens schloß er nur einem engsten Kreise auf. Wohl liebt er Geselligkeit und Aussprache beim Glase Wein, auch bis in die tiefe Nacht. Aber aa liebsten nur m zweien. Ein dritter wer i*"»» meist schon zu Tiel. Und er •■»wl auch keine Lebensgef&hrtin. Der eiternde Brahms war Junggeselle aus-feprAgtester Art. Daß er aber oft auch I unter semer Einsamkeit litt, das verrät ! wiederum einer der Aussprüche, die von ihm überliefert wurden. »Ich habe woh' auch manchmal Lust gehabt, zu heiraten, aber ich habe es versäumt. Als ich eine Frau hatte nehmen können, konnte j ich CS ihr nicht so bieten, wie ich es gewünscht hätte. So unterblieb's.« * Teils als Folge seines Junggesellen-tums und der »Junggesellenwirtschaft«, tejls durch die souveräne Mißachtung, mit der Brahms alles Äußerliche behad- spielenden. Eines Abends liefl er sich herbei/ in einer Gesellschaft einen Cel> listen zu begleiten. Brahms griff so gewaltig in die Tasten, daß tob Cello so gut wie nichts ru vernehmen war. Nach beendetem Spisi stöhnte der beklagenswerte Cellist; »Sie haben so laut gespielt, daiS ich selbst keinen Toa roa mir hören konnte.« Ohn* Erbarmen Ter-setzte Brahms: »Aber mein Lieber, das war doch ein Glück fOr Siel« 4- Keüie AaffOhnuge« M de* We4- mar-Festspielea. Anf der diesjihrlgen Hauptversammlung des Deutsches Schillerbundes in Weimar wurde bekanntgegeben, daß die für das Jahr 1943 geplanten Aufführungen im Rahmen Weimarfestspiele der Deutschen Jagend nicht stattfinden. Ferner wurde beschlossen, noch wihrend des Krieget mit den Vorarbeiten für die neuen »SchiHerbund-Rlume« ta Weimar n beginnen. tp AHlMlUMt rMtac, noch BHIten Parkstrasse 13 Erstaufführung im Marburjter Stadtth^atar Anfnabai«: Sl«{l«a-Liehtbilil, Gr«i Johannes Brahms deite, ergab sich, daß er Röcken vnd Beinkleidern herumzulaufen pflegte, die das Gespött Wiens waren. Selbst in die feinsten Gesellschaften begab er sich öfter in einetn Aufzuge, daß den vornehmen Gastgebern die Haare zu Berge standen. Es soll Torgekonunen sein, daß der berühmte Gast in einem seiner llte-sten Röcke erschiesv, an dem bereits zum Zwecke anderweitiger Verwendung simt-liche Knöpfe abgetrennt waren! Brahms hatte den Schaden gar nicht bemerktl e Musizierte Brahms, so TergeB er aHes um sich her. Leider oft ondi die Mit- Der Maler der Bismarck-Aera Anton Ton Wem«r Aa 1. Mai 1643 wurde Anton von Werner in Frankfurt-Oder geboren. Seine Stellung im Rahmen der deutschen Kunstgeschichte als Sciüachtenmalei, eis Schilderer historischen Geschehens In der Zeit der Gründung des Bismarck-feiches, alt vorzüglicher Porträtmaler nnd feinfühliger Graphiker wird auch in unserer Zeit vollauf gewürdigt. Der Künstler, dem Fürtten und Könige, Wisesnschaftler and Dichter — und die Besten der Kollegen Freund waren, ist sich immer als Mensch wie als Künstler treu geblieben und hatte den Mut der eigenen Meinung, freilich auch die Kultur der Form, sie entsprechend zu äußern! Das beweisen uns seine Erlebnisberichte und Briefe, sowie Briefe nnd Memoiren von Freunden und Zeitgenossen. Trotzdem wurde er von mancher Seite angegriffen. Alt der vielbeschäftigte Akademie-Direktor — Werner war mit öffentlichen und privaten Aufträgen überhäuft — um seine Schüler zu fördern, einen Sonderkurtut auf den Sonntagvormittag verelgte, fühlte sich ein Landtagsabgeordneter zu der »Kleinen Anfrage« bemüstigt »Was mit dem Sonntagsschänder zu geschehen habe«, worauf Anton von Werner rief »Tod durch den Strang«. So hat dieser lebenssprühende Künstler mit prächtigem Humor die kleinen Alltagsärgernisse des Daseins weggelacht and weg-lachen lassen, so ernst er es mit seiner Kunst auch nahm. Handwerkliches Können war Anton ▼OB Werners und seinen 7#itgenossen selbstverständliche Voraussetzung und zum 100. Geburtstag s^oe vornehme Auffassung Ton Konet und Können nnd hat ihm zeitlebens die Freundschaft Ton Adolf rem Measnl eingetragen. Konnte in den riesenhaften Gemälden, deren Aoordnnng ib«r die Wiedergabe der am histohecä* Akt beteiligten Personen rom alten Kaiser und von den Herren der Armee bestimmt wurde, bisweilen eine gewisee Schematik nicht ganz vermieden werden, so erweist sl^ doch anch bei den Massenszenen, tot allem aber lai Bln-zelportrftt Anton Ton Werner eis «te Meister der seeliscben Brkandung des Dargestellten. Man braucht defftr nnr m das wirklichkeitstreue Portrlt Blsmnrcks und das wunderrolle Bild Moltkes In seinem Arbeitszimmer, lowie en MoM« kes Antliz euf dem Totenbett m erls' nem, wo besonders in di nannten Blatt Tod nnd Verklirung Großen alles Herbe und Strenge Ter-wischten nnd sich Han)or nnd GOte über die Züge verbreitet haben, wahrlich ein Meisterwerk der Wiedergabel Auch dem Illustrator, dem einfühlsenien Zeichner von Viktor von Scheffels »Trompeter von S4ckingen« gilt mMer« Bewunderung nnd ni^t zuletxt dM Menschen und Künstler, der der als richtig erkannten Losung der Wahrhaftigkeit tai Schaffen und Leben folgte nnd sich mit allen seinen Kräften dem im letzten Jahrzehnt seines Lebens sich breit machenden Verfall durch Lehre, Wort nnd Tat entgegenwarf. Des iMcht ihn unserer Zeit wert, die riele Ton seinen Idealen, freilich mH einer mis bewegenden Stilgebung, verwirklicht. Grtfe Dmglm KrindnelstMe haken mslrt den Verml bühnenwirksam m sein. Sie enthalten keine Ideen, kein* Probleme, keinerlei tia-fers scbicksals- eder charaklermifiifi« Gs* bundenheiten —' nichts, was Darsteller oder Zaschaner iwiniea kfamte, naek-denklioh oder ergriffen an werden nnd sich die 'Freude am glatten Abschnurren der Handlung traben ni IsMsh. In Um-kchrvng der natSrIichen Gesetss sind sie janz von der ibcrrasohenden SchluBU-tung her konsinriert, die sls his zun Ists-ten Angenktiek möglichst abwechsIunM« refck M ternen traditan, nnd sie stsllw damit tsaniagin deppeltea, kenaentriertes »Theater« Mr. Es wirs unfreundlick daran im srinnsim, d»fl sie sugleidi skne iedsn Hternrlsehsn, kflnsUsrlsohsn eder gar sHtlicken Wert sind — und ss wird auck nicht Immer hsmsrkt eder als Mangel empfunden. SehHcfilieh bieten dar Nervenkitasl anfrsgen4«r BegekenheHen und das Intenektnelle Tergnlgsn an Spannung and Rltselreten anek abend* fiUlendc Relns. t Vie alle nnr airf InBeve Wirkung gerickletaa Diagi, simkea andl ^ Krl> mInalstOcke das, «na ftnen na isnersm Gewl^t fekh, darA eine gtlnaende Obsr-fllcke M erwlasa — «mh sie gal ge* macht iiad. Und i« aal ama das »Reiieri s«a Asel Hwn, der fa ecken aaf nklleeea Bflknen ^silwanftBii Misn erlekl kat, nakedlngl migeetsksa. DieOe* stalten dkeea Dielefcisrs sind gal|see> IXalais ftrar melnplltae geMlen. IM wagte, sp veivir^ der MotiTlerang. Eine sch flne Fian kal la 13« Giste aad m aBa« elae |s m fasÄHHsa, dal mmm anler giislnlnMa EliiMa.lael..ili Ca- IBV^W BlMfipVPlf S VlViV Ii* ■■■ Aafbaa hafte Merd m reift mä SsUafe dw sei pUlsalMr 4m Peflaa, im aas T( GesellstlialtailialBdi, etwas F viel nicht sekr minnUrfcer iel« ksstand aad Sdunaek and sini DaakelMaa fwrift «psvdsa'war. ,0a-ksimniaae, SAsid. ▼erkreskaa, Tta|lk wsrdsn hinter dar srst m kaHäna Fae* sade siskther, aad e|a keshdramntlsajkar Sckluft, hei 4am Mrf fik usr^ankeHar Bihne sin Zweikampf slaltflindnl, Sskr^ gelten, ein Schuf knalll — hihgt aakliai-mN der Eatlarraag 4m Mftrden aad nkkt, ehne dal ss eine m» keetet, das h snadWiki kappf BB W W gPa^—If ■■■ WtM das vaa der DarstolhBi an and kinstlerleeka Bnllhleag fir amae kShere Aaierderaagea aa Ae Routine stellt Dte SptsilsHaag Richard Nagys trag dieesai Umstand Raahaaag — köMte aber Helleisfct, mmMl la dea An-fangssHnsa, aack da ««aig Mekr aaf dnsn wirktick aagcawaagsasa Tea dar Unterknltaag kedaalil aela. Glarla Ma^ neld hatte es lelakt, als ssknfmaate Hsr- Bsnsbrechsrin glaabwiidlg aa Jokanass Fcrige war, ganz nach der Vor-sdirilt des Aators, »ein richtiger Mann«. Leis Gro0 gab als Dr. Elken sins ansgs-aeichnete cWakterstndle. Editk Fried! strafte In einer Charlelt-Dandert-Maske die der Baronin Bornegg nachgesaftoa »bestea Jahre« durch ihr Afistchea L^Ha — und bitte adt dn wenig mdv Gs-dlmpfthsit wahrsdieinlick neä besssr gs-wirkt. Karl Sckdlsnbsrg stellte mit sd-nem Krimiaalinspekter dne wte immer sergftltig srafWtete und durehdpebta Gemt auf die Bükaa. Ferdinand BAgsr kitia den SBfcaaaplslsr'ela imalg deUka-tar leichnen ktan^ Rolf Saoden war dn niebt Jana srstklassite Hsrrsdiaftsdlener, und Kiehard Kagy katte als scfater, aoa-gengewandtar Wianar »Strlad« die Lacher aaf seiner Seite. Dte Bahnsablld Gattllab Uisara sdgte sia- Gesellinkaftsrimmsr v«a sparsasasr Elajans BcrtkaM DMi madite sick als teaknls^sr Ldler am dea Mitsartlgsa VerUaf dar aalrsgandsa ScklulsMnsn dik gHaasad. Nkditete dcb, der SekuB Ad, ^ mH dea erschrek- Dm Es lächle, «nr als das Lickt klalaskte db aatiiiiadi Uaterkalhm4 daa ikarraaskeadea SekM and die Dar-steller MMk federn Aktsdilal and mt aOam am Eaae das Stiskaa mH groBsr ik, Mmjmtta PIHtk Pniftr üiiiftiimt Im AwImni Dte Paalscka EaiiMlaWanitit Prag, knksnntlirh dfta IHaate Univerdtit dea Raichea, hat ttata das Krieges einen riel-laiipnihwdw Aaahaa adahraa, dar dck aack aal dte Daatecha Techalscha lliflwrkala atalfackt Dieser Ana- and Aaikaa ddi, aackdam balda li^wilinai klMlrkllifk Ihrer Verwat-taaa mä Itoaa Lekrplaaa daa ihrig« HattachaiM das Idchaa aageglichca Die fiMlia Viiladwiia wardaa ta äm rarhü aad daatswIWMSi haftllchaa aack dar Schaf-wlrtschafts-wissea* Sladlaagangaa Im Jahra ItSi. Daa Btadhai dar tachtawlssea-aekaftaa lal a. a. laaofani galndert, als dta fltaateprtfaafan nkkt mehr aa dar Pakaltit, aandara aa daa Frthngsl» tera daa Oksrtaadaigarirhta la Prag aad i allmwWi ilaMflndaa. Dte Proawtloaa-ardtaf daht aanmakr dte Abfaaaaag elaar DIaaartetIpn and dte Ablegung ai-aaa dmlgan Ugoroauasa vor. Mit 91# H6iam OhH dleae PakaitAt aa daa meiat halegtaa dea Raichea. la der medl^lefkaa Fekallll lal ahaafalls da Neaanfhaa darchgeMhit wordea. Daick die Batdaflang lahbai-ckar Müglladar als keralaade Pnchinte bd mllHIrtsehaa DteaateteDaa oder te laaaratlaa kat dlaaa Pakalltt AuibUdung das intllchaa Nachwuchaaa ainea beaondaren Anteil an der LAeuag von Krlegsaufgaben. An der philosophischen Fekultit Irt dte Zahl dw planmiftigen Professoraa voa 31 aid S> erhöht wordea. Eine Pr^ faaaa^ für Zdtungswiasenschaft and daa für slawiache Volkakunde wurden nea srrichteL Aa der Deuts^aa Tachal-■chen Hochsctrala wnrda durch Zaaate» ■aalaganu dar frdharaa Pakultttaa ftr Architektar und Baolnganleai weaaa aiaa naoa »Fakaltit für Bauwesen« geachal-fea, dla )a dae Pechabtdlung flkr Ard^ tektar, Baatogenlaurwesea und Veniaa ■ kat. BfrÜMT PhlDianiioiiikOT k BrwMB nd WflMnifhatM Um dar SoUdaritIt daa diateAaa Ye^ kea oüt dea wm Bomksaangrlffsa bssaa ders batraffsaea Ganen sinntilligea Aa»* druck aa vrlaihea, ifbea dte Bsrilasr Philharmeaflter la Wilkelmskafaa aad BreaMB t«rd Keoasrte la dar HaWaaagi der tapfsraa Bev6lkar«Bg damit Falspaa aang aad laaata Berekberanf aa gaksa and ihr fIr ihn varkildH^ mitaag m daaksa,^^^ kaidaa SMita tsa BeMMlteraakl aartrataa, aa4 ftr kar^ Uakar galt alckt aar dam klaatia rkakia Gaaasae, aaadera war ekaaae aakr Aaadraak 4m Selldaritit aad dea WOIaaB Unter dar Lettaag asa CcaaralaHmil^ aa bsMsa Ortea Äe gidaba Vaitradi Miel HaTdai G-4wSlJeaia Nr. U ^ zarte Yleunbeeairtla A-dar aadewtosk ÜSildfiS'h siM Stab daraa dla lotafMlia diu^ eUUdlscks Uawtellaag, Sm Isdam tt uawtellung, «e fadem dgenen, tferaeadsndea b. Als foÜd kMa maa maüM Werna Aaadraak verlleb. dea )angsa Oarhard Tasckaar, » »» Moaarteabea Viollakeaaart SiBa aad Kraft des Teaes sawte tedelleee Tsdiaflr sckeabtau Orskaalsr, Dirlgaai and SeUd wm4m stirmisffk gdaiert, aad dar lauaar wie4w aafflamatends Bdfall der HArereduifl, 4la daa Podhua dicht aaidringte, war daa aliM aar kfinstleriacbe DsaMaatnttaa vaa greiar BaddagliakkalL a + Wteiaad Wi sear. Wteland Wagnar, dar chaid Wagnara, dar blahar i Bahaaabihlner kmvorgalrataa kielt vaa dar lataadaas ar RelchaparlaitaM dte SplaUdtaag ftr die NaiiliM dw »Walktra« zar AafMkiaag daa BflhnenbUd wird Metmarhond, dte Künatlm i ai alBlfaag. fikt GafwarhamaacMi la darch da fea saf i eiaa BaadaraaaslaHaaf Zdchaaa« Rndolf MailMr Hamburg: Speckstrasse 62 Voa Karl Schönewolf Ans der linntnden Geschlftsstrsfie mitten in Hamburg stiehlt sich wie Tcrle-gen ein« bescheidene Gasse, die den nahrhaften Namen »SpeckstraOe« hat. Als sie noch eine von den vielen »Gänfjen« war, die das berühmte and berGchti|{te G&nge-viertel durchzo|(en, hieß sie auch »Speckgang«. Nun liest man unter dem Straßen* Schild den schlichten Hinweis: *Brahms-Geburtshau«, Nr. 62«. Mit diesem Hause ist ein Stfick Alt*Hambur|{ stehen ({eblie-ben und mit ihm ein wenig von der Atmosphäre, in der ein jun|{es Genie aufwuchs. Zwischen zwei altertflmlichen Häusern «ihnt ein schmaler Ganf}. Das ist der /eg zum Geburtshaus, das sich auf der Seite des hinteren Hofes birf(t. Der korpulente Komponist mit dem stattlichen Vollbart hätte ihn, wäre er aus Wien zu Besnch gekommen,' kaum durchschreiten können. Aber damals war Johannes noch jung und schlank, wenn er, nicht immer vergnu({t, in die Kaschemmen mußte, um mit seinem Vater zweifelhaften Leuten zum Tanz aufzuspielen. Ver(Jnü|jtcr war er gewiß, wenn er zu seinem Musiklehrer Gossel oder dem Kontrapunktiker Marx-•en lief, die den blassen, jun|{en Mann mit den blitzenden Außen und der blon-ien Mähne uncntfjeltlich unlerrichteten. Ich betrachte die bronzene Tafel, die über der schmalen Tür im ZicjJelfcld kündet: »An dieser Stätte ist Johannes Brahms am 7. Mai 1833 geboren worden. Gestiftet vom Zentral-AusschuB Hamburgis ckar Bflrger-Vereins 1906.« Di« Hilhnerstiege, dl« anmittelbnr kln-ter der TOr zum «raten Stock ffihrt, knarrt noch ebenso, wie d« damals geknarrt beben mochte, alt der klein« Johannes seine Bleitoldaten aufbaute, mit denen er als reifer Mann noch to gern« spielt«. Nah«s« zwanzit{ Jujiendjahre lang ist «r sie hinauf nnd herunter gestielten, bis er ihr endgültig den Rücken kehrte and in de^ Feme sein Glück machte. Auf mein Klopfen öffnet dne dicke, kleine Frau mit weißem Haar und Udt mich freundlich zum Besuch ein. Drei winzige Stuben laufen Über Eck ineinander. In der vordersten ist der steinern« Küchenherd eingemauert. »Er ist noch gerade so wie damals, nur der Kamin wurde beseitigt vnd statt dessen ein Ofenrohr gesetzt«, sagt di« freundliche alte Frau, and ihre Sprache ist wie Kristall in klarem Wasser, so rein klingt das Hochdeutsch, wenn die Hamburger nicht ihr Platt sprechen. »Aus allen Erdteilen fanden ai« m ans«, erzählt die Alte, »doch jetzt kommen wenig Fremde. Sie müssen sich auch ins Gästebuch eintragen!« Ich tue ihr den Gefallen. Dabei bemerke ich über der Kommode eine Photographie von der Weihe der Gedenktafel. Männer mit buschigen ßärten, angetan mit feierlichen Bratenröcken und Zylindern sind darauf zu sehen, und Damen mit Puffärmein und mit Pleureusen auf den riesigen Hüten. Das Haus trägt eine schwarz-weiß-rote Bauchbinde, und aus den Fensterchen gucken weißgekleidete Kinder. Der Bürger verein ehrt sein Ehren- Wechselndes Frühlingswetter. Und aadera nnht iMaar di Ala tags Ihn dte Sahwaarht mir ateM — Wte hat mir heut lockand and tebend Sdn Bild durch dte StwMlan gaatrahh; Die Aaisel aang dlbaia Im Phoder, Wir sprachea ao traalkA aas na — Nun hAngea Wolken nieder, Und grollend fern wdlat dn. Die Blüten, dte IMtterad mit Wdgan Sacht mielten im Wind her and hin, Sie duften schwer and sdiweigen. Mir ist se trOb aa Sinn. Margarete DIadarldte Mitglied. Vater Brahma, dar es vam Dorl-mntikantsa ans Dlthmarschen, der Landschaft Hebbels, aam Horaistea der Hamburger BOrgerwebr gebracht bette, nnd später sogar KontralMssist am Stadtthea-ter-Orehester geworden lat, wire michtig stolz gewasen auf sdasa Johannes. In der letzten Stube endlich, dte noch kleiner ist als di« anderen, ist er geboren worden. Über d«m B«tt der Frau hingt ein Stich, der den Johannes mit dem Brahms-Bart zeigt. »Neun Menschen haben in der ein«a Stube gewohnt«, tagt die Fraa. Aber es mu0 doch «in Irrtum sein von der guten Alten. Denn dat seltsame Ehepaar Brahms hatte ja nur drei Kinder, to daß man höchstens auf fünf Personen kam, wenn nicht gerade Besuch vorhan* den war. Sehaam Id ae ------ Brate das ilak aaak draillg Jakrea, barm lar dam lade dar Fiaa, teksidsa KeA. Dar Täter, da stettlicker, gaeaader Maaa vaa M Jabma, dar allem blnerUdian Wldarataad aam Träte s^ Masfterbandwerk und seinen Dicksckidd aack Im Etaadsdertel der GroBstadt durckanaetaen wuBte, bette dl« um IT Jakre Utare, darck FaBlddcn bebtederte, b«r|Nrlidi aaaasebaHcke Nlhsrin gsM-ratal, die Iwer Schwester im Kramladea baU. Daak dte daaaÄrterzigjtbrige Cbrl-■tia^ datua Verfakeea Pastoren nnd Rntsherren gswsssn waren, muBt« besondere Eigenschaften bähen, die den Mann fessehen. Sieht man ste nicht am Herd ■tehan. schon etwaa iMldi nnd gebflckt, wihrend der Vater aaf dem KontrabaB fiedelt und die Kinder am Boden tpielen, der Icldne Johannes, von der zwei Jahre llteren Sdnrester betieai and dureh das Geplirr des awd Jakre (ingersn Brüderchens gestftrt? Freilich: viel Idyll mochte da nicht ge-wsaea sein. Den arman Leuten, mit denen sie Wand an Wand hausten, war ein Stfick Brot wichtiger als Beethoven, Und da es alt Handwerk galt, mochten sie das Gedudel nebenan gewähren lassen. Doch Vater Brahms hatte aeinen Ehrgeiz. Seine paar Groschen aparte er fleißig, damit sein Johannes, dessen Genie sich früh zeigte, auf die Höhere Schule konnte, und einmal das werden würde, was er selbst nicht mehr erreichen konnte. Als der Junge starrköpfig Klavier spielen wollte, statt ein einträglicheres Instrument der Stadtmusikanten zu erlernen, schickte er ihn zu achtbaren Musikern in die iLehre. Will M ihm nun übel nduaen, daü WMMkteiMS te aateribamiiakir Ageal daa »W aaf Tcaraeea acalaaaaa katte «r Ftnuki dcaag, ad asadaa Winks des Lskrara aa dis la die kannet adt Dte Not war aa iraiL wiedenna Inacktet S» Krnit w r Seele, die sich im Dickl^ 4m und Trieb« bewahrt Wie ahweeead aaialte der blonde Jingliag anm Tana dar Fia^ aea, nnd dte Dirnen, 4i» an ^ae traten and dne BddiMn Gedichte in dte Hand der nnanhbere Knabe In den sunken Ins, atögen es verlebtUak hingeworfen haben. Es blefld dn \ wi« diceer Phftnix wahrkalt aas Sotepf gat SU lid Lickt emporstieg aad es id a, wenn uaa dar laMUaeekaH-iche Ftag dar Mosfk te daa Stelaaiaa vaa Brahmt faa die Höhea verkUrter Sckla heit emporreiBt. »Habrä Sie schon etwns vun eainar sik gehört?«, frngs ich die alte Frwi, die mir pl&tslioh wie die Mutter dee Jakannes erscheint. »Ein betagtes Fr&ulein war hier«, sie lichelnd, «und sang das Wiegsmliad. ^ klang wunderschön. Dena aie katte noch eine gute, tiefe Stimme Und dann habe ich in Michaelis ^as Requiem ge« hört. Das war so heiligl« »Heilig I« sagt die alte Fraa, aber ee klingt gar nicht pathetisch. Ich denke an Schmnanns Wort von den »Helden und Grazien«, die an der Wiege des Johannes gestanden haben Und das Bild wird groO in seiner schlichten Wshrhdt