«r. 29». Samstag, 28. December 1889. 1N8. Jahrgang. Mlmcher Zeitung. Vl« ,,l»m«»n nnb Mannsclivt« »lchll»»«!lst«llt Umtlichel Hheil. Se. l. imd l. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 17. December d. I. dem sibmanne de« Eanct Culmnan«Thurmbau^ Comites M Steyr. Sladtpfarrer Johann Evangelist Aichinger. das Ritterkreuz de» Franz-Josef-Ordens allergnadigst zu verleihen geruht. ^^^___^ Se k und k Apostolische Majestät haben mit Allerhöchster Entschließung vom 21. December d. 55 dem kaiserlichen Rathe und tavrr Mayer dem kaiserlichen Rathe und Director der niederösterreichischen Escompie-Gesellschaft Moriz Pollak Ritter von Borke nau und dem Gemeinde-tathe Karl Weißenberqer senior m Anerkennung seit'er vieljähriqen verdienstlichen Wirksamkeit m der Permanenz.Commission filr die Handelewerte bei ihrem Austritte aus dieser Commission auf Lebensdauer den Titel eines Commercialrathes taxfrei allergnadlgst zu verleihen geruht. _________^. Se. k. und l. Apostolische Majestät haben mit ^erhöchster Entschließung vom 21. December d I. dem ... 'den Ruhesta.'d getretenen Oberbuchhalter der Nleiberger Bergwerks-Union in Klagc'ifurt Ferdinand Alb er in Anerkennung seiner vichähngen berufs-''frigen Thätigkeit da« goldene Verdlenstkreuz mtt der Krone allerguädigst zu verleihen geruht. Der k k Lcmdeepräsident hat den Rechnungs« U"i>rofficier erster Classe im k. nnd k. Husarenreglme.'te Graf Nädasdy Nr. 9 Franz Demscher zum Re-girrungikmizlisten ernannt. ____ Nichtamtlicher Theil. Zur Situation. Wien, liö. December. E« ist vielleicht kein bloßer Zufall, dass in den letzten Tagen mehr denn sonst die Rede war von "ehrlichen Versuchen zur Herstellung des Volkelfne« Ms in Böhmen. Ein frommer Sinn könnte geneigt lk'n. di.se erfreuliche Thatsache mit der friedfertigen Mtagtstimmung in Verbindung zu wngen. welche d'e Gemilth«>r erweicht und die Seelen erhebt. Vielleicht °ber si»b dabei auch ernstere und pusitwere Factorm im Spiele. Es wäre nur natürlich, wenn jene breiten Massen der Bevölkerung, deren ruhiges Berufsleben fernab liegt von dem aufregenden Spiele der Politik, sich nach dem nationalen Frieden sehnten. Der Völker-zwist hat ihnen keine Freude, nur Ungemach bereitet. Allerdings haben die materiellen Interessen im großen und ganzen noch nicht ernstlich gelitten, allein immer< hin sind auch sie in mehr als einem Belange durch den nationalen Hader empfindlich berührt worden. Man» cher deutsche Landwirt mag mit einiger Sehnsucht an die Zeit zurückdenken, wo er, ohne des nationalen Ver-raths geziehen zu werden, sich des Schuhes des ge« meinsamen Landesculturrathes erfreuen durste, und mancher czechische Industrieller wird es schmerzlich bedauern, dass der für das nächste Jahr geplanten Landesausstellung allem Anscheine nach die Deutschen, Producenten sowohl als Consumenten, ferne bleiben dürften. In der deutschen Bevölkerung gewinnt die Ueberzeugung an Boden, dass ihre nationalen Interessen durch die Anwesenheit ihrer Vertreter im Landlage wohl besser gewählt wären, als durch die Furcht der czechischen Majorität vor der Erbitterung der Deutschen, und anderseits verhehlt sich lein besonnener Czeche, dass die Anwesenheit der Deutschen das wirk« samste Hindernis gegen die fortschreitende politische Zersetzung des Czechmthums durch ein tolles demago« gisches Treiben bilden würde. Es ist also kein Zweifel: die wohlverstandenen wirtschaftlichen, politischen und nationalen Interessen beider Nationen des Landes sollten den stärksten Antrieb zur Anbahnung einer Verständigung bilden, und sie sind es in erster Linie, welche das stete Wieder-auftauchen der Ausgleichsgerüchte verständlich machen. Dazu kommt ein zweites gewichtiges Moment. Durch die Erklärung, welche Graf Taaffe im Abgeordneten-hause abgegeben hat, ist das wesentliche Hindernis der Ausgleichsaction hinweggeräumt. Es mag vielleicht den krausen Irrgängen oppositioneller Presstaltik entsprechen, dieser Thatjache die gebürende Beachtung zu versagen, allein wer die einzelnen Phasen der deutsch-czechischen Angelegenheit genau verfolgt hat, muis uns beipflichten. Der im Herbst dieses Jahres vm, dem Fürsten Alexander Schönburg eingeleitete Ansgleichsversuch ist bekanntlich gescheitelt. Woran? In dem Briefe, den Dr. Schmeylal namens des Executiv'Comitis der bentsch - böhmijchen Landtags. Abgeordneten am 15. September an den Fürsteu richtete, wurde die Beschickung der Wiener Ausgleichsconferenzen an zwei Vorbedingungen ge. knüpft: Entgegenkommende Haltung der Regierung gegenüber den nationalen Anliegen der Deutschen und eine unzweideutige Erklärung des Eabinets über die staatsrechtlichen Aspirationen der Czechen. Was nun die letzteren betrifft, so wurde damals erklärt, dass der Regierung zur Zeit der Reichsraths» und Landtagsferien das Forum fehle, vor welchem eine solche Erklärung abgegeben werden könne, und dass die Deutschböhmen besser daran gethan hätten, nach Wien zu den Conferenzen zu gehen und daselbst etwaige Aufklärungen des Cabinets entgegenzunehmen. Heute nun ist dieser Stein des Anstoßes beseitigt. Die Deutschen, und nicht bloß die Deutschen von Böhmen, haben bezüglich der staatsrechtlichen Frage eine Auf-kläruug erhalten, welche sie nach der Anerkennung ihrer Parteipresse als eine durchaus befriedigende betrachten. Heute hat jeder Anhänger der Verfassung die volle Beruhigung, dass dieses Cabinet nicht die Hand bieten wird, die constitutionelle Grundlage unserer staatlichen Entwicklung anzutasten, und dass die December-Verfas-sung unter dem Regime des Grafen Taaffe in so treuer Hut ist, wie je zuvor. Bliebe noch die andere Voraussetzung, da« Entgegenkommen der Regierung gegenüber den nationalen Wünschen der Deutschen. Wir haben schon damals diese Voraussetzung als eine natürliche und selbstverständliche, als ein nalui-als ny^ii bezeichnet, welches gar nicht einmal erst besonders und m,t formaler Gravität als «Voraussetzung» aufgepflanzt werden musste. Diese natürliche Bedingung ist übrigens seither vom Grasen Taaffe nochmals ebenso ernst als nachdrücklich zugesagt worden, indem er in seiner Erwiderung auf die Ple« ner'schen Angriffe ausdrücklich die «jederzeit bereiiwil« lige Mitwirkung der Regierung» zur Anbahnung des Ausgleichs betonte. Die ernsten und patriotischen Männer, welche dem Vollzugsausschüsse der deutsch-böh« mischen Landtags'Abgeordneten angehören, dieSchmeytal, Scharschmid. Plener, werden angesichts der eben dargestellten Situation sich der Erkenntnis nicht verschließen, dass die Vorbedingungen der Ausgleichsaction, welche sie im September aufgestellt haben, zur Stunde erfüllt sind. Die Lage scheint aber umso günstiger, als in czechischen Kreisen sich Anzeichen der Friedensbereit« schaft einstellen. Der Altczechische Bürgerclub in Prag, eine angesehene, die besten bürgerlichen Elemente umfassende politische Vereinigung, hat am Sonntag eine Ziemsseton. Die Erscheinung. Novelle von Albert Nataille. N Seit der Vermählung Amalie Bclmonls war gorges Lebouve- in tiefe Melancholie versunken Wah-3l, drr ersten Monate, die dem Tage folgten an Mrm er erkannte, dass sie ihn verrathen, halte er U"n Selbstmord gedacht. Ei., starkes Gefubl men ch-> Würde, das er besaß, hatte ihn von demselben Hhalten. Er fürchtete den Schmerz nickt und der 3, wäre ihm nur in d, r erwünschten Gestalt emes ein Ü^ "schiene.,; aNein es wäre seinem Herzen als derlas, ^lt erschienen, das Leben ohne Kampf zu H Es war das zu einer Zeit, wo das Studium der Nettie sich i„ der Medicin den ihm geburenden yH/"bert hatte, wo man die Kränksten des V, ' wie diejeuigru dcs Körpers in wissenschaftticher schl^bchandelu began», uud Georges Lebouvi enthatt? ?H' "achdem er sich geraume Ze>t beobachtet gelehrten Doctor Forestler. "Untieren. Nlanf^ Milderte ihm seineu Gemülhszustaud, wie ein Nleichn?,'.. dem die Diagnose des Arztes vollständig "Mm, 3 '^ l er schilderte ihm die herrliche Ze't der I'ebtn, ü' ^ebe. die reizende Erscheinung der Oe- >e l,aV/" Tage, welche strahlmd oder finster waren. ^l il.^"! " sie an denselben gesehen oder sie M) ?"ch d" ?"e Nchalten. Und dann schilderte er ihm bell ^'el'ae Zeit des bräutlichcu Standes, die ^Wvüre, die laugen, stummen Spazicrgängc. das Ineinanderaufgehen zweier Seelen, beim ersten Strahl des Frühlings oder beim letzten Lächeln des Herbstes. Nnd dann kam der Tag, wo ihm die Nachricht ihrer Vermählung wie ein Blitz aus heiterem Himmel traf, während er in der Hauptstadt weilte, um seine Studien zu vollenden. Die Ungliicksbotschaft traf ihn umso furchtbarer und unvorbereiteter, als er erst einige Tage zuvor von ihr ein Schreiben voll glühender Liebesschwiire, reizeuder Träumereien und lieblicher Zukunstspläue erhalte» hatte. Georges war zu nieder« geschmettert, um die Lösuug dieses ewigen Räthsels zu suchen. Seine Freunde hatten ihm dasselbe mit einem Lächeln des Mitleids gegeben. EH war die alte Ge-schichte: er hatte geliebt; er war verlassen und ver-rathen worden. Eines Tages hatte das junge Mädchen nach dem herrlichen Iugendtraume die Augen dem wirtlichen Leben geöffnet. Fahret wohl, Illusionen des Glücks, der Jugend und Poesie. Georges musste vergessen lernen. Aber er vermochte es nicht! Seine Liebe hatte seine ganze frühe Jugend ausgefüllt. Er war dreiundzwanzig Jahre alt; er war in der Blüte seines Lebens zu Tode getroffen worden; er wusste das und wenn er der langen Jahre gedachte, des leeren und reizlosen Lebenspfades, den er zu durchwandern hatte, fühlte er. wie tödliches Grauen von seinem Herzen Besitz ergriff. «Sie sehen, lieber Freund,, sagte Georges zu dem Doctor Forestier, der ihn schweigend angehört hatte, .ich aebe mich leiner Täuschung hin. ich leide an emem mcheilbaren Uebel.» - «Ihr Fall,- entgegnete der Doctor lächelnd, «ist nicht der erste und wird mcht der letzte seiner Art sein. Ich lann Ihnen mcht ver. sprechen, dass Sie das Glück finden werden, mein Freund, aber ich kann vielleicht Ihren Schmerz lindern. Sie haben unaufhörlich Amalie vor Augen; ihr Bild verfolgt Sie im Wachen und im Traume, ist dem so?» — nationale Vereinigung vertreten wird, nichts Geringeres anstrebt als die Sonderstellung, das ist die Loslösung nicht eines, sondern dreier Krön« länder, Galiziens, der Bulovina und Dalmatiens, von dem gegenwärtigen einheitlichen Staatsverbande der Monarchie. Gerade unter den Deutschböhmen ist eine Anzahl von Abgeordneten, welche auf dieses Programm der dreifachen Amputation eingeschworen sind, ja sogar im Executivcomite' der deutsch-böhmischen Landtag««Abgeord-neten selbst befindet sich ein Mitglied. Herr Dr. Va-reuthcr, welcher den genannten drei Ländern dieselbe Gonderstellung zuweisen will. die, wenn sie von czechischer Seite bezüglich Böhmens ventiliert wird, das Entsetzen desselben Herrn Dr. Bareuther erweckt. Wir wollen natürlich mit dieser Gegenüberstellung nicht die Bestrebungen der czechischen Staatsrechtler unterstützen; wir stehen denselben ebenso ablehnend gegenüber wie den staatsrechtlichen Utopien der deutsch»nationalen Staatsrechtler. Aber wir meinen, dass die patriotischen Anhänger des österreichischen Einheitsstaates, die Schmey« kal und Plener. welche ja doch den radicalen Fein» den dieser Staatseinheit in ihren eigenen Reihen so große Duldung entgegenbringen, sich durch die akademische Betonung des czechischen Staatsrechtes nicht sollten abhalten lassen, die positiven und praktischen Anzeichen einer entgegenkommenderen Stimmung auf der anderen Seite willkommen zu heißen und ernstlich zu würdigen. Wir haben hier an dem einen Beispiele der staatsrechtlichen Bestrebungen nachgewiesen, wie sehr es den Parteien gut thäte, einander mit entgegenkommender Nachsicht zu behandeln. Dieses Exempel muss aber verallgemeinert werden. Die tiefe Ursache der meisten und hartnäckigsten politischen Kämpfe ist das. was Herbert Spencer den «Automorphiimus der Anschauung» nennt. Keine Partei nimmt sich die Mühe, in den Gedankenkreis, in die historisch entwickelte Anschauungsweise der anderen sich hineinzudenken und einmal von diesem Ge» sichtspunkte aus die Einzelheiten der Lage zu betrachten. Thäte man dies, so bliebe der Welt viel bitterer Hader erspart. Wir wünschen nichts sehnlicher, als dass diese Läuterung der politischen Denkart auch bei uns zum mindesten versucht werde. Einige schwache Anzeichen! hiefiir liegen vor. Wenn dieselben nicht lauschen, dann ist dieser zarte Hoffnungsschimmer die Morgenröthe einer bessern Zukunft, dann dürfen wir in nickt zu ferner Zeit die Auferstehung des Völkerfriedens in Oesterreich feiern. Politische Vleberftcht. (Die Wahlen für die Landtage.) Im abgelaufenen Jahre haben neun Landesvertretimgen ihre Legislatur-Penoden abgeschlossen, während acht Landtage ihre Neuwahlen vollzogen hab», dahingehend, einen Theil der der Südbahn gehörigen, längs des Hafens sich hinziehenden Gründe in das Zollausschlussgebiet einzu-beziehen und daselbst das provisorische Spiritusmagazin zu installieren, bis der definitive, bereits im Bau begriffene Lagerraum für den Spiritus vollendet sein wird. Es werden ferner die erforderlichen Controlmaß. regeln in Ansehung des Verkehrs zwischen dem Zoll« ausschlusse und dem Zollgebiete festzustellen sein. (Der galizische Landesaussch uss) be< rieth in Anwesenheit des Statthalters Grafen Badeni und des Obmannes des Polenclubs, Ritter von Ia-worski, wegen der Frage der Einberufung einer außerordentlichen Session des qalizischen Landtages behufs Einleitung einer weiteren Nuthstanos-Hilfsaction. Man einigte sich dahin, dass vorläufig kein Grund für eine derartige Maßnahme vorhanden j?i, da die verfügbaren Hilfsmittel noch nicht erschöpft sind. (Sectionschef Steinbach.) Sectionschef Dr. Emil Steinbach, welcher sich nach seiner schweren Erkrankung vor zwei Monaten zur Reconvalescenz nach Meran begeben hat. ist bereits vollkommen wieder hergestellt. Die Nachcur in dem milden Klima Merans hat dem Patienten so wohlgethan, dass er schon An- fangs Jänner nach Wien zurückkehren und seine Thätigkeit im Justizministerium wieder aufnehmen wird. (Zu den Landtags Wahlen in Böhmen.) Bei den letzten allgemeinen LandtaaMahleil in Böhmen wurden czechischerseits in mehrereil deutsche« Bezirken Zählcandidatei, aufgestellt. Wie immnchr ein czechisches Blatt meldet, werden sich diekmal die Eichen in den deutsch-böhmischen Bezirken an den Wahlen nicht betheiligen. Die deutsch-conseruative Bauernpartei hat im Landczemeindenbezirke Krmnau gegenüber dem von der deutschen Parteileitung caudidierten Miihlcnbesitzer Wallner den Wirtschaftsbesiüer Niedel aufgestellt (Strafproccssordn ung.) Wie aus Budapest gl'il'eldet wird, hat der ungarische Iustumilnster Szilälchi eine Enquete einberufn, welche len Entwurf der „enen Strafprucessordnung begutachten soll. Die» selb,' tritt am 5. Jänner zusammen. (Zur Lage.) Z>l den buntscheckigsten Enten, welche schon seit langer Zeit in den Blättern herum-fli^a/n, gehören jene über Bulgarien nnd Oesterreichs Ungarn. So wild aus Aelgiad die Nachricht in ve» schiedeueu serbischen Journalen verbreitet, die Fesl'Mg Widkm sei in aller Stille an Oesterreich abgetreten worden und es seien dort bereits unsere Genitioldaten und Pimmiere beschäftigt, um diesen befestigten Ort so rasch als möglich wohnlich einzurichten. Natürlich ist die Nachricht eine handgreifliche Erfindung, von der wir nur darum Notiz nehmen, weil sich einige Blatter den Anschü'n geben, als ob dergleichen wahr sin könnte. (Der deutsche Reichstag) wird nach Wiedereröffnung smier Sihnngen im künftigen Monate die zweite Ä,rathnnq des ReichshaushaltH.Etat« erledigen. Mit dieser Arbeit wird er voraussichtlich in acht Taftich^ weise große Zuneigung zu einer Republik herrscht, wlro man bedenklich. Ein großes Newyorler Blatt schreibt' «Die Revolution, welche Dom Pedro in aller Nnhe nnl> ohne Blutvergießen entthronte, hat schon zu ernstlich^ Wirren geführt. Die Leiter der Republikaner finden, da!« es nicht ganz fo einfach ist, a„ Stelle des Kaiserreichs eine geordnete Regierung zn errichten, wie ihr leW erster Erfolg anzuzeigen schien. Blutiger Aufluf W zu befürchten. Die Regierung ergreift alle ihr zn ^ böte stehenden Mittel,' um die Erhebung zu damp!"' und hat viele Verhaftnngen vornehmen lassen.» (Aus Serbien.) Gegen den Verfasser des"' Serbien erschienenen und verbreiteten ^m"^> «Bombe-, welches den Könia. Milan und sa,'t sämmtlia) fortschrittlichen Minister der gröbsten Unter schleife"^ Georges befolgte die Vorschrift des Doctors mit großer Gewissenhaftigkeit. Er machte große Reisen; er versuchte es, den Dingen der Außenwelt Interesse ab< zugewinnen; er war Dichter und Musiker, und in einem Alter, wo viele andere noch den richtigen Weg suchen, war er bereits ein Meister, und sein Name wurde auf den Schwingen des Ruhmes zu den Steinen getragen. Es war wie eine schmerzliche Ironie, dass das Leben ihn mit allem überhäufen zu wollen schien, was ihm gleichgiltlg war. Er besaß ein beträchtliches Vermögen, das durch eine Erbschaft in letzter Zeit noch vergrößert wurde; seine poetischen Werle hatten die Jugend für ihn begeistert, und sein Name war populär geworden. Man sieht oft, dass ein zu Tode verwundetes Herz Schätze ausströmt, welche die Welt entzücken, so wie e« nur die krunke Muschel ist, welche die Perle zeitigt. Und es gab Tage, wo er sich in der Trunken-5,.it des Ruhmes glücklich fühlte, weil er vergaß. Eines abends aber, als bei einem fröhlichen Gelage einer seincr Freunde das Glas auf ihn erhob und ihm zu« trank, da brach es wieder mit Macht über ihn herein. Georges versuchte, sich zu erheben, um den Trinlsprnch zu beantworten; aber das Glas zitterte in seiner Hand; sein Auge verschleierte sich und draußen vor dem offenen Fenster im Garten glaubte er ihr Bild, Amalieni Bild, langsam vorüberschreit^n zu sehen, und er sah deutlich, wie die Bänder ihres Hute« im Abend-winde flatterten. Da kam das furchtbare Gefühl der Vision wieder über ihn; es schnürte ihm die Kehle zusammen und halb ohnmächtig fiel er anf seinen Stuhl zurück. In den Tagen, welche nun folgten, versuchte er die Probe, sich selbst zu betäuben; er besuchte Unterhaltungen, Bälle und Theater; die Cur half; e« ver-giengen Jahre, und die Vision kam nicht wieder. Bei einer Iagdpartie in den Nrdennen war er der Heitersten einer, die Seel? der Gesellschaft, der verzogene Liebling der im Jagdschlösse anwesenden Damen. Eines Tages saß er unfern dem Schlosse auf einer Bank, damit beschäftigt, für eines der liebenswürdigsten Fräulein der Gesellschaft ein Sonett zu dichten; da sah er über die vom hellen Sonnenlichte überflutete Lichtung eine schlanke Gestalt mit einem bezaubernden und neckischen Antlitz schreiten; ihre blauen Augen leuchteten aus der Umrahmung des blonden Haares, sie trug eine Blume von Edelweiß an der Brust, und so schwankte sie langsam dahin und verschwand im Sonnengolde. Da streckte er seine Arme nach ihr aus, und seinen Lippen entrang sich der Ruf: «Amalie! Amalie!» Und dann sank er halb bewusstlos zurück, unglücklicher über diese Freude einer Minute, als über die Melancholie langer Jahre. Der Doctor war über diese letzte Krisis sehr unzufrieden. «Sie müssen reisen,» sagte er ihm. in «ra schem Tempo reisen. Die einander folgenden wechseln, den Bilder werden Sie ablenken und beruhigen. Gehen Sie nach Italien ans Meer. Das Meer ist der Jungbrunnen für kranke Seelen und in der Unendlichkeit desselben findet das Herz Genesung sür sein Leid, das so klein ist und doch unendlich groß!» George« befolgte das Gebot und reiste ab. Der Zufall begünstigte ihn; er fand einen ehemaligen Schulfreund, der einen Theil der Reise mit ihm machen wollte. ... Der Monat September w^r g'lom.nu und mit ihm ein früher Herbst. Schon lnsäten "ergl" Blätter die Wege. und am Abend wchte ein schal'' Lnfthauch von den Bergen her, deren Gipfel am fruy Morgen von einer leichten Schneehütte bedeckt '"^ h Nachdem sie die Dolomiten hinter sich gelassen " einige der letzten schönen Tage dem reizenden Amp s thale gewidmet hatten, schlugen die Touristen Weg nach dem Garoasle ein. von wo sie Verona " dann Venedig zu erreichen hofften. «^aht Georges und sein Freund verbrachten die ^ .^ in Riva. der kleinen österreichischen Ortschaft,^ §, den nördlichen Grenzpunlt des See« bildet. ^'^ sei anbrnch verkündete die Schiffsqlocke, dass es ^ ^< abzureisen. Der Morgen erhob sich strahlend. ^ sichtiger Nebel sp-elte in der Ferne auf dem " und schien die Nacht auf seinen Schwingen forlM ^^ Am Gestade sang die lebenswarme Smnn>e ^ Sch'ffers ein italienisches Lied. Georges snh " ' ^ Verdecke und trank entzückt Licht und Leben, "'^ie-seinem Geiste zogen wie in einer glänzenden '^^ gelung die Wunder vorüber, die er bald wle" > ^ würde, die Herrlichkeiten Venedigs: San "" ^ben^ Piazzetta. San-Giorqio-Magssiore mit seinen «m lichte suiikelnden Campanile. ., hatte Während er dergestalt vor sich h'"tra"V^' OM ein junge« Mädchen ihm gegenüber auf e" ^s Platz genommen. Georges erhob "MMlNln ^ Haupt, als ihr Schatten anf ihn fiel, und w"i ^.,, Ruf der UebcrrasclMg nicht miterdiücken. A ' „„d zende Kind mit den lang dem Schwanenhälse, mit ihrem lichten Kwoe. ^ M schlanken und zarten Wüchse, das war slc, ^MaHer^Zeitnug Nt. 298. 2567 28. December l«8». Bestechungen zum Nachtheile des serbischen Staat« schatzes beschuldigt, werde,,, wie aus Belgrad geschnebeu wird, lion allen Seiten Verleumdungs- und Ehren« beleidigungs grader Sladtgencht citiert worden. (Vom Anti.Sclavereicongress.) Der in Brüssel tageude internationale Atlti«Sclavereicon-gress hat sich anlässlich d^r Weihnachtsfesttage unter recht ungünstigen Aussichten auf seine eventuellen Er-gebnisse bis znm 18. Jänner vertagt. Den Stein des Anstoßes bildet bezüglich der Frage der Unterdrückung des Sclavenhcmdels zur See das UntersuchungLrecht, welche England in irgend einer Form für unerlass-lich hält. während Frankreich dasselbe mcht zugestehen will. Frankreich will nichts weiter gestatten als dass ein des Sclaventransports verdächtlges Schiff zur Aus-weisleistung angchalten und über das hierbe, aufgenommene Protokoll bei dem nächsten nationalen See-Amte Anzeige erstattet werde. . «> «, , ^ lEnälische Goldmünzen.) Die Bank von England g.bt bekannt, dass auf Grund de« neuen Müxzgesetzes vom Jahre 1889 alle br.t.schen Gold-stücke aus der Zeit vor dem Regierungsantritte der «önigin Victoria zum Umtausche gegen neue bis zum 13. Februar 1890 bei der Bank eingereicht werdm müssen. Vom Umtausche zmn Neuwerte stud nur solche Goldstücke ausgeschlossen, welche augenscheml.ch be- schnitten worden sind. ,^^«>. sDer bekannte General KaulbarS) bulgarischen Angedenkens ist wegen seiner genanen Kenntnis des österreichisch-ungarischen Heeres zum Ge° neralswbschef des 6. russische« Armeecorps ernannt worden, dessen Hauplquartier stch ln Warschau beftudet. Tagesneuigleiten. Se.Majestät der Kaiser haben. ^it,.nn. meld t den Schlllschweltern zu Freistadt zur N?ung der H ^ si. zu spenden geruht. _______^. — (Weihnacht bei Hofe.) Ueber die Weih. nachtsseier °m Hofe wirb uns aus Wien berichtet: Im Vtarmorsaale, welcher an die Appartements der klemen Vrinzessm Elisabeth stößt, wurde diesmal, nachdem das Henscherpaar in Miramar weilt, ein von der Kronprinzessin zum großen Theile persönlich prächtig ge-schmückter Christbaum sür deren Töchterchen errichtet. Vor halb 0 Uhr erstrahlte der Marmorsaal sowie der Salon im Lichterglanze. Die Kronprinzessin-Witwe und ihr Hof. flaat versammelten sich hier. und bald wurde die Pr.n. zessin in den Salon geführt. Sie fand denselben sellschaft eines der Jäger. Dieser hörte ein Rascheln und glaubte, dass ein Wildschwein auf ihn zukomme- er schoss — und der Förster stürzte, lebensgefährlich ge« troffen, zu Boden. Am nächsten Tage starb er als Opfer eines verhängnisvollen Irrthums. Auch sein Bruder war vor Jahren auf der Jagd umgekommen; dieser hatte im Rajetzer Walde einen Bären geschossen und war zu früh der Bestie nahegekommen. Diese hatte noch fo viel Kraft, ihm den Kopf vom Rumpfe zu trennen. — (Ein Journalisten-Jubiläum.) Welche Achtung der Journalismus in Italien genießt, davon legt die große Theilnahme Zeugnis ab, mit der alle politischen Kreise das fünfzigjährige journalistische Iubi» läum des Chesredacteurs und Begründers der «Gazzetta del Popolo» in Turin. Dr. Vottero, seiern. Die Stadt gibt dem greisen Redacteur, dem Veteranen des italienischen Journalismus, am 30. d. M. ein groheS Festmahl, und die italienische Presse sowie viele Deputierte und Politiker haben wertvolle Festgaben gesendet. König Umberto ließ dem Jubilar seine Photographie mit entsprechei,der Widmung überreichen. Dr. Bottero hat den Wohlthätigkeits'Anstaltcn in Turin eine große Summe überwiesen. — (Brand in einem Spital.) Im Pres-byterianischen Spital in der fünften Avenue zu Newyorl brach am 19. d. M. abends Feuer aus. In dem Spital befanden sich zur Zeit achtzig Kranke, von denen viele erst eine Amputation oder schwere Operationen bestanden hatten. Zum Glück wurde das Feuer von einem Vorüber« gehenden, der den Rauch aus dem Dache steigen sah. rechtzeitig entdeckt, und so konnten alle Kranken nach einem entfernten Theile des Gebäudes gebracht werden. Viele waren vor Schrecken bewusstlos geworden. Meistens waren eS bekannte Bürger, Mitglieder der in der Nähe befindlichen Clubs und Bewohner der Nachbarhäuser, welche die Kranken retteten. Nachdem die Feuersbrunst gelöscht war, wurde die Mehrzahl der Patienten in an» deren Hospitälern untergebracht. — (Zeitungen und Kalender.) Im ersten Quartal 1889 betrug die Zahl der Exemplare der in« ländischen Zeitungen 36,776.386, um 2,363.601 mehr als im Vorjahre; auf Wien allein entfallen in diesem Zeiträume 21,531.820 Exemplare, während ganz Böhmen nur 7 Millionen Exemplare absetzte; dagegen hat die Kalender-Literatur etwas abgenommen; abgesetzt wurden 151.72? Exemplare, um 13.741 weniger als im Vorjahre. — (Fräulein v. Schönerer,) Eigenthümerin des Theaters an der Wien, spendete für das nothleidende Personal des abgebrannten deutschen Theaters in Nuda« peft tausend Gulden. — (Rattenvertilgung.) Ein sicheres und unschädliches Mittel zur Vertilgung von Ratten ift Steinlohlentheer. Man gieße davon in die Schlupfwinkel, wo die Ratten nisten, bestreiche damit jeden Ein« und Ausgang der Löcher sowie ihre Fährten und Gänge. Die Ratte, welche hineintritt, ist unschädlich gemacht. — (Emin Paschas Begleitung.) Die Zahl der Leute Emin Paschas, welche diesertage nach Egypten gebracht werden sollen, beläuft sich noch auf 232:99 Männer und 133 Frauen. — (Geschäftskniff.) A: «Um Gotleswillen, deine Ladenfräulein schielen ja alle! Konntest du denn leine Hübscheren finden?» — B: «Die halte ich mir nur der Sicherheit wegen — bei denen weiß niemand, wohin sie schauen!» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Personalnachrichten.) Se. k. und l. Hoheit der Herr Erzherzog Wilhelm hat vorgestern früh den erkrankten Deutschen Orbens-Pfarrer in Wien, Franz Iancar. mit höchstseinem Besuche beehrt. — Der an Influenza erkrankt gewesene Ministerpräsident Graf Taaffe konnte, wie man uns aus Wien telegraphiert, gestern nachmittags bereits einen Spaziergang unter» nehmen. — (Vermählung.) Am 8. Jänner findet im Prä. latensaale des Schottenstiftes in Wien die Trauung des Herrn Josef Leopold Freiherrn v. Kleinmayr, Statt« halterei»Concipiften in Görz, mit der Freiin Marie Henriette v. Pretis, Tochter des ehemaligen Statthalters in Trieft, statt. — (Trie st er Hafen.) Wie wir vernehmen, besteht bei der Staatsverwaltung die Absicht, das be. stehende Uebereinkommen mit der Südbahn > Gesellschaft betreffs der Geleise.Anlagen und des Betriebes der Krahne im Triester Hafen mit 1. Jänner 1890 zu kündigen, so dafs dieser Netrieb nach Ablauf der Kündigungsfrist, mithin am 1. Jänner 1891, von der Generaldirection der Staatsbahnen übernommen werben würde. Die Silbbahn-Gesellschaft hat seinerzeit diese Anlagen für den Staat hergestellt und auf Grund eines Uebereinlommens den Betrieb gegen eine entsprechende Vergütung übernommen. — (K rainischer Lehrerverein.) In der ersten Sitzung des neugewählten Ausschüsse» des krainischen Lehrervereines wurde beschlossen, allmonatlich einen Ver« einsabend zu veranstalten. Dabei soll auch auf die Be. sprechung gediegener Schriften, dann einzelner Aufsähe, die sich in den pädagogischen Zeitschriften finden, Gewicht gelegt werden. Amalie! Die Amalie von vor s^/''?°hren vor dm Verrathe und dem Vergessen; Nmal.e " dem R ze und der Frische ihrer Jugend; das war der Frühling, die Poesi. Nein. eine solche Aehnl.chkett war um„ö' glicht Georges erhob sich und blu>b e'N'ge A 'g blute stehen. den Bl'ck wie trunken auf sie sah. dass man sie anblicke, lächelte ste und schlug die Augen nieder. ^ -. , ,.,^ ^s, Der Capita,, hatte soebeu das Signal zur Ab-sahrt gegeben. Eine Stimme erscholl: «««! AmaU !> und eine noch junge Frau, deren Zuge em merk-würdige Aehnichkeit mit denjenigen des «ung n Mad-chms auswiesen reichte ihr eine Mantille. welche das reizende Kind fröstelnd nm die Schurrn wa^ Die Sonne erhob sich jetzt über d < b w deten und im liefgmnen Glänze leuchtenden Berggipfel Es wurde warm. und Amalie. welche die abnahm und die reizenden Linien ihrcs HHs sichtba werden lich schritt zu dem auf dem Verdecke aufge. haften Gepäck Sie^varf ihre leichte Mm't.lle zu do Schachteln m.d Reisekoffern. Georges 'whcrte sich d m Gepäck und las auf nnhreren Koffern: . P'etro Aaldim. Bologna» , c>. , , Georges stand in tiefe Betrachtungen verlorenen se.ner Seele gieng ciu merkwürdiger P"cW vor 3>r Traum langer Jahre hatte sich 'hm verwirklich^ Er "and Amalie gegenüber die er verloren gewahn h°t^ ""d da« war ihre hochzeitsre.se. Ja. !" "°r s,e auch damals gekleidet; das war chr weißes Kleid. ,hr st'" ^ rohhut mit einem breiten, blauen Mmre-Bande ." ^,'asst; das war auch dieses Oürtelband, da» ste um. ^U'lte am Abend ihres ersteu Geständnisses unter dm ^ "Men Himmel. Das war d.e italienische hochM«. "^. die sie damals geplant hatten, und jetzt konnte ye jeden Augenblick kommen, ihre Hand auf seine Schulter legeu uud ihm die üppigen Flechten ihres Haares zum Küssen geben. In dem schlechten Gasthause von Peschiera mussten die Reisenden nach einem nicht minder schlechten Dejeuner die Stunde der Abfahrt des Zuges nach Italien erwarten. Georges befand sich ihr wieder gegenüber; er hörte ihre Stimme. Das war dieselbe silberhelle, sanfte Stimme, mit welcher sie ihm zuerst von ihrer Liebe ge-spcochen hatte. Nach der Mahlzeit öffnete Georges, der sich allein in dem kleinen Salon wähnte, welcher an das Speisezimmer stieß, ein daselbst vergessenes altes Piano und sang zu dem Klänge desselben mit halblauter Stimme: «Ich habe dich licb. du Süße, Du meine Lust und Qual. Ich habe dich licb und grüße Dich tausend«, tausendmal!» Da vernahm er einen flüchtigen Schritt; die Thüre gieng langsam auf; Georges wandte den Kopf. Die schöne Reiiende stand da an eine Etagere gelehnt und lauschte seinem Gesänge. Er wollte sich mit Muth wappnen, sein Lied zu Ende siugeu; aber die Stimme erstarb ihm in der Kehle; er schloss das Piano, drückte das glühende Antlitz an die kalte Fensterscheibe und vergoss heiße Thränen, während sie sich leise, sinnend uud wie widerwillig entfernte. Der Zufall der Reise trennt- sie und führte sie in Venedig wieder zusammeu. Sie traf,n sich auf dem Lido. Von d,r Terrasse aus sahen sie miteinander, ohne je ein Wort zu wechsclu. die Sonne in das von den Segeln der Fischerbarken belebte Meer hinabsinken, und von dem Verdecke des Dampfers aus sahen sie, wenn ste nach Venedig zulücklehrten, die Stadt größer und größer werden, in dem Maße. als das Schiff sich der Riva dei Schiavoni näherte. So gieng es durch mehrere Tage. und er spann sich immer mehr in seine Illusionen ein; er sah sie vorbeischweben; ihr Kleid berührte ihn; er fühlte däz Wehen ihres Haares und wiegte sich in seinen reizenden uud beglückenden Träumen. Eims Nachmittages erschien Amalia nicht auf dem Lido und al« er den Gondolier befragte, sagte ihm derselbe, dass die Familie, welche seine Gondel gemietet hatte, abgereist sei ... Es war. als ob die Welt vor ihm versunken wäre; er irrle einige Stunden lanae auf dem Lido umher, dann trat er in ein Cafi ließ sich ein Schreibzeug geben und schrieb an den Doctor Forestier: «Ich habe gekämpft, ohne mich zu beklagen und habe alles gethan, was Sie mir befohlen um mein Uebel zu heilen; es ist stärker als ich; ich'kann nicht mehr!» Als die Nacht angebrochen war und ihre Schal-ten auf das Meer fielen, gieng er bis an die äußerste Spitz? der Landzunge hinaus; zum letztcnmale prüfte er sein Leben, dann schritt er langsam ms Meer hinein Eine holde Gestalt tauchte vor ihm auf und schien ihn dem Abgrunde zuzuwinken ; ihr Haar flatterte im Winde ihre Arme breiteten sich nach ihm au«, und ihr Hals war vom Sternenschimmrr umstossen. Aus dem Curhause etscholl gedämpfte Musik- e« war das majestätisch-' Leitmotiv von Wagners «Rhein< gold., der Einzug der Götter über die Brücke des Regenbogen« in die Walhalla. Ein unbeschreibliches Wohlbehagen erfüllte ihn das« er. von diesen majestätischen Klängen einaebüllt' sterben könne. und. die Augen schließend, versank er in der Tlefe des Meeres. Llltbacher Fettung Nr. 298. 2568 28. December !8«». — (Der Metteur unseres Vlattesf) Gestern nachmittags ist nach mehrmonatlichem, schmerz« vollem Leiden der Usttemr - su - paxeg unseres Blattes, Herr Nartholomäus Kozelj, im Alter von 58 Jahren gestorben. Kozelj gehörte als erster technischer Arbeiter dem Verbände unsere« Blattes seit dem Jahre 1863 an und war stets unermüdlich bestrebt, allen ihm obliegenden, häufig sehr schweren Verpflichtungen in gewissenhaftester Weise nachzukommen. Der Verblichene, der bei seinen College« wie bei allen, die ihn kannten, den Ruf eines tadellosen, tüchtigen Mannes sich erworben, war am 7. October 1850 als Lehrling in die Druckerei v. Klein-mayr H Vamberg eingetreten und conditionierte seitdem, also fast 40 Jahre, ununterbrochen bei dieser Firma. KcHelj hinterlässt eine Witwe und drei erwachsene Kinder. Alle, die den wackern Mann näher kannten, werben ihm ein liebevolles Andenken bewahren. — (Die Ehristbaumfeier) unserer freiwil» ligen Feuerwehr, welche am Stefanitage in der Glashalle 5üs Lasino abgehalten wurde, verlief in altgewohnter Mise unter äußerst zahlreicher Theilnahme der Mitglie» oer und deren Angehörigen. Namentlich das kleine Voll unter diesen wurde wieder reichlich beschenkt, und damit war bald eine recht fröhliche Festesstimmung hervorgerufen, die, gefördert durch die vortrefflichen Lei» ftungen der Regimentsmusik, in reger Betheiligung an der veranstalteten Tombola und anderen Verlaufs« spielen ihren lebhafte» Ausdruck fand. Theilweise gestört wurde das Fest durch die einlaufende Nachricht von einem in der Herrengasse ausgebroch»nen Kaminfeuer, welcher einen Theil der Mannschaft mit Herrn Hauptmann Doberlet an der Spitze durch einige St »nden in Anspruch uahm, bis e« völlig unterdrückt war. Das Erträgnis des Festes für den Krankenfond der Feuerwehr dürfte ein ganz ansehnliches sein. — (Schriftleiter.Wechsel.) Wie wir be« reits gemeldet und wie die soeben erschienene Nummer der «Laibacher Schulzeitung» mittheilt, hat der Uebung«« schullehrer Herr Johann Sim a nach siebzehnjähriger Redactionssührung die Leitung der «Laibacher Schulzeitung» niedergelegt. Die Redaction übernimmt nun Herr Prof. Wilhelm Hallada. Einer weitern Mit» theilung zufolge hat der Ausschus« des lrainischen Lehrer» Vereines beschlossen, dass die «Laibacher Schulzeitung» von nun an nur mehr einmal monatlich im Umfange eines Druckbogens (im Bedarfsfälle mit Beilagen) am 15. jedes Monates erscheinen werde; der Beitrag der Mitglieder t»urde wie bisher mit drei Gulden, die Ve« zugsgebür (sammt Postversendung) für die «Lalbacher Schulzeitung» mit zwei Gulden jährlich festgesetzt. — (Die Geschichte eines Ternos.) Vor etwa drei Wochen lam hier eine Lotterieschwester aus dem Volle zu einer besser situierten Dame und erzählte ihr, dass sie ausgezeichnete Nummern geträumt, aber lein Geld habe. um dieselben im kleinen Spiel zu verwerten. Sie bat daher um ein Darlehen von 2 st., die ihr unter der Bedingung gegeben wurden, dass der etwaige Gewinn getheilt werde. Die Bittstellerin gewann zufällig 2400 st., gab jedoch der Darlehensgeberin nur die ge» liehenen 2 st. zurück. Die Dame erstattete nunmehr die Anzeige wegen Betruges gegen die Gewinnerin. In der dieserlage angeordneten Verhandlung wurde diese aber freigesprochen, da sie beharrlich leugnete, die oben be» zeichnete Vereinbarung getroffen zu haben. — (Eisenbahn'Unfall.) Zwischen Sagor und Trifail wurde in der vorletzten Nacht der von Trieft nach Wien verkehrende Nachtschnellzug durch ein herabstürzendes Felsstück gefährdet. Passelbe beschädigte einen Waggon erster Classe, worin ein Herr und eine Dame saßen, welche glücklicherweise unverletzt blieben. Das Close» des Waggons wurde demoliert. Durch den Unfall «rlitt der Schnellzug nur eine unwesentliche Verspätung. — (Evangelische Gemeinde.) Morgen fällt der Gottesdienst in der hiesigen evangelischen Kirche aus; dagegen wird am Sylvesterabend um 5 Uhr die übliche Iahreischlussandacht stattfinden. — (Deutsche« Theater.) Heute findet, wie bereits angekündigt, das Benefiz der beliebten Schau» spielerin Frau Thomas-Tvld statt. Zur Aufführung gelangt der Schwank «Wenn man im Dunklen küsst», und wirkt der Komiler de« Iosefstädter Theater« in Wien, Herr L. Go tt«l eben, au« Gefälligkeit für die Benefiziantin mit. — Der große Erfolg, den Herr Ootts« leben bei seinem Auftreten in Laibach erzielte, hat die Direction unsere» Interimsthcater« veranlasst, Herrn Goltsleben auf weitere vier Gastvorstellungen zu enga» gieren. Derselbe tritt somit Sonntag in dem Kaisei'schen Charalterbilde «Mönch und Soldat» als Hi>ronymus auf. Montag und Dienstag bleibt die Bühne ge» schlössen. — (Todesfälle.) Wie man uns au« Gonobitz in Untersteiermart berichtet, starb dort am Weihnachtsabende der allgemein geachtete älteste Bürger des Marltes, Herr Joses Sutler, der Vater de« Landtags.Abgcordnrten Herrn Josef Sutler von Fürstenfeld. Am gleichen Tage 'larb auch die älteste Frau von Gonobih, M. Hasen» " iche l. — (Herr Franz Hrasovec.) l.l. Bezirlsrichter zu Spital in Kärnten, ist über eigenes Ansuchen in den dauernden Ruhestand versetzt worden. Derselbe diente bis zum Jahre 1861 in Kroatien, dann in Rann und zuletzt 9 Jahre in Spital. — (Die Oberlaibacher Eitalnica) hält morgen nachmittags 5 Uhr ihre diesjährige Hauptver« sammlung ab. Um 8 Uhr abends findet eine Vereinsunter-haltung statt, und gelangt schließlich der Einacter «ttrageak in llmst,» zur Aufführung. — (Einen vorzüglichen Spargel) zieht man, sobald man die Spargelbeete im Winter nicht zudeckt. Durch die Decke bildet man den Mäusen eine willkommene Winterwohnung, unter der sie den Boden nicht nur durchwühlen, sondern auch die Wanzen vielfach benagen. Die nicht gedeckten Beete haben nach meiner Erfahrung einen besseren und träftigeren Spargel als die gedeckten. Man unterlasse also die Deckung und dünge nur alle drei Jahre die Beete. — (Neues Feuerungsmittel.) Pfirsich- und Aprilosenlerne werden in Californien jetzt als Feuerung benutzt. Erstere losten 6 Dollars die Tonne, letztere etwas weniger. Früher betrachtete man sie als wertlosen Abgang der großen Fruchlconservenfabrilen, jetzt sind sie zu einem wertvollen Hcmdelsartilel geworden. Man stellt die Pfirsichlerne für den Hausgebrauch der besten cali» fornifchen Kohle gleich. AunN und Aiteratur. — («Unsere Kaiferi n.») In dem Verlage der l. l. UniverMts.Buchhandluug von (Yeorg Szelinsli in Wien, I., Stesansplatz 6, ist soeben ein Wert erschienen, das in- und außerhalb Oesterreich'Ungarns das grüßte und angenehmste Aufsehen erregen wird. Au« der Feder des Biographen unseres unver-gesslichen Kronprinzen, des bekannten Wiener Schriftstellers Eugen Varon d'A lbon. hervorgegangen, wird «UnsereKai-serin» — also betitelt sich diese der Schilderung des Lebens Ihrer Majestät der Kaiserin Elisabeth gewidmete Novität — in Välde ein viel gelesenes und auch gerne gelesenes Buch werden. Baron d'Albon bietet in seiner neuesten Arbeit die allererste in Buchform erschienene Biographie unserer erhabenen Monarchist. In welch glänzender Weise Varon d'Albon die sich gestellte dankbare Aufgabe gelüst hat — davon möge sich jeder Lrser selbst überzeugen. — Gleichzeitig gab Baron d'Albon ein kleineres Werk. «So ist unser Kaiser!» betitelt, heraus. Mit gro» ßem Fleiße hat der vaterländische Schriftsteller alle in dir Oeffent-lichkeit bekannt gewordenen Chaiatteizüge und Anekdoten aus dem Leben unsere« Monarchen gesammelt. Die Idee, cine solche Sammlung dem Publicum zu übergeben, ist höchst originell, und wird das elegant ausgestattete Weilchen allenthalben lebhaften Anklang finden. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 27. December. Der Kaiser ist heute hier eingetroffen. — Die sich bisher harmlos anlassenden Influenzafä'lle weisen seit einigen Tagen ernste Begleit« Erfchmnlngen (Lungen-, Rippenfell» oder Bauchfell. Entzündungen) aus, was eine längere Spitalspflrge be« dmgt. Die Spitäler sind überfüllt. Auch in Prag trat die Influenza auf; es sind bereits über huudeit Fälle vorgekommen. Oudapest, 27. December. Der ehemalige Bot« schafter in Berlin und London, Graf Kacolyi, ist wählend der Jagd auf seiner Besitzung Stampfen gestorben. Trieft, 27. December. Der Lloyddampfer «Me-dusa» ist auf der Fahrt nach Bombay bei Suakim gestrandet. Die Flottmachnng des Dampfer« ist an« zuhoffen. Paris, 27. December. Den Iournalmeldungen zu» folge ist cin Drittheil der Bevölkerung von Paris an der Influenza erkrankt. Drei Soldaten sind heute an der Influenza gestorben. Bukarest, 27. December. (Officiell.) Die Königin leidet seit zwei Tagen an Influenza. Wiewohl ihr Zustand nicht Besorgnis erregt, ist doch eine mehrtägige Ruhe nothwendig. Teutsches Theater. heute: «Wenn man im Dunklen küsst», Schwank in drei Acten von C. Mallachow und O. Elsner. Morgen: «Mönch und Soldat». Angelommeue Fremde. Am 26. December. Hstti Stadt Wien. Civran, Kaufm., Trieft. — Schwarz, Rudolfswert. — Prasnilar und Schink, Privatiers, Sagor. — Petiic. Senosetsch. — Kettner, Adelsdeig. — Lube, Eraz. Hotel Elefant. Goldstein, Reisender, und Ornstein, Kfm., Wien. — Blumauer, Privatier, Vraz. — Vidic, Herpelje. — Reuter, Forstadjunct, Haasberg, — Stampheta und Iaenuzzi, Udine. — Hazanecly Beamter, s. Frau Pola. — Nlaznil, Domschale. Alblcri, Beamter, Trieft. Gasthof Kaiser von Oesterreich. Mahoröii, Besitzer. Senosetsch. — Fajdiga, Trieft. — Schneider, (lommis, Rabmannsdorf. Hotel Sudbahnhof. Pasqualli. Polizeicommissär, Trieft. — Iuderman, Ltttai. — Kos, Böhmen. Hotel Vaierifcher Hof. Percic, Schmied, Mitterfeichting. — Vubans, Tischler, Wippach. — Flak, Hausierer, Gottschee, Verstorbene. Den 23. December. Gertraud Smolnilar, Küchin, 41 I.. Peterestrahe 7, Schwindsucht. — Dr. Avelin Rodlet, Stadtphysicus, 44 I, Pclersstraße 2, Uraemie, — Caroline Lelan, Uhrmachers'Tochter, 2 Monate, Brunngasse 1, Epilepsie. — Katharine Smerecnik, Inwohnerin, 68 I., Ehröngasse 12, Brustkrebs. Den 24. December. Ursula Hasal, Pfründnerin, 90 I., jrarlstädterstraße 7, Marasmus. — Mathias Oberedcr. Arbeiter, 53 I,, Polanadamm 80, Schwindsucht. - Josef Ritter von Gariboldi, Privatier, 70 I., Wiencrstraße l«, Marasmus. -Marie Pcrme, Hausbesitzerin, 73 I., Epitalgasse ?, Brust-Wassersucht. — Maria Aolob, Inwohnerin, 74 I., Jakobs« platz, Lungenentzündung. — Maria Hebre, Köchin, 28 Jahre, Deutsche Gasse 2, Tubcrculose. Den 2 6. December. Felix Vancwrc, Arbeit rrs'Tohn, 18 Monate, Stadtwaldstraße 4. Epilepsie, — Wilhelm Pliesch» nig, Arbeiter, 33 I,. Polanadamm 50, Tuln>rcull>sc. — Anton Perko, Inwohner. 74 I., Hühm'rtwrj 13, Mac^lllr^s. Den 2 7. Deccmber. Aarlholomäus Kozclj, Typograph, 58 I., Aarmhrrzigergasse 7, Bauchfellentzündung. Meteorologische BeMchtunssen in ^aibach. ^ 7'UlMg. 748^3 "—2-8^ O. schwäch' "bewölkt ^..«^ 27, 2. N. 748-5—2-4 O. mäßig bewölkt ^"» 9 . A. 749 3 —36 NW. z, stark Schnee "^ Trübe, windig; abends Graupeln und Schnee. Das Tages» mitlel der Temperatur —2 9", um 01° über dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: I. Nastlik. Ja. von Klein mayr H Fed. Vamberg geben Nachricht von dem Hinscheiden ihres wert' geschätzten Mitarbeiters, des Herrn Bartholomlilts Koöclj Metteur der «Laibacher Zeitung» welcher gestern Nachmittag einem langwierigen Lei-drn erlegen ist. Das Leichenbegängnis findet Sonntag, den 29sten December, um 3 Uhr nachmittags vom Trauerhause Barmherzigergasse Nr. 7 aus statt. Wir betrauern in den, Verblichenen ein treues, überaus gewissenhaftes und fleißiges Mitglied unserer Buchdruckerei, welcher es nahezu 40 Jahre ununter-brochcn angehörte, die engeren Berufsgenossen verloren einen lieben Freund. Ehr« feinem Andenken! Laibach am 28. December 1889. Das Mittel der Frauen. Linz (Ob,' 52 kr. Schadenvergütung. Kessvvsfond mit 31. December 1888 : 1,^4.20!) si. liil lr. Vraz im Monate December 1889. (b^ü) (Nachdruck wirb nicht honoriert.) ^^. l^l» NsilqußNe »eit tt»ns1l!slen Vr0!> Ix^v.^l'rl > külm Kranlllieiten cle,' H.tblunu^«. »nci Vorü».nuNsi^ or^a.n«, kei <3iekt, ^l»^on- uixl ^illl»«nk»tnl l l' ' , xüeliel, lür Kinder, koconvalenconlen uu6 "^^, <« cler U^vi.ü^t, (51) ^'^ ________Miez Mkli^Iiez llüil ^ll!->8c!iiillll8-lielllill!^^_—- Nomi-ie», «attoni, »(aslZtiall unö V^___ pllibachcr Fettung Nr. 298. 2569 28. December 1889. Course an der Wiener Börse vom 27. December 1889. «a« ^ off^,, «0^,«^ Staats-Nnlchcn. ^ einheitlich«' Nente l» «oten »^. «' «« »" Zilbrrrsnte....... »6 3» ««'»»5 >«?>4sr 4'Vn Vtaaislole , »üu fl. ,»« . <8« 5« l««0erü«/„ »ganze »»? c><» l»s>»tr . » Fuxstel l<'» st. l« — «44 — >«N4er Staalslose . . N«) ft. l?? !?2 — . . . , 5<> st. »7» - lV» ?.^ ^/„D°m,PsdI>r. il lLN sl, . . l4S«5lül>- z"/„Oest. Voldrenle, sleuerlrei , ,08 40 l«8 «" i>st<>rr,Nl,»>!is<'n,<>, swisl!le> . lül l» l"l »l, Garantierte lkisenbal,«. Schuldverschreibungen. tliwlirthua!» in «» "' ^ranz-Iossvn Badn in Kilber . l!4 60 l,s. ^"> «urarllicrasr Vaw, !n LÜlior >><,« - '('»' tlilabellilml», li<><> !1, st. i>, W, ll"»' - «l> - tlilabetlidal,,! !ür 2<>s» Marf , ,l, - Nl 7!> »Mo Inr ^»> Marl 4°/„, , . ll? - l''>'?5 ^ran^Io^vb Vabn »m, l««4 . »S-- »«'»!> «oraNbi-rn,-! Val», >>» 'X-» »»»'- »<" U«q, «^oldn'üls 4',,. , , , , '«"'" '!!,«<> !>et,° Papierrenle l>'V„ , , i «»»^ '«'''' Ung, » «" N4 4<> «n. d,n. c„m»l, Vtücle , ,! «!>'!<' »b 4<> bto, OstdahnPrio,'täten , . l>» «<> ll><> 1" »to, Ntaat» Obligat, v. I, >«?»'> <1< ^ "^ " »to, Weinzehrn! «bl,0t>, >"<>sl. v» - >"' ' »t°, Psäm. V Geld Ware Giundclltl.-Obligllltoncn sliir IUl> st, «M.), ü"/„ galiz'sche...... l<»4 .- lU!/— b°/n mährische...... 1(ii»^o liu - 5"/« Krain und Küstenland . . — — — — 5"/n » l<>7 ü«, Anlegn der Etadl Gürz , , «U> - — - AnIrDlii d. Ltabtssemrlnee W!en «04 ?s> eü verlos, 5>" „ 9« s>» . — Pfandbriefe (für l!> dlo, Präm, schulduerschi, »"/« l08 -- l<>8 5" Oesl. ^nputhelenbanl luj. 5o"/„ lnn 5n lM'5s> Osjl, uiig, Va»l vcrl. 4>/,°/„ , ll»l'— l«l li« dcltu » 4"/„ , . »>»>«,> ,»x, to drttu 5<>jHhr, » 4"/„ . . 99 go l><»>«o Prioritiits-Obligatioucn (liir >»« st.), Ferdinands Nordbahn /,°/<> . 99' - 99 6' Veld War, Oeslcrr. Nordweslblllm . . - 1l»6 bo ,»7 , 5laa«bahii....... "l^ l<^3 - Eüdbnhn 5 3°/«..... >"'5" l4,^ 5,,i » b ü"/„ , , . . >l6ü" !I7«'. Ung, «aliz, Vahn ^ , , , llw'. ,lw«, Diverse Lose 8t i» I85-K0 .- 4°/„ Donax-Dampfsch, »na st. . l«7 — l l!i» - Lalbachcr Prüm, «nick, 2N ft. U» 2.^ 25 25, Ofcncr Lose 4« fl..... kl - > «/— PalffuLose 40 st...... k.7 z«! 5,» . «otvcn »reuz, öst. Vel, «,. lU ss, il» - ü» 5» Nudolph-Los« l0 fi..... n,'??, «l:,» Slllm-Lo!c 4« fi...... «» »,> »!« «„ Vt,°Geno<«'LoIe 40 !»?w,-Zct>. d,Ä"/«Plüm,-2chllld° verlch d. Vodenc'sftiian'ta« ,7— 1« «anl ° Acticn Anglo Qc,l, »!» Crdt, «„N, s, Hnnb, », G, l!«»st, 2L2 dU 3i»' Cilditbanl, AUg, ung. 2UU ss, , 3« - »^2 s>>> Depulüsübanl, «Ng, 2 !i<>» 5<» U»» N, , 563 — 5«? — Gill, >!,<3asleiw., ««»',>« 2(X)ft 8l3 — «!3 - Huvl>thele»b,.0sl,^»<»». zl5°/„!t 70— 7l — V"ld Wa" L«noeibant, «siLNOss <», . , LL<"?K L» «> »« «Üülb-ssiuman. Val,» !l»>0fi. L, »0l — «0« — Vühin. Nordbahn l5» fi., . , 2l<-> - ^,8 -. Westbahn 200 fi. , , .881-338' — Bü'chtiehralirr Its, 500 ft, «M, »:>3» lkin bl«. slit. U,) 2N« fl, . io« n» ils> -Donau - Danupfschlfffah« » Hes,, Oesterr. !><») fl, HM. . . . »77 37» Drau°H7? »583 Gal. - l»5 »<> Lcmb. ° Czernow.»Iaffy. Ellen» bahn-Velelllch. »00 fl. «. . . 229 75 «8" 2,^ Lloyd.üst.-un°,„Irleft5<»0fi. N. Bilv, 68 6» - «udolphÄahn 2NU fl, Kilber . — - - StaatKclscnbllhn ü0U fl, Silber «31 5!» i»l 75 Lildbali» 20!» fl, Silber , , . l»u .->,3<> 5<> Lud ^torbd.Äcrb,'«,2Wfl.enb. 2fl, Bilbei l»1 75 l»^ s»0 Ung. «ordottbllbn ilO, st. Bilder 1«»K5 >8» 7^ Ung.wrstb iRaab'Viaz)ü0<»ss.H, »«x ^Ojll»! ... Industrie-Actien z (per Ttück). Uauges., Mg. 0eft. luv fl. . «2 75 »4 75 «gybier «üen- und Gtahl'Inb. in Wien lNO fi...... W5<» », - . «tilenbabnw °iieihg.. erfte, «1st. l»u -. v, .. '«tlbemuhl». Papiers, u. «.-«. »9 ^ ßü . Liesinaer Brauerei U«> fl. , . »6 ?z »? 75 Wliiüan-Velell,. «sterr,.alpine ll».>» ?u ll»« l»N Iraner — »Hchläglmühl», Papleri, ü<»0 fi. «u» - »,»'/ .. «2te^ermühI»,Papier1.u.>8.°G, 188 - l»l< b<» Trisailer «ohlenw,.Ge<, 70 fl, . l4»-. ,4»-- «V»»1enf.>«.,Orft,lnW!en1lK»fi. 4« - 4?,» .-Uaggon.lieihansl,, Nllg, in Pest »U st......... S< - «4 - «81. Ällugelelllckaft IM) fl, . . »l- ^ «? - MenerbergerZiegel Ncüei, >t!ä,e Nelchsbanlnoien f>? » > s.?-«^ Vap!er.!«ubel...... ! l »5« < »«. Ilal,?nl,ch!' «anlnoten (st ........!,»MM»W .iromalilchc«, wirll rrfrischind, verhln< dert das Verderben der Zähin- und besci» tigl den üblen Geruch aus dem Munde l große« Flacon 50 lr. II. MIÄWlM allgemein deliebt, wiilt sehr erfrischend und nu'cht dic Zähne blendend wcift, i^ »0 lr, Ol'igc angeführte Vlitlel, iidcr welche viele Danllagungtn eiulieicn, führt stet« frisch am Lager und versendet täglich pe, Post dlc Apotheke Trnknczy neben dem Rathhause in Wien: Apothele des Julius V. Trnlüczh .^m goldene» ^^> Vestellungen von ans» ^bweu". VIN ^icf>'dc^^! ...„.,,,.,„,... wärtS werde« mit «machender ^^"ü N ly^y N. .7 Trnloczy „,um »ladetz.y. ^ versandt. (48«2) 8 Erklärung. Unter Bezugnahme aus die in der gestrigen «Laibacher Zeitung, gebrachte Noli/ über die Einstellung meiner Holzsliften-Fabrik in Oberschischka erkläre ich hiemit, um allen irrigen Deutungen vorzubeugen, dass »eh m.ch «u dieser Be.riehseins.ellung dnreh .n Lohe *teuerv«r8chreib««g veranlaNMt fand. ,7 . Ant. Knsper. dvr I«bdortllr»n mit K Nvvr t2 I.^d»oH win, leic,l>l m». ! (5282)3—2 Nr. 4779, Curatorsbestellunst. ^ Fol«cnd.n ullbslannt wo b>findliche» ^'rsmle^ als: .. ^oses Vejel von Nesjcltl,al, Mntlhm's "'Unc von Zillmk Nr. 153. Itt^ml !'d Allim, Sparmblff. beide von Dole- l"^s. G.orq Kraöovec von O.adisce ,,'" <^usef Vernbachrr uon Laibach ""d e p'clwc ihren unbr^nnlen Nrchttnach' , «"l,. jst ^,,,^^ glnchzcitic,«r Bchiu'd' n '^ der Grmidbnchsbescbeid'k vom i5lV» ^H«^"' I2'^l 17.März l,I., Z N? l ^ März l. I.. Z. 2339. und Ul. lr ' H^" llarl Pupp!« von Loltsch " Orator ^ »c!um bestellt wo'dci,. Erw '^^^«qericht Loilsch. an, 4tf,i ^ftlrmb.r 1889. im U».n«s Xr. 12 »"s lle. Kl^rl».. Lbore»ivnl»tr»»»2 lw sr«tsll Stoolr, l)c!8w!ie»i»t 8ep»rie'.wl. l^m«ü.^..., Xiioli«. vlen»t- ».d »u voruiloton. ,«>,cr Nalbgtbtl für alle und junge Plrso<,en. Z I. Yo«? ilbler Iugendscwohnhe.ten fi« Q a ««»ächl Mlen. 2« l.ie «« auch .''«d.r, der 3" Nervoftt«,. Heril/opfl«. >l.'.rd«um,««. d.,ch'°»den. Hamocrho.d«' le.del ,e,ne .us. I?/«' «,ltdru»a h'lfl «hrlich vielen z^ird i,. «louvert verschlösse, üoersch,«. (5462) 3-1 Betamltmachunn. ^r n 575 Vom l. l. Obeilaudrsgcrichte sür Stciermarl, Kärntcn und Krain in Graz wird bekannt gemacht, dass das l. l. Bezirlsgriicht Ourlfelb die Erhebungen zur Ergänzung des dortigen Grund-lmches durch Eintragung der noch in keinem Grundbuche lim kommenden Liegenschaft Parcelle Äir. 8071/, SavchusS, unproductio. der Calastralgemeinde Gurlseld, Bezirk Gurlfrld gepNo,,.'» und den Entwurf einer neuen Grunobuchseinlage über diese Liegenschaft mit der Neznchnuna Einlage-Nr. 831 der Catastralnemcinde Gurtfeld vorgelegt hat. " ^ ^ " ^ """""« Infolge dessen wird in Gemähheit der Vestimmungen des Gesetzes vom li5. <>uli 1871 R. G. Nr. W, der ^ 1. Jänner 1890 als der Tag der Eröffnung dieser neuen Grundbuchs Einlage mit der allgein-inrn Kun^machuna srstgeseßt, dass von diesem Tage an neue Eigenthums., Pfand- und andere bücherliche Rrchte aus die in derselben eingetragene Liegenschaft nur durch die Eintragung in diese neue Einlage erworben beschränkt, auf andere ilberlragen oder aufgehoben werden lönnen. ' Zugleich wird zur Richtigstellung dieser neuen Grundbuchs.Einlage, die bei dem l l Ve-zillsgerichte in Gmlfcld eingesehen werden tann, das in dem obenbezogenen Gesetze vorae chrie-bcne Verfahren eingeleilrl. und wrrdrn demnach alle Personen, a) welche auf Grund eines vor drm Tage der Eröffnung der neuen Grundbuchs-Einla^e erworbenen Rechtes cine Aenderung dcr in derselben enthallenen, die EinrnthumS» oder Vcsi!)vrrl)ällnisse betrrsstnden Eintragungen in Anspruch nehmen, gleichviel, ob die Aenderunc, durch Ab.. In- oder Umschreibung, durch Berichtigung der Bezeichnung der Liegenschaft oder der Zusammenstellung von Grundbuchslörpern ober in anderer Weise erfolgen soll-b) welche schon vor dem Tage der Eröffnung der neuen Grundbuchs'Einlage auf die in derselben eingetragene Liegenschaft oder aus Theile derselben Pfand', Dienstbarleits oder andere znr bücherlichen Eintragung geeignete Rechte erworben haben, soferne diese Rechte als zunl alten Lastenstand gehörig, eingetragen werden sollen, ausgesordert, ihre diessälligen Anmeldungen, und zwar jene, welche sich auf die Belastungsrechtr unter l>) beziehen, in der im ß 12 obigen Gesetzes bezeichneten Weise längstens bis zum letzten März 1890 bei dem l. l. Bezirksgerichte Vurlseld einzubringen, widrigens das Recht auf Geltrndmachnng der anzumeldenden Anfpriiche denjenigen dritten Personen a/genülier verwirkt wäre, welche biicherliche Recht, auf Grundlage der in dieser neuen Grundbuchs-Einlage enthallenen und nicht brstrittenen E'ntragui'qen in gutem Glauben eiwerlien. An der Verpflichtung zur Anmeldung wird dadurch nichts geändert, dass das anzumel dcndr Recht aus einem auher Gebrauch tretenden öffentlichen Vilchr oder aus einer gerichllicheü Elledigung ersichtlich odcr dass ein auf dieses Recht sich beziehendes Einschreiten der Parteien bei Gericht anhängig ist. Eine Niedereinsetzung gegen das Versäumen der Edictal.Frist findet nicht statt- auch ist eine Verlängerung der letzteren für einzelne Parteien unzulässig. ' ' Graz, den 11. December 18^9. Zir Miipi ml Yntawnae fler ZUM. Räuoherpapier von ausnehmend feinem und anhaltendem Geruch 20 Blatter in einem Paket 10 kr. 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