Nr. 2 7 3. Mittwoch, 2 7. November 1912. 131. I ahrgang. Vriinumerntionsprrw: V>l: Poftvrrjcndung: ganzjählig !<0li, ^«Ibjäluil, ,f>li. Im »ionior: „axzMrig »ll. l-.lllbjährig 1l !x, ssür di. ^üstsllunn ins Haul sson^jährig 2 li, — Insrrtivnsgibilhr: Fül kleine 3"!era»e bi« zu 4 Zeilen bc i!, glvher? per Zeile l« K; b,'i öftere» Wisderl,ol,mßl>n per Zeil? 8 l,. Tis -»Laibackri Zeilling» eilckeint taglim, me nichl zurü< Verlag vvn Gustav Liersch vom 1!6. November >912. Nr. ^47 «II^)c^uin> vom 14. November 1912. Nr. 525) «Kurier Inowski» vom 14. November 1912. Nr. 267 .I1IuLtl0V2ii)' Xur^er euclxiouu)'» vom 3>.No> vember 1912. Nr. 23 «Looi»n> vom 1, Dezember 1912. Nr. 69 «Ouovni vi^stnik» vom 18. November 1912 Nr. 743 vom 18. November 1912. Mchtamtlicher Teil. Kundmachung. Stiftplatz im Asyle zn Maycrling für arme, erwerbs-unfähige Jäger und Hurstarbeiter. In dem von Seiner k. und k. Apostolischen Majestät gcstistelen Asyl zn Mayerling für arme, erwerbsunfähige Jäger nnd Forstarbeiter isi ein Stiftplatz, mit welchem freie Wohnung vollständige Verpflegung und Beklei» dung verbunden ist, in Erledigung gelommen. Zur Aufnahme in dieses Asyl ist erforderlich! 1.) die österreichische oder ungarische Staatsbürger, schast- 2.) die frühere Verwendung als Jäger oder Forst-arbeiter, insbesondere im Wiener Walde; 3.) die Erwerbsunfähigkeit; 4.) die Mittellosigkeit^ 5.) ein tadelloses Vorleben und 6.) der ledige, bezlv. verwitwete Stand, im letzteren Falle die Kinderlosigkeit. Personen, die wegen physischer oder geistiger Ge» brechen einer ununterbrochenen besonderen Pflege be» dürfen, sind von der Ansnahme in das Asyl ansge» schlössen. Bewerber um den erledigten Slisiplatz haben ihre an die Generaldirektion der Privat, und Familienfonds Seiner k. und s. Apostolischen Majestät in Wien zn richtenden Gesuche, welche mit den erforderlichen Doku. menlen über das Vorhandei'sein der ulxn angegebenen Anfnahmsbcdingnngen, mit dem Taufscheine sowie dein ärztlichen Zeugnisse über ihren Gesundheitszustand be-legt sein müssen, bis längstens 1. Jänner 1913 bei der Asylvorstehimg in Mayerling zu überreichen. Aus später einlangende oder nichl gehörig belegte Gesncbc wird teine Rücksicht genommen. Wien, am 22. November 1912. Von der k. k. Generaldireltion der Privat- und Fami-liensonds Seiner k. nnd l. Apostolischen Majestät. Bulgarien und Rumänien. Aus Sofia wird der „Pol. Korr." auf Grund von Mitteilungen aus unterrichteten Kroisen gemeldet: Die Nehauptnng, daft zwischen dein Sosianer nnd dem Nukaresler Kabinett vor dein Kriege Vereinbarnna/n über eventuelle Ersatzansprüche Rumäniens getroffen worden wären, ist unbegründet. Desgleichen sind die Nachrichten über Verhandlungen, die zwischen den bei» den Negiernngen derzeit über diesen Gegenstand statt, fänden, unzulreffeud. Das Vukarester Kabinett hat kei. nen amtlichen Schritt in Sofia uulcrnommen, um For» derungcn im Hinblick auf die bevorslehcnde territoriale Neuordnung am Balkan zu erheben, noch in vertrau« lichem Wege die bulgarische Negicrnng über seine etwai. gen Wünsche unterrichten lassen. Tritte Staaten, die an dieser Angelegenheit Interesse nehmen, haben aller-dings daranf W^t gelegt, die Ansichten des Sosianer Kabinetts kennen zu lernen. In diplomatischen Kreisen wird nicht in Abrede gestellt, daß zwischen den Standpunkten Bulgariens uud Rumäniens nicht unerhebliche Verschiedenheiten be. stehen, man ist jedoch der Meinung, daft sie keineswegs unüberbrückbar seien. Die bulgarische R'.>n Verlage von Hermann Sack, Berlin >V. 35, eine Sammlung heiterer Geschichten aus Schulslube und Hör. saal erschienen, die als Gcschenkwerk für reifere Schüler und Studenten fich besondere eignet uud auf die auf» »urlsam gemacht zu werdeu daher manchen Lesern erwünscht sein wird (Preis gebunden 3,60 Mark). Wir e'nlnchmen dem hübsch ausgestatteten Buche mit Erlaub» nis des Verlages die folgenden Proben: Das Gymnasium iu Nordhausen regierte im 18ten Jahrhundert -- etwa 1770 -- der Rektor Albert. Dieser l)atte cinmal, um sich einen guten Erfolg bei einer öffentlichen Schulprüfung zu sichern, seinen Primanern die schwersten Fragen vorher diktiert. Ein Primaner, Friedrich August Wolf, der nachmals so berühmte Philo° luge, spielte dem Rektor jedoch einen bösen Streich: wie Man vor Konzerten Musiktexte verteilt, so verteilte er vor dem Exameu an die bedeutendsten anwesenden Per. sonen — die vom Rektor diktierten Fragen, Als Eduard Albrechl, der berühmte Leipziger ^echtslehrer, au einem h^ßen Sommertage in den Hör->aß, und ich würde selber gern den Rock auszirheu, '^'nn mir das nicht die Achtnng vor Ihnen vorböte." ^>n Umsehen hatten alle die Röcke wieder angezogen. -X- SctMbach «1804—1892), der berühmte Borliner -Nathomatiker, Professor am Friedrich Wilhelms-Gym° ""sium, der Lehrer Kaiser Friedrichs, gab seine», Schii-I"n, wenn er eine geringe Strase verhängen wollte, '^onsausgabeu auf, die dem Lehrer ,dann in die Wol)» nung gebracht werden muftteu. Eiusi, als er selbst nicht zugegen gewesen ivar und statt seiner eine seiner Töchter die Arbeit entgegengenommen hatte, spielte sich Hintor, her in der Klasse folgender Dialog ad! Schellbach: „Warnm waren Sie nicht erschienen?" Schüler: „Ich war da, Herr Profeffor, und habe die Arbeit abgegeben' man sagte mir, Sie feien nichl zn sprechen." „Wem haben Sie die Arbeit gegeben?" „Einer Ihr.r Töchter, Herr Profeffor." „Welcher denn?" „Wie fie heißt, weift ich nichl." „War sie hübsch?" „Ja, Herr Professur." „Na, dann »var's Florchen. Es ist gut!" Der berühmte Wiener Physiolog Brücke l1819 bis 1892) examinierte einst einen Kandidaten, der des Exa-minators „Vorlesungen über Physiologie" wörtlich aus» wendig gelernt hatte. Wörtlich uud gedankenlos gibt er nun auch im Examen, wo es uur angehl, die Worte des Meisters wieder. Bei einer Frage hatte Brücke in seinem Buche ausdrücklich die Übereinstimmung seiner Resultate mit denen seines „Frenndes Virchow" hervorgehoben. Der Verlanf des Examens führte anch zu diefer Frage. Gedankenlos plappert auch hier der Kandidat her, was er sich aus dem Buche eingetrichtert, uud, einmal im rechten Fahrwasser und in der Aufreguug d.s Examens, setzt er mit dem Buche hinzu: „Dasselbe hat auch mein Freund Virchow gefunden." — „Das ist auch mein Frenno," sagte Brücke malitiös zu dem Studenten, der hinfort von seinen Kommilitonen mit seinem „Freund Virchow" nicht wenig geneckt wurden sein wird. Adols Menzel nnd sein Freund und Bernfsgenosse Paul Meyerheim verabredeten fich einmal während cines Kissinger Kuraufenthaltes, ein dort von Meyerheim enl. decktes, sehr originelles Taubenhaus abzuzeichnen. Albert Niemann, der berühmte Sänger, ein Freund und Jim» ger auch der bildenden Knnst, sowie Paul Lindau mit seiuem kleinen Sohn fanden sich mit den Freunden dort ein. Abends, nach vollbrachter Tat, schrieb der kleine Lindau an seine Mutter: „Heute haben loir, Menzel, Niemann, Meyerheim und ich, ein Taul'enl)au5 gemall, ich nxir aber zuerst s.rtig." Wenn die „Gruße Stadtschule" zu Treplow an der Rega — in der Zeit um 1825 herum — vou dem jehr gefürchteteu Schnlral Koch revidiert wnrde, so pflegten sich die Lehrer, um vor dem gestrengen Vorgesetzten zu bestehen, gegenseitig einige gute uud schlagfertige Schü. ler auszuborgen. Oft mußte hiefür ein besonders l>> gabler Knabe herhalten, der sich später einen großen Namen in den historischen Wissenschaften crworb.n hat: es lvar Johann Gustav Droysen, der nachmals so be-rühmte Geschichtschreiber. In den Sechzigerjahren des vorigen Jahrhunderts sull sich bei ciuem „schr berühmten nnd nralten Philu» logen" der Berliner Universität, jedenfalls wohl Nöckh 11785—1867), folgender Vorfall ereignet haben: Ein Student war vor Semeslerschluft abgereist uud hatte einen Freund beauftrag!, für ihn überall „ableflieren" zu lasfeu. Dieser tut das auch und kommt denn nun auf seiner Rundreise zn dem großen Philologen, wobei sich folgendes Gespräch entspinnt: Professor- „Sind Sie selbst der Herr Soundso?" Stndenl: „Jawohl, Horr Professur!" Professor: „Haben Sie denn dieses Kolleg slcißig besucht?" Stndenl: „Jawohl, Herr Professor!" Professor l,mil zornbcbender Stimme): „Sie sind ja ein ganz infamer Lügner. Die Vorlefnng ist ans Man-gel an Hörern gar nichl znflande gekommen." Der Student full sich möglichst schnell e,Usern, haben. Laibacher Zeitung Nr. 273. ________2622_________________________________________27. November 1912. auslöscht werden, orwartet man in Sofia zuversichtlich das Gelingen der in naher Zeit einzuleitenden Be» sprechuugen zur Verständigung. Das künftige Regime in Saloniki. Von griechischer Seite wird der „Pol. Korr." aus Athen berichtet: In der Frage, welch? Ausdehnung die Herrschaft Griechenlands bei ocr Feststellung der infolge des Valkankrieges vorzunehmenden Gebielsabgrenzungen erl)alten wird, bildet das künftige Regime iu Saloniki einen sehr wichtigen Pnntl, der die öffentliche Meinung stark beschäftigt. Vei allen Hellenen herrscht die Über» zeugung, das; es das Königreich Griechenland ist, das sich vollen Anspruch aus den Befih dieser Stadt erworben hat. Die griechischen Waffen »uarcn es, die Saloniki den Türken entrissen, Kronprinz Konstantin pflanzte dort die hellenische Fahne aus und ihre Ver» waltung befindet sich nun in griechischen Händen. Als besonders schwerwiegend betrachtet mail den Umstand, daß gemäß dem Nationalilälsprinzip, das allgemein für die Neuverteilung der Baltangcbiete als maßgebend aufgestellt wird, Saloniki sicherlich Griechenland anheiui' zusalkn hat. Diese Stadt, die auch im Vertrage von San Stefano außerl)alb der Grenzen Großbulgariens gelassen worden war, trägt, ebenso in historischer Hin» ficht wie gegenwärtig, ein hellenisches Gepräge, so daß die Einsehung eines dauernden Regimes einer anderen Nation nicht bloß dem ethnischen Prinzip, widersprechen, sondern sich auch praktisch als nicht durchführbar er» weisen würde. Daß in manchen Kombinationen über die künftig? Stellung Salonisis dessen Internationalisierung als wahrscheinlich bezeichnet wird, macht in Athen einen seltsamen Eindruck. Man begreift auch nicht, wie esamtinleressen ill vielfacher Hinsicht immer eine so hervorragende Nulle gespielt hat und auch in Zukunft große Ndcutung behalten wird, mag allenfalls die Internalionalisierung als ein zweckdienliches Regime erscheinen; es ist aber durchaus nicht einzusehen, aus welchen Gründen dieses System auf die Handelsstadt Saloniki, die unter gesamteuropäischem Gesichtspunkte mit Konstantinopel gar nicht verglichen werden kann, übertragen werden soll. Es wird auch niemand be» Häupten sönnen, daß europäische Interessen wirtschaft» lisl>r oder politischer Art durch den Übergang von Salo» niki in den Besih von Griechenland der Gefahr einer Schädigung ausgcseht würden. Es entspräche im Gegen-teil die Zuteilung von Saloniki dem kommerziellen Cha» ratter der Griechen, die der in der Stadt bereits be. stehenden Handelsorganisation, mit wacher das grie» chische Elemeut verwachsen ist, zu besonderer Vlütc ver» helfen werden. Auf Grund dieser Erwägungen sind alle Kreise Athens, wie überhaupt alle Hellenen, einmütig in dem Verlangen, daß Salonili gemäß dem Erfolge der von den Griechen gegen die Türkei durchgeführten Kriegsaklion und entsprechend dem Geiste des ethnischen Prinzips dem hellenischen Königreiche einverleibt werde. Politische Uebersicht. Laibach, 26. November. Das „Fremdellblatt" bemerlt, Österreich-Ungarn verfolge mit sympathischem Interesse die zwischen den Kriegführenden eingeleiteten Friedensverhaudlungen, deren Gelingen zweifelsohne ein erfreuliches Ereignis wäre. Allein auch ein abgeschlossener Fricdensvertrag würde nur uuler gewissen Einschränkungen geeignet sein, schon eine definitive Lösung der durch den Krieg aufgeworfenen Fragen zu bringeu. Nach einem niemals bestrittenen Grundsalze könne ein Vertrag zwischen zwei Teilen unmöglich die Rechte Dritter berühren. Die Großmächte besihen wichtige und bedeutende Interessen politischer und wirtschaftlicher Natur auf dem Balkan. Ohne die Errungenschaften der verbündeten Balkan» slaaten schmälern zu »vollen, wird keine europäische Macht es zugeben, daß auf Kosten ihrer Intercsfen der Friede geschlossen werde. Es ist wohl zu erwarten, daß die srcm. den Interessen in der notwendigen N.ise respektiert werden. In den englischen diplomatischen Kreisen wird allgemein die Ansicht geäußert, daß ein Erfolg der Ver° l>andlung.n über den Waffenstillstand zwischen der Türkei und den Nalkanstaatcn als die wahrscheinlichere Eventualität betrachtet werden dürse. So schroff auch die Drohung der Baifanstaaten, j,n Falle der Vcrwer» fung ihrer Bedingungen den Kampf bis zur vollftäu» digen Niederwerfung der Türkei fortzusehen, uud die Erklärung der türkischen Regierung, das; sie sich das Joch dieser Bedingungen unmöglich auferlegen lafsen könne, einander gegenüberstehen, fehlt es doch nicht all Anhaltspunlten für die Erwartung, daß für diesen Krieg, der die Kräfte der Kämpfenden fast bis zur äußersten Grenze angestrengt und höchst enorme Opfer an Menschenleben gefordert hat, die lehte Stunde bald geschlagen haben werde. Berichte über Unterredungen, die in verschiedenen europäischen Zentren mit Person« lichkeiten der lriegführenden Slaaten gepflogen wurden, eröffnen die Aussicht, daß die Auseinandersetzungen zwischen den türkischen Delegierten für deu Waffenstill» sland und den im Namen der verbündeten Balkan» slaaten sprechenden bulgarischen Unterhändlern in uaher Frist die Einstellung der Feindseligkeiten bringen dürften. Die Nachricht, daß die Pforte die angesuchte. Er-laubuis zum Ankern des russischen Kanonenbootes „Ku> bllncc" vor dem Phanar am Goldenen Hurn durchaus verweigert habe, ist nach einer Meldung aus Konstanti» nop.l irrig. Es wurde vielmehr ein Einvernehmen getroffen, nach welchem das Stationieren dieses Schiffes an der bezeichneten Stelle im Bedarfsfälle gestattet sein wird. Zwischen der britischen nnd der ägyptischen Regie» rung soll, wie man aus Kairo schreibt, ein vollkommenes Einvernehmen hinsichtlich der bei Alerandricn zu ev richtenden englischen Flottenstation erzielt worden sei»-England trägt die Kosten der gesamten Anlage und der Erhaltung. Nur falls Ägypten in einem künstigl'li Kriege nicht neutral bleiben follte und die englisch'» Schiffe den Schuh feiner Küsten zu übernehmen hätten, müßto die ägyptische Regieruug auch die Ivährend des Krieges hiefür entstehenden Ausgaben tragen. TMsncllisttcitcn. — kuralive Rundungen .daneben die Nasenflügel. Das unter dem Helm hervorquellende Haargeluck des Hinter« looses erscheint als Vollbart, der den Mund verd, Piazza dei Signori in der Arnostadl betritt, wird nicht säumen, sich von der seltsamen Erscheinung zu überzeugen. — Mas Locken großer Männer kosten.) Glücklich der, der eine Locke vom Haupte einer Berühmtheit sein eigen nennt! Die heulige Welt wiegt sie doppelt und dreifach mit Gold auf. Napoleons Locken stehen in der Liste an erster Stelle. Aber im Lause der Zeit sind sic sozusagen ein Vörsenpapier geworden, das beständigen Schwankungen unterliegt. Brachte eine einzige Locke Das Geheimnis des Lindcnhofes Frei nach dcm Englischen von Mlclra Hlbcilinu. (42. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) Aber das alte Fräulein war stolz auf die Aus-dehnung ihres Wissens in dieser Sache; und als Herr Templeton Neigung zeigte, das von seinem Freunde begonnene Verhör surtzusehcn, fühlte sie sich unendlich befriedigt. Sie glättete die Falten ihres fchwereu Sei» dentleidcs und sehte sich behaglich zurecht, sichtlich bereit, zu plaudern, so lange es ihr die Geduld ihrer Zuhörer gestatten würde. „Mein Freund möchte gern aus Ihrem Mnnde alles hören, was Sie von jenem Fremden wissen, der mehrmals im ,Nhinoceros' logierte," begann Weston. «Sie wissen, jener kurze, ordinär aussehende Mann, der Sie an einen Einbrecher erinnerte." „Ach. von dieser Art habe ich viele dort gesehen," sagte Fräul.in Mcgitt; „und wcuu Herr Tcmpleton gern von solchen Sachen erzählen hört —" „Sie begreifen, mein Fräulein, daß sich mein In-tcrcsse nur aus jenen Mann beschränkt," unterbrach sie Templeton. „Wissen Sie noch, wann er znm ersten Male im Dorfe gefehen wurde?" „O gewiß; es lvar vergangenen Weihnachten. Ich saß an meinem Fenster — und Sie wiffcn, ich wohnte dem ,Rhinuzeros' gerade gegenüber — als die Nach. mittagspoft ankam. Und wenn ich bedenke, daß es nm die Weihnachtszeit war, so muß ich sagen, Spiller hatte nur sehr wenige Passagiere — und noch dazu so armse» lige; denn er lud nur drei Körbe ab uud zwi Tonnen mit Austern; und diese tvaren für Leute, die sich recht gut selbst solche Sachen hätten lausen können und denen keinen Dank wußten, die sie schickten; denn ich weiß von zweien, lvelck)e das Fahrgeld nicht bezahlen wollten und sagten —" „Aber jener Mann, Fräulein Megitt?" unterbrach sie Wcston. „Ach ja, er war natürlich auch da. Er war da und des allen Peter Dcrwent Sohn mit seiner Frau uud noch zwei feine Damen, wie ich anfangs meinte; aber es stellte sich heraus, daß sie nur Ladenmädchen aus Alling» ham luarcu; und ich muß sagen, wenn ich sehe, wie solche junge Frauenzimmer sich kleiden —" „O, lvas lngt daran," sagte Tcmpleton. „Saß jener Mann aus dem Verdeck des Postwagens?" „Guter Himmel, nein; deshalb fiel er mir ja so sehr auf, seinesgleichen im Innern des Wagens sihen zu sehen! Aber, ich muß sagen, für die übrige Gsell» schaft war er gut genug; denn auch die gepuhtcn Main» sells saßen innen, und woher die all ihr Geld bc« kommen —" „Hatte, der Mann Gepäck?" unterbrach Weston den Redestrom. „Nein, kein einziges Stück. Jene aufgetakelten Frauenzimmer hatten zwei Hutschachteln, in denen noch mehr Puh uud Flitter steckte; ich uxiß es, denn ich sah sie damit iu der Kirche —" „Und der Mann lvar schäbig gekleidet?" fragte Templcton. „Ja, schäbig und gerade wie ein Einbrecher. Eine kurze, grobe Jacke, mit großen Hornlnöpsen; tarierte Hosen, die jedenfalls aus einem Trödlcrladen stammten; eine sehr feine und sehr schmuhige Weste und einen alt^n Hut, der eingedrückt und ohne alle Fasson war. Aber sein Gesicht >var schlimmer als sein Anzug und seine Manieren noch das Allerschlimmste. Ich glaubte, er wollte Spiller um einen Teil des Fahrgeldes betrü» gen; denn dieser sprach sehr heftig und drohte ihm mit der Peitsche. Und dann zu sehen, wie der Mann die Finger an die Nase legte und so gräßlich grinste! Und noch überläuft es mich eiskalt, wenn ich daran denke." „Blieb er über Nacht im ,Nhinozeros'?" „Sie sollen es hören; erst schickte ich meine Jette hinaus, um zu scheu, wohin die feinen Mamsells gingen — denn sie wurden nicht abgeholt — und wohin gingen sie? Zu Jean Diggins. Es waren seine Nichten, und <"r l)ai mit vier Talern die Woche cine Fran mil zwölf Kindern zu ernähren! Ich muß sageu, es ist schrecklich, daran zu denken! Den Mann hatte ich indes nicht aus den Aua/n verloren, und ich wußte, daß er das ,Rhino» zeros' noch nicht verlassen hatte. Wie ich mich anstrengte, um zu erraten, wen er zn besuchen gekommeu lvar, können Sie sich denken. Als Jette zurückkam, schickte ich sie sogleich hinüber zu Frau Parker — das ist das ,Nhino< zeros', wie Sie wissen — um zu fragen, wie viel Uhr es sei. Ich empfahl ihr an, sich ja nach dem sauberen Herrn umzusehen, ob er in der Scheukstube sihe; denn wenn er auch immer im Wagen suhr, paßtc er doch nirgends anders hin, und Frau Parker ist sehr eigen und empfindlich, und fie muß es auch seiu. Nun also, als Jette zurückkam, sagte sie mir, er sihe im Wirtszim-mer und plaudere mit den übrigen Gästen; aber Fra" Parker, sagte sie, sehe gar nicht erfreut aus. Ich konnto mir nicht klar werden, was diesen Mann, der wie ein Einbrecher aussah, ohne Gepäck nach unserem Dorse l^-führt habe, wo er doch anscheinend niemand saunte; als» schickte ich nach ellva einer Stunde Jette wieder hinüber, um mir mein gewohntes Glas Bier zu holen, und ich empfahl ihr an, Frau Parker von den beiden gepuhtcn Mamsells zu erzählen, weil ich dachte, bei dieser Oe' legcnheil könne sie vielleicht euvas verstehen, lvas der Mann spreche. Und so »var es auch. Er sagte, er glaube, ein tüchtiger Marsch in der Dunkelheit werde ihm wohl-tun, er werde jeht für ein paar Stunden ausgehn." „Davon sagten Sie mir ja neulich nichts," bemcrlte Weston. (Fortsetzung folgt.) Lawacher Zeitung Nr. 273 2623 27. November 1912. w» des Kaisers Haupte dem glücklichen Besitzer 5000 Grünen, so konnle ein anderer für scinc> Napuleonlocke »ur 60 Kronen erzielen. Ferner legen die Luckensammler grüßen Werl ans den Zeitpunkt, Zn >velchem die berühmt Locke geschnitteil wnrde. Eine Lücke dun dem zehnjährigen Nelson brachte auf einer Auktion nnr 40 5lronen, wäh» l»d eine Locke von dem Hanpte des unsterblichen Ad« mirals 630l! Kronen vor ungefähr drei Monaten er° '»ielte. Wellingtons Haar steht nicht allzu hoch im Preise. Für 20 Kronen lonnte man eine seiner Locken kürzlich "uf einer Auktion erstehen. Trotz der tadellosen „Auf° »lachung" - sie wnrde nämlich in einem Elni aus Ma. rukkoleder auf der Allklion präsentiert — erhielte eine Locke von Sir Walter Seolt nur 80 Kronen. Einc, Locke seines Ururgroßvaters lvurtx' nnr mit 30 Schilling bewertet, trotzdem diese Locke »on dein historischen 3Zartc ienes Seott flammt, der nach der Vertreibung König Jakobs von Schottland geschworen hatte, seinen Bart »icht eher lvieder scheren zn lafsen, bis ans dem scholii° schen Thron wieder der rechtmäßige Inhaber säße. Nine kürzlich unter den Hammer gekommene Locke Byrons wurde für 270 Kronen zugeschlagen, trotzdem noch ein authentischer Brief von Byrons Scl)wcstcr hinzugegeben wurde, der die Echtheit der Locke bewies. — lDandywcisheit.j Paris steht augenblicklich wie» der im Zeichen der Handies. „Wieder" ist eigentlich falsche denn Dandies gab nnd gibt es in Paris zn jeder Zeit; aber die Dandies aus der Zeit der Nestanration »nd des Bürgerlönigtnms l)aben in diesen Tagen ihre Wiederauferslehnng gefeiert. In der Dandyansstellnng werden ihre Originalitäten verherrlicht. Uild anch Tler mnß die Haare halblang nnd genau in der Mille gescheitelt haben." Wehe über den Ünglückli» chen, der sw ellva einige Zentimeter mehr nach links nägl. Tod und Verderben wird er über sein Team bringeil! Lolal- und Provinzilll-Nachrichtcu. Die Zistcrzienscrabtei Sittich und ihre Vcigaugcnhcit. Ein Veitrag znr krainifchcn Landeskunde. Von Profeffor lleopuld Pcttaucr iu Klassenfuut. (Schluh.) 3. V o n d e r W iede r e r r i ch tnngdes Tiisl e s b i s a nf nnsere Ta g e. Eu »vurde Sittich seil der Anshebnng des Klosters !ür iiber bunderl Jahre ein stiller Ort. In einer See-höhe von 327 Metern zählte es 1890 536 Einwohner, vorübergehend war es der Sitz der Bezirksämter, bis diese »lach Weirelburg übersiedelten. Die ehemalige Stiftskirche, der schmerzhaften Mntler Gottes geweiht, ist die größte Kirche des Landes, war ursprünglich als romanische Basilika angelegt, stellt sich uns aber jetzt als ein Renaifsaneeban dar nn,d ist in seine jetzige Gestalt von Abt Jakob Reinprecht llostergebäude für die Anfiedelnng wohnlich und ,',>veckentsprechend hinrichten. Am 29. September 1898 "folgte die Anknnft weiterer fünf Patres und eines Laienbruders, am 4. Oktober desselben Jahres fand die feierliche Eröffnung des Klosters, die Venedillion der Klausur nnd der Beginn der klösterlichen Ordnung statt, ^cach fünfjährigem Bestände wird im Jahre 1903 das Kloster zur Ab' i>l>in ttidu!,«i!,", das als Mannstripl im Landesarchiv in Laibach anfbeU>ahrt ist, nnr dnrch die Auszüge bei Dimitz zu kennen, verdanke ich viele Einzelheiten schrift» lichen Milleilnng.n eines ehemaligen Sitticher Nonven-tualen, der jetn im Mntterlloster in Mehrera» Iveill. An Literatur benutzte ich folgende Werke! l.j Ei» perle Josip, „Xi-:>»^^l, <1. 693—702, XI. N.. i>. 530—535. Handels- und Gewerbekammer für Krain. ^r Die Handels- »nd Gewerbefammer fiir Kraiil hielt gestern nm 5 Uhr nachmittags unlcr den« Vorsitze des Kammerpräsidenten KneZ eine ordentliche öffeni-liche Plenarsitzung ab. Zu Verifikatoren ws Sitzllngs-Protokolles wurden die Kammerräte Pammer nnd P e rda n noniinierl. Nachdem das Protokoll der letzten Kammersitznng genehmigt worden, erstaltek Kaminersekrelär Dr. M n r. n i t Bericht über die laufenden Agenden des Kammer» fekretariats. Die KamimT'rechnung für das Jahr 1911 erhielt die Genehmignng des k. l. Handelsministeriums; an der Trassenrevision der projektierten Eisenbahn Rann.Rndolfswert sowie an der Kommission in Ange. legenheit der Erweiterung des Bahnhofes in Rndolfs-wert nahmen KamtM'rrat Supan^ii» und Kammer-sekretär Dr. W indi sch e r teil. Die Ausgestallnng dcs Bahnhofes in Aßling, für welche die Kammer sich'wie» derholt eingesetzt hatte, soll einer Mitteilung des k. k. Eisenbahnminisleriums nach Maßgabe der verfügbarcn Mittel sukzessive zur Ausführung gelangen. In betreff der Errichtung eines Postgebäudes in Domicile wurden befünvortende Eingaben an das k. l. Handelsniinisterium sowie an di^ k. f. Post» nnd Telegraphendirellio» in Trieft gerichtet. Kammcrrat Ogrin brachte zwei Dringlichkeits-antrage ein, die er ausführlich begründete. Der erstere betrifft die Reform der Bauordnung für die Landes-hanptstadl Laibacl,, der letztere die FMtellimg ei»es »ormalen ZiegelsormateS. Im Sinne des ersten Anna-' ges sei das Kainmerpräsidinm zu beanftrage», zwecks einer zeitgeinäßen Reform der Bauordnung fiir die Lan. deshauplsladl Laibach init dem krainischrn Landesans» schusfe i» Verbind»ng zn trete» nnd insbesondere hin» fichtlich der Errichtung von Arbeiterhäufern nnd Klein» wuhnnngen, »veiters hinsichtlich der Dachwohnungen, dann in betreff der Znlässigkeil von hölzernen Treppen nsw. entsprechende Reformen anzustreben. Zu der even» tuell einzubernstnden Engnele halte auch die Kammer Vertreter zn entsenden. Kammerral Pa m m er erklärte sich im Grunde mit dem Antrage einverstanden, bea». tragte jedoch zwecks Vorberatnng dessen Zuweisung an den G.werbeausschnß. Der Dringlichleitsantrag »unrde niil dem Zusatzanlrage des Kammerrates Pammer ein-stimmig angenommen. Der weitere Dringlichkeitsantrag des Kammcrratcs Ogrin bezweckt die Feststellung eines kleineren Nur-malziegelfurmaics mit 25 Zentimeter Länge, 12 Zenti-meter Breite und 6,5 Zentimeter Höhe. Der Antrag' steller erörterte in eingehender Weiss die Vorteile eines kleineren Ziegelformatos in technische und ökonomisch?! Beziehnng und gab der Nblizeugung Ausdruck, daß die Baukosten für Ziegclbautcn sich um etlva 13 Prozent niedriger stellen würden — ein Vorteil, welchcr die stag, nierende Bautätigkeit neubeleben würde. Kammerrat Pammer verwies aus den Umstand, daß der Antrag mit der Gewerbeordnung in ursächlichem Znfammen» hange stehe, da ja die Stärke der Mauern gesetzlich fest» gestellt sei, nnd meinte, daß die vom Antragsteller be-rechnling der Verbilligung des Zngelbaues wohl zu opti» mislisch sei. Redner stellle den Antrag, daß auch dieser Tringlichleilsantrag dem Gewerbeausschusse zur Vorbc» ralung Zugewiesen werde. Nachdem noch Kammerrat Podlesnik für den Dringlichkcitsanlrag eingetreten >var, wnrde derselbe dem Gewerbeausschusse M'cks Vor» beralnng zugewiesen. In Erledigung der Tagesordnnng wnrde der Lc-derer Matthias Dolencin Sairach znm Vertreter der Handels, und Gewerbekammer in den Schnlausschnß der gewerblichen Fortbildungsschule in Cairach gewählt. Für die IandU'irlschaftlich.chemifche Verfuchsstation in Lai» bach, w.lche als Laildesailstall zur Untersuchung der Le> bensmittel antorisiert werden soll, wurde die Jahres-subvention von 500 X ans 600 lv erhöht. Weiters wur-den Subventionen bewilligt: dem kanfmännischen Ver-eine „Merkur" in Laibach 500 «, .der gewerbliche». Fortbildungsschule in Kropp 100 !< uyd für eiue Lehr» lingsarbeitenansstlllung in Laibach 200 X; gleichzeitig wurde Kammerrat S ch r e y znm Vertreter der Kammer im Vorbereitungskomitee für die Veranstaltung einer Lehrlingsarbeilenausstellnng gewählt. Über das Gesuch des G.iverbesörderungsinstilnles für Krain um Erhöhnng der Subvention von 1000 lx anf 2000 X referierte Kammerral Pammer, loelcher namens der vereinigte» Ausschüsse die Ablehnung des Gesnches beantragte, da im Voranschläge eine Bedeck»»g für eine solche Erhöhnng nicht vorhanden sei. Die Kam-merräte Kregar nnd Ogrin traten für die Er» höhnna, der Subvention ein, wobei ersterer auf die er. sprießliche nnd erfolgreiche Tätigkeit d.r Anstalt hin-wies. Bei der Abstimmung wnrde der Antrag des Kam» merrales Kregar auf Erhöhnng ix'r Snbvention abge-lehnt und der Antrag des Referenten angenommen. Desgleichen wurden die Gcfnche nm Erhöhnng der Subvention für die gewerblichen Forlbildimgsschnlen in Laibach nnd Krai»b»rg sonne für die Gremialhandels» schule in Laibach abschlägig beschiedeu, ebenso das An. snchen der Fachzeitschrift „Gostilniüarski Vestnil" »m Beivillignng einer Subvention. Kammerral Rohrmann referierte über den Voranschlag der Kammer fiir das Jahr 1913. Der von den vereinigten Sellio»e» ausgestellte nnd von d.r Kmn» mer einstimmig genehmigle Voranschlag weist ein Er» fordern is von 83.262 lv und eine Bedeckung von 13.986 Kronen aus; der Abgang sowie die normierte Kassa» reserve solleil durch Einhebnng einer 8^ igen Kammer, nmlage Bedeckung finden. Der Voranschlag enthält ». a. folg.nde ^'lnsgabsposlen: für die Staalsgewerbeschnle in laibach 500 X, fiir die Fachschule für .Holzindustrie in Gottschee 150 K, für die slovenische z^veillasfige Handels, schule in Laibach 1000 K, für die Gremialhandelsschnle in Laibach 300 X, fiir gerwerbliche Fortbildnngsschnl^n 4400 X, für die projektierte Ausstellung 100«) X, für das Gewnbeförderunl^institnt 1000 l<, für gewerbliche Fachknrse 1200 X, für die landlvirlschaftl.-chemische Ver. snchsanstalt 600 K, für verschiedene andere Unterslütznn. gen 20l»0 X, fiir Tchiilerstipendien an der Staats-gewerbcschnle in Laibach 1800 X, für sonstige Stip n-dien und Unterstützungen zn Bildnngszwecken 1400 l< nnd für den Ausstellnngsfonds 2000 X. Schließlich referierte Nammersekretär Dr. Mnr» il i k iiber das Gesuch des Konsnmvereines für Laibach nnd Umgebung um Befreiung von der Kammernmlage., Der Referent »vies anf Grund der gesetzlichen Vestim» mungen nach, daß der Verein znr Entrichtung der Kammerumlage verpflichtet sei, lind beantragte sonach die, Abweisnng des Gesnches. Der Antrag des Referenten wnrde ohne Debatte genehmigt. Vor Schluß der Sitzung brachte Kammerral Nu» <"-a r die Angelegenheil der Verleihung d.r Tchankkon-zessio» an die Unernehmer des Weißkrainer Bahnbanes zur Sprache, »vobei Kammersekretär Dr. Wi » di s ch ^r ans die ^nlompelen,', der Ka,n,ner in dieser Angelegen-heil verwies. Sodann wnrde die öffentliche Sitzung >,m 7 Uhr abends geschlossen. Malbücher Zeitung Nr. 878. 2624 27. November 1«^2. — jVelobende Anerkennung.) D'as Landlvehr. lommando hat dcm Haupllnann Stanislauv Tara« banvviez anläszlich der Ellthebung von der Zutei» lling beim Geueralslabe, siir dir erfolgreiche Truppe>l° dienslleistung als Subalternoffizicr, dann die als Ge-ueralslabsossizier dnrch 2><>, Iahr^ bciln 22. Landwehr. Insauterielruppeudivisionskomulando und 43. Land» wehr°Insanteriebrigadelommando geleisteten sehr gut^u Dieuste die belobende Auerlelluung ailsgcsprochen. <^om Vollsschuldicnste.j Der k. k. Landesschnl-rat für ^irain hat über Allsuchen des Ortsschnl rales in Via!na Vrezuviea die Einführung des ungeteilten Pur-mittagsunlerrichles im Sinne des § 60 der Schul» nnd Unttrrichtsordnnng an der zweillassigen Volksschule in Vlatna Brezvviea siir das ganze Jahr hindurch vis auf weiteres zu bewilligen befunden. — Weilers hat der Landesschnlral den Austritt der bisherigen Lehrerinnen tt, Clementine Kastolie, !^. Egidia M e n e i n, 8. Clementine D r u l e, Maria l^ keielj und Alsonsa Derganc sonüe >den Eintritt der Lehrerinnen l>. Verchiuana T o lil e e, ^>. Gonzaga sAnna) Gro 3 eli, 5>. Dolorev N e r ga n l und St^pl)anie S ch u l) e r t c'n der Prilxilmädchenvolksschule in Müllkeildorf zur Kenn!» ni^ genommeu. — r>ahrt nxnen, nahm eine Hacke, setzte seiner Ehegattin nach, die mit der Tochter um da<5 Haus die flucht ergriffen hatte, und versetzte ihr zuerst mit dem stumpfen Hackenteile eimii so wuch» iigen Hieli auf den ^iüclen, das; sie zu Voden stürzte. Dann versetzte ihr d^r Angeklagte uoch mehrere Hiebe aus den Kopf. Theresia Osredlar starb bald darauf. Der Angeklagte versuchte anfänglich die ganze Sache als einm Zufällige,, Unglüctsfall hinzustellen. Später aber gestand er die Tal ein und verantwortete sich dahin, das; er sie in der größten Anfregnng begangen habe uud daß er in» folge libermäßigen Genusses geistiger Getränlo über-Haupt nicht zur'echilllllgsfähig gewefen sei. Es läßt sich aber mit Bestimmtheit schließen, daß er absichtlich ans seine Gattin losschlug, nm sie zu töten. Nach vollbrachter Tat saß er ruhig am Ofen uud äußerte sich über Vesra-gl'U, er habe seine Gattin drei Jahre zu spät erschlagen. Über Antrag des Verteidigers wurde die Verhandlung Zwecks Uulersuchung des Geisteszustandes des Angeklag» teil verlagt. — Weiters wurdo der Slrasfall gegen den 1886 geborenen, nach Görjach zuständigen, ledigen Holz. knechl Johann Slrgar in Verhandlung gezogen. Der Sachverhall ist folgender: Am 6. Oktober d. I. geriet der Angeklagte mit Anton 2van in oiuem Gasthanfe in Krniea, Vezirk Mdmannsdorf, in eineil Streit. Hernach verließ 5van znerst das Gasthans und forderte, vor dem Gastlxmse stehend, den Angeklagten mit den Worten heraus: ,,^omm' herans, wenn dn Eonragi,' hast!" Nach» dem er dies weuigsteus viermal wiederholt hatte, trat Strgar, mit einer Flasche uud eiuem Stocke beloaffnel, aus dein Gastl>al>se nnd versetzte dem Avan einige Fanst-schlägo ills Geficht, woranf er sich entfernte, övan ging ihm langsam in der Absicht nach, ihn zu überfallen. Als der Angeklagte dies bemerkte, sprang er zu einem .Holz. stoß, nahm dort ein Holzscheit uud versetzte damit dem Lvan eincil so wuchtigen Schlag aus den Kopf, daß dieser bewußtlos zu Boden stürmte. Strgar wollte dann auf /5van noch weiter einschlagen, wurde aber hieran dnrch den hinzugelommeneu Wirtssohn Potoönil gehindert. 2van starb nach drei Tagen infolge Angetretener Ge» hirnlähmuug. Der Angeklagte ift geständig, verantwortet sich aber mit Notwehr. Von den Geschworenen wurde die Schuldfrage auf Totschlag einstimmig, die auf Überschrei, jung wr Notwehr aber mit nenn gegen drei Stimmen verneint. Auf Grund des Verdiktes wurde der Auge» klagte freigesprochen. — ld betätigte sich vielfach auch auf literarischem Gebiete. So verfaßte er in slovenisch.r Sprache eine Geographie für Bürgerschulen in drei Stufen, eine Methodik des geographischen Unterrichtes, eine Vcrfassungs', eine Vaterlands, und eiue Heimat» knnde, bearbeitete für slovenische Schulen verschiedene Wandkarten, veröffentlichte pädagogische nnd touristische Aufsätze, Neiftbeschreibnngen nsw. in verschiedenen Zeitschristeil nnd ließ im Verlage der „Matica Slo» veilska" eine ausführliche Beschreibuug von Krain in geographischer, statistischer nnd lulturcller Hiusicht sowie eine Geschichte Kraius erscheiueu. Prof. Oro2en be° schäftigte sich in früheren Jahren uuch gerne mit der Touristik nud lvar einer der Gründer des Slovenischen Alpenvcreines, dem er jahrelang als erster Präses vor-stand und der seine ersterbaute Älpeuhütle, die auf der <» Meter ausmacht. Da die Schneedecke dafelbst noch eine Höhi' von 12 Zenlimeler beträgt, ist für Rodelsporl-liebhaber die Bahn sehr einladend, außerdem genießen sie von der Anhöhe eineil enlzückeuden Ausblick. x. — sZufuhr von Steinmaterialien für.Kaimauern.) Der Materialdampfer am Vrühl befurgl feit .inigen Wochen regelüläßig viermal täglich die Steinmalerialien° znfnhr von Pooped nach Laibach. Das Material wird am BriihI sam rechten Ufer des Hmipltanals) abgela» gcrt. Im Hauptkanal werden bekauullich im Zentrum der Stadt Kaimauern errichtet, anßerl>alb der Stadt aber — wie vorher im Grnberkana! — die Böschungen gepflastert werden. Indessen ist das Quantum der Steiumasstu für den Hanptlanal nicht mit dem Bedarf jener im Gruberkanal z» vergleichen. Im letzteren enl° steht nach der Eutsumpsliug cin neues Bild lind diese Aktion wird auch bedeuteud mehr Arbeit nnd Materia, lien erfordc"rn. , x. — ^Schadhafte Dachrinnen und Tauwetter.j Es gibt in unserer Stadt Häuser, deren Dachrinnen derart abgenützt lind schadhaft sind, daß bei Rgen. und Tauwetler aus ihnen ganze Finten ans die Trotloirs und Passanten niederströmeu. Bei vielen fehlen auch dn' obligaten Schneehalter. Diese Mängel könnte» mit ver» hällnisluäßig geringeu Kosten behoben >verde>l, nx'nil sich die betreffenden Hausbesitzer oder Administratoren ihrer Pflicht bewnßt wären; keinesfalls aber sind die Pafsan. ten verpflicht,, t, bei schlechtem Wetter wegen Unpassier. barleit der Truttoirs ihren Weg durch die Mitte der Straße zn nehmen. x. — lZussscntgleisun.q.j Am 22. d. M. gegen 12 Uhr nachts entgleisten zwischen den Stationen Stiege nnd Nenming der Karalvanlenbahn sechs Wagen des Güter-zuges Nr. 97. Fünf Waci/n stürzten »m uild wnrden arg besihädigl. Ursache diesem Unfalles ifl schlechte Ver« ladung einer eisernen, 10.000 Kilogramm schweren Walze, die von der Krainischen Induslriegesellscliast iu Aßlillg aufgegeben lilld bcim Verladeil nichl gehörig UN' terstclll wurde, so d:i der Holzlege des Besitzers Ig'l.'z Ribil Verletzungen erlcnen.) Wie seinerzeit gemeldet, wurde, am ^7. d. M. in Mittcrfcichting bei Krain-liurg der (Hrnnduesiher Wenzel Hafner vor seinem Wohnhause vom Fabritsartx'itcr Ialou Äertoncelj mit dem Meffer überfallen und derart zugerichtet, daß ihm die Eingeweide heraustraten. Hafner ist nun gestern den erlittenen Vcrlehungen erlegen. * (Plötzlich irrsinnig geworden.) Gestern um 4 Nln nachmittags zog der (i^jährige. dem 1'lllohol ergebene Schuhmacher Franz Versula anf dem Maricnplcche seinen Nocl ans, legte ihn aufs Geleise der elektrischen Straßenbahn, sehte sich darauf nnd begann sich die Kleider auszuziehen. Ein Sicherhoitswachmann führte den bedanernswcrteü Mann anf die Aentralsichcrheitswachstnbe, von wo er nack vorausgegangener ärztlicher Untersnchnng mit dem Rettungswagen in die Beobachtungsabteilung des Krankenhauses überführt wurde. * (Unfall.) Gestern gegen M Uhr abends wnrde der Soldat des 27. Landwehrinfanterieregiments ?lnlon Preset, der in der Nähe der Grünen Grube am Vahngcleise dahinging, von einem Lastzuge, der dem nach Wien abgehenden Schnellzuge begegnete, erfaßt nnd ihm das linke Bein über fnhrt. Ter Verunglückte wurde mit dem Rcttnngswageu ins Garnisonsspitnl gebracht. Theater» Runlt und Literatur. ** (Kaiser Franz I«scpl>-Iuliiläumstl,ellter.) DcH Wert „Die Glocken von Corneville" von Planquctte ist ein ^witterding zwischen komischer Oper und Operette, eiu Versuch, die Gegensätze zwischen beiden Kunstgattungen zu überbrücken, der allerdings nicht geglückt ist, aber als wertvolle Errnugeuschnft eiue charakteristische, reizvolle Musik voll Feingehalt zeitigte, die trotz der veralteten, romantischen Handlung nichl sobald der Vergessenl>eit anheimfallen wird. Tas heikle Werk, das anch an den Chor gröbere Anforderungen stellt, war fleißig vorbereitet worden; Lol' ist uamentlich der verständigen Regie des Herrn F e I i r, nnd der schmiegsamen, temperamentvollen Orchesterbeglei-tnng des Herrn Kapellmeisters Hager zu zollen. Die Wirkung der Operette liegt nicht nnr anf der gesanglichen, sondern auch auf der schauspielerischen Seite. Besonders ist dem geizigen Pächter in dieser Hinsicht eine dankbare Aufgabe zugedacht, die Herr F e l i .r auch erfolgreich loste, indem er den Gaspard mit wirksamen, dramatischen Akzenten ausgestaltete, ^räulcin ^ ambauer war ein frische nnd liebe Haiderose, Fräulein Kram er sang die Ger-maine geschmackvoll, schien jedoch weniger disponiert. Herr Hilde sang und spielte den Erben von Corneville mäun« lich markig. Herr Berko gab den einfältigen Grcnichcur, mit drolliger Belveglichtcit. Als Amtmann hatte sich Herr T w e r d v wieder nnnötigcrweise eine Clownmasle zurechtgelegt, die gcwih nicht komisch wirkte. Über die Leistung des Orchesters nnd Chores ist nur Gutes zn berichten. Trotz der braven Aufführung verhielt sich das Pnbliknm kühl: schade nm die Mühe, die auf so unfruchtbare Aufgaben verwendet wird! ^. — (Aus der deutschen Thrntcrtnnzlei.) Dem (5wst-spielc von Fränlein Hilde Mahr, Mitglied des Stadttheaters in Klagenfurt, wird mit lebhaftem Interesse entgegengesehen. Die junge Künstlerin entstammt einer hochgeachteten ^aibacher Familie uild ist ein junges, aufstrebendes Talent, das zn den schönsten Hoffnnngen berechtigt. Die Vruni in Anzcngrnbcrs „Meincidbaner" hat Fräulein Mahr bereits in Klagenflirt mit großem Erfolge gespielt. — (Aus der slliucnischen Thentertanzlei.) Heute abends geht als zweite Krouen-Voltsvorslellung ^udcr-manns „Tiha Sre^a" (Das Glück im Winkel> in Szcue. Beginn nm acht Uhr abends. - Donnerstag (ungerader Tag) gelangt zum viertenmalc „La Traviata" zur Auf' fiihrung. — Samstag Opernvorstelluug, Sonntag nachmittags zlveite Kiudervorstellung „Pogumni lrojaöck" (Das tapfere Schueiderlein), Sonntag abends Overettenvorstel' Inng „Boccaccio". Das Sängerpersonale studiert Zcller6 amüsante Operette „Ptic-ar" (Der Vogclhändlcr), die in den nächsten Tagen anf die Bühne kommen soll; das Dramenensemble ist mit dem Studium der dramatischen Dichtung „Smrt majle Iugovicev" von Vojnovic: und t>c>.' aktuellen Dramas „Napoleons Kriegsplan" von Werther beschäftigt. — (Vil< neueö slovenifchcö Drama.) Engelb. G a na. l' der Autor des bereits ins Böhmische übersetzten Dramas „Sin", hat ein nencs dreiattiges Drama, „Katta PoUa-lova", geschrieben, dessen Stoff dem modernen soziale" Leben entnommen ist. Die Erstaufführung soll am 14. Dezember in Idria stattfinden. "-X"" ü»ib»chei Zeitung Nr, 278, 2«25 27, Novembei 1912, Telegramme des k. t. Telenraphen-Korrespondenz-Nureaus. Audienzen. ^ien, 26. November. Seine ?)tajeftät der 5t aise r !>a< henle den Er^her^va. Nainer in längerer Privat» Wdien,', elnpfan^en. Der Erzherzog sprach dcin Mon» "lclien seinen Tont für die Teilnahme ans, die der 5lai->l'r >väl)reild der schweren Erkrankung des Erf.herzoqs bekundet liatte, und danlte ,',usileich siir die Glückwünsche 'M' (^enesling. Dann folgten die üblichen ^^orträge bei Teiner 'Nlaiestät. Hierans wnrden kardinal-purster,^ tschüs Dr. ^l'aql nnd Hiarinekonxnandanl ttras Vtonte° ^»eeol, >n länqerer besonderer Ändienz empfanden. Reichsrat. strung des Abgeordnetenhauses. Wien, 2L. Noveniber. ^n Beginn der Sihunss brachte der Präsident die Glückwünsche des Hauses anläßlich des freudigen, für die Geschicke dcs Staates l'edentnnasUlillen Ereignisses in der Familie des Erz-l)er/,osis Karl ^-ranz Josef znm Ausdruck. ^Allgemeine ^ttstiinmnnss.) Die Necuernna. brachte ein sechsnionatiges Vud^elprovisorium ein. Es wird in dk' Tagesordnung angegangen. Das Hans verhandelt die zweite Lesnng des ^lassenlotteriegesetzes. ^iachdeni der Nerichlerslatt.r Dr. U r b a n nnd die Minoritätsberichterstatter K r e k, ^fner nnd Dr. Lecher gesprochen hatten, ergriff ^inanzminister Dr. 'lt. u. ^aleski das Wort. ni loendele sich in einer Anfrage in entschiedener Weise gegen dir ungesetzliche Anslösnng von dalmalini-schen Gemeindevertretungen nnd verlangte die sofortige Neantworlnng der diesbezüglich henle eiilgebrachten Interpellation. Der Abg. S e i tz protestierte in einer Anfrage an den Präsidenten gegen die Konfiskation der heutigen „Arbeiterzeitung" wegen Veröffentlichung des ^riedensmanisestes des internationalen Sozialistenlon-presses in Nase! und protestierte insbesondere dagegen, das; der Präsident die diesbezügliche Inierpellation der Cozialdemosrakn nicht habe verleseil lassen. Die Aus» sührungen des ^iedners wurde« von den Abgeordnelen der Linien dnrch lebhafte ,'^vi scheurufe und Lärm unter» brochen. Der Präsident erwiderte, er sei mit Rücksicht aus die schwere Situation, in der sich der Staat befinde, der Ansicht, das; die Interpellation in geheimer Sitzung verlesen werde. Abg. TtöI z l trat unter lebhaftem Veifall der Linken den Ansführnngen des Abg. Seit; entgegen und erklärte, die ganze Bevölkerung wolle den frieden, aber einen frieden in Ehren. Von dem gleichen Gefühle sei anch das Parlament erfüllt. Er hob den pa-lriolischen Sinn der Bevölkerung hervor, die bereit sei, mit aller Kraft für die Ehre und den ^lnhm des Reiches einzutreten. Den Worten des Abg. Slölzl folgte stürmischer, langaichallender Veisal! ans der Linken. Der Prcisi» d,»t beraumte sodann eine geheime Sitzung an, in der die Interpellation der Sozialdeinokralen zur Verlesung gelangte. Das Hans schloß sich der Anschanung des Prä° sidrnlen an, die Intervellalion in der össeullicheu Sil° znug nicht zu verleseil. — Nächste Sitzung morgen vor» mittags. Die Lchrcrgchaltsfragc. Wien, 26. November. Eine Abordnung der Lehrer» Organisationen in Österreich sprach henle unter der Füh» Nmg mehrerer Abgeordneter beim Ministerpräsideuten »nd beim Unlerrichtsministev in der Lehrergchallsfrage bur und lxil nni wohlwollende ^ördernng des Abände« ^ Nmgsantrages zum 8 l>5, des Reichsvoltsschulgesetzes bei der Verhandlung im Abgeordnttenhanse. Der Minister» Präsident belonle, einer politischen Korrespondenz zn» !^lge, daß es Cache der Landtage sei, dem Paragraphen, "»ich >venn er eine andere Hassung habe, praktischen In. l)«ll zli geben. Er verwks daraus, daß leider die ver-sassnngsinäßige Wirksamteil verschiedener Landlage, ins-ändere jenes des Königreiches Vöhinen, geheinuil sei, u»d sprach nnter Neloilung der diesbezüglichen Nemü-^ülgl'u der Regicrung die Huffnuug ans, daß die Wie« derausnahme der Tätigkeit des böhmiscl,en Landtages die ^cöglichkeit bieten werde, nicht bloß die finanziellen Ver. ^llnisse des Landes, sondern anch die kulturellen An» g legrilheilen zn ordnen. Der NnlerrichlSminister sagte ^'e lräs'ligsle Nnterstütznng der vom Ministerpräsidenten 'u Anssichl gestellten Maßnahmen zn. Studcnteuknndsscl'ungcn i» Wien. Wien, 26. November. Heule mittags versammelten !'lh elnxi 800 italienisch. Studenten vor der Universität, !'»i gegen die gestrige Verhaftung italienischer Stndenten l"wle zugunsteu der Errichtung der italienifchen Rechts, wlultät zu demonstrieren. Der ^ng beivegle fich in ge» 'chlussenen Reihcn zum Parlameut, wurde jedoch beim 'nall)anspavl dnrch einen Wachkordon ausgehalten. Die .^lndenten entsandten eine Depntation zn den italieni» Ich'-n Abgeordnelen ins Parlament. Die Deputation er» klärte den italienischen Abgeordneten ncmrlich, daß die gestrigen Verhaslnngen ungerechtfertigt waren nnd daß die Demonstration nnr der Errichtung der italienischen Rechlsfaknltät galt. Keineswegs seien hochverräterische Änßerung.n gefallen. Gegen eine derartige Unlerschie° bung solcher Äußerungen müssen sie ans das entschiedenste protestieren. Die Depntation nrgierte schließlich die Er« ledigung der Vorlage, betreffend die italienische Rechts, sakullät. Die italieuisclM Abgeordnelen erklärten, in bei» den Angelegenheiten die nötigen Schritte bei den maß-gebenden ^aktmvn ehestens einleiten zu wollen. Maßnahmen gegen die Cholera. Wien, 26. November. Die Korrespondenz „Wil» Helm" meldet' Das.Kriegsministerium hat mit Rückficht auf das gehäufte Auftreten der Eholera in Konftanti» nopol und Mazedonien angeordnet, daß von dort auf dem Land» oder Seewege eintreffende Militärpersonen dnrch sünf Tage ärztlich zn beobachten sind und daß Ur» lanbe in diese Gcbiete bis ans weiteres »ich» bewilligt j werden. Eine Kundgebung der christlichen Gewerkschaften Deutschlands. Essen an der Rnhr, 26. November. Der siir heule einberuscne außerordentliche Kongreß der christlichen Gewerkschaften Dentschlands sandle ans Vorschlag des Vorsitzenden, des Abg. Schiffer, folgendes Telegramm an den Kaiser: Angesichts der ernsten weltpolitischen Lage entbieten die znm außerordentlichen Gewerkschaftskongreß in Essen an der Rnhr versammelten Vertreter von 360.0<»<» christlichnationalen Arbeitern Eurei Majestät das Gelöbuis, in nnverbrüchlicher Treue nnd Bereit» schast siir des Vaterlandes Gröj> nnd des deutsche» Vol. kes Ehre jederzeit einzutreten. Todesfälle. Brüssel, 26, November. Die Gräsin von Flandern, die Mnller des belgischen Königs, ist hente gestorben. .KonstaiNinopel, 26. November. Der ökumenische Palriarch Joachim ist gestorben. Der Krieg auf dem Balkan. Belgrad, 25. November. Das Regiernngsorgan „Eamonpwva" führt in Besprechung der, wie das Blatt sagt, peinlichen nnd unerwünschten Äsfäre des öslelrei-chisch-ungarischen Konsnls Prochaska ans, daß die über-cilten, dnrch den sachlicheil Stand der Angelegenheit in keiner Weise begründeten Ausfälle ei ms Teiles der öslerreichisch.ungarischen Presse zu bedauern seien. Selbst wenn die serbischen Militärbehörden einzelne nicht vollauf gerechtfertigte Maßnahmen ergriffen l)aben sollten — mau sage nicht nmsonst -», ^m^'i-c <:<>i!>!,u> :r <
    i-!-<' — ist jedenfalls notwendig gewefen, erst.das Ergebnis der Untersuchung abzmvarleu. Denn ebenso wie die serbische Militärbehörde konnle anch Prochasla selbst gefehlt haben. Die Untersuchung wird ebl'N darlnn, »ver der Schnldtragende ist. Die serbische Regiernng hat ge-genüber 3sterreich°Ungarn nnd auch gegeuübe'r deu übri. geii Nachbarn niemals Schikanen geübt nnd konnle demnach auch kein Iuteresse darau leiben, daß den» Kon-snl Procl)assa irgend etlvas Uiiangeuehmes widerfahre. Dic, serbische Regiernng kann daruach überhaupt keine Veranln,iortl>ng treffen. Wenn die Untersuchuug fehler der serbischen Militärbehörde erweisen sollte, so werden die Behörden diese zu verantworten haben. Belgrad, 26. November. Nach einem Telegramme ans Üslüb ist der österreichisch-ungarische Konsul Pro-chaska dortselbst eingetroffen nnd halle mit dem öfter-reichisch-ungarischen Konsul Edl eine Unterredung, Nelgrad, 26. November. lAus serbisch-amtlicher Qnelle.j Seit gestern verkehren die ausländischen Ko»° snln in den besetzten Gebieten wieder uiil ihren Regie» rnngen auf telegraphischem und brieflichem Wege. Belgrad, 26. November. Wie aus Üsküb gemeldet wird, Hai der griechische Kronprinz Konstantin dem serbischen Kronprinzen Alexander in Monaftir einen zweitägigen Besuch abgestattet und sich heute uach Fiorina begeben. Belgrad, 26. November. Der den beiden Kronprin. zen in l'lsküb bereitete Empfang hatte einen überans herzlichen (5l)arakter. Sie »vurdell, so oft sie sich auf deu Straßen sehen ließen, von der Volksmenge euthusiastisch begrüßt. Tofia, 25. November. Die uirkischen Truppen l^ ben gestern einen neuerlichen Ausfall aus Adrianopel gegen den südlichen Sektor der bnlgarischen Velagernngs-armee versucht. Sie wnrden aber mit sehr bedeutenden Verlusten znrückgeschlagen. Die Bulgaren haben den Be. lagerungsring noch enger geschlossen, indem sie sich der Stadt nm einen Kilumeler näherten. Konstantinopel, 26. November. Wie verlautet, begegnen die neuerlichen Waffenslillsta»dsverl)andlunge» Schwierigkeiten, da die Nnlgaren die Übergabe Adrianopels verlangen, nxis die Türkei niemals zngeben will. -»> .Konstantinopel, 26. Noveulber. Der inlerimistische Vali von Sinyrna telegraphiert: Zwei Sclialnppen nnt zur Lauduug bestimnilen griechischen Truppen, die von den griechischen Kriegsschiffen, die sich gestern früh Ehios genähert hatten, abgesandt wurden, sind von den lürli-schen Truppeil in den Grnnd gebohrt worden. Das K<> uoneu. und Gewehrsener hat nach fünfzig Minnten auf- > gehört. Ein türkisches Blatt bestätigt, daß es den Grie» chen gelnllgeil sei, Truppe,, zu landen uild Ehios zu be> setzeil. Paris. 26. November. Die „Ageuee Havas" meldet aus Kvnstantinopel, daß der Kreuzer „Iurien de la Gravic-re" nach Dedeaga^, wo Unruhen ausgebrucheu seien, abgegangen isl. Petersburg, 25. November. Autoritative kreise weisen die Nehauplnngen eines Teiles der westeuropäi» schen Presse znrück, die Rnßland kriegerische Absichten zuschreiben. Ebenso bestreiten diese Kreise, daß sich die österreichisch-russischen Beziehnngen irgendwie verschlech-lert hätten. Die russische Regiernng bleibe bei oe'm Glauben, daß eine friedliche Lösung des Konfliktes zwi» schen Qsterreich-Uugarn uud Serbien zli finden sein würde, wenn der Valtankrieg beendet sei und damit die Großmächte eiueu klaren Ansgangspnnkl siir die Ver» Handlungen besitzen würde'n. Minister des Äußern Sa» souov sei von dieser Meinung, die anch die höchsten kreise teilten, nie abgewichen. Meiiinngsverschieden. Heiteil zwischen diesen kreisen »nd Sasonov hätten nie bestanden. ^ Petersburg, 26. November. Das Ministerinm des Äußern erklärt, daß die Gerüchte, betreffend feindselige Absichle» Rußlands gegenüber den Nachbarstaaten und betreffend angebliche militärische Vorbereitungen zu die« sem Zwecke, jeder Begründung enlbehren. Gegcu das russich-mongolischc Abkommen. Peling, 26. November. Ministerpräsident Lutschen, ghorang versicherte dein russischen Gesandten, oaß die gegen Kobdu marschierend.!, chinesischen Truppen deu Befehl erhalteil hälleu, Halt zu machen. In den letzten Tagen silld große chinesische Trnppenlransporle nach dem Innern der Mongolei beobachtet worden. Hongkong, 26. November. Die hiesigen Chinesen zieheil, ansgebracht dnrch das rnssisch-inongolische Ab» kommen, ihre Einlagen ans der Russisch-asiatiscben Bank znrück. Keine Gefährdung der Sparkasscugeldcr. Wien, 27. November. Das „Fremdenblatt" bezeich» net alle Gerüchte, welech die Sparkassengelder als ge» fährdel bezeichnen, als widersinnig nnd erklärt es als eine Aufgabe der Prefse, das Piibliliim vor solchen oft »nr um eigeuen Vorteiles willen ausgestreuten Gerücl)» len nm so mehr ,',u ivarnen, als dadurch das sparende Publikum selbst zn Schade» komme» könnte. Kinematonrapli „Ideal". ^>c,6 neue Programm erntete deu ^ruhten Beifall. Besoudertz hervorzuheben ist das aroh« artige ergreifende Drnnia „Tranödie einer Mutter" mit dem gefeierte» deutschen Schauspieler Ferdinand Vmm und der frühen norwegischen Tragödin Ragna Wcttcrarcen. Einer der glän^eudsteu ^,'ordisk-Wellschlaaer. Hochinteressant luie immer ist das Path^-^ournal. Wahre Lachstürme bereitet aber ,^mn Schlüsse Max als Aufschneider. Sainstnc,: älrieasbevichte. Garantiert ciuthenlisch. Im sscldlaner lwn Mustapha Pascha. — Der Sturm auf Ädria» nopel. Die Schrecken des Krieges. - Das Bombardement, der Brand, was von, Dorfe Etabria übrig blieb. — Nm Epidemien zu verhüten, werden die Leichen verbrannt. Das 4. Gebot. Jüdisches Drama aus dein Ghetto. Angekommene Fremde. twtcl „Elefant" Am 2<;. November. Fritzs, Fabrikant s. (hemahlin; Deutsch, ilöniss. Fiilde«. Krt'inc'u. Diamant, Witrofsly, Me« nasche. Kwanofsll», Zuckerbäcker, PMak. Nfdc. Wien. — von Reittisch'Palm l, n, k. Lciltim 't f. Gemahtin. Mnqcnfnrt. — Wenn, t, u, l. Obsilentnant, Pii> t, ^ Erhurdt. Oelnraldireltor, Neunlirchen, — Orime, Ichanipieler; Heller. Insscn,, Laibach. — Sinsslr. Inqenirur, s. Oemalilin, Grohlupp, Liebe. Vasch, Ingmieure; Perelcs. Fiitsä,. Kslte., Graz — Lovreutie, Kfm., ?Idelsber„. - Dr. Varle. Notar, Kozje. - Proppcr, Rsd., ^Beril. - Tauber, Nsd., Prag, Puday, Rsk., Budapest. — Wohlmuth, Nst»,; Vohacen, Äeamter-, Hafter, Handelsmann, s. Geinahlin, Ässram.__________________________________ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306-2 ni. Mitll, Luttdruck 73l"' mm. D ^Z W 3« "''" "«Hwmei« I«3 y« ^ u. N. T39 h 3 0 windstill l heiter ! ^" 9U. Ab. 89 0 -1« NO. schwach l » i 27 s 7^Ü7F? s^36^6s -4 9 SSO. schwach . Nebel j 0»0 DaS Taaesmittel der gestrigen Temperatur beträgt 0-3°. Nonnale 1 li'____________________________ Der Weg zum „Erfolg" Hochinteressant und wichtig lür jeden Kaufmann I Dieser Film wird nooh bis inkl. Freitag, den 29. d. M. im hiesigen Kinematograph „H" bei allen Vorstellungen zur Aufführung gelaugeu. Interessenten werden auf diesen, für Kaufleute besonders wichtigen Film aufmerksam gemacht. 4943 Laibacher Zettung Nr. 273. 262« 27. November 1912. Ausweis über den Stand der Tierseuchen in Krain für die Zeit vom 16, bis zum 23. November >91^. Es herrscht: der Rotz im Vezirle Oottschre m der Grmciude 3iiegulfswert in den Gemeinden bönigstein (2 Gel,.). Pieöna (2 Geh.); die Tubertulose der Minder im Äezirle Ndelsbern in dl,»r Gemeinde Dorne^g (1 Geh,). Erloschen ist: >er Rotlauf der Echweinc im Bezirke Adelsberg in der Oeiminde Dornegg (1 Geh.); im Vrzirlc Stein in der meinde Krlina (1 Geh.). A. K. Ac,trdcvrl?gierung für Arctic. Laibach. am ^3, Noucmlicr U Uossen'Abonnement ungerade Auftreten des FU. Hilsse Mahr vom «aiser-Iubiläumö- Stadtthrater in Ulagensurt Der Meineidbaner Aoltsstück mit Gesang in drei Anfzügen (7 Bildern) von Ludwig .'Inzengruber Mesto vsakega poaebnega obvestila. Potrti najglobokeje žalosti naznanjamo vsem sorodnikom. prijateljem in znuneem srce pretresujoèo vest, da je aas predobri in iskrenoljubljeui soprog, oèe, brat, svak in stric, gospod Franc Orožen c. ki?. ppofesop itd. danes zjutraj ob pol peti uri po muöni bolezni in sprejemši sv. zakramente minio zaspal. Pogreb se vrši v sredo dnö 27. t. m. ob pol èetrti uri iz hiše žalosti Sv. Petra nasip št. 37 na pokopališèe k Sv. Križn. Blagega pokojnika priporoèanjo v molitev in blag sporain. Sv. maše zadušnice se bodo brale v farni cerkvi sv. Petra. Ljubljana, dne 26. novenibra 1912. Hilda Orožeu roj. Xegcliko, soproga. — Frau in Jauko, sinova. \ni ostali sororiniki. I. slovenski pogrebni zavod Jos. Turk. 4945 Der Lehrkörper der t. t. Lehrer-nnd Lehrerinncnbildungsanstalt in Laibach gibt die betrübende Nachricht vom Hinscheiden seines lieben Mitgliedes, des Herrn Franz Oran k. k. Professors der Vll. Nangklasse der am 26. November nach tnrzem, schwerem Leiden, verschen mit den heiligen Sterbesakramenten, im i')51. Lebensjahre sanft im Herrn entschlafen ist. Das Leichenbegängnis des teueren Verblichenen findet Mittwoch, den 27. November um halb 4 Uhr nachmittags vom Tranerhanse, 8v. ?6ti-a nu8izj Nr. >!7, ans statt. Dem vorzüglichen, gewissenhaften Lehrer, dem wohlwollendsten Frennde der Ingend, dem edlen nnd liebenswürdigen Kollegen möge ein ehrendes Andenken bewahrt bleiben. Laib ach, den 26. November 1912. Uèiteljski zbor c. kr. uèiteljižè v Ljubljani javlja tužno vest, da je njega ljubi tovariš gospod Francišeh Orožsn c. Hr. profesor VII. ein. razreda v torek, dne 2G, novenibra po muÈni, kratki bolezni, previden s svetotajstvi za umirajoèe, v 5lJ. letu svoje starosti rairno v Gospodu zaspal. (4942) Pogreb predragega rajnika bo v sredo, dne 27. novembra ob pol 4. uri popoldne iz hiše žalosti, sv. Petra nasip št. 37. Izvrstnemu in vestnerau uèitelju, naj-boljšemu prijatelju mladine, vrlemu in Iju-beznivemu tovarišu ostani blag spomin! V Ljubljani, dne 26. novembra 1912. Aktienkapital: 150,000.000 Kronen. Ills, Verkauf und Belehnung von Wertpapieren; Bfirsenordrei; Vsrwaltuni von Depots, Safe-Deposlti etc. Filiale der K. K. priv. Desterreichischen (1835) in Laibach Crit-flnstali iür Handel und Bewerbe Prešerengasse Nr. 50. Reserven: 95,000.000 Kronen. Escomptevon Wechseln u. Devlseo; 6eW' elnlagen geg. EinlagsbDcher u. Im Kilt»' Korrent; Militär-Helratskautlomii «to. Kur^c an der Wiener Börse vom 86« November 1SH8. SH.luflkurs Geld 1 Wore Allg. Staatsschuld. Pro». <(Mai-Nov.)p.K.4 S3 - 83-2C | *«/„ ) , .. P- U* **¦ S3S0 2 k. st. K.UJan.-Joli) p. K* SS- 8820 ¦ I ,, P A* S3 - S3-SO 2 42%11.W-Not.Fab.AuK.iLK.4-Z 86 — f>6— •S *-i% ,. -, M ,. P.*.*'« *«•- *«¦- L 4-2n/„ 8Ub.Apr.-Ott.1>.K.4'2 S6-60 »6-70 wU-a«/0 „ „ ,, „ p.A.48 86-fiO *670 Lose v.J.18ß0iu6O0fl.l) W.4 1630 ll>*0 Lose v.J.lHfi0z>. 1OO0.Ö.W.4 441 — 463 — Lose v.J.18t>4:tu 100 fl.ö.W... . g/71— 629 — Lobov.J.18(;4zu 60fl.ö.W----- 319-— 381 — 8t.-Doman.-Ps. iaofl.3O0F.6 — •— —- üesterr. Staatsschuld. 0e8t.StaaU.n0hat7.Huh.ptfr K. 4 96 40 96 60 Oost.Goldr.Btfr.GoidKat,8«..4 108 66 WSS' ,, „ ., ,, p.Arrgt. i 108 6t> lOfi-fie> üest.R«ntei.K.-W.Btfr.p.K..4 88-— saso ,, ,, ,, M ,, ,,U..4 88-06 H32f< Oest. Rente i. K.-w. stcuerfr. (1918) p. K............ 88-— 82-20 Oest. Rente i. K.-W. «teuerfr. (1912) p. U............ 88-— 82-20 Oest.lnvü t.-Rent.8tfr.p.K.Ö«/j 7820 73-40 Franz Josefsb. i. Silb.fa.S.)»1/, 10660 10660 QtXiz.. KarlLudwigBb.id.St.)4 8870 »470 Nordwb.,ö.u.8üldanl.l«K)7 t00K4«/j 9170 92 70 Pfandbriefe und kommunalobligationen. lim'enkr.-A. tiBt., nOj. ö. W. 4 8826 S9-26 Boiiunkr.-A.C Dalmat. v.K. 4 97- 977» Böhm.WypothukenbankK . . 5 100— 101- i.lt.0. Hypothbk., i. 67 J.v.K.4 912o 9!!6 Sclilußkurb Geld |Ware Prur Böhm.Lb.K.-Schuldgch.,&0J.4 90 ¦— 91-— dto. dto. 78J.K. 4 88 66 89-66 dto. E.-SchnldBch. 78 J. 4 88-66 89-66 •ali7..Aki.-Hyp.-Bk.......5 — ¦— -•- dto. inh.ftoj. verl.K. 4>/, 92-60 98-60 (iuIii.LandeBb.61Va J v.K. 4'/v 93-60 94-60 -ito. K.-Obl.HI.Em.42j. 4«/, »/¦¦- 92-- (»ilr. Bodenkr.-A . 86 J. ö. W. 5 99-06 1OOO6 lBtr.K.-Kr.-A.i.52V,J.v.K. 4»/2 93 40 94-40 Miihr. Hypoth.-B. o.W.u. K. 4 86-96 86-96 i\iieti.-öst.Land.-Hyp.-A.66J.4 «7-7ö 8S-76 Oest. Hyp.-Bank i. 50 J. verl. 4 «77s 8876 OMt.-eng.LiankSOJ.v.ü.W. 4 9r-_ 93-— Hto. 50 J. v. K..........4 92-80 93-80 (inntr.Hyp.-B. ung. Spark. 4'/j 94 — 96-— Con.ribk., Pest. Ung.41 J. 4'/i 94-7S 96-76 dto. Com. 0. i. 50"/« J- K 4'/i 9^-— s«'-- Herm.B.-K.-A.i.50J. v.K 4'/, 93-26 94-26 Siark.InnerBt.Bnd.i6OJ.K4V2 94-60 96-60 dto. inh.öOJ.v.K.....4'/i 86-— #6-- Spark.V. P. Vat. CO. K . . 41/, 93-- 94- Ung. Hyp.-B. in Pest K . .. 41/-, 93-26 94*6 ¦Ito. Kom.-Sch. i.50J.v.K4«/i *7ßO 98-60 Ei*t>n bahn -Prior.-Oblig. Kitsch.-()dorb.E.1889(d.S.)S.4 W- 86-— dto. Em. 1908 K(d.S.) . . .4 84-~ g6- Lemb.-Czer.-J.E.1884 300S.36 78-46 7.q.<« dto. 500 S............4 S4-66 S6-6* StaaUeiBenb.-Gesell. E. 1896 d.St.)M. 100 M........3 ST— S8-- Südb. Jan,-J. 500 F. p. A. 2-rt 137- 288— UnterkrainorB.(d.S.)ö.W. .4 —"— — •— Diverse Lose. Uodenkr.öBt.E.1880äl00fl.8X 260-— 212-— detto E. 1889 ä 100 ü. . . . 3X iSi~ 244 — Hypoth.-B.ung. Präm. -Schv. ;i 100 fl................4 S83-60 246- 60 Serb.Prämien-Anl.älOOFr. 2 109— H9 — Rud.-Baailica(Domb.)&H.ö.W. is-— Z9-- Schlußkuru Geld j Ware Cred.-Anst.s.H.n.G.lOOfl.ö.W. 469-- 4Sr Laibach. Präm.-Anl.20fl.iKW 66' 72 — HotenKreQi,önt.(i.v.lOsl.rt W 49- SB- — üetto ung.G.v. . öü.ö.W. 29-— 86-— Türk.E.-A.,Pr. O.4O0 Kr.p.K. —— —-Wiener Kommunal-Loee votn .Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 474— 486 — J.-winatsi-.h. dor 3»/0 Pr.-Sch. dsrBod.-Cred.-Anet. E. 18«0 46-60 62-60 >;ewinstech, der 3»/0 Pr.-öch. derBod.-Cred.-Anst. E. 18M9 64— 74 — Gowinstsoh. der 4°/,, Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 82— 38-— Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 sl. L. M. 1146- U66 — Ferd.-Nnrdbahn 1000 fl. C. M. 4680 — 4700-— Lloyd, fisterr........400 K 497 — 602 — Staats-Eisb.-G. p. U. aO() fi. S. 667 — 668 — SUdbahn-G.p, t). .. . 600Frs. 99-70 1C070 Bank-Aktien. Auglo-ÖBterr.Bank 120H.18K */¦•_ »16 — Bunk.ver.,Wr.p.U. 2000.30 ,. 494-- 494-— Uod.-C.-A.allg.öst. 300 K 64 „ 1168- 1164-- Cr«dit-Anst. p. U. 32OK32 „ 695-60 600-60 Credit-B, ung. allg. 200 sl. 42 ,, 779— 780- Eskompteb. ateier. 2O0fl.32 ,, 87*-— 678 — EBkompto-G.,n. ö. 400K88 ,, 7O9-- 71V- Luuderb.,öst. p.ü. 200sl.28 ,, 477— 478'— Laibacher Kreditb. 400 K 28 ,, 426-— 429-— (leat.-ungar.B. 14OOK9O8O „ 20J6-— 2026-- Lmuül.UU>.p.U. . . 20Ufl.88 „ 66780 66S-60 '4L«l^luRbank,allg. 1400.20 ,, S47— 349-— nvTViRtcn.banka 100fl.l4„ S63-— 264- — Industrie-Aktien. (>«rg-u.Hüttw.-(i., öst. 4O0K 1140-- 1164- — HirtenbergP.,Z.n.M.F. 400K 1184- 1200--Königeh.Zeir.ent-Fabrik 400 K *70- *7ö---LongenfelderP.-C.A.-G. 260 K 160-— 1ST— SchluöKLta_ Geld [ Ware. M»ntanK«a.,o«terr.-alp. 100H. 962 76 96*7» PorliTioosor h. K. u. P. lOOsl. 438— 443 — rru^rEiaeuind.-GoaclI. 500 K 3220 - »240-^ Huuamor.-Salgo-Tfirj. 100 fl. 682 60 683^0 SalKÖ-Tarj.Stk.-B.....lOOfl. 690- - «.««—" Skoilawerke A.-G. Pils. 200 K 733-— 734— Walfen-F.-G..österr. . 100(1. 996-— 100*'- ^oißenfelBStahlw.A-G. 30()K 770— 780-~- WoHtb. Bergbaa-A.-G. lOOfl 8.??-— 641 -" Devisen. Kurze Sichten nnd Seheoks. iJoatoche ßankplätze....... 118-10 "gi.i ttalieniache Bankplätr.e..... 94 96 9*'*. London................ 2422 :**•. b'aris ................... 99-9« »«'' Valuten. Münzdukaton............. lf4t t'*^ ^O-Krancs-Stücke.......... 19-22* '9'z', ¦-'O-Mark-StüükB........... 2» 66 *' '0 Deutsche Reuihubanknoten .. 118 10 it» f Italienische Banknoten..... 9#76 »*• Rubel-Noten ............. 268-26 t'* Lokalpapiere naeh Privatuotier. d. Pillaled. K.K. luiY.Oent.Oredii-AnntaU. ^ Braueiei Union Akt. 200 K 0 296— ***^ Hotel Union ,, 500 „ 0 — - *~ strain. Baugea. „ 200niaK 200- *J° ,, Indnstrie „ 200 „ 440- 4i°^ Untorkrain.St.-AWf. 1000. 0« 70•-- ** tiankxlnafoO 6 °/0 üie Notierang ¦ämtlicher Aktien onfL,'Jt. ,,OiTersen Lose" versteht sich per i"u