^»« O«. Donnerstag am R3. März «85« Die „L^ibachcr Zeitung" erscheint, »»it Ailsnahme dcr Tuilll- und Feiertage, täglich, und ko^ct saünut dcn Äcila^cn i», II. c, »i v toir ganzjährig 11 si., halbjährig 5 fl. Iy sr mit Kreuzband >>u CoüN'tl'ir gciuzjährig 12 st., ha l l'jii hrig l» si. Für die Zuiisllung i»s Hans stud h a l bj ä h ri q 30 lr. mchr zu entrichten. M it bcr Po>1 per to? frci ganzjährig, unter Kreuzband und gedruckter Adresse 15 ft., halbjährig ? st. 30 kr. — Iu scrati ousgebul, r fnr line Sl'llltcnz>i!l odrr dcn Naum dersrlbfn, für ein-lualiqc Einschaltung Z fr., für zwci'ualiqc 4 fv.. sur drciinaligc 5 fr. (5. M. Insrratc bis 12 Zcilm kosttu 1 fl. für ^ Mal. 5tt fr. für 2 Mal und 40 kr. für l Mal einznfchaltl». Zu dilse» Ocbührm ist „ach dem „provisorischen G^sctz. voin tt. Novenibev l. I. für Iusertionsstäiupel" noch 1l> lr. für cinc jcdrslualigc Einschaltung hinzu zu rechncn. Aemtlicher Theil HIeute wird daZ VlN Stück, NI. Jahrgang I85l, dcs Landcsgsfttz' und Regierungsblattes für das Krollland Kvain ausgegeben lind versendet. Laidach, dcn 13. März l85l. Vom k. k. Rcdactionsbureau des Landesgesetz-blattcs für Krain. Se. k. k. Majestät haben über Antrag dts Mi' nisters des Cultus und Unterrichts mit a. H. Entschließung vom !9. Februar d. I, dcn außcrordent. lichen Professor der Augenheilkunde an der Lembergcr Universität und galizischen Landesaugenarzt, Dr Anton Slawikowski, zum ordentlichen Professor der Augenheilkunde an der Universität zu Krakau aller-gnadigst zu ernennen geruht. Se. k. k. Majestät haben über Antrag des Ministers des Cultus und Unterrichts, den Dr. Carl We in ho Id, ordentlichen Professor der deutschen Sprache und Literatur an der Universität zu Krar'au, in gleicher Eigenschaft an die Universität zu Gratz allergnädigst zu übersetzen geruht. Daö k.k, Finanzministerium hat den bisherigen provisorischen OcconomatZveNvalter, Franz Klein, zum wirklichen Oeconomatsvcrwalter der ungarischen Finanz'Landesdireclion ernannt. Der Minister des Innern hat den tirolischcn Bezirks-Commissär zweiter Classe, Carl Ritter von Mersi, zum provisorischen Bezirkscommissär erster Classe und dcn Concipistcn der Tricntiner Cameral-Bezirksverwaltung, Joseph N öck, zum provisorischen Bezirkscommissär zweiter Classe für Tirol ernannt. Veränderungen in der k k. Armee Generalität. Feldmarschall. Lieutenant Anton von Wober wurde — m allcrgnädigster Berücksichtigung seiner scchziglährlgcn guten Dienstleistung- mit dem Charakter und der Pension eines Feldzeugmeistcrs; -ferner: FcldmarschaU^ieutenant und Truppen-Divi sionar Gustav Graf W i m p f f en; _ die General-Majore: Carl v Rainer. Fchungß^ommandant zll Zara. und Georg Graf D ra s k ovic. Briaa-dier im 7. Armcecorps, Neide mit Feldmarschall-liieutcnants'Charaktern<,,wnn,.ß8; endlich-. Genera-Major Franz Lack, Festungs-Commandant zu Alt-Gradiska, und Generalmajor und Brigadier Franz Freiherr von Weiß in den Ruhestand übernommen. Zl'nn Präses-Stellvertreter beim nied. österrci. chi'schen ^»lii^i'Nl, «l^Ie^nlun» militari mixtlim wurde d,r disponible Feldmarschall-Lieutenant Wilh. Freiherr v. Lebzeltern ernannt; Feldmarschall-Licute-nant Joseph Freiherr v. M a urer erhielt, nach Ent? Hebung von seinem bisherigen Posten, das Festungs-Commando in Zara; — woqegen zum Festungs.-Commandanten zu Temetzvar, der disponible Feld-marschall.liieutenant Carl v. Fischer, und welters der GencralMajor Franz v. Ufjcnbcrg, zum Fe.- Nungs-Comina»danten zu Alt Gradiska, und der General Major Albert Hablitschck, aus dem Pen-sionsstande, zum Stadt - Commandanten zu Fiume ernannt wurde. Feldmarschall.-Lieuteiiant und Truppen-Divisio^ nar August Freiherr von Lederer wurde zum 5. Armcccoips, — der disponible Feldmarschall-Lieule.-nant Carl Baron Perglas nach Gratz, und der disponible General Major Moriz Freiherr von 3e« derer zum 8. ArmeecorpZ eingetheilt. Nichtamtlicher Theil. Zur Sch ulfrage. Von l)r. V. F. Kl un Das Wiener „Fremdenblatt« vom ll. März bringt die sicherlich erfreuliche Nachricht, daß S e. M a j. die Errichtung von ObeoNeal-Schulen in der Hauptstadt eines jeden Kr 0 nlandes genehmigt hat. Wir benutzen , diese Gelegenheit, unsere Ansichten zuerst über die Realschule, und dann über das Volksschulwesen im ^ Allgemeinen in möglichst gedrängter Kürz? darzu-lcgcn. Ueber die Wichtigkeit, ja wi, können sagen un- > bedingte Nothwendigkeit der Errichtung einer! vollständigen Realschule in Laibach ist zu verschiede-nen Malen schon so viel geschrieben worden, daß darüber wohl nur Eine Ansicht herrscht. Troy die. ser allgemein anerkannten Nothwendigkeit existirt aber noch immer nicht die Realschule, und wir glauben, da bemls der zweite Schulsemester begonnen hat, diese Frage neuerdings recht warm vertreten zu sol. len, damit wenigstens für das kommende Schuljahr »852 in dieser Beziehung etwas gethan werde, Werfen wir zuerst einen Blick aus den gegenwärtigen Stand der beiden Classen der Laibacher Unterrcalschule — vormals die beiden Jahrgange der vierten Classe. Am Schlüsse des dießjährigen ersten Semesters betrug die Zahl der Schüler in der ersten Classe IlO, und in der zweiten 54. Wenn wir auf die Vorjahre zurückblicken, in denen im ersten Jahrgange vierter Classe die Schülerzahl selten über 50, und im zweiten Jahrgange zwischen 20 und 30 (mitun-lcr auch unter 20) war,- und vergleichen wir die Zahlen mit jenen der ersten Gymnasialclasse, wo vor Zeiten zwei Abtheilungen mit l30 bis 150 Schü. lern, heuer hingegen nur 62 ist-, so smden wir darin einen sactischcn Bcweis, wie sehr die Bevölkerung Krams, und insbesondere Laibachs, die hohe Wichtigkeit der Neal-Wissenschaften anerkennt. Wir sehen darin klar ausgesprochen, daß die practische Lebens-anschauung ein allgemein anerkannter Vorzug dcr Kraincr, dcn Geist unserer industriellen und practi, schcn Gegenwart vollkommen erfaßt, und zu würdigen versteht. Ein großer Theil der Eltern ziehet es vor, ihren Kindern eine Erziehung zu geben, die sie nach einer kurzen Reihe von Jahren in den Stand setzt, auf dem Felde der Industrie in ihren verschiedenen Zweigen sich ein sicheres, unabhängiges Brot zu erwerben-, als daß sie durch einen Zeitraum von 15 bis l8 Jahren einen großen Kostenaufwand aufopfern würden, unter fortwährender Besorgniß, ob wohl die Söhne ihre Studienzeit derart benützin daß sie dereinst sich ein hinreichendes, ehrenhaftes Auskommen verschaffen können. Und welcher praktisch Sehende, mit den Verhältnissen unseres industriellen Iahrhundertcs Bekannte, sollte ihnen dieses verargen? Nebst den materiellen Vortheilen, die diese höheren Volksschulen gewähren, haben sie auch in mtellrtturller und moralischer, daher mittelbar auch in politischer Hinsicht große Vorzüge. Während einerseits die Geschicklichkeit gehoben wird, wird andererseits die Neigung für die rein bürgerlichen Beschäftigungen erhöht. Der Bürgen und Gewerbs-mann, möge er sich in was immer für einem Fache bewegen, wird durch die erlangte Bildung nicht nur in seinem Geschäfte arbeitsamer, tüchtiger und selbst» zufriedener, er Mrb auch ein rechtschaffenes Unterthan, der seine Obliegenheiten und seine Rechte richtig erfasset, er wird ein braver besorgter Familien, vater werden. Durch Verbreitung von Volksbildung, durch Errichtung von Volksschulen, und durch die auf diesem Wege ohne allen Zweifel gesteigerte Vtrbesse,-rung der materiellen Lage dcs Volkes wird das staatliche Gedeihen und Aufblühen am sichersten erreicht, und die sicherlich nicht ungegründeten Klagen, daß geistige Schwäche, welche durch Leicht-gläul'igkeit und Vorurtheile jedem Verführer offenes Feld bietet, m,d Demoralisation d,r Grund staatlicher Unordoungen und Umwälzungen sind, werden von selbst behoben. Volksbildung entfaltet daher nach allen Richtungen Glück und Kraft. Nach diesen allgemeinen Bemerkungen kehren wir zu unserm in Frage stehenden Gegenstande zurück. Der gegenwärtige, außergewöhnlich starke Schulbesuch unserer Unter. Realschule hat seinen Grund vorzugsweise darin, daß die Eltern sich der Hoffnung hingaben, es werde eine vollständige Real» schule in der Zwischenzeit in Laibach errichtet wer. dcn. Mit Ende dieses Semesters vollenden nun 54 Schüler die zwrite Classe der Realschule; wohin sol, len sie sich dann wenden? Sie können sicherlich in der Mitte ihrer bereits begonnenen Studien nicht stehen bleiben, und müssen daher außer Landes ihre Studien fortsetzen!! Diejenigen aber, welche nicht die Mittel dazu besitzen, — wozu ohne Zweifel ein großer Theil gehölt — diese müssen auf dem halben Wege stehen bleiben! Sollen nun die Eltern in ihren festgehegten Erwartungen, die sie auf die gemachten Zusichcrungen der Errichtung einer Realschule gründete», und die sie bestimmten, ihre Kinder diese Lebensbahn einschlagen zu lassen, nicht getäuscht werden, — und sollen die Kinder diese Jahre nicht verlieren -. so ist es ersichtlich, daß für das Schuljahr ,852 der dritte Jahrgang der Realschule in Laibach gegründet werden müsse. (Fortsetzung solgt.) Kaibach, l2. Mari- Das Ministerium des Innern hat die Resignation des Herrn Michael Am drosch zur Kenntniß genommen, und hat die Vornahme einer neuen Bür« germeisterswahl nach der prov. Gemeindeordnung sül die Hauptstadt Laibach angeordnet. 248 Slavische Nundschau. Einer Corrlspondenz des „V. !).« aus St. Pe< tersburg entnehmen wir Folgendes: Die Isaakskirche. in welcher seit Jahren gebaut wird, beschäftigt Zusende von Arbeiter,,. Um die Naustätie liegen große Massen von weißen carrari schcn Marmor und andere Steinblöcke, aus denen die verschiedensten Kunstobjecte gemeißelt wcrdcn. Wie mühsam die Arbeit styn muffe, geht daraus hervor, daß an dem Zerschneiden einer Marmortafel zwei Mann einen ganzen Monat zu thun hatten. Der Hauptbau der Kirche ist beendet. An den Gesimsen sind Arabesken aus Bronce mit schönen Basreliefs angebracht. An der Südseite ist die Geburt Christi, an der Nordseite die Auferstehung, gegen Osten der Sieg des Christenthums über dasHcidcn-thuin und im Westen der heilige Isaak in segnender Stellung, der Czar und die (Zzarin, dargestellt. Im Innern arbeiten unzählige Maler und Bildhauer, und gefällt eben ein Theil der Arbeit dein Kaiser nicht, dessen Geschmack sich stets als fein und richtig bewährt, so wird rie Arbeit von Neuem begonnen. So waren die Decken der Kuppeln auf das Prachtvollste ausgestattet, und dennoch mußte die ganze mühsame Arbeit abgetragen und von Neuem angefangen werden, weil einzelne Theile nicht gmug entsprachen. Nach dem Ausspruche von Kunstver» ständigen dürfte diese Kirche, wenn n^cht die größte, doch die schönste in Europa werden. — In Folge dcs für Galizien erfolgten Verbotes des Teschener polnischen Wochenblattes „ lv A»!>. I^»t.« die Cholera auögebrochen und hat in kurzer Zeit 15 Personen dahingerafft. Corrcfpolldettzen. Aus dem Preßbuvger District?, 8 März. — s^> — Wen» sonst dit stillen Fasten Häringe und Stockfische zur ausschließlichen Lebensfrage gemacht haben, so ist dirß jetzt, in unseren Mosaikvcr-hällnissen, anders geworden, und die Politik bildet jetzt das Chamäleon, das jcdcn Tag eine andere Farbe zeigt. Die englischen Zustände vor Allem sind für den radicalcren Theil unserer Bevölkerung — um mich eines Gemeinplatzes zu bedienen — „ein geflmdtms Fressen," und ich übertreibe nicht, wenn ich Ihnen erzähle, daß gestern sich in der Stadt Preßburg das Gerücht verbreitet hatte und für bare Münze hingenommen wurde: „Cobden habe ein neues Ministerium gebildet und die Königin die Krone »isdergelsgt.« Was soll man auch in dieser langweiligen Periode treiben? der Carneval hat die Köpfe verwirrt, und da isl's eben kcin Wunder, wenn es noch arg darin spukt! Am wenigsten Aufmerksamkeit finden die Dresdener Konferenzen, mid man glaubt hier immer noch nicht an den Gesammteintrilt Oesterreichs in den deutschen Bund. Habcn ja doch die ungarischen Emigranten daa/gen protestirt!? Von den inländischen Angelegenheiten nimmt das demnächst «wartete Landcsstatut unsere Eonntagspolitikcr am Mlisten in Anspruch, und je länger sich die Anwesenheit des Statthalters Geh ring er in Wien hinaus-zuht, desto gespannter ist man darauf. Inzwischen sind die wichtigst«,, Reformen bereits in's Leben getreten, und das Ganze bedarf nur noch einer organisatorischen Politur. Die Gemüther fangen allmälig an, das Herbe der neuen Besteuerungen«;« verdauen, und so wird uns am Ende nichts mehr im Magen liegen, als eine Dosis Galle Über das Nococco.-Welter, das der liebe März entfaltet. Traun, wir werden jetzt systematisch eingeschneit, und bereits hcutt wurde der Train auf unserer Eisenbahn durch die Schneemassen ausgehalten. Das ist die erste volle Ladung, welche uns der gestrenge Mentor vor seinem Schinde brachte, aber schon fängt sie sich an, in Koth zu verwandeln, und die Gummielasticunlschuhe, welche dis jetzt meist ruhig hintern Ösen lagen, werden aus ihrem Winter-schlafe geweckt. Auch unsere kaum eingehängte Schiff-brücke mußte ob des Eises wieder entfernt werden obwohl die Donau im Augenblicke keines mehr fuhrt und fo klein ist, daß vorige Woche einige lose Knaben bis über die Mitte des Stromes wateten. Dcßhaid sind auch die Dampfschiffe ausgeblieben und die zahlreichen Schiffmühlen noch nicht eingehängt worden. Allem Anscheine nach war der dichte Schncefall der Schlußeffect des Winters, und wir wollen hoffen, daß sich bald der Frühling in seiner unveränderlichen Gestalt zeigt. Mit unserer Sonntagsfeier wird es seit Einführung des Tabakmonopols nicht mehr so streng wie srüher genommen; eine dicßfallsige Kundmachung zeigt an, daß die Stämpel und Tabakvcrkaussläden, mit Ausnahme der sechs gwßten Feiertage von Früh an bis 9 Uhr, und dann von 12 bis in die Nacht , offen gehalten werden dürfen. Oesterreich Wien, ltt. März. Die von einem Herrn, Namens Ehrcnberg, fortwährend betriebenen lZoloni-sationsdestrel'ungen, bezüglich Ungarns, sind rein privater Natur, und wie wir zuverlässig hören und wie schon einmal öffentlich bekannt gemacht'ward, hat die Negierung nichts damit zu schaffen, und will sich damit in keiner Weife betheiligt wissen Dieß zur Kenntniß all' Derjenigen, namentlich im Auslande, welche durch falsche Darstellungen irrge. leitet eine Solidarität der hiesigen Staaisrea>lu>,g mit den Ehrenberg'schen Projccten voraussetzen möchten. — Die Feuersbrunst, die Tuln jüngst heim-suchte, hat im Ganzen 83 Häuser ergrissen: darunter von öffentlichen Gebäuden: den Pfarrhof, die Kaserne, das Bürger- und Militärspital. Das Steueramt, das Bezirksgericht und die Zündhöizchcnsliblik, deren Brand unzweifelhaft noch viel größeres Unglück angerichtet hätten, wurden — Dank der angestrengten Thätigkeit der k. k. Pion-m'crmannschaft und der (Zadettcn der lZorpsschnle, welche so wie die k. k. Gensd'armerie überhaupt während des Brandes das Aeußtrste thaten, um dem Feuer Einhalt zu thun, — gerettet. Auch nach« barliche Hilfe trat schnell und zahlreich ein, die Feuerspritzen aus Sieghardskirchen, Iudcnau, Tul' bing, Langenlebarn, Königstcttcn erschienen so bald als möglich. Die Veranlassung des Unglücks scheint Unvorsichtigkeit gewesen zu seyn. Der Schaden dürfte sich nach beiläufiger Schätzung auf 200.000 si. E. M. belaufen, man darf daher nicht zweifeln, daß die oft erprobte Mildthätigkeit des Oestcrreichers sich auch in diesem Falle bewähren werde, besonders nachdem das Signal hierzu vom Throne gegeben wurde, da Se. Majestät, unser gnädigster Kaiser, bereits am 6. durch den eigens nach Tuln entsendeten Herrn k. k. Generalmajor von Namberg unter die dürftigsten Verunglückten Geldbeträge in dem namhaften Gesammtdetrage von 1862 fi. C. M. vertheilen ließen. Die umliegenden Gemeinden wetteifern auch bereits in Zusendungen von Naturalien zur Unterstützung der Verunglückten. Die k. k. Pionnierschule von Tuln hat 100 fi, das Bezirksgericht Purkersborf 30 si. in Barem eingesendet. Wien, II. März. Se. Majestät hat die Errichtung von Ober-Realschulen in der Hauptstadt eines jeden Kronlandes genehmigt. — Dreizehn Mitglieder dls Zollcongresses haben beim Ministerium eine Adresse gegen die Einführung des neuen Zolltarifs eingereicht. — Der n. ö. Gc-werbsv.rein hat beschlossen die Staatsregierung zu bitten, den Uebcrgang vom Prohibitive zum Schutzzoll-System nur stufemveise vorzunehmen. — In unterrichteten Kreisen wird von einem Petersburger Memorandum gesprochen, worin das System zur Sicherstellung Europas gea/n die Ncvo> lulion genau ausgeführt ist. — Die >>N. P. Z> will wissen, daß Fürst Schwarzenderg den bekannten Brief dcs Königs von Württemberg zur Zeit noch nicht beamwortet habe. — Die Handels- und Gewerbekaimner für das Kronland Niederösterreich h.it vom Finanzministerium einen Vorschuß von 2000 fi. erhalten. ^ D>» einige Großhändler auf dem hiesigen Platze das ihnen zustehende Recht, mehrere Niederlagen zl, halten, mißbrauchen und ihre Firmen an fremde Personen abtreten, so hat die Handelskammer beschlossen, das Handelsministerium zu bitten, daß die politischen Organe beauftragt werden, in solchen Fällen mit allem Nachdrucke einzuschreiten. — Der Kostcnauswand der n. ö. Handelskammer für das Solarjahr 185l beträgt 13540 fl. und wird mit der Umlage von l'/, kr. per Gilden auf die von den Wahlberechtigten entrichtete Erwerbsseuer, und die von den Montangewerben in die k. k. Frohn-casse abgeführten Nelntionen gedcckt werden. — In Folge bundesräthlichen Beschlusses werden alle preußischen, österreichischen und polnischen Flüchtlinge binnen Kurzem die Schweiz verlassen müssen. — Die General.Consulate werden von Mailand nach Venedig übersiedeln und nur Agentien ohne allen amtlichen Charakter zurücklassen, — Die »N. Z" meloet-. «Ein Supplent deS Troppaucr Gymnasiums ist plötzlich entlassen worden. Wir wollen dem Gerüchte nicht glauben, dcr Grund liege darin, d^ß der Entfernte im Vortrage die Vcidienste Luther's als Vcrvollkommncrö der deutschen Sprache gepriesen, und daß dieses eine geistliche Denunciation hervorgerufen habe." ^- Am 28. Februar ereignete sich bei dem Sem-meringer Eisenbahnbau das Unglück, daß ein Theil des Tunnels von (ZI am, welcher zur Emwöldung vorbereitet war, in Folg? des am selben Tage zu Schottwicn und in der Umgebung wahrnehmbaren Erdbebens einstürzte. Hicbei wurden zwei Arbeiter, Brüder, in einem hohlen Naum von beiläufig !0 Klafter Länge und 2 Klafter Höhe eingeschlossen. Nach 4^ Tagen endlich gelang es den angestrengtesten Bemühungen der Nachgrabenden, die Verschütteten aufzufinden. Einer davon war merkwürdiger» weise noch am Leben, und man hofft auch seine Ge-sundhcit gänzlich herzustellen, der ändere ist leider durch eine zweite Erderschütterung, da er sich weiter weg begebe» hatte, zu Grunde gegangen. D e u t j ch l n n d. Kassol, 5. März. Der Strom der Auswanderung nach Amerika hat dicßmal, wohl schon wegen der u»gs,nein milden Witterung im Februar d. I., früher seinen Lauf begonnen als sonst. Viele von den auf der MaimWcser Eisenbahn hier eintreffenden Auswanderer sind gut bekleidete Leute, nicht selten in Begleitung von männlichen oder weib-j lichen Dienstboten. Von Sciten der Directionen der Eisenbahnen und Dampffchifffahrt ist Fürsorge getroffen worden, den Auswanderern die Reisekosten zu erleichtern, indem zu ihren Gunsten, zumal in Betreff ihres Gepäcks, geringere Preise bestimmt sind, als sür andere Passagiere. Kiel, 6. März. Die Besetzung der Städte Ol-desloe und Segeberg durch die österr. Truppen un» terbleibt, wie der «H. E." wissen will; vielmehr er» hielten diese Städte, die von den holstrin'schen Truppen geräumt sind, keine neue Besatzung, Neumünster wurde zwar von den Oestcrreichern besetzt, die Stärke derselben aber deßhalb nicht vermehrt, da von Rendsburg aus Truppen dahin detaschirt werden. -. Die jetzt begonnene dritte Reduction der Armee er. streckt sich, abgesehen von den Gemeinen, deren Zahl auf !0 Mann, und, was die 4. Brigade betrifft, auf 5 Mann pr. (Zompag'ue reducirt wird, Haupt, sächlich aus Unteroffiziere und Spielleute. Die Zahl der Ersteren soll für die Infanterie auf 400, wor> 2Ä«> unter 80 Ausländer seyn dürfen, für die Cavallerie aus 80, worunter l0 Ausländer seyn dürfen, für die Artillerie auf «5, worunter x Ausländer seyn dürfen, für die Pioniere auf <», worunter 2 Ausländer seyn dürfen, gebracht werden. — Der König von Preußen hat vom Kaiser von Rußland dic BriUandkctte zum St. Andreas-Orden zum Geschenke erhalten, die mehr als eine Million werth ist. .- Preußen scheint für den Augenblick nicht gesonnen, wegen Neufchatel irgend eine Zwangsmaßregel z>l unternehmen, oder auch nur sein SouucränetätZ-recht auf dieses Fürstcnthum zu reclamiren. Um aber die Stellung der Schweiz gegenüber zu markiren, wird dcr preußische Geschäftsträger, Hr. v. Sydow, von Baden aus seine diplomatische Korrespondenz besorgen. München, 7. März. Der zweiten Kammer wurden heute Gesetzentwürfe zum Nau der Augs-burgMmer Eisenbahn und zur Einleitung einer Nürn. derg.'Ambcrg Regensburgcr Eisenbahn vorgelegt. Die Interpellation über die bischöfliche Denkschrift wurde dahin beantwortet: das Ministerium besmde sich noch nicht in dcr iiage, erschöpfende Auskunft zu geben — Ratzeburg, 7. März. Der Rückmarsch der kai-setlich österreichischen Truppen aus Lüdeck hat bereits begonnen. Gestern trafen hier die ersten Quartier, macher ein. — Heute kommen dcr Brigadestab und das erste Bataillon des Regimentes Erzherzog Albrecht, morg n der Negimentsstab und daß 2 Bataillon desselben Regiments, und übermorgen das 3. Bataillon. Die Truppen bleiben eine Nacht und gehen am andern Morgen nach Schwarzenbeck weiter. In einigen Tagen folgen die Kaiscrjäger und die Batterien. General Marlini geht direct nach Schwarzcnbeck. S ch w e i.;. Vern, 3. März. Der Bund, das Organ des Bundesraths. s,-> . ^ Wird, diese F^'b'd ^'^'" ^ dle Schwe.z thun nicht von fn/^^ "ner Antwort. Das Ge-sich nicht erwahrt. A °. ""gelaufenen Noten hat binet d:e gleicherweise ver'^^^s französische 6. die Schweiz zu übernehmt die aus einer jener Verfügungen'des^m^ ersichtliche Bereitwilligkeit zeugen, mit w.Vch'r cs ihm dabei einen mit Opfern verbundenen B.iNa d leistet." Bei dem jetzigen Stand der Dinge in Drcs. den wird der Schweiz vorlausig nicht bangen dürfen. Italien. In R o m ist dieser Tage im Cardinal - Colle-gium die Schweizcr-Angclegenheit wieder zur Sprache gekommen, wobei der Beschluß gefaßt wurde, die Vermittlung dcr Großmächte für die Wiederherstellung dcr aufgehobenen Kloster und Zurückführung der Jesuiten in die ihnen geraubten Stellen in An-spruch zu nehmen. Fr a n k r c i ch. Paris, 6. März. Die Legislative ist fortwährend in ihren Bureaus mit der Berathung des Budgets beschäftigt. Man ist allgemein davon überzeugt, daß der finanzielle Zustand des Landes kein gla'n-zcnder sty. Aus den Departements laufen sogar sehr beunruhigende Nachrichten über den Stand dcr In-dustric und des Verkehres ein. Doch dürfte wenig Erleichterung von den Arbeiten der Legislative schließ-lich für das Land zu hoffen seyn. Die Commission für die Reorganisation der Departements und der Communen bat beschlossen, daß künftig die Präfec-turrathe (nicht die Präfecten, wie der Telegraph unrichtig anzeigte) nicht mehr unabhängig von der Regierung, sondern nur nach einer von den General-rathen zu entwerfenden Liste ernannt werden sollen. Im Faubourg St. Germain finden noch fortwährend Bälle Statt. Louis Blanc hat sich in dcr »Timeö" energisch gegen Blanqui erklärt, dessen Toast der Ban-quctcommission gar nie zugekommen sey. -. MicM Fyde de la Bnmerie hinterlaßt wie man sagt, interessante Memoiren über den spa-Nischen Krieg vom Jahre ,823, während welchem er Chef des Geniewesens war. Er legte, wie. man ver. sichert, große Wichtigkeit auf diese Memoiren, mit deren Durchsicht er sich noch wenige Tage vor seinem Tode beschäftigte. — Man sagt, die nä'chstcn Münzenausgabe weide verschieden seyn von den Münzen, welche sich jetzt in Circulation befinden. Es w^r davon die Rede, den Frauenkops, welcher jetzt daraus sigurirt, durch das Bildniß Louis Napoleon Bonaparte zu ersetzen. Aber cr soll das nicht zugegeben haben, damit man in dem Erscheinen seines Bildnisses aus den Münzen nicht ein imperialistisches Gelüste erblicke. Indeß wird, wie man sagt, der Frauenkopf, der jetzt auf den Fünf-sr.inkenstückcn siguiirt, viel Aehnlichkeit mit dem Portrait der Prinzessin Mathilde haben. Das ist eine den Vereinigten Staaten rntlehnte Idee. — Die von dcr Assemble zur Prüfung des Departemental- und Communalgesctzcs ernannte Commission hat abermals ein dcm Elys«e feindseliges Votum abgegeben. Sie hat mit !2 gegen 9 Stimmen entschieden, daß die Präfectur-Nälhe durch die Erc-cutivgewalt aus einer Kandidatenliste zu lrnennen seyen, die von dcm Gencralrathe dcs Departements angefertigt wird. Bisher war diese Ernennung der Regierung ganz frei anheimgegeben. Großbritannien und Irland- London , 5. März. In dcr Sitzung dcs Oberhauses vom 4. d. legte Lord Montegle eine Petition dcr Colonic Vandiemcnsland gegen die Einführung von Sträflingen vor, die trotz des entgegengesetzten Versprechens der Regierung noch immer Statt fände. Gras Grey stellte dieses Versprechen in Abrede; die Regierung habe nur zugesagt, Sträflinge erst dann nach Vandiemcnsland transportiren zu lassen, wenn sie zuvor einen Theil ihrer Strafzeit in eng' lischen Gefängnissen zugebracht haben würden; dieses Versprechen werde die Regierung, obwohl sie in Folge einer sehr unüberlegten, an die Krone gcrich^ teten und im Untcrhause gebilligten Adresse gezwungen worden sey, vor Kurzem eine größere Menge Sträflinge in die fragliche Colonie zu entsenden, künftighin aufrecht halten. Die Regierung hoffe übrigens, daß die Colonie in ihrem eigenen Interesse sich nicht länger gegen die Einführung von Straf-'"gen sträuben werde. . D" Herzog von Braunschweig hat am 4. d. nut dem Aerostatcn, Mr. Green, in dessen Lust-ballon „Nassau" eine Luftfahrt unternommen; die Luftschiffcr beabsichtigen mehrere Tage auszubleiben und haben Mundvorrath, einen Kochapparat und 13 Brieftauben mit sich genommen, von denen linige bcreils mit Nachrichten zurückgekehrt sind. Neues «nd Neuestes. Wien, II. März. Im Laufe dieser Woche wird Se. Durchlaucht, Fürst Schwarzenbcrg, wieder nach Dresden abgehen. Man ist geneigt, ein gün. stigcs Resultat von dieser letzten Zusammenkunft zu erwarten. Sollte übrigens ein Widerstand von ir-gend einer Seite fortgesetzt werden, so scheint unser Cabinet fest entschlossen, demselben mit allem ihm zu Gebote stehenden Einflüsse zu begegnen. * Turin, 8. März. Die Deputirtenkammer hat mit 107 gcgcn 22 Stimmen das Ausgabenbudget des Finanzministeriums angenommen. Hierauf stellte dcr radicale Abgeordnete Broferio zwei Anträge, die königliche Gnade möge auf sämmtliche Uebertreter der Quarantainevorschriften ausgedehnt und die Jury bei allen Preßprozessen eingeführt werden. Die Kammer beschloß, dieselben nicht in Erwägung zu ziehen. Der Senat hat mit 38 gegen 2ft Stimmen das Gesetz über Erhöhung dcs Kostenbetrags, welcher zum Baue dcs Bassins der Genueser Schiffswerfte bestimmt ist, angenommen. Locales. Laibach, '2. März. Es geht doch nichts über eine gesunde Logik! Wir haben unlängst gerügt, daß am Faschingsonn-tage nach 12 Uhr von St. Florian bis zur Schu» sterbrücke keine Laterne brannte, und richteten dieß» falls einige Fragen an die..^oviee.« Nun hat die »wovil-6« herausgkklügelt, daß der Verfasser der Rubrik »Locales« damals nach Mitternacht nach Hause ging, und will ihm dafür gleichsam ,ine Strafpredigt halten!! AIs ob man nicht auf Gebr,, chcn aufmerksam machen könnte, ohne eben selbst dabei gewesen zu seyn? Doch dieß ist das Geringste; zerlegen wir aber das Raisonnement der „»oviee.« so ergibt sich folgender Schluß: „Nach zwölf Uhr haben die Laternen an dem bezeichneten Ort« nicht gebrannt, folglich — — ist der Verfasser des Loca len nach l2 Uhr nach Hause gegangen'!! Das nen-l,en wir denn doch Logik — — , nur wissen wir nicht, in welchem Vorlcscbuch der Logik wir so gründlich die Syllogistik studieren könnten, was sichtl-Ii'ch jammerschade ist, obwohl es uns „icht bis zu Thränen rührt. Ferners heißt es: „Die Laternen haben nach dcm letzigen Contracle bis l l Uhr zu brennen, und nur in besondere.» Zeiten län. g c r." Wann sind wohl nach der »Oiovie«" diese »besondern Zeiten,« wenn ts nicht am Fasckingsonr». tage ist, und vorzugsweise am alten Markte, wo Wirths- und Kaffehhäuser fast neben einander ste hen, wo so Mancher, der ein Gläschen mehr als sonst getrunken, heraustaumelt, und ruhig von einer Privatunlerhaltung nach Hause Gehende über den Haufen rennt? — Daß die zerbrochenen Laternen stets ausgebessert werden, ist leider nicht wahr; der Beweis liegt, oder vielmehr l) ä n gt „klar am Tage.« Die ,>>'avll-«" sagt weiter-. „Die „alte Gewohnheit,« die Laternen nur bis I I Uhr brennen zu lassen, beweiset, daß man um I I Uhr nach Hause zu gehen pflegt, und baß später Gehenden „ein anderes Lichtchen leuchtet." Ohne der bekannten Ordnungsliebe der verehrten Bewohner Laibachs nahe zu treten, müssen wir doch die >,!Xovi>«" aufmerksam machen, daß viele Mitglieder des Casino, und des Schützen? Vereines zur Advent, Faschings, und Fastenzeit we-gen der Statt sindenden Abenbunterhaltung bisweilen doch länger, als bis i i Uhr zusammen bleiben, ohne daß ihnen „deßhalb ein anderes Lichtchen leuchtet« __ selbst nicht das Licht der „>andere5 Lichlchen leuchten??« Nur in dcm Puncte stimmen wir der „wov.co" vollkommen bei, wo sie sich für Einführung der Gasbeleuchtung aussplicht. Um jedoch über diese Angelegenheit nicht so viel Worte zu verlieren, schließen wir damit: Kurz und gut, wir wollen Licht — — mehr Licht--------überall Licht-------j die »Aovic-«« aber scheint lichtscheu zu seyn. Verleger: Ign. v. Kleinmayr und Fedor Vambcra,. Verantwortlicher Herausgeber: Ign Hllvis v Klcinmayr. Telegraphischer (5onrs « Vericht der Staathpapiere vom 12. März l85l. Staaisschuldverschreibung«, zu 5 M. (in EM.) W 5/i 0 dttlo ,^ l/«l .. « 8^ 7/8 Darlehen mit Verlesung v. I. 1839, für 250 ff. 298 3/4 Vanl - Air., Gnld. 130 Vf. Uso. Frankfurt a. M.. ( stir 12N ft. südd. Vcr- ,i,,<»-Währ. i», 2^ l^i fl. Fnsi, Guld.) 129 1/i ^ Monat. Gnma, für 300 ucuc Piemont. Lire, Guld. 150 1/2 G. 2 Mouat. Hamburg, für l«0 Thaler Aaino. Nts,!. NN Bf. 2 Mo»at. Livorno, für 300 Toscanische iiire. Guld. 125 3/5 G. 2 Monat. London, für 1 Pfund Sterling. Guldm 12-44 3 Ml?ual. Marseille, sür 30U Fvaukc,!, . Gold. >.',» 1/2 2 Munat. Paris, für 300 Franlen . . Ould, 152 1/2 2 Monat. Gcld- nnd Silber - ssourse vom 10. Mär; 1851. Brief. Geld. Kais. Münz-Ducaten Agio .... — 341/8 detto Naud- dto ...... — 333/5 Napolconsd'or ,..... — 10.8 SouueramSd'or „ .... — 17.44 Ruß. Imperial ^ .... — 10.24 Friedrichsd'or...... — lU.44 E»^g^. Sovcraings ^ .... — 124^ Silbcragi» ........ — 29 l/2 Z. nw l,. (,) Nr. 18W, Warasdiner - Creutzer - Gränz - Inf. - Rqmt. Nr 5. 3 icitations - Ankündigung, Von Seite des obenannten Gränz ^ Regiments wird hiemit zur allgemeinen Kenntniß gebracht, daß in Folge des crgangenen löblichen k. k. Waraödiner-Gränz Truppcn-Vngade-Com-mando-Erlasses vom 1!). Fcbr. ^l. l-., Bngd Nr. l72 , wcgeN Sicherstellung des, für die im unterstehenden Regimenlsbczivke befindlichen aera-rischcn Anstalten und bezugsberechtigten Individuen auf die Gratis-Gebühr für das Militäljcchr 1852 erforderliche winterliche Brennholz eine Minuendo-Licitation am 29. März d. I. Früh um 9 Uhr im hierortigen Brigade-Kanzlei-Localc unter dem Vorsitze der tödlichen Glänz-Truppen-Brigade abgehalten werden wird. Der beiläufige Bedarf deö Brennholzes besteht und zwar für den Regiments - Stab in......35l für die tte Wukovjer-Compagnie in . 47'/^ » 2te Garesnizer- » . . 56'/^ >, 3te Herzegl vezcr- » . . 64 „ 4te ^ereker- » . . 5,9'/^ ^ 5>te Iuanöker- » . > 52^ ^ 6te Chasmelt » . . 70 ^ 7te Farkassevezer - » ' > 34 » 8tc Gudovzer- » . . 33 » 9te Krisier « » . » 52 '/^ » wteKl. Termicher- >> . . 7:^, >, IlteSt. Iarner- » . . ''5^ » l^teWojakouezcr- „ . . «9 Summa in ... 988^ niederösterr, Klafteln, ii <; Schuh hoch und soviel breit, dann die Echeiterlange von 3ll Zoll, Zur Lieferung und Erzeugung des vorstehenden Quantums Brennholzes werden für die Unternehmungslustigen nachstehende Vedingnisse bekannt gegeben : 1) Kann das obbcnannte Quantum abtlicilig für d«n Regiments-Stab und für jede einzelne Compagnie oder aber im Ganzen sowohl in eigener P«^ ^der in Gesellschaft zu liefern, übernommen werden. 2) Wnd den tzchcher'n siir das zu erzeugende Brennholz d^« Wald-Anweisung im nächsten, dem Regiments-Stäbe und Compagnie-Stationen gelegenen an Tour stehenden Holzschlag gratis angewiesen werden, so wie sie auch verbunden sind, die Waldtaxe ftlbst zu entrichten. 3) Muß das erzeugte Brennholz von dem Cow trahcnten mittelst eigener Fuhren den betrch fcndcn Parteien und ärarischen Anstalten an Ort und Stelle selbst zugeführt werden. 4) FaUs sich ganze Gränz - Gemeinden oder einzelne Gränzer zur Uebernahme dieser Brennholz^ Lieferung herbeilassen wollcn, wird auf dieselben vorsonderlich Bedacht genommen werden, jedoch müssen crstete mit dcr Ermächtigung ihrer Compagnien, letztere aber auch mit der Einwilligung aller großjährigen männlichen Haus-genossen so wie auch von Scite der betreffenden Compagnie mit einem Certificate versehen seyn, daß sie zur Abschlicßung dcs Contractes fähig und geeignet sind. 5) Hat jeder Licitant sich mit einer dem bei der Licitation erzielt werdenden Erstehungsprcise gleich stellenden Iljprocentigcn Caution entweder im baren oder in k k. Staatsobligationen nach dein bestehenden Course oder aber in schuldenfreien gerichtlich geschätzten Reali' , täten auszuweisen und bei der Licitations-VerHandlung zu erlegen welche dem Nichter-stcher »ach beendeter Limitation wieder rückerfolgt von dem Ersteher aber, zur Sicherstelllina, des hohen Aerars bis zu seiner nachge-kommencn Verbindlichkeit rückbehalten werden wird. li) Schriftliche Offerte werden nur dann angenommen , wenn sie vor Eröffnung der Llcita-tion einlangen, und einen bei der mit den gegenwärtigen Licitanten abgeschlossenen Vertrag mindern Anbot enthalten. 7) Die nähern Bedingnisse dieser Licitatlons« Verhandlung können jederzett wahrend den Amtsstunden in der Nechnungskanzlei eingesehen werden. Es werden demnach alle Unternehmungslu- stigen, welche diese obcn angeführten Bcdmgnisse eingehen wollen, hiermit eingeladen, sich an dem !ob'esagten Tage in der hierortigcn Brigadekanz« lci cinzusinden. Bellovar am 23. Februar 1851. ä. 309. (1) Nr. 890. Edict. Von dem k. k. Btzilks-CoUegialgerichte Kram» bürg wird hiemit bekamn gemach, -. Das k. k. Lan-desqcr<ä)t zu L^ib-ach hare mil Csl.iß vom 25. Fe-dsU^r l. I., Nv. U50 , die lvdige Marian., Widm»,-von KsaindUsg sür irrsinnig zu erki.nen u^id wegen Insnmcs UlUcr (Zur^lel ^,u seyen l'cfmide-', und ctz scy der Herr Johann Mürentzhich ron Kiainluig als Kurator sür selbe au gestelll worteü. K. k. Be^ilks-lZorlegialgtlicht Klamburg am .?. März 135l. Der k. k. Vcz. Richler: Brünne r. Z. 3N. (1) Au die verehrten Mitglie der des Vasino - Vereines. Mit Beziehung auf dtn §. It der Casino-3tatutcn wird zur Kenntniß gebracht, daß am 16. l. M., Nachmittags um 3 Mr ,m Balcon-Saale die übliche Jahresversammlung st^tt finden werde, bei welcher die Resultate der Ver-mögensgebahrung im Jahr 1Y5<» und der Voranschlag für das Jahr l851 bekannt gegeben, dann s-ie statutenmassige Wahl der neuen Dircc-tionsmitglicder vor sich g.hen wird. Ferners wird bekannt gegeben, daß während der dirßjahrigen Fastenzeit die gewöhnlichen Abendunterhaltungen am N1. März und 2. April l. I. stattfinden, und jedesmal um halb 3 Uhr be ginnen werden. Von der Direction des Casino-Vereines in Laibach am 1l. März 185«. Z. 2s9. (3) An die verehrlichen Mitglieder des Hchntzenvereines! ?zm Laufe der dießjährigeli Fastenzeit werden im Scdützenvereme oic gewöhnlichen AbelidlllUcrhaltl.lngeli stattfinden. Von dcr Direction des Sckützenvereines. 3. 2W. (3) F^llOl' /ittF/tbeI'.^'^^e,, Buchhandlung in Laibach, ist zu haben: Meyuert, tt,- Herrmann, neueste ^cographie und Staatskunde des KaiserthumH Oesterreich nach der gegenwärtigen Verfassung und nunmehrigen politisch-gerichtlichen Ein« theilung, nebst einer Geschichtsskizze sowohl der Monarchie überhaupt, als jedes einzelnen Kronlandes. Mit Benützung amtlicher Nach" Weisungen, handschriftlicher Mittheilungen und der besten Hilfsquellen. In 4 Lieferungen. ». Lieferung. Wien. »85,1. 45 kr. Fastenbuch, allsselneittes fur katholische Chliste,,. E«chält dcl, goldene« Fasll,'!,spiegt'l, Mor-^e>i-, Abe,,d-, Mesi^, Beicht., »„d Comuniol,- Gebete, M.s'lieder, K> en^we^- »üd Andacht.'» zur schiner^haflen Mlut<>r Gottes, C'uaügeliei, »„d Gebele fm die Fc,str Meßalldacht für dic heilige Char-woche vermehrte Auflage. Wien si. l. 36 tr. Arndt, K. Die naturgemäße Volkswirth- schafc, mit besonderer Rücksicht auf d>e üüesteuerlNlg und die Handelspolitik. 2te Ausgabe. Franl'fatt 18-.!, 2 fl. 42 kr. B raun v. Bra u »1 tha l. Das Ende der Welt. Wie», »85». I. fl. Brendel. Dr. L. Der Seelsorger in den uolzüglichsten Verrichtungei» seines Aintes. I>, veischicdeneil ?lufsätzen ans dessen hinterlassene!, Schriften a^ezog^, lü,d ^isammenqestellt von I),-. L. C. Schmiit. 2te Ans^ibe. Nürnberg i85o. I si 3? kr. " " — — Ueber den clerikallschen Geist, in Er.ercttiell - Rede», nebst mehi eren andern ?l»fsätzen. Nach dessen Tc>de geordnet und herausgegeben voi, lir. C. Schmict. 5te Ausgabe. Nürnberg l850. 1 fi. 37 kr. l;<,ll l',>s.', .1. .Katechismus der Dampfma- schinenlehre, oder Eiläuteruna ter wissenschaftlichen Grimdsahe, a»f denen die Wiiksailikeit der Dampf-»naschinen beruht, d^r Einzelnheite,, ihres Baues und ihrer Amvendm'g auf H5erab^ll, FabrltSwe-sen, Schifffahrc und Eiscubahnbeiricl). Nach der l3te„ Aussage aus dem Englischen von l)s. C. Harcmann^ 'Lei^.q lftön. 2 fi. ,0 kr. s>)l,lu, n. Gcognostische Karten unseres Jahrhunderts. Freiberg l850. 58 kr. Dricselmann, Ios. Gebete und Be- trachtuüssel, bei dem heiligen Meßopfer und einigen andern kirchlichen Andachten. 2tt Aufiag,. Erfurt. 18 kr. 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