Nr. 64. Dienstag, 20. März 190«. 125. Jahrgang. Laitmcher Zeitung. « ", l,aidM,s,n li Iv. ss»r die ^„slttlü!,!, >»t! Hans nn»zjnl,r!l,s.- sslir llrinc Inserate u>« zu 4 Mien l>(> d, nri)s,srr pcr ^rilr 18 »>; bri «flsrsi, Wn'^rh^MM» prr <^!lr ^ l>. Dir »Laibllchir ^s!>>ü,N' rrlchsii,« läftüch, mi! «niimhmc brr <3o>,li- und Ftirrlagc, Tic «dminiftiotion besinbet s'ch »liiMrkplnh i!>r 2, dir Msdaltio« Tlllmatmgasse Nl, l0, Eprschstüiibni drl Rrdnlüo» lw» « b<« 1l> Uhr vor» n,i!«ane, Ulisraüliiris Briefs wrrdr» »ich! cüinrnommrn, Mnouslriplr »icht zuriiclnestellt. Amtlicher Teil. ., S"ue.k. und k. Apostolische Majestät haben nnt Allerhöchster Entschließung vom 12. Hliärz d. I. oon »nit dem Titel und Charakter eines Senats-Praudenten bekleideten Hofrat des Obersten Ge-nchw- und Kassationshofes Ferdinand Freiherni r/. > 5 o ern i ^ ^„„ Mitgliede ^'., Patentgerichts. N^.'^ ,^ H"s'"^ des Obersten Gerichts- und Vernäczek zum stell, zwa - be d"' ^^"^'^ bes Patentgerichtsl ofes. und ^di^'^^^^^on fimfJahren, aller- Seme k i,„li P ^, ^ ^' ^ ^''' p ^' ^' a '" '' mit Allerhöchst" E^p^olische ^"''"" ^"^'" dem Oberin^VN^V" v ^^"" ^ ^' Franz Pavlin d/n !p"?l"baudienstes m Krain Baizes mit Mchstchti!^^ ^^"'^'"' """ verleihen geruht "' ^" ^' "Uergnädigst zu ___ B l, l a n d t m. p. mit ^chöchster E,!iscB^!^' Majestät haben dem Professor an, d S ^ " '"" "- März d, I. Ai.gust Neme^ek anMttH M"le^n Laibach nen Versetzung in den b!Äb ^ ^'b'" "'bcte^ den Titel eines Schulrates a era ^ .s^ ^"'^" leihen geruht. ""^naoiaI zu ver Den 16. März 19N6 wurde in der l , s.«l erzeussuisse verboten: " '"nend" Preh. 8°n«V"^ ^"' ^""°" (Heft "HI. IX. x. Iah,. Nr. 11 öunkz Viä«,.» vom 10. März 1906 "r. 10 «8!..v!.nlln. vom 9. März 190« Nichtamtlicher Teil. Vatikan. Man schreibt aus 3tom: Alis einer Noihe von bezeichnenden Vorgängen der letzten Zeit ist in t'la-rer Weise zn ert'ennen, das; die gegen alle ^'eform bestrebungen gerichtete Strömung im Vatikan sehr erstarkt ist. Ter Heilige Stuhl arbeitet darauf hin, die katholische ^ieformbelvegung, die sich über den grös;ten Teil Italien» ausbreitet, möglichst einzu dä»unen. Tic fortschrittlichen Elemente des Klerus nnd des Episkopats werden gcmaßregelt und zurückgedrängt. So lunrde in Italien der Vifchof von (5re,uona, Msgr. Vonomelli, obwohl ein persönlicher ivreuud Pius ^., von, Papste öffentlich gerügt, weil er liberale Ideen über die Trennung der Kirche vom Siaate und über die Stellung der Kirche in der modernen (Gesellschaft, geäußert Hal. In Frankreich hat der Papst eine Anzahl von Vi schöfen lvegeir ihrer allzn freisinnigen Ideen anf-gefordert, 'ihre Remission zu geben. In England wurde ein Jesuit, der sich in vielbemerkten Werken bemühte, die Wissenschaft mit dem Glauben in Einklang zu bringen, gezwuugen, aus der Gesell schaft Jesu, aufzutreten. Es tst somit augeuschein lich, dast der Vatikan derzeit darauf ausgeht, die neuen Bestrebungen nach emem freisinnigen Katho lizismus, die sich in einigen Ländern kundgeben, zu unterdrücken. Im Vergleiche zum leiste, der während des Pontifikats Leo XIII. im Vatikan herrschte, hat sich in dieser Beziehung ein sehr starker Umschwung vollzogen. ^ Das neue jranzösischc Kabinett. Man schreibt aus Paris: Der leitende bedanke bei der Zusammensetzung des neuen Ministe rinms war der. alle 3iepubl,kaner, — die Progres-s'steu ausgenommen -^ zu cinelu gciueinschaftlichen Vorgehen' in Anbetracht der nächsten Wahlen zn "uigen. Man taun demnach sagen, das', man sich angesichts des Kabinetts Sarrien-El^menceau-Poin-l,'ar<"- vor einem nenen Versuche der Politik der.tt'on-zeutration nach linko befindet, von derselben Art. wie ihn Waldeck-Nonsseau im Jahre 18M) unternommen hat. Die aggressive Haltung, welche die katholische Partei in einigen Teilen des Landes angenommen hat. machte durch die Besorgnisse, die sie den republikanischen Gruppen einflößte, diese Wiederherstellung eines republikanischen Blocks möglich. In dcm Widerstand«, der Katholiken glaubte man ein politisches Wahlmanöver zn sehen, das von'den Führern der Oppositionsparteien inspiriert, wenn nicht geleitet wird. Die Inveiituraufnalmie in den >tirchen, welche diese Protestbewegung veranlaßte, ist eine rein konservative Maßregel, welche nichts an sich hat, was die eifrigsten Katholiken hätte beunruhigen können, wenn man nicht zu politischen Zwecken den Eharakter der Maßregel entstellt hätte. Diese Kampfdiopositionen der oppositionellen Parteien zn enthüllen nnd zu bekämpfen, ist das Hauptziel des neuen Kabinetts. Darin liegt die Bedeutung der Zugehörigkeit El^menceans als Minister des Innern zn demselben. Alles drängt zur Annahme, daß das nenc Kabinett vor dem Auseinandergehen deo Parlaments, das spätestens in einem Monate erfolgt, nicht gestürzt werden wird. Dieser Monat wird der Erledignng des Budgets gewidmet sein, für welche das Parlament allen Fleiß aufwenden wird. Politische Uebelficht. Laib ach, 17. März. Die „Zeit" erinnert anläßlich der Befürchtungen vor einer dnrch die Wahlrefonn festgelegten slavischen Majorität im Neichsrate daran, daß der slavisch-klerikale Ning nnter Baden, und Thun sich ohnmächtig erwies gegen die deutsche Obstruktion. Und er würde in einem künftigen gleichen Konfliktsfalle ebenso ohnmächtig sein. Das Schlagwort von dem „bitteren Brot der Opposition" hat für die Feuilletons I«!w»l. «»« d» ssr°„z»!„ch« d.z yy^ Ic.l«> mn°n °,mkl..!'V^ l!7!'7'l' ,'?°"w mis dcm Tm, für Tc», N"t« sich °In'w?l."»!"'/ /"" lu- di. AnMcllw, aww„ -,^s ' "°5 bmmmwu. Und für dci, ""N Namc""„"w/'l'' 7'l,, d.s! si. dam.Is nach I«° Vlick zn ihr zu rh bm ".'"' '^ N««««,, d«> z» nreqcn, °",c»m, aus ,^urch!, !l,r NlißfaNm ,°nst^fd»s N«3^''b°rm, >iv?''""?"' n««l,lt, emnn Äesnch in d« ^,, l r' "^?' ^' s!« „och Ianval berührte die Nachricht ivenig. Deiiii su höflich sie zil den anderen war. für ihn hatte sie niemals ein frenndliches ^ort. Sie hatte großen Einfluß auf ihren Vwnn, den der arme Ianval uur beklagen konnte Die^mtipathie Madame Hermingers verriet sich im Tadel des Prinzipals, im Vergessen der Gratifikationen. Zweimal wurde ihm sogar in ihrem Beisein ein Verweis erteilt. Das war. als er nach langen Erwägungen zu dem Ent^ schlusse gekommen war, eine andere Stellung in einer benachbarten Stadt anzunehmen. Der Ehef ließ ihn ins Privatkontor nifen und vor der schö nen Madame Herminger, me stillschweigend, teil-nahmslos dasaß, machte er ihni Vorhaltungen, wie uurichtig eo lväre, seine Stellung aufzugeben und wie undankbar, seine alte Mntter zn verlassen, deren einzige Stiche er sci. Obglcnh er gewiß war, nie seine Sohnespflichten verlcht zu haben, ging er ohne ein Wort der Verteidigung hinaus und gab seinen Plan auf. .^ ^ Als feine Mutter gestorben war. und da er ganz allein auf der Welt war, dachte er daran, sich zu verheiraten. -^ , « Von einem netten, nicht mehr ganz jnngm Mädchen, das er hochschätzte nnd das ihm Vertrauen einflößte, hoffte er, daß es ein wenig Sonne in sein dunkles Leben bringe. Aber ste hatte eine zahlreiche Familie und das Gehalt Ianvals reichte nicht zil ihrer Unterstützung aus So bat er um Gehaltserhohiing. In Gegenwart der schonen Madame Herminger wurden ihm Vorhaltungen gemacht. Man bewies ihm, daß seine Heirat eine Torheit sei und man sein Bestes wolle, wenn man ihm nicht dazu verhalf. Ianval fügte sich und sparte von seinen Einkünften das zur Ehe nötige Geld. Aber es verging zn viel Zeit darüber. Das Mädchen brach mit Ianval lind verheiratete sich mit einem anderen. Er grämte sich so sehr darüber, daß er beschloß, allein über seinen Büchern zn altern. Aber oft, sehr oft, wenn Madame Herminger gelangweilt, nnd müde von den vielen Vergnügungen am Fenster stand nnd den kalten durchdringenden Blick über den engen Hof auf das staubige Fenster schweifen ließ, hinter dem er über seine Bücher geneigt arbeitete, fragte er sich, warum diefe Frau ihn mit ihrem Haß verfolgtes Mißfiel ihr sein Äußeres? Er fand sich nicht schön, er war zu blaß von der vielen eingeatmeien Stubenluft, aber schlank war er und kräftig gewachsen. Wegen seines Wesens? Ja, vielleicht. Diese Fraii verachtete ihn wohl wegen seiner stillen Ergebung in sein elendes Schicksal. Sie fand ihn gewiß feige nnd nmnännlich, ihn. der wohl die Kiaft hatte, feine Träume, sein Sehnen zu ersticken und sich selbst zu bekämpfen, aber nicht den Mui zu romantischen Taten, die bei schönen, stolzen Frauen wie Madame Herminger Bewunderung erregen. Er war in seinen Gedanken versunken, als eine Stimme ihn anrief: „Ianval, Sie möchten zur Gnädigen kommen/ Er fragte erstaunt: „Sie meinen, der Herr wünscht mich zu sprechen?" „Nein. nein, der gnädige Herr ist gar nicht da, er holt den Arzt, ?s steht schlimm mit der gnädigen Frau." Ianval folgte ihr in solcher Verwirrung, daß er weder auf die kleine Treppe, noch die dunklen Gänge achtete, über die er geführt wurde. Die Frau neben ihm öffnete eine Tür nnd er stand in einem großen, dämmerig erleuchteten Zimmer. Er war allein mit Madame Herminaer, ei7l«r ast unkenntlichen Madnnil' ,iininlil'l- niit l','n^<- Laibacher Zeitung Nr. 64. _______________________ 568 2y März I Wtt. Deutschen nur so lange gegolten, als die furchtbarste Waffe im parlamentarischen Kampfe, die Obstruktion, noch nicht erfunden war. Die Stärke und die Stelluug der Deutschösterreichcr hängt — sie haben das ihren Gegnern bewiesen — nicht von cin paar Mandaten mehr oder weniger ab. Die Macht des Deutschtums ist mehr als bloß eine Macht der Ziffer. Die „Österreichische Volkszcitung" schreibt anläßlich der Verlautbarung der ungarischen Negierung, daß an die Ausschreibung von Neuwahlen vorläufig nicht gedacht werde, daß man sich angesichts dieser Erklärung darauf gefaßt machen müsse, daß die ungarische Verfassung nicht so bald ihre Auferstehung feiern werde. So weit habe es die Koalition mit ihrem Verhalten gebracht. Während die Massen darben, stelle:: die Führer der bevorrechteten Schichten militärische Forderungen auf, an deren Durchführung sie selbst nicht glauben, und stürzen den Staat auch in die politische Not. Nicht die Regierung, sondern die Führer sind die Totengräber der alten Verfassung. In einem Interview mit einein Mitarbeiter des „Pester Lloyd" erklärte Freiherr von Banffy, sein Standpunkt in der M i l itä r f ra g e sei fast vollständig identisch mit dem des Grafen Nndrassy. Es sei unbegreiflich, warum er mit solcher Leidenschaftlichkeit angegriffen werde. Die einzelnen Fraktionen der Ittliler Partei könnten sich derzeit nicht vereinigen. Die Fraktion Andrassy sei gegen das allgemeine Etimmrecht und die Fraktion Tisza habe in wirtschaftlicher Hinsicht zu wenig Verständnis für neue Strömungen. Die Neuwahlen würden eiue vollkommen neue Parteibildung ergeben. Er. Banffy, könne die Hoffnung nicht aufgeben, daß die Neuwahlen stattfindet: werden. Diese Wahlen könnten jedoch nicht von der jetzigen Negierung geleitet werden - dies würde eine Katastrophe für den Dualismus bedeuten. Falls Freiherr von Fejervary dennoch die Wahlen leiten würde, so werde jedermann die Prinzipien seiner Partei beiseite lassen und Schulter an Schulter vereint gegen die Negiernng und für die Verfassung kämpfen. Die Nachricht, daß Fürst F erdinand v o n Bulgarien demnächst eine Reise nach dem Auslande untei-nehmen werde, um mit dem König Eduard von Euglaud und dem Fürsten Niko -l a u 5 vou Montenegro zusammentreffen, wird, wie man aus Sophia schreibt, von der „Agence T<^-graphique Vulgäre" als unbegründet erklärt. Den Gerüchten über den geplanten Abschluß eines Bündnisvertrages zwischen England und Spanien wird nach einer Meldung aus Paris in dortigen diplomatischen Kreisen, ganz abgesehen von dem in der spanischen Kammer erfolgten Dementi, jede Glaubwürdigkeit abgesprochen. Pie erwähnte Kombination entbehre icherlich eines Stützpunktes innerhalb der Gestal-tung der engliscl>spanischen Beziehungen, sondern sei lediglich auf die Tatsache der bevorstehenden ehelichen Verbindung zwischen einer Nichte des Königs von England uud dein spanischen Souveräu aufgebaut. Alle Wahrscheinlichkeit spreche nuu dafür, daß diese dynastische Verknüpfung zur Förderung des freundliche!: Verhältnisses zwsichcu den beide»: Staaten beitragen werde; eine Grundlage für die weitgehende Annahme, daß sich daraus eine Allianz entwickeln könne, lasse sich jedoch nicht finden. Wie man aus Paris schreibt, sind nach den in: Ministerium des Innen: angestellten Berechnungen noch nenntc,useno kirchliche Inventur a u f n a h n: e n durchzuführeu, unter welchen für ungefähr, zweihundert besondere Vorkehrungen erforderlich sein dürften. Der Aufstand in Nord-Nigeria scheint völlig unterdrückt zu sein. Nach einer Meldung der „Daily Mail" aus Zuugeru hat die englische Erpedition die Nebellen bei Sokota angegriffen und fast vollständig vernichtet. Die Abteilung ging dann nach Satiru vor, das trotz tapferer Verteidigung nach vorherigen: Bombardement mit dein Bajonett erstürmt wurde. Die Nebellen, die durch die berittene Infanterie verfolgt wurden, haben über .'M) Mann an Toten verloren. Die treugebliebenen Häuptlinge haben an der Unterdrückung deS AufstandeS, die als vollständig gelnnaen zu betrachten ist, tätigen Anteil genommen. Von den englischen Truppen isl Hauptmann Gallagher schwer verwundet worden. Tagesueuigleiteu. — (Durch einen Pfeil getötet.) In Vöcklabruck (Oberöstcrreich) bat diesertage ein kleiner Knabe beim „Inoianerspiel" den Tod gefunden. Mit anderen Knaben war er in den „Krieg" gezogen. Die beiden Feinde, „Stadtbuben" und Schöndorfer, teilweise mit Pfeilbüchsen anZgerüstet, stießen zwischen Vöcklabrnck und Obertalheim zusammen. Mehrere Stadtbnbcn hatten sich auf einem Nanme wie auf einer Festung zur Wehre gesetzt und wurden vom Feinde mit Pfeilen beschossen. Plötzlich stieg der elfjährige Karl Koglcr vom Vanme herunter, ging noch eine Böschung hinan nnd^blieb dann liegen: er seufzte, verlangte nach Wasser m:o kam nicht mehr von der Stelle. Seine Mutter, die verständigt worden war, eilte herbei, aber noch ehe sic anlangt?, war der Knabe verschieden. Tic Untersuchung ergab, daß er von einem spitzn Pfeile in die Herzgegend getroffen war, Es fanden sich bei den Knaben auch Pfeile mit Nagel° spitzen vor. - (Heroische Ärzte.) Ans London wird gemeldet: Während an der chirurgischen Klinik in Niodeford sTtaat Maine,) eine Operation an einer Frau im (hange war, brach in den oberhalb dös Ope- rationssaales befindlichen Räumlichkeiten des Spitals ein Vrcind ans, welcher schließlich den größeren Teil oco Gebäudes einäscherte. Trotz der drohende» Fnwrs' gefahr hielten aber öie Ärzte mit de,r Operation nicht inue, sondern sichren sie kaltblütig zu Ende, während die Feuerwehr außerhalb des Spitals jede verfügbare Spritze gegen das brennende (Gebäude richtete. Die Ärzte, schlitzten sich mit Ne.ienschirn:en gegen das Wasser, welches durch den Plafond auf sie herabrieselte. Erst als die Operation glücklich vollendet und die Patientin in Sicherheit gebracht worden war, ver> ließen auch die Arzt? das brennende Spital. ^ lD i e H n n g e r s n o t in Iapan.) Die Not in Japan ist nach detaillierten Berichten englischer Korrespondenten größer als bisher bekannt wnroe. In der Provinz Mijagi ergab die Neisei'nte eine Einnahme, die um 1K Millionen Yen geringer war als in Dnrchschnittsjahren. Ein Korrespondent der „Daily News" konstatierte, daß die Leute in dieser Provinz, nm ihren Hunger zu stillen, Blätter, Manzeimmr-zeln, Eicheln und gekochtes Stroh dem Neid beimischen. Die Speise soll öe:n Geschmack und dem Geruch nach abstoßend sein. Das Schlimmste war, daß sich die Mißernte absolut nicht voraussehen ließ. Die Felder schienen in gesunder Verfassung zu fein, und man machte erst bei der Ernte die Entdeckung, daß die Ähren keine Körner enthielten nno vertrocknet waren. Die Er< zählnngen der Missionäre in den Hnn.iersnotoistrikten sind herzzerreißend. Die Missionäre, tun ihr Bestes, um die Not zu mildern. Alle Ausländer in Japan beteiligen sich in der freigebigsten Weise an dein HilfZ-fonos. Das japanische Kaiserpaar hat M.sM) 3)en beigesteuert. ^ (Gegen das Taschentuch.) In New-York ist gegenwärtig eine leidenschaftliche Campagne gegen das Taschentuch im Zuge, das von einigen Modeärzten und ihren Adepten in den Zeitungen und in Versammlnngen un't den schwersten Vorwiirfen belegt wird. Das bisher für harmlos gehaltene Schnupf-tuch wird erbarmungslos als eined der gefährlichsten Verbreitunasmittel der verschiedenartigsten Krnn^ heiten entlarvt nnd für den bedenklichsten Träger von Infektionsstuffen erklärt. Ein medizinisches Blatt er-öffnete die seither in allen Schichten der Gesellschaft geführte lebhafte Kontroverse durch den Hinweis dar-auf, daß das in der Tiefe der Tasche getragene Tuch cin wahrer Seuchenherd sei, indem es nicht bloß der Aufbewahrung von ungezählten Bakterienmengen diene, sondern auch durch seine Durchwärinung ?c. du Vermehrung der schädlichen Keime wesentlich erhöhe. Tnberkelbazillen und Inflnenzaerreger sind die gefährlichsten Inwohner sehr vieler Taschentücher und die von ihnen hervorgerufene Verbrciwngsgefabr wird von dcn Rufern im Streite wider das alte Ta-schontuch besonders nachdrücklich betont. Es hoben sich infolge dieses Feldzuges anch schon Vereine gebil dct, deren Mitalieder den Gebrauch dieses irttiimlich fallenen Wangen, ficberisch glänzenden Augen und blassen Lippen. 1^'och immer schön, doch von einer Schönheit, die Mitleid einflößte. Und sie sagte langsam mit mühsam mit verhaltener Stämme: „Ich werde sterben, Ianval, und ich will Sie um Vergebung bitten für das Unrecht, das ich Ihnen zugefügt. Ich war so hart und schlecht zu Ihnen. Wein: Sie nicht vorwärts gekommen sind, so war das meine Schuld, wenn man Sie nicht reisen ließ, so war ich eS, wenn man Ihnen Zulage verweigerte, so war ich es. Ich habe Ihr Leben vergiftet. Dreißig Jahre lang habe ich Sie hier gefangen gehalten, um jeden Morgen beim Anf-steben Ihr gutes Gesicht hinter, dem Fenster zu sehen. Und warum habe ich das getan? Ianval, ich habe Sie geliebt, vom ersten Augenblick, da ich Sie sah, und immer eifersüchtiger, immer leidenschaftlicher, mit meiner ganzen Seele voll Hochmut und Egoismus." Sie stammelte das Geständnis hervor, jeder Nerv bebte an ihr. Dann fiel sie kraftlos zurück und flehte: „Vergibst du mir?" „Ja!" gab Ianval tonlos zur Antwort. Ohne Zögern sagte er das, damit sie keinen Augenblick durch ihn leide, diese Fran, die sein Leben zerstört batte. Ein Klopfen rüttelte ihn auf. Ihr Gatte trat mit dem Arzte cin. Er zog sich bescheiden zurück und hörte noch, wie der, Gatte beim Anblick der Sterbenden sagte: „Jede Aufregung wurde ihr erspart, doch sie muß einen tiefen Kummer haben." lind zum erstenmal im Leben fühlte Ianval in: Gedanken an die schölte Frau. die um ihn gelitten hatte, cin leidenschaftliches Verlangen nach Liebe. Harte Menschen. Roman von Alexander Nömer. (41. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten.) Vater Pusecker drückte Lieschen in ihre Sofaecke zurück. „Vlcib ruhig, mische dich in nichts, ich will mit dcn Leuten reden." Er trat hinaus, seine breite, plebejische Gestalt mit den festen Zügen, seine ungeschminkte, derbe Art schaffte, sich Gehör. Hier wären jetzt bereüs die Siegel des Gerichts angelegt, die Leute sollten Geduld hab?n, es würde alles geordnet werden. Sein Schwiegersohn wäre kein Mörder und auch kein Betrüger, der Irrtun: müsse sich bald aufkläre,:. „Habt ein Einsehen, Leute, stürmt nicht ein Hans, in dem das Unglück sich aufgepflanzt hat, ich hafw euch mit allem, was ich habe, einstweilen für Eure Forderungen, seid vernünftig und rämnt hier das Feld." Eiu Schutzmann zwängte sich durch oio Massen. Sie wichen, schon halb beruhigt. „Das Gesetz hat hier seine Siegel angelegt, hier gibt's jetzt nichts zu suchen und zu holen." 'Ill kurzer Zeit war«: Flnv uud Haus gesäubert. Oben an: Feilster hatte die alte Frau Eckhoff Westanden nnd den: Tumult zugeschaut. Lieschen trat zu ihr, nachdem ihr Vater gegangen war. Sie hatte es abgeschlagen, Zuflucht bei ihm im Elternhause zu suckln, hier war j^tzt ihr Platz, hier wollte üe blei ben, auch die alte Frau hier oben nicht verlassen. Ihr Vater billigte in, Grunde ihren Entschluß. Frau Eckhoff überließ sich lauten Ausbrüchcn, die in Krämpfe ausarteten. Tie Verhaftung ihres Soh-neö schien ihren Verstand zu verwirren: dieser Auflauf da unten, sie stürmten noch das Haus, sie raub» ten sie aus, sie plünderten. Als Lieschen eintrat, redete sie wic eine Irre. „Laß mich, willst du mich etwa anch beobachten, mich auch einsperren lassen? Es ist ein Komplott — aber sic kriegen nicht ihren Willen, es kommt anders — ganz anders." Lieschen kam zn der traurigen Erkenntnis, daß sie die Schwiegermutter einstuieilen sich selber überlassen müsse. Sie schien wirklich krank zu sein. Nach einigen Tagen erschien Ilse Morbach bei Lieschen. Sie war sehr herzlich nno sprach ihren festen Glanben an die Unschnld des Angeklagteil aus. Sie brachte daunt der gebrochenen jungen Frau wirklich einen Trost. Lieochen gab sich offen und vertraulich. Sie hatte gewünscht, ihren Mann in der Unter« suchnngshaft sehen zu dürfen, ihr Gesuch war abge» schlagen worden. Auch eine Freilassung gegen Kaution war verweigert. „Wie es mit unserer Vermögenslage steht, dar» über weiß ich gar nichts", sagte sie, „mein Vater furch-tet, daß sie sehr ungünstig ist, Meiue Schwiegermutter könnte da sicher Auskunft geben, aber mit ihr ist gar nicht zu reden." „Sie müßte dir doch jetzt zur S"ite stehen", sagte Ilse entmistet. „Das furchtbare Unglück hat ihr den Kopf vor» wirrt", nieinte, Lieschen. „Sie ist freilich mißer Vett wieder, ist sogar schon ein paarmal ausgegangen, ob-gleich sie sich noch immer für krank erklärt. Sie r^det viel verworrenes Zeu^, von einem Menschen, den sie kennen und finden will, der nach unseren: armen Hans an dem Unglückstage bei dem Ermordeten ge Wesen und ihn erschossen hat, nach ihrer Meinnug, Ja, wenn ihr das gelänge, del« zu finden. Aber sie wirft die Vorgänge und Zeiten durcheinander, :ncm kann auf ihre Neden gar nichts geben. So wiederholt sie, daß sie an: Tage des Mordes ihre Zimmer nicht verlassen habe, und ich habe sie selbst ausgehen gesehen, so gegen "i Uhr, ich weiß es ganz genau. Ich under-spreche ihr aber nicht, es ist ja ganz gleichgültig." Ilse hörte sehr gespannt zu. Lieschens in miidom, apathischem Ton vorgebrachte Neden schielten ihr be« sonoero interessant zu sei»:, (Fortsetzung folgt.) Zeitung Nr. «4. _________________ 5«9_________________________________________________20. März 1906. für ein Kulturmittel gehaltenen Kleidungsstuckes feierlich abgeschworen haben. Die dringliche Fwge, wodurch das verpönte Taschentuchers^t lverden solle, wurde von einon, findigen >lopfe bereits gelöst: dnrch oie Vorlage von Papiertaschentiicheru, von denen jedes nach einnialigeni Gebrauche weggeworfen wird. Des Morgens steckt j.'der der Anti-Tascheutuchliga Angehörige einige Dntzend d<>r in China in Gebrauch stehenden buntgemusterten Teidenpapier-Qnadrate zu sich und wirft sie im Lanse des Tages nach Maßgabe seines Bedarfes stückweise fort. — Der Umstand, das; die Kampagne in Amerika spielt, läßt die, Vermntnng nicht ungerechtfertigt erscheinen, ob nicht das Taschen-tuch entthront wird, nni den Fabrikaten eines smarten Seidenpapier-Erzengers den Weg zur Million zn bahnen. — (E i n D r a in a zu r Na ssen fr a g e.) Ein jüugst in inehreren Städten der Vereinigten Ctaa-k'n aufgeführtes Drama bringt die Nassenfrage in ihrer ganzen Heftigkeit auf die» Vühne und hat auf der ciuen Seite Zorn und Aufregnng, auf dei' anderen lebhaftesten Protest erregt. Wie wir der „La Revue" entnehmen, hat Reverend Thomas Diron i7i dem Drama „The Clansman" die schwierige, ja traurige Situation der Neger des südlichen Nordamerikas während der Periode Zeigen wollen, in der sich der unterlegene Siid^n von den Folgen des Bürgerkrieges erholte. Silas Lynch, ein Mnlatte, der die hohe Stellung eines stellvertretenden Gouverneurs von Süd-Karolina inn? hat, ist ein Verräter. Der ihm gegen-überstehende Held des Stückes gehört dein Ku-Klur-Clan an, jener amerikanischen Gchcimgesellschaft, die zum Zweck hat, durch mysteriöse und erschreckende Mittel die Neger vom Stimmrechte abzuhalten, sie ohne Schulen zu lassen, knrz sie in der Unterwürfigkeit und Abhängigkeit der Weißen zn halten. In dem Drama Dirons gilt als die wirkungsvollste Szene, wie die Mitglieder des Kn-Klnr-Elnns, moderne Malteserrittcr in weißen Gewand und Mantel mit rotein Kreuz auf der Brust, mit Helm aus dein Hanpt und Schleier vor dein Gesicht, einen Neger ans echt am 'rikanische Weise ^ hypnotisieren, daß er ein Verbrechen gesteht. Die Leidenschaften sind dnrch das Stück nicht minder aufgerührt worden wie seinerzeit durch „Onkel Tonis Hütte", nur in umgekehrter Weif? ist nicht Mitleid, sondern Haß gesäet worden, so daß man die Farbigen auf die für sie reservierten Thcaterplätze nicht zulassen durfte. — (Eine Reform in der Aussprache des Englischen.) Aus Newyork meldet man: Mister Andrew Carnegie hat sich bereit, erklärt, sämtlich .Kosten für eine national? Reformbew?gnng in der Aussprache der englifchen Sprache zn tragen. Viele distinguierte Amerikaner unterstützen das Projekt, , welches darauf hinzielt, das Englisch? zur Weltsprache der Zukunft zu macheu. Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Kulturarbeiten. Von Michel Angelo Freiherrn v. ZoiS. (Fortsetzung.) Ehe ich mich mm an die Besprechung der Alter« tümer mach?, seien mir noch einige Worte gegönnt, die ich nicht ungesprochen lassen kann. Es werden sich ganz gewiß Leute finden, die von einem höheren Standpunkte aus meinen werden: Ja — tadeln ist leicht, besser inachen schwor. Setzt nur einmal den so neunmal klugen Mann hin, und seht, ttxls er richten wird! Besser, machen ist in dem vorliegenden Fall? wirlich eine Kleinigkeit. Es genügte ja, alle die Gegenstände, die nicht in em Kramer Museum gehören, wie di? Schiffe die griechischen Vasen, die Waffen wilder Völker^ die ägyptischen Antiquitäten usw. aus den eigentlichen Sammlnngen zu emoviereu und in einer eigenen Ab-teilnng zu vereinigen. Für diese aber könnte ungemein leicht Platz geschaffen werden, wenn man sich entschließen würde, Näume heranzuziehen, die jetzt entweder gar nicht oder nicht, genügend ausgenützt sind. Schon in den jetzt benutzten Sälen ließe sich manches ändern - so könnte man die beiden Zimmer, in denen jetzt die Druckwerke sowie die pompejanischen Wandgemälde ausgestellt sind. in Verwendung neh-inen. Da dies? beiden Gelasse zur ständigen Ausnahme der erwähnten auszuscheidenden Stück nicht ausreichen, dürfte es sich empfehlen, letztere für gewöhnlich m den Depots zn halten nnd sie unr perio mm, m diesen Zimmern dem allgemeinen Vesnche znganglich zu machen. Dnrch einen derartigen Vorgang würde viel Plah re, worden, welcher der rasch anwachsenden archäologischen Sannnlung zugute käme. Doch wäre auch das unr em Notbehelf, denn fchon jetzt läßt es sich nnt ^icherheit sagen, daß der Tag nicht zn ferne ist an dein das Museum, selbst wenn man ^ie Gang^ die eine Naturalwohnung und die derzeit anders be» legten Säle zur Aufstellung der Sammlungen heranzöge, für die Schätze zu klein sein wird. Da eine banliche Erweiterung des Objektes nicht angängig ist, wird man an einen Neubau, bezw. eine Trennung oer Sammlungen denken müssen. Die oben erwähnte Ausscheidung mancher Gegenstände, die gar nicht oder nur auf Umwegen in ein Kraincr Mnseum gehören, wäre der eine Schritt zur Reorganisation. Der zweite wäre der, den Gedanken, deu schon Dilnitz im Jahre 1885 ausgesprochen, zu venuirklichen, nämlich das Musenm zur Pflege der Landestnnde heranzuziehen nnd auf eine Zusammen fassung nnd Ergänzung der Sammlungen in diesem Sinne hinzuarbeiten. Manches ist ja schon vorhanden und man branchte es nur znsammenzufassen, nm eine höchst interessante nnd lehri-eiche Sammlnng zur Verfügung zn haben. Die Mineralien, die Vögel, die Insekten, Muscheln usw. Krams vereint würden den einen Teil bilden- d?r andere aber müßte historisch bei den Pfahlbaufnnden beginnen, um bis in die Gegenwart hineinzureichen. Letzteres aus einem ganz bestimmten Grnnde. Jedermann, der auf der Such? nach Antiquitäten mit der Bevölkerung in Berühruug kam, weiß ein Liedchcn davon zu singen, wie wenig „Zeitsinn", möchte ich's nennen, in manchen Schichten herrscht. Was älter ist, als das Gedächtnis der Großcltern reicht, wird alle» in einen Topf geworfen. Die Römer, die Türken, die Franzosen folgen iu der Vorstellung dieser Leute rasch hintereinander uno werden gar nicht auseinander gehalten. Eine Münze Miser Josefs ist „Itlillttki lo'u^'lli-", ein napoleonischer Säbel stammt ans der Tünkenzeit, römische Waffen, die hie und da gcfnnden wurden und die in die Hochöfen wanderten wurden als türkisch ana«sprocl>en usw. Dies hätte weiter nicht, viel anf sich, wenn eben dadurch nicht die Gefahr bestünde, daß archäologisch interessante Stücke dnrch eine solche Zeitbestimmung in das Rameisen tommen. den bindern zum Spiele überlassen würden usw., während sie sonst erhalten geblieben wären So weiß ich, daß bei Otot eine größere Anzahl rö' Mischer Waffen - der Beschreibung nach Pil,> und Schwerter — als Spuren derFranzosen betrachtet wur. den und in den Mariiniofen nach Aßlinq tam'n' elxnso fand ich einmal die Spur eines römischen Lei ines, die mir aber dann gänzlich verloren gina M^.-' scheinlich faud der ein ähnliches Ende Am derartige,, Vorfällen vorzubeu imi i„i".^ -großes Gewicht darauf gelegt gen voii der Gegenwart bis in die weiteste Veraa a.n heit möglichst lückenlos zu gestalten. Hiebei wfre ' f die Follloristik gebührendes Gewicht zu l'a"n ^. sich oft Gegenstände, die für znr Aufstellung in eine Sammlung nicht ian-'n' wu? zum Beispiel Türeinfassungen, große geschnitzte Truhen usw., so müßte eine Sammlung von Photo-graphien angelegt werden, die eigentlich auch schon längst bestehen sollte. Um si? allgemein zugänglich ^n machen, würde es sich empfehlen, eine Einrichtung die ich im Vln^ 5lonvi-<>lni in Paris kennen lernte einzuführen. Dort fiud nämlich die Handzeichnungen des Meisters in - andyrs kann man's nicht nennen ^ senkrecht stehenden Büchern untergebracht, deren Seiten an; Holzrahmen bestehen, in denen die unter Glasplatten geborgnien Skizzen etna.efü^t sind Mm rückt sich den Stnhl vor einen solche ,^s^„ „„5 blättert nun iu diesem, betrachtet die Bilder taun sie kopieren, usw., ohne daß der geringst? Schaden entstehen könnte. Anch wär'.'n Modelle der Vauernhäuser in deu verschiedene!, Gegenden Krains anzuschaffen und auf die Ethnographie mehr Gewicht zu legen, als es bis nun geschah. (Fortsetzung folgt.) - (Die Konsekration des neuen Fürst erzbisch ofes von Görz) Die auf den 25. d. anberaumte Konsekration des Fürsterzbischofes Dr. Franz S e d e j in Görz wird der Hofburgpfarrcr Bischof Dr. Laurenz Malier vornehmen, wobei ihm der Fürstbischof von üaibach Dr. Anton V. Iegli'5 und der Vifchof von Triest°Capodistria Dr. Frauz Nagl assistieren werden. ^ (Militärisches.) Transferiert wird: der Rittmeister I. Klasse August Freiherr von Per c i ra» Arustein, übcrkomplett im LandNx>hr-nlanenregiment Nr. 4, in den Präsenzstand des Land Nehnllanenregim?nts Nr. 5. — Ernannt wird zum Assistenzarzt im nichtaktiven Stande der Assistenz arzt-Stellvertveter, Doktor d?r gesamten Heilknnde Mrl S 0 m ni e r des Landwehrinfanteriercginients Klagenftlrt Nr. 4. Klagenfurt Nr. "l. - In den Ruhestand wird über-ncnnnen der Militäroberintendnnt ?rster K'lasse Anton Knmmer, Intendanzchef des :^. Korps, nach dem Ergebnis der auf fein Ansuchen erfolgten Superarbi trierung als invalid, auch zu jedem Landsturmdienstl' ungeeignet, bei welchem Anlasse ihm der Titel und Charakter eines Generalintendanten mit Nachsicht der Tare verliehen wnrde. (Domizil Graz.) — Transferiert wurden: der Militäroberintendant erster Klasse Friedrich T u m a n n, Intendanzchef des 6. Korps in gleiclx'r Eigenschaft zum ?,. Korps, der Leutnant in d?r Reserve Johann Wurm von, Feld-jägerbataillon Nr. 1l> zu jenem Nr. 7 (dient präsent). - Ernannt wnrden zu an« läßlich der Ableistung der ztveiten Hälfu des Präsenz, dienste? die Einjahrig-Freiwilligen Mediziner, Doktoren der gesamten Heilkunde Gabriel Ho^cbar des Infanterieregiments Nr. 27 beim Garnisonsspital Nr. ^ in Wien, Friedrich Fall des Infanteriercgi. ments Nr. ? beim Garnisonsspital Nr. 7 in Graz, Lodislaus N u, ö a r rekte Wutscherd?s Infanterie, regmients Nr. 27 beim Garnisonsspital Nr. 8 in Laibach, Anton M i l 0 h n i <5 des .'i. Regilnents der Tiroler Kaiserjäger beim Garnisonsspital Nr. 9 in Tricst. — In die Reserve wird übersetzt mit 1. April der Leutnant Emil Volpich detz InfanteriereZi. mouts Nr. 97. (Aufenthaltsort Triest.) — (Aus dem Ger ichtssaalc.) Samstag abends wurde beim hk'figen k. k. Bezirksgerichte die Verhandlung in oer bekannten Ehrenbelcidigungs-klage des Bürgermeisters Hribar und deZ Aovo-saten Dr. I. M. Hribar gegen Gemeindernt Pro» sen c fortgesetzt. Zur Verhandlung, die um halb 0 Uhr begann, hatte sich abermals ?in zahlreiches Pu» blikum emgefundeu. l'iber Antrag des klägerifchen Anwaltes Dr. Triller wurde zunächst Gemeinde, rat Dr. Tavöarals Zeuge einvernoniinen, der den Vorgang in der gem?inderätlichen Klnbsitzung vom 15. Februar belenchtete. Zeug? deponiert, er hab^ schon etlva einen Monat vor dieser Klubsitznng von seineni Koiizipienten Dr. K. Vodu«et gchört, daß Prosenc sich mit der Absicht trage, gegen Nürgermei' stcr Hribar die Anzeige w?gen falscher Zeugenaussage in d?r Angelegenheit der Eheleutc Grebenc zu er» statten, uud zu dies ein Zwecke Veiveismaterial sammle. Wenig? Tage vor der Klubsitznng erschien eine dies» bezügliche Notiz im „Slovenes". Es sei daher erklär» lich, daß Zeuge, der mit den gegnerischen Parteien befreundet fei, dem Vorgange in der erwähnten Klub. fitznng mit Aufregung folgte. Prosenc vertrat den Standpunkt, daß er seine Beschuldigung auch mit Beweisen zu erhärten in der Lage sei. Zeuge gewann del, Eindrnck, daß Prosenc den Bürgermeister wirklich ili eine fatale Situation zu bringen vermöchte und dies um so mehr, als er beim Verlassen des Saales erklärte „Nun feid Ihr für die Folgen verantwort, lich." Anf eine Frage des Verteidigers Dr. Eg er, ol Prosene nicht betont habe, daß Bürgermeister Hri» bar, nnr iu einem Irrtum besangen, unrichtig aus-gesagt habe, erklärte Dr. Tav<'ar schließlich, er habe diesen Eindruck nicht gehabt. - Mit Rücksicht dar. auf, daß vom Angeklagten im Lause der Verhandlung seine Auseinandersetzung mit dem Konzipienten Dok« tor Leskovar in der Kanzl?i des Advokaten Dr. B. Voduüek als vertraulich bezeichnet worden ist, wurde Dr. Leskovar diesbezüglich nochmals einvernom» m.n. Er erklärte entschieden, daß die Unterredung nicht als vertraulich angesehen werden könne, da er ja über sie seinein Chef Dr, üusterkis- referieren mußte. — Es folgte, fodann die Einvernchmung d.Z Klägers Bürgernleister Hri ban Dk'scr beluchtete zunächst sein Verhältnis zu Prosenc als Miteigen- ' tümer des im Jahre 1902 nm den Betrag von 250.s,X)0 Kronen käuflich erworbenen landtnflichen Gutes Nat» sclxich und Scharsenberg. Dem Übereinkommen gemäß sollten beide Teile am Gewinne, respektive an, ?ven« wellen Verluste zu gleichen Teilen partiziPieren. Mit der Parzellirrung des Gutes und den. Verkaufe ein« zelner Parz?llen wnrde Prosenc betraut, doch mußten dem Übereinkommen gemäß für jeden Verkauf beide Miteigentümer ihre Zustimmung geben. Durch den Gntsverwalter Zupanz sei Zeuge brieflich benachrichtigt worden, daß Gastwirt Franz Greb?nc aus Trifail einige Parzellen zn kanfen geneigt seil er halv des« halb dem Verwalter die nötigen Weisungen gegeben und Prosenc hicvon mit dem Beifügen vl^ständigt, daß der Verkauf b'ereils v^abredet sei und Prosenc sich deshalb nach Nntschach begeben möge, um den Kaufvertrag mit Grebenc abzuschließen. Ob Zeuge mit Grebenc früher perfönlich verkehrt habe, könne cr fich nicht entsinnen, doch sei dies wenig wahrscheinlich. El-st später habe Zeuge erfahren, daß Prosenc anläßlich deH AbfchlusseZ des Kaufvertranes Grebenc die Vemiittluug eines Darlehens zugesagt habe. Bürger' meifter Hribar erklärte schließlich, daß er durch die von Proienc in Umlauf gesetzten Gerüchte genötigt gewefen s?i, zur Wahrung seiner Ehre den Klageweg zn betreten. Auf die Ansrag? des Nichters ob Kläger bereit wäre, sich mit dem Geklagten auszugleichen, wenn dieser ihm eine Ehrenerklärung ausstelle, er» klärte Bürgermeister Hribar, daß er absolut nicht in der Lage sei, von de-r Nlnn^ !''"""'s» " ^<' << ^,ra. Laibacher Zeitung Nr. 64. ________________________________''70 __________ 20. März 1906. phisch einberufene Zeuge Franz Grebenc ist zur Verhandlung lucht erschienen, toeshalb Anwalt Doktor Triller den Antrag stellte, von der Einver» uahmc dieses Zeugen abzusehen und den Prozeß nicht loeiter zu verschleppen, welchem Antrage sich auch Tok-tor I. M. Hribar anschloß. Verteidiger Dr. Eger protestierte gegen diesen Antrag und erklärte, das; er auf die Einvernehmung dieses Hauptzeugen unter keinen Umständen verzichten könne. Der Angeklagte Prosenc erklärte, Bürgermeister Hribar habe ihm vor seiner Abreise nach Ratschach behufs Abschluß des Kaufvertrages mit Grcbenc die Eiinvilligung gegeben, dem Käufer in betreff Beschaffung des Kaufschillings an die Hand zu gehen. Im übrigen bestand auch dei Angeklagte darauf, daß Grebenc als Zeuge einvernommen werde. Der Richter. Gcrichtssekretär 2 e b r ^, entschied sich für die Einvernehmung des Grebenc und vertagte zu diesem Behufe die Verhandlnng. Der Abschluß der V^rliandlnna dürfte Freitag, den 23, d. erfolgen. — (L o t a l 0 a, h li N c u m arttl - Krain -bürg.) Wie der „Gorenjec" von angeblich verläßlicher Seite erfährt, wird der Bau der Lokalbahn Neumarktl-Krainburg noch heuer in Angriff genommen werden. Die Bauarbeitcn sollen im kommenden Moimte zur Ausführung gelangen und dann im Monate Juni mir dem Bau selbst begonnen weiden. Zum Bauleiter ist Herr Robert Schindle r, Van-Obertommissär im Eisenbahnministerium, designiert. Bei diesem Anlasse soll auch der Bahnhof in Krain bürg, der schon jetzt den Verkehrsanforderungen nicht mehr entspricht, bcdentend vergrößert und entsprechend umgestaltet werden, — (V e r m e h r u n g der Arbeit e r h äuser -Kolonie.) Der Verein zur Herstellung von Ar» beiterwohnungen in Laibach hat am verflossene Samstag beschlossen, die bereits bestehenden sieben Arbeiterhäuser in Beiigrad um zwei weitere Arbeiterwohnhäuser zu vermehrcu. Sie sollen noch im Henrigen Herbste unter Dach gebracht werden. — Näheres folgt. — (Leichenbegängnis.) Am verflossenen Samstag um 3 Uhr nachmittags fand das Leichenbegängnis des verstorbenen HauptmanneZ erster Klasse Franz A astclic des Ruhestandes vom hiesigen Garmsonsspitale aus statt. Zur Leichenfeierlich keit sollte der Kondnkt vom 1./17. Infanteriebataillon und die Musik des Inf.-Reg. Nr. 27 ausrücken, die Verstellung unterblieb jedoch, weil dor Verblichene d,e Beistellung des militärischen Konduktes abgelehnt hatte. Dem Verstorbenen erwiesen die letzte Ehre: Brigadier Generalmajor Teibt, die Oberste P a u r und K riiwanek. die Oberstleutnante Vriry und Lutschounig, die Majore Rupp recht und L n ^ tanowits ch, dann zahlreiche Oberoffiziere und Vlilitärbeamte der hiesigen Garnison. — (Vortrag über die Ehereform.) Am verflossenen Samstag abends hielt im großen Saale des „Mestni Dom" Herr Dr. Novak einen Vortrag über die Ehereform, hauptsächlich, wie er betonte, aus dem Grunde, um die irrigen Ansichten zu widerlegen, die darüber laut geworden waren und die auch kürz» lich zu einer Protestversammlung der christlichen Frauen im Hotel „Union" geführt hatten. Der Vortragende erörterte die Hauptprinzipien der geplanten Reform des Eherechtes, das gegenwärtig fast hnndert Jahre alt sei und, weil seinerzeit den verschiedensten konfessionellen Anschauungen angepaßt, einer Reform jedenfalls bedürftig sei. Es handle sich in erster Reihe darum, ein für alle Staatsbürger ohne Unterschied der Konfession gültiges, einheitliches Ehegesetz zn schaffen, wodnrch das Recht der Kirche, in ihrem Sinne das Eheracht zu ordnen, nicht berührt werde. Redner bezeichnete es als eine Unwahrheit, wenn man behaupte, daß dadurch das religiöse Leben untergraben werden wolle. Dieses erstgenannte Prinzip führe naturgemäß zur Beseitigung der Eliehindernisse: das dritte liege in der Trennbarkeit der Ehe in der Rich» tung, daß geschiedene Ehelcute wieder heiraten können. In der Erläuterung der twei Grundsähe führte Herr Dr. Novak aus, daß der erste freilich ein fakultatives Zivilchegesetz nach sich ziehe, allein infolge dieses wäre die kirchliche Trauung nock lange nicht ausgeschlossen. Es sei einfach unwabr, daß die Zivilehe gewissermaßen die wilde Ehe, die freie Liebe sanktic>-nieren würde. Ein für alle Staatsbürger gültiges Ehegcsch sei fast in allen Staaten (mit Ansnahme von Österreich, Italien, Spanien und Portugal) eingeführt, nmn könne über nicht behaupten, daß infolgedessen die Moral daselbst gesunken wäre. — Eingehend beschäftigte sichHerr Dr. Novak mit dem dritten Prinzipe, der Trennbarkeit der Ehe. Es stehe nicht zu befürchten, daß dw Scheidung einfach zu einem Sport ausartei, würde: im Gegenteile, die Ehetrennung sei eine unangenehme, langwierige Procedur nnd vom Gesetze werden streng alle Umstände und Gründe vorgesehen warden, unter denen sie überhanpt werde erfolgen tonnen. Wem die Religion die Scheidung verbietet, oer werde sie eben nach wie voa,- nicht anstreben. — Nach einer allgemeinen Aufzählung der-Bestimmungen, betreffend die Ehescheidung, die in den verschiedenen Staaten bestehen, schloß Herr Dr. Novak seine einstündigen Ausfühvungen, die von der Zuhörerschaft mit lebhaftem Beifalle aufgenommen wurden. — (Unterhaltungsabend.) Die Laiba. cher (,'italnica beschloß die Reihe ihrer Unterhaltungs-abeude mit einer am vergangenen Samstag im großen Saale des „Narooni Toni" erfolgten Veranstal« tung, deren Programm sich an) Tolovorträgen, Mn-siknummern, einer Serie von Marmopgruppen und einem Tanzvergnügen zusammensetzte. Als Solist erzielte Herr Koziua durch den Vortrag von zwei Liedern lebhafte Anerkennung; das gleiche war bei Frau Ferjanöi <: und Fräulein Svetet der Fall, die das komische Duett „Ein Dienstmädchen oes zwanzigsten Jahrhunderts" geschmackvoll znr Geltung brachten. Große Heiterkeit entfesselte der Catewalt, den ein, Negerpaar vortanzte: er mußte wiederholt werden. Den durchwegs schön arrangierten Marmor-grnppen wnrde die ihnen gebührende Bewnnocrung zuteil. - Der Abend brachte alles in allein ein sehens-nnd hörenswertes Programm und hätte aus diesem Grnnde sicherlich einen weit besseren Besuch verdient. — (Familienabend.) Wie man uns mitteilt, findet Samstag, den 2^. d. M. im Kasino-Glassalon ein Familienabend der hiesigen evangelischen Gemeinde statt. Es wird Herr Pfarrer Doktor Hegemann über Gustav Adolf sprechen : hieran schließen sich Lichtbildervorführungen. Anfang 8 Uhr abends. — (De r Zweigverci n Krain des ö st e r ° reichischen Hilfsvereines für Lungen, kranke) hält hente um 5 Uhr nachmittags im Gemeinderatssaale eine a n ß c r o rd e n t li che G e -neralversa m m lung ab, auf deren Tagesordnung die Wahl eines Ausschußmitgliedes an Stelle des verstorbenen Herrn Dr. Adolf Schaffer steht. Sofort nach der Generalversammlung findet eine A u sschu ßs i tzu u g statt, deren Tagesordnung unter anderem die Wahl des Präsidenten sowie'die Beschlußfassung über die sofort einzuleitende praktische Abwehrtätigkcit umfaßt. * (R auch fa n g f eu e r.) Sonntag vormittags entstand im Nauchfangc des Hauses der Johanna Dimic in der Cegnargasse ein Feuer, das aber durch das energische Eingreifen der Hausbewohner sehr bald gelöscht wurde. Die hcrbeigecilte, Feuerwehr» und Rettungsgesellschaft trat nicht in Aktion. ' (M a g az i n Z f c u e r.) Samstag entstand in dem Mehlmagazin des Herrn Mühlenbesitzers Vin-zenz Majdi? aus Krainbuxg, Vegagasse Nr. s!, ein Feuer, das 11) Mehlsäcke vernichtete. Außerdem wur< den infolge des Rauches zwei Waggons Mehl verdorben, endlich in dem neben dem Magazin gelegenen Kontor des Herrn Kham als Vertreters der Firma Majdiö größere Tpezereiwarenvorräte vernichtet. Do,r Gesamtschadeu dürfte iiber 5,<)M l< betragen. Das Mebl war bei einer Wiener Versicherungsgesellschaft, das Tpezereiwarenlager bei der Bank „Slavija" versichert, — Das Feuer dürfte in einer KM'ichtkiste zum Ausbruche gekommen sein. * (E i n e a u g e, s ch w e in n, teLei ch e.) Vorgestern wurde im Laibachflusse nächst dem Karmeliter-innenkloster die Leiche des seit dem 28. Februar aus dem LandeZspitale abgängigen Irren Andreas Iane-2i<> aufgefunden und dann auf den Friedhof über« führt. IaneM dürfte in betrunkenem Zustande ins Wasser geraten sein. — (G enl ei n dev o r stan ü swah l.) Bei der Wahl des Gömeindevorstandes für die Ortsgemeinde Stranje wurden der Grundbesitzer Thomas Gradiüek in Unter-Stranje znm Gemeindevorsteher, die Besitzer Florian Pregled in Laui.^e und Michael Ko^ar in Iagorica zu Gemeinderäten gewählt. — (D e r S t a t i h a l t c r v on Ti r o l.) ^eiue Exzellenz Erwin F-reih. v. T ch w a r tz e n a u wurde, wie man uns aus Wien meldet, von Tomer Majestät, dem Kaiser über sein Ansuchen unter voller Auorkeninma. seiner treuerqeboncu, aufopferungsvollen und vorzülilichon Dionste vom Amte x<,!< xt:,«,,!» bei in k. k. Vmvaltmu,i^oricht,5hofe ernannt. Theater, Kunst und Literatur. " (Deutsche Büh u e.) Der liebenswürdige Küustler Hi,irr Karl Zesta ist dem Laibachcr Publikum ein stets willkommener Ga,st, davon zeugte der sympathische Enipfang und der reiche, herzliche Beifall, der ihm ant Samstag zuteil wurde. Herr Zeska hatte sich den dramatisierten Roman von Ohnet „Der Hüttenbesitzer" zu seinem Gastspielabende gewählt, ein Stück, das heute mit seiner Unnatur, erheuchelten Rührseligkoit und dem geqnälten K'on» flikte kaum mehr irgendein Interesse erwecken wi»ro und, was das Gefährlichste ist, bei schwächerer Rollen» besetzuug stellenweise sogar tomisch wirkt. Herrn Zes< kas Kunst gelang es allerdings, uns den Mann mit dein goldenen Herzen in rauher Hülle menschlich näher zu rücken: er charakterisierte ihn mit edler, eru« ster Männlichkeit und zeichnete den Romanhelden in feinen Zügen. Eine anerkennenswerte Probe ihrer Begabung gab Fräulein Hirt als Claire, die fie mit schöner Empfindung und wirksamer leidenschaftlicher Steigerung spielte. Freilich erscheinen die Übergänge noch vielfach unvermittelt, die Bewegungen übe^ hostet, die Sprechweise oft undeutlich. Aus der Mitte dyr anderen. Mitwirkenden verdient nur Fräulein Osten als glitzernde Salonschlange Athcnaise Lob: alle anderen Darsteller erhoben sich nicht über das Niveau der Dichtnng. - Das Theater war ausverkauft. ^. "" (Richard Wagner-Konzert.) Das Richard Wagner-Konzert, das die Sängerrundc des Laibacher Teutschen Turnvereins zur Feier des zwau» zigjährigen Bestandes Sonntag abends im großen Saale der Tonhalle veranstaltete, fand unter massen' haftem Andrang des Publikums, das den Saal bis aufs letzte Plätzen füllte, statt und wies einen glänzenden Erfolg anf. Die prächtigen Leistnngen des stimmbcgabten. A'gen 140 Mitwirkende zählenden Chores wirkten zündend und die solistischeu Darbie-tnngen vom Opernsänger Her>rn Koß aus Graz sau-den stürmischen Beifall, ebenso wurden die Vorträge der Opernsängerin Fräulein Schulz aus Wien mit großer Anerlennnng aufgenommen. Der treffliche Dirigent, Herr Ranth, wurde durch Überreichung eines Lorbeerkranzes geehrt, das Banner der Sän-gerrunde seitens der Fraueuortsgruppe des Deut-scben Schulvereines mit einem Bande geschmückt. — Die Festausführung beehrten die Frau Gmmhlin des Horrn Landespräsidenten Theodor Schwarz, Herr Hofrat Graf Ehorinsku samt Gemahlin, Seine Erzellonz Divisionskommandant FML. Edler von (5havanne sowie viele Honoratioren ans Zivil und Militärkreisen mit ihrem Besuche. Dem Konzerte folgte ein Festkommers in der Glashalle des Kasino, der sich zahlreichen Zuspruches erfreute und sehr animiert verlief. — Ein näherer Bericht folgt. ,1. ^' (Österreichische Rundschau.) Hor-ausgegeben von Dr. Alfred Freiherrn von Berg er und Dr. Karl Glossy. Inhalt des 72. Heftes: 1.) Julius Freiherr von Horst. Vou Dr. Heinrich Friedjnng. 2.) Elisabeth Barrett Browning in ihren Briefen. Von Marie Horzfeld. 3.) Prolog. Von Dr. Alfred ssreiherrn von V er g er. 4.) Iakoble und der Vater. Von Emanuela M a t tl - L ö w eu » kreuz, 5.) „L'intrausigeance allemande." Von V. Molden. N.) Chronik: „Hochschulwesen." Von Doktor Richard Kutula. 7.) Besprechungen (C z y h -larz: „Corso di diritto Romano di Giovanni Pao chioni." - G u m plowicz: „Soziale Ethik von Ernst Viktor Zenker." — Strobl.- „Die neue Fon-tane-Ausgabe." — Wittner: „Gedichte von Loo Grünstein." ^ Sauer: „Ihr Leid nnd sie .... von Marie von Glaser."). 8.) Feuilleton: „Patriotic scher Spaziergang." Von Dr. Franz Blei. !X) Von der Woche („Gedanken zur Zeitgeschichte." „Raimund-Theater.") Geschäftszeitung. — (D ie P ortla n dz em entf nb r i k Le n-genfeld) hat beschlossen, die Dividende, wie im Vorjahre, mit tt ^ bei erhöhten Rücklagen festzusetzen, und der in Kürze stattfindenden Generalversannn-luug die Erhöhung des Aktienkapitals von 1 '8 auf :; Millionen Kronen zu beantragen. Aus die neuen Aktien wird den alten Aktionären seinerzeit das Be-zugsrecht eingeräumt werden. Der Erlös wird zur Errichtung einer neuen Pol-tlandzenientfabrik in der Nähe von Fiume in Vnccari (Kroatien) dienen, die hauptsächlich für den Erport arbeiten wird. —ik, - (Mailänder Ausstoll u n g.) Aus An laß von Zeitungsnachrichten, die eine Verschiebung des bislicr mit dem 18. April anberaumten Ervsf-nungstermins der Mailänder Ausstellung als vor« aussichtlich bezeichneten, wnrde durch amtliche Erkun^ digung beim Eretutivkomitee in Mailand festgestellt, daß man in den maßgebenden Kreisen an eine Ver-schu'bung vorläufig nicht denke und daß es sich bei einer solchen wenn sie überhaupt, und zwar im Hin blicko anf den Zeitpnnkt des Eintreffens des Königs von Italien in Mailand beschlossen n>erden sollte ^ nnr um wenige Tage handeln könnte. Von der italic-nisckM Ausstellungsleitung wird gewünscht, daß die österreichischen Ausstellungsobjekte! bis spätestens IN. März am Ausstellungsplatze einlangen. Sctibadjet fleitung Mr. 64. 571 20. ÜKärj 1906. Telegramme i>es l. l. TeltMchN'wrtsMhenz'VnrcM. G ö r z, 1«. März. Prinzessin Maria Beatrix von Vonrbun, geb. Erzherzogin von Ostcrrcich-Este, ist ini 82. L?l,x!nsjlihre an Hcrzlähnmng g^storb^r. Ungarn. Vudap?st, 1l». März. Graf Ferdinand Zichy hat der Presse folaend? Mittcilllna znr Veröffentli» chung zugehen lassen: Ans Grund einer vollkommen verläßlichen, Information, die ich ans dem Vatikan erhielt, kann ich mit allcr Sicherheit, bchaiivten, dasz an all dein, was in den Vlntwrn iiber die angebliche offizielle Einmischnlisl deo heiligen Vaters in di? nn° garischcn Angelegenheiten geschrieben worden ist, kein wahres Wort isl. Erdbeben. Tot'io, Itt. März. Meuter-Meldnng.) In 5tagi auf Formosa wurden mehrere hnndert Geuände dnrch 'öin schN'eres Erdbeben zerstört. Viele lmnd^rt Men-schcn wurden gctöt?t nnd eine große Anzahl verletzt. Sturm. Nio de Janeiro, 17. März. Gestern wütete hier ein heftiger Stnrm, der dc», Einsturz mehrerer Hänser und llberschloemmnngen verursachte. Etwa zwanzig Personen wurden getötet oder verletzt. In Petropolis ereigneten sich zwölf Einstürze, wobei ge° g?n fünfzig Menschen t.'ils den Tod fanden, teils vc'r-letzt wurden. E e b (1 stopo I, 18. März. (Meldnng der Pet/ro° bnrger Telegraphen-Agentur.) Admiral s'nchnin"hat das 5tnssationZge,snch des LentnantZ Schmidt abg?^ lchnt. Das auf Tod durch den Strang lautende Urteil wnrde dahin abgeändert, das; die Iustifizierung dnrch Erschießen zu erfolge» habe. An den Kommandanten des „Prnth", an dessen Bord sich Schmidt nnd die anderen Verurteilten befinden, ist di? entsprechende Weisung ergangen. _________ Verstorbene. Am 16. März. August («lavic, Handelskommis. 26I.. Chrüngasse 10, r.riwniti«. — Friedcrile Novat. Buchhalters» lochtet, 10 Tasse, Schiehstättssasse 1b, Lebensschwächc. Am 17. März. Josef Iontes. Stadtwachmannssohu, 2 V, I-, CrsslMlssasse 6, Rachitis. Im Iioilfpitale: Am 14. März. Johann Noritnik. Arbeiter, 30 Jahre, Vitium o.„cli». — Johann Hafner, Oastwirt, 63 I., 0«ä«m» osroliri. Nm Ib. März. Agnes Rode, Taalöhnerin, 64 Iah«. I>lnlap»i<, uwli. — Simon Marlovic, Arbeiter, 62 Jahre, Lottoziehungen am 17. März 190«. Trieft: 66 8 26 69 50 Linz: 59 64 76 89 13 Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehtthe 306 2 m. Mittl. Luftdruck 736 0 mm. F ^H LZli 3« »,,„. Ansicht Z3ß ^ Z-K W? Z3 desHimmel« ^ß ,7 ^^llTN^ ^«^8^16^4 W. mähig teilw. heiter 9 » Ab. 738-4! 96! windstill bewiiltt 7 U. F. 739 1 02 windstill 3lM i 18. 2 . N. 73b 0 19 4 SW. mäßig heiter 0 0 8 » Ab. 733 8 10 9 __________^_________ 7U.F7 729 3 9 4 » ^ teilw. heiter 19 2 . N. 726-1 113 SW. starl bewöllt 0 0 9 . Ab. 723 8 8 6 W, mähig___ , iio^'ÜTFT^?^^^!! NW.schwach , ^ ^2 Das Tagesmitlel der Temperatur vom SamStag 9 9°, Nuimale 3 8°. vom Sonntag 10 2°, Normale 40° vom Montan 9 8°. Nvimale 42°.___________^^^^ Neranttvortlicher Redakteur: Anton F u n t e l. Angekommene Fremde. H«tel Elefant. Am 1b, März. Dr Iagobic, Distrikts««, s. Frau. Neumarttl. — Fabian, Unternehmer, s, Frau, Bljchoflack. — Varbach, Kfm.. Paris. — Pollal. Kfm,, Iglau. — Fischer. ttfm. Budapest. — Lapajne. Private; Gruden, Kftn., Idria. — Liplowih, Moos, Kflte, München. — Groiel, Kfm., Gairach, — Dombravy, Buchhalter, s. Frau, Pobol. — Ianisch, Naufmann, Crefeld. — Rudon, Fonda. Me., Pola. — Rothschild. Kfm., Veilin. — Bllihweih, Kfm.. Fiume. - Pollal, ttjm.. Nühm. Skalitz. — Amperger, Kassier. s.Frau; Blumrich s. Frau. Früh« Wirt, Rauchberg. Schlosser. Bernard, Salzer, Kohn, Friedman«, tzeh, Szimitz, Puschinjagg. Stöhel. Sucharipa, Kflte., Wien. Am 16, März. Schubert, Hafner, Obrringenieure; henckel, Ingenieur; Wicke, Schlosselmeister; Eitler, Pollack, Elger, gim» lich, Zwillinger. Ernst. Sachsenhaus, Schraut, Jäger. Heutrich, Oärtner, Merker, Mieses, Fischer, Habler. wriinwald. Kflte.; Schubert, Oberingenieur; Wessely, Erzieherin, Wien. — Riecken, Gutsbesitzer; Hofmann, Private, s Tochter, Schloß Neustem. lirllllll!8'8 ll'ulllzen liezwll M'lilkll >XD aber ordentlich veiluhli hab ich mi doch. — Macht ><>> nix. Rescrl. laufst dir halt schnell um «125 a »^> Schachtel Fay's echteSodener Mineral-Pastillen, nacher >XR "'^^ ^ie Erkältung, schnell los und hast lan Schaden >XX» davon. Ich weiß's n'wiß, d?nn i hab's ausprobiert. W^W Ueber die Sodener geht mir halt gar nix. Zu haben >XD >n allen Npothelen und Droa.enhandluna.en. s103) 33 (yciieralrepräsentanz für Oesterreich«Ungarn: W. Th. «untzert, «l«n, ,.. Dominitanerbastei 3, J08ip Perle«, naèelnik c. kr. priVi juJne , železnico v {>., javlja v nvojoni irnonn in v imenu I vseh Horodnikuv tužno vest o smrti ljubljenega brata ' oziroma Htrica, gospoda ' \ Ivana Perlesa ! zasebnlka j ki je dne 18. t. m. ob il/2. uri popoldne po kratki ¦ rnuèni bolezni in po sprejeiuu sv. zakramentov za i umirajoèe v 63. letu svoje dobe odšel v boljäo do Pogreb bo dne 20. t. m. ob 6. uri popoldne 5, i mrtvašfinice deSelne bolnice in truplo dral^» I pokojmka ho potem na pokopališèu pri «v Rrif. r ' položi k aadnjemu poèitku. P ' Knštof'i j V L j u b 1 j a n i dne 20. raarca l%ß. | (Mcst» vaeegi drnz.ga obve«tila. Josef Perles, Sou-Chef der l. l. priv. Slldbahn. gesellschaft a. D., gibt in seinem, wie im Namen aller Verwandten die betrübende Nachricht vom Hinscheiden seines geliebten Bruders, bezw Onlels, des Herrn Johann Perles Privaten belannt, welcher am 18, d. M. 4'/, Uhr nachmittags nach kurzem, schwerem Leiden und Empfang der heil. Steibesaliamenle im 63 Lebensjahre in ein besseres Jenseits abgegangen ist. Die Beerdigung findet am 20. d. M. um b Uhr nachmittags aus der Leicheuhalle des Landesspitales statt nnd wird die entseelte Hülle des teuren Ver» blichenen auf dem Friedhofe zu St. Christoph zur letzten Ruhe beigesetzt werden, Laib ach, am 20. März 1906. Statt jeder besonderen Anzeige.) Kurse an der Wiener Oörse (nach dem 1«. März 1906. ______________ Dle notiert r» «lurse vrrstchci, sich in KrllneiiwHhrung. Die Notierimq sämMchei Nltie» ,.,.»> ^ ^. ^ ^ . Weld Ware Allgemeine Staats« schuld. Einheitliche Rente: 4 °/n lonv. stcueifiei, Krone» (Vlal'Nov.) per Kasse . . S9'45 »!>«.', detto (Iä»,-Iull) per Nasse i»»4« 3ü S« «-»»/„ 0. W. Noten (Febi,.«ug,) per Kasse......iou ?ü lvN'95 4-2 "/„ 0, W. Silber (April-OIt.) per Mffe . . . , . . lUN «5 W0-U5 <8SNer Staatslose 5<>0 fl. 4"/„ l5>7'50 l5!»'!><> 18N0cr ,. tU0 fl. 4"/, l8i-50 1>.« 5.« ^8N4ei ,, l<1N fl. . . 2»5 ÜU 2»7 5.0 Dom.'Psandbr. ll ILN fl. 5"/„ 2!».'!'—29» - Staatsschuld d. i. Reichs» ?ate vertretenen Koni reiche nnd Länder. bstcrr. Voldrcnte, stfr., Gold per Kasse .... 4"/« ii? «a »18-— Dsterr. Rente in Krouenw. stfr., Kr, per Kasse , . . 4"/„ »»?0 9«U0 detto per Ultimo . . 4"/« u» ?o !»8''.»<» /)st. Iüvcstltions.'Rente, stfr.. Kr. per Kasse . 3'/,"/<> 90 UN 9Y-80 Gisenba!>N'^tlll,<«schuld' o«schlt>l>ungtn. .ltllsllbethbllhn in G., steuerfrei, zu 1l,.«o„ fl. . . . 4«/<,117'5ü ll8'bü Fran, Josef Aahn in Silber (div. St.) . . . 5l^o/u 125-25 126-25 Gal. Karl Üudwlg'Vahn (dlu, Stücke) Kruncn . . 4"/« U9'4(» lua 4«' Nudülfbahii i» Kronciiwähnmn, stcnrisr, (dw. St.) . 4"/„ «9 .'.o w« 50 Vorarlberncr Aahn, steuerfrei, 40» ltrunen . . . 4"/« 99 SO «10 eo 3» 3l°»t«schuldo«sch«ll>un«tn ltllsabeth«, LWfl. KVi. k'/."/, von 4«o Kronen . . 4?l,__ 472-^ bettn UI„z.U„bwel« 2l>0 fl detto SaIzb»,g°Tirol 20» sl °-W, S, .^"/„ . . . ,l»Z. ^...^ Geld Ware Vom Ztaatt M Zllhlnng ill,«. nommen« ßistntml,,,. Zllioiltät». Fbli»nl!»nen. Aöhm. Wcstlmlin, ^^° u«« >«ente in lkionei» währ stlrci per Kasse . . 94-55. 94 75 3'/°/ ^!° Ver Ultimo 9455 94 75. U.'« m.««"t°^ ^ Per «asse . 85. «u »5. «n TNe«.^se4^. "°"-^^ i /« «naar. «runb°enll.-Ol>lia' '95'" 9"» 4 /u troat. u, slllv. Vrunbentl.. ^blig........!»?7l, 98.75 Andere öffentliche Anleyen. Vos!.. lianbes-Anl (div.) 4«/« . »5.9« s« 9U «°s!- hercea, «tiscnb..Lande«. Vwichcn ldiv.) 4'/,«/„ . , 100 «0 ,01 lil. N«°.. Dma».Mea,.«nleshc ,878 lW b<> in? bu Wlener Verlehr«Mnle!he 4"/« 99 ^ü l<>n 4b «, °"/° ^ lSU) 4«/.. 99 SI. ,0» <>!> «nlehen der Stadt Wien . . ,02-55 ,<>» 5!. be ° (E. od. V.) . . . ,22 2li ,2» ün d"° ,894) .... 8«'<„. ...,,.^ dt ° ,888) .... 99-5». ,»...'.<. Al'w ^"^'' ""°". 5"/« 997b,00 <ü "'"a- Iwat«.Hl»po!hrlai «nl. "' - - - - «"/„ 1,9 ,l. ,2« ,5, Gelb W„^ Pfandbriefe:c. Äooe,!lr..a!Ia.,üst,i,iü«I.ul,4"/„ 99- ,uy, Aöhm, Ht,po «?, ZenlralÄod.-itted,-«!.. österr., 45I, verl. 4'/2"/u - - - lU3— ^..^ gentral Äod,Kred.Vl,, bsterr.. U5I. Verl. 4«/.. - - -100,0 ,«, ,<, Kred.-Inst,,ösleii,,f-Verl..Unt. u.üffentl,Nib,Kat,^vl.4"/u 995« loo»,« Üanbcöb, d, Kön, Gallien und liudom. 57'/, I. ruckz, 4"/» 99— ,,<, ^ Mähr, Hupolheleüb. »eil. 4"/« !»!!-55> ,«U5(, vi..üstrrr. La»dc«!'HyP,'Anst.4"/u ,U»— i<„.^ dcttu inll. L"/„Pr.uerl, »'/,"/» 94-25 »525, dcltoK..Schuldfch,uerl. »'/,"/<. 9,-5« «5.^ drltu verl. . ^"/u »!»!»0 in« g,, vstcrr,.unaar. Äanl b« »2hr. licrl, 4"/« ö, W..... »b»5 in«-9^ detto 4"/« Kr..... ,»«-40 101 4/, Eparl. l.ost., «U I. veil. 4"/« ,uo?5 1017z Eifeubahn.Prioritäts-Obligationen. sserdlnande.Norbbahn Lm. 1886 99 75 ,<>0-/', deltl) VM. 19N4 10U05 ,01,5 Öslerr. Nordlvestb, ioo sl. S, , in?- ic»7s,i, Ltaatsbahn «»0 Fr..... uu Fr. (per St.) - - - »1ü'»<> z,?-.,,, Tüdbahn k ü"/«..... 1L4-— 1l!5 2d Diverse Lose (per Stück), Dtrzwllicht fos«. 3"/« «udcnlrebit.Lose 'Vu Donau'Nessulicrungs'Lose ,00 fl, ö. W..... 2«1- 2L7-5« Serb,Präm,.»lnl. u.iooFrli"/« ,00- ,077^ Dn»trz«»llchl D»l». N»d.,p .Uasililll (Doinbail) 5 fl- 2»-35 25-ü.', «rekitiose ,00 fl...... "l,— 4«»-- Clary-iiose 40 fl, KM. - >45. - ,54.^, Ofcner Lose 40 fl..... ">4 — ,74 - Palffy.iiose 40 fl, K, M. . - l«9- ,7«, — Rote» Nrenz. »st. Ges, v,. 1« fl- l>l,- 51-5,, !>,°le»Nr,!lz, unss. Gel-v.. 5 fl, .'!lli5. ^2.'. Rudols.Luse ,<» f!...... l<5 — 59-50 ^allil.Lofe 40 sl. K. M. , , 20!<-— 2,