Nr. 158, - Donnerstag, 13. Juli 1911. 130. Jahrgang. Zeitung plAnnmnaNonVprei«: Mit Postversenbnng: ganzjährig 30 ll, halbjüliiig lü X. Im Kmilor: aanzjähri«, ^ Tie «Laibachrr Zeitung, erjchcint tässlich. mit «„«nähme bcr Sonn- nnb Feierlasse. Die Adm,n,sir»l,ou befindet »L II, tz«lbjühiig n «. ffür die Zustellung in2 Hau« ganzjährig 2 «, — Insrrlionsgrbühr: ffür llcinc Inserate ? sich Miiloiwstiahe Nr. 20; die Aedaklion MiNoüwstrahe Nr, 2U. Vprcchstundcn der Medallion d°n 8 l>,c! 10 Uhr bis zu 4 Zeilen 5u b, größere per Zeile 12 b- bei öfteren Wiederholungen per Zeile 8b. V vormittags. Unsranlierie Briefe werden nicht angenommen. Manuskripte nicht zurückgestellt. Telephon-Nr. der Redaktion 52. Amtlicher Geil. Seine k. und k. Apostolifchc Majestät haben mit Allerhöchster Eulschließung vom 6. Inli d. I. dein Oberrechnnngsrate und Verstände des Rechnungs-dcpartemcnts dcr Landesregierung in Laibach Iuscs Modic anläßlich der erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand den Titel eines Regicrungsrates mit Nachsicht der Taxe allergnädigst zu verleihen geruht. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 11. Juli 1911 (Nr. 1b«) wurde die Weiterverbreitung folgender Preß-«rzeugnisse verboten: Nr. 5 «1,2, (iwvontü Laei^liLt»,, vom 1. Juli 1911. Nr. 591 «Der Tiroler Wastl» vom 2. Juli 1911. Nr. 2? .nzz Voukov» vom 6. Juli 1911. Nr. 2 «Iio2l»1«ä? pivovarsköuo üöluietvä» vom 5. Juli Nr. 79 «Novä, Dona» vom 3. Juli 1911. Nr. 16 «^Illtieo 8vodocl^> vom 6. Juli 1911. Nichtamtlicher Heil. Marokko. Aus Paris erhält die „Pol. Korr." folgende Mit-teilung: In unterrichteten Kreisen verlautet, daß der Verlauf der Einleitung des Meinungsaustausches zwi-scheu Frankreich und Deutschland über die Marolkosrage gilustissen Hoffnungen für den loeitcrcn Gang der Au-aelcgenhcit Raum gewähre. Obgleich man über eine all» gcmeineFühluuquahmc in bezug auf die beiderseitigeuAn» sichten und Dispositionen noch nicht hinausgekommen ist, glaubt man doch, soweit sich dies bisher beurteilen läßt, annehmen zu dürfen, daß es den aufrichtigen Bemühungen dcr Diplomatie der beiden Mächte, gelingen werde, die Meinungsverschiedenheiten, die sich in dcr ueucn Phase des Marukkoproblems entwickelt haben, Zu überbrücke». Auf einen langsamen Gang dcr Ansein« andersctzung müsse sich allerdings die politische Welt ge» saßt machen, cö sei aber jedenfalls als großer Gewinn .^u betrachten, daß nach den bisherigen Wahrnehmungen die Kabinette ron Paris und Berlin ohne Mißstimmung in diese Aussprache eingetreten sind und der Beginn der Verhandlungen nicht außer den sachlichen Schwierig. KeuMeton. Bahnhofspsychologie. Mit dem Vcginne der Ferien und damit der Hauptreisezeit wird dcr Bahnhof die. unvermeidliche Durch, gangssiation für ungezählte, Tausende. Für alle diese '.st dcr Bahnhos ein Ort des Schreckens, dcn sie lieber hinler als noch vor sich haben und für den ihnen das Wort Danles „Lasset alle Hoffnung fahren" die einzige richtige Überschrift zu sciu' schciul. Für dcu aber, der zurückblelbt nno nicht zur Zeit des gröhlen Andranges reisen muß, ist das Leben auf dem Bahnhof und seine Beobachtung eine Quelle der Unterhaltung. Eigentlich sind es ja immcr wieder nur zwei Haupt« szcncn, die die Reisenden dort aufführen: die Abfahrt und die Ankunft, der rührende Abschied uud das rührende Wiedersehen. Es gibt viele Leute, die sich nicht wohl suhlen, wenn sie nicht von einer Schar Angehöriger znm Bahnhöfe gclcilet odcr vom Vahnhose abgeholt werden, ohne daß sie sagen lönntcu, warum das so ist. Cinen Zweck hat diese Übung doch nur, wenn man je» mandem, dcr ill einer fremden Stadt ankommt, abholt, "m ihm langwieriges Fragen zu ersparen, oder wenn ein reisegewaudtcr Hcrr eine Dame zum Bahnhof begleitet, um wirtlich ganz sicher zu sein, daß sie auch "nen cMcu Platz und vor allem den richtigen Zug er» wischt. Sonst aber ist der Bahnhof der ungeeignetste "nd wohl der ungemütlichste Ort dcr Welt, um fich wirklich zu begrüßen oder voneinander zu verabschieden, weU die Öffentlichkeit von vornherein die Herzlichkeit ausschließt. Abgesehen davon, daß man ans einem gedrängten Bahnhöfe immcr anderen im Wege ist uud hin- keilen anch unter solchen Hemmnissen zu leiden hat, die sich aus gegenseitiger Voreingenommenheit ergeben wür« den. Man bezeichnet es als verfrüht, eUoaige Förde» ruugcn Teutfchlands schon jetzt einer öffentlichen Be. lenchtung zu unterziehen' jedenfalls muffe aber die hie uud da lautgcwordcneMulmaßuug, daß hiutcr dcr ganzen Aktion des Berliner Kabinetts sich der Plan, die Aufteilung Marokkos herbeizuführen, berge, als völlig unzulässige Hypothese erklärt werden. Es wird überhaupt die Überzeugung gehegt, daß die Standpunkte dcr beiden Mächte nicht durch die Kluft crtrcmcr Gegeusätze ge» treuut seieu, und hieraus der Schluß gczogcn, daß die trennenden Momente in keinem Stadium der Vcrhand-luugcn dcn Charakter von friedcnbedrohcndcn Span» uuugen annehmen dürsten. Nach einer dcr „Pul. Korr." aus London zugehen-dcn Meldung erregt iu dortigen politischen Kreisen die Frage lebhaftes Interesse, ob sich unter den Forderungen, welche die französische Regierung in den Verhandlungen mit dcm Berliner Kabinett zn erheben bcab» sichtigt, das Verlangen befindet, daß das deutsche Kriegs, schiff in Agadir zurückgezogen werde. In den erwähntcn Kreisen herrscht die Mcinung vor, daß ciuc solche For» derung keine Aussicht ans Annahme seitens Deutschlands haben würde. Sir Gldon Gorst und Lord Kitchener. Der im englischen Uulcrhaiisc bestätigte Nückiriil des schwer kranken Sir Eldun Gurst von seinem Pusten als englischer Vertreter in Kairo bringt die Frage der Nachfolge wieder zur Erörterung. Wie gemeldet, ist Lord Kitchener als der Kandidat der Regierung dafür bezeichnet worden. Sir Eldon Gorst hat, so schreibt die „K. Z.", in Ägypten kein Glück gehabt. Er war ein Mann von hervorragender Begabung, kennluisrcich, gc-waudt im Umgänge mit Menschen und in manchen Sät° tcln gcrcchi. Allein er hatte die schwere Aufgabe zu lösen, die ägyptischen Nationalisten mit Milde und scho» ncn, freisinnigen Worten für die Segnungen abend» ländischcr Selbstverwaltung in parlamentarischer Ord« nung empfänglich zu macheu und heranzubilden. Für solche Worte und Dinge fehlt indes dcm Volke am Nil, das sich von den Tagen der Pharaonen bis zu denen und hergeknufft wird, fobald man sich auschickt, ciuc rüh-rende Gruppe zu bildcn. Sobald „einsteigen" gcruscn ist, stcllt sich der Abfahrende ans Fenster und der Zu-rückblcibcude ihm gegenüber draußen auf. Beide sind höchst verlegen, weil sie nicht wissen, was sie einander in dcn kostbaren Minuten noch sagen sollen, bis schließlich dcr drin entschlossen fragt, ob der Zug denn noch nicht abfährt, »vorauf der Draußenstehcnde nach der Bahnhofnhr sieht und mit dcr Sicherheit einer amt-lichen Ausl'unftsslcllc Ncin fagt. Die lctztcn Worte lau» ten gcwöhulich: „.Hast du auch nichts vcrgesscn? Bleib hübsch gesund!... Schrcib mal!" Worauf die Antwort „Gleichfalls" lautet. Menschenkenner wenden bei dicscm Zwiegespräch übrigens den psychologifchen Kniff des „Überschlagens" an, und sagen gleichzeitig nichts als das inhaltsschwere „Gleichfalls". Endlich fetzt sich der Zug in Bewegung — „lcmgsam" oder „mit einem Nnct", wie die Dichter zu sagen lieben — man schwenkt her° kömmlich aber ironisch ein eigens hiezu mitgebrachtes reines Taschentuch, der Abfahrende neigt fich zum Fen« ftcr hinaus, dmnil ihm ja rechtzeitig beim Beginne dcr Neife eine Rußslockc von dcr Lokomotive ins Auge slic° gen kann, und der Zurüctblcibcndc vcrläßt mißmutig dcn Bahnsteig, wcil cr sich dcn fchöncn Vormittag zum Teil verdorben hat. Allenfalls hat er die Befriedigung, beim Verlassen des Bahnsteiges einen Znspätgekommcnen mit Schadenfreude mustern zu können. Männer reisen gewöhnlich anders ab als Frauen. Der geübte Reisende kommt nicht zu früh und nicht zu spät, fundern genau rechtzeitig. Steigt er aus dem Fiaker, so erfoßt er mit ciuem gewohuheitsmäßigeu Blicke die Nummer des Gepäckträgers, dcr sich seiner Koffer bemächtigt, während er dcn Kutscher bezahlt) bcim Betreten des Coupes bedeutet er mit Ruhe dem ! dcr Mameluken unter einer festen Hand am wohlsten, befunden hat, einstweilen noch allcs Verständnis. Die .Hand, die dcu Zügel lockert, erscheint ihm eine unsichere, schwache Hand, und es enoacht alsbald dcr Drang, die fremde Herrschaft abzuschütlclu uud zu dcu altcu lieben nationalen Gepsloqcuhcitcu feiler Rechtspflege und all» gcmciner Bestechlichkeit zurückzukehren. Auch crhcischt die eigentümliche Stellung des britischen Vcrtrelcrs, die mit dcr verhältnismäßig unschcinbarcn Eigenschaft als Generalkonsul und diplomatischer Agent die Obliegen-heilen eines Gcneralresidenten verbindet, eine macht« volle Persönlichkeit, die besonders nnter Orientalen nur durch die magnetische Gewalt der eigenen Willenskraft sich durchzusetzen vermag. Daß man auf der Suche nach ciuem Nachfolger auf Lord Kitchener verfiel, lag nahe. Dcr siegreiche Soldat, der nach dcr Wicdercrubcrung des Sudans als Lord Kitchcncr us Khartum in das Ober-haus versetzt wurde uud der im ägyptischen Heere von dessen Neuordnung an aufwärts bis zum Obcrbcschls» habcr gcdieut, kennt seit vielen Jahren Land und Leute und alle Verhältnisse grüudlich, vermag mit den Be-wohucrn Ägyptens iu ihrcr Landessprache zu reden und 'ist für seiue Person soviel wert wie eine Verstärkung dcr britischen Besatzung um cin gauzcs Armcckorps. Anfänglich freilich, als man seine Kanoidatnr in die Erörterung warf, wirrden manche Bedenken rege. K. uf K., wie mau den Fcldmarschall im Heere nennt, gilt nicht fnr einen ga,^ bequemen Uniergcbcncu. Er sollte mi< Lord (5urzon uulcr dessen Amtsführung in Iudicn, Schwierigkeiten gehabt und neuerdings dem Kriegsminister Haldaue das Dasein versauert und die ihm zugedachte Verwendung als Kommandierender im Mittclmeerc als Sinekure, die ihn von London ent-fernen folltc, ziemlich schroff ausgeschlagcn haben. Auch glaubte man, daß der große Kriegshäuptling nicht wohl in der äußerlich bescheidenen, wenig glänzenden Stel« lnng als Generalkonsul nud diplomatischer Agent unter« zubringen sei. Man spricht deshalb von Erweiterung des ägyptischen Wirkungskreises durch Einbeziehung der Aussicht iibcr den Sudan und sogar von Rang» crhöhung. Anfängcr, der scincn vorher bclcgtcn Eckplatz cingenom» men halte, sobald der Zugang zum Bahnsteig gcöffnet wurde, daß cr „lcidcr" ihm Platz machcn müssc. Dieser Rcisende hat alle Fragen, die mit der Reise ill Verbin-duug stehen, vorher beantwortet nnd sein Handeln läuft demnach wie ein gutgehendes Uhrwerk ab. — Bei Da-men dagegen ist es — allerdings nicht immer — kenn-zeichnend, daß sie trotz aller Vorbereitungen nicht das genügende Selbstvertrauen haben. Haben sie ihren Plah längst eingenommen und alles Gepäck richtig unter-gebracht, so steigen sie doch im lctztcn Augenblick noch einmal aus, um einen vielbeschäftigten Vahnsteigbcamten zn fragen, ob dies auch wirtlich I.ihr Zug" sei, obwohl es mit deutlichen Druckbuchstaben daran steht, wohin er fährt. EZ gibt Reisende, die sich ein Vergnügen daraus machen, mit Zügcu zu sahrcu, die oft halten, um das Vahuhofslebcn cm den Haltestellen zu beobachten. Abschieds- und Bcgrüßungsszcncn spielen sich auf den Zwischenstatwnen genau so ab, wie an den Eudpunklen? nur ist das Erwarten dcs Zuges und dcr Kampf um die, Plätze spannender. Daß der Bahnhof zum Abschied-nehmen und Vcgrüßcu völlig nngccignet ist, zeigt s'ch hier aber besonders deutlich: zu einem Zuge, der etwa zehn Minuten Aufenthalt an einer Zwifchenstation hat, ist jemand auf deu Bahnhof gekommen, um oiese zcyn Minuten mit einem durchrcisendcn Freunde zusammen zu sein. Belauscht man nun die Unterhaltung die,er bcldcn, so bemerkt man, daß sie ziemlich mlMsws l^ außer wenn sie sich um geschäftliche Tinge dreht, ^c beiden wiffcn einander nichts zu fragen und .'""«"', als das oberflächliche „wie geht's" und „danke, gut uno dir?" Laibacher Zeitung Nr. 158. ^______________________1506____________________________________________13. Juli 1911. Politische Uebersicht. Laibach, 12. Juli. Das Präsidium des* einheitlichen Czechenklubs sand sich am 11. d. M. zu einer Zweistündigen Konferenz beim Ministe Präsidenten ein. Im Vordergründe des von Freiherrn von Gaulsch vorgeführten Arbeitsplanes der Sommersession des Rcichsratcs befanden sich die Fina» lifierung der Bankvorlage und die erste Lesung des gan-zen Komplexes der Wehrvorlagcn. Baron Gautsch legte dann seinen Plan für die nächste Zukunft vor, vcr> sicherte die czechischen Vertreter seiner absoluten Un« Voreingenommenheit und sehte die Aufgaben auseinander, die uach sciuem Dafürhalteir in der Sommer-session des Reichsratcs zu lösen seien. Das Präsidium nahm diese Eröffnungen des Kabincttschefs zur Kennt« nis, sprach seine ernsten politischen und technischen Be» denken in bczug auf die Durchführbarkeit der Pläne aus und beschloß, über die Aussprache mit dem Ministerpräsidenten der am Tage der Eröffnung des Reichs, rates zusammentretenden parlamentarischen Kommission des einheitlichen Czechenklubs Bericht zu erstatten. Alis Koltstantinopel, 11. d., wird gemeldet: Der montenegrinische Geschäftsträger hat gestern dem Mi» nister des Äußern eine wichtige Erklärung abgegeben, über deren wesentlichen Inhalt Stillschweigen beobachtet wird. Die Negicrung sichert am Schlüsse zu, daß der größte Wunsch Montenegros die Wiederherstellung der Nuhc in Malissia sei. Montenegro weroe alles auf» biegen, um die Rückkehr der Malissorcn Zu ermöglichen. Der Geschäftsträger wiederholte das Verlangen, daß bis zum Eiutrcffeu der Spezialkommission die Anhöhe Iezero sowie die Zwei Rcdouten bei Tschakor geräumt »oerden. Aus Paric, 11. Juli, wird gemeldet: Bei Bcspre» chung der Frage der Festsetzung ciues Termines für die Verhandlung der Interpellationen, betreffend die Entsendung eines deutschen Kriegsschiffes nach Agadir, appellierte der Minister des Äußern an die Einsicht und den Patriotismus der Kammer. Er ersuchte, zu gestatten, daß die Verhandlungen in dieser Frage, die bereits begonnen haben, in Ruhe fortgeführt werden, wie es der Würde und dem Ansehen von Großmächten entspricht. Wenn die Stunde gekommen sein wird, werd? die Regierung sagen, u>as sie getan hat, und die Kam-wer auffordern, zu urteilen, ob die Negierung auf der Höhe ihrer Aufgabe gestanden war. Die eingeleitete Besprechung werde mit beharrlicher unerschütterlicher Sorgfalt darüber geführt werden, was die Interessen und "die Würde des Landes, sowie die Sorge erheischen, mit einer Machl, mit der wir unterhandeln, die Bezie-hungen guten Einvernehmens und großer Loyalität aus-recht zu cchaltcu. (Anhaltender Beifall auf allen Bänken, mit Ausuahme der äußersten Linken.) Über Antrag des Ministers hat die Kammer trotz der Ausführungen des Deputierten I^un-s die Vertagung der Interpellationen mit 476 gegen 77 Stimmen angenommen. Die Lösung der englischen Vcrfassungskrise durch ein Kompromiß steht bevor. Das Kompromiß geht da° hin, daß die Lo^ds die Vetobill unverändert annehmen, Deine Seele will ich! Roman von M. O. A. r»an Aoghem. Autorisierte Übersetzung aus dem Holländischen von F. v. Rueden« (12. Fortsetzung.) (Nachdruck verbaten.) Ich wußte wirklich nicht, was ich tun sollte. Es war vielleicht übertrieben prüde, mit einem Vetter nicht mitzugehen. Was Egbert dazu sagen würde, konnte ich natürlich auch »licht wissen, aber >ich sah voraus, daß unsere Ansichten über Freiheit nicht immer dieselben sein würden. Viel Zeit zum Überlegen hatte ich mcht. Denn Charles ließ mich eintreten, indem er die Tür des Caf6rcslauranls öffnete. An den Tischcheu saßen einige Herren, an einem Lesetisch ein alter .Herr mit einer Tasse Kaffee und einer Zeitung. Charles war hier all-scheinend bekaunt und sagte zum Kellner: „Stellen Sie uns da oin Tischchen h>n, m d,e Ecko der Veranda." ^ ^ < ^ Der Kellner ging voraus durch den Saal, und Charles beauftragte ihn, meinen Stuhl s^o« stellen, daß er vom Saal aus nicht zu sehen war. ^ch saud e? angeuchm auszuruhen, die Sonne fchieu in den Garten, wo ein kleiner Springbrunnen plätscherte, mit emem Rand von dunkelrosa Kleitcrgeranicn herum. Charles sah die Speisekarte durch. „Was gibl es heute?" „Gebackene Junge ist da und das Gewöhnliche. "Gut, dann keil» Hurs d' oeuvre, nur Radieschen. Eine "Tasse Bouillon mit geröstetem Brot. Ißt du geru aebackcne Zunge?" . . . ^ ..^..^ „Ja, aber ich will kein so großartiges Frühstück, hörst" du?" . ^ ^., , - ^ jawohl. Also em gebackenes Zunglem, dann ein paniertes Schnitzel oder ein Stückchen kaltes Huhn." „Ach nein." aber daß anderseits dieser Bill ein Amendemcnt hinzugefügt wird, das folgendes bestimmt: Eine weitere Veränderung der Zusammensetzung des Hauses der Lords oder der Prärogative der Pairskammcr kann in der Folge nur noch nach Befragen der Nation vor-genommen werden. Das heißt fo viel als, wenn eine Regierung sich mit dem Gedanken trägt, eine Umgestal» tung des Oberhauses vorzuuehmen, sie erst das Unter-haus auflösen uud nach Vornahme der NcMvahlen an dir Durchführung eines solchen Plaues schreiten müßte. Tagestttuigleitc«. — Wie man in, Goldlanbe die Arzte honoriert.) Die pessimistischen Ärzte, die so gern den medizinischen Beruf als eine Laufbahn bezeichnen, die nur in wein« gen Ausnahmsfällen wirtlich angemessene Verdienste ge-währt, mögen sich damit trösten, daß es ihren Kollegen im Goldlande Alaska besser geht. Im „Journal" gibt Dr. Maljan einige charakteristische Beispiele dafür, wie hoch die Heiltünstlcr in Alaska ihre Bemühungen ein. schätzen. Ein italienischer Goldsucher, Vincenzlo Rnggicri, ertränkte nach lanaen, wenig ergebnisreichen Schürfun-gen in einer Arbcltcrbaracke in einiger Entfernung von der Stadt Gawson. Einer feiner Freude, der ihn be» suchte, führte ihm dann einen Arzt zu, den Dr. Hardie. „Sie haben den Skorbut, und Ihr Zustand ist ernst, wenn, Ihnen am Leben liegt, müssen Sie sich sorgsam pflegen." „Dann verschrieb mir der Arzt", so erzählt Ruggicri, „ein Eisenprävarat und empfahl mir eiue Diät von rohen Kartoffeln und Zwiebeln. Er gab mir schließlich eine kleine Flasche des Eisenpräparats, und als ich ihn fragte, was ich ihm fchulde, kam die lato-nische Antwort ,600 Mark'. Da ich weder Geld noch Banknoten hatte, zeigte ich dein Arzte ein kleines Sack-chcu mit Goldlörnern, worauf Dr. Hardie eine Gold-wage aus der Tasche zog und sein Honorar abwog. Er kam alle fünf Tage wieder, verschrieb dasselbe Rezept uud erhob jedesmal sein Honorar von 600 Mark für den Besnch." — Mrenge Frauen.) Wie ein Zukunftsbild, das schon in Gegenwart sichtbar ist, erscheinen die Zu-stände in Hunncville im Staate Kausas nach der Schil-derung einer noroamerilanischeu Zeltung. Vor einigen Jahren hatten sich die Frauen jener Stadt das aktive nnd passive Wahlrecht erkämpft, und in dieser kurzen Spanne Zeit ist es den Frauen gelungen, die Männer vollständig aus dem Gcmcindcrat zu verdrängen. An der Spitze der Kommunen steht eine Frau Ellen Wilton, die sich namentlich durch ihre Brandreden gegen die bösen Männer auszeichnet. Zum Polizeidirektor hat sie ihre Freundin Fräulein Rosa Osborne ernannt, eine recht energische Dame, die am ersten Tage ihrer Amtstätigkeit eine Razzia in den Bars und Cafös, in denen die Man» ucr in arbeitsfreien Stunden sich dem Kartenspielen und Trinken hmgabon, vurgcnonnnen und die leicht» fertigen Mitglieder des einst starken Geschlechtes ge-zwungcn hat, sich zu Hause oder in anderer harmloser Weise zu zerstreuen. — lEine Männervcrlcihanstaltj ist die letzte Neu« heil des Jahrhunderts, die uns vorbehalten blieb und die die Bürgermeisterei von Nizza jetzt auf allgemeinen Wunsch eingerichtet hat. Die Munizipalitäl hält tag» täglich im Rathause vou 11 bis 1 Uhr eine wohlassor» tierte Auswahl bereit. Da nämlich austäudige Frauen „Du denkst nicht an mich. Ich bin seit hcntc früh auf den Beinen, und die Seeluft machl hungrig. Also ein .Kalbsschnitzel. Und Süßes?" „Es gibt Pfirsichlompoll," rief der Kellner. „Eine Omelette soufslöe?" fragte Charles. „Nein, oann lieber etwas Kompott." „Geben Sic die Weinkarte oder . . . haben Sie denselben Grar.es noch?" „Jawohl, mein Herr, der ist eine Spezialität des Chess." „Also dann Graves und Eisstuckchen dazn. Und eine Fußbank. Und holen Sie die Vase mit Blnmen von dem Tisch dort nnd stellen Sie sie hier näher." „Wird der gnädige Herr nach dem Frühstück auch 5^affce trinken?" Ich dankte und auch Charles. Der Kellner ging fort. Ich wollte erst meme Jacke anbehalten, dann fand ich es doch behaglicher, sie aus-zuziehen. Der Wcin kam uud glänzte goldig m den splegel-blanken Gläsern mit Sternchen, in denen ein cingefan« gener Sonnenstrahl funkelte. Während ich ein Nadies-chcu knabberte und etwas Vrot dazu bröckelte, bekam ich angenehmen Hunger. Als Charles auf mein Wohl getrunken und "ich auch ein Schlückchen von ocm Wein nippte, durchströmte mich ein kindisches Gefühl von Wohlbehagen, ich lehnte einen Augenblick in meinem Stnhl und sah ill den Garten hinaus auf die Blumen und den Springbruunen und die grünen Sträucher. Charles war ein liebenswürdiger Plauderer, uud ihm allein gegenüber fand ich ihn noch viel hübscher als vorher. Während des Desserts kam ein Augeublick, Wo eine dunklere Wolke über sein Gesicht glitt. Ich hielt es für besser, nicht danach zu fragen. Einen Augeublick fpäter ergriff er sein Glas uud sagte mit einem Zittern in der Stimme: ohne Herrenbegleitung neuerdings nicht mehr allein in, den Nizzaer Kaffeehäusern geduldet werden, aber immer« hin bei der allgemeinen Kultur des europäischen uud Rciselcbens auch iu Nizza einmal Kaffee trinken möch-ten, so hat sich das Bedürfnis nach stundenweis leihbaren Bcgleitherren schreiend bemerkbar gemacht, und die Nizzaer Stadtverwaltung, immer bereit, die Wünsche der Fremden zu erfüllen und ihnen das für Nizza so kostbare und wertvolle Behagen zu schaffcu, hat diese modernste aller Einrichtungen getroffen. — lDie neue Frisur der Apachen.) Man schreibt aus Paris: Die bekannte Sitte der Pariser Apachen, ihr langes Haupthaar hinten auf einer Linie mit den Ohren glatt abzuschneiden und den Nacken zu rasieren, ist einer ncueu, noch abenteuerlicheren Mode gewichen. Die alte Frisur, genannt „La boule", die mit der Täto-wiernng auf der Stirn die Angehörigen der Apachen-gemcinschaft unter Taufenden kenntlich machte, existiert immer uoch, aber seit einigen Tagen macht ihr eine neue Frisur, die im Apachenjärgon „La double perle" ge» heißen wird, eine gefährliche Konkurrenz. Diese Frisur ist außcrordcutlich raffiniert und kompliziert und stellt zweifellos das Ergebnis langwieriger Experimente der geistvollsten Spezialisten unter den Hoffriscurcu der Apachenkönige dar. Die Haare sind nämlich hinten bis zum Wirbel vollständig rasiert. Vom Wirbel aber hän. gen zwei lange dichte Haarbüschel bis über die Ohren, wie die Ohren eines Jagdhundes, die unter dem wei» chen Filzhut lnstig im Winde hin und her flattern. War schon die alte Frisur geeignet, dem wackeren Aür-ger der guten Stadt Paris' einen heillosen Respekt ein« zustoßen, so dürste ihm beim Anblick der neuen, Haar. mode das Blut vollends in den Adern erstarren . . . — Mn chinesisches Nachtasyl.) In einer Studie über das dunkelste China, die ein chinesischer Mandarin, Li-Tschao-Pc, veröffentlicht, schildert oer Verfasser unter anderem Einrichtungen zum Schutze der Armen, das sogenannte „Haus mit den Hühnerfcdern". Dieses Nacht, osyl hat seineu Namen daher, daß der ganze Boden des großen Saales, aus dem es besteht, mit einer dicken Schicht Flaumfedern bedeckt ist, die den nächtlichen Gästen zum warmeu Lager dieut. Bettler uud Laud« strcicher aller Art, Frauen, Männer und Kinder finden sich zur Nachtzeit bunt durcheinander in diesem Schlaf» räum ein. Jeder sucht sich sein Nest in dem Federnmeer und versucht zu schlafen, so gut es geht. Früher lieferte die Anstalt jedem ihrer Gäste eine kleine Decke- aber die Schläfer hatten die Undankbarkeil, regelmäßig beim Verlassen des Hauses die Decken mitzunehmen, um sie zur Ergänzung ihrer Kleidung zu benutzen uder auch stc zu verkaufen. Um aber die' armen Leute uicht ganz ohne Decke schlafen zu lassen, hat man einen originellen Ersatz geschaffen. Man hat eine riesige Filzdecke her-stellen lassen, die so groß ist, daß sie, wenn sie aus-gebreitet ist, ausreicht, den Boden des ganzen Schlaf-saales zu verhüllen. Tagsüber hängt sie wie ein gewal-tiger Baldachin an der Decke des Saales; aber wenn. adcnds die Leute es sich in den Federn bequem gemacht habcn, so das; sie- ringsum an den Wänden lagern, wird die Decke herablasse,, und jeder steckt seinen Kopf durch emcs der dafür bestimmten Löcher, oie rund um den .»»and der Decke in diese hincmgesckmitten sind. Sobald e^ tagt, wird dic Decke emporgczogcn. Vorher aber wird em Trummelzc'.chcu abgegeben, damit die Schläfer recht-zeitig ihren Kopf aus der Decke herausziehen und sie nicht wie au einem Galgen von der emporfliegenden Decke mit hinmifgcrisseu werden. Dauu verlassen sie „Ich hätte schon auf den Umstand trinken müssen, durch den ich dich kennen lernte. Entschuldige meine Versäumnis! Egberts Wohl!" Ich war unruhig, während ich meii.i Glas aufhob. Ich dachte an Adam uud Eva und die Schlange im Paradies. Ich dankte, uud loir stießen an, wobei ich suhlte, daß das Glas in seiner Hand zitterte. „Es wird jetzt Zeit für mich, zur Bahn zu gehen," fagte ich. „Ich habe noch Verschiedenes dorthin bestellt. Ich danke Ihl.en für Ihre Gastfreundschaft." Er trank sein Glas aus und begleitete mich gnm Bahnhof. Ails dem Perron wurden mir die Pakew ge» bracht, die ich erwartete. Die Waggontüren waren schon zu, Charles war-tele nur aus das Abfahren des Zuges, als ein Mädchen eilig auf den Perrun gelaufen kam, fich umsah und ihn ansprach. Es n^r das Fräulein aus dem Korsettgeschäft, vor oem er draußen gewartet lMc. Sie war kurz vorher fchon mit einem Paket dagewesen. „Ich glaube," sagte sie zu Charles, „daß dieses Paket auch uoch für Ihre Braut ist." Ich Weiß uicht, wie es kam, durch ihre Ungeschick» lichkeit, durch seiue Hast, durch die Zuglust auf dem Perron, kurz, das Scidenpapier flatterte davon und offen auf dcu Perron fiel ein zierliches Strumpfband mit Silbcrsehnallen aus himmelblauem Band ... Er mußte es aufheben und es mir durch das Fenster hineinreichen. Ich fühlte, daß ich blutral wurde. Glücklicherweise setzw sich schon der Zug iu Bewegung, uud ich mußte ihm Adieu sagen; er sah mich an, als ob nichts geivesen wäre, und grüßte mich ehrerbietig. Eine kleine Stunde halte, ich zu fahren, allein das hätte ausreichen können, um mich wieder zu beruhigen. Aber es genügte mir kanm. Wie übertrieben war der Gedanke, daß es eigentlich ein verbotenes Vergnügen genasen sei, dieses kleine Frühstück, dem kein Mensch irgendelwas Böses nachsagen konnte. (Forts, folgt.) Laiöachcr Zeitung Nr. 158. 1507 13. Juli 1911. der Reihe nach das Lokal, wobei jeder, der es imstande yl, einen halben Pfennig als Quartiergcld zu entrichten Lolal- und Provinzial-Nachrichten. Ausgrabungen in Emona. Neunzehnter Bericht. XI. Das Haus des L. Dindius Priscus. s<.i" m ? bereits der Grundriß des Hauses XII durch '.im/" /k Ztucifel rege werden lassen, ob ein ein-Mnicyco yaus eines einzelnen Hauseigentümers vor-nege oder- vielmehr innerhalb des Umfanges des faules XII ein Häuserblock, eine Insula enthalten sei, oereu mncre Einteilung freilich nicht mit Sicherheit se,iMeIlt werden könne, so hat dic soeben abgeschlossene Durchsuchung des Hauses XI mehrere Belege für das Vorhandensein einer Häusergruppc gebracht. Vier, viel» leicht auch süns selbständige Haushaltungen scheinen .unerhalb des Rechteckes vereinigt zu sein. Allerdings ',t die Frage noch offen geblieben, ob e i n Hausbesitzer d,e emzclnen Wohnungen zur Miete weiter gegeben l)al, oder ob bc: der Anlage der Kolonie der Grund« kumpler. an mchrcre Besitzer verteilt worden ist, die mucrhalb der im Rechtecke (53,95 X 50,25 Meter) in, ^u,animenhange aufgeführten Frontmaucrn sich nach vchordlicher IuleUuug oder eigener Vereinbarung ein° getctt und d.e nach alleil Seiten einheitliche Hausfluchl pichlet haben. Dieses Rätsel dürfte durch Vloßlegung fahren"' ^"'"' ^ ^'^ ^^ lärmig "^ ^sung er. Nri.^"^^^ 'st das Haus des L. Dindius fnnA ^ ^?' ?^""' kommt auf einer im .Hause gc° u denen Inschrift vor ~. vor allem dadurch, daß es u Atr,en ver,ehm ist. Im westlichen Teile der Süd-lont ju.)ren aus den unmittelbar an der Straße qe» l^ueu Naunxn, dem Hausflur, zwei Eingänge mit nocy erhaltenen Schwellen zu dem geräumigen Atrium, de, en Dach von leicht sich verjüngenden, durch Eisen» lave Miteinander verbundenen Säulen getragen wurde, um das Impluvinm, das den Beginn einer einfachen Pausrinne biidei, die das Ncgcnwasscr zur Kloake der Straße N ableitete, war ein Pflaster aus mächtigen Steinplatten gelegt. Das Stcinmatcrial stammt aus dem < f;roheii Steinbruch in Podpe^ an der «aibach, d«c,t früher weiter westlich abliegendes maeanderartig ge» Wunocnes Flußbett die Röiner näher zu dem höher go legencn Pooped hin verlegt ilnd den Strom von da bis Laibaa) reguliert haben, um den Baustein direkt auf dem Wasserwege nach Enwua transportieren zu tonnen. Aus dem Atrium führt eine 1,58 Meter breite Schwelle zu einem breiten Raum, in dem sich eine Ieuerstelle befand, die Küchenzwecken gedient haben mag, zugleich aber auch das anstoßende Hypokaust an der Nordscite des Atriums heizte. Heizanlagen gab es im ganzen Hanse elf, darunter solche von sehr eigcntüm« licher Form. All der Westseite des Atriums 1ag ein vollkommen erhaltenes Hyzokaust mit Stützpfeilern aus lustgetrocknetem Lehm (es wird im Museum Emonense wieder aufgebaut werden). Das Heizloch war von Lehm-Platten flankiert, der obere Boom bestand aus eben-solchen Platten, über die noch ein Mörtelestrich gelegt wurden war. In einer späteren Zeit genügte dieses Hypokanft nicht mehr den gesteigerten Wärinebedürf-nissen der Bewohner- so wnrde noch der benachbarte Micher gelegne Wohuraum dazu gezogen, mit Ziegel-pfe.llern ausgerüstet und mit Lehmplatten gedeckt. Das -Veizloch wurde an die südliche Wand verlegt/das frühere nördlich gelegene Heizluch vermauert, die VcrbindungZ. !""!^' '^'bcn beiden Hypokausten teilweise durch« brochen und die Räume durch eingewölbte Öffnungen Miteinander ,n Verbindung gesetzt.' Einen ungefähren AnhaltsPunlt für das Entstehen' der südlichen Hyp» laustanlage gebeil Reste der Wandbemalnng, die hinter den Z,egelpfc,lern noch erhalten geblieben sind. Sie zeigen auf weißem Grunde rote, ockergelbe und grüne Flecken in Spritzmanier, einer Tekorationsweise, die >m Anfange d?s 3. Jahrhunderts auftauchte und bis zum 4. Iahrhunden üblich war, dann aber wilder von einer des 1. und 2. Jahrhunderts ähnlichen Dekoratiousweise abgelöst wurde, die eine einheitliche flächige Bemalung der Wände mi< verschiedenen, durch farbige Streifen getrennten Farben bevorzugte. Anhallspnnkte für diesen Wechsel hat man genug gefuuden in der doppelten ., Mörtelverlleidung der Wände bei Änderungen und Erneuerung der Zimmerwäude, indem die neuere Dekoration auf dic ältere einfach aufgetragen wurde, nacl> dem man die Wand unt einem spitzen Hammer auf-gerauht und mit einem frischen Mürtelbelag versehen halte. Eine andere sehr fpäte Heizanlage an der Südost« ccte ist dadurcli merkwürdig, daß sie durchaus gemauert ist,' ihre Verbinduug mit Kammern und einer Rinnen» abteilung gestattet die Vermutung, daß hier eine be« schcidcne Badeanlage vorhanden war. Heizanlagen wur-deu im Hause des Tindius häufig umgebaut' man sin-det unter jüngeren Anlagen solche älterer Herkunft, bei denen oas Heizloch an einer anderen Seite angelegt wurde, andere wiederum wurden über Kanalleiinngen, Ausgußrinnen uud Latrinen errichtet, indem man über die früheren Anlagen einfach einen dicken Mörtelestrich legte nnd darüber das Hypolaust errichtete. Nördlich vom Atrium lagen zwei Gießgruben, in denen reichlich Bronzeschlackc gesunden wurde. In der Nähe wurden eine zweiseitige Gußform für große und kleine Armringe, anßerdcm spätrömifchc rhombische und runde Scheiben, Fibeln u,il farbiger Emaileinlage, der in schöner Plastik gearbeitete Kopf einer Meduse und eine Maske mit mehreren anderen Gegenständen aus Bronze gefunden, Funde, die auf die gewerbliche Be» tricbsstätte cir.es Kupferschmiedes hinweisen. Es scheint überhaupt, daß das .Haus des Dindius Von mehreren Handwerkern bewohnt war, da sowohl im östlichen als im westlichen Teile zwei eigentümliche von schmalen Mänerchen eingefaßte Herde beobachtet wurden, in deren Nähe tleiuere Vorräte von Eisen, sowohl als Eisen» pflöcke als auch Werkzeug, Hacken, Beile, Krummesser, Schlüssel, Riegel, Schreibgrisfel und Nägel gefuuden wurden — ein dentliches Zeichen, daß Eisenschmiede hier ihr Handwerk betrieben hatten. Zwischen die Wohnung der südöstlichen und die Schmiede der nordöstlichen Ecke ist eine merkwürdige Anlage eingeschoben, deren Zweck mangels bezeichnender Fnnde bis jetzt nicht festgestellt werden konnte. Sie ist mit Mauern von doppelter Stärke umfangen und besteht aus einem 9,60 Meter langen südlich gelegenen, 1,32 Meter breitem uud 60 Zentimeter hohem, aus Bruch» steinen und Z>egeln aufgemauerten gewölbten Kanal, der nach Norden in einer 5,4 Meter langn«, 70 Zenli-Nieter breiten Kanal rechtwinklig umbiegt. Dieser west» liche Kanalarm ist in seiner ganzen Länge mit einer Reihe Tubuli versehen, die in die Wölbung eingelassen sind und mit dem Innern in Verbindung stehen. Die Hcizziegel stehen jctzt noch in zwei Lagen übereinander, wurden ursprünglich sicherlich bis zur Dachhöhe empor, geführt und bildeten folcherart den Rauchabzug. An den Beginn des Kanals war ein breites Heizloch an« gesetzt, das mit rotgebranntem Lehm und Brandmatcrial angefüllt war. Der Kanal selbst lvar mit runden mittcl-großen Schutterstcinen fest gepflastert. Gleich am Ein» gang in den Kanal wurde, ein kleines tongrundiges Tupfchen vun Sparbüchsensurm gefunden. Vielleicht be» stand hier eine Anlage zur Verhüttung von Metallen, die eine solche Wciterlcitung der Dämpfe oder des Rau» chcs erheischte. Zu den einzelnen Hausabteilungen gehören Hose kleineren Umfanges mit Steinstufen, aus denen hölzerne Pfeiler standen, die das Dach trugen; in einem Hofe befand sich auch ein 1 Meter breiter Hausbrunnen, eiu» fach aus großen Bruchsteinen ausgebaut, die mit Lehm« mörtel verbuuden waren. Die Nordwcstecke des Hauses ist durch die Anlage eines kleinen, aber solid anfgeführ° ten Atriums als selbständige Wohnung gekennzeichnet. Auf viereckigen, massiven Stcinstusen, vun denen drei noch gefunden wurden, standen die jctzt umgestürzten Säulen mit runden attischen Kapitellen. Der Boden loar mit massiven Steinplatten gepflastert, in die die viereckige Platte des Impluviums mit rundem Ausguß eingefügt war; das Rcgenwasfer floß in dem darunter führenden Kanal zur Kloake der Straße 5 ab. Mit dem Atrium verbunden nnd durch keine Wand getrennt war ein kleiner Raum, in dem das Larcnheiligtum unter» gebracht war. In ihm wurde neben zwei Altarresten »einer inschrisilos, der andere Jupiter geweiht) der den Schutzgoithciten des.Hauses geweihte Altar des L. Din» oius Priseus gefunden, nach dem das .Haus XI den Namen erhalten hat. j^nild^s ar^luuU«) «aoi>run). I.. Dinsli^ I^i«<.n^ minister?) <>t I.. vinäw« l'ri^-i-niu^ »' l?)>- Vlim Atrinm führten Stufen und eine Türfchwelle zu einem Aufban, von dem nur mäch» tigc Sleinnntcrlagen nnd Spuren vun blewergosseuen Verdübelungen erhalten smd; vielleicht sind hier die Reste einer »l>i«ula vurnhandeu, einer Kapelle, in der die Bildnisse oer Vorfahren aufbewahrt wurden, die man um das Atrium zu stellen pflegte. In der Nähe des Atriums befanden sich noch zwei Hypolauste, eines in 'I'.Form, das andere gemauert, Uicdrig eingewölbt nnd mil einem Mörtelestrich überdeckt. Den besseren Lustzug ermöglichten ein mittlerer mit Lehmplattcn eingedeckter Gang und zwei eingebaute Firstzicgel an der Ostwand. Nebeil dcm bedeutenden wissenschaftlichen Ergeb» uis, das ciue außerordentliche Bereicherung der Kennt» nis oer Haussorm im späteren römischen Zeitalter und die Entwicklung ihrer von der italischen abweichenden durch das härtere Knma bedingten provinziellen Bauart bietet, war die Durchforschung dieses Hauses auch an Fuuden sehr ergiebig. Außer den bereits erwähnten Gegenständen seien vor allem einige spälrömische Fibeln erwähnt, die von den bisher in Krain gefundenen ab° weichende Formen zeigen, so kreuzförmige Fibeln, die man als Vorläufer der Armbrustfcharniersibel belrach» ten kann, und die mit Email in Grubenschmelztcchnik reich eingelegten Scheibenfibeln. Aus Bronze wurden ein Tintenbchälter mit schön verzierten Schreibgrisfeln, Omegasibeln, verschieden geformte Haarnadeln uud Toilettelöfselchcn, Armbänder mit Schlangenköpsen, zwcigförmigcn und Kerbeliverzierungel,, Schlüssel, ^chlußriegcl und Ringschlüssel gesunden. Gewichte vcr° schiedencr Schwere und Form aus Bronze, Blei und Stein kamen in den einzelneil Ränmen zum Vorschein. Reichhaltig sind abermals du" Funde von Münzen aus Silber und Bronze, darunter sehr schönen der älteren Faustina, Julia Mammaea, des Sohnes Konstantius, Jul. Crispus und seiner Nachfolger. Der wertvollste Fllnd ist wohl eine stark versilberte, vortrefflich gearbei. lete und erhaltene Kasserolle aus Bronze, die im Norden bes großen Animus gesunden wurde. Dr. Walter Schmid. Frühjahrsausstcllung in Iatopii' Kunftpavillon. * (Schluß.) Die außer dem Klub „Sava" stehenden slovens schen Makr haben ihre Werke in den linken Räumlich» keilen des Pavillons ausgestellt. Manch unbedingt Vor-zügliches ist oarnnler, aber auch mcmch Minder» und Miudcslwertiges. Das muß offen gesagt werden, weil ja doch endlich von dem Standpunkt, daß Zeitungs» berichte furtwährend nur zu loben, nicht aber auch die Wahrheit rundheraus zu sagen haben, Abstand genom» men werden mnß. Unter den Vollgültigen mnß lais. Rat Ivan Franke an erster Stelle genannt werden. Nicht nur deshalb, weil er der älteste uuler den hier ausstellen» den Malern ist, sondern seiner faktisch nicht so leicht abzuschätzenden Verdienste auf dem Gebiete der Malerei, halber. Fraulc ist einer jener loenigen slovenischen Maler ocr älteren Generation, welche die Geschichte der slovenischen Kunst in ihrer Entwicklung als bedeutsamere. Faktoren zu rechnen habeil wird. Es knüpft sich an diese. Persönlichkeit zwar lein Wendepunkt in derselben, aber es war ehrliche Arbeit in dem, was dieser vortreffliche Maler geleistet hat. Durch das persönliche Moment, durch Finesse der Ausführung, speziell im Porträt, hat kais. Rat Franke vom besten Emslusse sein können. Ob er es auch lvar, das ist eine Frage, deren Lösung! ganz in den Händen seiner Zeitgenossen wie der Iün-geren lag. Wir erinnern an die trefflichen Werke, die er auf dcr ersten slovenischen Kunstausstellung geboten, sowie an jene, die auf der Jubiläumsausstellung vom vorigen Herbst gebracht wurden. Im Vergleiche zu den cbenerwähntcn Werken sind die auf der heurigen Früh« jahrsausflellung gebrachten Bilder von minderem Kunst, grade. Franke hat eine Reihe von Porträten ausgestellt, die in einzelnen Partien ausgezeichnet sind, in anderen aber in dcr Zeichnung Mängel ausweisen. Das best»,' seiner Purlrä'tgemälde ist jedenfalls sein Selbstporträt Nr. 18, das bei ausgezeichneter Malweise eine sehr gnte Eharakleristik aufweist. Andere Malwcrle lassen per> spektivische Richtigkeit vermissen. Im Vergleiche zu sei-nen älteren Maiwertcn sind die jüngeren im Farbcnwn frischer und lebcnswärmer, mögen sie auch hie und da falsch gesehen und ebendeshalb falsch wiedergegeben feil«. Die Landschafteil, die Franke hier zur Ausstellung brachte, sind unvergleichlich schwächer. Es sind antikisie« rende Landschasts» und Wolkensludieu von wenig ge« fälliger Wirtung. Ein Meister unter den jüngeren „Modernen" ist Ivan Vavvoti <"-. Er hat ein Porträt des Direktors der „Glasbena Matica", Herrn Gerbiü, ausgestellt, das mit Vcrvchiiguug helle Bewunderung erregt. Da liegt Charakter darin, und zudem ist es zeichnerisch tadellos. Ein Kunstwerk, das daranf hinweist, daß Vavpotn-' Kraft im Porträt, nicht aber in der Landschaft liegt, wie er bisher irrtümlichenveise selbst geglaubt zu haben scheint. Seine Landschaften sind gewiß nicht schlecht, im Gegenteil, der „Ausblick auf die Steiner Alpen" ist ein prächtiges Malwerk, aber sie sind süßlich nnd nur zu oft mit Ileinlichem Beiwerk überladen, zuweilen auch unnatürlich saftig. Vavpolil" ist zweifelsohne ein mäch-lig aufstrebendes Talent, über dessen Eharaktcreigen. schafteil nicht bald genug gesprochen werden dürfte, wenn er so ernst bleibt wie bisher. Es ist das entschieden ein Mann der Zulunst, und das vom Standpnnkte jener ernsten Unvoreingenommenheil gesprochen, von dem aus zu sprechen ich mir vorgenommen hatte. Ivan Tabula hat nnr ein Bild, aber ein sehr schlechtes eingesendet. Verzeichnet, vermalt, überhaupt kein öabota.'Der kann etwas anderes. Das Bild ist zu unecht, zu sehr für Instinkte berechnet, als daß es ein Kunstwerk wäre. Eben deshalb gefälll es dem Pu-blikum, das hie uud da etlvas kauft. „Stimmung" heißt es, aber das Auge wird davor verstimmt. Franz Trälnik sandte diesmal nur eine Zeich« nung eiu. Er ist ein Zcichnerpoct des Proletariates, greift seine Stoffe aus den Tiefen des menschlichen Elends heraus, versteht es meisterhaft, Stimmung hervorzurufen, ist aber zuweilen in der Zeichnung nach-lässig. Und bei Zeichnungen ist die Zeichnung Haupt» sache. Hier führt er uns eine Prolelarierfamilie vor, herabgekommen, Erbarmen erregend, voll von stofflicher Stimmung, in der Zeichnung aber nicht ganz perfekt. Für Tratnils Talent kann diese Zeichnung keinen Maß» slab abgeben, denn dieses isl so groß, daß es auch der strengsten sachlichen Kritik stand hielt und mit >oacl)!eu-den 'Werten standhalten wird. Nicht nur daheim — Gott bewahre — sondern im Auslande, in München und in Berlin, wo man sich in solchen Dingen au^ kennt. * Siehe «Laibacher Zeitung' vom 3. Juli 19N. Laibacher Zeitung Nr. 158. 1508 13. Juli 1911. Franz Klemen^i5 hat einige Porträte, die sein eigentliches Wesen noch lange nicht kennzeichnen. Charakteristisch für seine Künstlerindwidualität sind meinenl Enipfiuden nach nur die Bildchen „Das Mädchen" und „Selbstporlrät". Da zeigt er sich in seinem vollen, selbständigen Charakter als Mann, der etlvas Schönes, Vortreffliches, frisch und flott aus der eigenen Seele Heransgefprochcnes leisten kann. Was er i,m sonstigen ausgestellt hat, zeigt nur technisches Können, kann aber weiter nicht einnehmen. Das ist nach dem Geschmack der Besteller gearbeitete und ausgespro-chen minoerwertige Ware. Des weiteren hat Karl Mysz einiges ausgestellt, was entschiedenes malerisches Talent verrät. Mysz ist eine selbständige Natur, noch ungelenk in der Darbie» lung, aber originell in der Auffassung. Wenn man ihn recht bewerteil will, muß man in Betracht ziehen, daß er sich erst seit recht wenigen Jahren auf dem Gebiete der Malerknnst versucht. 'Manck^s ist noch hart und unausgesprochen, aber es steckt Persönlichkeit in diesen Anfängerbildern. Aller Wahrscheinlichkeit nach ein Ka-pital, aus dcm sich noch elioas Gutes herausschlagen ließe. Rudolf I a k h e l ist ein sehr talentierter Anfänger, dem es nur an Übung gebricht. Sein „Damenpurträt", desgleichen sein „Porträt oes Herrn H. G." sind ledern. Aber das dürfte sich mit der Zeit geben, zumal er einen guten Strich ausweist. Unter den Landschaften ist die beste die lleinc Studie, „Palermo", die Sinn für Landschaft verrät. Gut wäre die LandsclM „Die Karl-städter Brücke", wenn sie nicht als solche benamset wäre, sondern ein Bild ohne Titel darstellte. Ein Landschafts» Porträt ist das noch nicht. Sreöko M a g o l i 5 der Ältere ist ein Dilet» tant von selten guteil Eigenscliaften. Ein Dilettant ist er und bleibt cr deshalb^ weil seine im übrigen sehr guten Bilder leine rein persönliche Note tragen, son« dern immerfort wie Kopien wirken. Aber er versteht es, aus dein Geschauten etwas Vollgültiges zn machen. Er liebt »lx'iche, neblichte Töne und hat die Zeichnung ganz heraus. Von raffinierter Güte ist sein Triptychon „Au der Laibach", ein Ausblick auf den Laibachfluß, soweit er vom Vilinaschen Hause zur Franziskanerlirche reicht, empfunden und gegeben in der frühesten Morgen-veleuchtungsstimmung. Das ist fein gemacht. Von nicht minoerer Güte find seine sonstigen Landschaftsbilder, zu denen er die Motive ans der Umgebung Laibachs schöpfte. Magoli« sen. ist ein Mann von seltener Begabung; er hat Auge und Hand. Und wie er die Schatten hinzu» meistern versteht, das macht ihm nicht jeder akademische Maler nach. Die Beleuchtung auch nicht jeder. Aber selbständig ist er nicht. Eben darum ist er uur Dilct» tant, allerdings ein ausgezeichnet malender Dilettant. Sein Sohn Sre5ko M agoli 6 jun. malt erst seit wenigen Jahren. Was cr hier ausgestellt hat, zeigt ent» schiedcnes Talent sür Landschaft. Wie sein Vater ist auch er in der Gemütsstimmung weich, eingenommen für milde, kalte Farben, versteht es aber schon jetzt, den Pinsel recht vorteilhast zu meistern. Rudolf Mar<-i5 ist zu süß und zn oberflächlich, als daß ihm höhere Werte zugesprochen werden dürften. Er hat entschieden Talent, widmet ihm jedoch offen» kundig nicht jene Aufmerksamkeit, die erforderlich iväre, wenn'er Gediegenes leisten wollte. Demzufolge malt er Diugc, die zlva'r malerisch, aber nicht geschmackvoll sind und denen künstlerische Werte abgehen. Weniger Farben» Pracht und mehr Naturechtheit würde ihm jedenfalls zu höheren Werten verhelfen. Hugo Gerbi« hat einige Sachen ausgestellt, über deren Qualität fich von unserem Staudpunkt aus kaum etnxis Lobendes sagen ließe. Es mangelt den Dingern an Inhalt, an Originalität, an Naturtreue, aber auch am Malerischen. Vielleicht ließe sich mit ernstem Stn» dium und Übung etwas machen. Originalgcnies sind nur spärlich gesät. Albert Sirk bringt ein recht gut gezeichnetes Porträt; Ivo Vasiljeviö ist ein rudimentärer An» sänge r. Über Ivan Z a j c' hier ausgestellte Gipsmodelle, die für das Mausoleum des Ivan Majdiö in Krain-bürg bestimmt waren, hat schon ein anderer Bericht» erstaller gesprochen und sie mit vollem Recht belobt. Der pholographischc Abteil der Ausstellung soll in mäßiger Kürze demnächst besprochen werden. Fr. Kobal. — lVom Staatsbahndienfte.j III die Diensttlafse VIII werden befördert: die Adiuukten Gustav Edler von Forstncr in Veldes; Heinrich Ncbolj in Haiden-schaft; Vinzenz 8kuf in Krainburg; iu die Dienst-tlasse IX werden befördert: Bauassistent Nikolaus Iu-riöevi« in Aßling; Assistent Gustav Caucig in Aßlillg. Ernannt wird in der Dienstklasse X.- Beamten-aspirant Marius N u st in Feistrib-Wocheiner See zum Assistenten. — lDie Gesellschaft vom Österreichischen Silbernen Kreuze.) Zn«ck der GesellsclM vom Österreichischen Sil° bcrnen Kreuze zur Fürsorge für heimkehrende Ncser» visten ist die planmäßige und geregelte Fürsorge für die österreichischen Reservisten des k.'und k. Heeres, der k. und k. Kriegsmarine und der k. k. Landwehr. Die Fürsorge des Zweigvereines Krain wird sich l)aupt- ächlich den aus Krain stammenden oder daselbst Arbeit ucheuden Reservisten zuwenden. Die Fürsorge erstreckt ich auf alle jene Soldaten, die nach tadelloser Ableistung lyres Präsenzdienstcs aus der aktiven Dienstleistung cnt« lassen werden. Die Fürsorge wird in folgender Weise erfolgen: 1.) durch Beschaffung von Arbeit durch ent° sprechende vermittelnde Tätigkeit bei ArbeitsuäMden llnd Aroellgebenden unter besonderer Berücksichtigung des von Reservisten erlernten Berufes nnd ihrer Ier» tigteiten; 2.) durch Ermöglichung der Begründung eines selbständigen ArbeitsunternehmenZ öder besserer Arbeitsgelegenheit; 3.) durch vorübergehende Unterstüt' zung in Fällen der Dürftigkeit des Reservisten und dnrch Krankcnunterstützungen; 4.) durch Ermöglichung einer weiteren Ausbildung oder entsprechenden Fortbildung der heimkehrenden Reservisten. Die dienst» und stellen» vermittelnde Tätigkeit des Zweigvereines „Krain" der Gesellschaft vom Österreichischen Silbernen Kreuze wird derartig geregelt werden, daß die alljährig heimkehren» den Reservisten, deren Vorbildung, Wünsche sowie deren Dienst» nnd Slellungseignungen unter Mitwirkung der betreffenden militärischen Behörden ermittelt werden. Anderseits werden vakante Stellen und Posten sowie Arbeitsgelegenheiten durch geeignete Umfragen bei Dienstgeber'n aller Art, öffentliche Ämter und Kor» poratiönen inbegriffen, erhoben werden. Dem Rc. scrvisten, soll durch Eingreifen dieser Vereins» tätigkeit der Übergang ins Zivil erleichtert werden; der'Reservist, namentlich der mittellose, soll vor der nagenden Sorge um Auffindung nnd Sicherung einer passenden Kondition befreit werden. Im Krankhcits» oder Dürftigfeitsfalle sollen ihm entsprechende Geld» Unterstützungen gewährt werden. Die Vercinstätigkeit ist anderseits gewiß, auch vom Standpunkte, der Arbeit» nnd Dienstgeber beurteilt, freudigst zu begrüßen, da sic sich in einer Zeit der überhandnehmenden Landflucht und einer hicrlands immer wciterausgrcifeuden, Auslvande» rungslust das Ziel setzte, die ausgedienten Landessöhne der Heimat zu erhalten. — ^Deutsche Privat'Lehrerinnenbildunstöanstalt des Laibacher Echulkuratorinms in Laibach.) Än dieser Anstalt haben die diesjährigen Reifeprüfungen am 10., 11. und 12. d. M. nnter dcm Vorfitze des k. k. Landes» schnlinspeklurs A. Bclar staltgefunden. Approbiert wurden folgende 30 Zöglinge: Marie Bcnnbcrg, Helena Viener, Adelheid Bock, Elfriede Eiguj, Margarete C ^ er w c n y (Auszeichnimg), Hedwig Dischendorfcr, Theodora Erben (Auszeichnung), Amalie Erker lAuszeichnung), Marie Gerst n e r (Auszeichnung), Marie Grcguritsch, Iosefine Haussen (Auszeichnung), Panla Hohn, Wilhclmine Iaklin, Florentine Kastrcuz, Iakobinc Klauer (Auszeichnnng), Anna Kocbek, Io sefine König (Auszeichnung), Olga Lilvop, Marga» rete von Luschin (Auszeichnmig), Anna Majcen (Auszeichnung), Friederike Mikula, Marie Mon-schein (Auszeichnung), Gertrude Rabitsch (Aus. zeichnung), Margarete Ranzinger, Margarete Schne» d i tz (Auszeichnung), Ioscfine Stacul (Auszeichnung), Agnes Stefan, Anna Svoboda (Auszeichnung), Klo« thilde Walla, Marie Zehrer (Auszeichnung). — Zwei Zöglinge des vierten Jahrganges der Anstalt werden sich erst im Herbst der Reifeprüfung unterziehen, da sie erst bishin die vorgeschriebene Altersstufe erreicht haben werden. — <Äaiscr Iranz Iosef'5traukenaiyl in Laibach.) In dieser von der Krainischen Sparkasse gegründeten und im Jahre 1910 eröffneten Anstalt für unheilbare, mittellose Kranke aus Krain befanden fich am 31. De« zember 1910 50 Pfleglinge (23 Männer, 27 Frauen). Im ersten Halbjahr 1911 sind 3 (1 Mann, 2 Frauen) gestorben (2 Verkalkung der Schlagadern, 1 Herz-schwäche), 2 Männer wurden dem Landesspitale über» geben, 1 Mann wurde auf eigenes Verlangen, 1 Mann wegen grober Verletzung der Hausordnung entlassen. An Stelle dieser 7 (5 Männer, 2 Frauen) wurden 7 von den bereits vorgemerkten Gesnchslellern ausgenommen. Von diesen waren 1 Handlnngsreiscnoer, drei Knechte, 1 Schneider, 2 Taglöhnerinnen. Diese luaren zuständig: 1 Stadt Laibach und in den politischen Bezirken: 2 Umgebung Laibach sowie je 1 Krainbnrg, Litlai, Loilsch, Stein. Von den 7 Neuausgenuinmenen sind 2 blind, 2 leiden an Gelenlsverkrüvpclnng, 1 an Herzfehler, 1 an Unterschenkelgeschwürcn und 1 an halo» seitiger Körperlähmung. — lVon der Erdbebenwarte.) Gestern um 5 Uhr 21 Min. 24 Sek. Beginn einer sehr starken Fernbcbcn. anfzeichnung. Einsal; der zweiten Vorläufer um 5 Uhr 34 Min. 25 Sek., Hauvtl>ewegnng von 23 Millimetern nm 5 Uhr 41 Min. 50 Sek. Ende gegen 8 Uhr 30 Min. Herddistanz über 11.000 Kilometer. Herd Wahrscheinlich Südamerika. R. — lPromcnadetonzert.1 Die „Slovenska Filharmu-nija" veranslaltet heute bei günstigem Wetter von halb 7 bis halb 8 Uhr abends ein Promenadelonzert unter „Tivoli". Programm: 1.) Iakl: „Grnß aus Veloes", Marsch. 2.) Au'ber: Ouvertüre zur Oper „Fra Diavulo". 3.) Zichrer: „In Samt und Seide", Walzer. 4.) Meyer» beer: Sellektion aus der Oper „Hugenotten". 5.) Suppö: „Das Vergißmeinnicht", Lied. 6.) Straus: Potpourri aus der Operette „Walzertraum". — Nach dem Pro» menadekonzerte spielt die Harmonie von 8 Uhr weiter im Parkhotel „Tivoli". Eintritt frei. — lTlnubferie,,^ Das städtische Meldungsamt bleibt Samstag, den 15. d. M., anläßlich oer Amts-lokalitätenreini'cmng für den Parteienvertehr geschlossen. Eine Ausnahme findet nur in wirklich dringenden und unaufschiebbaren Fällen statt. ^—. " lKrankenbewcgung.j Im Kaiser Franz Joses-Krankenhanse in Gur'lfcld sind mit Ende Mai 61 Kranke, nnd zwar 38 männliche und 23 weibliche Personen, in Behandlung verblieben. Im Juni wurden 96 Kranke, und zwar 54 männliche und 42 loeibliche Personen, auf-genommen. Entlassen wurden <>m Juni 78 Personen, und zwar 45 männliche uud 33 weibliche. Gestorben sind 2 männliche und 4 loeibliche Personen. Mit Ende Juni verbliebeil daher noch 45 männliche und 28 Weib» liche Personen in Spitalsbchandlung. Von den 157 behandelten Personen waren 35 Einheimische und 122 Ortsfremde. Die Gesamtzahl der Vcrpflegstage betrug 1889, die durchschnittliche Verpflegsdauer eines Kranken 12 Tage. Von den Entlassenen und Verstorbenen stan» den 19 wegen Infektionskrankheiten nnd 65 Personen wegen anderer Krankheiten in Spitalsbchandlung. — (Ein Automobiluusall.) Am vergangenen Sams» tag fuhr ein Eliansfeur ans Laibach mit einem Auto» mobil, in dein sich noch ein Stndent nnd ein Fräulein befanden, ans der Reichsftraße gegen Krainburg. Außer» halb Zwischcnwässern rannte das Automobil mit solcher Gewalt an einen Kilometerstein an, daß alle drei In« sassen auf die Straße geschleudert wurden. Der Chauffeur kam mil leichten Verletzungen davon, während der Student und oas Fränlein schwere Verletzungen er» litten und ins Landesspital nach Laibach überführt locr» den mußten. — Din Schwindler.) Der 25 Jahre alte Taglöhner Michael Ba«elj ans Seizach, Bezirk Krainburg, kam anfangs März zn einem Kaufmannc in Unter-^ka, stellte fich ihm als Akkordant der Staatsbahn vor, be» hauplele, daß er täglich mindestens 7 X verdiene, und daß ihm der Verdienst monatlich nachhinein ausbezahlt werde. Er erbat sich zum Bezüge von Spezereilvaren und Getränken einen monatlichen Kredit, der ihm vom Kauf-manne mit Rücksicht ans seinen guten Verdienst ohne Bedenken gewährt wurde. Baöelj nützte diesen Kredit gehörig ans und bezog bis 31. März Waren im Be» trage von 85 X 04 n. Zahleil kam er natürlich nicht nnd ließ sich seil jener Zeit dort überhaupt nicht mehr sehen. Die Nachforschungen haben ergeben, daß Ba3elj ein ganz gewöhnlicher Taglöhner der Staatsbahn ist, dem sein Taglohn wöchentlich allsbezahlt wird und den er auch pünktlich vertlopft. — Im Monate Mai schwill-delte Va^elj einer Firma in Laibach ein Fahrrad im Werte voll 250 lv gegen monatliche Teilzahlungen her-aus. Er leistete aber uur eine Anzahlnng von 20 X. Bald daraus verkaufte er das Rad und leistete keine Zahlung mehr, so daß die Firma um 230 X geschä« digl ist.' — lNausezzefz. Am vergangenen Samstag abends zechten mehrere Burschen ill einem Gasthause in Pod» re> beim Post-gebäude dnrch einen Sicherheitsloachmmln angehalten, wurde. Auf der Polizei erkannte man die Verhaftete als die schon wiederholt wegen Diebstahles abgestrafte Magd Maria Ocvirk ans Petrovic-, Bezirk Ei'lli. Die Ocvirl, die nach Abbüßnng einer einmunatlichen, wegen Blsteckdiebstahles über sie verhängten Arreslstrase am 16. v. M. entlassen wurden war/wanderte wieder ins Iustizpalais. " Min flüchtiger Fahrraddieb.) Ein jnnger, schmäch. tiger, mittelgroßer Bursche verdingte sich in'Feistritz als Knecht nnd wurde nach einigen Tagen mit einem Fahr-rad flüchtig. Der Bursche soll Anton Seli<> heißen; er besitzt mehrere falsche Toknmente nnd ist mit dcm fleck» brieflich verhafteten Karl Priftovnik identisch. * Mn Chilfener.) Vorgestern abends bezahlte in emem Gasthause ein Mann eine Zeche von 2 X 40 li mit emer Zehntrunennute. Als sich die Kellnerin auf einen Augenblick entfernte, steckte er nebst dem, Rest-betraae die Banknote in seine Tasche. Über den Vorfall wnroe voil der Kellnerin die Anzeige erstattet. " lAbgä'll.qig.) Zn dieser vorgestern gebrachteil Notiz wird uns 'mitgeteilt, daß die Leiche des Schuhmacher-masters Anton Toni gestern am Ufer des Saveflusses nächst Sl. Martin angeschwemmt aufgefunden wurde. Ail dem Tage, als Toni seine Familie verließ, ^„g ^-direkt auf der Wiener Straße gegen die. Save 'uud svrang in c!rnu<"'e in den Fluß. Einige in der Nähe arbeitenoe Bauern sahen den Selbstmörder von der Brücke in die Save springen. Die Leiche wurde auf den Ortsfriedhuf zu Mariafeld überführt. " Din Gasthauöex.zeß.j Gestern nachts kam es zwi- schell zwei Gesangenanssehern und zwei Artilleristen zu einem Streit, wobei letztere vom Lcder zogen. Man holte zwei Zugsführer des 27. Infanterieregiments herbei, »woranf die Artilleristen den Kampfplatz verließen. Laibacher Zeitung Nr. 158. 1509 - 13. Juli 1911. * achtnngsstationen uieldeten folgende Temperaturen von gestern ,rüh: Laibach 12,5, Klagensurt 13,8, Görz 19,2, priest 21.8, Pola 22,2, Mba ia 18,4, Ägram 17,2, ^araievo 13,6, Graz 15,0, Wien 18,1, Prag 19,1, B<^° >^n ^' ^"^' ^'^' ^'^" 23,7, Neapel 19,5, Algier ^ ' V^^3"^ ^ lNegen); die Höhenstationen: i?«^ ^ F?''''^lick —2,2, Säntis 3,7, Semmeriug ^.b Grad Celsius. Voraussichtliches Wetter in der nach. ^" >)"t fur Lalbach: Meist heiteres, lvarmes und ^^^"^^ '"^"bach.j 7^-anz Koretu-, Arbeiter, RadHra^ ^?'.' ^'^' ^^"oider, 24 Jahre, beide Seunig, Lehrerin, 22 Hils^ " ^"! '' Maria Krulc, Schuhmacher-.gchllfensMn.,, 41 Iahw, Cegnargafse 10; Ottilie Sla-m<-, ^apezlcrergchilfenstochter, 8 Stunden, Brunngafse li, "^ ^3" ' Arbeiterssohn, 2 Monate, Kuro< Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrejpondenz-Bureaus. Kein ungarisches Gymnasium in Agram. Agram, 12. Juli. Der „Obzor" brachte vor eini« gen Tagen oie Nachricht, daß in Agram die Gründung eines ullslarischen Gymnasiums für die Kinder der hie» sigen Eisenwhnbeamten und Angestellten beabsichtigt sei. Di«se Nachricht luurde von allen oppositionellen Vlät» tern übernommen und gab zu erregten Ausführungen in der radikalen Presse Anlaß. Nunmehr richtete der Chef der hiesigen Betriebsleitung der ungarischen Staats-bahnen an die Blätter eine Zuschrift, in der er erklärt, daß diese Nachricht auf falschen Informationen beruht und gänzlich aus der Luft gegriffen sei. Der allslauischc Ionrnalistcukongreß. Belgrad. l2. Juli. In der hentc vormittags statt-gesnnornen Sitzung des Kongresses wurde die Wahl der «omml,slon für die Gründung einer allslavischen Tele» s>N".'^'"^ ^'genommen. Unter den Gewählten ^n 3 Nch unter auderen für die Slovene,, und Kroa- Bearübn! ^!"^' H'""N' ^'langten zahlreiche demN "^^"'"me zur Verlesung, darunter von XH^'"wl Dr. Äramar und von Hribar und voin das- ^ "/^^"ü"- Der Kroate Wilder beantragte, ^'"'" abgehalten werde, riakei en ^n. '. .ungarqchen Regierung leine Schwi» mN 3f.! ".^". Der Antrag wnrde unter stur. G^t^ oinn en"!>' ^"!"^nt^ge des Slovene., über die ^ d.e de initive C.'tscheidunq "!l!p^e^' '""^w lmporatw von König Der Aufstand in Albanien. Cetinje, 12. Inli. Die türkische Gesandtschaft über-Mitwlte den. niontenegr.nischen Minister A Ztn^ «ine Note, durch die sie ihm znr ^ den Malissore.^ge.vährte Frist von heu^ab^eiiek Uch unl zivanz.g ^age verlängert werde, und ilm er-Ucht, diese Entschlleßnng den un Königlich,' befind-l'cheu flüchtigen Alwnesen mitteilen zu wollen Marokko. wir ^"''"' ^' I"li. Das Wulff-Vureau schreibt: Wie tiae» 'm,,^^s"lkrcisen erfahren, hat man an auswär, acht d.',V"! ^'' ^"'üchl zu verbreiten gesucht, das; Ofs^nf, ' ^ Kriegsschisse in Marokko eingctrossen seien mandk^ ^'^clt es sich um ein Plumpes Börsen- LaiH"'^' 12. Juli. Die „Agcnce Havas" meldet aus dete^x?^ ^' ^' Der Dampfer „Vicente Bodo" lan° "'" '"rtllleriesoldaten mit vier Gebirgsgeschühen. Die Cholera. Wien. 12. Juli. Das Sauitätsdcparlement des Mi. nifteriums des Innern teilt mit: In Trieft wurde am 12. d. baktcriologisch festgestellt, daß es sich bei der Erkrankung des an« 9. d. M. verstorbenen Uhrmachers Enrico de Chiccio nui asiatische Cholera gehandelt hat. Die Herkunft der Infektion ist bisher unaufgeklärt. Eine Feststellung über die Tuberkulose. London, 12. Juli. Die königliche Tuberkuloscukon-ferenH hat ihren Schluszbericht, der die Ergebnisse zehn-jähriger lvissenschaftlicher Untersuchungen zusammen-saßt, herausgegeben. Sie hat gefunden, daß die Tuberkel-bazilleu des Menschen und die des Rindes praktisch nicht zu unterscheiden seien. Säugetiere und Menschen kön-ncn sich gegenseitig anstecken. Der Bazillus des Rindes wird ständig auf den Menschen übertragen, besonders durch Vermittlung der Milch, die vor allem für die Tuberkulose der Kinder verantwortlich sei. Auch tuber-kulöses Nino» und Schweinefleisch sei eine Quelle der Ansteckung. Die Kommission empfiehlt mit Nachdruck die Verschärfung der Lebensmitteltontrolle. Explosion in einer Dyuamitfabrik. Nurlmch, 12. Juli. In Würgendorf erfolgte heute um 11 Uhr in der Dynamitfabrik eine Explosion, wobei die Ölbude der Fabrik in die Luft flog. Acht Personen wurden gelötet, zivei verwundet. Gorst 1'. London, 12. Juli. Der bisherige diplomatische Agent Großbritanniens in Ägypten Sir Eldon Gorst ist heute früh gestorben. Theaterbrand. Vladivostok, 12. Juli. Im hicfigen Theater ist wäh. rend der Vorstellung ein Brand ansgebrochen. Das Theater, ein Holzbau, wurde im Laufe einer halben Stnnde eingeäschert. Die Geistesgegenwart der Schau-spieler verhinderte eine Panik, so daß sämtliche Zuschauer gerettet wuroen. Die Hitze in Nordamerika. Newyork, 12. Juli. Die Hitze danert unverändert an. Viele Todesfälle und Ohnmachtsanfälle werden aus den östlichen Städten gemeldet. Im nördlichen Teile von Michigan sind Waldl'rände entstanden. Drei Dör-fer sind bereits niederaebrannl und viele Ortschaften gefährdet. Ueuefte telephonische Nachrichten. Wien, 18. Juli. Seine Majestät der Kai for hat dem Sektionschcs im Ministerium des Innern Dr. Iu> lius Kleeberg den Nitterstand mit Nachsicht der Taxe verliehen. Wien, 13. Juli. Die „Wiener Zcitnng" veröffent. licht eine Verordnung des Ministeriums des Innern, des Justizministeriums und des Handelsministeriums vom 2. d. M., betreffend den Ausgang der Wahlen der Beisitzer nnd Ersatzmänner der Gewerbcgerichte und der Beisitzer der Berufungsgerichte. Wien, 13. Juli. ' Oie Privatmelduugen berichten, wurden das Mitglied der Hosoper Marckel nnd das Mitglied dcs Vol'lstheaters K eIler im Zillertale dnrch einen Abstnrz am Olperer schwer verletzt. Näheres fehlt. Budapest, 13. Juli. Die Justhpartei hielt gestern abends eine Konferenz ab, nm zn der Wehrvorlage Stellung zu nehmelt. Julius Iufth sagte unter anderem: „Wir stchen vor einem Niesenkampfe und müfsen mit allen Kräften gegen das Altentat ins Feld ziehen, das man onrch das Durchpeitschen der Militärvorlagen gegen die Natwn vcrüben Null. Diesc-n Kampf können uud dürfen wir nicht auf eine Minute einstellen." Budapest, l3. Juli. Gestern abends fanden an ver-schiedenen Orten in Budapest sozialdrmokratische Vcr» sammlungen statt, in welchen die Redner für die Forderung des allgemeinen Wahlrechtes eintraten, zu dessen Durchführung die Regierung nunmehr gezwungen wer-den soll. Nach den Vcrsammlnngen zogen die Teilneh« mcr — einx» 15.WN — gegen 1<< Uhr abends in ge-schlossenen Reihen ans die Andrassystraße, wo sie für das allgemeine Wahlrecht demonstrierten. - Groslwardein, 13. Juli. Iu Rezbanya wurde gc° stern abends 10 Uhr 3« Min. >rin Erdbeben wahr. genommen. Der Schornstein des Postgebäudcs stürzte cin und zahlreiche Häuser erlitten Sprünge. Talonichi. 12. Juli. Iu Ochrida und Umgebung wurden gestern nachmittags und heute mittags Erd-stoße verspürt. Die Bevölkerung^wurde in Schrecken versetzt und bereitet sich vor, im Freien zn kampieren. Paris, 13. Juli. Beim Bahnhöfe von Chartreuse traf man drel Lente, von denen einer Militäruniform trug, als sie gerade, damit beschäftigt waren, eine Holz» fchwellc aufs Geleise zu legen. Einer — der Soldat — wurde festgenommen. Petersburg, 13. Juli. Koiscr Nikolaus traf gestern nachmittags ani Bord der kaiserlichen I>acht cin/ Ncwyork, 13. Juli. Die seismischen Apparate in Cleveland (Washington) haben gestern ein heftiges Erd° beben verzeichnet. Newyort, 13. Juli. Gestern vormittags sind wieder 26 Personen der Hitzglut erlegen. Auch aus anderen Städten wurden zahlreiche Todesfälle gemeldet. Verantwortlicher Redalteur: Anton Funtet. Angekommene Fremde. Gr«nb Hotel Union. Nm 11. Juli. Brunncr. Vect, Schulhof, Neumann, Schranzhofer, Haas, Nefel, Pahl, Fromer, Heimler, Tauber, Imbermann, Rsde.; Kotas, Priu.; Kominik. Kfm., Wien. — Glückselig, Rsd., Proßuch. — Grimwald, Rsd.; Lesly, Ober» tierarzt; Robinson. Kfm., Graz. — Nebel, Rsd., Äreslau. — Nosmll, Nsd., Bozen. — Leichtmaun, Nsd., Budapest. — Iurca, v. Niderlan, Priv.. Görz. — Gertfchnig, Wachtmeister, Pot>. brdo. — Ogriu, Kfm., St. Ilgeu. — Zabulovec, Pfarrer, Rob. — Roschmlmn, Priv., Altenstadt. — Zwitter, Richter, Ru» dolfswert. Hotel „Elefant". Am 11. Juli. Haardt v. Harteuthurn, l. l. Regie-rungsrat. s. Familie; Frank,Gutsbesitzer; Böhm, Kfm., s. Ge» mahl.; Wünsch, s. Gemahl., Merdinger, Arnold, Priv.; Baum» «.arten, Basch, Fried, Rah, Thurner, Rsde,, Wien. — Gregor, Hict, Rsde., Graz. — Iohler, Rsd., Marburg. — Gedenlo, Nsd., Agram. — Slaviuec, Msm., St. Martin. — Pirker, Kfm., Reifnil). — Volla, Oberingenieurswitwe, Rudolfswert. — zruhncl, l. u. t. Marineoffizier d. R., s. Gemahl.. Fiume. — Fischer, Handelsgärtner, f. Familie, Pola. — Seifert, Prof.. s. Gemahl., Budapest. — Vojtech. l. l. Postmeisterin ; Dr. Za» lontisty. Distrillsarzt, s. Gemahl., Oberseeland. — Croissant, Gärtner, Opernsängerimien, Straßburg. — Pfeiffer, Priv., Zürich.__________________ Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehöhe 306 2 m. Mlttl. Luftdruck 736 0 mm. I ^i lV I °" .«V.,.M 12 l^ U. 3l. 740 s"26^2"SÖ7Mßw hDer "^" 9^U. Ab. 740^4^2«> 1 O. schwach . 13.> 7 Ü. F.! 740-8' 15-TsSSO. schwäch^ » <>0 Das Tassesmittel der gestrigen Temperawr beträat 19-6« Normale 19 7«. Tagesbericht der Laibachcr Erdbebenwarte und Funkenwarte: (gegründet von der Nraiiiischc,, Lftallasse 1837.) (Ort: Gebäude der l. l. Staats-Oberrealschule.) liage: Nördl. Vreite 46° 03'; östl. Länge von Greeuwich 14° 31'. Aufzeichnungen: Beginn_____ ^ «, ^7- Herd. A.^ .^.^ A.? 2,-UZ 5Z ^ ^ dist«nz z:.Z Z,Z 35 ^^ ^- D " V« >2^ "Z ^^" Z'^ Z _______"» H» ^3^________Z^^ ^ ___I__^^. dm» dm» dm»! Q IN » dm ^ Aaibach: 12. 1"^ 05 2124 05 34 25 05 4150 0612 02 08 30 I. 12. 8500 05 25 35 05 32 2g-----------06 07 11 07 - W I u g e « l> c i m Z a r nr st ^ d t: 12. i^A 052137 0540----------------------------------^ Am 5. Juli gegen 20 Uhr" Fernbebenaufzeichnungen in Moncalieri und Rocca di Papa. Bebenberichte: Am 7. Juli gegen 21'/< Uhr in Mes. sina Erschütterung. Bodenuuruhe: Schwach. * icbe»r-Eb!,>rt, V — Milruleismugrapl) Aicclililii, W »- Wiechcrt-Veodcl, l^. — Luckmann-Pcildcl. '^ Die Zeitanqabe,! beziehen sich ans iiutlcleuropäischrZelt und «erden »on Mitternacht bis Milterüacht umi U Uhr bis 24 Ulir gezählt, Photographische Apparate für Dilettanten. Wir empfehlen allen, die für Photographie, diesen anregendsten und von jedermann leicht zu erlernenden Sport, Interesse haben, das seit 1854 bestehende Sftezialhaus photographischer Bedarfs» artilel der Firma A. Moll, l. u. l. Hoflieferant, Wien I, Tuchlauben 9, und die Durchsicht ihrer illustrierten Preisliste, die auf Wunsch uubcrcchuct verschickt wird. (4626^) wtrü vsrlrantt. ^Vo? sn,ßt 6i« H,ämini8tl. üio8«r 2situnß. (2802) 2—1 Jm Caf e - Restaurant „^ellevue" jeden Nachmittag und ^bend an Jfon^ert a® m.Gesangr von beliebten öbersteirern. V V V Jeden Sonnia9 3-1 Tamburaschen - ^on^ert ohne Eintrittsgcbübr. Jform. Preise fcoibadjer Leitung 9fr. 158. . 1510 13. 3uli 1911. m£5!=l ¦* trLL|thMdUlf||MhUlftMiriiMrii --Sbs. pipfiren; BOnenordres; Verwaltung m lainQph #fl§Fd Fraii7 Incof Q+raRp Nr Q «inlageo geg. Einlaniblehw o.lm Ronti- VM ia«ats, Safe-Deposits etc. (1750) ¦" LdlUabll M£^ rTanZ-JOSei-OiraDe NT. 3. Kirreat; MilltSr-Heiratskastii»»« etc. Kurse an der Wiener Börse vom 13. Juli 1O11» Schlußkurs Geld I Ware Allg. Staatsschuld. Pro«. « ((Mai-Nov.)p.K.4 S3-is 92-35 B *'U J 1> ¦> P- U-4 92'16 °2'36 2 k. st. K.HJan.-JuIi) p. K.4 92-/e 92 36 _J I „ „ p. A.4 S2'/« 92-J5 Si 4-2«/^.W.Not.Kob.Ang.i).K.4-2 9696 96-16 Ja 4'8°/, „ ,, „ ,, p.A.4'2 Sft'ctfi 96-16 °, *'2% ,, SIlb.Apr.-Okt.p.K.4-2 96-90 96-10 W 4-2°/o ,, „ ,, „p.A.4'2 96-90 96-10 Lose v.J.1860 iu 500(1.ö.W. 4 «#2*" 164ZM Lo8eY.J.1860zUl00il.0.W.4 41.S-76 430-75 LoBeY.J.1864zul00sl.ti.W-----610— 622 — LO86Y.J.18647.U 5011.Ö.W-----306— 31V— St.-Domän.-Pf.l2Ofl.300F.6 2S4-— 286 — OeBterr. Staatsschuld. Oest.StaatsschatzBch.stfr.K.4 99-S6 100-06 Ocst.Goldr.8tsr.GoldKasso..4 116-60 116-70 „ ,, ,. ,, p.Atlgt. 4 116-60 116-70 Oeat.Rentei.K.-W.stfr.p.K..4 9210 92-30 i, ,, „ ,, ',, ,,U. .4 9210 92-30 Oest.Inveet.-Rent.stfr.p.K.3i/2 SO-66 80-76 Franz Josessb.i.Silb.(d.S.)5V4 11426 116-26 Galiz. KarlLudwigßb.(d.St.)4 927« 93-76 Nordwb.,ü.u.su(lnd.Vb.(d.S.)4 93-46 94-46 Rudolssb.i.K.-W.stsr.(d.S.)4 92-85 93-S6 Tom Staate i. Zahlnng übern. Eisenbahn-Priorltäts-Oblig. Bohrn. Nordbahn Em. 18H2 4 114-— ii6-— Bühm.Westbahn Em. 1885.. 4 93-90 94-90 Böbm.Wcstb. Em. 1895i. K. 4 93-4t 94-4S Ferd.-Nordb.E.18W)(d.S.)..4 04-70 96-70 dto. E. 1904(d.St.)K___4 96-26 96-26 FranzJoseftib.E.18H4(d.S.)S4 9460 96-60 Galiz.KarlLudwigb. (d.St.)S4 95-46 9446 Laib.-SteinLkb.ü00u.l0O0fl.4 91-76 92-76 Lern.-Czer.-J.E. 1894 (d.S.) K4 92-86 93-86 Nordwb., Oe8t. 200 II. Silber 6 103-10 104-10 dto. L.A.E. 1903(d.S.)K8'/2 86— S6-- Schlußkurs Geld | Ware ProE. ~ Nordwb.,Ocst.L. B.2OOB.S.5 102-96 103-96 dto. L.B.E.190.'i(d.H.)K3V- S6'20 86-20 dto. K.l885 2()0u.l000sl. S. 4 94-60 96-60 Rudols8bahnE.18H4(d.S.)S. 4 94-— 96-- Staataeisenb.-G.siOOF.p.St. 3 370— 374-— dto. Erg/..-Nttz5OOF.p.St. 3 873-— 376-- SudnorddeutscheVbdgb.fi. S. 4 95*70 94-10 Ung.-gal.E.E.18872O0Silber4 93-— 94-- Ung. Staatsschuld. Ung.StaatskassenBch.p.K.*^ 100-J6 ioo-36 Ung. Rente in Gold ... p. K. 4 111-45 m-os Ung. Rente i. K.etsr.v.J.1910 4 9125 91-46 Ung. Rente i. K stfr. p. K.4 91-16 9135 Ung.Prämien-AnlebenälOOfl. 438-— 460-— U.TheiBS-R.u.Szee.Pnn.-O. 4 306-— 317-— U.Grundentlastg.-Öblg.ö.W. 4 91-40 92-40 Andere öffentl. Anlehen. Ba.-herz. Eis.-L.-A.K.1902 4>/j fl*-96 99-96 Wr.Vcrkehrsanl.-A. verl. K. 4 90 3fl 94-36 dtO. Em. 1900 VOrl. K .... 4 93'86 94-36 Galizische8v. J.1893verl.K. 4 93-25 94-25 Krain.L.-A.v. J. 188« ö.W. .4 94-50 96-60 Mährischesv. J 1890 V. ö.W. 4 94-66 96-65 A.d.St.Budap.v.J. 1903 v.K. 4 90-30 91-30 Wien (Elek.) v. J. 1900 v. K. 4 93-10 94-10 Wien (Invests v. J.19O2v.K. 4 94-60 95-60 Wienv. J. 190H v.K.......4 9376 94 76 Russ. StA. 1906 f.lOOKp.U. 5 103-90 104-40 Bul.St.-Goldanl.19O/10OK4Vj 96-06 96-05 Pfandbriefe nnd Kommnnalobligationen. Bodenkr.-A.öst., SOJ. ö. W. 4 93-— 94-— Bodenkr.-A. f. Dalmat. v.K. 4 10026 101-26 Böhm.Hypothekenbank K . . 5 102-50 —•— dto. Hypothbk., i.57 J.v.K.4 9445 9646 dto. Lb.K.-Schuldsch.,f>0J.4 93-66 94 66 dto. dto. 78 J. K.4 93-66 94-66 dto. E.-Schuldsch. 78 J. 4 93-66 94-66 Schlußkurs Gold | Ware Proa. Galiz. Akt.-Ilyp.-Bk.......5 uo-~ —¦- dto. inh.öOj.verl.K. 4V» ^-~ jog — Galiz.Landesb. 51 VjJ.v.K. 4'/2 59'~ 100 — dto. K.-Obl.llI.Em.42J Vh ^8-76 99-75 Istr. Bodenkr.-A. 3CJ. ö.W. 5 102--- ioz-10 Istr.K.-Kr.-A.i.r>2Vi.Jv.K. 4'/j 10060 1Oi — Mähr.Hypoth.-B.ö.W.u.K.4 94-70 95-70 Nied.-öst.Land.-Hyp.-A.55J.4 9475 95-76 Oest. Hyp.-I3anki.5O.I.verl.4 94-ao 95-50 Oest.-ung.BanköOJ.v.ö.W. 4 9616 97-15 dto. 50 J. v.K..........4 9(>'-*6 97-4S Centr.Hyp.-B. ung. Spark. 4'/j '->s-60 99-60 Comrzbk., Pest. Ung. 41J. 4'/, 99-26 iooz6 dto. Gom.O. i.50'/2J-K4>/2 9«-60 99-60 Horm.B.-K.-A.i.5OJ.v.K41/j "- 100 — Spark.lnnerst.Bud.i.50j.K4'/j S8-~ 99._ dto. inh.60J.v.K.....¦*'/< 0360 $4-60 Spark.V.P.Vat.C.O.K . . 41/* 9S'76 S9-75 Ung. Hyp.-B. in Pest K . . . 4>/2 S9-— too- — dto. Kom.-Sch.i.50J.v.K4Vi 9S-76 S9-76 Eisenbahn -Prior.-Oblig. Kasch.-Odcrb.E.1889(d.S0S.4 91-76 92-75 dto. Em. 1908 K (d. S.). . . 4 92fio 93-fiO Lemb.-O.er.-J.E.18S4300S.3-ü «7-20 S8'20 dto. 300 S............4 92'*& 93-16 Staatseisenb.-Gesell. E. 1895 (d. St.) M. 100 M........3 S9-— 90- Südb. Jan.-J. 500 F. p. A. 2-6 276-10 277-10 UnterkrainerB.(d. S.)ö.W. .4 96-60 9T- Diverse Lose. I3odenkr.üKt.E.188OalOOfi.3X 292-76 Z9S75 detto E. 1889Ü100Ü. . . . 3X 278-50 284'SO Hypoth.-B.ung.Präm.-Schv. älOOfl.............•¦•* 24S~ Z64-- Scrb Prämien-Anl.älOOFr. 2 126-50 131-50 Bud.-BaBiliea(Domb.)5fl.ü.W. 36-— 40-— Cred.-Anst.f.H.u.G.lOOfl.ö.W. 603-— 613-— Laibach. Präm.-Anl.20fl.ö.W 86-50 «960 ScblußkurB Geld | Waro ^otenKrcuz.ÖBt.G.v.lOfl.ö.W. 69-60 75-60 detto ung. G.v. . . 5J1.Ö.W. 46-— 52 — Turk. E.-A.,Pr.-0.400Fr.p.K. 249-60 262-50 Wiener Kommunal-Loso vom Jahre 1874.....lOOfl.ö.W. 2W— 261-— jewinetsch. der 3»/0 Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E. 1880 67-— 73- — jlewinstüch. der 3% Pr.-Sch. derBod.-Cred.-Anst.E. 1889 11T— 127 — Jewinstfich. der 4°/p Pr.-Sch. der ung. Hypotheken-Bank 4860 64-60 Transport-Aktien. Donau-Dampf.-G. 600 fl. C. M. 1152— 1160 — Ferd.-Nordbahn 1000 fl. C. M. 6080-— 6100-— Lloyd, österr.........400K 679— SW-60 Staats-Eisb.-G.p. U. 200 fl. S. 746-— 74e--Südbahn-G.p.ü. ...600Fre. 120-50 121-50 Bank-Aktien. Anglo-östcrr Bank120fl.l8K 824-40 82640 Hnnkver.,Wr.p.U. 2OOD.3O „ 64740 64Ä-4C Hod.-C.-A.allg.öst. 300K54 „ 1296- 1302-— Credit-Anst. p. U. 320K32 „ 666S0 657SC Ciodit-B.ung.allß. 200fl.42 ,, «27-— S28-— Eskompteb. steier. 20041.32 ,, eis-— —• — Eskompto-G.,n.ö. 4OOK38 „ 774-- 77J-- Landcrb.,öst.p.U. 200fl.ü8 ,, 630-90 631-iK Laibacher Krcditb. 400 K 28 ,, 47790 4S.V6C Oest.-ungar.B. 1400K 90-30 ,, I960-- i960- Unionbankp. U. . . 200sl. 32 „ 622-50 623-61 Verkehrsbank.allg.14011.20,, 37676 370-7« Živnosten.banka 10011.14,, 280-50 281-51 Industrie-Aktien. Berg- u. HUtlw.-G., üst. 400 K 969-— 97ß-Hirtenber(;P.,Z.u.M.F. 400 K 1206— 1209--Königsh.Zement-Fabrik 400 K 366-— 3si7--LengenfelderP.-C.A.-G. 250 K 268- - 272--Montanges.,österr.-alp. lOOfl. 814-26 815-21 Schlußkurp Geld | Ware Perlmooser h. K. u. P. lOOfl. 446-— 450-26 PragerEisenind.-Gesell. 500 K 2710-— 2729-— Rimamur.-Salg6-Tarj. lOOfl. 679-50 680-50 Salg6-Tarj. Stk.-B.....loosl. 673 — 676 — Skodaworke A.-G. Pils. 200 K 662-- 66.V- — Waflen-F.-G.,österr. .. loosl. 76S-— 760- — Weetb. Bergbau-A.-G. lOOfl. 686-— eso — Devisen. Kurze Siebten nnd ScLccVb. Dentschc Bankplätze....... 11740 117-60 Italienische Bankplätze..... 94-87« 94 76 London.................. 24016 340-40 Paris................... S4-97i 961$ Valuten. Münzdukaten............. 11-36 1139 •20-Francs-Stückc.......... 19 01 19-04 L'O-Mark-StUcke........... 23-49 23 m DcutBclie Reächnbanknoten .. 117S6 117-65 Italienische Banknoten..... 94-70 94-90 Rubel-Noten ............. 2'6*w 284»* Lokalpapiere nach Privatnotier. d. Filiale d. K.K. priv.Oest.Credit-AnsUU. Brauerei Union Akt. 200 K 0 223-— Z85-— Hotel Union ,, 500 ,, 0 —•— —•— Krain.Baugeß. „ 200 „12K 200-— 210-— ,, Industrio ,, 1000 ,,80,, 1920 — 1970 — Stahlw.Weißens.,, 300 ,,30„ 610— 626-— Unterkrain.St.-Akt. 100D. 0 70— 90--- Bankiin&hiS 4% Die. Notierung BiimUicher Aktien und der „Diversen Lose" vexsteht aich per Stück